{"id":22496,"date":"2014-07-24T10:00:51","date_gmt":"2014-07-24T08:00:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22496"},"modified":"2014-07-25T15:00:54","modified_gmt":"2014-07-25T13:00:54","slug":"separatisten-in-der-ostukraine-die-geister-die-wir-riefen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22496","title":{"rendered":"Separatisten in der Ostukraine \u2013 die Geister, die wir riefen"},"content":{"rendered":"<div style=\"float:right; margin: 0 0 10px 10px\">\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140824_g_novor.jpg\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/div><p>Die Berichterstattung zum B&uuml;rgerkrieg in der Ostukraine ist von Schwarz-Wei&szlig;-Denken gepr&auml;gt. Die Leitartikler der gro&szlig;en Leitmedien sind sich darin einig, dass Wladimir Putin im Donbass Krieg gegen die Ukraine &ndash; ja den Westen &ndash; f&uuml;hrt. In den alternativen Medien, den sozialen Netzwerken und Leserkommentaren hat sich indes &uuml;berwiegend die Lesart herausgebildet, dass die &bdquo;Faschisten&ldquo; in Kiew mit Unterst&uuml;tzung des Westens in der Ostukraine Krieg gegen das Volk f&uuml;hren.  Ein n&auml;herer Blick auf die &bdquo;Separatisten&ldquo;, ihre Hinterm&auml;nner und Vordenker zeigt, dass auch hier Differenzierung angebracht w&auml;re. Im Donezbecken hat auf &bdquo;prorussischer&ldquo; Seite vor allem eine ultranationalistische Soldateska die F&auml;den in der Hand, von der eine direkte Linie zu den Vordenkern der neuen Rechten in Russland f&uuml;hrt. Der Einfluss von Putin auf diese Gruppe ist ziemlich gering. Gest&auml;rkt werden ihre Ideologen vor allem von der Konfrontationspolitik des Westens und dem massiven Milit&auml;reinsatz der Kiewer Machthaber. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<br>\n<em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1927\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-22496-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140725_Separatisten_in_der_Ostukraine_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140725_Separatisten_in_der_Ostukraine_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140725_Separatisten_in_der_Ostukraine_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140725_Separatisten_in_der_Ostukraine_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=22496-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140725_Separatisten_in_der_Ostukraine_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"140725_Separatisten_in_der_Ostukraine_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Seit drei Monaten herrscht Krieg in der Ostukraine. Als Reaktion auf die Macht&uuml;bernahme prowestlicher Kr&auml;fte in Kiew, begannen prorussische Kr&auml;fte bereits im M&auml;rz damit, Regierungsgeb&auml;ude in der Ostukraine zu besetzen. Am 7. April riefen die &bdquo;Separatisten&ldquo; die &bdquo;Volksrepublik Donezk&ldquo; aus, am 27. April folgte die Ausrufung der &bdquo;Volksrepublik Lugansk&ldquo;, die sich beide am 24. Mai zur F&ouml;deration &bdquo;Neurussland&ldquo; (Novorossiya) zusammenschlossen. Seit dem 15. April befinden sich die &bdquo;Separatisten&ldquo; in offenen milit&auml;rischen Auseinandersetzungen gegen die ukrainische Armee &ndash; es herrscht B&uuml;rgerkrieg. <\/p><p><strong>Wer hat die F&auml;den in der Hand?