{"id":2259,"date":"2007-04-16T08:39:57","date_gmt":"2007-04-16T06:39:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2259"},"modified":"2007-04-16T08:39:57","modified_gmt":"2007-04-16T06:39:57","slug":"hinweise-des-tages-371","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2259","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li>\n<strong>Neuauflage von &bdquo;Du bist Deutschland&ldquo;<\/strong><br>\nDie neue Kampagne soll diesmal nicht die nationale Laune heben, sondern die Deutschen f&uuml;r Kinder begeistern. Bei der geplanten Neuauflage der Imagekampagne &ldquo;Du bist Deutschland&rdquo; m&ouml;chte Bertelsmann, Ideengeber der Kampagne, nicht mehr allein f&uuml;r die Organisationskosten aufkommen. Zwar hatten die 25 Medienpartner der G&uuml;tersloher beim letzten Mal Raum f&uuml;r TV-Spots und Anzeigen im Wert von rund 34 Millionen Euro unentgeltlich bereitgestellt. Doch die Anlaufkosten, etwa f&uuml;r die Produktion, von circa zwei Millionen Euro zahlte der Konzern allein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.satundkabel.de\/modules.php?op=modload&amp;name=News&amp;file=article&amp;sid=17708&amp;mode=thread&amp;order=0&amp;thold=0\">Sat + Kabel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Nun also der Ruf vom Sonnendeck in den Maschinenraum: Macht mehr Kinder!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Michael Dauderst&auml;dt: Aufschwung 2007: Die Verantwortung der Lohnpolitik<\/strong><br>\nZehn Jahre ging der Produktivit&auml;tsfortschritt in Deutschland an den Arbeitnehmern weitgehend vorbei. Die Gewinne stiegen, aber das Wachstum blieb lange schwach und nur im Export stark. Nun ist der Aufschwung da. Um stabil zu sein, ben&ouml;tigt er eine deutlich festere Binnennachfrage, die vor allem von der Lohnpolitik abh&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/fo-wirtschaft\/04388.pdf\">WISO direkt FES [PDF &ndash; 192 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> In diesem lesenswerten Beitrag findet sich unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Zur&uuml;ck auf den Hochlohnwachstumspfad&ldquo; leider auch Widerspr&uuml;chliches:<br>\n&bdquo;Andererseits k&ouml;nnte, wenn eine ertragsabh&auml;ngige Lohnsenkung im Abschwung Arbeitspl&auml;tze wirklich sichern w&uuml;rde, die gesamtwirtschaftliche Lohnsumme gleich hoch ausfallen wie bei gleich bleibenden L&ouml;hnen und Arbeitsplatzverlusten.<br>\nDie Gewerkschaften waren de facto in Deutschland oft bereit, dieser zweiten Logik zu<br>\nfolgen und Reallohneinbu&szlig;en f&uuml;r Arbeitsplatzgarantien einzutauschen. Letztlich d&uuml;rfte die Lohnelastizit&auml;t der Arbeitsnachfrage aber nicht hoch genug sein, damit dieses Kalk&uuml;l aufgeht.&ldquo;<br>\nEine Seite zuvor kam der Autor zu einem ganz anderen Fazit:<br>\n&ldquo;Modellrechnungen, die behaupten nachzuweisen, Lohnzur&uuml;ckhaltung schaffe Besch&auml;ftigung, ben&ouml;tigen dazu unrealistische Annahmen wie etwa ein trotz sinkender L&ouml;hne konstantes BIP bzw. konstante Nachfrage bzw. ein neoklassisches Grundmodell, in dessen Pr&auml;missen Kreislaufzusammenh&auml;nge ausgeblendet werden.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wirtschafts-&bdquo;Weiser&ldquo; Franz: &bdquo;Wom&ouml;glich muss man die L&ouml;hne unter drei Euro senken, damit mehr Stellen entstehen.