{"id":22826,"date":"2014-08-14T08:33:43","date_gmt":"2014-08-14T06:33:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826"},"modified":"2014-08-14T10:24:59","modified_gmt":"2014-08-14T08:24:59","slug":"hinweise-des-tages-2190","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h01\">Nordirak<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h02\">&Auml;gypten: T&ouml;tungen in Rabaa und andere T&ouml;tungen wohl Verbrechen gegen die Menschlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h03\">Syria: Yarmouk under siege &ndash; a horror story of war crimes, starvation and death<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h04\">Lebanon: Denied refuge: Palestinians from Syria seeking safety in Lebanon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h05\">Endgame um die Ukraine?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h06\">Verbraucherpreise Juli 2014: +&nbsp;0,8&nbsp;% gegen&uuml;ber Juli 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h07\">Schlittert Deutschland in die Rezession?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h08\">Sanktionspolitik: Europa am Abgrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h09\">&bdquo;545 Euro&ldquo; &ndash; Modernes Kaffeesatzlesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h10\">Gustav Horn: Blo&szlig; nicht die Steuern senken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h11\">&ldquo;Wir brauchen die Volksgesetzgebung als zweiten gesetzgeberischen Strang&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h12\">Ansturm auf Rente mit 63 &ndash; Mittelstand f&uuml;rchtet Verlust von Fachkr&auml;ften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h13\">Bundesagentur l&auml;sst &auml;ltere Arbeitslose im Stich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h14\">Ohne Lohn: Ausbeutung griechischer Arbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826#h15\">Unicef: 2050 muss Afrika zwei Milliarden ern&auml;hren<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22826&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nordirak<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Steinmeier: Waffenlieferungen nicht ausgeschlossen<\/strong><br>\nBundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) schlie&szlig;t k&uuml;nftige Waffenlieferungen an die kurdischen Peschmerga-K&auml;mpfer nicht aus. Das sagte er im ZDF heute journal. Zudem k&uuml;ndigte er humanit&auml;re Hilfen f&uuml;r den Irak an.&nbsp;<br>\nIn der Debatte um m&ouml;gliche Hilfs- und Waffenlieferungen in den Irak fordert Steinmeier mehr Entschlossenheit, auch auf europ&auml;ischer Ebene: &ldquo;Wir k&ouml;nnen Kurdistan jetzt nicht alleine lassen und zusehen, wie dort Menschen abgeschlachtet werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/bundesaussenminister-steinmeier-schliesst-waffenlieferungen-in-den-irak-nicht-laenger-aus.-34497976.html\">heute.de<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wirtschaftsminister und Vizekanzler Gabriel will R&uuml;stungsexporte einschr&auml;nken, Au&szlig;enminister Steinmeier will die R&uuml;stungsexportrichtlinien aufweichen. Siehe bei heute.de auch diese Richtlinien und weiter interessante fragen.<\/em><br>\n<em>Warum muss Deutschland immer das tun, was die Amerikaner, die Franzosen oder m&ouml;glicherweise auch die Italiener zu tun gedenken, n&auml;mlich Waffen zu liefern? Warum kann sich eigentlich Deutschland nicht auf humanit&auml;re Hilfslieferungen beschr&auml;nken? <\/em><br>\n<em>Hat man immer noch nicht gelernt, wie sich die gelieferten Waffen ziemlich schnell gegen die eigene Bev&ouml;lkerung richten k&ouml;nnen oder in falsche H&auml;nde kommen k&ouml;nnen, so dass man wie im Irak gegen die selbst gelieferten Waffen k&auml;mpfen muss. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschlands Hilfe f&uuml;r Nordirak: Pl&ouml;tzlich einsatzbereit<\/strong><br>\nErst sagte die Bundesregierung Nein, jetzt will sie die Kurden im Kampf gegen die IS-Terroristen doch mit milit&auml;rischer Ausr&uuml;stung unterst&uuml;tzen. Selbst Waffenlieferungen sind kein Tabu mehr. Warum dieser Zickzackkurs?<br>\nSigmar Gabriel ist immer f&uuml;r einen Alleingang gut. Und so stellt sich am Vormittag im Berliner Willy-Brandt-Haus die Frage: Prescht der SPD-Chef unabgestimmt vor? Wie sonst w&auml;re zu erkl&auml;ren, dass der Vizekanzler pl&ouml;tzlich die bisherige Haltung der Bundesregierung &uuml;ber den Haufen wirft: Gerade hat sich Gabriel mit einer Delegation der Jesiden getroffen, deren Volk von den Horden des &ldquo;Islamischen Staats&rdquo; (IS) im Nordirak bedroht wird &ndash; nun schlie&szlig;t er Waffenlieferungen zur IS-Bek&auml;mpfung nicht mehr kategorisch aus.<br>\nWenig sp&auml;ter wird klar: Gabriel bricht nicht mit der Regierungslinie. Diese hat sich vielmehr &uuml;ber Nacht verschoben &ndash; und zwar deutlich. Deutschland will nicht mehr am Rande stehen, wenn es darum geht, einen V&ouml;lkermord im Nordirak zu verhindern.