{"id":22991,"date":"2014-08-29T09:33:32","date_gmt":"2014-08-29T07:33:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991"},"modified":"2015-11-09T14:48:02","modified_gmt":"2015-11-09T13:48:02","slug":"hinweise-des-tages-2202","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h01\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h02\">Investitionen: Gabriel gr&uuml;ndet Beirat mit Deutsche-Bank-Chef und anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h03\">Die Grenzen der Autonomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h04\">G7-Gipfel in Bayern 2015 kostet Millionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h05\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h06\">Die Lektion des Paul Volcker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h07\">Paul Krugman: Wrong Way Nation  &ndash;  Ein Land schl&auml;gt die falsche Richtung ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h08\">Arbeitsmarkt im August 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h09\">Arbeitssituation in Krankenh&auml;usern: Fehler bleiben nicht aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h10\">Kollekte: Arme sind gro&szlig;z&uuml;giger als Reiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h11\">Gesamtmetall beschlie&szlig;t Fortsetzung der INSM-Kampagne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h12\">Islamfeindlichkeit: &ldquo;&Uuml;berf&auml;lle auf Muslime sind angeblich nie Rassismus&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h13\">Tepco haftet f&uuml;r Suizide nach Fukushima<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h14\">Leben und Tod in Texas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h15\">Was wirklich hinter dem &ldquo;Vormarsch&rdquo; der Internetkriminalit&auml;t steckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h16\">Da ist niemand, dem man die Schuld geben kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h17\">Vor der Wahl in Sachsen: Buhlen um rechte W&auml;hler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991#h18\">Das Letzte: Zehn Jahre EU-Osterweiterung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22991&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schwere Vorw&uuml;rfe aus Kiew und der NATO: Immer mehr Belege f&uuml;r russischen Einmarsch<\/strong><br>\nNach Darstellung der ukrainischer F&uuml;hrung sind russische Truppen in den S&uuml;dosten des Landes einmarschiert und haben dort mehrere Orte eingenommen. Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Andrej Lissenko, behauptet, zwei russische Panzerkolonnen seien nach Nowoasowsk gefahren. Zuvor h&auml;tten die nicht ausreichend bewaffneten ukrainischen Grenzposten die russischen Truppen durchgelassen. Nach Angaben der ukrainischen Nationalgarde sollen bereits weitere Waffen nach Nowoasowsk gebracht worden sein.<br>\nNowoasowsk liegt zwischen der Grenze und der Gro&szlig;stadt Mariupol. In der Ukraine gibt es zudem Spekulationen dar&uuml;ber, ob russische Armee und prorussische Separatisten einen Landkorridor zur von Russland annektierten Halbinsel Krim schaffen wollen. Die ukrainische Armee konzentriert sich nach eigenen Angaben nun auf die Verteidigung Mariupols. Eine &ldquo;zweite Front&rdquo; im S&uuml;den des Landes k&ouml;nnte die ukrainische Armee zwingen, Truppen aus der Region Donezk weiter in den S&uuml;den zu verlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ukraine-russland-einmarsch-100.html?r=&amp;lid=354429&amp;pm_ln=1\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> An dieser Stelle k&ouml;nnte man das alte Sprichwort &bdquo;Wer einmal l&uuml;gt, dem glaubt man nicht&ldquo; anwenden. Andrej Lissenko hat in den letzten Wochen bereits derart viele Falschinformationen gestreut, dass es einem schwer f&auml;llt, ihn &uuml;berhaupt noch ernst zu nehmen. Das hei&szlig;t jedoch nicht, dass damit auch die Vorw&uuml;rfe, Russland mische sich aktiv in den B&uuml;rgerkrieg ein, automatisch falsch seien. Wer finanziert die Separatisten? Woher bekommen sie denn ihre Waffen und ihre Munition? Woher ihren Nachschub? Wenn einmal russische Soldaten in den Reihen der Separatisten zu finden sind, dann haben sie sich nach offizieller Sprachregelung &bdquo;verlaufen&ldquo;, sie sind &bdquo;Freiwillige&ldquo; oder sie &bdquo;<a href=\"http:\/\/edition.cnn.com\/2014\/08\/28\/world\/europe\/ukraine-crisis\/index.html?hpt=hp_t1\">verbringen ihren Urlaub halt nicht am Strand sondern bei uns verbringen&ldquo;<\/a>, so Alexander Sachartschenko, neuer &bdquo;Ministerpr&auml;sident&ldquo; der &bdquo;Volksrepublik Donezk&ldquo;. Auch Russland und die Separatisten versuchen uns f&uuml;r dumm zu verkaufen. Echte, also belastbare, Informationen aus dem Kriegsgebiet sind dabei nach wie vor nicht zu bekommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EU will &uuml;ber neue Sanktionen beraten<\/strong><br>\nDie Berichte &uuml;ber den Einsatz russischer Soldaten in der Ukraine haben in der EU gro&szlig;e Besorgnis und Kritik ausgel&ouml;st. Kanzlerin Angela Merkel k&uuml;ndigte an, die Europ&auml;ische Union werde beim Gipfeltreffen am Samstag &uuml;ber weitere Sanktionen gegen Russland beraten. &ldquo;Wir wollen diplomatische L&ouml;sungen, wir werden da auch nicht nachlassen&rdquo;, betonte sie. &ldquo;Aber wir m&uuml;ssen feststellen, dass sich die Dinge in den letzten Tagen wieder erschwert und verschlechtert haben.&rdquo;<br>\nZum Gipfel in Br&uuml;ssel wird auch der ukrainische Pr&auml;sident Petro Poroschenko anreisen. Es sind Gespr&auml;che mit den Pr&auml;sidenten der EU-Kommission und des Europ&auml;ischen Rats geplant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ukraine-russland-116.html?r=&amp;lid=354429&amp;pm_ln=2\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> K&ouml;nnte es nicht so sein, dass das ukrainische Milit&auml;r und rechtsnationale Freisch&auml;rler die prorussischen Separatisten milit&auml;risch besiegen wollen und prorussische Kr&auml;fte unter Duldung der Moskauer Milit&auml;rs  und der russischen Regierung die Separatisten vor einer Kapitulation sch&uuml;tzen wollen und deshalb einen unerkl&auml;rten Krieg gegeneinander f&uuml;hren?<br>\nFriedensverhandlungen vor eine Kapitulation der prorussischen Kr&auml;fte machten Sinn, weil damit eine gr&ouml;&szlig;ere Chance f&uuml;r eine Dezentralisierung und F&ouml;deralisierung der Ukraine best&uuml;nde. Das scheint doch wohl auch das Kalk&uuml;l Putins zu sein und deswegen kann er es sich auch nicht erlauben, sich gegen die Separatisten zu stellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Wir sind immer die Guten&ldquo;<\/strong><br>\nDer bekennende Putinversteher Mathias Br&ouml;ckers spricht im FR-Interview &uuml;ber die Krise in der Ukraine und den &ldquo;zynischen Westen&rdquo;, der nach seiner Ansicht aus geostrategischen Gr&uuml;nden in der Ukraine mitmischt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/ukraine\/interview-zu-ukraine-konflikt--wir-sind-immer-die-guten-,26429068,28238978.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em>Mathias Br&ouml;ckers &amp; Paul Schreyer &bdquo;Wir sind die Guten. Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren&ldquo; ist im <a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/mathias-broeckers-paul-schreyer-wir-sind-die-guten.html\">Westend Verlag erschienen<\/a>  und kostet 16,99 Euro. ISBN: 978-3-86489-080-2<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Investitionen: Gabriel gr&uuml;ndet Beirat mit Deutsche-Bank-Chef und anderen<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sucht den Schulterschluss mit der Finanzindustrie, um private Investitionen in die Infrastruktur zu beschleunigen. Hierf&uuml;r soll ein Expertenbeirat mit Mitgliedern aus Versicherungswirtschaft, Wissenschaft und Verb&auml;nden eingesetzt werden, berichtet das <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/mit-hilfe-von-experten-gabriel-will-investitionen-ankurbeln\/10619378.html\">&ldquo;Handelsblatt&rdquo;<\/a>. Die Zeitung beruft sich dabei auf Informationen aus Ministeriumskreisen. In dem neuen Gremium sollen die Experten Modelle zur Belebung der Investitionst&auml;tigkeit entwickeln.<br>\nDem Beirat, der am Donnerstag erstmals tagen soll, geh&ouml;ren 13 Mitglieder an, darunter der Co-Chef der Deutschen Bank, J&uuml;rgen Fitschen, der Vorstandsvorsitzende des Versicherers Ergo, Torsten Oletzky und Allianz-Vorstandsmitglied Helga Jung. Den Vorsitz &uuml;bernimmt Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/gabriel-will-investitionen-mit-hilfe-von-finanzexperten-ankurbeln-a-988485.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Der Wirtschaftsminister plant Milliardengeschenk f&uuml;r Versicherungen und Banken<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentliche Infrastruktur Deutschlands verf&auml;llt, das ist mittlerweile auch in der Politik angekommen. Klar ist, dass man viele Milliarden Euro in die Hand nehmen muss, um die marode Infrastruktur wieder auf Vordermann zu bringen. Aber wer soll&rsquo;s bezahlen? Die Politik hat sich die beiden wichtigsten Finanzierungsquellen verbaut: Erstens hat sie in den letzten f&uuml;nfzehn Jahren massiv die Steuern f&uuml;r Haushalte und Unternehmen gesenkt (die Mehrwertsteuererh&ouml;hung hat davon nur einen Teil ausgeglichen) und schlie&szlig;t Steuererh&ouml;hungen aus. Zweitens hat sie sich per Schuldenbremse die Neuverschuldung verboten.<br>\nVermeintliche L&ouml;sung: Laut Handelsblatt plant Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, einen Fonds aufzubauen, dem Banken und Versicherungen Geld leihen, um damit per &ouml;ffentlich-privater Partnerschaft die marode Infrastruktur zu renovieren. Auf den ersten Blick scheint das eine clevere Idee, auf den zweiten Blick ist es ein Milliardengesch&auml;ft f&uuml;r Banken und Versicherungen. Warum? Die beklagen sich, dass die sicheren deutschen Staatsanleihen nur magere Renditen abwerfen. Sch&ouml;ner w&auml;re, wenn der Staat h&ouml;here Zinsen bieten w&uuml;rde und dazu noch Garantien, dass diese h&ouml;heren Zinsen der Finanzwirtschaft auch &uuml;ber Jahre hinweg zuflie&szlig;en. So lassen sich heute im Handelsblatt &ldquo;Regierungskreise&rdquo; zitieren, dass Versicherungen f&uuml;r ihre Infrastrukturfinanzierung einen Aufschlag von ein bis zwei Prozent auf die Verzinsung von Staatsanleihen erhalten k&ouml;nnten.<br>\nMerken Sie was? Die geringen staatlichen Zinsen m&ouml;gen schlecht f&uuml;r die Finanzwirtschaft sein, aber sie ersparen dem Staat und damit auch dem Steuerzahler Milliarden. Finanzminister Sch&auml;uble kann seinen Haushalt gerade vor allem wegen der geringen Zinszahlungen ausgleichen. Wenn der Staat der Finanzindustrie aber h&ouml;here Zinsen verspricht, sind das nat&uuml;rlich h&ouml;here Ausgaben f&uuml;r ihn &ndash; und dann auch h&ouml;here Steuern und Abgaben f&uuml;r die B&uuml;rger. Im Handelsblatt liest sich das w&ouml;rtlich so: &ldquo;Ohne Renditeanreize geht es nicht, das wei&szlig; Gabriel, der neue Wirtschaftsfreund: Die Finanzbranche gibt ihre Milliarden nicht ohne staatliche Gegenleistung.&rdquo; Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2014\/08\/28\/der-wirtschaftsminister-plant-milliardengeschenk-fuer-versicherungen-und-banken_7698\">ZEIT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Absurder geht es nicht, der Staat kann sich derzeit f&uuml;r Niedrigstzinsen Geld leihen, um dringend notwendige Investitionen in die Infrastruktur zu t&auml;tigen, aber die Schuldenbremse  und das Dogma des der schwarzen Null hindern ihn, also bezahlt er in einem Fonds h&ouml;here Zinsen an private Investoren in Br&uuml;cken und Stra&szlig;en. Das erh&ouml;ht seine Zinslast in der Zukunft und unter dem Diktat der Schuldenbremse den K&uuml;rzungsdruck in der Zukunft. Und wo gek&uuml;rzt wird, das hat man ja mit der Agenda-Politik gesehen, n&auml;mlich bei Sozialleistungen, bei der Daseinsvorsorge, beim &Ouml;ffentlichen Dienst.<br>\nGabriel legt also die Schlinge f&uuml;r eine Agenda 2020, die den Schr&ouml;derschen Sozialabbau noch &uuml;bertreffen k&ouml;nnte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Grenzen der Autonomie<\/strong><br>\nSind Waffenlieferungen an nichtstaatliche K&auml;mpfer v&ouml;lkerrechtlich &uuml;berhaupt zul&auml;ssig?<br>\nV&ouml;lkerrechtlich wird dar&uuml;ber nichts gesagt. Das ist nirgendwo geregelt. Die Frage ist, in was f&uuml;r einen Kriegszustand man sich damit begibt. In diesem Fall wird man sagen, man wird nur zur Verteidigung Waffen verteilen. Wenn man sowohl von Mossul als auch von Bagdad darum gebeten worden ist, wie das hier auch behauptet wird, ist da v&ouml;lkerrechtlich also nichts gegen zu sagen. Das ist dann eine politische Entscheidung.<br>\nSind diese Waffenlieferungen also auch legitim?<br>\nDie Frage nach der Legitimit&auml;t ist eine politische Frage. Da kann man unterschiedlicher Ansicht sein. Ich halte die Waffenlieferungen f&uuml;r falsch. Das Beste w&auml;re, wenn der UN-Sicherheitsrat eine Empfehlung aussprechen w&uuml;rde, was man in diesem Fall unternehmen m&uuml;sste. Dann w&auml;re die Legitimit&auml;t eines solchen Verfahrens zweifellos gegeben. (&hellip;)<br>\nDie Kurden in Nordirak k&ouml;nnten bald einen eigenen Staat gr&uuml;nden. W&auml;re das v&ouml;lkerrechtlich gedeckt?<br>\nDas ist in der Tat die Bef&uuml;rchtung, weil Barzani dies bereits angek&uuml;ndigt hat. Wenn er seine zus&auml;tzlichen Waffen nutzt, um diese gegen Bagdad zu richten, w&auml;re das v&ouml;lkerrechtswidrig. Wir haben dann eine &auml;hnliche Situation wie in Kosovo oder auf der Krim. Einseitige Sezessionen sind v&ouml;lkerrechtswidrig. Sie zerst&ouml;ren die territoriale Integrit&auml;t eines Staates. Eine Sezession w&auml;re nur in Abstimmung mit der Regierung in Bagdad zul&auml;ssig. Der gesamte Staat muss dar&uuml;ber entscheiden. So geschieht es derzeit etwa in Gro&szlig;britannien, wo sich viele Schotten abspalten wollen. Andere Beispiele sind Sudan oder die Tschechoslowakei, wo sich Tschechen und Slowaken getrennt haben.<br>\nDie nordirakischen Kurden k&ouml;nnten sich jedoch auf das Selbstbestimmungsrecht der V&ouml;lker berufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/943919.die-grenzen-der-autonomie.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>G7-Gipfel in Bayern 2015 kostet Millionen<\/strong><br>\nDas im Juni 2015 auf Schloss Elmau in Bayern geplante Gipfeltreffen der sieben f&uuml;hrenden Industrienationen der Erde (G7) wird nach Sch&auml;tzungen des Bundes einen hohen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (18\/2386) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18\/2289) schreibt, sei davon auszugehen, dass sich die Kosten etwa auf dem Niveau des G8-Gipfels in Heiligendamm 2007 bewegten. Damals lagen die Ausgaben des Bundes bei rund 81 Millionen Euro.