{"id":23087,"date":"2014-09-02T09:22:44","date_gmt":"2014-09-02T07:22:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087"},"modified":"2014-09-02T09:22:44","modified_gmt":"2014-09-02T07:22:44","slug":"hinweise-des-tages-2204","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h01\">Wolfgang Bittner: Brandstifter und Brandbeschleuniger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h02\">Die Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen &ndash; Wahlnachbericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h03\">&bdquo;Freiheit statt Angst&ldquo; &ndash; Rede von Rolf G&ouml;ssner auf der Auftaktveranstaltung am 20.08. in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h04\">IS\/Nordirak<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h05\">Wie geht es Europa?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h06\">Paul Krugman &ndash; Austerity and the Hapless Left<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h07\">Was im August wichtig war<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h08\">Europa in der Dauerkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h09\">R&uuml;ckschlag f&uuml;r die deutsche Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h10\">Martine Orange (mediapart.fr) &uuml;ber die Situation in Frankreich und neue Politikentw&uuml;rfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h11\">Was Ein-Dollar-Shops &uuml;ber Ungleichheit in den USA verraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h12\">Arbeitszeitverk&uuml;rzung &ndash; ohne Lohnausgleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h13\">Datenerfassung &ndash; Der gl&auml;serne Internetnutzer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h14\">Die Regierung zu st&uuml;rzen reicht nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h15\">NSU-Helfer Verfassungsschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h16\">Propagandatricks &ndash; oder schlichte Versehen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087#h17\">Propaganda aus Polen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23087&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wolfgang Bittner: Brandstifter und Brandbeschleuniger<\/strong><br>\nIn der Ukraine herrscht blutiger B&uuml;rgerkrieg. Am 29. August 2014 geben die Vereinten Nationen bekannt, seit Mitte April 2014, dem Beginn der K&auml;mpfe, seien bereits mehr als 2.800 Menschen zu Tode gekommen. In der Morgenzeitung lesen wir: &bdquo;Schock im Westen: Putin schickt Soldaten in die Ukraine. NATO schl&auml;gt Alarm, Merkel droht mit sch&auml;rferen Sanktionen gegen Russland.&ldquo;&hellip;<br>\nDie westlichen Medien &uuml;berbieten sich in der Ukraine-Krise seit mehr als einem Jahr in L&uuml;gen, Gemeinheiten und &ndash; wo es ins Konzept passt &ndash; geheuchelter Anteilnahme und inszenierter Emp&ouml;rung. Wie ein solches Versagen auf ganzer Linie m&ouml;glich ist wissen wir, seit bekannt wurde, dass nicht nur viele der f&uuml;hrenden Politiker, sondern ebenso Journalisten in ma&szlig;geblichen Positionen Think Tanks und Vereinigungen angeh&ouml;ren oder nahestehen, die von staatlichen Stellen, zum Beispiel dem US-Au&szlig;enministerium, der CIA oder sonstigen interessierten Organisationen und Konzernen finanziert werden. W&auml;hrend die Brandstifter f&uuml;r die Ukraine-Krise in den USA und der EU zu suchen sind, haben die Medien die Rolle des Brandbeschleunigers &uuml;bernommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201409013223\/globales\/kriege\/krieg-in-der-ukraine.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen &ndash; Wahlnachbericht<\/strong><br>\nDer S&auml;chsische Landtag ist von einem Sechs-Parteien- zu einem Fu&#776;nf-Parteien-Parlament geworden. Die FDP wurde deutlich, die NPD denkbar knapp hinausgew&auml;hlt, die &raquo;Alternative fu&#776;r Deutschland&laquo; schaffte den Einzug in das erste Landesparlament deutlich.<br>\nDie schwarzgelbe Koalition wurde abgew&auml;hlt, was insofern auch das &raquo;Verdienst&laquo; der CDU ist, also sie konsequent eine Leihstimmen-Kampagne zu Gunsten des kleinen Partners verweigerte. Schwarzgelb ist keine gesetzte Wunschkoalition mehr.<br>\nDie bereits bei der Bundestagswahl diagnostizierte Schw&auml;che der Parteien links von der Union findet in Sachsen ihre Fortsetzung: Linke, SPD und Gru&#776;ne verlieren zusammen etwa 10% ihrer Stimmen von 2009, ihr gemeinsamer Stimmenanteil sinkt von 37,4% auf 37%.