<br>\nNur zwei Stunden nach dem SPD-Chef k&uuml;ndigt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen an, dass Deutschland zwar keine Waffen, aber immerhin milit&auml;rische Ausr&uuml;stung an den Irak liefern werde. Und schlie&szlig;lich l&auml;sst sich Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeierwortgewaltig in der &ldquo;FAZ&rdquo; zitieren: &ldquo;Ich bin angesichts der dramatischen Lage daf&uuml;r, bis an die Grenzen des politisch und rechtlich Machbaren zu gehen.&rdquo;<br>\nEs ist der gleiche Au&szlig;enminister, der noch am Montag in aller Vorsicht betonte, dass sich Deutschland allein auf humanit&auml;re Hilfe im Nordirak konzentriere. Diese wollte man aufstocken, aber die kurdischen K&auml;mpfer aufzur&uuml;sten, so wie es die Amerikaner bereits seit Tagen tun und wie es die EU-Partner Frankreich und Italien ebenfalls fordern, das kam f&uuml;r die Bundesregierung nicht infrage. Die R&uuml;stungsexportrichtlinien w&uuml;rden die Lieferung in Kriegs- oder Krisengebiete verbieten, hie&szlig; es.<br>\nDoch auf Richtlinien zu verweisen, reicht nicht angesichts der &ldquo;unaussprechlichen Verbrechen&rdquo;, wie auch die Regierung die Taten der IS-Milizen nennt. Diese Einsicht muss sich binnen Stunden im Kanzleramt, im Ausw&auml;rtigen Amt und Verteidigungsministerium durchgesetzt haben, nachdem man das politische Stimmungsbild zun&auml;chst wohl falsch eingesch&auml;tzt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/is-terror-im-irak-deutschland-will-kurden-aufruesten-a-985740.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Arno Kl&ouml;nne: Das Teuflische wegbombardieren<\/strong><br>\nEin Spiegel-Redakteur erkl&auml;rt uns die Frontlage<br>\nMargot K&auml;&szlig;mann hat in einem Spiegel-Interview in Frage gestellt, ob die Bundesrepublik denn &uuml;berhaupt einer milit&auml;rischen Ausstattung bed&uuml;rfe. Solch eine Idee passt nicht in den herrschenden deutschen Diskurs. Die hiesigen Medien sind doch ganz &uuml;berwiegend gerade dabei, dem Volk die Milit&auml;rmuffeligkeit auszutreiben&hellip;<br>\nOffenbar fehle der ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden &ldquo;das Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Natur des Teuflischen&rdquo;. Wie sonst auch w&auml;re es m&ouml;glich, dass sie pazifistischen Irrlehren verfallen ist, an der M&ouml;glichkeit eines gerechten Krieges zweifelt&hellip;<br>\nFleischhauer malt aus, wo das B&ouml;se verk&ouml;rpert ist, man ahnt es schon: die IS-Miliz im Irak. In der Tat tritt diese durch besonders extreme Greueltaten hervor, wer w&uuml;rde da Fleischhauer widersprechen. Aber sind diese &ldquo;Gotteskrieger&rdquo; ein Beleg f&uuml;r die Existenz des Satanischen in den Metzeleien auf dieser Erde?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42516\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&Auml;gypten: T&ouml;tungen in Rabaa und andere T&ouml;tungen wohl Verbrechen gegen die Menschlichkeit<\/strong><br>\nDie systematischen, gro&szlig; angelegten T&ouml;tungen von mindestens 1.150 Demonstranten durch &auml;gyptische Sicherheitskr&auml;fte im Juli und August 2013 sind m&ouml;glicherweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit, so Human Rights Watch in einem heute nach einj&auml;hriger Recherche ver&ouml;ffentlichten Bericht. Allein bei der R&auml;umung des Protestlagers auf dem Rabaa-al-Adawija-Platz am 14. August kalkulierten die Sicherheitskr&auml;fte mehrere Tausend Tote ein und t&ouml;teten zweifelsfrei 817, wahrscheinlich mindestens 1.000 Menschen. Die Opfer protestierten gegen die Amtsenthebung von Mohammed Mursi, dem ersten demokratisch gew&auml;hlten, zivilen Pr&auml;sidenten &Auml;gyptens, durch das Milit&auml;r am 3. Juli. Zwar waren auch einige Demonstranten bewaffnet, aber Feuerwaffen wurden nur vereinzelt von ihnen genutzt. Es ist nicht zu rechtfertigen, dass die Sicherheitskr&auml;fte mehrheitlich friedliche Demonstranten in schockierend unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Weise angegriffen und vors&auml;tzlich get&ouml;tet haben.<br>\n&bdquo;Die &auml;gyptischen Sicherheitskr&auml;fte haben auf dem Rabaa-Platz an einem einzigen Tag eine der brutalsten Massenhinrichtungen von Demonstranten in der j&uuml;ngeren Weltgeschichte begangen&ldquo;, so Kenneth Roth, Exekutivdirektor von Human Rights Watch. &bdquo;Da geht es nicht nur um exzessive Gewaltanwendung und schlechte Ausbildung. Das war ein Akt der Gewalt, der auf den h&ouml;chsten Regierungsebenen geplant wurde. Die meisten der Verantwortlichen sind noch immer an der Macht und m&uuml;ssen endlich zur Rechenschaft gezogen werden.