{"id":22455,"date":"2014-07-21T09:14:02","date_gmt":"2014-07-21T07:14:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455"},"modified":"2014-07-21T09:14:02","modified_gmt":"2014-07-21T07:14:02","slug":"hinweise-des-tages-2172","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h01\">MH-17<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h02\">Fassungslos in Gaza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h03\">Bundesbank-Chef&ouml;konom sieht Spielraum f&uuml;r h&ouml;here Lohnabschl&uuml;sse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h04\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h05\">Ulrike Herrmann: 5,3 Billionen Dollar t&auml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h06\">Ungleichheit in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h07\">Deutsche Bank will Geheimdeal mit Zinsh&auml;ndlern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h08\">Was hei&szlig;t hier gerecht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h09\">Franz Alt: Erneuerbare Energien: Die Sonne geht auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h10\">Camel-Hersteller soll Raucher-Witwe 23 Milliarden Dollar zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h11\">Neuer &Auml;rger f&uuml;r SIG Sauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h12\">Fr&uuml;herer Polizeipr&auml;sident macht Mappus Vorw&uuml;rfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h13\">Werner R&uuml;gemer: Freiheit f&uuml;r Bosse!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h14\">Umfrage: Merkel soll 2017 noch mal antreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h15\">&laquo;Die Entt&auml;uschung &uuml;ber die marktradikale Politik der Sozialdemokratie hat viele nach rechts getrieben&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h16\">Hans Herbert von Arnim: Wie die Selbstbediener aus dem Bundestag auch noch die Kontrollen ausschalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h17\">Nach Drittanbieter-Urteil: RTL kippt Stern TV und Spiegel TV aus dem Programm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h18\">Pl&ouml;tzlich Nummer eins<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h19\">Petition &ndash; H&auml;nde weg von VIO-ME!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455#h20\">Zu guter Letzt: Barack Obama schenkt Angela Merkel zum 60. Geburtstag ein neues Handy<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22455&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>MH-17<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>UN fordern unabh&auml;ngige Untersuchung<\/strong>\n<p>Der UN-Sicherheitsrat forderte eine unabh&auml;ngige Untersuchung des mutma&szlig;lichen Abschusses. In einer einstimmigen Erkl&auml;rung verlangte das Gremium in New York eine &ldquo;umfassende, gr&uuml;ndliche und unabh&auml;ngige internationale Untersuchung des Vorfalls im Einklang mit den Richtlinien der internationalen Zivilluftfahrt&rdquo;. Die 15 Mitgliedsl&auml;nder des Sicherheitsrates riefen zudem &ldquo;alle Parteien&rdquo; dazu auf, den Ermittlern &ldquo;sofortigen Zugang&rdquo; zu der Absturzstelle zu gew&auml;hren. (&hellip;)<br>\nDie USA und Gro&szlig;britannien erhoben w&auml;hrend der Sitzung schwere Vorw&uuml;rfe gegen Russland. Die politische Verantwortung liege klar in Moskau, weil die russische Regierung die Separatisten in der Ostukraine unterst&uuml;tze, sagte die US-Vertreterin Samantha Power.<br>\nRussland wies dies deutlich zur&uuml;ck. Stattdessen machte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin die Regierung in Kiew verantwortlich. Grund f&uuml;r die Eskalation sei die Offensive der ukrainischen Armee gegen die prorussischen Separatisten, argumentierte Tschurkin.<br>\nPutin: Ukraine-Konflikt friedlich l&ouml;sen<br>\nDer Forderungen nach einer unabh&auml;ngigen Untersuchung der MH17-Trag&ouml;die schlossen sich trotz dieser unterschiedlichen Auffassungen alle an.<br>\nAuch der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin forderte eine &ldquo;umfassende und objektive Untersuchung&rdquo; des Vorfalls. Um diese zu erleichtern, rief er die Konfliktparteien in der Ukraine auf, die Waffen ruhen zu lassen. Anschlie&szlig;end solle es Friedensverhandlungen geben, regte er an.<br>\nDie Trag&ouml;die werfe ein neues Schlaglicht darauf, dass die Ukraine-Krise &ldquo;dringend friedlich &uuml;berwunden werden muss&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/flugzeugpolitik-100.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>MH017 mostly likely downed by Russian-backed separatists<\/strong>\n<p>The Ukrainian military &ldquo;has no Buk systems in this part of the country any longer&rdquo;, said one former air defence forces officer. The Buk units that were based in this region were taken over by Russian-backed separatists on 29 June when they overran a Ukrainian military installation. The separatists posted photos of their new acquisitions on Russian social media on the same day, but deleted these internet postings on 17 July as soon as it was clear that the aircraft downed was a civilian airliner and not a military target.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.janes.com\/article\/40908\/mh017-mostly-likely-downed-by-russian-backed-separatists\">Jane&acute;s<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser A.K.:<\/strong> Vor mehr als 2 Wochen hat also das ukrainische Milit&auml;r gleich mehrere mobile und hochpotente Flugabwehrraketensysteme an die Aufst&auml;ndischen verloren. Eine Frage, die sich mir da stellt: h&auml;tte nicht eine professionell agierende, verantwortungsbewusste Regierung das zum Anlass nehmen sollen, den eigenen Luftraum f&uuml;r die zivile Luftfahrt komplett zu sperren, oder zumindest entsprechende Gefahrenwarnungen laut und deutlich zu ver&ouml;ffentlichen? Diese Buk-Systeme haben nicht nur eine Raketenreichweite von bis zu 50 km und sind &ndash; nun eine schreckliche Gewissheit &ndash; in der Lage, ein Flugzeug auf &uuml;blicher Reiseflugh&ouml;he vom Himmel zu holen. Diese Fahrzeuge k&ouml;nnen mit nur einer Tankf&uuml;llung auch mehrere Hundert Kilometer hin- und herbewegt werden und sind gel&auml;ndeg&auml;ngig. Wenn so eine Waffe an nicht autorisierte Gruppen verloren geht, t&auml;te mich das als potentieller Flugpassagier schon brennend interessieren.