&ldquo;<\/strong><br>\nFranz: &bdquo;Man muss nur die Verantwortlichkeiten auseinanderhalten. Der Staat garantiert jedem B&uuml;rger das Existenzminimum. Die Aufgabe der Unternehmer ist das nicht. Geringqualifizierte schaffen h&auml;ufig nur einen Mehrwert von drei oder vier Euro in der Stunde. Damit sie genug zum Leben haben, stockt der Staat ihren Lohn auf. Wom&ouml;glich muss man die L&ouml;hne in diesem Bereich noch einmal senken, damit mehr Stellen entstehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/archiv\/16.04.2007\/3203027.asp\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Nein, die Unternehmer haben nat&uuml;rlich keine Verantwortung daf&uuml;r, ihren Arbeitnehmern das Existenzminimum zu sichern, f&uuml;r sie sind diese ja nur Kostenfaktoren! Ein solches Denken f&auml;llt noch hinter das fr&uuml;hkapitalistische Weltbild der Krupps oder Thyssens zur&uuml;ck. L&ouml;hne senken, damit mehr Stellen entstehen, das ist das mechanistische Weltbild dieses &bdquo;Wirtschaftsweisen&ldquo;, dessen Standardwerk zur Arbeits&ouml;konomie zur Pflichtlekt&uuml;re und zum Pr&uuml;fungsstoff der heute studierenden &Ouml;konomen geh&ouml;rt.<br>\nNull-Euro Lohn und dann noch den K&uuml;ndigungsschutz abschaffen, damit w&auml;re wohl f&uuml;r Franz der ideale Zustand des Gleichgewichts der Angebots-Nachfragekurve auf dem Arbeitsmarkt erreicht, die Gesetzm&auml;&szlig;igkeit einer entmenschten &bdquo;&Ouml;konomie&ldquo; w&auml;re erf&uuml;llt, die Gleichung ginge auf. Die Menschen stellen ihre Arbeitskraft dem Arbeitgeber bis zur Marktr&auml;umung der Arbeitslosen umsonst zur Verf&uuml;gung und das zwangsweise, denn sonst k&uuml;rzt man ihnen das Existenzminimum des Alg II einfach um 30%, d.h. sie leben unterhalb ihrer Existenz, das Problem der Arbeitslosen h&auml;tte sich rein physisch erledigt.  Endlich h&auml;tten wir dann China bei den Hungerl&ouml;hnen wieder &uuml;berholt.<br>\n&Uuml;brigens: Hat Franz eigentlich jemals ausrechnen k&ouml;nnen, was in einem Betrieb Grenznutzen oder Grenzkosten eines einzelnen (!) Arbeitnehmers sind?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Institut f&uuml;r Weltwirtschaft: Mindestlohn schw&auml;cht den sozialen Zusammenhalt<\/strong><br>\nEgal ob der Mindestlohn die Besch&auml;ftigung erh&ouml;ht oder senkt, eines steht fest, er vergr&ouml;&szlig;ert die Einkommenskluft zwischen den Besch&auml;ftigten, die den Mindestlohn erhalten und den Arbeitslosen, die nur Arbeitslosenunterst&uuml;tzung bekommen. Mit anderen Worten: Der Mindestlohn schw&auml;cht unweigerlich den sozialen Zusammenhalt.<br>\nIm Vergleich zu den angels&auml;chsischen &Ouml;konomien haben Arbeitnehmer in Deutschland eine bedeutend st&auml;rkere Position in den Lohnverhandlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-kiel.de\/ifw\/presse\/fokus\/2007\/fokus25_07.htm\">IfW Fokus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Also nicht die Kluft zwischen Arm und Reich oder dass Manager das Hundertfache eines Normalverdieners kassieren und die Vorstandsgeh&auml;lter in den letzten Jahren zweistellig stiegen, w&auml;hrend die Geh&auml;lter der Arbeitnehmer stagnierten und die Lohnkluft dramatisch zunahm, schw&auml;cht den sozialen Zusammenhalt, sondern dass Arbeitsplatzbesitzer nicht auf das Existenzminimum der Arbeitslosen absinken.<br>\nWenn die Arbeitnehmer in Deutschland eine st&auml;rkere Position als in angels&auml;chsischen L&auml;ndern haben, dann fragt sich, warum bei uns im letzten Jahrzehnt nicht vergleichbare Lohnerh&ouml;hungen durchgesetzt werden konnten?<br>\nDie Gegner von Mindestl&ouml;hnen drehen ihre Argumente, wie es gerade passt.<br>\n&Uuml;brigens: Laut dem ARD-Deutschland-Trend sind 63% der Befragten f&uuml;r einen Mindestlohn. <\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_img\/_cnt\/_hermes\/070406_1657_dt0704_bericht.pdf\">infratest dimap [PDF &ndash; 264 KB]<\/a><br>\nSiehe auch <a href=\"?p=2137\">NachDenkSeiten vom 25. Februar 2007<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mario M&uuml;ller: Steuerwahn<\/strong><br>\nW&auml;re es nicht konsequent, die Steuern gleich ganz abzuschaffen? Schlie&szlig;lich &ldquo;ist das Geld in den H&auml;nden der B&uuml;rger besser aufgehoben als in den H&auml;nden des Staates&rdquo;. Sagt Wolfgang Wiegard, der es wissen muss, weil er, obschon nicht Deutschlands kl&uuml;gster &Ouml;konom, aber immerhin &ldquo;Wirtschaftsweiser&rdquo; ist.