{"id":22354,"date":"2014-07-11T16:28:22","date_gmt":"2014-07-11T14:28:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22354"},"modified":"2018-09-07T12:44:58","modified_gmt":"2018-09-07T10:44:58","slug":"leserbriefe-zu-auge-um-auge-zahn-um-zahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22354","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eAuge um Auge, Zahn um Zahn,"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22314\">diese primitive Ideologie beherrscht das Weltgeschehen. Muss das wirklich so sein?&ldquo;<\/a><br>\nEs kamen eine gr&ouml;&szlig;ere Zahl von interessanten Leserbriefen. Diese geben wir Ihnen hier zur Kenntnis. In einigen Briefen tauchen die gleichen Argumente und Informationen auf. Das betrifft unter anderem meine Interpretation des Alten Testaments und der von dort &uuml;bernommenen Aussage &bdquo;Auge um Auge, &hellip;&ldquo;. Im Kern meinen mehrere Leserbriefschreiber\/innen, dass die Aussage des Alten Testaments nicht auf Gewalteskalation, sondern auf Bes&auml;nftigung angelegt ist.<br>\nF&uuml;r diese Korrektur zum Verst&auml;ndnis der zitierten Aussage kann ich nur Dankesch&ouml;n sagen. Ich habe die Aussage falsch interpretiert, aber es ist klar, was gemeint war: wir leiden heute darunter, dass es zu wenige Verantwortliche in der Welt gibt, die sich der De-eskalation, der Entspannung, der Vers&ouml;hnung verpflichtet f&uuml;hlen.<br>\nEinige kritisieren meine Kritik an Israels Politik. Auch diese Kritik nehme ich selbstverst&auml;ndlich in diese Zusammenstellung auf.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Die Leserbriefe\/Auswahl:<\/strong><\/p><p><strong>S.T.:<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller<\/p><p>Erinnern sie sich noch an diese unangenehmen Typen w&auml;hrend ihrer Schulzeit, die sich zu Gruppen zusammengeschlossen, sich dann Opfer ausgesucht haben um es zu &nbsp;tyrannisieren? Der strategische Vorteil eines derartigen aggressiven Verhaltes liegt in der Einsch&uuml;chterung und Unterwerfung Anderer mit dem Ziel sie sich letztendlich zum eigenen Vorteil dienstbar zu machen. Nach diesem einfachen Prinzip funktioniert aus meiner Sicht die Welt heute noch. Niemand zahlt im Supermarkt aus reiner Menschenfreundlichkeit, er tut es weil es Regeln gibt, die es unter Strafe stellen wenn man nicht zahlt. <\/p><p>Die Richtige Frage die man sich also in der aktuellen Friedens Diskussion stellen muss, wie stoppt man tyrannische Charaktere, in deren Natur es liegt nur solange mit anderen zu kooperieren wie es zum eigenen Vorteil gereicht und die gerade deshalb geradezu pr&auml;destiniert sind in einflussreiche Machtpositionen vorzudringen? <\/p><p>Letztendlich sind es Regeln deren Befolgung auch f&uuml;r tyrannische Charaktere die bessere Alternative darstellen, die uns vor dem Recht des St&auml;rkeren bewahren. Regeln muss man allerdings auch gegen solche machtbesessene Charaktere, f&uuml;r die Regeln nur ein Hindernis bei der Durchsetzung ihrer Eigeninteressen darstellen durchsetzen k&ouml;nnen!<\/p><p>Insofern ist die Grundidee &uuml;ber eine Art Weltpolizei ein global g&uuml;ltiges Regelwerk durchzusetzen also erst einmal keine grundlegend schlechte Idee. Je mehr Parteien man sich dazu mit an den Tisch holt umso mehr Parteien werden mit allen Mitteln versuchen dabei ihre eigene Machtposition zu bewahren, denn am Tisch sitzen dann egal von welcher Seite nat&uuml;rlich immer die gleichen Charaktere.&nbsp; Wie also sieht die Alternative zu gewaltsamen L&ouml;sungen aus wenn diejenigen die die Macht haben nicht bereit sind im Interesse des Allgemeinwohls auf ihren Teil zu verzichten, einfach deshalb weil ein solches Verhalten nicht Teil ihrer Natur ist?<\/p><p>Die Friedensbewegung braucht eine schl&uuml;ssige Antwort auf diese Frage wenn sie ernstgenommen werden will.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e S.T.<\/p><p><strong>G.K.:<\/strong><\/p><p>im o.g. Beitrag hei&szlig;t es:<\/p><p>&ldquo;Vorher ist versucht worden, Wunden zu heilen, sich zu verstehen. Soll das alles &uuml;berholt sein? Sind solche produktiven Umwege nicht mehr m&ouml;glich? Nein, aber die Gewaltt&auml;ter und die Vertreter und Strategen der Gewalt haben Oberwasser.&rdquo;<\/p><p>Mu&szlig; es statt &ldquo;Nein&rdquo; nicht &ldquo;Doch&rdquo; hei&szlig;en?<\/p><p>Eine zweite Anmerkung, Sie schreiben:<\/p><p>&ldquo;Deutschlands wichtigster Beitrag zur neueren Weltgeschichte ist nicht ein gutes Fu&szlig;ballspiel, sondern die Initiative zur Politik der Entspannung zwischen Konfliktparteien.&rdquo;<\/p><p>Das grenzt ja beinahe schon&nbsp;an def&auml;tistische Feindpropaganda&nbsp; :-)<\/p><p>Ernsthaft: Ich mache mir gro&szlig;e Sorgen, da&szlig; bei einem WM-Titel f&uuml;r Deutschland das bisschen Kritikf&auml;higkeit in der hiesigen Bev&ouml;lkerung in dem dann von den Medien gesch&uuml;rten nationalen Taumel auch noch unter die R&auml;der kommt. Man stelle sich nur die Siegesfeier am Brandenburger Tor in Berlin vor: Das Dreigespann aus Leitmedien, Merkel und &ldquo;Merkels Toy Boys&rdquo; (&ldquo;Jogis&rdquo; Multimillion&auml;rstruppe) wird diese Gelegenheit sicherlich&nbsp;nutzen, die Bev&ouml;lkerung geschickt f&uuml;r die Interessen&nbsp;unserer Eliten&nbsp;einzunehmen. Meine Vermutung: Die Medienschaffenden unserer Leitmedien k&ouml;nnen es kaum erwarten,&nbsp;da&szlig; Merkel&nbsp;w&auml;hrend dieser Siegesfeier von den Teilnehmern&nbsp;mit &ldquo;Angie, Angie&rdquo;-Sprechch&ouml;ren gehuldigt wird. Es ist davon auszugehen, da&szlig; unsere Medien die Erinnerung an den&nbsp;WM-Titel und die Siegesfeier in der Folgezeit im Dauermodus halten werden.