{"id":23130,"date":"2014-09-05T08:56:41","date_gmt":"2014-09-05T06:56:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130"},"modified":"2014-09-05T08:56:41","modified_gmt":"2014-09-05T06:56:41","slug":"hinweise-des-tages-2207","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h01\">NATO-Gipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h02\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h03\">Pakt mit dem Teufel: USA suchen B&uuml;ndnispartner gegen ISIS<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h04\">Absurdes Theater: Sigmar Gabriel l&auml;sst die deutsche Investitionsschw&auml;che &bdquo;erforschen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h05\">Statistik-Trick: Agentur f&uuml;r Arbeit schraubt Besch&auml;ftigtenzahlen hoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h06\">Tarifeinheit: Berlin will Gesetz abschw&auml;chen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h07\">Ausbildungsreport: Betriebe m&uuml;ssen besser werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h08\">Auszubildende: Wenig Geld und &Uuml;berstunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h09\">Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r den Tapetenwechsel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h10\">Studie zeigt: TTIP-Abkommen mit USA nimmt Kommunen und Bundesl&auml;nder in W&uuml;rgegriff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h11\">Brennende Wasserh&auml;hne: Wie gef&auml;hrlich ist Fracking?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h12\">First WHO report on suicide prevention<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h13\">AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h14\">Das Letzte: Landtagswahl in Sachsen &ndash; &ldquo;Es geht den Deutschen so gut&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>NATO-Gipfel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kein NATO-Beitritt, keine Intervention<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dem ersten Tag des NATO-Gipfels die bisherigen Positionen des B&uuml;ndnisses zur Krise in der Ukraine bekr&auml;ftigt: &ldquo;Es geht nicht um eine Mitgliedschaft in der NATO&rdquo;, betonte sie in Wales. Sie versicherte Kiew der Solidarit&auml;t der NATO im Konflikt um die Ostukraine und ihre grunds&auml;tzliche Bereitschaft zu weiteren Sanktionen gegen Russland. Merkel bekr&auml;ftigte aber auch die Bereitschaft, mit Moskau zu verhandeln. Man m&uuml;sse Russland mit Entschlossenheit, aber auch mit Offenheit f&uuml;r Gespr&auml;che begegnen. &ldquo;Diese Doppelstrategie ist aus meiner Sicht der Schl&uuml;ssel zum Erfolg.&rdquo;<br>\nIn der NATO herrscht nach ihren Worten ein breiter Konsens dar&uuml;ber, dass die Ukraine-Krise nicht milit&auml;risch gel&ouml;st werden kann&hellip;<br>\nDie NATO sagte der Ukraine Hilfe bei der Modernisierung ihrer Armee zu. &ldquo;Wir haben ein umfassendes und zugeschnittenes Ma&szlig;nahmenpaket gepackt, damit die Ukraine besser f&uuml;r ihre eigene Sicherheit sorgen kann&rdquo;, sagte NATO-Generalsekret&auml;r Anders Fogh Rasmussen. Die Hilfe betrifft die Bereiche Logistik, Kommando- und Kommunikationsstrukturen sowie Cyber-Abwehr. Zudem will die NATO die Ukraine bei der Versorgung verwundeter Soldaten unterst&uuml;tzen sowie bei der Reform seiner Streitkr&auml;fte beraten und ihren &ldquo;strategischen Austausch&rdquo; mit Kiew verst&auml;rken.<br>\nEinige NATO-Staaten wollen der Ukraine nach Worten des ukrainischen Pr&auml;sidenten Petro Poroschenko aber auf bilateraler Basis mit Milit&auml;rg&uuml;tern helfen &ndash; auch mit Waffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nato-gipfel-102.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Walther St&uuml;tzle: &bdquo;Totale Entpolitisierung der Nato und die totale Konzentrierung auf milit&auml;rische Detailfragen.&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Es wird &uuml;bersehen und vergessen, dass die Nato milit&auml;risch &uuml;berhaupt nicht bedroht wird&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/09\/04\/dlf_20140904_1221_ad0c9ff8.mp3\">DLF: Walther St&uuml;tzle ehem. Chef des Friedensforschungsinstituts Sipri [MP3]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Von welchem Geist dieser Nato-Gipfel beseelt ist kann man schon an den Panzern, Bombern und Milit&auml;rfahrzeugen im Golfplatz vor dem Tagungsgeb&auml;ude erkennen. Der Bomber ist zwar nur aus Pappe, aber er symbolisiert gerade deshalb wie l&auml;cherlich  und &auml;rgerlich zugleich dieses milit&auml;rische Imponiergehabe ist.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140905_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/nato\/wie-weiter-mit-russland-37520028.bild.html\">Bild.