<\/strong><\/p><p>Anfangs war die politische Debatte in den Separatistengebieten noch von einer leicht chaotischen Mischung aus Basisdemokratie und revolution&auml;rem Aktionismus gepr&auml;gt, in der die unterschiedlichsten politischen Vorstellungen und Ideologien hinter dem gemeinsamen Ziel zur&uuml;cksteckten, sich von der Kiewer Zentralregierung loszueisen. Lokale Aktivisten wie <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/denis-puschilin-unbekannter-wortf%C3%BChrer-der-separatisten\/a-17579199\">Denis Puschilin<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/wjatscheslaw-ponomarjow-der-fuehrer-aus-dem-nichts-12916763.html\">Wjatscheslaw Ponomarjow<\/a>, die selbst in der Ostukraine kaum ein Mensch kannte, &uuml;bernahmen per Akklamation die politische F&uuml;hrung der &bdquo;Separatisten&ldquo;. Heute sind Puschilin und Ponomarjow bereits Geschichte. Die neuen F&uuml;hrer der &bdquo;Separatisten&ldquo; eint neben ihrer gemeinsamen ultranationalistischen Ideologie vor allem die N&auml;he zur neuen Rechten in Russland. <\/p><ul>\n<li>Pawel Gubarew (&bdquo;Volksgouverneur&ldquo; der &bdquo;Volksrepublik Donezk&ldquo;)<\/li>\n<\/ul><div style=\"float:right; margin: 0 0 10px 10px\">\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140824_g_gubarew.jpg\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/div><p>Gubarew kann trotz seines jungen Alters von 31 Jahren bereits auf eine sehr bewegte politische Vergangenheit zur&uuml;ckblicken. Lange war er <a href=\"http:\/\/maidantranslations.com\/2014\/03\/09\/arrested-self-proclaimed-governor-gubarev-turned-out-to-be-an-inveterate-russian-nazi-photos\/\">Mitglied<\/a> der paramilitaristischen neofaschistischen Partei &bdquo;<a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Russian_National_Unity\">Russische Nationale Einheit<\/a>&ldquo; (RNU), deren Parteiemblem aus dem Hakenkreuz und dem Andreaskreuz der kaiserlichen russischen Marine besteht.  Sp&auml;ter bet&auml;tigte sich Gubarew &ndash; im Zivilleben ein erfolgloser Gesch&auml;ftsmann &ndash; in zahlreichen panslawistischen und ultranationalistischen Kleinparteien. Heute ist er Vorsitzender der &bdquo;Partei Neurussland&ldquo; (Partiya Novorossiya\/PN), die am 13. Mai von den Ultranationalisten Valery Korowin, Alexander Prochanow und Alexander Dugin gegr&uuml;ndet wurde. Eine auf YouTube <a href=\"http:\/\/www.interpretermag.com\/dugin-tells-separatists-in-ukraine-what-to-do-next\/\">ver&ouml;ffentlichte<\/a> Skype-Konferenz zwischen Dugin und der Frau von Pawel Gubarew, die das Amt der Au&szlig;enministerin der &bdquo;Volksrepublik Donezk&ldquo; bekleidet, legt nahe, dass Dugin der Familie Gubarew schon seit Beginn der Aufst&auml;nde Anweisungen erteilt. Pawel Gubarew ist die einzige einflussreiche politische F&uuml;hrungskraft der &bdquo;Separatisten&ldquo;, die auch aus den umk&auml;mpften Gebieten stammt.<\/p><ul>\n<li>Alexander Borodai (&bdquo;Premierminister&ldquo;)<\/li>\n<\/ul><div style=\"float:right; margin: 0 0 10px 10px\">\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140824_g_borodai.jpg\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/div><p>W&auml;hrend Gubarew intellektuell nicht sonderlich beschlagen scheint und eher dem Typ eines &bdquo;Haudrauf&ldquo; entspricht, ist der selbsternannte &bdquo;Premierminister&ldquo; der selbsternannten &bdquo;Volksrepublik Donezk&ldquo; ein vielschichtigeres Kaliber. Als Hardliner 1993 in Russland putschten, <a href=\"http:\/\/khpg.org\/en\/index.php?id=1403209655\">geh&ouml;rte<\/a> Borodai zusammen mit den Paramilit&auml;rs der neofaschistischen RNU zu den Putschisten, die sich in Moskau im Wei&szlig;en Haus verbarrikadiert hatten. Sp&auml;ter bet&auml;tigte er sich als freiwilliger K&auml;mpfer f&uuml;r prorussische Rebellen in <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/intl\/cms\/s\/0\/3bc162ce-10f4-11e4-b116-00144feabdc0.html?siteedition=uk#slide0\">Transnistrien<\/a>. W&auml;hrend dieser Zeit verdiente Borodai sein Geld als Redakteur bei der rechtsextremen ultranationalistischen Wochenzeitung &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.zavtra.ru\">Zavtra<\/a>&ldquo; (&bdquo;Morgen&ldquo;), die von PN-Gr&uuml;nder Alexander Prochanow ins Leben gerufen wurde. 