{"id":2268,"date":"2007-04-18T08:23:35","date_gmt":"2007-04-18T06:23:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2268"},"modified":"2007-04-25T07:22:04","modified_gmt":"2007-04-25T05:22:04","slug":"hinweise-des-tages-373","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2268","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>RWE: Mit Wasser in Amerika Schiffbruch erlitten<\/strong><br>\nDas von RWE erst kurz nach den Terrorattacken vom 11. September 2001 gekaufte private US-Wasserversorgungsunternehmen &ldquo;American Water Works&rdquo; soll schon bald wieder verkauft werden. Hintergrund ist die wachsende Unzufriedenheit der Konsumenten. Proteste h&auml;uften sich wegen horrender Geb&uuml;hrenexplosionen &ndash; in manchen Kommunen bis zu 2.000 Prozent. Hinzu kamen schlechter Service, fehlerhafte Hydranten und das Unwohlsein dar&uuml;ber, dass die lokale Wasserversorgung von einer privaten Firma organisiert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/dx\/2007\/04\/18\/a0151.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Genauso wie seinerzeit in London (Thames Water) hat RWE  trotz erh&ouml;hter Geb&uuml;hren nicht in die maroden Leitungssysteme investiert. Es stellt sich  immer dringlicher die Frage, was die Versorger in privater Hand zu suchen haben, da sie offensichtlich weder eine effektive Versorgung noch niedrige Preise  garantieren k&ouml;nnen.<br>\nStrom, Gas, Wasser, Bahn, Post, Gesundheit, &uuml;ber kurz oder lang, verhei&szlig;t Privatisierung nur eines: Profite auf Kosten der Besch&auml;ftigten und der &ldquo;Kunden&rdquo;, also der Bev&ouml;lkerung in allen Bereichen der Daseinsvorsorge.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Geburtenr&uuml;ckgang wird schamlos instrumentalisiert&ldquo;<\/strong><br>\nKritik an der demografischen Begr&uuml;ndung f&uuml;r politische Entscheidungen wie etwa bei der Rente mit 67 hat Prof. Dr. Ernst Kistler am Wochenende bei einem Forum der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung ge&uuml;bt. Geburtenr&uuml;ckgang und steigende Lebenserwartung w&uuml;rden schamlos instrumentalisiert, um den Sozialabbau zu rechtfertigen, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mittelbayerische.de\/index.cfm?pid=3088&amp;pk=70969\">Mittelbayerische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Gemeindebund betrachtet Privatisierungspolitik als gescheitert<\/strong><br>\nDer Deutsche St&auml;dte- und Gemeindebund (DStGB) hat vor weiteren Angriffen auf die Kommunalwirtschaft und einem Zwang zur Privatisierung gewarnt. Die Devise &ldquo;Privat vor Staat&rdquo;, habe sich inzwischen als falscher Weg erwiesen, sagte Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Gerd Landsberg der Chemnitzer &ldquo;Freien Presse&rdquo;. Es gebe gen&uuml;gend Beispiele, wo einst privat gef&uuml;hrte Unternehmen wieder von den Kommunen &uuml;bernommen w&uuml;rden und deutlich preisg&uuml;nstiger seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?Nr=15767\">ngo-online<\/a><\/li>\n<li><strong>Sauber und fair<\/strong><br>\nDer Welthandel ist ungerecht. Und die WTO findet bislang keinen Weg, das zu &auml;ndern, weil sie die Landwirtschaft nur als Geldmaschine ansieht. Sie ist aber mehr: Lebensgrundlage fast aller Menschen in den armen L&auml;ndern. Sie wissen am besten, wie der globale Austausch aussehen muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/dokumentation\/?em_cnt=1116142\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeitsloser in seiner Wohnung verhungert<\/strong><br>\nEin 20 Jahre alter Mann ist in Speyer vor den Augen seiner Mutter verhungert. Seine 48 Jahre alte Mutter, die mit in der Wohnung lebte, musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Bei ihr wurden ebenfalls Mangelerscheinungen festgestellt. In einer ersten Befragung gab sie an, die beiden h&auml;tten nicht genug Geld gehabt, um Lebensmittel zu kaufen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/panorama\/:Trag%F6die-Zu-Hause\/587230.html\">Stern<\/a>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Depressiver verhungert in seiner Wohnung<\/strong><br>\nF&uuml;r die FAZ ist die Ursache nat&uuml;rlich &bdquo;Verwahrlosung&ldquo; und &bdquo;Depression&ldquo;. Warum ein junger Mensch verwahrlost oder depressiv geworden ist und warum er einen qualvollen Hungertod stirbt, diese Frage soll gar nicht erst aufkommen. Ohne seine Mutter h&auml;tte er vermutlich nicht einmal mehr ein Dach &uuml;ber dem Kopf gehabt.