{"id":22461,"date":"2014-07-22T09:05:06","date_gmt":"2014-07-22T07:05:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461"},"modified":"2015-11-09T14:39:30","modified_gmt":"2015-11-09T13:39:30","slug":"hinweise-des-tages-2173","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h01\">Ukraine &ndash; MH-17<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h02\">Gaza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h03\">Das M&auml;rchen vom Fachkr&auml;ftemangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h04\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h05\">Politikwechsel in und f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h06\">Aufgelesen bei &hellip; Wolfgang Sch&auml;uble<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h07\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h08\">4700 Milliarden Euro in Steueroasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h09\">Eine &Ouml;konomie der Verachtung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h10\">Kleine Banken zahlten ein Siebtel der Bankenabgabe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h11\">Paul Krugman: Addicted to Inflation  &ndash;  Inflationsbesessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h12\">&ldquo;Start&rdquo;-Chef sieht Zeitarbeit als eine &Uuml;bergangssituation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h13\">&raquo;Die Gewerkschaften m&uuml;ssen sehr hart arbeiten&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h14\">Granaten-Bauer sponserte Stallw&auml;chterparty<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h15\">BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h16\">So pariert Bild-Chef Kai Diekmann die Medienschelte von Christian Wulff im Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h17\">MEMORANDUM-Archiv 1989-2013 auf CD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461#h18\">TV-Tipp &ndash; Griechenland in Not<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22461&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine &ndash; MH-17<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Flugzeugabschuss: Steilvorlage f&uuml;r n&auml;chsten Eskalationsschritt im Ukraine-Konflikt?<\/strong>\n<p>Am 17. Juli 2014 st&uuml;rzte &uuml;ber dem Osten der Ukraine eine Boeing 777 der Malaysia Airlines mutma&szlig;lich aufgrund eines Raketenbeschusses ab. Obwohl die genaueren Umst&auml;nde und insbesondere die Urheber der Trag&ouml;die, bei der 298 Menschen ums Leben kamen, bislang vollkommen ungekl&auml;rt sind, sind sich interessierte Kreise im Westen &ndash; n&auml;mlich diejenigen, die ohnehin seit Langem auf eine weitere Eskalation des Ukraine-Konfliktes dr&auml;ngen &ndash; sicher, dass hierf&uuml;r Russland und\/oder die von ihm unterst&uuml;tzen separatistischen Kr&auml;fte im Osten zur Verantwortung gezogen werden m&uuml;ssten.<br>\nSo &auml;u&szlig;erte sich US-Pr&auml;sident Barack Obama: &bdquo;Die Indizien deuten darauf hin, dass das Flugzeug von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde, die von einem Gebiet in der Ukraine gestartet wurde, das sich unter Kontrolle von Russland unterst&uuml;tzter Separatisten befindet.&ldquo; Allerdings enth&uuml;llt ein Artikel der New York Times, in dem auf die Aufkl&auml;rungsdaten eingegangen wird, auf die der Pr&auml;sident seine Aussage st&uuml;tzte, diese seien nicht eindeutig genug, um den genauen Abschussstelle und noch weniger die Urheber zu identifizieren. Dennoch wird in den USA kr&auml;ftig mit den S&auml;beln gerasselt, insbesondere einmal mehr vom einflussreichen ehemaligen republikanischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten, Senator John McCain: &ldquo;Sollte sich herausstellen, dass Russland oder die Separatisten hinter dieser Katastrophe stecken, dann bl&uuml;ht ihnen die H&ouml;lle auf Erden. Dann hat das schreckliche Konsequenzen.&rdquo;<br>\nHierzulande meldete sich u.a. Unionsfraktionsvize Andreas Schockenhoff zu Wort, der einen Blauhelmeinsatz mit deutscher Beteiligung forderte: &ldquo;Wir sind jetzt in einer Phase, in der wir &uuml;ber einen Blauhelmeinsatz unter dem Dach der Vereinten Nationen mit einem entsprechenden Mandat nachdenken m&uuml;ssen. [&hellip;] Wenn eine solche Mission zustande kommen sollte, w&uuml;rde auch Deutschland gefragt sein.&rdquo;[4] Auch in der SPD gibt es Stimmen, die den Vorschlag bef&uuml;rworten. So wird Hans-Peter Bartels, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Bundestags, mit den Worten zitiert: &bdquo;Zun&auml;chst muss eine L&ouml;sung f&uuml;r den Frieden in der Ukraine gefunden werden. Wenn es dann darum geht, eine Vereinbarung zu &uuml;berwachen, w&auml;re ein Blauhelm-Einsatz denkbar.&ldquo;[5]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2014\/07\/18\/flugzeugabschuss-steilvorlage-fuer-naechsten-eskalationsschritt-im-ukraine-konflikt\/\">Informationsstelle Militarisierung<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>Von Russen und Ratten<\/strong>\n<p>Die bundesdeutsche &raquo;Elite&laquo; r&uuml;lpst wieder &raquo;LTI &ndash; Lingua Tertii Imperii &ndash; Die Sprache des Dritten Reiches&laquo;, wie sie Victor Klemperer in seinem 1947 erstmals beim Aufbau-Verlag erschienenen &raquo;Notizbuch eines Philologen&laquo; festgehalten hat. Ernst Elitz, Gr&uuml;ndungsintendant des Deutschlandradios am Montag in Bild: &raquo;Nur Zwangsma&szlig;nahmen, die unerbittlich die Lebensstr&auml;nge von Ru&szlig;lands Wirtschaft mit dem Westen kappen, werden wirken.&laquo; Klemperer schrieb seinerzeit von &raquo;Sprachgeschossen&laquo; der Nazi-Rhetorik, die montiert seien aus &raquo;brutal, radikal, r&uuml;cksichtslos, restlos, gnadenlos, unab&auml;nderlich, unerbittlich, unersch&uuml;tterlich, unmi&szlig;verst&auml;ndlich&laquo; mit &raquo;zuschlagen, durchgreifen, ausrotten, vernichten, abrechnen, zertr&uuml;mmern&laquo;, alles mit &raquo;eiserner Entschlossenheit, t&ouml;dlichem Ernst, &auml;u&szlig;erster H&auml;rte&laquo;. Beim Vokabular kann Elitz also noch zulegen, die gro&szlig;deutsche Diktion hat er drauf. So etwas hat 15 Jahre die bundesweite &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt geleitet. Die ist entsprechend.