2011 gr&uuml;ndete Borodai zusammen mit Prochanow den politisch ebenfalls rechts au&szlig;en zu verortenden Web-TV-Sender &bdquo;<a href=\"http:\/\/dentv.ru\">Den-TV<\/a>&ldquo;. Neben seiner journalistischen Arbeit bet&auml;tigt sich Borodai, nach <a href=\"http:\/\/www.timesofisrael.com\/mysterious-russian-fixer-heads-ukraine-rebel-state\/\">eigener Aussage<\/a>, als &bdquo;Politikberater mit Erfahrungen f&uuml;r ethnische Konflikte&ldquo;. Borodai ist Russe und lebt in Moskau. Bevor er nach Donezk kam, hat er die neue politische F&uuml;hrung auf der Krim politisch beraten. <\/p><ul>\n<li>Igor Girkin (Oberbefehlshaber\/Verteidigungsminister)<\/li>\n<\/ul><div style=\"float:right; margin: 0 0 10px 10px\">\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140824_g_girkin.jpg\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/div><p>Auch Igor Girkin, der meist unter seinem Kampfnamen &bdquo;Strelkow&ldquo; (&bdquo;der Sch&uuml;tze&ldquo;) in Erscheinung tritt, ist ein &bdquo;Revolutionsimport&ldquo; aus Russland. Girkin ist &ndash; je nach Quelle &ndash; ehemaliger Oberst des russischen Inlandsgeheimdiensts FSB bzw. des Milit&auml;rgeheimdiensts GRU. Dort war er offenbar f&uuml;r die operative Terrorismusabwehr zust&auml;ndig. Seine milit&auml;rischen Sporen verdiente er sich (mal im Staatsauftrag, mal auf eigene Faust) in Tschetschenien, Transnistrien und auf dem Balkan, wo er als Freiwilliger auf serbischer Seite im Bosnien-Krieg k&auml;mpfte.  Girkin werden zahlreiche Kriegsverbrechen <a href=\"http:\/\/argumentua.com\/stati\/chechenizatsiya-ukrainy-dlya-chego-eto-sdelano\">vorgeworfen<\/a>. Auch Igor Girkin war in den 1990ern ein regelm&auml;&szlig;iger Autor f&uuml;r Prochanows &bdquo;Zavtra&ldquo; und soll von seinem &bdquo;alten Freund&ldquo; und <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/intl\/cms\/s\/0\/3bc162ce-10f4-11e4-b116-00144feabdc0.html?siteedition=uk#slide0\">Kampfgef&auml;hrten<\/a> Alexander Borodai im April in den Donbass geholt worden sein.<\/p><p>Verfolgt man die Lebensl&auml;ufe der politischen und milit&auml;rischen F&uuml;hrung der Separatisten, so entdeckt man eine klare Linie, die in Richtung Alexander Prochanow und dessen Zeitung &bdquo;Zavtra&ldquo; f&uuml;hrt.  Wer ist dieser Alexander Prochanow?<\/p><ul>\n<li>Alexander Prochanow<\/li>\n<\/ul><div style=\"float:right; margin: 0 0 10px 10px\">\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140824_g_prochanow.jpg\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/div><p>Zu Sowjetzeiten arbeitete Prochanow als Auslandskorrespondent diverser Zeitungen (u.a. der Prawda) und ver&ouml;ffentlichte seit 1971 zahlreiche Sachb&uuml;cher und Romane. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion radikalisierte sich auch Prochanow. Er war &bdquo;das Sprachrohr&ldquo; der &bdquo;Nationalen Front&ldquo;, die gegen Gorbatschow putschte und geh&ouml;rte zu den Unterst&uuml;tzern der Putschisten von 1993. Um die &bdquo;auseinanderfallende russische Gesellschaft&ldquo; wieder zu vereinen, <a href=\"http:\/\/kai-ehlers.de\/features\/2001-03-03-841\">propagiert<\/a> Prochanow eine &bdquo;zuk&uuml;nftige nationalsozialistische oder auch sozialnationalistische Ideologie&ldquo;, die &bdquo;im Kern&ldquo; ein &bdquo;Faschismus wie bei Mussolini &ndash; ohne rassistische Aspekte&ldquo; sein sollte. Prochanow bezeichnet sich selbst als &bdquo;traditionellen russischen Imperialisten&ldquo; &ndash; das &bdquo;ideale Russland&ldquo; ist f&uuml;r ihn ein &bdquo;euroasiatischer Staat&ldquo; mit einem &bdquo;zentralen und regulierenden&ldquo; Volk, den Russen. In Prochanows Welt, haben &bdquo;liberale j&uuml;dische Gruppen&ldquo; zun&auml;chst den Westen unterworfen und wollen nun auch Russland von innen heraus aush&ouml;hlen. Seine Wochenzeitung &bdquo;Zavtra&ldquo; gilt in Russland als das wohl einflussreichste Blatt der neuen Rechten &ndash; ultranationalistisch, mit antisemitischen und verschw&ouml;rungstheoretischen Untert&ouml;nen. <\/p><p>Doch Prochanow ist nicht &bdquo;nur&ldquo; ein Rechtsextremer. Seine &ndash; oft wirre und widerspr&uuml;chliche &ndash; Ideologie ist stets darauf aus, auch &bdquo;linke&ldquo; Str&ouml;mungen mitzunehmen. So kritisiert Prochanow auch scharf den Einfluss der Oligarchen und prangert soziale Missst&auml;nde an. Politisch m&auml;anderte Prochanow im letzten Jahrzehnt immer wieder zwischen den Kommunisten, den Ultranationalisten, den Nationalbolschewisten und dem Neo-Eurasismus des Alexander Dugin (dazu sp&auml;ter mehr). Es ist daher wohl nicht falsch, Prochanow als einen Querfrontideologen zu bezeichnen. Prochanows Interesse f&uuml;r die Separatisten im Donbass &uuml;berrascht nicht. Er sieht Russland schon seit l&auml;ngerem &bdquo;am Vorabend eines gro&szlig;en Krieges&ldquo; &ndash; gegen den Westen, den &bdquo;j&uuml;dischen Liberalismus&ldquo;. <\/p><ul>\n<li>Alexander Dugin<\/li>\n<\/ul><div style=\"float:right; margin: 0 0 10px 10px\">\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140824_g_dugin.jpg\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/div><p>Verfolgt man die Linie weiter, gelangt man &uuml;ber Alexander Prochanow schnell zu Alexander Dugin, bei dem alle Stricke im Geflecht der ostukrainischen Separatisten zusammenlaufen. Dugin ist auch im Westen kein Unbekannter. Erst vor wenigen Wochen sorgte er bei einem Treffen mit Vertretern des franz&ouml;sischen Front National und der &ouml;sterreichischen FP&Ouml; in Wien <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/treffen-der-rechten-in-wien-eurasische-internationale-12972620.html\">f&uuml;r Aufsehen<\/a>. In der vorletzten Ausgabe des SPIEGEL bekam Alexander Dugin Platz f&uuml;r ein <a href=\"http:\/\/www.4pt.su\/en\/node\/1156\">Interview<\/a>, um seine kruden und teils hochgradig wirren Thesen zum Besten zu geben.<\/p><p>Der Sohn eines Generals wanderte schon fr&uuml;h auf seltsamen politischen Pfaden. 1980 trat er als 18j&auml;hriger einem okkulten Geheimbund namens &bdquo;Schwarzer Orden der SS&ldquo; bei[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] und machte dort als &bdquo;Reichsf&uuml;hrer&ldquo; Karriere. Sp&auml;ter trat er der rechtsextremen antisemitischen Gruppierung &bdquo;Pamjat&ldquo; (&bdquo;Ged&auml;chtnis&ldquo;) bei und gr&uuml;ndete zusammen mit Eduard Limonow die neofaschistische &bdquo;Nationalbolschewistische Partei Russlands&ldquo;. 2003 gr&uuml;ndete er die von Kritikern als neofaschistisch <a href=\"http:\/\/www.nybooks.com\/articles\/archives\/2014\/mar\/20\/fascism-russia-and-ukraine\/\">bezeichnete<\/a> &bdquo;Internationale Eurasische Bewegung&ldquo;. Die Separatistenpartei PN ist somit zwar Dugins j&uuml;ngster aber keinesfalls erster Ausflug in die Politik.