{"id":22560,"date":"2014-07-29T09:11:23","date_gmt":"2014-07-29T07:11:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560"},"modified":"2014-07-29T09:11:23","modified_gmt":"2014-07-29T07:11:23","slug":"hinweise-des-tages-2178","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h01\">Gazakrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h02\">ZEIT-Journalisten gehen gerichtlich gegen das ZDF und &ldquo;Die Anstalt&rdquo; vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h03\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h04\">MH17<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h05\">Wladimir Putins Alltag: Seine Mitarbeiter nennen ihn &ldquo;Zar&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h06\">Konsequenzen des NSA-Spitzelwahns: Das Ende der Pressefreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h07\">Stillstand in Merkelland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h08\">J&ouml;rg Assmussen: Let&rsquo;s stop talking about Europe&rsquo;s &lsquo;lost generation&rsquo; of young jobless<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h09\">Finanzmarktkapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h10\">Kosten sollen runter: Deutsche Post will niedrigere L&ouml;hne durchsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h11\">Familienpolitik: SPD und Gr&uuml;ne halten Betreuungsgeld f&uuml;r bildungsfeindlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h12\">Gravierende M&auml;ngel in der Paketdienstbranche &ndash; Kontrollaktion des NRW-Arbeitsschutzes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h13\">&bdquo;Privatisierung von Staatsunternehmen &ndash; Zielvorstellungen und Realit&auml;t&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h14\">Gauweiler soll fast eine Million verdient haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h15\">Stellungnahme der Fachschaft Sozialwissenschaften zu Herfried M&uuml;nklers j&uuml;ngsten medialen &Auml;u&szlig;erungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h16\">Henry-Kissinger-Professur Peinlicher Eiertanz an der Uni Bonn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h17\">F&uuml;r Pressefreiheit und Medienvielfalt &ndash; EU-Richtlinie und neue Verlagsmodelle gefordert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h18\">Schlechte Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h19\">Disziplinierungsmittel<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gazakrieg<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Tausend Kilo Tod<\/strong><br>\nVor ziemlich genau zw&ouml;lf Jahren, am 23. Juli 2002 war es, warf ein F-16-Kampfflugzeug der israelischen Luftwaffe in Gaza eine Ein-Tonnen-Bombe auf das Haus von Salah Shehadeh, der damals F&uuml;hrer des milit&auml;rischen Fl&uuml;gels der Hamas war. Man muss kein Luftkampfexperte sein, um sich vorzustellen, was nach dem Einschlag einer Ein-Tonnen-Bombe von einem Haus &uuml;brig bleibt &ndash; nicht viel. Diese Bombe, die am fr&uuml;hen Morgen einschlug, t&ouml;tete nicht nur Shehadeh. Sie t&ouml;tete auch 14 Zivilisten, darunter acht unschuldige Kinder.<br>\nIch diente damals als Stabsoffizier in der israelischen Luftwaffe. Wie bei vielen meiner Freunde lastete im jungen Alter von 20 Jahren eine immense Verantwortung auf meinen Schultern. Ich war zust&auml;ndig f&uuml;r die Organisation des Flugzeuggeschwaders am Boden. Ich leitete Befehle und Geheimdienstinformationen vom Luftwaffenhauptquartier an die Piloten weiter, sorgte f&uuml;r die Einsatzvorbereitung der Flugzeuge und stellte den Piloten umfassende Unterst&uuml;tzung bereit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/israelische-bomben-auf-gaza-tausend-kilo-tod-1.2064783\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Ban bezweifeltet Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit des Waffeneinsatzes<\/strong><br>\nUN-Generalsekret&auml;r Ban Ki Moon hat die H&auml;rte des Waffeneinsatzes in der Gaza-Offensive in Frage gestellt. &laquo;Die H&ouml;he der zivilen Verluste bringt die Frage der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit auf den Tisch&raquo;, sagte Ban in New York.<br>\nEr bezichtigte aber nicht eine einzelne Seite der Konfliktparteien. &laquo;Alle Seiten haben die Verantwortungen, die Feindseligkeiten zu beenden&raquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wz-newsline.de\/home\/thema-des-tages\/ban-bezweifeltet-verhaeltnismaessigkeit-des-waffeneinsatzes-1.1703812\">Westdeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Darf man Israel und muss man die Hamas kritisieren?<\/strong><br>\nGibt es bei der aktuellen Debatte um den Konflikt zwischen Israel und Pal&auml;stina bzw. der Hamas nur eine richtige Seite, die einer falschen gegen&uuml;ber steht?<br>\nEin Muslim aus dem Sudan hat k&uuml;rzlich im Kreis Pinneberg von der dort ans&auml;ssigen j&uuml;dischen Gemeinde &bdquo;Kirchenasyl&ldquo; erhalten. Die Mitglieder der Gemeinde sahen offenbar im europ&auml;ischen Asylrecht so viele Gefahren f&uuml;r den Fl&uuml;chtling, dass sie kurzerhand ihre Tore &ouml;ffneten.<br>\nIm Irak demonstrierten in der letzten Woche Christen und Muslime gemeinsam gegen die Verfolgung von Christen. Ein Vertreter der Muslime sagte in Richtung der Christen: &bdquo;Wir sind da, um Euch zu unterst&uuml;tzen.&ldquo;<br>\nMan liest so etwas selten derzeit.<br>\nDem gegen&uuml;ber stehen unz&auml;hlige Meldungen, die sich mit dem Konflikt zwischen Israel und der Hamas befassen:<br>\nDie &bdquo;BILD&ldquo; bet&auml;tigt sich als Besch&uuml;tzer aller Juden und macht &ndash; quasi in einem Abwasch &ndash; gleich mal Stimmung gegen den Islam.<br>\nJ&uuml;rgen Todenh&ouml;fer empfindet eine andere Gef&uuml;hlslage und schreibt wortgewaltig einen Offenen Brief an den israelischen Ministerpr&auml;sidenten Benjamin Netanjahu, in dem er &bdquo;ein paar Fragen&ldquo; hat, zum Beispiel die, wie sich Netanjahu f&uuml;hlen w&uuml;rde, w&auml;re er in Gaza auf die Welt gekommen.