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ehemaliger Generalinspekteur Kujat: &ldquo;Ukraine kann nicht NATO-Mitglied werden&rdquo;<\/strong><br>\nIn der gegenw&auml;rtigen Situation, in dieser Krise, in diesem Konflikt wird nat&uuml;rlich das kleinste Signal &ndash; von beiden Seiten &uuml;brigens &ndash; als Provokation und m&ouml;glicherweise sogar als Eskalation gesehen. Man muss also in Ruhe eigentlich mit dem Gegen&uuml;ber dar&uuml;ber reden, wie ich ja schon seit Langem fordere, dass man miteinander spricht und nicht &uuml;bereinander. Aber was geplant ist, ist ja im Grunde eine Kompromissl&ouml;sung: Die baltischen Staaten und Polen verlangen eine permanente Stationierung, &auml;hnlich wie das w&auml;hrend des Kalten Krieges in Deutschland der Fall war. Das h&auml;tte n&auml;mlich den Vorteil f&uuml;r diese L&auml;nder, dass bei einem Angriff auf sie oder dem Versuch einer Besetzung die Mitgliedsstaaten sozusagen automatisch den Beistand leisten m&uuml;ssten, weil sie automatisch im Konflikt mit dem Aggressor w&auml;ren. Das war die Idee auch in Deutschland. Das st&ouml;&szlig;t offensichtlich auf Widerstand bei einigen Mitgliedsstaaten, und mit Recht, meine ich, weil man andernfalls diesen Grundlagenvertrag mit Russland aushebeln w&uuml;rde&hellip;<br>\nMan muss mit einem konkreten Vorschlag auf Putin zugehen und man muss nat&uuml;rlich ihn dann auch beim Wort nehmen. Die erste Voraussetzung, um &uuml;berhaupt diesen Konflikt beizulegen, ist nat&uuml;rlich ein Waffenstillstand, und zwar ein Waffenstillstand, der von unabh&auml;ngigen Beobachtern, von einer internationalen Gruppe oder Truppe &uuml;berwacht wird. Dieses hat Putin ja angeboten. Also, ich meine schon, wir k&ouml;nnen nicht auf Dauer diesen Konflikt weiter schwelen lassen, zumal es ja auch so aussieht, als sei Putin selbst mit seinem Latein am Ende. Er kann keinen entscheidenden Gewinn verzeichnen mit den Separatisten. Und auch die ukrainische Regierung ist am Ende. Und wenn sich beide in einer Sackgasse finden, dann ist es Zeit, sich einmal zur&uuml;ckzulehnen und wirklich ernsthaft &uuml;ber eine L&ouml;sung nachzudenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/gipfel-in-wales-ukraine-kann-nicht-nato-mitglied-werden.1008.de.html?dram:article_id=296491\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><strong>So engagiert sich die NATO in Osteuropa<\/strong><br>\nIm Zuge der Ukraine-Krise verst&auml;rkte die NATO ihre Pr&auml;senz in Osteuropa. Seit dem 1. September unterst&uuml;tzt die Bundeswehr mit sechs Kampfjets die Luftraum&uuml;berwachung &uuml;ber dem Baltikum. Vier Kampfflugzeuge des Typs Eurofighter wurden dazu mit 170 Soldaten als Besatzung und Wartungspersonal vor&uuml;bergehend auf den Luftwaffenst&uuml;tzpunkt &Auml;mari nach Estland verlegt. Zwei weitere Jets bleiben in Deutschland in Bereitschaft. Neben Deutschland nehmen bis Ende des Jahres Portugal, Kanada und die Niederlande an dem Einsatz teil. Die NATO hat ihre Pr&auml;senz in Osteuropa auch an anderer Stelle verst&auml;rkt. Deutschland beteiligt sich an einem Marine-Man&ouml;ver in der Ostsee, fliegt Aufkl&auml;rungsfl&uuml;ge &uuml;ber Polen, Rum&auml;nien und &uuml;ber der Ostsee. Zudem ist Deutschland am Multinationalen Korps Nordost im polnischen Stettin beteiligt, dessen Einsatzbereitschaft verst&auml;rkt werden soll. Derzeit geh&ouml;ren zu dem Korps 180 Soldaten &ndash; 60 deutsche und 120 aus Polen und D&auml;nemark. Das Korps soll in die Lage versetzt werden, Landoperationen und -&uuml;bungen schneller zu planen. Die Zahl der Soldaten soll daf&uuml;r erh&ouml;ht werden&hellip;<br>\nMit der &ldquo;European Reassurance Initiative&rdquo; stellen die USA eine Milliarde Dollar bereit, um &ldquo;Alliierte und Partner der NATO&rdquo; zu unterst&uuml;tzen. Geplant sei unter anderem eine st&auml;rkere Beteiligung der US-Marine an Eins&auml;tzen der NATO-Seestreitkr&auml;fte. Zudem haben die USA 600 Fallschirmj&auml;ger nach Litauen, Lettland, Polen und Estland geschickt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/die-nato-in-osteuropa-100.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Putins neues Russland<\/strong><br>\nWas will Putin? Ist die Ukraine als Ganzes noch zu retten? Sind die Reaktionen der NATO richtig? Welche Chancen gibt es auf eine Deeskalation der Krise oder stehen wir am Rande eines Krieges in Europa? Dar&uuml;ber diskuterte Maybrit Illner unter anderem mit dem Pr&auml;sident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), dem russischen Botschafter Wladimir Grinin, dem Gesch&auml;fttr&auml;ger der ukrainischn Botschaft, Vasyl Khymynets, sowie mit Ex-Natogeneral Harald Kujat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/2232128\/Putins-neues-Russland?setTime=4.531#\/beitrag\/video\/2232128\/Putins-neues-Russland\">Maybritt Illner\/ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Auch wenn die Sendung von der &uuml;blichen Propaganda durchzogen war, gab es erfreulicherweise auch Lichtblicke, die vor allem vom ehemaligen General Kujat (z.B. ab 16:15) und von Richard David Precht kamen. Ein bemerkenswertes Zitat von Kujat: &bdquo;Wir m&uuml;ssen nicht nur mit dem vorsichtig sein, was Russland sagt, sondern auch mit dem was die Ukraine sagt und, leider Gottes muss ich das sagen, auch mit dem was der Westen sagt&ldquo;. Und dies von einem ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzenden des Milit&auml;rausschusses der NATO.