<br>\nSo schlugen den Angaben zufolge damals allein die einsatzbedingten Mehrkosten f&uuml;r die Bundespolizei mit 15,1 Millionen Euro zu Buche. Hinzu kamen Mehrkosten f&uuml;r das Bundeskriminalamt (3,6 Millionen Euro), Unterst&uuml;tzungsleistungen der Bundeswehr (13,9 Millionen Euro) und Kosten f&uuml;r die Medienbetreuung (14,2 Millionen Euro). Die dem Land Mecklenburg-Vorpommern entstehenden Kosten f&uuml;r besondere Sicherheitsvorkehrungen wurden pauschal mit 22,5 Millionen Euro abgegolten. Dem Bundesland entstanden insgesamt Kosten in H&ouml;he von etwa 23,5 Millionen Euro.<br>\nNachdem sich beim Gipfel in Heiligendamm die deutsche Ostseek&uuml;ste pr&auml;sentieren konnte, soll diesmal die Alpenregion herausgestellt werden. Ein solcher Gipfel biete die M&ouml;glichkeit, den anreisenden G&auml;sten und &uuml;ber die Medien auch der Welt&ouml;ffentlichkeit die Vielfalt der Regionen in Deutschland vorzustellen. Die Vorbereitungen auf den Gipfel laufen bereits sei l&auml;ngerer Zeit auf allen organisatorischen Ebenen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_08\/-\/296052\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das G8-Medienspektakel f&uuml;r Merkel damals in Heiligendamm hat also den Steuerzahler 81 Millionen Euro gekostet und G7 auf Schloss Elmau soll nun sogar noch mehr kosten. &Uuml;berhaupt nichts dagegen, dass sich die Regierungsvertreter der G7 treffen und pers&ouml;nlich miteinander reden, aber welche Ergebnisse haben die Gipfel in der Vergangenheit gezeitigt. Sie sind zu reinen Show- und Prestige-Veranstaltungen herabgesunken, die nur noch der Eigenwerbung dienen. Da die Bev&ouml;lkerung ohnehin mit einem riesigen Sicherheitsapparat auf weitem Abstand gehalten wird, k&ouml;nnte man solche Gespr&auml;che auch in einer Oase in der W&uuml;ste stattfinden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>CETA: Eine Investoren-Waffe gegen die Demokratie<\/strong><br>\nAm 13. August leakte die Tagesschau den kompletten Text des EU-Kanada-Abkommens CETA. Seither k&ouml;nnen die ungeliebten Zaung&auml;ste der Handelspolitik &ndash; die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger &ndash; endlich lesen, was die Verhandler hinter verschlossenen T&uuml;ren ausbaldowert haben. Auch NGOs, Gewerkschaften, Parlamente, Medien und Wissenschaft k&ouml;nnen nun tun, was sie offiziell immer noch nicht d&uuml;rfen: an die m&uuml;hsame Lese- und Analysearbeit gehen.<br>\n1.521 Seiten umfasst der Vertrag. Laut S&uuml;ddeutscher Zeitung hat die Bundesregierung ihn letzte Woche den Regierungen der Bundesl&auml;nder geschickt &ndash; mit einer R&uuml;ckmeldefrist bis Ende August. Die, die der Vertrag betrifft, sollten ihn also nicht genau und kritisch lesen &ndash; und erst recht nicht auf den Gedanken kommen, noch &bdquo;umfassende &Auml;nderungsantr&auml;ge&ldquo; zu formulieren, da diese &bdquo;nicht mehr zielf&uuml;hrend&ldquo; seien. Demokratische Mitbestimmung von unten nach oben ist offensichtlich nicht gefragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.campact.de\/2014\/08\/ceta-eine-investoren-waffe-gegen-die-demokratie\/\">campact.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Freihandelsabkommen TTIP: Mehr Wachstum bedeutet nicht immer mehr Wohlstand<\/strong><br>\nDie Wirtschaft muss dem Menschen dienen und nicht umgekehrt. In den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP wird dieser Grundsatz missachtet. Viele Bundesb&uuml;rger bef&uuml;rchten, dass die sozialen Errungenschaften in einem gemeinsamen Wirtschaftsraum auf der Strecke bleiben, dass nationale Gesetze ausgeh&ouml;hlt werden, wenn Konzerne Sonderrechte bekommen und vor privaten Schiedsgerichten auf Schadensersatz klagen d&uuml;rfen. Ganz egal, ob diese &Auml;ngste nun v&ouml;llig &uuml;bertrieben sein m&ouml;gen oder nicht &ndash; fahrl&auml;ssig w&auml;re es, sie nicht ernst zu nehmen. Die Protestwelle macht deutlich, dass Vertr&auml;ge dieser Art k&uuml;nftig nicht mehr auf diese Weise verhandelt werden k&ouml;nnen: unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit, gepr&auml;gt von m&auml;chtigen Lobbygruppen. Daf&uuml;r sind sie zu wichtig, zu tief greifend. Aufgabe des Staates ist es ja nicht nur, die Wirtschaft zu f&ouml;rdern, sondern die B&uuml;rger auch vor zu gro&szlig;er Wirtschaftsmacht zu sch&uuml;tzen. Hier bedarf es einer starken demokratischen Kontrolle durch Parlamente und die Zivilgesellschaft, und zwar von Anfang an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ttip-mehr-wachstum-bedeutet-nicht-zwangslaeufig-mehr-wohlstand-1.2090560\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein wenig muss ich bei der SZ Abbitte leisten. Bestand zuletzt noch die Notwendigkeit, die g&auml;nzlich einseitige, kritiklose Propagierung eines privaten Schiedsgerichts im transatlantischen Handelsabkommen des Ressortleiters Wirtschaft <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22850#h05\">zu kritisieren<\/a>, so muss man jetzt der Redaktion zugutehalten, dass sie mit Silvia Liebrich auch einer kritischen Haltung Raum gibt. Zwar schreibt sie zu den Reaktionen auf die Schiedsgerichte &ldquo;Ganz egal, ob diese &Auml;ngste nun v&ouml;llig &uuml;bertrieben sein m&ouml;gen oder nicht&rdquo;, in einem fr&uuml;heren Beitrag, der auf ihrem <a href=\"http:\/\/sofies-verkehrte-welt.de\/tribunal-der-maechtigen-gefaehrlichen-privilegien-fuer-investoren\/\">Blog &ldquo;Sofies verkehrte Welt&rdquo;<\/a> einzusehen ist, schreibt sie ganz eindeutig: &rdquo; Die Kritik ist berechtigt. Zu viele Konzerne missbrauchen diese Schlichtverfahren &ndash; und das geht zulasten von Regierungen und B&uuml;rgern.&rdquo;<br>\nZurecht weist sie auf die mickrigen Zuwachsraten des Wirtschaftswachstums in den Rechenmodellen hin und:  &ldquo;Weniger bekannt ist dagegen, dass die bescheidenen Effekte fr&uuml;hestens nach zehn Jahren voll zum Tragen kommen sollen. Negative Effekte k&ouml;nnen sogar zun&auml;chst &uuml;berwiegen &hellip;&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ceta best&auml;tigt Kritiker<\/strong><br>\nMehr Wachstum, hunderttausende neue Arbeitspl&auml;tze, h&ouml;here Investitionen zum Wohle der Menschen. Das versprechen die einen. Die anderen warnen vor Chlorh&uuml;hnchen auf deutschen Tellern, vor einer Aushebelung von Umwelt- und Sozialstandards und einer Einschr&auml;nkung der Demokratie. Viel ist &uuml;ber die Verhandlungen zwischen Europ&auml;ischer Union und den USA &uuml;ber das Freihandelsabkommen TTIP geredet worden. Nun liegt das europ&auml;isch-kanadische Abkommen Ceta vor, das als Blaupause gilt. Die 1500 Seiten Vertragstext liefern die ersten handfesten Erkenntnisse, wohin die transatlantische Liberalisierungsoffensive tats&auml;chlich f&uuml;hren k&ouml;nnte.<br>\nUnd die TTIP-Kritiker sehen ihre Bedenken nicht ausger&auml;umt, im Gegenteil. &bdquo;Keine Entwarnung&ldquo; k&ouml;nne er nach der ersten Lekt&uuml;re des Textes geben, sagt Thomas Fritz von der Nichtregierungsorganisation PowerShift. &bdquo;Nach unserer ersten Auswertung sehen wir uns durch den Vertrag mit Kanada in unseren Bedenken gegen TTIP best&auml;rkt&ldquo;, meint auch Martin Beckmann von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Problematisch sei besonders der weitreichende Investorenschutz im Abkommen mit Kanada, sagte Beckmann der Frankfurter Rundschau. &bdquo;Der Vertragstext enth&auml;lt viele offene Formulierungen, die Unternehmen ausnutzen k&ouml;nnten, um gegen Staaten zu klagen.