<br>\nBei der Frage um den Konflikt zwischen Israel und der Hamas scheint es nur eine M&ouml;glichkeit zu geben: Entweder man ist f&uuml;r Israel oder f&uuml;r Pal&auml;stina bzw. f&uuml;r die Hamas. Wer sich nicht festlegen will, ist schnell enttarnt. Als jemand, der auf der falschen Seite steht. Punkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/129741\/darf-man-israel-und-muss-man-die-hamas-kritisieren\">Der Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>ZEIT-Journalisten gehen gerichtlich gegen das ZDF und &ldquo;Die Anstalt&rdquo; vor<\/strong><br>\nDie Journalisten Jochen Bittner und Josef Joffe (ZEIT) haben eine einstweilige Verf&uuml;gung gegen das ZDF erwirkt, durch die ein Beitrag der Satiresendung &ldquo;Die Anstalt&rdquo; untersagt wird, in dem Verbindungen der Journalisten zu transatlantischen Lobbyverb&auml;nden dargestellt wurden.<br>\nOffiziell findet man beim ZDF zu der rechtlichen Auseinandersetzung nichts, Max Uthoff spricht aber in einem Interview &uuml;ber das Thema. Offenbar geht das ZDF aber gegen die einstweilige Verf&uuml;gung vor. Der Beitrag findet sich aktuell nicht mehr in der Mediathek des ZDF. Man kann ihn aber bei YouTube noch aufrufen.<br>\nBittner beanstandet laut Uthoff, dass er nicht wie behauptet, Mitglied des German Marshall Fund (GMF) sei, einer Stiftung, deren Zweck es ist, die transatlantische Zusammenarbeit zu f&ouml;rdern. Richtig sei aber laut Uthoff, dass Bittner sog. Participant (Teilnehmer) des German Marshall Fund ist. Jochen Bittner hat jedenfalls u.a. an einem Projekt des German Marshall Fund und der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) mitgewirkt. Er hat dabei &ndash; wie es auf der Website des SWP hei&szlig;t &ndash; in einer sich &uuml;ber ein Jahr erstreckenden Serie von Konferenzen und Workshops die zentralen Herausforderungen f&uuml;r die deutsche Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik der kommenden Jahre diskutiert. Das Projekt wurde vom Planungsstab des Ausw&auml;rtigen Amts gef&ouml;rdert.<br>\nDass Bittner also eine erhebliche N&auml;he zum GMF aufweist, ist folglich nicht zu bestreiten. Das ist auch prinzipiell nicht ehrenr&uuml;hrig, allerdings sollte man sich als Journalist nicht daran st&ouml;ren, dass solche Zusammenh&auml;nge &ouml;ffentlich diskutiert werden und die Frage der Auswirkungen auf die Berichterstattung thematisiert wird. Denn m&ouml;glicherweise liest man seine Artikel anders &ndash; wie zuletzt den &uuml;ber den Versuch MH17 als Europas 9\/11 darzustellen &ndash; wenn man diese Hintergr&uuml;nde kennt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.internet-law.de\/2014\/07\/zeit-journalisten-gehen-gerichtlich-gegen-das-zdf-und-die-anstalt-vor.html\">Internet Law<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da kann man nur sagen getroffene Hunde bellen laut.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>UN-Bericht zur Lage in der Ostukraine Schwere Vorw&uuml;rfe gegen beide Seiten<\/strong><br>\nDie UN erheben schwere Vorw&uuml;rfe gegen die prorussischen Separatisten in der Ostukraine. Um ihre Macht zu sichern, w&uuml;rden die straff organisierten und milit&auml;risch stark ausger&uuml;steten Rebellen Menschen entf&uuml;hren, foltern und t&ouml;ten, hei&szlig;t es in einem Bericht des UN-Hochkommissariats f&uuml;r Menschenrechte. Weiter wird in dem Dokument festgestellt, dass bewaffnete Gruppen &ouml;ffentliche Einrichtungen angegriffen, Banken ausgeraubt und Eisenbahngleise gesprengt h&auml;tten.<br>\nK&auml;mpfen zwischen Regierungstruppen und Milizen in besiedelten Gegenden seien zahlreiche Zivilisten zum Opfer gefallen, Tausende seien geflohen. Konkret: Seit Mitte April wurden laut UN in dem Konflikt mindestens 1129 Menschen get&ouml;tet und mehr als 3400 verletzt. Mehr als 100.000 Menschen seien auf der Flucht. In einem UN-Bericht vom 18. Juni lag die Zahl der seit April Get&ouml;teten noch bei 356. Das Rote Kreuz hatte vergangene Woche den Konflikt im Osten der Ukraine erstmals als B&uuml;rgerkrieg eingestuft.<br>\n&ldquo;Beide Seiten m&uuml;ssen verhindern, dass noch mehr Zivilisten get&ouml;tet werden&rdquo;, forderte die UN-Hochkommissarin f&uuml;r Menschenrechte, Navi Pillay. Das Vorgehen sowohl der Separatisten, als auch der Armee m&uuml;sse unter Umst&auml;nden als Verletzung des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts eingestuft und verfolgt werden. Bei K&auml;mpfen in Donezk und Lugansk h&auml;tten beide Seiten schwere Waffen in bewohnten Gegenden eingesetzt, darunter Artillerie, Panzer und Raketen. Dabei sollen von beiden Seiten auch zielungenaue Grad-Raketenwerfer eingesetzt worden sein. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hatte der ukrainischen Armee schon vergangene Woche vorgeworfen, gegen internationales humanit&auml;res Recht zu versto&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ukraine-unbericht-100.html\">Tagesschau<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenigstens ein einigerma&szlig;en ausgewogener Bericht &uuml;ber die Grausamkeiten auf beiden Seiten. Die meisten &Uuml;berschriften lauten &bdquo;Schreckensherrschaft in der Ostukraine&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gr&uuml;ne Antworten auf die Krise in der Ukraine<\/strong><br>\nDie Krise in der Ukraine stellt gr&uuml;ne Friedens-, Au&szlig;en, und Sicherheitspolitik vor neue Herausforderungen. F&uuml;r uns Gr&uuml;ne war die Schaffung einer Sicherheitsarchitektur, die ganz Europa umfasst, immer ein vordringliches Ziel, damit Konflikte auf friedlichem Wege im Dialog gel&ouml;st werden k&ouml;nnen. Die gegenw&auml;rtige russische Regierung hat allerdings in der Ukraine nicht nur diplomatische Ma&szlig;nahmen zur Stabilisierung des Landes (wie die Initiative von Fabius, Sikorski und Steinmeier im Februar des Jahres) ins Leere laufen lassen oder konterkariert, sie hat vielmehr mit der Annexion der Krim und der Entsendung irregul&auml;rer K&auml;mpfer in die Ostukraine das V&ouml;lkerrecht gebrochen &ndash; obwohl Russland den Schutz der territorialen Integrit&auml;t der Ukraine im Budapester Memorandum von 1994 selbst zugesichert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boell.de\/de\/2014\/07\/11\/gruene-antworten-auf-die-krise-der-ukraine\">Heinrich B&ouml;ll Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sp&auml;testens jetzt sollte klar sein, dass bei den Gr&uuml;nen inzwischen Hopfen und Malz verloren sind.