{"id":22783,"date":"2014-08-12T09:13:53","date_gmt":"2014-08-12T07:13:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783"},"modified":"2015-11-09T15:56:58","modified_gmt":"2015-11-09T14:56:58","slug":"hinweise-des-tages-2188","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h01\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h02\">IS\/Kurden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h03\">Gaza\/Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h04\">TTIP\/Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h05\">Paul Krugman &ndash; Ungleichheit bremst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h06\">J&uuml;rgen Fitschen ist nun Angeklagter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h07\">Schwesig will Kinderrechte in Verfassung schreiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h08\">Zu krank zum Arbeiten &ndash; Rente mit 63 f&uuml;r viele unerreichbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h09\">Der Kinderreport &ndash; Nachwuchssorgen im Wohlstandsland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h10\">Im Zweifel gegen die Patienten? &ndash; Kampf um die Pflegestufe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h11\">Afrikas Leiden unter der &Uuml;berheblichkeit des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h12\">London im H&ouml;henrausch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h13\">Amnesty wirft US-Milit&auml;rbeh&ouml;rde Vers&auml;umnisse in Afghanistan vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h14\">Wenn die Uniform sprechen k&ouml;nnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h15\">Das M&auml;rchen von Rot-Rot-Gr&uuml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h16\">Zeitungskrise &ndash; In eigener Sache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h17\">Adieu, Deutschland! Vorsicht, Hollywood!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783#h18\">Gasland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22783&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wirtschaftskrieger auf Eskalationspfad<\/strong><br>\nDie Ukraine-Politik der Gro&szlig;en Koalition ist fatal. Frank-Walter Steinmeier schwankt zwischen seinen &ouml;ffentlich zur Schau gestellten Rollen als Wirtschaftskrieger auf der einen Seite und dem letzten gl&uuml;cklosen Diplomaten auf der anderen Seite hin und her. Dabei l&auml;sst sich der SPD-Au&szlig;enminister bereitwillig von den USA, von den regierenden Nationalisten und tonangebenden Faschisten in Kiew am Nasenring durch die diplomatische Arena ziehen. Willy Brandt w&uuml;rde sich im Grabe umdrehen. Das Erbe seiner Entspannungspolitik wird von seinen politischen Enkeln mit F&uuml;&szlig;en getreten. Das ist ein verantwortungsloser Umgang mit dem Frieden in Europa hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs.<br>\nWie &uuml;bel die christlich-sozialdemokratische Bundesregierung agiert, wird besonders deutlich, wenn man den Krisenverlauf in der Ukraine betrachtet. Denn die Ereignisse der letzten Monate bilden eine Kette der Ungeheuerlichkeiten: Pr&auml;sident Wiktor Janukowitsch wurde durch einen bewaffneten Mob gest&uuml;rzt, nachdem Scharfsch&uuml;tzen im Februar auf dem Maidan ein Blutbad angerichtet hatten. Bis heute liegen zu den Hintergr&uuml;nden keine unabh&auml;ngigen Ergebnisse vor. Offenbar hat die Regierung in Kiew an einer unabh&auml;ngigen Untersuchung kein Interesse. Der Bundesregierung ist das offenbar egal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/941963.wirtschaftskrieger-auf-eskalationspfad.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Russland liefert Hilfsg&uuml;ter in die Ostukraine<\/strong><br>\nRussland liefert in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Roten Kreuz (IRK) humanit&auml;re Hilfe in die von K&auml;mpfen ersch&uuml;tterte Ostukraine. Dar&uuml;ber informierte Kremlchef Wladimir Putin den EU-Kommissionspr&auml;sidenten Jos&eacute; Manuel Barroso am Montag bei einem Telefonat, wie der Kreml in Moskau mitteilte. Barroso warnte Putin nach Angaben der EU-Kommission vor &ldquo;einseitigen milit&auml;rischen Aktionen, unter egal welchem Vorwand, inklusive humanit&auml;rer Eins&auml;tze&rdquo;. Barroso habe Russland in dem Telefonat dazu aufgerufen, sicherzustellen, dass die Zivilbev&ouml;lkerung sicher und frei Konfliktregionen verlassen k&ouml;nne, erkl&auml;rte die EU-Kommission in Br&uuml;ssel. US-Pr&auml;sident Barack Obama hat der Hilfsaktion unter Leitung des Internationalen Roten Kreuzes in der Ostukraine bereits zugestimmt. Die Ukraine hat einem internationalem Hilfskonvoi f&uuml;r den Osten des Landes mit russischer Beteiligung zugestimmt. Pr&auml;sident Poroschenko sagte, Voraussetzung sei, dass der Einsatz unter der F&uuml;hrung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz stattfinde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kriegsregion-russland-liefert-hilfsgueter-in-die-ostukraine-1.2086456\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Immerhin sie reden miteinander, ob nun direkt oder indirekt, und verabreden etwas Friedliches. &ndash; Ach ja, Jos&eacute; Manuel Barroso ergreift vor seinem Ausscheiden die Chance, sich in die lange Schlange der Russlandmahner einzureihen. Und Anders Fogh Rasmussen gibt als Pausenclown den alten Cato: Ceterun censeo &hellip;  Nur anders herum.