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>Die Katastrophe der MH-17 hat alles ver&auml;ndert<\/strong>\n<p>Der Absturz der Malaysia-Airlines-Maschine MH17 k&ouml;nnte die Spirale der Gewalt in der Ostukraine brechen. Die weltweite Emp&ouml;rung &uuml;ber den Terrorakt erh&ouml;ht den Druck auf Putin &ndash; er muss sich bewegen. [&hellip;]<br>\nIn der Ostukraine hingegen wird schon lange ein richtiger, ein hei&szlig;er Krieg gef&uuml;hrt. Nun zeigt sich, dass die Felder von Grabowe, die Grenz&uuml;berg&auml;nge im Gebiet Lugansk nicht so weit entfernt sind, wie sich Westeuropa das vielleicht w&uuml;nscht. Der Absturz der Passagiermaschine von Malaysia Airlines auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur hebt diese Krise auf eine neue Ebene.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article130348175\/Die-Katastrophe-der-MH-17-hat-alles-veraendert.html\">WELT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Abschuss von MH17 ist eine Katastrophe, gar keine Frage. Warum sich nun &bdquo;alles ver&auml;ndern&ldquo; soll, ist mir jedoch schleierhaft. Nahezu t&auml;glich gibt es zahlreiche zivile Opfer in diesem B&uuml;rgerkrieg &ndash; beispielsweise in Lugansk, das regelm&auml;&szlig;ig von der regul&auml;ren ukrainischen Armee bombardiert und unter Artilleriefeuer genommen wird. Die Zahl der zivilen Todesopfer ist un&uuml;berschaubar. Warum sollen die 298 &ndash; entschuldigen Sie mir den zynischen Ausdruck &ndash; Kollateralsch&auml;den von MH17 nun &bdquo;alles ver&auml;ndern&ldquo;? Z&auml;hlen die anderen zivilen Opfer nicht? Weil sie keine Westeurop&auml;er sind? Weil ihre M&ouml;rder aus den Reihen &bdquo;unserer&ldquo; Freunde stammen?<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>Krieg der Stellvertreter wird heisser<\/strong>\n<p>Im Osten des Lands versuchen immer mehr Menschen, vor den K&auml;mpfen zwischen den Regierungstruppen und den SeparatistInnen zu fliehen. Doch es fehlt ein humanit&auml;rer Korridor.<br>\nDen Auftritt von Mark Franchetti, Moskau-Korrespondent der britischen &laquo;Sunday Times&raquo;, in der Kiewer Fernsehtalkshow &laquo;Schuster live&raquo; werden die beteiligten ukrainischen Politiker wohl so bald nicht vergessen. Der Journalist, der schon aus dem Tschetschenienkrieg kritisch berichtete und einer N&auml;he zum russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin unverd&auml;chtig ist, r&auml;umte in der Talkshow n&auml;mlich mit einigen Behauptungen ukrainischer Medien auf. Franchetti hatte drei Wochen in der Ostukraine verbracht und auch die Einheit Wostok, eine bekannte Kampfeinheit der SeparatistInnen, begleitet. Nun erz&auml;hlte er dem Fernsehpublikum, dass er in der Einheit Wostok kaum russische Staatsb&uuml;rger, daf&uuml;r aber sehr viele einfache Ukrainer ohne Kriegserfahrung getroffen habe. Diese M&auml;nner h&auml;tten ihm erz&auml;hlt, dass sie ihre H&auml;user &laquo;vor den Faschisten sch&uuml;tzen&raquo; wollten.<br>\nDie TeilnehmerInnen der Talkshow guckten nerv&ouml;s. Geheimdienstchef Walentin Naliwaitschenko rollte mit den Augen. Ein junger Kommandeur der Spezialeinheit Dnjepr verzog das Gesicht. Franchetti schilderte weiter, dass die Wostok-Einheit versucht habe, einen Posten der ukrainischen Grenztruppen zu st&uuml;rmen. Dabei sei es zu einem schweren Gefecht gekommen; viele Aufst&auml;ndische seien verwundet worden. Die Einheit habe sich dann auf russisches Gebiet gefl&uuml;chtet. Dort seien die Wostok-K&auml;mpfer von russischen Grenzbeamten entwaffnet und festgenommen worden.<br>\nAn diesem Punkt der Erz&auml;hlung war die Geduld der TalkshowteilnehmerInnen endg&uuml;ltig zu Ende. Anton Geraschenko, Berater des ukrainischen Innenministers, meinte, das, was Franchetti an der ukrainisch-russischen Grenze erlebt habe, sei eine &laquo;sehr gut durchgef&uuml;hrte Spezialoperation des russischen Geheimdiensts&raquo; gewesen. Es wisse doch jeder, dass Russland Waffen und Geld an die Aufst&auml;ndischen liefere.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/1425\/ukraine\/krieg-der-stellvertreter-wird-heisser\">WOZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Wie w&uuml;rden wohl die deutschen Fernsehsender auf einen Studiogast mit solchen Thesen, die sich auf eigene Befragungen und Beobachtungen im Osten der Ukraine st&uuml;tzen, reagieren?<\/em><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fassungslos in Gaza<\/strong>\n<p>Seit drei Tagen bin ich mit meinem Sohn Frederic in Gaza. Wir werden auch die heutige Nacht in Gaza verbringen m&uuml;ssen. Die Grenzen sind zu. Die Menschen hier erwarten diese Nacht besonders schwere Angriffe aus Israel.<br>\nWir besuchten Opfer-Familien, kletterten durch ausgebombte H&auml;user, gingen durch &uuml;berf&uuml;llte Krankenh&auml;user. &Uuml;ber uns stets das bedrohliche Surren israelischer Kampfdrohnen.<br>\nAbends sitzen wir angespannt auf dem Dach unseres Hotels und beobachten das gespenstische &ldquo;Feuergefecht&rdquo; zwischen Israel und Gaza. Wir sehen das kurze Aufleuchten der Raketen der Hamas und des &lsquo;Islamischen Jihad&rsquo; und ihren langen wei&szlig;en Rauchschweif. Kurz danach das durch Mark und Bein gehende Zischen einer israelischen Rakete, gefolgt von einer Ohren bet&auml;ubenden Explosion. Die Erde bebt.<br>\nUm drei Uhr nachts wird unser Hotel so niedrig von einer israelischen Rakete &uuml;berflogen, dass das Hotel in seinen Grundfesten wackelt. Wie bei einem schweren Erdbeben. Wir tasten uns schlaftrunken auf die Flure. M&uuml;ssen wir aus dem Hotel raus? Die Rakete zerst&ouml;rt ein Wohnhaus 200 Meter von uns entfernt. Wir gehen in unsere Zimmer zur&uuml;ck.<br>\nDer jetzige Krieg einschlie&szlig;lich seiner Vorgeschichte ist eine Schande. Und er ist absurd. Wie die meisten Kriege.<\/p>\n<ul>\n<li>DIE ERSTE SCHANDE ist die Entf&uuml;hrung und Ermordung der jungen israelischen Siedler Eyal Yifrach, Gilad Shaar und Naftali Frenkel. Wer immer sie feige get&ouml;tet hat. Ein Sprecher der Hamas dementiert mir gegen&uuml;ber zornig jede Beteiligung an diesem erb&auml;rmlichen Mord. Die Hamas bekenne sich stets zu ihren Taten. Mit diesem Irrsinn habe sie nichts zu tun. Wer sagt die Wahrheit?<\/li>\n<li>DIE ZWEITE SCHANDE ist die Verbrennung des jungen Pal&auml;stinensers Mohammed Abu Khdeir bei lebendigem Leib. Die israelischen T&auml;ter zwangen ihn, Benzin zu trinken und z&uuml;ndeten ihn an.