<\/p><p>Dugins Ideologie, der &bdquo;Neo-Eurasimsus&ldquo;, ist eine krude Mixtur aus Mystik, Stalin-Nostalgie, orthodoxer Gl&auml;ubigkeit, Traditionalismus und imperialistischen Gro&szlig;machtanspr&uuml;chen. In Dugins Welt ist die j&uuml;ngere Menschheitsgeschichte durch zwei uralte geheime Orden, die &bdquo;Atlantiker&ldquo; und die &bdquo;Eurasier&ldquo;, gepr&auml;gt, die sich seit Jahrhunderten in einem &bdquo;okkulten punischen Krieg&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2007\/dezember\/faschismus-a-la-dugin\">bef&auml;nden<\/a>. Dugin predigt die &bdquo;konservative Revolution&ldquo; &ndash; ein &bdquo;authentischer, realer, radikaler, revolution&auml;rer und konsequenter, ein faschistischer Faschismus&ldquo;[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]. Dabei ist es nicht immer leicht, Dugins Gedankenspr&uuml;nge zu folgen. Mal sehnt er sich ein russisches Imperium in den Grenzen des alten Kaiserreichs herbei, mal <a href=\"http:\/\/4pt.su\/de\/content\/jeder-westler-ist-ein-rassist\">schw&auml;rmt<\/a> er von einer &bdquo;Eurasischen Union&ldquo;, die neben dem postsowjetischen Raum auch die T&uuml;rkei, Iran, die Mongolei und einen Teil Osteuropas, Bulgarien &bdquo;oder&ldquo; Serbien mit einschlie&szlig;t. An anderer Stelle <a href=\"http:\/\/openrevolt.info\/2014\/03\/07\/alexander-dugin-crimea\/\">schw&auml;rmt<\/a> er wiederum von einem &bdquo;gro&szlig;en eurasischen kontinentalen Reich&ldquo;, das von Lissabon bis Wladiwostock reicht. <\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140824_g_dugin2.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>Was sich f&uuml;r deutsche Ohren verr&uuml;ckt anh&ouml;rt, ist in rechten russischen Kreisen durchaus salonf&auml;hig. Dugin ist in rechtsgerichteten TV-Sendungen Dauergast und genie&szlig;t in Russland auch abseits der Debattierstuben eine gewisse Popularit&auml;t. An der angesehenen Moskauer Lomonossow-Universit&auml;t ist er Bereichsleiter der Abteilung &bdquo;Soziologie der internationalen Beziehungen&ldquo; &ndash; die Universit&auml;tsverwaltung k&uuml;ndigte doch bereits an, dass man seinen Vertrag, der im September ausl&auml;uft, nicht verl&auml;ngern wird. Als Grund daf&uuml;r werden Dugins Engagement in den Separatistengebieten und damit zusammenh&auml;ngende Aufrufe zur Gewalt angegeben. Doch Dugin muss sich keine Sorgen um sein Auskommen machen. Er ist bestens vernetzt und verf&uuml;gt zusammen mit Alexander Prochanow &uuml;ber ein sehr einflussreiches Think Tank &ndash; den 2012 gegr&uuml;ndeten Isborsky Club.<\/p><p><strong>Die neurechte Intelligenzija und der Isborsky Club<\/strong><\/p><p>Im <a href=\"http:\/\/dynacon.ru\/\">Isborsky Club<\/a> sind namhafte russische Intellektuelle vertreten, die man mit Fug und Recht als Speerspitze der russischen Neuen Rechten bezeichnen kann. Nach Eigenbezeichnung ist er &bdquo;nationalistisch-patriotisch und antiliberal&ldquo; und sehnt sich nach einem &bdquo;Eurasischen Imperium&ldquo;. Neben Prochanow, der den Vorsitz des Isborsky Club innehat, und Dugin hat der &bdquo;Club&ldquo; noch zahlreiche andere fragw&uuml;rdige Mitglieder:<\/p><ul>\n<li>Valery Korowin<br>\nPolitikwissenschaftler, Direktor mehrerer ultranationalistischer Think-Tanks. Langj&auml;hriger Mitstreiter von Alexander Dugin. Autor bei &bdquo;Zavtra&ldquo;. Stellvertretende Leiter von Dugins &bdquo;Internationalen Eurasischen Bewegung&ldquo;. Korowin sieht das Ideal in einem &bdquo;kraftvollen, imperialen Staat und einem sozialistischen Wirtschaftssystem&ldquo;, nennt ausdr&uuml;cklich den Stalinismus als Vorbild f&uuml;r die Wirtschaftspolitik, lehnt aber daf&uuml;r Stalins &bdquo;zu schwachen Staat&ldquo; ab.