<br>\nFriedrich Schmidt steht dem in der FAZ am selben Tag nicht nach und notiert: Im M&auml;rz &raquo;erinnerte man sich in Ru&szlig;land an eine Kindheitserinnerung Putins, dem eine Ratte imponiert hatte, die in eine Ecke gedr&auml;ngt war und mit dem Mut der Verzweiflung zum Angriff &uuml;berging&laquo;. Das &raquo;man&laquo; &auml;u&szlig;erte sich seinerzeit in diversen deutschen Gazetten und weniger in Ru&szlig;land. Aber auf die Rattenpsyche des Kremlherrschers lassen sich die vornehmen Frankfurter lieber nur auf dem Umweg ein. Der Zweck ist so besser erf&uuml;llt als<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/07-22\/052.php\">junge welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein guter Hinweis. Seit dem Abschuss des Fluges der Malaysian Airlines dreht die deutsche Mainstreampresse v&ouml;llig durch. Man f&uuml;hlt sich doch leicht an den Juli 1914 erinnert als gerade auch in der Presse gezielt Stimmung gegen Serbien und Russland gemacht wurde. Ohne die Hintergr&uuml;nde genauer zu recherchieren, so ist nicht klar ob Putin wirklich die volle Kontrolle gerade &uuml;ber die ultra-nationalistischen Kr&auml;fte in Russland und unter den der pro-russischen Separatisten in der Ukraine hat, steht f&uuml;r die deutsche Journaille fest, dass Moskau die volle Verantwortung f&uuml;r den Vorfall tr&auml;gt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Zur Kriegshetze ein aktuelles Beispiel aus der SZ: Der Krieg ist zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Kriege der Gegenwart sind hei&szlig;e, in denen geschossen, geblutet und gestorben wird. Wie prek&auml;r die Weltlage ist, zeigt das abgest&uuml;rzte Passagierflugzeug der Malaysia Airlines. Wer in diesen Zeiten Frieden und Ordnung schaffen will, muss seine Werte verteidigen k&ouml;nnen. Wehrhaft.<br>\nWenn es noch eines Zeichens bedurfte, wie prek&auml;r die Weltlage ist, so setzt dies jetzt ein Passagierflugzeug der Malaysia Airlines. Aus 10 000 Metern H&ouml;he, unterwegs von Amsterdam nach Kuala Lumpur, st&uuml;rzte die Boeing &uuml;ber dem ukrainischen Kriegsgebiet ab, wohl von einer Rakete abgeschossen.<br>\nDie 298 Toten ersch&uuml;ttern die Welt noch mehr als andere Tote nach Flugzeugkatastrophen. Sie fielen offenbar keiner T&uuml;cke der Technik zum Opfer, sondern Waffengewalt. Der Krieg auf dem Boden hat den Himmel erreicht und die internationale Luftfahrt getroffen. Die Toten kommen aus vielen L&auml;ndern. Wom&ouml;glich wird Flug MH17 eine Z&auml;sur setzen und den Menschen im Westen die Augen daf&uuml;r &ouml;ffnen, dass sie immer noch in Zeiten der Kriege leben.<br>\nDie Europ&auml;ische Union ist zwischen Schuldenmachern und Sparern, Putin-Verstehern und Putin-F&uuml;rchtern, EU-Freunden und EU-Ver&auml;chtern gespalten. Sie schreckt in ihrer derzeitigen Verfassung niemanden vor dem Einsatz von Gewalt ab.<br>\nViele Europ&auml;er glauben, Konflikte lie&szlig;en sich stets mit gutem Willen und ganz viel Diplomatie l&ouml;sen. Der russische Pr&auml;sident sollte ihnen zu denken geben. Putin erstrebt keinen Kompromiss. Er will die Ukraine zersetzen, damit sie nicht nach Westen geht. W&auml;hrend Europa verhandelt, r&uuml;stet er Rebellen auf. Europas Krisendiplomatie hat hier keine Zeit gewonnen &ndash; sondern verloren. Selbst der Schock &uuml;ber den Absturz des Flugzeuges, der Putin nun nach einer Waffenruhe rufen l&auml;sst, wird nicht lange heilsam wirken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/weltordnung-nach-mh-der-krieg-ist-zurueck-1.2052526\">SZ<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>UN-Sicherheitsrat fordert Zugang zu Absturzstelle<\/strong>\n<p><strong>Der internationale Druck auf Russland w&auml;chst: Der UN-Sicherheitsrat fordert von den Separatisten, eine internationale Untersuchung des Ungl&uuml;cks von MH17 zu unterst&uuml;tzen.<\/strong><br>\nDer UN-Sicherheitsrat hat in einer Resolution den Abschuss der Passagiermaschine der Malaysia Airlines im umk&auml;mpften Osten der Ukraine &ldquo;aufs Sch&auml;rfste&rdquo; verurteilt und einen freien Zugang zum Absturzort verlangt. In dem von Australien eingebrachten und am Montag einstimmig verabschiedeten Resolutionstext wurden die prorussischen Separatisten aufgefordert, die &ldquo;Integrit&auml;t&rdquo; der Absturzstelle zu bewahren und eine Feuerpause in der Region einzuhalten. Russland hatte zun&auml;chst einen eigenen Resolutionsentwurf eingebracht, dann aber einer gemeinsam &uuml;berarbeiteten Version des australischen Entwurfs zugestimmt. Zudem forderten die 15 Mitglieder des UN-Gremiums, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-07\/un-sicherheitsrat-ukraine-flugzeugabsturz\">Zeit.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Hat nun Russland zugestimmt oder nicht? Was soll also selbst hier wieder der Unterton &bdquo;der internationale Druck auf Russland w&auml;chst&ldquo;. Hat Putin selbst im Interview (gesendet im ZDF heute-journal) unabh&auml;ngige Untersuchungen gefordert? Hat nicht in der selben Sendung ein niederl&auml;ndischer Experte einen angemessenen Umgang mit den Toden attestiert?<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>Russland, der Westen und die BRICS-Staaten: Aufrei&szlig;ende Gr&auml;ben<\/strong>\n<p>Im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise hat Australiens Premierminister Tony Abbot, wie berichtet, erneut damit gedroht, Russland vom G-20-Gipfel im November auszuschlie&szlig;en. Eine Suche in den englischsprachigen Medien bei Google News zeigt, dass insbesondere im angels&auml;chsischen Raum der Schuldige f&uuml;r den Abschuss des Malaysischen Flugzeugs l&auml;ngst in Moskau gesehen wird und es f&uuml;r eine Verurteilung offenbar keinerlei Beweise bedarf.<br>\nEntsprechend steigt der &ouml;ffentliche Druck auf die australische Regierung, Russlands Pr&auml;sidenten Vladimir Putin vom diesj&auml;hrigen Gipfel auszuladen. Die Regierung in Canberra l&auml;sst es, dem nachgebend, nicht an markigen Worten fehlen und droht Moskau mit Konsequenzen f&uuml;r das G-20-Treffen. Einmal mehr wird damit deutlich, wie sehr viele im Westen die internationale Lage verkennen.<br>\nDie Gruppe der 20 ist n&auml;mlich anders als die G7\/G8 keineswegs eine Veranstaltung, die von den USA und ihren Verb&uuml;ndeten kontrolliert wird. Ihr geh&ouml;ren neben der EU die 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenl&auml;nder an, darunter auch die sogenannten BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und S&uuml;dafrika. Und unter diesen ist Russland alles andere als isoliert. Ein Treffen der BRICS-Staats- und Regierungschefs der-Staaten hatte dies erst letzte Woche im brasilianischen Fortalezza gezeigt. Die Vertreter der f&uuml;nf Staaten sprachen sich nachdr&uuml;cklich gegen die von den USA und der EU gegen Russland verh&auml;ngten Sanktionen aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Russland-der-Westen-und-die-BRICS-Staaten-Aufreissende-Graeben-2263726.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Eine relativ kurze und &uuml;berschaubare Zusammenstellung von Ereignissen, Stellungnahmen und offenbar Wunschdenken, die aber den &ldquo;Nagel auf den Kopf&rdquo; treffen k&ouml;nnte.