{"id":22381,"date":"2014-07-15T09:11:47","date_gmt":"2014-07-15T07:11:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381"},"modified":"2014-07-15T09:11:47","modified_gmt":"2014-07-15T07:11:47","slug":"hinweise-des-tages-2168","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h01\">How Politics and Lies Triggered an Unintended War in Gaza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h02\">Weltmeister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h03\">Arbeitslos ohne Arbeitslosengeld: Die Nichtleistungsempf&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h04\">Gescheiterte Austerit&auml;tspolitik: Deutsche Konjunktur im R&uuml;ckw&auml;rtsgang, Europa st&uuml;rzt noch tiefer in die Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h05\">Die Saat geht auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h06\">Neue Snowden-Dokumente: Britischer Geheimdienst manipuliert Debatten im Internet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h07\">In der Krise &ldquo;sind die Wachstumsergebnisse schwach&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h08\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h09\">Auch Unternehmen plagen sich mit Anlageproblemen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h10\">Zweitjobs immer beliebter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h11\">Fresenius-Chef erh&ouml;ht Druck auf Kliniken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h12\">Fachkr&auml;fte finden keine Stelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h13\">OECD: Mindestlohn hilft &bdquo;Lumpenproletariat&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h14\">Kaufen ist g&uuml;nstiger als selbst entwickeln US-Geheimdienste kaufen &bdquo;Mega-Cloud&ldquo; bei Amazon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h15\">Bildungsgewerkschaft zu &ldquo;Empfehlungen zu Karrierewegen und Personalstrukturen&rdquo; des Wissenschaftsrates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h16\">Hochschulrankings &ndash; Rolle, Bedeutung und Alternativen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381#h17\">Missbrauchte Politik: Eine Studie zeigt, wie &ldquo;Bild&rdquo; und &ldquo;Bams&rdquo; 2013 Politik machten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22381&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>How Politics and Lies Triggered an Unintended War in Gaza<\/strong><br>\nKidnap, Crackdown, Mutual Missteps and a Hail of Rockets<br>\nIn the flood of angry words that poured out of Israel and Gaza during a week of spiraling violence, few statements were more blunt, or more telling, than this throwaway line by the chief spokesman of the Israeli military, Brigadier General Moti Almoz, speaking July 8 on Army Radio&rsquo;s morning show: &ldquo;We have been instructed by the political echelon to hit Hamas hard.&rdquo;<br>\nThat&rsquo;s unusual language for a military mouthpiece. Typically they spout lines like &ldquo;We will take all necessary actions&rdquo; or &ldquo;The state of Israel will defend its citizens.&rdquo; You don&rsquo;t expect to hear: &ldquo;This is the politicians&rsquo; idea. They&rsquo;re making us do it.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/forward.com\/articles\/201764\/how-politics-and-lies-triggered-an-unintended-war\/?p=all\">The Jewish Daily FORWARD<\/a>\n<p><strong>Dazu: Diese Israel-Pal&auml;stina-Geschichte gerade mit den der entf&uuml;hrten Jugendlichen entwickelt sich sehr interessant.<\/strong><br>\nEs stellt sich n&auml;mlich raus, dass die Israelische Regierung von Anfang an wusste, dass die Jugendlichen tot sind. Die Notrufzentrale hatte ein Telefonat mitgeschnitten, auf dem man h&ouml;rte, wie sie erschossen wurden, und ihre DNA wurde im zerst&ouml;rten Auto der Entf&uuml;hrer gefunden. Trotzdem haben sie da ein Theater abgezogen und 18 Tage lang &ldquo;gesucht&rdquo;, um einen &ouml;ffentlichen Vorwand f&uuml;r einen Krieg gegen Hamas zu haben.<br>\nAber das ist noch nicht das Spannende. Das Spannende ist, dass sie die Armee in ihr L&uuml;gengeb&auml;ude involviert haben, und die Armee hat jetzt sowas von gar keinen Bock mehr auf Netanjahu und seine sinnlosen Kriege, dass sie &ouml;ffentlich keine Aussagen wie &uuml;blich bringen, so ala &ldquo;Wir werden alle notwendigen Schritte gehen&rdquo; oder &ldquo;Der Staat Israel wird seine B&uuml;rger verteidigen&rdquo; sondern sie haben das hier gesagt: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?ts=ad3d6680\">Fefe<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Weltmeister<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wir Weltmeister &ndash; Ball flach halten!<\/strong><br>\nEndlich Weltmeister! Und keine Frage: Dieses Team und dieser Trainer haben es sich verdient. Spa&szlig; gemacht hat es auch, den einen auf dem Feld, den anderen auf der deutschlandweiten Fanmeile. Ein Rausch in Schwarz-Rot-Gold, von Flensburg bis Garmisch &ndash; und Respekt f&uuml;r dieses Team im Rest der Welt. Alles sch&ouml;n, und doch: Alles nur ein Spiel. Wenn da nicht dieses &bdquo;Wir&ldquo; w&auml;re. Wir Fu&szlig;ballfans, wir Steuerzahler, wir Deutsche. Wir Exportweltmeister und Sparweltmeister. Und endlich wieder: Wir Fu&szlig;ballweltmeister! Die wir uns so sch&ouml;n in Demut &uuml;ben k&ouml;nnen, wenn es 7:1 steht. Aber ein wieder erstarktes Deutschland herbeisehnen, wenn es um neue Aufgaben in der Welt geht. Ja, auch der Bundespr&auml;sident spricht von &bdquo;wir&ldquo;, wenn es um Deutschlands neue &ndash; milit&auml;rische &ndash; Aufgaben in der Welt geht. Und auch die Kanzlerin, wenn sie von Deutschlands Vorreiter-Rolle in Europa spricht. Wir Deutsche in einer Welt der Unordnung und Gefahren. Wir Deutsche als Garanten f&uuml;r weltweite Sicherheit und eisernen Sparwillen. Wir, die wir alles besser k&ouml;nnen, und Fu&szlig;ballspielen sowieso. Noch jubelt die Welt Jogi und seiner Truppe zu. Doch morgen schon herrscht wieder Unbehagen, wenn deutsche Lehrmeisterei der Welt zur Genesung verhelfen will. Deshalb: Ball flach halten! Die deutsche Fu&szlig;ball-Nationalmannschaft ist Weltmeister geworden. Das ist ein Grund zur Freude. Nicht weniger. Aber auch nicht mehr!