{"id":225,"date":"2005-11-22T14:23:04","date_gmt":"2005-11-22T13:23:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=225"},"modified":"2016-02-28T10:23:42","modified_gmt":"2016-02-28T09:23:42","slug":"wissensgesellschaft-a-la-bertelsmann-das-projekt-media-smart-der-werbetreibenden-wirtschaft-soll-in-den-schulen-medien-und-werbekompetenz-von-kindern-fordern-oder-der-bock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=225","title":{"rendered":"Wissensgesellschaft \u00e0 la Bertelsmann. Das Projekt \u201eMedia Smart\u201c der werbetreibenden Wirtschaft soll in den Schulen &#8220;Medien- und Werbekompetenz von Kindern&#8221; f\u00f6rdern \u2013 oder der Bock macht sich zum G\u00e4rtner"},"content":{"rendered":"<p>Von Christiane Wicht.<br>\n<!--more--><br>\nAlle Welt redet dar&uuml;ber, dass wir in einer &ldquo;Wissensgesellschaft&rdquo; leben. Die Pisa-Studie scheint zu beweisen, dass bis da hin f&uuml;r Deutschland noch ein weiter weg ist.<br>\nMan kann sich nun lange &uuml;ber Sinn und Unsinn der Methoden und vor allem &uuml;ber den parteipolitischen Missbrauch der Pisa-Ergebnisse streiten, eines ist unbestreitbar: Die Studien werden daf&uuml;r benutzt, das Bildungssystem verst&auml;rkt nach wettbewerblichen und betriebswirtschaftlichen Kriterien zu gestalten und den staatlichen und parlamentarisch-demokratischen Einfluss zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. Universit&auml;ten sollen wie Einzelunternehmen gef&uuml;hrt werden, aus Studierenden sollen &bdquo;Kunden&ldquo; werden, die f&uuml;r eine Ware &bdquo;Studium&ldquo; zahlen. Private Unternehmen sollen in Schulen und Hochschulen investieren, damit mehr Geld zur Verf&uuml;gung steht. Der Staat wird zur&uuml;ckgedr&auml;ngt, mit dem Argument, er habe nicht genug Mittel zur Verf&uuml;gung und sei au&szlig;erdem ohnehin ineffizient. All diese Entwicklungen sind aus anderen Bereichen der staatlichen Daseinsvorsorge bekannt, die bereits privatisiert und liberalisiert wurden. Nun soll mit denselben Floskeln auch das staatliche Bildungssystem sturmreif geschossen werden &ndash; zum Einstieg privater Investoren. Der Markt ist gewaltig und wer zahlt, schafft an. Die amerikanische Unternehmensberatung Merrill Lynch sch&auml;tzt den Wert der weltweit erbrachten Bildungsdienstleistungen auf 2.200 Milliarden Dollar j&auml;hrlich (Quelle <a href=\"http:\/\/www.erzwiss.uni-hamburg.de\/Personal\/Lohmann\/Publik\/edu-market.htm\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.erzwiss.uni-hamburg.de\/Personal\/Lohmann\/Publik\/edu-market.htm\">www.erzwiss.uni-hamburg.de<\/a>). <\/p><p><strong>Bildung ist keine Ware<\/strong> <\/p><p>In einem gesellschaftlich verantworteten Bildungssystem ist Bildung dagegen keine Ware wie jede andere, sondern ein &ouml;ffentliches Gut, an dem jeder teilhaben k&ouml;nnen soll und das wiederum dem allgemeinen Interesse dient. Denn Bildung stellt f&uuml;r jeden einzelnen die Voraussetzung dar nicht nur f&uuml;r das berufliche Fortkommen, sondern sie stellt auch die Voraussetzung f&uuml;r den &ouml;konomischen Fortschritt und auch f&uuml;r die demokratische Teilhabe und die kulturelle Entwicklung der Gesellschaft dar. Deshalb wird bei uns in allen Sonntagsreden gefordert, dass jedes Kind die gleiche Chance haben soll, Kenntnisse und F&auml;higkeiten zu erwerben, die ihm sp&auml;ter die Aus&uuml;bung eines Berufes und die chancengleiche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erm&ouml;glichen. Diese M&ouml;glichkeit der Beteiligung soll nicht davon abh&auml;ngen, welche soziale und finanzielle Stellung die Eltern eines Kindes haben. Deshalb sollte Bildung vor allem auch eine Aufgabe des Staates sein und keine k&auml;ufliche Handelsware. Dazu geh&ouml;rt, dass die vermittelten Bildungsinhalte nicht von partikularen gesellschaftlichen Interessen also auch nicht