{"id":22503,"date":"2014-07-25T09:07:54","date_gmt":"2014-07-25T07:07:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503"},"modified":"2014-07-25T09:07:54","modified_gmt":"2014-07-25T07:07:54","slug":"hinweise-des-tages-2176","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h02\">MH17<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h03\">Russland\/Konfrontationspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h04\">Pal&auml;stina<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h05\">TTIP\/Tisa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h06\">Blackbox EZB &ndash; Macht und Ohnmacht der Europ&auml;ischen Zentralbank.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h07\">Interview mit DIW-Chef Fratzscher: &ldquo;Wir haben immer noch mit Zombie-Banken zu k&auml;mpfen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h08\">Niedrige Zinsen: Absurde Debatte um das Sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h09\">Schutz f&uuml;r Leiharbeiter: Gesetz ohne Wirkung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h10\">Energiewende &ndash; aber richtig: Das durchsichtige Ablenkungsman&ouml;ver &ndash; Energieeffizienz als Pseudo-Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h11\">Chefdatensch&uuml;tzerin kritisiert de Maizi&egrave;res Anti-Terror-Datei scharf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h12\">Regelbuch enth&uuml;llt: Wie US-Beh&ouml;rden die Antiterror-Listen bef&uuml;llen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h13\">Menschenrechtsgerichtshof straft Polen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h14\">&hellip; und nichts als die Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h15\">Leonardo Boff: Brasiliens Schande<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h16\">Wohin wir steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h17\">David Graeber: &ldquo;Spotlight on the financial sector did make apparent just how bizarrely skewed our economy is in terms of who gets rewarded&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503#h18\">Zu guter Letzt: Glosse zur Maut<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22503&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Leander Sukov zum Verbotsantrag gegen die Kommunistische Partei der Ukraine<\/strong><br>\nDer Verbotsantrag Poroschenkows gegen die Kommunistische Partei der Ukraine (KPU) ist nicht nur ein antikommunistischer Akt, sondern einer, der auf die nationalistische Vereinheitlichung der Parteienlandschaft der Ukraine zielt. Er wirkt damit &uuml;ber den Antikommunismus hinaus auch in das b&uuml;rgerliche Parteienspektrum hinein und gef&auml;hrdet tiefgreifend eine, immer noch, m&ouml;gliche demokratische Entwicklung in der Ukraine.<br>\nWas wird der KPU vorgeworfen? Sie soll, die Vorw&uuml;rfe sind wage gehalten, die Separatisten unterst&uuml;tzt haben, die eine Losl&ouml;sung der Donezkregion betreiben. Wie und in welcher Form wird nur unzul&auml;nglich dargestellt. Nun ist das Verbot, &uuml;ber die Ausdehnung eines Landes zu reden eines, das direkt auf die Meinungsfreiheit zielt. Denn nat&uuml;rlich muss es erlaubt sein, dar&uuml;ber zu debattieren, ob z.B. das Saarland nicht doch besser zu Frankreich geh&ouml;ren soll, Altona zu D&auml;nemark oder Salzburg zu Deutschland. In einem sich abzeichnenden neuen Supranationalstaat Europa, zu dem die derzeitige Parlamentsmehrheit der Ukraine ja geh&ouml;ren m&ouml;chte, muss es m&ouml;glich sein &uuml;ber Grenzziehungen zu sprechen ohne Gefahr zu laufen verboten zu werden.<br>\nAber nat&uuml;rlich geht es gar nicht um die Ostukraine. Es geht darum eine Politik durchzusetzen, die schon aus Ungarn bekannt ist und Entdemokratisierung und Pr&auml;sidialtotalitarismus anstrebt. Dabei ist Poroschenkow nicht w&auml;hlerisch. So bedient er sich durchaus der Partei der Regionen zur Stabilisierung seiner Herrschaft gegen&uuml;ber den anderen Fraktionen. Die Kommunisten st&ouml;ren dabei. Insbesondere, weil sie &uuml;ber 13,6 Prozent der Stimmen verf&uuml;gen und damit eine ernstzunehmende Gr&ouml;&szlig;e sind.<br>\nNat&uuml;rlich schafft er es mit dem Verbot auch, die faschistischen Parteien enger an sich zu binden.<br>\nWas wir in der Ukraine sehen ist ein Beispiel, wie ein in der Tat demokratischer Aufstand von rechtsradikalen Kr&auml;ften ma&szlig;geblich beeinflu&szlig;t wurde und dann von scheindemokratischen Kr&auml;ften &uuml;bernommen worden ist. Die verheerende Au&szlig;enpolitik von EU, NATO und Russland, die jeweils ihre Partikularinteressen vertreten und dabei eine Quote an Fehlentscheidungen aufweisen, die es zuletzt vor dem Ersten Weltkrieg gegeben hat, haben die innenpolitische Situation in der Ukraine, inklusive KPU-Verbot, B&uuml;rgerkrieg und stetem Wechsel der Oligarchenherrschaft (bei Garantie ihres Bestehens) verschuldet. Es w&auml;re zu jedem Zeitpunkt m&ouml;glich gewesen zu einer trilateralen Verst&auml;ndigung zu kommen, wenn die globalen Interessen imperialistischer Zentren (EU, USA, Russland) nicht dagegengestanden h&auml;tten.<br>\nDieser demokratische Niedergang wird nicht der letzte in Europa sein und auch in die EU wirken, die ja &mdash; ich erw&auml;hnte es schon &mdash; damit, die ungarische Regierung nicht in die Schranken zu weisen, die T&uuml;r bereits aufgesto&szlig;en hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/leander.sukov\/posts\/10202526920594077\">Leander Sukov via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Regierung in Kiew tritt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nInmitten der schweren Krise hat der ukrainische Ministerpr&auml;sident Arseni Jazenjuk den R&uuml;cktritt seiner Regierung erkl&auml;rt. Zuvor hatten die Partei Udar des Kiewer B&uuml;rgermeisters und Ex-Box-Profis Vitali Klitschko sowie die nationalistisch gepr&auml;gte Partei Swoboda von Oleg Tjagnibok ihren Austritt aus der Koalition verk&uuml;ndet. Sie stellten sich damit gegen die Batkiwschtschina-Partei von Jazenjuk und Ex-Ministerpr&auml;sidentin Julia Timoschenko.