{"id":22440,"date":"2014-07-18T13:54:15","date_gmt":"2014-07-18T11:54:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22440"},"modified":"2014-07-22T12:11:41","modified_gmt":"2014-07-22T10:11:41","slug":"wenn-kapitalismuskritik-zu-kurz-greift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22440","title":{"rendered":"Wenn Kapitalismuskritik zu kurz greift"},"content":{"rendered":"<p>Anl&auml;sslich des zweiten Todestages des Kapitalismuskritikers Robert Kurz w&uuml;rdigt G&ouml;tz Eisenberg heute auf den NachDenkSeiten dessen Werk und Leben. Der Artikel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22438\">&bdquo;Der Sieg der &Ouml;konomie &uuml;ber das Leben&ldquo;<\/a> enth&auml;lt fraglos sehr interessante Denkanst&ouml;&szlig;e und l&auml;dt f&ouml;rmlich zur Debatte ein. Dennoch ist er auch exemplarisch f&uuml;r einen Teil der Kapitalismusmuskritik &ndash; die vorkapitalistische Vergangenheit wird verkl&auml;rt und der Kapitalismus f&uuml;r Fehlentwicklungen in Haftung genommen, f&uuml;r die er monokausal gar nichts kann. Doch wer die Zukunft besser gestalten will, sollte die Fehler und Schwachstellen des Kapitalismus lieber ohne ideologische Scheuklappen analysieren. Ein Debattenbeitrag von <strong>Jens Berger<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nWenn man Robert Kurz liest, k&ouml;nnte man glatt zu dem Schluss kommen, dass die vorkapitalistische Zeit ein &ndash; wenn auch mit Makeln behaftetes &ndash; Paradies auf Erden war. Der Mensch war mit seiner T&auml;tigkeit in Harmonie vereint, nicht ein ausbeuterisches kapitalistisches System, sondern der Wechsel der Jahreszeiten und die sinnstiftende Aufgaben bestimmten den Tagesablauf. Arbeit wurde nicht als &bdquo;Arbeit&ldquo; wahrgenommen, man produzierte &uuml;berwiegend f&uuml;r den eigenen Bedarf und da der Bedarf Grenzen hatte, wusste man auch, wenn es &bdquo;genug&ldquo; mit der Arbeit ist. Wer ohne materielle W&uuml;nsche gl&uuml;cklich ist und die Arbeit Arbeit sein l&auml;sst, hat nat&uuml;rlich auch Zeit f&uuml;r M&uuml;&szlig;iggang und lebt im Einklang mit der Natur. Das liest sich sch&ouml;n, zu sch&ouml;n um wahr zu sein.<\/p><p><strong>Der Mythos von der heilen vorkapitalistischen Zeit<\/strong><\/p><p>Mit Ausnahme von Naturv&ouml;lkern, die auf dem Niveau von J&auml;ger- und Sammlerkulturen ein recht primitives Leben f&uuml;hrten, war das Leben in der vorkapitalistischen Zeit jedoch ein wenig anders. Je nach Periode waren rund 90% der europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerung leibeigene Bauern, denen nicht viel mehr als ihre primitive Kleidung geh&ouml;rte. Man ern&auml;hrte sich von Brei, Brot, H&uuml;lsenfr&uuml;chten und D&uuml;nnbier und erreichte nur in Ausnahmef&auml;llen ein Alter, mit dem man heutzutage an die Rente denken kann. Der Tod war regelm&auml;&szlig;iger Begleiter. Kein Wunder, dass man da &bdquo;enthemmt&ldquo; feierte, wenn man denn einmal die M&ouml;glichkeit hatte.<\/p><p>Daf&uuml;r, dass man Land bestellen &bdquo;durfte&ldquo;, das inklusive der Produktionsmittel und den H&uuml;tten in denen man lebte fast ausnahmslos dem Adel oder dem Klerus geh&ouml;rte, musste man Frondienste leisten &ndash; heute w&uuml;rde man das wohl als &bdquo;Miete&ldquo; bezeichnen. Es ist richtig, dass diese &bdquo;Miete&ldquo; je nach Region bis ins fr&uuml;he 19. Jahrhundert in Naturalien bezahlt wurde und das universelle Tauschmittel &bdquo;Geld&ldquo; in diesem Bereich erst vergleichsweise sp&auml;t Einzug hielt. Doch dies macht die Sache auch nicht besser. Die Produktionsmenge war n&auml;mlich nicht durch die daf&uuml;r investierte Arbeitszeit, sondern durch vorgegebene &ndash; nat&uuml;rliche &ndash; Grenzen beschr&auml;nkt. Wer mitsamt zehnk&ouml;pfiger Familie nur einen einzigen Morgen karges Land zu bestellen hatte, war nat&uuml;rlich in bestimmten Jahreszeiten bereits nach wenigen Stunden mit seiner Arbeit durch &ndash; jedoch nicht deshalb, weil er den M&uuml;&szlig;iggang bevorzugt, sondern weil er schlichtweg keine produktive T&auml;tigkeit mehr finden konnte. Im Schnitt arbeitete ein Bauer im Sp&auml;tmittelalter aufs Jahr gerechnet genau so viel oder wenig wie ein Arbeitnehmer in unserer sp&auml;tkapitalistischen Zeit.