{"id":22448,"date":"2014-07-18T15:31:44","date_gmt":"2014-07-18T13:31:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448"},"modified":"2014-07-18T15:31:44","modified_gmt":"2014-07-18T13:31:44","slug":"hinweise-des-tages-ii-160","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448#h01\">Ukraine\/MH17<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448#h02\">Gaza, Israel und die Rolle der Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448#h03\">Was uns mit TISA noch bl&uuml;ht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448#h04\">Superreiche in die Verantwortung nehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448#h05\">Wirtschaftswachstum mal langfristig (2002-2012)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448#h06\">Leiharbeit und  Sklavenhandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448#h07\">Hartz-IV-Rebellin ruhiggestellt: Inge Hannemann muss Job annehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448#h08\">Zentralamerika: Die Kinder fliehen aus Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448#h09\">Urteil zum Fall Srebrenica<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448#h10\">Nach EuGH-Urteilen: Abschiebungsgefangene umgehend freilassen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448#h11\">Ein Pr&auml;zedenzfall Mercedes-Benz Argentina &ndash; Rechtsweg ausgeschlossen?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine\/MH17<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Dieser Abschuss ver&auml;ndert alles<\/strong><br>\nZwar streiten die prorussischen Separatisten, die sich angesichts der massiven Offensive des ukrainischen Milit&auml;rs in die Region um Donezk zur&uuml;ckgezogen haben, weiter jede Beteiligung an dem Absturz der Passagiermaschine mit 298 Menschen an Bord ab. Sie behaupten, &uuml;ber keine Waffensysteme zu verf&uuml;gen, die in der Lage w&auml;ren, die Boeing 777 in einer H&ouml;he von rund 10.000 Metern abzuschie&szlig;en. Doch Ende Juni berichteten selbst russische Staatsmedien, die Rebellen seien nun im Besitz eines Boden-Luft-Raketensystems des Typs Buk &ndash; damit w&auml;re ein solcher Abschuss durchaus m&ouml;glich. Ein westlicher Journalist hatte ein solches System noch am Donnerstag in der Ostukraine aufseiten der Separatisten ausgemacht. &hellip;.<br>\nGehen wir einmal von der wahrscheinlichsten Variante aus &ndash; der Abschuss eines Passagierflugzeugs mit westlichen Insassen durch zumindest mittelbare Handlanger des Kremls l&auml;sst Putin eigentlich kaum eine Wahl, als den R&uuml;ckzug: Es ist eine Sackgasse, er wird die Rebellen fallen lassen m&uuml;ssen, die Grenze f&uuml;r ihren Nachschub wie auch ihre m&ouml;gliche Flucht schlie&szlig;en. Die Ukraine hingegen kann f&uuml;r ihre Offensive gegen die Separatisten auf noch mehr Hilfe setzen. An weiteren Sanktionen gegen Russland f&uuml;hrt kein Weg mehr vorbei, chirurgisch und selektiv d&uuml;rften sie diesmal nicht sein. Und selbst eine Beteiligung westlicher Kr&auml;fte an der Milit&auml;roperation ist unter diesen Umst&auml;nden kein Tabu mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-07\/russland-ukraine-malaysia-airlines-abschuss\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist ersch&uuml;tternd, die Kriegshetzer haben nun endg&uuml;ltig Oberwasser, wie dieser  Kommentar aus der Zeit zeigt, in dem offen ein milit&auml;risches Eingreifen des Westens gefordert wird: &ldquo;&hellip;. selbst eine Beteiligung westlicher Kr&auml;fte an der Milit&auml;roperation ist unter diesen Umst&auml;nden kein Tabu mehr.&rdquo; Antizipiert man dies vor dem Hintergrund der Forderung nach einem verst&auml;rkten milit&auml;rischen Engagement der Bundeswehr im Ausland, sieht man deutsche Soldaten in der Ukraine, an einem Ort an dem bereits Hitlers Wehrmacht gew&uuml;tet hat. Eine niederschmetternde Vorstellung. Abgesehen davon d&uuml;rfte &ldquo;eine Beteiligung westlicher Kr&auml;fte&rdquo; definitiv zu einem direkten milit&auml;rischen Eingreifen Russlands f&uuml;hren und zu einer direkten Konfrontation mit der NATO und den USA.