<br>\nAuch in Sachsen gilt, dass die schwindende Pateibindung, die Wechselbereitschaft der W&auml;hler_innen, ihre politische Heimatlosigkeit keinen Vorteil fu&#776;r die Parteien links der Union mit sich bringt. Die parteipolitischen Lager in Sachsen zeigen sich erstaunlich stabil. Bewegung und Dynamik bis hin zu wahlpolitischen Verwerfungen finden im rechten politischen Spektrum, im Lager der vermeintlich &raquo;bu&#776;rgerlichen&laquo;Parteien statt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.benjamin-hoff.de\/serveDocument.php?id=813&amp;file=d\/c\/c07.pdf\">Benjamin-Immanuel Hoff \/ Horst Kahrs [PDF &ndash; 210 KB]<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ein Plus, &uuml;ber das man sich freuen kann<\/strong><br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel hat sich &uuml;ber die leichten Zugewinne der SPD bei der Landtagswahl in Sachsen erfreut gezeigt. Scharf kritisierte er CDU-Ministerpr&auml;sident Stanislaw Tillich: Dieser habe mit seiner Entscheidung, den Wahltermin auf den letzten Ferientag zu legen, der Demokratie einen &ldquo;B&auml;rendienst&rdquo; erwiesen.<br>\nDie SPD habe in Sachsen &bdquo;ein schwieriges Pflaster&ldquo;, sagte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel nach den ersten Hochrechnungen. Dennoch habe die s&auml;chsische SPD ein achtbares Ergebnis geholt. &bdquo;Wir freuen uns, dass wir jetzt endlich aus dem Zehn-Prozent-Ghetto rauskommen&ldquo;, sagte Gabriel am Sonntag in der ARD. Mehr als zwei Prozent Zuwachs seien nichts, &bdquo;wo man dr&uuml;ber weinen muss&ldquo;. Der Parteichef dankte dem s&auml;chsischen SPD-Sitzenkandidaten Martin Dulig und den engagierten Wahlk&auml;mpferinnen und Wahlk&auml;mpfern f&uuml;r einen hervorragenden Wahlkampf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/123148\/20140831_sachsen_wahl.html\">SPD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Bei gesunkener Wahlbeteiligung erh&auml;lt die SPD weniger als 12,5 Prozent und dennoch spricht die SPD-Generalsekret&auml;rin von einem &ldquo;bitters&uuml;&szlig;en Ergebnis&rdquo;. Was soll denn daran &ldquo;s&uuml;&szlig;&rdquo; sein, wenn die SPD nur wenige Prozente st&auml;rker ist als AfD? Warum ist das Ergebnis auch &ldquo;s&uuml;&szlig;&rdquo;, wenn SPD, Linke und Gr&uuml;ne zusammen kaum st&auml;rker sind als die Union? Nein, das Ergebnis ist -insbesondere f&uuml;r die SPD, die den Anspruch erhebt, Volkspartei zu sein- nicht &ldquo;bitters&uuml;&szlig;&rdquo;, sondern schlicht bitter.<\/em><br>\n<em>Und der SPD-Bundesvorsitzende sagt, dass &ldquo;man&rdquo; sich &uuml;ber das Plus &ldquo;freuen kann&rdquo;. Angesichts des Niveaus bleibt einem da fast die Spucke weg.<\/em><br>\n<em>Nachdenklich macht es &uuml;brigens auch, wenn Herr Gabriel in diesem Kontext fr&uuml;here Landtagswahlergebnisse seiner Partei als &ldquo;Zehn-Prozent-Ghetto&rdquo; bezeichnet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Freiheit statt Angst&ldquo; &ndash; Rede von Rolf G&ouml;ssner auf der Auftaktveranstaltung am 20.08. in Berlin<\/strong><br>\nLiebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, w&auml;hrend wir hier zu Tausenden offen gegen &Uuml;berwachung und f&uuml;r Freiheit statt Angst demonstrieren, gehen die Geheimdienste im Rahmen eines globalen Informationskriegs ungebremst ihren dunklen Gesch&auml;ften nach. Was wir gerade erleben ist kein Insichgehen, kein Innehalten angesichts des gr&ouml;&szlig;ten &Uuml;berwachungs- und Aussp&auml;hskandals aller Zeiten &ndash; im Gegenteil: Anstatt endlich die Menschen vor geheimdienstlicher Ausforschung zu sch&uuml;tzen, werden die Geheimdienste auch hierzulande aufger&uuml;stet und massen&uuml;berwachungstauglicher gemacht. Verfassungsschutz und BND wollen sich vom Gro&szlig;en Bruder &bdquo;NSA&ldquo; emanzipieren, sollen also aus dem Desaster gest&auml;rkt hervorgehen. Bei diesem schamlosen Wettr&uuml;sten im globalen Informationskrieg geht es nur vordergr&uuml;ndig um &bdquo;Terrorabwehr&ldquo; und &bdquo;Sicherheit&ldquo;; letztlich geht es um geostrategische und &ouml;konomische Machtinteressen &ndash; bis hin zu Aufstandsbek&auml;mpfung und Absicherung milit&auml;rischer Interventionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140902_goessner-freiheit-statt-angst-5-min-rede_berlin%208-2014Sf.pdf\">Rolf G&ouml;ssner [PDF &ndash; 307 KB]<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu auch: Widerstand gegen den &Uuml;berwachungsstaat<\/strong><br>\nIn Berlin haben am Samstag mehr als 6000 Menschen gegen die umfassende &Uuml;berwachung durch Geheimdienste protestiert. weltnetz.tv war dabei.