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Moskaus Drang nach Westen&rdquo;<\/strong><br>\nVor dem heute beginnenden NATO-Gipfel stufen fr&uuml;here US-Geheimdienstmitarbeiter aktuelle Behauptungen &uuml;ber eine angebliche russische Invasion in die Ukraine als ebenso zweifelhaft wie die &ldquo;Belege&rdquo; f&uuml;r irakische Massenvernichtungswaffen 2003 ein. Demnach haben NATO-Fotos, die russische Truppen in der Ostukraine zeigen sollen, &ldquo;starke &Auml;hnlichkeit mit den Bildern, die am 5. Februar 2003 von Colin Powell vor den Vereinten Nationen gezeigt wurden&rdquo;. Trifft die Einsch&auml;tzung zu, dann wird die aktuelle Eskalation des Konflikts mit Russland zumindest von Teilen der NATO bewusst und mutwillig herbeigef&uuml;hrt &ndash; mit Zustimmung der Bundesregierung. Gravierend ist in diesem Zusammenhang, dass Kiew die Aufkl&auml;rung sowohl der Todessch&uuml;sse auf dem Majdan vom 20. Februar als auch des Abschusses der malaysischen Boeing MH17 verweigert; beides diente dem Westen zur Legitimation f&uuml;r eine Versch&auml;rfung des Kurses gegen die damalige Regierung der Ukraine bzw. gegen Russland. W&auml;hrend die NATO ihre Einkreisung Russlands vorantreiben will, illustrieren deutsche Medien ihre Berichte &uuml;ber die angebliche russische Invasion mit gef&auml;lschten Bildern. Der antirussische Duktus erreicht neue H&ouml;hen; so ist von einem &ldquo;jahrhundertealten Drang Moskaus, so weit wie m&ouml;glich im Westen Fu&szlig; zu fassen&rdquo;, die Rede; &ldquo;Putin wird untergehen&rdquo;, hei&szlig;t es: &ldquo;Er hat der Welt nichts mehr anzubieten als die hysterische &Uuml;berkompensation eines Minderwertigkeitsgef&uuml;hls&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58941\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pakt mit dem Teufel: USA suchen B&uuml;ndnispartner gegen ISIS<\/strong><br>\nS-Milit&auml;rs, Diplomaten und Geheimdienstler wollen wissen, wie Raad al-Hamdani, General a.D., helfen kann, die Lage im Irak in den Griff zu bekommen.<br>\nSeit einigen Monaten ist Raad al-Hamdani ein gefragter Mann: Emiss&auml;re der Macht, die ihn vor elfeinhalb Jahren aus dem Amt gebombt haben, klopfen jetzt bei ihm an, um ihn als Verb&uuml;ndeten zu gewinnen. US-Milit&auml;rs, Diplomaten und Geheimdienstler wollen wissen, wie der General a.D. helfen kann, die Lage im Irak in den Griff zu bekommen.<br>\nRaad al-Hamdani war bis April 2003 General der Revolutionsgarden von Saddam Hussein. Nach dem Einmarsch hatten die US-amerikanischen Besatzer Leuten wie ihm keine aktive Rolle zugedacht im neuen Irak. Der damalige Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz begr&uuml;ndete das Abseits mit den Worten, Hamdani und seinesgleichen seien &ldquo;Sunni Nazi generals&rdquo; &ndash; sunnitische Nazigener&auml;le. Die irakischen Streitkr&auml;fte wurden aufgel&ouml;st und die Baath-Partei verboten. Mit &ldquo;Order Number One&rdquo; und &ldquo;Order Number Two&rdquo; schaffte der US-Statthalter Paul Bremer im Mai 2003 das alte Regime ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2014\/Pakt-mit-dem-Teufel-USA-suchen-Buendnispartner-gegen-ISIS,is104.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Absurdes Theater: Sigmar Gabriel l&auml;sst die deutsche Investitionsschw&auml;che &bdquo;erforschen&ldquo;<\/strong><br>\nDieser Tage, in den Zeiten der allgemeinen Verunsicherung, h&auml;ufen sich Vorg&auml;nge, die man eigentlich nur von einem absurden Drama erwartet. Sigmar Gabriel, Bundeswirtschaftsminister, will, so berichtet das Handelsblatt, von einem Expertenbeirat Modelle zur Belebung der Investitionst&auml;tigkeit in Deutschland entwickeln lassen und benennt als Vorsitzenden dieses Beirats Marcel Fratzscher, den Pr&auml;sidenten des DIW Berlin, und als Mitglied u.a. J&uuml;rgen Fitschen, den einen der beiden Deutsche Bank-Chefs, sowie elf weitere Gr&ouml;&szlig;en aus Finanz- und Versicherungswirtschaft, Wissenschaft und Verb&auml;nden. Gabriel reagiere damit &ldquo;auf die seit Jahren beklagte Investitionsschw&auml;che in Deutschland&rdquo;&hellip;<br>\nSchreibt man der Fiskalpolitik eine Schuldenbremse vor, dann sind die staatlichen Entscheidungstr&auml;ger auf allen Ebenen, nicht zuletzt auf der kommunalen, gezwungen, dort die Ausgaben einzuschr&auml;nken, wo sie