{"id":22602,"date":"2014-08-01T16:11:50","date_gmt":"2014-08-01T14:11:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602"},"modified":"2014-08-03T13:38:20","modified_gmt":"2014-08-03T11:38:20","slug":"hinweise-des-tages-ii-161","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h01\">Zum Antisemitismus in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h02\">Gaza\/Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h03\">NSA-Ausschuss im Bundestag: Snowden-Vertrauter Greenwald lehnt Aussage ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h04\">Todesflug MH17 &ndash; Ignorierte Warnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h05\">Die lange Wirkung von &ldquo;whatever it takes&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h06\">F&uuml;r Arme gibt es einen separaten Hauseingang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h07\">Studie zu Obdachlosen: Qualen der einsamen W&ouml;lfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h08\">Finanzinvestor droht WMF kaputt zu sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h09\">Lobby-Streit um AOK-Zahnersatz: Im Zweifel gegen den Patienten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h10\">System Lotto: Selbstbedienungsladen f&uuml;r Politiker?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h11\">Die Welt als Schachbrett: Der neue Kalte Krieg des Obama-Beraters Zbigniew Brzezinski<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h12\">&Uuml;berraschung f&uuml;r den Westen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h13\">Wie fair kann ein Smartphone sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h14\">Bittere Pille: Baf&ouml;g-Senkung ist offiziell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h15\">Gaza und die Ukraine: Bitte, bitte schwarz-wei&szlig;!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602#h16\">Der gro&szlig;e Deal &ndash; Geheimakte Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22602&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zum Antisemitismus in Deutschland<\/strong>\n<p><em>Zum einen ein Artikel des deutschen Au&szlig;enministers Frank-Walter Steinmeier in der &bdquo;J&uuml;dischen Allgemeinen&ldquo; vom 31. Juli. Er sieht in Deutschland eine Welle antisemitischer Hetze und &Uuml;bergriffe und fordert Null Toleranz.<br>\nZum anderen ein Text von Abraham (Abi) Melzer, einem j&uuml;dischen Mitb&uuml;rger aus Frankfurt am Main. Er wendet sich gegen die Dramatisierung durch Herrn Graumann vom Zentralrat der Juden in Deutschland. W&ouml;rtlich: &bdquo;Er behauptet auf deutschen Stra&szlig;en sei &bdquo;gegr&ouml;lt&ldquo; worden, dass Juden &bdquo;vergast, verbrannt und geschlachtet&ldquo; werden sollen. Wo hat er das geh&ouml;rt? Ich behaupte, dass er l&uuml;gt und ich frage mich wie naiv und dumm man sein muss, um solche dreisten L&uuml;gen zu verbreiten.&ldquo;<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gemeinsame Sache<\/strong><br>\nDer Antisemitismus ist kein Problem der Juden allein. Ein Bekenntnis des deutschen Au&szlig;enministers zur Solidarit&auml;t von Frank-Walter Steinmeier  [&hellip;]<br>\nGleichzeitig sind wir alle entsetzt &uuml;ber die Welle antisemitischer Hetze und &Uuml;bergriffe, die in den letzten Wochen in unseren St&auml;dten ausgebrochen ist. Das Ph&auml;nomen latent antisemitischer Einstellungen, die sich in &uuml;berzogener Israelkritik niederschlagen, ist leider seit L&auml;ngerem bekannt. Was wir hier erleben, ist dennoch schockierend: Da wurden Parolen gebr&uuml;llt, die an Judenhass nicht mehr zu &uuml;berbieten sind. Sie lassen jedem das Blut in den Adern gefrieren. [&hellip;]<br>\nNull toleranz. Hier bricht sich offener, brutaler