von den Interessen privater Unternehmen bestimmt werden sollten. In der Bildung sollte eben gerade nicht der Grundsatz gelten: Wer zahlt, schafft an. Im Idealfall befindet die Gesellschaft durch demokratischen Diskurs und demokratische Entscheidungen dar&uuml;ber, was ihre nachfolgenden Mitglieder f&uuml;r ihr zuk&uuml;nftiges Leben lernen sollen. Solche elementaren Errungenschaften der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft sind in Gefahr, wenn private Geldgeber Zugang zu den Entscheidungen im Bildungswesen erhalten. Ihr Ziel ist zumeist nicht, so vielen Menschen wie m&ouml;glich eine unabh&auml;ngige, allgemeine Bildung und ein m&ouml;glichst umfassendes Wissen zu vermitteln. <\/p><p>Auf den NachDenkSeiten wurde schon in zahllosen Beitr&auml;gen auf die Ziele und vor allem auch auf den Einfluss des Centrums f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) der Bertelsmann Stiftung auf die Hochschulen direkt und auf die Bildungspolitik im Allgemeinen hingewiesen.<br>\nSowohl die Forderungen nach Elite-Universit&auml;ten oder der Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren sind ma&szlig;geblich vom CHE und vom arbeitgebernahen Stifterverband f&uuml;r die Deutsche Wissenschaft ins Zentrum der Hochschulreformdebatte ger&uuml;ckt worden. <\/p><p><strong>Lobbyismus gef&auml;hrdet das staatliche Bildungssystem<\/strong><\/p><p>Der Bertelsmann-Konzern f&ouml;rdert seit Jahren die Entwicklung zu einem immer mehr nach privatwirtschaftlichen Prinzipien organisierten &ndash; aber weitgehend staatlich finanzierten &ndash; Bildungssystem. Er versucht kontinuierlich, auf politisch h&ouml;chster Ebene in Deutschland und bei den europ&auml;ischen Institutionen nachdr&uuml;cklich auf die Bildungspolitik Einfluss zu nehmen. Der Bertelsmann-Konzern ist Mitglied der wichtigsten Lobbyorganisation der Industrie in Br&uuml;ssel, dem European Round Table (ERT). Direkt oder &uuml;ber Lobbygruppen hat das Unternehmen seit mehr als zwanzig Jahren erheblichen Einfluss auf Gesetzesausarbeitungen oder Richtlinienvorschl&auml;ge der EU. Bertelsmann versucht unter Einflussnahme auf Politiker, seine Interessen mit allem Mitteln des Lobbyismus bis hin zur Vergabe von lukrativen Mandaten in Aufsichtsgremien und Beratungsvertr&auml;gen durchzusetzen und ihnen, wenn es m&ouml;glich ist, sogar Gesetzesrang zu geben (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.jungle-world.com\/seiten\/2003\/38\/1644.php\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.jungle-world.com\/seiten\/2003\/38\/1644.php\">www.jungle-world.com<\/a>).<br>\nDeutlich zeigte sich dies bei der Ausarbeitung der EU-Verfassung. Elmar Brok etwa, ist EU-Parlamentarier und war Mitglied im EU-Konvent zur Erarbeitung des EU-Verfassungsvertrages. Zugleich ist er Vizepr&auml;sident von Media Development der Bertelsmann AG. In einem Diskussionspapier vom 27. Januar 2003 schl&auml;gt er vor, dass der Konvent das Recht auf Bildung als Grundfreiheit in die Verfassung aufnimmt (Artikel II-74 Recht auf Bildung). Diesem Artikel zufolge ist der Pflichtschulunterricht zwar unentgeltlich, es fehlt jedoch ein uneingeschr&auml;nktes Recht auf kostenlose Bildung f&uuml;r weiterf&uuml;hrende Schulen und Universit&auml;ten. In seiner vorliegenden Fassung besagt dieser Grundsatz lediglich, dass in Bezug auf den Pflichtschulunterricht jedes Kind die M&ouml;glichkeit haben muss, eine schulische Einrichtung zu besuchen, die unentgeltlichen Unterricht erteilt &ndash; welche Schule auch immer. Er besagt aber nicht, dass alle schulischen Einrichtungen unentgeltlich sein m&uuml;ssen. Ebenso verbietet der Vertrag auch nicht, dass bestimmte Unterrichtsformen entgeltlich sein k&ouml;nnen. Die Union muss im Rahmen ihrer bildungspolitischen Ma&szlig;nahmen ausschlie&szlig;lich die Unentgeltlichkeit des Pflichtunterrichts achten.