<br>\nGestern, die &auml;lteren Beobachter der Szene werden sich erinnern, war von der unbedingten Notwendigkeit die Rede, den Zuwachs der staatlichen Schulden zu stoppen. Ebenso lauthals wurde nach dem Pisa-Schock der verheerende Zustand des hiesigen Bildungssystem beklagt, im Zweifel von den selben Leuten. Zuvor hatte die rot-gr&uuml;ne Koalition &ldquo;das gr&ouml;&szlig;te Steuerreformpaket in der Geschichte der Bundesrepublik&rdquo; auf den Weg gebracht. Unternehmen und private Haushalte sollten, unter anderem durch Senkung des Spitzensteuersatzes von 53 auf 42 Prozent, um j&auml;hrlich 50 Milliarden Euro entlastet werden.<br>\nDie Folgen d&uuml;rften noch in guter Erinnerung sein. Die &ouml;ffentlichen Haushalte liefen aus dem Ruder, weil es bei nach wie vor hohen vereinigungsbedingten Ausgaben mit der Konjunktur und den Einnahmen abw&auml;rts ging. Bundesfinanzminister Hans Eichel richtete noch mehr Unheil an, weil sein Spareifer das Wirtschaftswachstum entscheidend bremste und das staatliche Defizit in die H&ouml;he trieb. Erst als die Regierung Merkel dem Konsolidierungswahn abschwor, kam die Konjunktur in Schwung &ndash; den offenbar auch die h&ouml;heren Mehrwertsteuer kaum hemmt &ndash; und f&uuml;llte die &ouml;ffentlichen Kassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1114570\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Zu viel Geld in der Kasse zieht K&auml;ufer an<\/strong><br>\nImmer mehr Unternehmen stehen vor dem Problem, zu viel Cash in der Bilanz zu haben. Sie m&uuml;ssen dabei entscheiden, ob sie das Geld an die Aktion&auml;re zur&uuml;ckzahlen oder Akquisitionen t&auml;tigen. Wer zu lange wartet, l&auml;uft Gefahr, &uuml;bernommen zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/2007\/04\/13\/bm\/articleF2LBZ.print.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Volkswirtschaftlich sinnvoller w&auml;re es gewesen, wenn diese Unternehmen ihre Mitarbeiter besser bezahlt h&auml;tten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Risiken der Weltwirtschaft kontrollieren: Deutschlands Rolle<\/strong><br>\nDeutschland k&ouml;nnte als gewichtige Stimme in der EU und der Weltwirtschaft die bessere Regulierung der globalen M&auml;rkte &ndash; insbesondere der Finanzm&auml;rkte und ihrer Akteure &ndash; vorantreiben und dadurch zu einer Entsch&auml;rfung des Wirkungsverlustes nationaler Wirtschaftspolitik beitragen. In der l&auml;ngerfristigen Perspektive ist ein weiterer Eckpfeiler deutscher Au&szlig;enwirtschaftspolitik der Einsatz f&uuml;r eine nachhaltige Welthandelsordnung und die Verankerung globaler sozialer Mindestschutzrechte.<br>\nVon Michael Dauderst&auml;dt &amp; Christian Kellermann<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/iez\/04347.pdf\">Friedrich Ebert Stiftung [PDF &ndash; 312 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar von Orlando Pascheit:<\/strong> Nur, dass z.B. die Hauptakteure des Finanzkapitals kein Interesse an einer weiteren Regulierung der Finanzm&auml;rkte haben. So befinden sich die beiden wichtigsten Finanzpl&auml;tze, London und New York, in einem andauernden Deregulierungswettbewerb, auch der Vorsto&szlig; der Bundesrepublik, Hedgefonds st&auml;rker zu kontrollieren kann als gescheitert betrachtet werden. Ein unter dem Vorsitz von US-Finanzminister Hank Paulson (ehemals Goldman Sachs) erarbeiteter Regierungsbericht bezeichnet strengere Regulierungen als Fehler. Der beste Schutz der Weltwirtschaft gegen systemische Risiken seien der Einsatz des gesunden Menschenverstandes und die Sorgfaltspflicht jedes Einzelnen, der in Hedgefonds investiert oder sich ihrer bedient.