{"id":22836,"date":"2014-08-15T09:21:11","date_gmt":"2014-08-15T07:21:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836"},"modified":"2014-08-15T09:21:11","modified_gmt":"2014-08-15T07:21:11","slug":"hinweise-des-tages-2191","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h01\">Nordirak\/Waffenlieferungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h02\">Islamischer Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h03\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h04\">Freihandelsabkommen Ceta geleakt &ndash; 521 Seiten Stoff f&uuml;r Zoff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h05\">Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal 2014 um 0,2 % zur&uuml;ckgegangen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h06\">Goodbye Troika?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h07\">DIW-Studie: L&ouml;hne in Industrie haben gro&szlig;es Aufholpotenzial<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h08\">Ungleiche Verm&ouml;gen: Keine extra Ma&szlig;nahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h09\">Erstmals mehr als eine Million sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte aus S&uuml;d- und Osteuropa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h10\">Gift im System &ndash; Wo die Altlasten der Finanzkrise stecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h11\">Paul Krugman &ndash; The Forever Slump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h12\">Sozialer Abstieg: Im Fahrstuhl nach unten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h13\">Schriftsteller protestieren gegen Amazon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h14\">Warum die Justiz Gustl Mollath dankbar sein sollte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h15\">Wir brauchen nicht nur m&uuml;ndige Verbraucher!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836#h16\">Zu guter Letzt: Torsten Str&auml;ter: Pressesprecher der Waffenlobby<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22836&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nordirak\/Waffenlieferungen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bundeswehr-Hilfsfl&uuml;ge starten am Freitag<\/strong><br>\nVier deutsche Transall-Maschinen sollen am Freitag in den Nordirak aufbrechen &ndash; an Bord Lebensmittel und Sanit&auml;tsmaterial. Unterdessen konnte sich ein Gro&szlig;teil der Fl&uuml;chtlinge im Sindschar-Gebirge retten. Noch etwa 1000, vorrangig jesidische Vertriebene harren weiter in den Bergen aus. \n<ul>\n<li>Die deutsche Hilfe f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge im Nordirak l&auml;uft an: Am Freitag sollen vier Transall-Maschinen in Richtung Erbil aufbrechen, um Sanit&auml;tsmaterial und Lebensmittel in die von der Terrormiliz IS bedrohte Region zu bringen.<\/li>\n<li>UN: Nur noch etwa 1000 Fl&uuml;chtlinge sitzen im Sindschar-Gebirge im Nordirak fest &ndash; Zehntausenden ist offenbar die Flucht vor den IS-Terroristen gelungen.<\/li>\n<li>Da ihre Lage besser sei als angenommen, erkl&auml;ren die USA eine Rettungsaktion f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge f&uuml;r &ldquo;unwahrscheinlich&rdquo;.<\/li>\n<li>Bundeskanzlerin Merkel sowie Au&szlig;enminister Steinmeier schlie&szlig;en Waffenlieferungen an die Kurden im Nordirak nicht mehr aus.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fluechtlinge-im-nordirak-bundeswehr-hilfsfluege-starten-am-freitag-1.2089851\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Warum kommt eigentlich keiner auf die Idee und holt sich ein UN-Mandat auf der Basis etwa der V&ouml;lkermordkonvention (&ldquo;&Uuml;bereinkommen &uuml;ber die Verh&uuml;tung und Bestrafung des V&ouml;lkermordes&rdquo;), dann k&ouml;nnte man doch problemlos auf der Basis dieses Mandats helfen, mit was auch immer.<br>\nVielleicht wollte man ja von deutscher Seite nur deshalb kein UN-Mandat, um die Waffenexportrichtlinien zu durchl&ouml;chern und um Waffen in Krisengebiete schicken zu k&ouml;nnen?<br>\nVielleicht wollten die USA kein UN-Mandat um ihre Politik der Milit&auml;rintervention zum Normalfall zu machen?<br>\nWie kommt es eigentlich, dass gestern noch von zehntausenden Fl&uuml;chtlingen im Singschar-Gebirge die Rede war und jetzt pl&ouml;tzlich nach UN-Angaben &bdquo;nur&ldquo; noch 1000 Menschen eingeschlossen sind?<br>\nSoll man nun Waffen liefern, um die Jesiden zu retten, also einen Genozid zu verhindern oder um die Peschmerga im Kampf gegen den IS zu unterst&uuml;tzen. Das hie&szlig;e allerdings, dass man in den irakischen B&uuml;rgerkrieg eingriffe.<br>\nWill man vielleicht deshalb keine UN-Mandat?<br>\nDamit ich nicht falsch verstanden werde: Ich halte die Kurden f&uuml;r eines der gequ&auml;ltesten V&ouml;lker (sowohl in der T&uuml;rkei, als auch im Irak) und habe gro&szlig;e Sympathien daf&uuml;r, dieses Volk zu unterst&uuml;tzen, im Sinne von Autonomie, m&ouml;glicherweise sogar weitergehend.<br>\nAber ich erinnere mich noch allzu gut, wie die Kurden hierzulande als Terroristen beschimpft und behandelt wurden und wie die Peschmerga &ndash; &auml;hnlich wie heute die Dschihadisten &ndash; als Rekrutierungsbasis f&uuml;r deutsche Terroristen angesehen wurden.<br>\nSo viele Fragen, die den Verdacht wecken m&uuml;ssen, dass hier ein ganz anderes Spiel gespielt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer: &ldquo;Was st&ouml;rt Politiker ihr Geschw&auml;tz von gestern?