&ldquo; &Auml;hnlich sieht es Sven Giegold, Europaabgeordneter der Gr&uuml;nen. Seine Partei sei nicht grunds&auml;tzlich gegen Freihandelsabkommen. &bdquo;Wenn aber Unternehmen, deren Profite unter Regulierung leiden, Staaten auf Schadenersatz verklagen d&uuml;rfen, k&ouml;nnen wir dem nicht zustimmen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/ceta-und-ttip-freihandelsabkommen-ceta-bestaetigt-kritiker,1472780,28207512.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann es nicht oft genug betonen. Die USA, Kanada und alle L&auml;nder der EU sind demokratische Rechtstaaten. Wo ist hier die Notwendigkeit gegeben eine geheime Sondergerichtsbarkeit einzurichten? Dies kann nur mit ja beantworten, wer, wie viele Neoliberale der Ansicht ist, dass zu viel Demokratie die Marktfreiheit einschr&auml;nkt.<\/em><\/p>\n<p>Dazu passt: <strong>Biblis: RWE reicht Klage ein<\/strong><br>\nDrei Jahre nach der Atomwende geht der Streit zwischen dem Energiekonzern RWE und der Politik in eine neue Runde. Der Versorger reichte am Montag beim Landgericht Essen Schadenersatzklage gegen den Bund und das Land Hessen wegen der dreimonatigen Stilllegung des Atomkraftwerks Biblis im Jahr 2011 ein. &ldquo;Mit der Klage wahrt RWE Power die Verm&ouml;gensinteressen des Unternehmens und seiner Aktion&auml;re&rdquo;, erkl&auml;rte der Konzern. Die Schadenersatzh&ouml;he bezifferte er nicht. Sch&auml;tzungen gehen von mehr als 200 Millionen Euro aus. RWE hatte die Klage Anfang des Jahres angek&uuml;ndigt, nachdem Gerichte die dreimonatige Stilllegung der Biblis-Bl&ouml;cke A und B f&uuml;r rechtswidrig erkl&auml;rt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/biblis-biblis--rwe-reicht-klage--ein,1472780,28218120.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> EON will sogar angeblich 8 Milliarden f&uuml;r die Stilllegung seiner AKWs vor Gericht erstreiten. Egal ob die Anspr&uuml;che vor Gericht Bestand haben werden, mit ziemlicher Sicherheit dienen die Klagen dazu, dass sich die Stromoligopole von der Entsorgung des Atomm&uuml;lls freihandeln.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Lektion des Paul Volcker<\/strong><br>\nBis heute streitet man in der &Ouml;konomenzunft &uuml;ber die Wirksamkeit der Geldpolitik. Der Streit geht auf die Wirren der 1970er-Jahre zur&uuml;ck. Dabei hat am Ende dieses Jahrzehnt der damalige Notenbankchef schon alles klar gemacht. Vergangene Woche haben sich im bayerischen Lindau am Bodensee die Nobelpreistr&auml;ger der Wirtschaftswissenschaften versammelt. Neben spannenden Vortr&auml;gen und Debatten bot der Anlass auch einen Spiegel der &ouml;konomischen Dogmengeschichte. Ein Beispiel daf&uuml;r sind die kurz nacheinander gehaltenen Vorlesungen von Edward Prescott (leider nicht per Video vorhanden) und von Peter Diamond. Die Vorlesungen dieser beiden &Ouml;konomen haben daran erinnert, wie sehr sich die dominierenden Ansichten zur Konjunkturpolitik, und insbesondere zur Geldpolitik seit den letzten zwanzig Jahren ge&auml;ndert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/35473\/die-lektion-des-paul-volcker\/\">Never Mind The Markets<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein sch&ouml;ner &Uuml;berblick &uuml;ber die Einsch&auml;tzung von Geldpolitik durch die Wirtschaftswissenschaften in den letzten Jahrzehnten. &ndash; Richtig ist schon, dass heute Debatten laufen, &ldquo;wie die Geldpolitik bei Leitzinsen von praktisch Null Prozent ausgestaltet sein soll, welche weiteren Massnahmen tauglich sind und was alles zur Aufgabe der Notenbanken z&auml;hlen soll, ob sich alle ihre Ziele wie die Konjunkturstabilisierung, die Finanzmarktstabilisierung, die W&auml;hrungspolitik, die Rettung der Banken im Notfall (Lender of Last Resort) gleichzeitig verwirklichen lassen und ob den Notenbankern damit zu viel nicht demokratisch legitimierte Macht verbleibt.&rdquo; Aber wenn Markus Diem Meier davon spricht, dass innerhalb der &Ouml;konomenzunft &ldquo;seit der Krise ein Paradigmenwechsel im Gang&rdquo; sei, sollte man sich in Erinnerung rufen, dass in der Praxis ein Paradigmenwechsel in der Regel dadurch erfolgt, dass die Vertreter des alten Paradigmas im Wortsinn aussterben (Kuhn). Und Edward Prescott scheint in Lindau noch sehr lebendig gewesen sein. Vor allem aber ist allein mit der Kritik am alten Paradigma noch kein neues Paradigma entstanden. Seinen Erfolg und seine Geltung erh&auml;lt ein Paradigma in der Regel dadurch, dass es bei der L&ouml;sung konkreter Probleme der Wissenschaft erfolgreich ist. Inzwischen wissen wir, dass die Geldpolitik viel vermag, aber die Debatte zeigt, dass diejenigen, die sie betreiben, sozusagen auf Sicht fahren. Und nat&uuml;rlich ist das Ergebnis der bisherigen Geldpolitik der Notenbanken immer noch ein vorl&auml;ufiges. Sicher ist nur, dass Zeit gewonnen wurde. Und auf ein Scheitern lauern im Hintergrund immer noch die Prescotts, d.h. der bisherige Mainstream, der im Falle eines Scheiterns der bisherigen und zuk&uuml;nftigen Bem&uuml;hungen seine alten Parolen pr&auml;sentieren wird: Die M&auml;rkte regeln sich selbst, die Geldpolitik sollte sich um die Inflation k&uuml;mmern, Konjunkturpolitik bzw. Besch&auml;ftigungspolitik, sei es &uuml;ber Geldpolitik oder sei es &uuml;ber Fiskalpolitik, ist des Teufels.<br>\nAber auch Analysten sind sich in der Beurteilung der Geldpolitik nicht einig. Andreas Uhlig von der NZZ zitiert Guy Haselmann von der Scotiabank, der eine Politik der monet&auml;ren Lockerung (QE: quantitative Lockerung) zwar als wirkungsvoll, aber fehlerhaft bezeichnet. &ldquo;Dieses Instrument kurbele weder die Nachfrage in der Euro-Zone an, noch l&ouml;se es die strukturellen Probleme der Region. Vielmehr verst&auml;rke QE die durch die lockere Geldpolitik bereits eingetretenen Marktverzerrungen und Fehlallokationen von Ressourcen. Stephen Lewis weist auf ein Papier des Internationalen W&auml;hrungsfonds hin, in dem festgestellt wird, dass unkonventionelle Geldpolitik samt QE mittelfristig sch&auml;dlich sei. Sie erlaube Banken, die Reparatur ihrer Bilanzen und das Abschreiben von Verlusten hinauszuschieben. Zudem verleite sie Banken auf der Suche nach Rendite zu riskanteren Anlagen.&rdquo; Und selbst die beiden wichtigsten Notenbanker des Globus lassen viele Fragen offen, wie Uhlig in seiner &Uuml;bersicht zeigt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Hohe Unsicherheit &uuml;ber Reaktion des Marktes: Schwierige Kurswechsel der grossen Notenbanken<\/strong><br>\nWillem Buiter, der Chef&ouml;konom der US-Bank Citi [Citigroup Inc]&hellip;  geht davon aus, dass sowohl die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) als auch die Bank von Japan bereits im Laufe dieses Jahres oder sp&auml;testens Anfang des n&auml;chsten Jahres gr&ouml;ssere Programme der quantitativen Lockerung (QE) durchf&uuml;hren werden, denn die Wirtschaft schw&auml;chelt, und die Inflationserwartungen sinken. Dank einer besseren Konjunkturentwicklung k&ouml;nnen es sich hingegen die US-Notenbank und die Bank von England leisten, ihre Geldpolitik ab kommendem Jahr mit Zinserh&ouml;hungen zu normalisieren. Allerdings ist sich nicht jedermann so sicher wie Buiter &ndash; vor allem nicht nach den Reden von EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi und der Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen, in Jackson Hole, die einige in letzter Zeit als gegeben angesehene &Uuml;berlegungen infrage gestellt haben.