<br>\nGeorg Restle  Monitor<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/739148836124059?notif_t=notify_me\">Monitor via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Stephan Hebel &ndash; Und jetzt ein Unentschieden<\/strong><br>\nDie deutsche Mannschaft hat bei der Weltmeisterschaft ein paar Tugenden gezeigt, die Nachahmung verdienen. Nur am Siegeswillen sollte sich nicht ausgerechnet die Politik orientieren. [&hellip;]<br>\nBei Vergleichen zwischen Sport und Politik ist zwar Vorsicht geboten. Aber die Frage, welches Deutschland die Nationalmannschaft in Brasilien repr&auml;sentiert hat, darf man schon mal stellen. Es war ein starkes Land, allemal. Eines allerdings, das St&auml;rke nicht einfach nur aus kraftstrotzender &Uuml;berlegenheit bezieht. [&hellip;]<br>\nAber Joachim L&ouml;w und seine Mannschaft haben auch ein paar andere Eigenschaften gezeigt: Der Trainer &auml;nderte w&auml;hrend des Turniers sein Spielkonzept &ndash; und h&ouml;rte dabei, wie berichtet wird, auf seine Berater. Er legte also eine St&auml;rke an den Tag, die gerade im Verzicht auf Rechthaberei und Sturheit liegt. Und die Mannschaft pr&auml;sentierte sich nach dem 7:1 gegen Gastgeber Brasilien im Halbfinale mit erstaunlicher Sensibilit&auml;t gegen&uuml;ber den Unterlegenen. Nichts von Gro&szlig;tuerei, die die Dem&uuml;tigung noch gesteigert h&auml;tte.<br>\nWaren diese positiven Z&uuml;ge ein Spiegelbild unseres Landes, seines Alltags wie seiner Politik? Nein, nicht ganz. Ein bisschen mehr Bewegung, ein bisschen weniger &Uuml;berlegenheitswahn k&ouml;nnten wir auch jenseits des Fu&szlig;balls gebrauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/fussball-wm-und-politik-und-jetzt-ein-unentschieden,1472602,27798348.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arbeitslos ohne Arbeitslosengeld: Die Nichtleistungsempf&auml;nger<\/strong><br>\nMehr als jede vierte Person im Versicherungssystem der Arbeitslosenversicherung erh&auml;lt kein Arbeitslosengeld: die so genannten Nichtleistungsempf&auml;ngerinnen und -empf&auml;nger. Ein Grund daf&uuml;r k&ouml;nnen zu kurze oder fehlende Zeiten von Erwerbst&auml;tigkeit vor der Arbeitslosigkeit sein. Der DGB schl&auml;gt vor, die Arbeitsf&ouml;rderung f&uuml;r diese Arbeitslosen zu verst&auml;rken &ndash; aus Steuermitteln kofinanziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++a8bfa82e-0b34-11e4-91c5-52540023ef1a\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Gerade mit Blick auf den Fachkr&auml;ftemangel sei die Gruppe ohne Arbeitslosengeld wertvoll, und dennoch werde sie vernachl&auml;ssigt, sagte Sabrina Klaus-Schelletter, die die Studie gemeinsam mit Wilhelm Adamy verfasst hat.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Man wundert sich nur, dass die Verfasser der Studie, die Arbeitgeberpropaganda des &bdquo;Fachkr&auml;ftemangels&ldquo; hier einfach nachplappern. W&auml;re dies der Fall d&uuml;rfte es diese hohe Zahl an Personen, die keine Leistungen beziehen aber arbeitslos gemeldet sind nicht geben. Zudem dabei knapp zwei Drittel der Betroffenen eine abgeschlossene Berufsausbildung haben, wie die Verfasser selbst feststellen.<\/em><br>\n<em>Da die &uuml;ber 50-j&auml;hrige rund 40 Prozent aller Nichtleistungsempf&auml;nger aus  machen, wird hier eine Problematik sichtbar, die in der &Ouml;ffentlichkeit kaum wahrgenommen wird, die versteckte Diskriminierung &auml;lterer Arbeitssuchender. Explizit jener mit einem akademischen Abschluss. Nach der Studie ist besonders die Anzahl der langzeitarbeitslosen M&auml;nner mit einem akademischen Abschluss &uuml;berdurchschnittlich hoch. So ist es ein offenes Geheimnis, dass gerade in den gro&szlig;en exportorientierten Unternehmen die magische Einstellungsgrenze bei 45 Jahren oder gar darunter liegt. Dazu kann man  aktuell auf jeder ausgeschriebenen Ingenieursstelle mit 100 bis 150 Bewerber rechnen. Bei den gro&szlig;en Namen der deutschen Industrie wie etwa Audi, Bosch, Siemens, etc. darf man durchaus den Faktor f&uuml;nf ansetzen. So sieht es aktuell aus im Jobwunderland Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gescheiterte Austerit&auml;tspolitik: Deutsche Konjunktur im R&uuml;ckw&auml;rtsgang, Europa st&uuml;rzt noch tiefer in die Rezession<\/strong><br>\nMan sollte die Leute ja immer an ihren eigenen Worten messen. Im September 2013 schrieb der Bundesfinanzminister h&ouml;chstpers&ouml;nlich in der Financial Times: &bdquo;The world should rejoice at the positive economic signals the eurozone is sending almost continuously these days. While the crisis continues to reverberate, the eurozone is clearly on the mend both structurally and cyclically.&rdquo; (Die Welt sollte sich an den positiven &ouml;konomischen Meldungen erfreuen, die in diesen Tagen nun fast fortlaufend aus der Eurozone kommen. W&auml;hrend die Krise noch immer nachhallt, ist die Eurozone strukturell und konjunkturell auf dem Weg der Besserung.)