<\/li>\n<li>DIE DRITTE SCHANDE besteht &ndash; nach wahllosen und brutalen Hausdurchsuchungen und Massenverhaftungen in der Westbank &ndash; in der v&ouml;llig hemmungslosen Bombardierung der 1.8 Mio Ghettobewohner von Gaza. Durch israelische Kampfjets, Raketen, Hubschrauber, Schiffe und Drohnen. Ergebnis: 193 tote Pal&auml;stinenser (Stand: 18 Uhr Gaza-Zeit). Frauen, Kinder. Die Beschie&szlig;ung ist f&uuml;r jeden erkennbar ma&szlig;los.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wahrer Grund dieses massiven Bombenterrors ist nicht die weitgehend wirkungslose und dilettantische Schie&szlig;erei der Hamas und des &lsquo;Islamischen Jihad&rsquo;. Die ich ebenfalls ausdr&uuml;cklich verurteile. Sie begann nach der T&ouml;tung von 6 Hamask&auml;mpfern in Gaza und sechs pal&auml;stinensischen Zivilisten in der Westbank.<br>\nWir haben den Beschuss Israels aus Gaza hautnah miterlebt. Die Sirenen von Jerusalem heulten auf, als drei anfliegende Geschosse entdeckt wurden. J&uuml;dische Israelis rannten kreidebleich zu ihren Hotels. Zwei Minuten sp&auml;ter h&ouml;rten wir in der Ferne drei Explosionen. Die Geschosse waren wie meist, ohne Schaden anzurichten, im Umland zerschellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/JuergenTodenhoefer\/timeline\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundesbank-Chef&ouml;konom sieht Spielraum f&uuml;r h&ouml;here Lohnabschl&uuml;sse<\/strong><br>\n&ndash; seine Argumentation zeigt jedoch, wo die wahre Gefahr f&uuml;r die Preisstabilit&auml;t lauert.<br>\n&ldquo;Inflation: Bundesbank pl&auml;diert f&uuml;r deutliches Lohnplus&rdquo;, titelt Spiegel online heute. Der Zusammenfassung von Spiegel online nach zu urteilen &ndash; der vollst&auml;ndige Text ist in der Druckausgabe erschienen -, ist dies jedoch gar nicht der Fall. Demnach sieht die Bundesbank lediglich &ldquo;Spielraum f&uuml;r h&ouml;here Lohnabschl&uuml;sse&rdquo;&hellip;<br>\nDie Auffassung, man wolle verhindern, &ldquo;dass die tats&auml;chliche Inflationsrate noch weiter unter das Inflationsziel der Europ&auml;ischen Zentralbank von knapp zwei Prozent sinkt&rdquo;, erweckt dar&uuml;ber hinaus den Anschein, dass das jetzige Niveau schon in Ordnung gehe. Das d&uuml;rfte ein verantwortungsbewusster Notenbanker, der &ldquo;einzig die Preisstabilit&auml;t&rdquo; im Auge hat, aber gerade nicht meinen. Denn weil Preisstabilit&auml;t seitens der EZB mit &ldquo;unter, aber nahe zwei Prozent&rdquo; definiert ist, m&uuml;ssen die tats&auml;chlich gemessenen 0,5 Prozent Inflation die Alarmglocken eines jeden wirklich verantwortungsbewussten Notenbankers schrillen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/07\/bundesbank-chefokonom-sieht-spielraum-fur-hohere-lohnabschlusse-seine-argumentation-zeigt-jedoch-wo-die-wahre-gefahr-fur-die-preisstabilitat-lauert\/#sthash.zqjsa8Pq.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>NSA-Sp&auml;haff&auml;re: Snowden warnt Nutzer vor Dropbox<\/strong>\n<p>Edward Snowden r&auml;t in einem Interview, Daten nicht beim Cloud-Anbieter Dropbox zu sichern. Der Speicherdienst sei ein leichtes Ziel f&uuml;r die NSA. Das Unternehmen wehrt sich gegen die Vorw&uuml;rfe &ndash; der Whistleblower empfiehlt eine konkrete Alternative.<br>\nIn einem Interview mit der britischen Zeitung &ldquo;The Guardian&rdquo; warnt der Whistleblower Edward Snowden vor dem beliebten US-Speicherdienst Dropbox. Der Cloud-Service sei &ldquo;eine Gefahr f&uuml;r die Privatsph&auml;re&rdquo;.<br>\nDer Grund: Die Mitarbeiter von Dropbox und &auml;hnlichen Diensten haben Snowden zufolge unverschl&uuml;sselten Zugang auf Nutzerdaten in der Wolke. Somit sei der Speicherdienst ein interessantes Ziel f&uuml;r den US-Geheimdienst. &ldquo;Wie Sie wissen, steht Dropbox auf der Wunschliste als Prism-Partner&rdquo;, sagt Snowden gegen&uuml;ber dem &ldquo;Guardian&rdquo;.<br>\nDropbox wehrt sich gegen die Vorw&uuml;rfe des Ex-Geheimdienstmitarbeiters. Gegen&uuml;ber SPIEGEL ONLINE sagt eine Sprecherin des Konzerns, es sei oberste Priorit&auml;t, die Nutzerdaten zu sch&uuml;tzen. &ldquo;Wir sind nicht in Prism involviert und w&uuml;rden uns gegen jedes Programm dieser Art wehren&rdquo;, sagt die Dropbox-Sprecherin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/dropbox-edward-snowden-warnt-vor-cloud-speicher-a-981740.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>NSA-Skandal: Provider hilft BND angeblich beim Zugriff am Internet-Knoten DE-CIX<\/strong>\n<p>Einem Medienbericht zufolge erh&auml;lt der BND gegenw&auml;rtig Hilfe von einem gro&szlig;en deutschen Internetprovider, um auf Daten am Datenknotenpunkt DE-CIX zuzugreifen. Das k&ouml;nnte auch die bisherigen Dementis der Betreiber erkl&auml;ren.<br>\nDer Bundesnachrichtendienst hat weiterhin Zugriff auf s&auml;mtliche Datenstr&ouml;me am Datenknoten DE-CIX und zwar dank eines gro&szlig;en deutschen Internetproviders. Das berichtet das ZDF-Magazin Frontal 21 unter Berufung auf eine anonyme Quelle, die direkt mit dieser &Uuml;berwachungsma&szlig;nahme zu tun hat.<br>\nUm welchen Provider es sich handelt, enth&uuml;llt das Magazin nicht, schreibt aber, dass die Deutsche Telekom auf Anfrage erkl&auml;rt habe, keine Auskunft zu &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen geben zu d&uuml;rfen. Dem Bericht zufolge existiert dieser umfassende BND-Zugriff seit 2009. Zuvor war bereits berichtet worden, dass der Geheimdienst mindestens von 2004 bis 2007 auf Daten am DE-CIX zugegriffen und diese an die NSA weitergeleitet habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/NSA-Skandal-Provider-hilft-BND-angeblich-beim-Zugriff-am-Internet-Knoten-DE-CIX-2261805.html\">heise online<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>Audio: Eingriff in die Demokratie &ndash; die Manipulations-Tools des GCHQ<\/strong>\n<p>Autor: Breitband (&hellip;)<br>\nL&auml;nge: 15:29 Minuten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/07\/19\/drk_20140719_1310_6f9894ed.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>Merkel f&uuml;r bessere Ausstattung deutscher Geheimdienste<\/strong>\n<p>&ldquo;Ich bin sehr daf&uuml;r, dass Nachrichtendienste ordentlich ausgestattet sind&rdquo;, sagte Merkel am Freitag in Berlin. &ldquo;Wenn nachgewiesen werden kann, dass etwas von unabweisbarer Bedeutung ist (&hellip;), dann wird man dem auch in den Haushaltsberatungen Rechnung tragen.&rdquo; Die Technik werde weltweit verbessert. &ldquo;Da k&ouml;nnen wir nicht mit der Ausstattung von vor zehn Jahren operieren&rdquo;, betonte Merkel. Eine Modernisierung der Ausr&uuml;stung sei daher eher wahrscheinlich.