{"id":23142,"date":"2014-09-08T08:49:56","date_gmt":"2014-09-08T06:49:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142"},"modified":"2014-09-08T08:49:56","modified_gmt":"2014-09-08T06:49:56","slug":"hinweise-des-tages-2208","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h01\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h02\">Medienmanipulation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h03\">Human Rights Watch: FBI z&uuml;chtet Terroristen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h04\">The big freeze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h05\">Polen fordert 700 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h06\">Lohndumping f&uuml;hrt in die Deflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h07\">EZB mit dem Latein am Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h08\">Attacke auf Grundrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h09\">DGB-Chef ruft zur Ordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h10\">Viel fordern, schnell strafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h11\">Hartz IV soll um acht Euro steigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h12\">One in Three U.S. Workers Is a Freelancer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h13\">Energiewende retour<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h14\">Welches Gremium darf Waffenexporte genehmigen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h15\">SPD-Linke warnt Sigmar Gabriel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h16\">Bundesregierung: So stark beeinflussen Meinungsforscher Merkels Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h17\">Bitte weniger eint&ouml;nig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h18\">Perspektivwechsel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142#h19\">Das Allerletzte: Kaufen, wenn die Kanonen donnern &ndash; So geht Bank heute<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23142&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Bundesregierung ver&ouml;ffentlicht erstmals Informationen zu Radaraufzeichnungen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat erstmals Informationen zu Radaraufzeichnungen rund um den Absturz von MH 17 herausgegeben. Grundlage sind Daten, die von Awacs-Flugzeugen im NATO-Einsatz in zeitlicher N&auml;he zum Absturz erfasst wurden. Das geht aus einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke hervor, die WDR und NDR vorliegt.<br>\nDie NATO-Maschinen, die im polnischen und rum&auml;nischen Luftraum unterwegs waren, erfassten demnach Radarsignale eines Flugabwehrsystems sowie ein weiteres nicht zuzuordnendes Radarsignal. Das Flugabwehrsystem wurde automatisch &ldquo;als &sbquo;Surface to Air-Missile&rsquo; SA-3 klassifiziert&ldquo;. Dabei handelt es sich um ein radargest&uuml;tztes Flugabwehrraketensystem, das in den fr&uuml;hen sechziger Jahren in der Sowjetunion in Dienst gestellt wurde und Ziele in einer H&ouml;he von bis zu 18.000 Metern bek&auml;mpfen kann. Flug MH 17 soll zum Zeitpunkt des vermutlichen Abschusses in einer H&ouml;he von rund 10.000 Metern unterwegs gewesen sein. Allerdings geht aus der Antwort der Bundesregierung nicht hervor, ob MH 17 auch tats&auml;chlich durch eine SA3 oder eine Rakete anderen Typs abgeschossen wurde. So k&ouml;nnte laut Experten auch die bereits vielfach diskutierte BUK-Rakete urs&auml;chlich f&uuml;r den Absturz sein, z. B. wenn diese ohne externe Radarf&uuml;hrung abgeschossen wurde.<br>\nDes weiteren geht aus der Antwort hervor, dass der Bundesregierung auch Informationen zur m&ouml;glichen Aufzeichnung des Flugfunkverkehrs vorliegen. Diese gibt die Bundesregierung jedoch unter Verweis auf eine internationale Konvention nicht preis. Laut der sogenannten Chicagoer Konvention der International Civil Aviation Organisation obliegt die Ver&ouml;ffentlichung solcher Informationen der federf&uuml;hrenden Flugunfalluntersuchungsbeh&ouml;rde. Im Fall von MH17 werden die Untersuchungen von der niederl&auml;ndischen Flugunfallbeh&ouml;rde geleitet, die f&uuml;r kommenden Dienstag einen ersten Zwischenbericht zum Absturz der Maschine vom Typ Boeing 777 ver&ouml;ffentlichen will.