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gaza<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Michael L&uuml;ders: &bdquo;Menschliche Verrohung&ldquo;<\/strong>\n<p>Ein ausgewogener Kommentar des Nahost-Experten im ZDF zum Krieg Israels gegen Gaza.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/zdfheute-nachrichten-startseite-3998.html\">ZDF heute-journal (ab Minute 13.11)<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>Warum ich Pal&auml;stina verlasse<\/strong>\n<p>Vier Jahre arbeitete J&ouml;rg Knocha als Programmmanager der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ramallah. Inmitten der neusten Eskalation in Gaza l&auml;sst er Land und Konflikt nun hinter sich &ndash; auch um nicht zum Zyniker zu werden.<br>\nDieser Moment ist nun also da. Nach &uuml;ber vier Jahren verlasse ich Pal&auml;stina. Nat&uuml;rlich habe ich mich nie wirklich mit einem Zustand abgefunden, der so weit von dem entfernt ist, was ich aus Deutschland gewohnt war. Aber man stumpft ab. &Uuml;berflutet von Bildern toter Kinder, die nun tagt&auml;glich in den Lokalzeitungen abgedruckt oder auf Facebook ver&ouml;ffentlicht werden. Schockiert &uuml;ber die Berichte von teils israelischen Menschenrechtsorganisationen zu ungestraft bleibenden Angriffen auf pal&auml;stinensische Zivilisten oder zu den unmenschlichen Lebensbedingungen im Gazastreifen.<br>\nNat&uuml;rlich gab es in der gleichen Zeit auch f&uuml;rchterliche Anschl&auml;ge auf Israelis, wie das Ausl&ouml;schen einer Familie in der Siedlung Itamar durch zwei pal&auml;stinensische Jugendliche , die durch nichts zu rechtfertigen sind. Die Verschw&ouml;rungstheorien zur m&ouml;glichen T&auml;terschaft asiatischer Gastarbeiter haben mich damals sprachlos werden lassen. Doch die Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit in diesem Konflikt l&auml;sst jeden Versuch der Neutralit&auml;t, manchmal auch der eigenen Objektivit&auml;t, zu einer Herkulesaufgabe werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zenithonline.de\/deutsch\/gesellschaft\/a\/artikel\/warum-ich-palaestina-verlasse-004151\/\">Zenith<\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das M&auml;rchen vom Fachkr&auml;ftemangel<\/strong>\n<p>&ldquo;Ingenieursmangel! &Auml;rztemangel! Zu wenig IT-Spezialisten!&rdquo; und &ldquo;Wenn wir nicht gegensteuern, geht es bergab mit Deutschland.&rdquo; Das sind allt&auml;gliche Schlagzeilen, mit denen Politik gemacht wird. &ldquo;Der Arbeitsmarktreport&rdquo; deckt die Hintergr&uuml;nde des seit Jahrzehnten beklagten Fachkr&auml;ftemangels auf. Tats&auml;chlich lenkt der lautstarke Hilferuf bewusst ab von gewichtigen Problemen: Lohndumping und Arbeitslosigkeit. Akteure in diesem Spiel sind Lobbyverb&auml;nde der Wirtschaft, die zusammen mit den Politikern und der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit den Arbeitskr&auml;ftemarkt in Deutschland gestalten.<br>\nKaum ein Lobbyverband hat sich so vehement daf&uuml;r eingesetzt, ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte ins Land zu holen, wie der Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Ingenieure selbst sind es, die dem Verein vorwerfen, er lasse sich von Unternehmen instrumentalisieren und dr&uuml;cke das Mindestgehalt. Weil der Ingenieursverband regelm&auml;&szlig;ig mit Horror-Zahlen aufwartet, hat man den Ingenieursberuf zum Mangelberuf erster Klasse erkl&auml;rt und erlaubt Unternehmen jetzt, hochqualifizierte ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte einzustellen, zu einem Mindestlohn von 32.500 Euro im Jahr. Fr&uuml;her lag diese Grenze bei 66.000 Euro. Mit Blue Card und europ&auml;ischer Freiz&uuml;gigkeit sollen Fachkr&auml;fte aus Spanien, Griechenland, Rum&auml;nien und Bulgarien auf den deutschen Arbeitsmarkt str&ouml;men. Deutschland ist stolz darauf, Krisenstaaten zu unterst&uuml;tzen, indem es ihnen Arbeitslose abnimmt.<br>\nOffene Stellen ohne Bewerber? Tats&auml;chlich kommen derzeit sechs passende Bewerber auf ein Jobangebot. Provozieren Unternehmer also bewusst ein &Uuml;berangebot an Fachkr&auml;ften, um trotz anziehender Konjunktur geringere L&ouml;hne zahlen zu k&ouml;nnen? Die Bewerber von heute sehen sich nicht mehr als Bittsteller. Sie fordern, anstatt schlechte Bedingungen zu akzeptieren, nur um einen Job zu bekommen. Am Ende entpuppt sich der behauptete Fachkr&auml;ftemangel als Strategie, die sich f&uuml;r Politik und Wirtschaft durchaus lohnen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/hr\/die-story-im-ersten-der-arbeitsmarktreport100.html\">Das Erste<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen, der &bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; ist reine Arbeitgeberpropaganda um die L&ouml;hne zu dr&uuml;cken. Die Versuche ausl&auml;ndische &bdquo;Fachkr&auml;fte&ldquo; anzuwerben ebenso. Das &auml;rgerliche daran ist, dass die gesamte Presse wieder einmal die vorfabrizierten Schlagzeilen einfach ungepr&uuml;ft nachplappert. Von der Politik ganz zu schweigen.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Grenzschutz speichert IP-Adressen von Reisenden<\/strong>\n<p>Planen Sie eine Reise in die USA? Dann erf&auml;hrt der amerikanische Grenzschutz eine Menge &uuml;ber Sie. Ein US-B&uuml;rger hat die Beh&ouml;rden zur Herausgabe seiner gespeicherten Passagierdaten gezwungen. Sogar IP-Adressen und eine Kreditkartennummer waren darunter.<br>\nDie Grenzsch&uuml;tzer in den USA betreiben einen riesigen Reisedatenspeicher. Will jemand das Land verlassen, einreisen oder auch nur dort Zwischenstation machen, m&uuml;ssen die Fluggesellschaften und Buchungsagenturen den Beh&ouml;rden detaillierte Angaben &uuml;ber ihre Kunden machen. Passenger Name Record (PNR) hei&szlig;t so ein einzelner Datensatz.<br>\nWas darin alles enthalten sein kann, f&uuml;hren die Grenzsch&uuml;tzer der Customs and Border Protection (CBP) auf ihrer Website auf. 19 Punkte umfasst die Liste, darunter Kontaktdaten, Reiseziel und Angaben &uuml;ber die bei der Buchung verwendete Zahlungsmethode. Die Aufz&auml;hlung deckt sich mit der Liste, auf die sich EU und USA 2012 im h&ouml;chst umstrittenen Abkommen &uuml;ber Fluggastdatens&auml;tze schlie&szlig;lich geeinigt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/passenger-name-record-pnr-enthaelt-ip-adressen-a-982058.html\">SPON<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>I, spy: Edward Snowden in exile<\/strong>\n<p>He doesn&rsquo;t drink, he&rsquo;s reading Dostoevsky and, no, he doesn&rsquo;t wear a disguise. A year after blowing the whistle on the NSA, America&rsquo;s most wanted talks frankly about his life as a hero-pariah &ndash; and why the world remains &lsquo;more dangerous than Orwell imagined&rsquo;.