{"id":2267,"date":"2007-04-18T08:16:34","date_gmt":"2007-04-18T06:16:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2267"},"modified":"2016-01-08T12:15:07","modified_gmt":"2016-01-08T11:15:07","slug":"bund-greenpeace-wwf-vereinbaren-kooperation-mit-bild-das-ist-vor-allem-ein-glaubwurdigkeitsgutesiegel-fur-bild","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2267","title":{"rendered":"BUND, Greenpeace, WWF vereinbaren Kooperation mit BILD &#8211; das ist vor allem ein Glaubw\u00fcrdigkeitsg\u00fctesiegel f\u00fcr BILD."},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Kampagne &bdquo;Rettet unsere Erde&ldquo; startet zum Schutz des Klimas,&ldquo; so beginnt eine Presseerkl&auml;rung des BUND und der anderen beteiligten Umwelt-Organisationen zur Zusammenarbeit mit der Bild-Zeitung. Ich habe meinen Augen nicht getraut. Aber machen Sie sich selbst zun&auml;chst ein Bild. Die gesamte Presseerkl&auml;rung findet sich unten als Anhang 1.  Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\nZun&auml;chst habe ich Verst&auml;ndnis f&uuml;r jeden Versuch, Bewusstsein f&uuml;r Umweltschutz im allgemeinen und Klimaschutz im besonderen auch in Kreisen zu schaffen, die man sonst schwer erreicht. Dieses Argument hat bei den Erw&auml;gungen der involvierten Verb&auml;nde sicher eine Rolle gespielt. Legitimerweise.<br>\nAuf der andern Seite sind die Nachteile dieser Kooperation so gravierend, dass ich die Entscheidung der Umweltverb&auml;nde nicht verstehen kann. Die Umweltverb&auml;nde verleihen einem Blatt Glaubw&uuml;rdigkeit, das man auch bei gro&szlig;z&uuml;giger Abw&auml;gung nicht als ein aufkl&auml;rerisches Medium betrachten kann. BILD ist ein Kampagnen- und Propagandablatt, in der Bild-Zeitung werden Kampagnen gegen Minderheiten, gegen die Interessen der gro&szlig;en Mehrheit der Arbeitnehmer und der Schw&auml;cheren in unserer Gesellschaft und f&uuml;r gro&szlig;e Wirtschafts-Interessen gefahren. BILD betreibt seit August 2005 zusammen mit der Allianz AG eine Kampagne gegen die gesetzliche, solidarische Rente und f&uuml;r Privatvorsorge (in den NachDenkSeiten mehrfach dokumentiert); <a href=\"?p=2255\">BILD ist Teil der Kampagne gegen einen leistungsf&auml;higen Staat<\/a>. Das ist diametral gegen die Interessen eines wirksamen Umweltschutzes gerichtet. BILD f&ouml;rdert seit Jahren die Propagandakampagnen des M&uuml;nchner Professors Hans-Werner Sinn gegen die Lohnbezieher, f&uuml;r niedrigere L&ouml;hne und gegen die Gewerkschaften. Die Bild-Zeitung erhob Prof. Sinn, den Streiter f&uuml;r niedrigere L&ouml;hne, zum besten &Ouml;konomen Deutschlands. Das ist eine Bewertung, die nachweisbar mit Seriosit&auml;t nichts zu tun hat.<br>\nBILD geht mit der Wahrheit ohnehin gro&szlig;z&uuml;gig um, wie man nahezu jeden Tag in <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/\">BildBlog<\/a> nachlesen kann.<\/p><p>Diesem Blatt nun, das deutliche Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem hat, verleihen die involvierten Umweltverb&auml;nde ein Glaubw&uuml;rdigkeitsg&uuml;tesiegel. Das ist der eigentliche Skandal dieser Kooperation.<br>\nHinzu kommen einige kritische Elemente, die beispielsweise in der <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/dx\/2007\/04\/17\/a0135.1\/textdruck\">heutigen taz<\/a> herausgehoben werden.<\/p><p>Dabei geht es vor allem um m&ouml;gliche kritische Folgen der Kooperation f&uuml;r das Umweltschutz-Anliegen. Angesichts dieser Begrenzung des kritischen Ansatzes m&ouml;chte ich bei den Umweltschutzfreunden daf&uuml;r werben, doch endlich auch die Folgen einer solchen Kooperation f&uuml;r Sozialstaat und Demokratie zu sehen. Wer mit BILD kooperiert, st&uuml;tzt eben die Kampagnen dieses Mediums zur Erosion der verbliebenen solidarischen und demokratischen Elemente unserer Gesellschaft.