{"id":22969,"date":"2014-08-27T09:15:44","date_gmt":"2014-08-27T07:15:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969"},"modified":"2014-08-27T09:15:44","modified_gmt":"2014-08-27T07:15:44","slug":"hinweise-des-tages-2200","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h01\">Council on Foreign Relations sieht Hauptschuld an Ukraine-Krise beim Westen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h02\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h03\">Kanzlerin sucht Verhaltensforscher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h04\">Erfahrungen aus Gaza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h05\">Designierter Euro-Gruppen-Chef Luis de Guindos: Meister der Sparsamkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h06\">Heiner Flassbeck: Die Nationalisten werden Europa den Todesstoss geben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h07\">Warum so viele S&uuml;deurop&auml;er ohne Job sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h08\">Skizze einer &ouml;konomisch vern&uuml;nftigen Budgetpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h09\">Michael Kr&auml;tke: Die Bremse greift, der Motor stockt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h10\">Seitenwechsel: Londoner B&ouml;rse engagiert m&auml;chtige EU-Politikerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h11\">Ebola in Liberia: Die Auss&auml;tzigen von Monrovia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h12\">Geheimdiensten das Geheime nehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h13\">Landtagswahl in Sachsen: Hoffnungsschimmer und Albtraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h14\">R&uuml;cktritt von Klaus Wowereit: Mit ihm ist&rsquo;s sch&ouml;ner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h15\">Kritik am Uni-Betrieb: Wie die Generation &ldquo;Gef&auml;llt mir&rdquo; das Streiten verlernt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h16\">Strategie zur Europ&auml;ischen Forschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h17\">Die Feuerst&uuml;hle bei stern, Spiegel, Focus: Alptraumjob Magazin-Chefredakteur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969#h18\">Zu guter Letzt: Studie: Lohnzahlungen verursachen Milliardensch&auml;den f&uuml;r deutsche Unternehmen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22969&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Council on Foreign Relations sieht Hauptschuld an Ukraine-Krise beim Westen<\/strong><br>\nDer CFR ist einer der weltweit vier wichtigsten privaten Think Tanks und unter anderem eng mit Chatham House verwoben.<br>\nImmerhin steht Chatham House unter der Schirmherrschaft der britischen Queen Elizabeth II. Einzelne Schl&uuml;sselprojekte werden laut wikipedia.de durch die Rockefeller-Stiftung, die Konrad Adenauer Stiftung, die NATO und die Europ&auml;ische Union finanziert. Dem Gros der westlichen Mainstreammedien war dieser Bericht bwhyisher keine Silbe wert&hellip;<br>\n2Kommen wir nun zur&uuml;ck auf Foreign Affairs, den medialen Arm des Council on Foreign Relations &ndash; dem amerikanischen Gegenst&uuml;ck zu Chatham House -, eine Publikation, die in einem Turnus von allen zwei Monaten ver&ouml;ffentlicht wird.<br>\nDort hei&szlig;t es in der Ausgabe September\/Oktober 2014 in einem Bericht von John Mearsheimer in der &Uuml;berschrift wie folgt:<br>\n&bdquo;Why the Ukraine Crisis Ist he West`s Fault&ldquo;<br>\nForeign Affairs Autor John Maersheimer kommt in seiner Analyse hingegen zu ganz anderen Ergebnissen: n&auml;mlich, dass Washington und dessen europ&auml;ische Verb&uuml;ndete die Hauptschuld an der Ukraine-Krise tr&uuml;gen&hellip;.<br>\nWas eindeutig hinter den Aktivit&auml;ten des Westens stecke, sei &ldquo;das Ziel einer Erweiterung der NATO, die Ukraine vom Einfluss Russlands zu befreien und das Land in die westliche Sph&auml;re zu integrieren&rdquo;.<br>\nDass die Einkreisungspolitik der NATO gegen&uuml;ber Russland dabei genauso aggressiv wirken muss, wie dies jeweils auch im Hinblick auf China und den Iran der Fall ist, will westlichen Regierungsoffiziellen vielleicht nicht einleuchten oder es k&uuml;mmert sie ganz einfach nicht.<br>\nIm Herzen Europas wird auf diese Weise der Weg f&uuml;r einen neuen Krieg geebnet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42618\/1.html\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.foreignaffairs.com\/articles\/141769\/john-j-mearsheimer\/why-the-ukraine-crisis-is-the-wests-fault\">Foreign Affairs, John J. Mearsheimer, Why the Ukraine Crisis Is the West&rsquo;s Fault<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Regierungsumbildung in Frankreich<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande setzt mit der Ernennung seiner neuen Regierung ein Zeichen: Vor allem der neue Wirtschaftsminister Emmanuel Macron steht f&uuml;r einen sozialdemokratischen Reformkurs. Andere wichtige Minister behalten ihre Posten.<br>\nMit der Ernennung des fr&uuml;heren Gesch&auml;ftsbankers Emmanuel Macron zum neuen Wirtschaftsminister hat Frankreichs Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande erneut ein Signal f&uuml;r seinen sozialdemokratischen Reformkurs gesetzt. Macron, der bis Juni dieses Jahres als wirtschaftspolitischer Berater im &Eacute;lys&eacute;e diente, gilt als Vordenker von Hollandes wirtschaftspolitischer Wende seit Jahresbeginn.<br>\nSeine &uuml;berraschende Berufung am Dienstagabend wurde von Vertretern des linken Fl&uuml;gels der regierenden Sozialisten prompt mit Skepsis quittiert. Macron tritt die Nachfolge des wegen Unbotm&auml;&szlig;igkeiten geschassten Arnaud Montebourg an. Hollande hatte am Dienstag erkl&auml;rt, das k&uuml;nftige Kabinett solle &ldquo;eine Regierung der Klarheit&rdquo; sein.<br>\nDie meisten ihrer K&ouml;pfe dienten schon in der vorherigen Mannschaft, die Premierminister Valls &ldquo;die Regierung des Kampfes&rdquo; getauft hatte: Au&szlig;enminister Laurent Fabius und Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian behalten ebenso ihre Posten wie Michel Sapin, der Finanzminister. Auch Innenminister Bernard Cazeneuve und Umweltministerin S&eacute;gol&egrave;ne Royal d&uuml;rfen ihre bisherige Arbeit fortf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/regierungsumbildung-in-frankreich-viele-bekannte-und-ein-frisches-etikett-1.2104346\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;Vor allem der neue Wirtschaftsminister Emmanuel Macron steht f&uuml;r einen sozialdemokratischen Reformkurs.&rdquo; Das sollten die franz&ouml;sischen B&uuml;rger durchaus als Drohung auffassen. Eine Agenda 2010 f&uuml;r Frankreich. Man kann nur hoffen, dass die B&uuml;rger Frankreichs mit ihrer rebellischen Tradition und ihrem Misstrauen gegen&uuml;ber den herrschenden Eliten, dem &ldquo;Reformkurs&rdquo; Hollands mehr Widerstand entgegensetzen als der schlafm&uuml;tzige deutsche Michel einst der schr&ouml;derschen Agenda 2010.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kommentar Ulrike Herrmanns zur Pariser Regierungskrise: Frankreich braucht keine Agenda 2010<\/strong><br>\nFrankreich geht es schlecht. Die Arbeitslosenrate ist doppelt so hoch wie in Deutschland, die Wirtschaft stagniert, und das Staatsdefizit w&auml;chst. Ein Ende der Tristesse ist nicht abzusehen. F&uuml;r viele Bundesb&uuml;rger ist dies der ultimative Beweis, dass die Agenda 2010 richtig war, die daf&uuml;r gesorgt hat, dass die deutschen Reall&ouml;hne seit Jahren stagnieren. Denn &bdquo;wir&ldquo; sind exportstark, w&auml;hrend den Franzosen die Auslandsm&auml;rkte wegbrechen. Im Wettbewerb der Nationen scheinen die Deutschen gesiegt zu haben, weswegen sie nur zu gern Ratschl&auml;ge erteilen: Die Franzosen sollten sich auch eine Agenda 2010 zulegen.