<br>\nI think it&rsquo;s unfortunate that we see in a number of states &ndash; and this is particularly well represented in western Europe &ndash; [that] the priorities of governments seem to be very distinct from the desires of the public. I think it&rsquo;s unfortunate when, for example, in Germany evidence has revealed that the NSA is spying on millions of German citizens &hellip; and that&rsquo;s not a scandal. But when Angela Merkel&rsquo;s cell phone is listened [in] on and she herself is made a victim, suddenly it changes relations.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2014\/jul\/18\/-sp-edward-snowden-nsa-whistleblower-interview-transcript\">The Guardian<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Snowden im Guardian-Interview: &ldquo;Die Regierung f&auml;ngt eure intimsten Lebensausschnitte ab.&rdquo;<\/strong><\/p>\n<p>Gro&szlig;e Aufmerksamkeit erh&auml;lt er von den Medien f&uuml;r seine Kritik der Cloud &ndash; es sei nicht das Ende von Cloud Computing, aber es brauche eben gewisse Standards, wie ein &ldquo;zero knowledge system&rdquo; &ndash; als Beispiel vergleicht er Dropbox, ein Premiumziel f&uuml;r eine Prism-Partnerschaft mit sehr privatsph&auml;refeindlichen Einstellungen mit Spideroak, ebenfalls ein Filesharing-Hoster, dessen Mitarbeiter aber keinen Zugriff auf die Daten ihrer Kunden haben, da diese bereits auf dem Computer verschl&uuml;sselt werden. In der Dropbox sei nichts sicher. Gegen diese Vorw&uuml;rfe wehrte sich der Filehoster im &Uuml;brigen gegen&uuml;ber Spiegel Online.<br>\nAuf die Frage, ob er Google nutze, muss er erst einmal herzlich lachen. Man k&ouml;nne weder Google noch Skype trauen, vor allem nicht f&uuml;r private Konversationen. Er kennt konkrete Vorf&auml;lle, wo in die intimste Privatsph&auml;re der &Uuml;berwachten eingegriffen wurde &ndash; Daten, die &uuml;berhaupt nicht mit dem &Uuml;berwachungsziel zusammen hingen, zum Beispiel explizite Fotos oder Videochatinhalte, kommen immer wieder vor &ndash; und die jungen Mitarbeiter teilen sie nat&uuml;rlich untereinander. Diese Youngster, vielleicht 22, pl&ouml;tzlich ausgestattet mit einer Menge Verantwortung &ndash; sie haben Zugang zu allen Daten. Ein solcher Vorfall, wo pikante Details einfach weitergereicht werden, werde nicht gemeldet, es gebe ja fast keine Kontrolle. Die intimsten Lebensausschnitte der Bev&ouml;lkerung werden ihr von der Regierung genommen &ndash; ohne jegliche Genehmigung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/snowden-interview-mit-dem-guardian-die-regierung-faengt-eure-intimsten-lebensausschnitte-ab\/\">netzpolitik.org<\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Politikwechsel in und f&uuml;r Europa<\/strong>\n<p>Das EU-Parlament hat Jean-Claude Juncker zum neuen Pr&auml;sidenten der EU-Kommission gew&auml;hlt. Die Leitlinien des neuen EU-Kommissionspr&auml;sidenten greifen geschickt die ver&auml;nderten politischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse in der EU und der Euro-Zone auf. Juncker will in den n&auml;chsten Jahren die hohe Arbeitslosigkeit durch mehr Wachstum und Besch&auml;ftigung zur&uuml;ckdr&auml;ngen; es soll also um eine Re-Industrialisierung Europas gehen und um &ldquo;mehr Europa&rdquo; bei den gro&szlig;en Themen wie Energie und Au&szlig;enpolitik.<br>\n&ldquo;Die Krise ist noch nicht zu Ende&rdquo;, sagte Juncker, &ldquo;sie wird erst vorbei sein, wenn wir Vollbesch&auml;ftigung haben. Wir brauchen eine Wirtschaftsregierung, und das werden wir auch erreichen. Auch Juncker will eine st&auml;rkere Flexibilisierung des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakts umsetzen. &ldquo;Wir werden den Pakt in den Grundz&uuml;gen nicht ver&auml;ndern, Europa darf seine Versprechen nicht brechen. Aber in Zukunft werden wir die Flexibilit&auml;tsmargen verst&auml;rkt nutzen&rdquo;, so Juncker. Der neue Pr&auml;sident bleibt also im Korsett der alten Regelungen &ndash; folglich wird es nur geringe Fortschritte geben. Die europ&auml;ische Linke muss auf einen konsequenteren Bruch mit der Austerit&auml;tspolitik dr&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/nc\/die-linke\/nachrichten\/detail\/zurueck\/nachrichten\/artikel\/politikwechsel-in-und-fuer-europa-1\/\">Axel Troost\/Die Linke<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Aufgelesen bei &hellip; Wolfgang Sch&auml;uble<\/strong>\n<p>Wolfgang Sch&auml;uble, der Bundesfinanzminister, bot in der vergangenen Woche im Deutschlandfunk eine Kostprobe seiner wirtschaftspolitischen Vorstellungen dar, die wir nicht unkommentiert lassen wollen:<br>\n&bdquo;Die wirtschaftliche Entwicklung h&auml;ngt ja ganz stark auch von der psychologischen Verfassung von Investoren wie Konsumenten ab. Frankreich ist in einer gewissen Krise, auch einer Vertrauenskrise &hellip;, und das muss man dann &uuml;berwinden. Das geht nicht &uuml;ber Nacht, das geht auch nur dadurch, dass man ein stetiges verl&auml;ssliches Klima schafft, und daran arbeitet die Regierung. &hellip; jetzt hoffe ich wirklich, dass dieser Weg auch der richtige ist. &hellip; Verl&auml;sslichkeit gewinnt man auch nur, wenn man das, was man zusagt, auch macht. Haushaltssanierung und Investitionsf&ouml;rderung, das sind keine Gegens&auml;tze. Man hat da nicht die Wahl zwischen beidem, sondern man muss beides tun, und dann entsteht Vertrauen. Das ist der Weg, mit dem wir in Deutschland in den letzten Jahren gut aus einer schweren Krise herausgekommen sind.&ldquo;<br>\nDie wirtschaftliche Entwicklung h&auml;ngt Sch&auml;ubles Meinung nach &bdquo;sehr stark von der psychologischen Verfassung von Investoren und Konsumenten ab&ldquo;. Das erkl&auml;rt vieles von dem, was Wolfgang Sch&auml;uble tut, und es erkl&auml;rt zugleich die Differenzen, die wir mit ihm haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/aufgelesen-bei-wolfgang-schaeuble\/\">flassbeck-economics<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Das Gewicht der Multis<\/strong>\n<p>Handel Das TTIP-Abkommen gilt als Match zwischen EU und USA. Es ist aber vor allem ein Kampf der Gro&szlig;konzerne gegen den Mittelstand.