<\/li>\n<li>Sergei Glasjew<br>\nMitbegr&uuml;nder der mittlerweile wegen rassistischer Wahlwerbung verbotenen Partei &bdquo;Rodina&ldquo;. Glasjew gilt als <a href=\"http:\/\/www.themoscowtimes.com\/news\/article\/putin-appoints-outspoken-critic-as-aide\/462866.html\">Kritiker Putins<\/a>, der ihn dennoch zum Koordinator f&uuml;r die Zollunion mit Wei&szlig;russland und Kasachstan berufen hat. Er <a href=\"http:\/\/vesti.ua\/donbass\/55855-sovetnik-putina-predlozhil-nanesti-udar-po-ukrainskoj-armii-chtoby-ne-dat-ej-okrepnut\">fordert<\/a> einen Pr&auml;ventivschlag Russlands gegen die Ukraine.<\/li>\n<li>Leonid Iwaschow<br>\nIwaschow ist ein ehemaliger General und gilt als (Ultra)Nationalist und als Monarchist. Er ist ein Vertrauter von Alexander Dugin und schreibt regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r &bdquo;Zavtra&ldquo;. Die fr&uuml;he Sowjetunion sieht er als &bdquo;<a href=\"http:\/\/zavtra.ru\/content\/view\/hhi-vek-bratanie-krasnyih-i-belyih-2013-01-16-000000\/\">j&uuml;dischen Staatsstreich<\/a>&ldquo;. 2005 gr&uuml;ndete er die monarchistisch-nationalistische Organisation &bdquo;Union der russischen Menschen&ldquo;. Iwaschow ist im Westen vor allem f&uuml;r seine &bdquo;knackigen Zitate&ldquo; bekannt, die &uuml;ber alternativen Medien publiziert werden.<\/li>\n<li>Maxim Kalaschinkow<br>\nKalaschnikow ist Schriftsteller, Ultranationalist und ein Kritiker Putins, der den Stalinismus verehrt. Er w&uuml;nscht sich ein &bdquo;Russisches Reich&ldquo;, das neben Russland die Ukraine, Teile Wei&szlig;russlands, Transnistrien, Abchasien und S&uuml;dossetien  umfasst.<\/li>\n<li>Michail Leontjew<br>\nDer TV-Journalist Leontjew ist Gr&uuml;ndungsmitglied von Dugins &bdquo;Internationalen Eurasischen Bewegung&ldquo; und Herausgeber der Zeitschrift &bdquo;Odnako&ldquo;, f&uuml;r die auch Alexander Dugin schreibt. Er bestreitet, dass es &uuml;berhaupt eine ukrainische Nationalit&auml;t gibt und  gilt als &bdquo;Skandalnudel&ldquo;. Wird daher auch gerne von westlichen Medien als Stichwortgeber gebraucht.<\/li>\n<li>Oleg Platonow<br>\nPlatonow ist Schriftsteller, Historiker, Verschw&ouml;rungstheoretiker und Leiter eines Think Tanks. Der Ultranationalist, Antisemit und <a href=\"http:\/\/www.ihr.org\/jhr\/v16\/v16n4p36_Weber.html\">Holocaust-Leugner<\/a> verehrt die &bdquo;Heilige Rus&ldquo; und sieht in der Oktoberrevolution einen Plot der &bdquo;Juden und Freimaurer&ldquo;. Er kritisiert die Sowjetunion, verehrt aber Stalin, da er &bdquo;die ersten Schritte machten, Russland vom j&uuml;dischen Bolschewismus zu befreien&ldquo;<\/li>\n<li>Mikhail Khazin<br>\nDer Journalist und &Ouml;konom Khazin ist in Russland ein bekannter &bdquo;Talkshow-&Ouml;konom&ldquo;. Er betreibt das Portal wordcrisis.ru, &uuml;ber das er in steter Regelm&auml;&szlig;igkeit das Ende des Kapitalismus, Weltwirtschaftskrisen, &Ouml;lschocks und Hyperinflation voraussagt. Er ist Mitglied des &bdquo;Obersten Rats&ldquo; der &bdquo;Internationalen Eurasischen Bewegung&ldquo;.<\/li>\n<li>Archimandrit Tichon<br>\nDer Kleriker Tichon ist  Archimandrit der orthodoxen Kirche. Nebenbei ist er auch Chefredakteur des erzkonservativen Internetportals Pravoslavie.Ru und gilt als &bdquo;Putins Beichtvater&ldquo;. Tichon sieht im &bdquo;ultraliberalen Westen&ldquo; die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung, will zur&uuml;ck zu den &bdquo;ewigen Werten der orthodoxen Kirche&ldquo; und propagiert die &bdquo;neubyzantinische Idee&ldquo;.