<br>\nF&uuml;r die Linksfraktion wird durch die Antwort der Bundesregierung vor allem deutlich, dass diese zur Zeit die Ursache f&uuml;r den MH17 Absturz offenbar nicht klar benennen kann. Dr. Alexander Neu (Die Linke), Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestages: &ldquo;Die Antworten der Bundesregierung zeigen ganz deutlich, dass die Bundesregierung &uuml;ber keinerlei Kenntnisse verf&uuml;gt, ob die MH17 abgeschossen wurde und vor allem von welcher Kriegspartei sie abgeschossen &lrm;wurde.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/presse.wdr.de\/plounge\/wdr\/programm\/2014\/09\/20140906_mh17.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><strong>NATO beschlie&szlig;t schnelle Eingreiftruppe<\/strong><br>\nUm innerhalb kurzer Zeit auf Bedrohungen reagieren zu k&ouml;nnen, will die NATO eine sehr schnell einsetzbare Truppe aufbauen. Das teilte Generalsekret&auml;r Anders Fogh Rasmussen beim Gipfel der Allianz im britischen Newport mit.<br>\nMit der &ldquo;Speerspitze&rdquo; signalisiert das B&uuml;ndnis, dass es einen russischen Angriff auf seine &ouml;stlichen Mitglieder verhindern will. Grunds&auml;tzlich soll die Truppe aber &uuml;berall einsetzbar sein. Sie soll 3000 bis 5000 Soldaten umfassen und innerhalb von zwei bis drei Tagen einsatzbereit sein. Sie wird Teil der Schnellen Eingreiftruppe der NATO (NATO Response Force\/NRF) sein.<br>\nIm Falle eines Einsatzes sollen die Soldaten nur mit leichtem Gep&auml;ck ausger&uuml;stet sein. Fahrzeuge, Waffen, Munition und andere Ausr&uuml;stung werden den Pl&auml;nen zufolge in m&ouml;glichen Einsatzl&auml;ndern gelagert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nato-gipfel-110.html?r=&amp;lid=356451&amp;pm_ln=2\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Mehrfach und zurecht hat General a.D. Kujat auf die M&ouml;glichkeit von Treffen im Rahmen des Nato-Ru&szlig;land-Rat hingewiesen. Der ist u.a. zur friedlichen Beilegung von Problemen gegr&uuml;ndet worden. Offensichtlich hat sich auch die deutsche Bundesregierung nicht f&uuml;r ein konkretes Treffen auf dieser Ebene stark gemacht &ndash; lediglich von &ldquo;gegebenenfalls auch die Wiedereinberufung des NATO-Russland-Rates auf Ministerebene&rdquo; ist die Rede; das kann hier nachgelesen werden: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nato-gipfel-in-wales-vom-versuch-staerke-zu-zeigen.724.de.html?dram:article_id=296506\">Vom Versuch, St&auml;rke zu zeigen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>IWF finanziert B&uuml;rgerkrieg<\/strong><br>\nWie immer unterzieht der IWF das bankrotte Land einer neoliberalen Schocktherapie<br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hat die zweite Tranche seines Kredits an die Ukraine freigegeben. Insgesamt wurden dem Land im Fr&uuml;hjahr 17 Milliarden US-Dollar (etwas mehr als 13 Milliarden Euro) zugesagt (Ukraine: Die Auflagen des IWF). Aktuell geht es um eine Zahlung von 1,4 Milliarden US-Dollar (gut eine Milliarde Euro).<br>\nRund 70 Prozent davon gehen in die Finanzierung des ukrainischen Haushaltsdefizits, erm&ouml;glichen also der Kiewer Regierung die Fortf&uuml;hrung ihres B&uuml;rgerkrieges. An dieser Stelle zahlt sich offensichtlich aus, dass die USA gemeinsam mit Japan und ihren engsten Verb&uuml;ndeten in Europa noch immer die Stimmenmehrheit im IWF haben und die Schwellenl&auml;nder &uuml;berstimmen k&ouml;nnen.