Antisemitismus Bahn, und zwar lautstark, aggressiv und be&auml;ngstigend f&uuml;r alle, aber besonders f&uuml;r j&uuml;dische B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/article\/view\/id\/19857\">J&uuml;dische Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><strong>Abi Melzer &ndash; Der Zentralrat der Juden vermisst Solidarit&auml;t<\/strong><br>\nAbraham Melzer ist Mitglied der J&uuml;dischen Stimme f&uuml;r gerechten Frieden. Er war Herausgeber der Zeitschrift SEMIT &ndash; und Verleger vieler wichtiger Schriften zum Nahost-Konflikt.<br>\nSein Text: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140801_Zum_Antisemitismus_in_Deutschland.pdf\">Der Zentralrat der Juden vermisst Solidarit&auml;t [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Nachtrag A.M. am 3.8.:<\/strong> Abi Melzer hat den letzten Satz mit dem Vorwurf der L&uuml;ge zur&uuml;ckgezogen. Er h&auml;tte ihn dann besser nicht erhoben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gaza\/Israel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Nahostkonflikt nimmt kein Ende<\/strong><br>\nNiemand ist willens oder in der Lage, die Gewaltspirale im Nahostkonflikt aufzuhalten. Und so wird weiter gebombt und gestorben &ndash; ohne Aussicht auf eine L&ouml;sung des Konflikts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/info\/sendungen\/das_forum\/Nahost-Hamas-Terror-und-Armee-Gewalt,sendung248704.html\">NDR Info<\/a><\/li>\n<li><strong>Gaza conflict: UN accuses Israel over Jabaliya attack<\/strong><br>\nIsrael attacked a UN-run school housing refugees in Gaza despite warnings that civilians were there, the UN has said.<br>\nUN spokesman Chris Gunness said &ldquo;the world stands disgraced&rdquo; by the attack, in which 15 died and dozens were hurt.<br>\nIsrael said an initial inquiry suggested soldiers responded to mortar fire. It called a partial, four-hour humanitarian ceasefire but Hamas, which controls Gaza, said it was meaningless.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/news\/world-middle-east-28558433\">BBC<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Angst der Intellektuellen<\/strong><br>\nDer Krieg in Gaza ist in Israel popul&auml;r, kaum jemand stellt ihn in Frage. Wer es doch tut &ndash; und nur von Waffenstillstand redet &ndash; gilt als Verr&auml;ter. Und muss mit heftigen Reaktionen rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/gaza-konflikt-die-angst-der-intellektuellen\/10273178.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>NSA-Ausschuss im Bundestag: Snowden-Vertrauter Greenwald lehnt Aussage ab<\/strong><br>\nDer US-Journalist Glenn Greenwald sollte im September vom deutschen NSA-Ausschuss befragt werden. Jetzt sagt er den Termin ab &ndash; und kritisiert das Gremium scharf. Nach Edward Snowden f&auml;llt damit schon der zweite wichtige Zeuge aus. [&hellip;]<br>\nEr wolle den Bundestag gerne dabei unterst&uuml;tzen, wenn es um eine &ldquo;ernsthafte Untersuchung&rdquo; der Ausforschung von Deutschen durch die NSA gehe, schreibt Greenwald. Durch die Ablehnung, den &ldquo;Schl&uuml;sselzeugen&rdquo; Snowden zu vernehmen, h&auml;tten deutsche Politiker jedoch gezeigt, dass es ihnen wichtiger sei, die USA nicht zu ver&auml;rgern, statt die NSA-Spionage ernsthaft aufkl&auml;ren zu wollen.<br>\nDarum sei er nicht bereit, &ldquo;an einem Ritual mitzuwirken, das den Anschein einer Untersuchung erwecken soll&rdquo;, so Greenwald weiter. Tats&auml;chlich solle eine wirkliche Untersuchung vermieden werden, kritisierte er. Es handele sich um &ldquo;leere Symbolik&rdquo;. Falls das deutsche Parlament doch noch die Courage finden sollte, Snowden auf deutschem Boden zu befragen, w&uuml;rde er seine Haltung noch einmal &uuml;berdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/glenn-greenwald-sagt-zeugenvernehmung-vor-nsa-ausschuss-ab-a-984030.