<br>\nDraghi wies auf die Bedeutung der Finanzpolitik bei der weiteren Bek&auml;mpfung der Krise der Euro-Zone und besonders der hartn&auml;ckig hohen Arbeitslosigkeit hin. Es w&auml;re f&uuml;r die wirtschaftspolitische Gesamthaltung hilfreich, wenn in Zukunft die Finanzpolitik eine gr&ouml;ssere Rolle an der Seite der Geldpolitik spielen w&uuml;rde, betonte er in einem Kernsatz seiner Rede. Zwei Schl&uuml;sse lassen sich ziehen: Draghi ist nicht (mehr) von der unbedingten Notwendigkeit und Angemessenheit ausgeglichener Staatshaushalte &uuml;berzeugt, sondern sieht einen Spielraum f&uuml;r wachstumsf&ouml;rdernde Investitionshilfen und Steuersenkungen. Gleichzeitig ist er sich aber auch des Problems bewusst, dass eine quantitative Lockerung den auf Regierungen lastenden Handlungsdruck und damit auch die Chancen einer nachhaltigen Erholung mindert.<br>\nYellen nahm ebenfalls eine Einerseits-anderseits-Haltung ein. Sie hob einerseits hervor, dass sich die Lage am US-Arbeitsmarkt rascher als erwartet gebessert habe und die Inflation einen langsam steigenden Trend zeige. Dies w&uuml;rde f&uuml;r eine Normalisierung der Geldpolitik sprechen. Anderseits unterstrich sie das hohe Mass an Unbekannten in der Dynamik des Arbeitsmarktes, die durch die Arbeitslosenquote oder die Besch&auml;ftigungsrate nicht ausreichend erfasst wird. Trotz der augenscheinlichen Verbesserung ist der Arbeitsmarkt weiterhin flau. In dieser Sicht wird die erste Erh&ouml;hung der Zinsen, der Beginn der Normalisierung der US-Geldpolitik, l&auml;nger auf sich warten lassen, als vielfach angenommen wird. Einige Marktkommentatoren weisen auf Unw&auml;gbarkeiten hin, die mit einer Normalisierung der Geldpolitik verbunden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/schwierige-kurswechsel-der-grossen-notenbanken-1.18369606\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Paul Krugman: Wrong Way Nation  &ndash;  Ein Land schl&auml;gt die falsche Richtung ein<\/strong><br>\nRick Perry, der Gouverneur von Texas, kandidiert wieder f&uuml;r das Amt des Pr&auml;sidenten. Wie gut seine Chancen sind? Ob er wieder zur kabarettistischen Zielscheibe wird? Da habe ich nun gar keine Ahnung. Ich schreibe schlie&szlig;lich nicht &uuml;ber Pferderennen.<br>\nIch m&ouml;chte Mr. Perrys Ambitionen aber dazu nutzen, &uuml;ber eins meiner Lieblingsthemen zu sprechen: die interregionalen Unterschiede in Wirtschaftsentwicklung und Bev&ouml;lkerungswachstum.<br>\nSehen Sie, Mr.Perrys harter Kurs und seine Religiosit&auml;t m&ouml;gen zwar gut bei der republikanischen Parteibasis ankommen, aber seine nationale Anziehungskraft muss, wenn &uuml;berhaupt, auf dem Anspruch basieren, dass er wei&szlig;, wie man Wohlstand schafft. Und es ist richtig, dass Texas einen h&ouml;heren Besch&auml;ftigungszuwachs hat als der Rest des Landes. Das Gleiche gilt f&uuml;r andere Sunbelt-Staaten mit konservativen Regierungen. Es fragt sich nur, warum.<br>\nDie Rechten sagen nat&uuml;rlich, alles sei darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass man dort hinderliche Regulierungen f&uuml;r Unternehmen vermeide und die Reichen nur niedrig besteuere, was dann den Arbeitsbeschaffern erlaube, ihr Ding zu tun. Es zeigt sich allerdings, dass diese Version h&ouml;chst problematisch ist, ganz abgesehen davon, dass die dahinter stehenden &Ouml;konomen sich regelm&auml;&szlig;ig in ihren Fakten irren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/08\/25\/opinion\/paul-krugman-wrong-way-nation.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im August 2014<\/strong>\n<ul>\n<li>5,166 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,386 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 40.000 (0,9%) weniger als im August 2013<\/li>\n<li>2,902 Millionen registrierte Arbeitslose  &ndash; 44.000 (1,5%) weniger als im August 2013\n<\/li><li>Ver&auml;nderungsraten (registrierte Arbeitslose) in den L&auml;ndern (August 2013 &ndash; August 2014): M&auml;nner und Frauen: &ndash;6,6% in Sachsen bis +3,5% in Hamburg\n<ul>\n<li>Frauen &ndash;6,9% in Sachsen bis +4,8% in Hamburg (Bund: -1,4%)<\/li>\n<li>M&auml;nner: -6,4% in Sachsen bis +2,4% in Hamburg (Bund: -1,5%)<\/li>\n<li>unter 25 Jahre: -16,8% in Sachsen bis +8,6% in Niedersachsen (Bund: -4,9%)<\/li>\n<\/ul><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>67,8% der Arbeitslosen sind im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert (August 2013: 67,5%)<\/li>\n<li>Von den 2,902 Millionen Arbeitslosen waren 934.000  (32,2%) im Rechtskreis SGB III (bei den 156 Arbeitsagenturen!) und 1,968 Millionen (67,8%) im  Rechtskreis SGB II (bei den 408 Jobcentern!) registriert.<\/li>\n<li>Als  Arbeitsuchende waren im August 2014 insgesamt 4,962 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 61.000 (1,2%) weniger als im August 2013.<\/li>\n<li>Die von der Statistik der BA ermittelte  &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im August 2014 3,761  Millionen, 103.000 (2,7%) weniger als im August 2013.<\/li>\n<li>Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im August 2014 876.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das<br>\nbeitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und  4,386 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 96.000 sog. Aufstocker\/ Parallelbezieher (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im August 2014 etwa 5,166 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld  (SGB III) und\/oder Arbeitslosengeld II, &bdquo;46.000 Menschen weniger&ldquo;<br>\nals ein Jahr zuvor. (vgl. BA- Monatsbericht, S. 23 und ANBA 01\/2014; A ugust 2013: 5,212 Millionen; eigene Berechnungen)<\/li>\n\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2014-08-28_alo0814t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201408.pdf\">Monatsbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit [PDF]<\/a> <\/p>\n<p>passend dazu: <strong>Gesch&ouml;nte Besch&auml;ftigtenzahlen<\/strong><br>\nMit 2,902 Millionen lag die Zahl der im August Erwerbslosen so tief wie zuletzt im Jahr 1991, jubelte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) angesichts der am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten offiziellen Arbeitslosenzahlen. Die Zahl der Jobsuchenden stieg allerdings um 30000 an. Die Arbeitslosenquote legte im August gegen&uuml;ber Juli um 0,1 Punkte auf 6,7 Prozent zu. Bundesagenturchef Frank-J&uuml;rgen Weise kommentierte die aktuelle Lage mit den Worten: &raquo;Die Wirtschaft entwickelt sich zur Zeit etwas schw&auml;cher, die Erwartungsindikatoren sind eher verhalten.&laquo;<br>\nF&uuml;r Irritationen sorgte die Beh&ouml;rde mit einer Revision ihrer Besch&auml;ftigtenstatistik, die sie unter anderem mit dem Bem&uuml;hen um mehr Transparenz begr&uuml;ndete. Die neu gefasste Statistik, mit der die Zahl der Besch&auml;ftigten um 350000 h&ouml;her ausf&auml;llt als bisher, beseitige &raquo;Widerspr&uuml;che in der bisherigen Abgrenzung&laquo;. Anders als bislang werden k&uuml;nftig auch Menschen in Behindertenwerkst&auml;tten, Teilnehmer im Rahmen des sogenannten freiwilligen sozialen Jahrs, Bundesfreiwillige (Bufdis) und Nebenerwerbslandwirte erfasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/08-29\/011.php\">junge Welt<\/a>\n<\/p><li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitssituation in Krankenh&auml;usern: Fehler bleiben nicht aus<\/strong><br>\nIm Sommer 2013 ging es nicht mehr. Karin Heise*, eine junge Assistenz&auml;rztin der Inneren Medizin beschlie&szlig;t , ihren Job zu k&uuml;ndigen. &ldquo;Es war die H&ouml;lle&rdquo;, sagt sie r&uuml;ckblickend &uuml;ber den Arbeitsalltag in einem 400-Betten-Krankenhaus in Brandenburg.