{"id":22753,"date":"2014-08-08T08:57:09","date_gmt":"2014-08-08T06:57:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753"},"modified":"2015-11-09T14:44:38","modified_gmt":"2015-11-09T13:44:38","slug":"hinweise-des-tages-2186","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h01\">Rasmussen in Kiew: Wir stehen bereit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h02\">3 weitere Jahre: Russland verl&auml;ngert Edward Snowdens Aufenthaltserlaubnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h03\">Israel\/Gaza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h04\">Antisemitism on rise across Europe &lsquo;in worst times since the Nazis&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h05\">Die Angst vor einem V&ouml;lkermord im Irak<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h06\">Ungleichheit boomt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h07\">Die Bundesregierung tr&auml;umt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h08\">Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h09\">Paul Krugman: Obamas zweiter Erfolg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h10\">Was der Staat kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h11\">Action und Adventure im Bikini? Protest gegen Bundeswehrwerbung im Jugendmedium Bravo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h12\">Vorhabendokumentation: Bundesregierung will geplante Gesetze geheim halten, wir ver&ouml;ffentlichen sie trotzdem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h13\">Die Sozialrebellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h14\">Datenfluss aus dem Badezimmer &ndash; &Uuml;ber die Umwandlung des Privatlebens in Verm&ouml;genswerte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h15\">Tomatenso&szlig;e f&uuml;r Ghana<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h16\">NSU-Prozess: Verfassungsschutz soll Kripo &bdquo;massiv behindert&ldquo; haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h17\">Aus jedem Euro machen die Universit&auml;ten 2,30<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753#h18\">Das Allerletzte: Dieter Nuhr redet &ldquo;Fracking&rdquo; sch&ouml;n!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22753&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rasmussen in Kiew: Wir stehen bereit<\/strong><br>\nBei einem Besuch in Kiew hat Nato-Generalsekret&auml;r Anders Fogh Rasmussen der Ukraine im Konflikt mit Russland die Unterst&uuml;tzung des Milit&auml;rb&uuml;ndnisses zugesichert. Er rief Russland zum Abzug seiner Truppen von der ukrainischen Grenze auf. In der Ostukraine gehen die K&auml;mpfe unterdessen weiter.<br>\nNato-Generalsekret&auml;r Anders Fogh Rasmussen hat der prowestlichen ukrainischen Regierung im Konflikt mit Russland demonstrativ den R&uuml;cken gest&auml;rkt. &ldquo;Die Nato steht bereit, die Ukraine zu unterst&uuml;tzen&rdquo;, sagte Rasmussen am Donnerstag bei einem Besuch in Kiew. Er warf Russland die Destabilisierung des Landes und die Unterst&uuml;tzung der prorussischen Separatisten vor. Der Konflikt im Osten bedrohe &ldquo;die Freiheit und die Zukunft der Ukraine&rdquo;, sagte der Nato-Generalsekret&auml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rasmussen-in-kiew-nato-chef-wir-stehen-bereit.1818.de.html?dram:article_id=293997\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Seit wann entscheidet eigentlich ein Nato-Generalsekret&auml;r &uuml;ber den Einsatz der Nato. Oder tut das Rasmussen in Abstimmung mit der deutschen Verteidigungsministerin? Warum pfeift von der Leyen Rasmussen nicht zur&uuml;ck? Seit wann ist die Ukraine Mitglied der Nato? Seit wann besteht eine B&uuml;ndnisverpflichtung?<br>\nRasmussen wirft Russland die Unterst&uuml;tzung der Separatisten vor und droht gleichzeitig mit Unterst&uuml;tzung der Nato f&uuml;r die Milit&auml;reins&auml;tze von Seiten der Kiewer Regierung. Viel mehr Kriegstreiberei geht nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>3 weitere Jahre: Russland verl&auml;ngert Edward Snowdens Aufenthaltserlaubnis<\/strong><br>\nDer ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden darf Medienberichten zufolge weitere drei Jahre in Russland bleiben. Seine Aufenthaltserlaubnis wurde am Donnerstag in Moskau verl&auml;ngert, hei&szlig;t es von Seiten seines Anwalts. Der Whistleblower war vor gut einem Jahr nach Russland gefl&uuml;chtet.<br>\nDie Aufenthaltsgenehmigung des 31-J&auml;hrigen war offiziell Anfang August ausgelaufen. Sowohl Bundesjustizminister Heiko Maas als auch SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hatten Snowden in diesem Zusammenhang zuletzt geraten, sich den USA zu stellen.<br>\nDer ehemalige NSA-Mitarbeiter hatte zuvor in zahlreichen anderen L&auml;ndern Asyl beantragt, jedoch ohne Erfolg. Auch in Deutschland stellte er einen Antrag und bot im Gegenzug an, vor dem NSA-Ausschuss auszusagen. Die Bundesregierung lehnt das aber bisher ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/08\/07\/3-weitere-jahre-russland-verlaengert-edward-snowdens-aufenthaltserlaubnis\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mal sehen, welche Sanktionen die USA aufgrund dieser Provokation gegen Putin verh&auml;ngen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Israel\/Gaza<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eine W&uuml;ste der Zerst&ouml;rung<\/strong><br>\nIm Gazastreifen mussten 485.000 Menschen ihre H&auml;user verlassen. Sie wollen nun, nach Beginn der Waffenruhe, zur&uuml;ckkehren. Doch nach Sch&auml;tzungen der Vereinten Nationen wurden rund 11.000 H&auml;user zerst&ouml;rt. Teile von Gaza sind, wie auf den Satelliten-Aufnahmen zu sehen, nur noch eine Tr&uuml;mmerw&uuml;ste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gaza-nach-dem-beschuss-das-wenige-das-bleibt-13082736.html#no\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine Frage der Balance<\/strong><br>\nDie Strafexpedition der israelischen Armee in Gaza hat ein spontanes Verlangen des modernen Journalismus wiedererweckt: das Recht auf Faulheit. Die Journalisten sprechen lieber von &ldquo;Ausgewogenheit&rdquo;. Sogar der erzreaktion&auml;re US-Fernsehsender Fox bezeichnet sich selbst als &ldquo;gerecht und ausgewogen&rdquo;.