{"id":23108,"date":"2014-09-03T09:59:21","date_gmt":"2014-09-03T07:59:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23108"},"modified":"2019-01-12T11:23:42","modified_gmt":"2019-01-12T10:23:42","slug":"money-makes-the-ball-go-around","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23108","title":{"rendered":"Money makes the ball go around"},"content":{"rendered":"<p>In einer Zeit, in der t&auml;glich Hunderte von Menschen in Kriegen ihr Leben oder ihre Gesundheit verlieren, erscheint es banal und unangemessen, &uuml;ber des Deutschen (und nicht nur dessen) liebstes Hobby zu sprechen. Doch vielerorts steht die Aufmerksamkeit zu den todbringenden Kriegen hinter der Frage zur&uuml;ck, wie man die fu&szlig;ballarme Zeit zwischen Weltmeisterschaft und jeweiliger Landesmeisterschaft &uuml;berstehen kann. Inhaber von Stehplatzdauerkarten warten ebenso wie notorische Couch-Sitzplatzinhaber sehns&uuml;chtig auf den Beginn der neuen Ligasaison und k&ouml;nnen nun endlich entspannt aufatmen. Der noch vor einigen Jahrzehnten als Proletensport verbr&auml;mte Fu&szlig;ball ist jedoch schon lange nicht mehr der Volkssport, als der er lange galt und bis zu einem gewissen Grad auch war. Zumindest nicht im Spitzensportbereich. Und die Breite an der Spitze wird immer schmaler, der Gipfel hingegen immer h&ouml;her. Er ist letzten Endes ein Spiegel unserer Gesellschaft. Von <strong>Lutz Hausstein<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_104\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-23108-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140905_Money_makes_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140905_Money_makes_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140905_Money_makes_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140905_Money_makes_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=23108-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140905_Money_makes_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"140905_Money_makes_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Dabei begann alles einmal so gem&auml;chlich. Die Weltmeister von 1954 erhielten f&uuml;r den Titelgewinn sagenhafte 1000 Mark, einen Fernseher und einen Lebensmittelkorb pro Spieler. Fritz Walter bekam f&uuml;r seine Spielkunst in Kaiserslautern <a href=\"http:\/\/www.magazin-insider.de\/start\/fritz-walter\/\">320 Mark monatlich<\/a>. Seitdem sind jedoch viele Tornetze verschlissen und die Spielergeh&auml;lter haben sich &ndash; insbesondere auch im Zuge des <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/wams\/sport\/article11573875\/Der-Gluecksbringer-lebt-in-Armut.html\">Bosman-Urteils 1995<\/a> &ndash; geradezu explosionsartig nach oben entwickelt. Betrug die <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/sport\/fussball\/die-entwicklung-der-spielergehaelter-bid-1.1452322\">Summe der Spielergeh&auml;lter aller Bundesliga-Mannschaften 1992\/93<\/a> noch 97,6 Mio. Euro, so waren es in der <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/spielergehaelter-in-der-bundesliga-ein-bayern-tor-kostet-millionen-1.1725594\">Saison 2012\/13<\/a> gesch&auml;tzte 747,6 Mio. Euro. Die Spitzenwerte im europ&auml;ischen Fu&szlig;ball, der aufgrund seiner attraktiven Ligen, neben der nordamerikanischen Major League Soccer, die h&ouml;chsten Geh&auml;lter an seine Spitzenverdiener &uuml;berweist, liegen teils noch erheblich &uuml;ber den Betr&auml;gen in der deutschen Bundesliga.