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub21DD40806F8345FAA42A456821D3EDFF\/Doc~E71B0422ED1E7439AB251661C11049850~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der junge Mann hat offenbar seit einiger Zeit keinerlei staatliche Unterst&uuml;tzung mehr bekommen, weil er Arbeitsangebote und Untersuchungen ausgeschlagen habe. Unter diesen Umst&auml;nden ist das Existenzminimum eben nicht mehr gew&auml;hrleistet. Vom grundgesetzlichen Schutz der W&uuml;rde des Menschen wollen wir lieber erst gar nicht reden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schreckenszahlen aus N&uuml;rnberg<\/strong><br>\nDie Kommentatoren und Schlagzeilenmacher am Tag danach sind sich &uuml;berwiegend einig, endlich gehe es aufw&auml;rts in Deutschland. Der wirtschaftliche Aufschwung gewinne an Fahrt und habe jetzt auch den Arbeitsmarkt erreicht. Ein genauerer Blick in den kompletten Bericht der Arbeitsagentur aus N&uuml;rnberg f&uuml;hrt allerdings bald zu Irritationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/textsicht.php?id=2977\">linksnet<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em> <\/p>\n<p><strong>Mit Statistik-Tricks setzt Deutschland die EU-Lissabonstrategie um<\/strong><br>\nDie Erwerbst&auml;tigenquote im EU-Raum, die im Jahr 2000 in den damaligen 15 Mitgliedstaaten 63 Prozent und in der Bundesrepublik 66 Prozent betrug, soll nach dieser &bdquo;Strategie&ldquo; bis 2010 auf 70 Prozent steigen. Zu Beginn des laufenden Jahres gab es eine &Uuml;berraschung: Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden verk&uuml;ndete entgegen seinen bisherigen Verlautbarungen, aber auch im Gegensatz zur EU-Statistikbeh&ouml;rde Eurostat, dass die Erwerbst&auml;tigenquote der 15- bis 64-J&auml;hrigen in der Bundesrepublik 2006 den Wert von 70,7 Prozent erreicht hat und gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte gestiegen ist. Demnach h&auml;tte die Bundesregierung ihre Aufgaben zur Realisierung der Lissabonstrategie bez&uuml;glich des Arbeitsmarktes quasi &uuml;ber Nacht erledigt. Diese Ziffer beruht auf einer gro&szlig;z&uuml;gigen Definition. Nach den neuen Vorschriften des Mikrozensus gilt bereits derjenige als erwerbst&auml;tig, der in einer Woche lediglich eine Stunde gegen Entgelt gearbeitet hat. F&uuml;r die neue Berechnung wurden weitere 2,2 Millionen Erwerbst&auml;tige &raquo;entdeckt&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nd-online.de\/funkprint.asp?AID=108228&amp;IDC=3&amp;DB=\">ND<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Billigl&ouml;hner wollen mehr Geld<\/strong><br>\nDie Besch&auml;ftigten der tschechischen Volkswagentochter Skoda haben gestern f&uuml;r einen Tag das Werkzeug aus der Hand gelegt. Sie fordern eine Lohnerh&ouml;hung von 24 Prozent. Doch das deutsch-tschechische Management des Automobilherstellers bleibt vorerst hart. Es bietet 13 Prozent. Und ab und zu geistert auch das gef&uuml;rchtete Wort Produktionsverlagerung durch die Werkhallen im mittelb&ouml;hmischen Mlada Boleslav.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/dx\/2007\/04\/18\/a0109.1\/textdruck\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Fu&szlig;ball-WM 2006 hat die Konjunktur nicht befl&uuml;gelt &ndash; trotz der hohen Erwartungen<\/strong><br>\nMit dem Pokal hat es nicht ganz geklappt &ndash; und auch mit dem Anschub f&uuml;r die Konjunktur nicht. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW). Es habe &bdquo;keine nennenswerten konjunkturellen Impulse&ldquo; gegeben. Allein &bdquo;eine positive gesellschaftspolitische Bedeutung&ldquo; billigt das Berliner Institut der WM zu &ndash; weil Veranstaltungen wie diese sie zur &bdquo;weltweiten V&ouml;lkerverst&auml;ndigung&ldquo; beitr&uuml;gen, wie die Forscher schreiben. Gl&uuml;cklicherweise ist die Wirtschaft trotzdem um 2,7 Prozent gewachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/archiv.tagesspiegel.de\/drucken.php?link=archiv\/18.04.2007\/3208281.asp\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Pressefreiheit in Gefahr: Medien appellieren an Bundesregierung<\/strong><br>\nMedienverb&auml;nde und Sender appellieren an das Bundeskabinett, das Grundrecht der Pressefreiheit nicht vorschnell dem berechtigten staatlichen Interesse der Verbrechensbek&auml;mpfung zu opfern. Die weitere Aush&ouml;hlung von Informantenschutz und Freiheit der Berichterstattung f&uuml;ge der Demokratie dauerhaften Schaden zu. Ein Klima der Angst in Redaktionen vor Aussp&auml;hung ihrer elektronischen Kommunikation behindere den kritischen Journalismus, auf den Demokratie und Staat dringend angewiesen seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/105664\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Tornado-Einsatz vor Gericht<\/strong><br>\nDie Nato hat sich gewandelt, sagt die Linkspartei, und klagt in Karlsruhe. Die m&uuml;ndliche Verhandlung vom 19. Juni 2001 &uuml;ber die Klage der PDS-Bundestagsfraktion gegen das damals neue Strategische Konzept der Nato war f&uuml;r die Vertreter der Bundesregierung vermutlich nicht von Lustgef&uuml;hl begleitet. Die Bevollm&auml;chtigten der Bundesregierung hatten in der Verhandlung sichtlich M&uuml;he zu begr&uuml;nden, warum das neue Konzept den Inhalt des alten Nato-Vertrags nicht substanziell ver&auml;ndere, die Zustimmung des Bundestags zu dem Vertrag von 1955 also weiterhin gelte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/politik\/646021.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Es k&ouml;nnte was passieren<\/strong><br>\nDie paranoide Furcht vor der rudiment&auml;ren Protestbewegung ist ein Symptom f&uuml;r die politische Krise, die die Putinsche Vertikale am Nadir seiner unangefochtenen Macht zu erfassen scheint. Der Krise liegt ein altes Problem des legitimen Machtwechsels zu Grunde, der f&uuml;r die Geheimdienstler unkalkulierbare Risiken birgt. Sie haben den Staat privatisiert und sich den Gro&szlig;teil der Reicht&uuml;mer unter den Nagel gerissen. Die Entscheidung f&uuml;r einen Nachfolger k&ouml;nnte zum Machtverlust f&uuml;r eine der rivalisierenden Gruppen zugunsten der anderen f&uuml;hren &ndash; mit ungewissen Folgen f&uuml;r ihren Einfluss und wom&ouml;glich ihre Unversehrtheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/?em_cnt=1116147\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Chinas V&ouml;lkermordspiele<\/strong><br>\nDie KP-M&auml;chtigen in Peking reagieren &auml;u&szlig;erst nerv&ouml;s auf eine Kampagne in den USA, in der die Olympischen Spiele 2008 mit dem Fl&uuml;chtlingselend in Darfur in Zusammenhang gebracht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/dx\/2007\/04\/18\/a0197.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Verkaufspoker um die S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/dx\/2007\/04\/17\/a0138.1\/textdruck\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2268","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2268","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2268"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2268\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2268"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2268"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}