{"id":23057,"date":"2014-09-01T09:29:12","date_gmt":"2014-09-01T07:29:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057"},"modified":"2015-11-09T14:50:23","modified_gmt":"2015-11-09T13:50:23","slug":"hinweise-des-tages-2203","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h01\">Stephen F. Cohen &ndash; Patriotic Heresy vs. the New Cold War<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h02\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h03\">Deutschland liefert Panzerf&auml;uste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h04\">Neues EU-F&uuml;hrungsduo Tusk und Mogherini: So ein sch&ouml;nes Paar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h05\">Die R&uuml;ckholung von Auslandsgewinnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h06\">Merkels Anruf bei Draghi ist infam<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h07\">Paul Krugman &ndash; The Fall of France  &ndash;  Frankreichs Verfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h08\">Aufstieg und Elend des globalen Finanzsystems<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h09\">Germany&rsquo;s Sin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h10\">Statistik des Tages: Warum nur hinterfragen die Verantwortlichen in Europa nicht ihre Wirtschaftspolitik?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h11\">&raquo;Niemand haftet f&uuml;r so einen Unfug&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h12\">Viel Populismus, wenig Fakten bei der Debatte um den Sozialmissbrauch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h13\">Sch&auml;uble gegen Dobrindt: Alternatives Konzept sieht Maut f&uuml;r alle Autofahrer vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h14\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h15\">Die Autonomie der Hochschule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h16\">Anders regieren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057#h17\">zu guter Letzt: Putin schickt Armee in Ostukraine, um nach verirrten russischen Soldaten zu suchen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23057&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Stephen F. Cohen &ndash; Patriotic Heresy vs. the New Cold War<\/strong><br>\nWe meet today during the worst and potentially most dangerous American-Russian confrontation in many decades, probably since the Cuban missile crisis of 1962. The Ukrainian civil war, precipitated by the unlawful change of government in Kiev in February, is already growing into a proxy US-Russian war. The seemingly unthinkable is becoming imaginable: an actual war between NATO, led by the United States, and post-Soviet Russia.<br>\nCertainly, we are already in a new Cold War, which escalating sanctions will only deepen, institutionalize and prolong&mdash;one potentially more dangerous than its US-Soviet predecessor, which the world barely survived. This is so for several reasons:<br>\n&ndash; The epicenter of the new Cold War is not in Berlin but on Russia&rsquo;s borders, in Ukraine, a region absolutely essential in Moscow&rsquo;s view to its national security and even to its civilization. This means that the kinds of miscalculations, mishaps and provocations the world witnessed decades ago will be even more fraught with danger. (The mysterious shoot-down of a Malaysian jetliner over eastern Ukraine in July was an ominous example. The military threats in August surrounding Russia&rsquo;s humanitarian convoy sent to the Donbass cities of Luhansk and Donetsk, and Kiev&rsquo;s simultaneous attempt to take those cities, are others.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.thenation.com\/article\/181399-patriotic-heresy-vs-new-cold-war\">The Nation<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stephen_F._Cohen\">Stephen F. Cohen ist ein US-amerikanischer Wissenschaftler, Russlandexperte und Publizist<\/a>. Sein Beitrag mit dem Titel (&uuml;bersetzt) &bdquo;Patriotische Ketzerei vs. neuem kalten Krieg&ldquo; ist in The Nation erschienen. Es ist eine ziemlich umfassende kritische Auseinandersetzung mit der Ukraine-Politik des Westens. Wir versuchen, eine &Uuml;bersetzung ins Deutsche zu organisieren und kommen dann nochmals auf diesen Text zur&uuml;ck.<\/em><br>\n<em>So viel im Voraus:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Cohen h&auml;lt die Situation von heute f&uuml;r &auml;hnlich gef&auml;hrlich wie bei der Konfrontation der USA mit der Sowjetunion bei der Kubakrise. Ein Krieg zwischen der NATO, gef&uuml;hrt von den USA, und dem heutigen Russland ist nicht mehr unvorstellbar.<\/em><\/li>\n<li><em>Sanktionen heizen die Eskalation an.<\/em><\/li>\n<li><em>Er wendet sich gegen die D&auml;monisierung Putins und macht darauf aufmerksam, dass damit kritischer zu betrachtende Kr&auml;fte in Russland gest&auml;rkt und gef&ouml;rdert werden.<\/em><\/li>\n<li><em>Die D&auml;monisierung Putins f&uuml;hrt au&szlig;erdem dazu, dass die USA einen wichtigen Partner im Kreml bei der Verfolgung vitaler US-amerikanischer Sicherheitsinteressen verlieren &ndash; vom Iran, &uuml;ber Syrien bis Afghanistan.<\/em><\/li>\n<li><em>Interessant und wichtig die Beobachtung: Anders als beim letzten kalten Krieg gibt es keine effektive amerikanische Opposition zu diesem &ndash; nicht in der Administration, nicht im Congress, nicht bei den etablierten Medien, nicht in den Universit&auml;ten, den think tanks und der allgemeinen &Ouml;ffentlichkeit. Diese Beobachtung kann man mit gutem Recht auf Europa &uuml;bertragen. Auch hier sind zumindest in den etablierten Medien, in den Parteien und in der Wissenschaft die Gegner eines neuen kalten Krieges in der Minderheit. Vielleicht sind die deutsche und Teile der europ&auml;ischen &Ouml;ffentlichkeit anders orientiert.<\/em><\/li>\n<li><em>Cohen berichtet von der Stigmatisierung und der Aggressivit&auml;t, denen Gegner der herrschenden Politik ausgesetzt sind. Das ist eine neue Erscheinung.<\/em><\/li>\n<li><em>Er nimmt in seinem Text f&uuml;nf Trugschl&uuml;sse\/Irrt&uuml;mer (fallacies) auseinander.<\/em><\/li>\n<li><em>Und dann beschreibt er drei Alternativen zur L&ouml;sung bzw. weiteren Entwicklung der Krise um die Ukraine: <\/em><\/li>\n<li><em>Erstens, die Krise eskaliert und zieht russisches und NATO-Milit&auml;r in die Auseinandersetzung ein. Das w&auml;re die schlechteste Entwicklung.<\/em><\/li>\n<li><em>Zweitens: die jetzige de-facto-Teilung der Ukraine m&uuml;ndet in zwei ukrainische Staaten. Das w&auml;re nicht das beste Ergebnis, aber auch nicht das schlechteste. <\/em><\/li>\n<li><em>Drittens, die beste Entwicklung aus der Sicht von Cohen: Erhaltung der vereinigten Ukraine, auf der Basis vertrauensvoller Verhandlungen zwischen den Vertretern aller Regionen einschlie&szlig;lich der Rebellen im S&uuml;dosten und unter der Aufsicht von Washington, Moskau und der Europ&auml;ischen Union.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Zeit der Brandstifter &ndash; Putin ist nicht alleine an Eskalation in Ukraine schuld<\/strong><br>\nAuf den ersten Blick ist alles ganz einfach: Russland f&auml;llt &uuml;ber die Ukraine her, entrei&szlig;t ihr erst die Krim und zettelt dann einen B&uuml;rgerkrieg im Donbass an. Und der Schuldige f&uuml;r dieses Drama ist schnell gefunden: Wladimir Putin&hellip;<br>\n&hellip; h&auml;tten EU und USA nur den Versuch unternommen, sich in Putin hineinzuversetzen, h&auml;tten sie die Eskalation vorhersehen und vielleicht vermeiden k&ouml;nnen.<br>\nDen USA sollte das nicht schwerfallen: Immerhin haben sie mit der Beinahe-Stationierung russischer Atomraketen 1962 auf Kuba eine &auml;hnliche Situation erlebt. Und dass Kanzlerin Merkel jetzt wieder sch&auml;rfere Sanktionen androht, zeugt von Ohnmacht und Ideenlosigkeit &ndash; aber sicher nicht davon, dass sie begriffen hat, was Putin antreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/nuernberger-nachrichten\/politik\/kommentar-zeit-der-brandstifter-1.3856212?searched=true\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.G.:<\/strong> Einer der wenigen Lichtblicke in der journalistischen Meinungsmache zur Ukraine-Krise.