<\/p><p>Nat&uuml;rlich gab es nicht nur Bauern, sondern auch den Adel und den Klerus und &ndash; vor allem in St&auml;dten &ndash; Handwerker und Arbeiter. Wesentlich besser als den leibeigenen Bauern ging es den freien Handwerkern und Arbeitern jedoch auch nicht. Wer beispielsweise als freier Lohnarbeiter in einem Bergwerk arbeitete, verdiente gerade einmal so viel, um die Miete und die Grundnahrungsmittel f&uuml;r seine Familie erwirtschaften zu k&ouml;nnen, um dann meist bereits im Alter von unter 40 Jahren zu sterben &ndash; N&auml;sse, K&auml;lte und Unterern&auml;hrung waren nun einmal auch Bestandteile dieses vermeintlichen Paradieses. Ist dies die &bdquo;Sch&ouml;nheit&ldquo;, die nach Kurz durch die Marktwirtschaft aus der Welt verschwunden ist?<\/p><p><strong>Kein Kapitalismus ohne Nachfrage<\/strong><\/p><p>&Ouml;konomisch ist diese Zeit vor allem durch eine nahezu komplett fehlende Nachfrage gekennzeichnet. Bauern hatten in der Regel kaum Geld, um sich G&uuml;ter zu kaufen, die &uuml;ber die absolute Minimalversorgung hinausgingen. Arbeiter und Handwerker mussten den Gro&szlig;teil ihres Lohns f&uuml;r Grundnahrungsmittel und Miete ausgeben. Lediglich Adel, Klerus und einige wenige H&auml;ndler, Handwerksmeister und &ndash; wie wir sie heute nennen w&uuml;rden &ndash; Akademiker hatten Geld, um sich vergleichsweise teure Manufaktur- und Fernhandelsg&uuml;ter leisten zu k&ouml;nnen. Und wo es keine Nachfrage gibt, gibt es auch kein Angebot. Wo es keinen Markt gibt, gibt es keinen Anreiz mehr G&uuml;ter zu produzieren. Wo es keinen Anreiz zur Produktion gibt, gibt es keinen Anreiz zur Investition und wenn es keine Investitionen gibt, dann bleibt Geld auch Geld und wird nicht zu Kapital. Angefangen bei den fr&uuml;hen Hochkulturen bis ins vorindustrielle Europa gab es keinen Kapitalismus, da es keine nennenswerte Arbeitsteilung gab und die Besitzer von Geld schlichtweg keine echte M&ouml;glichkeit hatten, ihr Geld zu investieren. Dies wiederum war eine direkte Folge der Massenarmut und keinesfalls ein herbeigesehnter Naturzustand.<\/p><p>Dennoch gab es auch in diesen Zeiten die negativen Nebenwirkungen, die mit dem Wachstum einer Zivilisation einhergehen. Man denke nur an den Binnenkolonialismus, der noch heute durch Ortsnamen, die auf -rode, -reuth oder -rath enden, sichtbar ist. Vor allem das Hochmittelalter mit seinem milden Klima hat daf&uuml;r gesorgt, dass die wachsende Bev&ouml;lkerung nicht mehr mit dem vorhandenen Ackerbauland ern&auml;hrt werden konnte. Der Mensch tat, was der Mensch in solchen Situation tut. Er erschloss neues Land und holzte daf&uuml;r die W&auml;lder um, die Europa seit Jahrtausenden gepr&auml;gt hatten. Europa ver&auml;nderte sein Gesicht. Wo einst noch Laubw&auml;lder standen, wuchsen bald schon Getreide oder Monokulturen aus Nadelholz, das f&uuml;r den fr&uuml;hen Bergbau ben&ouml;tigt wurde. In Einklang mit seiner Natur lebte der Mensch auch in vorkapitalistischen Zeiten nicht. Eine kleine Eiszeit, Seuchen wie die Beulenpest und der Drei&szlig;igj&auml;hrige Krieg setzten der Expansion jedoch schon bald ein Ende und der Europ&auml;er konnte &uuml;ber lange Zeit das Bev&ouml;lkerungswachstum abfedern. Dieser Verzicht auf Expansion war jedoch nicht freiwillig &ndash; er war schlicht nicht n&ouml;tig, da die Population so massiv geschrumpft war. <\/p><p><strong>Der