<br>\nAufgerufen zur Demonstration &bdquo;Freiheit statt Angst&ldquo;, die schon zum achten mal stattfand, hatte ein breites B&uuml;ndnis aus 80 Organisationen, darunter viele Netzaktivisten, Journalisten- und Menschenrechtsgruppen. Eine wichtige Rolle in den Redebeitr&auml;gen spielten Enth&uuml;llungsplattformen wie WikiLeaks und Personen wie der ehemalige Mitarbeiter des US-amerikanischen Geheimdienstes Edward Snowden, der das erschreckende Ausma&szlig; staatlicher &Uuml;berwachung &uuml;berhaupt erst bekannt gemacht hat und schlimmste Bef&uuml;rchtungen best&auml;tigen konnte. Dabei wurde auch darauf hingewiesen, dass die &Uuml;berwachung nicht nur durch die &bdquo;Nachrichtendienste&ldquo; der USA, wie z.B der NSA oder der CIA stattfindet, sondern eine Trennlinie auch zu den deutschen Geheimdiensten kaum noch gezogen werden k&ouml;nne. Der Jurist und Publizist Rolf G&ouml;ssner von der Liga f&uuml;r Menschenrechte sprach von einem schamlosen Wettr&uuml;sten der Geheimdienste, die sich einerseits mit immer ausgefeilteren &Uuml;berwachungstechniken zu &uuml;bertrumpfen versuchten, andererseits &bdquo;unter einer Decke steckten&ldquo;.<br>\nDer IT-Sicherheitsexperte und Mit-Entwickler von Verschl&uuml;sselungs-technologien Jacob Appelbaum rief dazu auf, endlich auch in Deutschland die Kultur des &bdquo;whistleblowing&ldquo; zu st&auml;rken: &bdquo;Und noch etwas: Sind Sie bei der NSA, bei der CIA, beim BND, beim Verfassungsschutz? Leak more documents!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/583\">Weltnetz.TV<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>IS\/Nordirak<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Islamischer Staat : Der geliebte Feind<\/strong><br>\nIm Vergleich zu den IS-K&auml;mpfern erscheint der radikale Werteverfall unter den westlichen Eliten als Peanuts. Doch er ist die gr&ouml;&szlig;ere Gefahr.<br>\nDie K&auml;mpfer des Islamischen Staats (IS) mit ihren schwarzen Hasskappen und Flaggen, ihrem schweren Kriegsger&auml;t und ihren Gr&auml;ueltaten &ndash; der Westen und seine Verb&uuml;ndeten lieben sie, wenn auch nur heimlich. Perfekt passen sie ins Bild vom Nahen Osten, der sich stets in Religionskriege verwickelt und damit das Vexierbild zur westlichen Aufkl&auml;rung liefert.<br>\nDank IS l&auml;sst sich die Welt wieder problemlos in Schwarz-Wei&szlig; einteilen: IS, das ist das ganz Andere und ganz B&ouml;se. Im Vergleich dazu erscheinen die USA doch noch als Retter der Menschenrechte. Dass sie mithilfe der Achse des Guten Afghanistan in Schutt und Asche legten und unter falschem Vorwand in den Irak einmarschierten, Guant&aacute;namo schufen, Libyens Gaddafi wegbombten und anschlie&szlig;end verga&szlig;en, beim zivilen Aufbau des Landes zu helfen, das alles ger&auml;t in Vergessenheit. &hellip;.<br>\nSolange Terror allein als Sicherheitsproblem bek&auml;mpft wird und die sozialen Voraussetzungen f&uuml;r den Fundamentalismus genauso wie ihre Profiteure ignoriert werden, solange werden IS und die anderen Gruppierungen weiterhin Zulauf haben und Millionen von Menschen in die Flucht treiben&hellip;<br>\nZulassen, dass Millionen von Menschen auf der Flucht sind, ohne dass Strategien f&uuml;r ihre Hilfe entwickelt werden, dieser radikale Werteverfall ist auch eine Spielart des Terrors.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F09%2F01%2Fa0087&amp;cHash=d95353dc9746f6e2b4ea7e8099fc78cc\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Amnesty wirft IS &bdquo;systematische ethnische S&auml;uberung&ldquo; vor<\/strong><br>\nAugenzeugen im Nordirak haben Amnesty International von Massenhinrichtungen und Verschleppungen durch die IS-Miliz berichtet. Ziel der Dschihadisten sei es, &bdquo;alle Spuren von Nicht-Arabern und nicht-sunnitischen Milizen zu beseitigen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/naher-osten\/nordirak-amnesty-wirft-is-systematische-ethnische-saeuberung-vor-13130856.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Steinmeier bef&uuml;rchtet Gr&uuml;ndung eines kurdischen Staates<\/strong><br>\nDeutschland liefert den Kurden im Nordirak Panzerabwehrraketen des Typs Milan, Maschinengewehre und Handgranaten. Damit will Berlin den Kampf gegen die Extremistenmiliz &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; (IS) unterst&uuml;tzen. Die Peschmerga sollten ausreichend Waffen erhalten, um einen Gro&szlig;verband von 4000 Soldaten auszustatten, erkl&auml;rten Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier am Sonntagabend in Berlin.