<br>\nIm Nahostkonflikt ist das Unrecht nicht gleich verteilt. Hier bedeutet &ldquo;Ausgewogenheit&rdquo;, zu vergessen, wer die Besatzungsmacht ist. Die meisten westlichen Journalisten wollen sich damit auch gegen den Fanatismus der Adressaten verst&ouml;render Informationen sch&uuml;tzen, indem sie diese als umstritten darstellen. Was sie &uuml;brigens bei anderen Krisenherden (etwa in der Ukraine) keineswegs tun.<br>\nIm Fall Gaza ist eine echte &ldquo;Ausgewogenheit&rdquo; doppelt gef&auml;hrdet: Zum einen ger&auml;t die &ldquo;Balance&rdquo; zwischen den Bildern des anhaltenden Gemetzels in Gaza und denen eines Raketenalarms am Strand in Tel Aviv schnell ins Wanken. Zum anderen verf&uuml;gt die israelische Seite &uuml;ber Kommunikationsprofis, w&auml;hrend die andere Seite den westlichen Medien nur das Martyrium ihrer Zivilbev&ouml;lkerung pr&auml;sentieren kann.<br>\nMit Mitleid kann man allerdings politisch nicht viel bewirken. Wirksamer ist es, die Art der Berichterstattung zu kontrollieren. Seit Jahrzehnten erkl&auml;rt man uns, dass Israel &ldquo;antwortet&rdquo; oder &ldquo;reagiert&rdquo;. Dieser kleine, friedfertige, schlecht gesch&uuml;tzte Staat ohne m&auml;chtige Verb&uuml;ndete vermag sich dennoch immer wieder zu behaupten, zuweilen ohne eigene Verluste. Damit dieses Wunder m&ouml;glich wird, beginnt Israel jede Auseinandersetzung immer genau dann, wenn man sich als fassungsloses Opfer einer Untat darstellen kann: einer Entf&uuml;hrung, eines Attentats, Angriffs oder Mordes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/08\/08.mondeText1.artikel,a0050.idx,16\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine besonders irref&uuml;hrende Art, die Opfer des Gaza-Krieges darzustellen<\/strong><br>\nAuf &bdquo;Spiegel Online&ldquo; steht ein Diagramm, das illustrieren soll, wie sich die Zahl der Todesopfer im gegenw&auml;rtigen Gaza-Krieg entwickelt hat. Die Redaktion hat die vermutlich abwegigste Art gew&auml;hlt, diese Entwicklung darzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/18565\/eine-besonders-irrefuehrende-art-die-opfer-des-gaza-krieges-darzustellen\/\">Stefan Niggemeier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin C.P.:<\/strong> Dieses Beispiel sollte es in die Mittelstufen-Mathematikb&uuml;cher dieser Republik schaffen. Anstelle alberner Aufgaben, mit an den Haaren herbei gezogenem Realit&auml;tsbezug, a la &ldquo;Der Preis der Hose wird zuerst &ndash; aufgrund gesteigerter Produktionskosten &ndash; um 30% erh&ouml;ht, und anschlie&szlig;end &ndash; in einer &ndash; Rabattaktion &ndash; um 30% reduziert. [&hellip;]&rdquo; lie&szlig;e sich hier der &ldquo;mathematische Denkfehler&rdquo; als &ldquo;Quelle der Desinformation&rdquo; wunderbar sinnvoll und nebenbei fast f&auml;cher&uuml;bergreifend analysieren. Nebenbei liefert der SPON-Artikel eine sch&ouml;ne Antwort auf die oft von Sch&uuml;lern gestellte Frage: &ldquo;Wof&uuml;r brauch&rsquo; ich &lsquo;n das?&rdquo; &ndash; &ldquo;Damit de nich verarscht wirst, Jung!&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Antisemitism on rise across Europe &lsquo;in worst times since the Nazis&rsquo;<\/strong><br>\nExperts say attacks go beyond Israel-Palestinian conflict as hate crimes strike fear into Jewish communities<br>\nIn the space of just one week last month, according to Crif, the umbrella group for France&rsquo;s Jewish organisations, eight synagogues were attacked. One, in the Paris suburb of Sarcelles, was firebombed by a 400-strong mob. A kosher supermarket and pharmacy were smashed and looted; the crowd&rsquo;s chants and banners included &ldquo;Death to Jews&rdquo; and &ldquo;Slit Jews&rsquo; throats&rdquo;. That same weekend, in the Barbes neighbourhood of the capital, stone-throwing protesters burned Israeli flags: &ldquo;Israhell&rdquo;, read one banner.<br>\nIn Germany last month, molotov cocktails were lobbed into the Bergische synagogue in Wuppertal &ndash; previously destroyed on Kristallnacht &ndash; and a Berlin imam, Abu Bilal Ismail, called on Allah to &ldquo;destroy the Zionist Jews &hellip; Count them and kill them, to the very last one.&rdquo; Bottles were thrown through the window of an antisemitism campaigner in Frankfurt; an elderly Jewish man was beaten up at a pro-Israel rally in Hamburg; an Orthodox Jewish teenager punched in the face in Berlin. In several cities, chants at pro-Palestinian protests compared Israel&rsquo;s actions to the Holocaust; other notable slogans included: &ldquo;Jew, coward pig, come out and fight alone,&rdquo; and &ldquo;Hamas, Hamas, Jews to the gas.&rdquo; [&hellip;]<br>\nA similar normalisation may be under way in Germany, according to a 2013 study by the Technical University of Berlin. In 14,000 hate-mail letters, emails and faxes sent over 10 years to the Israeli embassy in Berlin and the Central Council of Jews in Germany, Professor Monika Schwarz-Friesel found that 60% were written by educated, middle-class Germans, including professors, lawyers, priests and university and secondary school students. Most, too, were unafraid to give their names and addresses &ndash; something she felt few Germans would have done 20 or 30 years ago.