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wolfgang Grupp &ndash; Wladimir Putin ist kein Kriegstreiber<\/strong><br>\nIn der Ukraine-Krise darf sich Deutschland nicht von Amerika am G&auml;ngelband herum f&uuml;hren lassen, sondern muss das gute friedliche Zusammenwirken erhalten, das wir uns in den Jahrzehnten nach dem Krieg erarbeitet haben.<br>\nWer jeden Tag Zeitung liest und die Fernsehnachrichten verfolgt, muss miterleben, wie sich  Journalisten &uuml;berschlagen, um Misstrauen gegen&uuml;ber dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin teils offen, teils verpackt in den Worten ukrainischer Politiker, zu sch&uuml;ren. M&auml;&szlig;igende Mahner wie der &bdquo;Handelsblatt&ldquo;-Herausgeber Gabor Steingart oder der deutsche Unternehmer Stefan D&uuml;rr in der Wochenzeitschrift &bdquo;Die Zeit&ldquo;, der es zum gr&ouml;&szlig;ten Milchproduzenten gebracht hat, bilden leider die Ausnahme.<br>\nDieser verbalen Versch&auml;rfung der Ukraine-Krise durch den ver&ouml;ffentlichten Mainstream muss Einhalt geboten werden. Alle, die ein Mindestverst&auml;ndnis von Geschichte, wirtschaftlichen Zusammenh&auml;ngen und den Bedingungen f&uuml;r ein friedliches Zusammenleben der V&ouml;lker mitbringen, m&uuml;ssen sich zu Wort melden. Die mal unverhohlene, mal kaschierte Hetze gegen Putin muss aufh&ouml;ren. Putin ist kein Kriegstreiber. Er hat in der Ukraine-Krise nicht agiert, sondern reagiert: auf schwere Fehler des Westens und auf die Tour der Amerikaner, die Nato an die Grenze Russlands heranzuf&uuml;hren. (&hellip;)<br>\nDeutschland hat viel zu verlieren. Nicht die Amerikaner, sondern wir haben sp&auml;testens seit Bundeskanzler Willy Brandt 1969 mit einem Land unseren Frieden schlie&szlig;en m&uuml;ssen, das von den Nazis 1941 &uuml;berfallen wurde und Millionen Menschen im Krieg gegen die Barbaren aus dem Westen verloren hat. Das ist uns mit gro&szlig;en Anstrengungen gelungen, vor allem &uuml;ber den schrittweisen Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen. Dadurch ist Deutschland, wie wir alle wissen, nicht kommunistisch geworden. (&hellip;)<br>\nDabei ist das Argument f&uuml;r die Sanktionen gegen Russland scheinheilig. Es lautet, Putin habe die Krim v&ouml;lkerrechtswidrig annektiert, die Volksumfrage &uuml;ber einen Anschluss der mehrheitlich von Russen bewohnten ukrainischen Halbinsel an Moskau sei nur eine Farce gewesen. Tatsache ist, dass Putin vom Westen dazu getrieben wurde. Eine vermeintliche Volksbewegung im Westen der Ukraine, die nachweisbar von den USA aus mit Milliarden Dollar unterst&uuml;tzt wurde, hat mit Gewalt eine gew&auml;hlte russlandfreundliche Regierung gest&uuml;rzt.<br>\nDass die bis dahin M&auml;chtigen nicht nach unserem Geschmack waren, sie sich ein protziges Leben genehmigten und autokratische Z&uuml;ge trugen, lasse ich nicht als Grund f&uuml;r eine Einmischung des Westens, insbesondere der USA, gelten. Mir ist nicht bekannt, dass die Amerikaner sich in die Innenpolitik etwa in Saudi-Arabien oder den Emiraten einmischen, obwohl die mit den westlichen Menschenrechten und individuellen Freiheiten so viel gemeinsam hat wie eine W&uuml;ste mit einem Swimmingpool.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/ausland\/100-prozent-grupp-wladimir-putin-ist-kein-kriegstreiber-seite-all\/10346560-all.html\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><strong>Putin zerst&ouml;rt die Ukraine &ndash; weil er es kann<\/strong><br>\n&ldquo;Die russische Invasion in der Ukraine d&uuml;rfte eine Wende in der Putinologie einleiten.&rdquo; &hellip;<br>\n&rdquo; &hellip;. ,dass Russland dabei ist, die H&auml;lfte einer unabh&auml;ngigen Republik an der EU-Grenze zu annektieren &hellip;&rdquo;<br>\n&ldquo;Wie es zweitrangig ist, ob nun russische Soldaten, russische S&ouml;ldner oder russische Freiwillige in ostukrainischen St&auml;dten einmarschieren.&rdquo;&hellip;<br>\n&ldquo;Hatte man als Kremlchef Gas- und &Ouml;lvorkommen, Atomsprengk&ouml;pfe und die Bev&ouml;lkerung hinter sich, war es offenbar m&ouml;glich, die Ostukraine an sich zu rei&szlig;en.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/russlands-rolle-im-konflikt-putin-zerstoert-die-ukraine-weil-er-es-kann-1.2106838\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Um Russlands bzw. Putins Haltung etwas zu verstehen w&uuml;rde es helfen sich mit der Geschichte der Ukraine etwas n&auml;her zu befassen &ndash; eigentlich eine journalistische Basisaufgabe, gerade f&uuml;r eine russischst&auml;mmigen Journalisten. Liest man die diversen Hetzartikel in den sogenannten Qualit&auml;tsmedien wird der Eindruck erweckt als handle es sich bei der Ukraine um eine seit Jahrhunderten unabh&auml;ngige Nation, deren Existenz nun von Russland bedroht wird. Dabei war eine unabh&auml;ngige Ukraine im 20. Jahrhundert immer ein Konstrukt fremder M&auml;chte, explizit des Deutschen Reiches, das am Ende des 1. Weltkrieges die Bildung einer von Russland abgespaltenen Ukraine unterst&uuml;tzt hat. Die kurzzeitig unabh&auml;ngige Ukraine war nur durch den Schutz deutscher Truppen &uuml;berhaupt lebensf&auml;hig.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu: Befreiungstruppen basteln<\/em><br>\n<em><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-54230886.html\">Der Historiker Frank Golczewski &uuml;ber Versuche der Deutschen, die Ukraine im Kampf gegen den russischen Zaren zu unterst&uuml;tzen<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Und ein zwar war <a href=\"http:\/\/www-brs.ub.ruhr-uni-bochum.de\/netahtml\/HSS\/Diss\/FriedrichGunter\/diss.pdf\">etwas schwerer Stoff [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a>, der aber sehr interessant bez&uuml;glich der Kollaboration ukrainischer Nationalisten mit den Nazis ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum der Westen die Ukraine retten muss<\/strong><br>\nViele staatliche, milit&auml;rische und &ouml;konomische Krisen in Europa, Asien oder Afrika erfordern zur Zeit die Aufmerksamkeit des Westens. Doch keine ber&uuml;hrt so direkt die europ&auml;ische Sicherheitsstruktur wie die eskalierende Konfrontation zwischen Moskau und Kiew. Und keine stellt derart demonstrativ das globale Nichtverbreitungsregime f&uuml;r Massenvernichtungswaffen infrage.<br>\nAls die Ukraine 1994 das Budapester Memorandum unterzeichnete, vertraute Kiew naiv den Sicherheitszusagen der USA und Gro&szlig;britanniens. Die Atomm&auml;chte sicherten der Ukraine territoriale Integrit&auml;t und dar&uuml;ber hinaus politische sowie &ouml;konomische Souver&auml;nit&auml;t zu. Im Gegenzug verzichtete Kiew auf seine von der UdSSR &uuml;bernommenen Atomwaffen. Zu den Unterzeichnern der Vereinbarung geh&ouml;rte freilich auch Russland. Eigentliches Ziel des Dokuments war gleichwohl, die Ukraine vor russischem Irredentismus zu sch&uuml;tzen.<br>\nZwar war das damalige ukrainische Arsenal an Kernsprengk&ouml;pfen nicht einsatzbereit. Doch es war zu dem Zeitpunkt gr&ouml;&szlig;er als das Chinas, Gro&szlig;britanniens und Frankreichs zusammen. Innerhalb weniger Jahre wurde aus der Ukraine, wie im Budapester Memorandum vereinbart, ein vollst&auml;ndig nuklearwaffenfreier Staat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boell.de\/de\/2014\/08\/15\/warum-der-westen-die-ukraine-retten-muss\">Heinrich B&ouml;ll Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Dieser Text auf der Homepage der gr&uuml;nen-nahen Stiftung ist ein weiterer Beleg f&uuml;r die Entfernung der Gr&uuml;nen von ihren ehemaligen Friedensprinzipien.<\/em><br>\n<em>Dass diese Stiftung sich immer noch traut, den Namen dieses Nobelpreistr&auml;gers und Friedensaktivisten zu tragen, ist erstaunlich: Die Stiftung und die Partei f&uuml;hren offensichtlich die friedenspolitischen Absichten Heinrich B&ouml;lls ad absurdum.