<\/p><p>Nicht auszuschlie&szlig;en, da&szlig; geschickt agierende Meinungsbildungsstrategen die sprachliche N&auml;he von Fu&szlig;ball und Milit&auml;r (&ldquo;Offensive&rdquo;, &ldquo;Sturm&rdquo;, &ldquo;Angriff&rdquo;, &ldquo;Verteidigung&rdquo; etc.) nutzen werden, die zunehmende Militarisierung der Au&szlig;enpolitik innerhalb der Bev&ouml;lkerung mehrheitsf&auml;hig zu machen. Ein Weiteres kommt hinzu: Es ist zu bef&uuml;rchten, da&szlig; dies alles bei den hiesigen Eliten die &ldquo;wilhelminische Gro&szlig;spurigkeit&rdquo; (so Helmut Schmidt 2010) weiter anheizen wird.<\/p><p>Es scheint leider so zu sein, da&szlig; der &ldquo;deutsche Michel&rdquo; f&uuml;r die Instrumentalisierung des Fu&szlig;balls durch die Politik empf&auml;nglich ist. Oder, wie es in einer NDS-Leseranmerkung vor ca. 3 Wochen gehei&szlig;en hatte: In keinem Land funktioniert &ldquo;Brot und Spiele&rdquo; so gut wie in Deutschland.<\/p><p>Ein weiterer Aspekt kommt hinzu: W&auml;hrend der Fu&szlig;ball-WM 2006 in Deutschland wurde in den Medien immer wieder behauptet, die damalige nationale Begeisterung h&auml;tte mit Nationalismus nichts zu tun, sondern sei vielmehr Zeichen einen weltoffenen und toleranten &ldquo;Partyotismus&rdquo;. <\/p><p>Die Universit&auml;t Bielefeld (Lehrstuhl Prof. Wilhelm Heitmeyer) hatte seinerzeit in einer Studie die Auswirkung der Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft auf nationalistische und rassistische Stimmungen in Deutschland untersucht.<\/p><p>&Uuml;ber diese Studie berichtete die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; im Juni 2012 unter der &Uuml;berschrift<br>\n<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/studie-zur-fussballweltmeisterschaft-fussballtaumel-und-fremdenfeindlichkeit-1.893255\">&ldquo;Studie zur Fu&szlig;ballweltmeisterschaft Fu&szlig;balltaumel und Fremdenfeindlichkeit&rdquo;<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n&ldquo;Das Institut f&uuml;r Konflikt- und Gewaltforschung hat sich dem WM-Fu&szlig;balltaumel befasst. Ergebnisse: Die Fremdenfeindlichkeit w&auml;chst. Die These vom &ldquo;toleranten Patriotismus&rdquo; sei &ldquo;gef&auml;hrlicher Unsinn&rdquo;.&nbsp;(&hellip;)<\/p><p>Zehn Millionen Zuschauer haben nun in der ARD S&ouml;nke Wortmanns Fu&szlig;ballfilm gesehen, der noch einmal die sommerliche Seligkeit auferstehen lie&szlig;. Doch Wilhelm Heitmeyer hat f&uuml;r die These, da habe das Land zu einem &ldquo;toleranten Patriotismus&rdquo; gefunden, genau f&uuml;nf Worte &uuml;brig: ,,gef&auml;hrlicher Unsinn, ein St&uuml;ck&nbsp;Volksverdummung&rdquo;.<\/p><p>Der Leiter des Instituts f&uuml;r Konflikt- und Gewaltforschung an der Universit&auml;t Bielefeld stellte gestern in Berlin die neuen Ergebnisse einer Langzeituntersuchung zu &ldquo;Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit&rdquo; vor. Unter diesem etwas sperrigen Begriff sind Einstellungen wie Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Islamophobie zusammengefasst, aber auch die Abwertung von Homosexuellen, Behinderten oder&nbsp;Frauen. (&hellip;)<\/p><p>In dem diesj&auml;hrigen f&uuml;nften Band widmen sich gleich zwei Aufs&auml;tze dem Fu&szlig;balltaumel und den Instrumentalisierungsversuchen der Politiker. Im ersten Beitrag weisen drei junge Wissenschaftler anhand der Langzeitdaten ziemlich &uuml;berzeugend nach, dass Nationalstolz zu ,,Fremdgruppenabwertung&rdquo; f&uuml;hrt. (Im Unterschied &uuml;brigens zu einem differenzierten, &ldquo;patriotischen&rdquo; Stolz auf die deutsche Demokratie und den Sozialstaat, der niedrigere Fremdenfeindlichkeit zur Folge&nbsp;hat.)<\/p><p>Anhand einer zus&auml;tzlichen Umfrage im August zeigen sie, dass nach der Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft befragte Personen &ldquo;nationalistischer eingestellt&rdquo; waren als fr&uuml;her Befragte. Und weiter: &ldquo;Die Vermutung, dass es sich dabei um eine neue, offene und tolerantere Form der Identifikation mit dem eigenen Land handelt, l&auml;sst sich allerdings nicht best&auml;tigen.&rdquo; Denn den Zusammenhang zwischen Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit hatte der diesj&auml;hrige &ldquo;Party-Patriotismus&rdquo; nicht&nbsp;aufgebrochen.<\/p><p>Aber offenbar, schreibt Heitmeyer selbst , seien die &ldquo;Schwarz-rot-geil-Stimmung&rdquo; oder Kampagnen wie &ldquo;Du bist Deutschland&rdquo; der Versuch eines &ldquo;surrogathaften Ankers auf schwankendem sozialen Boden&rdquo;. Ein ethnisches Kollektiv soll k&uuml;nftig bieten, was die soziale Marktwirtschaft nicht mehr zu leisten vermag: &ldquo;&Uuml;ber die Betonung der &lsquo;Schicksalsgemeinschaft&rsquo; mit raunendem Tiefgang sollen jene Angeh&ouml;rige der Mehrheitsgesellschaft emotional wieder integriert werden, die andererseits sozial desintegriert worden&nbsp;sind.&rdquo; Der soziale Boden der Republik schwankt. Einkommen&nbsp;und Verm&ouml;gen &ndash; das ist bekannt &ndash; driften erheblich auseinander.