<br>\nNach der Flucht des einstigen prorussischen Pr&auml;sidenten Viktor Janukowitsch Ende Februar war eine neue Regierung mit Jazenjuk als Ministerpr&auml;sident bestimmt worden, ohne Parlamentswahlen abzuhalten, weshalb die Abgeordneten ihre Mandate behielten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ukraine-366.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Hochinteressant sind die <a href=\"http:\/\/meta.tagesschau.de\/id\/87911\/ukrainische-regierung-tritt-zurueck\">Kommentare zu dieser Meldung<\/a>, die nun beendet wurde.<br>\nDie Partei Klitschkos, der von Angela Merkel so stark unterst&uuml;tzt wurde und die Rechtsextremen (um nicht das Wort Faschisten zu benutzen) st&uuml;rzen also die Regierung. Geht es nur darum, dass der Pr&auml;sident und Oligarch Poroschenko seine Macht stabilisieren will? Geht es nur darum die Kommunisten zu verbieten und aus dem Parlament zu halten?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>MH17<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Jakob Augstein &ndash; Malaysia Airlines Flug MH17: Warum die Schuldfrage nicht weiterf&uuml;hrt<\/strong><br>\nSicher ist im Fall des abgeschossenen Flugzeugs MH17 nur: 298 Menschen sind tot. Der Rest ist Politik. Wir nennen Putin den T&auml;ter &ndash; aber sind wir seine Richter? Seien wir ehrlich: Die Frage nach der Schuld bringt nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/malaysia-airlines-mh17-und-putin-jakob-augstein-ueber-die-schuldfrage-a-982680.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Dem ansonsten von mir sehr gesch&auml;tzten Jakob Augstein vermag ich hier nicht in allem recht zu geben. Allein die Behauptung die Frage nach der Schuld w&auml;re sinnlos, weckt doch gewisse Zweifel. Ist diese Frage tats&auml;chlich sinnlos? Brauchen Opfer nicht Antworten auf die Fragen nach den Schuldigen? (&hellip;) Gerade jetzt, da von einigen &ldquo;Lautsprechern&rdquo; bereits gefordert wird, dem &ldquo;b&ouml;sen Putin&rdquo; die Fu&szlig;ball-WM 2018 wegzunehmen, kann von diplomatischem Geschick wohl kaum gesprochen werden. Auch Verantwortungsbewusstsein sucht man in dieser Debatte vergeblich. (&hellip;) Beizupflichten ist Augstein jedoch dann, wenn er die B&uuml;rger nicht mehr als neutrale Beobachter dieses Konflikts sieht, vielmehr stecken wir in der Tat bis &uuml;ber beide Ohren mit drin. Das sollte der eigentliche Weckruf f&uuml;r alle Beteiligten sein!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein russisches Lockerbie?<\/strong><br>\nWestliche Medien gie&szlig;en weiter &Ouml;l ins Feuer und m&ouml;chten Russland zum neuen Paria der Weltgemeinschaft machen.<br>\nAuch die US-Geheimdienste wissen offenbar nichts Genaues (ihre Hauptnachrichtenquellen: Twitter und Facebook!). Trotzdem ist Russland schuld. Das schreiben &ndash; in immer neuen Varianten &ndash; die Auslandsexperten vieler Westmedien. Wir haben es, so die FAZ von gestern, mit einem &bdquo;russischen Lockerbie&ldquo; zu tun. Russland, das ist die eindeutige Absicht, soll zum neuen Paria der Weltgemeinschaft herunter geschrieben werden. Putin ist der neue Gaddafi.<br>\nWie dumm, wie klug ist ein Vergleich mit Lockerbie?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.carta.info\/73771\/ein-russisches-lockerbie\/\">Carta<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russland\/Konfrontationspolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Putins Tochter als Zielscheibe<\/strong><br>\nDas Drama um den Absturz von Flug MH17 in der Ostukraine hat in den Niederlanden eine Debatte &uuml;ber die Ausweisung der Tochter von Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin ausgel&ouml;st.<br>\nUkraine-Aktivisten und einige rechtsgerichtete Zeitungen verlangten, dass Maria Putina, die Tochter des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin, wegen der vermuteten Mitverantwortung ihres Vaters f&uuml;r den Tod der 298 Menschen in der Malaysia-Airlines-Maschine des Landes verwiesen wird. Der Gro&szlig;teil der Niederl&auml;nder ist aber offenbar dagegen. Dabei wird auf K&ouml;nigin Maxima verwiesen, deren Vater w&auml;hrend der Milit&auml;rdiktatur in der argentinischen Regierung war&hellip;<br>\nUkrainische Aktivisten und einige Niederl&auml;nder stellten jedoch Fotos von Maria Putinas angeblichem &ldquo;Luxusappartment&rdquo; ins Internet, samt Adresse, und forderten zu Demonstrationen auf. Die niederl&auml;ndische Polizei sicherte vorsichtshalber die Wohnung ab &ndash; Proteste blieben aber zun&auml;chst aus.<br>\nNiederl&auml;ndische Medien zitierten am Donnerstag dann &ouml;rtliche Beh&ouml;rdenvertreter, die angaben, sie w&uuml;ssten auch nicht, wo sich Maria Putina aufhalte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kleinezeitung.at\/nachrichten\/politik\/ukraine\/3694709\/putins-tochter-zielscheibe.story\">Kleine Zeitung at<\/a><\/li>\n<li><strong>Journalisten  zum F&uuml;rchten<\/strong><br>\nEs herrschen mehr chaotische Zust&auml;nde in deutschen Redaktionen als an der Absturzstelle von MH17 in der Ostukraine.