<br>\nDie Entscheidung ist durchaus umstritten. Auch Steinmeier schlie&szlig;t nicht aus, dass die Kurden die gelieferten Waffen zum Kampf f&uuml;r ihren eigenen Staat einsetzen oder dass diese Waffen sp&auml;ter in falsche H&auml;nde geraten. Um dieses Risiko m&ouml;glichst gering zu halten, werde man Ausr&uuml;stung &ldquo;nur in dem Umfang liefern, dass keine Waffenlager angelegt werden k&ouml;nnen, die sp&auml;ter in anderen Auseinandersetzungen missbraucht werden k&ouml;nnten&rdquo;, sagte Steinmeier der &ldquo;Hannoverschen Allgemeinen Zeitung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/nordirak-steinmeier-warnt-vor-gruendung-eines-kurdischen-staates-a-989135.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was glaubt Steinmeier eigentlich? Die Kurden halten den Kopf f&uuml;r die Bek&auml;mpfung des IS hin und geben sich dann mit einem warmen Handschlag des Westens zufrieden oder geben die gelieferten Waffen gar wieder ab? Dies zeugt von einem ziemlichen Zynismus der westlichen Diplomatie und erkl&auml;rt auch das zunehmende Misstrauen der Menschen in dieser Region gegen&uuml;ber dem Westen. Angesichts solcher Statements muss man sich &uuml;ber die Situation im Irak und Syrien und den Erfolg des IS nicht wundern.<\/em><br>\n<em>Da k&ouml;nnen sich die westlichen Schlaumeier nun &uuml;berlegen wie man mit dieser Situation umgeht. Will man dem IS etwas entgegensetzen ohne mit eigenen Truppen einzugreifen muss man wohl oder &uuml;bel die Kurden milit&auml;risch unterst&uuml;tzen. Mit der durchaus m&ouml;glichen Folge, dass diese dann bei einer Ausrufung eines unabh&auml;ngig Kurdistan, etwa gegen das NATO-Mitglied T&uuml;rkei zum Einsatz kommen k&ouml;nnten. Letztendlich zeigt dies aber nur, dass der westlichen Diplomatie vor dem Hintergrund geostrategischer Erw&auml;gungen, das Schicksal der Menschen in der Region ziemlich egal ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie geht es Europa?<\/strong><br>\nEuropa steckt in der Krise, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch im Ansehen vieler Europ&auml;er. Der Wirtschaftswissenschaftler Steffen Lehndorff untersucht gemeinsam mit KollegInnen die Situation in zehn L&auml;ndern.<br>\nIm Zusammenhang mit der europ&auml;ischen Krise geht es immer auch um die Frage, ob die einzelnen Staaten Kompetenzen an Europa abgeben sollen. Steffen Lehndorff vertritt die These, dass zum Gelingen des europ&auml;ischen Projekts die nationalstaatliche Ebene vorrangig bleibt.<br>\nIn Neugier gen&uuml;gt begr&uuml;ndet er seine Einsch&auml;tzung und beschreibt die wirtschaftliche Situation einzelner L&auml;nder. Auf dieser Reise durch Frankreich, Schweden, Irland und Griechenland verdeutlicht Lehndorff, welche negativen Folgen es hat, wenn die Grunds&auml;tze deutscher Sparpolitik auch in anderen Nationen umgesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/neugiergenuegt\/redezeit\/steffenlehndorff100.html\">WDR 5, dort auch die Sendung &bdquo;Redezeit&ldquo; zum nachh&ouml;ren<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Austerity and the Hapless Left<\/strong><br>\nIn today&rsquo;s column I am not nice to Francois Hollande, who has shown about as much strength in standing up to austerians as a wet Kleenex. But one does have to admit that he&rsquo;s not alone in his haplessness; where, indeed, are the major political figures on the European left taking a stand against disastrous policies? Britain&rsquo;s Labour Party has been almost surreally unwilling to challenge Cameron\/Osborne&rsquo;s core premises; is anyone doing better?<br>\nYou can complain &mdash; and I have, often &mdash; about President Obama&rsquo;s willingness to go along with belt-tightening rhetoric, the years he wasted in pursuit of a Grand Bargain, and so on; still, the Obama administration, while it won&rsquo;t use the word &ldquo;stimulus&rdquo;, favors the thing itself, and in general American liberals have taken a much more forthright stand against hard-money, balanced-budget orthodoxy than their counterparts in Europe. Economists, in particular, have taken a much stronger stand. In Britain there are, to be sure, some prominent anti-austerity voices &mdash; Martin Wolf, Jonathan Portes, Simon Wren-Lewis, and I&rsquo;m sure there are others I&rsquo;m missing. But they don&rsquo;t seem to have anything like the weight in the debate that Larry Summers, Alan Blinder, and many others have here.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2014\/08\/29\/austerity-and-the-hapless-left\/?