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Die Ultranationalisten sind in Russland nur eine Stimme unter vielen<\/strong><\/p><p>Es w&auml;re aber falsch, den Isborsky Club (alternativer Name: Institut f&uuml;r dynamischen Konservatismus) nun als Sammelbecken, f&uuml;r Monarchisten, Stalin-Verehrer, Klerikale, Mystiker und Verschw&ouml;rungstheoretiker zu sehen. Alle hier genannten Personen geh&ouml;ren zur russischen Intelligenzija und sind gesellschaftlich hoch anerkannt. Die Mitglieder dieses exklusiven Vordenkergr&uuml;ppchen haben drei Schnittmengen:<\/p><ul>\n<li>sie lehnen den Individualismus ab und predigen den Kollektivismus<\/li>\n<li>sie lehnen nicht nur den Westen, sondern auch die westlichen Werte ab und fordern ein starkes Russland mit erzkonservativen Werten, das sich auch milit&auml;risch mit dem Westen messen kann<\/li>\n<li>sie &uuml;bersteigern die russischen Identit&auml;t zu einem Ultranationalismus und w&uuml;nschen sich eine Expansion<\/li>\n<\/ul><p>Genau so falsch ist es, die Position des Isborsky Clubs als offizielle Position Russlands oder als Position Putins darzustellen, wie es westliche Medien sehr gerne tun. Russland ist keine pluralistische Gesellschaft, wie wir sie kennen. Politische Debatten werden in der Regel nicht durch kontrahierende politische Parteien oder &uuml;ber etablierte zivilgesellschaftliche Kr&auml;fte, wie beispielsweise die Gewerkschaften gef&uuml;hrt. Neben der &ouml;ffentlichen Debatte, vor allem in den Medien, bestimmten vor allem die Seilschaften hinter den Kulissen die Politik. <\/p><div style=\"float:right; margin: 0 0 10px 10px\">\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140824_g_medwedew.jpg\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/div><p>Als direkten Gegenspieler des Isborsky Club kann hier das nationalliberale Lager gelten, dessen hierzulande wohl bekanntestes Gesicht der russische Ministerpr&auml;sident Dmitri Medwedew ist. Die Nationalliberalen treten f&uuml;r eine Modernisierung Russlands ein &ndash; sie setzen neben dem (dosierten) Individualismus vor allem auf internationale Vertr&auml;ge und Kooperationen, mit denen Russland der Weg zur Modernisierung geebnet wird. F&uuml;r die Mitglieder des Isborsky Clubs sind die Nationalliberalen die &bdquo;sechste Kolonne&ldquo; &ndash; w&auml;hrend die liberale Opposition auf der Stra&szlig;e f&uuml;r sie die &bdquo;f&uuml;nfte Kolonne&ldquo; darstellt. Dugin fasst diesen Konflikt mit folgenden Worten zusammen: &bdquo;Die Gesellschaft ist archaisch, die Elite aber modernisiert. Die Elite will die Massen modernisieren, sie verwestlichen, aber die Massen wollen die Eliten russifizieren.&ldquo; Darauf begr&uuml;ndet er letzten Endes auch seinen F&uuml;hrungsanspruch. <\/p><p>Neben diesen beiden Gruppierungen sind als nennenswerte Einflussgruppen auch noch die Oligarchen und die Silowiki (Vertreter der Armee und der Geheimdienste) zu nennen, deren wohl prominentestes Gesicht Sergej Iwanow, der Leiter der russischen Pr&auml;sidialverwaltung ist. Putin selbst ist auf st&auml;ndigen Ausgleich zwischen diesen Machtbl&ouml;cken bedacht &ndash; mal gew&auml;hrt er den Ultranationalisten Konzessionen, mal den Nationalliberalen, mal h&ouml;rt er auf die Silowiki, mal auf die Oligarchen. Die im Westen popul&auml;re Sichtweise,  nach der Putin selbst Vertreter einer dieser Machtbl&ouml;cke sei (meist wird er in die N&auml;he der Ultranationalisten, oft auch in die N&auml;he der Silowiki ger&uuml;ckt) ist nicht haltbar.