<br>\nWeil Fach&auml;rzte fehlten, war sie schon nach k&uuml;rzester Zeit allein verantwortlich f&uuml;r 30 Patienten mit Krebsleiden, Leberzirrhose und allen Arten von organischen Beschwerden. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie noch kaum Berufserfahrung, ihr Studienabschluss lag gerade ein halbes Jahr zur&uuml;ck. Und die Arbeitsbelastung so hoch, dass sie diese kaum bew&auml;ltigen konnte: Patienten aufnehmen, untersuchen, Diagnosen und ein Behandlungskonzept erstellen, mit Angeh&ouml;rigen reden und hinterher alles dokumentieren. &ldquo;Und zwischendrin passieren Notf&auml;lle, ein Patient wird bewusstlos oder hat gro&szlig;e Schmerzen. Oft wei&szlig; man nicht, was man als erstes tun soll.&rdquo;<br>\nNoch schlimmer ist die Situation bei den Krankenpflegern. Zwei Pflegekr&auml;fte f&uuml;r 30 Patienten sind der Normalfall, erz&auml;hlt Anja Kraus*, eine Krankenschwester aus Leipzig, im Gespr&auml;ch mit tagesschau.de. Viele von ihnen m&uuml;ssten gewaschen, gef&uuml;ttert und mehrmals gewendet werden, brauchten Infusionen, Medikamente, ihr Zustand m&uuml;sse st&auml;ndig kontrolliert werden. &ldquo;Das ist kaum zu schaffen, deswegen wird vieles nur halbherzig gemacht. Gespr&auml;che mit Patienten und menschliche Zuwendung bleiben dabei v&ouml;llig auf der Strecke&rdquo;, sagt sie.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/krankenhaus-studie-100.html?r=&amp;lid=354429&amp;pm_ln=9\">Tagesschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_arbp_306.pdf\">Die Studie der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung (&bdquo;Arbeitsreport Krankenhaus&ldquo;) [PDF]<\/a> \n<p>passend dazu: <strong>Krankenhaus Altona &ndash; Patienten gef&auml;hrdet?<\/strong><br>\n&Auml;rzte und Pfleger im Hamburger Krankenhaus Altona warnen, dass sie nicht mehr f&uuml;r die Patientensicherheit in der zentralen Notaufnahme garantieren k&ouml;nnen. Das geht aus internen Gef&auml;hrdungsanzeigen hervor, die Panorama 3 vorliegen. Die Belegschaft beklagt darin eine regelm&auml;&szlig;ige &Uuml;berlastung in der Notaufnahme.<br>\nIn Gef&auml;hrdungsanzeigen dokumentieren &Auml;rzte und Pflegepersonal kritische Situationen. Seit M&auml;rz 2014 wurden fast 200 solcher Gef&auml;hrdungsanzeigen an die Leitung der Asklepios Klinik Altona geschrieben. Panorama 3 konnte die Dokumente einsehen.<br>\nDie Mitarbeiter beschreiben darin, dass zum Beispiel Patienten mit schwerer Erkrankung mehr als sechs Stunden auf eine Behandlung h&auml;tten warten m&uuml;ssen. Sogar Patienten mit lebensbedrohlichen Krankheitsbildern h&auml;tten laut den Dokumenten nicht umgehend behandelt werden k&ouml;nnen, sondern mussten bis zu zwei Stunden warten. Die Warnung ist eindeutig: &ldquo;Die Patientensicherheit ist nicht gegeben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Krankenhaus-Altona-Patienten-gefaehrdet,notaufnahme168.html\">NDR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kollekte: Arme sind gro&szlig;z&uuml;giger als Reiche<\/strong><br>\nArme sind bei kirchlichen Kollekten gro&szlig;z&uuml;giger als Reiche. Das geht aus einer Untersuchung der anglikanischen Kirche von England hervor. Zwar spenden wohlhabende Kirchg&auml;nger gr&ouml;&szlig;ere Summen, aber sie stellen der Kirche einen geringeren Teil ihres Einkommens zur Verf&uuml;gung. Anglikaner mit Jahreseink&uuml;nften unter umgerechnet 12.500 Euro spenden der Kirche einen mehr als doppelt so hohen Anteil wie die mit mehr als 50.000 Euro pro Jahr.<br>\nDie &Auml;rmsten gaben 4,3 Prozent ihrer Eink&uuml;nfte, die Reichsten 1,8 Prozent. Im Durchschnitt legten Kirchenmitglieder mit Jahreseink&uuml;nften zwischen 6.300 und 12.500 Euro der Kirche w&ouml;chentlich 8,40 Euro in den Klingelbeutel; bei denen mit einem Jahreseinkommen zwischen 50.000 und 75.000 Euro waren es etwa 20 Euro. In England gibt es keine Kirchensteuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kath.net\/news\/47311\">kath.net<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gesamtmetall beschlie&szlig;t Fortsetzung der INSM-Kampagne<\/strong><br>\nWer darauf gehofft hat, dass mit Ende des Jahres 2014 auch die INSM am Ende ist, wird abermals entt&auml;uscht. Im j&uuml;ngsten Gesch&auml;ftsbericht der Arbeitgeberverb&auml;nde der Metall- und Elektroindustrie (Gesamtmetall) ist nachzulesen, dass es mit der INSM weitergehen wird. Auf Seite 58 des Berichtes hei&szlig;t es:<br>\n&raquo;Nach ausgiebiger Diskussion  und zahlreichen Fragen wurden die Grundsatzbeschl&uuml;sse f&uuml;r [&hellip;] die Fortf&uuml;hrung der INSM beschlossen. Sie waren der Auftakt f&uuml;r weitere Beratungen in den Gremien von Gesamtmetall und dessen Mitgliedsverb&auml;nden, an deren Ende die Finanzierung aller Projekte stand.&laquo; (Quelle: Gesch&auml;ftsbericht Gesamtmetall 2013\/2014, S. 58)<br>\nAuf den Seiten 49 bis 51 wird &uuml;ber die Kampagnen der INSM referiert. Offensichtlich sind die Arbeitgeberverb&auml;nde der Metall- und Elektroindustrie mit der Kampagnent&auml;tigkeit der INSM rundherum zufrieden. Die ausf&uuml;hrliche Darstellung der INSM-Kampagnen in den Gesch&auml;ftsberichten von Gesamtmetall unterstreicht einmal mehr, dass es sich bei der INSM eben nicht um eine partei&uuml;bergreifende und unabh&auml;ngige Kampagne handelt, sondern dass Studien, Rankings und Berichte der INSM im Auftrag und im Interesse der Arbeitgeberverb&auml;nde stehen, die diese Kampagne auch finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftskampagnen.wordpress.com\/2014\/08\/28\/gesamtmetall-beschliest-forsetzung-der-insm-kampagne\/\">wirtschaftskampagnen.wordpress.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Islamfeindlichkeit: &ldquo;&Uuml;berf&auml;lle auf Muslime sind angeblich nie Rassismus&rdquo;<\/strong><br>\nAuch zweieinhalb Wochen nach dem Brand riecht es in der Mevlana-Moschee in Berlin-Kreuzberg noch verkohlt. In der Eingangshalle rieselt Putz von der Decke, an einigen Stellen ist der Beton komplett abgebrannt. Die Metallst&auml;be darunter sind verbogen. &ldquo;Das sind die Stellen, an denen die Polizei im Brandschutt Reste von Benzol gefunden hat&rdquo;, sagt Fazli Altin, Pr&auml;sident der Islamischen F&ouml;deration Berlin, der die Moschee angeh&ouml;rt. Die Polizei hat die Ermittlungen abgeschlossen und ist sich jetzt sicher, dass das Feuer vors&auml;tzlich gelegt wurde. &ldquo;Einen technischen Defekt oder fahrl&auml;ssige Brandstiftung k&ouml;nnen wir als Ursache ausschlie&szlig;en&rdquo;, sagte der Berliner Polizeipr&auml;sident Klaus Kandt.<br>\nNach neuesten Erkenntnissen wurde in jedem der drei Stockwerke des Geb&auml;udes der Brand mit Benzin beschleunigt. Die T&auml;ter m&uuml;ssen also gut vorbereitet gewesen sein. Die Beh&ouml;rden m&uuml;ssen also ihre erste Einsch&auml;tzung revidieren. Bereits am Morgen nach dem Feuer in der Nacht zum 12. August hatte die Polizei bekannt gegeben, sie s&auml;he keinen Hinweis auf einen vors&auml;tzlich gelegten Brand oder gar eine rassistisch motivierte Tat, vielmehr komme ein technischer Defekt als Brandursache infrage. Inzwischen ermittelt am Landeskriminalamt eine Sonderkommission, in die auch der Staatsschutz eingebunden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article131691661\/Ueberfaelle-auf-Muslime-sind-angeblich-nie-Rassismus.