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ausgekl&uuml;gelte Boden-Luft-Rakete lie&szlig; MH17 von Malaysia Airlines in der Ukraine abst&uuml;rzen<\/strong><br>\nExperten bezweifeln, dass die Rebellen in der Ostukraine die F&auml;higkeit haben, hochmoderne Flugabwehrsysteme zu bedienen. [&hellip;]<br>\nAm 29. Juni griffen die Rebellen nach eigenen Angaben einen ukrainischen Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt an und beschafften sich ein Boden-Luft-Raketensystem namens Buk-M2, das auf einem Lastwagen montiert wird und in der Lage ist, ein Flugzeug aus der Reiseflugh&ouml;he abzuschie&szlig;en.<br>\nWie der stellvertretende ukrainische Innenminister mitteilte, h&auml;tten die Rebellen eine solche Geschoss-Batterie nahe der Grenze stationiert und sie zum Abschuss eines vermeintlichen Transportflugzeugs verwendet. Rebellen &uuml;bernahmen die Verantwortung f&uuml;r den Abschuss eines Flugzeugs in der N&auml;he der Absturzstelle des Malaysia-Airline-Jets. [&hellip;]<br>\nUm diese Systeme zu bedienen, bedarf es jedoch eines Trainings und eines technischen Wissens, das sich die Rebellen schwerlich angeeignet haben d&uuml;rften, wenn sie die Waffen erst j&uuml;ngst in ihren Besitz gebracht h&auml;tten &ndash; es sei denn, sie w&auml;ren bereits zuvor milit&auml;risch f&uuml;r diese Systeme ausgebildet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wsj.de\/article\/SB10001424052702303907904580036183004731588.html\">The Wall Street Journal<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Imperium schl&auml;gt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nWer gehofft hatte, nach der Pr&auml;sidentenwahl w&uuml;rde in der Ukraine endlich Ruhe einkehren, wurde entt&auml;uscht. Jeden Tag sterben noch immer Menschen in den K&auml;mpfen &ndash; tragisch ist jeder Tote, egal, welche Sprache er gesprochen hat. Und f&uuml;r Gesch&auml;ftsleute aus &Ouml;sterreich wird es immer schwieriger zu erkennen, wie die Gro&szlig;m&auml;chte im Hintergrund die F&auml;den ziehen. Dies gilt auch f&uuml;r Journalisten, die sich aus nah und fern ein Bild machen wollen. (&hellip;)<br>\nAm Gerede der Scharfmacher mutet vieles falsch an. Nicht nur, dass Sanktionen, die gerade von den USA (under EU) versch&auml;rft wurden, die krisengeplagte Euro-Wirtschaft zusammen mit Russland treffen. Es k&ouml;nnten auch andere Interessen eine Rolle spielen.<br>\nDenn Russland h&auml;lt wie China wichtige Schl&uuml;sselindustrien daheim unter nationaler Kontrolle: sei es durch den Staat oder die mit ihm verbandelten Eliten. Zudem planen Russen und Chinesen seit Jahren, sich vom US-Dollar als Zahlungsmittel im internationalen Handel vor allem im &Ouml;lgesch&auml;ft zu l&ouml;sen. Die Gr&uuml;ndung eines eigenen Reservefonds der gro&szlig;en BRICS-Schwellenl&auml;nder diese Woche d&uuml;rfte ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein.<br>\nWer w&uuml;rde sich wohl dar&uuml;ber freuen, wenn einmal im Kreml ein Staatschef sitzt, der &Ouml;l- und Gaskonzerne so weit f&uuml;r Ausl&auml;nder &ouml;ffnet, dass US-Gesellschaften dort die Kontrolle erlangen k&ouml;nnten? Die Vorherrschaft des Dollar w&auml;re auf Jahre gesichert und damit auch, dass die USA weiterhin jeden Aufschwung mit den Ersparnissen aus aller Welt finanzieren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2014\/07\/17\/meine-stimme-aus-wien-das-imperium-schlaegt-zurueck\/\">Weitwinkel subjektiv<\/a><\/li>\n<li><strong>Ukraine&rsquo;s sink or swim EU agreement<\/strong><br>\nUkraine&rsquo;s President Petro Poroshenko has signed a landmark free trade agreement with European leaders, slashing import tariffs with the European Union and committing the country to an ambitious programme of political and economic reform. [&hellip;]<br>\nOnly seven months have passed since the first protests, and Ukraine appears to be a different country. The deal Mr Yanukovych rejected has been signed by his successor.