<\/p><p><strong>Putin und die Separatisten &ndash; eine Geschichte voller Missverst&auml;ndnisse<\/strong><\/p><p>Die Separatisten im Donbass sind ein Spielball der Ultranationalisten rund um den Isborsky Club, der erst vor wenigen Tagen in Donezk seine erste &bdquo;Au&szlig;enstelle&ldquo; eingeweiht hat. Putin selbst hat auf sie keinen nennenswerten Einfluss, ihr Einfluss auf Putin ist umgekehrt jedoch auch marginal. Gen&auml;hrt werden die Ultranationalisten vor allem durch die Konfrontationspolitik des Westens. Wenn man sich den Kampf zwischen den Ultranationalisten und den Nationalliberalen wie ein Pendel vorstellt, dann bewirkt jede Sanktion, jede einseitige Schuldzuweisung und jede konfrontative Geste, dass das Pendel st&auml;rker zu den Ultranationalisten ausschl&auml;gt. Sie sind die eigentlichen Nutznie&szlig;er der Konfrontationspolitik. Nun haben die Ultranationalisten den &bdquo;Beweis&ldquo; daf&uuml;r, dass der Westen Russland aggressiv unterjochen will, Vertr&auml;ge nicht eingehalten werden und Russland alleine dasteht &ndash; zumindest sehen dies viele Russen so.  Das Kunstst&uuml;ck, das nun von N&ouml;ten ist, w&auml;re ein Ende der Eskalations- und Konfrontationsspirale. In Moskau wird dieser Wunsch bei allen, die den Ultranationalisten nicht nahe stehen, auf offene Ohren sto&szlig;en. Es ist allerdings am Westen, dieses Signal auszusenden. Bleibt es aus, droht eine weitere St&auml;rkung der Ultranationalisten. Fragt sich, ob wir die Geister, die wir riefen, dann noch einmal loswerden?<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Globalisierter Rechtsextremismus?: Die Extremistische Rechte in Der &Auml;ra der Globalisierung &ndash; herausgegeben von Thomas Greven, Thomas Grumke, Springer Verlag, 2006<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Fascism Past and Present, West and East, Roger Griffin, Werner Loh und Andreas Umland (Hg.), Stuttgart\/Hannover 2006<\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/d05d36fd9e95419a9869bf3a1f7ccc41\" width=\"1\" height=\"1\" alt='&bdquo;\"'><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float:right; margin: 0 0 10px 10px\"> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140824_g_novor.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/> <\/div>\n<p>Die Berichterstattung zum B&uuml;rgerkrieg in der Ostukraine ist von Schwarz-Wei&szlig;-Denken gepr&auml;gt. Die Leitartikler der gro&szlig;en Leitmedien sind sich darin einig, dass Wladimir Putin im Donbass Krieg gegen die Ukraine &ndash; ja den Westen &ndash; f&uuml;hrt. In den alternativen Medien, den sozialen Netzwerken und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22496\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,107,170,20,125],"tags":[912,916,915,259,260],"class_list":["post-22496","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-audio-podcast","category-friedenspolitik","category-landerberichte","category-rechte-gefahr","tag-buergerkrieg","tag-dugin-alexander","tag-putin-wladimir","tag-russland","tag-ukraine"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22496","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22496"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22496\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22516,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22496\/revisions\/22516"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22496"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22496"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22496"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}