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>SPD-Fraktionschef Oppermann: &ldquo;Snowden darf unser Verh&auml;ltnis zu den USA nicht belasten&rdquo;<\/strong><br>\nEdward Snowdens einj&auml;hriges Asyl in Russland ist abgelaufen. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann dr&auml;ngt ihn zur R&uuml;ckkehr in die USA. Eine &ldquo;humanit&auml;re L&ouml;sung&rdquo; f&uuml;r den Whistleblower w&uuml;rde auch das deutsch-amerikanische Verh&auml;ltnis entspannen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/snowden-oppermann-draengt-whistleblower-zur-rueckkehr-in-die-usa-a-983956.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Mein Verh&auml;ltnis zur Sozialdemokratie belasten Leute wie Oppermann. Lange und nachhaltig. Nicht Edward Snowden belastet das deutsch-amerikanische Verh&auml;ltnis, sondern die Spionage durch die NSA, Herr Oppermann!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Todesflug MH17 &ndash; Ignorierte Warnungen<\/strong><br>\n298 Menschen starben durch den vermeintlichen Abschuss der MH17 Malaysian Airlines. Eine Trag&ouml;die, die h&auml;tte vermieden werden k&ouml;nnen. Denn mittlerweile steht fest: Viele Airlines, darunter auch die malaysische, haben Warnungen ignoriert. Auch wenn der Luftraum &uuml;ber der Ostukraine jetzt gemieden wird; andere Krisengebiete werden weiterhin &uuml;berflogen. Dabei wird immer wieder auch von Flugzeugen berichtet, die im Landeanflug beschossen wurden. Lebensgef&auml;hrliche Risiken, die von den Airlines bewusst in Kauf genommen werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/todesflug102.html\">WDR Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die lange Wirkung von &ldquo;whatever it takes&rdquo;<\/strong><br>\nAls Mario Draghi, der Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), vor zwei Jahren ank&uuml;ndigte, er werde alles Notwendige unternehmen, um den Euro zu retten &ndash; seine ber&uuml;hmten Worte &laquo;whatever it takes&raquo; &ndash;, waren die Reaktionen an den Finanzm&auml;rkten erst einmal von gewisser Skepsis gepr&auml;gt. Doch die Nachhaltigkeit dieser drei Worte war untersch&auml;tzt worden. Eine negative Begleiterscheinung von Draghis verbaler Intervention war und ist, dass der auf europ&auml;ischen Politikern lastende Reformdruck geringer ist, als er ohne sie w&auml;re. Zudem hat die EZB mit ihrer fortgesetzten Politik des billigen Geldes Marktmechanismen ausser Kraft gesetzt. Die tiefen Zinsen f&uuml;r Staatsanleihen sind kein Indikator von Risiken mehr, beispielsweise der F&auml;higkeit von Staaten, ihre Schulden zu bedienen und zur&uuml;ckzuzahlen. Analytiker weisen darauf hin, dass die Staatsverschuldung weiter gestiegen ist und sich mit 94% des Bruttoinlandproduktes im Durchschnitt der Euro-Zone der Marke von 100% n&auml;hert, was weit von dem eigentlich einmal angestrebten Maximum von 60% pro Land entfernt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/die-lange-wirkung-von-whatever-it-takes-1.18351954\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Andreas Uhligs bew&auml;hrte &Uuml;bersicht &uuml;ber die Ansichten, die am Markt kursieren, beinhaltet die sehr schwammigen Begriffe Reformdruck oder Strukturreform. Sie  bedeuten f&uuml;r einem echten Neoliberalen nichts anderes als Lohnflexibilit&auml;t bishin zum Lohnverzicht, Abbau von Sozialversicherungssystemen, die immer zu gro&szlig;z&uuml;gig sind und die Menschen von der Arbeitsplatzsuche abhalten oder, besonders sch&ouml;n, den Abbau zu hoher Grenzsteuers&auml;tze, die