<br>\nDas klingt zwar logisch, ist aber logisch unm&ouml;glich. Denn wenn alle Eurostaaten Deutschland kopieren, Lohndumping betreiben und zu aggressiven Exportnationen mutieren, bleibt eine Frage ungel&ouml;st: Wer soll die G&uuml;ter kaufen? Die europ&auml;ischen Arbeitnehmer sind offenbar nicht gemeint, denn sie sollen ja auf einen Teil ihrer Geh&auml;lter verzichten. Aber wer dann? Die Chinesen? Die Absatzkrise ist gewiss. Selbst neoliberale Nobelpreistr&auml;ger sind inzwischen alarmiert, dass Deutschland die Eurozone v&ouml;llig falsch steuert. Die internationalen &Ouml;konomen warnten die Kanzlerin am Wochenende davor, den Sparkurs in Europa fortzusetzen. Auch EZB-Chef Draghi l&auml;sst erkennen, dass er die deutsche &bdquo;Austerit&auml;tspolitik&ldquo; nicht f&uuml;r sinnvoll h&auml;lt. Aber was w&auml;re die Alternative? Viele Deutsche denken insgeheim, dass der Zusammenbruch droht, sobald der Sparkurs aufgegeben wird. Dabei w&auml;re ein Konjunkturpaket ein Segen &ndash; auch f&uuml;r die deutschen Arbeitnehmer. Denn dazu w&uuml;rde geh&ouml;ren m&uuml;ssen, dass die Deutschen wieder mehr importieren. Dies geht nur, wenn die deutschen L&ouml;hne endlich wieder steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Pariser-Regierungskrise\/!144810\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Selbstverst&auml;ndlich m&uuml;ssen die deutschen L&ouml;hne steigen. Es besteht ein &uuml;ber die Jahre entstandener Lohnstau gegen&uuml;ber den sprudelnden Gewinnen der Privatwirtschaft, der zulasten der Gesamtwirtschaft die Binnenkonjunktur schw&auml;cht. Aber jenseits dieser sinnvollen Forderung gibt es offenen Fragen. Nat&uuml;rlich wird ein gestiegenes Arbeitnehmereinkommen importrelevant. Aber in welchen Umfang? Vor allem aber, in welchem Umfang kommen deutsche Importe den L&auml;ndern der Eurozone zugute? Im Jahr 2013 betrug der Anteil der Importe aus der Eurozone 38,4 Prozent der Gesamtimporte. Stellt sich die Frage, wie nachfragewirksam welche Lohnerh&ouml;hung in den anderen Eurol&auml;ndern, insbesondere in den Krisenl&auml;ndern, sein k&ouml;nnte. Ich f&uuml;rchte Ulrike Herrmann muss einen viel k&uuml;hneren Schritt wagen: Eine W&auml;hrungsunion braucht, wie die deutsche Vereinigung zeigt, Mechanismen eines substanziellen Finanzausgleichs. Eine W&auml;hrungsunion ohne solchen Transfermechanismus ist nicht stabil. Aus jeder f&ouml;derativen Gemeinschaft wurde fr&uuml;her oder sp&auml;ter eine Transferunion. Auch die USA haben ein Transfersystem, das weit &uuml;ber dem Niveau der europ&auml;ischen Strukturfonds liegt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kanzlerin sucht Verhaltensforscher<\/strong><br>\nPsychologen, Anthropologen und Verhaltens&ouml;konomen sollen her und Angela Merkel helfen: Die Regierung will wirksamer regieren und den B&uuml;rgern einen Schubs in die &bdquo;richtige&ldquo; Richtung geben. [&hellip;]<br>\nEin Regierungssprecher d&auml;mpfte die Phantasie: &bdquo;Ich kann sie beruhigen: Es werden keine Sofas im Kanzleramt aufgestellt.&ldquo; Vielmehr gehe es darum, neue Methoden f&uuml;r &bdquo;wirksames Regieren&ldquo; zu erproben. Daf&uuml;r sollten Erkenntnisse der Verhaltens&ouml;konomie st&auml;rker genutzt werden. Denn Forscher h&auml;tten herausgefunden, &bdquo;dass viele Menschen so handeln, dass es ihren eigenen Interessen widerspricht&ldquo;, so der Regierungssprecher.<br>\nDie Gruppe im Kanzleramt soll die &bdquo;Entwicklung alternativer Designs von politischen Vorhaben&ldquo; auf Grundlage verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse vorantreiben, hei&szlig;t es in der Anzeige. Den Grundstein dieser Idee einer psychologischen Politikberatung legte das Buch &bdquo;Nudge&ldquo; des &Ouml;konomen Richard Thaler (Universit&auml;t Chicago) und des Juristen Cass Sunstein (Harvard Universit&auml;t) im Jahr 2008. Es ist eine Art &bdquo;Bibel&ldquo; der Bewegung geworden. Der Titel &bdquo;Nudge&ldquo; kann mit &bdquo;Schubser&ldquo; &uuml;bersetzt werden.<br>\nDie Regierung gibt den B&uuml;rgern einen Schubser in die &bdquo;richtige&ldquo; Richtung. Kernidee ist die Annahme, dass Menschen oft falsche, weil f&uuml;r sie langfristig ung&uuml;nstige Entscheidungen treffen. Sie essen zu viel, sie rauchen, treiben zu wenig Sport oder sparen wenig f&uuml;r ihre Altersvorsorge, was sie sp&auml;ter bereuen. Mit Hilfe einfacher psychologischer Methoden k&ouml;nnte man das Verhalten beeinflussen und die Entscheidungsfindung verbessern &ndash; so die von der Politik begierig aufgegriffene These von Thaler und Sunstein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/kanzlerin-sucht-verhaltensforscher-13118345.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn das mal nicht nach hinten losgeht. Es ist ja richtig &ndash; viele Menschen handeln so, dass es ihren eigenen Interessen widerspricht. Vor allem am Wahlsonntag ist dieses Verhaltensmuster h&auml;ufig zu beobachten und bislang war die Kanzlerin die gr&ouml;&szlig;te Profiteurin diess Verhaltensmusters.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Erfahrungen aus Gaza<\/strong><br>\nBerlin sucht den Gaza-Krieg zur St&auml;rkung seiner Einflussposition im Nahen Osten zu nutzen. Nach einem Vorsto&szlig; des deutschen Au&szlig;enministers, die EU-&ldquo;Mission&rdquo; an der Grenze des Gaza-Streifens (&ldquo;EUBAM Rafah&rdquo;) neu zu aktivieren, bereiten deutsche Diplomaten gemeinsam mit Kollegen aus Paris und London eine Vorlage f&uuml;r den UN-Sicherheitsrat zum Nahost-Konflikt vor. Aus Israel kommt Zustimmung. &ldquo;Die Deutschen als politische F&uuml;hrungsnation in Europa m&uuml;ssen eine ganz entscheidende Rolle im Gaza-Konflikt einnehmen&rdquo;, wird der israelische Au&szlig;enminister zitiert. &ldquo;Deutschlandals heute wichtigste Kraft in Europa&rdquo; k&ouml;nne im Nahen Osten &ldquo;eine sehr positive Rolle spielen&rdquo;, erkl&auml;rt der Finanzminister.<br>\nBundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier hat am gestrigen Montag bekr&auml;ftigt, &ldquo;aktive Au&szlig;enpolitik&rdquo; betrachte er als &ldquo;unsere Pflicht&rdquo;; Berlin schulde sie &ldquo;unseren Partnern&rdquo; sowie &ldquo;unseren eigenen Interessen&rdquo;. Gleichzeitig bereitet sich die Bundeswehr auf die Begleitung einer offensiven deutschen Weltpolitik vor &ndash; in Israel. Wie es in einer Mitteilung von Heeresinspekteur Bruno Kasdorf hei&szlig;t, werden die deutschen Streitkr&auml;fte bis zu 250 Soldaten zur Ausbildung im H&auml;user- und Tunnelkampf dorthin entsenden. Operationen in bebautem Gel&auml;nde (&ldquo;Urban Operations&rdquo;) gelten als wichtigste Form k&uuml;nftiger Kriege.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58933\">German-Foreign-Policy<\/a>\n<p><strong>Siehe jedoch zur Kritik an den Pl&auml;nen eines international &uuml;berwachten Gaza: Gaza: Wartezeit bis zum n&auml;chsten Waffengang?