<br>\nWas in der Ostukraine tats&auml;chlich passiert, ist unklar. Klar ist, dass derzeit nicht nur ein mit Waffen gef&uuml;hrter Krieg tobt, sondern auch ein Krieg der Worte. Medien und Journalisten aus Deutschland blamieren sich auf ganzer Linie, indem sie Spekulationen, ungepr&uuml;fte Informationen sowie pers&ouml;nliche Eindr&uuml;cke in die Welt hinaus posaunen und diese als Wahrheit verkaufen. Immer h&auml;ufiger stellt sich dann aber heraus, dass das ergriffene journalistische Wort &uuml;berzogen war, ja manchmal sogar der L&uuml;ge gleicht. Und das in einem Land, dass die Pressefreiheit gerade vor dem Angriff des Mindestlohns verteidigt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2014\/07\/24\/journalisten-fuerchten-18950571\/\">Tautenhahn Blog<\/a><\/li>\n<li><strong>Eklat zwischen CNN und Russia Today: &ldquo;Peter, beruhigen Sie sich, atmen Sie durch&rdquo;<\/strong><br>\nDie Beziehungen der USA zu Russland sind extrem angespannt &ndash; das gilt auch unter Journalisten. Ein Live-Gespr&auml;ch zwischen Reportern von CNN und Russia Today endete unsch&ouml;n.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/cnn-und-russia-today-journalisten-streiten-ueber-mh17-und-russland-a-982660.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Ein weiteres Beispiel, das zeigt wie weit sich die Parteien mittlerweile voneinander entfernt haben. Wie soll dann erst ein Durchschnittsb&uuml;rger den Durchblick bewahren?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Wiederentdeckung Eurasiens<\/strong><br>\nAm 29. Mai gr&uuml;ndeten Russland, Wei&szlig;russland und Kasachstan die Eurasische Union, die im Januar 2015 in Kraft treten soll. Das Zusammenr&uuml;cken der wichtigsten L&auml;nder der ehemaligen Sowjetunion ist Teil des strategischen Konzepts, Russland wieder als regionale Vormacht zu etablieren. Das Projekt erf&auml;hrt in der russischen &Ouml;ffentlichkeit breite Zustimmung. Diese n&auml;hrt sich aus &ndash; unterschiedlich motivierten &ndash; nationalistischen Ideologien, auf deren Klaviatur Pr&auml;sident Putin geschickt und variabel zu spielen versteht. Die einflussreichste Ideologie stammt von dem 52-j&auml;hrigen Philosophen Alexander Dugin, der eine Theorie des &ldquo;Eurasismus&rdquo; entworfen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/06\/13.mondeText.artikel,a0051.idx,14\">Le Monde Diplomaitque<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Jean-Marie Chauviers historischer Abriss ist eine gute Erg&auml;nzung zu meinem gestrigen Artikel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22496\">&bdquo;Separatisten in der Ostukraine &ndash; die Geister, die wir riefen&ldquo;<\/a>. Seine Einsch&auml;tzung zur Rolle Putins ist jedoch leider vom Zeitgeist getrieben, die daf&uuml;r herangezogenen Beispiele sind sehr selektiv.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pal&auml;stina<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Israel am Scheideweg<\/strong><br>\nUnstrittig ist: Mit Einseitigkeiten kommt man nicht weiter. Es gibt nach wie vor ein aggressives Verhalten gegen&uuml;ber Israel. Aber es gibt vor allem tiefgreifende Ver&auml;nderungen in der arabischen Welt, auf die die Politik Israels endlich reagieren muss. Stattdessen beteiligt sich Israel an der Aufr&uuml;stung autorit&auml;r regierter L&auml;nder wie Saudi-Arabien, die morgen schon eine reale Bedrohung Israels sein k&ouml;nnen. Stattdessen schottet sich Israel immer weiter ab und geht mit brutaler H&auml;rte gegen die Pal&auml;stinenser im Gaza vor. Was dort geschieht, hat mit einem Friedensprozess nichts zu tun. Vielmehr wird die fatale Strategie verfolgt: Probleml&ouml;sung durch Problemvernichtung&hellip;<br>\nMit Antisemitismus hat diese Kritik solange nichts zu tun, solange man sie nicht verbindet mit dem Gedanken: typisch j&uuml;disch (von manchen ekelhaften, judenfeindlichen Parolen auf Demonstrationen ganz zu schweigen). Nein, an der Kriegf&uuml;hrung Israels im Gaza ist nichts typisch j&uuml;disch. Es ist typisch f&uuml;r eine angstbesessene Machtpolitik, die nur noch in milit&auml;rischen Kategorien denkt&hellip;<br>\nntisemitisch wird dann die Kritik an Israel, wenn man Israels Politik gleichsetzt mit dem Naziterror und diesen damit nivelliert oder ihm gar eine Scheinrechtfertigung verleiht. Dem muss deutlich widersprochen werden. Aber dieser Widerspruch darf nun nicht mit einer Rechtfertigung von Israels Gewaltpolitik verbunden werden.<br>\nGenau in dieser Gefahr steht der Zentralrat der Juden in Deutschland und erweist sich damit einen B&auml;rendienst&hellip;<br>\nEin n&uuml;chterner Blick auf die vergangenen vier Jahrzehnte zeigt: Nichts ist besser geworden. Israel wehrt sich aggressiver denn je gegen L&auml;nder, die aufgrund des inneren Aufruhrs immer unberechenbarer werden&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wolff-christian.de\/israel-am-scheideweg\/\">Christian Wolff Blog<\/a><\/li>\n<li><strong>Israel-Pal&auml;stina: Der Sieg der Extremisten<\/strong><br>\nDer Hamas passt die Eskalation derzeit nicht ins Konzept, da die Bewegung mit ihrer &ouml;konomischen Krise und dem Verh&auml;ltnis zur &auml;gyptischen Regierung besch&auml;ftigt ist, die die Islamisten nicht nur im eigenen Land zu marginalisieren versucht. F&uuml;r die Hamas steht im Vordergrund, die Macht in Gaza zu bewahren. Paradoxerweise kommt die israelische Regierung ihr dabei nun zur Hilfe. Denn je h&auml;rter die israelische Armee zuschl&auml;gt, umso schw&auml;cher steht Fatah-Chef und Pal&auml;stinenserpr&auml;sident Mahmud Abbas da, der weiterhin an Friedensverhandlungen festh&auml;lt&hellip;<br>\nDie Pal&auml;stinenser f&uuml;hlen sich nicht nur von der internationalen Gemeinschaft, sondern auch von ihrer eigenen F&uuml;hrung im Stich gelassen. Die Raketen aus Gaza bleiben in den Augen vieler deshalb das letzte Mittel zur Verteidigung&hellip;<br>\nDoch der internationale Druck auf die Konfliktparteien ist gering. Weder die EU noch die USA zeigen den Willen, entscheidenden Einfluss auf die Konfliktparteien zu nehmen. Die Obama-Regierung belie&szlig; es einstweilen bei mahnenden Statements, und auch seitens der EU ist bislang wenig Protest zu h&ouml;ren. Dabei w&auml;re ein st&auml;rkeres internationales Engagement gerade jetzt entscheidend&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/august\/israel-palaestina-der-sieg-der-extremisten\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>TTIP\/Tisa<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das geplante Abkommen f&uuml;r Dienstleistungen TISA<\/strong><br>\nDas Freihandelsabkommen TTIP mit den USA wird breit diskutiert. Doch die Verhandlungen zwischen 21 L&auml;ndern f&uuml;r das Dienstleistungsabkommen TISA finden weitgehend hinter verschlossenen T&uuml;ren statt. Was kommt auf die Verbraucher zu?