nicht gesetzlich zu Zahlungen verpflichtet sind. Und das sind nun mal die &ouml;ffentlichen Investitionen. Eigentlich ein banaler Zusammenhang, f&uuml;r den man kein Beratergremium ins Leben rufen m&uuml;sste&hellip;<br>\nBei den niedrigsten Zinsen aller Zeiten f&uuml;r die &ouml;ffentliche Hand, einer eklatanten privater Investitionsschw&auml;che, einem &Uuml;berschuss im Staatshaushalt sowie der dringenden Notwendigkeit, ausl&auml;ndische Verschuldung gegen inl&auml;ndische zu tauschen, zeigt der Versuch, privates Kapital f&uuml;r &ouml;ffentliche Aufgaben zu mobilisieren, nur, dass die Initiatoren das Dogma von der &Uuml;berlegenheit des Privaten und der Schw&auml;che des Staates weiter zementieren wollen. Der Bundeswirtschaftsminister zeigt hier, was er damit meint, die SPD wirtschaftsfreundlicher machen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/absurdes-theater-sigmar-gabriel-laesst-die-deutsche-investitionsschwaeche-er-forschen-und-frank-schaeffler-gruendet-eine-denkfabrik\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieser Beitrag ist zugleich eine vorweggenommene Kritik an den gestrigen Entscheidungen der Europ&auml;ischen Zentralbank, n&auml;mlich den <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/historische-zinsentscheidung-ezb-senkt-leitzins-auf-prozent-1.2116225\">Leitzins auf 0,05 Prozent zu senken<\/a> und gleichzeitig Strukturreformen anzumahnen, d.h. L&ouml;hne und Sozialstandards zu senken. Warum sollen Unternehmen investieren, wenn die Leute kein Geld haben, ihnen die Waren und Produkte abzukaufen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Statistik-Trick: Agentur f&uuml;r Arbeit schraubt Besch&auml;ftigtenzahlen hoch<\/strong><br>\nDie Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hat [&hellip;] die Besch&auml;ftigtenstatistik modernisiert. [&hellip;] Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten nimmt im Saldo durch die Revision zu.&rdquo;<br>\nIm Klartext hei&szlig;t das: Die gr&ouml;&szlig;te Beh&ouml;rde Deutschlands hat an der wohl bekanntesten Statistik Deutschlands geschraubt, sie versch&ouml;nert und gibt dies nun nahezu versteckt bei der monatlichen Arbeitsmarktstatistik preis.<br>\nWas aber wurde ge&auml;ndert?<br>\nKonkret wurden vier neue Personengruppen in die neue Berechnung einbezogen:\n<ul>\n<li>Menschen in Behindertenwerkst&auml;tten oder &auml;hnlichen Einrichtungen<\/li>\n<li>Menschen in Jugendhilfeeinrichtungen<\/li>\n<li>Personen, die ein freiwilliges soziales, ein freiwillig &ouml;kologisches Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst leisten<\/li>\n<li>Nebenerwerbslandwirte<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beachtlich ist, dass allein durch diese rein statistische Erweiterung nun zus&auml;tzlich rund 400.000 Personen als sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bundesagentur-fuer-arbeit-trickst-bei-statistik-zum-arbeitsmarkt-a-989624.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser K.G.:<\/strong> Nicht nur da wird ja bekanntlich bei der Statistik seit Jahren getrickst. Und man trickst weiter in einem robusten Arbeitsmarkt. Das kann man auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10008\">hier<\/a> nachlesen oder <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h05\">hier<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2574\">hier<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7221#h01\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tarifeinheit: Berlin will Gesetz abschw&auml;chen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will nach Informationen der Stuttgarter Zeitung das geplante Gesetz zur Tarifeinheit in Betrieben abschw&auml;chen. Mit dem Gesetz wollte die gro&szlig;e Koalition urspr&uuml;nglich den Einfluss kleiner, aber durchsetzungsf&auml;higer Gewerkschaften begrenzen. Wie aus Koalitionskreisen verlautete, bereiteten die Ministerien eine entsch&auml;rfte Regelung vor. In dem Gesetzentwurf soll zwar festgeschrieben werden, dass k&uuml;nftig der Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern in einem Unternehmen ma&szlig;geblich sein soll. Was dies f&uuml;r das Streikrecht von Gewerkschaften bedeutet, will die Regierung aber nicht vorschreiben. In informierten Kreisen hie&szlig; es, &uuml;ber die genaue Auslegung m&uuml;ssten dann die Gerichte entscheiden. Urspr&uuml;nglich wollte die Politik verhindern, dass Betriebe h&auml;ufig von kleinen Spartengewerkschaften bestreikt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.tarifeinheit-berlin-will-gesetz-abschwaechen.2f7344f3-34a2-4b92-8cee-f87ee6bf0a5b.html\">Roland Pichler in Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung M.B.:<\/strong> &ldquo;die &bdquo;Stuttgarter Zeitung&ldquo; berichtet &hellip; unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Berlin will  Tarifeinheitsgesetz abschw&auml;chen&ldquo; &uuml;ber angebliche Pl&auml;ne des Bundesarbeitsministeriums, den Gesetzentwurf zur Tarifeinheit zu  &bdquo;entsch&auml;rfen&ldquo;. Die Zeitung beruft sich auf Koalitionskreise. Angeblich  solle im Text des Entwurfs nicht mehr ausdr&uuml;cklich erw&auml;hnt werden,  dass als Folge der Tarifeinheit die Friedenspflicht des Mehrheitstarifvertrages auf die Mitglieder derMinderheitsgewerkschaft  erstreckt wird.