{"id":22385,"date":"2014-07-15T09:44:36","date_gmt":"2014-07-15T07:44:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22385"},"modified":"2015-10-24T10:29:31","modified_gmt":"2015-10-24T08:29:31","slug":"der-spiegel-des-froehlichen-biedermeiers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22385","title":{"rendered":"Der SPIEGEL des \u201efr\u00f6hlichen Biedermeiers\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die SPIEGEL-Titelgeschichte von dieser Woche &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/\">Wir sind wieder&hellip;wer?<\/a>&ldquo; ist gleichsam ein Spiegelbild der Befindlichkeit der Spiegel-Redaktionslinie: Man nutzt die schwarz-rot-gold unterlegte nationale Fu&szlig;balleuphorie, um das eigene Bild einer &bdquo;entkrampften Nation&ldquo; zu malen, in der &bdquo;fr&ouml;hliches Biedermeier, k&uuml;hler Nationalismus, egoistische Schonhaltung&ldquo; herrsche.<br>\n&bdquo;Egoistisch&ldquo; sei die &bdquo;Schonhaltung&ldquo;, die eigenen Soldaten zu schonen. So wird die mangelnde Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Gaucks (Steinmeiers und von der Leyens) Forderung nach einem st&auml;rkeren (milit&auml;rischen) Engagement in der Welt durch die Deutschen kritisiert. Innenpolitisch seien die Deutschen &bdquo;weitgehend saturiert&ldquo;, sie w&uuml;rden von der Gro&szlig;en Koalition &bdquo;gepampert&ldquo;. Nur Au&szlig;enpolitisch fehle ihnen die Orientierung, hier fehle ein Bundestrainer der eine klare Linie findet.<br>\nDer &bdquo;szenische Essay &uuml;ber Deutschland&ldquo; ist ein Musterbeispiel daf&uuml;r, wie sich der SPIEGEL selbst zum &bdquo;fr&ouml;hlichen Biedermeier&ldquo; degradiert hat. &bdquo;Wir&ldquo; als Fu&szlig;ball-Weltmeister m&uuml;ssten nur noch in der Au&szlig;enpolitik unsere eigenen Soldaten nicht mehr schonen. Von <strong>Wolfgang Lieb<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7121\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-22385-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140717_Froehlicher_Biedermeier_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140717_Froehlicher_Biedermeier_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140717_Froehlicher_Biedermeier_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140717_Froehlicher_Biedermeier_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=22385-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140717_Froehlicher_Biedermeier_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"140717_Froehlicher_Biedermeier_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Boulevard-Journalismus lebt von der Personalisierung. Auch in dem SPIEGEL-Essay werden ziemlich beliebig herausgegriffene Menschen mit ein paar Bemerkungen eingef&uuml;gt,  mit Zitaten, mit denen man &ndash; ohne selbst Farbe bekennen zu m&uuml;ssen &ndash; die eigenen Botschaften verstecken kann: &bdquo;Wir sind ein unheimlich gutes Volk&ldquo;, l&auml;sst man eine &ndash; nat&uuml;rlich einen Bikini tragende &ndash; 61-J&auml;hrige aus dem Strandkorb auf Sylt verk&uuml;nden. <\/p><p>&Uuml;bergangslos wird dann eingeflochten, dass Merkel bei den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Landung in der Normandie &bdquo;wie eine Anf&uuml;hrerin der Welt&ldquo; wirkte. Es gebe ein &bdquo;neues Deutschlandgef&uuml;hl&ldquo;: &bdquo;Leichtigkeit und Bedeutung&ldquo; &ndash; eben wie das Spiel der Nationalmannschaft  im Halbfinale gegen Brasilien. <\/p><p>Bildlich untermalt wird dieses neue Deutschlandgef&uuml;hl mit Fotos, bei denen die deutschen Kicker die gedem&uuml;tigten Brasilianer tr&ouml;steten und wo ein deutscher Soldat am Rande eines Milit&auml;reinsatzes notleidende afghanische Kinder begl&uuml;ckte.