<br>\nDas Okay f&uuml;r die Auszahlung der zweiten Tranche gab es, nachdem ein Team des IWF zu dem Schluss gekommen war, dass das Land sich an die im Fr&uuml;hjahr gemachten Auflagen halte und die gesetzten Ziele weitgehend erreichen werden. Allerdings habe sich die Haushaltslage drastisch verschlechtert, was nicht zuletzt mit dem R&uuml;ckgang der Einnahmen aus der &ouml;stlichen B&uuml;rgerkriegsregion zusammen h&auml;ngt. Die tr&auml;gt mit 16 Prozent, gemessen an der dort lebenden Bev&ouml;lkerung, &uuml;berproportional zur ukrainischen Wirtschaftsleistung bei. Die finanzielle Sanierung der Ukraine sei mit den bewilligten 17 Milliarden US-Dollar nur zu erreichen, wenn der B&uuml;rgerkrieg bald beendet w&uuml;rde. Andernfalls k&ouml;nnte ein weiterer Kredit in H&ouml;he von 19 Milliarden US-Dollar (14,7 Milliarden Euro) n&ouml;tig werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42710\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Medienmanipulation<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&bdquo;Medien sollen Politik erkl&auml;ren und keine machen&ldquo;<\/strong><br>\nSie ist eine Freundin des deutlichen Wortes &ndash; auch gegen&uuml;ber der eigenen Branche. Gabriele Krone-Schmalz war jahrelang ARD-Korrespondentin in Moskau. Heute kritisiert die 64-J&auml;hrige, die inzwischen eine Professur f&uuml;r TV- und Medienwissenschaft h&auml;lt, die Berichterstattung der meisten deutschen Medien &uuml;ber Russland und die Ukraine-Krise. Sie sei einseitig, undifferenziert und zu sehr auf die Positionen der Regierung in Kiew fixiert. Ihre Kritik versteht sie als &bdquo;Liebeserkl&auml;rung an den seri&ouml;sen Journalismus&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aachener-nachrichten.de\/news\/politik\/medien-sollen-politik-erklaeren-und-keine-machen-1.904217\">Aachener Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><strong>Meine Erfahrungen mit und Anmerkungen zu SZ-JournalistInnen in der journalistischen Auseinandersetzung mit dem Ukrainekonflikt<\/strong><br>\nWer die Presse-und Medienlandschaft der letzten Monate zum Ukrainekonflikt verfolgt, dem dr&auml;ngt sich ein irritierendes Bild auf: die Berichterstattung hat ein erschreckendes Ausma&szlig; an politischer Uniformit&auml;t bis hinein in dieselbe Wortwahl angenommen. Daher wundert es beim besten Willen nicht, wenn der ehemalige Ministerpr&auml;sident von Brandenburg Matthias Platzeck sagt, dass die hiesige Berichterstattung ihn an alte SED-Zeiten erinnere. Die geistige<br>\nEskalationsbereitschaft deutscher JournalistInnen geht so weit, dass sogar hohe Milit&auml;rs ihre mahnende Stimme erheben und vor einer gef&auml;hrlichen Eskalationsdynamik warnen: eine Absurdit&auml;t der besonderen Art&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.medienverantwortung.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20140827_Piwonka_Ukraine-Artikel.pdf\">Franz Josef Piwonka, Institut f&uuml;r Medienverantwortung [PDF &ndash; 111 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Karel van Wolferen: &ldquo;Die heimt&uuml;ckische Macht der Propaganda&rdquo;<\/strong><br>\nIch hatte j&uuml;ngst eine E-Mail an den bekannten niederl&auml;ndischen Journalisten und Professor emeritus Karel van Wolferen geschrieben. Zwar stimmte ich mit seinen Grundaussagen zum Umgang der Medien mit der Ukraine-Krise &uuml;berein. Aber seine Einsch&auml;tzung der deutschen Medien, insbesondere des Spiegels, empfand ich viel zu positiv. Gestern erhielt ich Antwort von ihm. Nicht nur, dass er meiner Kritik am Spiegel nach n&auml;herem Hinsehen ausdr&uuml;cklich zustimmte. Er sendete auch einen neuen Artikel, der sich mit der Propaganda nicht nur im Fall der Ukraine-Krise, sondern sehr weit gefasst und grunds&auml;tzlich auseinandersetzt, und gab ihn Wirtschaft und Gesellschaft &ndash; Analyse und Meinung zur Ver&ouml;ffentlichung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/09\/the-insidious-power-of-propaganda-by-karel-van-wolferen\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Human Rights Watch: FBI z&uuml;chtet Terroristen<\/strong><br>\nDas FBI soll unbescholtene B&uuml;rger angestiftet, finanziert und ausger&uuml;stet haben, um sie dann als Terroristen &uuml;berf&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Gerne auch Personen mit psychischen Beeintr&auml;chtigungen, kritisiert die NGO.