&rdquo;<\/p><p>Sicherlich gibt es zahlreiche Zeitgenossen, die sich &uuml;ber die Ergebnisse dieser Studie wundern. Mich wundert hingegen,&nbsp;da&szlig; man sich &uuml;ber diese Ergebnisse wundern kann.<\/p><p><strong>F.-J.K.: <\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>beim Lesen des letzten Absatzes Ihres Beitrages &laquo;Auge um Auge&raquo; habe ich mir die Augen gerieben: Israel macht, was es will, und wird von Deutschland darin best&auml;rkt \/ unterst&uuml;tzt? Da haben Sie eine v&ouml;llig andere Wahrnehmung der Situation als ich:<\/p><p>Nach der Entf&uuml;hrung und Ermordung der israelischen Jugendlichen wurde Israel (!) vom gesamten politischen Spektrum zur Deeskalation aufgerufen &ndash; &auml;hnlich wie Putin in der Ukraine.<br>\nVorgestern Abend z. B. noch sprach Klaus Kleber im Propaganda-Heute-Journal von einem get&ouml;teten pal&auml;stinensischen Teenager und drei get&ouml;teten israelischen &laquo;Religionssch&uuml;lern&raquo;. Sind das keine Jugendlichen? Ist die n&auml;chste Stufe &laquo;junge Hass-Prediger-Versteher&raquo;?<\/p><p>In Israel wurden die mutma&szlig;lichen M&ouml;rder des pal&auml;stinensischen Jugendlichen festgenommen, und es wird Ihnen der Prozess gemacht. Die Regierung hat Ihr Bedauern ausgedr&uuml;ckt. &mdash; Die Hamas erkl&auml;rt im Gegenzug alle Israelis zu &laquo;targets&raquo;!<\/p><p>Israel informiert, wenn m&ouml;glich, die Bewohner von Angriffszielen &uuml;ber den bevorstehenden Angriff und gibt ihnen Zeit, ein Geb&auml;ude zu verlassen &ndash; telefonisch oder durch Vorab-Warnsch&uuml;sse ohne scharfe Munition &mdash; Hamas postiert dann statt dessen Opfer auf dem Dach des Hauses &hellip; die kommen ja alle gleich ins Paradies &hellip;<\/p><p>Die USA lieb&auml;ugeln mit dem Iran, u. a. der Iran liefert die Raketen f&uuml;r Hamas &hellip;<br>\nMeiner Ansicht nach kann es mit Hamas keinen Frieden geben &ndash; weil das bedeuten w&uuml;rde, das Hamas sich aufl&ouml;sen m&uuml;sste.<\/p><p>Israel f&uuml;hlt sich von allen allein gelassen &ndash; und in einer solchen Situation kommt es auf alles an, auch auf die Zwischent&ouml;ne und das Nicht- oder Mitgesagte, deshalb empfinde ich den letzten Absatz fast eine Zumutung und die &Uuml;berschrift &ndash; ein Zitat aus dem Alten Testament (!) &ndash; eine Instinktlosigkeit, die ich von Ihnen und bei Ihrer politischen Erfahrung nicht erwartet h&auml;tte.<\/p><p>Ich glaube, dass Sie zusammen mit Egon Bahr, Todenh&ouml;fer, Wimmer (und z. T. sogar Gauweiler, h&auml;tte ich mir nicht tr&auml;umen lassen) von der j&uuml;ngeren kritischen Bev&ouml;lkerung als wirkliche &laquo;elder statesmen&raquo; angesehen werden, die an Grundpositionen festhalten und Orientierung geben im allgegenw&auml;rtigen Propagandakrieg &ndash; und gerade, weil sie so viel wissen &uuml;ber Machtstrukturen und Meinungsmache, war ich ziemlich entt&auml;uscht.<\/p><p>Vielleicht war der Artikel einfach zu generalistisch gedacht; ich hoffe, Sie nehmen mir diese Kritik nicht &uuml;bel und bleiben weiter einer der Leuchtt&uuml;rme, auf die man sich in dieser Zeit noch verlassen kann.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p><strong>S.F.: <\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>in Ihrem Beitrag &ldquo;Auge um Auge, Zahn um Zahn, diese primitive Ideologie beherrscht das Weltgeschehen. Muss das wirklich so sein?&rdquo; stellen Sie genau die Richtigen Fragen. Ich denke und hoffe, dass im Kreise der NDS Leser Ihnen hierf&uuml;r Zustimmung zuteil wird.<\/p><p>Einen Einwand habe ich allerdings: In Ihrem letzten Satz schreiben Sie, auch &ldquo;wir&rdquo; sein mitschuldig an der neuen Eskalation der Gewalt. Dieser Satz &auml;rgert mich sehr. Gerade in einer Zeit in der in allen Medien der Party-Nationalismus gelebt wird muss, und das erwarte ich besonders von den NDS hier mit klarerer Sprache gearbeitet werden. Ich bin nicht schuld. Ich war aber auch nicht Papst, ich habe nicht gegen Brasilien gewonnen und ich bin nicht in Afghanistan oder Afrika oder sonst wo stationiert. Die Vereinfachung, die Deutschen, oder eigentlich einige Deutsche zu einem Wir aufzublasen ist in beiden Richtungen falsch. Wer ist schuld an der Eskalation? Die Bundesregierung? Ok. Die R&uuml;stungskonzerne? Sicherlich. Die Medien? Einige bestimmt. Und auf jeden Fall noch viele andere. Aber nicht wir. Dieses Wir gibt es nicht.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<\/p><p><strong>J.K.:<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht Mueller!&nbsp;<\/p><p>Die Nachdenkseiten lese und schaetze ich aus vielen Gruenden, unter anderem aber auch deshalb, weil Sie nicht vorschnell Irgendwelche Positionen beziehen und sich stets der Wahrheit verpflichtet f&uuml;hlen.<\/p><p>Gestatten Sie mir dennoch eine kritische Anmerkung zu Ihrer Formulierung bezueglich der &ldquo;alttestamentarischen Ideologie &rdquo; der israelischen Politik. Diese Formulierung beinhaltet eine Abwertung des sogenannten Alten Testamentes, ein Begriff uebrigens, den Christen gepraegt haben als Bezeichnung fuer das heilige Buch der Juden. Der Satz &ldquo;Auge um Auge&hellip; &rdquo; wird immer wieder zitiert, &nbsp;um die angebliche Haerte der juedischen Ueberlieferung zu belegen. Im Gegensatz dazu wird dann gerne auf die vergebende Haltung der Lehre Christi hingewiesen. Es ist naheliegend, dass Juden sich bei einer solchen Darlegung nicht so verstanden fuehlen.