<\/p><p>Offiziell best&auml;tigte Zahlen existieren dazu allerdings nicht, es wird in diesem Zusammenhang stets auf Verschwiegenheit aller Seiten geachtet. Der Schwede Zlatan Ibrahimovic, der aktuell f&uuml;r Paris St. Germain (Eigent&uuml;mer: Qatar Sport Investment) die T&ouml;ppen schn&uuml;rt, z&auml;hlt mit seinen <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/internat--fussball\/zlatan-ibrahimovic-millionengehalt-sorgt-fuer-empoerung,15189372,16657484.html\">14,5 Mio. Euro Jahresgehalt<\/a> zu den Topverdienern der Branche. Netto wohlgemerkt. Dieser Punkt erkl&auml;rt auch, warum ganz besonders franz&ouml;sische Fu&szlig;ballclubs auf die Ank&uuml;ndigung des damaligen franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten, Francois Hollande, eine Reichensteuer ab 1 Mio. Euro Jahreseinkommen einzuf&uuml;hren, so erschrocken reagiert hatten. Da die Vertr&auml;ge mit den Spielern auf Nettobetr&auml;gen basieren, h&auml;tte die Reichensteuer die Vereine und nicht &ndash; wie eigentlich beabsichtigt &ndash; die fu&szlig;ballspielenden Einkommensmillion&auml;re belastet. Zuz&uuml;glich Pr&auml;mien und Werbeeinnahmen kommt Ibrahimovic so auf j&auml;hrlich gesch&auml;tzte <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/sport\/fussball\/nachrichten\/rangliste-die-spitzenverdiener-im-fussball\/10032310.html?slp=false&amp;p=13&amp;a=false#image\">rund 40 Mio. Euro<\/a>, liegt damit allerdings deutlich hinter dem &bdquo;F&uuml;hrenden&ldquo; dieser Liste, Christiano Ronaldo, mit gesch&auml;tzten 80 Mio. Euro. Dagegen h&ouml;ren sich die kolportierten 7 Mio. Euro Jahresgehalt des Dortmunders <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/sport\/fussball\/nachrichten\/megadeals-mit-kickern-das-irre-wettruesten-der-reichen-fussballklubs\/10270268.html\">Marco Reus<\/a> noch recht &uuml;berschaubar an. Sein ehemaliger Dortmunder Mitspieler <a href=\"http:\/\/www.tz.de\/sport\/fc-bayern\/fc-bayern-muenchen-spieler-gehalt-ribery-goetze-lahm-schweinsteiger-meta-3362045.html\">Mario G&ouml;tze<\/a> hingegen hat durch seinen Wechsel zu Bayern M&uuml;nchen mit kolportierten 12 Mio. Euro den bundesdeutschen und europ&auml;ischen Gehaltsolymp schon erreicht. Dies sind einfach nur aberwitzige Summen f&uuml;r einen Fu&szlig;ballakrobaten, der monatlich f&uuml;r maximal 9 &ndash; 10 Stunden (Landesmeisterschaft plus Pokal plus europ&auml;ische Pokalwettbewerbe) sein K&ouml;nnen &ouml;ffentlich zur Schau stellt. Welcher Spieler sollte da widerstehen? Und mit jedem Jahr dreht sich diese Schraube noch schneller und noch h&ouml;her.<\/p><p>Die exorbitanten Spielergeh&auml;lter sind jedoch nur ein Teil der immer grotesker ausufernden Geldhatz. Auch die Schraube der Abl&ouml;sesummen f&uuml;r die Spieler dreht sich unaufhaltsam immer weiter nach oben und kennt einfach keine Grenzen. Sie erreichen immer h&auml;ufiger Betr&auml;ge, die so manchem mittelst&auml;ndigen Unternehmer die Tr&auml;nen in die Augen treiben w&uuml;rden. Mit &bdquo;lediglich&ldquo; 50 Mio. Euro Abl&ouml;se erscheint dabei <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/sport\/fussball\/nachrichten\/die-20-teuersten-spieler-aller-zeiten-james-entert-die-riege-der-rekordtransfers\/10238722.html?slp=false&amp;p=5&amp;a=false#image\">Mesut &Ouml;zil<\/a> als teuerster deutscher Spielertransfer international nur an der 16. Stelle. Die TopTen er&ouml;ffnet Radamel Falcao, der 2013 f&uuml;r 60 Mio. Euro zum franz&ouml;sischen AS Monaco wechselte. Die drei teuersten Transfers kratzen allesamt an der 100-Mio-Euro-Marke &ndash; <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/sport\/fussball\/nachrichten\/die-20-teuersten-spieler-aller-zeiten-james-entert-die-riege-der-rekordtransfers\/10238722.html?slp=false&amp;p=18&amp;a=false#image\">Gareth Bale (91 Mio. Euro)<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/sport\/fussball\/nachrichten\/die-20-teuersten-spieler-aller-zeiten-james-entert-die-riege-der-rekordtransfers\/10238722.html?slp=false&amp;p=19&amp;a=false#image\">Christiano Ronaldo (94 Mio. Euro)<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/sport\/fussball\/nachrichten\/die-20-teuersten-spieler-aller-zeiten-james-entert-die-riege-der-rekordtransfers\/10238722.html?slp=false&amp;p=20&amp;a=false#image\">Neymar (95 Mio. Euro)<\/a>. Dass hierbei immer h&auml;ufiger Investmentgesellschaften aus arabischen &Ouml;lstaaten oder &ndash; im kleineren Umfang in Deutschland &ndash; finanzstarke Unternehmer wie SAP-Gr&uuml;nder Dietmar Hopp (Hoffenheim) oder Unternehmen wie Red Bull (Leipzig) als M&auml;zenen und Clubeigent&uuml;mer in Erscheinung treten, ist da fast zwangsl&auml;ufig. Denn trotz immer ausgekl&uuml;gelterer Einnahmequellen lassen sich solche Summen schon lange nicht mehr aus dem eigentlichen Gesch&auml;ftsbetrieb des Fu&szlig;ballvereine darstellen.<\/p><p>Doch nicht nur im Kampf um die Stars und Sternchen der Branche sondern auch um hoffnungsvolle Nachwuchstalente wird st&auml;rker aufmunitioniert. Es ist zwar schon l&auml;nger &uuml;blich, dass sich gro&szlig;e Vereine mithilfe eines immer umfangreicheren Scoutingsystems schon fr&uuml;h auf die Suche nach Nachwuchshoffnungen begeben. Nachwuchsleistungszentren b&uuml;ndeln diese Talente, bilden sie gezielt aus und binden sie an die Fu&szlig;ballclubs. Die finanziell potentesten, europ&auml;ischen Clubs versuchen nun jedoch immer fr&uuml;her und mit immer h&ouml;heren Betr&auml;gen, diese jungen Spieler von ihren Ausbildungsvereinen weg zu locken. Sind es in Deutschland schon einmal bis zu 5 Mio. Euro, die M&ouml;nchengladbach gern f&uuml;r das (damals noch) <a href=\"http:\/\/www.gmx.net\/themen\/sport\/fussball\/1liga\/32bfdto-jagd-talente#.channel5_1.Millionen%20f%C3%BCr%20Teenie-Fu%C3%9Fballer.210.2314\">17-j&auml;hrige Talent Sinan Kurt<\/a> vom Interessenten Bayern M&uuml;nchen h&auml;tte, so stehen europ&auml;isch die 37,5 Mio. Euro, die Manchester United f&uuml;r einen 18-j&auml;hrigen Verteidiger bezahlte, als aktueller Spitzenwert in der Transferliste der Jung-Kicker. Zum Anderen werden die Spieler immer j&uuml;nger, um die mit Millionenbetr&auml;gen gebuhlt wird. F&uuml;r ein norwegisches Ausnahmetalent, welches mit seinen erst 15 Jahren schon erste Eins&auml;tze in der ersten norwegischen Liga verbuchen konnte, werden schon Abl&ouml;sesummen von 1,5 Mio. Euro geboten.