<br>\nSowohl der Bundesverfassungsschutz als auch der Bundesnachrichtendienst haben einen h&ouml;heren Finanzbedarf angemeldet. Wenn der Verfassungsschutz seine Spionageabwehr ausbauen und sein Augenmerk k&uuml;nftig auch verst&auml;rkt auf befreundete Staaten richten solle, werde dies h&ouml;here Kosten nach sich ziehen, hie&szlig; es bereits Ende vergangenen Jahres im Zusammenhang mit der NSA-Aff&auml;re in Sicherheitskreisen. N&ouml;tig sei vor allem eine technische Ert&uuml;chtigung des Dienstes. Der Auslandsdienst BND will seine Technik ebenfalls aufr&uuml;sten und veranschlagt daf&uuml;r bis 2020 nach Angaben aus Sicherheitskreisen Kosten von rund 300 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/domesticNews\/idDEKBN0FN19O20140718\">Reuters<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;britannien: Notstandsgesetz f&uuml;r mehr &Uuml;berwachung passiert Parlament<\/strong>\n<p>In Gro&szlig;britannien wurde das Notstandsgesetz DRIP (Data Retention and Investigatory Powers Bill) nach nur zweist&uuml;ndiger Debatte auch vom Oberhaus angenommen und hat bereits die n&ouml;tige Zustimmung der Queen erhalten. Das berichtet der Telegraph. Innerhalb von gerade einmal einer Woche ist damit in Gro&szlig;britannien ein Gesetz auf den Weg gebracht worden, das nicht nur die Vorratsdatenspeicherung beibeh&auml;lt &ndash; trotz des Urteils des EuGH &ndash; sondern der Regierung auch deutlich mehr &Uuml;berwachungsrechte im Ausland einr&auml;umt. Das gelang aufgrund der Zusammenarbeit der drei gro&szlig;en Parteien, der Conservative Party (Tories), der Liberal Democrats und der eigentlich oppositionellen Labouy Party. (&hellip;)<br>\nVor allem von B&uuml;rgerrechtlern, aber auch von Juristen, war heftige Kritik an dem Gesetz und seinem Zustandekommen ge&auml;u&szlig;ert worden. Carly Nyst von Privacy International etwa sprach davon, dass die &Uuml;berwachungskapazit&auml;ten dramatisch ausgeweitet und ein &Uuml;berwachungsstaat geschaffen werde. Um das zu erreichen, habe die Regierung gelogen, als sie versichert habe, mit dem Gesetz w&uuml;rden lediglich existierende Rechte fortgeschrieben und keine neuen eingef&uuml;hrt werden. Das hatten in einem offenen Brief auch schon mehrere Universit&auml;tsprofessoren aus Gro&szlig;britannien als falsch zur&uuml;ckgewiesen.<br>\nMit dem Gesetz sollte vorgeblich die Vorratsdatenspeicherung in Gro&szlig;britannien beibehalten werden, auch wenn der Europ&auml;ische Gerichtshof diese als als nicht vereinbar mit den Grundrechten gekippt hatte. W&auml;hrend dem aber anderswo Folge geleistet wurde, hat die britische Regierung erkl&auml;rt, diese anlasslose Speicherung der Kommunikationsdaten sei unverzichtbar f&uuml;r die Verbrechensbek&auml;mpfung. Angeblich sollte das neue Gesetz lediglich daf&uuml;r sorgen, dass diese Speicherung auch unter den Vorgaben des EuGH rechtm&auml;&szlig;ig weiter betrieben werden kann. Schon das wurde von Datensch&uuml;tzern bezweifelt, aber die Konzentration wandte sich schnell einem weiteren Aspekt des Gesetzentwurfs zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Grossbritannien-Notstandsgesetz-fuer-mehr-Ueberwachung-passiert-Parlament-2262581.html?wt_mc=nl.ho\">heise online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Dieses britische Gesetz d&uuml;rfte auch im Sinne von Merkels Einsatz f&uuml;r mehr Ausgaben f&uuml;r deutsche Geheimdienste sein. Es w&uuml;rde nicht allzu sehr wundern, wenn diese Bundesregierung in K&uuml;rze einen Gesetzentwurf mit &auml;hnlichem Inhalt einreichen wird.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: 5,3 Billionen Dollar t&auml;glich<\/strong>\n<p>Die Zahl ist unvorstellbar: 5,3 Billionen Dollar sind t&auml;glich rund um den Globus unterwegs, um mit W&auml;hrungen zu spekulieren. Doch die Politik interessiert sich daf&uuml;r nicht. Es gibt kein einziges internationales Abkommen, das versuchen w&uuml;rde, die Devisenspekulation einzud&auml;mmen. Stattdessen kapriziert man sich darauf, Freihandelsvertr&auml;ge abzuschlie&szlig;en. In Br&uuml;ssel lief in dieser Woche die sechste Verhandlungsrunde von TTIP, dem geplanten Abkommen zwischen Europa und der USA. Diese Priorit&auml;ten sind seltsam, denn die Devisenspekulation ist das eigentliche Handelshemmnis, weil sie Exporte schlagartig teurer machen kann. Von 2010 bis 2013 schwankte der Euro zum Dollar zwischen 1,20 und 1,50. Deutsche Firmen mussten also erleben, dass ihre Waren auf den Weltm&auml;rkten in wenigen Monaten um bis zu 25 Prozent kostspieliger wurden. Diese Ausschl&auml;ge hatten mit der Eurokrise fast nichts zu tun, was sich daran zeigt, dass es bei Dollar und Pfund genauso wild zuging. Von 2010 und 2013 kostete das Pfund zwischen 1,43 und 1,71 Dollar. Auch britische Exporteure wurden also damit konfrontiert, dass ihre Waren im Ausland um bis zu 20 Prozent teurer wurden. Gemessen an diesen Kursspr&uuml;ngen sind die &ldquo;normalen&rdquo; Handelsbarrieren l&auml;cherlich. Wie die Welthandelsorganisation (WTO) sch&auml;tzt, betragen die Z&ouml;lle in den USA durchschnittlich 3,5 Prozent, in der EU sind es etwa 5,2 Prozent. Damit kann jeder Exporteur leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F07%2F19%2Fa0172&amp;cHash=85a981edec5d29644a295662cf97dcb7\">taz<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ungleichheit in Deutschland<\/strong>\n<p>Der franz&ouml;sische &Ouml;konom Thomas Piketty hat eine lebhafte Debatte &uuml;ber grundlegende Fragen der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung ausgel&ouml;st. Sein Buch &raquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&laquo; zeigt die historische Entwicklung der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung aus 20 L&auml;ndern und 200 Jahren. Es ist keine Ferienlekt&uuml;re, sondern ein Standardwerk, die weltweit umfassendste Datensammlung zum Thema Ungleichheit.<br>\nPaul Krugman feiert es als das wichtigste Wirtschaftsbuch des Jahrzehnts. Piketty weist nach, was eigentlich alle wissen: Mit Geld l&auml;sst sich viel mehr Geld verdienen als mit Arbeit. Was noch nicht alle wissen: Die Mittelschicht wird rasant abgeh&auml;ngt. Trotzdem gibt es keinen Aufstand, im Gegenteil: Die Reichen werden bewundert, reich macht erfolgreich.[1] Wie sehen die Verh&auml;ltnisse in der &raquo;Berliner Republik&laquo; aus?