&ldquo; Die Beh&ouml;rden haben nicht einmal niedrigrangige Polizisten oder Armeeoffiziere f&uuml;r irgendeine der T&ouml;tungen zur Verantwortung gezogen, ganz zu schweigen von den Beamten, die sie angeordnet haben. Stattdessen unterdr&uuml;cken sie weiterhin brutal alle abweichenden Meinungen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.hrw.org\/de\/news\/2014\/08\/12\/aegypten-toetungen-rabaa-und-andere-toetungen-wohl-verbrechen-gegen-die-menschlichke\">Human Rights Watch<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.hrw.org\/sites\/default\/files\/reports\/egypt0814_ForUpload_0_0.pdf\">Human Rights Watch: The Rab&rsquo;a Massacre and Mass Killings of Protesters in Egypt [PDF &ndash; 3,4 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Westen verliert auf Jahre im Nahen Osten jede Glaubw&uuml;rdigkeit, wenn er die Massaker des IS auf das Sch&auml;rfste verurteilt, aber Staatsterroristen nicht nur duldet, sondern auch noch mit Ihnen zusammenarbeitet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Syria: Yarmouk under siege &ndash; a horror story of war crimes, starvation and death <\/strong><br>\nA new report by Amnesty International reveals that war crimes and crimes against humanity have been carried out on Palestinian and Syrian civilians in Yarmouk, on the outskirts of Damascus, which is under brutal siege by Syrian government forces.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.amnesty.org\/en\/news\/syria-yarmouk-under-siege-horror-story-war-crimes-starvation-and-death-2014-03-10\">Amnesty International<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.amnesty.org\/en\/library\/info\/MDE24\/008\/2014\/en\">Amnesty-International-Bericht<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Wenn es um das Leiden von Pal&auml;stinensern geht, wird meist auf Israel geschaut. Gleichzeitig h&ouml;rt man von dem Leiden hunderttausender Pal&auml;stinenser in Syrien nichts.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lebanon: Denied refuge: Palestinians from Syria seeking safety in Lebanon<\/strong><br>\nIn May 2014 the Lebanese authorities put in place new requirements for Palestinian refugees from Syria trying to enter Lebanon. Many of the conditions are very difficult to meet and have the effect of denying people fleeing conflict the possibility of seeking safety in Lebanon. This briefing details the restrictions facing Palestinian refugees from Syria who try to enter or stay in Lebanon, as far as these are known. It describes some of the implications for refugees and includes the accounts of several Palestinian refugees from Syria who have been directly affected.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.amnesty.org\/en\/news\/families-ripped-apart-palestinian-refugees-syria-denied-entry-lebanon-2014-07-01\">Amnesty International<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.amnesty.org\/en\/library\/info\/MDE18\/002\/2014\/en\">Amnesty-International-Bericht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Endgame um die Ukraine?<\/strong><br>\nIm geopolitischen Machtkampf zwischen Ost und West droht eine unkontrollierbare Eskalation<br>\nEs ist ein D&eacute;j&agrave;-vu mit vertauschten Rollen: Am 9. August publizierte das Wei&szlig;e Haus die Zusammenfassung eines Gespr&auml;chs zwischen US-Pr&auml;sident Barack Obama und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, in der Russland mit scharfen Worten vor einer &ldquo;humanit&auml;ren&rdquo; Intervention in der Ukraine gewarnt wurde. Ein solches Verhalten w&auml;re &ldquo;inakzeptabel&rdquo;, es w&uuml;rde gegen &ldquo;internationales Recht&rdquo; versto&szlig;en und &ldquo;zus&auml;tzliche Konsequenzen&rdquo; nach sich ziehen.<br>\nDie F&uuml;hrer der westlichen Wertegemeinschaft, die unter dem Vorwand &ldquo;humanit&auml;rer Interventionen&rdquo; in den vergangenen Dekaden ein gutes Dutzend L&auml;nder zusammenschie&szlig;en lie&szlig;en (zuletzt Libyen), warnen nun Russland vor einer &ldquo;humanit&auml;ren Intervention&rdquo; in der Ukraine. Man k&ouml;nnte &uuml;ber diese Realsatire eigentlich nur lachen, w&auml;re die Lage in der Ukraine aufgrund des r&uuml;cksichtslosen Vorgehens der prowestlichen ukrainischen Streitkr&auml;fte nicht derma&szlig;en verzweifelt. Die humanit&auml;re Krise in der Ukraine ist ja kein Propagandaprodukt des Kreml, sondern bittere Realit&auml;t (Ukrainisches Todesroulette).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42519\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Verbraucherpreise Juli 2014: +&nbsp;0,8&nbsp;% gegen&uuml;ber Juli 2013<\/strong><br>\nInflationsrate auf niedrigstem Stand seit Februar 2010<br>\nDie Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Juli 2014 um 0,8&nbsp;% h&ouml;her als im Juli 2013. Im Juni 2014 hatte die Inflationsrate &ndash; gemessen am Verbraucherpreisindex &ndash; bei +&nbsp;1,0&nbsp;% gelegen. Der Preisauftrieb hat sich damit im Juli 2014 erneut abgeschw&auml;cht. Eine niedrigere Teuerungsrate wurde zuletzt im Februar 2010 mit +&nbsp;0,5&nbsp;% ermittelt. Im Vergleich zum Vormonat Juni 2014 erh&ouml;hten sich die Verbraucherpreise im Juli 2014 um 0,3&nbsp;%. \n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140814_hwt_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/08\/PD14_285_611.html\">Statistisches Bundesamt<\/a> <\/p>\n<p><strong>Dazu eine interessante Anmerkung von Thorsten Hild im Zusammenhang mit einem Schul-Video der EZB:<\/strong><\/p>\n<p>Dabei schreibt die EZB doch selbst in ihrem eigens f&uuml;r die LehrerInnen vorgesehenen &ldquo;Lehrerheft&rdquo; (kursive Hervorhebung WuG): &ldquo;Obwohl Deflation f&uuml;r eine Volkswirtschaft &auml;hnliche Kosten wie Inflation verursacht, ist es besonders wichtig, Deflation zu vermeiden, weil sie sich aufgrund der Tatsache, dass nominale Zinss&auml;tze nicht unter null fallen k&ouml;nnen, verfestigen kann, wenn sie erst einmal aufgetreten ist.