<\/p><p>Auf der anderen Seite erschlie&szlig;en die Clubs immer wieder neue Finanzquellen. Die Eintrittsgelder der Stadionbesucher, an die man wohl nun als erstes denken mag, sind jedoch inzwischen nur noch ein stetig kleiner werdender Teil der Einnahmen. Welcher Familienvater st&ouml;hnt nicht auf, wenn sein Filius unbedingt das Original-Trikot seines Bundesliga-Lieblingsspielers haben m&ouml;chte und er f&uuml;r ein einziges, mit dem Namen und der Nummer bepflocktes <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/sport\/fussball\/nachrichten\/spitzenpreis-von-99-95-euro-das-sind-die-teuersten-trikots-der-bundesliga\/10302526.html?slp=false&amp;p=18&amp;a=false#image\">Leibchen<\/a> bis zu 100 Euro auf den Ladentisch legen muss? Welcher fu&szlig;ballspielende Amateurspieler steht nicht erschrocken vor den Regalen mit Fu&szlig;ballschuhen, Trainingstrikots und -hosen wie auch Schienbeinschonern angesichts der dort angebrachten Preise? Doch selbst diese Betr&auml;ge d&uuml;rften auf mittlere Sicht auch schon bald nicht mehr ausreichen, denn der Sportartikelhersteller Adidas hat soeben eine neue Runde im Ausstatterwettstreit eingel&auml;utet. Das Herzogenauracher Unternehmen, das auch als Aktion&auml;r an der Bayern M&uuml;nchen AG beteiligt ist, hat seinem Konkurrenten Nike den <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/fussball-marketing-tauziehen-um-die-teuren-trikots-1.2096792\">Ausstattervertrag mit Manchester United<\/a> abgejagt und zahlt nun dem Verein daf&uuml;r j&auml;hrlich 95 Mio. Euro. Bei einer Laufzeit von zehn Jahren. Dies macht summa summarum eine knappe Milliarde Euro, die Adidas nur einem einzigen der Proficlubs &uuml;berweist, bei dem man als Ausstatter fungiert. Sehr viel Geld, das die Schraube der Transfersummen und Spielergeh&auml;lter noch weiter nach oben drehen lassen wird. Und auf der anderen Seite sehr viel Geld, das &uuml;ber Verk&auml;ufe von Sportartikeln und -zubeh&ouml;r hereingeholt werden muss, das wohl auch weiterhin auf Kosten der Arbeiter(innen) in <a href=\"http:\/\/playfair-payfair.com\/adidas\/\">den Billiglohnfabriken &auml;rmerer L&auml;nder<\/a> erwirtschaftet werden d&uuml;rfte.<\/p><p>Doch es sind nicht nur die Sportausr&uuml;ster, die die gro&szlig;en Fu&szlig;ballclubs mit immer mehr Geld versorgen. Hinzu kommen ebenfalls die Fernsehgelder, die der zuschauende ebenso wie der nicht zuschauende Verbraucher &uuml;ber seine Geb&uuml;hren (&Ouml;ffentlich-rechtliches Fernsehen) oder seine Eink&auml;ufe (werbefinanziertes Privatfernsehen) indirekt an sie bezahlt. Mit rund 620 Mio. Euro erreichte so die Bundesliga 2012\/13 einen neuen Rekordwert im Bereich <a href=\"http:\/\/www.bundesliga.de\/media\/native\/dokument\/dt_DFL_BL_Wirtschaftssituation_2014_72dpi.pdf\">&bdquo;Mediale Verwertung&ldquo; [PDF &ndash; 5,8 MB]<\/a>. Dabei steht sie mit diesen Einnahmen der englischen Premier League mit rund 1 Mrd. Euro weltweiter Medienvermarktungsrechte sogar noch deutlich nach. Ein weiterer millionenschwerer Posten der Clubeinnahmen bildet das Sponsoring. Die knapp 600 Mio. Euro pro Jahr sind rund <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/sport\/fussball\/nachrichten\/sponsoren-in-der-bundesliga-zwischen-bvb-effekt-und-gazprom-dilemma-seite-all\/10320638-all.html\">ein Viertel der gesamten Einnahmen<\/a>.