<\/strong><br>\nWas Israel selbst in &uuml;ber 40 Jahren nicht gelungen ist, n&auml;mlich eine vollst&auml;ndige Kontrolle &uuml;ber eine besetzte Bev&ouml;lkerung herzustellen, soll jetzt die internationale Gemeinschaft &uuml;bernehmen. Der Wiederaufbau des zerst&ouml;rten Gazastreifens &ndash; nat&uuml;rlich bezahlt von europ&auml;ischen, nicht von israelischen Steuergeldern &ndash; soll daf&uuml;r noch als Anreiz dienen. Unabh&auml;ngig davon, dass die Zivilbev&ouml;lkerung in Gaza trotz eines fehlenden Waffenstillstands und trotz der milit&auml;rischen Abenteuer der Hamas ein Recht auf sauberes Wasser, Strom und ein Dach &uuml;ber dem Kopf hat. Sich hier auf einen Deal einzulassen, h&auml;tte Konsequenzen: Die internationale Gemeinschaft k&ouml;nnte sich schnell in einer Situation wiederfinden, in der sowohl das Geld, als auch die politischen Rahmenbedingungen f&uuml;r eine nachhaltige L&ouml;sung fehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/gaza-wartezeit-bis-zum-naechsten-waffengang-555\/\">Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Designierter Euro-Gruppen-Chef Luis de Guindos: Meister der Sparsamkeit<\/strong><br>\nEr liebt Atl&eacute;tico Madrid, predigt Austerit&auml;t und l&auml;sst sich seine Kroketten schon mal einpacken: Luis de Guindos soll der n&auml;chste Chef der Euro-Gruppe werden. F&uuml;r Spaniens Wirtschaftsminister w&auml;re es die Kr&ouml;nung einer erstaunlichen Karriere. Er liebt Atl&eacute;tico Madrid, predigt Austerit&auml;t und l&auml;sst sich seine Kroketten schon mal einpacken: Luis de Guindos soll der n&auml;chste Chef der Euro-Gruppe werden. Bis heute wird ihm nachgetragen, dass er nach der Wahlniederlage von 2004 die harte Oppositionsbank gegen einen gut gepolsterten Job bei in der Finanzindustrie eintauschte: 2006 wurde er Chef der iberischen Division der damals noch renommierten Investmentbank Lehman Brothers. Nach dem Kollaps des Hauses wechselte De Guindos zur einer gro&szlig;en Buchpr&uuml;fergesellschaft. Gleichzeitig blieb er als Liebling und Starkommentator der Madrider Wirtschaftspresse im Gespr&auml;ch. 2011 wurde er dann vom konservativen Wahlsieger Mariano Rajoy zum Wirtschaftsminister ernannt. Hauptaufgabe von De Guindos war die Rettung der spanischen Banken, die im Juni 2012 mit einem 100-Milliarden-EuroKredit gest&uuml;tzt werden mussten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/designierter-euro-gruppen-chef-luis-de-guindos-meister-der-sparsamkeit-1.2102458\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> So geht wohl auch in der Eurozone der &ldquo;Krug so lange zum Brunnen, bis er bricht&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung Orlando Pascheit:<\/strong> De Guindos folgt zwar dem derzeitigen Eurogruppenchef, Jeroen Dijsselbloem, erst Mitte n&auml;chsten Jahres, aber das Signal insbesondere an die leidenden L&auml;nder an der Peripherie der Eurozone ist verheerend. Unber&uuml;hrt von der Kritik namhafter &Ouml;konomen beim Treffen der Wirtschafts-Nobelpreistr&auml;ger in Lindau und der Not der Krisenl&auml;nder (z.B. spanische Arbeitslosenquote: 24,5 Prozent) zieht der Planet Merkel seine Bahn. &ndash; Laut dem Haushalt 2013 sollen die spanischen Ministerien im Schnitt ihre Ausgaben um 12,2 Prozent verringern. Am wenigsten betroffen von den K&uuml;rzungen sind der Justizminister mit vier und die Streitkr&auml;fte mit sechs Prozent. Im Mittelfeld liegt das Gesundheitsministerium mit 15 Prozent. Dagegen m&uuml;ssen das Landwirtschafts- und das Kulturressort ihre Ausgaben <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/streit-ums-sparen-spanien-vor-weiteren-milliarden-kuerzungen-1.1480740\">um 30 Prozent zusammenstreichen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: Die Nationalisten werden Europa den Todesstoss geben<\/strong><br>\nDie Regierungskrise in Frankreich zeigt mit aller Deutlichkeit: Die Austerit&auml;tspolitik ist gescheitert. Wer das nicht sehe, ist entweder blind oder verblendet, sagt der renommierte &Ouml;konom Heiner Flassbeck und prophezeit den Nationalisten eine goldene Zukunft: &ldquo;&hellip; Wir werden wieder in eine Rezession rutschen. Das k&ouml;nnte dazu f&uuml;hren, dass Europa vollends auseinanderbricht. In diesem Szenario w&uuml;rden wieder vermehrt L&ouml;sungen auf nationaler Ebene gesucht. Schon heute ist klar, dass die Nationalisten in den kommenden Jahren einen H&ouml;henflug erleben werden und wom&ouml;glich Europa den Todesstoss geben. Und wir werden das offenbar erst merken, wenn der Schaden angerichtet und es zu sp&auml;t ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.watson.ch\/Front\/articles\/815937817-Heiner-Flassbeck:-%C2%ABDie-Nationalisten-werden-Europa-den-Todesstoss-geben%C2%BB\">watson<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum so viele S&uuml;deurop&auml;er ohne Job sind<\/strong><br>\nAm Dienstag pr&auml;sentierte die Robert- Bosch-Stiftung eine Studie des Zentrums f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu einigen der L&auml;nder, deren Jugend am st&auml;rksten von der Krise betroffen ist. In dem Bericht analysiert das ZEW die Situation in Italien, Spanien und Portugal und benennt Ma&szlig;nahmen, um die Jugendarbeitslosigkeit in diesen L&auml;ndern zu senken. Die Experten kritisieren vor allem das Bildungssystem und einen starren K&uuml;ndigungsschutz. &ndash; Ein Grund f&uuml;r die massive Zunahme junger Arbeitsloser in Spanien war etwa der hohe Anteil Jugendlicher in befristeter Besch&auml;ftigung. Viele Unternehmen hatten schon vor der Krise Jugendliche mit Zeitvertr&auml;gen eingestellt. Au&szlig;erdem waren in Spanien viele geringqualifizierte junge Menschen im Bausektor besch&auml;ftigt, in dem es nach dem Platzen der Immobilienblase zu massiven Arbeitsplatzverlusten kam. Problematisch ist laut Studie auch das spanische Bildungssystem, das stark universit&auml;r ausgerichtet ist.<br>\nIm Gegensatz zu Spanien verzeichnete Italien schon in den Jahren vor der Finanz- und Schuldenkrise nur ein geringes Wirtschaftswachstum und hohe Arbeitslosenquoten. Grund daf&uuml;r sind nach Einsch&auml;tzung der Forscher auch die konfliktanf&auml;lligen Beziehungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern, die Einigungen erschwerten. Hinzu komme eine eher niedrige Qualit&auml;t des Bildungssystems. Da Hochschulabsolventen in Italien nicht wesentlich bessere Besch&auml;ftigungschancen als Abg&auml;nger der Sekundarschulen haben, ist der Anreiz f&uuml;r eine h&ouml;here Qualifikation gering. Wichtig seien deswegen vor allem Investitionen in das Bildungssystem, so das Fazit der L&auml;nderanalyse. Zudem kritisiert die Studie, dass der Arbeitsmarkt in Italien weiterhin stark gespalten ist. Ebenso wie in Spanien und Portugal gibt es hier einen starken K&uuml;ndigungsschutz, w&auml;hrend die Regelungen zur Befristung eher locker sind.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/jugendarbeitslosigkeit-warum-so-viele-suedeuropaeer-ohne-job-sind\/10613108.html\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bosch-stiftung.de\/content\/language1\/downloads\/RBS_ZEW-Studie_Jugendarbeitslosigkeit_Online_einzel.pdf\">Youth Unemployment in Europe. Appraisal and Policy Options [PDF &ndash; 1,2 MB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.bosch-stiftung.de\/content\/language1\/downloads\/RBS_ZEW-Studie_Jugendarbeitslosigkeit_Zusammenfassung.pdf\">Deutsche Zusammenfassung [PDF &ndash; 1,3 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung L.H.:<\/strong> Kein Kommentar. Mir steht vor Staunen immer noch der Mund offen. Mal abgesehen davon, dass v&ouml;llig ungeniert die wirklichen Ursachen der extremen Jugendarbeitslosigkeit in S&uuml;deuropa einfach beiseite geschoben werden und wieder einmal die ganze neoliberale Litanei heruntergebetet wird.  