<br>\nBut some things haven&rsquo;t changed. Russia remains unwavering in its opposition to the agreement.<br>\nThe Kremlin maintains that once the treaty comes into effect, European exports could find their way into Russia duty-free, since Kiev has its own beneficial trade conditions with Moscow. Or less expensive European goods could force Ukrainian goods out of their own market and into Russia.<br>\nAs a result, Russian officials say they could very likely raise tariffs on Ukrainian imports, and thereby restrict business between the two countries.<br>\nThe threat has serious implications. Russia is Ukraine&rsquo;s single largest export market, accounting for nearly a quarter of the country&rsquo;s international trade.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/news\/world-europe-28044480\">BBC<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Schon etwas &auml;lter, aber ein guter Hinweis um welche Interessen es hier geht. Die deutschen Medien kann man bez&uuml;glich der Berichterstattung zur Ukraine offensichtlich komplett vergessen. Von einer auch nur ansatzweise vorhandenen Objektivit&auml;t kann man nicht mehr sprechen.<br>\nInteressant, dass die Ukraine der gr&ouml;&szlig;te kontinentale Exportmarkt Russlands ist, der bei einer &Ouml;ffnung f&uuml;r die EU einmal wegzufallen droht und zum anderen das Tor nach Russland &ouml;ffnet und die in vielen Bereichen kaum konkurrenzf&auml;higen russischen Unternehemn einem enormen Wettbewerbsdruck aussetzen w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gaza, Israel und die Rolle der Medien<\/strong><br>\nRund 250 Pal&auml;stinenser sind laut UN und pal&auml;stinensischen Angaben im Gazastreifen durch die Attacken des israelischen Milit&auml;rs get&ouml;tet worden. Man geht von rund 80 Prozent Zivilisten aus, darunter &uuml;ber 50 Kinder. Zehntausende Gaza-Bewohner sind aus ihren H&auml;usern geflohen, Hundert wurden verletzt. Durch die Kassam-Raketen der Hamas auf Israel ist bisher ein israelischer Zivilist und ein Soldat get&ouml;tet worden, rund ein Dutzend wurde verletzt. Nun hat Israel eine Bodenoffensive im Gazastreifen begonnen. Wie ist es dazu gekommen? Wer ist schuld an der erneuten Eskalation?<br>\nDie deutschen Medien weichen kaum ab von den Hauptpfeilern der Konflikt-Darstellung der israelischen Regierung, der US-Administration und europ&auml;ischer Staaten. Die Eskalation begann danach mit der T&ouml;tung von drei israelischen Jugendlichen. Die Regierung machte die Hamas verantwortlich f&uuml;r die Morde und startete eine Gro&szlig;offensive gegen Hamas-Mitglieder. Als daraufhin die Hamas begann aus dem Gazastreifen Kassam-Raketen zu schie&szlig;en, antwortete Israel mit einer milit&auml;rischen Offensive, um die Raketenabsch&uuml;sse so zu stoppen. Die USA und Deutschland unterst&uuml;tzten Israels Recht auf Selbstverteidigung. W&auml;hrend der Bombardierung missbrauchte die radikal-islamische Hamas die Bev&ouml;lkerung Gazas erneut als &bdquo;menschliche Schutzschilde&ldquo; und ist mitverantwortlich f&uuml;r die hohe Zahl an zivilen Toten. Die israelische Regierung akzeptierte schlie&szlig;lich ein durch die &auml;gyptische Regierung vermitteltes Waffenstillstandsabkommen, das die Hamas jedoch ablehnte. Damit verhinderte die Hamas ein Ende der Gewalt-Eskalation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/436\">Kontext TV<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Was uns mit TISA noch bl&uuml;ht<\/strong><br>\nWeitgehend unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit verhandelt, steckt in dem geplanten Vertrag weit mehr Sprengstoff als Chlorh&auml;hnchen bei TTIP<br>\nDie USA werden hinsichtlich der dort geltenden Arbeitnehmerrechte h&auml;ufig mit dem Ausdruck &ldquo;hire and fire&rdquo; in Verbindung gebracht. Im Rahmen der zunehmenden Globalisierung hat man dieses investorenfreundliche System weiter ausgebaut.