<br>\nDer Vorschlag im Diskussionspapier von Elmar Brok wurde angenommen und in die EU-Verfassung aufgenommen (siehe <a href=\"?p=182\">NachDenkSeiten 19.04.2005<\/a>). Der Bertelsmann-Repr&auml;sentant hat sein Ziel erreicht. Selbst wenn die Verfassung nicht von allen Staaten angenommen werden wird, besteht dennoch die Gefahr, dass Teile der Verfassung k&uuml;nftig in europ&auml;ische Vertragswerke aufgenommen werden. Das ist nur ein Beispiel daf&uuml;r, wie EU-Parlamentarier ziemlich direkt die gesellschafts- und bildungspolitischen Interessen von Konzernen vertreten und daf&uuml;r sorgen, dass sie sogar Verfassungsrang erhalten k&ouml;nnten (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.netzpolitik.org\/2005\/als-bertelsmann-lobbyist-im-europaparlament\/\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.netzpolitik.org\/2005\/als-bertelsmann-lobbyist-im-europaparlament\/\">www.netzpolitik.org<\/a>).<\/p><p>Bildung ist f&uuml;r den Bertelsmann-Konzern das Zukunftsgesch&auml;ft. Die Bertelsmann AG befindet sich zu 57,6% im Eigentum der Bertelsmann-Stiftung (die anderen Anteile halten die Familie Mohn und die Groupe Bruxelles Lambert). Nat&uuml;rlich ist die Stiftung am Wachstum ihrer Firma, also des Konzerns interessiert (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2183\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2183\">www.blaetter.de<\/a>).<br>\nDen unf&auml;hig erkl&auml;rten &bdquo;Staat&ldquo; aus m&ouml;glichst vielen Bereichen der Bildung zu verdr&auml;ngen und sie f&uuml;r den &bdquo;Markt&ldquo; zu &ouml;ffnen, ist das langfristige strategische Interesse des Bertelsmann-Konzerns und seines Hauptaktion&auml;rs, der Bertelsmann-Stiftung. Dass der finanziell ausgeblutete Staat seine bildungspolitischen Aufgaben immer weniger erf&uuml;llen kann, kommt der Konzernstrategie sogar eher gelegen. Reinhard Mohn, der ehemalige Bertelsmannchef und noch heute graue Eminenz des Konzerns, sagt es ganz offen: &ldquo;Es ist ein Segen, dass uns das Geld ausgeht. Anders kriegen wir das notwendige Umdenken nicht in Gang.&rdquo; (&ldquo;Ein Segen, da&szlig; uns das Geld ausgeht&rdquo;: Interview mit Reinhard Mohn, G&uuml;tersloh: Verlag der Bertelsmann-Stiftung, 1996)<\/p><p><strong>Media Smart &ndash; der Bock als G&auml;rtner<\/strong><\/p><p>Dass Bertelsmann aber auch heute schon und ganz direkt auf die Bildung in Deutschland Einfluss zu nehmen versucht, zeigt das Beispiel &ldquo;Media Smart&rdquo;. Dabei handelt es sich um einen Verein, der, so die Eigendarstellung, die &ldquo;Medien- und Werbekompetenz von Kindern&rdquo; f&ouml;rdern m&ouml;chte. Diesen noblen Zielen haben sich unter anderen folgende der Aufkl&auml;rung gegen die &bdquo;geheimen Verf&uuml;hrer&ldquo; verpflichteten Mitglieder dieser Initiative verschrieben: McDonalds, Mattel Deutschland, Lego, Burger King, Hasbro Deutschland, Kellogg Deutschland, Zapf Creation, Masterfoods, Nokia GmbH, Super RTL. F&ouml;rdermitglieder sind etwa der Gesamtverband Kommunikationsagenturen, der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation, der Egmont Ehapa Verlag und Gruner + Jahr. Das Projekt wird ausschlie&szlig;lich von Firmen oder Verb&auml;nden getragen, die Werbung betreiben, verkaufen oder machen &ndash; und deren Zielgruppe vor allem Kinder sind. Auch die beiden Unternehmen des Bertelsmann-Konzerns, Super RTL und Gruner + Jahr geh&ouml;ren nat&uuml;rlich dazu.