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Plusminus\/Dienstleistungsabkommen-TISA\/Das-Erste\/Video?documentId=22545170&amp;bcastId=432744\">ARD Mediathek, PlusMinus<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP-Verhandlungen aussetzen!<\/strong><br>\nWir brauchen eine transparente, soziale und gerechte Handelspolitik<br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund pl&auml;diert daf&uuml;r, die Probleme in der Handelspolitik grunds&auml;tzlich anzugehen. Wir brauchen einen ganz neuen Ansatz, der das Wohl der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Anstelle von einem einseitigen Fokus auf Marktliberalisierung und Deregulierung brauchen wir eine Debatte &uuml;ber die Folgen der Handelsregulierung. Wie kann Handelspolitik fair gestaltet werden? Wie setzen wir die Rahmenbedingungen f&uuml;r eine gerechte Globalisierung? Wie sorgen wir daf&uuml;r, dass die positiven Effekte des Welthandels auch tats&auml;chlich bei den Menschen ankommen?<br>\nAuf diese Fragen geben die TTIP-Verhandlungen bislang keine Antwort. Wir sollten sie deshalb aussetzen und in eine andere Richtung lenken&hellip;<br>\nDas Handelsabkommen muss deshalb garantieren, dass es zu einer Ann&auml;herung bei Umwelt-, Verbraucher-, und Arbeitnehmerstandards mit den USA auf dem jeweils h&ouml;chsten Niveau kommt. Beide Vertragspartner m&uuml;ssen sich verpflichten, internationale &Uuml;bereink&uuml;nfte in den Bereichen Umwelt, Arbeit und Verbraucherschutz schnellstm&ouml;glich zu ratifizieren und umzusetzen. Dazu geh&ouml;ren die IAO-Kernarbeitsnormen, weiterer wichtiger IAO-Arbeitsnormen und die OECD Rahmenvereinbarungen f&uuml;r multinationale Unternehmen&hellip;<br>\n&Ouml;ffentliche Dienstleistungen und Bereiche der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge d&uuml;rfen &uuml;berhaupt nicht in die TTIP-Diskussion einbezogen werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/28-2014\/++co++94532406-11a6-11e4-8667-52540066f352\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man kann nur hoffen, dass der DGB und die Einzelgewerkschaften den Worten nun auch Taten folgen l&auml;sst. Wie w&auml;re es, wenn man einmal richtig Druck auf den zust&auml;ndigen sozialdemokratischen Wirtschaftsminister machte?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nochmals TTIP &ndash; Freihandel gegen Soziale Sicherung (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22490#h06\">Hinweis Nr. 6 v. 24.07.14<\/a>)<\/strong>\n<p><em>Frau Engelen-Kefer schreibt zu der Anmerkung von Roger Strassburg:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Vielen &lsquo;Dank f&uuml;r die Einstellung meines Beitrags zu TTIP in der Fassung von meiner Web Site&hellip; ich bin ein wenig erstaunt &uuml;ber einen Teil der Anmerkungen von RS &uuml;ber das gesetzliche Rentenversicherungssystem in den USA.<\/p>\n<p>Sein Text ist offensichtlich aus dem Internet Portal &ldquo;ansahl com&rdquo; entnommen. Dabei h&auml;tte er allerdings auch die weiteren Darstellungen aufnehmen m&uuml;ssen, um ein realistisches Bild bei einer Gegen&uuml;berstellung des deutschen und amerikanischen Rentensystems zu erm&ouml;glichen. <\/p>\n<p>F&uuml;r mich w&auml;re dies der Kernsatz, dass das gesetzliche US Rentensystem vom Grundsatz her immer nur eine Grundsicherung erm&ouml;glichen sollte und daher kapitalgedeckte Systeme von Anfang an erforderlich waren und sind. Bez&uuml;glich der Altersgrenze gilt f&uuml;r alle nach 1960 Geborenen 67 Jahre. Bei Rentenbeginn vor 67 Jahren (ab 62 Jahren ist dies m&ouml;glich, was offensichtlich auch h&auml;ufig in Anspruch genommen wird) erfolgen erhebliche Rentenabschl&auml;ge &ndash; h&ouml;her als in der Bundesrepublik.<\/p>\n<p>Dies m&uuml;sste bei einem Vergleich der beiden Rentensysteme einbezogen werden.<\/p>\n<p>Richtig ist jedoch, dass sich nach den verheerenden Riester- und R&uuml;rupreformen, auch in der Bundesrepublik das Niveau der gesetzlichen Rentenversicherung f&uuml;r wachsende Teile der zuk&uuml;nftigen Rentnergenerationen nur noch auf Grundsicherungsniveau oder sogar darunter bewegen wird.<\/p>\n<p>Das US amerikanische Rentensystem mit einem traditionell gr&ouml;&szlig;eren Schwergewicht auf kapitalgedeckten Systemen ist von den Finanzkrisen erheblich getroffen und viele Rentner durch das &ldquo;Wegbrechen&rdquo; der betrieblichen Altersversorgung und hohe Verluste bei den privaten kapitalgedeckten Altersrenten erheblich gebeutelt worden.- ein Negativ-Lehrbeispiel f&uuml;r die Appologeten einer &auml;hnlichen Entwicklung in der Bundesrepublik: Gesetzliche Renten als Grundsicherung und Erg&auml;nzung durch private kapitalgedeckte Alterssicherung. F&uuml;r mich ist eher der umgekehrte Schluss zu ziehen: Anhebung des Niveaus der gesetzlichen Alterssicherung durch die Riestertreppe nach oben und Abschaffung aller weiteren willk&uuml;rlichen K&uuml;rzungsfaktoren a la R&uuml;rup aus der Rentenformel.<\/p>\n<p>Dies ist ja auch in den vielf&auml;ltigen Beitr&auml;gen dazu in Ihrem Internet Portal immer wieder deutlich gemacht worden.