<br>\nAlmost every observer pointed to the unparalleled power of unfiltered social media to inflame and to mobilise. A stream of shocking images and Twitter hashtags, including #HitlerWasRight, amount, Arfi said, almost to indoctrination. &ldquo;The logical conclusion, in fact, is radicalisation: on social media people self-select what they see, and what they see can be pure, unchecked propaganda. They may never be confronted with opinions that are not their own.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/society\/2014\/aug\/07\/antisemitism-rise-europe-worst-since-nazis\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Angst vor einem V&ouml;lkermord im Irak<\/strong><br>\nIS-Brigaden bedrohen irakische St&auml;dte und verbreiten Horror unter den Christen und Jesiden. Diese fliehen verzweifelt in die Berge, ohne Kleidung und Essen.<br>\nDer chald&auml;ische Patriarch spricht von einem &ldquo;humanit&auml;ren Desaster&rdquo;, in der irakischen Kurdenhauptstadt Erbil gehen Angst und Panik um. &ldquo;Die IS-Brigaden r&uuml;cken in alle Richtungen vor&rdquo;, berichteten Augenzeugen und sprachen von einer &ldquo;dramatischen Situation&rdquo;.<br>\nIm Handstreich haben die Gottesk&auml;mpfer des &ldquo;Islamischen Staats&rdquo; in der Nacht zu Donnerstag im &ouml;stlichen Umkreis von Mossul s&auml;mtliche von Christen bewohnte St&auml;dte erobert, darunter Qaraqosh, Tal Kaif , Bartella und Karamlesh. Inzwischen stehen ihre Verb&auml;nde 40 Kilometer vor Erbil im Grenzgebiet zum kurdischen Nordirak. An allen Fronten dr&auml;ngten die Gotteskrieger, denen mittlerweile mindestens 30.000 Mann angeh&ouml;ren, die kurdischen Peschmerga zur&uuml;ck. Bereits am vergangenen Wochenende mussten deren Milizen mehrere empfindliche Niederlagen einstecken. Auch die Gefahr f&uuml;r den Mossul-Staudamm ist noch nicht gebannt, obwohl die Kurden am Donnerstag erneut einen IS-Angriff auf das gr&ouml;&szlig;te irakische Wasserreservoir abwehren konnten. Von dem Wasser h&auml;ngen Millionen von Menschen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-08\/irak-is-terroristen-gotteskrieger-erbil\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wo sind eigentlich die ganzen Schreih&auml;lse, die in Richtung Russland unnachgiebige H&auml;rte fordern und die Gewalttaten der prorussischen Separatisten anprangern? Ohne zu &uuml;bertreiben sind diese vermutlich Waisenknaben gegen die IS &ndash; unterstellt, dass der Abschuss des Fluges NH-17 kein Vorsatz war, sofern &uuml;berhaupt prorussische Separatisten beteiligt gewesen sein sollten. Wer dies f&uuml;r Unsinn h&auml;lt, kann einmal im Netz nach einem Propagandavideo der ISIS suchen. Dieses l&auml;sst sich mit etwas M&uuml;he ohne weiteres finden. Ich kann nur sagen da dreht es einem den Magen um. Eine Stunde lang nur brutalste Exekutionen von IS-Gegnern. Aber offenbar scheinen aktuell keine &ldquo;westlichen&rdquo; Interessen betroffen. Oder das gegeneinander Ausspielen von Sunniten und Schiiten passt ins Konzept. Da st&ouml;ren ein paar Kollateralsch&auml;den nicht weiter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ungleichheit boomt<\/strong><br>\n&laquo;Wie die zunehmende Einkommensungleichheit das Wirtschaftswachstum in den USA d&auml;mpft&raquo; heisst ein neues Papier aus der Forschungsabteilung von Standard &amp; Poor&rsquo;s. Der Titel ist selbsterkl&auml;rend. Im Dokument schildern die &Ouml;konomen, warum sie ihre Wachstumsprognose f&uuml;r die kommenden zehn Jahre von j&auml;hrlich 2,8 auf 2,5 Prozent gesenkt haben  und welchen Effekt ein zus&auml;tzliches Schuljahr f&uuml;r alle Amerikaner aufs BIP haben w&uuml;rde (es w&auml;re in f&uuml;nf Jahren um 2,4 Prozent h&ouml;her). Das Ergebnis an sich &uuml;berrascht nicht. Dass Bildung langfristig einer der wichtigsten Treiber von Wachstum und Wohlstand ist, hat die &ouml;konomische Forschung hinl&auml;nglich gezeigt. Auch dass arme Schichten in den USA kaum Zugang zu h&ouml;herer Bildung haben, ist bekannt (die Diskrepanz hat sich in den letzten zwanzig Jahren sogar vergr&ouml;ssert). Und in geneigten &Ouml;konomenkreisen werden die negativen Wachstumseffekte der Ungleichheit nicht erst seit der Kontroverse um Thomas Pikettys k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichtes Buch &laquo;Capital in the Twenty-First Century&raquo; diskutiert. Bemerkenswert an der Studie ist vielmehr die Autorenschaft. Standard &amp; Poor&rsquo;s ist ein Schwergewicht in der Finanzindustrie und richtet mit seinen Bonit&auml;tsratings &uuml;ber die Wirtschaftspolitik ganzer L&auml;nder. Hier klagt nicht irgendein franz&ouml;sischer Akademiker, sondern eine einflussreiche Finanzgesellschaft &uuml;ber die unfaire Verteilung des Reichtums. Und wenn ein solch zentraler Player beginnt, an gedanklichen Tabus zu r&uuml;tteln, dann l&auml;sst dies aufhorchen. Selbst ideologisch unvoreingenommene Wirtschaftsprognostiker h&auml;tten nun die Relevanz des Themas erkannt, bemerkt dazu die &laquo;New York Times&raquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/Ungleichheit-boomt\/story\/19512731\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<p><strong>How Increasing Income Inequality Is Dampening U.S. Economic Growth, And Possible Ways To Change The Tide<\/strong><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.globalcreditportal.com\/ratingsdirect\/renderArticle.do?articleId=1351366&amp;SctArtId=255732&amp;from=CM&amp;nsl_code=LIME&amp;sourceObjectId=8741033&amp;sourceRevId=1&amp;fee_ind=N&amp;exp_date=20240804-19:41:13#ContactInfo\">Global Credit