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Tagesthemen: Wie sp&uuml;rbar sind denn &uuml;berhaupt die bisherigen Sanktionen?<\/strong><br>\nAm Freitag, den 29.08.2014, brachten die Tagesthemen in der ARD ein bemerkens-wertes Gespr&auml;ch zwischen der Moderatorin Caren Miosga und einem Korresponden-ten oder Kommentator in Moskau, Udo Lielischkies. Ich habe eine Passage des Gespr&auml;chs nach der Video-Datei aus der ARD-Mediathek niedergeschrieben, folgenderma&szlig;en:<br>\nLetzter Satz von Lielischkies als Antwort auf die vorausgegangene Frage: &bdquo;&hellip; Bisher sp&uuml;rt man deutlich wenig von diesen Sanktionen.&rdquo;<br>\nKommentar und neue Frage Miosga: &bdquo;Und das betrifft ja auch nicht das Gros der russischen Bev&ouml;lkerung. Was m&uuml;sste denn passieren, damit diese massive Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Putin br&ouml;ckelt?&rdquo;<br>\nAntwort Lielischkies: &bdquo;Nun, ich denke, der schmerzhafteste, und die schmerzhafteste Waffe, w&auml;ren weitere Versch&auml;rfungen beim Kapitalmarkt. Da gibts ja noch Luft nach oben. (Das) hat auch der amerikanische Pr&auml;sident angedeutet. Das Problem ist, dass die gro&szlig;en Firmen hier verstaatlicht sind und schon begonnen haben, Rosneft z.B., die Zentralbank anzubetteln. Und man kann davon ausgehen, dass Wladimir Putin daf&uuml;r sorgen wird, dass (dann) aus Steuergeldern diese Schmerzen etwas abgefedert werden. Diese kleine Schicht derer zu treffen, die um ihn herum sind, wird sehr schwer sein. Es gibt immer die Hoffnung, dass wenn die breite Bev&ouml;lkerung sp&uuml;rt, dass das Leben eben schlechter wird, dass dieser stillschweigende Pakt, weniger Demokratie, aber daf&uuml;r &ouml;fter mal einen neuen Kleinwagen, wenn der zer-bricht, dass dann die Opposition wachsen w&uuml;rde &hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/video.php?v=10152631379619407&amp;set=vb.193081554406&amp;type=2&amp;theater\">Tagesthemen via Facebook<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.R.:<\/strong> Der interessanteste &ndash; oder vielmehr der ersch&uuml;tterndste &ndash; Aspekt des Interviews: Hier zerbrechen sich offenbar zwei Prominente des deutschen &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks den Kopf dar&uuml;ber, wie man der Breite, dem &bdquo;Gros&rdquo;, der Bev&ouml;lkerung eines 140-Millionen-Landes wirtschaftlich tiefgreifend schaden k&ouml;nne. Miosga bemerkt und fragt: &bdquo;Und das betrifft ja auch nicht das Gros der russischen Bev&ouml;lkerung. Was m&uuml;sste denn passieren, damit diese massive Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Putin br&ouml;ckelt?&ldquo; Nach der Bemerkung kann man die Frage durchaus so verstehen: Was m&uuml;sste denn passieren, damit das Gros der Bev&ouml;lkerung betroffen ist, von Sanktionen, also Strafen? Und in diesem Sinne antwortet Lielischkies dann auch, er bringt zum Ausdruck und spricht dabei von &bdquo;Hoffnung&rdquo;, man k&ouml;nnte doch daf&uuml;r sorgen, dass sich die Leute da in Russland nicht mehr so oft ein neues Auto leisten k&ouml;nnen. Dies ist ein unglaubliches Politikziel: Nach zwei Weltkriegen, in denen zig Millionen von Russen durch Deutsche umgekommen sind, und nach Jahrzehnten guter Rohstoffversorgung aus Russland macht man sich im deutschen Rundfunk jetzt Gedanken dar&uuml;ber, was Deutschland tun k&ouml;nne, damit sich Russen nicht so oft neue Kleinwagen leisten k&ouml;nnen, ja, generell, dass dort &bdquo;das Leben eben schlechter wird&rdquo;. Eine solche Entwicklung wird mit dem Begriff der Hoffnung verbunden. Vor dem ethischen Hintergrund einer solchen Vorstellung er&uuml;brigt es sich fast, darauf hinzuweisen, dass durch die angestrebte Politik auch die Breite der deutschen Bev&ouml;lkerung Schaden nehmen k&ouml;nnte. Immerhin k&ouml;nnte es sich bei den angesprochenen &bdquo;Kleinwagen&rdquo; um Fahrzeuge einer deutschen Marke handeln.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutschland liefert Panzerf&auml;uste<\/strong><br>\nHinter verschlossenen T&uuml;ren haben Kanzlerin Merkel und vier Minister am Sonntagabend entschieden, welche Waffen in den Nordirak geliefert werden sollen. Im Vorfeld warb Bundesverteidigungsministerin von der Leyen um Unterst&uuml;tzung durch das Parlament. Die Abgeordneten sollen am Montag mitreden, d&uuml;rfen aber nicht entscheiden. Doch nicht nur der Entscheidungsprozess ist umstritten &ndash; die Milit&auml;rhilfe k&ouml;nnte auch ganz andere Folgen nach sich ziehen. Einem Zeitungsbericht zufolge sieht das BKA eine erh&ouml;hte Gefahr von Vergeltungsschl&auml;gen radikaler Islamisten in Deutschland&hellip;<br>\nDie Waffenlieferungen an die Kurden im Irak k&ouml;nnten auch noch zu einem Thema f&uuml;r das Bundesverfassungsgericht werden. Vizepr&auml;sident Ferdinand Kirchhof h&auml;lt es f&uuml;r m&ouml;glich, dass die Karlsruher Richter sich mit der Frage auseinandersetzen m&uuml;ssen, ob daf&uuml;r eine Zustimmung des Bundestags n&ouml;tig ist. Kirchhoff sagte der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;: &ldquo;Das ist tats&auml;chlich eine interessante Frage.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/irak-waffenlieferungen-deutschland-kurden-is100.html\">MDR<\/a> \n<p><strong>dazu: Deutsche Waffen in den Irak? I&rsquo;m not convinced!<\/strong><br>\nNach mehrw&ouml;chiger Diskussion zeichnet sich ab, erstens dass und zweitens wie Deutschland den Krieg gegen den &raquo;Islamischen Staat&laquo; (IS) mit Waffenexporten bzw. Waffenlieferungen aus Bundeswehrbest&auml;nden unterst&uuml;tzen m&ouml;chte. Empf&auml;nger sollen ausschlie&szlig;lich die kurdischen Peschmerga im Nordirak sein.<br>\nDie Lieferung ist das Eine. Aber nat&uuml;rlich m&uuml;ssen die Empf&auml;nger auch in die deutschen Waffensysteme eingewiesen werden. Die entsprechende Ausbildung durch kundige deutsche Milit&auml;rs soll offenbar au&szlig;erhalb der Konfliktregion erfolgen, so dass keine deutschen Soldaten in Auslandseins&auml;tze geschickt werden m&uuml;ssen. Also bed&uuml;rfe es juristisch nicht einmal eines Bundestagsbeschlusses, so die allgemeine Lesart.<br>\nEin solcher Beschluss h&auml;tte jedoch aus Sicht der Bundesregierung den politischen Vorteil, einmal mehr eine riesige Mehrheit des Bundestages hinter einer milit&auml;rischen Entscheidung zu versammeln, die von der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung nicht geteilt wird. M&ouml;glicherweise gel&auml;nge es sogar, einige Abgeordnete der LINKEN auf die eigene Linie zu ziehen. Insofern werden wir allen Dementis zum Trotz eine Bundestagsentscheidung zum Thema erleben, mit dem das Parlament ausgerechnet am 1.9., dem Antikriegstag, befasst ist.<br>\nDen beabsichtigten Waffenexporten stehen eigentlich die restriktiven politischen Grunds&auml;tze der Bundesregierung f&uuml;r den Export von Kriegswaffen aus dem Jahre 2000 entgegen. Darin wurde der jahrzehntelange politische Konsens, keine Waffen in Spannungs- bzw. Krisengebiete zu liefern, einmal mehr best&auml;tigt. Allerdings gab es schon vor 14 Jahren eine Ausnahmeklausel, n&auml;mlich den Verweis auf Artikel 51 der UN-Charta. Darin geht es um das individuelle und kollektive Recht auf Selbstverteidigung.<br>\nIm aktuellen Fall k&ouml;nnte also Deutschland Waffen an die international anerkannte irakische Regierung liefern, damit sich diese gegen die IS zur Wehr setzt. Die kurdischen Peschmerga sind jedoch keine regul&auml;re Armee, sondern nur eine regionale Miliz. Dieses Problem hat auch Kanzlerin Merkel schon markiert. Es k&ouml;nnte durch eine entsprechende &raquo;Bitte&laquo; der Bagdader Regierung aus der Welt geschafft werden, die man ggf. dazu &raquo;ermuntern&laquo; m&uuml;sste. So wird es vermutlich kommen. Aber wenn Bagdad doch nicht zustimmt? Setzt sich die deutsche Regierung dann einfach wieder &uuml;ber das V&ouml;lkerrecht hinweg?