<br>\nDer Fernsehsender Super-RTL geh&ouml;rt jeweils zur H&auml;lfte dem Disney-Konzern und der RTL-Group, die sich wiederum zu 90,4% im Besitz der Bertelsmann AG befindet. Die deutschen Sender der RTL-Group hatten laut Bertelsmann-Gesch&auml;ftsbericht 2004 in diesem Jahr einen Anteil von 37,7 % am gesamten deutschen Markt f&uuml;r TV-Werbung. Dabei entfielen auf Super RTL 2,9 % &ndash; f&uuml;r einen Sender, der sich ausschlie&szlig;lich an Kinder richtet, ziemlich beachtlich. In einer Selbstdarstellung preist sich Super-RTL, &ldquo;in Deutschland das Leitmedium f&uuml;r Werbung, die sich an Kinder richtet,&rdquo; zu sein. Als &ldquo;beliebtester Kinderfernsehsender&rdquo; habe man im Jahr 2004 unter den drei- bis zw&ouml;lfj&auml;hrigen einen Zuschaueranteil von 24,3 % erreicht &ndash; mehr als doppelt soviel wie der nachfolgende zweitgr&ouml;&szlig;te Konkurrent.<br>\nWer, wie die in Media Smart e.V. zusammengeschlossenen Firmen, Produkte vor allem an Kinder und Jugendliche verkaufen m&ouml;chte und selbstverst&auml;ndlich seine Gewinninteressen verfolgt, dem kann wohl kaum eine objektive Beurteilung von Werbung und ein kritisch aufkl&auml;rerisches Interesse gegen&uuml;ber Werbung unterstellt werden. Die Produkte vieler beteiligter Unternehmen sprechen in erster Linie Kinder an: Spielsachen von Mattel, Zeitschriften und Spiele von Hasbro, Fr&uuml;hst&uuml;cksflocken von Kellogg&rsquo;s, Fast Food von Burger King und McDonalds, Puppen von Zapf oder Handys von Nokia. Wenn die gleichen Firmen nun Kindern einen bewussten und kritischen Umgang mit Werbung vermitteln m&ouml;chten, kann man nicht skeptisch genug sein. Wird hier unter dem Deckmantel der &bdquo;kritischen Betrachtung der Werbung&ldquo; der Bock zum G&auml;rtner gemacht?<\/p><p><strong>Kinder als Zielgruppe<\/strong><\/p><p>Kinder sind nicht nur als Konsumenten interessant. Sie sind auch besonders empf&auml;nglich f&uuml;r Werbebotschaften und daher f&uuml;r werbetreibende Firmen von gro&szlig;em strategischem Interesse. Die Markenbindung beginnt &ndash; wie erforscht wurde &ndash; im Alter von 12 Jahren. Es ist f&uuml;r die Hersteller daher wichtig, vorher schon im Bewusstsein der Kinder pr&auml;sent zu sein und bis dahin ein positives Image aufgebaut zu haben, damit eine langfristige Markenbindung erreicht werden kann. Kinder sind schon fr&uuml;h an das Medium Fernsehen gew&ouml;hnt. Fernsehen ist eine wichtige und reizstarke Informationsquelle. Ein eigenst&auml;ndiges Differenzieren ist aufgrund des &Uuml;berangebots gerade f&uuml;r Kinder und Jugendliche praktisch unm&ouml;glich. Sie orientieren sich daran, was andere haben (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,44qiwl7m8t5bxny7~cm.asp\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,44qiwl7m8t5bxny7~cm.asp\">www.daserste.de<\/a>). Oft nutzen schon sehr kleine Kinder die eigens eingerichteten Kinderkan&auml;le. Werbeprofis wissen, dass sich Kinder Firmenlogos der Produkte, die sie interessieren, sehr gut merken k&ouml;nnen und schnell Namen und Produkt verbinden. Weil die Medien in Form von Werbung in Radio und Fernsehen, auf dem Handy, in Zeitschriften, auf Plakaten, im Internet st&auml;ndig pr&auml;sent sind, sind Kinder leicht erreichbar und somit eine leichte Beute f&uuml;r die werbende Industrie. Millward Brown, eine f&uuml;hrende Agentur f&uuml;r Marken- und Unternehmenskommunikation, hat in elf L&auml;ndern Tausende von Kindern interviewt. Das Ergebnis zeigt, wie sehr Kinder der Werbung glauben und ihr zum Opfer fallen (vgl. hierzu <a href=\"http:\/\/www.literaturkritik.de\/public\/rezension.php?rez_id=6738&amp;ausgabe=200402\">das Buch<\/a>). <\/p><p><strong>Konsumverhalten wird nicht hinterfragt<\/strong><\/p><p>Wenn es nach der werbetreibenden Industrie geht, sollen Kinder Kaufzur&uuml;ckhaltung gar nicht erst lernen, schlie&szlig;lich sind sie die Konsumenten von morgen. Kritikf&auml;higkeit ist nicht gut f&uuml;r&rsquo;s Gesch&auml;ft. Ein differenzierter Umgang mit allgegenw&auml;rtigen Werbebotschaften ist aber ohne kritische Heranf&uuml;hrung an das Medium Werbung nicht m&ouml;glich. Oberfl&auml;chlich betrachtet bekennt sich zwar das Begleitheft des Projekt Media Smart zum &bdquo;m&uuml;ndigen&ldquo; Verbraucher. &ldquo;Denn es besteht gerade dort p&auml;dagogischer Handlungsbedarf, wo beispielsweise nicht zu erf&uuml;llende Kaufw&uuml;nsche gr&ouml;&szlig;ere Probleme nach sich ziehen k&ouml;nnen.