Portal<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Rede vom &ldquo;ideologisch unvoreingenommenen Wirtschaftsprognostiker&rdquo; ist dann doch etwas heftig. Nat&uuml;rlich sind die gro&szlig;en Ratingagenturen an den Finanzpl&auml;tzen in New York und London in die Glaubenss&auml;tze und Interessen dieser Finanzpl&auml;tze eingebunden, d. h. z.B. dass die Regulierung der Finanzm&auml;rkte in klassischer neoliberaler Manier immer noch des Teufels  ist. Da wirft ein Papier noch lange nicht die Grundlagen der Gesch&auml;ftspolitik einer Ratingagentur &uuml;ber den Haufen, indem z.B. Staaten, die Einkommensungleichheit regulierend korrigieren wollen, gleich besser &lsquo;geratet&rsquo; werden. Oder wie werden, wenn die Studie von Standard &amp; Poor&rsquo;s staatliche Mehrausgaben f&uuml;r Bereiche wie Bildung, Gesundheit und Infrastruktur einfordert, L&auml;nder bewertet, die dadurch vielleicht neue Schulden aufbauen bzw. alten Schulden weniger schnell abbauen? &Uuml;berhaupt, was hei&szlig;t &ldquo;unvoreingenommen? Als ob die Ratingagenturen keine Interessen h&auml;tten. Es muss ja nicht gleich ein so extremes Szenario sein, das <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/boersen-und-weltwirtschaft-der-inszenierte-crash-1715589.html\">Thomas Straubhaar so beschrieb<\/a>: &ldquo;Wenn das Urteil einzelner Ratingagenturen in der Lage ist, einen B&ouml;rsen-Crash auszul&ouml;sen, dann muss die Versuchung gro&szlig; sein, mit dem Wissen einer Bonit&auml;ts&auml;nderung und einem geschickt inszenierten Finanztheater pr&auml;chtig Geld zu verdienen. Dabei sieht das Drehbuch folgenden Ablauf vor: Bevor auf dem weiten Parkett der Weltb&ouml;rsen eine gro&szlig;e Auff&uuml;hrung geboten wird, treffen sich hinter der B&uuml;hne still und heimlich ein Bonit&auml;tsw&auml;chter und ein Spekulant. Der Bonit&auml;tsw&auml;chter k&uuml;ndigt an, ein Land in der Kreditw&uuml;rdigkeit herabzustufen. Daraufhin verkauft der Spekulant blitzartig gro&szlig;e Pakete der betroffenen Staatsanleihen &ldquo;leer&rdquo;. Das hei&szlig;t, er verkauft heute zu hohen Kursen Staatsanleihen, die er noch gar nicht besitzt, die er sp&auml;ter, wenn die Kurse gefallen sein werden, zu g&uuml;nstigen Preisen kaufen wird. Dann &ouml;ffnet sich der Vorhang, es folgt der erste Akt. Nun gibt der Bonit&auml;tsw&auml;chter einem gebannt zuh&ouml;renden Weltpublikum die Herabstufung der Kreditw&uuml;rdigkeit eines Landes &ouml;ffentlich bekannt. Der zweite Akt ist durch allgemeine Hektik und Panik gepr&auml;gt. Er beginnt mit der Erwartung fallender Kurse und endet mit einer Selbsterf&uuml;llung genau dieser Prognose. Im dritten Akt kauft der Spekulant zu g&uuml;nstigen Kursen jene Staatspapiere, die er vor Vorstellungsbeginn bereits weiterverkauft hatte. Im Epilog treffen sich &ndash; wiederum au&szlig;erhalb des Scheinwerferlichts &ndash; Bonit&auml;tsw&auml;chter und Spekulant und freuen sich diebisch &uuml;ber den Gewinn, der durch die erfolgreiche Wette auf Kursverluste, die sie selber angeheizt hatten, m&ouml;glich wurde.&rdquo;<br>\nAber vielleicht ist es in der Tat schon etwas wert, wenn, wie der Tages-Anzeiger schreibt, W&ouml;rter wie &ldquo;Umverteilung&rdquo; ohne Vorurteile diskutiert werden &ldquo;Im Kontext der vielen Studien von Banken und Finanzdienstleistern, die letztlich auch ihrer reichen Kundschaft verpflichtet ist, markiert dies einen deutlichen Wechsel im Tonfall.&rdquo;- Zu den im Papier verwendeten Daten ist anzumerken, dass aktuellere Daten die zunehmende Einkommensungleicheit st&auml;rker hervortreten lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Bundesregierung tr&auml;umt<\/strong><br>\nWenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab, so lautet eine Weisheit der Dakota-Indianer. Aber was, wenn man es nicht merkt? Dann bleibt man sitzen und tr&auml;umt vom Galopp. Wie die Bundesregierung. Sie verharrt auf ihrem hohen, toten Ross, verteidigt ihre &bdquo;Rettungs-Strategie&ldquo; f&uuml;r Europa und betet die wirtschaftliche Lage gesund.<br>\nDie Unternehmen in der Euro-Zone investieren wieder weniger, die Investitionsquote ist im ersten Quartal 2014 auf 19,3 Prozent gefallen &ndash; deutlich weniger als sogar im Krisenjahr 2012. Italien ist wieder in der Rezession, im zweiten Quartal 2014 sank die Wirtschaftsleistung der drittgr&ouml;&szlig;ten Euro-&Ouml;konomie um 0,2 Prozent.<br>\nAuch in Deutschland sieht es nicht gut aus: Die Industrie erhielt im Juni den zweiten Monat in Folge weniger Auftr&auml;ge, die Bestellungen aus der Euro-Zone nahmen um zehn Prozent ab. Kein Wunder, da Merkel die besten Kunden deutscher Unternehmen mit ihrer K&uuml;rzungsstrategie in die Knie gezwungen hat. Im zweiten Quartal ist die Industrieproduktion um 1,5 Prozent gegen&uuml;ber Vorquartal gesunken, die gesamte Wirtschaftsleistung d&uuml;rfte ebenfalls geschrumpft sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/die-bundesregierung-traeumt.html\">Michael Schlecht, MdB (Die Linke)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Banken<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gegen den Machtmissbrauch der Banken!<\/strong><br>\nWas tun? Aufzeichnung einer &ouml;ffentlichen Veranstaltung mit Christoph Rinneberg, Aktivist bei der Initiative Ordensleute f&uuml;r den Frieden (IOF) in Frankfurt am Main Christoph Rinneberg geh&ouml;rt  zur  Initiative  Ordensleute  f&uuml;r  den Frieden (IOF),  genauer  gesagt,  zu  ihrem  Freundeskreis,  der  sich nach  der  IOF-Gr&uuml;ndung  vor  30  Jahren  bald  gebildet  hat.  Diese Initiative  um  Gregor B&ouml;ckermann hat  1999 den  BCC-Preis  f&uuml;r Zivilcourage  im  Kampf  gegen Wirtschaftsverbrechen erhalten.  