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/deutsche-waffen-in-den-irak-im-not-convinced\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Neues EU-F&uuml;hrungsduo Tusk und Mogherini: So ein sch&ouml;nes Paar<\/strong><br>\nSozialdemokratin und Konservativer, Hollande-Vertraute und Merkel-Versteher, Frau und Mann: Das neue EU-F&uuml;hrungsduo aus Federica Mogherini und Donald Tusk erf&uuml;llt alle Quoten. Aber was k&ouml;nnen sie wirklich? (&hellip;)<br>\nMogherini kann gerade einmal sechs Monate als italienische Au&szlig;enministerin vorweisen. Bei Auftritten trug sie durchaus selbstbewusst vor, wie sie zwischen &ldquo;Russland und der Ukraine, zwischen Saudi-Arabien und Iran&rdquo; vermitteln wolle. Auch das Verh&auml;ltnis zu den Vereinigten Staaten hoffte Mogherini, die 2008 noch im T-Shirt mit Obama-Portr&auml;t durch Rom lief, neu zu beleben.<br>\nDoch ihre vielen langen S&auml;tze &uuml;ber die Weltlage wirkten mitunter eher angelesen, sie klangen wie ein Referat im Uni-Seminar &ndash; ein Vorwurf, der die Tochter eines italienischen Regisseurs auf ihrer politischen Blitzkarriere begleitet. &ldquo;Flei&szlig;ig, belesen und gut vernetzt&rdquo;, loben Weggef&auml;hrten Mogherini etwas herablassend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-tusk-und-federica-mogherini-fuehren-die-europaeische-union-a-989031.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Die Vorg&auml;nger wirkten schon blass. Nun kommen Zwei in &Auml;mter, die dieses Urteil rasch unterbieten und Vorurteilen Vorschub leisten k&ouml;nnten: Eine gut aussehende Italienerin mit wenig -eigentlich keiner internationalen Politikerfahrung- und ein Putin-Gegner aus Polen, sollen es richten.<\/em><br>\n<em>So sehen also Kompromisse zwischen Konservativen und Sozialisten auf EU-Ebene aus. Vermutlich k&ouml;nnen sich die USA als lachender Dritter freuen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die R&uuml;ckholung von Auslandsgewinnen<\/strong><br>\nImmer mehr amerikanische Unternehmen planen, ihren Hauptgesch&auml;ftssitz nach Europa zu verlegen. Mit diesem als &bdquo;Inversion&ldquo; bekannten Modell k&ouml;nnen sich die Konzerne den eindeutig unvorteilhaften K&ouml;rperschaftsteuer-Bestimmungen in den Vereinigten Staaten entziehen und ihre Steuerlast verringern. Was sollen politische Entscheidungstr&auml;ger in den USA unternehmen?<br>\nDie Regierung von Pr&auml;sident Barack Obama ist bestrebt der Verlagerung der Unternehmenssitze durch Verwaltungsma&szlig;nahmen einen Riegel vorzuschieben, die vor Gericht m&ouml;glicherweise nicht standhalten. Es w&auml;re wesentlich besser, einen partei&uuml;bergreifenden Gesetzesplan mit dem Ziel zu entwickeln, die Versuchung Firmensitze zu verlagern von vornherein zu vermeiden. Ein solcher Plan, sofern er f&uuml;r multinational t&auml;tige US-Unternehmen attraktiv ist, k&ouml;nnte zu einer Verlagerung von Besch&auml;ftigung und Produktion in die USA und zu h&ouml;heren Steuereinnahmen f&uuml;hren.<br>\nNach derzeit geltendem Recht werden US-Unternehmensgewinne mit 35% besteuert &ndash; dem h&ouml;chsten Steuersatz unter OECD-L&auml;ndern, in denen dieser durchschnittlich bei 25% liegt. Diese Steuer wird f&uuml;r Gewinne entrichtet, die in den USA erzielt wurden und f&uuml;r Gewinne ausl&auml;ndischer Tochterunternehmen der US-Konzerne, die in die USA zur&uuml;ckgeholt (repatriiert) werden.<br>\nSo zahlt etwa eine in Irland t&auml;tige Tochtergesellschaft eines US-Unternehmens, die irische K&ouml;rperschaftsteuer in H&ouml;he von 12,5% auf die dort erzielten Gewinne. Wenn das Unternehmen die  Gewinne nach Steuern repatriiert, zahlt es Steuern in H&ouml;he von 22,5% (der Differenz zwischen dem US-Steuersatz von 35% und den 12,5% Steuern, die bereits an die irische Regierung bezahlt worden sind). Wenn es die Gewinne aber in Irland &ndash; oder einem anderen Land &ndash; wieder investiert, m&uuml;ssen keine weiteren Steuern entrichtet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/martin-feldstein-proposes-a-corporate-tax-reform-that-would-encourage-us-companies-to-repatriate-foreign-earnings\/german\">Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung R.S.:<\/strong> Steuerdumping in Europa &ndash; vielleicht t&auml;te den Europ&auml;ern etwas &ldquo;Amerikanisierung&rdquo; gut.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung A.M.:<\/strong> Steuerdumping in Europa ist leider nichts Neues. Warum sind so viele Unternehmen schon vor vielen Jahren nach Irland gegangen? Warum hat die HRE (HypoRealEstate) zum Beispiel Tochterfirmen nach Irland verlegt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Merkels Anruf bei Draghi ist infam<\/strong><br>\n&ldquo;Die Unabh&auml;ngigkeit der EZB gilt offenbar nur, wenn Draghi Merkels Kurs der Depression in Europa st&uuml;tzt,&ldquo; kommentiert der Europaabgeordnete Fabio De Masi (DIE LINKE) die Berichte des SPIEGEL &uuml;ber einen Anruf von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Pr&auml;sidenten der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi im Nachgang zu dessen Rede in Jackson Hole.<br>\nDraghis Rede war als Distanzierung vom Sparkurs in der Eurozone verstanden worden&hellip;<br>\n&ldquo;Europa braucht einen New Deal mit einer strikten Regulierung und Schrumpfung des Finanzsektors, der massiven Ausweitung &ouml;ffentlicher Investitionen, einer EU weiten Verm&ouml;gensabgabe f&uuml;r Million&auml;re und direkten Krediten der EZB an Krisenstaaten ohne Umweg &uuml;ber die privaten Banken.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fabiodemasi.dielinke-nrw.de\/nc\/start\/artikel\/detail_artikel_fabio_de_masi\/zurueck\/artikel-1\/artikel\/merkels-anruf-bei-draghi-ist-infam\/\">Fabio De Masi<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; The Fall of France  &ndash;  Frankreichs Verfall<\/strong><br>\nFrancois Hollande, der seit 2012 franz&ouml;sischer Pr&auml;sident ist, h&auml;tte ein Herausforderer sein k&ouml;nnen. Er war wegen des Versprechens gew&auml;hlt worden, sich von der Austerit&auml;tspolitik abzuwenden, die Europas kurze und bescheidene Wirtschaftsbelebung abw&uuml;rgte. Die intellektuelle Rechtfertigung dieser Politik war ohnehin schwach und dem Zusammenbruch nahe, und er h&auml;tte er an der Spitze einer Gruppe von L&auml;ndern stehen k&ouml;nnen, die einen Kurswechsel verlangten. Aber das sollte nicht sein. Kaum im Amt, knickte M. Hollande schon ein und  f&uuml;gte sich v&ouml;llig den Forderungen nach sogar noch mehr Austerit&auml;t.<br>\nNun sage aber niemand, er sei total r&uuml;ckgratlos. Anfang der Woche handelte er sehr  entschlossen, allerdings leider nicht in wirtschaftspolitischer Hinsicht, obwohl doch die desastr&ouml;sen Folgen der europ&auml;ischen Austerit&auml;t von Monat zu Monat sp&uuml;rbarer werden, und sogar Mario Draghi, der Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Zentralbank, einen Kurswechsel verlangt. Nein, M. Hollandes ganze Energie war darauf gerichtet, Mitglieder seiner Regierung zu eliminieren, die es gewagt hatten, seine Unterw&uuml;rfigkeit gegen&uuml;ber Berlin und Br&uuml;ssel zu kritisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/08\/29\/opinion\/paul-krugman-the-fall-of-france.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Aufstieg und Elend des globalen Finanzsystems<\/strong><br>\nDas Finanzsystem ist uns &uuml;ber den Kopf gewachsen und war Ausl&ouml;ser der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten, die Millionen den Job und uns allen Wohlstand kostete. Es geh&ouml;rt gesundgeschrumpft. Mit seinem Buch Wie viel Bank braucht der Mensch? zeigt der deutsche &Ouml;konom Thomas Fricke schl&uuml;ssig die Systemfehler auf, die dazu f&uuml;hrten, dass das System derart an die Wand fahren konnte. Fehlende Moral und menschliches Scheitern geh&ouml;ren nicht dazu, auch wenn beides gerade im Bankgesch&auml;ft durchaus an der Tagesordnung ist.