&rdquo;<\/strong><br>\nLiebe Freunde, jeder, der ein Herz f&uuml;r Schw&auml;chere hat, f&uuml;hlt mit den Jesiden und den Kurden. Und m&ouml;chte helfen. Auch ich. Kaum ein Volk ist von der Geschichte so verraten worden wie die Kurden. Die UNO sollte daher den Kurden und Jesiden dringend helfen. Humanit&auml;r, aber auch durch milit&auml;rischen Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung. Sehr schnell, sehr massiv. Daf&uuml;r ist sie da. Auch Deutschland sollte humanit&auml;r mehr tun. Wenn allerdings die USA und Europas Ex-Kolonialm&auml;chte pl&ouml;tzlich ihr Herz f&uuml;r die Kurden entdecken, werde ich misstrauisch. Die haben ihnen noch nie geholfen. Sie haben sie mehr als einmal verraten. Das 1920 im Friedensvertrag von S&egrave;vres. versprochene Recht auf Selbstbestimmung durften die Kurden nie aus&uuml;ben.<br>\nDer Westen bombardiert den Irak seit &uuml;ber 90 Jahren in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden. Zeitweise mit chemischen Waffen. &ldquo;Mit ausgezeichneter moralischer Wirkung&rdquo;, wie Churchill damals zufrieden feststellte. &lsquo;Bomber Harris&rsquo;, der ber&uuml;chtigte Erfinder des &lsquo;moral bombing&rsquo;, erkl&auml;rte nach einem Luftangriff stolz: &ldquo;Die Araber und Kurden wissen jetzt, was ein richtiges Bombardement ist. In 45 Minuten fegen wir ein ganzes Dorf weg&rdquo;. All das kann man verzeihen. Vergessen sollte man es nie.<br>\nOhne die westliche Politik g&auml;be es auch das augenblickliche Hauptproblem der Kurden, den &lsquo;Islamischen Staat&rsquo; (IS) nicht:<br>\nJahrelang haben die USA die Waffenlieferungen Saudi-Arabiens und anderer Golfstaaten an syrische Terroristen wohlwollend durchgewinkt. Saudi-Arabien &ndash; Deutschlands angeblicher &lsquo;Stabilit&auml;tsanker&rsquo;- besitzt ja Waffen im &Uuml;berfluss. Vor allem westlicher, auch deutscher Produktion. Aus einigen dieser von den Saudis ausger&uuml;steten Organisationen entstand ISIS, die sich sp&auml;ter in &lsquo;Islamischer Staat&rsquo; (IS) umbenannte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/JuergenTodenhoefer?fref=ts\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Gegebenenfalls auch Waffen&rdquo;<\/strong><br>\nBundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier schlie&szlig;t Waffenlieferungen in den Irak nicht aus. Im ZDF sagte er, das brutale Vorgehen der Terror-Miliz &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; (IS) k&ouml;nne dies notwendig machen. Er werde &ldquo;zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt nicht ausschlie&szlig;en, dass wir gegebenenfalls, wenn die Bedrohungslage so anh&auml;lt, auch Waffen liefern m&uuml;ssen&rdquo;, so Steinmeier.<br>\nBisher hatte die Bundesregierung diese Option abgelehnt: Deutschland will bis zum Wochenende gepanzerte Fahrzeuge, Schutzwesten und &auml;hnliche Milit&auml;rg&uuml;ter liefern, jedoch keine Waffen. Das hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen vorgestern mitgeteilt.<br>\nAllerdings hatte zuvor bereits ein anderes Kabinettsmitglied Waffenlieferungen an den Irak f&uuml;r grunds&auml;tzlich denkbar erkl&auml;rt: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel sagte am Montag, rein rechtlich w&auml;re Deutschland in der Lage, die irakische Armee mit Waffen zu versorgen. Gabriel betonte jedoch, Waffen blieben aber nach einem Krieg stets in den Kampfgebieten zur&uuml;ck. Damit habe die internationale Gemeinschaft schlechte Erfahrungen gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/waffenlieferung-irak-105.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong><\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Sp&auml;testens seit der letzten M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz ist bekannt, dass sowohl Bundespr&auml;sident Gauck als auch die Bundesregierung -entgegen der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung in Deutschland- mehr milit&auml;rische Eins&auml;tze der Bundeswehr im Ausland w&uuml;nschen; siehe dazu u.a. hier: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/936704.zwei-drittel-gegen-mehr-militaereinsaetze-im-ausland.html\">Zwei Drittel gegen mehr Milit&auml;reins&auml;tze im Ausland<\/a>.<br>\nGegenw&auml;rtig plant die Bundesregierung 7 Milit&auml;reins&auml;tze im Ausland. Das &ndash; auch das dazugeh&ouml;rige, aktuelle Vorhabenspapier &ndash; kann u.a. hier nachgelesen werden: <a href=\"http:\/\/www.neopresse.com\/politik\/dach\/die-bundesregierung-plant-7-militaereinsaetze-im-ausland\/\">Bundesregierung plant 7 Milit&auml;reins&auml;tze im Ausland<\/a>.<br>\nNoch ist von einem Bundeswehr-Einsatz im Irak nicht die Rede. Etwas zynisch hinzugef&uuml;gt: Zumindest vorerst reichen wohl die deutschen Waffenexporte.<\/em><\/li>\n<li><em>Deutsche Medien haben die aktuelle innerdeutsche Debatte f&uuml;r ein milit&auml;risches Engagement Deutschlands im Irak mit angeheizt &ndash; u.a. mit Artikeln wie diesen:  <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/anti-is-kampf-debatte-ueber-moegliche-deutsche-waffenlieferungen-a-985507.html\">Waffen f&uuml;r Anti-IS-K&auml;mpfer: Amerika handelt, Deutschland redet<\/a>.<\/em><\/li>\n<li><em>Wenn sich von der Leyen und insbesondere Steinmeier f&uuml;r die Lieferung milit&auml;rischer Ausr&uuml;stung in den Irak aussprechen, ist das mit ihren bisherigen Absicht -vorgetragen auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz- kompatibel, entspricht aber offensichtlich nicht den deutschen R&uuml;stungsexportrichtlinien, die solche Lieferungen in Kriegs- und Krisengebiete nicht gestatten. Dennoch schlie&szlig;t selbst Bundeskanzlerin Merkel derartige Lieferungen in diese Region nicht aus: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/Angela-Merkel-schliesst-Waffenlieferungen-an-Kurden-nicht-aus\">Merkel schlie&szlig;t Waffenlieferungen nicht aus<\/a>.