&rdquo; &hellip;<br>\n&hellip;. (Hingegen) behauptete das IW doch tats&auml;chlich anl&auml;sslich der heute vom Statistischen Bundesamt best&auml;tigten &auml;u&szlig;erst niedrigen Inflationsrate von 0,8 Prozent in Deutschland:<br>\n&ldquo;Die Inflationsrate lag im Juli bei 0,8%. Deflationssorgen sind aber &uuml;bertrieben, denn die Kerninflation ist h&ouml;her.&rdquo;<br>\nDas ist bemerkenswert. Lernt doch mit dem EZB-Video schon jeder Sch&uuml;ler und jede Sch&uuml;lerin, dass Deflation wie Inflation die allgemeine Preisentwicklung ber&uuml;hrt und nicht das Steigen oder Fallen einzelner oder wie auch immer abgegrenzter Preise. Die Kerninflation (ohne Nahrungsmittel und Energie) kann hier also nicht Ma&szlig;stab sein. Sonst h&auml;tten die EZB und andere Zentralbanken ja auch ein Kerninflationsziel festgelegt und nicht ein Inflationsziel&hellip;<br>\n(Das IW weiter:) &ldquo;Bei einer durchschnittlichen Inflationsrate zwischen 0 und 2 Prozent herrscht konventionsgem&auml;&szlig; Preisstabilit&auml;t.&rdquo;<br>\nDas ist jedenfalls nicht die &ldquo;Konvention&rdquo; der EZB. Auch nicht die der Bundesbank oder der US-Notenbanken (Fed) oder auch der japanischen Notenbank. Es kann sich also wahrscheinlich nur um die &ldquo;Lobby-Konvention&rdquo; des IW handeln&hellip; Lobby-Konvention deswegen, weil das IW bekannt daf&uuml;r ist, st&auml;ndig f&uuml;r eine nicht verteilungsneutrale Lohnentwicklung einzutreten&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/08\/schul-video-der-ezb-setzt-falschen-schwerpunkt-bei-erklarung-von-preisstabilitat\/#sthash.syrJK59q.dpuf\">Schul-Video der EZB setzt falschen Schwerpunkt bei Erkl&auml;rung von Preisstabilit&auml;t in Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Thorsten Hild merkt zu Recht an, dass das Inflationsziel der Zentralbanken sich nicht auf die Kerninflation bezieht. Es ist aber wichtig zu wissen, welche Rolle die Kerninflation f&uuml;r politische Entscheidungen Zentralbanken spielt.<\/em><br>\n<em>Anders als die allgemeine Preisentwicklung schwankt die Kerninflation wegen kurzfristiger Preisentwicklungen bei Nahrungsmitteln und Engergie nicht, da diese aus der Berechnung herausgenommen werden. Der Grund daf&uuml;r ist, dass die Entwicklung der Kerninflation &ndash; da kurzfristige Schwankungen herausgenommen werden &ndash; sich als der zuverl&auml;ssigere Indikator f&uuml;r die mittel- bis langfristige allgemeine Preisentwicklung erwiesen hat, was f&uuml;r die Zinspolitik einer Zentralbank die entscheidende Gr&ouml;&szlig;e ist. Dabei geht es nicht um die absolute H&ouml;he der Kerninflation, sondern um ihre Entwicklung.<\/em><br>\n<em>Sollten die Preise f&uuml;r Energie und Nahrungsmittel  mittel- bis langfristig steigen, schlagen diese Preisentwicklungen normalerweise irgendwann auf die Kerninflation nieder.<\/em><br>\n<em>Der amerikanische &Ouml;konom Mark Thoma von der Universit&auml;t Oregons (und Freund der NachDenkSeiten) beschreibt (auf Englisch) die unterschiedlichen Rollen der Kerninflationsrate und der <a href=\"http:\/\/economistsview.typepad.com\/economistsview\/2008\/08\/why-do-we-use-c.html\">allgemeinen Preisentwicklung f&uuml;r Entscheidungen der Zentralbanken spielen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Besorgt fragt das Handelsblatt:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schlittert Deutschland in die Rezession?<\/strong><br>\nInnerhalb weniger Wochen haben sich die Aussichten f&uuml;r die deutsche Wirtschaft so verd&uuml;stert, dass manche &Ouml;konomen schon das Wort Rezession in den Mund nehmen. &bdquo;Eine Rezession kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, da die j&uuml;ngsten Daten Anlass zur berechtigten Besorgnis geben&ldquo;, sagt Gustav Horn vom gewerkschaftsnahen Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK). Be&auml;ngstigend sei vor allem das hohe Tempo, mit dem sich die konjunkturelle Lage eingetr&uuml;bt habe&hellip;<br>\nAuch das Bundeswirtschaftsministerium stellt fest, dass sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft &bdquo;insgesamt sp&uuml;rbar eingetr&uuml;bt hat&ldquo;. Damit teilt das Ministerium die Prognose etlicher &Ouml;konomen. Im Juni waren die Industrieauftr&auml;ge &uuml;berraschend um 3,2 Prozent gesunken und damit so stark wie seit September 2011 nicht mehr. Auch die Produktion ist hinter den Erwartungen zur&uuml;ckgeblieben&hellip;<br>\nIMK-&Ouml;konom Horn hingegen sieht jetzt Handlungsbedarf. Er fordert Impulse von der Finanz- und Tarifpolitik. &bdquo;Die Finanzpolitik sollte europaweit die &ouml;ffentlichen Investitionen f&ouml;rdern, und die Lohnpolitik sollte ihren Kurs beschleunigter Lohnzuw&auml;chse in Deutschland fortsetzen, um wenigstens die Binnennachfrage stabil zu halten.