<br>\nGelernte &Ouml;sterreicherInnen fiele auf den Buchtitel sicher eine Antwort ein: Eine bestimmte Bank h&auml;tten wir jedenfalls gar nicht gebraucht. Bei der Hypo Alpe-Adria wurden von Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungen und Politik so ziemlich alle Fehler gemacht, die man machen kann. Zun&auml;chst drehte man jahrelang ohne ausreichende Sicherheiten und Kontrollen am gro&szlig;en Spekulationsrad in S&uuml;dosteuropa, mit dem Ergebnis riesiger Verluste. Gleichzeitig &uuml;bernahm das Bundesland K&auml;rnten Haftungen f&uuml;r die Bank, die zum H&ouml;hepunkt 2006 dem zw&ouml;lffachen Landesbudget eines Jahres entsprachen. Nach der Notverstaatlichung der Bank im Jahr 2009 verhandelte die zust&auml;ndige Bundesministerin f&uuml;rchterlich schlecht mit der Europ&auml;ischen Kommission &uuml;ber die Abwicklung und verschleppte die Einrichtung einer Abbaubank &uuml;ber Jahre. All diese Fehlentscheidungen maximieren die Kosten f&uuml;r die SteuerzahlerInnen. &Auml;hnliche F&auml;lle wie jener der Hypo Alpe-Adria sind in ganz Europa aufgeflogen. Leider d&uuml;rften weitere noch folgen. (&hellip;)<br>\nWas allgemein fehlt ist die Gesundschrumpfung des Finanzsystems. Es sind daher weitere Regulierungsma&szlig;nahmen zu setzen, die gem&auml;&szlig; Fricke auf folgende Punkte abzielen sollte:\n<ul>\n<li>die Ausschl&auml;ge des Herdentriebs sp&uuml;rbar d&auml;mpfen <\/li>\n<li>den Kr&auml;ften der gef&auml;hrlichen Prozyklik entgegenwirken und sie umkehren<\/li>\n<li>das unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig hohe Renditepotenzial von Finanzanlagen senken, um die Geldstr&ouml;me so in die Realwirtschaft umzuleiten<\/li>\n<li>die enormen Gef&auml;lle bei Einkommen und Verm&ouml;gen abbauen helfen &ndash; was zu soliderem Wachstum f&uuml;hrt<\/li>\n<li>Mittel f&uuml;r die Realwirtschaft frei machen, die bisher in der Sph&auml;re der Finanzzauberei gebunden waren. (&hellip;)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Liste der Ma&szlig;nahmen, die Fricke vorschl&auml;gt, w&auml;re aber zB um folgende Punkte zu erg&auml;nzen und zu vertiefen:<\/p>\n<ul>\n<li>Strukturreformen im Bankensystem, wie etwa die st&auml;rkere Trennung der Risiken des Investmentbanking von jenen des Gesch&auml;ftsbankensystems. Es ist letzteres, das die oben erw&auml;hnten essentiellen Funktionen in der Volkswirtschaft erf&uuml;llt und daher auch eine privilegierte Stellung genie&szlig;en sollte.<\/li>\n<li>Abstellen des besonders manipulationsanf&auml;lligen OTC-Handels (Handel von Wertpapieren und Finanzinstrumenten abseits geregelter B&ouml;rsen) insbesondere f&uuml;r Devisen, Zinsen, Nahrungsmittel, Energie und Rohstoffe. In diesen Bereichen gab es seit Ausbruch der Finanzkrise durch die Aufarbeitung der Gerichte zahlreiche Verurteilungen bzw Abschlagszahlungen namhafter, internationaler Kreditinstitute.<\/li>\n<li>Abstellen des High Frequency Tradings (ultraschneller Handel, der ebenfalls manipulationsanf&auml;llig ist nicht selten zu unerkl&auml;rlichen Kursspr&uuml;ngen f&uuml;hrt) und der dark pools (anonymisierte &bdquo;Handelsr&auml;ume&ldquo; f&uuml;r die big player, die so ihre Transaktionen verschleiern)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nach wie vor bedarf es dar&uuml;ber hinaus einer umfassenden wirtschaftspolitischen Antwort auf die Krise, bei der die Exzesse des Finanzsystems nur einen Teil ausmachen. So wird eine umfassende Antwort wohl auch nicht ohne die Frage nach der Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen, der n&ouml;tigen Balance der Interessensgruppen oder einem neuen, nachhaltigen Wohlstandsmodell auskommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/aufstieg-und-elend-des-finanzsystems\/#more-6483\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Germany&rsquo;s Sin<\/strong><br>\nSimon Wren-Lewis has two very good posts about the European situation, first laying out the problem, then taking on those who don&rsquo;t get it. I just want to add a bit to one of his key points: the impossibility of a resolution unless Germany accepts higher inflation.<br>\nIn Germany, there&rsquo;s a strong tendency to moralize, with appeals to the country&rsquo;s own recent economic history. We pulled ourselves out of our late 90s doldrums, the Germans say, so why can&rsquo;t Southern Europe do the same?<br>\nBut a key part of the answer is that Southern Europe now faces a much less favorable environment than Germany did then &mdash; and Germany is the reason why.<br>\nLook at core inflation (excluding energy, food, alcohol, and tobacco). During the years when Germany was gaining competitiveness, euro area inflation was running at around 2 percent, and inflation in Southern Europe was running considerably higher. So Germany could gain competitiveness simply by having lowish inflation &mdash; no need to actually deflate. But these days German inflation is only one percent, euro area inflation is lower, and the only way for Southern Europe to gain ground is to have zero or negative inflation:<br>\nThis makes the adjustment problem incredibly difficult, both because wages are downwardly sticky and because deflation worsens the debt burden. Add onto this the fact that the eurozone as a whole remains depressed thanks to fiscal austerity and inadequate monetary expansion, and Germany is in effect demanding that Spain and others accomplish a task vastly harder than the Germans themselves had to achieve.<br>\nAnd the worst of it is that there&rsquo;s no sign that Berlin understands, or is willing to understand, this reality. And if the euro fails, that refusal to think clearly will be the fundamental cause.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2014\/08\/29\/germanys-sin\/?_php=true&amp;_type=blogs&amp;module=BlogPost-Title&amp;version=Blog%20Main&amp;contentCollection=Opinion&amp;action=Click&amp;pgtype=Blogs&amp;region=Body&amp;_r=0\">The New York Times<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140901_krugman-blog480.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Statistik des Tages: Warum nur hinterfragen die Verantwortlichen in Europa nicht ihre Wirtschaftspolitik?<\/strong><br>\nHeute hat das Europ&auml;ische Amt f&uuml;r Statistik, Eurostat, die Arbeitslosenquote f&uuml;r den Euroraum ver&ouml;ffentlicht. Der Vergleich mit den USA und Japan (siehe Graphik unten) zeigt erneut: Diese beiden L&auml;nder sind &ndash; auch wenn dort nicht alles Gold ist, was gl&auml;nzt &ndash; erfolgreicher bei der L&ouml;sung des hier wie dort wirtschaftlich und gesellschaftlich dr&auml;ngensten Problems: der Senkung der Arbeitslosigkeit. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion allein zeigt zudem: Der Anstieg der Arbeitslosenquote auf das historisch hohe Niveau von um die 12 Prozent beginnt erst mit dem Einsatz der restriktiven Wirtschaftspolitik &ndash; Senkung der Staatsausgaben, Lohnsenkungen und Abbau von Arbeitnehmerrechten &ndash; im Fr&uuml;hjahr 2011. W&auml;ren diese Indizien nicht Grund genug, die bisherige Krisenpolitik grunds&auml;tzlich in Frage zu stellen?<br>\nF&uuml;r die Verantwortlichen in Europa nicht. Erst j&uuml;ngst haben wir dies anhand zweier Reden von der deutschen Bundeskanzlerin und der amerikanischen Notenbank-Pr&auml;sidentin aufgezeigt. Zuvor hatten wir dies bereits mit einem Vergleich der Argumentation der amerikanischen Notenbank-Pr&auml;sidentin mit der des europ&auml;ischen Notenbankchefs getan. Es scheinen &ndash; neben den unterschiedlichen Wirtschaftskonzepten und -traditionen &ndash; tats&auml;chlich auch tief sitzende ideologische Barrieren zu sein, die den tonangebenden europ&auml;ischen Politikern, Medien und auch Wirtschaftswissenschaftlern den Blick auf die Arbeitslosigkeit und ihre Konsequenzen verstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/08\/statistik-des-tages-warum-nur-hinterfragen-die-verantwortlichen-in-europa-nicht-ihre-wirtschaftspolitik\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&raquo;Niemand haftet f&uuml;r so einen Unfug&laquo;<\/strong><br>\nJobcenter fordert Alleinerziehende zum Umzug auf: Ihre Miete sei zwei Euro zu hoch. Ein Gespr&auml;ch mit Martin Behrsing<br>\nMartin Behrsing ist Sprecher des Erwerbslosenforums Deutschland<br>\nZwei Euro zu hoch ist die Miete einer alleinerziehenden Mutter. Deshalb fordert das Bonner Jobcenter sie auf, sich eine neue Wohnung zu suchen. Hat dieser Irrsinn Methode?