<br>\nDie wachsende Ungleichheit in der Verteilung der Einkommen wird auch in Deutschland noch getoppt von der Ungleichheit in der Verteilung der Verm&ouml;gen. So lag das gesch&auml;tzte durchschnittliche Verm&ouml;gen der privaten Haushalte nach einer Untersuchung der Bundesbank[2] bezogen auf den Zeitpunkt Ende 2010 bei brutto 222.200 Euro. Abz&uuml;glich der Verschuldung &ndash; also netto &ndash; waren es 195.200 Euro.<br>\nDas ist aber nur der Durchschnitt, die Summe aller Verm&ouml;genswerte geteilt durch die Anzahl der Haushalte. Doch eine solche Zahl hat nur beschr&auml;nkte Aussagekraft. Denn wenn von zwei Menschen einer ein Verm&ouml;gen von 100.000 Euro besitzt und der andere gar nichts, dann verf&uuml;gen beide im Durchschnitt &uuml;ber 50.000 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/ungleichheit-in-deutschland\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutsche Bank will Geheimdeal mit Zinsh&auml;ndlern<\/strong>\n<p>Die Deutsche Bank und vier freigestellte, hochrangige Mitarbeiter wollen ihren Streit g&uuml;tlich beilegen. Ein Kapitel eines der gr&ouml;&szlig;ten Finanzskandale wird hinter verschlossenen T&uuml;ren aufgearbeitet.<br>\nDer Raum B.1.14 des Landesarbeitsgerichts in Frankfurt am Main war gut gef&uuml;llt. Schlie&szlig;lich stand ein weiteres Kapitel in einem der gr&ouml;&szlig;ten Finanzskandale der j&uuml;ngeren Wirtschaftsgeschichte zur Verhandlung an, in der Aff&auml;re um manipulierte Referenzzinss&auml;tze.<br>\nVordergr&uuml;ndig ging es in zweiter Instanz um die Frage, ob die Deutsche Bank vier Wertpapierh&auml;ndler weiterbesch&auml;ftigen muss, die sie wegen Zinsmanipulationen im Februar 2013 entlassen hat. Doch im Kern ging es darum, ob die Tricksereien bei der Deutschen Bank auf das Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter zur&uuml;ckgingen oder ein System dahinter stand. Ein gleicherma&szlig;en unangenehmer wie brisanter Punkt f&uuml;r die Bank, zumal wenn er in einer &ouml;ffentlichen Sitzung vor einem deutschen Gericht er&ouml;rtert wird.<br>\nDoch weitere Details &ndash; auch zur Rolle der damaligen F&uuml;hrungskr&auml;fte, nicht zuletzt des fr&uuml;heren Chef-Investmentbankers und heutigen Co-Vorstandschefs Anshu Jain &ndash; kamen am Freitag nicht ans Licht. Nach einer guten halben Stunde war klar: Die Deutsche Bank l&auml;sst sich auf Vergleichsverhandlungen mit den Mitarbeitern ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article130323565\/Deutsche-Bank-will-Geheimdeal-mit-Zinshaendlern.html\">Die Welt<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Was hei&szlig;t hier gerecht?<\/strong>\n<p>Ein 27-j&auml;hriger Franzose bringt Licht ins Dunkel der Steuerflucht. J&auml;hrlich entgingen den Staaten mehr als 100 Milliarden Euro. Sein Vorschlag: Oasen wie die Schweiz und Luxemburg endlich trockenlegen.<br>\nEin Gedankenexperiment im Hollywoodstil: Gigantische Hubschrauber rei&szlig;en Luxemburg genau an seinen Grenzen aus Europa heraus und fliegen es nach S&uuml;den, wo sie das kleine Land mitten in der Sahara wieder herunterlassen. Dort f&uuml;gt es sich gleich ein, als Oase inmitten der unendlichen D&uuml;nen.<br>\nGabriel Zucman w&uuml;rde das so entstandene Loch in Europa vermutlich leicht verschmerzen. Daf&uuml;r w&auml;re Luxemburg f&uuml;r ihn richtig platziert. Geht es nach dem franz&ouml;sischen Wirtschaftsforscher, ist das Gro&szlig;herzogtum eine Steueroase, die Reichen die Flucht vor dem Fiskus erleichtert und Gegenma&szlig;nahmen verz&ouml;gert hat. Er denkt deshalb laut dar&uuml;ber nach, Luxemburg der EU zu verweisen.<br>\nAber Moment, fast drei Jahrzehnte hat Jean-Claude Juncker als luxemburgischer Finanzminister und Premier die EU mitgelenkt. Jetzt soll er als Chef der Br&uuml;sseler Kommission sogar der europ&auml;ische Pr&auml;sident werden. Ja, sagt Zucman, das sei eine &ldquo;gro&szlig;e Entt&auml;uschung&rdquo; und k&ouml;nne f&uuml;r die Union problematisch werden. Um zu verstehen, warum ein Nachwuchsforscher den Mund derart voll nimmt und sich mit den M&auml;chtigen anlegt, muss man die Steuerflucht n&auml;her beleuchten &ndash; und das Ph&auml;nomen Zucman selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/28\/steuerflucht-oasen-gabriel-zucman\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Franz Alt: Erneuerbare Energien: Die Sonne geht auf<\/strong>\n<p>Erst k&uuml;rzlich hatte der zweitreichste Mann der Welt, Warren Buffet, angek&uuml;ndigt, weitere 15 Milliarden Dollar in Erneuerbare Energien zu investieren. Das w&auml;ren dann 30 Milliarden Dollar Investment allein von diesem Milliard&auml;r, dessen kluger Leitspruch lautet: Es macht keinen Sinn als Reichster auf dem Friedhof zu landen. Seinem Beispiel folgen jetzt viele.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sonnenseite.com\/Erneuerbare+Energien,Erneuerbare+Energien-+Die+Sonne+geht+auf,5,a29077.html\">franz alt SONNENSEITE.COM<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Brief unseres Lesers R.L. an Franz Alt:<\/strong><\/em><br>\n<em>Guten Tag Herr Alt, f&uuml;r diese demagogische Leistung sollten Sie alle Ihre Journalistenpreise zur&uuml;ckgeben.<\/em><br>\n<em><a href=\"http:\/\/www.ibtimes.com\/buffetts-keen-keep-going-green-1597270\">Warren Buffet<\/a>: &ldquo;Ich werde alles tun, was das Gesetz zul&auml;sst, um meine Steuern zu senken. Zum Beispiel bekommen wir auf Windenergie Steuergutschriften, wenn wir eine Menge Windparks bauen. Das ist der einzige Grund, sie zu bauen. Sie sind sinnlos ohne Steuergutschrift.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Sie machen daraus: &ldquo;Erst k&uuml;rzlich hatte der zweitreichste Mann der Welt, Warren Buffet, angek&uuml;ndigt, weitere 15 Milliarden Dollar in Erneuerbare Energien zu investieren. Das w&auml;ren dann 30 Milliarden Dollar Investment allein von diesem Milliard&auml;r, dessen kluger Leitspruch lautet: Es macht keinen Sinn als Reichster auf dem Friedhof zu landen.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Ich darf Sie doch einen Demagogen nennen? Oder h&auml;tten Sie eine treffendere Beschreibung f&uuml;r sich? Vielleicht wollten Sie nat&uuml;rlich auch nur sagen, dass der schlaue Investor Buffet gut daran tut, Steuern zu sparen und alle legalen Steuertricks auszunutzen, egal ob das dadurch bewirkte Investment f&uuml;r die Gesellschaft sinnvoll ist oder nicht. Mehr hat er ja nicht gesagt.<\/em><br>\n<em>Wenn Sie das meinten, dann dr&uuml;cken Sie sich bitte klarer aus.