Nein, auch kein &ldquo;Argument&rdquo; ist zu bl&ouml;d, um es nicht doch in Stellung zu bringen. Die Einen sind &ldquo;&uuml;berqualifiziert&rdquo;, daf&uuml;r die Anderen &ldquo;nicht ausreichend qualifiziert&rdquo;. Man traut sich sogar, dies in zwei direkt aufeinanderfolgenden Abs&auml;tzen anzuf&uuml;hren. V&ouml;llig egal. Hauptsache, die Gr&uuml;nde werden in pers&ouml;nliche Bereiche verlagert, der Einzelne ist immer daran schuld. Bankenkrise? Immobilienkrise? Wirtschaftskrise? War da was? Alles Quatsch &ndash; die Jugendlichen sind schuld. &Uuml;berqualifiziert, unterqualifiziert, falsch qualifiziert. &ndash;  Ich f&uuml;hl mich gerade wie Luis de Funes in &ldquo;Oscar&rdquo;. &ldquo;Ich hab&acute; Hirnsausen&rdquo;, ob dieser unversch&auml;mten Bl&ouml;dheiten, die sich immer mehr zu steigern scheinen. Denn normal kann man dies nicht mehr ertragen.  &Uuml;ber die Lobbyorganisation des ZEW ist auf den NachDenkSeiten schon soviel geschrieben worden, dass sich ein Kommentar dazu eigentlich er&uuml;brigen m&uuml;sste.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Seltsamerweise kommt nur bei Portugal die Sparpolitik als Ursache und Steigerung der Wirtschaftsleistung als L&ouml;sung zur Sprache. Der einfache Zusammenhang, dass eine Weiterentwicklung des beruflichen Ausbildungssystems zusammen mit den Betrieben wenig bringt, wenn die Betriebe im derzeitigen Tempo in die Pleite gehen, wird in der durchgehenden Betonung der St&auml;rkung des Bildungssystems geflissentlich &uuml;bersehen. (In Krisenland Italien stieg die Zahl der Insolvenzen im Vorjahresvergleich um rund 16 Prozent, in Spanien um fast 15 Prozent und in Portugal um neun Prozent). &Auml;hnlich die Forderung nach Beseitigung der &ldquo;besch&auml;ftigungshemmenden Tarifl&ouml;hne&ldquo;. Einmal abgesehen von der abstrusen, aber bezeichnenden Wortsch&ouml;pfung, da m&uuml;ssten zun&auml;chst einmal gen&uuml;gend Betriebe mit einem Besch&auml;ftigungsangebot existieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Skizze einer &ouml;konomisch vern&uuml;nftigen Budgetpolitik<\/strong><br>\nAls ich in den 1980er Jahren, unter anderen bei Ewald Nowotny, an der Wirtschaftsuniversit&auml;t &Ouml;konomie studierte, standen im Mittelpunkt der Ausbildung in Fiskalpolitik eine umfassende, keynesianische Sichtweise staatlicher Aktivit&auml;ten in den verschiedenen Dimensionen der Allokations-, Stabilisierungs- und Verteilungspolitik und die Notwendigkeit des Zusammenspiels der Budgetpolitik mit anderen Instrumenten der Wirtschaftspolitik zur Erreichung aller Ziele des magischen Vielecks. \n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140827_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/magisches-vieleck-1024x675.jpg\">Markus Marterbauer basierend auf Rothschild (1996)<\/a><\/p>\n<p>Diese Perspektive steht in fundamentalem Gegensatz zur aktuellen europ&auml;ischen Wirtschaftspolitik. Ihre theoretische Basis ist die neoklassische &Ouml;konomie. Sie vertraut auf die effiziente Allokation der Ressourcen durch den Binnenmarkt f&uuml;r G&uuml;ter, Dienstleistungen, Arbeit und Kapital und sieht eine strenge Regelbindung der Wirtschaftspolitik vor, deren Instrumente jeweils auf ein spezifisches Ziel ausgerichtet sind: Die Geldpolitik auf Preisstabilit&auml;t, die Budgetpolitik auf einen ausgeglichenen Staatshaushalt und die Lohnpolitik auf Wettbewerbsf&auml;higkeit und Besch&auml;ftigung. Dieses neoklassische Konzept der EU-Wirtschaftspolitik ist in der Finanzkrise seit 2007 gescheitert. Die freien Finanzm&auml;rkte haben sich als instabil, ineffizient und wohlstandsmindernd, die Erwartung einer Erholung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt durch eine &bdquo;interne Abwertung&ldquo; mithilfe von Lohnsenkungen in den Krisenl&auml;ndern hat sich als irref&uuml;hrend erwiesen. Vor allem stellte sich die These von den expansiven, &bdquo;nicht-keynesianischen&ldquo; Wachstums- und Besch&auml;ftigungswirkungen der Budgetkonsolidierung als kostspieliger Irrtum heraus. Die Folge war eine zweite tiefe Rezession in der Eurozone, verbunden mit Massenarbeitslosigkeit und Ausweitung der Ungleichheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/oekonomisch-vernuenftige-budgetpolitik\/\">Arbeit&amp;Wirtschaft<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Markus Marterbauer fr&uuml;her an der Wirtschaftsuniversit&auml;t Wien und  Konjunkturreferent im &Ouml;sterreichischen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (WIFO) leitet die Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der Arbeiterkammer Wien. Die Arbeiterkammer  ist die gesetzliche Interessenvertretung der Arbeitnehmer in &Ouml;sterreich. Es besteht Pflichtmitgliedschaft, w&auml;hrend in der anderen  gro&szlig;en Interessenvertretung der Arbeitnehmer, dem &Ouml;sterreichischen Gewerkschaftsbund, die Mitgliedschaft freiwillig ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Michael Kr&auml;tke: Die Bremse greift, der Motor stockt<\/strong><br>\nSchwarz-Rot sonnt sich im Glanze eines unverdienten Gl&uuml;cks: Fast 60 Prozent der Bundesb&uuml;rger sind laut Umfragen mit der Arbeit dieser Koalition zufrieden. Man denke und staune. Da traf es sich schlecht, dass die Statistik diese Harmonie tr&uuml;bt. Deutschland, erkl&auml;rter Konjunkturmotor der EU, hat zum ersten Mal seit Anfang 2013 wieder einen Einbruch zu verzeichnen. Es geht der eigenen &Ouml;konomie schlechter oder ebenso schlecht wie einigen EU-Partnern. Noch vor kurzem wurde ein Auslaufen der Eurokrise f&uuml;r m&ouml;glich gehalten. Spanien, Portugal, Italien, Irland, sogar Griechenland und Zypern schienen aus dem Gr&ouml;bsten heraus zu sein. Nun aber gilt: Welcome back to reality &ndash; einer Realit&auml;t der globalen Depression. R&auml;cht sich die Merkelsche Politik der sturen Dogmen und des Navigierens auf Sicht? Schon bei einem &bdquo;normalen&ldquo; Konjunkturzyklus h&auml;tte sich eine auf Schuldenabbau fixierte Austerit&auml;tspolitik als aberwitzig erwiesen. Es ist im heutigen Krisenzyklus eben nichts mehr &bdquo;normal&ldquo;. Ein Boom folgt auf jeden Einbruch und dann wieder ein Abschwung auf jeden Aufschwung. Wie zu erkennen ist, ging die Weltfinanzkrise 2008\/09 nur in eine tempor&auml;re Erholung &uuml;ber, die umgehend von einer Depression mit Mehrfachrezessionen (double- und triple-dips) in etlichen L&auml;ndern abgel&ouml;st wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-bremse-greift-der-motor-stockt\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Seitenwechsel: Londoner B&ouml;rse engagiert m&auml;chtige EU-Politikerin<\/strong><br>\nSie war eine f&uuml;hrende Strippenzieherin f&uuml;r Finanzregulierung in Europa, nun wechselt Sharon Bowles in die Finanzwirtschaft. Der Fall zeigt erneut: Viele Br&uuml;sseler Entscheider kennen keine Skrupel. &ndash; F&uuml;nf Jahre lang hat die 61-j&auml;hrige britische Liberale das vielleicht m&auml;chtigste parlamentarische Gremium der Europ&auml;ischen Union geleitet. Der Ausschuss hat Gesetzpakete vorbereitet zur Finanztransaktionssteuer, zur Nahrungsmittelspekulation, zum Derivate- und Hochfrequenzhandel, zur Begrenzung ausufernder Boni &ndash; Regelwerke, mit denen das vereinte Europa die schlimmste Spekulation eind&auml;mmen wollte.