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&raquo;In Kiew ist der reinste Karneval der Reaktion&laquo;<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit Alan Freeman. &Uuml;ber Medienpropaganda im Ukraine-Konflikt, die Rolle des &raquo;Euromaidan&laquo;, innerimperialistische Konkurrenz und faschistische Hilfstruppen des Neoliberalismus<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/08-09\/001.php?sstr=\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Empfehlen Ihnen, die Propaganda einzustellen&laquo;<\/strong><br>\nEhemalige hochrangige US-Geheimdienstmitarbeiter haben am 29. Juli 2014 einen offenen Brief an US-Pr&auml;sident Barack Obama ver&ouml;ffentlicht. Er ist eine Reaktion auf die bisher durch nichts belegten Behauptungen und Beschuldigungen durch die US-Regierung im Zusammenhang mit dem Absturz von Malaysia-Airlines-Flug 17 &uuml;ber der Ostukraine und der sich zuspitzenden Konfrontation der USA mit Russland. Im Brief &uuml;ben sie nicht nur scharfe Kritik an der Art der &raquo;Beweisf&uuml;hrung&laquo;, die jeden Beleg schuldig bleibt. Die Verfasser des Briefes sind in der US-Organisation &raquo;Ehemalige Geheimdienstler f&uuml;r Vernunft&laquo; (Veteran Intelligence Professionals for Sanity, VIPS) zusammengeschlossen. Unter den Unterzeichnern befindet sich auch der ehemalige Technische Direktor der NSA, der lange vor Snowden zum &raquo;Wistleblower&laquo; gel&auml;uterte William Binney, der j&uuml;ngst vor dem NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags in Berlin ausgesagt hat&hellip;<br>\nEin Problem besteht darin, dass &ndash; ganz gleich wie gut die Arbeiten der Analysten sind &ndash; deren Ergebnisse dann keinen Eingang in den Entscheidungsprozess der US-Regierung und die &ouml;ffentlichen Stellungnahmen finden, wenn sie den politischen Zielen im Wege stehen. In den USA wurde diese Art des Umgangs mit geheimdienstlicher Arbeit bereits unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Zuge der aufkommenden Kommunistenhatz und des Kampfes gegen die Sowjetunion praktiziert. Das hie&szlig;, dass die Regierung in Washington dem F&uuml;hrungspersonal der Geheimdienste vorgab, welche Aufkl&auml;rungsergebnisse sie erwartet, um ihre aggressive Au&szlig;enpolitik m&ouml;glichst im Lichte demokratischer, freiheitlicher und menschenrechtlicher Hilfeleistungen erscheinen zu lassen&hellip;<br>\n&raquo;Wann immer Kerry vermeintliche &rsaquo;Beweise&lsaquo; vorgelegt hat, die unabh&auml;ngig &uuml;berpr&uuml;ft werden konnten &ndash; wie z.B. die gef&auml;lschten antisemitischen Flugbl&auml;tter im Osten der Ukraine oder die Fotos der Soldaten von angeblichen russischen Spezialeinheiten in der Ukraine &ndash; haben sich diese &rsaquo;Beweise&lsaquo; als Luftnummern entpuppt. Doch das waren kleine Kavaliersdelikte im Vergleich zu der faustdicken L&uuml;ge, die Kerry nicht weniger als 35mal am Tag des 30. August 2013 wiederholt hat, n&auml;mlich: &rsaquo;Wir wissen, dass die Regierung von Bashar Al-Assad in Syrien f&uuml;r den Chemiewaffeneinsatz vor neun Tage in der N&auml;he von Damaskus verantwortlich war.&lsaquo; Daf&uuml;r zog sich Kerry sogar die pers&ouml;nliche Kritik von Pr&auml;sident Putin zu, als der sagte: &rsaquo;Er l&uuml;gt, und er wei&szlig;, dass er l&uuml;gt. Es ist traurig.&lsaquo;&laquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/08-09\/033.php?sstr=rainer|rupp\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/consortiumnews.com\/2014\/07\/29\/obama-should-release-ukraine-evidence\/\">Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) &bdquo;Obama Should Release Ukraine Evidence&ldquo;, Consortiumnews.com<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>IS\/Kurden<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>BND fordert deutsche Waffen f&uuml;r Kurden<\/strong><br>\n&ldquo;Die Islamisten verf&uuml;gen &uuml;ber moderne Waffen aus den eroberten irakischen Milit&auml;rlagern, die Kurden sind dagegen hoffnungslos unterlegen&rdquo;, sagte der ehemalige Pr&auml;sident des Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning, der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;. Die Bundesregierung sollte den Kurden daher sofort moderne Waffen zur Selbstverteidigung zur Verf&uuml;gung stellen. Gr&uuml;nen-Chef Cem &Ouml;zdemir zeigte Verst&auml;ndnis f&uuml;r US-Waffenlieferungen an die kurdischen Peschmerga. Wenn &ldquo;Berlin und Br&uuml;ssel&rdquo; um Unterst&uuml;tzung gebeten w&uuml;rden, m&uuml;sse auch dort gepr&uuml;ft werden, &ldquo;wie ein Beitrag &uuml;ber die bestehende humanit&auml;re Hilfe hinaus aussehen kann&rdquo;, sagte er der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;.<br>\nDie Weltgemeinschaft d&uuml;rfe nicht zulassen, dass die Jahrtausende alte Existenz von Jesiden und Christen in der Region ende, erkl&auml;rte &Ouml;zdemir.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/ausland\/irak-bnd-fordert-deutsche-waffen-fuer-kurden\/10313692.html\">Wirtschaftswoche<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Von wem stammen eigentlich die modernen Waffen in den irakischen Milit&auml;rlagern, die die Islamisten erobert haben? Die IS-Extremisten, die weite Teile des Irak eingenommen haben, k&auml;mpfen mit hochwertigen Waffen der USA, <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/kampf-gegen-is-extremisten-usa-beginnen-mit-waffenlieferung-an-kurden\/10315928.html\">schreibt das Handelsblatt<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Waffen f&uuml;r die Kurden? Na, da w&uuml;rden ja bei unseren Verb&uuml;ndeten in Ankara sicher die Sektkorken knallen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>CDU-Politiker: Bundeswehr-Einsatz in Nordirak denkbar<\/strong><br>\nSPD und Gr&uuml;ne lehnten Waffenlieferungen in den Irak ab. Dies sei &raquo;keine Option&laquo;, sagte SPD-Generalsekret&auml;rin Yasmin Fahimi. Der Gr&uuml;nen-Wehrexperte Omid Nouripour warnte, den Konflikt durch Waffenlieferungen zus&auml;tzlich anzuheizen. Eine Aufr&uuml;stung der Kurden w&uuml;rde Nachbarstaaten wie die T&uuml;rkei oder den Iran &raquo;wahnsinnig nerv&ouml;s&laquo; machen, sagte Nouripour im Deutschlandradio Kultur. In beiden L&auml;ndern gibt es kurdische Minderheiten.