<\/p><p>&bdquo;Unserem Land geht es so gut, alles ist so sch&ouml;n und neu hier auch bei uns zu Hause in Weimar&ldquo;, zitiert der Spiegel einen Ossi der nat&uuml;rlich gerade in der Gourmetabteilung des Berliner KaDeWe sitzt, um die redaktionelle Botschaft zu verk&uuml;nden, dass &bdquo;insgesamt die Einheit gegl&uuml;ckt&ldquo; sei und die Deutschen &bdquo;Deutsche geworden&ldquo; seien.  <\/p><p>Ein Albaner vom M&uuml;nchner Viktualienmarkt darf den Zitatlieferant f&uuml;r die deutschen Tugenden abgeben:&hellip;&ldquo;Die Argentinier machen immer so viele Kreuzzeichen, vier-, f&uuml;nfmal hintereinander, das muss man auch m&ouml;gen, so was haben die Deutschen halt nicht. Die machen mehr, was zu tun ist. Da wird nicht gebetet auf dem  Platz. Beten hilft dir am Ende auch nicht.  Du musst verstehen, was passiert, das ist es. Das ist deutsch&hellip;&ldquo; So nebenbei darf der Migrant auch noch f&uuml;r die Botschaft herhalten, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei und dass Ausl&auml;nder und Deutsche sich aufeinander zu bewegten. &bdquo;Wir sind ein Volk und zwar ein buntes. Auch das macht lockerer.&ldquo; <\/p><p>Der Tourismuschef Berlins darf bezeugen, wie beliebt wir die Deutschen bis  in den letzten Winkel der Welt inzwischen sind (&bdquo;Wir waren die Stars des Abends&ldquo; selbst in Ulan Bator) und wie sehr doch Berlin &bdquo;die Metropole Entkrampfung&ldquo; sei. Der einzige Wermutstropfen sei der Berliner Flughafen und ein Technikchef, der im Verdacht stehe korrupt zu sein. <\/p><p>Selbst eine &Ouml;sterreicherin freut sich &uuml;ber den Tabubruch, dass sie sich &ouml;ffentlich f&uuml;r Deutschland freuen kann.<\/p><p>Aus Dresden im SchillerGarten darf sich dann doch noch einer der notorischen Miesmacher zu Wort melden, der keine F&auml;hnchen an sein Auto klemmen will, der ein WM-Endspiel noch zu sehr mit dem &bdquo;Endsieg&ldquo; assoziiert. Es gebe diese &bdquo;Bedr&uuml;ckung&ldquo; mit der Nazi-Vergangenheit noch immer, aber zum Gl&uuml;ck h&auml;tten sich ja &bdquo;die Deutschen&hellip;ein St&uuml;ck weit aus der Selbstverd&uuml;sterung gel&ouml;st&ldquo;. &bdquo;Es gibt jetzt ein Erinnern mit Entsetzen, mit Traurigkeit, aber ohne komplett zu verkrampfen.&ldquo;  Schlie&szlig;lich gebe es &bdquo;wieder ein paar Jahre mehr Abstand zu den Zeiten des Nazi-Terrors und es gebe wieder ein besseres deutsches Image in der Welt, das auch mit den Fu&szlig;ballfesten seit 2006&ldquo; zu tun habe. <\/p><p>Ein Koch auf Sylt (warum eigentlich immer gerade Sylt, hat einer der Spiegel-Autoren da gerade seinen Urlaub gemacht oder hat er dort seinen Zweitwohnsitz?) darf die deutschen Tugenden verk&ouml;rpern. Typisch deutsch bedeute f&uuml;r ihn: &bdquo;hohen Arbeitseinsatz zeigen; den Willen, nach vorn zu gehen. Wir sind nicht umsonst Exportweltmeister.&ldquo; Es seien gerade auch diese deutsche Tugenden, die zur deutschen Leichtigkeit beitragen. &bdquo;Als Folge von Flei&szlig;, Disziplin und Folgsamkeit w&auml;chst dieser Wohlstand gerade.&ldquo; <\/p><p>Es gebe einen wirtschaftlichen Aufschwung, der Frankreich und die s&uuml;dlichen Partner in der EU schlecht aussehen lasse. So wird getreu der Standortideologie das Niederkonkurrieren unserer europ&auml;ischen Nachbarn kommentiert. <\/p><p>Und dann folgt eine lange Lobhudelei, wie sie in keiner Selbstbeweihr&auml;ucherung der Gro&szlig;en Koalition schamloser betrieben werden k&ouml;nnte: &bdquo;kleines Wirtschaftswunder&ldquo;, &bdquo;so viele Menschen hatten noch nie einen Job&ldquo;, &bdquo;die L&ouml;hne sind stark gestiegen&ldquo;, &bdquo;die Deutschen gehen shoppen, bis ihnen die Arme lang werden von den schweren T&uuml;ten&ldquo;, &bdquo;in diesem und im kommenden Jahr k&ouml;nnte die Wirtschaft um mehr als zwei Prozent wachsen&ldquo;. <\/p><p>Die