wiederum die Anreize zur Beteiligung am Erwerbsleben verringern und zu einer geringeren Zahl geleisteter Arbeitsstunden f&uuml;hren &ndash; so z.B. das fr&uuml;here Mitglied des Direktoriums der EZB, Jos&eacute; Manuel Gonz&aacute;lez-P&aacute;ramo. Und nat&uuml;rlich der Schuldenabbau. Man fragt sich, wie John Bluedorn und Shengzu Wang sich Strukturreformen bei gleichzeitiger Erh&ouml;hung der Investitionen vorstellen &ndash; z.B. in Griechenland und Spanien. Die Mehrheit der Marktanalysten d&uuml;rfte die jetzige Form der Sparpolitik als kontraproduktiv bewerten, die letztlich zu einem Anstieg der Staatsverschuldung f&uuml;hrte &ndash; und weniger die Geldpolitik der EZB.<br>\nNat&uuml;rlich ist die Eurokrise nicht gel&ouml;st, aber vielleicht sollten wir nach nun zwei Jahren die Worte w&uuml;rdigen, die Mario Draghi am 26. Juli 2012 &auml;usserte:<br>\n&ldquo;But there is another message I want to tell you. Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the Euro. And believe me, it will be enough.&rdquo;<br>\n&ldquo;Wer weiss, wo die W&auml;hrungsunion heute st&auml;nde, wenn nicht Draghi, sondern sein zaudernder Vorg&auml;nger Jean-Claude Trichet in jenen schicksalshaften Wochen das Ruder der EZB in der Hand gehalten h&auml;tte&rdquo;, <a href=\"http:\/\/blog.fuw.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/35356\/33-worte-die-die-welt-veraenderten\/\">schreibt Mark Dittli und  pr&auml;sentiert in sechs Charts<\/a>, was an den Finanzm&auml;rkten nach dem 26. Juli 2012 geschah.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>F&uuml;r Arme gibt es einen separaten Hauseingang<\/strong><br>\nDie Stadt New York f&ouml;rdert Wohnh&auml;user, wenn der Investor darin auch billigere Apartments anbietet. Was dazu f&uuml;hrt, dass diese nur &uuml;ber den Hintereingang zu betreten sind. In London l&auml;uft es genauso.<br>\nEs gibt Tage, da beneiden New Yorker Berliner. Es sind, zugegeben, nicht viele Tage. Aber es werden mehr. Normalerweise geht es dabei um folgende Dinge: die Weite des Raumes, Romantik und die Bezahlbarkeit des Lebens, vor allem &ndash; des Wohnens. Gerade war es wieder so weit. Emp&ouml;rte Mails kamen aus den USA.<br>\nEs ging um ein sehr hohes Haus, das in einer ziemlich guten Gegend in Manhattan gebaut werden soll. 219 Luxuswohnungen wird es in dem Haus geben, und 55 erschwingliche Appartments, wobei das hier tats&auml;chlich hei&szlig;t: Sozialwohnungen. Weil diese Sozialwohnungen eingeplant wurden, bekommt das bauende Unternehmen Steuererleichterungen. Und es darf h&ouml;her bauen als hier eigentlich gebaut werden darf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kolumnen\/wiltons-welt\/article130721879\/Fuer-Arme-gibt-es-einen-separaten-Hauseingang.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Studie zu Obdachlosen: Qualen der einsamen W&ouml;lfe<\/strong><br>\nNoch immer existiert der Mythos vom gl&uuml;cklichen Clochard, dem obdachlosen Aussteiger, der unbeschwert in den Tag hineinlebt. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Nach einer repr&auml;sentativen Untersuchung der Klinik f&uuml;r Psychiatrie am Klinikum rechts der Isar der TU M&uuml;nchen leiden zwei Drittel der allein stehenden wohnungslosen M&auml;nner und Frauen unter psychischen Erkrankungen. Aber nur ein Drittel erh&auml;lt eine entsprechende Versorgung. Das zeigt die &ldquo;Seewolf&rdquo;-Studie, an der 232 Bewohner von H&auml;usern der Wohnungslosenhilfe, von Notunterk&uuml;nften und Pensionen teilnahmen: Der Name steht f&uuml;r &ldquo;Seelische Erkrankungsrate in den Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe&rdquo;. Mit dem Klischee vom einsamen Wolf haben die Wohnungslosen aber nichts gemein: &ldquo;Es handelt sich nicht um Aussteiger, sondern um Menschen, die mit ihrem Latein am Ende und nicht mietf&auml;hig sind&rdquo;, sagte Josef B&auml;uml, leitender Oberarzt der Klinik f&uuml;r Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums rechts der Isar.