<br>\nDie Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke erneuerte ihre Kritik an den US-Luftangriffen &raquo;auf die in St&auml;dten und D&ouml;rfern verschanzten Djihadisten im Nordirak&laquo;, diese &raquo;gef&auml;hrden nur die Zivilbev&ouml;lkerung&laquo;. Sie verwies darauf, dass &raquo;effektiven Widerstand gegen die Terrorbanden&laquo; derzeit kurdische Milizen &raquo;insbesondere die Guerilla der Arbeiterpartei Kurdistans PKK&laquo; leisten w&uuml;rden. Die PKK solle daher von den &raquo;Terrorlisten von EU und USA&laquo; gestrichen werden; zudem forderte Jelpke, &raquo;die &uuml;ber die T&uuml;rkei und die Golfstaaten laufende Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Djihadisten&laquo; zu unterbinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/942075.cdu-politiker-bundeswehr-einsatz-in-nordirak-denkbar.html\">ND<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bevor man nun &uuml;ber den Einsatz von Bundeswehreinheiten schwadroniert sollten einige Fragen hinsichtlich des milit&auml;rischen Erfolges des IS gestellt werden. Da w&auml;re die Frage weshalb nach wie vor die Hauptroute f&uuml;r islamistische K&auml;mpfer nach Syrien und in den Irak &uuml;ber die T&uuml;rkei verl&auml;uft? Ob der &bdquo;Westen&ldquo; nicht ebenfalls zum Erfolg des IS beigetragen hat? Liegt der Ursprung nicht auch in der blinden Anheizung des syrischen B&uuml;rgerkriegs durch den &ldquo;Westen&rdquo;? Mit der Folge, dass dort nun die islamistischen Verb&auml;nde die Oberhand haben und die prowestlichen und s&auml;kular ausgerichteten Kr&auml;fte in den Hintergrund gedr&auml;ngt wurden. All das um Russland, dessen lokaler Verb&uuml;ndeter Assad ist, unbedingt eins auszuwischen. Weshalb bekommt der IS wesentliche finanzielle Unterst&uuml;tzung aus  den Golfstaaten Katar, Kuwait und Saudi-Arabien, ohne dass dies bisher unterbunden wird?  Warum hat man der brutale Macht- und Ausgrenzungspolitik des irakischen Ministerpr&auml;sident Nuri al-Maliki gegen die Sunniten solange tatenlos zu geschaut?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gaza\/Israel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Jeder gr&auml;bt sich tiefer ein<\/strong><br>\nDrohungen und Verleumdungen sollen die Linke in Israel mundtot machen. Wo bleibt die Unterst&uuml;tzung?, fragt der Schriftsteller Assaf Gavron. [&hellip;]<br>\nDie israelische Gesellschaft ist militanter, intoleranter und unnachgiebiger als je zuvor. Es scheint nur noch eine Stimme zu geben, die, orchestriert von der Regierung und Armeesprechern, getragen von einem Clan loyaler Massenmedien wie den gro&szlig;en TV-Nachrichtenkan&auml;len, den auflagenstarken Zeitungen und Websites, in jedem Winkel des Landes widerhallt. Nur diese eine Stimme wird geh&ouml;rt. Versuche, Widerspruch zu artikulieren, Fragen zu stellen, zu protestieren, eine andere Farbe einzubringen als die des Konsenses, werden bestenfalls l&auml;cherlich gemacht oder herablassend behandelt. In anderen F&auml;llen werden Abweichler zum Ziel von Bedrohungen, Verleumdungen und Angriffen. Leute, die nicht &ldquo;unsere Truppen unterst&uuml;tzen&rdquo;, werden als Verr&auml;ter betrachtet. Den Zeitungen, welche das Vorgehen der Armee hinterfragen, wird vorgeworfen, die Moral zu untergraben. In Tel Aviv wurde anl&auml;sslich einer Demonstration der Linken gegen den Krieg ein Gegenprotest des rechten Fl&uuml;gels organisiert, dessen Teilnehmer die Linken verpr&uuml;gelten. Der Journalist Gideon Levy von der Tageszeitung Ha&rsquo;aretz, dessen propal&auml;stinensischer Standpunkt seit vielen Jahren bekannt ist, &auml;u&szlig;erte sich gegen Milit&auml;rpiloten, die Bomben auf Kinder und Zivilisten abwerfen &ndash; und ist Schm&auml;hungen wie nie zuvor ausgesetzt. Es gab Morddrohungen f&uuml;r meinen Freund, den Schriftsteller Etgar Keret, der in einer Zeitung erkl&auml;rt hatte, warum die israelische Armee diesen Krieg nicht gewinnen k&ouml;nne, sowie f&uuml;r seine Frau, die Filmregisseurin Shira Geffen, die das Kinopublikum aufforderte, sich im Gedenken an die pal&auml;stinensischen Kinder, die bei der israelischen Offensive get&ouml;tet wurden, zu erheben, die Drohungen schlossen auch ihren Sohn ein. Die ber&uuml;hmte Komikerin Orna Banai verlor ihren Werbevertrag mit einem gro&szlig;en Unternehmen, weil sie gesagt hatte: &ldquo;Ich sch&auml;me mich f&uuml;r mein Land, das von Hass und Engstirnigkeit beherrscht wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/33\/israel-gaza-krieg-linke-assaf-gavron\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Demo ohne Denkverbote<\/strong><br>\nRund 2.000 Menschen haben am Samstag in Berlin f&uuml;r ein sofortiges Ende der israelischen Angriffe auf den Gazastreifen sowie f&uuml;r eine Aufhebung der Blockade- und Besatzungspolitik demonstriert. Die Teilnehmer folgten einem Aufruf eines breiten B&uuml;ndnisses von &uuml;ber 50 Organisationen, zu denen die Pal&auml;stinensische Gemeinde in Deutschland, die Arbeitsgruppe Nahost der Berliner Gr&uuml;nen sowie der Verein &bdquo;J&uuml;dische Stimme f&uuml;r gerechten Frieden in Nahost&ldquo; z&auml;hlten.<br>\nEs war die erste Demonstration, bei der sich pal&auml;stinensische, deutsche und j&uuml;dische Gruppierungen zusammengeschlossen haben, um gemeinsam f&uuml;r ein Ende des Gazakrieges zu demonstrieren. Seit dem Ausbruch des Krieges vor knapp f&uuml;nf Wochen gingen in mehreren St&auml;dten propal&auml;stinensische Demonstranten auf die Stra&szlig;e. Immer wieder wurde ihnen Antisemitismus vorgeworfen.