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Jakob Augstein &ndash; Krieg in Gaza, der Ukraine und im Irak: Waffen! Waffen! Waffen!<\/strong><br>\nUkraine, Gaza, Irak: Jeder wei&szlig;, Gewalt wird die Probleme dort nicht l&ouml;sen. Dennoch findet die Gewalt kein Ende &ndash; und auf die eine oder andere Weise mischt Deutschland &uuml;berall mit. Eine neue Kultur des Krieges breitet sich aus. Wir m&uuml;ssen uns ihr entgegenstellen. [&hellip;]<br>\nDass die Menschen aus der Geschichte nichts lernen, ist bekannt. Aber es ist ersch&uuml;tternd, wie kurz ihr Ged&auml;chtnis ist. Der CDU-Au&szlig;enpolitiker Karl-Georg Wellmann war einer der ersten, die sich f&uuml;r eine Bewaffnung der Kurden gegen die IS-Dschihadisten ausgesprochen haben. Er nannte die Kurden eine &ldquo;westlich orientierte Ordnungsmacht&rdquo;. So &auml;hnlich dachten die Amerikaner von den afghanischen Mudschaheddin, als sie ihnen Stinger-Raketen f&uuml;r den Kampf gegen die Russen lieferten. Wellmanns &ldquo;Ordnungsmacht&rdquo; vergr&ouml;&szlig;ert jetzt erst mal den eigenen Einflussbereich: Anfang Juli besetzten die Kurden die &Ouml;lstadt Kirkuk. Wei&szlig; Wellmann, was sie mit den Waffen anfangen, die sie jetzt bekommen sollen? Anders als Joghurtbecher tragen Sturmgewehre kein Verfallsdatum.<br>\nUnd was ist mit Srebrenica, mit Ruanda oder eben jetzt mit den leidenden Jesiden? Dazu hat die fr&uuml;here Bisch&ouml;fin Margot K&auml;&szlig;mann im SPIEGEL alles gesagt: &ldquo;Es ist interessant, dass Sie immer vom Ende her denken, wenn es keine gewaltfreie L&ouml;sung mehr zu geben scheint. Heute existieren viele Friedensforschungsinstitute, die Strategien entwickelt haben, um Konflikte zu vermeiden oder zu schlichten. Aber am Willen hapert es. Das sehen Sie schon daran, dass Deutschland pro Jahr &uuml;ber 30 Milliarden Euro f&uuml;r Milit&auml;r ausgibt, aber nur 29 Millionen f&uuml;r den Friedensdienst.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/augstein-ueber-die-ukraine-gaza-irak-gewalt-loest-keine-probleme-a-986048.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Islamischer Staat<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>The Islamic State<\/strong><br>\nThe Islamic State, a hardline Sunni jihadist group that formerly had ties to al Qaeda, has conquered large swathes of Iraq and Syria.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/news.vice.com\/video\/the-islamic-state-full-length?utm_source=vicenewsfb\">Vice<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine Niederlage der Zivilisation<\/strong><br>\nDer Vormarsch der Organisation Islamischer Staat im Irak hat unter arabischen Intellektuellen eine Debatte ausgel&ouml;st. Wie konnte es soweit kommen? Dabei geht es nicht nur um die Frage, wieso es den K&auml;mpfern gelungen ist, die St&auml;dte einzunehmen und die irakische Armee zu besiegen. Es geht um mehr. IS ist f&uuml;r sie gleichbedeutend mit der kompletten Niederlage der arabischen Zivilisation.<br>\n&bdquo;IS ist der Inbegriff unseres Versagens. Mit IS ist eine Form des Islams zu Macht gekommen, die alle schlechten Entwicklungen auf den Gipfel treibt. Sie ist ebenso weit von meinen Vorstellungen der Religion entfernt, wie ich davon, auf den Mond zu fliegen&ldquo;, sagt der bekannte libanesische Journalist Ramy al Khoury. &bdquo;Der Irak ist alles, was wir sein k&ouml;nnten, und alles, was wir f&uuml;rchten zu werden.&ldquo;<br>\nSeit Jahrhunderten trauert man in der Region der Bl&uuml;tezeit des Islamischen Reiches nach. In Bagdad und Damaskus bl&uuml;hten die Wissenschaften, Bibliotheken entstanden. Mit dem Fall von Bagdad 1258 setzte der Niedergang ein. Seit langem ist von einem &bdquo;arabischen Minderwertigkeitskomplex&ldquo; in den Feuilletons der gro&szlig;en Zeitungen die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/islamischer-staat-is-eine-niederlage-der-zivilisation,1472596,28123544.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Moskau jubelt &uuml;ber neue Lieferanten<\/strong><br>\nViele L&auml;nder stehen angeblich Schlange, um Lebensmittel nach Russland zu liefern. Sanktionen im Milit&auml;rsektor werden offenbar umgangen.<br>\nEs ist eine sehr gezielte Stichelei: &bdquo;Dutzende&ldquo; seien es, &bdquo;tagt&auml;glich&ldquo; flatterten sie rein, die Angebote aus anderen L&auml;ndern. Lieferanten f&uuml;r Lebensmittel stehen laut dem russischen Agrarminister Nikolai Fjodorow Schlange in Moskau, um die L&uuml;cken zu f&uuml;llen, die das letzte Woche erlassene Importembargo f&uuml;r Waren aus dem Westen in Russland geschaffen hat.<br>\n&bdquo;Ich kann einige L&auml;nder nennen: die T&uuml;rkei, der Iran, Israel, Marokko, Argentinien, Ecuador, Peru und Brasilien&ldquo;, listete Fjodorow freudig auf. Seine Botschaft: Die Sanktionen des Westens jucken uns nicht, zudem m&uuml;sse sich kein Russe sorgen, weil es keinen K&auml;se oder Rotwein mehr aus dem Westen gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Wer-von-der-Ukraine-Krise-profitiert\/!144117\/\">taz<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Schweizer K&auml;seherstellern schmeckt es, dass Russland EU-Produkte boykottiert<\/strong><br>\n[&hellip;] Die Switzerland Cheese Marketing AG, die sich f&uuml;r den weltweiten Verkauf von Schweizer K&auml;se einsetzt, ist alles andere als traurig &uuml;ber den russischen EU-Boykott: &laquo;Wir haben das Ziel, neue M&auml;rkte zu erschliessen &ndash; einer davon ist Russland. Die Sanktionen gegen europ&auml;ische Konkurrenten sind Wind in unsere Segel&raquo;, sagt Marketingleiter Martin Spahr. Auch dem Chef von Appenzeller K&auml;se spielen die Massnahmen Russlands in die Karten: &laquo;Wir diskutieren schon l&auml;nger dar&uuml;ber, wie wir unseren Absatz in Russland steigern k&ouml;nnten. Die Sanktionen k&ouml;nnten dabei ein Vorteil sein.