Rinneberg hat  f&uuml;r  die  IOF und  in Verbindung  mit  den  Kritischen  Aktion&auml;ren gegen  die  sich  allm&auml;chtig geb&auml;rdende  Deutsche  Bank  seit  vielen Jahren  Reden  gehalten,  die  &uuml;ber etliche  kritische  Medien  &ldquo;drau&szlig;en&rdquo;  viele  Menschen  erreicht  haben.  Er berichtet &uuml;ber die K&auml;mpfe der winzigen IOF u.a. gegen die Goliath-&auml;hnliche Bank  und  ihren Machtmissbrauch.  Getragen  sind diese K&auml;mpfe  nicht von der  Erwartung auf  einen  raschen  Paradigmen- oder  gar  Systemwechsel, wohl  aber  von  der  Hoffnung,  &uuml;ber  die Entschleierung von Gesch&auml;ftspraktiken der letztlich von allen B&uuml;rgerinnen  und  B&uuml;rgern  zu verantwortenden Legitimit&auml;t  den  Boden  zu entziehen. In  diesem  Sinne hat  der  &ldquo;Fall Mollath&rdquo;  die  f&uuml;r  unsichtbar gehaltene  strukturelle &ndash; ja kriminelle &ndash; Gewalt  des  Systems  offenbart und  m&uuml;sste  zu  einem  breiten und machtvollen  B&uuml;ndnis  gegen  den chronischen Missbrauch von Bankenmacht f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/martin-betzwieser\/gegen-den-machtmissbrauch-der-banken\">Martin Betzwieser via Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Beh&ouml;rden: Notfallpl&auml;ne von Banken ger&uuml;gt<\/strong><br>\nDie amerikanische Zentralbank Federal Reserve und die Einlagensicherungsbeh&ouml;rde FDIC haben Notfallpl&auml;ne (&laquo;living wills&raquo;) von elf der gr&ouml;ssten Banken weltweit als unglaubw&uuml;rdig eingestuft und eine &Uuml;berarbeitung gefordert. Unter den Finanzh&auml;usern sind auch die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse (CS) sowie die Deutsche Bank. Die Notfallpl&auml;ne, auch als &laquo;Testamente&raquo; der Banken bekannt, sollen eine Sanierung und Abwicklung systemrelevanter Finanzinstitute im Krisenfall erm&ouml;glichen und gehen auf die 2010 verabschiedete Dodd-Frank-Act zur&uuml;ck. Die Rettung solcher systemrelevanter Banken auf Kosten der Steuerzahler soll so in Zukunft vermieden werden. Die Kritik der Beh&ouml;rden bezieht sich auf die von den elf Grossbanken im Jahr 2013 eingereichten Notfallpl&auml;ne. Diese machten Annahmen, welche die Beh&ouml;rden als &laquo;unrealistisch&raquo; oder &laquo;inad&auml;quat unterst&uuml;tzt&raquo; betrachteten, teilten Federal Reserve und FDIC mit. Diese betr&auml;fen das wahrscheinliche Verhalten von Kunden, Gegenparteien, Investoren und Regulatoren. Zudem seien die n&ouml;tigen &Auml;nderungen in den Unternehmensstrukturen nicht erfolgt und nicht einmal identifiziert. Im vergangenen Monat haben die Banken bereits neue Pl&auml;ne eingereicht. Die Stellungnahme gibt keine Auskunft dar&uuml;ber, ob diese in der Evaluation ber&uuml;cksichtigt wurden. Trotz Tausenden Seiten an Material, das die Banken eingereicht h&auml;tten, zeigten die Notfallpl&auml;ne keinen glaubw&uuml;rdigen oder klaren Weg durch eine Insolvenz auf, der nicht von unrealistischen Annahmen ausgehe sowie direkte oder indirekte staatliche Unterst&uuml;tzung erforderlich mache, teilte der stellvertretende Chef der FDIC, Thomas Hoenig, mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/notfallplaene-von-banken-geruegt-1.18357933?extcid=Newsletter_07082014_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vielleicht ein notwendiger Schuss vor den Bug der EZB, die im Oktober eine Beurteilung der Bilanzen der 130 gr&ouml;&szlig;ten Banken in der Eurozone (Stresstest) herausgibt. Wenn schon die ganz Gro&szlig;en als unglaubw&uuml;rdig eingestuft werden, wie sieht es  dann mit dem Rest aus? Die Aussage einer EZB-Sprecherin l&auml;sst ahnen, dass die EZB den Test viel zu lasch angeht: &ldquo;Die Banken haben viel getan, um ihre Bilanzen zu s&auml;ubern und zu st&auml;rken, seit wir den Gesundheitscheck angek&uuml;ndigt haben. Das ist ermutigend und geht in die richtige Richtung.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Anklage gegen Deutsch-Banker offenbar fertig<\/strong><br>\nDie Entscheidung ist gefallen: Die fr&uuml;here F&uuml;hrungsriege der Deutschen Bank wird im Fall Leo Kirch angeklagt. Der jetzige Ko-Chef J&uuml;rgen Fitschen ist wohl auch dabei&hellip;<br>\nDie M&uuml;nchner Staatsanwaltschaft hat ihre jahrelangen Ermittlungen gegen Josef Ackermann und andere Exchefs der Deutschen Bank abgeschlossen&hellip;<br>\nBetroffen sind demnach auch der fr&uuml;here Vorstandssprecher Rolf-Ernst Breuer und der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Clemens B&ouml;rsig sowie der einstige Vorstand Tessen von Heydebreck. Offenbar richtet sich die Anklage auch gegen den jetzigen Ko-Vorstandsvorsitzenden J&uuml;rgen Fitschen&hellip;<br>\nIn dem Milliardenprozess, den Kirch daraufhin nach seiner Pleite im Jahr 2002 gegen das Finanzinstitut angestrengt hatte, sollen die fr&uuml;heren Manager die Unwahrheit gesagt haben, um die Schadensersatzforderungen abzuwenden. Die Staatsanwaltschaft wertet dies als versuchten Prozessbetrug beziehungsweise als Falschaussage&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/recht-steuern\/prozess-um-leo-kirch-anklage-gegen-deutsch-banker-offenbar-fertig-13084695.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Bank of America will Rekordsumme an US-Justiz zahlen<\/strong><br>\nSo viel Geld hatte noch kein Unternehmen an die US-Justiz &uuml;berweisen m&uuml;ssen: Bis zu 17 Milliarden Dollar will die Bank of America an das Justizministerium zahlen und sich damit auf einen Vergleich einigen. Der Vorwurf: Die Bank soll Kunden get&auml;uscht haben&hellip;<br>\nBei dem Verfahren geht es um Vorw&uuml;rfe, die Bank habe Investoren beim Verkauf von Hypothekenpapieren hinters Licht gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/strafe-fuer-us-grossbank-bank-of-america-vor-rekordvergleich-mit-us-justiz-1.2080376\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Paul Krugman: Obamas zweiter Erfolg<\/strong><br>\nDie Gegner der Gesundheitsreform werden das zwar nie zugeben, aber Obamacare sieht mehr und mehr nach einem gro&szlig;en Erfolg aus. Die Kosten sind niedriger als gedacht, und die Zahl der unversicherten Amerikaner sinkt schnell, besonders in den Staaten, die nicht versucht haben, das Programm zu sabotieren. Obamacare funktioniert.