<br>\nUnd am Ende des gleichen Artikels sagt er: &ldquo;What is happening turns out to be pretty much what the proponents of Europe&rsquo;s cool-headed crisis management predicted. The fiscal and structural repair work is paying off, laying the foundations for sustainable growth. &hellip; Despite what the critics of the European crisis management would have us believe, we live in the real world, not in a parallel universe where well-established economic principles no longer apply. &hellip; however bad the times, we should fight the human tendency to extrapolate the present forever into the future. Systems adapt, downturns bottom out, trends turn. In other words, what is broken can be repaired. Europe today is the proof.&rdquo; (Was jetzt passiert, stellt sich als fast genau das heraus, was die Bef&uuml;rworter des europ&auml;ischen Krisenmanagements mit k&uuml;hlem Kopf vorhergesagt haben. Die fiskalische und strukturelle Reparaturarbeit zahlt sich aus und legt die Voraussetzungen f&uuml;r nachhaltiges Wachstum. &hellip; Im Gegensatz zu dem, was uns die Kritiker des europ&auml;ischen Krisenmanagements glauben machen wollen, leben wir in der realen Welt und nicht in einem Paralleluniversum, wo fest-etablierte &ouml;konomische Prinzipien nicht mehr gelten. &hellip; Wie schlecht die Zeiten auch immer sind, wir m&uuml;ssen die menschliche Tendenz bek&auml;mpfen, die Gegenwart f&uuml;r immer in die Zukunft zu extrapolieren. Systeme passen sich an, Abschw&uuml;nge finden einen Boden, Trends ver&auml;ndern sich. Mit anderen Worten, was zerbrochen ist, kann repariert werden. Europa heute ist der Beweis daf&uuml;r.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/gescheiterte-austeritaetspolitik-deutsche-konjunktur-im-rueckwaertsgang-europa-stuerzt-noch-tiefer-in-die-rezession\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Saat geht auf<\/strong><br>\nDie vom Westen protegierte Regierung der Ukraine versch&auml;rft ihre Kriegf&uuml;hrung im Osten des Landes. Angriffe auf Wohngebiete dauern an; zunehmende Attacken auf die wirtschaftliche Infrastruktur lassen bef&uuml;rchten, dass auch die Gro&szlig;st&auml;dte Donezk und Luhansk wie zuvor Slowjansk gleichsam ausgetrocknet werden sollen: In Slawjansk war es nach der Zerst&ouml;rung der Wasser- und Stromversorgung sogar in Krankenh&auml;usern zu Totalausf&auml;llen gekommen, Beobachter sprachen von einer humanit&auml;ren Katastrophe. In Streitkr&auml;ften und irregul&auml;ren Milizen etablieren sich faschistische Kr&auml;fte, die Berlin hoff&auml;hig gemacht hat &ndash; im Falle der Partei Swoboda durch Kooperation und gemeinsames Auftreten des Parteichefs mit dem deutschen Au&szlig;enminister, im Falle des ber&uuml;chtigten Prawy Sektor (&ldquo;Rechter Sektor&rdquo;) durch die billigende Inkaufnahme von dessen Erstarken auf dem Maidan. Zu den Ergebnissen der von Berlin unterst&uuml;tzten Entwicklung geh&ouml;rt, dass k&uuml;rzlich die zentrale Kiewer Demonstration f&uuml;r die Rechte von Homosexuellen verboten worden ist &ndash; von einem Z&ouml;gling der Berliner Au&szlig;enpolitik, dem in Deutschland hochpopul&auml;ren Kiewer Oberb&uuml;rgermeister Witali Klitschko.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58913\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neue Snowden-Dokumente: Britischer Geheimdienst manipuliert Debatten im Internet<\/strong><br>\nOnline-Umfragen beeinflussen, Leserzahlen f&auml;lschen: Der britische Geheimdienst GCHQ versucht, auf die &ouml;ffentliche Meinungsbildung im Internet Einfluss zu nehmen.<br>\nNeue Enth&uuml;llungen auf Basis von Snowden-Dokumenten: Glenn Greenwald berichtet, wie der britische Geheimdienst Online-Debatten manipulieren kann.<br>\nZiel sind Umfragen, Besucherzahlen auf Internet-Plattformen und Videos.<br>\nDer britische Geheimdienst GCHQ verf&uuml;gt einem Medienbericht zufolge &uuml;ber die technische M&ouml;glichkeiten, Inhalte im Internet verf&auml;lschen zu k&ouml;nnen. Der Dienst k&ouml;nne unter anderem Online-Umfragen und Besucherzahlen von Internetseiten manipulieren sowie als extremistisch bewertete Videos zensieren, berichtet der US-amerikanische Enth&uuml;llungsjournalist Glenn Greenwald auf der Online-Plattform The Intercept unter Berufung auf neue Dokumente des Whistleblowers Edward Snowden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/neue-erkenntnisse-aus-snowden-dokumenten-bericht-britischer-geheimdienst-kann-internetinhalte-manipulieren-1.2047132\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>In der Krise &ldquo;sind die Wachstumsergebnisse schwach&rdquo;<\/strong><br>\nDie Austerit&auml;tspolitik ist &ouml;konomisch gescheitert, meint Wirtschaftshistoriker Florian Schui und erl&auml;utert das Warum in seinem im Oktober erscheinenden Buch &ldquo;Austerit&auml;t. Politik der Sparsamkeit: Die kurze Geschichte eines gro&szlig;en Fehlers&rdquo;. Seine &Uuml;berzeugung: Ein enthaltsamer Staat mag zwar die Moral auf seiner Seite haben, nicht aber die wirtschaftliche Vernunft.<br>\nIn der Krise &ldquo;sind die Wachstumsergebnisse schwach&rdquo; &ndash; trotz aller Sparsamkeit. &ldquo;Um aus einer Schuldensituation herauszukommen, braucht man ein starkes Wachstum&rdquo;, sagte Schui im Deutschlandfunk-Interview. Langfristig m&uuml;sste man dieses durch Umverteilung erreichen, nicht durch sparen. Das Wirtschaftsdenken der Deutschen sei noch &ldquo;gefangen in der Nachkriegsidentit&auml;t&rdquo; &ndash; allerdings d&uuml;rfe man den Staatshaushalt nicht mit dem Privathaushalt vergleichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/streit-um-austeritaetspolitik-in-der-krise-sind-die.694.de.html?dram:article_id=291006\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine der wenigen Stimmen der &ouml;konomischen Vernunft, leider. Und es dr&auml;ngt sich wieder die Frage auf, weshalb ist eine derartig dumme, weil v&ouml;llig wirkungslose und f&uuml;r die betroffenen Gesellschaften &uuml;beraus gef&auml;hrliche und zerst&ouml;rerische Ideologie dennoch so wirkm&auml;chtig?