<br>\nAusgehend von der Idee, dass in Indien ein schier un&uuml;berschaubares Heer an englisch sprechenden billigen Arbeitskr&auml;ften zur Verf&uuml;gung steht, hat man in der Vergangenheit in wachsendem Umfang Funktionen nach S&uuml;dasien ausgelagert. Alles was nicht unbedingt eine Pr&auml;senz vor Ort zu ben&ouml;tigen schien, wurde nach Indien outgesourced. Darunter waren h&auml;ufig Call Center und Helpdesks. Die Mitarbeiter in Indien mussten durch dieses System Nachtschichten einlegen, weil sie in einer anderen Zeitzone arbeiten, als die von ihnen betreuten Kunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42291\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Superreiche in die Verantwortung nehmen<\/strong><br>\nWer kennt schon einen Milliard&auml;r pers&ouml;nlich? &Uuml;ber Superreiche ist kaum etwas bekannt. Sie leben in einer eigenen Welt, die auch statistisch kaum erfasst wird. Die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) hat jetzt erstmals auch die enormen Verm&ouml;gen der Top-Verdiener bei der Berechnung der gesellschaftlichen Ungleichheit ber&uuml;cksichtigt. Das Ergebnis: Die Verm&ouml;gen sind noch viel ungleicher verteilt, als bisher angenommen.<br>\nDoch was wei&szlig; man sonst &uuml;ber die Welt der Superreichen? Die Schweizer Gro&szlig;bank UBS hat eine Studie in Auftrag gegeben, um mehr &uuml;ber die Reichsten der Reichen zu erfahren. Weltweit gibt es demnach 199.235, also Personen mit einem Netto-Geldverm&ouml;gen von mindestens 30 Millionen US-Dollar (= 22 Mio. Euro), deren gemeinsames Verm&ouml;gen im letzten Jahr um fast 8 Prozent auf &uuml;ber 27 Billionen US-Dollar gewachsen ist. Der Superreiche hat also im Schnitt ein Verm&ouml;gen von fast 140 Millionen US-Dollar, ist fast immer verheiratet, im Durchschnitt 58 Jahre alt und &uuml;berwiegend m&auml;nnlich. W&auml;hrend 53 Prozent der weiblichen Superreichen ihr Verm&ouml;gen geerbt haben, haben 70 Prozent der m&auml;nnlichen Superreichen ihr Verm&ouml;gen selbst verdient. Keine &Uuml;berraschung hingegen ist es, dass die Superreichen am h&auml;ufigsten in der Finanzbranche t&auml;tig sind. Besitzt der Superreiche einen eigenen Jet, so ist dieser im Schnitt 22 Millionen Dollar wert, eine Yacht k&auml;me sogar auf stolze 53,6 Millionen Dollar.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140718_05.jpg\" alt=\"Superreiche in die Verantwortung nehmen\" title=\"Superreiche in die Verantwortung nehmen\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++a7dfd5ec-0db8-11e4-a213-52540023ef1a\">DGB klartext<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Verm&ouml;gen der Reichen &ndash; Billionen Euro gesucht<\/strong><br>\nEs gibt kaum gesicherte Daten &uuml;ber das Verm&ouml;gen der Reichen. Auch die EZB wei&szlig; nichts Genaues. Denn ihre Untersuchung beruht auf Freiwilligkeit.<br>\nWie reich sind die Superreichen? Diese Frage interessiert jeden &ndash; doch eine exakte Antwort ist nicht m&ouml;glich. Denn die Daten fehlen. Aus den deutschen Verm&ouml;gensstatistiken verschwinden nicht etwa Milliarden, sondern Billionen Euro. Sie landen in einem Datennirwana, und niemand wei&szlig;, wer sie besitzt.<br>\nEs ist bizarr: &Uuml;ber das Einkommen der Armen und der Mittelschicht wei&szlig; man alles; und bei Hartz-IV-Empf&auml;ngern wird sogar amtlich gepr&uuml;ft, wie viele Zahnb&uuml;rsten in ihrem Badezimmer liegen. Aber &uuml;ber die Reichen ist fast nichts bekannt.