<\/p>\n<p>In Bezug auf die gesetzliche Krankenversicherung geht es nicht darum, wie aus den &Auml;u&szlig;erungen von RS zu entnehmen ist,  dass in meinem Beitrag der Eindruck entstehen sollte, dass in den USA Arzneimittel nicht verschreibungspflichtig seien, es keinen Patentschutz oder keinen Raucherschutz gebe. Ausschlaggebend ist vielmehr, welche Anteile von Arzneimitteln jeweils betroffen sind. In der gesetzlichen Krankenversicherung der Bundesrepublik wird jedenfalls bef&uuml;rchtet, dass dies zu einem weiteren Konfliktpotential mit Klagen vor Schiedsgerichten von US Konzernen genutzt werden k&ouml;nnte. Doris Pfeiffer hat dies verschiedentlich &ouml;ffentlich deutlich gemacht.<\/p>\n<p>In Bezug auf meinen Beitrag zur Gef&auml;hrdung unserer gesetzlichen Sozialversicherung durch TTIP mit seinem Investitionsschutzabkommen und den Schiedsverfahren habe ich vor allem auf die H&ouml;he der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge und damit Arbeitskosten sowie sonstiger Handelshemmnisse infolge sozialversicherungsrechtlicher Regulierungen abgestellt, die von amerikanischen Konzernen als Wettbewerbsh&uuml;rden angesehen werden. Schon allein in der gesetzlichen Rentenversicherung klafft bei der H&ouml;he der Pflichtbeitr&auml;ge eine riesige L&uuml;cke zwischen den USA und Deutschland, die sich noch durch die deutschen Pflichtbeitr&auml;ge f&uuml;r die gesetzliche Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung erheblich vergr&ouml;&szlig;ert.<\/p>\n<p>Dass in den USA in einzelnen S&uuml;dstaaten faktische Gewerkschaftsfreiheit herrscht, wurde mir von f&uuml;hrenden Kollegen der AFL-CIO w&auml;hrend meiner langen T&auml;tigkeit als Arbeitnehmersprecherin des ILO Ausschusses f&uuml;r die Vereinigungsfreiheit immer wieder vor Augen gef&uuml;hrt und von Betriebsratsvorsitzenden deutscher Konzerne mit Investitionen in den USA best&auml;tigt. Ein neueres &ouml;ffentlich bekannt gewordenes prominentes Beispiel ist die gescheiterte Gr&uuml;ndung eines Betriebsrates bei VW in Chatanooga Tennessee.  Die mehrheitliche Ablehnung durch die Arbeitnehmer war sicherlich nicht unabh&auml;ngig vom politischen Einfluss durch die Republikaner zustande gekommen. Dies ist zumindest das Urteil der zust&auml;ndigen amerikanischen und deutschen Gewerkschaften.<\/p>\n<p>Bei der zu erwartenden Fortsetzung der Verhandlungen zwischen EU Kommission und US Regierung &uuml;ber TTIP einschlie&szlig;lich des Investitionsschutzverfahrens w&auml;re es vielleicht lohnend, die Auseinandersetzung mit den Unterschieden in den arbeits- und sozialrechtlichen Systemen zwischen der Bundesrepublik, der EU und den USA fortzusetzen. Vielleicht k&ouml;nnte sich dazu ein &ldquo;Streitgespr&auml;ch&rdquo; zwischen RS und mir als n&uuml;tzlich erweisen. <\/p>\n<p>(Mein jahrzehntelanger Einsatz f&uuml;r die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik war und ist gepr&auml;gt durch meine pers&ouml;nlichen negativen Erfahrungen mit den eklatanten sozialen Gegens&auml;tzen in den USA &ndash; das Leben unserer Familie spielte sich mit wirtschafts- und sozialpolitisch exponierten Berufen &uuml;ber mehrere Jahrzehnte auf beiden Seiten des Atlantiks ab.)<\/p>\n<p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUrsula Engelen-Kefer<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Blackbox EZB &ndash; Macht und Ohnmacht der Europ&auml;ischen Zentralbank.<\/strong><br>\nIn wirtschaftlich ruhigen Zeiten nimmt das breite Publikum die Zentralbank kaum wahr. Sie agiert im Hintergrund. Mit der Finanzund Eurokrise r&uuml;ckten die Zentralbanken der Industriel&auml;nder ins Rampenlicht. So stand die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) im Mittelpunkt der Krisenstrategien, sie sa&szlig; immer mit am Tisch der Politik, als die stille Macht. Und sie hat &ndash; so hei&szlig;t es &ndash; die Krise an den Finanzm&auml;rkten quasi im Alleingang beendet.<br>\nMit ihren Anti-Krisen-Ma&szlig;nahmen ist die EZB aber auch ins Zentrum der Kritik ger&uuml;ckt. &Ouml;konomen warnen, sie ruiniere den Euro und die Eurozone. Ihre Politik wurde vor dem Bundesverfassungsgericht angeklagt. Und auch von links wird sie unter Beschuss genommen: &laquo;Die Troika-Politik1 in der Logik des Kapitalismus hat mit ihren &ndash; auch gerade &uuml;ber die EZB aufgezwungenen &ndash; Strukturanpassungs-Programmen katastrophale Auswirkungen im Alltag von Millionen Menschen.&raquo;<br>\nWie passt das alles zusammen? Im ersten Teil dieser Publikation wird (in vereinfachter Form) erkl&auml;rt, was Zentralbanken in normalen Zeiten tun und wie sie den Geldwert &laquo;h&uuml;ten&raquo;. Im zweiten Teil soll die Besonderheit der EZB und ihrer Politik in der Krise beleuchtet werden. Zun&auml;chst geht es also um die EZB als Europ&auml;ische Zentralbank, dann um die EZB als Europ&auml;ische Zentralbank. Im Ergebnis sollte klar werden, dass eine Zentralbank nie unparteiisch ist und dass man an der EZB viel mehr kritisieren kann als die Tatsache, dass sie Teil der Troika ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/publication\/40678\/blackbox-ezb.html\">Rosa Luxemburg Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Interview mit DIW-Chef Fratzscher: &ldquo;Wir haben immer noch mit Zombie-Banken zu k&auml;mpfen&rdquo;<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank &uuml;berpr&uuml;ft derzeit, wie solide die wichtigsten Banken der Eurozone wirklich sind. Jetzt schl&auml;gt Top-&Ouml;konom Marcel Fratzscher Alarm: Die Politik drohe die Ergebnisse des Stresstests zu verw&auml;ssern &ndash; und riskiere eine neue Finanzkrise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/diw-chef-fratzscher-zu-banken-stresstest-lohnerhoehung-a-982704.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Niedrige Zinsen: Absurde Debatte um das Sparen<\/strong><br>\nDie Allianz hat errechnet, dass dem deutschen Sparer wegen der niedrigen Zinsen 67,60 Euro pro Jahr &bdquo;entgehen&ldquo;. An dieser Argumentation ist fast alles falsch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/niedrige-zinsen-absurde-debatte-um-das-sparen,1472780,27926240.