<\/em><br>\n<em>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Camel-Hersteller soll Raucher-Witwe 23 Milliarden Dollar zahlen<\/strong>\n<p>&bdquo;Wir hoffen, dass das Urteil R.J. Reynolds und andere gro&szlig;e Tabakkonzerne dazu bewegt, nicht l&auml;nger die Leben unschuldiger Menschen in Gefahr zu bringen&ldquo;, hie&szlig; es in einer Mitteilung des Anwalts der Kl&auml;gerin Cynthia Robinson&hellip;<br>\nAusschlaggebend f&uuml;r die Entscheidung der Jury seien Interviews aus dem Jahr 1994 gewesen, sagte der Anwalt. Darin h&auml;tten Tabakmanager Rauchen als nicht gesundheitssch&auml;digend bezeichnet. 60 Jahre alte interne Dokumente h&auml;tten jedoch belegt, dass sie es damals bereits besser wussten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/menschen\/gerichtsurteil-camel-hersteller-soll-raucher-witwe-23-milliarden-dollar-zahlen-13055114.html%20\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese Form der Produkthaftung und vor allem die Art der Gerichtsverfahren h&auml;tten <a href=\"http:\/\/www.stuttgart.ihk24.de\/international\/Internationales_Wirtschaftsrecht\/Rechtsinformationen_zu_einzelnen_Laendern\/967620\/Produkthaftung_USA.html#36\">nat&uuml;rlich deutsche<\/a> und auch amerikanische Unternehmen im Rahmen eines Freihandelsabkommens beseitigt.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neuer &Auml;rger f&uuml;r SIG Sauer<\/strong>\n<p>Der deutsche Waffenhersteller SIG Sauer hat offenbar ausl&auml;ndischen Kunden aktiv angeboten, deutsche Exportauflagen zu umgehen, um mit ihnen Gesch&auml;fte abzuwickeln. Darauf deuten interne Unterlagen und E-Mails des in Eckernf&ouml;rde ans&auml;ssigen Unternehmens nach Recherchen von NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; hin.<br>\nKonkret geht es um die Lieferung von Pistolen des Typs P 226 und P 228 an die Pr&auml;sidentengarde Kasachstans. Dieses Gesch&auml;ft aus den Jahren 2009 und 2010 war von den f&uuml;r die Kontrolle von R&uuml;stungsexporten zust&auml;ndigen deutschen Beh&ouml;rden zun&auml;chst m&uuml;ndlich und dann auch schriftlich nicht genehmigt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/sigsauer-kasachstan-100.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fr&uuml;herer Polizeipr&auml;sident macht Mappus Vorw&uuml;rfe<\/strong>\n<p>Bei der Aufkl&auml;rung der brutalen Polizeieins&auml;tze gegen Demonstranten r&uuml;ckt Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus ins Scheinwerferlicht. Er soll telefonische Weisungen zu den Eins&auml;tzen erteilt haben.<br>\nDas Ermittlungsverfahren wegen uneidlicher Falschaussage gegen den fr&uuml;heren baden-w&uuml;rttembergischen Ministerpr&auml;sidenten Stefan Mappus (CDU) k&ouml;nnte noch einmal an Brisanz gewinnen: Im zweiten Untersuchungsausschuss zur Aufkl&auml;rung der brutalen Polizeieins&auml;tze gegen Gegner des Bahnhofsprojekts Stuttgart 21 hat der fr&uuml;here Polizeipr&auml;sident der Landeshauptstadt, Siegfried Stumpf, von politischer Einflussnahme Mappus&rsquo; auf die Einsatzplanung der Polizei berichtet: &bdquo;Er \\[der Ministerpr&auml;sident\\] hat Weisungen erteilt, trotz unserer Vorbehalte&ldquo;, sagte Stumpf am Freitagabend vor dem Ausschuss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/stuttgart-21-frueherer-polizeipraesident-macht-mappus-vorwuerfe-13053170.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Wasserwerfer gezielt auf Menschen gerichtet<\/strong><br>\nDie Polizei hat ihre Wasserwerfer beim Einsatz gegen Stuttgart-21-Gegner am sogenannten Schwarzen Donnerstag gezielt auf Menschen gerichtet. Das hat eines der Hauptopfer, der seither fast komplett erblindete Dietrich Wagner, am Freitag vor dem Stuttgarter Landgericht gesagt.<br>\n&ldquo;So behandelt man h&ouml;chstens wilde Tiere&rdquo;, sagte Dietrich Wagner in Hinblick auf den 30. September 2010 im Stuttgarter Schlossgarten. Auch er sei von einem auf ihn gerichteten Wassersto&szlig; direkt ins Gesicht getroffen worden, berichtete der Rentner. Die Bilder von ihm mit blutenden Augen gingen nach dem &ldquo;Schwarzen Donnerstag&rdquo; durch die Medien. Er ist seither zu 100 Prozent schwerbehindert. Vor Gericht schilderte er seine Erinnerungen an die Gro&szlig;demonstration und den Polizeieinsatz dagegen. Der 70-J&auml;hrige ist Nebenkl&auml;ger in dem Prozess.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/bw\/wasserwerfer-gezielt-auf-menschen-gerichtet\/-\/id=1622\/did=13803264\/nid=1622\/hjn7qq\/\">SWR<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Werner R&uuml;gemer: Freiheit f&uuml;r Bosse!<\/strong>\n<p>Notwehrrecht der Unternehmer gegen Betriebsr&auml;te und Besch&auml;ftigte reklamiert. Wie Anwalt Jan Tibor Lelley das klassische Arbeitsrecht umdeutet.<br>\nJe ungerechter die Arbeitsverh&auml;ltnisse werden, desto h&auml;ufiger setzen Unternehmer und Regierungen Meinungsmacher ein. Experten, Statistiker, Lobbyisten, wissenschaftliche Institute, PR-Agenturen, Meinungsforscher und Initiativen wie die der Neuen Sozialen Marktwirtschaft (INSM) reden das Unrecht bei Besch&auml;ftigten, Arbeitslosen und Rentnern sch&ouml;n und sollen es ganz verschwinden lassen.<br>\nZu diesen Akteuren geh&ouml;ren auch Arbeitsrechtler. Sie bauen das klassische kapitalistische Arbeitsrecht um, das in der Weimarer Republik in Grundz&uuml;gen etabliert und in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik weiterentwickelt wurde. Wesentliche Merkmale des klassischen Arbeitsrechts sind die Freiheit der Besch&auml;ftigten, sich in Gewerkschaften zusammenzuschlie&szlig;en und kollektive Lohnverhandlungen zu f&uuml;hren, die Mitbestimmung von Betriebsr&auml;ten sowie der K&uuml;ndigungsschutz. Neoliberal orientierte Arbeitsrechtler machen aus dem bisherigen Arbeitsrecht, das als Abwehrrecht f&uuml;r die Lohnabh&auml;ngigen gilt, ein Abwehrrecht der Unternehmer gegen Betriebsr&auml;te und Besch&auml;ftigte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/07-16\/008.php\">junge Welt<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Umfrage: Merkel soll 2017 noch mal antreten<\/strong>\n<p>Knapp zwei Drittel der Deutschen w&uuml;nschen sich eine erneute Kandidatur von Bundeskanzlerin Merkel. Au&szlig;erdem: W&auml;hre heute Bundestagswahl, w&uuml;rde sie mit ihrer CDU wieder einen gro&szlig;en Vorsprung einfahren.