Kapitalismus betritt die B&uuml;hne<\/strong><\/p><p>Der gro&szlig;e Zeitenwechsel zwischen der vorkapitalistischen und der kapitalistischen Zeit war historisch gesehen eher ein Zufall. Zahlreiche Faktoren &ndash; auf die ich hier nicht n&auml;her eingehen will &ndash; f&uuml;hrten im 18. Jahrhundert dazu, dass im eigentlich eher kargen Nordengland aus der Agrarrevolution, in der die landwirtschaftliche Produktion zum ersten Mal in der Geschichte nennenswert gesteigert werden konnte, eine industrielle Revolution werden konnte. Englische Arbeiter und Bauern, die f&uuml;r damalige Verh&auml;ltnisse im internationalen Vergleich Spitzenverdiener waren, wurden zum wohl weltweit historisch erstem kaufkr&auml;ftigen Massenmarkt. Die Kombination aus hohen L&ouml;hnen und einer nennenswerten Nachfrage (das erstere bedingt das letztere) f&uuml;hrte zum Paradigmenwechsel. Nun gab es erstmals einen Grund, die Produktivit&auml;t zu steigern und in Produktionsmittel zu investieren. Der Kapitalismus war geboren und sollte schon bald seinen Schrecken als Manchester-Kapitalismus verbreiten.<\/p><p>Wenn man Kapitalismuskritiker wie Robert Kurz liest, muss man glauben, dass dieser Fr&uuml;hkapitalismus noch heute fortlebt. Doch das ist nicht der Fall. Der Kapitalismus ist eine durchweg dynamische Wirtschaftsform. Seinen inneren Frieden wird er dabei nie finden k&ouml;nnen, da es stets zwei divergierende Interessen gibt. Der Kapitalismus kann nur dann funktionieren, wenn es eine stabile Nachfrage gibt, die im Idealfall von Jahr zu Jahr w&auml;chst. Eine stabile und vielleicht sogar wachsende Nachfrage gibt es jedoch in Friedenszeiten nur dann, wenn die Masse der Bev&ouml;lkerung &ndash; und dies sind nun einmal die Arbeitnehmer &ndash; wachsende Reall&ouml;hne bekommen. Da L&ouml;hne f&uuml;r die Kapitalseite Kosten sind, setzt man seitens der Arbeitgeber jedoch alles daran, diese Grundvoraussetzung eines funktionierenden Kapitalismus au&szlig;er Kraft zu setzen. So paradox es klingt &ndash; die gr&ouml;&szlig;ten Feinde des Kapitalismus sind die Kapitalisten.<\/p><p>Nun leben wir jedoch nicht mehr in fr&uuml;h-, sondern &ndash; so liest man &ndash; in sp&auml;tkapitalistischen Zeiten. Angesto&szlig;en durch die Arbeiterbewegung hat die Politik den Kapitalismus &uuml;ber die Jahrzehnte hinweg gez&auml;hmt. Die Soziale Marktwirtschaft und der Sozialstaat waren und sind die Stellschrauben, mit denen die Gemeinschaft verhindern konnte, dass der Kapitalismus nicht nur Angst und Schrecken verbreitet, wie er es in seiner &bdquo;Jugendzeit&ldquo; als Manchester-Kapitalismus getan hat. Leider haben wir als Gesellschaft diese Lektion verlernt. <\/p><p><strong>Ungel&ouml;ste Probleme und falsche Adressaten<\/strong><\/p><p>Doch wenn heute die &bdquo;Sch&ouml;nheit der Welt schwindet&ldquo;, so ist dies auch und vor allem eine Folge des Fortschritts. Ohne Agrarrevolution und medizinischem Fortschritt w&auml;ren wir auf der Welt immer noch wenige hundert Millionen Menschen. Es g&auml;be mehr Platz und &ndash; ja &ndash; mehr Sch&ouml;nheit. Kann man das aber dem Kapitalismus anlasten? Kann man &ndash; wie Kurz es stellenweise zelebriert &ndash; jede Fehlentwicklung seit 1760 auf den Kapitalismus schieben? Man kann, wenn man es sich sehr einfach machen will. Doch dann l&auml;uft man Gefahr, den Begriff &bdquo;Kapitalismus&ldquo; zu einer gro&szlig;en Sammeltonne zu machen, in die man alles hineinschmei&szlig;t, was einem an der Welt nicht gef&auml;llt. Analytische Sch&auml;rfe seiht anders aus. Und dabei bleiben die entscheidenden Fragen immer noch nicht beantwortet.