<br>\nDas FBI soll seit Jahren Personen zur Vorbereitung von Terrorismus angestiftet, bezahlt und ausger&uuml;stet haben, um dann spektakul&auml;re Verhaftungen vornehmen zu k&ouml;nnen. Die Folge sind sehr lange Gef&auml;ngnisstrafen f&uuml;r Menschen, die von alleine nie zu Terroristen geworden w&auml;ren. Diese Vorw&uuml;rfe erhebt Human Rights Watch (HRW) in einem Bericht.<br>\nIn dem Bericht werden 27 Gerichtsverfahren aus dem Zeitraum nach dem 11. September 2001 n&auml;her untersucht. Sie wurden nicht repr&auml;sentativ, aber bewusst aus verschiedenen Teilen der Vereinigten Staaten ausgew&auml;hlt. Die Autoren f&uuml;hrten &uuml;ber 200 Interviews mit Richtern, gegenw&auml;rtigen oder ehemaligen Staatsanw&auml;lten, Regierungsvertretern, Wissenschaftlern, Beschuldigten und Verurteilten sowie deren Familien, Freunden und Nachbarn &uuml;ber diese 27 F&auml;lle.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Human-Rights-Watch-FBI-zuechtet-Terroristen-2264070.html\">heise online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.hrw.org\/sites\/default\/files\/reports\/usterrorism0714_ForUpload_0_0_0.pdf\">Illusion of Justice &ndash; Human Rights Abuses in US Terrorism Prosecutions &ndash; HRW [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>The big freeze<\/strong><br>\nThroughout the rich world, wages are stuck<br>\nCENTRAL bankers once used to inveigh against wage inflation. Guarding against a return to the ruinous price-wage spirals of the 1970s was a constant preoccupation. Since the financial crisis, however, they have started to fret about the opposite concern: stagnant wages and the growing risk of deflation.<br>\nThere has been a squeeze on pay in the rich world for several years now. Between 2010 and 2013 real (inflation-adjusted) wages were flat across the OECD, according to its annual &ldquo;Employment Outlook&rdquo;, published on September 3rd. Real wages have barely grown at all in America over that period and have fallen in the euro area and Japan (see chart). Declines have been particularly sharp in the troubled peripheral economies of the euro zone, such as Portugal and Spain, but real wages have also tumbled in Britain. (&hellip;)<br>\nIf wages in Germany rise, the downward adjustment in less competitive economies in the euro zone need not be so severe. That is why Jens Weidmann, the head of Germany&rsquo;s central bank, has been calling for higher pay&mdash;a daring step in a country of inflation hawks. The European Central Bank, which cut interest rates this week, could also act more boldly to raise inflation towards its target of almost 2%. That would allow the euro zone&rsquo;s invalids to regain competitiveness through wage freezes rather than outright cuts.<br>\nWages, of course, are not just important to central bankers. Weak pay saps revenue from income tax and social-security contributions, making it harder for governments to mend public finances. The lack of growth in real wages hurts household finances, too, keeping consumers tight-fisted. A healthy and sustained recovery in the rich world will remain elusive until the pay squeeze ends.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140908_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/news\/finance-and-economics\/21615589-throughout-rich-world-wages-are-stuck-big-freeze\">The Economist<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn Sie sich einmal die Grafik anschauen, werden Sie sich sicherlich noch st&auml;rker wundern, warum ausgerechnet Frankreich als der kranke Mann Europas dargestellt wird.