<br>\nAber nun hat Sharon Bowles radikal die Seiten gewechselt. Hat sich vor ein paar Tagen anheuern lassen von der London Stock Exchange (LSE), Europas f&uuml;hrender B&ouml;rse. Als Vorstandsmitglied, mit sofortiger Wirkung, ohne Vorwarnung. Zum Entsetzen von ehemaligen Abgeordnetenkollegen und Lobbykritikern. &ldquo;Die LSE hat Sharon Bowles eingekauft &ndash; die Frau, die unsere internen Besprechungen im Parlament und alle Kniffe kennt, die wei&szlig;, wie man unseren neuen Gesetzen die Z&auml;hne zieht&rdquo;, sagt Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen im Europaparlament. &ldquo;Vor nicht einmal zwei Monaten war sie noch eine von uns, jetzt hat sie ihren guten Ruf verkauft. Solche Seitenwechsel besch&auml;digen die Demokratie.&rdquo; Olivier Hoedeman von der Lobbykritiker-Organisation Corporate Europe Observatory wirft Bowles vor, sie untergrabe den Ruf des Parlaments.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/lobbyismus-eu-politikerin-sharon-bowles-wechselt-zur-londoner-boerse-a-988070.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Schon Kaiser Vespasian im alten Rom wusste: Pecunia non olet. So wird auch klar, warum eine Regulierung der Finanzindustrie bis jetzt scheiterte. Man kauft sich einfach die entsprechenden Entscheider und deren Wissen. Die dazu geh&ouml;rige v&ouml;llige Skrupellosigkeit der in Br&uuml;ssel agierenden Personen macht einen in der Tat sprachlos. Und es wird auch klar, was von Br&uuml;ssel zu halten ist. Dort wird keine Politik f&uuml;r die B&uuml;rger der EU gemacht. Die vehemente Propaganda des EU-Handelskommissars Karel de Gucht f&uuml;r das Freihandelsabkommen TIPP sei nur als ein weiteres Beispiel genannt. Und so lange dies so ist, wird die Ablehnung der EU weiter zunehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ebola in Liberia: Die Auss&auml;tzigen von Monrovia<\/strong><br>\nAus der Luft sieht der West-Point-Slum vor Liberias Hauptstadt aus wie eine M&uuml;llhalde auf einer Halbinsel. Hier hausen Menschen. Sch&auml;tzungsweise 75.000 Monrovianer leben auf diesem von Wellblechh&uuml;tten und Baracken zugewucherten Zipfel der Armut vor der Millionenstadt. Das ganze Armenviertel steht unter Quarant&auml;ne. Die Ebola Task Force aus Polizei und Milit&auml;r kontrolliert seither den Zugang, hat Stra&szlig;enblockaden errichtet und Stacheldraht gespannt, berichtet Wade Williams am Telefon. Die Journalistin von Front Page Africa war als Reporterin zwischen den Bretterbuden des Armenviertels unterwegs, hat beobachtet, wie Lebensmittel verteilt wurden: Reis, Bohnen, &Ouml;l, Wasser. Das klingt, als seien die Menschen gut versorgt. In Wahrheit werden sie mit der lebensbedrohlichen Seuche allein gelassen. Niemand z&auml;hlt, wie viele Slum-Bewohner schon mit Ebola infiziert sind, warnt Angeh&ouml;rige davor, ihre Kranken zu pflegen, die Toten zu ber&uuml;hren. Ebola wird &uuml;ber K&ouml;rperfl&uuml;ssigleiten &uuml;bertragen &ndash; und die kleben in West Point an den unm&ouml;glichsten Orten. Was es nicht gibt, sind sanit&auml;re Anlagen, Duschen, sauberes Wasser. &ldquo;Es gibt keine Toiletten, viele verrichten ihr Gesch&auml;ft am Strand&rdquo;, sagt Williams. In den langen Schlangen f&uuml;r die Essensausgabe dr&auml;ngen sich schwitzende Menschen aneinander, erz&auml;hlt die Journalistin. All das macht es dem Virus leicht, neue Opfer zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2014-08\/ebola-liberia-west-point-sierra-leone\/komplettansicht\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Allm&auml;hlich wird es brandgef&auml;hrlich. Wenn erst einmal die Gro&szlig;st&auml;dte Westafrikas betroffen sind, entstehen g&auml;nzlich un&uuml;bersichtliche Situationen. Diese sind infolge der Landflucht in k&uuml;rzester Zeit au&szlig;ergew&ouml;hnlich angewachsen, mit entsprechenden Slums. So fasst z.B. Conakry, die Hauptstadt Guineas, inzwischen an die 2 Millionen Menschen. Vor allem sollten wir uns davor h&uuml;ten, die verzweifelte Absperrung des West-Point-Slum von Monrovia moralisch zu werten. So musste die WHO ihre Mitarbeiter aus einem Labor in Sierra Leone abberufen, nachdem sich einer ihrer Helfer mit Ebola infiziert hat. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/sierra-leone-who-zieht-mitarbeiter-aus-ebola-labor-ab-a-988217.html\">Die Ansteckungsrate unter den Helfern gilt als beispiellos<\/a>. Wie w&uuml;rde Europa, wie w&uuml;rden die USA reagieren?<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe auch: Ebola-Epidemie in Afrika: Ein Virus wie ein Krieg<\/strong><br>\nVerglichen mit Malaria und Aids sind die Opferzahlen derzeit noch gering. Aber Ebola ist heimt&uuml;ckischer und gef&auml;hrlicher. Das Virus, das einen schnellen, grausamen Tod bringt, hat das Potenzial, ganze Staaten in Afrika ins Wanken zu bringen. Man komme da nicht mit Statistik. Nat&uuml;rlich rafft die afrikanische Dauer-Epidemie Malaria viel mehr Menschen dahin, wenn auch nicht auf so spektakul&auml;r aggressive Weise. Wer sich mit Ebola infiziert, der empf&auml;ngt unter den in Afrika gr&ouml;&szlig;tenteils gegebenen Bedingungen ein sicheres Todesurteil, und dies sehr schnell und grausam. Ebola ist f&uuml;r die Menschen, die in der Gefahrenzone leben und &ndash; wie in Liberia &ndash; auch ganz anderes Leid aus eigener Erfahrung kennen, keine Krankheit unter vielen. Es ist nicht irrational und nicht hysterisch, wenn Gesch&auml;fte geschlossen bleiben, Bauern ihre Felder verlassen und Schulen ihre Sch&uuml;ler nach Hause schicken; aber es ist verheerend. Es zerrei&szlig;t die ohnehin gebeutelten Gesellschaften in Liberia, Sierra Leone, Guinea und neuerdings auch im Kongo, wenn das Virus dazu f&uuml;hrt, dass die Menschen sich verschanzen und einander misstrauen. Wer einen Infizierten nicht bei den Beh&ouml;rden denunziert, dem droht mancherorts Gef&auml;ngnis; viele tun es trotzdem nicht und verstecken Kranke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/ebola-epidemie-in-afrika-ein-virus-wie-ein-krieg-1.2102450\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Geheimdiensten das Geheime nehmen<\/strong><br>\nAnke Domscheit-Berg und Christian Str&ouml;bele diskutieren &uuml;ber die Aktivit&auml;ten von Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst. Ein Streitgespr&auml;ch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/datenschutz\/anke-domscheit-berg-und-christian-stroebele--geheimdiensten-das-geheime-nehmen-,1472644,28214292.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> An einer Stelle sagt Christian Str&ouml;bele: &ldquo;Man kann sich tats&auml;chlich fragen, ob Spionage &uuml;berhaupt etwas bringt oder das Versagen immanent ist. Mein Lieblingsbeispiel ist Curveball. Das ist der Deckname eines nach Deutschland geflohenen Irakers, der behauptete, am Massenvernichtungsprogramm von Saddam Hussein mitgearbeitet zu haben. War zwar alles gelogen, aber der BND glaubte ihm, gab die Informationen an die USA weiter, die haben dies als Kriegsgrund genommen und dann sind im Krieg 90 000 Menschen gestorben.