<br>\nInsgesamt seien 94 Prozent akut oder ehemals psychisch krank. Die Betroffenen verf&uuml;gen &uuml;ber deutlich niedrigere Bildungsabschl&uuml;sse als im Bev&ouml;lkerungsdurchschnitt, ihre geistige Leistungsf&auml;higkeit ist deutlich eingeschr&auml;nkt. Rund 80 Prozent leiden unter Suchterkrankungen, viele trinken, um mit den Auswirkungen der psychischen Erkrankungen besser zurecht zu kommen. 55 Prozent leiden unter Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rungen.  Bei 40 Prozent diagnostizierten die Wissenschaftler eine Depression, bei 20 Prozent Angsterkrankungen, bei 14 Prozent schizophrene Erkrankungen. Im Durchschnitt hatten die Befragten seit f&uuml;nf Jahren keine eigene Wohnung mehr und hatten sogar elf Monate auf der Stra&szlig;e hinter sich. Oft liege bei ihnen eine &ldquo;sehr schwierige, sperrige Pers&ouml;nlichkeitsstruktur&rdquo; vor, &ldquo;die nicht den Besch&uuml;tzerinstinkt von Therapeuten&rdquo; weckt, erkl&auml;rte B&auml;uml.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/studie-zu-obdachlosen-qualen-der-einsamen-woelfe-1.2060228\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Angesichts von ca. 250.000  Obdachlosen beinhaltet, auch bei einem geringeren Prozentsatz an psychisch Kranken, diese Studie ein betr&auml;chtliches Defizit in Politik und Gesellschaft. Als Sammler von Hinweisen f&uuml;r die NachDenkSeiten f&auml;llt es oft schwer, sich gegen fremdes Leid abzugrenzen, ohne an Empathie zu verlieren. Und umgekehrt weckt die &ldquo;sehr schwierige, sperrige Pers&ouml;nlichkeitsstruktur&rdquo; von Obdachlosen nicht unbedingt die Empathie. Dennoch m&ouml;chte ich Sie dazu auffordern, auch einmal ein freundliches Wort an Obdachlose, ob sie nun betteln oder nicht,  zu richten. Sie k&ouml;nnte ja mit einem Gru&szlig; beginnen. &ndash; Skandal&ouml;s, wie auch hier Sparpolitik Unmenschliches gebiert, wenn Josef B&auml;uml, leitender Oberarzt der Klinik f&uuml;r Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums rechts der Isar, den hohen Anteil psychisch Kranker in der Wohnungslosenhilfe auf die im Zuge der Enthospitalisierung erfolgten Bettenabbau in der station&auml;ren Psychiatrie zur&uuml;ckf&uuml;hrt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Finanzinvestor droht WMF kaputt zu sparen<\/strong><br>\nDie US-Heuschrecke KKR bringt das verschlafene St&auml;dtchen Geislingen zum Kochen. Entlassungen und Sparpakete beim Topf- und Besteck-Hersteller WMF. Geht hier ein weiteres Traditionshaus aus Gier vor die Hunde? Oder beweisen die Investoren Weitblick?<br>\nEs scheppert und klappert, dass den Silit-Mitarbeitern nur so die Ohren klingeln. Den Schmerz nehmen sie gern in Kauf. Mit voller Wut schlagen die 600 M&auml;nner und Frauen mit R&uuml;hrl&ouml;ffeln auf T&ouml;pfe, lassen Deckel wie Orchester-Becken gegeneinander krachen. Kein &bdquo;billiges Klump&ldquo; wie man in dem schw&auml;bischen Landstrich sagt, sondern Qualit&auml;tsgeschirr von Silit und WMF h&auml;lt f&uuml;r die Kakophonie her. Auf den Plakaten der Demonstranten steht: &bdquo;Holt den Kammerj&auml;ger, Heuschrecken KKR im L&auml;ndle&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/mittelstand\/kaffeemaschinen-und-besteck-finanzinvestor-droht-wmf-kaputt-zu-sparen\/10247074.html\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lobby-Streit um AOK-Zahnersatz: Im Zweifel gegen den Patienten<\/strong><br>\nEs ist ein Lehrbeispiel f&uuml;r die unheilvolle Macht der Lobbys: Ein Dentallabor bietet AOK-Versicherten Premium-Zahnersatz zu sensationellen Konditionen. Doch dann macht eine Innung Druck &ndash; und die Kasse knickt ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/zahnersatz-aok-kuendigt-vertrag-zu-bruecken-und-kronen-zum-kassen-preis-a-983365.