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der wirtschaftsliberale Economist, der seit Jahrzehnten Propaganda f&uuml;r angebotsorientierte &ldquo;Reformen&rdquo; schreibt, macht sich Sorgen um stagnierende oder gar fallende L&ouml;hne (wenn auch mit ein paar putzigen Begr&uuml;ndungen, warum das Fallen der L&ouml;hne schon mal gerechtfertigt sein kann) &ndash; der tumbe Mainstream der deutschen Journaille und Politik beharrt auf &ldquo;Lohnm&auml;&szlig;igung&rdquo; und &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo;. Die deutsche Politik steht also insgesamt weit, weit rechts von einem Economist, der Friedman und von Hayek predigt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Is economic stagnation the new normal?<\/strong><br>\nThe concept of &ldquo;secular stagnation&rdquo; &mdash; that the economy may be facing a protracted period of low growth and high unemployment &mdash; has been seeping back into economic and policy discourse. Once relegated to the margins of heterodox economic theory, the idea of stagnation as a likely ongoing direction for the economy, in fact, is now virtually mainstream, expounded by such well-known figures as Lawrence Summers and Paul Krugman.<br>\nStagnation, however, is not a new problem. Careful examination of the U.S. economy over the last century suggests that stagnation may not be the exception but just possibly the rule of modern economic performance &mdash; a rule that was mainly broken only by the stimulus effects of massive military expenditures at three crucial junctures.<br>\nMajor economic floundering in the first quarter of the 20th century was relieved by the boost World War I gave to the economy, and the tremendous economic collapse in the second quarter was ended by World War II&rsquo;s huge increase in military spending. In the third quarter, the Korean War, the Cold War and the Vietnam War added major stimulus at key times.<br>\nMoreover, several of the indirect consequences of World War II &mdash; including wartime savings, the compression of wages, the strengthening of unions, the GI Bill that educated millions of veterans, and the reconstruction of Europe, together with the fact that major competitors had been temporarily destroyed by war &mdash; all contributed to the third quarter&rsquo;s great economic boom.<br>\nThe modern trend, despite Iraq, Afghanistan and other smaller-scale wars, is also clear. Defense expenditures declined decade by decade from a Korean War high of 13.8% of the economy in 1953 to 3.7% in the 2000s, with steadily reduced economic impact. The financial bubbles in the late 1980s, 1990s and early 2000s produced only partial and highly unstable upswings that masked the underlying decline.<br>\nThe notion that stagnation is far more important than is commonly understood has been bolstered by Thomas Piketty&rsquo;s landmark book &ldquo;Capital in the Twenty-First Century,&rdquo; which also emphasizes just how unusual the era of the Depression and two world wars was. Piketty&rsquo;s analysis suggests that the high growth rates of the post-World War II period were, by and large, an aberration. &ldquo;Many people think that growth ought to be at least 3 or 4 percent a year,&rdquo; he wrote. &ldquo;Both history and logic show this to be illusory.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.latimes.com\/opinion\/op-ed\/la-oe-alperovitz-economic-stagnation-20140905-story.html\">Los Angeles Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Polen fordert 700 Milliarden Euro<\/strong><br>\nAngesichts der drohenden Dauerkrise in Euroland wird der Ruf nach einem wirtschaftspolitischen Kurswechsel lauter. Nach Frankreich und Italien hat sich nun auch Polen f&uuml;r ein massives Investitionsprogramm ausgesprochen. N&ouml;tig seien 700 Milliarden Euro oder rund 5,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, sagte Finanzminister Mateusz Szczurek in Br&uuml;ssel.