<br>\nSollen wir? Sollen wir nicht? Die Verhandlungen &uuml;ber das Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU geben wieder einmal Anlass zu grunds&auml;tzlichen Auseinandersetzungen. Dabei ist interessant zu beobachten, welche Gesichtspunkte dabei im Vordergrund stehen. Da ist zun&auml;chst der rein merkantilistische Aspekt: Wer zieht wen &uuml;ber den Tisch? K&ouml;nnen die Amerikaner das Vertragswerk n&uuml;tzen, um uns Europ&auml;er mit ihren Produkten und Dienstleistungen zu &bdquo;&uuml;berschwemmen&ldquo;? Die Franzosen etwa f&uuml;rchten um ihre Film- und Unterhaltungsindustrie, die deutschen Landwirte um ihre umweltfreundlichen, aber teuren Bio-Produkte, und Europas IT-und Softwarebranche f&uuml;hlt sich &ndash; der marktbeherrschenden Stellung des B&uuml;rosoftware-Giganten SAP zum Trotz &ndash; ohnehin immer in die Enge gedr&auml;ngt.<br>\nSolche Bef&uuml;rchtungen sind jedoch zumindest von europ&auml;ischer Seite nicht berechtigt. Wenn hier jemand jemanden &uuml;berschwemmt, dann die EU die USA und nicht umgekehrt. Deutschland etwa hat 2013 Waren und Dienstleistungen im Wert von 88 Milliarden Euro in die USA aus-, aber nur 38,4 Milliarden Euro eingef&uuml;hrt. Das sind Welten. Dass viele Europ&auml;er dennoch &bdquo;Wettbewerbsnachteile&ldquo; bef&uuml;rchten, ist die Folge einer jahrzehntelangen Gehirnw&auml;sche, mit der man uns einzubl&auml;uen versucht, dass unser Wohlstand von der &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; abh&auml;ngt, sprich von der F&auml;higkeit, mehr zu exportieren als zu importieren.<br>\nEinverstanden: Die Verhandlungen um die TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) sind als Match angelegt: EU gegen USA. Das mag nationale Emotionen sch&uuml;ren. Wichtiger ist aber der Gegensatz zwischen den weltweit t&auml;tigen Multis und den mittelst&auml;ndischen Unternehmen und anderen Institutionen wie Regierungen, Gerichte, Gewerkschaften und so weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/das-gewicht-der-multis\">Freitag<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>Die Freihandelsfalle<\/strong>\n<p>Bei den Verhandlungen f&uuml;r ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU werden neoliberale Dogmen weiter verfolgt, obwohl die Schattenseiten allgegenw&auml;rtig sind: Standortwettbewerb, Lohndumping, sinkende Standards und Gestaltungsm&ouml;glichkeiten in demokratischen Staaten. In diesem AttacBasisText werden die m&ouml;glichen Folgen f&uuml;r Europa und Deutschland f&uuml;r den Fall herausgearbeitet, dass die Verhandlungen um eine &raquo;Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft&laquo; (TTIP) erfolgreich verlaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vsa-verlag.de\/nc\/detail\/artikel\/die-freihandelsfalle\/\">vsa-verlag<\/a><\/p>\n<p>Harald Klimenta, Andreas Fisahn u.a.<br>\nDie Freihandelsfalle. Transatlantische Industriepolitik ohne B&uuml;rgerbeteiligung &ndash; das TTIP<br>\nVSA-Verlag, 2014<br>\nISBN 978-3-89965-592-6<\/p>\n<\/li>\n<li><strong>Gef&auml;hrliche Geheimnisse &ndash; Wie USA und EU den Freihandel planen<\/strong>\n<p>Die USA und die EU verhandeln hinter verschlossenen T&uuml;ren &uuml;ber ein transatlantisches Freihandelsabkommen, das 2015 in Kraft treten soll. Die Geheimverhandlungen bedrohen massiv die Rechte der B&uuml;rger in Europa. Das geplante Regelwerk ist in erster Linie ein Angriff auf den Verbraucherschutz &ndash; auch in Deutschland.<br>\nNicht Parlamentarier, sondern Fachbeamte und Konzernberater sitzen bei den Verhandlungen exklusiv am Tisch. Eine Teilhabe demokratisch legitimierter Akteure ist nicht vorgesehen. Setzen sich die Unternehmen und ihre Lobbyisten durch, k&ouml;nnten Deutschland und Europa hinter gesetzte Standards zur&uuml;ckfallen: Grenzwerte f&uuml;r toxische Belastung k&ouml;nnten sinken, das Recht auf Privatsph&auml;re eingeschr&auml;nkt, die Errungenschaften des Arbeitsschutzes aufgeweicht und die Fortschritte der Klimapolitik zunichte gemacht werden.<br>\nStaaten und Regierungen w&uuml;rden zudem einen Gro&szlig;teil ihrer Souver&auml;nit&auml;t verlieren, so dass Kritiker von einem &ldquo;Staatsstreich in Zeitlupe&rdquo; sprechen. Sollte es in Einzelf&auml;llen zum Streit kommen, w&uuml;rden demokratisch nicht legitimierte Schiedsgerichte entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/wissenschaftsdoku\/sendungen\/175428\/index.html&amp;cx=12\">3sat<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>Europ&auml;ischer Aktionstag gegen TTIP &amp; CETA &ndash; 11. Oktober 2014<\/strong>\n<p>Am Samstag, dem 11. Oktober 2014 soll ein europaweiter, dezentraler Aktionstag gegen TTIP und CETA stattfinden.<br>\nZivilgesellschaftliche Organisationen, Gewerkschaften und Basisinitiativen aus ganz Europa rufen zu einem Aktionstag auf, um die laufenden Verhandlungen &uuml;ber TTIP, CETA und andere Freihandelsvertr&auml;ge zu stoppen und eine alternative Handelspolitik voranzubringen, die Menschenrechte, Demokratie und Umwelt an die erste Stelle setzt.<br>\nTTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership &ndash; zwischen USA und EU) und CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement &ndash; zwischen Kanada und EU) sind die prominentesten Beispiele daf&uuml;r, wie Handels- und Investitionspolitik undemokratisch und im alleinigen Interesse gro&szlig;er Konzerne verhandelt wird. Die Verhandlungen werden im Geheimen gef&uuml;hrt, ohne Information f&uuml;r die kritische &Ouml;ffentlichkeit, w&auml;hrend Unternehmenslobbyisten zunehmend Einfluss einger&auml;umt wird.<br>\nSollten diese Verhandlungen durchkommen, w&uuml;rden sie multinationalen Unternehmen das exklusive Recht einr&auml;umen, um Regierungen ausserhalb der nationalen und europ&auml;ischen Rechtssysteme vor internationalen Schiedsgerichten zu verklagen. Sie w&uuml;rden unter dem Vorwand der &bdquo;transatlantischen Harmonisierung&ldquo; Gesundheits- und Sicherheitsstandards abbauen und Befugnisse nationaler und lokaler Regierungen untergraben, sch&auml;dliche Verfahren wie Fracking oder die Verwendung von GVOs zu verhindern. Sie w&uuml;rden den Ausverkauf von wesentlichen &ouml;ffentlichen Dienstleistungen vorantreiben und Arbeitnehmer- und sozialen Rechten in einen Wettlauf nach unten zwingen.<br>\nEng verkn&uuml;pft ist diese Politik mit dem laufenden Abbau von Sozialstandards und einem Privatisierungsschub bei &ouml;ffentlichen Dienstleistungen im Namen von &ldquo;Austerit&auml;t&rdquo;, &ldquo;Krisenpolitik&rdquo; und zunehmender &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/kampagnen\/freihandelsfalle-ttip\/aktionen\/aktionstag-1110\/\">attac<\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>4700 Milliarden Euro in Steueroasen<\/strong>\n<p>Ein franz&ouml;sischer &Ouml;konom hat spektakul&auml;re Rechnungen zur globalen Steuerhinterziehung vorgelegt. W&uuml;rde alles ehrlich versteuert, h&auml;tten wohl viele L&auml;nder ihre Haushaltsprobleme gel&ouml;st.