&rdquo; hei&szlig;t es in der Einf&uuml;hrung (S. 5), die eine &ldquo;Auseinandersetzung mit Konsumw&uuml;nschen&rdquo; verspricht. Die gesamte Konzeption der Materialien ist aber nicht darauf ausgelegt, Werbebotschaften distanziert zu betrachten oder Konsumverhalten gar in Frage zu stellen. Nachdem das von MediaSmart bereitgestellte Video im Unterricht gezeigt wurde, erhalten die Kinder die Aufgaben, ihre W&uuml;nsche aufzuschreiben, anschlie&szlig;end Zeitschriften durchzusehen und sich noch einmal dar&uuml;ber auszutauschen, ob sich ihre Entscheidung durch die Werbung ver&auml;ndert hat. Dadurch wird gezielt auf Sponsoren, Spots und versteckte Werbung in Kinderzeitschriften hingewiesen. Die Kinder sollen gar nicht hinterfragen, wozu sie und ob sie das Produkt brauchen, ob man auf das eine oder andere Produkt auch verzichten kann. Auf diese Weise entsteht keinerlei kritische Auseinandersetzung mit der Kaufentscheidung also solcher. Kinder sollen lediglich &uuml;berlegen, ob sie die Anschaffung verschieben k&ouml;nnen oder ob sie sich das Produkt z.B. auch schenken lassen k&ouml;nnen (S.16). Damit werden W&uuml;nsche geweckt und Wege zu ihrer Erf&uuml;llung aufgezeigt.<br>\nAngebliches Ziel des Projekts ist es, dass Kinder als Konsumenten in der heutigen aggressiven Marktwirtschaft ein Gesp&uuml;r daf&uuml;r bekommen, welche Produkte sie kaufen wollen und auf welche sie verzichten k&ouml;nnen. Vor allem sollten sie eigentlich lernen, die Werbung kritisch zu sehen.<br>\nZur differenzierten Betrachtung geh&ouml;rte jedoch eine kritische Auseinandersetzung mit der Qualit&auml;t, dem Preis oder der Art der Produktion (siehe Anmerkung). Derartige Informationen sind in der Werbung gerade nicht enthalten. Die Werbebotschaften zielen vielmehr darauf ab, ein Produkt ausschlie&szlig;lich positiv darzustellen. Dieser manipulative Aspekt der Werbung kommt in den Unterrichtsmaterialien von Media Smart jedoch gar nicht erst zur Sprache. Das Ziel einer kritischen Auseinandersetzung kann daher schon im Grundsatz gar nicht erreicht werden. Es wird das Bild vermittelt, dass Werbung zu unserem Leben geh&ouml;rt, sogar ein Bestandteil unseres modernen Lebens ist, und wir durch sie &bdquo;Informationen&ldquo; bekommen, die f&uuml;r den Kauf eines Produkts n&ouml;tig sind.<\/p><p><strong>Werbung &ndash; Manipulation statt Information<\/strong><\/p><p>Ein durchgehend positives Bild der Werbung wird ebenfalls im Informationsteil f&uuml;r die Lehrer vermittelt. Werbung sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, belebe den Wettbewerb, verhindere so Preiserh&ouml;hungen und erweitere die Angebotsvielfalt. &Uuml;berdies erh&ouml;he die Werbung auch noch die Medien- und damit die Meinungsvielfalt &ndash; indem sie Fernsehsender und einen gro&szlig;en Anteil an den Printmedien finanziert. Die Unterrichtsmaterialien pr&auml;sentieren die Werbung als Informationsquelle, ja sogar als St&uuml;tze der Demokratie und der Gesellschaft. An keiner Stelle taucht hier auch nur der Verdacht auf, dass Werbung gerade auf Kinder eine manipulative Wirkung haben k&ouml;nnte. Der Konsument erscheint durchweg als m&uuml;ndig und darf sich dank Werbung bestens informiert f&uuml;hlen: Im Abschnitt &ldquo;Werbung in der kindlichen Wahrnehmung&rdquo; hei&szlig;t es dementsprechend: &ldquo;Heute wird daher nicht mehr gefragt: &lsquo;Was macht die Werbung mit den Menschen?&rsquo;, sondern: &lsquo;Was machen die Menschen mit der Werbung?&rsquo; Kinder nutzen Medienthemen bzw. Werbebotschaften f&uuml;r ihre ganz pers&ouml;nlichen Zwecke. Symbolisch besetzte Produkte k&ouml;nnen f&uuml;r Kinder diverse Funktionen haben: Sie dienen der Orientierung in der F&uuml;lle des Angebots und sind Ausdrucksmittel einer eigenen Kultur.