<br>\nJa, t&auml;glich erreichen viele Menschen in Deutschland &auml;hnliche Schreiben. Jobcentermitarbeiter hauen Textbausteine zusammen und verschicken den Quatsch an Betroffene. Sie sind in anma&szlig;endem und unversch&auml;mtem Ton verfa&szlig;t, so da&szlig; die Adressaten denken m&uuml;ssen, sie h&auml;tten ein Verbrechen begangen. Was sich ein Jobcentermitarbeiter dabei denkt, vermag ich nicht zu sagen. Ob dort &uuml;berhaupt noch einer nachdenkt, was dies bei Betroffenen ausl&ouml;st? Im uns vorliegenden Schreiben hei&szlig;t es: &raquo;Wie ich Ihnen mit meinem Informationsschreiben vom 14.05.2014 bereits mitteilte, orientiert sich die Angemessenheit der Unterkunftskosten an einem Richtwert f&uuml;r die Bruttokaltmiete. F&uuml;r einen Zwei-Personen-Haushalt im Stadtgebiet liegt dieser Richtwert bei 558,00 Euro. Die Bruttokaltmiete f&uuml;r die von Ihnen bewohnte Unterkunft (&hellip;) betr&auml;gt nach den vorliegenden Unterlagen 560,00 Euro und ist somit unangemessen in Sinne von Paragraph 22 Abs. 1 SGB II&laquo;.<br>\nWird ein Ausweg aufgezeigt?<br>\nBehauptet wird, der jungen schwerkranken Mutter Gelegenheit gegeben zu haben, ihre Mietkosten zu senken: Etwa indem sie Kosten des Wasserverbrauchs reduziert oder mit dem Vermieter verhandelt. Auf dem Wohnungsmarkt in Bonn w&auml;ren angeblich angemessene Wohnungen verf&uuml;gbar, hei&szlig;t es. Das Ganze m&uuml;ndet in eine Drohung: Nachweise f&uuml;hren solle sie, wie sie die Unterkunftskosten senkt. Sollte sie dies nicht tun, k&ouml;nne das Jobcenter die Mietzahlung ab November absenken. Sollten Mietr&uuml;ckst&auml;nde bestehen &ndash; droht das Amt, weiterhin mit Paragraphen-Angabe &ndash; k&ouml;nne eine Schulden&uuml;bernahme nicht mehr stattfinden. Wohlgemerkt: Es geht um eine Differenz von monatlich zwei Euro. (&hellip;)<br>\nWie kommt es, da&szlig; es angesichts st&auml;ndiger Skandale in Jobcentern bislang kaum Proteste dagegen gab?<br>\nVieles liegt noch unter Verschlu&szlig;: ein von der Bund-L&auml;nder-Kommission ausgearbeitetes Papier ebenso wie ein Referentenentwurf. Die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat nett klingende Teile ver&ouml;ffentlicht, manches ist bisher unverst&auml;ndlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/09-01\/051.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Viel Populismus, wenig Fakten bei der Debatte um den Sozialmissbrauch<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will den Zuwanderern aus EU-Staaten den Zugang zu Sozialleistungen erschweren. Aber die Daten zur Sachlage liefern keine Begr&uuml;ndung f&uuml;r ein neues Gesetz<br>\nAuf der ersten Kabinettsitzung nach der Sommerpause befasste sich die Bundesregierung wieder einmal mit dem Thema Sozialmissbrauch. Dieses Mal sind davon nicht Hartz IV-Empf&auml;nger im Allgemeinen betroffen, die in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden von Politik und Boulevard mit dem Begriff des Sozialmissbrauchs bedacht werden, sondern Zuwanderer.<br>\nAm vergangenen Mittwoch wurde ein Gesetzentwurf auf dem Weg gebracht, der Zuwanderern aus EU-Staaten den Zugang zu Sozialleistungen und den Aufenthalt in Deutschland erschweren soll, wenn sie erwerbslos sind.<br>\nK&uuml;nftig soll Migranten aus EU-Staaten nach sechs Monaten der sichere Aufenthaltsstatus entzogen werden, wenn sie erwerbslos sind. Bei &ldquo;Missbrauch von Sozialleistungen&rdquo; sollen zudem befristete Einreisesperren von bis zu f&uuml;nf Jahren verh&auml;ngt werden k&ouml;nnen. Au&szlig;erdem will die Bundesregierung den Bezug von Kindergeld einschr&auml;nken.<br>\nEs werde gepr&uuml;ft, ob es rechtlich m&ouml;glich sei, die H&ouml;he der Zahlungen an den &uuml;blichen Kindergeldbetrag der Aufenthaltsl&auml;nder der Kinder anzupassen, so Innenminister de Maizi&egrave;re. St&auml;dte mit besonders hoher Zuwanderung aus EU-Mitgliedsstaaten sollen zudem eine Soforthilfe von zus&auml;tzlichen 25 Millionen Euro f&uuml;r Hartz-IV-Leistungen erhalten. Insgesamt sollen die Kommunen mehr als 200 Millionen Euro aus europ&auml;ischen F&ouml;rderprogrammen bekommen. (&hellip;)<br>\nAm Mittwoch wurde auch ein Abschlussbericht der zust&auml;ndigen Staatssekret&auml;re von Arbeitsministerin Andrea Nahles und Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re vorgestellt. Dabei ist bemerkenswert, dass auch dort keine Zahlen &uuml;ber den angeblichen Sozialmissbrauch durch EU-B&uuml;rger vorgestellt wurden.<br>\nSchon die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken schafft keine Aufkl&auml;rung. Entweder wird auf andere Anfragen verwiesen oder es hei&szlig;t dort: Aus der Tatsache, dass mit dem Beitritt von Staaten zur EU in der Regel eine verst&auml;rkte Zuwanderung aus diesen Staaten und der Anstieg der Zahl der Kindergeldberechtigten einhergehe, lie&szlig;en sich keine R&uuml;ckschl&uuml;sse auf einen &ldquo;Missbrauch von Kindergeldbezug&rdquo; ziehen.<br>\n&Auml;hnlich n&uuml;chtern fiel die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen im bayerischen Landtag aus. Auch hier wurde entweder auf fehlende Zahlen verwiesen oder die Zahl der Verdachtsf&auml;lle war gering.<br>\nAuch das Ergebnis der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen im Bundestag weicht davon nicht ab. Dort wurde noch einmal betont, dass den ermittelnden Beh&ouml;rden nur wenige F&auml;lle von Sozialhilfebetrugs bekannt sind. Die Gr&uuml;nen stellten auch Fragen zu Benachteiligungen und Diskriminierungen von zugewanderten EU-B&uuml;rgern auf dem Wohnungs- und Ausbildungsmarkt, wozu der Bundesregierung keine Daten vorlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Viel-Populismus-wenig-Fakten-bei-der-Debatte-um-den-Sozialmissbrauch-2304853.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Der Sozialbetrug ist ein Mythos<\/strong><br>\nDie Initiative der Bundesregierung gegen sogenannte Armutszuwanderer bringt kaum Neues und sie schadet der Wirtschaft. Die wahren Probleme liegen anderswo.<br>\nDie Bundesregierung will den Sozialstaat mit einem neuen Gesetz vor angeblichem Missbrauch durch Einwanderer sch&uuml;tzen. Vor allem bulgarische und rum&auml;nische Migranten haben in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit ein schlechtes Image, sp&auml;testens seit die CSU zur Jahreswende mit dem Slogan &ldquo;Wer betr&uuml;gt, der fliegt&rdquo; gegen sie Stimmung machte. Jetzt hat das Kabinett ein Ma&szlig;nahmenpaket vorgestellt, das den vermuteten Sozialbetrug h&auml;rter sanktionieren soll, zum Beispiel indem man Betr&uuml;ger des Landes verweist und ihnen die erneute Einreise verweigert. Au&szlig;erdem sollen Kommunen, die besonders unter der sogenannten Armutszuwanderung leiden, mehr Geld bekommen.<br>\nDie gro&szlig;e Frage ist, ob es den behaupteten Missbrauch der Sozialsysteme durch Bulgaren und Rum&auml;nen tats&auml;chlich gibt. In der Statistik findet er sich jedenfalls nicht wieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-08\/migration-armutszuwanderung-bulgarien-rumaenien\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Wir hatten bereits am letzten Donnerstag zum Thema berichtet. Es stellt sich die Frage, was die Bundesregierung mit ihrer Gesetzesinitiative erreichen m&ouml;chte. Ein sog. Sozialmissbrauch, den es tats&auml;chlich nicht gibt, kann auch per Gesetz nicht vorgebeugt werden.