&ldquo;&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/miese-konjunktur-schlittert-deutschland-in-die-rezession\/10326774.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sanktionspolitik: Europa am Abgrund<\/strong><br>\nEs droht ein unkontrollierter Wirtschafts- und Finanzkrieg, sagt Dieter Sp&ouml;ri. Verursacht durch eine naive Politik, die glaubt, mit Sanktionen Russlands Pr&auml;sident Putin &ldquo;aus dem Sattel heben&rdquo; zu k&ouml;nnen. Streng immanent argumentierend, wirft der Ex-Wirtschaftsminister der EU vor, kaum noch &ldquo;bis zum zweiten Zug&rdquo; zu denken.<br>\nDie von der EU beschlossenen Sanktionen gegen Russland k&ouml;nnen im Endeffekt zu einer wirtschaftspolitischen Selbstverst&uuml;mmelung f&uuml;hren. Die jetzt angesto&szlig;ene interaktive Sanktionsspirale kann in einen unkontrollierbaren Wirtschafts- und Finanzkrieg m&uuml;nden, der nicht nur Russland hart trifft, sondern &uuml;ber Sekund&auml;reffekte ganz Europa und die Weltwirtschaft wirtschaftlich zur&uuml;ckwirft. Die jetzt im Schulterschluss mit den USA in Kraft gesetzten &ldquo;Strafma&szlig;nahmen&rdquo; werden aber auch keinerlei politische Fortschritte in der neuen West-Ost-Konfrontation oder im leidvollen Ukrainekonflikt bringen. Ganz im Gegenteil: Sie werden die gef&auml;hrliche politische Konfrontation zwischen Nato und Russland weiter anheizen&hellip;.<br>\nDas Kalk&uuml;l der Sanktionen setzt auf die naive Annahme, dass sich in Russland wegen der wirtschaftlichen Nadelstiche und Einbu&szlig;en die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung dann schnell gegen den gegenw&auml;rtig noch hochpopul&auml;ren Putin wendet und dieser zumindest vor der EU politisch zu Kreuze kriecht oder gar das Handtuch wirft&hellip;<br>\nDas genaue Gegenteil wird zumindest kurz- und mittelfristig geschehen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/176\/europa-am-abgrund-2383.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Die neue Ausgabe der Kontext:Wochenzeitung u.a.  zu folgenden Themen<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Versprochen? Gebrochen! Von der langen Bank in den Gully:<\/strong> Ausgerechnet Innenminister Reinhold Gall (SPD) stiftet seine Partei dazu an, ein Wahlversprechen zu brechen. Er stellt die &ndash; unter dem Eindruck des &ldquo;Schwarzen Donnerstag&rdquo; &ndash; im Januar 2011 mit Riesenmehrheit beschlossene Kennzeichnung von Polizeibeamten bei Demos grunds&auml;tzlich in Frage. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>F&uuml;rsorglich geblendet?<\/strong> Der Wasserwerfer-Prozess macht Sommerpause. Und Kontext stellt bald vier Jahre nach dem &ldquo;Schwarzen Donnerstag&rdquo; die Frage: Warum sind jene f&uuml;nf F&auml;lle von angeblich fahrl&auml;ssiger K&ouml;rperverletzung der ganze kl&auml;gliche &Uuml;berrest an juristischer Aufarbeitung eines Polizeieinsatzes mit mehr als 400 Verletzten? <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Milliarden-Deal im Schweinsgalopp:<\/strong> Stuttgarts Oberb&uuml;rgermeister Fritz Kuhn und die LBBW haben die Stadtr&auml;te aufgefordert, gr&uuml;nes Licht f&uuml;r den Verkauf von Schrottpapieren der Bank zu geben. Das haben sie brav getan. &Uuml;ber die Risiken und Nebenwirkungen hat sie keiner aufgekl&auml;rt.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Ohrfeige f&uuml;r Ankl&auml;ger:<\/strong> 70 Jahre nach dem SS-Massaker im toskanischen Sant&rsquo;Anna di Stazzema kann das Verbrechen doch noch von einem deutschen Gericht aufgearbeitet werden. Dies hat das Oberlandesgericht Karlsruhe entschieden. Eine schallende Ohrfeige f&uuml;r den einstigen Stuttgarter Staatsanwalt Bernhard H&auml;u&szlig;ler.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Sie sind noch unter uns:<\/strong> Jahrzehnte nach der Befreiung vom Nationalsozialismus sorgen ehemalige M&ouml;rder der Waffen-SS noch immer f&uuml;r bundesweite Schlagzeilen. Denn viele der einstigen Schergen von SS und des NS-Apparates k&ouml;nnen weiterhin ungeschoren von deutschen Gerichten ihren Lebensabend genie&szlig;en.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Schall und Rauch auf der S&uuml;dbahn:<\/strong> Die Versenkung des Stuttgarter Hauptbahnhofs und der Bau der Trasse nach Ulm verschlingen derma&szlig;en viel Geld, dass f&uuml;r andere Schienenwege wenig bis nichts &uuml;brig bleibt. J&uuml;ngstes Beispiel: die S&uuml;dbahn von Ulm &uuml;ber Friedrichshafen nach Lindau.