&rdquo; (S. 20) Mit der Darstellung von Werbung als Tr&auml;ger von Kultur und als Orientierungshilfe vermitteln die Autoren des Begleitheftes ein deutlich von Werbeinteressen gepr&auml;gtes Bild. Dass die Werbung ihren Anspruch einer umfassenden Information verfehlt, indem sie eben nicht &uuml;ber das Produkt informiert, sondern durch Bilder, Musik u.&auml;. einen Kaufwunsch wecken will, wird nicht in Ans&auml;tzen diskutiert. Das best&auml;tigt sich in den Schaubildern der Unterrichtsmaterialien, in denen Werbung vor allem auch deshalb positiv dargestellt wird, weil Firmen mit der Werbung eine M&ouml;glichkeit haben, ihre Produkte bekannt zu machen und zu verkaufen. &ldquo;Die Werbung liefert dem Konsumenten Gr&uuml;nde, warum ein Produkt f&uuml;r ihn besonders attraktiv und w&uuml;nschenswert ist&rdquo; (S. 14).<\/p><p><strong>Faszination Werbung<\/strong><\/p><p>In dem Kapitel &ldquo;Wirklichkeit und Traumwelt&rdquo; geht es zwar um die &ldquo;illusorische Welt&rdquo; der Werbung. Dabei wird aber weniger auf Gefahren der Manipulation durch Werbung hingewiesen als vielmehr die Faszination f&uuml;r die Tricks der Werbung geweckt. Wie auch in anderen Unterrichtseinheiten sollen Sch&uuml;ler hier Werbung selbst machen oder nachspielen. Dadurch erh&auml;lt Werbung einen gro&szlig;en spielerischen Wert. Es ist keine Rede davon, dass das Unterbewusstsein des Menschen durch Werbung beeinflusst wird. Die Kinder assoziieren Werbung mit einem positiven Erlebnis, indem sie im Unterricht Werbespots nachspielen, sich selbst darstellen und somit Werbung zu einem pers&ouml;nlichen Erfolgserlebnis werden lassen. Dadurch entwickeln Kinder eine positive Grundeinstellung zu Werbeaussagen und halten sich k&uuml;nftig f&uuml;r &ldquo;Spezialisten&rdquo; in Sachen Werbung. Sie sind deshalb eher geneigt, sich Werbung anzusehen, sie im Internet nicht wegzuklicken, weil sie den einen oder anderen Spot mit einer positiven Erfahrung verbinden. Kinder sollen an Werbung Interesse zeigen, ihr aufmerksam folgen und s&auml;mtliche Informationen glauben, die ihnen vermittelt werden. <\/p><p><strong>Wie sich die Industrie die Lehrpl&auml;ne zunutze macht<\/strong><\/p><p>Der Umgang mit Werbung ist ein Thema in den Lehrpl&auml;nen der dritten und vierten Klassen. Hier setzt Bertelsmann mit seinem Projekt an, denn bislang fehlte es &ndash; zumindest nach Meinung von Bertelsmann &ndash; an qualifizierten Lehrmaterialien. Die stellt nun der Verein Media Smart kostenlos zur Verf&uuml;gung. Lehrer und Elternverb&auml;nde wurden mit dem Argument angeschrieben, dass Kindern sehr fr&uuml;h der kritische Umgang mit Werbung vermittelt werden soll. Da dies ein Thema ist, das vielen Eltern und Lehrern am Herzen liegt, wird es von beiden Seiten zun&auml;chst einmal positiv aufgenommen, denn die meisten Eltern und P&auml;dagogen halten eine kritische Betrachtungsweise der Werbung ist erstrebenswert. Um diesem Interesse gerecht zu werden, wird das Projekt Media Smart in 18.000 Schulen Deutschlands vorgestellt. Das zum Bertelsmann-Konzern geh&ouml;rende Verlagsunternehmen Gruner + Jahr macht in den eigenen Zeitschriften &ldquo;Eltern for family&rdquo; und &ldquo;Stern&rdquo; in Anzeigen auf MediaSmart aufmerksam. Urspr&uuml;nglich stammt die Idee zu Media Smart aus Kanada, und wurde 2002 in Gro&szlig;britannien &uuml;bernommen. Nach Angaben von Bertelsmann ist das britische Media Smart Modell in Belgien, den Niederlanden und Frankreich auf gro&szlig;es Interesse gesto&szlig;en. <\/p><p>Die staatlichen Institutionen und p&auml;dagogische Entscheidungstr&auml;ger in Deutschland zeigen sich erstaunlich unkritisch. Die Initiative wird von Kultusministerien, Elternverb&auml;nden und Medienp&auml;dagogen nahezu durchweg unterst&uuml;tzt. Die Pr&auml;sidentin der Kultusministerkonferenz und brandenburgische Kultusministerin Prof. Johanna Wanka (CDU) hat zum Begleitheft der Unterrichtsmaterialien sogar ein Vorwort geschrieben. <\/p><p>Den deutschen Bildungspolitikern fehlt es inzwischen offenbar an Selbstbewusstsein und vor allem an Mut sich gegen Bertelsmann zu stellen. Dabei gab und gibt in staatlichen Institutionen sehr wohl qualifizierte P&auml;dagogen die Unterrichtsmaterialien &uuml;ber die positiven wie negativen Wirkungen von Werbung erarbeitet haben. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat in der Vergangenheit viele Projekte entwickelt, um Kindern das Thema Werbung und Produkt kritisch zu vermitteln. Vor allem werden Alternativen zum konsumorientierten und von der Werbung beeinflussten Denken angeboten. (siehe <a href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/go\/presse\/303\/\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.vzbv.de\/go\/presse\/303\/\">Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.<\/a> und <a href=\"http:\/\/themen.kinderkampagne.de\/front_content.php?sid=bc03601bca0ffd89358c25e640f51232\" title=\"Externer Link zu http:\/\/themen.kinderkampagne.de\/front_content.php?sid=bc03601bca0ffd89358c25e640f51232\">kinderkampagne.de<\/a>). Eine Kooperation der Ministerien und der Schultr&auml;ger mit solchen unabh&auml;ngigen Experten h&auml;tte verhindern k&ouml;nnen, dass gerade diese, von der Industrie initiierte, p&auml;dagogisch ausgestaltete und gesponserte Kampagne fl&auml;chendeckend Einzug in die Schulen h&auml;lt. Ja noch mehr: Eine schulische Zusammenarbeit mit der werbetreibenden Wirtschaft gerade zum Thema Werbung h&auml;tte als Widerspruch in sich auf breiten p&auml;dagogischen und politischen Widerstand sto&szlig;en m&uuml;ssen. <\/p><p><strong>Media Smart europaweit<\/strong><\/p><p>Der Bertelsmann-Konzern macht &ndash; durch seine Erfolge ermuntert &ndash; seinen Einfluss zwischenzeitlich auch in Br&uuml;ssel geltend, um in Zusammenarbeit mit der Europ&auml;ischen Kommission ein Projekt im Rahmen der &bdquo;E-Learning Initiative&ldquo; (http:\/\/www.bibb.de\/de\/limpact13323.htm ) der zust&auml;ndigen Generaldirektion Erziehung und Kultur in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern einzuf&uuml;hren. Das E-Learning-Programm der EU wird wiederum unterst&uuml;tzt von der Initiative 21, einem Zusammenschluss von 200 Mitgliedern aus Wirtschaft und Politik, der vor allem ein Interesse daran hat, eine m&ouml;glichst breite Diffusion von Computern in der Bev&ouml;lkerung zu erreichen, sprich m&ouml;glichst viele von ihren Produkten verkaufen zu k&ouml;nnen (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.initiatived21.de\/ueber\/mitwirkende\/index.php\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.initiatived21.de\/ueber\/mitwirkende\/index.php\">www.initiative21.de<\/a>).<br>\nWenn sich Bertelsmann mit seiner Forderung durchsetzt, dann wird Media Smart auch in Br&uuml;ssel &bdquo;durchgewunken&ldquo; und auch in anderen europ&auml;ischen Bildungssystemen verbreitet. Dabei h&auml;tte bereits das E-Learning-Konzept bei den verantwortlichen Entscheidungstr&auml;gern in Br&uuml;ssel auf Kritik sto&szlig;en m&uuml;ssen, weil Ziele und Absichten schon aufgrund der Unterst&uuml;tzer des Projekts offensichtlich sind. Aber eine solche reflektierende Sicht scheint bei den B&uuml;rokraten der Europ&auml;ischen Union v&ouml;llig abhanden gekommen zu sein, weil dort wirtschaftliche Interessen zunehmend als die Gesamtinteressen der Europ&auml;er wahrgenommen werden.