&nbsp;<br>\nEs wird bei diesem Zitat aus der Bibel jedoch in der Regel ausser Acht gelassen, dass es die Intention dieses Gebotes gerade ist, &nbsp;den Missbrauch von Rache und Vergeltung als Rechtfertigung fuer neues Unrecht und Mord zu &auml;chten. Nicht: raeche dich, sondern: wenn dein Nachbar dir ein Auge nimmt, dann darfst du ihn nicht toeten, sondern ihm auch nur ein Auge nehmen. Die &ldquo;Vergeltung &rdquo; darf nicht darueber hinaus gehen. Es ist ein Kennzeichen gerade der Moerder und Gewalttaeter, dass sie das Gebot von Auge umAuge eben nicht beherzigen, sondern 10 oder 100 mal haerter zurueck zahlen,so wie das z.b.die deutsche Wehrmacht im Krieg gegen die Sowjetunion praktiziert hat, wenn Partisanen deutsche Soldaten getoetet hatten. Und auch Israel muss man entgegenhalten, dass bei den israelischen Vergeltungsaktionen unverhaeltnismaessig viele Opfer zu beklagen sind. Wenn die Machthaber der Welt doch wenigstens das &ldquo;Auge um Auge &rdquo; beachten wuerden&hellip;!&nbsp;<\/p><p>Ich hoffe, lieber Herr Mueller ich konnte Ihnen mit diesem kritischen Hinweis eine konstruktive Anregung geben.<\/p><p>Herzliche Gruesse&nbsp;<\/p><p><strong>M.G.: <\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller,<\/p><p>wie immer haben Sie mit Ihrem Beitrag auch wieder philosophische Fragen gestellt.<br>\nDas gef&auml;llt mir.<\/p><p>Dazu empfehle ich Ihnen <a href=\"http:\/\/www.bibelstudien-institut.de\/bibelfragen\/detail\/bq\/altes-testament\/fordert-nicht-das-alte-testament-auge-um-auge-waehrend-jesus-von-vergebung-und-liebe-spricht\/#.U75oSxAvgbc\">diesen Link<\/a>.<\/p><p>Ja, man ist am Verzweifeln, wenn man sich umschaut und niemand verstehen will, dass Gewalt nur Gegengewalt erzeugen kann.<\/p><p>Noch furchtbarer ist es, wenn ein angeblich religi&ouml;ser Mensch wie ein Herr Gauck dieses Prinzip nicht verstehen will oder kann und stattdessen die Pflugscharen wieder zu Schwerter machen will. (&hellip;)<\/p><p><strong>E.F.:<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>in Ihrer heutigen Beurteilung der Konflikte im Nahen Osten, insbesondere der neuen Eskalation in Pal&auml;stina, stimme ich Ihnen als langj&auml;hriger nds-Leser zu. Nur eine Sache m&ouml;chte ich korrigieren: Dieses alttestamentarische Auge-um-Auge und Zahn-um- Zahn wird leider immer, auch bei Ihnen, als besonders grausames, gnadenloses Verhalten von Feinden gesehen. Dabei ist es gerade umgekehrt, es ist urspr&uuml;nglich, und eigentlich auch heute noch, ein klassisches Deeskalationsprinzip. Denn es bedeutet, wenn mir jemand einen Zahn ausschl&auml;gt, dass ich auch nur einen Zahn ausschlagen darf, aber nicht mehr. Oder anders ausgedr&uuml;ckt, f&uuml;r ein verursachtes &Uuml;bel mu&szlig; Schadenersazt geleistet, aber nur &auml;quivalent zum &Uuml;bel. Wer also einen Esel seines Nachbarn t&ouml;tete, mu&szlig;te f&uuml;r diesen Esel Schadenersatz leisten, aber durfte nicht dessen Haus oder Zelt zerst&ouml;ren oder gar einen Skaven von ihm aus Rache umbringen. So gesehen sorgte dieses Prinzip f&uuml;r gerechte Schadens- oder Konfliktl&ouml;sung. Heute ist es leider so, gerade in Pal&auml;stina, dass man f&uuml;r drei get&ouml;tete israelische Sch&uuml;ler einen Gro&szlig;angriff auf Gaza durchf&uuml;hrt. Schadensbegrenzung? Es eine krasse Verletzung des Auge-um-Auge-Prinzips. Das wissen auch alle Leute, die Theologie studiert haben, und Pinkas Lapide, der gro&szlig;e Rabbi, hat es in einem seiner B&uuml;cher dargelegt und erkl&auml;rt.<br>\n&nbsp;<br>\nIch verstehe nicht, warum dieses Auge-um-Auge immer verdreht zitiert wird. Das ist letzten Endes auch eine Meinungsmanipulation, die auf Nichtwissen oder Nichtwissenwollen beruht. An Ihre Adresse gerichtet soll das selbstverst&auml;ndlich kein Vorwurf sein, sondern nur ein Hinweis. Ich bin jeden Tag dankbar f&uuml;r die riesige Arbeit, die Sie und Ihre werten Kollegen leisten.<br>\nFreundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>S.M.:<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>auch wenn ich nicht immer Ihrer Meinung bin, lese ich doch Ihre Beitr&auml;ge mit gro&szlig;em Interesse. Auch stimme ich Ihrem Beitrag vom 9.7.2014 weitgehend zu.<\/p><p>Allerdings m&ouml;chte ich auf einen Fehler hinweisen, der leider viel zu oft vorkommt. Und zwar das Zitieren des alttestamentarischen Mottos &ldquo;Auge um Auge, Zahn um Zahn&rdquo;.<\/p><p>Leider wird dieser Spruch meistens aus dem Kontext gerissen und dann entgegen seiner Intention wiedergegeben (sowohl von Bef&uuml;rwortern des Gewalt-Gegengewaltschemas, als auch von Gegnern).<\/p><p>Liest man n&auml;mlich in der Bibel (ausgehend vom hebr&auml;ischen Urtext ist die &Uuml;bersetzung fast immer gleich), steht dort: <\/p><p>&ldquo;Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fu&szlig; um Fu&szlig;, Brandmal um Brandmal, Beule um Beule, Wunde um Wunde.&rdquo; Exodus 21,23-25 (&Uuml;bersetzung nach Luther, revidierte Fassung von 1984).<br>\n&nbsp;<br>\nDie Rede steht im Kontext von Gesetzen &uuml;ber Vergehen von Menschen gegen Leib und Leben. Es ist also ein alter Gesetzestext (der &uuml;brigens auf dem Codex Hammurabi, dem ersten verschriftlichten Gesetz der Welt basiert).<\/p><p>Als solcher Gesetzestext durchbricht er eigentlich das Schema von Gewalt und Gegengewalt. Vorher galt (allgemein gesprochen): Wenn Du mir ein Auge ausschl&auml;gst, schlage ich dir ein Auge aus. Oder &ouml;fters: Ich bringe dich um.