&rdquo; Str&ouml;bele m&uuml;sste eigentlich wissen, dass der BND wie auch der damalige Europachef der CIA Tyler Drumheller Curveball als nicht zuverl&auml;ssige Quelle eingestuft hatten und CIA-Chef George Tenet warnten. Wir wissen heute, dass die Administration Bush nicht an der Wahrheit interessiert war und alles tat, um einen Grund f&uuml;r den  Einmarsch in den Irak zu pr&auml;sentieren. &ndash; Str&ouml;bele macht damit einen Fehler, den ein so erfahrener Politiker nicht machen darf: Er vereinfacht und l&auml;sst dadurch die Botschaft &uuml;ber die Klinge springen. Eine Vereinfachung, die nur auf Gesinnungsfang aus ist, aber bei einem allgemeinen Werben um ein kritisches Verh&auml;ltnis zu Geheimdiensten wenig hilfreich ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Landtagswahl in Sachsen: Hoffnungsschimmer und Albtraum<\/strong><br>\nDie AfD k&ouml;nnte in das erste Landesparlament einziehen, die NPD ihre Machtbasis und viel Geld verlieren. Am 31. August wird in Sachsen ein neuer Landtag gew&auml;hlt &ndash; und die FDP fliegt wohl aus der letzten Regierung. F&uuml;nf Gr&uuml;nde, warum das die Bundespolitik beeinflusst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/landtagswahl-in-sachsen-hoffnungsschimmer-und-albtraum-1.2097711\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wieder einmal so ein typisches Journalistenthema: Nichts Inhaltliches &ndash; ein klein wenig zum Plan einer Ost-West-Angleichung der Rente &ndash; zu den Problemen (oder auch Erfolgen) Sachsens und zu der jeweiligen Position der Parteien. Daf&uuml;r Spekulationen &uuml;ber &ldquo;Wer-mit -wem-geht&rdquo; und welche Folgen dies f&uuml;r das zuk&uuml;nftige &ldquo;Wer-mit-wem-Gehen&rdquo; im Bund haben k&ouml;nnte. Vor allem bleibt die Autorin alles den sch&ouml;nen Titel &ldquo;Hoffnungsschimmer und Albtraum&rdquo; schuldig. Sollte nun das Aufkommen der d&auml;monischen AfD der &ldquo;Albtraum&rdquo; sein und das Zusammengehen der CDU mit den Gr&uuml;nen der &ldquo;Hoffnungsschimmer&rdquo;? Allein die Autorin wei&szlig; es.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>R&uuml;cktritt von Klaus Wowereit: Mit ihm ist&rsquo;s sch&ouml;ner<\/strong><br>\nKein Wunder, dass ihn die Berliner inzwischen satt haben. Seine beiden letzten Jahre im Amt waren nicht die besten. Der Pannen-Flughafen Berlin-Brandenburg, die Steuers&uuml;nden seines Staatssekret&auml;rs Andr&eacute; Schmitz, st&auml;ndige Probleme mit der S-Bahn. Und f&uuml;r alles ist Berlins Regierender B&uuml;rgermeister Klaus Wowereit (SPD) verantwortlich. Seine Umfragewerte sind in den Keller gesackt. Seit Monaten wurde selbst in seiner Partei offen dar&uuml;ber spekuliert, wann &ndash; und nicht ob &ndash; er zur&uuml;cktreten w&uuml;rde. Jetzt hat er es getan. Zum 11. Dezember will er sein Amt abgegeben. Dann soll ein anderer den Job &uuml;bernehmen. Die Berliner werden sich noch umgucken. Sch&ouml;ner als mit Wowereit wird es so schnell nicht wieder werden. F&uuml;nf Gr&uuml;nde, warum schon bald alle ihren Wowi vermissen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ruecktritt-von-klaus-wowereit-mit-ihm-ists-schoener-1.2105116\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der R&uuml;cktritt kam wohl so &uuml;berraschend, dass eine bessere Analyse des Wirkens von Klaus Wowereit nicht hinzubekommen war. &ndash; Der &ldquo;Spiegel&rdquo; gibt wieder einmal ganz unterirdisch die Journaille: Die Titel lauten: &ldquo;Grandiose Wurstigkeit&rdquo;, &ldquo;Regierender Showmaster&rdquo;,  &ldquo;Abflugzeit f&uuml;r Wowereit&rdquo;,  &ldquo;Hip, aber schlapp&rdquo;. Die W&uuml;rdigung beschr&auml;nkt sich auf Einsichten wie diese: &ldquo;Mit seinem &lsquo;und das ist auch gut so&rsquo; bediente Klaus Wowereit Berliner Lebensgef&uuml;hl. Er gab sich so, wie die Hauptst&auml;dter sich gern sehen, cool, immer entspannt &ndash; nur leider hat er dar&uuml;ber das Regieren vergessen &hellip;  tats&auml;chliches Regierungshandeln Wowereits ist eigentlich nicht erinnerlich.&rdquo; Und dem Qualit&auml;tsblatt &ldquo;FAZ&rdquo; ist deutlich anzumerken, wie sehr es sie st&ouml;rte, dass die Hauptstadt fast un&uuml;berwindlich fest in SPD-Hand war. Da wird zwar anf&auml;nglich behauptet: &ldquo;Das Desaster um das Milliardengrab eines wom&ouml;glich nie fertiggestellten Hauptstadtflughafens ist Berlins Regierendem B&uuml;rgermeister wahrlich nicht allein anzulasten.&rdquo; Aber der Artikel lebt davon, Wowereit wegen dieses Flughafens herunterzumachen. Es versteht sich f&uuml;r die FAZ, und da zeigt sich, worum es geht: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/wowereit-tritt-zurueck-ueberfaellig-13117827.html\">Der n&auml;chste saubere Schnitt in dieser Daueraff&auml;re &hellip; w&auml;re eine Neuwahl des Berliner Abgeordnetenhauses<\/a>.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: St&ouml;&szlig; und Saleh k&auml;mpfen um Wowereit-Nachfolge<\/strong><br>\nWenige Stunden nach der R&uuml;cktrittsank&uuml;ndigung des Regierenden B&uuml;rgermeisters Klaus Wowereit ist in der Berliner SPD ein offener Machtkampf um die Nachfolge entbrannt: Sowohl Fraktionschef Saleh als auch Landeschef St&ouml;&szlig; wollen ihn beerben. Klar ist bislang nur, wie dar&uuml;ber entschieden werden soll: Die Berliner SPD wird ihre Mitglieder befragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/politik\/beitrag\/2014\/08\/nachfolge-debatte-wowereit-ruecktritt-stoess-saleh.html\">rbb Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wowereits politische Positionen konnte man eigentlich immer nur und bestenfalls als unkonventionell bezeichnen. Weil er mit der Linkspartei eine Koalition eingegangen ist, weil er eine Zeit lang f&uuml;r eine Reform der Hartz-&bdquo;Reformen&ldquo; eingetreten ist, weil er gegen die Rente mit 67 und gegen die Bahnprivatisierung war, galt er in der SPD als &bdquo;Linker&ldquo;. Wowereit wollte den Aufstiegswillen der Arbeitslosen aber &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/spd-hartz-iv-empfaenger-sollen-gemeinnuetzige-arbeiten-verrichten\/3384396.html\">notfalls auch durch K&uuml;rzungen etwas befl&uuml;geln<\/a>&ldquo;, unter seiner Regentschaft wurden auch die Berliner Wasserbetriebe privatisiert und die Vertr&auml;ge mit Veolia und RWE bis zu einem Volksentscheid geheim gehalten.<\/em><br>\n<em>Seine Autobiografie (&ldquo;&hellip; und das ist auch gut so&rdquo;) hat er ja schon geschrieben und vom stellvertretenden SPD-Vorsitz war er ja auch schon zur&uuml;ckgetreten. Das Desaster um den Berliner Flughafen ist gewiss nicht seine Schuld, aber seinen R&uuml;ckzug z&ouml;gerte er genauso lange hinaus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kritik am Uni-Betrieb: Wie die Generation &ldquo;Gef&auml;llt mir&rdquo; das Streiten verlernt<\/strong><br>\nEine Generation &ldquo;Gef&auml;llt mir&rdquo;, ehrgeizig, jedoch unreflektiert &ndash; dar&uuml;ber beklagt sich die Journalistin und Uni-Dozentin Christiane Florin. Ihr Bildungsessay Warum unsere Studenten so angepasst sind analysiert die Streitkultur an Hochschulen &ndash; die fehlende Streitkultur. Die Mehrheit der Studenten sei brav und pragmatisch, w&uuml;nsche sich klare Ansagen statt Dialog auf Augenh&ouml;he. Florins Buch ist aber auch eine Kritik des Uni-Betriebs, der sich zu sehr den Anforderungen des Arbeitsmarkts unterworfen habe: &rdquo; &hellip; Das Studium bietet doch die Chance, einen eigenen Standpunkt zu entwickeln, indem man sich