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das geplante TiSA-Abkommen und die Folgen<\/strong><br>\nTiSA lautet die Abk&uuml;rzung f&uuml;r das internationale Handelsabkommen, das parallel zum viel bekannteren TTIP ausgearbeitet wird. TiSA steht f&uuml;r &ldquo;Trade in Services Agreement&rdquo;. Hei&szlig;t: Mehr Wettbewerb im Dienstleistungssektor. Kritiker bef&uuml;rchten jedoch, dass der Dienstleistungsgedanke k&uuml;nftig dem Profit weichen muss.<br>\nDer M&uuml;llwagen f&auml;hrt schon an, w&auml;hrend die M&uuml;llm&auml;nner noch schnell die Tonnen zur&uuml;ckschieben. Die Autofahrer, die in der engen Stra&szlig;e hinter dem gro&szlig;en Wagen der Berliner Stadtreinigung warten mussten, fahren ungeduldig an. Eine Szene wie bestellt, denn mit genau dieser Art der Dienstleistung besch&auml;ftigt sich Tanja Buzek. Vielmehr mit deren Zukunft. Sie arbeitet im EU-Verbindungsb&uuml;ro der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und beobachtet mit einiger Sorge, wor&uuml;ber die EU f&uuml;r ihre 28 Mitgliedsstaaten seit einiger Zeit unter anderem mit den USA, Australien, Kanada, der Schweiz, der T&uuml;rkei und noch einigen anderen L&auml;ndern in Asien und Lateinamerika verhandelt.<br>\nTiSA lautet die Abk&uuml;rzung f&uuml;r das internationale Handelsabkommen, das parallel zum viel bekannteren TTIP ausgearbeitet wird. TiSA steht f&uuml;r &ldquo;Trade in Services Agreement&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/liberalisierung-das-geplante-tisa-abkommen-und-die-folgen.862.de.html?dram:article_id=290881\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Geheim verhandelte Abkommen TTIP und TiSA<\/strong><br>\nDer Bundesverband &Ouml;ffentliche Dienstleistungen (bv&ouml;d) ist ein Zusammenschluss von kommunalen und regionalen &ouml;ffentlichen Unternehmen, Kommunalverb&auml;nden, Fach- und Wirtschaftsverb&auml;nden der &ouml;ffentlichen Wirtschaft, von &ouml;ffentlichen Arbeitgeberverb&auml;nden und der &ouml;ffentlichen Verwaltung. Er  warnt mit einer sachkundigen Stellungnahme vor den TTIP-Risiken:<br>\n&bdquo;So stellen uneingeschr&auml;nkte Marktzugangsverpflichtungen im TTIP den demokratisch legitimierten nationalen und europ&auml;ischen Rechtsrahmen in Frage, da die Organisationshoheit der Gebietsk&ouml;rperschaften und die Vielfalt der Erbringungsformen als Ausdruck des kommunalen Selbstverwaltungsrechts gef&auml;hrdet w&uuml;rde, wie folgende Sektorbetrachtungen zeigen.<br>\nDie kommunale Wasserversorgung<br>\nIn diesem Sektor w&uuml;rde bei einer Liberalisierung und\/oder Privatisierung die Aufgaben&uuml;bertragung nur unter wettbewerblichen Voraussetzungen m&ouml;glich sein. Wasser ist als nat&uuml;rliches Monopol anerkannt und die Orientierung an Gemeinwohlinteressen und Nachhaltigkeit wird &uuml;ber die Anbindung an die kommunale Ebene erm&ouml;glicht. Ein Wettbewerb und eine generelle Markt&ouml;ffnung werden deshalb in Deutschland nach einer langen und ausf&uuml;hrlichen Debatte mehrheitlich&bdquo;abgelehnt. Dies zeigen nicht zuletzt die erfolgreiche Kampagne &bdquo;right2water&ldquo; und verschiedene Rekommunalisierungen in der Wasserwirtschaft, also die R&uuml;ckk&auml;ufe privater Anteile von Dienstleistern in der Branche. Die Rekommunalisierung k&ouml;nnte aber durch TTIP erschwert und die kommunale Entscheidungsfreiheit, die Wasserversorgung wieder in die eigene Hand zu nehmen, erheblich eingeschr&auml;nkt werden. Die Wasserversorgung als eine wichtige Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung hat sich in Deutschland bew&auml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/themen\/internationales\/++co++ee801132-08d7-11e4-8a3b-52540059119e\">verdi<\/a><\/li>\n<li><strong>Initiative will komplette Einstellung der TTIP-Verhandlungen<\/strong><br>\nDie Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA seien intransparent, kritisieren Umwelt- und Verbraucherverb&auml;nde. Daran &auml;ndere auch das eingesetzte Beratergremium nichts, in dem Interessensvertreter zivilgesellschaftlicher und wirtschaftlicher Organisationen sitzen. Wegen der undurchsichtigen Verhandlungen will eine B&uuml;rgerinitiative nun Radikales fordern.<br>\nDem TTIP fehlt zunehmend die gesellschaftliche Akzeptanz, berichtet DLF-Korrespondent S&ouml;ren Brinkmann. Zwar beziehe die EU-Kommission nun in einem Beratergremium Umwelt- und Verbraucherverb&auml;nde in die Verhandlungen mit ein, jedoch &auml;ndere dies nichts an der Tatsache, dass die &Ouml;ffentlichkeit nur &uuml;ber bereits ausgehandelte Details des geplanten Abkommens informiert werde.<br>\nDas Freihandelsabkommen bleibe intransparent. Dabei sei das Interesse der Menschen am TTIP sehr gro&szlig;. Das habe j&uuml;ngst eine Debatte im Internet &uuml;ber den Investitionsschutz gezeigt, an der sich &uuml;ber 100.000 Menschen beteiligt h&auml;tten. In dieser Woche will sich nun eine B&uuml;rgerinitiative gr&uuml;nden, die Radikales fordern will: Und zwar die komplette Einstellung der Verhandlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/freihandelsabkommen-initiative-will-komplette-einstellung.697.de.html?dram:article_id=291732\">Deutschlanfnk<\/a><\/li>\n<li><strong>Was ein Landesvergabegesetz mit dem geplanten EU-US-Freihandelsabkommen zu tun hat<\/strong><br>\nSeit dem 1. Januar 2014 hat Niedersachsen ein neues Vergabegesetz. Der DGB und die Gewerkschaften waren in die Vorbereitung umfassend eingebunden. Wenngleich man (wie so oft) Details kritisieren kann, so ist das Ergebnis insgesamt doch zufriedenstellend. Auch in Niedersachsen wird fortan bei der Vergabe &ouml;ffentlicher Auftr&auml;ge ein Mindestlohn vorgeschrieben, bei Vergaben im &Ouml;ffentlichen Personennahverkehr (&Ouml;PNV) wird nun Tarifbindung auferlegt &ndash; und auch allgemeinverbindliche Tarifvertr&auml;ge werden vorgegeben und kontrolliert.