<\/p><p>Durch dieses Gesetz wird aber dem, dem Gewalt angetan wird, das Recht auf Gegengewalt genommen. Stattdessen wird dem urspr&uuml;nglichen Gewaltt&auml;ter eine Verpflichtung auferlegt. Und zwar eine, die nicht grenzenlos ist. Wenn ich als Gewaltt&auml;ter jemanden ein Auge ausgeschlagen habe, darf der nicht mein Leben fordern. Aber ich bin verpflichtet, ihm das Auge zu erstatten.<\/p><p>Es heisst ja nicht &ldquo;Du sollst NEHMEN Auge um Auge&rdquo;, sondern &ldquo;Du sollst GEBEN Auge um Auge&rdquo;. Das unterbricht (im Ideal) den Kreislauf der Blutrache und regelt einen Ausgleich der auf gegenseitigem Einvernehmen und Angemessenheit basiert.<\/p><p>&Uuml;brigens wurde dieser Ausgleich auch damals oft materiell gefasst (etwa vergleichbar mit heutigen Schadenersatzzahlungen).<\/p><p>Wer aber das Auge um Auge so auslegt als hie&szlig;e es &ldquo;Was Du mir tust, das tue ich dir, und notfalls dreifach&rdquo; der pervertiert den urspr&uuml;nglichen Sinn. Und der vergisst auch die alttestamentarische Tradition des bewussten Verzichts auf Rache. So zitiert der Judenchrist Paulus im R&ouml;merbrief: &ldquo;R&auml;cht euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: &raquo;Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.&lt;&lt; \" (R&ouml;m 12,19, Paulus selbst zitiert nach Deuteronomium 32,35). Im Buch Leviticus 19,18 heisst es: \n\n\"Du sollst dich nicht r&auml;chen noch Zorn bewahren gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen N&auml;chsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR.\"\n\nEs gibt noch einige weitere Stellen, die sehr klar die Rache Gott &uuml;berlassen. Rache ist hierbei in dieser Zeit immer noch ein Begriff der f&uuml;r Gerechtigkeit steht. Denn wenn Gerechtigkeit nicht durch den Herrscher oder das Gesetz hergestellt wird, gilt das Gesetz der Rache. Dies wird aber von der Bibel vehement bestritten. Der Mensch hat kein Recht sich zu r&auml;chen. Er soll seinen Zorn und seine Wut und damit auch seine Rache besser Gott anbefehlen. Gott ist es, der r&auml;chen wird (sp&auml;testens am Ende aller Zeiten). Es gibt also auch alttestamentarisch keine Bef&uuml;rwortung von Gewalt und Gegengewalt. Im ganzen Verlauf des alten Testamentes wird von den biblischen Autoren diesem Schema immer wieder eine Absage erteilt. So zum Beispiel bei den Propheten Jesaja und Jeremia. Beide warnen Israel jeweils davor, auf das Unrecht und die Unterdr&uuml;ckung durch die Besatzungsm&auml;chte (erst Assyrien, dann Babylon) durch Gewalt zu reagieren. Beide werden ignoriert, und die Kriegsmaschinerie der jeweiligen Besatzungsmacht setzt sich in Gang. Mit sprichw&ouml;rtlich verheerenden Folgen f&uuml;r die Besetzten.\n\nInsofern monopolisiert das Alte Testament das Recht zur Gewalt und veranschlagt es allein bei Gott, und erst durch Gottes Legitimation auch in herabgesetzter Form bei den Herrschern die innerhalb ihrer Herrschaft das Gesetz durchsetzen sollen.\n\nSelbstverst&auml;ndlich ist das Alte Testament aus einer anderen Zeit, und in vielen Punkten f&uuml;r uns heute nicht einfach nachvollziehbar. Aber es hat schon fr&uuml;h versucht das Schema von Gewalt und Gegengewalt zu durchbrechen. Es ist nur selten gelungen. Und die meisten Propheten die wir heute im Alten Testament lesen, galten zu ihrer Zeit als krasse Au&szlig;enseiter. Erst nachtr&auml;glich wurde ihnen Recht gegeben, und dann schnell ihre eigentliche Intention vergessen.\n\nIch hoffe, damit nicht gelangweilt sondern zur Aufkl&auml;rung beigetragen zu haben.\n\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e \n&nbsp;\n<strong>M.P.:<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>hiermit w&uuml;rde ich gerne auf Ihren Beitrag &ldquo;Auge um Auge, Zahn um Zahn, diese primitive Ideologie beherrscht das Weltgeschehen. Muss das wirklich so sein?&rdquo; reagieren. Da ich mich als Theologie-Studentin sehr intensiv mit dem Alten Testament und den darin vertretenen Ethiken besch&auml;ftigt habe, habe ich mich an Ihrer Auslegung der Talions-Formel in Ihrem Artikel etwas gesto&szlig;en. Wenn man sich intensiver mit der Talions-Formel besch&auml;ftigt, dann erkennt man, dass es sich bei der Formel &ldquo;Auge um Auge, Zahn um Zahn&rdquo; nicht um einen Aufruf zu Gewalt und Gegengewalt handelt, die sich spiralf&ouml;rmig immer weiter fortsetzen, sondern im Gegenteil um eine Begrenzung der Gewalt! Vor der Einf&uuml;hrung dieser Formel hat man Konflikte &uuml;ber mehrere Generationen ausgetragen, die Gewalt kannte damit kein Ende. Die Talionsformel ruft dazu auf, diese grenzenlose Gewalt einzud&auml;mmen, indem man eine &ldquo;Schadensersatzleistung&rdquo; erbringt. &ldquo;Die Talionsformel dient als heilsame Begrenzung der z&uuml;gellosen Rache&rdquo; (Zitat Prof. Gertz; Altes Testament)<\/p><p>Diese Auslegung stammt nicht von mir, sondern aus der rabbinischen (also der im Judentum selbst vertretenen) Auslegungstradition. Nachzulesen ist die Auslegung der Talions-Formel als Schadensersatzleistung bei Josephus Ant IV 280, findet sich aber auch in anderer Literatur. W&uuml;rden sich die Menschen wirklich an der im Alten Testament und den anderen au&szlig;ertestamentarischen j&uuml;dischen Schriftst&uuml;cken orientieren, so k&auml;men sie zu dem Schluss, dass man die Herbeif&uuml;hrung der Gerechtigkeit und den Akt der Rache Gott allein &uuml;berlassen muss. (z.B. 2 Hen 50,4: Und, wenn ihr verm&ouml;gt, hundertfach Vergeltung zu &uuml;ben, so vergeltet nicht, weder dem Nahen noch dem Fernen. Denn der Herr ist es, der vergilt, er wird euch ein R&auml;cher sein am Tag des gro&szlig;en Gerichtes, damit ihr nicht hier von Menschen ger&auml;cht werdet, sondern dort von dem Herrn.) Gerade zum Konflikt zwischen Israel und Pal&auml;stina finde ich ein Gebot im 3. Buch Mose (Levitikus) sehr einpr&auml;gsam. Wenn man sich an dieses Gebot halten w&uuml;rde, so w&uuml;rde eine friedliche Koexistenz m&ouml;glich sein: Lev 19,33ff: &ldquo;Und wenn ein Fremder bei dir &ndash; in eurem Land &ndash; als Fremder wohnt, sollt ihr ihn nicht unterdr&uuml;cken. Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein, der bei euch als Fremder wohnt. Du sollst ihn lieben wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr im Land &Auml;gypten gewesen. Ich bin der Herr, euer Gott&rdquo;. <\/p><p>Ich wehre mich hiermit gegen die falsche &ndash; aber in unserer Gesellschaft leider sehr verbreitete &ndash; Auffassung, das Alte Testament kenne nur Gewalt, Gegengewalt, Zorn und Rache! Im Gegenteil spricht das Alte Testament vor allem um den Bund und die Treue Gottes zu den Menschen. Die Liebe, die sich auch auf die zwischenmenschlichen Beziehungen (&uuml;ber die ethnischen Grenzen hinweg) erstreckt, l&auml;sst sich im Alten Testament immer wieder finden.<\/p><p>Die Rache hingegen wird in sehr vielen Texten (vor allem auch den Psalmen) Gott &uuml;berlassen. der Mensch soll nicht aktiv eingreifen.<\/p><p>Trotzdem streite ich nat&uuml;rlich nicht ab, dass man im Alten Testament auch viel Gewalt und kriegerische Auseinandersetzungen finden kann. Es gibt jedoch nicht DIE alttestamentliche Ideologie, die zu st&auml;ndiger Gewalt und Gegengewalt aufruft! Dieses Vorurteil gegen&uuml;ber dem Alten Testament und damit auch gegen&uuml;ber denen, die sich in ihrem Glauben und ihrer Religion auf das Alte Testament berufen, m&ouml;chte ich auf diesem Wege gerne aus der Welt schaffen. <\/p><p>Wir k&ouml;nnen uns also &ndash; auch und gerade mit dem Alten Testament gemeinsam &ndash; auf den Weg zu einer friedlichen Konfliktl&ouml;sung begeben.<\/p><p><strong>K.Sch.:<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>bis auf den letzten Satz, den ausgeschlossen, kann ich Ihrem Artikel voll zustimmen.<\/p><p>Ich f&uuml;hle mich nicht schuldig, wenn&nbsp; Israel meint, andere Nachbarl&auml;nder in Krieg und Asche zu bomben.<\/p><p>F&uuml;r diese Politik bin ich nicht zur Verantwortung zu ziehen. Schieben Sie es DEN Parteien in die Schuhe, die nie mit &ldquo;Wandel durch Ann&auml;hrung&rdquo; einverstanden waren und immer darauf warteten, endlich wieder bomben und schie&szlig;en zu k&ouml;nnen. Das sind beide C-Parteien, mit einigen Ausnahmen ihrer Mitglieder, und inzwischen wie wir sehen, auch zu gro&szlig;e Teile der Sozialdemokraten, die endlich die Mitte wollen und nat&uuml;rlich die Gr&uuml;nen.<\/p><p>H&ouml;re ich G&ouml;ring-Eckardt und viele andere, allein bei den Zwischenrufen, wenn Wagenknecht im BT spricht, dann wei&szlig; ich, dass diese kleine, friedliebende Zeit, eine Sternstundenzeit f&uuml;r uns war, aus der wir bis heute lernen k&ouml;nnten, wenn nicht diese &ndash; scheinbar doch von Krieg, Eltern, Gro&szlig; und Urgro&szlig;eltern beeinflussten Menschen w&auml;ren, die denken, dass mit noch mehr Bomben und noch mehr Milit&auml;r Frieden machbar w&auml;re.<br>\n&nbsp;<br>\nDas ist der gleiche Irrsinn wie in der &Ouml;konomie. Noch mehr sparen, damit endlich alles wachsen kann. Das ist so krank, als w&uuml;rde man einem Menschen sagen, der krank ist, er solle weniger essen. Und wenn er nicht gesund wird, soll er noch weniger essen und noch weniger, damit er endlich gesund wird. Am Ende ist er tot, verhungert &ndash; und selbst dann wird die Ursache verleugnet, dass immer mehr vom Schlechten nichts Gutes bringen kann.<\/p><p>Das ist so was an krank, wie ein Hahn, der den ganzen Tag auf dem Mist sitzt und kr&auml;ht, dass er auch Eier legen kann.<\/p><p>Aus spiritueller Sicht wurde mir von meinem Meditationslehrer erkl&auml;rt, dass wir jetzt in einer Zeit leben, in der sich die Spreu vom Weizen trennt. Das bedeutet, alles, was bisher verheimlicht werden konnte, kommt immer schneller an die &Ouml;ffentlichkeit, so dass wir sehen und merken, mit wem wir es zu tun haben, wenn die Masken fallen. Und wir selbst auch gefragt sind und sehen m&uuml;ssen, auf welcher Seite wir stehen. <\/p><p>Insofern sind die NDS mehr gefragt denn je, denn Sie und einige Wenige bieten noch ein Forum, in dem sich Menschen sammeln k&ouml;nnen &ndash; auch im geistigen Sinn gemeint &ndash; sich innerlich sammeln &ndash; um die Kraft durch die Zuwendung zu bekommen, in der eigenen, friedlich orientierten Meinung, standhaft bleiben zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Unter Zuwendung meine ich, dass es gut tut, zu sehen, dass andere &auml;hnlich denken und handeln und man nicht allein ist.<br>\n&nbsp;<br>\nIn diesem Sinne auch Ihnen viel Kraft und Freude trotzdem zu sagen und weiter zu machen.<\/p><p><strong>F.N.: <\/strong><\/p><p>Betrifft: <\/p><p>9. Juli 2014 um 16:04 Uhr<br>\nAuge um Auge, Zahn um Zahn, diese primitive Ideologie beherrscht das Weltgeschehen. Muss das wirklich so sein?