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schutz f&uuml;r Leiharbeiter: Gesetz ohne Wirkung?<\/strong><br>\nLaut Koalitionsvertrag sollen Unternehmen Leiharbeiter in Zukunft maximal 18 Monate einsetzen d&uuml;rfen &ndash; dann m&uuml;ssten sie sie fest anstellen. So soll Leiharbeit wieder zu dem werden, wozu sie eigentlich auch eingef&uuml;hrt wurde: Um die Auftragsspitzen der Unternehmen abzufedern.<br>\nDoch die Unternehmen sind mal wieder einen Schritt weiter und haben ein neues Schlupfloch in ihr Repertoire aufgenommen: Werkvertr&auml;ge. Ein Autohersteller oder ein Flugzeughersteller schlie&szlig;t mit einem Werkvertragsunternehmen einen Vertrag, zum Beispiel &uuml;ber die Baupl&auml;ne von Sitzen.<br>\nDas Werkunternehmen verkauft dann die Baupl&auml;ne, verleiht nicht wie vorher Mitarbeiter, die Baupl&auml;ne zeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2014\/Schutz-fuer-Leiharbeiter-Gesetz-ohne-Wirkung,leiharbeiter128.html\">Panorama<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Energiewende &ndash; aber richtig: Das durchsichtige Ablenkungsman&ouml;ver &ndash; Energieeffizienz als Pseudo-Energiewende<\/strong><br>\n&hellip; weil weithin angenommen wird, Energiewende und Energieeffizienz geh&ouml;rten zwingend zusammen &ndash; wie es ja auch seit Jahren von Instituten und Parteien vorgebetet wird. Die einfache Wahrheit, dass jede beliebige Effizienzsteigerung nicht dazu f&uuml;hrt, dass der verbleibende Energiebedarf durch erneuerbare Energien gedeckt ist, ist dabei offensichtlich vielen Akteuren und Kommentatoren aus den Augen geraten. Dies passt nun den Interessengruppen, die die &uuml;berkommene fossilatomare Energieplanwirtschaft und deren Milliardengewinne m&ouml;glichst lange aufrechterhalten wollen, wunderbar in ihr Konzept zur Behinderung und &ndash; wenn m&ouml;glich &ndash; R&uuml;ckabwicklung der Energiewende&hellip;.<br>\nAnders als die Energiewende im Strombereich, ber&uuml;hrt die Steigerung der Energieeffizienz n&auml;mlich nicht die &ouml;konomischen Partikularinteressen von m&auml;chtigen Oligopolen, sondern liegt stattdessen sogar in der Natur der Sache des Industrialismus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/07\/energiewende-aber-richtig-das-durchsichtige-ablenkungsmanover-energieeffizienz-als-pseudo-energiewende-von-stephan-gruger\/#sthash.0FerOKix.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Chefdatensch&uuml;tzerin kritisiert de Maizi&egrave;res Anti-Terror-Datei scharf<\/strong><br>\nIn einer Stellungnahme an den Innenausschuss wirft sie dem federf&uuml;hrenden Innenministerium von Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) vor, in dem k&uuml;rzlich vorgelegten Gesetzentwurf zentrale Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zu missachten&hellip;<br>\nSo moniert sie etwa eine zu laxe Regelung der Frage, welche Personen in der Datei gespeichert werden d&uuml;rfen und welche nicht. Auch vermisst sie eine konkretere Verankerung der datenschutzrechtlichen Kontrolle.<br>\nVo&szlig;hoff wirft der Bundesregierung zudem vor, die Anti-Terror-Datei ganz grunds&auml;tzlich ver&auml;ndern zu wollen. Indem beteiligten Beh&ouml;rden k&uuml;nftig auch das Recht einger&auml;umt werden soll, die Daten zu verkn&uuml;pfen und Zusammenh&auml;nge herzustellen, gehe die Regierung &uuml;ber den Charakter einer blo&szlig;en Hinweisdatei hinaus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/anti-terror-datei-bundesdatenschuetzerin-vosshoff-kritisiert-gesetz-a-982330.html\">Spiegel<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Bundesdatenschutzbeauftragte Vo&szlig;hoff kritisiert Gesetzesentwurf zur Anti-Terror-Datei<\/strong><br>\nVo&szlig;hoff mahnt die selben Punkte an und kritisiert zus&auml;tzlich die lockeren Ma&szlig;st&auml;be f&uuml;r die Speicherung von Personen in der Datei und die mangelnde Ber&uuml;cksichtigung von Datenschutzkontrollen, die &ldquo;faktisch bestehende kontrollfreie R&auml;ume&rdquo; offen lasse. Diesbez&uuml;glich schl&auml;gt sie eine Novellierung des &sect;24 Abs. 2 Satz 3 des Bundesdatenschutzgesetzes vor, das die Kontrollm&ouml;glichkeiten des BDSB gegen&uuml;ber den Nachrichtendiensten regelt.<br>\nAu&szlig;erdem stellt sie fest, dass der Gesetzesentwurf auf einem Bericht der Bundesregierung beruht, den sie als nicht hinreichend bewertet:<br>\nGegen diesen Bericht bestehen bereits in grunds&auml;tzlicher Hinsicht schwerwiegende Bedenken. Er basiert [&hellip;] nicht auf einem f&uuml;r die Evaluierung zu erstellenden &ldquo;staatsrechtswissenschaftlichen Gutachten&rdquo; [&hellip;]. Mit diesem Gutachten sollten u.a. die grundrechtlichen Folgen der Eingriffsma&szlig;nahmen untersucht werden, da der vorgenannte Bericht diese Untersuchungen nicht beinhaltet. Er basiert lediglich auf Nutzerbefragungen und statistischen Datenauswertungen [&hellip;] Der Bericht bietet mithin keine Legitimationsgrundlage zur Ableitung valider Evaluierungserkenntnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/bundesdatenschutzbeauftragte-vosshoff-kritisiert-gesetzesentwurf-zur-anti-terror-datei\/\">Netzpolitik<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung V.B:<\/strong> Alle waren skeptisch, als Andrea Vo&szlig;hoff Ende letzten Jahres zur Bundesdatenschutzbeauftragte gew&auml;hlt wurde. Offenbar gibt es doch die M&ouml;glichkeit, dass Menschen, die ihnen gestellte Aufgabe dann auch ernst nehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Regelbuch enth&uuml;llt: Wie US-Beh&ouml;rden die Antiterror-Listen bef&uuml;llen<\/strong><br>\nAnfang 2013 hat die US-Regierung die Regeln &uuml;berarbeitet, nach denen die Antiterrorlisten wie etwa die No-Fly-List bef&uuml;llt werden. Wie leicht jemand als &ldquo;mutma&szlig;licher