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Die Friedenskriegspartei<\/strong><br>\nWarum gr&uuml;n zu sein heute links sein bedeutet&laquo;, schrieb Hans Thie, Referent bei der Bundestagsfraktion der Linken, zur Bundestagswahl 2013 und z&auml;hlte, allerdings ohne das Thema Krieg und Frieden zu erw&auml;hnen, eine ganze Reihe von &raquo;gr&uuml;n-roten Reformprojekten&laquo; auf, die jetzt eigentlich als gemeinsame Sache des linken Lagers anst&uuml;nden. Andere von SPD und Linkspartei (Peter Brandt, Andr&eacute; Brie etc.) spekulierten &uuml;ber eine &raquo;Wiederbelebung des linken Projekts&laquo;, in dem die Wahlergebnisse zum &raquo;Ausgangspunkt f&uuml;r ein neues, nicht l&auml;nger parteienzentriertes Crossover-Projekt werden (k&ouml;nnten). Dieses Projekt wird aber nur dann Erfolg haben, wenn SPD, Gr&uuml;ne und Linkspartei sich endlich &ouml;ffnen und aufeinander zubewegen&laquo;. Heute, nach gut einem halben Jahr sozialdemokratischer Regierungsbeteiligung und gr&uuml;ner bzw. linker Opposition, ist man nat&uuml;rlich kl&uuml;ger. Wenn man einmal vom Sonderfall Hans-Christian Str&ouml;bele (mit seiner Kritik an der Gauck-Rede etc.) absieht, beteiligen sich die Gr&uuml;nen zielstrebig, hemmungslos und f&uuml;r eine Oppositionspartei erstaunlich konstruktiv am Programm der deutschen Regierung, &raquo;mehr Verantwortung&laquo; in der Welt anzumelden, anzumahnen und anzuschieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/07-25\/027.php\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>MH17<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Hintergr&uuml;nde zum russischen Raktensystem &bdquo;BUK&rdquo;<\/strong><br>\nDer Abschuss einer Boeing 777 der Malaysia Airlines, mutma&szlig;lich durch eine russische Boden-Luftrakete des Typs BUK, l&ouml;ste internationale Best&uuml;rzung aus. Aus aktuellem Anlass pr&auml;sentiert Austrian Wings eine Punktlandung mit Hintergr&uuml;nden zum Thema, verfasst von einem deutschsprachigen Korrespondenten aus Russland. [&hellip;]<br>\nWarum wissen die USA und Russland, ob eine BUK zum Einsatz kam? Das ist relativ leicht erkl&auml;rt! W&auml;hrend man mit einer schultergest&uuml;tzten Rakete einfach in Richtung Ziel feuert und der Rest von der Rakete aktiv &uuml;bernommen wird, ist die Feuerleitung bei der BUK etwas komplexer. Die BUK verf&uuml;gt &uuml;ber passive radargelenkte Raketen. Ein Ziel muss daher vom Boden aus mit Radarwellen &bdquo;beleuchtet&rdquo; werden. Ohne diese &bdquo;Beleuchtung&rdquo; ist die Rakete sprichw&ouml;rtlich blind. Das Radar welches dabei verwendet wird, ist eines &auml;lterer Generation. Aufgrund der Gef&auml;hrlichkeit dieses Systems verf&uuml;gen moderne Armeen &uuml;ber Systeme, die auf das Radar der BUK reagieren. Einerseits haben Jadgflugzeuge Raketen mit an Bord, welche automatisch auf die BUK Bodenstation abgefeuert werden, sobald das Radar der BUK den Flieger erfasst. Andererseits l&auml;sst sich das Radar der BUK nicht verbergen, es &bdquo;leuchtet&ldquo; um ein vielfaches weiter als die Reichweite seiner Raketen. Die USA und nat&uuml;rlich auch Russland haben bei jedem kleineren Konflikt eigene Einheiten die nur nach solchen Signalen suchen. Es ist daher ausgeschlossen, dass die beiden Konfliktparteien nicht wissen, ob es eine BUK war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.austrianwings.info\/2014\/07\/mh17-abschuss-hintergruende-zum-russischen-raktensystem-buk\/\">Austrian Wings<\/a><\/li>\n<li><strong>KenFM im Gespr&auml;ch mit Willy Wimmer &uuml;ber: Absturz der MH17 und die Instrumentalisierung<\/strong><br>\nVor rund zwei Wochen kam es Zehntausend Meter &uuml;ber der Ukraine zu einer Flugzeug-Katastrophe, die hunderte Menschen das Leben kostete. Die meisten Opfer kamen aus den Niederlanden.<br>\nKaum war die Malaysische Boing MH 17 als havariert bekannt, wurde &uuml;ber den Hebel der West-Presse ein Schuldiger konstruiert. Russland, in Person von Wladimir Putin.<br>\nAber: Was wissen wir wirklich &uuml;ber den Absturz der MH 17? Wissen wir wirklich, ob es sich um einen Abschuss handelte, oder kann es sich um eine andere Absturzursache handeln?<br>\nWissen wir, wo exakt die Maschine Probleme bekam? Gibt es die entsprechenden Daten, oder gib es sie nicht?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Ctmbfig00tw\">Ken FM via YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die in diesem Interview angestellten &Uuml;berlegungen sind nicht von der Hand zu weisen. Man darf sicher davon ausgehen, dass der ukrainische Luftraum l&uuml;ckenlos durch NATO und USA &uuml;berwacht wird. Es sollte so also m&ouml;glich sein entsprechende Details hinsichtlich des Abschusses des Fluge MH-17 zu pr&auml;sentieren. Warum geschieht dies nicht? Lieber l&auml;sst man die &Ouml;ffentlichkeit im Ungewissen und damit Kriegshetze und Anti-Russlandpropaganda weiter wuchern.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wladimir Putins Alltag: Seine Mitarbeiter nennen ihn &ldquo;Zar&rdquo;<\/strong><br>\nEr fr&uuml;hst&uuml;ckt H&uuml;ttenk&auml;se, verabscheut Moskau, meidet das Internet: Was f&uuml;r ein Mensch ist Wladimir Putin? Das Magazin &ldquo;Newsweek&rdquo; beschreibt ausf&uuml;hrlich den Alltag des Kreml-Chefs. [&hellip;]<br>\nAber noch lieber ist Putin in der freien Natur und in Gesellschaft von Tieren, daher auch die vielen ber&uuml;hmten Aufnahmen mit nacktem Oberk&ouml;rper auf einem Pferd reitend oder posierend mit Tigern und B&auml;ren. Er liebt die Jagd und seinen schwarzen Labrador-Hund, der keine Angst vor ihm habe, hei&szlig;t es in dem Text.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/putin-und-sein-alltag-so-lebt-russlands-praesident-a-983198.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Man soll es kaum glauben: Putins Labrador hat also keine Angst vor &bdquo;dem Zaren&ldquo;. Das muss ja ein wahrer Teufelskerl sein! Kein Wunder, setzt Putin ihn doch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21632#h04\">laut deutscher Propaganda<\/a> auch schon mal ein, um Angela Merkel zu &bdquo;bedrohen&ldquo;. Die Anti-Putin-Hysterie wird wirklich von Tag zu Tag absurder.<\/em><br>\n<em>Der SPIEGEL setzt derweil seine Entwicklung zur &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22546\">Bild-Zeitung f&uuml;r M&ouml;chtegern-Intellektuelle<\/a>&ldquo; nahtlos fort. Ein Auszug aus den Leserkommentaren:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&bdquo;Ich habe ja geh&ouml;rt, dass Putin seine Kinder am liebsten gebraten genie&szlig;t, gespickt mit zartem Babyrobbenspeck und mit K&uuml;cken gef&uuml;llt. Was ist das bitte f&uuml;r eine Journalismus, inspired by McCarthy, oder wie?!