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Geiz ruiniert Gro&szlig;bauern<\/strong><br>\nDas Billiglohnland BRD ist f&uuml;r osteurop&auml;ische Saisonarbeiter nicht mehr attraktiv. Die Zahl der ausl&auml;ndischen Erntehelfer liegt auf niedrigstem Stand seit f&uuml;nf Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/04-14\/015.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Am Rande der Legalit&auml;t<\/strong><br>\nManche Rechtsanw&auml;lte spezialisieren sich auf den Rausschmiss von Betriebsr&auml;ten, Schwangeren und Behinderten. Gewerkschafter werfen ihnen vor, ihre Ziele &ldquo;mit perfiden Tricks&rdquo; zu verfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1114571\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Mancher fragt sich, auf welcher Seite M&uuml;ntefering eigentlich steht<\/strong><br>\nSeit seinem Wechsel in die Regierung versteht sich M&uuml;ntefering zuerst als Vizekanzler &ndash; und dann als Genosse. Irritiert registrierten viele Sozialdemokraten, wie sehr dem Vizekanzler der Erfolg der so ungeliebten gro&szlig;en Koalition am Herzen liegt. Ein wenig misstrauen sie ihm seither und viele fragen sich, wo er im Ernstfall st&uuml;nde, auf Seiten der Partei oder der Regierung? Vielleicht hat er ihnen die Antwort ja gerade gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1114650\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD, eine Partei auf der Suche nach sich selbst<\/strong><br>\nJetzt, wo es wirtschaftlich wieder bergauf geht, wollen diese Besch&auml;ftigten, von denen noch immer ein Gro&szlig;teil SPD w&auml;hlt, nicht l&auml;nger zur&uuml;ckstecken. &bdquo;Wer hat denn den Aufschwung bezahlt?&ldquo;, bekommen die Abgeordneten in ihren Wahlkreisen denn auch immer h&auml;ufiger zu h&ouml;ren. In einem Land, in dem die Vorstandsgeh&auml;lter seit Jahren zweistellig stiegen, wollten auch sie mal wieder am Wachstum mitverdienen. Die Menschen wollen den Mindestlohn, aber auch, dass aus den Zigtausenden in den vergangenen Jahren entstandenen Leiharbeitsverh&auml;ltnissen wieder bezahlte Tarifarbeit wird.<br>\nSomit ist die Botschaft der Ortsvereine und Bezirke nach oben klar: Nur mit einer Politik f&uuml;r die Arbeitnehmer k&ouml;nne die SPD langfristig wieder erfolgreich sein. &bdquo;Es kann nicht sein, dass wir f&uuml;nf Jahre lang die Drecksarbeit f&uuml;r Deutschland machen, und die Union f&auml;hrt 2009 die Ernte ein&ldquo;, gab ein Ortsvereinsvorsitzender seinem Abgeordneten mit auf den Weg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article810778\/Eine_Partei_auf_der_Suche_nach_sich_selbst.html\">Die Welt <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> U.a. ein weiteres Beispiel f&uuml;r das uralte Medienspiel: Erst wird Beck hochgeschrieben, um ihn dann wieder abschreiben zu k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Buchbesprechung: Gescheiterte Kanzlerkandidaten. Lafontaine auf verlorenem Posten gegen den Einheitskanzler<\/strong><br>\nG&auml;be es ein Ranking, das den erfolglosesten Kanzlerkandidaten aller Zeiten sucht, Oskar Lafontaine w&uuml;rde einen Spitzenplatz einnehmen.