<br>\nGabriel Zucman ist ein Sch&uuml;ler des in j&uuml;ngster Zeit bekannt gewordenen franz&ouml;sischen &Ouml;konomen Thomas Piketty, der den starken Anstieg der Kapitaleink&uuml;nfte im Vergleich zu den Lohneinkommen und die daraus resultierende ungleiche Verm&ouml;gensverteilung untersucht hat. Derzeit ist der 27-J&auml;hrige Zucman an der Universit&auml;t im kalifornischen Berkeley t&auml;tig.<br>\nSeine Rechnungen kommen auf eine unvorstellbare Zahl. Danach l&auml;gen in den Steueroasen weltweit 5800 Milliarden Euro, wovon 4700 Milliarden nicht versteuert seien. Das ist mehr als die gesamte Wirtschaftsleistung Deutschlands in einem Jahr. Es ist auch mehr als doppelt so viel wie die in Jahrzehnten angeh&auml;ufte deutsche Staatsverschuldung. Und es ist etwa acht Prozent des privaten Finanzverm&ouml;gens der Welt und sogar mehr als zehn Prozent des europ&auml;ischen Finanzverm&ouml;gens. Rund 30 Prozent des Geldes in Steueroasen l&auml;gen in der Schweiz, schreibt Zucman.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/hinterziehung-4700-milliarden-euro-in-steueroasen-13042452.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Eine &Ouml;konomie der Verachtung<\/strong>\n<p>Wird die menschliche Arbeitskraft in der digitalen Zukunft wirklich &uuml;berfl&uuml;ssig? Nicht Technologien vernichten Arbeitspl&auml;tze, sondern Menschen mit Gesch&auml;ftsinteressen.<br>\nFatalismus und Hilflosigkeit haben sich in die Debatte eingeschlichen. &Ouml;konomen, IT-Experten und Unternehmer schw&auml;rmen von den neuen digitalen M&ouml;glichkeiten. Die Maschinen, sagen sie, k&ouml;nnen fast alle Arbeiten erledigen &ndash; was zu massenhafter Arbeitslosigkeit und noch mehr sozialer Ungleichheit f&uuml;hren wird. Die objektiven Gesetze eines rationalen Marktes, sagen sie, machen es notwendig, dass Menschen durch immer billigere digitale Arbeitskr&auml;fte in Form von Robotern und Algorithmen verdr&auml;ngt werden. Selbst Spitzenverdiener machen sich Sorgen. Diesem Narrativ zufolge treten Menschen gegen Maschinen an &ndash; in einem t&ouml;dlichen Wettlauf. Wie Bill Gates k&uuml;rzlich sagte: &bdquo;In zwanzig Jahren wird der Bedarf an qualifizierten Arbeitskr&auml;ften erheblich gesunken sein.&ldquo; Manche Leute fragen sich verunsichert, welche Rolle der Mensch in dieser automatisierten Zukunft &uuml;berhaupt noch spielen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/die-digital-debatte\/digitale-revolution-eine-oekonomie-der-verachtung-13049157.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kleine Banken zahlten ein Siebtel der Bankenabgabe<\/strong>\n<p>Knapp 1200 kleinere deutsche Banken haben in den vergangenen drei Jahren 246 Millionen Euro in den Bankenrettungsfonds eingezahlt, obwohl sie aus dem Fonds im Notfall keine Leistungen erwarten k&ouml;nnen. Dies entspreche einem Anteil von 14 Prozent oder einem Siebtel an den gezahlten Bankenabgaben insgesamt, hei&szlig;t es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion, die der in D&uuml;sseldorf erscheinenden &ldquo;Rheinischen Post&rdquo; (<a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/wirtschaft\/kleine-banken-muessen-fuer-grosse-zahlen-aid-1.4399608\">Montagausgabe<\/a>) vorliegt&hellip;.<br>\nDie 22 systemrelevanten Banken haben der Regierungsantwort zufolge 2011 bis 2013 insgesamt 1,443 Milliarden Euro an Bankenabgabe gezahlt. Dies waren 80 Prozent aller Einnahmen. Weitere sechs Prozent oder 113 Millionen kamen von den 52 systemgef&auml;hrdenden Banken. Die 1181 kleineren Banken wie Sparkassen und Genossenschaftsinstitute steuerten mit 246 Millionen Euro mehr als doppelt so viel bei wie systemgef&auml;hrdende Institute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanzen.net\/nachricht\/aktien\/Rheinische-Post-Kleine-Banken-zahlten-ein-Siebtel-der-Bankenabgabe-3737362\">Finanzen.net<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Paul Krugman: Addicted to Inflation  &ndash;  Inflationsbesessen<\/strong>\n<p>Das Eingest&auml;ndnis, ein Problem zu haben, ist der Schritt zur Besserung. Das gilt f&uuml;r politische Bewegungen ebenso wie f&uuml;r Einzelpersonen. Und so habe ich ein paar Ratschl&auml;ge f&uuml;r die sogenannten Reformkonservativen, die sich bem&uuml;hen, die intellektuelle Vitalit&auml;t der Rechten wieder herzustellen: Als Erstes m&uuml;ssen Sie sich der Tatsache stellen, dass ihre Bewegung von unkontrollierbaren Zw&auml;ngen beherrscht wird. Insbesondere gilt das f&uuml;r ihre Inflationsbesessenheit  &ndash;  nicht von der Sache selbst ist sie besessen, sondern von der Vorstellung, die galoppierende Inflation sei schon im Gange oder st&uuml;nde unmittelbar bevor.<br>\nZur Veranschaulichung nehme man eine Szene, die sich vor einigen Tagen bei CNBC zugetragen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/07\/18\/opinion\/paul-krugman-addicted-to-inflation.html\">New York Times<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&ldquo;Start&rdquo;-Chef sieht Zeitarbeit als eine &Uuml;bergangssituation<\/strong>\n<p>Im Interview spricht der Vorsitzende der Zeitarbeitsfirma Start, Wilhelm Oberste-Beulmann, &uuml;ber Mindestlohn in der Branche, die sensible Arbeit mit Langzeitarbeitslosen und die soziale Verantwortung gegen&uuml;ber Arbeitnehmern.<br>\nWilhelm Oberste-Beulmann ist Vorsitzender der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Zeitarbeitsfirma Start in Duisburg. Mit dieser Zeitung sprach er &uuml;ber Mindestlohn, Arbeitnehmer-Qualifizierung und die soziale Verantwortung gegen&uuml;ber den Besch&auml;ftigten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/wirtschaft\/start-chef-sieht-zeitarbeit-als-eine-uebergangssituation-id9605139.html\">WAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.G.:<\/strong> Und ich glaube Herr Wilhelm Oberste-Beulmann hofft darauf, dass sich die &Uuml;bergangssituation auch in Zukunft dauerhaft in seinem Unternehmen verankert. Manchmal hat ein Leiharbeiter mehrere &Uuml;bergangssituationen auszuhalten, wenn er im Jahr mehrmals an verschiedene Arbeitgeber verliehen wird.<\/em><br>\n<em>Und solange auch die Zeitarbeitunternehmen vom Sanktionsparagraphen 31 und 32 im SGB II profitieren &ndash; denn jeder Langzeitarbeitslose muss sich auch auf Verlangen der BA &ndash; auf diese Stellen bewerben, hat das nichts mehr mit freier Marktwirtschaft zu tun. Das ist nichts anderes als fl&auml;chendeckende bundesrepublikanische Sklaverei. Abschaffen sofort. Kein Zwischenhandel mehr, sofort!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung H.R.:<\/strong> Siehe dazu auch aus unseren <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22448#h06\">Hinweisen den Tages II vom Freitag, 18. Juli 2014 den Hinweis Nr. 6<\/a> &uuml;ber Leiharbeit und Sklavenhandel, insbesondere den IAB-Kurzbericht mit dem Titel Zeitarbeit in Deutschland: Hohe Dynamik und kurze Besch&auml;ftigungsdauern.