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>System Lotto: Selbstbedienungsladen f&uuml;r Politiker?<\/strong><br>\nEtwa 7 Milliarden Euro j&auml;hrlich geben die Deutschen f&uuml;r ihr liebstes Gl&uuml;cksspiel aus: Lotto. Bei dem soll ganz nebenbei noch Gutes getan werden, denn ein Teil der Eins&auml;tze geht in die Sportoder Kulturf&ouml;rderung. Doch MONITOR-Recherchen zeigen: Manche Landeslottogesellschaften sind offenbar zu einem Selbstbedienungsladen f&uuml;r Politiker geworden, gut dotierte Jobs inklusive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/lotto182.html\">WDR Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Welt als Schachbrett: Der neue Kalte Krieg des Obama-Beraters Zbigniew Brzezinski<\/strong><br>\n&ldquo;Aufgrund dieser Situation ist es sehr wahrscheinlich, dass die geopolitische Konkurrenz verschiedener M&auml;chte in dieser Region &auml;hnlich ausgetragen werden w&uuml;rde wie einst auf dem europ&auml;ischen Balkan. Auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien machten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts Russland, &Ouml;sterreich-Ungarn, Deutschland, Frankreich und Gro&szlig;britannien gegenseitig Konkurrenz. Dabei bedienten sich die Gro&szlig;m&auml;chte der in dieser Region vorgefundenen ethnischen Konflikte. Die Instabilit&auml;t dieser Region lud ausl&auml;ndische Gro&szlig;m&auml;chte dazu ein, durch Parteibildungen und Einflussnahme ihre Interessen gegeneinander durchzusetzen. Der europ&auml;ische Balkan ist ein Beispiel daf&uuml;r, dass in ethnisch gemischten Regionen, in denen sich zudem die Einflusssph&auml;ren verschiedener Gro&szlig;m&auml;chte &uuml;berschneiden und kreuzen, B&uuml;rgerkriege leicht entfacht werden k&ouml;nnen. (&hellip;) Doch anders als der amerikanische ist der europ&auml;ische Kontinent in zwei Weltkriegen verw&uuml;stet worden. Aus dieser Erfahrung resultiert eine Verantwortung Europas gegen&uuml;ber der Welt, seine Entscheidungen mit dem sicheren Gesp&uuml;r zu treffen, wann Machtpolitik in Selbstzerst&ouml;rung umschl&auml;gt. Europa ist den Weg, der direkt in die Barbarei f&uuml;hrt, zweimal gegangen und sollte in der Lage sein, die Zeichen fr&uuml;hzeitig zu erkennen, mit denen sich die absch&uuml;ssige Bahn der Katastrophenpolitik ank&uuml;ndigt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/20080826235\/politik\/welt\/die-welt-als-schachbrett-der-neue-kalte-krieg-des-obama-beraters-zbigniew-brzezinski.html\">Hintergrund<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser C.V.:<\/strong> Da ich nicht immer regelm&auml;&szlig;ig dazukomme, alle Hinweise auf den Nachdenkseiten zu lesen, bin ich nicht sicher, ob dieser Text im Rahmen des Ukrainekonflikts (oder B&uuml;rgerkriegs) schon einmal aufgegriffen wurde. Er ist 2008 erschienen und enth&auml;lt viele Hintergrundinformationen und wirkt aus heutiger Sicht nahezu prophetisch. Traurig, dass der im letzten Absatz gemachte Appell an Europa wirkungslos verpufft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Uuml;berraschung f&uuml;r den Westen<\/strong><br>\nAm Dienstag legte der von der EU beauftragte Chefermittler zu Kriegsverbrechen der &raquo;Befreiungsarmee des Kosovo&laquo; (U&Ccedil;K), der US-Diplomat Clint Williamson, in Br&uuml;ssel Ergebnisse seiner Untersuchung vor. Demnach haben sich &raquo;Kader der