mit dem Denken der Anderen besch&auml;ftigt. Ich erlebe aber mehrheitlich Studenten, die klare Arbeitsanweisungen wollen. Sie sp&uuml;ren sehr genau, welche Erwartungen der Arbeitsmarkt und, pauschal gesagt, die Gesellschaft an Hochschulabsolventen haben. Und diese Erwartungen wollen sie erf&uuml;llen. &hellip; Widerspruch als blo&szlig;er Reflex ist auch kein Ausweis von Intellekt und Individualit&auml;t. Aber die Kulturtechnik der Debatte ist wichtig, Geisteswissenschaften leben doch von Kontroversen. Wo, wenn nicht an den Universit&auml;ten, kann ge&uuml;bt werden, Urteilskraft zu entwickeln &ndash; und nicht einfach zu allem und jedem &ldquo;Gef&auml;llt mir&rdquo; zu sagen. &hellip; Alles auf den Bachelor zu schieben, ist zu einfach. Effizient und smart zu sein &ndash; das waren mal Unternehmensziele, heute sind es gesellschaftliche Werte. Diese &Ouml;konomisierung hat die Unis erreicht. Studenten halten alles, was nicht pr&uuml;fungsrelevant ist, f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssig. Den Bachelor empfinden viele aber auch als Erleichterung. &hellip; &hellip; Nat&uuml;rlich mache ich Fehler, unter anderem auch deshalb, weil Lehrbeauftragte meistens didaktische Autodidakten sind. Aber dann kommen auch Zweifel an einem System, das Bildung auf Credit Points, Degrees und internationale Vergleichbarkeit reduziert. Mir tut es leid zu sehen, dass so viele Studenten Bildung als Druck empfinden und nicht als Freiheitsversprechen. An den Unis l&auml;uft vieles schief, aber in der &Ouml;ffentlichkeit wird nur &uuml;ber Strukturfragen gesprochen, nicht &uuml;ber Studieninhalte. &hellip; wir &ndash; und damit meine ich alle Lehrenden und Verantwortlichen an den Unis &ndash; halten dem Druck von Seiten der Wirtschaft zu wenig entgegen. Wir sind es ja, die unsere Studenten marktkonform machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/kritik-am-uni-betrieb-wie-die-generation-gefaellt-mir-das-streiten-verlernt-1.2096968\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Okay, Christiane Florin hat ein Bildungsessay geschrieben und keine wissenschaftliche Untersuchung, aber ihre Aussagen sind &ndash; zumindest im Interview &ndash; eher subjektiv und tendieren trotz gegenteiliger &Auml;u&szlig;erungen dazu, den Studenten die Malaise anzulasten- <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/21\/P-Politikwissenschaft\/komplettansicht\">noch deutlicher in einem Zeitartikel<\/a>. Z.B. die eigene Erfahrung, dass die Lehrenden oft den Konflikt scheuen, weil sie schon &ldquo;bei einer Zwei Minus m&uuml;ssen Sie mit Beschwerden rechnen&rdquo; m&uuml;ssen. Da sind doch nicht die &ldquo;braven&rdquo; Studenten schuld, sondern die &ldquo;Weicheier&rdquo; von Dozenten. Sie beklagt, dass die Lehrenden statt auf zentrale Texte &ldquo;die Studenten lieber auf Lehrb&uuml;cher, in denen alles in Schnipseln und Infok&auml;sten aufbereitet ist&rdquo; verweisen. Dabei liegt es doch in der Hand der Dozenten, eine Vorlesung, ein Seminar so zu gestalten, dass originale Texte oder Teile von Texten gelesen werden. Das gleiche gilt f&uuml;r die eingeklagte Debattenkultur. Die Tendenz, das, was nicht pr&uuml;fungsrelevant ist, auszublenden, ist ein alter Hut und gilt tendenziell f&uuml;r jede Generation. Auch hier entscheidet die Lehrqualit&auml;t, ob der Studierende ein Dar&uuml;ber-hinaus entdeckt.<\/em><br>\n<em>Die Systemfrage wird zwar gestellt, aber die &Ouml;konomisierung der Unis wird nicht konkret mit dem Verhalten der Studenten in Verbindung gebracht. Die Zusammendr&auml;ngung von Studieninhalten, die daraus folgende Verschulung der Studieninhalte sowie Zur&uuml;ckdr&auml;ngung von Diskussionsm&ouml;glichkeiten ist doch die politisch gewollte fr&uuml;here Bereitstellung der Hochschulabsolventen f&uuml;r die Wirtschaft. Besonders &auml;rgerlich ist die registrierte Existenzangst der Studenten zu leugnen und auf &ldquo;diffuse Perfektionsanspr&uuml;che zu reduzieren: &ldquo;Wir definieren heute auf sehr hohem Level, ab wann ein Leben erf&uuml;llt ist: Job, Partnerschaft, Konsumverhalten, K&ouml;rperfettanteil &ndash; alles muss stimmen. Wir sind unglaublich anspruchsvoll. Es ist nicht die Angst, zu verhungern, die Studenten umtreibt, eher das Gef&uuml;hl, diffusen Perfektionsanspr&uuml;chen nicht zu gen&uuml;gen.&rdquo; Als ob Eltern und deren Nachwuchs, auch unserer Mittelschicht, nicht schon l&auml;ngst ahnen, wie br&uuml;chig die Aussicht auf lebenslange Vollbesch&auml;ftigung, auf soziale Absicherung in Notlagen geworden ist &ndash; wenn angesichts eines immer mehr in das Nichts fallenden Prekariats, angesichts der um das &Uuml;berleben k&auml;mpfenden Niedrigl&ouml;hner, wenn angesichts der S&ouml;hne und T&ouml;chter aus Mittelschichtfamilien, die sich nach ihrem Studium von einem Praktikum zum n&auml;chsten Projekt hangeln, nicht wissend, was morgen kommt, Politiker von Vollbesch&auml;ftigung oder von uns geht es so gut wie nie faseln. Wenn Frau Florin am Ende des Interviews empfiehlt: &ldquo;Ignorieren Sie all die Ratgeber, die uns umgeben. Machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken!&rdquo; merkt sie gar nicht, wie nahe sie dem Kern der dem Neoliberalismus zugrunde liegenden Individualisierung der Lebensf&uuml;hrung r&uuml;ckt. Zugespitzt: Es gibt keine &uuml;berf&uuml;llten Unis, keine Verschulung des Studiums, es gibt keine Arbeitslosigkeit, es gibt keine Armut, es gibt keine Krankheit, es gibt keine Not, den alles ist eine h&ouml;chstpers&ouml;nliche Entscheidung!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Strategie zur Europ&auml;ischen Forschung<\/strong><br>\nMit einem Anteil von nahezu 30 Prozent an der weltweiten Wissensproduktion ist Europa grunds&auml;tzlich gut aufgestellt, um als ein Kontinent der Ideen seine Zukunftsf&auml;higkeit zu sichern und eine f&uuml;hrende Position in Wissenschaft, Forschung und Technologie zu behaupten, hei&szlig;t es in der als Unterrichtung vorliegenden &bdquo;Strategie der Bundesregierung zum Europ&auml;ischen Forschungsraum&ldquo; (18\/2260). Die Bundesregierung weist daraufhin, dass Deutschland dazu als gr&ouml;&szlig;te Forschungsnation Europas einen wesentlichen Beitrag leistet.<br>\nGleichwohl versch&auml;rfe sich der globale Wissens- und Innovationswettbewerb zunehmend: So w&uuml;rden bedeutende wissenschaftlich-technologische Zentren und Innovationskapazit&auml;ten vor allem in Asien mit gro&szlig;er Dynamik weiter ausgebaut. Die Forschungsausgaben w&uuml;rden in dieser Weltregion (2012: 561 Milliarden US-Dollar; 2014: 632 Milliarden US-Dollar) nach aktuellen Sch&auml;tzungen sehr viel schneller als in Europa (2012: 350 Milliarden US-Dollar; 2014: 351 Milliarden US-Dollar) wachsen. Neben st&auml;rkerer Konkurrenz w&uuml;rden sich aber aus dieser Entwicklung auch neue Kooperationschancen ergeben, die es im gegenseitigen Interesse zu nutzen gelte, hei&szlig;t es in der Unterrichtung.