_php=true&amp;_type=blogs&amp;module=BlogPost-Title&amp;version=Blog%20Main&amp;contentCollection=Opinion&amp;action=Click&amp;pgtype=Blogs&amp;region=Body&amp;_r=0\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Was im August wichtig war<\/strong><br>\nDie konjunkturellen Daten, die im August neu hereinkamen, haben alle unsere Position best&auml;tigt, dass die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland und Europa viel schw&auml;cher ist, als von den &bdquo;Experten&ldquo; erwartet. In Europa geht die Rezession in ihr viertes Jahr. Das ist eine schlimme Entwicklung, die niemand begr&uuml;&szlig;en kann. Es ist aber die Folge der Ignoranz der Regierenden und der Mainstream-&Ouml;konomen. Wir werden darauf im Laufe der Woche noch einmal detailliert eingehen.<br>\nKlar ist jetzt schon, dass alle Prognosen f&uuml;r dieses Jahr (und, nicht zu vergessen, f&uuml;r n&auml;chstes Jahr) grundlegend falsch sind. Und klar ist auch, dass die politischen Spannungen der vergangenen Tage, die mit dem Rauswurf eines der letzten vern&uuml;nftigen Politiker in Frankreich endeten, in dieser Lage nur die ersten Vorzeichen f&uuml;r eine gewaltige politische Eruption sind. &Auml;hnlich wie bei einem Vulkan dr&uuml;ckt die Magma der Unzufriedenheit so lange gegen die Kruste der neoliberalen Politik, bis es zum Ausbruch kommt.<br>\nAngesichts des Ernstes der Lage klang das, was die Bundeskanzlerin bei einem Treffen von Wirtschaftsnobelpreistr&auml;gern in Lindau zum Besten gab, wie Realit&auml;tsverweigerung. Diese Rede, man muss es sagen, wird in hundert Jahren von den Historikern als bestes Beispiel daf&uuml;r genommen werden, wie weit abgehoben von der Realit&auml;t die deutsche Regierung kurz vor dem H&ouml;hepunkt der gro&szlig;en europ&auml;ischen Krise war. &hellip;.<br>\nEs ist offensichtlich: Wo die Politik beginnt, h&ouml;rt das Denken auf. Das Verh&auml;ltnis von Sparen und Schulden hat so viel mit rechts und links zu tun wie die Frage, ob die Erde eine Scheibe oder eine Kugel ist, n&auml;mlich gar nichts. Aber wir w&uuml;rden ja eines der wichtigsten Felder der politischen Konfrontation und der Ausgrenzung der Andersdenkenden verlieren, wenn wir auch nur zugeben w&uuml;rden, dass die Schuldenfrage in Zeiten extrem niedriger Zinsen &uuml;berdacht werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/was-im-august-wichtig-war\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Europa in der Dauerkrise<\/strong><br>\nAm Donnerstag tagt der Rat der EZB. Thema ist die Dauerkrise in der EU. Denn deren Wirtschaftsleistung stagniert im zweiten Quartal, was am Mittwoch durch die offizielle Sch&auml;tzung der Statistiker noch einmal deutlich werden d&uuml;rfte. Deutschlands BIP ist im zweiten Quartal sogar geschrumpft. Die selbsternannte Wachstumslokomotive hat den R&uuml;ckw&auml;rtsgang l&auml;ngst eingelegt.<br>\nAllein die Lokf&uuml;hrerin Angela Merkel will es nicht wahrhaben und stellte vergangene Woche den EZB-Pr&auml;sidenten Draghi am Telefon zur Rede. Der hatte n&auml;mlich auf einer Konferenz der Notenbanker vorsichtig angedeutet, dass Investitionsprogramme helfen k&ouml;nnten, die lahmende Konjunktur in der Eurozone wieder anzukurbeln.<br>\nSolche spalterischen Gedanken &auml;rgern die Berliner Eisenbahngesellschaft, die trotz Irrtums an ihren Sparversuchen festhalten will. Dazu gebe es keine Alternative, hei&szlig;t es (t)rotzig. Und obwohl die Arbeitslosenquote in der Eurozone im Juli bei 11,5 Prozent verharrt und die Inflationsrate inzwischen nur noch 0,3 Prozent betr&auml;gt, lautet die einfache Formel durchhalten statt umdenken.<br>\nWer auch nur in die N&auml;he eines vern&uuml;nftigen Gedankens wankt, erh&auml;lt sofort einen Ordnungsruf. In Frankreich wird gar eine ganze Regierung ausgetauscht. Minister mit eigener Meinung werden durch Minister mit der Meinung des Regierungschefs ersetzt. In Deutschland empfiehlt ein sozialdemokratischer Wirtschaftsminister die Schaffung eines lukrativen Fonds, der private Gelder f&uuml;r &ouml;ffentliche Investitionen einsammeln soll.<br>\nDie schwarze wie heilige Haushaltsnull darf nicht umfallen und die Schuldenbremse nicht rei&szlig;en. Wer genau hinschaut, stellt aber fest, dass das Ziel der Sparversuche krachend gescheitert ist. Gemessen an der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit haben die Schulden, die mit strikter Austerit&auml;t ja reduziert werden sollten, in der Eurozone neue Rekordst&auml;nde erreicht. Gebremst wurde hingegen nur das Wachstum und damit jene Einnahmequelle, die Staaten in die Lage versetzt, ihre Schulden &uuml;berhaupt zu bedienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2014\/09\/01\/europa-dauerkrise-19304152\/\">tautenhahn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>R&uuml;ckschlag f&uuml;r die deutsche Wirtschaft<\/strong><br>\nEin schw&auml;cherer Au&szlig;enhandel und sinkende Investitionen haben der deutschen Wirtschaft im Fr&uuml;hjahr einen D&auml;mpfer verpasst. Das Bruttoinlandsprodukt fiel zwischen April und Juni um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit best&auml;tigte das Amt eine erste Sch&auml;tzung von Mitte August.