U&Ccedil;K&laquo; der Entf&uuml;hrung, Geiselnahme, Folter und Ermordung von ethnischen Serben, Roma und anderen Nationalit&auml;ten, einschlie&szlig;lich mi&szlig;liebiger Albaner, schuldig gemacht. Daf&uuml;r gebe es Beweise. &raquo;Schl&uuml;ssige Hinweise&laquo; gebe es in bis zu zehn F&auml;llen von Organhandel. Die Zahl k&ouml;nne sich in einem ordnungsgem&auml;&szlig;en Gerichtsverfahren erh&ouml;hen. Die Aussagen stimmen weitgehend mit dem Bericht &uuml;berein, den der fr&uuml;here Ermittler des Europarates zu U&Ccedil;K-Kriegsverbrechen, der Schweizer Dick Marty, Ende 2010 vorgelegt hatte. Er kommentierte am Dienstag in einem Interview mit dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) die Erkl&auml;rung Williamsons mit der ironischen Bemerkung, da&szlig; die Regierungen der EU- und NATO-Staaten &raquo;sehr, sehr &uuml;berrascht&laquo; sein m&uuml;&szlig;ten. Sie h&auml;tten zwar Williamson mit Ermittlungen beauftragt, aber offenbar nie daran gedacht, auch ein Gericht einzusetzen. Das bedeute, &raquo;alle waren &uuml;berzeugt, Williamson w&uuml;rde nichts finden&laquo;. Nun habe er aber viele &raquo;positive Beweise&laquo; vorgelegt, und auch er, Marty, sei optimistisch, da&szlig; weitere gefunden werden. Die Schwierigkeit eines Prozesses sieht auch Marty in der Gefahr f&uuml;r Zeugendar&uuml;ber hinaus in der &raquo;gro&szlig;en Verantwortung&laquo;, die die &raquo;internationale Gemeinschaft&laquo; bei diesen Verbrechen mit trage. W&auml;hrend des NATO-Krieges gegen Jugoslawien hatten der damalige US-Pr&auml;sident William Clinton, die deutschen Regierungsparteien SPD und Gr&uuml;ne wie insgesamt die Kriegsparteien und -medien der Mitgliedstaaten des Paktes die U&Ccedil;K-K&auml;mpfer als Freiheitshelden gefeiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/08-01\/049.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie fair kann ein Smartphone sein<\/strong><br>\nEine niederl&auml;ndische Firma will ein Handy herstellen, das sozial und &ouml;kologisch so korrekt wie m&ouml;glich ist. Erstmals &ouml;ffnete sie die Tore ihrer Fabrik in China f&uuml;r einen Journalisten: Dort trifft der Anspruch auf die Wirklichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F07%2F19%2Fa0171&amp;cHash=510c4be6e10d669e9d54b220347f54b9\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung: Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Bericht, der sich dadurch auszeichnet, dass er nicht verschweigt, wie schwierig es ist, auch nur einen kleinen Abschnitt der Wertsch&ouml;pfungskette &ndash; geschweige denn &uuml;ber die ganze Kette hinweg &ndash; f&uuml;r die Arbeiter fair zu gestalten. Allerdings zeigen diese ersten Schritte der Firma Guohong, dass einiges machbar ist. Leider flie&szlig;en in die Handelsabkommen der EU und anderer L&auml;nder kaum die Forderung nach Arbeitnehmerrechten und anderen Standards ein, &uuml;ber die z.B. bei der Beschaffung der ca. 30 in Smartphones verwendeten Metalle Regelungen getroffen werden k&ouml;nnten. Human Rights Watch hat im Herbst letzten Jahres dokumentiert, dass gef&auml;hrliche Kinderarbeit im kleingewerblichen Goldabbau in Staaten wie Mali, Ghana oder Tansania zum Alltag geh&ouml;rt. Trotz der Zusicherung die Gold-Lieferkette besser zu kontrollieren, konnten die f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten Smartphone-Hersteller auf dem europ&auml;ischen Markt &ndash; Samsung, Apple, Research in Motion, Nokia und HTC &ndash; nicht garantieren, dass sie kein Gold verarbeiten, <a href=\"http:\/\/www.hrw.org\/de\/news\/2013\/11\/26\/smartphones-ohne-smarte-lieferketten\">das von Kindern abgebaut wurde<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bittere