<br>\nDamit ist Niedersachsen mit einer ganzen Reihe von Bundesl&auml;ndern gleichgezogen, die in den letzten Jahren ebenfalls ihre Vergabegesetze novelliert haben. Heute fehlt ein solches Vergabegesetz nur noch in Hessen, Bayern und Sachsen. Die 13 anderen Bundesl&auml;nder haben ein &ndash; im Detail mehr oder weniger umfassendes &ndash; Vergabegesetz mit sozialen und &ouml;kologischen Kriterien beschlossen. Die Vorgabe von sozialen und &ouml;kologischen Kriterien bei der Vergabe &ouml;ffentlicher Auftr&auml;ge stellt einen wichtigen Beitrag f&uuml;r Gute Arbeit und f&uuml;r eine qualitativ hochwertige &ouml;ffentliche Beschaffung dar.<br>\nEine erfreuliche Entwicklung also. Und doch ist es wichtig, sich vor Augen zu f&uuml;hren, welche Grenzen all diese Vergabegesetze haben: Sie st&uuml;tzen fernab von allgemeinverbindlichen (Mindestlohn-) Tarifvertr&auml;gen und fernab des &Ouml;PNV keineswegs das Tarifsystem als ganzes. Echte Tarifbindung, also die Geltung ausnahmslos aller f&uuml;r ein Unternehmen einschl&auml;gigen Tarifvertr&auml;ge, l&auml;sst sich heute aus europarechtlichen Gr&uuml;nden nicht (mehr) vorschreiben. Dies ist ein gro&szlig;es Manko, das eine genauere Betrachtung verdient.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1287\">annotazioni<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Auch Unternehmen plagen sich mit Anlageproblemen<\/strong><br>\nAuch Finanzabteilungen m&uuml;ssen in der Niedrigzinsphase heftig k&auml;mpfen, um eine Entwertung des fl&uuml;ssigen Konzernverm&ouml;gen zu verhindern. Doch ihr Problem wiegt deutlich schwerer &ndash; ein Teil des Verm&ouml;gens ist nur geliehen.<br>\nSehr viele CFOs stecken seit einiger Zeit in einer Luxussituation: Nicht die Finanzierung der Unternehmen bereitet ihnen Sorgen, sondern die Anlage des stetig wachsenden Geldverm&ouml;gens. Die b&ouml;rsennotierten Unternehmen in Deutschland sind in einer historisch fast einmaligen Situation: Ihre Nettofinanzverschuldung, bei der von den Finanzschulden die liquiden Mittel abgezogen wird, liegt bei Null. Viele b&ouml;rsennotierte Konzerne, aber auch viele Familienunternehmen, weisen einen deutlichen &Uuml;berhang frei verf&uuml;gbarer Gelder aus.<br>\nSo steht das Fachressort Treasury, das sich innerhalb der Finanzabteilungen mit dem t&auml;glichen Finanzmanagement besch&auml;ftigt, in der aktuellen Niedrigzinsphase vor &auml;hnlichen Schwierigkeiten wie Privatleute. Es muss, wenn reale Verluste vermieden werden sollen, zumindest einen Inflationsausgleich erwirtschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/cfo\/vermoegensverwaltung-cfos-haben-anlageprobleme-13039890.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> In unschuldiger Offenheit best&auml;tigt die FAZ die Aussagen von Flassbeck: dass die Gro&szlig;unternehmen heutzutage nicht Nettoschuldner sind (wie es richtig w&auml;re), sondern Nettogl&auml;ubiger. Die Situation ist v&ouml;llig absurd und das Resultat einer gescheiterten Politik. Seit Kohl und Schr&ouml;der wurde behauptet, dass Unternehmen h&ouml;here (Real-)Investitionen leisteten, wenn man ihnen nur einen gr&ouml;&szlig;eren Teil des Volkseinkommens &uuml;berlie&szlig;e. Empirisch wird hier das Gegenteil berichtet: an (Real-)Investitionen wird nicht im Traum gedacht; die Unternehmen verhalten sich wie Zockerbanken. Weil sie zu viel Geld haben und nicht einmal Anlagem&ouml;glichkeiten sehen, die h&ouml;her als eine mickrige Festgeldverzinsung von 1% rentieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zweitjobs immer beliebter<\/strong><br>\nEine steigende Zahl von Arbeitnehmern in Deutschland geht neben ihrem Hauptberuf einem Minijob nach. In den drei Jahren von Ende 2010 bis Ende 2013 hat sie sich um mehr als 210.000 oder fast 10 Prozent auf 2,68 Millionen erh&ouml;ht. Das zeigen neue Daten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, die der F.A.Z. vorliegen. Die Zahl der Erwerbst&auml;tigen, die ausschlie&szlig;lich einen Minijob haben, ist dagegen seit 2010 um fast 2 Prozent auf 4,83 Millionen geschrumpft.<br>\nNach einer beliebten Lesart belegt diese Entwicklung, dass Arbeit in Deutschland immer schlechter bezahlt sei. Immer mehr Arbeitnehmer seien auf eine Nebent&auml;tigkeit angewiesen, weil der Lohn aus ihrem Hauptberuf nicht mehr zum Leben ausreiche &ndash; so schallte es dazu in den vergangenen Jahren regelm&auml;&szlig;ig aus Gewerkschaften, Gr&uuml;nen und Linkspartei.<br>\nEin genauerer Blick auf die Daten der Arbeitsagentur zeigt indes, dass mit dieser Lesart etwas nicht stimmen kann &ndash; schon gar nicht, wenn man gleichzeitig die Ansicht vertritt, dass immer mehr junge Berufseinsteiger in prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse gedr&auml;ngt w&uuml;rden: Interessanterweise sind es in allererster Linie die &auml;lteren Arbeitnehmer, die sich in wachsender Zahl f&uuml;r einen Minijob neben ihren Hauptberuf interessieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/arbeitswelt\/mehr-minijobs-13038814.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>Aus einem  Kommentare auf der Seite der FAZ:<\/strong> &bdquo;Klar, &auml;ltere Menschen bekommen immer weniger Geld und m&uuml;ssen ihre Rente aufbessern, werden viele jetzt mosern. Stimmt nicht ganz. Die machen das aus Spa&szlig;. Denn es sind ja Renter, die m&uuml;ssen also nicht mehr arbeiten.