<br>\nIn den Eckpunkten des BMAS stand noch explizit:&rdquo;4. Zur Aufl&ouml;sung (von Tarifpluralit&auml;ten) wird auf das Mehrheitsprinzip im Betrieb abgestellt: Die definitorische  Ausgestaltung erfolgt in der weiteren Gesetzesausarbeitung. Soweit sich im Betrieb Eckpunkte f&uuml;r eine gesetzliche Regelung der Tarifeinheit Tarifvertr&auml;ge unterschiedlicher Gewerkschaften &uuml;berschneiden, kommt nur der Tarifvertrag der Gewerkschaft zur Anwendung, die im Betrieb mehr Mitglieder hat (Mehrheitsgewerkschaft).<br>\nDies schlie&szlig;t insoweit auch eine Erstreckung der Friedenspflicht aus dem Tarifvertrag der Mehrheitsgewerkschaft auf die Minderheitsgewerkschaft ein.&rdquo;<br>\nWie zu h&ouml;ren ist, hat der DGB ein Interesse daran, dass diese Einschr&auml;nkung des Streikrechts nicht &ldquo;explizit&rdquo; im Gesetzentwurf Erw&auml;hnung findet. Damit w&uuml;rde &ndash; zumindest formal &ndash; dem Beschluss des DGB-Bundeskongresses vom Mai dieses Jahres  Rechnung getragen (Tarifeinheit ja &ndash; Einschr&auml;nkung des Streikrechts nein). Materiell w&uuml;rde sich allerdings nichts &auml;ndern, wenn es so kommt, wie in der &bdquo;Stuttgarter Zeitung&ldquo; beschrieben: Ein Zwang zur Tarifeinheit nach der sogenannten Mehrheitsregel degradiert die zahlenm&auml;&szlig;ig unterlegene Gewerkschaft zum Zaungast von Tarifverhandlungen. Die kleinere Gewerkschaft m&uuml;sste sich dem Tarifkommando der gr&ouml;&szlig;eren unterwerfen.<br>\nDer Aufruf zum Arbeitskampf f&uuml;r einen Tarifvertrag, der wegen der Mehrheitsregel einer verordneten Tarifeinheit nicht zur Anwendung  kommen kann, ist unrechtm&auml;&szlig;ig. Insofern spielt es keine Rolle, ob im  Gesetz explizit klargestellt wird, dass Gewerkschaften mit weniger Mitgliedern im Betrieb an die Friedenspflicht der gr&ouml;&szlig;eren Gewerkschaft gebunden sind. Implizit ist das die Konsequenz einer verordneten Tarifeinheit: Die Minderheitsgewerkschaft im Betrieb wird kaltgestellt.<\/em><\/p>\n<p><em>Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Berichterstattung zu &ldquo;Tarifeinheit und Streikrecht beim 20. Ordentlichen Bundeskongress des DGB&rdquo; weiter unten in unserem <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/?p=48473\">Dossier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>(Den Hinweis und die Anmerkung verdanken wir der LabourNet Nachrichtensammlung, Band 137)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ausbildungsreport: Betriebe m&uuml;ssen besser werden<\/strong><br>\nIn Branchen mit schlechten Ausbildungsbedingungen bleiben viele Ausbildungspl&auml;tze unbesetzt. Die Probleme der Betriebe sind oft hausgemacht: Regelm&auml;&szlig;ige &Uuml;berstunden, Verst&ouml;&szlig;e gegen den Jugendarbeitsschutz und ausbildungsfremde T&auml;tigkeiten schrecken viele Jugendliche ab. &ldquo;Die jungen Menschen stimmen &uuml;ber Ausbildungsbedingungen mit den F&uuml;&szlig;en ab&rdquo;, sagt DGB-Bundesjugendsekret&auml;r Florian Haggenmiller&hellip;<br>\nJe schlechter die Ausbildungsbedingungen, desto schwieriger ist es f&uuml;r die Betriebe, Auszubildende zu finden und zu halten. Im Schnitt wird etwa jede vierte Ausbildung vorzeitig abgebrochen &ndash; in Ausbildungsberufen mit schlecht bewerteten Ausbildungsbedingungen sind es laut Ausbildungsreport sogar wesentlich mehr. So bringen 41 Prozent der Fachverk&auml;uferinnen und Fachverk&auml;ufer im Lebensmittelhandwerk ihre Ausbildung nicht zu Ende. Bei den angehenden K&ouml;chinnen und K&ouml;chen sind es sogar &uuml;ber 48 Prozent&hellip;<br>\nFast jeder f&uuml;nfte Auszubildende (18,2%) gibt an, selten oder nie von einem Ausbilder betreut zu werden. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen &uuml;ber 10 Prozent der Auszubildenden ausbildungsfremde T&auml;tigkeiten verrichten, also zum Beispiel Putzarbeiten erledigen.<br>\nRegelm&auml;&szlig;ige &Uuml;berstunden geh&ouml;ren f&uuml;r &uuml;ber ein Drittel der Azubis zum Alltag. 17 Prozent von ihnen bekommen daf&uuml;r nicht einmal einen Ausgleich &ndash; weder finanziell, noch &uuml;ber einen Freizeitausgleich.<br>\nAuch den Jugendarbeitsschutz f&uuml;r unter 18-j&auml;hrige Azubis halten einige Betriebe nicht ein. Vor allem die zul&auml;ssige Wochenarbeitszeit wird oft &uuml;berschritten: 13,2 Prozent der Auszubildenden unter 18 Jahren m&uuml;ssen mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten. Und knapp &uuml;ber 7 Prozent der unter 18-J&auml;hrigen m&uuml;ssen sogar, entgegen der Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes, mehr als f&uuml;nf Tage in der Woche im Betrieb arbeiten. &ldquo;Das ist ein klarer Gesetzesversto&szlig;&rdquo;, so Florian Haggenmiller.