{"id":2246,"date":"2007-04-11T08:39:27","date_gmt":"2007-04-11T06:39:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2246"},"modified":"2007-04-11T08:39:27","modified_gmt":"2007-04-11T06:39:27","slug":"hinweise-des-tages-368","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2246","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Unionspolitiker fordern Raketenabwehr<\/strong><br>\nPolitiker von CDU und CSU pl&auml;dieren angesichts des iranischen Atomprogramms f&uuml;r einen Raketenabwehrschild der Nato. Sogar &uuml;ber die Stationierung von Raketen in Deutschland wird laut nachgedacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/atomprogramm_aid_53109.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Bevor dar&uuml;ber nachgedacht wird, ob es &uuml;berhaupt eine milit&auml;rische Bedrohung aus dem Iran (f&uuml;r Deutschland) gibt, und wenn es diese g&auml;be, ob der Iran die milit&auml;rische F&auml;higkeit zu Bedrohung h&auml;tte, und bevor man &uuml;berlegt, welche politischen M&ouml;glichkeiten es g&auml;be, eine m&ouml;gliche Bedrohung mit politischen Mitteln einzud&auml;mmen oder auszuschlie&szlig;en, &uuml;bernimmt man die Logik einer milit&auml;rischen L&ouml;sung.<\/em><\/p>\n<p><em>Zum um sich greifenden Militarismus des politischen Denkens passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Europ&auml;ische Union verst&auml;rkt Investitionen in R&uuml;stung und ben&ouml;tigt daf&uuml;r eine Verfassung<\/strong><br>\nEine neue Aufr&uuml;stungswelle rollt durch Europa. W&auml;hrend die nationalstaatlichen Milit&auml;retats nur geringf&uuml;gig wachsen, wird der EU-Haushalt immer &ouml;fter f&uuml;r R&uuml;stungsvorhaben aller Art genutzt. Gleichzeitig werden Ad-hoc-Mittelplanungen f&uuml;r den milit&auml;rischen Kernbereich von EU-Milit&auml;rmissionen erstellt. Auf diese Weise entstehen, weitgehend unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit, geheime EU-Milit&auml;rbudgets, die Frieden und Sicherheit weltweit, aber auch in Europa gef&auml;hrden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/04-07\/010.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mathias Br&uuml;ggmann und Klaus C. Engelen: IWF droht die Bedeutungslosigkeit<\/strong><br>\nDer Westen verliert zunehmend seinen Einfluss auf Entwicklungsl&auml;nder &ndash; und auf deren Kurs in Richtung Demokratie und Marktwirtschaft. Der Grund ist die schwindende Bedeutung des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) und der Weltbank. Venezuela, China &amp; Co laufen den westlich dominierten Finanzorganisationen in den Schwellenl&auml;ndern den Rang ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/news\/Politik\/International\/_pv\/_p\/200051\/_t\/ft\/_b\/1252019\/default.aspx\/iwf-droht-die-bedeutungslosigkeit.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em>Dazu passt&hellip;:<\/em><\/p>\n<p><strong>IWF warnt vor gestiegenen Risiken an den Finanzm&auml;rkten<\/strong><br>\nDer IWF brauche eine neue dauerhafte Finanzbasis. Hintergrund ist eine wachsende Finanzl&uuml;cke, da immer mehr L&auml;nder die vom IWF vergebenen Kredite vorzeitig tilgen und damit Zinseinnahmen f&uuml;r den Fonds wegfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1112361&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>CDU strikt gegen Mindestl&ouml;hne<\/strong><br>\nOettinger: &ldquo;Wer Mindestl&ouml;hne f&uuml;r alle Branchen durch den Gesetzgeber fordert, provoziert die Verlagerung von Arbeitspl&auml;tzen in andere L&auml;nder, sch&uuml;rt die Schwarzarbeit und vernichtet Arbeitspl&auml;tze in Deutschland.&rdquo; &Auml;hnlich argumentieren auch Glos, Althaus oder andere Unions-Granden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/detail.php\/1398475\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung aufgrund einer Anregung von Karl Mai:<\/strong> Mit dem Universalargument &bdquo;Vernichtung von Arbeitspl&auml;tzen&ldquo; wurde in den letzten Jahren nacheinander gegen Lohnerh&ouml;hungen in Tarifkonflikten, f&uuml;r die Senkung der &ldquo;furchtbar&rdquo; hohen Lohnnebenkosten (vor allem auch zur Entlastung der Unternehmen), f&uuml;r die Unternehmensteuersenkungen gek&auml;mpft.