&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\n<em>&bdquo;Ich habe es geahnt, das B&ouml;se hat endlich wieder einen Namen. Nicht nur die Achse des B&ouml;sen, sondern das B&ouml;se schlechtin. Wir haben es immer schon alle geahnt, aber jetzt wissen wir es endlich &hellip;&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Konsequenzen des NSA-Spitzelwahns: Das Ende der Pressefreiheit<\/strong><br>\nBrian Ross ist einer der renommiertesten US-Investigativreporter. In seinen 20 Jahren bei ABC News deckte er zahllose Skandale und Regierungsgeheimnisse auf, darunter die Existenz der CIA-Folterzentren in Osteuropa. Manchmal lag er daneben, unbequem war er jedoch immer.<br>\nDoch langsam wird der 65-J&auml;hrige m&uuml;de: Die Geheimdienste, allen voran die Spitzelbeh&ouml;rde NSA, machten seinen Job bald fast unm&ouml;glich. Er m&uuml;sse selbst wie ein Spion agieren, um sich vor staatlicher &Uuml;berwachung und den Folgen zu sch&uuml;tzen, sagt er: &ldquo;Es hat etwas Absto&szlig;endes, aufwendige Ausweich- und Sicherheitstechniken anwenden zu m&uuml;ssen &ndash; wie ein Krimineller.&rdquo;<br>\nKein Einzelfall: Amerikas Aussp&auml;happarat erschwere die Arbeit investigativer Reporter zusehends, berichtet die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) in einer Studie, die sie an diesem Montag vorlegte. Darin steckt tiefe Ironie: War es doch &ndash; neben den Enth&uuml;llungen des fr&uuml;heren NSA-Manns Edward Snowden &ndash; investigativer Journalismus, der das wahre Ausma&szlig; der Bespitzelung &uuml;berhaupt erst bekannt machte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/human-rights-watch-nsa-ueberwachung-schadet-journalismus-a-983139.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stillstand in Merkelland<\/strong><br>\nWas ist los in Merkelland, im Lande der Gro&szlig;en Koalition? Offenbar nicht allzu viel. Die Mehrheit der B&uuml;rger gibt sich einem entspannten Fatalismus hin, ist tief besorgt, &uuml;ber die Zukunft der Europ&auml;ischen Union, der Demokratie und ihrer Parteien. Doch zugleich h&auml;lt sie ihr politisches Engagement im Stand-by-Modus und scheint gar nicht daran zu denken, aus der ger&uuml;hmten Zivilgesellschaft durch B&uuml;rgerengagement Dynamik in die Politik zu bringen.  In der Gro&szlig;en Koalition herrschen &bdquo;aufgekl&auml;rte Ratlosigkeit&ldquo; (J&uuml;rgen Habermas) und strategische Planlosigkeit. Problemverwaltung &agrave; la Angela Merkel dominiert das Regierungshandeln und von Nachhaltigkeitsorientierung keine Spur.Joseph A. Schumpeters Bild eines Reiters dr&auml;ngt sich auf, &bdquo;der durch den Versuch, sich im Sattel zu halten, so v&ouml;llig in Anspruch genommen wird, dass er keinen Plan f&uuml;r seinen Ritt aufstellen kann&ldquo;.<br>\nDabei w&auml;re es ein Leichtes, eine Liste der Gro&szlig;probleme aufzustellen, denen sich Gesellschaft und Politik gegen&uuml;bersehen. Sie reicht von den Kriegsgefahren durch den Ukraine-Konflikt &uuml;ber die schwelende Krise der EU und ihres Geldes bis hin zur Bew&auml;ltigung der wirtschaftlichen, sozialen und demokratiepolitischen Spaltung der Gesellschaft.<br>\nEine besorgniserregende Bestandsaufnahme. Mit Fatalismus oder Ratlosigkeit l&auml;sst sich die Gesellschaft nicht aus den Gefahrenzonen herausf&uuml;hren. In einer funktionierenden Demokratie ist dies die Stunde des Regierungswechsels, durch den eine ambitionierte Opposition eine verbrauchte Regierung abl&ouml;st. Doch was tun, wenn das Verdikt der Rat- und Planlosigkeit den Zustand der politischen Opposition nicht weniger treffend beschreibt? Wenn aber die Dialektik von Regierung und Opposition infolge der Ersch&ouml;pfung beider nicht mehr wirken kann, verliert der Parlamentarismus an Selbstkorrektur- und Innovationskraft &ndash; und hat die Demokratie ein Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/juli\/stillstand-in-merkelland-wo-bleibt-die-mosaik-linke\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>J&ouml;rg Assmussen: Let&rsquo;s stop talking about Europe&rsquo;s &lsquo;lost generation&rsquo; of young jobless<\/strong><br>\nInstead of wringing our hands over the youth unemployment figures, says J&ouml;rg Asmussen, European leaders must develop a new discourse to ensure that today&rsquo;s young will be a creative force.<br>\nLong before the 2008 financial crisis and the subsequent economic slowdown, Europe&rsquo;s young people aged between 15 and 24 were already the most affected by unemployment. Over the last five years, the situation deteriorated dramatically. Over 5.5m young people in the EU of 28 are unemployed, nearly a million of them in Spain alone. But youth unemployment doesn&rsquo;t just affect the southern European countries hit hardest by the crisis. It is also a challenge to countries that have escaped relatively unscathed like the United Kingdom, where the numbers of young unemployed increased by 60% between 2004 and 2013. In the Netherlands, youth unemployment has seen a sharp rise of 75%, leaving Germany as the only EU member state where youth unemployment has been steadily dropping since 2005.<br>\nThe whole nature of the global economy has undergone major change due to new communications and other technologies and changing political power structures. Countries need to adapt their policies to this changing environment, for the aftermath of the worldwide economic crisis presents a window of opportunity for necessary structural reforms.<br>\nMany structural reforms rely on support from the social partners, yet in some EU countries the relationships between these partners is itself in serious need of reform. Historical reasons or labour market changes mean that collective bargaining might not be co-ordinated enough for social partners to fill their role and provide for an effective labour market and training system. The EU plans, therefore, to foster social dialogues at national and European level.