<br>\nKnapp zwei Drittel der Deutschen w&uuml;rden es laut einer Umfrage bef&uuml;rworten, wenn Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Bundestagswahl 2017 erneut antritt. Daf&uuml;r sprechen sich 65 Prozent aus, wie das am Freitag ver&ouml;ffentlichte ZDF-&bdquo;Politbarometer&ldquo; ergab. Dagegen sind 29 Prozent der Befragten. Unter den Unionsanh&auml;ngern sprachen sich 84 Prozent f&uuml;r eine erneute Kanzlerkandidatur der CDU-Chefin aus. Merkel hat sich zu ihren mittelfristigen Pl&auml;nen bisher nicht ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nWenn an diesem Sonntag Bundestagswahl w&auml;re, k&auml;men CDU\/CSU der Umfrage zufolge auf 41 Prozent (plus 2 Punkte im Vergleich zu Juni), die SPD auf 24 Prozent (minus 1). Unver&auml;ndert erreichen die Linke 9 Prozent, die Gr&uuml;nen 11 Prozent und die FDP 3 Prozent. Die AfD verliert demnach einen Punkt auf 5 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nwzonline.de\/politik\/umfrage-merkel-soll-2017-noch-mal-antreten_a_16,0,2309070144.html\">NWZ online<\/a><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Und reicht die sch&ouml;nsten Blumen ihr<\/strong><br>\nWir haben Gl&uuml;ck gehabt, dass diese Handvoll Journalisten nur ein ordin&auml;res &raquo;Happy Birthday, liebe Bundeskanzlerin&laquo; anstimmten. Zur Kaiserzeit gab es da ganz andere Liedchen, die man die Untertanen tr&auml;llern lie&szlig;. Da war schlie&szlig;lich auch Feiertag, da konnte man auch mal &raquo;Der Kaiser ist ein lieber Mann \/ er wohnet in Berlin \/ und w&auml;r das nicht so weit von hier \/ so ging ich heut&rsquo; noch hin&laquo; singen. H&auml;tte ja auch nicht gepasst, die Kanzlerin war ja in Br&uuml;ssel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/07\/und-reicht-die-schonsten-blumen-ihr.html\">ad sinistram<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&laquo;Die Entt&auml;uschung &uuml;ber die marktradikale Politik der Sozialdemokratie hat viele nach rechts getrieben&raquo;<\/strong>\n<p>Wir stehen vor einem Jahrzehnt des Rechtspopulismus, sagt der St. Galler Soziologe Franz Schultheis. Dennoch bleibt er optimistisch: Die Zivilgesellschaft sei lebendiger denn je. Man m&uuml;sse nur genau hinschauen.<br>\nWOZ: Franz Schultheis, Mitte Mai hat die Linke in der Schweiz eine krachende Niederlage erlebt: &Uuml;ber drei Viertel der Abstimmenden votierten gegen die Mindestlohninitiative. W&auml;re ein solch verheerendes Ergebnis vor zwanzig Jahren denkbar gewesen?<br>\nFranz Schultheis: Diese Initiative war, aus historischer Perspektive gesehen, etwas sehr Gewagtes und betrat Neuland, haben die Initiatoren doch einen sehr hohen Mindestlohn gefordert. Das ist ein Punkt. Und der andere: Wir erleben es ja immer wieder, dass das Volk gegen seine eigenen Interessen stimmt. Denken Sie nur an die Abstimmungen zur Mutterschaftsversicherung, zur Arbeitszeitverk&uuml;rzung, zur 1:12-Initiative oder zum Vorschlag &laquo;Sechs Wochen Ferien f&uuml;r alle&raquo;. Vor der Ferienabstimmung war ich in Bern an einem Hearing, und da &uuml;berraschte es mich, welche Fragen Parlamentarier stellten. Ich pl&auml;dierte daf&uuml;r, sich die Frage zu stellen, ob in einer Zeit der starken &Uuml;berforderung in der Arbeitswelt l&auml;ngere Ferien nicht auch wirtschaftlich sinnvoll w&auml;ren, um die Arbeitskraft zu erhalten. Man muss ja immer &ouml;konomisch argumentieren. Und da fragten sie, ob man ihnen das auch garantieren k&ouml;nne. Das zeigt, auf welchem Niveau da diskutiert wird. Mich hat das Mindestlohn-Abstimmungsergebnis als solches nicht &uuml;berrascht, seine Deutlichkeit dann aber schon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1429\/weiter-denken-anders-handeln-8\/die-enttaeuschung-ueber-die-marktradikale-politik-der\">WOZ<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hans Herbert von Arnim: Wie die Selbstbediener aus dem Bundestag auch noch die Kontrollen ausschalten<\/strong>\n<p>Seit dem 16. Juli ist das Di&auml;tengesetz in Kraft. Und kaum einer hat es gemerkt. Damit erhalten Bundestagsabgeordnete h&ouml;here Di&auml;ten und selbst ehemalige Abgeordnete eine h&ouml;here Altersversorgung. Das Gesetz konnte nur ergehen, weil auf raffinierte Weise s&auml;mtliche Kontrollen geschw&auml;cht oder ausschaltet wurden.<br>\nDie Entwicklungsgeschichte der Novelle zum Di&auml;tengesetz ist gekennzeichnet durch das andauernde Bem&uuml;hen des Bundestags, jeglicher Kontrolle zu entrinnen. Obwohl Entscheidungen &uuml;ber Di&auml;ten, die der Bundestag in eigener Sache trifft, eigentlich einer besonderen &Uuml;berpr&uuml;fung bed&uuml;rfen, hat der Bundestag sowohl die &ouml;ffentliche als auch die Gerichtskontrolle gezielt leerlaufen lassen. Auch der Bundespr&auml;sident hat &bdquo;mitgespielt&ldquo;. So konnte das Gesetz, obwohl politisch und verfassungsrechtlich h&ouml;chst anfechtbar, dennoch durchgesetzt werden. (&hellip;)<br>\nAls das Gesetz im Juni immer noch nicht unterschrieben war, machte die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung auf verfassungswidrige Bedenken aufmerksam. Bekanntlich darf der Bundespr&auml;sident nur verfassungsm&auml;&szlig;ige Gesetze unterschreiben und in Kraft setzen. Auch andere Medien griffen das Thema auf. Ich hatte dem Bundespr&auml;sidenten schon im M&auml;rz den Text eines dann im Mai erschienenen Fachaufsatzes zugesandt mit der Bitte, ihn bei seiner Verfassungspr&uuml;fung der Novelle zu ber&uuml;cksichtigen, was zugesagt wurde. Der Beitrag legt die Verfassungswidrigkeit des Gesetzes ausf&uuml;hrlich dar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/umstrittenes-diaetengesetz-wie-die-selbstbediener-aus-dem-bundestag-auch-noch-die-kontrollen-ausschalten_id_4000807.html\">Focus Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Insbesondere um diesen Bundespr&auml;sidenten braucht man sich offensichtlich keine Sorgen zu machen: Er scheint die Herrschaft der Eliten bestens abzusichern.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nach Drittanbieter-Urteil: RTL kippt Stern TV und Spiegel TV aus dem Programm<\/strong>\n<p>Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen, wonach der Vollzug des Vergabebeschlusses f&uuml;r Programme von Drittanbietern bei RTL wegen eines formalen Fehlers unwirksam ist, hat handfeste Folgen f&uuml;rs TV-Programm. RTL kippt mit sofortiger Wirkung sowohl Spiegel TV als auch stern TV bis auf weiteres aus dem Programm. Beide Sendungen nutzen Drittanbieter-Sendepl&auml;tze der Produktionsfirma dctp.