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aargauerzeitung.ch\/wirtschaft\/schweizer-kaeseherstellern-schmeckt-es-dass-russland-eu-produkte-boykottiert-128235977\">Aargauer Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>1st Cavalry soldiers headed to Poland, Baltics<\/strong><br>\nApproximately 600 soldiers from the Army&rsquo;s 1st Brigade, 1st Cavalry Division will deploy to Poland and the Baltic states to help reassure European allies who feel threatened by Russian military moves, the Pentagon announced Wednesday.<br>\nThe troops and their equipment &mdash; which include M-1 Abrams tanks, infantry fighting vehicles, and armored personnel carriers &mdash; will go to Europe in October for a three-month series of training exercises.<br>\nThe soldiers, based at Fort Hood, Texas, are replacing about 600 paratroopers from the Army&rsquo;s 173rd Airborne Brigade, which is based in Vicenza, Italy. The &ldquo;Sky Soldiers&rdquo; have been conducting exercises with Poland, Latvia, Lithuania and Estonia since April as part of ongoing Operation Atlantic Resolve.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stripes.com\/news\/1st-cavalry-soldiers-headed-to-poland-baltics-1.298091\">Stars and Stripes<\/a><\/li>\n<li><strong>Ukraine crisis: the neo-Nazi brigade fighting pro-Russian separatists<\/strong><br>\nThe fighters of the Azov battalion lined up in single file to say farewell to their fallen comrade. His pallid corpse lay under the sun in an open casket trimmed with blue velvet.<br>\nSome of the men placed carnations by the body, others roses. Many struck their chests with a closed fist before touching their dead friend&rsquo;s arm. One fighter had an SS tattoo on his neck. [&hellip;]<br>\nBut Kiev&rsquo;s use of volunteer paramilitaries to stamp out the Russian-backed Donetsk and Luhansk &ldquo;people&rsquo;s republics&rdquo;, proclaimed in eastern Ukraine in March, should send a shiver down Europe&rsquo;s spine. Recently formed battalions such as Donbas, Dnipro and Azov, with several thousand men under their command, are officially under the control of the interior ministry but their financing is murky, their training inadequate and their ideology often alarming.<br>\nThe Azov men use the neo-Nazi Wolfsangel (Wolf&rsquo;s Hook) symbol on their banner and members of the battalion are openly white supremacists, or anti-Semites.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/worldnews\/europe\/ukraine\/11025137\/Ukraine-crisis-the-neo-Nazi-brigade-fighting-pro-Russian-separatists.html\">The Telegraph<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.K.:<\/strong> Spontan f&auml;llt mir dazu der Beitrag von Jan Fleischhauer &ldquo;Das Teuflische wegbombardieren&rdquo; auf SPON ein, indirekt gestern in den Hinweisen der NACHDENKSEITEN mit dem Artikel auf Telepolis dazu. Es muss nicht gleich das personifizierte &ldquo;B&ouml;se&rdquo; sein, das Fleischhauer meint. Dennoch haben die USA und ihre europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten in den beiden &ldquo;Befreiungskriegen&rdquo; in Afghanistan und im Irak ganz entgegen ihrem erkl&auml;rtem Vorsatz einer universellen Herrschaft von Demokratie und Menschenrechten v&ouml;llig antagonistische Kr&auml;fte freigesetzt; eine davon, die sich den Namen IS gegeben hat, kommt f&uuml;r Fleischhauer sozusagen direkt aus der H&ouml;lle. Nat&uuml;rlich ist das Bl&ouml;dsinn. Mindestens ebenso dumm war aber die Annahme, der Sturz eines &uuml;blen Diktators wie Hussein (Assad, Gaddafi) w&uuml;rde zwangsl&auml;ufig und in demokratischer Mehrheit die &ldquo;guten&rdquo; gesellschaftlichen Str&ouml;mungen eines Landes an die Macht sp&uuml;len. In der Ukraine ist es prinzipiell nicht anders, und nach dem bejubelten Zusammenbruch des fr&uuml;heren Ostblocks dominierte als erstes eine in diesem Ausma&szlig; noch nie dagewesene organisierte Kriminalit&auml;t den Alltag der Menschen, wenn man einmal von der DDR mit ihrer Sonderrolle absieht. Diesen Zusammenhang nicht verstehen zu wollen, ist Bl&ouml;dheit. Dann wird man politisch &ndash; wie die USA mehrmals in der Vergangenheit &ndash; im abgewandelten Goethe-Zitat zu &ldquo;einem Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das B&ouml;se schafft&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Politik im Blindflug &ndash; Wirtschaftssanktionen gegen Russland<\/strong><br>\n&hellip;Im Grunde sind viele Nachrichten zur Ukraine-Krise und Rolle Russlands und vor allem deren &ouml;konomische Situation bis heute subjektive Kommentare. Zumeist pr&auml;gen die eigene Ideologie und begrenzte Vorstellungswelt zur Funktionsweise der &ldquo;Wirtschaft&rdquo; das verk&uuml;ndete Wort. Einfachste &ouml;konomische Zusammenh&auml;nge werden nicht beachtet, differenzierte Betrachtungen flink mit dem Vokabular aus der Mottenkiste des Kalten Krieges beiseite gewischt (Putin Versteher, Russenfreund, Gutmensch, Weichei). In diesem selbst mit befeuerten Diskussionsklima agieren die Regierungen der EU und Entscheider der Br&uuml;sseler B&uuml;rokratie zunehmend sprunghaft, merkw&uuml;rdig und bisweilen hilflos. Sie scheinen mehr Getriebene zu sein und oft &uuml;berrascht von den Effekten ihres Handelns&hellip;Wenn die Wirtschaftssanktionen gegen Russland gut wirken, werden sie in alle Richtungen wirken. Eben deshalb ist die Zuspitzung der &ouml;konomischen Krise in der EU mit bekanntem Ergebnis m&ouml;glich: Nachfrageausfall, Insolvenzen, Kreditklemme, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig geht niemand ernsthaft davon aus, Russland w&uuml;rde durch die Sanktionen in die Knie gezwungen und deren F&uuml;hrung zu &ldquo;Kreuze kriechen&rdquo;. Um Russlands Wirtschaft ist es nicht gut bestellt. Aber das hat ganz andere Gr&uuml;nde&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/08\/politik-im-blindflug-%E2%80%93-wirtschaftssanktionen-gegen-russland-von-christian-christen\/#sthash.dUc4BcTb.