<br>\nVerantwortlich: Albrecht M&uuml;ller <\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>auch wenn ich Ihrem Anliegen zustimme &#8210; die Sprache dieses Artikels gerade von Ihnen hat mich unangenehm &uuml;berrascht, da ich Sie als wachsamen Beobachter von Manipulation und Verdrehung sch&auml;tze. <\/p><p>Ich meine diese beiden Stellen: <\/p><p>&ldquo;Auge um Auge, Zahn um Zahn, diese primitive Ideologie&rdquo;<br>\n&ldquo;alttestamentarische Ideologie von Gewalt und Gegengewalt&rdquo; <\/p><p>Was die meist nur als Bruchst&uuml;ck zitierte Bibelstelle (2. Mose 21,23-25) angeht: Sie ist keine Anweisung zur Gewalt, sondern im Gegenteil zur Eind&auml;mmung der Gewalt und zur Abkehr vom Primitivismus. <\/p><p><a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/GNB\/2.Mose21,23-25\">Hier die Aussage im Zusammenhang.<\/a><\/p><p>Der Theologe Erich Zenger: &ldquo;Wenn israelische Politiker und Milit&auml;rs auf terroristische Bomben und Selbstmordattent&auml;ter mit Gegenschl&auml;gen reagieren, hei&szlig;t es bei uns in vielen Kommentaren, das entspreche dem typisch &lsquo;alttestamentarischen Racheprinzip&rsquo; nach der Formel &lsquo;Auge um Auge&rsquo; (&lsquo;alttestamentarisch&rsquo; statt &lsquo;alttestamentlich&rsquo; ist &uuml;brigens Nazisprache). Und wenn nach dem 11. September dieses Jahres bei der Diskussion &uuml;ber den notwendigen Kampf gegen den islamistischen Terrorismus zu Recht das Prinzip Vernunft gegen die Irrationalit&auml;t der Rache eingefordert wird, bem&uuml;hen viele gerne das Alte Testament als Kontrast- und Schreckensfolie.&rdquo; (Zitiert nach: &lsquo;-arisch&rsquo; oder: Sprache als Indiz. Zur Renaissance eines Adjektivs, von Andreas Mertin, http:\/\/www.theomag.de\/33\/am145.htm Dort genaueres zur Wortherkunft. Die Nazis griffen auf Vorbilder zur&uuml;ck.) <\/p><p>Wie eine pr&auml;-alttestamentliche Praxis aussieht, die das Prinzip der Angemessenheit nicht kennt, das illustrieren Beispiele genug: So die Strafaktionen des NS-Regimes f&uuml;r das Attentat auf Reinhard Heydrich und Wilhelm Keitels Befehl vom 16. September 1941, f&uuml;r jeden get&ouml;teten Deutschen bis zu 100 Geiseln und f&uuml;r jeden Verwundeten 50 Geiseln zu erschie&szlig;en. Oder der Spruch des Lamech aus 1. Mose 4,23-24: &ldquo;Und Lamech sprach zu seinen Weibern Ada und Zilla: Ihr Weiber Lamechs, h&ouml;rt meine Rede und merkt, was ich sage: Ich habe einen Mann erschlagen f&uuml;r meine Wunde und einen J&uuml;ngling f&uuml;r meine Beule; Kain soll siebenmal ger&auml;cht werden, aber Lamech siebenundsiebzigmal.&rdquo; <\/p><p>Wenn Sie m&ouml;gen, finden Sie unter den Links unten Ausf&uuml;hrliches zum Thema. <\/p><p>Ich m&ouml;chte Ihnen bei diesem Anla&szlig; ausdr&uuml;cklich f&uuml;r Ihre Arbeit danken und w&uuml;nsche Ihnen und Ihrem Team alles Gute! <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en <\/p><p>F. N.<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.theomag.de\/71\/am357.htm\">Zum Gebrauch von &ldquo;alttestamentarisch&rdquo; als antij&uuml;disches Stereotyp<\/a> <\/p><p><a href=\"http:\/\/www.theomag.de\/33\/am145.htm\">Ausf&uuml;hrlich zur Wortgeschichte von &ldquo;alttestamentarisch&rdquo;:<\/a><\/p><p>&Uuml;ber das Satzfragment &ldquo;Auge um Auge&rdquo;, seine Bedeutung in der j&uuml;dischen Rechtslehre und seine Verwendung als antij&uuml;disches Stereotyp:<\/p><p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Auge_f%C3%BCr_Auge\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Auge_f%C3%BCr_Auge<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.juedisches-recht.de\/hom_tribune.php\">http:\/\/www.juedisches-recht.de\/hom_tribune.php<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.usahm.de\/Artikel\/Auge\/Auge.htm\">http:\/\/www.usahm.de\/Artikel\/Auge\/Auge.htm<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.imdialog.org\/md2007\/02\/04.html\">http:\/\/www.imdialog.org\/md2007\/02\/04.html<\/a><\/p><p><strong>J.R.:<\/strong><\/p><p>Recht so, Herr M&uuml;ller!<\/p><p>Ich habe mir kurz vorgestellt, in einer hoffentlich nicht allzu fernen Zukunft sei es der Menschheit gelungen, wenigstens in den schlimmsten Kriegsherden nachhaltig Frieden einzuleiten. <\/p><p>Wie werden die M&auml;chtigen, wie wir alle, das dann wohl gemacht haben?<\/p><p>Diese Worte aus Ihrem Beitrag sind mir dazu aufgefallen:<\/p><p>Gewaltverzicht, sich verst&auml;ndigen, sich in den anderen hineinversetzen, sich vertragen &ndash; das waren die Elemente sehr produktiver politischer Strategien.<\/p><p>Vorher ist versucht worden, Wunden zu heilen, sich zu verstehen.<\/p><p>Sehen Sie?<\/p><p>Dass die Menschheit das jetzt noch nicht kann &ndash; genau da liegt das Problem.<\/p><p>Wenn Herr Netanjahu aus tiefster &Uuml;berzeugung die moralische &Uuml;berlegenheit israelischer Menschen verk&uuml;nden kann, und alle verkl&auml;rt dazu nicken.<\/p><p>Wenn die Religionsfanatiker in seiner Regierung immer wieder behaupten, dieses Land habe Gott ihnen gegeben.<\/p><p>Wenn der Gro&szlig;e Bruder in Washington ungeniert von &bdquo;der Achse des B&ouml;sen&ldquo; sprechen kann, und auch der von &bdquo;Gods own country&ldquo; schwafelt.<\/p><p>Wenn der Reichtum jenes Landes auf V&ouml;lkermord an den Indianern und menschenverachtender Ausbeutung &bdquo;farbiger&ldquo; Mitb&uuml;rger beruht.