<br>\nDie Wirtschaft schrumpfte damit erstmals seit gut einem Jahr. Grund war die Zur&uuml;ckhaltung der Firmen bei Investitionen. Die Unternehmen gaben 0,4 Prozent weniger aus f&uuml;r Maschinen und Anlagen. Auch die Bauinvestitionen sanken kr&auml;ftig um 4,2 Prozent. Zudem bremste der Au&szlig;enhandel, da die Exporte mit 0,9 Prozent schw&auml;cher zulegten als die Importe mit 1,6 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/bip-quartal-100.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ach nee, m&ouml;chte man fast sagen, dass bei der schon fast obsessiven Exportorientierung der deutschen Volkswirtschaft jeder R&uuml;ckgang des Au&szlig;enhandels sofort auf die Konjunktur durchschl&auml;gt muss nicht &uuml;berraschen. Der Rest der Meldung ist das &uuml;bliche Propagandagew&auml;sch. Seit wann ist ein kaum messbares Plus von 0.1 Prozent ein wirtschaftlicher Impuls?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Martine Orange (mediapart.fr) &uuml;ber die Situation in Frankreich und neue Politikentw&uuml;rfe<\/strong><br>\nDer folgende Beitrag von Martine Orange ist am 19. August 2014 in der Pariser Online-Zeitung Mediapart.fr erschienen. Der franz&ouml;sische Originaltitel lautet: &ldquo;Crise &eacute;conomique: l&rsquo;urgence du d&eacute;bat et de l&rsquo;imagination&rdquo;. Der Artikel erschien f&uuml;nf Tage vor der Frangy-Rede des franz&ouml;sischen Wirtschaftsministers Montebourg, die zu dessen Entlassung aus dem Amt f&uuml;hrte. Martine Orange ist Mediapart-Wirtschaftsredakteurin. Gerhard Kilper hat ihren Text vom Franz&ouml;sischen ins Deutsche &uuml;bersetzt. &Auml;nderungen im deutschen &Uuml;bersetzungstext wurden von der Autorin autorisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/08\/hochste-dringlichkeitsstufe-fur-debatte-und-imagination-neuer-politikentwurfe-von-martine-orange\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Was Ein-Dollar-Shops &uuml;ber Ungleichheit in den USA verraten<\/strong><br>\nIm &Uuml;bernahmekampf um die US-Billigkette Family Dollar &uuml;berbieten sich zwei Konkurrenten. Die Geschichte des Bietergefechts handelt von den Reichsten und den &Auml;rmsten der USA.<br>\nDie Filiale von Family Dollar, in der Wilfredo Rosario regelm&auml;&szlig;ig einkauft, liegt unter den rostenden Schienen der Hochbahn, ganz in der N&auml;he seiner Wohnung in der South Bronx. Der New Yorker Stadtteil geh&ouml;rt zum &auml;rmsten Wahldistrikt der USA. &ldquo;Wenn dieser Laden zugemacht w&uuml;rde, w&uuml;rde mich das treffen&rdquo;, sagt der 35-J&auml;hrige, &ldquo;es w&uuml;rde f&uuml;r mich und meine Familie teuer werden.&rdquo;<br>\nWas viele Kunden nicht wissen: Hinter den Kulissen des Billig-Supermarkts findet eine &Uuml;bernahmeschlacht statt, die Auswirkungen auf Menschen wie Rosario haben k&ouml;nnte. Zun&auml;chst gab Family Dollar Ende Juli 2014 bekannt, dass der Discounter Dollar Tree die Firma f&uuml;r 8,5 Milliarden Dollar (circa 6,4 Milliarden Euro) kaufen w&uuml;rde. Dann tauchte mit Dollar General ein weiterer Billig-Supermarkt auf, der noch mehr Geld bot. Schlie&szlig;lich lehnte die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung von Family Dollar dieses Angebot jedoch wegen zu erwartender kartellrechtlicher Bedenken ab. Wie die &Uuml;bernahmeschlacht ausgehen wird, ist unklar.<br>\nW&auml;hrend die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Investoren &uuml;ber Milliardenbetr&auml;ge verhandeln, organisieren die Armen der USA ihr Leben rund um 1-Dollar-Betr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/was-ein-dollar-shops-%C3%BCber-ungleichheit-in-den-usa-verraten\/a-17884923\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist das wahrhaft zynische am Kapitalismus, selbst aus der Not und dem Elend der Menschen l&auml;sst sich immer noch ordentlich Profit herausschlagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Arbeitszeitverk&uuml;rzung &ndash; ohne Lohnausgleich<\/strong><br>\nDie aktuellen Arbeitsmarktdaten best&auml;tigen einen langj&auml;hrigen Trend: die Anzahl der besch&auml;ftigten Personen nimmt zu und der Anteil der Vollzeitkr&auml;fte geht zur&uuml;ck. Die wenig &uuml;berraschende Konsequenz ist ein R&uuml;ckgang der durchschnittlichen Arbeitszeit &ndash; ohne Lohnausgleich.