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen Ceta geleakt &ndash; 521 Seiten Stoff f&uuml;r Zoff<\/strong><br>\nDas Ceta-Abkommen zwischen EU und Kanada ist jetzt &ouml;ffentlich. Das Kapitel zu den Schiedsgerichten sollte die Kritiker bes&auml;nftigen &ndash; und st&ouml;&szlig;t gleich auf Widerstand. Was in dem umstrittenen Vertrag steht.<br>\nMan kann den Autoren des Vertrages nicht vorwerfen, schmutzige Details zu scheuen: Die Anerkennung der Regeln zu &ldquo;Blut und Blutprodukten, die nicht f&uuml;r menschlichen Verzehr geeignet sind&rdquo; ist ebenso geregelt wie die von &ldquo;Knochen, H&ouml;rnern und Hufen&rdquo;.<br>\nWirklich brutal finden die Gegner von Ceta, des Freihandelsabkommens zwischen EU und Kanada, aber eine Textpassage, die weniger nach Metzgerei klingt: jene &uuml;ber den Investorenschutz. Das sind die Klauseln, die es Unternehmen erm&ouml;glichen, Staaten vor internationalen Schiedsgerichten zu verklagen &ndash; und gegen die in den vergangenen Monaten Dutzende zivilgesellschaftliche Gruppen protestiert haben.<br>\nNun ist ein Teil des Abkommens geleakt. Die ARD hat 521 Seiten des angeblich insgesamt 1500 Seiten langen Ceta-Vertrages ver&ouml;ffentlicht, der Investorenschutz steht in Kapitel 10.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/freihandelsabkommen-ceta-geleakt-seiten-stoff-fuer-zoff-1.2089966\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/ceta-dokument-101.pdf\">Tagesschau, Ceta-Vertrag [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal 2014 um 0,2 % zur&uuml;ckgegangen<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft verliert an Schwung: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im zweiten Quartal 2014 &ndash; preis-, saison- und kalenderbereinigt &ndash; um 0,2 % gegen&uuml;ber dem Vorquartal zur&uuml;ck, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Dabei d&uuml;rfte allerdings auch die extrem milde Witterung mit kr&auml;ftigen Zuwachsraten zum Jahresbeginn eine Rolle gespielt haben: Den neuesten Berechnungen zufolge hatte die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2014 um 0,7 % zugelegt, im Schlussquartal 2013 war das BIP gegen&uuml;ber dem Vorquartal um 0,4 % gestiegen. Diese Ergebnisse basieren erstmals auf den neuen Konzepten des ESVG 2010.<br>\nF&uuml;r den leichten R&uuml;ckgang des BIP im zweiten Quartal 2014 waren nach vorl&auml;ufigen Berechnungen der Au&szlig;enhandel und die Investitionen verantwortlich: Die Exporte stiegen im Vorquartalsvergleich weniger stark als die Importe, sodass sich der Au&szlig;enbeitrag (Exporte minus Importe) negativ auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung auswirkte. Daneben gingen die Investitionen insbesondere in Bauten deutlich zur&uuml;ck, was nicht zuletzt an Vorzieheffekten aufgrund des ungew&ouml;hnlich milden Winters 2013\/2014 liegen d&uuml;rfte. Dagegen wurde sowohl von den privaten als auch von den &ouml;ffentlichen Haushalten etwas mehr konsumiert als im Vorquartal.<br>\nIm Vergleich zum Vorjahr hat die deutsche Wirtschaft zwar an Dynamik verloren, konnte aber dennoch weiter zulegen: Das preisbereinigte BIP war im zweiten Quartal 2014 um 0,8 % (kalenderbereinigt um 1,2 %) h&ouml;her als im zweiten Quartal 2013.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/08\/PD14_287_811.html;jsessionid=2A3EB970AF36D3AE8FB51004EAAEDB55.cae1\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie doch selbst die Wiesbadener Statistiker Opfer der Regierungsparolen werden, zeigt sich schon darin, dass bei einem Wachstum von 0,7% im ersten Quartal 2014 und von 0,3% im Vorquartal von &bdquo;kr&auml;ftigen Zuwachsraten&ldquo; gesprochen wird. Auch nahezu die gesamte Medienlandschaft scheint im Besch&ouml;nigungsmodus zu arbeiten, die Zahlen werden relativiert, besch&ouml;nigt und immer wieder wird darauf verwiesen, dass es uns doch vergleichsweise gut ginge und das, obwohl sich die deutsche Wirtschaft erstmals schlechter als der Durchschnitt der Euro-Zone entwickelte. Und f&uuml;r manche ist &ndash; wie f&uuml;r alles B&ouml;se in der Welt &ndash; Putin schuld (<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article131218776\/Russland-vernichtet-Wohlstand-in-Deutschland.html\">&bdquo;Russland vernichtet Wohlstand in Deutschland&ldquo;<\/a>).<br>\nW&auml;hrend die Regierung jedes noch so kleine positive Signal aus der Wirtschaft als Erfolg ihrer Politik an den Hut steckte und daf&uuml;r von den Medien auch kr&auml;ftig gelobt wurde, kommt kaum jemand auf die Idee die Verschlechterung der Politik anzulasten. Siehe jedoch <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/merkels-konjunktureinbruch.html\">Michael Schlecht<\/a>: &bdquo;Merkels Konjunktureinbruch. Der Konjunktureinbruch im zweiten Quartal um 0,2 Prozent ist Folge der aggressiven Wirtschaftspolitik von Angela Merkel. Wer die Zerr&uuml;ttung der Wirtschaft in der Eurozone, vor allem in den s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenl&auml;ndern betreibt, darf sich nicht wundern, wenn dies letztlich auf Deutschland zur&uuml;ckschl&auml;gt. Der massive R&uuml;ckgang der Auftr&auml;ge aus der Eurozone geht auf Merkels Konto und ist eine Ursache des Konjunktureinbruchs.