<br>\nDie Veranstalter der Berliner Demonstration am Wochenende distanzierten sich deshalb vorab von jeglichen rassistischen, antisemitischen und antimuslimischen Parolen. Und die Teilnehmer hielten sich daran. Das best&auml;tigte auch ein Polizeisprecher. Mit harter Kritik an der aktuellen israelischen und deutschen Politik sparten sie dennoch nicht.<br>\nIris Hefets vom Verein &bdquo;J&uuml;dische Stimme f&uuml;r gerechten Frieden in Nahost&ldquo; sagte zur taz, der Verein fordere die sofortige Aufhebung der Gaza-Blockade, die Einstellung deutscher Waffenlieferungen an Israel sowie die Anklage der israelischen Regierung vor einem internationalen Gerichtshof. Den Antisemitismusvorwurf an Pro-Pal&auml;stina-Demonstranten bezeichnete Hefets als eine von deutschen Medien befeuerte Debatte. Damit sollten Demonstrationen gegen Israel delegitimiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Israel-Kritik-in-Berlin\/!143938\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>TTIP\/Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&ldquo;Das ist ein Anschlag auf die parlamentarische Demokratie&rdquo;<\/strong><br>\nHeribert Prantl &uuml;ber TTIP, Grundrechte und direkte Demokratie. Teil 1<br>\nIm Rechtsstaat postmodernen Zuschnitts scheint es mittlerweile so zu sein: Leute wie Bernie Ecclestone und Josef Ackermann, die &uuml;ber die n&ouml;tigen finanziellen Ressourcen verf&uuml;gen, k&ouml;nnen sich aus dem Geltungsbereich der Gesetze freikaufen; die Rechtssph&auml;re f&uuml;r Menschen, die sich in festen Arbeitsverh&auml;ltnissen befinden, ist zwar noch einigerma&szlig;en intakt; aber die rechtliche Situation f&uuml;r all jene, die aus dem &ouml;konomischen Verwertungsprozess hinausfallen, also Arbeitslose, Rentner, dauerhaft Kranke und Migranten sowie andere Missliebige pr&auml;sentiert sich durchwegs prek&auml;r.<br>\nWie sieht es momentan &uuml;berhaupt mit den Grundrechten aus?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42456\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Freihandelsabkommen oder Demokratiezerst&ouml;rer?<\/strong><br>\nInternationale Vertr&auml;ge sind problematisch, weil sie die Handlungsfreiheit von Bev&ouml;lkerungen langfristig stark einschr&auml;nken k&ouml;nnen. Das gilt vor allem dann, wenn Klauseln erst nach Ratifizierung ver&ouml;ffentlicht werden oder wenn sie mit privaten Anw&auml;lten besetzte Schiedsgerichte einf&uuml;hren, in denen Konzerne Staaten auf entgangenen Gewinn verklagen d&uuml;rfen, weil ihnen demokratisch beschlossene Marktregeln nicht gefallen. All das k&ouml;nnte f&uuml;r das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zutreffen, das derzeit geheim verhandelt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42271\/1.html\">heise.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Dossier mit interessanten Beitr&auml;gen zum geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<p>\/li&gt;<\/p>\n<\/li><li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Ungleichheit bremst<\/strong><br>\nSeit mehr als drei Jahrzehnten stimmen beinahe alle, die in der amerikanischen Politik eine gewisse  Rolle spielen, darin &uuml;berein, dass h&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche und h&ouml;here Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Arme dem &ouml;konomischen Wachstum geschadet haben.<br>\nLiberale sehen dies im allgemeinen als einen Abstrich, den zu machen es wert ist, sie argumentieren, dass es sich lohnt, den Preis in Form eines niedrigeren Bruttosozialprodukts zu zahlen, um bed&uuml;rftigen Mitb&uuml;rgern zu helfen. Konservative verfechten hingegen den Trickle-Down-Effekt und bestehen darauf, dass die beste Politik die ist, den Reichen die Steuern zu senken, Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Armen drastisch zu k&uuml;rzen und darauf zu vertrauen, dass ein Aufschwung allen Auftrieb gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/08\/08\/opinion\/paul-krugman-inequality-is-a-drag.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>J&uuml;rgen Fitschen ist nun Angeklagter<\/strong><br>\nDie M&uuml;nchner Staatsanwaltschaft hat ihre Vorw&uuml;rfe gegen den Chef der Deutschen Bank eingereicht. Nun entscheidet der Richter, ob er den Prozess er&ouml;ffnet. [&hellip;]<br>\nDass die bereits seit L&auml;ngerem erwartete Anklage nunmehr vorliegt, wird von den Beh&ouml;rden noch nicht best&auml;tigt. Erst sollen die Betroffenen die Akten mit den Anschuldigungen zugestellt bekommen und somit offiziell in Kenntnis gesetzt werden. Die Betroffenen: Das sind neben Fitschen dessen Vorg&auml;nger Josef Ackermann und Rolf Breuer, au&szlig;erdem Clemens B&ouml;rsig, ehedem Vorstand und Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, und Ex-Vorstand Tessen von Heydebreck. Sie alle sollen versucht haben, bei dem vom inzwischen verstorbenen Medienmagnaten Leo Kirch gegen das Geldinstitut betriebenen Schadensersatzprozess die M&uuml;nchner Justiz zu t&auml;uschen. Alle Beschuldigten weisen das zur&uuml;ck.<br>\nFitschen sagt seit langem, er habe &ldquo;weder gelogen, noch betrogen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsche-bank-juergen-fitschen-ist-nun-angeklagter-1.2085444\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schwesig will Kinderrechte in Verfassung schreiben<\/strong><br>\nBundesfamilienministerin Manuela Schwesig will mit einer Verfassungs&auml;nderung die Rechte von Kindern st&auml;rken. &ldquo;Kinderrechte werden in Deutschland nicht gen&uuml;gend wertgesch&auml;tzt&rdquo;, sagte die SPD-Politikerin dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL, &ldquo;eine solche Erg&auml;nzung im Grundgesetz w&uuml;rde die Situation von Kindern und Jugendlichen in vielen Lebensbereichen wirksam verbessern.