<br>\nSelbst die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) stochert nur im Ungef&auml;hren. Im vergangenen Jahr hat sie zwar in allen Eurol&auml;ndern eine Haushaltsbefragung durchgef&uuml;hrt, doch dabei tauchte ein entscheidendes Problem auf: Die Reichen haben nicht mitgemacht. Denn die Befragung war freiwillig, und freiwillig erz&auml;hlt kein Million&auml;r, wie viele Millionen er besitzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Vermoegen-der-Reichen\/!142588\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wirtschaftswachstum mal langfristig (2002-2012)<\/strong><br>\nAuf den Seiten des IWFs finden sich die langfristigen Datenreihen, mit deren Hilfe ich die gesuchten Wachstumsraten berechnen konnte. Ausgew&auml;hlt habe ich die 25 Staaten mit dem h&ouml;chsten BIP in US-$ 2012. Die Ergebnisse gibt folgendes Diagramm wieder:\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140718_04.jpg\" alt=\"Wirtschaftswachstum mal langfristig\" title=\"Wirtschaftswachstum mal langfristig\"><\/p>\n<p>Wie immer bei langfristigen Daten fallen die Unterschiede in der Entwicklung besonders ins Auge. W&auml;hrend China auf Platz eins ein Wachstum von 170,0% verzeichnete, schrumpfte die italienische Wirtschaft seit 2002 um 0,7%. Erstmals &uuml;berhaupt taucht eine negative Wachstumsrate in den Daten auf. Bei meinen vorangegangenen Analysen f&uuml;r 1999-2009, 2000-2010 und 2001-2011 gab es nur positive Wachstumsraten.<br>\nNeben China vorne mit dabei sind die bev&ouml;lkerungsreichen Staaten Indien und Indonesien sowie das &Ouml;lland Saudi-Arabien. Die Schlusslichter im langfristigen Wachstum bilden neben Italien die Eurostaaten Spanien, Niederlande, Deutschland und Frankreich sowie Japan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftswurm.net\/2013\/wirtschaftswachstum-mal-langfristig-2002-2012\/\">Wirtschaftswurm<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Leiharbeit und  Sklavenhandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zeitarbeit in Deutschland: Hohe Dynamik und kurze Besch&auml;ftigungsdauern<\/strong><br>\nIn den vergangenen Dekaden hat der Gesetzgeber das Zeitarbeitsrecht stufenweise reformiert, um den Flexibilit&auml;tsbed&uuml;rfnissen der Unternehmen entgegen zu kommen und um &uuml;ber die Zeitarbeit neue Arbeitspl&auml;tze zu schaffen. Trotz kr&auml;ftigem Wachstum der Branche ist der Anteil der Leiharbeitnehmer an allen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten mit etwa 2,5 Prozent nach wie vor gering. Die Zeitarbeitsbranche ist seit jeher durch eine hohe Dynamik und vergleichsweise kurze Besch&auml;ftigungsdauern gekennzeichnet. Auf Grundlage der Besch&auml;ftigtenstatistik untersuchen die Autoren die Dauer von Leiharbeitsverh&auml;ltnissen im Zeitraum 2000 bis 2012. Sie zeigen, dass die Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in der Zeitarbeit im Mittel nur drei Monate dauerten. Leiharbeiter mit Hochschulabschluss sind mit einem mittleren Wert von rund f&uuml;nf Monaten am l&auml;ngsten bei derselben Zeitarbeitsfirma t&auml;tig. Insgesamt ist in der Branche ein leichter Trend hin zu l&auml;ngeren Besch&auml;ftigungsdauern erkennbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/194\/section.aspx\/Publikation\/k140702j04\">IAB-Kurzbericht 13\/2014<\/a>\n<p>Siehe dazu:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Schwarz-rote Pl&auml;ne: Neue Regeln f&uuml;r Leiharbeit betreffen wenige Besch&auml;ftigte<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will den Einsatz von Leiharbeitern einschr&auml;nken. Doch die geplante Verk&uuml;rzung der maximalen Einsatzdauer w&uuml;rde nur wenige Arbeitnehmer betreffen, zeigt eine Studie&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/iab-zu-nahles-plan-regeln-fuer-leiharbeit-betreffen-wenige-a-981118.html\">Spiegel online<\/a><\/li>\n<li><strong>Leiharbeit: Gleiche Bezahlung ab dem ersten Tag<\/strong><br>\nNur knapp jeder vierte Leiharbeiter ist l&auml;nger als neun Monate im Entleihbetrieb besch&auml;ftigt. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Von den Pl&auml;nen zur Reform der Leiharbeit, die ab dem neunten Monat greifen sollen, w&uuml;rde  ein Gro&szlig;teil der Besch&auml;ftigten deshalb gar nicht profitieren. Der DGB fordert &ldquo;Equal Pay&rdquo; ab dem ersten Einsatztag&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++b407455c-0cc4-11e4-a5ed-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Missbrauch von Werkvertr&auml;gen und Leiharbeit verhindern<\/strong><br>\nVorschl&auml;ge f&uuml;r eine gesetzliche Regelung zur Eind&auml;mmung von Missbr&auml;uchen beim Fremdpersonaleinsatz und zur Umsetzung der Leiharbeitsrichtlinie<br>\nArbeitsrechtliches Gutachten von Prof. Dr. Christiane Brors  (Universit&auml;t Oldenburg) und Prof. Dr. Peter Sch&uuml;ren (Universit&auml;t M&uuml;nster).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.landderfairenarbeit.nrw.de\/files\/mais\/content\/Auskoemmliche%20Loehne\/140317_missbrauch_werkvertraege.pdf\">www.landderfairenarbeit.nrw.de [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese Hinweise verdanken wir LabourNet Nachrichtensammlung, Band 135, Eintrag 12. Siehe dort auch die Forderungen der <a href=\"http:\/\/www.igmetall-zoom.de\/\">&bdquo;Zeitarbeiterinnen Ohne Organisation Machtlos&ldquo; (ZOOM)<\/a> an den Gesetzgeber und an die IG Metall.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hartz-IV-Rebellin ruhiggestellt: Inge Hannemann muss Job annehmen<\/strong><br>\nDas Arbeitsgericht lehnt ab. Die Hamburgerin Inge Hannemann soll nun gegen ihren Willen eine Arbeit im Integrationsamt antreten. Der Wunsch der als &bdquo;Hartz-IV-Rebellin&ldquo; bundesweit bekannt gewordenen Inge Hannemann, in die Jugendberufsagentur Hamburg-Altona zur&uuml;ckkehren zu k&ouml;nnen, ist ein St&uuml;ck unwahrscheinlicher geworden. Die 46-J&auml;hrige muss sich zun&auml;chst dem Direktionsrecht der Hamburger Arbeits- und Sozialbeh&ouml;rde beugen. Hannemann soll sofort einen neuen Job als Sachbearbeiterin im Referat zur Eingliederung von Schwerbehinderten in das Berufsleben beim Integrationsamt antreten. Eine einstweilige Verf&uuml;gung gegen die Umsetzung lehnte gestern das Arbeitsgericht ab&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Inge-Hannemann-muss-Job-annehmen\/!142638\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zentralamerika: Die Kinder fliehen aus Angst<\/strong><br>\nDie Regierungen wollen den Strom minderj&auml;hriger Fl&uuml;chtlinge mit Werbekampagnen aufhalten. Gegen die Ursachen aber unternehmen sie nichts. Seit in El Salvador ein Waffenstillstand zwischen den beiden gro&szlig;en Verb&auml;nden der &ldquo;Maras&rdquo; genannten Jugendbanden zusammengebrochen ist, werben die wieder verst&auml;rkt neue Mitglieder an und haben es dabei vor allem auf Kinder abgesehen. Vor dem Eintritt in so eine kriminelle Gang wird als Mutprobe oft der Mord an einem Familienangeh&ouml;rigen verlangt. Viele Kinder weigern sich &ndash; und werden dann selbst Opfer. Allein in El Salvador gibt es rund 60.000 Mitglieder solcher Banden, in Honduras und Guatemala sind sie &auml;hnlich stark. Allein im vergangenen Jahr z&auml;hlten die Beh&ouml;rden in diesen drei L&auml;ndern 15.328 Morde. &Uuml;ber 90 Prozent davon blieben unges&uuml;hnt. Und die Kriminalit&auml;t nimmt weiter zu. Seit See- und Luftwege fast l&uuml;ckenlos &uuml;berwacht sind, werden 95 Prozent des Kokains f&uuml;r den US-Markt &uuml;ber Land durch Zentralamerika geschleust. Der mexikanische Drogenkrieg schwappt in den S&uuml;den. Viele Maras arbeiten f&uuml;r gro&szlig;e Kartelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2014%2F07%2F17%2Fa0124&amp;cHash=01d26aaf7c7f4ced6650a498295580f4\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Unsere Medien berichten laufend &uuml;ber den islamistischen Terror und seine Opfer im Nahen Osten. Dabei kann die die Zahl der Gewaltopfer in den Metropolen Lateinamerikas durchaus mithalten. Vielleicht setzt sich ein Soziologe einmal hin und fragt