&ldquo;<br>\nUrs&auml;chlich f&uuml;r die Schw&auml;che seien der schw&auml;chelnde Au&szlig;enhandel und sinkende Investitionen, sagen die angeblichen Experten.<br>\nDass der Au&szlig;enhandel zur&uuml;ckgeht, kann nicht erstaunen, wenn immer mehr L&auml;nder in Europa in die Rezessionsfalle geraten. Frankreich musste gestern seine Wachstumsprognose auf 0,5% <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/topNews\/idDEKBN0GE0DV20140814\">halbieren<\/a>.<br>\nUnd was die Investitionen anbetrifft: Da wird ja immer gepredigt, dass die Senkung der Staatsschulden bei der Wirtschaft Vertrauen schaffe und Investitionen f&ouml;rdere. Nun erleben wir in der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/deutschlands-staatsschuld-schrumpft-erstmals-seit-1950-13097316.html\">Praxis<\/a> eine Senkung des Schuldenstandes der &ouml;ffentlichen Haushalte, aber gleichzeitig einen R&uuml;ckgang der Investitionen der privaten Wirtschaft. M&ouml;glicherweise hat die Wirtschaft von der Senkung der Staatsschulden ja noch gar nichts bemerkt. Oder: Grau, grau ist alle Theorie&hellip;.zumal, wenn sie falsch ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Goodbye Troika?<\/strong><br>\nDer Troika-Bericht kritisierte, das Mandat der Troika sei &raquo;unklar, intransparent und einer demokratischen Kontrolle entbehrend&laquo;. Zudem habe die Troika au&szlig;erhalb des EU-Rechts gestanden. Ihre Wachstumsprognosen seien &raquo;allzu optimistisch&laquo; gewesen. Das ist sehr h&ouml;flich formuliert.<br>\nDer Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), stellte jedoch bereits damals klar, dass der Bericht &raquo;nicht die Arbeit der Troika an sich kritisiert&laquo;, sondern ihre fehlende Rechtsgrundlage. Dazu passt auch, dass selbst Giegold k&uuml;rzlich die unzureichende Umsetzung des &raquo;europ&auml;ischen Semesters&laquo; zur wirtschaftspolitischen Koordinierung in den Mitgliedsstaaten r&uuml;gte. Auf Deutsch: Die unzureichende K&uuml;rzung von L&ouml;hnen, Renten und &ouml;ffentlichen Investitionen.<br>\nAuch Juncker geht es nicht um ein Ende der Troika-Diktate. Wie das Parlament m&ouml;chte er die Troika mit neuem Etikett &raquo;legalisieren&laquo;. Er will sie beerdigen, um ihre Politik der Depression und Arbeitslosigkeit fortzusetzen. So berichtete die britische Tageszeitung &raquo;Guardian&laquo; k&uuml;rzlich unter Berufung auf hochrangige Kommissionsbeamte, Juncker beabsichtige, die Aufsicht &uuml;ber die Reformprogramme einer Task Force der EU-Kommission zu unterstellen. Er verspreche sich davon weniger Widerst&auml;nde gegen die Troika. Das w&uuml;rde nicht zuletzt der korrupten griechischen Regierung helfen, einen Wahlsieg der linken SYRIZA zu verhindern. Juncker will den Griechen also Gammelfleisch als Souvlaki verkaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/942377.goodbye-troika.html?sstr=masi\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>DIW-Studie: L&ouml;hne in Industrie haben gro&szlig;es Aufholpotenzial<\/strong><br>\nExportstarke Industrieunternehmen haben laut einer DIW-Studie besonders von der moderaten Lohnentwicklung seit 2003 profitiert. Die Lohnerh&ouml;hungen h&auml;tten dort jedes Jahr um gut ein Prozent h&ouml;her ausfallen k&ouml;nnen.<br>\nDie Lohnzur&uuml;ckhaltung der vergangenen Jahre in Deutschland hat insbesondere Arbeiter in der Industrie getroffen. Die Entgeltsteigerungen im produzierenden Gewerbe seien zwischen 2003 und 2013 im Schnitt pro Jahr um 1,1 Prozent hinter dem zur&uuml;ckgeblieben, was angesichts der gestiegenen Produktivit&auml;t m&ouml;glich gewesen w&auml;re. &Uuml;ber den ganzen Zeitraum sind sie damit rund 11,6 Prozent hinter die Produktivit&auml;t zur&uuml;ckgefallen. Das ergibt eine Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW).<br>\nInsgesamt h&auml;tten die deutschen Arbeitnehmer in dem Zeitraum im Jahresdurchschnitt um 0,3 Prozentpunkte geringere Lohnsteigerungen erhalten als der Verteilungsspielraum gerechtfertigt h&auml;tte. Arbeitgeber profitierten also st&auml;rker von der wachsenden Wirtschaftsleistung als ihre Besch&auml;ftigten. Als Verteilungsspielraum bezeichnet man die Summe aus j&auml;hrlicher Produktivit&auml;tssteigerung und Inflation. Er ist eine Faustregel daf&uuml;r, in welcher H&ouml;he Lohnsteigerungen m&ouml;glich sind, ohne dass Jobs gestrichen werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/loehne-in-industrie-stiegen-laut-diw-studie-langsamer-als-produktivitaet-a-985917.html\">SPIEGEL Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.478721.de\/14-33-3.pdf\">DIW: Sektorale Lohnentwicklung: Der Schl&uuml;ssel zu st&auml;rkeren Lohnsteigerungen liegt in der Industrie [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ungleiche Verm&ouml;gen: Keine extra Ma&szlig;nahmen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat nicht vor, der ungleichen Verm&ouml;gensbildung in Deutschland etwa &uuml;ber eine entsprechende Steuer zu begegnen. Das geht aus ihrer Antwort (18\/2225) auf eine Kleine Anfrage (18\/2097) der Fraktion Die Linke hervor. Darin hatte die Fraktion danach gefragt, welche Konsequenzen die Bundesregierung aus der ungleichen Verm&ouml;gensbildung zieht. Die Regierung f&uuml;hrt in ihrer Antwort nun aus, dass sie &bdquo;auf der Basis einer von Dialog, Kooperation und vertrauensvoller Sozialpartnerschaft gepr&auml;gten Sozialen Marktwirtschaft das Fundament f&uuml;r den Wohlstand und die Teilhabe der Menschen st&auml;rken&ldquo; will. So werde unter anderem die Verm&ouml;gensbildung f&uuml;r Arbeitnehmer im Rahmen des F&uuml;nften Verm&ouml;gensbildungsgesetzes bis zu bestimmten Einkommensgrenzen staatlich gef&ouml;rdert. Darunter w&uuml;rden auch Sparvertr&auml;ge &uuml;ber Wertpapiere oder andere Verm&ouml;gensbeteiligungen fallen. &bdquo;Die Bundesregierung zieht dar&uuml;ber hinaus keine speziellen Konsequenzen aus der isolierten Betrachtung von Daten zur Verteilung des Betriebs- oder Aktienverm&ouml;gens&ldquo;, schreibt sie in der Antwort weiter.