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/europesworld.org\/2014\/06\/15\/lets-stop-talking-about-europes-lost-generation-of-young-jobless\/\">europesworld<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.B.<\/strong> : Von Asmussen (SPD)  als Staatssekret&auml;r im BMAS, wird man wirklich effektive L&ouml;sungsvorschl&auml;ge f&uuml;r ein Ende der hohen Jugendarbeitslosigkeit nicht erhalten. Zwar konstatiert er brav, was f&uuml;r schlimme Auswirkungen Jugendarbeitslosigkeit haben kann, doch die Forderungen sind eines ernstzunehmenden &Ouml;konomen nicht w&uuml;rdig. Statt von Austerit&auml;tspolitik zu reden, fordert Asmussen den Diskurs &uuml;ber eine &ldquo;verlorene Generation&rdquo; zu &uuml;berwinden. Diskurse m&uuml;ssen selbstverst&auml;ndlich keinen Bezug zur Realit&auml;t haben, und deshalb werden alle m&ouml;glichen Dinge aufgef&uuml;hrt, blo&szlig; nicht die K&uuml;rzungspolitik und der Fluch der Wettbewerbsf&auml;higkeit erw&auml;hnt: die Krisen-L&auml;nder sollten ein Ausbildungssystem wie Deutschland aufbauen. Das mag die Qualit&auml;t der Arbeiten verbessern, aber &ouml;konomisch kaum f&uuml;r mehr Nachfrage sorgen. Die gr&ouml;&szlig;ere Mobilit&auml;t von jungen Menschen, die keine Perspektiven in ihren L&auml;ndern haben, als L&ouml;sungsstrategie zu fordern ist an Zynismus auch kaum zu &uuml;berbieten. Und die europ&auml;ische Jugendarbeitslosigkeit Initiative in H&ouml;he von 6 Milliarden ist erstens quantitativ ein Witz und wird zweitens kaum von den Krisenl&auml;ndern abgerufen, da diese, um Gelder zu erhalten, Programme ko-finanzieren m&uuml;ssen, wozu Ihnen meist das eigene Geld fehlt. Schlie&szlig;lich d&uuml;rften Arbeitsmarktreformen als Forderung nicht fehlen und was Asmussen mit dem Wunsch nach &ldquo;Sozial Dialogen&rdquo; auf nationaler und EU-Ebene meint bleibt schwammig &ndash; ein wenig lese ich da eine gew&uuml;nschte Schw&auml;chung der Gewerkschaften heraus.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So, so laut Herren Asmussen, einem der obersten Lobbyisten der Finanzindustrie, brauchen wir einen neuen &ldquo;Diskurs&rdquo; &uuml;ber die Ursachen der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Wir h&auml;tten da einen Vorschlag. Wie w&auml;re es einmal &uuml;ber die aberwitzige Austerit&auml;tspolitik zu diskutieren, die man den s&uuml;deurop&auml;ischen Mitgliedsl&auml;ndern aufgezwungen hat bzw. immer noch auf zwingt? Aber Asmussen f&auml;llt nichts weiter ein als in seinem Artikel weiter &uuml;ber notwendige Strukturreformen zu schwadronieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Finanzmarktkapitalismus<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>US-Finanzm&auml;rkte: Droht ein neuer Crash?<\/strong><br>\nAnfang Juli gab es Grund zum Jubeln an der New Yorker B&ouml;rse: Der Dow Jones Index erreichte erstmals in der Geschichte die 17.000-Punkte-Marke. Die Erinnerung an die gro&szlig;e Krise schien in diesem Moment weit weg. Zu Unrecht, sagen viele. 2008 waren es toxische Finanzprodukte, die das System zum Einsturz brachten &ndash; heute k&ouml;nnte die Struktur der Finanzm&auml;rkte selbst den n&auml;chsten Crash erzeugen.<br>\nDas Argument der Warner: Der Finanzmarkt besteht nicht mehr nur aus den gro&szlig;en B&ouml;rsen, sondern ist in viele kleine M&auml;rkte zerst&uuml;ckelt. Das macht die Kontrolle schwieriger. Ein Beispiel daf&uuml;r sind die so genannten Dark Pools. Das sind Privatb&ouml;rsen von Banken, Versicherungen oder Hedgefonds. Hier findet der Handel au&szlig;erhalb der regul&auml;ren B&ouml;rsen statt. Verkaufs- und Kaufabsichten werden nicht &ouml;ffentlich bekannt gegeben, nur das Ergebnis des Gesch&auml;fts.<br>\nF&uuml;nfzehn Prozent des US-amerikanischen Aktienhandels werden schon in Dark Pools abgewickelt. Z&auml;hlt man nicht nur die Dark Pools, sondern alle weiteren Plattformen dazu, wird deutlich, wie fragmentiert der Handel inzwischen ist. Neben den regul&auml;ren 13 B&ouml;rsen gibt es inzwischen rund 50 Aktienhandelsplattformen allein in den USA, auf denen laut Sch&auml;tzungen &uuml;ber 50 Prozent des weltweiten Handels stattfinden soll. Doch je mehr Handel jenseits der B&ouml;rsen abgewickelt wird, desto geringer wird die Aussagekraft der &ouml;ffentlichen Kurse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/us-finanzm%C3%A4rkte-droht-ein-neuer-crash\/a-17812196\">Deutsche Welle<\/a><\/li>\n<li><strong>Der pure Wahnsinn<\/strong><br>\nNoch Anfang Juni kostete die Cynk-Aktie wie monatelang davor lediglich zehn US-Cent. Dann explodierte der Kurs. Allein am 17. Juni legte die Aktie um 3.650 Prozent zu. Doch das war erst der Anfang. Binnen drei Tagen sprang der Kurs von f&uuml;nf auf zeitweise mehr als 20 Dollar. Innerhalb von zwei Monaten hatte die Aktie n&auml;mlich ein Kursplus von mehr als 36.000 Prozent. Das Unternehmen war zwischenzeitlich mehr als sechs Milliarden Dollar wert. Die Finanzblogger von &bdquo;Zero Hedge&ldquo; fanden den richtigen Ausdruck daf&uuml;r: &bdquo;Purer Wahnsinn&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/boerse-maerkte\/boerse-inside\/cynk-aktie-eine-altbewaehrte-masche\/10258850-2.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kosten sollen runter: Deutsche Post will niedrigere L&ouml;hne durchsetzen<\/strong><br>\nDas Management der Deutschen Post  hat angedeutet, dass es f&uuml;r neue Mitarbeiter k&uuml;nftig deutlich weniger Geld geben k&ouml;nnte als f&uuml;r langj&auml;hrige Angestellte. &ldquo;Wir zahlen heute unseren Mitarbeitern teilweise doppelt so viel wie unsere Wettbewerber&rdquo;, sagte Vorstandschef Frank Appel der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; vom Montag. &ldquo;Deshalb werden wir uns damit besch&auml;ftigen m&uuml;ssen, ob neue Mitarbeiter das gleiche Gehaltsniveau haben k&ouml;nnen wie die, die schon 30 Jahre dabei sind.&rdquo; Im kommenden Jahr erwarte er harte Tarifverhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern.<br>\nHeutige Mitarbeiter k&ouml;nnten ebenfalls einen Beitrag zur Kostensenkung leisten, auch wenn das &ldquo;nicht allen gefallen&rdquo; werde, sagte Appel der Zeitung. Das &ldquo;Kernproblem&rdquo; seines Konzerns, der weltweit fast 500.000 Mitarbeiter besch&auml;ftigt, beschrieb der Vorstandsvorsitzende wie folgt: &ldquo;Unsere Ums&auml;tze wachsen in Deutschland, aber die Gewinne nicht. Die Marge sinkt sogar.