<br>\nWie die aktuelle Ausgabe von Arbeitsmarkt im Fokus belegt, ist es auch im ersten Halbjahr 2014 zu einem Anstieg der Besch&auml;ftigung in &Ouml;sterreich gekommen. Diese Entwicklung liegt ganz im Trend der letzten Jahre in denen &ndash; mit wirtschaftskrisenbedingter Ausnahme von 2009 und 2013 &ndash; die Besch&auml;ftigung immer gestiegen ist.<br>\nGleichzeit ist es, dem Besch&auml;ftigungsanstieg entsprechend, auch zu einer Ausweitung der verf&uuml;gbaren Arbeitsstunden gekommen. Deren Anstieg war allerdings weniger stark als jener der Besch&auml;ftigung. Das bedeutet, dass die vorhandene Arbeit auf mehr Personen aufgeteilt wird und daher die durchschnittliche Arbeitszeit sinkt.<br>\nDie durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Vollzeit-, wie auch der Teilzeitbesch&auml;ftigten ist seit 2004 relativ konstant geblieben:\n<ul>\n<li>Vollzeit &ndash; 2004: 44,4 Stunden\/Woche, 2013: 43,3 Stunden\/Woche<\/li>\n<li>Teilzeit &ndash; 2004: 20,6 Stunden\/Woche, 2013: 20,7 Stunden\/Woche<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da mittlerweile jedoch fast 27 % der Besch&auml;ftigten Teilzeit arbeiten (2004 waren es nur 20 %), ist auch die durchschnittliche Arbeitsstundenzahl der Besch&auml;ftigten insgesamt entsprechend gesunken, von 39,8 auf 37,3 Stunden pro Woche. Das bedeutet, dass im letzten Jahrzehnt die Besch&auml;ftigung in &Ouml;sterreich gestiegen ist, das durchschnittliche Besch&auml;ftigungsausma&szlig; aber gesunken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/arbeitszeitverkuerzung_ohne_lohnausgleich\/\">Arbeit&amp;Wirtschaft<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Beitrag behandelt zwar den Arbeitsmarkt in &Ouml;sterreich, aber die Entwicklung d&uuml;rfte in Deutschland nicht wesentlich anders aussehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Datenerfassung &ndash; Der gl&auml;serne Internetnutzer<\/strong><br>\nWer auf einer Medienseite Nachrichten liest, wird von Trackern erfasst, denn Zeitungsverlage sammeln die Daten ihrer Online-Nutzer. Die Datenanalyse wird nicht immer nur f&uuml;r Verlagszwecke genutzt. Mit den Paywalls, also den Bezahlmodellen auch auf Internetseiten, w&auml;chst nach den Anzeigenkunden nun auch bei den Verlagen das Interesse, ihre Nutzer noch besser kennenzulernen denn je. Sp&auml;testens jetzt wollen auch sie m&ouml;glichst viele Details, wie S&uuml;ddeutsche.de-Chef Pl&ouml;chinger erkl&auml;rt.<br>\nVerlage, die ihre Leser scannen &ndash; das l&auml;uft der Berichterstattung vieler H&auml;user zuwider. Die Journalisten k&auml;mpfen schon seit Jahren f&uuml;r mehr Datenschutz, schlagen verbal gegen die &ldquo;Datenkraken&rdquo; wie Google und Facebook, prangern deren Datensammelwut an. Und gleichzeitig durchleuchten sie selbst ihre Kundschaft, mal f&uuml;r eigene Zwecke, mal f&uuml;r ihre Werbekunden und geben die Daten sogar weiter. Wie passt das zusammen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/08\/02\/dlf_20140802_1721_9e6637bc.mp3\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und die NSA oder einer andere Truppe schaut dankbar den Sammlern &uuml;ber die Schulter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Regierung zu st&uuml;rzen reicht nicht<\/strong><br>\nDer Historiker Christian Gerlach hat extrem gewaltt&auml;tige Gesellschaften untersucht. Sein Ergebnis: Auch die Zivilbev&ouml;lkerung kann Ausl&ouml;ser von Massengewalt sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!74690\/\">taz<\/a>\n<p><em>Das Buch: &ldquo;Extrem gewaltt&auml;tige Gesellschaften. Massengewalt im 20. Jahrhundert&rdquo;. 576 Seiten. DVA, M&uuml;nchen 2011.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es kann helfen hinsichtlich der Einordnung des Terrors den der IS verbreitet, sich daran zu erinnern, dass exzessive Gewalt nicht das Privileg durchgeknallter Islamisten ist, sondern dass der sich dagegen nun so zivilisiert gerierende &bdquo;Westen&ldquo; in seiner neueren Geschichte wesentlich extremere Gewalt vorzuweisen hat,  etwa in Gestalt des Massenmordes an den Juden oder den Vernichtungsschlachten des 1. Weltkrieges an der Somme oder um Verdun.