<br>\nNiedriglohnjobs immer beliebter<br>\nKlar, die Arbeitsangebote werden weniger und f&uuml;r Singles\/Alleinerziehende ist der Verdienst ja immer noch mehr als Hartz-IV, werden etliche behaupten. Alles falsch. Die Wirtschaft brummt, Fachkr&auml;ft werden &uuml;berall gesucht. Schon f&uuml;r 2 Euro die Stunde!<br>\nSterben immer beliebter<br>\nKlar, die Lebenserwartung sinkt wieder, vor allem bei Geringverdienern und das h&auml;ngt zusammen, werden einige behaupten. Stimmt aber nicht. Die wollen nur aufh&ouml;ren, wenn es am sch&ouml;nsten ist. Und das ist ja das Alter, wie hier bewiesen wurde.<br>\nMedien immer unbeliebter<br>\nKlar, die schreiben nur aus dem Elfenbeinturm und versuchen, die politisch gewollte Massenverarmung argumentativ zu untermauern, werden viele sagen. Stimmt.&ldquo;<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier stimmt der Spruch der FAZ, dass dahinter immer ein kluger Kopf steckt. Die Leser der FAZ sind offenbar weniger ideologisch vernagelt als deren (Wirtschafts)redakteure.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fresenius-Chef erh&ouml;ht Druck auf Kliniken<\/strong><br>\nSchmerzhafte Ver&auml;nderungen und ein Gewinn von 15 Prozent: Der Fresenius-Chef erh&ouml;ht den Druck auf seine Helios-Kliniken.<br>\nDer Vorstandsvorsitzende des b&ouml;rsennotierten Gesundheitskonzerns Fresenius, Ulf Schneider, verlangt von seinen Krankenh&auml;usern, 15 Prozent Gewinn zu machen. &ldquo;Wir haben dutzendfach gezeigt, dass man ein Krankenhaus in diese Gewinnregion bringen kann&rdquo;, sagte Schneider dem &ldquo;Spiegel&rdquo;.<br>\nDie zu Fresenius geh&ouml;rende Klinikkette Helios hat Anfang des Jahres mehr als 40 Krankenh&auml;user des Rh&ouml;n-Konzerns &uuml;bernommen und ist nun mit 110 H&auml;usern der gr&ouml;&szlig;te Klinikbetreiber in Deutschland.<br>\nSchneider r&auml;umt ein, &ldquo;dass die ersten Jahre nach einer &Uuml;bernahme oft schmerzhaft sind, weil die notwendigen Ver&auml;nderungen auch dazu f&uuml;hren, dass sich einzelne Mitarbeiter schlechterstellen&rdquo;.<br>\nSchneider reagierte auch auf die Kritik seines Konzernbetriebsratsvorsitzenden, der dem Management eine &ldquo;Gutsherrenmentalit&auml;t&rdquo; attestierte, das zu einem &ldquo;System der Angst und des Kuschens&rdquo; in den Krankenh&auml;usern gef&uuml;hrt habe.<br>\nSchneider sagte: &ldquo;Ja, wir fordern unsere Mitarbeiter, aber wir schauen auch, dass die Arbeit zu bew&auml;ltigen ist.&rdquo; Es sei nicht im Interesse der Konzernleitung, &ldquo;den Bogen zu &uuml;berspannen&rdquo;. &ldquo;Wir achten einerseits auf Effizienz, behalten andererseits aber auch genau im Auge, was leistbar ist und was nicht. Bei uns wird niemand &uuml;berfordert&rdquo;, so Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/praxis_wirtschaft\/klinikmanagement\/article\/865144\/gewinn-fresenius-chef-erhoeht-druck-kliniken.html\">&Auml;rzte Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fachkr&auml;fte finden keine Stelle<\/strong><br>\nDie Wirtschaft beklagt immer lauter den Fachkr&auml;ftemangel. Stellen seien immer schwerer zu besetzen. Andererseits schreiben gut ausgebildete Fachkr&auml;fte Hunderte von Bewerbungen &ndash; und das erfolglos. Wer profitiert vom Aufschwung?<br>\nBernd Niederdrenk &ndash; dieser Name wurde von der Redaktion nicht ge&auml;ndert &ndash; liest t&auml;glich die Zeitung. Er durchk&auml;mmt die Anzeigenteile und die redaktionellen Teile nach potentiellen Arbeitgebern. Niederdrenk ist Fachkraft und sucht eine Stelle &ndash; seit Ende des Jahres 2012. Dabei entspricht Niederdrenk genau dem, was alle suchen, n&auml;mlich einer gut ausgebildeten Fachkraft. [&hellip;]<br>\nAber es ist so. Niederdrenk hat in fast eineinhalb Jahren mehr als 130 Bewerbungen geschrieben &ndash; und keine Stelle bekommen. Bewerbe er sich f&uuml;r den Au&szlig;endienst, komme die Bewerbung zur&uuml;ck mit dem Hinweis, er sei &uuml;berqualifiziert. Bewerbe er sich auf eine F&uuml;hrungsaufgabe, werde die Absage mit dem Hinweis begr&uuml;ndet, er habe zu wenig Erfahrung. Niederdrenk glaubt fast nichts mehr. Er ist &uuml;berzeugt, dass eine einzige Tatsache seiner Einstellung im Wege steht: sein Alter. Er ist 53 Jahre alt. &bdquo;Die Bewerbungen werden in der Personalabteilung von einem Angestellten oder Auszubildenden nach ganz formalen Kriterien vorsortiert. Da fliegt jeder raus, der &auml;lter als 50 Jahre ist&ldquo;, glaubt Niederdrenk: &bdquo;Ich k&ouml;nnte einen Nobelpreis haben, das w&uuml;rden die gar nicht registrieren, weil sie die Bewerbung so weit gar nicht lesen&ldquo;, stellt er resigniert fest. &Uuml;ber die vielen Artikel &uuml;ber Fachkr&auml;ftemangel kann er nicht einmal mehr lachen. Sie machen ihn angesichts seines Schicksals einfach nur w&uuml;tend. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/fachkraefte-finden-auf-dem-arbeitsmarkt-keine-stelle-13043289.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Und da wird weiterhin von einer Rente mit 70 schwadroniert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>OECD: Mindestlohn hilft &bdquo;Lumpenproletariat&ldquo;<\/strong><br>\nDie m&auml;chtige Industriel&auml;nder-Organisation OECD warnt vor einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich. Und lobt den Mindestlohn in Deutschland. Der beseitige Zust&auml;nde, die f&uuml;r ein Land wie die Bundesrepublik unw&uuml;rdig seien.<br>\nDie Industriestaaten-Organisation OECD warnt vor einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich. Nach den Worten von OECD-Generalsekret&auml;r Jose Angel Gurria hat sich das Problem seit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise massiv versch&auml;rft. &bdquo;In den ersten drei Krisenjahren nahm die Ungleichheit st&auml;rker zu als in den zw&ouml;lf Jahren zuvor&ldquo;, sagte er der &bdquo;Wirtschaftswoche&ldquo;.