<\/em><br>\n<em>Tatsache ist, dass auf die Weise, wie die Regierungsparteien das Thema behandeln, &Auml;ngste und Vorurteile gesch&uuml;rt werden. Das w&auml;re -vereinfacht ausgedr&uuml;ckt- verdeckter, von oben geduldeter Rassismus. Das kann in Deutschland niemand ernsthaft wollen, oder vielleicht doch?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sch&auml;uble gegen Dobrindt: Alternatives Konzept sieht Maut f&uuml;r alle Autofahrer vor<\/strong><br>\nFinanzminister Sch&auml;uble positioniert sich gegen Verkehrsminister Dobrindt. Nach SPIEGEL-Informationen plant er eine Alternative zum umstrittenen Maut-Konzept. Er will nicht nur Ausl&auml;nder, sondern alle Nutzer deutscher Autobahnen belasten. (&hellip;)<br>\nDer Finanzminister will private Investoren dazu bewegen, sich bei Bau und Betrieb von Stra&szlig;en im Rahmen von sogenannten Public-Private-Partnerships st&auml;rker als bislang zu engagieren. So hofft Sch&auml;uble, Milliarden an Investitionen f&uuml;r die Infrastruktur zu mobilisieren, die dem Staat bislang fehlen.<br>\nIm Gegenzug f&uuml;r ihre Investitionen erhielten die Privatunternehmen die Mauteinnahmen &uuml;ber einen bestimmten Zeitraum. Bereits bei den anstehenden Gespr&auml;chen &uuml;ber die Reform der Finanzbeziehungen zwischen Bund und L&auml;ndern will Sch&auml;uble seine Idee einbringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/maut-schaeuble-laesst-alternative-zu-dobrindts-konzept-erarbeiten-a-988993.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.S.:<\/strong> Die CDU will auch k&uuml;nftig keine Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Gro&szlig;verdiener und ausl&auml;ndische Konzerne, keine Steueroasen austrocknen &hellip; etc&hellip; etc.<\/em><br>\n<em>Es soll der Steuerzahler neben der Maut f&uuml;r alle Nutzer deutscher Autobahnen zudem durch weitere PPP-Projekte belastet werden, obwohl der Bundesrechnungshof durch Gutachten erneut bei PPP enorme Mehrkosten festgestellt hat.<\/em><br>\n<em>Da nun auch SPD-Bundesminister Sigmar Gabriel vermehrt die vermeintlichen Vorteile weiterer PPP-Projekte in den Medien anpreisen l&auml;&szlig;t, scheint man sich schon jetzt auf eine k&uuml;nftige GroKo CDU\/SPD f&uuml;r den Wahlherbst in 2017 zu verabreden.<\/em><br>\n<em>Klar aber ist, dass am Ende immer nur einer die Rechnung bezahlen muss.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Privatisierung von Autobahnen statt Maut<\/strong><br>\nIm Streit um die Pkw-Maut hat das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) einen neuen Vorschlag unterbreitet: Deutschlands Autobahnen sollten privatisiert werden.<br>\nIm Streit um die Pkw-Maut hat das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) Privatisierungen von Autobahnen als Alternative vorgeschlagen. Autobahnabschnitte durch Privatinvestoren bauen zu lassen, d&uuml;rfe kein Tabu sein, sagte der DIW-Pr&auml;sident Marcel Fratzscher der Zeitung &bdquo;Bild&ldquo; (Samstagausgabe).<br>\nEs sei zwar prinzipiell Aufgabe des Staates, Autobahnen zu bauen und zu unterhalten. Angesichts knapper Kassen m&uuml;sse aber &uuml;ber Alternativen nachgedacht werden. Wie sich private Autobahnen rechneten, lie&szlig; Fratzscher offen. Es seien sowohl Nutzergeb&uuml;hren als auch staatliche Abgaben denkbar, sagte er der Zeitung zufolge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/diw-schlaegt-privatisierung-von-autobahnen-statt-maut-vor-13126092.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Raider hei&szlig;t jetzt Twix, und Maut hei&szlig;t nun &ldquo;Nutzergeb&uuml;hren&rdquo; oder &ldquo;staatliche Abgaben&rdquo; (der Staat soll dem Betreiber der Autobahnen dann Geld zahlen, oder wie??? Vollkommen verr&uuml;ckt.). Da&szlig; das den Staat und die B&uuml;rger deutlich teurer kommt, weil der private Anbieter eine Rendite haben will, schert Fratzscher nicht &ndash; und andere Modelle, z. B. die R&uuml;cknahme der teuren Steuergeschenke an Unternehmen und Reiche oder, als schlechtere Alternative, staatliche Verschuldung f&uuml;r die Infrastruktur, sind anscheinend nicht denkbar. Das Niveau der Diskussion ist knapp unter Teppichkante.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Der Unbezwingbare<\/strong><br>\nUS-Journalist James Risen soll seine Quellen preisgeben &ndash; und tut es nicht. Daf&uuml;r wird ihm mit einer Gef&auml;ngnisstrafe gedroht. Was ist aus dem Land der freien Presse nur geworden? (&hellip;)<br>\nWaterboarding, Massenvernichtungswaffen, geheime Kommandoaktionen. Ohne Menschen wie James Risen w&auml;re weniger von dem bekannt, was die US-Regierungen im Verborgenen treiben. Risen geh&ouml;rt zu dem kleinen Kreis von investigativen Reportern in den USA, die auf Sicherheitsthemen spezialisiert sind. Bei seiner Recherche ist er auf Quellen in Milit&auml;r, Geheimdiensten und US-Beh&ouml;rden angewiesen, die nur dann mit ihm sprechen, wenn er ihnen Vertraulichkeit zusichert. Dieses Grundprinzip seiner Arbeit ist jetzt gef&auml;hrdet. Die US-Justiz hat Risen letztinstanzlich dazu verurteilt, den Namen einer bestimmten Quelle zu nennen. Da er ablehnt, droht dem 59-j&auml;hrigen Journalisten der New York Times eine Gef&auml;ngnisstrafe.<br>\nNiemand wirft Risen vor, dass er unsauber gearbeitet, gegen ein Gesetz versto&szlig;en oder eine falsche Geschichte erz&auml;hlt h&auml;tte. Im Gegenteil: Risen war &uuml;bervorsichtig. Als er vor elf Jahren von den Details einer gescheiterten CIA-Operation im Iran erfuhr, wartete er lange, bevor er sie &ouml;ffentlich machte. Da die Enth&uuml;llung &ndash; laut dem damaligen CIA-Direktor George Tenet und der Wei&szlig;e-Haus-Beraterin f&uuml;r Nationale Sicherheit, Condoleezza Rice &ndash; das Leben einer CIA-Kontaktperson sowie die nationale Sicherheit der USA gef&auml;hrden w&uuml;rde, verzichtete die New York Times auf den Scoop. Erst 2006, drei Jahre sp&auml;ter, ver&ouml;ffentlichte Risen die Geschichte als Kapitel in seinem Buch: &ldquo;State of War: The Secret History of the CIA and the Bush Administration&rdquo;.<br>\nRisen beschreibt darin das folgenschwere Scheitern einer CIA-Undercover-Operation im Jahr 2000. &ldquo;Operation Merlin&rdquo; sollte &ndash; mit Zustimmung von Expr&auml;sident Clinton und Pr&auml;sident Bush II &ndash; das iranische Atomprogramm mithilfe von falschen Baupl&auml;nen f&uuml;r Atomsprengk&ouml;pfe sabotieren oder zumindest verz&ouml;gern. Doch die CIA w&auml;hlte den falschen &Uuml;berbringer f&uuml;r ihre Baupl&auml;ne &ndash; einen Doppelagenten, der die Sache auffliegen lie&szlig;. Statt das iranische Atomprogramm zu schw&auml;chen, l&ouml;ste der US-Geheimdienst damit eine Beschleunigung des Programms aus, schrieb Risen.<br>\nDer Reporter hat ausgezeichnete Kontakte, gilt in Sicherheitsfragen als einer der bestinformierten Journalisten des Landes. Und er genie&szlig;t bei Quellen den Ruf, dass auf sein Wort unbedingt Verlass ist. Die Anw&auml;ltin Jesselyn Radack, die sieben Whistleblower vertritt &ndash; darunter auch Edward Snowden -, bezeichnet den Journalisten als einen von h&ouml;chstens zehn in den USA, denen Leute mit gef&auml;hrlichen Geheimnissen vertrauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=fl&amp;dig=2014%2F08%2F30%2Fa0078&amp;cHash=ae9ecceb8e634329db5c1bc66b5454cb\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Freiheit statt Angst: &ldquo;Wir brauchen einen Snowden im BND und Verfassungsschutz&rdquo;<\/strong><br>\nMehrere tausend Menschen demonstrierten am Samstag in Berlin erneut f&uuml;r mehr Datenschutz und gegen die Massen&uuml;berwachung durch Staat und Wirtschaft. An die Regierung appellierten sie, &ldquo;die Schn&uuml;ffler endlich an die Kette zu legen&rdquo;.<br>\nMit einem sinnbildlichen &ldquo;R&uuml;ckentraining f&uuml;r Angela Merkel&rdquo; und nachdr&uuml;cklichen Aufrufen an die Bundesregierung, in der NSA-Aff&auml;re &ldquo;endlich konsequent&rdquo; aufzukl&auml;ren, startete am Samstagnachmittag in Berlin die Gro&szlig;demo &ldquo;Freiheit statt Angst&rdquo; unter dem Motto &ldquo;Aufstehen statt Aussitzen&rdquo;. &ldquo;Wir sind hier, um unsere Freiheit und unsere Demokratie zu verteidigen&rdquo;, erkl&auml;rte Christoph Bautz vom Netzwerk Campact.