<br>\nWie aber steht es mit dem anderen gro&szlig;en Vorsto&szlig; der Administration, der Finanzreform? Die Dodd-Frank Reform Bill hatte ja sogar eine noch schlechtere Presse als Obamacare, verspottet von der Rechten als wirtschaftsfeindlich und von der Linken als hoffnungslos unzul&auml;nglich. Und genauso wie Obamacare ist sie sicherlich nicht die Reform, die man frei von politischen Zw&auml;ngen entwickelt h&auml;tte.<br>\nAber ebenso wie Obamacare funktioniert die Finanzreform sehr viel besser als der normale Nachrichtenkonsument denken w&uuml;rde. Sehen wir uns besonders zwei wichtige Teile von Dodd-Frank an: Die Schaffung einer Agentur zum Schutz der Verbraucher vor irref&uuml;hrenden oder betr&uuml;gerischen Verkaufstechniken f&uuml;r Finanzprodukte und die Bem&uuml;hungen, &ldquo;too big to fail&rdquo; (zu gro&szlig;, um zu scheitern) zu beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/08\/04\/opinion\/paul-krugman-dodd-frank-financial-reform-is-working.html?_r=0\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was der Staat kann<\/strong><br>\nOhne &ouml;ffentliche Investitionen g&auml;be es weder Internet noch Nanotechnologie<br>\nOft wird behauptet, die N&ouml;te der &bdquo;peripheren&ldquo; L&auml;nder der Eurozone, etwa Portugals und Italiens, seien durch einen &bdquo;verschwenderischen&ldquo; &ouml;ffentlichen Sektor verursacht. Dabei wird das Offensichtliche &uuml;bersehen: dass diese L&auml;nder eher an einem stagnierenden &ouml;ffentlichen Sektor leiden, der die strategischen Investitionen vers&auml;umt hat, die erfolgreichere Kernl&auml;nder wie Deutschland seit Jahrzehnten t&auml;tigen.<br>\nDie Macht der Ideologie ist so gro&szlig;, dass sie leicht eine verzerrte Wahrnehmung der Fakten bewirkt. Was die 2007 einsetzende Finanzkrise betrifft, so lie&szlig;en sich viele Leute sp&auml;ter einreden, deren Hauptursache sei die Verschuldung der &ouml;ffentlichen Haushalte &ndash; dabei war es eindeutig die exzessive private Schuldenaufnahme (haupts&auml;chlich auf dem US-Immobilienmarkt)&hellip;<br>\nEinen unternehmerisch handelnden Staat zu fordern ist im Grunde keine &bdquo;neue&ldquo; Industriepolitik, denn der Staat ist ja bereits aktiv, wenn auch eher im Verborgenen. Wie Fred Block und Matthew Keller einleuchtend dargelegt haben, h&auml;ngt man die steuernden Eingriffe des Staats nicht an die gro&szlig;e Glocke, um nicht Widerst&auml;nde der konservativen Rechten herauszufordern.(3)<br>\nOb in der Computerbranche, beim Internet, in der pharmazeutischen Industrie, der Bio- und Nanotechnologie oder bei der gr&uuml;nen Revolution: Immer war es der Staat, der allen Widrigkeiten zum Trotz wagte, &uuml;ber das scheinbar Unm&ouml;gliche nachzudenken. Er schuf die neuen technologischen Chancen, finanzierte die gro&szlig;en Anfangsinvestitionen, erm&ouml;glichte einem dezentralen Netzwerk von Akteuren risikoreiche Forschungsvorhaben und stie&szlig; am Ende dynamische Entwicklungs- und Kommerzialisierungsprozesse an&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.search?ik=1&amp;mode=erw&amp;tid=2014%2F08%2F08%2Fa0042&amp;ListView=0&amp;sort=3&amp;tx=Was+der+Staat+kann&amp;qu=MONDE\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch in der neuen Ausgabe von Le Monde diplomatique gibt es wieder viele interessante Beitr&auml;ge, u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Armes Tier &ndash; Fleischproduktion global von Hilal Sezgin<\/em><\/li>\n<li><em>Hundert Jahre Panama-Kanal von Toni Keppeler<\/em><\/li>\n<li><em>Chaos und Maschinensprache von Alexander Ehmann<\/em><\/li>\n<li><em>Land unter in Bosnien &ndash; Nach den &Uuml;berschwemmungen kommt die Solidarit&auml;t in Exjugoslawien zur&uuml;ck von Philippe Bertinchamps und Jean-Arnault D&eacute;rens<\/em><\/li>\n<li><em>Das Besondere an Gaza &ndash; Seit der Antike wollen H&auml;ndler und Eroberer das Gebiet kontrollieren von Alain Gresh<\/em> <\/li>\n<li><em>Selbstbewusste Schotten &ndash; Was die Leute von Glasgow bis Pentland Firth mit der Unabh&auml;ngigkeit gewinnen k&ouml;nnen von Neal Ascherson<\/em><\/li>\n<li><em>Rettung f&uuml;r den Tschadsee &ndash; Ein l&auml;nder&uuml;bergreifendes Projekt soll das lebenswichtige Reservoir erhalten von Romano Prodi<\/em><\/li>\n<li><em>F&uuml;r New York mit Marx und Machiavelli &ndash; Bill de Blasio, der geliebte und gehasste B&uuml;rgermeister von Eric Alterman<\/em> <\/li>\n<li><em>Kalkutta &ndash; Farben einer Stadt &ndash; von Devapriya Roy<\/em><\/li>\n<li><em>Klassenkampf in den Alpen &ndash; Das Edelwei&szlig; und die Tugenden des st&auml;dtischen B&uuml;rgertums von Tobias Scheidegger<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Ab heute am Kiosk und als Beilage zur taz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Action und Adventure im Bikini? Protest gegen Bundeswehrwerbung im Jugendmedium Bravo<\/strong><br>\nDas Deutsche B&uuml;ndnis Kindersoldaten kritisiert die verharmlosende Form der Nachwuchswerbung der deutschen Bundeswehr: Mit Begriffen wie &raquo;Action&laquo;, &raquo;Adventure&laquo;, &raquo;Team-Challenge&laquo; und &raquo;Sport am Strand&laquo; wirbt die Bundeswehr &ndash; wie bereits 2012 &ndash; aktuell wieder im Jugendmedium Bravo f&uuml;r ihre sogenannten Adventure Camps. Das Deutsche B&uuml;ndnis Kindersoldaten ruft zum Protest auf.