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_08\/-\/295242\">Deutscher Bundestag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/022\/1802225.pdf\">Antwort der Bundesregierung [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese Antwort kann man eigentlich nur zynisch nennen. Da kann man bei Jens Bergers <a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/wem-gehoert-deutschland-jens-berger.html#.U-2xOMaUlv0\">&bdquo;Wem geh&ouml;rt Deutschland&ldquo;<\/a> nachlesen dass die H&auml;lfte der Deutschen zusammengenommen gerade einmal 1,4 Prozent des Gesamtverm&ouml;gens besitzt, w&auml;hrend sich zwei Drittel des Verm&ouml;gens im Besitz der obersten 10 Prozent der Bev&ouml;lkerung befinden.<\/em> <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140815_02.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=46081&amp;chunk=1\">B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/p>\n<p><em>Und die Bundesregierung h&auml;lt keine neuen Ma&szlig;nahmen f&uuml;r n&ouml;tig. Sie will &bdquo;auf der Basis einer von Dialog, Kooperation und vertrauensvoller Sozialpartnerschaft gepr&auml;gten Sozialen Marktwirtschaft das Fundament f&uuml;r den Wohlstand und die Teilhabe der Menschen st&auml;rken&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Erstmals mehr als eine Million sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte aus S&uuml;d- und Osteuropa<\/strong><br>\nIm Mai 2014 wurden nach Berechnung des Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) auf Basis der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit erstmals mehr als eine Million sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte aus 14 EU-Mitgliedstaaten in S&uuml;d- und Osteuropa gez&auml;hlt. Polen: 255.330, Ungarn: 61.666, Tschechien: 31.204, Slowakei: 20.170, Slowenien: 8.884, Estland: 2.037, Lettland: 9.456, Litauen: 14.016, Bulgarien: 50.441, Rum&auml;nien: 125.668, Griechenland: 116.964, Italien: 219.229, Portugal: 53.854 und Spanien: 55.172. Insgesamt: 1.024.091 sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigte mit der Staatsangeh&ouml;rigkeit einer dieser 14 EU-Mitgliedstaaten.<br>\nDies waren 154.617 sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte mehr als im Mai 2013. Polen: +38.356, Ungarn: +13.730, Tschechien: +4.903, Slowakei: +2.985, Slowenien: +668, Estland: +191, Lettland: +1.182, Litauen: +1.241, Bulgarien: +18.677, Rum&auml;nien: +43.364, Griechenland: +7.023, Italien: +12.246, Portugal: +2.758 und Spanien: +7.293.<br>\nQuelle: Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Hintergrundinformation: Auswirkungen der Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit und der EU-Schuldenkrise auf den deutschen Arbeitsmarkt, Berichtsmonat: Mai 2014, Anhangtabelle 2; eigene Berechnungen (BIAJ).<br>\nDie Quelle, der die BILD (Online 12. August 2014) ihre Zahlen zu den SGB II-Leistungsberechtigten im Alter von 0 bis zur gesetzlichen Altersgrenze (!) (Hartz IV) entnommen hat, die dann unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Staatsverschuldung &ndash; Mehr als 300 000 Hartz-IV-Empf&auml;nger aus Ost- und S&uuml;deuropa&ldquo; (!?) verbreitet wurden, finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Statistische-Analysen\/Statistische-Sonderberichte\/Generische-Publikationen\/Auswirkungen-der-Arbeitnehmerfreizuegigkeit-und-der-EU-Schuldenkrise-auf-den-Arbeitsmarkt.pdf%20\">diesem Link [PDF]<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/36-texte-biaj-kurzmitteilungen\/526-erstmals-mehr-als-eine-million-sozialversicherungspflichtig-beschaeftigte-aus-sued-und-osteuropa.html\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22807\">&ldquo;Bild-Zeitung heizt die Stimmung gegen Sozialmissbrauch durch Osteurop&auml;er und Arbeitnehmer aus &bdquo;Schuldenstaaten&ldquo; an&rdquo;<\/a>.<br>\nStatt &bdquo;Erstmals mehr als 300 000 Hartz-Empf&auml;nger aus EU-Ost- und &ndash;Schuldenl&auml;ndern&ldquo; wie in der Bild-Zeitung h&auml;tte die &Uuml;berschrift lauten m&uuml;ssen &bdquo;Erstmals mehr als eine Million sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte aus S&uuml;d- und Osteuropa&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gift im System &ndash; Wo die Altlasten der Finanzkrise stecken<\/strong><br>\nRaus damit, aus der Bankbilanz &ndash; sch&ouml;n. Daf&uuml;r im Besitz von Schattenbanken, die niemand reguliert? Geheimnisvolle Namen: Cerberus, Apollo, BlackRock. Ein Reich von inzwischen 71 Billionen Dollar. Der Alptraum aller Finanzaufseher sieht so aus: Sch&auml;rfere Regularien zwingen Banken zum Verkauf giftiger Papiere. Weg, mit den Risiken. K&auml;ufer sind Investoren aus dem kaum &uuml;berwachten Schattenbankensektor: zum Beispiel Hedgefonds, Private Equity Firmen, Pensionskassen. Oft leihen sich diese Investoren f&uuml;r ihre Gesch&auml;fte wiederum Geld bei Banken. Der Kreis schlie&szlig;t sich. Geht der Deal nicht auf, dann k&ouml;nnen Schattenbanken ihre Kredite nicht mehr zur&uuml;ckzahlen. Und wieder wackeln die Banken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/hr\/2014\/gift-im-system-100.html\">Das Erste, plusminus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; The Forever Slump<\/strong><br>\nIt&rsquo;s hard to believe, but almost six years have passed since the fall of Lehman Brothers ushered in the worst economic crisis since the 1930s. Many people, myself included, would like to move on to other subjects. But we can&rsquo;t, because the crisis is by no means over. Recovery is far from complete, and the wrong policies could still turn economic weakness into a more or less permanent depression.