<br>\n&bdquo;Im Durchschnitt der OECD-L&auml;nder verdienen die obersten zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung heute 9,5 Mal so viel wie die untersten zehn Prozent. Die Ungleichheit ist um 35 Prozent gewachsen&ldquo;, so der ehemalige mexikanische Finanzminister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/oecd-mindestlohn-hilft-lumpenproletariat-13042022.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> So so. Die OECD sieht also ein &ldquo;Lumpenproletariat&rdquo;, das unsere Regierung trotz genauesten Hinschauens nicht entdecken kann. Allerdings hat auch die OECD seit Jahrzehnten die Lohnk&uuml;rzungen, die &ldquo;Liberalisierungen&rdquo;, den Sozialabbau und den Niedriglohnsektor gefordert, der einen Mindestlohn als allerunterste Grenze &uuml;berhaupt notwendig macht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/newsroom\/global-growth-to-slow-as-wage-inequality-rises-over-coming-decades.htm\">Global growth to slow as wage inequality rises over coming decades<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kaufen ist g&uuml;nstiger als selbst entwickeln US-Geheimdienste kaufen &bdquo;Mega-Cloud&ldquo; bei Amazon<\/strong><br>\nAlle kaufen bei Amazon &ndash; sogar die US-Geheimdienste. Um schneller Informationen untereinander austauschen zu k&ouml;nnen hat ein Zusammenschluss aus 17 US-Nachrichtendiensten sich von Amazon einen Cloud-Service entwickeln lassen. Kosten: 600 Millionen Dollar.<br>\nDie &bdquo;Cloud&ldquo; erfreut sich immer gr&ouml;&szlig;erer Beliebtheit: Dokumente, Bilder oder Videos sind f&uuml;r alle zugelassenen Benutzer &uuml;berall und jederzeit verf&uuml;gbar. So funktioniert Informationsaustausch schnell, einfach und &uuml;bersichtlich. Von dieser Technik wollen auch die US-Geheimdienste profitieren. Doch statt einen passenden Cloud-Service von den eigenen IT-Spezialisten entwickeln zu lassen, kauft die &bdquo;United States Intelligence Community&ldquo; (IC), ein Zusammenschluss aus 17 amerikanischen Nachrichtendiensten, die passende Technik bei Amazon. Das berichtet das amerikanische Onlineportal &bdquo;Defense One&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/digital\/internet\/kaufen-ist-guenstiger-als-selbst-entwickeln-us-geheimdienste-kaufen-mega-cloud-bei-amazon_id_3987462.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bildungsgewerkschaft zu &ldquo;Empfehlungen zu Karrierewegen und Personalstrukturen&rdquo; des Wissenschaftsrates<\/strong><br>\n&ldquo;Bund und L&auml;nder m&uuml;ssen jetzt schnellstm&ouml;glich einen &lsquo;Pakt f&uuml;r gute Arbeit in der Wissenschaft&rsquo; auf den Weg bringen&rdquo;, mahnte Marlis Tepe, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf die heute vom Wissenschaftsrat (WR) vorgestellten &ldquo;Empfehlungen zu Karrierewegen und Personalstrukturen im Wissenschaftssystem&rdquo; an. &ldquo;Die GEW hat bereits im Fr&uuml;hjahr 2013 ein F&ouml;rderprogramm zur Stabilisierung der Besch&auml;ftigungsbedingungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen gefordert. Es ist gut, dass der Wissenschaftsrat diesen Vorschlag in seinen Empfehlungen aufgreift. Jetzt ist die Politik am Zug.&rdquo;<br>\n&ldquo;Mit einem &lsquo;Pakt f&uuml;r gute Arbeit in der Wissenschaft&rsquo; sollen gezielt Anreize gesetzt werden, damit qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine dauerhafte Perspektive in Hochschule und Forschung erhalten&rdquo;, sagte Tepe. Heute h&auml;tten neun von zehn angestellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern lediglich einen Zeitvertrag, meist mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr. &ldquo;Hochschulen und Forschungseinrichtungen m&uuml;ssen unterst&uuml;tzt werden, wenn sie den Anteil unbefristeter Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse erh&ouml;hen. Ebenso wenn sie jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern &uuml;ber Tenure-Track-Stellen berechenbare Perspektiven in der Wissenschaft bieten&rdquo;, betonte die GEW-Vorsitzende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verbaende.com\/news.php\/GEW-macht-sich-fuer-Pakt-fuer-gute-Arbeit-in-der-Wissenschaft-stark--Bildungsgewerkschaft-zu-Empfehlungen-zu-Karrierewegen-und-Personalstrukturen-des-Wissenschaftsrates?m=97641\">GEW<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu: Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates zu Tenure Track-Professuren und Dauerstellen f&uuml;r den wissenschaftlichen Nachwuchs<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wissenschaftsrat.de\/download\/archiv\/4009-14.pdf\">Wissenschaftsrat [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hochschulrankings &ndash; Rolle, Bedeutung und Alternativen<\/strong><br>\nRankings sind aus der hochschulpolitischen Debatte nicht mehr wegzudenken. Sie sind zu einem wichtigen Instrument der Steuerung und Differenzierung der Hochschulen gemacht worden. Die Hochschulen werden in eine Rangordnung gebracht, so in Konkurrenz zueinander gesetzt und nicht mehr als gleichwertig, sondern als besser und schlechter bewertet. Dies ist ein Bruch mit der bundesdeutschen Tradition, in der Universit&auml;ten grunds&auml;tzlich gleichwertig waren. Rankings waren daher immer umstritten: Einerseits gab es eine grunds&auml;tzliche Ablehnung dieses Instruments, andererseits gab es immer wieder auch methodische Kritik an einzelnen Rankings.