<br>\nDie in der Werbung verwendeten Bilder zeigen Sommer, Sonne, Strand und Meer und haben mit der Realit&auml;t von Milit&auml;reins&auml;tzen nichts zu tun. Die im Kriegsgebiet drohenden Gefahren wie Verwundung, Tod, Traumatisierung oder das T&ouml;ten von Menschen werden in der Kampagne nicht angesprochen. &raquo;Milit&auml;rwerbung bei Minderj&auml;hrigen, vor allem wenn sie so einseitig und realit&auml;tsfern ist wie die der Bundeswehr in der Bravo, ist nicht nur ethisch fragw&uuml;rdig &ndash; sie ist auch nicht mit den v&ouml;lkerrechtlichen Verpflichtungen der UN-Kinderrechtskonvention vereinbar&laquo;, sagt Ralf Willinger, Kinderrechtsexperte bei terre des hommes und Sprecher des Deutschen B&uuml;ndnis Kindersoldaten. Die Zielgruppe der aktuellen Werbema&szlig;nahmen ist erschreckend jung: Die Kernleserschaft der Bravo ist zwischen zw&ouml;lf und 17 Jahre alt, auch Zehnj&auml;hrige lesen das Blatt aus dem Bauer Verlag. Viel Geld flie&szlig;t in derartige Werbema&szlig;nahmen f&uuml;r Minderj&auml;hrige. Im Jahr 2012 hatte der Bauer-Verlag nach Angaben der Bundeswehr 215.000 Euro f&uuml;r die Werbung erhalten. Die Camps, f&uuml;r die sich 16- bis 19-J&auml;hrige bewerben k&ouml;nnen, kosteten damals weitere 40.000 Euro. Die Kosten der aktuellen Kampagne sind nicht bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/40844\/2802558\/action-und-adventure-im-bikini-protest-gegen-bundeswehrwerbung-im-jugendmedium-bravo\">terre des hommes in presseportal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu die <a href=\"http:\/\/www.bravo.de\/specials\/bw\/adventure-camps-2014-die-grosse-team-challenge-zu-gast-bei-der-luftwaffe-auf-sardinien\">Werbung in Bravo<\/a>. Das passt zu unserem gestrigen Interview <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22721\">&bdquo;Quo vadis Bundeswehr?&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vorhabendokumentation: Bundesregierung will geplante Gesetze geheim halten, wir ver&ouml;ffentlichen sie trotzdem<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat eine interne Liste mit fast 100 Gesetzen und anderen geplanten Vorhaben f&uuml;r diese Legislaturperiode. Unsere Anfrage nach Informationsfreiheitsgesetz wurde abgelehnt, weil eine Offenlegung die &ldquo;ungest&ouml;rte interne Meinungsbildung&rdquo; gef&auml;hrden w&uuml;rde. Wir haben das Dokument trotzdem erhalten und ver&ouml;ffentlichen die vollst&auml;ndige Vorhabendokumentation.<br>\nDie Bundesregierung hat ein technisches Informationssystem, in das die Ressorts melden, welche Gesetze und andere Ma&szlig;nahmen sie so vorhaben. Daraus wird dann jeden Monat automatisch eine &ldquo;Vorhabendokumentation&rdquo; erstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/vorhabendokumentation-bundesregierung-will-geplante-gesetze-geheim-halten-wir-veroeffentlichen-sie-trotzdem\/\">Netzpolitik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man kann einer Regierung nicht vorwerfen, dass sie zur internen Arbeitskontrolle die Vorhaben, die sich aus dem Koalitionsvertrag ergeben oder die die Ressorts unabh&auml;ngig davon plant auflistet. Interessant ist nicht der Vorgang, sondern die Liste.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Sozialrebellen<\/strong><br>\nWer jetzt glaubt, dass Christine Haderthauer fertig sei, der hat die Mechanismen des bayerischen Establishments nicht begriffen. Aff&auml;ren und Skandale schaden nicht &ndash; sie sind Initiationsritus. Wenn man den richtig managt, sitzt man in Bayern fester im Sattel denn je.<br>\nDie sogenannte &raquo;Modellauto-Aff&auml;re&laquo; ist nat&uuml;rlich ein dreckiges kleines Geschichtchen, in der Dreistigkeit, elit&auml;re Impertinenz und Bereicherung auf Kosten eines Dritten sich zu einem Lehrst&uuml;ck in Sachen Gesch&auml;ftst&uuml;chtigkeit mausert. 2,6 Millionen Euro haben die Haderthauers mit Modellen verdient. Der K&uuml;nstler, ein in Haft sitzender M&ouml;rder, erhielt daf&uuml;r lediglich 200 Euro im Monat. Die ganze Aff&auml;re ist eine bodenlose Frechheit, ein abermaliger Beweis, wie sich als moralische Instanzen auff&uuml;hrende Menschen aus dem Establishment, v&ouml;llig unmoralisch verhalten. Eine weitere Hoene&szlig;iade aus dem S&uuml;den.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/941637.die-sozialrebellen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Datenfluss aus dem Badezimmer &ndash; &Uuml;ber die Umwandlung des Privatlebens in Verm&ouml;genswerte<\/strong><br>\nDie Digitalisierung des Alltagslebens und die Gier des Finanzkapitalismus drohen alles &ndash; vom eigenen Genom bis hin zum Schlafzimmer &ndash; in produktive Verm&ouml;genswerte zu verwandeln. Esther Dyson, Aufsichtsratsmitglied von 23andme, dem Marktf&uuml;hrer im Bereich personalisierter Genomik, sagte, ihr Unternehmen sei &ldquo;wie ein Geldautomat, der Ihnen Zugang zu dem Reichtum verschafft, der in Ihren Genen verborgen liegt&rdquo;.<br>\nSelber schuld, wer sich dem Heil verweigert, das der Geldautomat aus Silicon Valley verspricht. Aus der &ldquo;&Ouml;konomie des Teilens&rdquo; auszuscheren, wird fr&uuml;her oder sp&auml;ter als Wirtschaftssabotage und Verschwendung kostbarer Ressourcen angesehen werden, die, nutzbar gemacht, das Wirtschaftswachstum beschleunigen k&ouml;nnen. Am Ende wird die Weigerung, zu &ldquo;teilen&rdquo;, ebenso viele Schuldgef&uuml;hle ausl&ouml;sen wie die Weigerung, zu sparen oder zu arbeiten oder seine Schulden zu bezahlen, und wieder einmal wird der d&uuml;nne Firnis der Moral dazu dienen, die Ausbeutung zu verschleiern. So ist es nur folgerichtig, dass die weniger Gl&uuml;cklichen, die bereits unter der Last der Sparpolitik &auml;chzen, ihre K&uuml;chen in Restaurants, ihre Autos in Taxis und ihre pers&ouml;nlichen Daten in Verm&ouml;genswerte umwandeln. Was bleibt ihnen anderes &uuml;brig? Aus der Sicht des Silicon Valley ist dies ein Triumph des Unternehmertums &ndash; eine spontane technologische Entwicklung, die mit dem Hier und Jetzt der Finanzkrise nicht das Geringste zu tun hat.