Pille: Baf&ouml;g-Senkung ist offiziell<\/strong><br>\nDiese in Deutschland wichtigste staatliche Ausbildungsunterst&uuml;tzung wird ab dem Wintersemester 2016\/17 (erstmals seit 2010) generell um sieben Prozent erh&ouml;ht&hellip;<br>\nAngesichts einer Inflationsrate von durchschnittlich 1,7 Prozent pro Jahr (seit 2010) ist die angebliche, vom Wanka-Ministerium verk&uuml;ndete &bdquo;Erh&ouml;hung&ldquo; um 1,2 Prozent pro Jahr jedoch in Wahrheit eine Senkung. Betrachtet man n&auml;mlich nicht milchm&auml;dchenhaft die absolute H&ouml;he der Baf&ouml;g-S&auml;tze, sondern realistischer die Kaufkraft des gew&auml;hrten Geldbetrags, so muss man feststellen: Rechnerisch reduzieren sich die BafoG-S&auml;tze zwischen 2010 und 2016 um 0,5 Prozent j&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.laborjournal.de\/editorials\/858.lasso\">Laborjournal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gaza und die Ukraine: Bitte, bitte schwarz-wei&szlig;!<\/strong><br>\nOb Gaza oder die Ostukraine: Wer immer sich gerade medial aus dem Fenster h&auml;ngt, kann sich eines sicher sein: Der n&auml;chste Shitstorm kommt bestimmt.Im endlosen Wald der (regierungsamtlichen) Trolle f&auml;llt es zwar schwer, ernstfafte Emp&ouml;rung von orchestrierter Meinungsmache zu unterscheiden. Aber das ist dann doch allen gemein: Bitte, bitte blo&szlig; keine Graut&ouml;ne! Wer in der Ukraine die prorussische Soldateska gleicherma&szlig;en kritisiert wie das schie&szlig;w&uuml;tige ukrainische Milit&auml;r; wer zum Gaza-Krieg antisemitische Parolen in Deutschland genauso ins Visier nimmt wie die Kriegsverbrechen der israelischen Regierung, der gilt am Ende nicht als differenziert, sondern sitzt bei den sozial vernetzten Vereinfachern zwischen allen St&uuml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/interaktiv\/blog-gaza-ostukraine100.html\">WDR Monitor Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der gro&szlig;e Deal &ndash; Geheimakte Freihandelsabkommen<\/strong><br>\nJanuar 2014. Wir sind mit dem EU-Handelskommissar Karel de Gucht verabredet. Wir wollen mit ihm &uuml;ber TTIP reden, das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Wir haben eine Studie &uuml;ber die Auswirkungen von TTIP auf die Wirtschaft dabei &ndash; von de Gucht selbst in Auftrag gegeben. Er ist der Chefunterh&auml;ndler f&uuml;r das Freihandelsabkommen und behauptet &ouml;ffentlich, dass das Abkommen 120 Milliarden Euro zus&auml;tzliches Wirtschaftswachstum bringen wird. Eine stolze Zahl?<br>\nAls wir ihn im Interview darauf hinweisen, dass seine Studie gerade mal 0.05% Steigerung der Wirtschaftsleistung pro Jahr durch TTIP errechnet hat, bricht er das Interview erstmal ab. Der Kommissar rechnet nach, dann wird er unwirsch: &bdquo;Let&acute;s not argue with numbers. Ich sage ihnen, wir werden die meisten Handelshemmnisse abschaffen.&ldquo;<br>\nDas Freihandelsabkommen soll zwei der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsr&auml;ume der Erde enger miteinander verbinden und viele Bereiche umfassen: Arbeitsrecht, Finanzdienstleistungen, &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge, Datenschutz, Lebensmittelrecht. Obwohl am Ende ca. 800 Millionen B&uuml;rger diesseits und jenseits des Atlantiks betroffen sein werden, wird im Geheimen verhandelt. Die Zwischenergebnisse kommen selbst f&uuml;r Parlamentarier nur bruchst&uuml;ckhaft und oft nur f&uuml;r Experten verst&auml;ndlich an die &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/wdr\/der-grosse-deal-106.html\">Das Erste<\/a>\n<p>Sendetermin: Mo, 04.08.14 &ndash; 21:40 Uhr<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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