<\/p><p><strong>Anhang 1:<\/strong><\/p><p><strong>Pressemitteilung des BUND<\/strong><br>\nlaut <a href=\"http:\/\/www.bund.net\/\">www.bund.net<\/a><\/p><p><strong>Kampagne &bdquo;Rettet unsere Erde&ldquo; startet zum Schutz des Klimas. BUND, Greenpeace, WWF und BILD vereinbaren Kooperation<\/strong><\/p><p>Berlin 17.04.2007:<br>\nEine bisher einmalige Kooperation zum Klimaschutz starten heute die Umweltverb&auml;nde BUND, Greenpeace und WWF gemeinsam mit BILD, Europas gr&ouml;&szlig;ter Tageszeitung. Die neue Allianz wird gemeinsam unter dem Motto &bdquo;Rettet unsere Erde&ldquo; Politik und &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die Tragweite des Klimawandels sowie die m&ouml;glichen L&ouml;sungen informieren &ndash; und vor allem zum Handeln auffordern.<\/p><p>&bdquo;Unsere Erde ist in Gefahr. Uns bleibt nur noch begrenzt Zeit, sie zu retten&ldquo;, sagt Brigitte Behrens, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin von Greenpeace Deutschland. &bdquo;Nur gemeinsam k&ouml;nnen wir das Kostbarste erhalten, das wir haben. Deshalb gehen wir diese au&szlig;ergew&ouml;hnliche Kooperation von vier starken Partnern sehr bewusst ein.&rdquo;<\/p><p>Zum Start der Kampagne &bdquo;Rettet unsere Erde. Ich mache mit!&ldquo; werden zun&auml;chst deutschlandweit &uuml;ber die BILD-Vertriebsstellen 2,5 Millionen Aufkleber verteilt, die den Slogan der Klimaschutz-Kampagne tragen. &bdquo;BILD erreicht jeden Tag fast zw&ouml;lf Millionen Menschen in Deutschland. Dieses gro&szlig;e Potenzial wollen wir als Medienpartner in den Dienst dieser wichtigen Aktion f&uuml;r unsere Umwelt stellen&ldquo;, sagt Florian von Heintze, BILD-Chefredaktion.<\/p><p>Wie schnell und mit welchen dramatischen Auswirkungen f&uuml;r alle Menschen die Erde sich durch Treibhausgase erw&auml;rmt, haben die Berichte des UN-Klimarates (IPCC) deutlich gemacht. Den L&ouml;wenanteil an den weltweiten CO2-Emissionen verantworten die westlichen Industrienationen. Daher m&uuml;ssen sie auch wirkungsvolle Ma&szlig;nahmen gegen den Temperaturanstieg ergreifen.<\/p><p>&bdquo;Die industrialisierten L&auml;nder haben als Verursacher des Klimawandels mit teilweise katastrophalen Folgen eine besondere Verantwortung, dieses Problem so schnell wie m&ouml;glich zu l&ouml;sen und dabei Vorbild zu sein. Aber auch jeder einzelne kann schnell und einfach zum Klimaschutz beitragen&rdquo;, so Eberhard Brandes, WWF-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer.<\/p><p>Die Kooperationspartner wollen den BILD-Lesern wie den Unterst&uuml;tzern der Umweltorganisationen zeigen, dass jeder Deutsche CO2 einsparen und damit einen pers&ouml;nlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Mit Hilfe einer bundesweiten Mitmach-Aktion in BILD sollen bis zum Jahresende 3,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden, soviel wie der j&auml;hrliche Aussto&szlig; eines kleinen Braunkohlekraftwerkes. Auch die Kooperationspartner wollen ihren Energieverbrauch weiter reduzieren, um dieses Ziel zu unterst&uuml;tzen. <\/p><p>Dr. Gerhard Timm, BUND-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer: &bdquo;Mit diesem ambitionierten Ziel unterstreichen wir den Willen, ganz konkret zum Klimaschutz beizutragen. Die Politik ist gefordert, sich ebenfalls auf anspruchsvolle Ziele zu verpflichten, um angemessen zu handeln.&ldquo;<\/p><p>F&uuml;r R&uuml;ckfragen stehen zur Verf&uuml;gung:<br>\nGreenpeace \/ Cornelia Deppe-Burghardt, Tel. 0151-14533087;<br>\nBUND \/ Dr. Norbert Franck, 0178-4591528;<br>\nWWF \/ Jenni Glaser, 069-79144214;<br>\nBILD \/ Tobias Fr&ouml;hlich, 030-2591-77620<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Kampagne &bdquo;Rettet unsere Erde&ldquo; startet zum Schutz des Klimas,&ldquo; so beginnt eine Presseerkl&auml;rung des BUND und der anderen beteiligten Umwelt-Organisationen zur Zusammenarbeit mit der Bild-Zeitung. Ich habe meinen Augen nicht getraut. Aber machen Sie sich selbst zun&auml;chst ein Bild. Die gesamte Presseerkl&auml;rung findet sich unten als Anhang 1. 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