<br>\nVor diesem Hintergrund brauche Europa einen leistungsf&auml;higen, offenen und f&uuml;r die besten Talente aus aller Welt attraktiven gemeinsamen Forschungsraum, in dem die ihn tragenden nationalen Wissenschaftssysteme untereinander effektiver zusammenarbeiten und sich nach au&szlig;en noch st&auml;rker vernetzen. Das wichtigste Instrument auf europ&auml;ischer Ebene sei das neue EU-Rahmenprogramm f&uuml;r Forschung und Innovation &bdquo;Horizont 2020&ldquo;, das als zentraler Baustein des Europ&auml;ischen Forschungsraums f&uuml;r den Zeitraum von 2014 bis 2020 circa 77 Milliarden Euro F&ouml;rdermittel zur Verf&uuml;gung stelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_08\/-\/295886\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit etwas mehr als der H&auml;lfte der Mittel  und mit dramatisch niedrigeren Wachstumsraten, meinen die Europ&auml;er also auf Dauer mit den Asiaten mithalten zu k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Damit kann man gewiss nicht mithalten: Kriegswissenschaft<\/strong><br>\nDie Bundeswehr hat zahlreiche neue Forschungsprojekte zur Optimierung von Kriegsoperationen implementiert. Dies geht aus einem Bericht des deutschen Verteidigungsministeriums hervor. An den entsprechenden &ldquo;wehrwissenschaftlichen&rdquo; Arbeiten sind nicht nur Dienststellen und Universit&auml;ten der Streitkr&auml;fte beteiligt, sondern auch die Fraunhofer-Gesellschaft, das Deutsche Zentrum f&uuml;r Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie formal zivile Hochschulen. Im Fokus der umfangreichen Forschungsaktivit&auml;ten steht die Weiterentwicklung unbemannter Land- und Luftfahrzeuge. Ziel ist es unter anderem, die Steuerungsf&auml;higkeit ebenso wie die Tarnung von Kampfdrohnen zu verbessern; sogenannte Unmanned Ground Vehicles (UGV) sollen mit einer Technik ausgestattet werden, die das Fahren im Konvoi erm&ouml;glicht. Weitere wissenschaftliche Arbeiten befassen sich mit der Kriegsf&uuml;hrung in Gro&szlig;st&auml;dten und der Entwicklung von Computerspielen zu Ausbildungszwecken. Ein gro&szlig;er Teil der Forschungsprojekte widmet sich zudem &ldquo;wehrmedizinischen&rdquo; Fragestellungen. Hierbei geht es sowohl um die Entwicklung von Medikamenten zur Neutralisierung chemischer Kampfstoffe als auch um Ma&szlig;nahmen zur Steigerung der &ldquo;psychischen Fitness&rdquo; von Soldaten. Auf dem Programm steht au&szlig;erdem die Erforschung von Messverfahren f&uuml;r die Belastung des menschlichen Organismus durch radioaktive Strahlung &ndash; mit dem Ziel, betroffene Milit&auml;rs gem&auml;&szlig; den voraussichtlichen Behandlungschancen zu selektieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58934\">German-Foreign-Policy<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Feuerst&uuml;hle bei stern, Spiegel, Focus: Alptraumjob Magazin-Chefredakteur<\/strong><br>\nInnerhalb weniger Tage verlieren die Chefredakteure von stern und Focus Knall auf Fall ihre Jobs. Beim Spiegel steht Chefredakteur Wolfgang B&uuml;chner unter Dauerbeschuss und darf nur auf Bew&auml;hrung weitermachen. Was ist nur los bei Deutschlands aktuellen Wochenmagazinen? Sie haben offensichtlich massive Probleme aber die werden nicht durch die grassierende Hire-and-Fire Mentalit&auml;t der Verlagsbosse gel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/08\/26\/die-feuerstuehle-bei-stern-spiegel-focus-alptraumjob-magazin-chefredakteur\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Autor Stefan Winterbauer arbeitet in seinem Beitrag einige Gr&uuml;nde f&uuml;r das die Heuern und Feuern-Epidemie bei den Magazinen ab, er spricht von einer &bdquo;Aktualit&auml;ts-Falle&ldquo;, vom &bdquo;Fetisch Einzelverkauf&ldquo;, von fehlender &bdquo;Exklusivit&auml;t&ldquo;, von der &bdquo;Spar-Falle&ldquo;, vom Mangel an &bdquo;Chef-Pers&ouml;nlichkeiten. Alle diese Gr&uuml;nde m&ouml;gen eine Rolle spielen, wenn Wochenmagazine aber angesichts der Informations&uuml;berflutung &uuml;berhaupt noch eine Funktion haben k&ouml;nnen, dann doch die, dass sie statt der Aktualit&auml;t nach zu hetzen, den Leserinnen und Lesern Zusammenh&auml;nge darstellen oder Orientierungswissen bieten. Viele Menschen wenden sich doch deshalb von der Politik und damit auch von der Begleitung der Politik durch die Medien ab, weil sie die politischen Entscheidungen nicht mehr verstehen, weil ihnen keine fundierte Kritik oder keine inhaltliche Alternativen mehr angeboten werden, weil keine Debatte &uuml;ber die wichtigen Fragen mehr gef&uuml;hrt wird.<\/em><br>\n<em>Der Niedergang des Focus unter den vorausgegangenen Chefredakteure l&auml;sst sich <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/08\/26\/der-focus-und-seine-chefs-ein-blatt-auf-dem-weg-in-die-bedeutungslosigkeit\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">hier nachlesen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Und nun soll es <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/08\/26\/breaking-joerg-quoos-verlaesst-den-focus-neuer-chefredakteur-wird-ulrich-reitz\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Ulrich Reitz<\/a> richten. Er wurde von (Gerhard Schr&ouml;ders ehemaligem Kanzleramtschef) Bodo Hombach von der Rheinischen Post zun&auml;chst  zum Chefredakteur gemacht und sp&auml;ter in die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung bef&ouml;rdert. Reitz machte aus der bodenst&auml;ndigen (rechts-)sozialdemokratischen WAZ w&auml;hrend der CDU-Regierung (J&uuml;rgen R&uuml;ttgers) zu einem Missionsblatt f&uuml;r die Agendapolitik. Er warf Hartz-IV-Empf&auml;ngern schon mal &bdquo;schmarotzerhafte Mitnahme-Mentalit&auml;t&ldquo; vor. Mit journalistischen Leistungen hat er sich weniger hervorgetan als mit der Schlie&szlig;ung von Lokalredaktionen und einem Personalabbau gro&szlig;en Stils. Die Auflagen der WAZ-Bl&auml;tter (Westf&auml;lische Rundschau, Neue Ruhr\/Neue Rheinzeitung oder der Westfalenpost befinden sich auf Talfahrt. Ob ein eloquenter, schnell schie&szlig;ender Hardliner eines knallharten neoliberalen Kurses den Absturz des Focus aufhalten kann, darf man bezweifeln.<\/em><br>\n<em>Und offen gesagt, das w&auml;re f&uuml;r die Meinungsvielfalt in Deutschland kein Verlust.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Studie: Lohnzahlungen verursachen Milliardensch&auml;den f&uuml;r deutsche Unternehmen<\/strong><br>\n&bdquo;Schon lange haben Wirtschaftsverb&auml;nde gewarnt, jetzt best&auml;tigt eine unabh&auml;ngige Studie den Verdacht: Lohnzahlungen an Arbeitnehmer f&uuml;gen deutschen Unternehmen j&auml;hrlich Sch&auml;den in Milliardenh&ouml;he zu. Zu dieser Feststellung kam das Institut f&uuml;r Wirtschafts&ouml;konomie in einer gro&szlig;angelegten Studie, in deren Zuge mehr als 3000 hiesige Betriebe und Unternehmen unter die Lupe genommen wurden. &ldquo;Die Zahlen sind alarmierend&rdquo;, erkl&auml;rt &Ouml;konom Harald Glockner. &ldquo;In den letzten Jahren machten Lohnkosten im Schnitt zwei Drittel aller Unternehmensausgaben aus. Kaum vorzustellen, was f&uuml;r gigantische Gewinne gemacht werden k&ouml;nnten, wenn dieser l&auml;stige Posten nicht w&auml;re.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2014\/08\/studie-lohnzahlungen-verursachen.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-22969","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22969","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22969"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22969\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22972,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22969\/revisions\/22972"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22969"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22969"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22969"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}