<br>\nWeil die Forderung nach Mindestl&ouml;hnen gerade aktuell ist, wird das Universalargument jetzt eben gegen die Einf&uuml;hrung von Mindestl&ouml;hnen ins Feld gef&uuml;hrt.<br>\nVerdr&auml;ngt wird, dass h&ouml;here Mindestl&ouml;hne die binnenwirtschaftliche Nachfrage erh&ouml;hen.<br>\nEs ist immer das gleich Spiel: Es wird Angst gesch&uuml;rt um Forderungen zugunsten von Arbeitnehmern zu blockieren und &bdquo;Reformen&ldquo; im Interesse der Kapitalseite durchzusetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>M&uuml;ntefering fabuliert &uuml;ber Ampelkoalition<\/strong><br>\nVizekanzler Franz M&uuml;ntefering hat eine Ampelkoalition von SPD, FDP und Gr&uuml;nen nach der Bundestagswahl 2009 ins Gespr&auml;ch gebracht. &ldquo;Es geht mit drei Parteien. Au&szlig;er mit der PDS-Truppe ist alles m&ouml;glich&rdquo;, sagte der SPD-Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1111830&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell&amp;em_ivw=fr_polstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Und wie sollte sich mit einer &Ouml;ko-FDP und einer marktradikalen FDP die Politik einer dann SPD-gef&uuml;hrten Bundesregierung &auml;ndern?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD &ndash; Profillosigkeit als Programm<\/strong><br>\nStatt neue und alte Widerspr&uuml;che unreflektiert zu verkleistern, k&auml;me es deshalb darauf an, die gegens&auml;tzlichen Interessen zu benennen und streitbar zu polarisieren. Indem die SPD das Erforderliche jedoch gerade nicht tut, b&uuml;&szlig;t sie jegliche Attraktivit&auml;t f&uuml;r jene Kr&auml;fte ein, die bereit sind, &uuml;ber den realexistierenden Kapitalismus hinauszudenken. Offensichtlich ist die SPD in den inzwischen &uuml;ber 140 Jahren ihrer Existenz einen (zu) weiten Weg gegangen: von der einstigen marxistischen Dissidenz zur &Uuml;beranpassung an die kapitalistischen Verh&auml;ltnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2535\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Albrecht von Luckes Kritik leidet allerdings darunter, dass f&uuml;r ihn wohl wirtschaftliches Wachstum mit &ouml;kologischer Belastung einhergehen muss. Da spukt doch noch stark die Ideologie des Club of Rome und seinen Thesen von den &bdquo;Grenzen des Wachstums&ldquo; herum.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesinnenministerium erhebt verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Pl&auml;ne zur Bahnprivatisierung<\/strong><br>\nEs sei fraglich, ob Tiefensees Gesetzentwurf zur Bahnprivatisierung den Anspr&uuml;chen gerecht werde, die die Verfassung an die Erf&uuml;llung des staatlichen Infrastrukturauftrages stelle. Der Bund sei nach Tiefensees Pl&auml;nen zwar juristischer Eigent&uuml;mer der Eisenbahninfrastrukturgesellschaften, &bdquo;begibt sich aber des unmittelbaren Einflusses auf deren operatives Gesch&auml;ft&ldquo;.<br>\nDer Regensburger Staatsrechtler Robert Uerpmann teilt die verfassungsrechtlichen Bedenken des Innenministeriums: &bdquo;Das Grundgesetz verlangt, dass der Bund dauerhaft seinen Einfluss auf das Netz geltend machen kann. Er soll nicht nur schlimmste Missbr&auml;uche verhindern k&ouml;nnen, sondern als Volleigent&uuml;mer gestaltend einwirken. Diesen Anforderungen wird der Gesetzentwurf nicht gerecht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/news\/Default.aspx?