Realit&auml;t dieses &bdquo;Wirtschaftswunders&ldquo; sieht aber so aus,<\/p><ul>\n<li>das Arbeitsvolumen hat sich auf mehr K&ouml;pfe verteilt: so viele Menschen hatten noch nie einen Teilzeit-, Mini- oder prek&auml;ren Job. <\/li>\n<li>der starke Lohnanstieg sieht so aus, dass die Reall&ouml;hne seit 20 Jahren praktisch stagnierten\n<p>\t<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140714_spiegel_01.gif\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/geld\/wirtschaft\/gehalt\/die-bittere-lohnabrechnung-35671364.bild.html\">Bild.de<\/a> <\/p><\/li>\n<li>im Jahr 2013 <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/02\/PD14_058_623.html;jsessionid=2754E15179C374405CA91A482C225038.cae2\">sogar um 0,2 % gesunken sind<\/a> und im 1. Quartal 1. Quartal 2014 zum Vorjahresquartal gerade mal um 1,3&nbsp;% gestiegen sind\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140714_spiegel_02.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/06\/PD14_222_623.html;jsessionid=C1A7A0EBEE78198FB4F950DB1615BDFA.cae4\">destatis<\/a><\/p><\/li>\n<li>von einem  Plus im Einzelhandelsumsatz im Mai 2014 von 1,9% k&ouml;nnen die Einkaufst&uuml;ten auch nicht so viel schwerer geworden sein, dass sie die Arme lang ziehen k&ouml;nnten\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140714_spiegel_03.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/ZahlenFakten\/Wirtschaftsbereiche\/BinnenhandelGastgewerbeTourismus\/Einzelhandel\/EinzelhandelAktuell.html\">destatis<\/a><\/p><\/li>\n<li>von der j&uuml;ngsten Prognose des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) wonach sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft im ablaufenden zweiten Quartal <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/laut-diw-prognose-wachstum-in-deutschland-halbiert-sich\/10102888.html\">mit 0,3% mehr als halbieren wird<\/a>, hat man in der Spiegel-Redaktion wohl auch noch nichts geh&ouml;rt<\/li>\n<\/ul><p>Das hohe Lied auf die Agenda-Reformen darf nat&uuml;rlich auch nicht fehlen: &bdquo;Deutschland profitiert davon, dass es sich bereits um die Jahrtausendwende das Update f&uuml;r das 21. Jahrhundert verpasst hat&hellip;Wirtschaft und Gesellschaft haben sich angepasst, und das hei&szlig;t vor allem: flexibilisiert&hellip;&ldquo;<\/p><p>Diese &bdquo;Update&ldquo; sieht dann in Wirklichkeit so aus, Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Rente und programmierte Altersarmut, Rente mit 67, Zerst&ouml;rung der Arbeitslosenversicherung und der Sturz in die Bed&uuml;rftigkeit des Hartz IV-Regimes nach einem Jahr. Und &bdquo;Flexibilisierung&ldquo; hei&szlig;t in der Realit&auml;t, Verdr&auml;ngung von sozial abgesicherten und ordentlich entlohnte Vollzeitarbeitspl&auml;tze durch Teilzeitarbeit und unsichere niedrig entlohnte Jobs, so dass inzwischen jede\/r Vierte atypisch besch&auml;ftigt ist und prek&auml;re Arbeit tief ins Normalarbeitsverh&auml;ltnis eingedrungen ist, was hei&szlig;t, dass in zwischen jeder F&uuml;nfte der knapp 20 Millionen Vollbesch&auml;ftigten nur noch knapp &uuml;ber der Armutsgrenze liegt. <\/p><p>Jedenfalls scheint die Begeisterung  &uuml;ber die &bdquo;flexiblen Arbeitswelten&ldquo; ziemlich einseitig auf der Arbeitgeberseite und in den Redaktionsstuben des SPIEGEL zu liegen: Im Herbst letzten Jahres meldete das Statistische Bundesamt,  dass 6,7 Millionen Menschen mehr Arbeit wollen und dass sich 3,3 Millionen unfreiwillig als unterbesch&auml;ftigt betrachten (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20443\">Siehe zu diesen Angaben hier<\/a>).