<br>\nMit einem Vortrag13 bei einer Tagung des Wissenschaftsrates hat sich der Pr&auml;sident der Universit&auml;t Hamburg, Dieter Lenzen, 2012 in die Reihe der Rankingkritiker eingef&uuml;gt. Und das, obwohl er 2008 von CHE und Financial Times Deutschland zum Hochschulmanager des Jahres gek&uuml;rt wurde14 und damit den meisten Ideen des CHE zumindest damals sicher nicht ablehnend gegen&uuml;berstand.<br>\nNachdem er auf historische (und zum Teil &uuml;berholte) Gr&uuml;nde f&uuml;r Rankings eingeht, stellt Lenzen fest:<br>\n&bdquo;Das gilt nat&uuml;rlich auch f&uuml;r Internationale Rankings, bei denen diffus angenommen wird, dass beispielsweise im Falle des Shanghai-Rankings der Aufenthalt eines l&auml;ngst verblichenen Nobelpreistr&auml;gers von 1910 eine Art Genius Loci hervorgerufen hat, der die Studienbedingungen nachhaltig pr&auml;gt und deshalb hohe Studiengeb&uuml;hren rechtfertigt.<br>\nIn Wirklichkeit gilt f&uuml;r all diese Leistungsvergleiche aus privatwirtschaftlichen, zumindest in den USA, H&auml;nden: Es ist ein gro&szlig;es Gesch&auml;ft. Das ist nicht zu beanstanden, hat aber Folgen f&uuml;r die Qualit&auml;t, etwa wenn ein Gro&szlig;teil der erhobenen Daten &uuml;berhaupt nicht ver&ouml;ffentlicht wird und so eine hohe Informationsselektivit&auml;t existiert. Insoweit die Kunden solcher Rankings als Erwachsene f&uuml;r ihre Entscheidungen selbst verantwortlich sind, muss man das nicht kritisieren; umgekehrt muss aber ebenso klar sein, dass die &ouml;ffentliche Hand sich auf keinen Fall an Daten orientieren kann, die nicht selbst durch &ouml;ffentliche Einrichtungen beurkundet sind.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/Hintergrund\/hochschulrankings.php\">studis-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Kritik von Lenzen ist erstaunlich. Gilt doch Lenzen als einer der Protagonisten und Propagandisten der neoliberalen, sich als profitorientiertes Unternehmen gerierenden &bdquo;Elitehochschule&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Missbrauchte Politik: Eine Studie zeigt, wie &ldquo;Bild&rdquo; und &ldquo;Bams&rdquo; 2013 Politik machten<\/strong><br>\nZwei Mal schon haben Hans-J&uuml;rgen Arlt und Wolfgang Storz die Arbeitsweise der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung unter die Lupe genommen: 2010 im Zusammenhang mit der Berichterstattung &uuml;ber die Griechenlandkrise, zwei Jahre sp&auml;ter beim Umgang mit der &ldquo;Wulff-Aff&auml;re&rdquo;. Beide Studien schon mit einigen Befunden dazu, dass man im Hause Springer etwas andere Ziele verfolgt als in den &uuml;blichen Medienh&auml;usern.<br>\nIn der neuen Studie kommen die beiden Autoren noch zu einem erstaunlicheren Fazit: Das, was Springer mit &ldquo;Journalismus&rdquo; anstellt, k&ouml;nnte schon das Modell f&uuml;r eine v&ouml;llig neue Medienwelt &ndash; und -wahrnehmung sein: Publizismus als journalistisch aufbereitete Unterhaltung mit h&ouml;chstm&ouml;glichen Aufmerksamkeits- und Vermarkungswert.<br>\nUnd das macht es gef&auml;hrlich. Erst recht, wenn man wei&szlig;, dass das, was man im Hause Springer anstellt, nicht im eigenen Kosmos bleibt. Denn es wird zitiert, andere Medien greifen die Kampagnen, Wertungen und Wichtungen auf. Und Politiker dienen sich dem Zirkus an, weil sie glauben &ndash; wie weiland Gerhard Schr&ouml;der &ndash; man k&ouml;nne keine Politik gegen &ldquo;Bild&rdquo; machen. Am Ende durfte er dann erleben, wie &ldquo;Bild&rdquo; Politik gegen Schr&ouml;der machte, auch wenn der Beschuss von allen Seiten zu kommen schien. Was auch daran liegt, dass sich das Gebaren anderer deutscher Leitmedien dem der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung immer mehr angen&auml;hert hat. Allen voran das Fernsehen &ndash; die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender nicht ausgenommen, bis hin zu wichtigen Meinungsmachern wie dem &ldquo;Spiegel&rdquo;, &ldquo;Focus&rdquo; und &ldquo;Stern&rdquo;.<br>\nDas wieder verleiht den Medien des Springer-Konzerns erst richtig Wucht und Macht. Die messbare Meinungsmacht des Springer-Konzerns im Konzert der anderen Gro&szlig;medien, die die Bayerische Landeszentrale f&uuml;r neue Medien (BLM) regelm&auml;&szlig;ig ermittelt, w&auml;chst, auch wenn die Auflagen der Springer-Bl&auml;tter seit Jahren sinken. Springer-Journalisten sitzen in Talkshows, werden neuerdings auch mit gro&szlig;en deutschen Journalistenpreisen beh&auml;ngt. Aber durchschlagender sind noch die Kampagnen, die im Hause Springer gestartet werden. Und sie wirken nicht nur beim eigenen Lesepublikum, sondern auch bei Redakteuren bei eigentlich ernstzunehmenden Bl&auml;ttern und Funkstationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Bildung\/Medien\/2014\/07\/Missbrauchte-Politik-Eine-Studie-zeigt-wie-Bild-Politik-macht-56262.html\">Leipziger Internet Zeitung<\/a>\n<p>Hier die Studie zum downloaden: <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-shop.de\/publikationen\/obs-arbeitshefte\/shop\/missbrauchte-politik-ah78.html\">Missbrauchte Politik &ndash; &ldquo;Bild&rdquo; und &ldquo;BamS&rdquo; im Bundestagswahlkampf 2013<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-22381","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22381","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22381"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22381\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22384,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22381\/revisions\/22384"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22381"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22381"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22381"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}