<\/p><p>Die immensen Summen machen deutlich, welchen enormen Wandel der Profifu&szlig;ball in den vergangenen Jahrzehnten vollzogen hat. Der Fu&szlig;ballsport hat dort schon seit langem seine Unschuld verloren. Die Fu&szlig;ballvereine sind inzwischen <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/dienstleister\/die-bundesliga-gmbh-fussball-vereine-sind-heute-konzerne-seite-all\/10348344-all.html\">Wirtschaftskonzerne<\/a>. Und nach deren &ouml;konomischen Prinzipien handeln sie auch. Der Fu&szlig;ball ist dabei l&auml;ngst nur noch das Mittel zum Zweck. Der Einzelne kann dies guthei&szlig;en, er kann dies ebenso ablehnen und kritisieren. Man kann dem gleichg&uuml;ltig oder aber auch resigniert gegen&uuml;ber stehen. Unabh&auml;ngig davon hat es aber Auswirkungen auf uns alle in der Gesellschaft. Wir sind darin involviert &ndash; bereitwillig und im vollen Wissen oder unfreiwillig und ohne unser Wissen. Entscheidend f&uuml;r die Zukunft wird jedoch sein, ob da wirksame Grenzen eingezogen werden. Denn ohne diese koppelt sich der Volkssport Fu&szlig;ball immer mehr von ebendieser Bev&ouml;lkerung ab.<\/p><p><strong>Anmerkung:<\/strong><br>\nFalls einige Leser anhand des Vorstehenden glauben sollten, der Autor dieses Artikels st&uuml;nde dem Fu&szlig;ball ablehnend oder zumindest gleichg&uuml;ltig gegen&uuml;ber, so muss dem widersprochen werden. Ganz im Gegenteil. Ich bin seit beinahe 40 Jahren der &bdquo;sch&ouml;nsten Nebensache der Welt&ldquo; mit ganzem Herzen verbunden und ich betreibe ihn auch selbst bis zum heutigen Tag aktiv im Punktspielbetrieb. Es sind vielmehr die best&auml;ndig neuen Ausw&uuml;chse, die auch nie ein Ende zu kennen scheinen. Glaubt man einmal, dass nun aber wirklich die Spitze des Eisbergs erreicht sei, wird man kurz darauf eines Besseren belehrt, indem ein neuer &bdquo;Rekord&ldquo; aufgestellt oder &ndash; wie im aktuellen Fall von Adidas und Manchester United &ndash; gleich ein Quantensprung vollzogen wird. Dies tut weder dem Fu&szlig;ball noch der Gesellschaft als Ganzes gut.<\/p><p>Zu dem Thema hat sich auch NDS-Autor Niels Kadritzke seine Gedanken gemacht: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2012\/12\/14.mondeText.artikel,a0005.idx,0\">Wo das Geld spielt &ndash; Die neue &Ouml;konomie des Fu&szlig;balls<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg03.met.vgwort.de\/na\/483b556321b64108864b9767ebd27235\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Zeit, in der t&auml;glich Hunderte von Menschen in Kriegen ihr Leben oder ihre Gesundheit verlieren, erscheint es banal und unangemessen, &uuml;ber des Deutschen (und nicht nur dessen) liebstes Hobby zu sprechen. Doch vielerorts steht die Aufmerksamkeit zu den todbringenden Kriegen hinter der Frage zur&uuml;ck, wie man die fu&szlig;ballarme Zeit zwischen Weltmeisterschaft und jeweiliger<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23108\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,132,161],"tags":[1146,834,291],"class_list":["post-23108","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-ungleichheit-armut-reichtum","category-wertedebatte","tag-adidas","tag-fussball","tag-verteilungsgerechtigkeit"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23108","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23108"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23108\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48429,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23108\/revisions\/48429"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23108"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23108"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23108"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}