sich, ob diese Gewalt gemeinsame Wurzeln hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Urteil zum Fall Srebrenica<\/strong><br>\nEin Gericht in Den Haag hat den Niederlanden eine Mitverantwortung f&uuml;r den Tod von 300 der mehr als 8.000 muslimischen Opfer des Massakers im bosnischen Srebrenica im Juli 1995 zugewiesen. &ldquo;Das niederl&auml;ndische Bataillon h&auml;tte die M&ouml;glichkeit in Betracht ziehen m&uuml;ssen, dass diese Menschen Opfer eines V&ouml;lkermordes w&uuml;rden&rdquo;, erkl&auml;rte das Gericht. Es k&ouml;nne mit ausreichender Sicherheit festgestellt werden, dass diese Menschen &uuml;berlebt h&auml;tten, wenn man ihnen erlaubt h&auml;tte, in dem niederl&auml;ndischen Milit&auml;rcamp zu bleiben. Das Gericht verneinte allerdings eine generelle Verantwortung der niederl&auml;ndischen UN-Soldaten f&uuml;r den Tod aller 8.000 Opfer des V&ouml;lkermordverbrechens. Bereits im September letzten Jahres hatte ein anderes niederl&auml;ndisches Gericht auf Klage der Hinterbliebenen von drei in Srebrenica ermordeten Muslimen die Regierung in Den Haag zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Allerdings gehen diese Urteile v&ouml;llig an den Realit&auml;ten vorbei, die im Juli 1995 in Srebrenica herrschten. Auch befassten sich die Gerichte nicht mit der Rolle wesentlicher Akteure im Bosnienkonflikt, die die politische Hauptverantwortung f&uuml;r das Massaker tragen. Die 300 niederl&auml;ndischen Blauhelme hatten keine Chance, die UN-Schutzzone gegen die 12.000 mit Panzern, Gesch&uuml;tzen und anderen schweren Waffen ausger&uuml;steten serbischen Angreifer zu verteidigen. Entsprechend einer Vereinbarung zwischen UNO und Nato vom Februar 1993 forderte der niederl&auml;ndische Kommandeur sieben Tage Luftunterst&uuml;tzung der Nato an. Vergeblich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2014%2F07%2F17%2Fa0116&amp;cHash=ea1ecced2e21e285f1d2dfc1c9e0bc05\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zwar wurde bereits gestern auf das Urteil hingewiesen, aber dieser Artikel der taz liefert etwas mehr Hintergrundinformationen. Zu widersprechen ist allerdings, dass der Westen bzw. UNO und NATO die politische Hauptverantwortung f&uuml;r das Massaker trugen. Die Hauptverantwortung tragen General Mladic und seine 12.000 Soldaten. Wenn man auf die Verantwortung des Westens zu sprechen kommt, dann beginnt diese viel fr&uuml;her. Europa hat die sich versch&auml;rfenden Konflikte zwischen den Republiken Jugoslawiens w&auml;hrend der wirtschaftlichen Depression der 80er fast unbeteiligt angesehen. Dabei traten diese Konflikte sehr schnell in einen ethnonationalistischen Diskurs: Hier der Terror der Ustascha, dort das W&uuml;ten der Tschetniks. Und Europa schaute zu. Sp&auml;t und doch zu fr&uuml;h (andere meinen zu sp&auml;t), kam unser damaliger Au&szlig;enminister, Hans-Dietrich Genscher, 1991 auf die glorreiche Idee, die Probleme dadurch zu l&ouml;sen, dass er im Alleingang die jugoslawischen Teilrepubliken Slowenien und Kroatien durch die Bundesrepublik Deutschland als souver&auml;ne Staaten anerkannte. Die EG zog auf Dr&auml;ngen Deutschlands nach. Selbst der damalige UN-Generalsekret&auml;r Javier P&eacute;rez de Cu&eacute;llar hatte die deutsche Bundesregierung gewarnt, dass eine Anerkennung von Slowenien und Kroatien zu einer Ausweitung der Aggressionen im bisherigen Jugoslawien f&uuml;hren werde. Deutschland, Europa h&auml;tte bereits in den 80er massiv auf diplomatischer und wirtschaftlicher Ebene intervenieren m&uuml;ssen. Wer nach Kroatien f&auml;hrt, bemerkt, dass die Deutschen wohlgelitten sind. Allerdings d&uuml;rfte heute manchem klar werden, dass eine Aufnahme des Gesamtstaates Jugoslawien in die damalige EG, diesem Staat, dieser Wirtschaft eine viel bessere Ausgangsposition verschafft h&auml;tte, als den heutigen &ldquo;Winzlingen&rdquo;. Die Aufnahme w&auml;re lange vor der Aufnahme der anderen osteurop&auml;ischen Staaten vollzogen worden. Das z.T. wirtschaftlich bereits nach Westen orientierte Jugoslawien war bereits assoziiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nach EuGH-Urteilen: Abschiebungsgefangene umgehend freilassen!