<br>\n&hellip;<\/p><p>Wunden kann nur heilen, wer mitleidet und anerkennt, dass er selbst das Leid des Anderen (mit) verursacht hat.<br>\nWer um Vergebung bittet und selbst verzeihen kann.<\/p><p>Doch wer sich selbst f&uuml;r besser h&auml;lt, wird verdr&auml;ngen statt verstehen.<br>\nSich jedes &bdquo;Recht&ldquo; herausnehmen.<br>\nWird dem Anderen alle Schuld zuweisen, ihn bestrafen bis zur Vernichtung.<br>\nWird jede Gegenwehr mit neuer, noch st&auml;rkerer Gewalt beantworten.<\/p><p>Die Gro&szlig;en dieser Welt k&ouml;nnen auch in Demut in die Knie gehen.<br>\nSie mahnen &bdquo;Compassion&ldquo; an, doch verordnen k&ouml;nnen sie sie nicht.<\/p><p>Wir selbst &ndash; wir alle und jede(r) f&uuml;r sich &ndash; k&ouml;nnen Frieden schaffen, indem wir unsere Mitmenschen als gleichwertig anerkennen.<br>\nAls genau so stark, genau so schwach, genau so fehlerhaft, genau so f&auml;hig wie wir selbst.<br>\nUnd genau so liebenswert.<\/p><p>&bdquo;Liebe Deinen N&auml;chsten wie Dich selbst!&ldquo;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>J.R.<\/p><p><strong>C.W.:<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Nachdem Sie dank so vieler Kritiker nun aufgekl&auml;rt sind, wie es sich mit dem &ldquo;Auge um Auge, Zahn um Zahn&rdquo; nun theologisch richtig verh&auml;lt, auch wenn es dem allgemeinen Sprachgebrauch so &uuml;berhaupt nicht entspricht, will ich mich auch zu Wort melden.<\/p><p>Es scheint, als ob die Menschen das Thema, &uuml;ber das Sie in Ihrem Beitrag geschrieben hatten, weitgehend sprachlos hinterl&auml;sst.<br>\nWie sonst lie&szlig;e es sich erkl&auml;ren, dass die (ver&ouml;ffentlichten) Reaktionen sich in erster Linie mit der theoretisch-theologischen Verbesserwisserung des angef&uuml;hrten Bibelspruchs besch&auml;ftigen, zu der realen, von Ihnen thematisierten und beklagten Gewalteskalation aber meist h&ouml;chstens im Nebensatz Stellung nehmen.<br>\nNehmen wir zu ihren (der Kritiker) Gunsten einfach an, dass sie die eigene Verunsicherung und Sprachlosigkeit angesichts der Kriegstreibereien so sehr irritiert, dass die M&ouml;glichkeit zur Belehrung &uuml;ber die urspr&uuml;ngliche Bedeutung eines sprachlich l&auml;ngst umgewidmeten Bibelwortes einen freudig willkommenen Anlass zur Ableitung der Unbehaglichkeit bietet.<br>\n&hellip;<\/p><p><strong>D.B.:<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>es spricht f&uuml;r Sie, dass Sie jederzeit bereit sind, die Position anderer zu respektieren und eigene Auffassungen in Frage zustellen.<\/p><p>Hinsichtlich der Wertung des  von Ihnen zitierten und kritisierten  alttestamentarischen Grundsatzes &bdquo;Auge um Auge, Zahn um Zahn&ldquo; aber haben Sie nach meiner Auffassung die Argumentation eines Gro&szlig;teils der Briefschreiber zu schnell &uuml;bernommen.<\/p><p>Dieser Grundsatz mag zum Zeitpunkt seiner Niederschrift vor 5.000 Jahren ein Fortschritt zur damaligen Rechtslage gewesen sein.<\/p><p>In der heutigen Zeit aber erscheint diese Forderung eine primitive und blinde Form der Rechtsanwendung, die aus meiner Sicht f&uuml;r ein gedeihliches Zusammenleben zwischen verschiedenen V&ouml;lkern absolut ungeeignet ist.<\/p><p>Und das ist das, was ich bei den Ihr Zitat kritisierenden Briefschreibern vermisse, n&auml;mlich dass sie bei all deren geschichtstr&auml;chtiger Auslegung, sich anschlie&szlig;end von diesem Jahrtausende alten, &uuml;berholten Rechtsgrundsatz zumindest im Zusammenhang mit dem V&ouml;lkerrecht distanzieren, Dauerbombardierungen pal&auml;stinensischer Wohngebiete verurteilen und sich zudem f&uuml;r einen &bdquo;gerechten&ldquo; Ausgleich mit den pal&auml;stinensischen Nachbarn einsetzen.<\/p><p>Im &Uuml;brigen m&ouml;chte ich Ihnen f&uuml;r Ihr unerm&uuml;dliches Bem&uuml;hen um die Aufrechterhaltung bzw. Wiedererlangung des Friedens danken.<\/p><p>Ihre Stimme im Kreis der nach mehr milit&auml;rischer &bdquo;Verantwortung&ldquo; lechzenden Politschw&auml;tzer und Mediengauckler war nie wichtiger.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nD. B.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22314\">diese primitive Ideologie beherrscht das Weltgeschehen. Muss das wirklich so sein?&ldquo;<\/a><br \/> Es kamen eine gr&ouml;&szlig;ere Zahl von interessanten Leserbriefen. Diese geben wir Ihnen hier zur Kenntnis. In einigen Briefen tauchen die gleichen Argumente und Informationen auf. Das betrifft unter anderem meine Interpretation des Alten Testaments und der von dort &uuml;bernommenen Aussage &bdquo;Auge um Auge,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22354\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[159,170,103,171,161],"tags":[834,2460,634,1557],"class_list":["post-22354","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fremdenfeindlichkeit-rassismus","category-friedenspolitik","category-leserbriefe","category-militaereinsaetzekriege","category-wertedebatte","tag-fussball","tag-gruppenbezogene-menschenfeindlichkeit","tag-heitmeyer-wilhelm","tag-israel"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22354"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22354\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22405,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22354\/revisions\/22405"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}