<\/p><p>Selbstverst&auml;ndlich muss man sich die Frage stellen, ob es in einer hochproduktiven Gesellschaft &bdquo;n&ouml;tig&ldquo; ist, dass es auf der einen Seite Armut gibt und auf der anderen Seite die Arbeitszeiten und -bedingungen immer noch stark an den Manchester-Kapitalismus erinnern. Und nat&uuml;rlich m&uuml;ssen auch bei jedem aufmerksamen Beobachter die Alarmglocken schrillen, wenn man beobachtet, wie heutzutage der Kapitalismus von interessierter Seite wieder &bdquo;verj&uuml;ngt&ldquo; werden soll und s&auml;mtliche Errungenschaften der letzten Jahrzehnte St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck wieder abgeschafft werden. Diese &ndash; nennen wir sie &bdquo;neoliberalen&ldquo; &ndash; Entwicklungen sind jedoch im eigentlichen Sinne der Bedeutung nicht kapitalistisch, sondern anti-kapitalistisch, da sie die tragende S&auml;ule des Kapitalismus, die stetige Nachfrage, angreifen.<\/p><p><strong>Kapitalismuskritik? Ja! Aber bitte fundiert!<\/strong><\/p><p>Die Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte mag Robert Kurz sogar Recht geben. Der Kapitalismus, von dem man glaubte, man habe ihn gez&auml;hmt, entwickelt sich momentan in seine wilde Urform zur&uuml;ck. Kritik ist hier nicht nur wichtig und richtig, sondern zwingend notwendig. Man sollte jedoch aufpassen, das Kind nicht mit dem Bade auszusch&uuml;tten, denn nicht alles im Kapitalismus &bdquo;war&ldquo; schlecht.<\/p><p>Erst durch die &ouml;konomische Logik &ndash; wie Kurz es pejorativ formuliert &ndash; konnte eine derart hoch arbeitsteilige Warenwirtschaft entstehen, in der auch G&uuml;ter wie Breitbandantibiotika, Personal Computer und Mikrowellenherde entwickelt und &ndash; zumindest in den Industriestaaten &ndash; auch von breiten Massen genutzt werden k&ouml;nnen. Dies ist freilich nur durch eine dauerhaft hohe Massenkaufkraft m&ouml;glich. <\/p><p>Nat&uuml;rlich sind derlei zivilisatorische Fortschritte theoretisch auch ohne ein Wirtschaftssystem denkbar, das vom Wunsch getrieben ist, &uuml;ber Investitionen Rendite zu erzielen und damit das Geld zu mehren. Hier setzt Robert Kurz ja auch mit seinem Werk an. Zweifelsohne &ndash; die Welt braucht Utopien und Visionen und dies ist Kurz auch hoch anzurechnen. Man sollte dies jedoch nicht mit einer fundierten Kapitalismuskritik verwechseln. Die meisten seiner Kritikpunkte haben erstaunlicherweise gar nichts mit dem Kapitalismus als solchem, sondern mit den Ausw&uuml;chsen des Kapitalismus zu tun. In puncto Umweltverschmutzung muss sich der Kapitalismus beispielsweise nicht hinter seinem zeitweilig gr&ouml;&szlig;ten historischen Konkurrenten, dem &bdquo;real existierende Sozialismus&ldquo;, verstecken. Es ist nicht das Wirtschaftssystem, sondern die Politik, die die Leitplanken wirtschaftlichen Handelns bestimmt. Ein echter Schutz der Umwelt, menschenw&uuml;rdige Arbeitsbedingungen und ein Leben im Einklang mit dem &bdquo;inneren Ich&ldquo; sind in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem m&ouml;glich, wenn die Gemeinschaft es denn will und die Politik die daf&uuml;r n&ouml;tigen Leitplanken setzt. Im Umkehrschluss bedeutet die &ndash; wie auch immer konkret ausgestaltete &ndash; &bdquo;&Uuml;berwindung&ldquo; des Kapitalismus noch lange nicht, dass ein post-kapitalistisches System uns in ein Paradies f&uuml;hrt. <\/p><p>Das Ziel einer besseren Zukunft k&ouml;nnen wir nur dann ernsthaft in Griff nehmen, wenn wir die Vergangenheit und die Gegenwart klar und ohne ideologische Scheuklappen analysieren. Mit zu kurz gedachter Kapitalismuskritik erweisen wir der n&ouml;tigen Analyse jedoch einen B&auml;rendienst.<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/2e44e01d570a40c2a9feb8752927d5fd\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl&auml;sslich des zweiten Todestages des Kapitalismuskritikers Robert Kurz w&uuml;rdigt G&ouml;tz Eisenberg heute auf den NachDenkSeiten dessen Werk und Leben. 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