&rdquo; Konkret sollen Kinder bei Pflegeeltern k&uuml;nftig mehr Schutz erfahren. Jugend&auml;mter und Gerichte k&ouml;nnten sich dann bei ihren Entscheidungen, wo ein Kind leben soll, st&auml;rker nach dem Kindeswohl richten und nicht nach dem Vorrecht der Eltern, das im Grundgesetz verankert ist. In einem Papier aus Schwesigs Ministerium hei&szlig;t es: &ldquo;Wirkt eine R&uuml;ckkehr in die Herkunftsfamilie nicht mehr als Heimkehr, sondern als Trennung einer nunmehr zu den Pflegeeltern hergestellten Eltern-Kind-Bindung, dann m&uuml;ssen wir diese Bindung sch&uuml;tzen.&rdquo; Widerstand erwartet Schwesig von der Unionsfraktion, die die starke Stellung der leiblichen Eltern in der Verfassung nicht gef&auml;hrden will. Dennoch will Schwesig beim Koalitionspartner f&uuml;r ihr Vorhaben werben: &ldquo;Es w&auml;re gut, wenn wir &uuml;ber alle Parteigrenzen hinweg eine breite Mehrheit f&uuml;r die Umsetzung erreichen w&uuml;rden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/schwesig-will-kinderrechte-in-verfassung-schreiben-a-985266.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Geht es der Bundesministerin als quasi h&ouml;chste Vertreterin der Exekutive im Familienbereich tats&auml;chlich um das Kindeswohl oder in erster Linie um das Herstellen von Rechtssicherheit f&uuml;r untergeordnete Institutionen -insbesondere auf kommunaler Ebene? Denn nicht selten haben das h&ouml;chste deutsche Gericht und der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte deutschen Beh&ouml;rden quasi einen &ldquo;Strich durch die Rechnung&rdquo; gemacht und zugunsten leiblicher Eltern entschieden &ndash; und diesen Kindern ist offensichtlich nichts gef&auml;hrliches dadurch widerfahren. Einige Beschl&uuml;sse sind u.a. hier in einer Anmerkung benannt: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22521#h08\">Jugend&auml;mter nehmen so viele Kinder in Obhut wie nie zuvor<\/a>.<\/em><br>\n<em>Interessant in diesem Kontext ist ein Schwesig-Interview aus dem Jahr 2012 &ndash; unter dem Eindruck der in einer Pflegefamilie gestorbenen Chantal. Dort sagte sie u.a.:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Ich will dennoch sagen, dass es oftmals auch f&uuml;r Kinder gut sein kann, zu Pflegeeltern zu kommen. Wenn jetzt diese F&auml;lle oder der Fall Chantal zum Beispiel, der bekannt wurde, den Eindruck erweckt, alle Pflegeeltern w&auml;ren so, w&auml;re das fatal.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Denn wir haben tolle Pflegeeltern, die sich um die Kinder k&uuml;mmern, die die Kinder behandeln wie ihre eigenen und in diesem Wirrwarr auch von B&uuml;rokratie sich durchschl&auml;ngeln f&uuml;r diese Kinder. Das will ich oder muss ich sagen, weil sonst auch da ein falscher Eindruck entsteht.<\/em><br>\n<em>Lassen Sie mich auf einen Punkt noch kommen, den ich schwierig finde, wo ich auch eine Gefahr f&uuml;r den Kinderschutz in Zukunft sehe: Wir brauchen Kinderrechte im Grundgesetz. Das blockiert derzeit die Bundesregierung. Und das Betreuungsgeld, das gezahlt werden soll, ist auch eine Gefahr f&uuml;r den Kinderschutz. Zum Beispiel: Wir haben Familien, die &uuml;berfordert sind mit ihrer Erziehung, wo aber keine Gewalt herrscht. Und da sagen wir: Diese Kinder sollen am Tag in eine Kita gehen, um gute F&ouml;rderung und Bildung zu haben, und wir unterst&uuml;tzen die Eltern, wieder eine ordentliche Tagesstruktur zu bekommen.&rdquo; Das kann hier nachgelesen werden: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/wir-brauchen-kinderrechte-im-grundgesetz.1008.de.html?dram:article_id=164568\">Wir brauchen Kinderrechte im Grundgesetz<\/a>&ldquo;<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Im Grundgesetz sind Kinderrechte l&auml;ngst verankert &ndash; ebenso die Rechte von Frauen und M&auml;nnern. In Art. 1 Abs. 1 steht u.a. &ldquo;Die W&uuml;rde des Menschen ist unantastbar.&rdquo; Von einem Alter, Geschlecht und anderen erdenklichen menschlichen Eigenschaften ist keine Rede.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zu krank zum Arbeiten &ndash; Rente mit 63 f&uuml;r viele unerreichbar<\/strong><br>\nLaut Deutscher Rentenversicherung Bund wechselten im vergangenen Jahr 66.441 Arbeitnehmer wegen psychischer Erkrankungen in die Erwerbsminderungsrente &ndash; 732 mehr als im Vorjahr und 19.351 mehr als 2005. &ldquo;Die besondere Dramatik liegt im Durchschnittsalter der Betroffenen&rdquo;, sagt Susanne Weinbrenner, bei der Rentenversicherung f&uuml;r Sozialmedizin zust&auml;ndig. Das durchschnittliche Alter beim Beginn der Erwerbsminderungsrente wegen psychischer Leiden liegt bei rund 49 Jahren. Bei den weniger zahlreichen Fr&uuml;hrenten wegen Knochen-Muskel-Problemen, Krebs oder Herz-Kreislauf-Krankheiten sind die Betroffenen zum Rentenbeginn im Schnitt dagegen bereits 53 bis 56 Jahre alt.<br>\n&ldquo;Die Ursachen sind vielf&auml;ltig&rdquo;, sagt Ingo N&uuml;rnberger, Sozialpolitik-Experte des Deutschen Gewerkschaftsbundes. &ldquo;Doch die Gestaltung der Arbeitszeit, der konkreten Arbeitsbedingungen und das F&uuml;hrungsverhalten in Unternehmen sind zentral.&rdquo; Die Industrie schraube die Anforderungen vielfach hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/politik\/deutschland\/article131043906\/Zu-krank-zum-Arbeiten-Rente-mit-63-fuer-viele-unerreichbar.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Kinderreport &ndash; Nachwuchssorgen im Wohlstandsland<\/strong><br>\n&ldquo;Deutschland hat zu wenig Kinder!