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Tepco haftet f&uuml;r Suizide nach Fukushima<\/strong><br>\nZum ersten Mal hat ein japanisches Gericht eine Selbstt&ouml;tung auf die Atomkatastrophe von Fukushima zur&uuml;ckgef&uuml;hrt. Tepco, der Betreiber der Ungl&uuml;cksreaktoren, wurde daher dazu verurteilt, den Hinterbliebenen einer Selbstm&ouml;rderin eine Entsch&auml;digung von umgerechnet 358.000 Euro zu zahlen. Die 58 Jahre alte Hamako Watanabe hatte ihr Haus in 40 Kilometer Entfernung von der Atomanlage Fukushima Daiichi wegen der Verstrahlung aufgegeben und war in eine Wohnung in der Stadt Fukushima umgezogen. Au&szlig;erdem verlor sie ihre Arbeit auf einem Biobauernhof, der schlie&szlig;en musste. Aus Verzweiflung &uuml;ber ihre ungewisse Zukunft z&uuml;ndete sie sich vier Monate nach den Kernschmelzen im Juli 2011 bei einem Besuch im Garten ihres alten Hauses an und kam dabei ums Leben.<br>\nJuristen messen dem Urteil gro&szlig;e Bedeutung f&uuml;r k&uuml;nftige Entsch&auml;digungsprozesse bei. Nach einer amtlichen Statistik ist die Zahl der Japaner, die sich infolge der Atom- und Naturkatastrophe selbst get&ouml;tet haben, stetig gestiegen: 2011 wurden 10, 13 im Jahr 2012 und im Vorjahr 23 solcher Selbstmorde registriert. Doch nur zwei betroffene Familien haben Tepco verklagt. &ldquo;Die d&ouml;rfliche Gemeinschaft muss eine solche Klage unterst&uuml;tzen, doch viele Japaner betrachten Selbstmord als Schande&rdquo;, erkl&auml;rt der Regisseur Hiroshi Shinomiya, der einen Film &uuml;ber den AKW-Unfall gemacht hat. Auch die Rechtslage beg&uuml;nstigt den AKW-Betreiber. Denn die Kl&auml;ger m&uuml;ssen beweisen, dass der Freitod durch die Katastrophe verursacht wurde. &ldquo;Der Selbstm&ouml;rder muss an Depressionen gelitten haben und deswegen in &auml;rztlicher Behandlung gewesen sein&rdquo;, erkl&auml;rt der Rechtsanwalt Yukuo Yasuda. Er vertritt die Witwe des Milchbauern Shigekiyo Kanno. Durch die Katastrophe verlor der damals 55-J&auml;hrige sein Einkommen und konnte Schulden in H&ouml;he von 150.000 Euro nicht mehr bedienen. Da sein Hof knapp au&szlig;erhalb der 30-Kilometer-Sperrzone lag, bekam er kein Geld von Tepco. Am 10. Juni 2011 erh&auml;ngte er sich. Zuvor hatte er mit Kreide an die Wand von seinem Hof geschrieben: &ldquo;Warum gibt es das Atomkraftwerk? Ich kann nicht mehr.&rdquo; Weil Kanno jedoch nicht zum Arzt gegangen war, verweigert Tepco seiner Frau und den drei Kindern bis heute eine Entsch&auml;digung. Nun hat ihre Klage wohl h&ouml;here Erfolgschance als bisher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F08%2F28%2Fa0143&amp;cHash=6a5891cce7a2b4c1a1a25c0832d52b09\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Spontan stellt sich die Frage, wer eigentlich f&uuml;r die durch ganz andere Tsunamis verursachten Suizide verantwortlich zu machen ist, wie z.B. durch die Finanzkrise. Die im Zuge dieses globalen Tsunamis entstandene Arbeitslosigkeit, die Firmenpleiten usw. d&uuml;rften in vielen L&auml;ndern, speziell in sozialstaatlich wenig abgesicherten, zu einer Zunahme der Selbstmordrate gef&uuml;hrt haben. So weist das spanische National Institut f&uuml;r Statistik f&uuml;r 2012 einen Anstieg zum Vorjahr um 11,3 Prozent auf 3,539 Selbstmorde und damit den h&ouml;chsten Stand seit 2005 aus. In Griechenland begingen im Jahr 2011 45,4 Prozent mehr Menschen Suizid als 2007 vor Ausbruch der Krise. Nat&uuml;rlich w&auml;ren neben Goldman Sachs und Konsorten auch die Politiker zu erw&auml;hnen, die die Exzesse der Finanzm&auml;rkte erm&ouml;glichten, oder auch die Verantwortlichen der z.T. verheerenden L&ouml;sungskonzepte. So z.B. im Falle Griechenlands die Verantwortlichen bei EU, EZB und IWF, die einen viel zu radikalen Schnitt forderten, genauso die Eliten des Landes selbst bishin zu den Verm&ouml;genden, welche in gro&szlig;em Umfang Steuern hinterziehen. &ndash; Nat&uuml;rlich sind solche Zusammenh&auml;nge im Einzelnen nicht herstellbar, aber unsere politischen und wirtschaftlichen Eliten k&ouml;nnten sich schon des &ouml;fteren klar machen, dass Menschenleben betroffen sind. Aber wahrscheinlich d&uuml;rften viele dem Tepco-Beispiel folgen und die Opfer als &ldquo;charakterlich schwach&rdquo; darstellen. (Tut mir leid, wenn die Anmerkung zu moralisierend herkommt)<br>\nLeider kenne ich mich in Rechtsfragen nicht sonderlich aus, aber es w&uuml;rde mich schon interessieren, ob das obengenannte japanische Urteil auch in Deutschland m&ouml;glich w&auml;re. In Japan k&ouml;nnen immerhin Arbeitgeber f&uuml;r Kar&#333;shi-Opfer in Haftung genommen werden. Kar&#333;shi ist der japanische Fachbegriff f&uuml;r Tod durch &Uuml;berarbeitung. Der Fachbegriff f&uuml;r Selbstmord wegen &Uuml;berarbeitung hei&szlig;t Karojisatsu. Ob dieser juristisch aufgearbeitet werden kann, ist mir nicht bekannt. In Deutschland hat das BAG in letzter Instanz, die Schadensersatzklage der Witwe und Alleinerbin eines Arbeitnehmers abgewiesen, der sich &ndash; so der Vorwurf der Kl&auml;gerin &ndash; wegen Mobbings <a href=\"http:\/\/blog.beck.de\/2008\/09\/14\/bag-keine-haftung-des-arbeitgebers-fur-selbstmord\">das Leben genommen hatte<\/a>. In Europa scheinen zumindest in einigen L&auml;ndern wie Gro&szlig;britannien und Italien Klagen wegen arbeitsbedingten Stress m&ouml;glich zu sein. Hierzulande wird &uuml;berlastungsbedingter Stress m&ouml;glicherweise nur unter dem Stichwort Mobbing verhandelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Leben und Tod in Texas<\/strong><br>\nF&uuml;r den Verurteilten bedeutet sie das Ende, f&uuml;r die Angeh&ouml;rigen eine nicht enden wollende Tortur: Die Todesstrafe. Die USA sind die einzige Demokratie des westlichen Kulturkreises, in der die Todesstrafe noch vollstreckt wird. Immer wieder kommen die USA deswegen in Erkl&auml;rungsnot. Erst am 29. April dieses Jahres starb der verurteilte M&ouml;rder Clayton Lockett nach einer minutenlangen Agonie einen qualvollen Tod. Das Gift, das ihn h&auml;tte t&ouml;ten sollen, war nie zuvor getestet worden. Der amerikanische Pr&auml;sident Barack Obama nannte die missratene Hinrichtung &laquo;zutiefst beunruhigend&raquo; und k&uuml;ndigte an, sich mit dem Generalstaatsanwalt &uuml;ber die Probleme mit der Todesstrafe zu beraten. Die Amerikaner m&uuml;ssten sich schwierige und tiefgreifende Gedanken &uuml;ber diese Themen machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tod-in-texas.nzz.ch\/\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es schmerzt geradezu, wenn eine Nation, der gerade wir Deutsche so viel verdanken, immer noch mehrheitlich die Todesstrafe bejaht. So dass sogar politische Karrieren davon abh&auml;ngen k&ouml;nnen, wie ein Politiker sich zur Todesstrafe verh&auml;lt. Leider gibt es auch den Eliten des Landes nicht zu denken, zumindest mehrheitlich, dass sie sich auf einer Achse mit L&auml;ndern wie China, Iran, im Irak und in Saudi-Arabien befinden. Nur, was ist von einem Land zu erwarten, das der Eigenverantwortung f&uuml;r das eigene Schicksal einen so hohen Rang einr&auml;umt, so dass sein Oberstes Gericht erst Ende Mai dieses Jahres Hinrichtungen von Personen erschwert, deren geistige F&auml;higkeiten eingeschr&auml;nkt sind. Erst recht d&uuml;rfte der Bedarf an Wissen um einen Zusammenhang zwischen Gewaltkriminalit&auml;t und sozialem Milieu nur gering ausgepr&auml;gt sein. Mit der Folge, dass sich in den