<br>\nDie Nieders&auml;chsische Landesmedienanstalt (NLM) hatte im Juni 2013 dctp die Sendepl&auml;tze f&uuml;r Drittanbieter an dctp vergeben und den sofortigen Vollzug angeordnet. Dagegen hatte Focus TV geklagt. Das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen setzte den Vollzug des NLM-Beschlusses au&szlig;er Kraft, weil der Beschluss zum Vollzug von der NLM-Versammlung h&auml;tte kommen m&uuml;ssen und nicht &ndash; wie geschehen &ndash; nur vom Direktor der NLM. Das bedeutet: Die Versammlung der NLM muss nun nachtr&auml;glich beschlie&szlig;en, dass die Vergabe der Sendepl&auml;tze f&uuml;r Drittanbieter an dctp in Kraft tritt.<br>\nBis dies geschieht &ndash; ein rein formaler Akt &ndash; ist RTL rechtlich nicht verpflichtet, die Programme der Drittanbieter zu senden. Und offenbar macht der K&ouml;lner Sender davon sofort Gebrauch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/07\/18\/nach-drittanbieter-urteil-rtl-kippt-stern-tv-und-spiegel-tv-aus-dem-programm\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> An der Reaktion von RTL kann man feststellen: G&auml;be es f&uuml;r das Kommerzfernsehen nicht wenigstens die <a href=\"http:\/\/www.lfk.de\/recht\/richtlinien-satzungen\/drittsendezeit-richtlinie.html\">gesetzliche Verpflichtung<\/a> ein bisschen f&uuml;r Meinungspluralit&auml;t zu sorgen, so w&uuml;rden sie ihre Oligopolstellung sofort ausspielen und alle Programme kippen, die nicht ausschlie&szlig;lich auf Einschaltquote zielen.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Pl&ouml;tzlich Nummer eins<\/strong>\n<p>Vor knapp zwei Wochen hatte das ZDF Angela Merkel und Helmut Schmidt zu den beliebtesten Deutschen erkl&auml;rt &ndash; dass beim Ranking der Show Deutschlands Beste! geschlampt und betrogen wurde, musste der Sender inzwischen einr&auml;umen. Am Montag nun gab das ZDF auf SZ-Anfrage die Gewinner der Online-Umfrage und des H&ouml;rzu-Leseraufrufs bekannt, diese Werte waren in der Show nicht ber&uuml;cksichtigt worden.<br>\nUnd tats&auml;chlich unterscheiden sich die Ergebnisse zum Teil gewaltig: Online landete anstelle der Kanzlerin die S&auml;ngerin Ina M&uuml;ller auf Platz eins, in der Show war sie auf Platz 33. Auf Platz zwei w&auml;hlten die Online-Voter Schlagers&auml;ngerin und ZDF-Gesicht Helene Fischer, die das Endergebnis auf Platz f&uuml;nf gerankt hatte. S&auml;ngerin Lena Meyer-Landrut schaffte es online auf Platz drei, in der Show kam sie nicht einmal unter die 50 beliebtesten deutschen Frauen.<br>\nBei den M&auml;nnern wurde Gerhard Schr&ouml;der liebster Deutscher (Platz 23 in der Show). Zweitbeliebtester wurde RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel, die f&uuml;r das Endergebnis entscheidende, manipulierte Forsa-Umfrage sah ihn auf Platz 39 &ndash; das ZDF r&auml;umte am vergangenen Freitag ein, dass ihm eigentlich Platz 27 zugestanden h&auml;tte. Stattdessen hievten die Verantwortlichen ZDF-Moderator Claus Kleber von Platz 39 auf Platz 28, um den geladenen Show-Gast zur besten Sendezeit noch etwas besser dastehen zu lassen. Auf der Online-Liste stehen auch Heidi Klum, Campino und Heino, die im offiziellen Ranking nicht vorkamen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/betrug-beim-zdf-ploetzlich-nummer-eins-1.2046980\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.S.:<\/strong> In den letzten Jahren fielen die &Ouml;ffentlichen Sender ja schon sehr durch einseitige und unkritische Berichterstattung auf. Jetzt scheint aber der letzte Rest Schamgef&uuml;hl weggefallen zu sein.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Petition &ndash; H&auml;nde weg von VIO-ME!<\/strong>\n<p>Seit Mai 2011 halten die Kollegen von VIO.ME ihren Betrieb besetzt, nachdem die  Eigent&uuml;mer Konkurs angemeldet hatten. Vor &uuml;ber einem Jahr haben sie die Produktion und den Verkauf von umweltfreundlichen Reinigungsmitteln f&uuml;r den Hausgebrauch aufgenommen. Ihr Kampf wird von einer gro&szlig;en Welle der Solidarit&auml;t in Griechenland, Europa und dar&uuml;ber hinaus unterst&uuml;tzt. &#8232;Seither hat sich VIO.ME zu einem Symbol von Selbstorganisation und Arbeiterselbstverwaltung im Kampf gegen die Austerit&auml;tspolitik der Troika und der griechischen Regierung entwickelt.<br>\nJetzt versuchen die ehemaligen Eigent&uuml;mer mithilfe einer Gerichtsentscheidung, eine &Uuml;bergangsgesch&auml;ftsf&uuml;hrung einsetzen zu lassen, die den Betrieb endg&uuml;ltig schlie&szlig;en, die Arbeiter ohne Abfindung entlassen und die Produktionsmittel zur Deckung der riesigen Schulden verscherbeln soll. Die Basisgewerkschaft von VIO.ME schl&auml;gt stattdessen eine tempor&auml;re Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung ihres Vertrauens vor, die die Schlie&szlig;ung abwenden, die Ursachen der Misswirtschaft durch die Muttergesellschaft aufdecken und die Weiterf&uuml;hrung des Betriebes durchf&uuml;hren soll. Nach einem ersten Gerichtstermin Anfang Juli hat das Gericht eine Entscheidung innerhalb der n&auml;chsten drei Monate angek&uuml;ndigt.<br>\nWir erkl&auml;ren uns mit den Kollegen von VIO.ME solidarisch und unterst&uuml;tzen ihren Kampf um die Arbeitspl&auml;tze und f&uuml;r den Weiterbetrieb ihrer Fabrik in Selbstorganisation und Arbeiterselbstverwaltung.&#8232; Eine gegenteilige Gerichtsentscheidung werden wir mit europaweitem k&auml;mpferischen Protest  beantworten.<br>\nBitte unterzeichnen Sie <a href=\"http:\/\/gskk.eu\/\">unsere Petition hier<\/a>.<\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Barack Obama schenkt Angela Merkel zum 60. Geburtstag ein neues Handy<\/strong>\n<p>Eine freudige &Uuml;berraschung hat Angela Merkel (60) heute zu ihrem 60. Geburtstag erlebt. Von US-Pr&auml;sident Barack Obama bekam die Bundeskanzlerin ein brandneues Mobiltelefon geschenkt. Beobachter werten den Akt als Zeichen der Entspannung im zuletzt zerr&uuml;tteten Verh&auml;ltnis zwischen Deutschland und seinem wichtigsten Verb&uuml;ndeten.<br>\nWie der Pressesprecher des Wei&szlig;en Hauses Josh Earnest erkl&auml;rte, sei das Geschenk auch als Geste der Wiedergutmachung nach dem NSA-Skandal zu verstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2014\/07\/barack-obama-schenkt-angela-merkel-zum.html#more\">Postillon<\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-22455","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22455"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22455\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22458,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22455\/revisions\/22458"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}