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Tod im Zirkuszelt:<\/strong> Der Blutzoll, den der S&uuml;den im Ersten Weltkrieg zahlte, war hoch: Hundertausende Soldaten verloren ihr Leben an der Front, Bomben und Mangelern&auml;hrung forderten viele Opfer. Allein 120 Menschen starben bei einem Fliegerangriff auf den Zirkus Hagenbeck. Der letzte Teil der Kontext-Serie &ldquo;Der Weltkrieg im S&uuml;dwesten&rdquo;. <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Am Samstag auch als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;545 Euro&ldquo; &ndash; Modernes Kaffeesatzlesen<\/strong><br>\nZur Begr&uuml;ndung der &bdquo;Wohlstandseffekte&ldquo; f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung durch das geplante TTIP-Freihandelsabkommen.<br>\n&bdquo;545,- Euro im Jahr  &ndash; das ist der Durchschnittsertrag f&uuml;r jeden Haushalt, wenn die Europ&auml;ische Union mit den Vereinigten Staaten ein Freihandelsabkommen abschlie&szlig;t und damit Z&ouml;lle und andere Handelsschranken wegfallen&ldquo;, so schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung mit Bezug auf die Br&uuml;sseler EU-Kommission&hellip;<br>\nDer wissenschaftliche Erkl&auml;rungswert in &ouml;ffentlichen Verlautbarungen &auml;hnelt eher dem Horoskop in einer Boulevard-Zeitung&hellip;<br>\nDie exakt klingenden 545 Euro werden in der CEPR-Studie konkret als &bdquo;zur Verf&uuml;gung stehendes Haushaltseinkommen&ldquo; einer vierk&ouml;pfigen Familie  bezeichnet, statt als &bdquo;fiktives  statistisches Mehreinkommen von konstruierten vierk&ouml;pfigen Familien auf Basis des fiktiven EU-Wirtschaftswachstums geteilt durch die EU-Bev&ouml;lkerungszahl des Jahres 2013 (ohne Kroatien), geteilt durch vier, verrechnet mit Steuern, Sozialabgaben und der Preisentwicklung&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www2.alternative-wirtschaftspolitik.de\/uploads\/m2114.pdf\">Tobias Kr&ouml;ll, auf Alternative Wirtschaftspolitik [PDF &ndash; 167 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gustav Horn: Blo&szlig; nicht die Steuern senken <\/strong><br>\nEr ist wieder lautstark zu h&ouml;ren, der Chor der Steuersenker. Die kalte Progression abzuschaffen, ist derzeit aber nicht notwendig. Das Geld wird anderswo gebraucht&hellip;<br>\nBlickt man jedoch einige Jahre zur&uuml;ck, waren die Lohnzuw&auml;chse nicht zuletzt aufgrund des Drucks der Arbeitgeber im Vergleich zur Inflation sehr niedrig. Allerdings hat es &ndash; was&nbsp; offenbar bei vielen in Vergessenheit geraten ist &ndash; in den vergangenen 15 Jahren teilweise deutliche Steuerentlastungen gegeben. Der Staat hat hierdurch das Steueraufkommen um mehr als 50 Milliarden Euro pro Jahr verringert. Heute &uuml;berweisen fast alle Steuerzahler, insbesondere Familien mit Kindern, einen geringeren Anteil ihres Einkommens ans Finanzamt. Mit anderen Worten: Sofern es &uuml;berhaupt negative Effekte einer schleichenden kalten Progression gegeben hat, wurde ihnen bereits Rechnung getragen&hellip;<br>\nDenn das Geld, was man hierf&uuml;r ben&ouml;tigte, lie&szlig;e sich volkswirtschaftlich wesentlich sinnvoller verwenden. Seit &uuml;ber einem Jahrzehnt verf&auml;llt unsere &ouml;ffentliche Infrastruktur, weil der Staat finanziell nicht mehr in der Lage war, den Verschlei&szlig; durch neue Investitionen auszugleichen. Das sch&auml;digt Arbeitnehmer, Verbraucher, Familien und Unternehmer gleicherma&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-08\/steuern-kalte-progression\/komplettansicht\">Zeit.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Wir brauchen die Volksgesetzgebung als zweiten gesetzgeberischen Strang&rdquo;<\/strong><br>\nHeribert Prantl &uuml;ber die Situation der Grundrechte, den ESM, das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, Friedrich Nietzsche und &ldquo;Apfelbaum-Demokratie&rdquo;. Teil 2<br>\nAnhand der Lekt&uuml;re des Buches Glanz und Elend der Grundrechte von Heribert Prantl (siehe Teil 1 des Interviews: &ldquo;Das ist ein Anschlag auf die parlamentarische Demokratie&rdquo;) zeichnet sich ein ambivalentes Bild bundesdeutscher Rechtsentwicklung ab: Da die Legislative fortw&auml;hrend auf den Abbau von Grundrechten als Mittel zur Bew&auml;ltigung sozialer und politischer Probleme zur&uuml;ckgreift und entsprechende Vorhaben in einem hohen Tempo durchsetzt, ist das Bundesverfassungsgericht permanent damit &uuml;berfordert, diese Entscheidungen zur&uuml;ckzunehmen oder zu entsch&auml;rfen. Deswegen muss als weiteres notwendiges politisches Korrektiv das Plebiszit auf Bundesebene eingef&uuml;hrt werden.Telepolis sprach mit Heribert Prantl &uuml;ber Demokratiel&uuml;cken und Verluste an Rechtsstaatlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42457\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ansturm auf Rente mit 63 &ndash; Mittelstand f&uuml;rchtet Verlust von Fachkr&auml;ften<\/strong><br>\nDie Rentenversicherung Rheinland meldet &bdquo;gut 4000 Antr&auml;ge&ldquo; zum Stichtag 31. Juli, einen Monat zuvor waren es 2600. In Westfalen setzte die Antragsflut erst im Juli so richtig ein &ndash; nach 1600 Ende Juni z&auml;hlten die Sachbearbeiter nun bereits 4417 &ndash; fast