<\/strong><br>\nSeit Jahren vollziehen die meisten Bundesl&auml;nder Abschiebungshaft auf rechtswidrige Art und Weise: Asylsuchende, die nichts verbrochen haben, werden in regul&auml;ren Gef&auml;ngnissen inhaftiert, wo sie sp&uuml;rbare Nachteile einer Strafhaft erleiden. Nach zwei heutigen Entscheidungen des Europ&auml;ischen Gerichtshofs steht diese Praxis vor dem Aus.<br>\nBetroffen von Abschiebungshaft sind heutzutage zunehmend Asylsuchende, die aufgrund der Dublin-Verordnung in andere EU-Staaten abgeschoben werden sollen. In den Haftanstalten im grenznahen Raum wie Eisenh&uuml;ttenstadt oder Rendsburg, liegt der Anteil von inhaftierten Fl&uuml;chtlingen regelm&auml;&szlig;ig bei ca. 90 Prozent. Betroffen sind unter anderem auch B&uuml;rgerkriegsfl&uuml;chtlinge aus Syrien.<br>\nAbschiebungshaft ist keine Strafhaft &ndash; und doch f&uuml;hlen sich M&auml;nner, Frauen und sogar Minderj&auml;hrige in Justizvollzugsanstalten als Verbrecher stigmatisiert. Erst im April hatte die Antifolterstelle die Trennung des Vollzugs von Abschiebungshaft und Strafhaft gefordert und einen Bericht vorgelegt. Darin wurden zahlreiche gravierende Nachteile f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in Einrichtungen zur Strafhaft dokumentiert, wie sie auch PRO ASYL in dem Bericht &bdquo;Schutzlos hinter Gittern&ldquo; dokumentiert hat. Dazu geh&ouml;ren Handy- und Internetverbote, reduzierte Besuchszeiten und das Einsperren in Zellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.proasyl.de\/de\/news\/detail\/news\/nach_eugh_urteilen_abschiebungsgefangene_umgehend_freilassen\/\">Pro Asyl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein Pr&auml;zedenzfall Mercedes-Benz Argentina &ndash; Rechtsweg ausgeschlossen?<\/strong><br>\nW&auml;hrend der argentinischen Milit&auml;rdiktatur 1976 bis 1983 hatten sich viele Betriebe ihrer kritischen Gewerkschafter entledigt, indem sie sie als &ldquo;Terroristen&rdquo; denunzierten &ndash; der Fall Mercedes-Benz ging um die Welt. 17 Betriebsaktivisten soll die F&uuml;hrung von Mercedes-Benz Argentina den Folterern ans Messer geliefert haben, 14 der Verschleppten fanden den Tod. 1999, vor 15 Jahren, hat die Autorin zum ersten Mal &uuml;ber die Verwicklung des Konzerns in die Verbrechen der Milit&auml;rdiktatur berichtet und den Opfern Geh&ouml;r verschafft. Sie hat geholfen, die Angeh&ouml;rigen der Ermordeten und die &Uuml;berlebenden zu &uuml;berzeugen, vor Gerichten in Deutschland, Argentinien und den USA gegen die Verantwortlichen zu klagen. Ohne Erfolg. Im Januar 2014 verweigerte der US Supreme Court den Rechtsweg im Fall der &ldquo;verschwundenen Betriebsr&auml;te von Mercedes-Benz&rdquo;. Die Autorin zieht eine Bilanz ihrer jahrelangen Recherchen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ein-praezedenzfall-mercedes-benz-argentina-rechtsweg.1247.de.html?dram:article_id=289031\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Der Beitrag von Gaby Weber auf Deutschlandfunk wird am 22.07.2014 um 19:15 Uhr gesendet!<\/em><\/p>\n<p>Siehe zum Hintergrund die Dokumentation des Falles: <a href=\"http:\/\/archiv.labournet.de\/branchen\/auto\/dc\/ar\/deutsch.html\">Die &ldquo;verschwundenen&rdquo; Gewerkschafter von Mercedes Benz (deutsch) im LabourNet-Archiv<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-22448","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22448"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22448\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22454,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22448\/revisions\/22454"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}