<br>\nIn fact, that&rsquo;s what seems to be happening in Europe as we speak. And the rest of us should learn from Europe&rsquo;s experience.<br>\nBefore I get to the latest bad news, let&rsquo;s talk about the great policy argument that has raged for more than five years. It&rsquo;s easy to get bogged down in the details, but basically it has been a debate between the too-muchers and the not-enoughers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/08\/15\/opinion\/paul-krugman-the-forever-slump.html?partner=rssnyt&amp;emc=rss&amp;_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sozialer Abstieg: Im Fahrstuhl nach unten<\/strong><br>\nMeine Kinder sollen es einmal besser haben, dieser Wunsch ging vor allem im Nachkriegsdeutschland h&auml;ufig in Erf&uuml;llung. Doch die Zeiten des sozialen Aufstiegs sind l&auml;ngst vorbei. Die deutsche Gesellschaft wird zu einer Abstiegsgesellschaft &ndash; und nicht einmal Bildung sch&uuml;tzt davor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/sozialer-abstieg-im-fahrstuhl-nach-unten.1148.de.html?dram:article_id=294585\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein lesens- und h&ouml;renswerter Radio-Beitrag.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schriftsteller protestieren gegen Amazon<\/strong><br>\nMehr als 100 deutsche Schriftsteller kritisieren die Gesch&auml;ftsmethoden von Amazon. Zu den Erstunterzeichnern des Protestbriefs an Amazon-Chef Jeff Bezos geh&ouml;ren Schriftsteller wie Ingrid Noll, Elfriede Jelinek und G&uuml;nter Wallraff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/amazon-schriftsteller-protestieren-gegen-amazon,1472786,28121010.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Warum die Justiz Gustl Mollath dankbar sein sollte<\/strong><br>\nEin Freispruch zweiter Klasse schreibt Geschichte. Was Politik, Justiz und die Psychiatrie aus dem Fall des Gustl Mollath hoffentlich gelernt haben &ndash; und warum sich der Angeklagte um das Recht verdient gemacht hat. (&hellip;)<br>\nUnd das ist der Erfolg dieses seltsamen Menschen Mollath. Er hat nicht nur die Wiederaufnahme seines Verfahrens, sondern auch die Selbstbesinnung der Justiz erzwungen. Dies gelang ihm nur mit Hilfe der &Ouml;ffentlichkeit. Das muss der Justiz zu denken geben. Die gesetzlichen Regeln und Mechanismen der Selbstkorrektur der Justiz sind ganz offensichtlich nicht ausreichend; die H&uuml;rden, die vor der Wiederaufnahme eines rechtskr&auml;ftig abgeschlossenen, aber unhaltbaren Verfahrens stehen, sind zu hoch. (&hellip;)<br>\nIn zwei oder drei Jahren wird der Fall Mollath wom&ouml;glich wieder vergessen sein, und es wird nicht eine ungerechtfertige Einweisung in die Psychiatrie, sondern eine ungerechtfertige Entlassung aus der Psychiatrie die &Ouml;ffentlichkeit erregen. Die Lehre aus dem Fall Mollath ist und bleibt aber: Das Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsprinzip gilt in erregten und in nicht erregten Zeiten. Das Recht auf Freiheit darf dem Sicherheitsdenken nicht geopfert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/freispruch-im-neuen-verfahren-warum-die-justiz-gustl-mollath-dankbar-sein-sollte-1.2066304\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wir brauchen nicht nur m&uuml;ndige Verbraucher!<\/strong><br>\nSch&uuml;ler sollen verst&auml;rkt zu kritischen Konsumenten gemacht werden. W&auml;hrend sie kritisch Kaufentscheidungen f&auml;llen, zwischen vergleichbaren Produkten abw&auml;gen und das Preis-Leistungs-Verh&auml;ltnis begreifen sollen, bleibt deren Heranbildung als kritische Staatsb&uuml;rger ein nebens&auml;chliches Ziel.<br>\n&raquo;Die Verbraucherbildung ist an den Schulen auf dem Vormarsch&laquo;, schreibt die &raquo;Frankfurter Allgemeine&laquo;. Grunds&auml;tzlich ist dagegen ja auch gar nichts zu sagen. Kritische Konsumenten sind durchaus notwendig. Ein wenig M&uuml;ndigkeit in dieser Frage schadet absolut nicht. Nur ist es schon seltsam, dass man die &raquo;Macht des Verbrauchers&laquo; zu einem progressiven Bildungsauftrag theoretisiert, w&auml;hrend man die eigentliche &raquo;Macht des B&uuml;rgers&laquo; weiterhin in jenem lahmen Unterricht erstickt, der wahlweise Sozialkunde, Gemeinschaftskunde oder PoWi hei&szlig;t. Dort lernen die Sch&uuml;ler die Mechanismen dieses &raquo;besten aller m&ouml;glichen Systeme&laquo; kennen und erfahren wie die &raquo;Konzernokratie&laquo; tickt, die man allerdings aus nostalgischen Gr&uuml;nden &raquo;Demokratie&laquo; nennt. Die Macht des Staatsb&uuml;rgers, so erf&auml;hrt man dort mehr oder minder, endet immer dort in Ohnmacht, wo sie das Profitstreben der Wirtschaft auch blo&szlig; touchiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/942433.wir-brauchen-nicht-nur-muendige-verbraucher.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Torsten Str&auml;ter: Pressesprecher der Waffenlobby<\/strong><br>\n&ldquo;Wir haben die L&ouml;sung, und meistens macht sie Peng&rdquo;: Torsten Str&auml;ter nimmt die deutschen Waffenbauer in Schutz. Qualit&auml;t hat eben ihren Preis, tja, und manchmal kostet sie Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zALFYli1sZI\">extra 3 via YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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