&rdquo; Die Gewinne m&uuml;ssten aber steigen, um investieren und neue Arbeitspl&auml;tze schaffen zu k&ouml;nnen. Appel deutete an, dass die Post k&uuml;nftig etwa ihre &ldquo;sehr interessanten&rdquo; Datens&auml;tze &uuml;ber Waren- und Verkehrsstr&ouml;me besser gesch&auml;ftlich nutzen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/kosten-sollen-runter-post-will-niedrigere-loehne-durchsetzen_id_4020474.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Familienpolitik: SPD und Gr&uuml;ne halten Betreuungsgeld f&uuml;r bildungsfeindlich<\/strong><br>\nSeit einem Jahr gibt es das Betreuungsgeld f&uuml;r junge Familien, doch die Kritik daran rei&szlig;t nicht ab: SPD und Gr&uuml;ne bem&auml;ngeln, die Sozialleistung verschlechtere die Bildungschancen von Migranten. Unter Familien ist die Leistung trotzdem popul&auml;r.<br>\nDas vor einem Jahr eingef&uuml;hrte Betreuungsgeld f&uuml;r Kleinkinder schafft nach Meinung von Hamburgs Sozialsenator Detlef Scheele falsche Anreize. &ldquo;Studien zeigen, dass das Betreuungsgeld besonders attraktiv zu sein scheint f&uuml;r Familien, die eine gewisse Bildungsferne und einen Migrationshintergrund haben&rdquo;, sagte der SPD-Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/betreuungsgeld-schadet-laut-spd-und-gruene-bildungschancen-von-familien-a-982988.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Eltern mit &ldquo;gewisser Bildungsferne&rdquo; und mit &ldquo;Migrationshintergrund&rdquo; also. Auf den nahe liegenden Hintergrund, dass diese Eltern arm sein k&ouml;nnten und daher jeden Euro gebrauchen k&ouml;nnen, kommen offenbar weder die Studie noch die &uuml;ber sie berichtenden Medien. Wenn sich dann die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet, ohne gro&szlig;es Zutun 100 Euro monatlich mehr zu erhalten (exakt so viel, wie z.B. Hartz-IV-Bezieher ohne Abstriche hinzuverdienen d&uuml;rfen), stellt sich die Frage, ob es Ausdruck von Bildungsferne ist.<\/em><br>\n<em>Passend dazu ein Zitat &uuml;ber die Situation von M&uuml;ttern in Frankreich, auf die manche Deutsche neidisch blicken:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Doch langsam keimen Zweifel auf am Bild der Frau, die als Superheldin gilt, wenn sie m&ouml;glichst schnell nach der Geburt wieder in den Job zur&uuml;ckkehrt. Wenn sie sich aber entscheidet, erst mal einfach Mutter zu sein &ndash; und sei es nur f&uuml;r ein Jahr &ndash;  sinkt ihr Ansehen drastisch.&rdquo; &ndash; <a href=\"http:\/\/info.arte.tv\/de\/europas-krampf-mit-den-babys\">Europas K(r)ampf mit den Babys<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gravierende M&auml;ngel in der Paketdienstbranche &ndash; Kontrollaktion des NRW-Arbeitsschutzes<\/strong><br>\nBei j&uuml;ngsten Kontrollen des NRW-Arbeitsschutzes wurden erhebliche M&auml;ngel in der Paket- und Kurierdienstbranche ermittelt. Arbeitsminister Guntram Schneider hatte nach Hinweisen &uuml;ber Rechtsverst&ouml;&szlig;e in dieser Branche eine systematische, landesweite &Uuml;berwachungsaktion im Bereich Paket- und Kurierdienste angeordnet. Schneider: &bdquo;Das Ergebnis ist erschreckend und alarmierend: Im Paket- und Kurierdienst sind die Verst&ouml;&szlig;e gegen den Arbeitsschutz erheblich h&ouml;her als allgemein im G&uuml;tertransportgewerbe. Bei 60 Prozent der &uuml;berpr&uuml;ften Fahrer wurden M&auml;ngel festgestellt. Die M&auml;ngelquote bei Unternehmen liegt bei rund 85 Prozent.&ldquo;<br>\nBei 35 % der Unternehmen wurden von Fahrern &uuml;berhaupt keine Aufzeichnungen &uuml;ber die Lenk- Ruhe- und Arbeitszeiten gef&uuml;hrt. Und wenn Aufzeichnungen vorlagen, waren diese in vielen F&auml;llen unvollst&auml;ndig.<br>\nBei 64 % der Unternehmen wurden von den Fahrern die sonstigen Arbeitszeiten, z.B. f&uuml;r das Vorsortieren und Verladen der Pakete, nicht aufgezeichnet.<br>\nBei &uuml;ber 60 % der Paket- und Kurierdienste konnten deren Fahrer die Einhaltung  des Arbeitszeitgesetzes gar nicht nachweisen.<br>\n58 % der Unternehmen haben nicht daf&uuml;r gesorgt, dass ihre Fahrer die notwendigen Nachweise &uuml;ber die letzten 28 Arbeitstage mitf&uuml;hren&hellip;<br>\nEine Erkenntnis aus der &Uuml;berwachungsaktion ist, dass im Bereich der Paket- und Kurierdienste &uuml;berwiegend Subunternehmen die Zustellung der Pakete f&uuml;r die gro&szlig;en Dienstleister &uuml;bernehmen. Rund 10 % der &uuml;berpr&uuml;ften Fahrer sind selbst&auml;ndige Kraftfahrer. Minister Schneider: &bdquo;Die hohe M&auml;ngelquote ist f&uuml;r mich ein Beleg daf&uuml;r, dass die Hauptauftragnehmer die Verantwortung allein den Subunternehmern &uuml;berlassen. Hier wollen wir darauf hinwirken, dass die Hauptsauftraggeber st&auml;rker in die Mitverantwortung f&uuml;r die Einhaltung der Sozialvorschriften im Stra&szlig;enverkehr genommen werden. Sie sollen mit daf&uuml;r einstehen, dass die von ihnen beauftragten Subunternehmen Regelungen zu den Lenk- und Ruhezeiten einhalten. Dies ist ein notwendiger Beitrag zur Gesundheit und Sicherheit der Besch&auml;ftigten und zur Verkehrssicherheit.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mais.nrw.de\/06_Service\/001_Presse\/001_Pressemitteilungen\/pm2014\/Juli_2014\/140728\/index.php\">Ministerium f&uuml;r Arbeit, Integration und Soziales NRW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Privatisierung von Staatsunternehmen &ndash; Zielvorstellungen und Realit&auml;t&ldquo;<\/strong><br>\nKonnten die angestrebten Ziele durch die Privatisierung<br>\nerreicht werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140729_privatisierung_von_staatsunternehmen_zielvorstellungen_und_realitaet.pdf\">Bachelor-Thesis von Tobias Nocke [PDF &ndash; 475 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wer sich einmal etwas ausf&uuml;hrlicher &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde, die Zielvorstellungen und die Auswirkungen der Privatisierung der Deutschen Post und der Deutschen Bahn informieren m&ouml;chte, findet hier viele Fakten und Argumente.