&rdquo; lesen wir seit Jahren in der Zeitung. Die vom Statistischen Bundesamt ermittelte Geburtenziffer betr&auml;gt gerade mal 1,4 Kinder pro Frau. Seit Jahren lebt Deutschland in Angst vor der eigenen Demografie. Schon jetzt stehen sechs Kinder bis 18 Jahren sieben Rentnern gegen&uuml;ber. Aber ist das wirklich ein Problem? Was erwartet die Babys von heute? Und warum sind wir Schlusslicht im europ&auml;ischen Vergleich? Der &ldquo;Kinderreport&rdquo; macht sich auf Faktensuche und landet in hoch emotionalem Terrain.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.ardmediathek.de\/Die-Story-im-Ersten-Der-Kinderreport-Nachwuchssorgen-im-Wohlstandsland?docId=22889722&amp;pageId=13932928\">ARD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Im Zweifel gegen die Patienten? &ndash; Kampf um die Pflegestufe<\/strong><br>\nDie Reportage zeigt den Kampf von Patienten und deren Angeh&ouml;rigen um Gerechtigkeit. Im Film begegnen den Zuschauern verzweifelte Menschen, die sich von den Kassen und dem MDK betrogen f&uuml;hlen. Die Recherchen best&auml;tigen: Mit zum Teil absurden Begr&uuml;ndungen werden Versicherte um ihre berechtigten Anspr&uuml;che gebracht. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/im-zweifel-gegen-den-patienten\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=13900532\/159pt2l\/index.html\">SWR Report<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Afrikas Leiden unter der &Uuml;berheblichkeit des Westens<\/strong><br>\nDabei ist Ebola keineswegs ein unbekannter Keim, eine biochemische Gei&szlig;el, die gerade eben erst aus dem Urwald gesprungen ist und nun erst einmal unter die Mikroskope gelegt werden m&uuml;sste. Virologen kennen das Virus seit 40 Jahren. Warum also gibt es kein Mittel dagegen?<br>\nF&uuml;r Pharmafirmen ist die Entwicklung einer Ebola-Arznei nicht lukrativ<br>\nDie h&auml;ufigste Erkl&auml;rung lautet, es sei schlicht zu teuer. Pharmafirmen nennen eine Summe von bis zu einer Milliarde Euro: So viel w&uuml;rde es kosten, einen Wirkstoff gegen die Infektion zu entwickeln; aber ohne Garantie, dass der Wirkstoff das Leiden beenden kann. Und diese Krankheit, die bis zum Freitag mindestens 1700 Menschen befallen und vermutlich mehr als 1000 get&ouml;tet hat, tritt dann doch zu selten auf, als dass sich der Aufwand f&uuml;r die Pharmakonzerne lohnte. [&hellip;]<br>\nZumindest f&uuml;r die in Afrika. Als zwei infizierte amerikanische Helfer vor einigen Tagen in ihre Heimat ausgeflogen wurden, bekamen sie einen Antik&ouml;rpermix, der mit staatlicher Unterst&uuml;tzung von einem Biotech-Unternehmen in Kalifornien entwickelt worden war. Auch diese Arznei war nie zuvor an Menschen getestet worden, deshalb ist sie f&uuml;r eine Behandlung nicht zugelassen. Es wei&szlig; auch niemand, wie gut sie eigentlich hilft. Aber zumindest ist da etwas, das man Patienten anbieten kann, wenn sie in Lebensgefahr schweben.<br>\nAber warum nur Amerikanern und Westeurop&auml;ern? Wer die Wahl zwischen dem wahrscheinlichen Tod und einer Doch-noch-Chance auf &Uuml;berleben hat, muss weder in Amerika noch in Deutschland aufgewachsen sein, um zu verstehen, dass es nun keine gro&szlig;e Wahl mehr gibt. Es geht darum zu handeln &ndash; aber vor allem in Afrika, weniger in Amerika.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/kampf-gegen-ebola-afrikas-leiden-unter-der-ueberheblichkeit-des-westens-1.2081971\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Kommentar charakterisiert es treffend, nach den Gesetzten des freien Marktes lohnt sich die Entwicklung eines Wirkstoffes gegen den Ebola-Erreger nicht, da zu wenig Menschen betroffen sind bzw. sterben. Und da die kapitalistischen Zentren nicht direkt betroffen sind.<\/em><br>\n<em>Gerade im Gesundheitsbereich l&auml;sst sich so die irre Logik der neoliberalen Ideologie sehr gut zeigen. In einem v&ouml;llig freien Markt w&uuml;rde sich der Grad medizinischer Versorgung nur danach bemessen welche (finanziellen) Ressourcen der Einzelnen zur Verf&uuml;gung hat. Wer &uuml;ber hohe Ressourcen verf&uuml;gt kann sich exzellente Gesundheitsleistungen auf dem Markt kaufen, wer wenig hat nur das was f&uuml;r seine beschr&auml;nkten Mittel angeboten wird. Wer nichts hat, hat Pech gehabt, wie die von der Ebolaepidemie betroffenen Menschen in Afrika oder wie immer noch Millionen US-B&uuml;rger ohne Krankenversicherung.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Alles richtig, jedoch hat die Argumentation auch einen Haken. Was w&auml;re denn, wenn das &bdquo;neue&ldquo; Ebola-Medikament ZMapp sich als Flopp herausstellt? Was w&auml;re, wenn es schwerste Nebenwirkungen ausl&ouml;st? Zu Recht wird immer wieder kritisiert, dass Gro&szlig;konzerne unfertige Medikamente in Afrika an Menschen testen. Die Zulassungsbeh&ouml;rden bewegen sich hier auf einem sehr schmalen Grat, da es um ein Medikament geht, dass noch nie an Menschen getestet wurde und das ohnehin nur in sehr kleinen Chargen verf&uuml;gbar ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>London im H&ouml;henrausch<\/strong><br>\nEs ist nicht der normale Immobilien-Irrsinn einer Metropole, der hier h&ouml;rbar und sichtbar wird. In London findet gerade eine architektonische Umw&auml;lzung statt, wie sie in der Geschichte dieser Stadt seit Jahrhunderten nicht mehr vorkam. 236 neue Hochh&auml;user werden im Moment gebaut oder sind in Planung, davon etwa ein F&uuml;nftel 160 Meter oder h&ouml;her. London steckt im H&ouml;henrausch. Wenn auch nur ein Teil dieser Pl&auml;ne verwirklicht wird, wird sich die Skyline so radikal ver&auml;ndern wie seit 1719 nicht mehr, als die St.Paul&rsquo;s-Kathedrale ihre Kuppel aufgesetzt bekam.