Terrorist&rdquo; darin landen kann, zeigt das nun enth&uuml;llte Regelbuch. [&hellip;]<br>\nIn der Auflistung der &ldquo;terroristischen Aktivit&auml;ten&rdquo;, die jemanden in die Datenbank bef&ouml;rdern k&ouml;nnen, stehen nicht nur erwartbare Straftaten wie Flugzeugentf&uuml;hrungen oder Bombenanschl&auml;ge. Aufgef&uuml;hrt wird auch die Besch&auml;digung eines Computers, der &ldquo;ausschlie&szlig;lich von einer Finanzinstitution benutzt wird&rdquo;. Ein anderes Beispiel f&uuml;r eine terroristische Aktivit&auml;t ist die &ldquo;Besch&auml;digung von Regierungseigentum&rdquo;. Selbst Handlungen, die f&uuml;r Eigentum eine Gefahr darstellen und die Regierung durch Einsch&uuml;chterung beeinflussen sollen, fallen demnach darunter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Regelbuch-enthuellt-Wie-US-Behoerden-die-Antiterror-Listen-befuellen-2267193.html\">heise.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Menschenrechtsgerichtshof straft Polen ab<\/strong><br>\nDer Mitt&auml;terschaft schuldig: Der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte verurteilt Polen wegen der illegalen Inhaftierung von zwei Terrorverd&auml;chtigen in einem geheimen CIA-Gef&auml;ngnis. Die US-Agenten h&auml;tten so die M&ouml;glichkeit gehabt, auf polnischem Territorium zu foltern. \n<ul>\n<li>Der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte verurteilt Polen, weil die dortigen Beh&ouml;rden der CIA bei der Inhaftierung zweier Terrorverd&auml;chtiger auf einem Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt im Land geholfen haben sollen.<\/li>\n<li>Die CIA-Agenten h&auml;tten so die M&ouml;glichkeit gehabt, die beiden M&auml;nner auf polnischem Territorium zu foltern.<\/li>\n<li>Beide Terrorverd&auml;chtige sind mittlerweile seit mehr als zehn Jahren in Guant&aacute;namo inhaftiert. Vor ein US-Gericht wurden sie bisher nie gestellt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/cia-geheimgefaengnis-geduldet-menschenrechtsgerichtshof-straft-polen-ab-1.2061179\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie w&uuml;rde der Menschenrechtsgerichtshof urteilen, wenn Murat Kurnaz dort klagen w&uuml;rde, dass er in Afghanistan von Spezialkr&auml;ften der Bundeswehr misshandelt worden sei und dass die Bundesregierung eine fr&uuml;here Freilassung aus Guantanamo verhindert habe?<br>\nIm &Uuml;brigen: Eine h&auml;rtere Ohrfeige gegen die Menschenrechtsverletzungen in und durch Guantanamo von einem Gericht gab es selten.<br>\nThe cases Al Nashiri v. Poland (application no. 28761\/11) and Husayn (Abu Zubaydah) v. Poland (no. 7511\/13) concerned allegations of torture, ill-treatment and secret detention of two men site&rdquo; in Poland. (<a href=\"http:\/\/hudoc.echr.coe.int\/sites\/eng-press\/Pages\/search.aspx#%7B%22sort%22:%5B%22kpdate%20Descending%22%5D%7D\">Als PDF abrufbar hier<\/a>)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&hellip; und nichts als die Wahrheit<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Jahrhunderte gab es eine dominierende Definition dessen, was Wahrheit sei. Unsere Epoche scheint sich eine eigene Begriffsbestimmung dazu zu geben: Wahrheit ist demnach nichts mehr Verifizierbares, sondern die Summe aus allen Repetitionen, die &uuml;ber einen Sachverhalt grassieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/940143.und-nichts-als-die-wahrheit.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Leonardo Boff: Brasiliens Schande<\/strong><br>\nDie Euphorie, die quasireligi&ouml;se &Uuml;berh&ouml;hung haben die Bev&ouml;lkerung nicht auf das vorbereitet, was f&uuml;r alle Sportarten gilt: Einer gewinnt, und einer verliert. Die Mehrheit h&auml;tte sich nicht einmal im Traum vorstellen k&ouml;nnen, dass Brasilien jemals eine solch dem&uuml;tigende Niederlage w&uuml;rde hinnehmen m&uuml;ssen. Der Sieg wurde vorgefeiert, die Juchee-Juchee-Rufe schon vor dem Ansto&szlig; angestimmt. Auch, weil in einem sozial, kulturell und politisch so gespaltenen Land wie Brasilien der Fu&szlig;ball zu einer Art ziviler Religion wird, der alle anh&auml;ngen, &uuml;ber alle Gr&auml;ben hinweg. Diese Selbst&uuml;bersch&auml;tzung beg&uuml;nstigte die Fehler, die Luis Felipe Scolari machte, der Trainer der brasilianischen Nationalelf.<br>\nEr glaubte, nichts von den anderen Teams lernen zu m&uuml;ssen. Der brasilianische Fu&szlig;ball hat sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht und jede Demut vergessen, die man braucht, wenn man etwas lernen will. W&auml;hrenddessen entwickelte sich in Europa, aber auch in Lateinamerika, das Spiel weiter, in Kolumbien zum Beispiel oder in Costa Rica. Neue Taktiken kamen ins Repertoire und neue Aufstellungsvarianten. Nichts davon fand aber die Zustimmung der brasilianischen Trainer, insbesondere nicht die des gro&szlig;e Felipe. Er ist eine paternalistische Figur, streng, aber g&uuml;tig, von den Spielern geliebt und im Allgemeinen vom Publikum geachtet. Er hielt jedoch an den Strategien fest, die in der Vergangenheit zum Erfolg gef&uuml;hrt hatten, in der Gegenwart aber nicht mehr halfen.<br>\nDie Niederlage hat dar&uuml;ber hinaus mit dem traditionellen und erbitterten Individualismus der Spieler zu tun, dem Trainer Scolari keinen Einhalt geboten hat. Jeder Spieler m&ouml;chte eine Solonummer hinlegen, auch um seine Position bei eventuellen Verhandlungen mit gro&szlig;en ausl&auml;ndischen Mannschaften zu verbessern. Es ist ihm ferner nicht gelungen, eine Mannschaft mit Teamgeist zu entwickeln, bei der die Gruppe z&auml;hlt und die Spieler mannschaftsdienlich spielen. Er lie&szlig; die Spieler vagabundieren. So bildeten sich die unverzeihlichen L&uuml;cken auf dem Spielfeld, die dann Deutschlands Spieler trefflich zu nutzen wussten. Und irgendwann hatte man den Eindruck, da spiele ein Vorstadtverein gegen eine bekannte und internationale Fu&szlig;ballmannschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/leonardoboff.wordpress.com\/2014\/07\/15\/brasiliens-schande-in-fussball-gegen-deutschland\/\">leonardoBOFF.