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++fad51834-340f-11e4-9508-52540023ef1a\">DGB Pressemitteilung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++6aa9ebca-338a-11e4-b49d-52540023ef1a\">Ausbildungsreport<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Allein im Jahr 2013 sind knapp 260.000 Jugendliche in Ma&szlig;nahmen im &Uuml;bergangsbereich zwischen Schule und Ausbildung gelandet, und rund 286.000 bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit registrierte Ausbildungsbewerber\/innen haben keinen Ausbildungsplatz bekommen.<br>\nDer Anteil der ausbildenden Betriebe ist in den vergangenen Jahren stetig gesunken. 2012 haben nur noch 21,3 Prozent aller Betriebe &uuml;berhaupt ausgebildet.<br>\nDiese Zahlen sollten Sie sich merken, wenn von Arbeitgeberseite alle paar Tage Meldungen in die Welt gesetzt werden, dass Ausbildungspl&auml;tze unbesetzt blieben.<br>\nSie sollten genau darauf schauen, welche Ausbildungspl&auml;tze das sind und Sie werden im &bdquo;DGB-Ausbildungsreport&ldquo; erkennen, dass vor allem die Ausbildungspl&auml;tze unbesetzt bleiben, die die schlechtesten Bedingungen bieten.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++c1b90eb8-3403-11e4-b972-52540023ef1a\">Qualit&auml;t sichert Fachkr&auml;fte<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Auszubildende: Wenig Geld und &Uuml;berstunden<\/strong><br>\nAngehende Industriemechaniker, Industrie- und Bankkaufleute sind mit den Bedingungen ihrer Ausbildung sehr zufrieden. Sie haben die h&ouml;chsten Ausbildungsverg&uuml;tungen und m&uuml;ssen auch nur selten &Uuml;berstunden machen. Ganz anders ergeht es demgegen&uuml;ber etwa angehenden Hotelfachleuten, K&ouml;chen, Zahnarzthelfern oder Friseuren. Sie werden von ihren Lehrbetrieben trotz einer ohnehin geringeren Ausbildungsverg&uuml;tung recht h&auml;ufig zu unbezahlten &Uuml;berstunden herangezogen. Das zeigt ein vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ver&ouml;ffentlichter Ausbildungsreport, f&uuml;r den insgesamt gut 18.000 Jugendliche befragt wurden.<br>\nIm Durchschnitt aller Berufe &auml;u&szlig;erten sich 71,4 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer Ausbildung. &bdquo;Das ist zwar erfreulich, darf aber nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass es nach wie vor Probleme gibt und gegen Arbeitsschutzgesetze versto&szlig;en wird&ldquo;, sagte DGB-Bundesjugendsekret&auml;r Florian Haggenmiller. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ging der Anteil der Zufriedenen damit um 1,4 Prozentpunkte zur&uuml;ck. Bei der Erstauflage des Reports im Krisenjahr 2009 hatte de DGB sogar eine Zufriedenheitsquote von 75,5 Prozent ermittelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/arbeitswelt\/wie-zufrieden-azubis-sind-13135660.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r den Tapetenwechsel<\/strong><br>\nVor einigen Wochen hat Katja Kipping ein Recht auf Urlaub f&uuml;r alle gefordert. Auch f&uuml;r Arbeitslose. Man warf ihr daraufhin Populismus und das rei&szlig;erische Ausf&uuml;llen des Sommerloches vor. M&ouml;glich. Aber man sollte mal sachlich dar&uuml;ber nachdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/944715.ein-plaedoyer-fuer-den-tapetenwechsel.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Studie zeigt: TTIP-Abkommen mit USA nimmt Kommunen und Bundesl&auml;nder in W&uuml;rgegriff<\/strong><br>\nBundesl&auml;nder und Kommunen werden in ihrem politischen Handlungsspielraum erheblich eingeschr&auml;nkt, wenn das Handels- und Investitionsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA in Kraft tritt. Das zeigt eine aktuelle Studie des Handelsexperten Thomas Fritz f&uuml;r Campact. Sie wurde heute in Berlin in Anwesenheit des T&uuml;binger Oberb&uuml;rgermeisters Boris Palmer vorgestellt.<br>\nDie Studie st&uuml;tzt sich auf durchgesickerte TTIP-Dokumente, darunter das Verhandlungsmandat der EU-Kommission sowie Textentw&uuml;rfe verschiedener Kapitel des Abkommens. Zudem wurde der bereits fertig verhandelte Text des EU-Kanada-Abkommens CETA herangezogen, das als Blaupause f&uuml;r TTIP gilt. Die Ratifizierung von CETA soll schon im Herbst diesen Jahres beginnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.campact.de\/2014\/09\/exklusiv-studie-zeigt-ttip-abkommen-mit-usa-nimmt-kommunen-und-bundeslaender-in-wuergegriff\/?utm_source=post-facebook&amp;utm_medium=social&amp;utm_term=kommunen+und+bundeslaender+in+wuergegriff&amp;utm_content=blog&amp;utm_campaign=%2Fttip\">campact<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Brennende Wasserh&auml;hne: Wie gef&auml;hrlich ist Fracking?