<\/p><p>Unternehmen und ihnen nahe stehende Stiftungen nehmen immer st&auml;rker Einfluss auf die Struktur des Bildungssystems sowie auf die vermittelten Bildungsinhalte. Sie verfolgen dabei ihre kurzfristigen wirtschaftlichen Eigeninteressen und handeln auch in ihrem langfristigen strategischen Interessen. Ihr Ziel ist es, den Bildungssektor so weit wie m&ouml;glich zu privatisieren oder &ndash; soweit er staatlich finanziert ist &ndash; dem marktwirtschaftlichen Wettbewerb zu unterwerfen. Man braucht den Staat zwar noch zur Grundfinanzierung, seine hoheitliche, demokratisch durch Parlament oder Elternvertretungen kontrollierte Aufgabe soll ihm aber so weit wie m&ouml;glich genommen werden. <\/p><p>Damit &ouml;ffentliche Schulen und Hochschulen ihren &ouml;ffentlichen Auftrag in Zukunft erf&uuml;llen k&ouml;nnen, m&uuml;ssten ihnen als erstes wieder ausreichend finanzielle Mittel zur Verf&uuml;gung stehen.<br>\nKonzerne, wie Bertelsmann, haben jedoch mit Think-Tanks und ihren Lobbyisten tief greifend daran gearbeitet, bei den politischen Entscheidungstr&auml;gern gerade auch solche &ldquo;Reformen&rdquo; &ndash; wie etwa permanente Steuersenkungen &ndash; durchzusetzen, die unter anderem auch zur katastrophalen Finanzsituation im Bildungsbereich gef&uuml;hrt haben. Jetzt wo der Staat erst einmal systematisch &bdquo;kaputt gespart&ldquo; worden ist, bieten privaten Investoren unter dem Titel Private Public Partnership ihre Hilfe an und diese &bdquo;Unterst&uuml;tzung&ldquo; wird von den meisten Verantwortlichen in den Bildungseinrichtungen in ihrer finanziellen Not nur allzu gerne angenommen. Man spricht dann gerne neudeutsch, von einer &bdquo;Win-Win-Situation&ldquo;: Die Unternehmen haben einen Gewinn und auch der Staat. Das haben inzwischen die Wirtschaftsverb&auml;nde und zunehmend mehr Konzerne erkannt und sie unterst&uuml;tzen deshalb in gr&ouml;&szlig;er werdendem Umfang Bildungsprojekte. <\/p><p>Wenn sich diese Form der Bildungspolitik weiter durchsetzt, sollte man den Begriff der &bdquo;Wissensgesellschaft&ldquo; auf &bdquo;Wirtschaftswissensgesellschaft&ldquo; beschr&auml;nken. Bildung ist dann nur noch das, was sich f&uuml;r die Wirtschaft und f&uuml;r Bildungsinstitutionen &bdquo;rentiert&ldquo; &ndash; ein &bdquo;Win-Win&ldquo;-Gesch&auml;ft eben.<\/p><p><strong>Anmerkung:<\/strong><br>\n65% des im Jahr 2002 in den EU-L&auml;ndern eingef&uuml;hrten Spielzeugs kam aus Sonderproduktionszonen. Die zwei gr&ouml;&szlig;ten transnationalen Gesellschaften, die den Markt kontrollieren, sind Mattel und Hasbro (u.a. Monopoly). Sie verfolgen unterschiedliche Strategien: Mattel errichtet in den Sonderzonen seine eigenen Fabriken, w&auml;hrend Hasbro die Herstellung seiner Produkte Zulieferern (aus China, Korea usw.) &uuml;berl&auml;sst, die ebenfalls in den Zonen t&auml;tig sind. In den Sonderzonen schuften Arbeiterinnen bis zu 16 Std. t&auml;glich an sieben Tagen in der Woche, bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 70 Cents. Sozialleistungen gibt es keine. Die Essenspausen dauern nicht l&auml;nger als 5 Minuten. Somit betragen die Lohnkosten nur 6 % des Verkaufspreises. Quelle: Jean Ziegler: Die neuen Herrscher der Welt, S. 108\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Christiane Wicht.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[34,129],"tags":[232,508],"class_list":["post-225","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","category-lobbyorganisationen-und-interessengebundene-wissenschaft","tag-bertelsmann","tag-wirtschaft-in-der-schule"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/225","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=225"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/225\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31624,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/225\/revisions\/31624"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=225"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=225"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=225"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}