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gauweiler soll fast eine Million verdient haben<\/strong><br>\nPeter Gauweiler soll in den ersten neun Monaten der andauernden Legislaturperiode bislang fast eine Million Euro an Nebeneink&uuml;nften kassiert haben. Der Anwalt und Bundestagsabgeordnete der CSU habe mindestens 967.500 Euro nebenbei verdient berichtet das Nachrichtenmagazin &bdquo;Der Spiegel&ldquo; unter Berufung auf Berechnungen des Internetportals abgeordnetenwatch.de<br>\nInsgesamt liege die Summe der Honorare von Gauweiler allerdings wohl weitaus h&ouml;her, da Bundestagsabgeordnete ihre Eink&uuml;nfte nicht auf den Euro genau angeben m&uuml;ssen, sondern nach den Richtlinien des Bundestags in zehn Stufen einzuordnen haben. Die h&ouml;chste dieser Stufen ist dabei mit &bdquo;&uuml;ber 250.000 Euro&ldquo; definiert. F&uuml;r wen Gauweiler und die anderen Parlamentarier t&auml;tig sind, ist auf ihren Profilen auf der Homepage des Bundestags nachzusehen.<br>\nNach den Angaben des &bdquo;Spiegel&ldquo; w&uuml;rden mittlerweile 25 Prozent der Abgeordneten einer Zusatzt&auml;tigkeit nachgehen &ndash; von den Mitgliedern der CSU-Fraktion w&uuml;rde jedoch fast jeder Zweite noch Nebeneink&uuml;nfte eintreiben. Nebenverdiener gebe es jedoch in allen Fraktionen des Bundestags.<br>\nUnter den dreizehn Bundestags-Mitgliedern, die seit Oktober vergangenen Jahres mindestens 100.000 Euro und mehr eingenommen haben, finden sich laut dem Nachrichtenmagazin elf Parlamentarier der Union, darunter die N&uuml;rnberger CSU-Abgeordnete Dagmar W&ouml;hrl sowie die CDU-Politiker Norbert R&ouml;ttgen und Philipp Mi&szlig;felder &ndash; auf Platz neun werde der ehemalige Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck gef&uuml;hrt. Er habe unter anderem mittlerweile bei der Unternehmensberatung des Landshuter CSU-Politikers Wolfgang G&ouml;tzer angeheuert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/nebeneinkuenfte-im-bundestag-gauweiler-soll-fast-eine-million-verdient-haben-13067725.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/nebeneinkunfte-abgeordnete-kassieren-mehrere-millionen-euro-aus-unbekannten-quellen\">Nebeneink&uuml;nfte: Abgeordnete kassieren mehrere Millionen Euro aus anonymen Quellen<\/a> <\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Stellungnahme der Fachschaft Sozialwissenschaften zu Herfried M&uuml;nklers j&uuml;ngsten medialen &Auml;u&szlig;erungen<\/strong><br>\nHerfried M&uuml;nkler ist Professor f&uuml;r Politische Theorie hier am Institut f&uuml;r Sozialwissenschaften und scheint sich offensichtlich nicht dem Vorwurf aussetzen zu wollen, er w&uuml;rde die Welt nur interpretieren. Mit seinen Schriften zu Machiavelli, &bdquo;neuen Kriegen&ldquo; und Imperien hat er sich in der deutschsprachigen Politikwissenschaft einen Namen gemacht. Dar&uuml;ber hinaus ist er ein gern gesehener Gast auf dem politischen Parkett und in den Medien, wo er seine Einsch&auml;tzung des politischen Zeitgeschehens zum Besten gibt und Handlungsempfehlungen ausspricht&hellip;<br>\nM&uuml;nkler nimmt jedoch ganz bewusst eine dubiose Doppelrolle als politischer Wissenschaftler und als nationaler Milit&auml;rstratege ein. Vom deskriptiven Benennen, wie Au&szlig;enpolitik funktioniere, geht er nahtlos zu seinem normativen Programm &uuml;ber. Hinter diesem Programm steht die Pr&auml;misse: was dem nationalen Interesse dient, ist zu exekutieren. Die mangelnde &bdquo;Aufrichtigkeit&ldquo; der deutschen Au&szlig;enpolitik ist f&uuml;r ihn in erster Linie ein Problem, weil dadurch die nationale Interessendurchsetzung gef&auml;hrdet werden k&ouml;nnte. In einem im Mai 2014 erschienenen Text, den M&uuml;nkler f&uuml;r die vom Ausw&auml;rtigen Amt betriebene Website &bdquo;Review 2014&ldquo; geschrieben hat, spricht er in dieser Hinsicht Klartext. Hier pl&auml;diert er unter der Parole &bdquo;Wirtschaftliche Interessen &ndash; na, klar!&ldquo; daf&uuml;r, &bdquo;von einer versch&auml;mten zu einer selbstbewussten Kommunikation der wirtschaftlichen Interessen Deutschlands &uuml;berzugehen&ldquo;, um die aus der &bdquo;Diskrepanz zwischen &ouml;ffentlicher Darstellung und tats&auml;chlicher Ausrichtung&ldquo; resultierende &bdquo;Vulnerabilit&auml;t&ldquo; der deutschen Au&szlig;enpolitik zu verringern&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/sowi.fachschaft\">Sowi Fachschaft an der HU Uni Berlin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Henry-Kissinger-Professur Peinlicher Eiertanz an der Uni Bonn<\/strong><br>\nDie einen sehen in ihm den ber&uuml;hmten Au&szlig;enpolitiker, Akademiker, Friedens-Nobelpreistr&auml;ger &ndash; die anderen den Zyniker, Machiavellisten, Kriegsverbrecher&hellip;<br>\nSein Name ist mit dem Vietnamkrieg verbunden, mit Pinochets Milit&auml;rdiktatur in Chile, mit nackter, unsentimentaler Realpolitik&hellip;<br>\nF&uuml;r Kissinger oder gegen Kissinger. Dazwischen gibt es nichts. Der j&uuml;ngste Stellvertreterkrieg wird an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universit&auml;t Bonn. Dort soll im Wintersemester eine vom Verteidigungsministerium mitgef&ouml;rderte Stiftungsprofessur zu Ehren von Henry Kissinger ihren Betrieb aufnehmen. Studenten und Teile der Fakult&auml;t laufen dagegen seit dem Bekanntwerden im Mai 2013 Sturm. Die Unileitung jedoch blieb stur. Die Fronten sind verh&auml;rtet, das Klima vergiftet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/henry-kissinger-professur-peinlicher-eiertanz-an-der-uni-bonn-2125936.html\">stern<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein informativer  und gut recherchierter Beitrag &uuml;ber eine Stiftungsprofessur finanziert durch das Verteidigungsministerium und besetzt von einem der den Widerstand gegen Kampfeins&auml;tze &uuml;berwinden will. Der deutsche Staat ehrt damit einen Zyniker des V&ouml;lkerrechts, der Willy Brandt einen &bdquo;gef&auml;hrlichen Trottel&ldquo; beschimpft hat. Informationen zum Protest siehe <a href=\"http:\/\/www.zivile-uni-bonn.de\/\">hier<\/a>. &Uuml;ber den Inhaber dieser mit 250.000 Euro dotierten Professur  James Bindenagel, ehemaliger US-Botschafter in Berlin, siehe <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/fernsehen\/regional\/westpol\/sendungen\/kissinger-professur100.html\">hier<\/a>. Stiftungsprofessuren werden ja nur f&uuml;r eine gewisse Zeit finanziert, interessant w&auml;re,  zu wissen, ob diese Professur und nach welcher Zeit von der Uni Bonn und damit vom Land NRW finanziert werden muss.