USA anstelle eines Sozialstaatsprinzips eine Art Sicherheitsstaatsprinzip ausbreitet. Diesen Sicherheitsstaat bezeugen nicht nur &uuml;ber zwei Millionen Gefangene sonder auch weitere zwei Millionen polizeilich kontrollierte Personen. Wenn laut Umfragen Rache das gestaltende Prinzip f&uuml;r die Todesstrafe ist, verwundert es nicht, dass auch vielen Politikern auch in der Au&szlig;enpolitik nicht mehr einf&auml;llt als: Auge um Auge, Zahn um Zahn &ndash; mit verheerenden Folgen f&uuml;r uns alle, wie der Irak, Afghanistan und nicht zuletzt der IS zeigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Was wirklich hinter dem &ldquo;Vormarsch&rdquo; der Internetkriminalit&auml;t steckt<\/strong><br>\nEs klingt schlimm: &ldquo;Die Internetkriminalit&auml;t ist weiterhin auf dem Vormarsch&rdquo;, sagt BKA-Pr&auml;sident J&ouml;rg Ziercke am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des neuen &ldquo;Bundeslagebildes zur Cyberkriminalit&auml;t&rdquo;. Der Polizeichef fordert deswegen h&auml;rtere Gesetze und bessere Ausstattung f&uuml;r die Ermittler: &ldquo;Damit das Internet kein strafverfolgungsfreier Raum ist, brauchen die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden geeignete rechtliche Grundlagen und zeitgem&auml;&szlig;e Instrumente, um den Cyberkriminellen wirksam entgegenzutreten.&rdquo;<br>\nAllerdings l&auml;sst die neue BKA-Statistik nicht den Schluss zu, dass die Cyberkriminalit&auml;t wirklich dramatisch zunimmt. Denn die Zahl der Internetnutzer steigt &ndash; somit steigt auch die Zahl der Menschen, die F&auml;lle von Cyberkriminalit&auml;t an die Polizei melden. Die Grafik zeigt, dass die Entwicklungen parallel verlaufen. Ein &ldquo;Vormarsch&rdquo; der Kriminalit&auml;t ist nicht zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/bka-statistik-was-wirklich-hinter-dem-vormarsch-der-internetkriminalitaet-steckt-1.2106055\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Da ist niemand, dem man die Schuld geben kann<\/strong><br>\nVon der Universit&auml;t ins Jobcenter. Wie man von heute auf morgen Hartz IV-Empf&auml;nger wird. Ein pers&ouml;nlicher Erfahrungsbericht<br>\nF&uuml;nf Jahre Bulimie-Lernen, n&auml;chtliche Lernmarathons und das Schreiben von Hausarbeiten im Wochentakt waren vorbei. Endlich hatte ich ihn in der Tasche: den Universit&auml;tsabschluss. Und nun: Bewerben nat&uuml;rlich! Karriere machen, Geld verdienen, Familie gr&uuml;nden. Ich war bereit die Welt zu erobern, aber merkte schnell, dass die Welt von mir nicht erobert werden wollte.<br>\nNat&uuml;rlich wusste ich, dass es als Politikwissenschaftler schwierig wird, auf dem Arbeitsmarkt Fu&szlig; zu fassen. Ich wurde gewarnt: Vor dem Studium von Eltern, Freunden und Studienratgebern, im Studium von Professoren, Dozenten und Kommilitonen. Auch eine Reihe von Arbeitslosenstatistiken und Umfragen unter Hochschulabsolventen zeigten, dass man Zeit einplanen sollte, um einen ordentlichen, gut bezahlten Arbeitsplatz zu finden.<br>\nTrotzdem ist man am Anfang noch guter Dinge. Es werden einige Bewerbungen f&uuml;r dies und jenes geschrieben. Man denkt sich, irgendetwas wird sich schon ergeben. Warum auch nicht? Warum sollte ich Zweifel haben? Nichts spricht gegen mich: jung, gut ausgebildet und &ouml;rtlich flexibel. Und dann kommt das gro&szlig;e Warten. Eine Woche. Zwei Wochen. In der dritten Woche fliegen die ersten Absagen ins Haus, in den n&auml;chsten Wochen die Restlichen. Ich muss mir eingestehen, dass es doch nicht so einfach wird.<br>\nPl&ouml;tzlich geht es nicht mehr vorw&auml;rts. Ich stehe im Jobcenter und gebe meinen ALG 2-Antrag ab. Ich bin jetzt Hartzer. F&uuml;r meinen zugewiesenen Fallmanager bin ich zum Produkt degradiert, welches optimiert werden muss, um es gewinnbringend auf dem Arbeitsmarkt zu verkaufen. So sitze ich nun gemeinsam mit Langzeitarbeitslosen in einem EDV-Lehrgang und lerne die Bedienung von Word. Das Leben dreht sich fortan um Bewilligungsbescheide und Eingliederungsvereinbarungen. Ich sch&auml;me mich versagt zu haben, bevor es eigentlich richtig losgegangen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/rekorth\/einige-fallen-durch-das-netz\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Vor der Wahl in Sachsen: Buhlen um rechte W&auml;hler<\/strong><br>\nBundesweit d&uuml;mpelt die rechtsextreme NPD bei Umfragen zumeist um einen Prozent und wird unter den sonstigen Parteien einsortiert. Nicht so in Sachsen: Hier geh&ouml;rt die NPD fast schon zu den etablierten Parteien, sitzt mittlerweile seit zehn Jahren im Landtag. Und auch bei der Wahl am Sonntag k&ouml;nnen sich die Rechtsextremen Chancen ausrechnen, erneut die F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde zu &uuml;berwinden.<br>\nDies ist umso erstaunlicher, da die NPD in den vergangenen Monaten einmal mehr durch Skandale und Intrigen aufgefallen war. Der Parteivorsitzende und s&auml;chsische Fraktionschef Holger Apfel verlie&szlig; die Partei nach Vorw&uuml;rfen, er habe einen jungen Neonazi bel&auml;stigt. Die Partei war blamiert, Apfel ist nun Wirt auf Mallorca.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/npd-afd-sachsen-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Zehn Jahre EU-Osterweiterung<\/strong><br>\nFestveranstaltung mit Martin Dulig, Gerhard Schr&ouml;der, Bohuslav Sobotka und Leszek Miller in Dresden<br>\nAm 1. Mai 2004 hisste Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der mit den Ministerpr&auml;sidenten Polens und Tschechiens, Leszek Miller und Vladimir &Scaron;pidla, in Zittau die Flagge der Europ&auml;ischen Union. Gemeinsam feierten die Menschen im Dreil&auml;ndereck die Osterweiterung der EU, die sich in diesem Jahr zum zehnten Mal j&auml;hrt.<br>\nAus diesem Anlass l&auml;dt der Vorsitzende der s&auml;chsischen SPD Martin Dulig zur Festveranstaltung<br>\n&bdquo;Zehn Jahre EU-Osterweiterung &ndash; Zehn Jahre erfolgreiche Nachbarschaft&ldquo;<br>\nam Freitag, den 29. August in der Dreik&ouml;nigskirche in Dresden.<br>\nAls Ehreng&auml;ste und Festredner nehmen Bundeskanzler a.D. Gerhard Schr&ouml;der, der tschechische Ministerpr&auml;sident Bohuslav Sobotka sowie der Ministerpr&auml;sident a.D. der Republik Polens Leszek Miller an der Veranstaltung teil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pressrelations.de\/new\/standard\/result_main.cfm?aktion=jour_pm&amp;comefrom=scan&amp;r=573724\">SPD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man hat in der SPD und nat&uuml;rlich auch anderswo selbst nach dem Konflikt zwischen Russland und der Europ&auml;ischen Union bzw. den USA um die Ukraine offenbar noch nicht verstanden, welche geopolitische Provokation in dem Begriff &bdquo;EU-Osterweiterung&ldquo; steckt. Man hat in den  politischen Kreisen offenbar bis heute nicht verstanden, dass &bdquo;EU-Osterweiterung&ldquo; f&uuml;r neutrale L&auml;nder und selbstverst&auml;ndlich auch f&uuml;r Russland mit seinem Ziel einer eurasischen Wirtschaftsunion eine politische Anma&szlig;ung darstellt  und auch als Machtanspruch verstanden wird.<br>\n&bdquo;EU-Osterweiterung&ldquo; eine Feier an der Grenze zu Polen und das 2 Tage vor dem 1. September, an dem vor 75 Jahre Hitler-Deutschland in Polen eimarschiert ist, um &bdquo;Lebensraum im Osten&ldquo; zu schaffen. Da scheint jede geschichtliche Sensibilit&auml;t abhanden gekommen zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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