<\/strong><br>\nSchon der Begriff &ldquo;Fracking&rdquo; verursacht bei vielen Menschen ein ungutes Gef&uuml;hl. Fracking, das verbindet man schnell mit Erdbebengefahr, mit einer m&ouml;glichen Gef&auml;hrdung des Trinkwassers und der Verunreinigung der Umwelt durch giftige Chemikalien. Dementsprechend gro&szlig; ist die Ablehnung von Fracking in der Bev&ouml;lkerung.<br>\nDas Hydraulic Fracturing (Fracking) ist eine umstrittene Methode zur Erdgasf&ouml;rderung. Dabei wird zun&auml;chst senkrecht in den Boden gebohrt bis zu der Gesteinsschicht, aus der das Erdgas gef&ouml;rdert werden soll. Von dort aus geht es mit der Bohrung waagerecht in das erdgashaltige Gestein hinein. Dort werden die Rohre dann mit Geschossen durchl&ouml;chert. Nun beginnt der eigentliche Frack-Vorgang. Der mechanische Druck des Wassers reicht aus, damit Risse &ndash; die sogenannten Fracks &ndash; im Gestein entstehen. Um die Risse offen zu halten, werden dem Wasser Sand und weitere chemische Zus&auml;tze beigemischt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2014\/Brennende-Wasserhaehne-Wie-gefaehrlich-ist-Fracking,fracking576.html\">NDR<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Warnung vor Fracking: Umweltbundesamt gibt Fazit eigener Studie falsch wieder<\/strong><br>\nDer wissenschaftliche Leiter der j&uuml;ngsten Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zum Thema Fracking hat sich erstaunt dar&uuml;ber gezeigt, dass die Beh&ouml;rde die Gasf&ouml;rdermethode als riskant und gef&auml;hrlich einstuft. &ldquo;Fracking ist und bleibt eine Risikotechnologie&rdquo;, hatte UBA-Pr&auml;sidentin Maria Krautzberger bei der Vorstellung des Papiers Ende Juli als Fazit verk&uuml;ndet. Studienleiter Uwe Dannwolf widerspricht ihr: &ldquo;In unserem Gutachten stehen solche Worte nicht drin&rdquo;, so der Hydrogeologe im Interview mit dem ARD-Politikmagazin &ldquo;Panorama&rdquo; vom NDR (Sendung: Donnerstag, 21.55 Uhr, Das Erste). &ldquo;Was Frau Krautzberger macht, kann ich ihr nicht vorschreiben. Ich kann nur auf das Gutachten verweisen und sagen, ich w&uuml;rde es so nicht auslegen.&rdquo; Die Risiken beim Fracking h&auml;lt er f&uuml;r beherrschbar, sie gingen nicht &uuml;ber die anderer Technologien hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/der_ndr\/presse\/mitteilungen\/Warnung-vor-Fracking-Umweltbundesamt-gibt-Fazit-eigener-Studie-falsch-wieder,pressemeldungndr14658.html\">NDR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>First WHO report on suicide prevention<\/strong><br>\nMore than 800 000 people die by suicide every year &ndash; around one person every 40 seconds, according to WHO&rsquo;s first global report on suicide prevention, published today. Some 75% of suicides occur in low- and middle-income countries.<br>\nPesticide poisoning, hanging and firearms are among the most common methods of suicide globally. Evidence from Australia, Canada, Japan, New Zealand, the United States and a number of European countries reveals that limiting access to these means can help prevent people dying by suicide. Another key to reducing deaths by suicide is a commitment by national governments to the establishment and implementation of a coordinated plan of action. Currently, only 28 countries are known to have national suicide prevention strategies.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/who.int\/mediacentre\/news\/releases\/2014\/suicide-prevention-report\/en\/\">Weltgesundheitsorganisation<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>AfD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Weniger Kindergeld f&uuml;r Ausl&auml;nder und &ldquo;Benimmkurse&rdquo;: AfD best&auml;tigt Echtheit gehackter Positionspapiere<\/strong><br>\nNach dem triumphalen Einzug in den s&auml;chsischen Landtag bringt die politische Vergangenheit einiger Mitglieder die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) in Erkl&auml;rungsnot. F&uuml;r einigen Wirbel sorgen zudem interne Dokumente, die von Hackern im Internet ver&ouml;ffentlicht wurden. In den Papieren, die bei der Ausarbeitung des Landtagswahlprogramms entstanden sein sollen, wird unter anderem weniger Kindergeld f&uuml;r Kinder &ldquo;nichtdeutscher Staatsb&uuml;rger&rdquo; gefordert. Die AfD best&auml;tigte inzwischen die Echtheit der Dokumente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/parteien\/id_70875698\/afd-bestaetigt-echtheit-gehackter-positionspapiere.html\">T-Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Benimmkurse, Jugendarrest, Nacherziehung<\/strong><br>\nRalf Hickethier (AfD Sachsen) forderte 2006 in einem Brief (zu finden auf seiner Website) an die Landesregierung Sachsen:<br>\n&ldquo;Ich begr&uuml;&szlig;e die M&ouml;glichkeit, die im S&auml;chsischen Schulgesetz geschaffen wurde, Sch&uuml;ler, die sich als ermahnungs- und beratungsresistent erwiesen haben, wegen sozialen Fehlverhaltens bis zu vier Wochen vom Unterricht zu suspendieren. [&hellip;] Jede Schule verpflichtet solche Sch&uuml;ler zu straffen Trainingskursen sozialen Verhaltens in der Schule, und zwar rechtzeitig, bevor sich ihre Gemeinschaftsunf&auml;higkeit verfestigt hat, eigene Bed&uuml;rfnisse mit den Interessen der Mitmenschen in Einklang zu bringen.  [&hellip;] Die suspendierten Sch&uuml;ler arbeiten hier an einem verl&auml;ngerten Schultag zugleich konzentriert die Grundlagen des Unterrichtsstoffes ab, den sie verpasst haben. Das funktioniert nur und entwickelt sich nicht zu einem Papiertiger, der die betroffenen Kinder und Jugendlichen ein weiteres Mal in ihrer Lebenserfahrung best&auml;rkt, dass sie nur renitent genug sein m&uuml;ssen, um ihren Willen durchzusetzen, wenn folgender Zusatz verbindlich mit beschlossen wird: Wer sich trotz Warnung und Abmahnung nicht ernsthaft bem&uuml;ht, muss diesen Kurs in einer station&auml;ren Einrichtung wiederholen, die in jeder gro&szlig;en s&auml;chsischen Stadt eingerichtet wird: Je nach Bem&uuml;hen zwischen zwei und acht Wochen lang. (Ich mache Ihnen gern Vorschl&auml;ge, wie solche Trainingskurse aufgebaut sein k&ouml;nnten.) [&hellip;] Die Eltern und ihre jugendlichen Kinder werden an den Kosten durch einen BAF&Ouml;G-&auml;hnlichen Kredit und\/oder durch eigene Arbeit im Rahmen des Trainings beteiligt. Endlich k&ouml;nnten die Jungen die Alten ernst nehmen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/andreaskemper.wordpress.com\/2014\/09\/03\/benimmkurse-jugendarrest-nacherziehung-afd-sachsen\/\">Andreas Kemper<\/a><\/li>\n<li><strong>AfD in Bedr&auml;ngnis<\/strong><br>\nParteiinterne Dokumente sorgen f&uuml;r Aufsehen. Diverse AfD-Leute mit rechter Vergangenheit&hellip;<br>\nDem neugew&auml;hlten AfD-Politiker Detlev Spangenberg w&uuml;rde die Rolle des Alterspr&auml;sidenten zukommen, der die konstituierende Sitzung des Landtages Ende September er&ouml;ffnen sollte. Am Donnerstag verk&uuml;ndete die AfD-Fraktion in einer Pressemitteilung, da&szlig; Spangenberg auf sein &raquo;Amt als Alterspr&auml;sident&laquo; verzichte. Zuvor war publik geworden, da&szlig; der 70j&auml;hrige sich fr&uuml;her bei der s&auml;chsischen W&auml;hlervereinigung &raquo;Arbeit, Familie, Vaterland&laquo; (AFV) engagiert hatte. Diese war vom ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Henry Nitzsche ins Leben gerufen worden und machte vor allem mit rassistischen Spr&uuml;chen gegen Nichtdeutsche auf sich aufmerksam (jW berichtete). Auch in anderen rechten Zusammenschl&uuml;ssen soll Spangenberg aktiv gewesen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/09-05\/020.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Landtagswahl in Sachsen &ndash; &ldquo;Es geht den Deutschen so gut&rdquo;<\/strong><br>\nMan muss keine Angst vor der AfD haben, sagt Alt-Landesvater Kurt Biedenkopf. Ein Gespr&auml;ch mit ihm &uuml;ber den Erfolg der Populisten und den Zorn der Sachsen<br>\nDIE ZEIT: Herr Biedenkopf, wie bedrohlich ist der Wahlerfolg der AfD bei der Landtagswahl? SPD-Chef Sigmar Gabriel nennt sie &ldquo;deutschnational&rdquo;, der einstige CDU-Generalsekret&auml;r Heiner Gei&szlig;ler findet sie &ldquo;r&uuml;ckw&auml;rtsgewandt&rdquo;.<br>\nKurt Biedenkopf: Die Bewertung teile ich nicht. Mein Eindruck ist eher: Es geht den Deutschen so gut, dass sie bereits bei einer geringf&uuml;gigen Ver&auml;nderung des Status quo Krisengef&uuml;hle entwickeln und daf&uuml;r Ventile suchen. Die gro&szlig;e Mehrheit erlebt die Gegenwart als eine Zeit gro&szlig;en Wohlstandes und gro&szlig;er Stabilit&auml;t. Das weckt in manchen das Gef&uuml;hl, man k&ouml;nne mit der Demokratie ein wenig spielen und Neues ausprobieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/37\/sachsen-wahl-kurt-biedenkopf\">Zeit.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was h&auml;lt Biedenkopf denn f&uuml;r gro&szlig;en Wohlstand? Die fast 8 Millionen Menschen, die in Deutschland einen Niedriglohn beziehen? Oder meint Biedenkopf die 40 Prozent der Deutschen, die &uuml;ber keinerlei Verm&ouml;gen oder Schulden verf&uuml;gen? Oder die &uuml;ber 800.000 Leih- und Zeitarbeiter? Die k&ouml;nnen Biedenkopf bestimmt etwas &uuml;ber berufliche Stabilit&auml;t erz&auml;hlen. Ganz abgesehen davon, dass Biedenkopf die Sozialdarwinisten der AfD verharmlost, wenn er deren Wahlerfolg als kleines Sp&auml;&szlig;chen der W&auml;hler hinstellt. Andererseits ist es auch keine &Uuml;berraschung, ist doch Biedenkopf mit seinem Kumpan Miegel einer der neoliberalen Propagandisten &uuml;berhaupt in Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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