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>NSU-Helfer Verfassungsschutz<\/strong><br>\n&Uuml;ber ein Jahrzehnt zog ein Nazi-Trio namens &bdquo;Nationalsozialistischer Untergrund&ldquo;, NSU, mordend und raubend durch Deutschland &ndash; unerkannt und unbehelligt. Das ist die offizielle Version. Man muss viele Fragezeichen wegwischen, um ihr arglos zu folgen. Am 4. November 2011 flog die Bande nach einem erneuten Bank&uuml;berfall, diesmal in Eisenach, auf. Uwe Mundlos und Uwe B&ouml;hnhard erschossen sich in ihrem Fluchtmobil. Beate Zsch&auml;pe, die Dritte im Bunde, sprengte Stunden sp&auml;ter das gemeinsame Domizil in der Zwickauer Fr&uuml;hlingsstra&szlig;e. So lautet die amtliche Darstellung. Und wieder bohren Zweifel. Auf das Konto der NSU-Bande gehen neun kaltbl&uuml;tige Hinrichtungen aus rassistischen Motiven. Hinzu kommt der Mord an der Polizistin Michele Kiesewetter. Und ausgerechnet in Eisenach sollen sich die Serien-Killer selbst gerichtet haben, weil die &ouml;rtliche Polizei nahte? Und von wem erfuhr eigentlich Beate Zsch&auml;pe in Sachsen kurz darauf vom Tod ihrer Kumpane in Th&uuml;ringen? Gab es ein pl&ouml;tzliches Finale mit einem NSU-intern vereinbarten &bdquo;Plan B&ldquo;? Oder agierten da doch noch andere, geheim, in wessen Diensten auch immer. Verschw&ouml;rungsbeschw&ouml;rer finden Stoff ohne Unterlass. Am 22. August 2014 war ich in Th&uuml;ringen, in Erfurt, im Landtag. Tags zuvor hatte sein parlamentarischer Untersuchungsausschuss einen Abschlussbericht ver&ouml;ffentlicht. Nun wurde er im Plenum diskutiert. Zwei Urteile liefen durch fast alle Medien. Die Fahndung nach den drei Neo-Nazis war ein &bdquo;Fiasko&ldquo;, ja &bdquo;Desaster&ldquo;. Und: Der Ausschuss wirft den Verfassungsschutz&auml;mtern eine &bdquo;mittelbare Unterst&uuml;tzung&ldquo; und &bdquo;Beg&uuml;nstigung&ldquo; rechtsextremer Strukturen vor. Kurzum: Der Verfassungsschutz sch&uuml;tzte nicht das Grundgesetz, sondern deren erkl&auml;rte Gegner. Gr&uuml;ndlicher k&ouml;nnen Beh&ouml;rden sich nicht ad absurdum f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2014\/08\/nsu-helfer-verfassungsschutz-30152.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Propagandatricks &ndash; oder schlichte Versehen?<\/strong><br>\nDer Westdeutsche Rundfunk gibt zu, etwas falsch gemacht zu haben. &ldquo;Trotz unseres Anliegens, Bildmaterial sorgf&auml;ltig zu verwenden, ist uns ein Fehler unterlaufen. Wir bitten, das zu entschuldigen&rdquo;, teilte der Sender auf Twitter mit. Und nahm damit Stellung zu einem Vorgang, der im Netz scharfe Kommentare ausgel&ouml;st hatte. Die Vorw&uuml;rfe lauteten von &ldquo;Panzerl&uuml;ge&rdquo; bis zu &ldquo;billiger Propagandatrick&rdquo;.<br>\nTats&auml;chlich hatte WDR 5, wie es am Wochenende auf der Internetseite &ldquo;Propagandaschau&rdquo; hie&szlig;, &ldquo;die unbewiesene Behauptung, russische Truppen und Panzer w&uuml;rden in der Ostukraine k&auml;mpfen, mit einem martialischem Foto untermalt&rdquo;.<br>\nEs zeigte eine Panzerkolonne in einer w&uuml;stenartigen Landschaft. Im Bildtext dazu hie&szlig; es: &ldquo;Russische Kampfpanzer fahren am 19.08.2014 noch unter Beobachtung von Medienvertretern in der Ukraine.&ldquo; Betitelt war der WDR-Artikel mit der Zeile: &ldquo;Russland auf dem Vormarsch?&rdquo; Tats&auml;chlich stammte das Bild offenbar aus dem Jahre 2009 und zeigte das russische Man&ouml;ver &ldquo;Kaukasus 2009&rdquo;. In diesem Kontext jedenfalls wurde es vor f&uuml;nf Jahren auf der Internetseite des Fernsehsenders n-tv verwendet. &ldquo;Auch Medien im Westen spekulieren, dass es Moskau mit der gro&szlig;fl&auml;chigen &Uuml;bung f&uuml;r Heer, Luftwaffe und Marine nicht um die propagierte Stabilit&auml;t im Kaukasus gehe, sondern um eine Einverleibung der in die Nato strebenden Ex-Sowjetrepublik Georgien&rdquo;, hie&szlig; damals bei n-tv.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/falsche-bilder-bei-der-ard-zum-ukraine-konflikt-propagandatricks-oder-schlichte-versehen\/10637680.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Propaganda aus Polen<\/strong><br>\nDas auch in Polen massiv mediale Propaganda betrieben wird, zeigt diese kleine Collage, die uns unser Leser R.L. zugeschickt hat:\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140902_gazeta_polska.jpeg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140902_gazeta_polska_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Das Wochenblatt &bdquo;Gazeta Polska&ldquo; gilt als Sprachrohe des &bdquo;rechten&ldquo; Polens und hat eine Auflage von ca. 70.000 Exemplaren.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23087","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23087","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23087"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23087\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23090,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23087\/revisions\/23090"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23087"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23087"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23087"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}