<br>\nDas an sich w&auml;re nicht schlimm, aber viele Entw&uuml;rfe f&uuml;r die neuen Geb&auml;ude sind einfallslos, h&auml;sslich oder fallen aus ihrer Umgebung. Au&szlig;erdem wird ein betr&auml;chtlicher Teil der neuen Baumasse aus Luxuswohnungen bestehen, in die reiche Russen, Chinesen oder &Ouml;lmillion&auml;re vom Persischen Golf investieren. Allm&auml;hlich mutiert die Stadt zu einer Immobilien-Bank, in der das obere eine Prozent der globalen Geldelite sein Verm&ouml;gen in H&auml;usern und Apartments parkt. In eine Heimat f&uuml;r die Superreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/wohnen-in-london-hochhaus-boom-veraendert-die-skyline-a-982799.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ist das die Zukunftsvision eines entfesselten Finanzkapitalismus, die in London bereits konkrete Gestalt annimmt? Die Innenst&auml;dte der Metropolen sind nur noch ein Tummelplatz f&uuml;r die globale Finanzelite der Superreichen, w&auml;hrend der Normalb&uuml;rger an die Peripherie verdr&auml;ngt wird, da er sich das Wohnen in den St&auml;dten schon l&auml;ngst nicht mehr leisten kann, die kulturellen, gastronomischen und Konsumangebote dort dann auch nicht mehr. Leider streift der Artikel diese Frage nur am Rande und kapriziert sich prim&auml;r auf architektur&auml;sthetische Probleme.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Amnesty wirft US-Milit&auml;rbeh&ouml;rde Vers&auml;umnisse in Afghanistan vor<\/strong><br>\nSchwere Vorw&uuml;rfe gegen die US-Milit&auml;rjustiz: Laut Amnesty International hat sie Hinweise auf Kriegsverbrechen in Afghanistan durch amerikanische Soldaten ignoriert&hellip;<br>\nDarin werden zehn Luftangriffe und n&auml;chtliche Razzien der US-Streitkr&auml;fte zwischen 2009 und 2013 beschrieben, bei denen nach Amnesty-Recherchen 140 Zivilisten ums Leben gekommen sind, darunter 50 Kinder. &ldquo;In keinem der von uns untersuchten F&auml;lle wurde &uuml;berhaupt ein Strafverfahren eingeleitet&rdquo;, sagt Caliskan. F&uuml;r den Bericht befragte Amnesty 125 Zeugen und Angeh&ouml;rige von Opfern. Obwohl die US-Armee in den meisten F&auml;llen Untersuchungen angek&uuml;ndigt habe, seien die Angeh&ouml;rigen und Augenzeugen fast nie angeh&ouml;rt worden, beklagt die Organisation.<br>\nAmnesty fordert eine umfassende Untersuchung der dargestellten F&auml;lle und eine Reform der US-Milit&auml;rjustiz. Bisher entscheide keine unabh&auml;ngige Ermittlungsbeh&ouml;rde &uuml;ber die Einleitung von Verfahren, sondern milit&auml;rische Befehlshaber.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-08\/afghanistan-amnesty-studie\">Zeit.de<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/sh\/ygcsdk3au2qw552\/AACXojGCrW6pX0-MR74CYwCGa\/Left%20In%20The%20Dark%20Afghanistan%20web.pdf%20\">Left in the Dark, Failures of accountability for civilian Casualties caused by international military operations in Afghanistan, Amnesty International [PDF &ndash; 2,3 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wenn die Uniform sprechen k&ouml;nnte<\/strong><br>\nWas empfindet ein UN-Soldat, der beim Morden zusehen muss? Wie in Ruanda, in Srebrenica oder der Zentral-afrikanischen Republik. Unsere Autorin ist mit einem Offizier verheiratet und gibt Seminare f&uuml;r die UN. Ihr haben sich viele der Soldaten anvertraut.<br>\n&hellip; Aber in den neuen Kriegen, in die man heutzutage geschickt wird, ist es anders, fuhr er fort. &ldquo;Die Chefs der bewaffneten Gruppen haben sich meistens selbst zu Gener&auml;len oder Obersten ernannt. Sie sind keine drei&szlig;ig Jahre alt. Sie sind nicht durch Ausbildung aufgestiegen, sondern weil sie die Schlechtesten waren. Aber das System ist unklar. Man erkennt sie als Kriegspartei an, mit der man verhandeln muss &ndash; und man stellt gegen sie internationale Haftbefehle aus, die niemand ausf&uuml;hrt. Diese Leute sind Banditen, Verbrecher, aber werden nicht als solche behandelt.&rdquo; Eines Tages schrieb der niederl&auml;ndische Offizier seiner Frau aus einer Versammlung eine SMS: &ldquo;Ich sitze an einem Tisch, um den sich mindestens tausend Jahre Haft versammeln. Wir trinken Kaffee.&rdquo; Er meinte das nicht als Witz, er war betroffen. Als ich ihn fragte, warum, erz&auml;hlte er mir von den vergewaltigten Frauen, von den get&ouml;teten oder terrorisierten Menschen, von den gepl&uuml;nderten, verlassenen D&ouml;rfern, und davon, dass diese Chefs, wenn sie vom Tisch zu ihren Gruppen zur&uuml;ckgehen, wahrscheinlich den Befehl geben: Weitermachen! &ldquo;Ich h&auml;tte gern eine Granate gehabt oder ihnen eine Kugel in den Kopf gejagt&rdquo;, f&uuml;gte er hinzu. &ldquo;Nicht ihretwegen. Sondern wegen der vielen Leben, die ich vielleicht gerettet h&auml;tte.&rdquo; &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2014%2F08%2F09%2Fa0144&amp;cHash=c50bd6700fd18434616dcba666aede1c\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das M&auml;rchen von Rot-Rot-Gr&uuml;n<\/strong><br>\nIn Th&uuml;ringen herrscht vor der Landtagswahl eine wilde Debatte &uuml;ber eine m&ouml;gliche rot-rote oder rot-rot-gr&uuml;ne Koalition. Dass daraus etwas wird, darf man bezweifeln &ndash; denn schon haben die Sozialdemokraten wieder das Bild der &bdquo;Roten Socke&ldquo; ausgepackt, um eine Koalition mit der Linkspartei zu verhindern. Die CDU nimmt diese Sto&szlig;richtung im Wahlkampf dankbar an und warnt die Bundes-SPD vor einer rot-roten Koalition in Th&uuml;ringen. Und die Gr&uuml;nen Schauen sich das Theater auf Landesebene aus weiter Ferne an und reagieren zur&uuml;ckhaltend auf die Frage eines m&ouml;glichen Dreierb&uuml;ndnisses.