dreimal so viele, so die Rentenversicherung Westfalen zur WAZ. Bundesweit seien es 85.000&hellip;<br>\nAuf 45 Jahre kommen im Regelfall nur Facharbeiter, die seit der Lehre im Beruf stehen. Entsprechend gehen nun vielen Betrieben erfahrene Fachkr&auml;fte zwei Jahre fr&uuml;her als geplant von der Fahne. In manchen Branchen versch&auml;rft das den bereits einsetzenden Fachkr&auml;ftemangel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/ansturm-auf-rente-mit-63-mittelstand-fuerchtet-verlust-von-fachkraeften-id9694481.html#plx25457951\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Offenbar gibt die Unternehmerseite keine Ruhe. Da wird mit einer Schreckenszahl von Antragsstellern f&uuml;r die Rente mit 63 gearbeitet. Die Zug&auml;nge zur gesetzlichen Rentenversicherung <a href=\"http:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/6951\/umfrage\/anzahl-der-rentenzugaenge-in-deutschland-seit-1993\/\">lagen 2012 bei &uuml;ber 1,2 Millionen<\/a> (Siehe auch <a href=\"http:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/rentenversicherungsbericht-2013.pdf?__blob=publicationFile\">Rentenversicherungsbericht 2013 des Bundesministerium f&uuml;r Soziales S. 16 [PDF &ndash; 1 MB]<\/a>)<\/em><br>\n<em>H&auml;lt man die Zahl der &bdquo;normalen&ldquo; Rentenzug&auml;nge dagegen, dann relativiert sich die Zahl der 85.000 Antragssteller.<\/em><br>\n<em>Noch l&auml;cherlicher wird die Klage der Arbeitgeber, wenn man ber&uuml;cksichtigt, dass nur 12,5 % der 63-J&auml;hrigen (M&auml;nner und Frauen) noch Vollzeitbesch&auml;ftigt sind. Daran, dass nur noch jeder achte Erwerbst&auml;tige mit 63 Jahren derzeit noch vollbesch&auml;ftigt ist, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19650\">l&auml;sst sich die ganze Absurdit&auml;t der Debatte erkennen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Auf die Idee, dass es Gr&uuml;nde gibt, warum vielleicht eben auch eine erfahrene Fachkraft von der &bdquo;Rente mit 63&ldquo; Gebrauch macht, scheint der Mittelstand wohl nicht zu kommen. Erst allm&auml;hlich scheint es im Unternehmerlager zu d&auml;mmern, dass man seinen Arbeitnehmern  etwas bieten muss, damit sie l&auml;nger bleiben. Das Handelsblatt zitiert R&uuml;diger Ostrowski vom Verband Spedition und Logistik NRW, danach w&uuml;rden Personalchefs inzwischen &auml;lteren Fachkr&auml;ften 10 bis 15 Prozent Lohnerh&ouml;hung bieten, <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/85-000-antraege-run-auf-rente-mit-63\/10325500.html\">damit sie weiterarbeiten<\/a>.<\/em><br>\n<em>Selbst wenn man die Rente mit 63 als unzul&auml;nglich kritisiert, muss man eingestehen, schon allein diese Tatsache, dass die Arbeitgeber Anreize bieten m&uuml;ssen um ihre Fachkr&auml;fte zu halten, w&auml;re ein Erfolg.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bundesagentur l&auml;sst &auml;ltere Arbeitslose im Stich<\/strong><br>\nDie Ank&uuml;ndigung klang vielversprechend. &ldquo;Wir wollen das Prinzip des lebenslangen Lernens st&auml;rken und die Weiterbildungsbeteiligung &Auml;lterer steigern.&rdquo; Bald ein Jahr sp&auml;ter ist das Versprechen der schwarz-roten Bundesregierung im Koalitionsvertrag weit davon entfernt, umgesetzt zu werden. Im Gegenteil: &Auml;ltere Arbeitslose werden immer seltener gef&ouml;rdert. Zugleich steigt die Zahl arbeitsloser &uuml;ber 55-J&auml;hriger deutlich, wie aus einer Kleinen Anfrage der Bundestagsabgeordneten Brigitte Pothmer (Gr&uuml;ne) an die Bundesregierung hervorgeht.<br>\nDie Entwicklung &uuml;berrascht vor allem deshalb, weil die Arbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren insgesamt gesunken ist und immer mehr &Auml;ltere erwerbst&auml;tig sind. Doch w&auml;hrend die &Auml;lteren, die noch nah am Job sind, als Fachkr&auml;fte stark umworben werden, fallen die Arbeitslosen dieser Gruppe immer weiter zur&uuml;ck. So ist der Anteil &Auml;lterer an allen Arbeitslosen auf 23,2 Prozent im Jahr 2013 gestiegen. Vier Jahre zuvor waren es mit 15 Prozent vergleichsweise wenig &ndash; mitten in einer schweren Wirtschaftskrise wohlgemerkt. Auch in absoluten Zahlen l&auml;sst sich der negative Trend belegen. Waren 2009 noch 495.000 &uuml;ber 55-J&auml;hrige arbeitslos gemeldet, waren es im vergangenen Jahr bereits fast 573.000.<br>\nObwohl sich die Bundesregierung derzeit &ndash; anders als 2009 &ndash; &uuml;ber sprudelnde Einnahmen freuen kann und einen ausgeglichenen Haushalt anstrebt, schrumpfen die Ma&szlig;nahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik &ndash; also Umschulungen oder Weiterbildungskurse &ndash; f&uuml;r &auml;ltere Menschen ohne Job massiv zusammen. So wurden im vergangenen Jahr von der Beh&ouml;rde nur etwas mehr als 11 Prozent der Arbeitslosen, die &auml;lter als 55 waren, gef&ouml;rdert. Vier Jahre zuvor lag die Quote noch bei 12,6 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/aeltere-arbeitslose-arbeitslosigkeit-steigt-ba-foerdert-kaum-a-985950.