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Die Gewerkschaften m&uuml;ssen sehr hart arbeiten&laquo;<\/strong>\n<p>Gespr&auml;ch mit Steffen Lehndorff. &Uuml;ber M&ouml;glichkeiten, den nationalen Rahmen linker Politik zu &uuml;berwinden, Spaniens R&uuml;ckkehr zu einem gescheiterten Wachstumsmodell und Merkels &raquo;Agenda-Legende&laquo;<br>\nSchaut man in die gro&szlig;en Tageszeitungen, scheint die Krise bald vorbei: Da waren in den letzten Wochen reihenweise Erfolgsmeldungen zu finden, wie: &raquo;Spanien schafft es aus der Rezession&laquo; (FAZ), oder &raquo;Irlands Wirtschaft gewinnt an Schwung&laquo; (Handelsblatt) &hellip;<br>\nIm Buch wird gezeigt, wie br&uuml;chig etwa das Modell in Irland ist. Es baut wesentlich auf ausl&auml;ndische Direktinvestitionen, die mit extrem niedrigen Unternehmenssteuers&auml;tzen und den M&ouml;glichkeiten der Steuervermeidung angelockt werden. Der Kollege aus Irland bezeichnet dieses System als einen &raquo;nationalen Fetisch&laquo;.<br>\nIn Spanien beobachten wir die R&uuml;ckkehr zu einem bereits gescheiterten Modell, das im Wesentlichen auf niedrigen Lohnkosten basierte. Man muss sich erinnern, der spanische Aufschwung seit den 80er Jahren basierte darauf, dass das Land zu einem Anlageort f&uuml;r gro&szlig;e Industrieunternehmen wurde, die wegen der niedrigen Lohnkosten dorthin gegangen sind. Mit der &Ouml;ffnung der EU nach Osten geriet dieses Modell jedoch in die Krise, und L&auml;nder wie Ungarn haben es teilweise &uuml;bernommen. Dahin will Spanien wieder zur&uuml;ck. Man k&ouml;nnte es so sagen: Das, was es jetzt an Wachstum gibt, ist ein Aufschwung durch Verarmung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/07-19\/005.php\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein lesenswertes Interview mit dem Arbeitsmarktforscher Steffen Lehndorff, siehe dazu dessen Vorwort in dem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140604_lehndorff_spaltende-integration_inhaltsverzeichnis-und-einleitung.pdf\">Sammelband &bdquo;Spaltende Integration&ldquo; [PDF &ndash; 228 KB]<\/a>.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Granaten-Bauer sponserte Stallw&auml;chterparty<\/strong>\n<p>Die gr&uuml;n-gef&uuml;hrte Landesregierung von Baden-W&uuml;rttemberg hat sich ihre traditionelle Stallw&auml;chterparty in diesem Jahr unter anderem von einem Hersteller von Granaten und Lenkflugk&ouml;rpern sponsern lassen. Das geht aus einer &Uuml;bersicht hervor, die das Staatsministerium vor dem Fest der Landesvertretung in Berlin zur parlamentarischen Sommerpause am 10. Juli ver&ouml;ffentlicht hat.<br>\nRegierungssprecher Rudi Hoogvliet sagte der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&rdquo; nun, es gebe keinen Grund f&uuml;r eine Rechtfertigung. &ldquo;R&uuml;stung ist nur noch 20 Prozent des Gesch&auml;fts, die konzentrieren sich st&auml;rker auf zivile Luftfahrt&rdquo;, erkl&auml;rte er. Auch Ausr&uuml;stungen f&uuml;r Photovoltaikanlagen geh&ouml;rten zur Produktpalette. Gr&uuml;nen-Landeschef Oliver Hildebrand sagte lediglich: &ldquo;F&uuml;r Veranstaltungen der gr&uuml;nen Landespartei k&ouml;nnte ein R&uuml;stungsunternehmen nach unserem Kodex kein Sponsor sein.&rdquo;<br>\nHoogvliet sagte, f&uuml;r 5000 Euro sei der Geldgeber auf den Einladungen erw&auml;hnt worden und habe vier G&auml;ste schicken d&uuml;rfen. Aus der Ende Juni ins Internet gestellten Liste geht hervor, dass andere Sponsoren sich mit deutlich h&ouml;heren Betr&auml;gen beteiligten. Die Gesamtsumme zuz&uuml;glich der Mehrwertsteuer bel&auml;uft sich den Angaben zufolge auf 124.861,34 Euro bei Geld- und 58.470,84 Euro bei Sachleistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/baden-wuerttemberg-granaten-bauer-sponserte-stallwaechterparty-2125293.html\">Stern<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Nicole Gohlke: BAf&ouml;G Erh&ouml;hung &ndash; zu sp&auml;t und zu gering<\/strong>\n<p>Es ist dramatisch, dass seit der letzten BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung im Jahr 2010 zwei volle Studierenden-Generationen leer ausgegangen sein werden, wenn die jetzt angek&uuml;ndigten &Auml;nderungen in Kraft treten. Die geplante Erh&ouml;hung ist deshalb kein Erfolg, sondern seit langem &uuml;berf&auml;llig. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und insbesondere explodierender Mieten muss von der Bundesregierung jedoch deutlich mehr kommen. Die f&uuml;r 2016 geplante Erh&ouml;hung der Wohnkostenpausschale auf 250 Euro gleicht dem ber&uuml;hmten Tropfen auf den hei&szlig;en Stein, wenn man bedenkt, dass die durchschnittlichen Mieten bereits 2012 in 50 von 54 Hochschulst&auml;dten mit bis zu 360 Euro deutlich dar&uuml;ber lagen.<br>\nDIE LINKE fordert die sofortige Erh&ouml;hung der BAf&ouml;G-S&auml;tze und Freibetr&auml;ge um mindestens zehn Prozent sowie eine Anpassung der Wohnkostenpauschale an die tats&auml;chlichen Mietpreise. Das w&uuml;rde endlich den gestiegenen Lebenshaltungskosten der Studierenden Rechnung tragen und den Kreis der BAf&ouml;G-Empf&auml;ngerinnen und -Empf&auml;nger ausweiten. Besonders die Bologna-Tauglichkeit des BAf&ouml;G muss endlich hergestellt werden. Die diskriminierenden Altersgrenzen m&uuml;ssen abgeschafft, Masterstudieng&auml;nge m&uuml;ssen grunds&auml;tzlich f&ouml;rderungsf&auml;hig sein. Zudem braucht es endlich ein Programm zur Schaffung von ausreichend Wohnraum f&uuml;r Studierende, um eine weitere Explosion der Mieten in den Hochschulst&auml;dten zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.02elf.net\/parteien\/die-linke\/nicole-gohlke-bafoeg-erhoehung-zu-spaet-und-zu-gering-683795\">news02elf<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>Deutsches Studentenwerk: BAf&ouml;G-Eckpunkte Schritte in die richtige Richtung<\/strong>\n<p>Kritisch sieht der Generalsekret&auml;r des Deutschen Studentenwerks dagegen die Erh&ouml;hung der BAf&ouml;G-Wohnbedarfs-Pauschale: &ldquo;Eine Erh&ouml;hung um 26 Euro deckt vielerorts nicht ansatzweise den Bedarf. Sie helfen individuell den BAf&ouml;G-Empf&auml;ngern, aber nicht der weitaus gr&ouml;&szlig;eren Zahl der nicht vom BAf&ouml;G profitierenden Studierenden. Sozialleistungen k&ouml;nnen eine unzureichende F&ouml;rderung im sozialen Wohnungs- und Wohnheimbau nicht ausgleichen. Besser w&auml;re es, wenn Bund und L&auml;nder sich endlich zu einer konzertierten Aktion zusammenf&auml;nden und den Ausbau der seit langem ben&ouml;tigten Wohnheimpl&auml;tze bezuschussen. Die Rechtsgrundlage daf&uuml;r findet sich im Artikel 104b der Verfassung: Die Wohnungsm&auml;rkte sind vielerorts seit langem unausgeglichen, worunter vor allem alle Studierenden, nicht nur BAf&ouml;G-Empf&auml;nger und einkommensschwache Haushalte leiden.