<br>\nAber, war nicht ausgerechnet er derjenige, der sp&auml;ter die entscheidende Integrationsarbeit f&uuml;r den Machtwechsel leistete, der 1998 als Garant sozialdemokratischer Werte galt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,477048,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Leider ein Beispiel daf&uuml;r, wie der politische Mainstream wegen seines Austritts aus der SPD und seinem &Uuml;bertritt in die Linkspartei mit Oskar Lafontaine abrechnet und dabei auch vor Geschichtsklitterung nicht zur&uuml;ckschreckt:<br>\nMit keinem Wort wird erw&auml;hnt, dass Lafontaines mit seiner Kritik an Kohls Versprechen von &bdquo;bl&uuml;henden Landschaften&ldquo; im Osten und mit seinen Warnungen vor einer falschen Finanzierung der deutschen Einheit historisch Recht gehabt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Franz Alt attackiert ARD<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here &bdquo;Report&ldquo;-Moderator Franz Alt wirft der ARD vor, sich mit H&auml;ppchenjournalismus den Privatsendern anzugleichen. &bdquo;Je mehr sich die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender inhaltlich den privten Sendern anpassen, desto gr&ouml;&szlig;er ist die Gefahr, dass sie sich selbst in Frage stellen und abschaffen.&ldquo; Alt verwies auf die britische BBC, die mit einer &auml;hnlichen Entwicklung viele Zuschauer verloren und sich erst danach wieder auf ihre journalistischen Tugenden besonnen habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/kultur\/kino_tv\/franz-alt_aid_53511.html?drucken=1\">FOCUS<\/a><\/li>\n<li><strong>Untertan Filbinger<\/strong><br>\nUntragbar macht den Stuttgarter Regierungschef sein Verhalten auch deshalb, weil er in letzter Konsequenz die Fundamente der bisher stabilsten Demokratie auf deutschem Boden aggressiv in Frage stellt. Er tut das zum einen, indem er die historische Wahrheit bis zur Unkenntlichkeit sch&ouml;nt. Er tut es aber zum anderen &ndash; sehr gegenw&auml;rtig -, indem er aus Filbingers Fehlverhalten das Bild vom B&uuml;rger als einem Untertanen ableitet, der die Verantwortung f&uuml;r Recht und Gerechtigkeit der Obrigkeit &uuml;berl&auml;sst &ndash; wie menschenverachtend die auch sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare_aus_der_zeitung\/?em_cnt=1114660\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Thomas Ruttig: Milit&auml;risch l&auml;sst sich Afghanistan nicht befrieden<\/strong><br>\nDeutsche Soldaten im S&uuml;den w&uuml;rden nichts an der Situation &auml;ndern, so lange sich die auf eine milit&auml;rische Zerschlagung des Aufstands ausgerichtete Strategie nicht &auml;ndert. Es gibt offensichtlich unterschiedliche Strategien. Die US-Vertreter lehnen Befriedungsversuche ab. Dabei ist dies eines der wenigen tragf&auml;higen Konzepte f&uuml;r Afghanistan.<br>\nWir sollten den Aufstand, der in Afghanistan um sich gegriffen hat, nicht mit den Taliban gleichsetzen Die Taliban und andere religi&ouml;s-fundamentalistische Gruppen bilden den harten Kern des Aufstandes, aber wir m&uuml;ssen vor allem die Ursachen sehen. Viele Aufst&auml;ndische rekrutieren sich aus den Unzufriedenen. Die Pr&auml;senz der Regierung ist in vielen Provinzen nur sehr vage, die Korruption weit verbreitet, viele Polizisten sind kriminell. All dies sch&uuml;rt die schlechte Stimmung gegen&uuml;ber Kabul und gegen&uuml;ber dem Engagement der internationalen Gemeinschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2007\/16\/afghanistan-interview?page=all\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2259","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2259","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2259"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2259\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2259"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2259"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2259"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}