_p=200050&amp;_t=ft&amp;_b=1251994\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Wuppertal Institut: Deutschlands Autobauer m&uuml;ssen dazulernen<\/strong><br>\nDer (Auto-) Verkehr ist mit einem Anteil von rund 20 Prozent in Deutschland einer der ganz gro&szlig;en Verursacher der Klimalasten. Er entwickelt sich deutlich ung&uuml;nstiger als andere Sektoren. Wenn die allgemeine PKW-Nutzung in Deutschland aufrechterhalten werden soll, und wenn zugleich weiterhin zum Gro&szlig;teil heimische Produkte Verwendung finden sollen, dann muss die deutsche Automobilindustrie besser lernen, preiswerte verbrauchsarme Fahrzeuge zu bauen und zu vermarkten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1111724&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/dokumentation&amp;em_ivw=fr_doku&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<p><em>Dazu passt&hellip;:<\/em><\/p>\n<p><strong>Umweltminister Gabriel f&auml;hrt den gr&ouml;&szlig;ten Stinker<\/strong><br>\nGabriels Dienstwagen schnitt mit einem Kohlendioxid-Aussto&szlig; von 249 Gramm pro Kilometer im Vergleich zu den Autos seiner Kabinettskollegen schlecht ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Politiker-Dienstwagen-Gabriel-Stinker\/586617.html\">Stern<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Man muss dem Dienst-PKW des Umweltministers allerdings zugute halten, dass er wohl im Vergleich zu den Fahrzeugen der Kabinettskollegen und &ndash;kolleginnen mehr an Gewicht zu ziehen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche &Uuml;bersch&uuml;sse setzen andere EU-Staaten unter Druck<\/strong><br>\nSoeben meldet das <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/presse\/deutsch\/pm2007\/p1510181.htm\">Statistische Bundesamt<\/a>, dass die deutschen Ausfuhren im Februar 2007 gegen&uuml;ber dem Vorjahr wieder knapp 11% zugelegt haben.<br>\nDass das keineswegs nur eine gute Nachricht ist, bemerkt Mario M&uuml;ller von der FR: Denn ein &Uuml;berschuss in der Leistungsbilanz bedeutet, dass ein Land mehr produziert, als die heimische Wirtschaft zu kaufen bereit ist. Es lebt gewisserma&szlig;en unter seinen Verh&auml;ltnissen. Darauf weist indirekt selbst die Bundesbank hin, wenn sie die deutschen Exporterfolge im Euro-Raum mit der &ldquo;Lohnzur&uuml;ckhaltung&rdquo; erkl&auml;rt. Diese Politik setzt vor allem Frankreich, Spanien und Italien zunehmend unter Druck, die gegen&uuml;ber der Bundesrepublik wachsende Handelsbilanzdefizite verbuchen. Diese Ungleichgewichte erh&ouml;hen aber die innereurop&auml;ischen Spannungen und k&ouml;nnten einen Wettlauf um niedrigere L&ouml;hne in Gang setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1112439&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Lange &Ouml;ffnungszeiten sind in Hessen kein Erfolg<\/strong><br>\nDie l&auml;ngeren Laden&ouml;ffnungszeiten setzen sich in Hessen auch gut vier Monate nach ihrer Einf&uuml;hrung kaum durch. In den meisten St&auml;dten schlie&szlig;en die Gesch&auml;fte wieder um 19 oder 20 Uhr. Lediglich gro&szlig;e Warenh&auml;user und Supermarktketten profitieren von langen Einkaufszeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1112380&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und wo ist, bitte sch&ouml;n, nach der fast vollst&auml;ndigen Deregulierung  der gesamtwirtschaftliche Nutzen? Oder die wieder gewonnene Urbanit&auml;t, eines der vielen Schlagworte in dieser Debatte? Und wo ist die Revolution der Dienstleistungsmentalit&auml;t in den gewaltigen Konzentrationsprozessen im Handel geblieben?  Alle, aber auch alle, sind  letztendlich der schlichten FDP- Dauerberieselung erlegen, dass lange &Ouml;ffnungszeiten ein Umsatzplus br&auml;chten. Das ist moderne Wirtschaftspolitik angesichts sinkender Massenkaufkraft.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2246","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2246","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2246"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2246\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2246"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2246"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2246"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}