<br>\nIm Bund fallen deutlichere Worte &ndash; jedoch in eine ganz andere Richtung. In der &bdquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&ldquo; betonte die Gr&uuml;nen-Fraktionschefin Katrin G&ouml;ring-Eckardt, dass Schwarz-Gr&uuml;n 2017 m&ouml;glich sei. Aus der CDU h&ouml;rt man &auml;hnliche Stimmen: Horst Seehofer sagte in der Welt am Sonntag, dass Schwarz-Gr&uuml;n schon bei der letzten Bundestagswahl m&ouml;glich gewesen w&auml;re, wenn der damalige Gr&uuml;nen-Spitzenkandidat J&uuml;rgen Trittin nicht mit am Tisch gesessen h&auml;tte. Auch CDU-Generalsekret&auml;r Peter Tauber sprach sich f&uuml;r eine Koalition mit den Gr&uuml;nen aus.<br>\nDie Zeichen stehen also auf Schwarz-Gr&uuml;n. Was sollte auch aus Sicht von CDU und Gr&uuml;nen dagegen sprechen? In Hessen funktioniert die Konstellation gut &ndash; und das Bundesland hat den Ruf als Experimentierfeld f&uuml;r die Bundesebene. So war es auch 1985, als in Hessen die erste rot-gr&uuml;ne Landesregierung beschlossen wurde und sich in den folgenden Jahren als feste Koalitionsgr&ouml;&szlig;e etablierte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/stefan-simon\/das-maerchen-von-rot-rot-gruen\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nach schwarz-gr&uuml;n in Hessen sollte 2017 einer schwarz-gr&uuml;nen Koalition im Bund nichts im Wege stehen. Damit w&auml;re die SPD richtig angeschmiert und ihrer inzwischen einzigen Existenzberechtigung als Mehrheitsbeschafferin f&uuml;r die CDU beraubt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zeitungskrise &ndash; In eigener Sache<\/strong><br>\nDie Zeitungen stecken in der gr&ouml;&szlig;ten Krise ihrer Geschichte. Das liegt nicht nur am Internet. Anlass genug, &uuml;ber unsere eigene Branche nachzudenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/zeitungen-in-der-krise-medienwandel-und-internet-13089556.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">FAZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein nett zu lesender, nostalgischer Artikel &uuml;ber den Niedergang der Zeitungslesekultur.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Adieu, Deutschland! Vorsicht, Hollywood!<\/strong><br>\nDrei Nachrichten von gestern: Amazon ruft alle Leser in der Welt zu Protestschreiben an die amerikanische Verlagsgruppe Hachette auf. Amazon streicht in den Vereinigten Staaten Filme des Kinokonzerns Disney aus seinem DVD-Angebot. Und Amazon will vierzig Prozent seines Versands deutschsprachiger B&uuml;cher k&uuml;nftig &uuml;ber Auslieferungslager in Polen und der Tschechischen Republik abwickeln. Drei Nachrichten, aber eine Botschaft: Amazon l&auml;sst nicht nach in seinem mit allen Mitteln betriebenen Bem&uuml;hen um Preisvorteile in einem ohnehin schon von dem Internetunternehmen dominierten Markt.<br>\nZur letzten Nachricht zuerst: Die Verlagerung gro&szlig;er Teile des Buchversands aus den bestehenden deutschen Auslieferungslagern in neu zu errichtende Vertriebszentren in unmittelbarer N&auml;he der Grenzen ist vor allem eine Reaktion auf die andauernden Proteste der deutschen Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gegen die Arbeitsbedingungen bei Amazon. Im in Bad Hersfeld angesiedelten gr&ouml;&szlig;ten hiesigen Vertriebszentrum sowie am Standort Leipzig rei&szlig;en seit mehr als einem Jahr Streiks der Belegschaft nicht mehr ab, mit denen die Erh&ouml;hung der L&ouml;hne auf die Tarifuntergrenzen erzwungen werden soll. Nicht nur die Warenauslieferung ist dadurch behindert worden, auch die Reputation von Amazon hat durch die entsprechende Berichterstattung Schaden genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/amazon-verlagert-vertrieb-und-nimmt-disney-ins-visier-13092277.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Arbeitspl&auml;tze in gewerkschaftsfreie Billiglohnstandorte verlagern und Gewinne steuerfrei nach Luxemburg und Irland transferieren. So funktioniert die EU.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Gasland<\/strong><br>\n&Uuml;berall in den USA wird intensiv nach Schiefergas gesucht. Das Ziel besteht darin, durch die Gasgewinnung unabh&auml;ngig von Erd&ouml;limporten zu werden und somit die Energieautonomie des Kontinents zu gew&auml;hrleisten. Halliburton, das marktf&uuml;hrende Unternehmen f&uuml;r Gasf&ouml;rderung in den USA, hat das Fracking entwickelt. Dabei wird nach Tiefenbohrungen Wasser, zumeist mit Quarzsand und chemischen Zus&auml;tzen vermischt, in das Gestein gepresst, um dort Risse zu erzeugen und offen zu halten. Dadurch wird die Durchl&auml;ssigkeit der Gesteinsschicht erh&ouml;ht, und Fluide wie Erdgas, Erd&ouml;l oder Wasser k&ouml;nnen leichter zur Bohrung flie&szlig;en und an die Oberfl&auml;che gef&ouml;rdert werden.<br>\nDank dieser F&ouml;rdertechnik wollen die USA zum &ldquo;Saudi-Arabien des Schiefergases&rdquo; werden. Aber welche Gefahren birgt diese Methode? Als der Filmemacher Josh Fox ein Schreiben erhielt, in dem er aufgefordert wurde, seinen Boden f&uuml;r Bohrungen zu vermieten, beschloss er, durchs Land zu fahren und den wohl geh&uuml;teten Geheimnissen, L&uuml;gen und Giften auf die Spur zu kommen. In den Staaten Colorado, Wyoming, Utah und Texas suchte der Regisseur vom neuen Gasboom betroffene Landsleute auf und sprach mit Wissenschaftlern, Politikern und Vertretern der Gasindustrie.<br>\nDas Ergebnis seiner Untersuchungen lautete: Das Fracking ist eine Umweltkatastrophe von nie gekanntem Ausma&szlig;. Verschmutzung der Luft, der Wasserwege, des Grundwassers, chronische Gesundheitsprobleme, Tiersterben und brennbares Trinkwasser sind Folgen dieser umstrittenen Technik der Rohstoffgewinnung.<br>\nDer Dokumentarfilm von Josh Fox ist eine aufregende Untersuchung, die die Welt vor einer Katastrophe warnt, die durch das Fracking drohen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/048120-000\/gasland\">arte<\/a>\n<p><em>Sendetermin: Dienstag, 12. 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