<br>\nDank der zunehmenden Liquidit&auml;t der Daten und verbesserter Analyseinstrumente zapfen Banken bereits heute Big Data an, um auch den &ldquo;Unbilanzierbaren&rdquo; noch einen Kredit anzudrehen und gleichzeitig die wahren Abweichler zu identifizieren und auszusondern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/08\/08.mondeText1.artikel,a0029.idx,5\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Tomatenso&szlig;e f&uuml;r Ghana<\/strong><br>\nWas afrikanische Saisonarbeiter in Italien ernten, ruiniert die Landwirtschaft ihrer Heimat&hellip;<br>\nPrince und seine Kollegen sind &ldquo;die Unsichtbaren der Felder&rdquo;, die Arbeitskr&auml;fte, auf die sich ein Gro&szlig;teil der Landwirtschaft in S&uuml;ditalien st&uuml;tzt. Sie ernten Brokkoli, Zucchini, R&uuml;ben. Wenn im Sommer die Tomatensaison beginnt, arbeiten zehn- oder zwanzigmal so viele&hellip;<br>\nDie meisten arbeiten schwarz und im Akkord: 3,50 Euro gibt es f&uuml;r die 300-Kilo-Steige, das sind weniger als 20 Euro am Tag f&uuml;r eine anstrengende T&auml;tigkeit. Ohne Vertrag, ohne Krankenversicherung, der Gnade der &ldquo;Caporali&rdquo; ausgeliefert, die als Vermittler zwischen Arbeitern und Arbeitgebern auftreten. Wer tags&uuml;ber Hunger bekommt, isst heimlich eine Tomate. Erst am Abend geht es wieder in die H&uuml;tten&hellip;<br>\nDoch Navrongo ist heute nicht mehr der bl&uuml;hende Landstrich wie damals, als Prince Bony beschloss fortzugehen. Auf dem Marktplatz der kleinen Stadt, neben dem ein staubiger Fu&szlig;ballplatz liegt, kann man die Krise deutlich sp&uuml;ren. Es herrscht br&uuml;tende Hitze, der Markt ist halb leer, an den paar besetzten St&auml;nden sitzen die Frauen gelangweilt hinter ihrer Ware, die reifen Tomaten vergammeln langsam auf den Brettern. Die Kunden bevorzugen inzwischen aus dem Ausland importiertes Tomatenmark&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/08\/08.mondeText1.artikel,a0055.idx,11\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>NSU-Prozess: Verfassungsschutz soll Kripo &bdquo;massiv behindert&ldquo; haben<\/strong><br>\nMit schweren Vorw&uuml;rfen gegen den hessischen Verfassungsschutz ist am Mittwoch der M&uuml;nchner NSU-Prozess gegen Beate Zsch&auml;pe und vier mutma&szlig;liche Unterst&uuml;tzer in die Sommerpause gegangen. Als Zeugen waren zwei Kripo-Ermittler geladen, die den Mord an dem Besitzer eines Internet-Caf&eacute;s im April 2006 in Kassel untersuchten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/nazi-terror\/kriminalitaet-bei-kontrolle-drogenkonsum-in-fast-jedem-zehnten-auto-festgestellt_id_4043050.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Aus jedem Euro machen die Universit&auml;ten 2,30<\/strong><br>\n[&hellip;] &bdquo;Die langzeitlichen Wirkungen sind zun&auml;chst keine in Geldwert gemessenen Wirkungen. Universit&auml;ten sind an der permanenten Umgestaltung des Binnensystems Wirtschaft und seiner Verflechtungen erheblich beteiligt. Innovationen und die Schaffung neuer Technologien ver&auml;ndern die Arbeitsteilung in der Wirtschaft und tragen damit zu mehr Produktivit&auml;t und Wachstum bei. Forschungsf&ouml;rderung generiert auch Unternehmensgr&uuml;ndungen. Diese Unternehmen wiederum wachsen, tragen zum Bruttoinlandsprodukt bei und zahlen Steuern. Die langfristigen wirtschaftlichen Effekte sind auf jeden Fall deutlich gr&ouml;&szlig;er einzusch&auml;tzen als die kurzfristigen. Es gibt auch Versuche, so etwas zu berechnen und zu kalkulieren. In einer kanadischen Studie zum Beispiel wurden &uuml;ber einen Zeitraum von 50 Jahren Wirkungsgrade von sechs bis acht ermittelt &ndash; aus dem eingangs erw&auml;hnten Euro w&uuml;rden die Universit&auml;ten demnach langfristig sogar sechs bis acht Euro machen. Die eigentliche Wertsch&ouml;pfung liegt also um ein Vielfaches h&ouml;her.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-heidelberg.de\/studium\/journal\/2014\/07\/glueckler.html\">Universit&auml;t Heidelberg<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.N.:<\/strong> Bezeichnend ist genannter Abschnitt, da er aufzuzeigen vermag, wie sehr die kapitalistische Logik sich auch in der Wissenschaft durchgesetzt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Dieter Nuhr redet &ldquo;Fracking&rdquo; sch&ouml;n!<\/strong><br>\nMit charmant-trockenem Humor stellt sich Dieter Nuhr elementare Fragen: Wie kann Deutschland auf dem Weltmarkt &uuml;berleben, wenn sich die Aufsichtsr&auml;te weigern, bei der Spargelernte auszuhelfen? Jeden Donnerstag um zehn vor elf auf WDR 2.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/dieter_nuhr100.html\">WDR2<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.K.:<\/strong> Eben fiel mir doch fast das Br&ouml;tchen aus dem Mund, als ich den kabarettistisch gemeinten Beitrag von Herr Nuhr auf WDR2 geh&ouml;rt habe. Ich fasse es nicht. Hat Herr Nuhr eigentlich jemals daran gedacht, sich an seinen eigenen Spruch zu halten, den er vor Jahren gebracht hat: &ldquo;Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten&rdquo;?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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