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>F&uuml;r Pressefreiheit und Medienvielfalt &ndash; EU-Richtlinie und neue Verlagsmodelle gefordert<\/strong><br>\n&bdquo;Die &bdquo;Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative f&uuml;r Medienpluralismus&ldquo; setzt sich daf&uuml;r ein, dass die europ&auml;ischen Institutionen das Recht auf freie, unabh&auml;ngige und pluralistische Informationen sch&uuml;tzen. Sie vereint Organisationen, Medien und Berufsverb&auml;nde aus ganz Europa mit dem unmittelbaren Ziel, eine Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative (EBI) voranzutreiben, die die EU auffordert, eine Medienpluralismus-Richtlinie zu entwickeln. Sie soll der Eigentumskonzentration im Medien- und Werbemarkt entgegenwirken. Leitlinien und neue, zukunftsf&auml;hige Verlagsmodelle sollen die Qualit&auml;t<br>\nder journalistischen Arbeit sicherstellen und diejenigen unterst&uuml;tzen, die in dieser Branche arbeiten. Beteiligt sind Organisationen aus sieben L&auml;ndern, darunter die Deutsche Journalisten-Union (dju) in ver.di&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/themen\/arbeit\/++co++7ba3153a-0e7f-11e4-bfcb-5254008a33df\">ver.di<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu auch: The European Initiative for Media Pluralism <a href=\"http:\/\/www.mediainitiative.eu\/de\/\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/citizens-initiative\/REQ-ECI-2013-000017\/public\/signup.do\">hier<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Schlechte Nachrichten<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit dem Soziologen J&ouml;rg Becker &uuml;ber Medienmanipulation<br>\nWeniger bekannt ist, dass, wie ich schon sagte, hinter den Massenmedien sehr wirkungsm&auml;chtige Public-Relations-Agenturen arbeiten. Daf&uuml;r, wie sie arbeiten, gibt es ein anschauliches Beispiel: die ,Brutkastenl&uuml;ge&rsquo; im Zusammenhang mit der Annektion des Emirats Kuwait durch den Irak. Bei der ,Brutkastenl&uuml;ge&rsquo; handelt es sich um eine Kampagne des US-amerikanischen PR-Unternehmens Hill &amp; Knowlton (H&amp;K), die ich aus Gr&uuml;nden der Anschaulichkeit immer wieder werde erz&auml;hlen m&uuml;ssen: Zum einen ist dieses Unternehmen eine der weltweit gr&ouml;&szlig;ten und wichtigsten PR-Firmen. Mit einem Jahresumsatz von rund 325 Millionen US-Dollar (2001) geh&ouml;rt H&amp;K wie die gro&szlig;en Werbeagenturen Ogilvy &amp; Mather, Young and Rubicam, Burson-Marsteller, J. Walter Thompson oder die Agentur Grey dem internationalen Werbeunternehmen WPP, einem weltweit f&uuml;hrenden Unternehmen dieser Sparte. Zudem gibt es kein anderes Unternehmen, das derart eng und kontinuierlich mit dem politischen Establishment verbunden ist wie H&amp;K. Genau diese Agentur &uuml;bernahm nur wenige Tage nach dem &Uuml;berfall irakischer Streitkr&auml;fte auf Kuwait am 2. August 1990 einen PR-Auftrag f&uuml;r eine NGO namens Citizens for a Free Kuwait (CFK), die von kuwaitischen Regierungskreisen extra f&uuml;r diese Partnerschaft gegr&uuml;ndet worden war. F&uuml;r einen Gesamtbetrag von knapp 10 Millionen US-Dollar hatte H&amp;K dieser ,NGO&rsquo; zugesagt, der Welt- und besonders der US-amerikanischen &Ouml;ffentlichkeit, folgende Doppelbotschaft zu verkaufen: Erstens sollte der irakische Premierminister Saddam Hussein als ein zweiter Adolf Hitler dargestellt werden, zweitens sollte Kuwait als Vorzeigedemokratie pr&auml;sentiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/digitaz\/2014\/07\/28\/a0067.archiv\/exportHtml\">taz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man glaube nicht, dass es solche T&auml;uschungsman&ouml;ver nicht  mehr g&auml;be.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Disziplinierungsmittel<\/strong><br>\nEin &ouml;konomisches Alphabetisierungsprogramm&laquo; betreibt nach eigenen Angaben der pad-Verlag in Zusammenarbeit mit Labournet. Zu den Brosch&uuml;ren dieser Reihe geh&ouml;rt die des &ouml;sterreichischen Politikwissenschaftlers Albert F. Reiterer &raquo;Der Euro und die EU. Zur Politischen &Ouml;konomie des Imperiums&laquo;.<br>\nDer Autor analysiert die Krise des Euro anders als gewohnt, denn nicht Schulden, K&uuml;rzungsprogramme, Rettungsschirme, Euro-Bonds und dergleichen stehen bei ihm im Mittelpunkt. Reiterer geht es vielmehr um die politischen Dimensionen der Krise. Die Einheitsw&auml;hrung verk&ouml;rpert f&uuml;r ihn gleich &raquo;zwei konservative Revolutionen: Die eine besteht in der monetaristischen Reaktion gegen die keynesianische Politik der zwei Jahrzehnte von 1955 bis 1975. Die andere, wesentlich weit- und folgenreichere, ist der Aufbau eines b&uuml;rokratischen Imperiums, strukturiert nach Zentrum und Peripherie, in Europa.&laquo; Die Euro-Krise ist daher &raquo;eine politische Krise. Es ist eine Krise des politischen Modells der EU. Das supra-nationale b&uuml;rokratische Imperium will die Einheitsw&auml;hrung als eiserne Faust einsetzen.&laquo; Mit ihr will es &raquo;die neoliberale Disziplin im Zentrum und im ersten Kreis der Peripherie (&hellip;) erzwingen.&laquo; Der &raquo;Kampf gegen die Staatsschuld dient dazu, den Abbau des Sozialstaats einzuleiten&laquo;. Reiterer dokumentiert, wie &raquo;diese von der EU angestrebte und zu einem erheblichen Teil bereits verwirklichte Transformation der (west-)europ&auml;ischen Gesellschaften&laquo; schon vor Jahrzehnten konzipiert und schlie&szlig;lich durchgesetzt wurde. Er beschreibt, wie der Werner-Plan zur Schaffung einer einheitlichen W&auml;hrung 1970 noch scheiterte, mit dem Tindemans-Bericht 1975 erneut angegriffen und mit dem Vertrag von Maastricht schlie&szlig;lich schrittweise verwirklicht wurde. Das politische Ziel verlor man dabei nie aus den Augen: &raquo;Das Imperium, das hier entworfen wird, ist eine (super)imperialistische Einheit. Imperiumsbildung ist ein globaler Proze&szlig;, der sich auf regionaler Ebene abspielt. Die W&auml;hrungsunion war das wichtigste Instrument dabei.&laquo; Und immer geht es um den Wunsch der EU, &raquo;nach au&szlig;en vereint aufzutreten&laquo;. Es geht um den europ&auml;ischen Traum von einer Weltmacht Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/07-28\/007.php\">junge welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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