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie war das mit der Rente mit 67? Fakt ist, dass es in Deutschland eine massive Diskriminierung &auml;lterer Arbeitnehmer bzw Arbeitsuchender gibt. Da helfen auch F&ouml;rderma&szlig;nahmen nicht, wenn sich die Firmen schlicht weigern Menschen schon jenseits der 46 einzustellen. Wer mit Ende vierzig seinen Job verliert, der kann eigentlich nur noch beten irgendwie einen neuen Job zu finden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ohne Lohn: Ausbeutung griechischer Arbeiter<\/strong><br>\nIn Mecklenburg-Vorpommern sind etwa 100 griechische Facharbeiter gestrandet. Ein Unternehmer lockte sie mit angeblich lukrativen Verdienstm&ouml;glichkeiten nach Norddeutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Panorama-3\/Ohne-Lohn-Ausbeutung-griechischer-Arbei\/NDR-Fernsehen\/Video?documentId=22910800&amp;bcastId=14049184\">ARD Panorama 3<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unicef: 2050 muss Afrika zwei Milliarden ern&auml;hren<\/strong><br>\nWurden im Jahr 1950 nur zehn Prozent aller Kinder in Afrika geboren, werden es im Jahr 2050 rund 40 Prozent sein. Leben derzeit noch 16 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung in Afrika, werden es in 35 Jahren 25 Prozent sein &ndash; und am Ende des Jahrhunderts gar 40 Prozent. Die derzeitigen Investitionen in die Jugend Afrikas reichen l&auml;ngst nicht aus. David Anthony, einer der Autoren des Berichts, warnt diplomatisch: &ldquo;Die Zahl von zwei Milliarden neuen Babys kann ein Segen sein, zumal Afrika in vielen Gegenden schwach besiedelt ist&rdquo;, sagt er, &ldquo;doch wenn die Investition in Afrikas Kinder nicht vorrangig behandelt wird, kann der Kontinent nicht voll von der demografischen Ver&auml;nderung profitieren.&rdquo; Eine junge Bev&ouml;lkerung wirke sich f&uuml;r L&auml;nder nur positiv aus, wenn sie die Perspektive auf nachhaltige Arbeitspl&auml;tze habe. Heute sind nach UN-Angaben 60 Prozent der 15- bis 24-J&auml;hrigen in Afrika arbeitslos. Ein Drittel der Kinder lebt in Krisenregionen. Auf keinem anderen Kontinent ist der sogenannte Abh&auml;ngigkeitsquotient so hoch: Auf 100 Personen im erwerbsf&auml;higen Alter kommen 73 Kinder im Alter von weniger als 15 Jahren. Delam&oacute;nica sagt, die Annahme, das zuletzt beachtliche Wirtschaftswachstum in Afrika sorge f&uuml;r ausreichend Besch&auml;ftigung, sei falsch: &ldquo;In Nigeria haben wir zuletzt j&auml;hrlich sieben bis neun Prozent Wirtschaftswachstum erlebt, aber das resultiert fast ausschlie&szlig;lich aus der &Ouml;lwirtschaft, und dort entstehen kaum Arbeitspl&auml;tze.&rdquo; 70 Prozent der Bev&ouml;lkerung arbeiteten in der Landwirtschaft.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140814_hwt_02.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article131157709\/2050-muss-Afrika-zwei-Milliarden-ernaehren.html\">Die Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.unicef.org\/publications\/files\/UNICEF_Africa_Generation_2030_en_11Aug.pdf\">UNICEF: Generation 2030\/Africa Report [PDF &ndash; 4,3 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Niemand wird widersprechen, dass Investitionen in die Bildung, Ausbildung von Jugendlichen sinnvoll sind. Wie meinte aber vor einiger Zeit ein portugiesischer Hochschullehrer sinngem&auml;&szlig;: Wir haben die bestausgebildete Generation, die wir je hatten, aber wir haben keine Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r sie. Insofern ist die Perspektive auf nachhaltige Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r Afrika &ndash; ob nun die Projektionen eintreten oder nicht &ndash; elementar. D.h. die afrikanischen L&auml;nder m&uuml;ssen Entwicklungsstrategien realisieren, welche einen nachhaltigen einheimischen modernen Sektor hervorbringen, nichts anderes als die Industrialisierung der L&auml;nder. Das hei&szlig;t aber auch, dass die entwickelten L&auml;nder begreifen m&uuml;ssen, dass diese nachholende Entwicklung nicht nach ihren  Regeln zu realisieren ist. Sich einfach &ouml;ffnen und sich der Konkurrenz des Weltmarktes aussetzen w&uuml;rde jede aufkeimende eigene Industrie hinwegfegen. Fast alle Entwicklungsl&auml;nder sind nicht in der luxuri&ouml;sen Situation Chinas, welches aufgrund der Gr&ouml;&szlig;e seines Marktes die Bedingungen f&uuml;r ausl&auml;ndische Direktinvestitionen bishin zum Transfer von technologischem Know-how diktieren k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-22826","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22826","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22826"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22826\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22830,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22826\/revisions\/22830"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22826"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22826"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22826"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}