<\/p><p>Und um die plumpe Meinungsmache f&uuml;r die herrschende neoliberale Politik noch ein bisschen wissenschaftlich zu verbr&auml;men, wird in der Spiegel-Titelgeschichte zu guter Letzt noch Clemens Fuest vom Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung zitiert:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Zur positiven Entwicklung haben auch die Hartz-Reformen und die Vernunft der Tarifpartner beigetragen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Nun muss man wissen, dass ZEW ist ein der neoklassischen Wirtschaftsdogmatik verpflichteter Think-Tank, der die Senkung der L&ouml;hne als Heilsweg zur Senkung der Arbeitslosigkeit, den Arbeitsmarkt also wie einen Kartoffelmarkt betrachtet. Das ZEW ist von der Wirtschaft des Landes Baden-W&uuml;rttemberg <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h07\">initiiert und wesentlich finanziert<\/a>. Andere Studien wonach etwa die positive Besch&auml;ftigungsentwicklung nicht <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h03\">etwa ein Effekt der Agenda 2010 gewesen ist<\/a>, w&uuml;rden bei diesem durchg&auml;ngigen Loblied des SPIEGELs nur einen Misston beisteuern. <\/p><p>Um die Arbeitgeberpropaganda abzurunden, polemisiert der SPIEGEL dann noch gegen  Angela Merkels &bdquo;Geschenke&ldquo;, also gegen Betreuungsgeld, gegen &bdquo;Rente mit 63&ldquo; (schon allein diese unsinnige Formulierung nimmt diesem Beitrag jede Seriosit&auml;t), M&uuml;tterrente. Man zeichnet das Katastrophengem&auml;lde der Konservativen nach: &bdquo;K&uuml;nftige Generationen werden daf&uuml;r zahlen m&uuml;ssen&ldquo;.<\/p><p>Deutschland mache derzeit den Eindruck, dass es so zufrieden ist mit allem, dass es den Status quo am liebsten einfrieren w&uuml;rde. Das sei &bdquo;Biedermeier, aber immerhin ein fr&ouml;hliches&ldquo;.<\/p><p>Es fehlt eigentlich nur noch dass der Wunsch (wiederum) eines Sylter Rettungsschwimmer in Erf&uuml;llung ginge, es &bdquo;m&uuml;sste zweimal im Jahr WM sein.&ldquo;<\/p><p>Eine &bdquo;gute Idee&ldquo; stimmt das neunk&ouml;pfige Spiegel-Autorenkollektiv zu. <\/p><p>Fehlt nur noch, dass Deutschland zweimal im Jahr die Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft gewinnt, dann w&auml;re mit den Deutschen wirklich alles zu machen &ndash; Deutschland &uuml;ber alles eben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die SPIEGEL-Titelgeschichte von dieser Woche &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/\">Wir sind wieder&hellip;wer?<\/a>&ldquo; ist gleichsam ein Spiegelbild der Befindlichkeit der Spiegel-Redaktionslinie: Man nutzt die schwarz-rot-gold unterlegte nationale Fu&szlig;balleuphorie, um das eigene Bild einer &bdquo;entkrampften Nation&ldquo; zu malen, in der &bdquo;fr&ouml;hliches Biedermeier, k&uuml;hler Nationalismus, egoistische Schonhaltung&ldquo; herrsche.<br \/> &bdquo;Egoistisch&ldquo; sei die &bdquo;Schonhaltung&ldquo;, die eigenen Soldaten zu schonen. So wird die mangelnde<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22385\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,107,165,41,11],"tags":[1544,312,420],"class_list":["post-22385","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-audio-podcast","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-medienanalyse","category-strategien-der-meinungsmache","tag-kampagnenjournalismus","tag-reformpolitik","tag-spiegel"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22385","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22385"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22385\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22426,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22385\/revisions\/22426"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22385"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22385"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22385"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}