&rdquo; Achim Meyer auf der Heyde weiter: &ldquo;Die L&ouml;sung kann allerdings nicht Aufgabe der Bundesbildungsministerin alleine sein, hier ist die Bundesregierung insgesamt gefordert. Zumal jetzt get&auml;tigte Investitionen in Studentenwohnheime den Bundeshaushalt bei der BAf&ouml;G-Wohnbedarf-Pauschale dauerhaft entlasten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/91893\/deutsches-studentenwerk-bafoeg-eckpunkte-schritte-in-die-richtige-richtung\/%20%20\">bildungsklick<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen: BAf&ouml;G-Reform: Zu klein, zu sp&auml;t<\/strong>\n<p>Erneut entt&auml;uscht die Gro&szlig;e Koalition: Einmal mehr liefert sie halbherzige Ank&uuml;ndigungen statt beherzter Reformen f&uuml;r Chancengerechtigkeit und Bildungsaufstieg. Die vagen BAf&ouml;G-Vorhaben befrieden den allerkleinsten Koalitionsnenner, nicht aber die Bedarfe und Bildungschancen von Sch&uuml;lern und Studierenden. Nach vier Jahren Reform-Stillstand bei der Ausbildungsfinanzierung verordnet die Koalition ihnen weitere Nullrunden und vertr&ouml;stet sie um mehr als zwei Jahre. Es ist weder generationen- noch bildungsgerecht, dass milliardenschwere Rentenpakete im Eiltempo gesch&uuml;rt wurden und die Studierenden weitere f&uuml;nf Semester in die R&ouml;hre gucken m&uuml;ssen. Es ist besch&auml;mend, dass ausgerechnet Studierende aus einkommensarmen Familien erstes Sparopfer von Sch&auml;ubles omin&ouml;ser ,,schwarzen Null&rdquo; im Haushalt 2015 werden. Ganze Studierenden-Generationen bleiben ohne BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung, deswegen rutschen immer mehr aus dem Berechtigten- und Empf&auml;ngerkreis heraus.<br>\nDie angek&uuml;ndigten zus&auml;tzliche Mittel ab dem Wintersemester 2016\/17 sind angesichts von Einkommensentwicklung und Inflation zu wenig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/91891\/bafoeg-reform-zu-klein-zu-spaet\/\">bildungsklick<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>GEW: &ldquo;BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung wird sofort gebraucht&rdquo;<\/strong>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/91890\/gew-bafoeg-erhoehung-wird-sofort-gebraucht\/\">bildungsklick<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>DGB: BAf&ouml;G-Reform: Ein erster Schritt in die richtige Richtung<\/strong>\n<p>Zu den Pl&auml;nen der Bundesregierung f&uuml;r eine BAf&ouml;G-Reform erkl&auml;rte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Montag in Berlin:  &bdquo;Die angek&uuml;ndigte BAf&ouml;G-Anpassung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Allerdings springt die Bundesregierung mit ihrem Entwurf zu kurz: Die anvisierte Anhebung der BAf&ouml;G-S&auml;tze um sieben Prozent ab dem Herbst 2016 bleibt unterhalb des Anstieges der Preise und Einkommen. Die &#8232;BAf&ouml;G-Anhebung ist somit zu niedrig und greift zu sp&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++773423b2-10ba-11e4-9278-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>So pariert Bild-Chef Kai Diekmann die Medienschelte von Christian Wulff im Spiegel<\/strong>\n<p>Ex-Bundespr&auml;sident Christian Wulff rechnet in einem siebenseitigen Titel-Interview im aktuellen Spiegel mit den Medien ab. Wulff wirft u.a. der Bild-Zeitung vor, diese h&auml;tte ihn &ldquo;zum Abschuss freigegeben&rdquo;. Bild-Chef Kai Diekmann nimmt dies zum Anlass, via Twitter Archivmaterial zu ver&ouml;ffentlichen um Wulffs Vorw&uuml;rfe zu widerlegen. U.a. pers&ouml;nliche Briefe Wulffs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/07\/21\/so-pariert-bild-chef-kai-diekmann-die-medienschelte-von-christian-wulff-im-spiegel\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Dokumente belegen, wie sich die Politik bei den Medien anbiedert und sie zeigen, wie es die Bild-Zeitung schafft Politiker hochzuschreiben und auch wieder abzuschie&szlig;en. Diekmann hat offenbar nur noch einen zynischen Umgang mit Politikern. <\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>MEMORANDUM-Archiv 1989-2013 auf CD<\/strong>\n<p>Das MEMORANDUM-Archiv ist ein zitiersicheres, volltextrecherchierbares, &uuml;ber 5.800 Seiten umfassendes Archiv der 25 Memoranden von 1989 bis 2013. Au&szlig;erdem enth&auml;lt es die Sonderver&ouml;ffentlichungen &ldquo;35-Stunden sind genug!&rdquo; aus dem Jahr 1984 und &ldquo;Vergesellschaftung der Stahlindustrie&rdquo;.<br>\nDas Archiv ist auf pdf-Basis realisiert und verf&uuml;gt &uuml;ber eine Benutzeroberfl&auml;che zur Orientierung zwischen den Ausgaben sowie Navigationsfunktionen zum Springen zwischen Kapiteln und Unterkapiteln innerhalb der Ausgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/veroeffentlichungen_der_arbeitsgruppe\/memorandum_cd\/index.html\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>TV-Tipp &ndash; Griechenland in Not<\/strong>\n<p>Die Selbstmordrate ist in Griechenland in den letzten Jahren rasant gestiegen. Experten sch&auml;tzen, dass sich t&auml;glich zwei, drei Menschen aufgrund der Krise das Leben nehmen.<br>\nFrontal 21<br>\nDienstag, 22.07.2014, 21:00 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/f66838f5-a8fb-3da8-aa23-7a6accf45314\/20326599?doDispatch=1\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Laut aktuellen Umfragen ist Merkels Beliebtheit nach wie vor ungebrochen und  wie das am Freitag ver&ouml;ffentlichte ZDF-&bdquo;Politbarometer&ldquo; ergab, w&uuml;nschen 65 Prozent der Befragten sich eine weitere Amtszeit. Man muss neidlos anerkennen, das v&ouml;llige Verdr&auml;ngen der wesentlichen Mitverantwortung Merkels f&uuml;r die Durchsetzung der m&ouml;rderischen Austerit&auml;tspolitik in Griechenland aus dem Bewusstsein der &Ouml;ffentlichkeit, ist eine Meisterleistung der Meinungsmanipulation.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-22461","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22461","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22461"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22461\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28532,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22461\/revisions\/28532"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22461"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22461"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22461"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}