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie beruhigend, dass sich auch in den Welten des Geistes, dazu ein Befreiungstheologe von Rang, kompetente Fans des Fu&szlig;ballsports finden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wohin wir steuern<\/strong><br>\nAl Gore, der unter Bill Clinton Vizepr&auml;sident der USA war und im US-Pr&auml;sidentschaftswahlkampf 2000 seinem Herausforderer George W. Bush nach umstrittener Stimmenausz&auml;hlung unterlag, ist durch sein Engagement gegen den anthropogen verursachten Klimawandel bekannt geworden. Daf&uuml;r erhielt er 2007 den Friedensnobelpreis gemeinsam mit dem Weltklimarat (IPPC). Zwar er&ouml;rtert er auch in seinem neuen Buch ausf&uuml;hrlich Treibhauseffekt und Klimaschutz, geht aber noch weit dar&uuml;ber hinaus. Sehr detailliert arbeitet er die aktuellen Missst&auml;nde des kapitalistischen Wirtschaftssystems heraus und kritisiert das kurzsichtige Agieren von Unternehmern, die sich an Bonuszahlungen orientieren. Zudem gei&szlig;elt er das immer st&auml;rkere Auseinanderklaffen der Einkommens- und Verm&ouml;gensschere.<br>\nKapital, schreibt der Autor, akkumuliere zunehmend an der Spitze der Einkommenspyramide, werde aber &ndash; entgegen g&auml;ngiger Wirtschaftstheorien &ndash; nicht unternehmerisch reinvestiert, so dass Arbeitspl&auml;tze verloren gingen. Verst&auml;rkt werde diese Entwicklung durch fortschreitende Ersetzung des Menschen durch Maschinen. Die &ldquo;oberen&rdquo; paar Promille der Menschheit erfreuten sich eines absurden Reichtums, w&auml;hrend mehr als eine Milliarde Menschen von weniger als 2 Dollar t&auml;glich leben m&uuml;ssten. Diese Probleme harrten dringend einer L&ouml;sung &ndash; genauso wie die konflikttr&auml;chtige Schw&auml;chung der Nationalstaaten, bedingt durch die Machtzunahme multinationaler Konzerne. Selbst das staatliche Gewaltmonopol werde vielfach an Unternehmen abgetreten.<br>\nF&uuml;r Gore sind Kapitalismus und Demokratie dringend reformbed&uuml;rftig. &ldquo;Die Entscheidung &uuml;ber unsere Lebensweise wird dar&uuml;ber bestimmen, ob die Reise [in die Zukunft] uns mitnimmt, oder ob wir selbst die Reise unternehmen.&rdquo; Im Schlusskapitel seines Buchs fordert er die Einf&uuml;hrung von Nachhaltigkeit in die kapitalistische Marktwirtschaft sowie eine Neugestaltung von Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft. Statt sich auf die bisher &uuml;blichen Berechnungen von Wachstumszahlen zu verengen, sollten auch Umweltverschmutzung und CO2-Aussto&szlig; einen marktwirtschaftlichen Wert erhalten, indem sie besteuert und in unternehmerischen Kennzahlen ber&uuml;cksichtigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spektrum.de\/rezension\/die-zukunft\/1301425?_ga=1.117312453.2106305071.1405965014\">Spektrum<\/a>\n<p>Al Gore<br>\nDie Zukunft<br>\nAus dem Englischen von Anne Emmert<br>\nSiedler Verlag, 2014<br>\nISBN: 9783827500427<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>David Graeber: &ldquo;Spotlight on the financial sector did make apparent just how bizarrely skewed our economy is in terms of who gets rewarded&rdquo;<\/strong><br>\nDavid Graeber explains why the more your job helps others, the less you get paid (&hellip;)<br>\nLet&rsquo;s talk about &ldquo;bullshit jobs.&rdquo; What do you mean by this phrase?<br>\nWhen I talk about bullshit jobs, I mean, the kind of jobs that even those who work them feel do not really need to exist. A lot of them are made-up middle management, you know, I&rsquo;m the &ldquo;East Coast strategic vision coordinator&rdquo; for some big firm, which basically means you spend all your time at meetings or forming teams that then send reports to one another. Or someone who works in an industry that they feel doesn&rsquo;t need to exist, like most of the corporate lawyers I know, or telemarketers, or lobbyists&hellip;. Just think of when you walk into a hospital, how half the employees never seem to do anything for sick people, but are just filling out insurance forms and sending information to each other. Some of that work obviously does need to be done, but for the most part, everyone working there knows what really needs to get done and that the remaining 90 percent of what they do is bullshit. And then think about the ancillary workers that support people doing the bullshit jobs: here&rsquo;s an office where people basically translate German formatted paperwork into British formatted paperwork or some such, and there has to be a whole infrastructure of receptionists, janitors, security guards, computer maintenance people, which are kind of second-order bullshit jobs, they&rsquo;re actually doing something, but they&rsquo;re doing it to support people who are doing nothing.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.salon.com\/2014\/06\/01\/help_us_thomas_piketty_the_1s_sick_and_twisted_new_scheme\/\">SALON<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Glosse zur Maut<\/strong><br>\nDer Streit um die PKW-Maut treibt bizarre Bl&uuml;ten. Dietrich Krau&szlig; hat sich dem Thema auf seine Art gen&auml;hert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/videos\/glosse-zur-maut-100.html\">ARD Plusminus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wem die Stimme im Video bekannt vorkommt &hellip; das Video wurde von J&ouml;rg Wellbrock erstellt, der auch f&uuml;r den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16273\">Audio-Podcast der NachDenkSeiten<\/a> vertont.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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