<br>\n&ldquo;Unser aller Handys werden &uuml;berwacht, wir alle werden ausspioniert und Sie tun nichts dagegen&rdquo;, warf Bautz der Kanzlerin vor. &ldquo;Warum greifen Sie nicht endlich zum H&ouml;rer und lesen Obama geh&ouml;rig die Leviten?&rdquo; Der Bundesnachrichtendienst (BND) d&uuml;rfe auch nicht l&auml;nger Helfershelfer der NSA sein, dem Whistleblower Edward Snowden m&uuml;sse endlich hierzulande Asyl gew&auml;hrt werden. Die Verhandlungen der EU &uuml;ber das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA seien zudem angesichts des NSA-Skandals sofort zu stoppen, sonst &ldquo;k&ouml;nnen wir unsere Datenschutzstandards einpacken&rdquo;.<br>\n&ldquo;Wir brauchen einen Snowden im BND und Verfassungsschutz und jede Menge Zivilcourage&rdquo;, stie&szlig; Rolf G&ouml;ssner von der Internationalen Liga f&uuml;r Menschenrechte ins gleiche Horn. Das Whistleblowertum habe im digitalen Zeitalter &ldquo;existenzielle Bedeutung&rdquo; gewonnen und m&uuml;sse endlich menschen- und v&ouml;lkerrechtlich gesch&uuml;tzt werden. Statt die Menschen vor geheimdienstlicher &Uuml;berwachung zu bewahren, w&uuml;rden die Sicherheitsbeh&ouml;rden aufger&uuml;stet und seien tief ins globale Abh&ouml;rsystem verstrickt, emp&ouml;rte sich G&ouml;ssner, der lange Jahre selbst von Staatssch&uuml;tzern &uuml;berwacht wurde. Es sei zu einem &ldquo;schamlosen Wettr&uuml;sten in globalem Informationskrieg&rdquo; gekommen, in dem es nur vordergr&uuml;ndig um Terrorabwehr gehe.<br>\nGeneralbundesanwalt Harald Range warf G&ouml;ssner &ldquo;Realit&auml;tsverleugnung hart an der Grenze zur Strafvereitelung im Amt&rdquo; vor, da dieser aufgrund der vielen eingereichten Strafanzeigen &ldquo;nur wegen des unfreundlichen Angriffs auf das Handy der Kanzlerin&rdquo; ermittle, nicht aber wegen der Rechtsverletzungen aller Bundesb&uuml;rger. Snowden habe dagegen &ldquo;seine pers&ouml;nliche Freiheit riskiert, um die unsere zu sch&uuml;tzen&rdquo;. Letztlich m&uuml;ssten Geheimdienste vollst&auml;ndig aufgel&ouml;st werden. Annegret Falter vom Whistleblower-Netzwerk verlangte ebenfalls einen besseren gesetzlichen Schutz von Hinweisgebern in Beh&ouml;rden und Betrieben. &ldquo;Illegale Staatsgeheimnisse&rdquo; d&uuml;rfe es nicht mehr geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Freiheit-statt-Angst-Wir-brauchen-einen-Snowden-im-BND-und-Verfassungsschutz-2305074.html\">heise online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Autonomie der Hochschule<\/strong><br>\nEin workshop in der Reihe &ldquo;Zukunft der Universit&auml;t &ndash; Denkanst&ouml;&szlig;e&rdquo;.<br>\nDie Frage, wie die gesellschaftliche Aufgabe der Wissenschaft und die Autonomie der Hochschulen sich zueinander verhalten, wird zumeist pauschal und nicht selten mit polemischen Markierungen diskutiert.<br>\nDer Rektor der Universit&auml;t, Prof. Der. J&uuml;rgen Fohrmann, hatte zum Ende des Sommersemesters 2014 zu einem workshop in der Reihe &ldquo;Die Zukunft der Universit&auml;t &ndash; Denkanst&ouml;&szlig;e&rdquo; eingeladen, um Fragen zur Autonomie der Universit&auml;t zu debattieren.<br>\nDer workshop, der von uni-bonn.tv dokumentiert wurde und auf dem youtube-Kanal der Universit&auml;t Bonn abrufbar ist, soll dazu beitragen, dass die Multidimensionalit&auml;t des Beziehungsgeflechts von Wissenschaft, Wissenschaftspolitik und Politik der Wissenschaft beleuchtet wird. Es sollen Abh&auml;ngigkeiten und Eigengesetzlichkeiten, ebenso pointiert wie kontrovers in kurzen Statements zum Thema werden.\n<ul>\n<li>Teil 1: Begr&uuml;&szlig;ung und Einleitung des Workshops durch den Rektor der Universit&auml;t, Prof. Dr. J&uuml;rgen Fohrmann<\/li>\n<li>Teil 2: Vortr&auml;ge und Diskussion mit Prof. Dr. Rudolf Stichweh, Forum Internatuionale Wissenschaft, Uni Bonn und mit Dr. Wolfgang Rohe, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Mercator-Stiftung<\/li>\n<li>Teil 3: Vortr&auml;ge und Diskussion mit Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Leiter des Wuppertal Instituts f&uuml;r Klima, Umwelt, Energie, und Prof. Dr. Peter Strohschneider, Pr&auml;sident der Deutschen Forschungsgemeinschaft<\/li>\n<li>Teil 4: Vortr&auml;ge und Diskussion mit Prof. Dr. Otfried Jarren, Institut f&uuml;r Publizistikwissenschaft und Medienforschung, Universit&auml;t Z&uuml;rich, und Prof. em. Dr. Hans-Georg Soeffner<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Anders regieren?<\/strong><br>\nWer traut eigentlich heute den europ&auml;ischen Regierungen und den sie tragenden Parteien noch zu, die dringend notwendige sozial-&ouml;kologische Transformation der sp&auml;tindustriellen Gesellschaften in Angriff zu nehmen?<br>\nWenn wir unterstellen, dass eine programmatische Alternative zum Neoliberalismus zwar l&auml;ngst denkbar, aber selbst in den Parteien des linken Pols der Gesellschaft nur unzureichend verankert ist, wo k&ouml;nnten dann eigentlich der Entstehungsort und die neue politische Heimat eines breiten Gegenprojektes sein? Wenn die in der Krise des neoliberalen Kapitalismus dringend gebotene gesellschaftliche Transformation ausbleibt, wenn das &raquo;Neue nicht zur Welt kommen kann&laquo; (Antonio Gramsci), so verweist dies auf ein tiefer liegendes Problem als die blo&szlig;en Mehrheitsverh&auml;ltnisse in den Mitte-Links-Parteien oder das Fehlen neuer linker Politikkonzepte.<br>\nIn diesem Buch sind einerseits die Ergebnisse der Summer Factory 2013 des Instituts Solidarische Moderne dokumentiert. Zum anderen gehen die Autor_innen einen Schritt weiter und fragen &ndash; unter dem Eindruck der Wahlergebnisse und der fortgesetzten Ohnmacht einer linken Alternative &ndash;, wie ein gesellschaftliches Projekt gedacht werden kann, das sich der nunmehr eindeutigen Realit&auml;t stellt, dass eine sozial&ouml;kologische Transformation nicht in den Parteien und Parlamenten angesto&szlig;en werden wird.<br>\n&Uuml;ber die aufgeworfenen Fragen diskutieren neben den vier Redakteur_innen u.a. Vera Bunse, Thomas Fatheuer, Corinna Genschel, Fritz Glunk, Ina Hartwig, Volker Koehnen, Dieter Kramer, Thomas Lohmeier, Daniel Loick, Anke Martiny, Astrid Rothe-Beinlich, Dieter Rucht, David Salomon, Jan Schlemermeyer, Tom Strohschneider, Klaus-Dieter Stork, Wolfgang Storz, Moritz Warnke, Martin Wimmer, Raul Zelik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.solidarische-moderne.de\/de\/article\/425.anders-regieren.html\">Institut Solidarische Moderne<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Putin schickt Armee in Ostukraine, um nach verirrten russischen Soldaten zu suchen<\/strong><br>\nMoskau, Donezk, Luhansk (dpo) &ndash; Nach mehreren Berichten &uuml;ber orientierungslose russische Soldaten, die offenbar versehentlich die Grenze zur Ukraine &uuml;berschritten haben, greift die russische Regierung jetzt durch. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mitteilte, soll in den n&auml;chsten Tagen eine provisorische Sucharmee (maximal 50.000 Mann) in die Ostukraine geschickt werden, um die verirrten Soldaten ausfindig zu machen und wohlbehalten in ihr Heimatland zu bringen.  [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2014\/08\/putin-schickt-armee-in-ostukraine-um.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+blogspot%2FrkEL+%28Der+Postillon%29\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23057","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23057","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23057"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23057\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28542,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23057\/revisions\/28542"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23057"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23057"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}