<br>\n&bdquo;Wir stehen am Rand der Deflation, die Krise ist schlimmer als in den 30er Jahren&ldquo;, sagte Szczurek auf einer Konferenz der Denkfabrik &bdquo;Bruegel&ldquo;. Schon jetzt erlebe Europa ein &bdquo;verlorenes Jahrzehnt&ldquo; &ndash; genau wie Japan in den 80er Jahren. Wenn die EU nicht entschieden gegensteuere, drohe eine &bdquo;verlorene Generation&ldquo;.<br>\nDiese Analyse ist bemerkenswert, denn Polen geh&ouml;rt nicht dem Euro an, und von Krise ist in Warschau bisher nicht viel zu sp&uuml;ren. Doch auf Dauer k&ouml;nne sich auch sein Land nicht dem Abw&auml;rtstrend entziehen, so Szczurek. Die EU m&uuml;sse schnell und entscheiden handeln. Es reiche nicht aus, sich allein auf die Europ&auml;ische Investitionsbank (EIB) zu verlassen, wie dies Kanzlerin Merkel w&uuml;nscht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Gegen-die-Dauerkrise-\/!145493\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lohndumping f&uuml;hrt in die Deflation<\/strong><br>\nDie OECD hat lange sinkende L&ouml;hne gefordert, nun warnt die Organisation, dass sie &ldquo;kontraproduktiv&rdquo; wirken<br>\nMan h&ouml;rt erstaunliche T&ouml;ne im Besch&auml;ftigungsausblick der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Und erstaunlich ist auch, dass entscheidende Wendungen in der OECD-Argumentation den deutschen Medien offenbar nicht aufgefallen sind. So wurde zum Beispiel herausgestellt, dass die &ldquo;Industriestaaten-Organisation&rdquo; vor allem kritisiere, dass &ldquo;Deutsche unter stressigen Arbeitsbedingungen leiden&rdquo;. Insgesamt wird dazu noch auf die Frage abgestellt, dass die 34 Mitgliedsstaaten die Langzeitarbeitslosigkeit nicht in den Griff bek&auml;men.<br>\nDabei ist das eigentlich Entscheidende an dem Bericht etwas ganz anderes. Deutlich wird das am Vergleich zu den Schlagzeilen aus dem Fr&uuml;hjahr. Damals wurde getitelt: &ldquo;OECD dringt auf sinkende L&ouml;hne und Geh&auml;lter&rdquo;. Doch die bezeichnet die OECD nun sogar kontraproduktiv. Deshalb h&ouml;rt man ganz neue T&ouml;ne und wird sogar der Mindestlohn in Deutschland nun von der Organisation gefeiert, die bisher Lohndumping forderte: &ldquo;Die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns in Deutschland wird dazu beitragen, die Einkommen der Geringverdiener zu erh&ouml;hen und die Zahl der Arbeitnehmer in Armut zu senken.&rdquo;(&hellip;)<br>\nFast schon absurd ist, dass Medien wie der Deutschlandfunk vor allem im OECD-Bericht &ldquo;ermutigende Signale aus Spanien und Griechenland&rdquo; ausmachen. Herausgestellt wird, dass die Arbeitslosigkeit in Spanien zuletzt besonders stark gefallen sei. Doch ist das ein Wunder, wenn sie im oder vor dem Tourismussommer in den beiden Urlaubsl&auml;ndern f&auml;llt, nachdem sie in beiden L&auml;ndern auf Rekordwerte deutlich &uuml;ber 25% gestiegen war? Und was bedeutet eine Absenkung, wenn in Spanien noch immer 24,5% der aktiven Bev&ouml;lkerung und in Griechenland 27,2% keinen Job haben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Lohndumping-fuehrt-in-die-Deflation-2357092.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EZB mit dem Latein am Ende<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) ist mit ihrem Latein am Ende. Das billige Geld ist gegen K&uuml;rzungsdiktate machtlos. Die gro&szlig;en Volkswirtschaften, Deutschland, Frankreich und Italien, stagnieren oder schrumpfen. Die Inflationsrate (Teuerung) im Euroraum sinkt weiter und betrug im August nur noch 0,3 Prozent.<br>\nEin Gespenst geht daher um in Europa: die Deflation. Eine solche Phase sinkender Preise ist gef&auml;hrlich, weil private Haushalte ihren Konsum aufschieben oder sich schlicht nichts leisten k&ouml;nnen. Und Unternehmen verzichten daher trotz niedriger Zinsen auf Investitionen. Zudem steigt die reale Schuldenlast der Haushalte, weil die Einkommen sinken, aber nicht die Schulden. Ein Teufelskreis. Deswegen fordern mittlerweile selbst Bundesbank und EZB h&ouml;here L&ouml;hne in Deutschland, um die Wirtschaft und die Preise anzukurbeln.<br>\nZinsen: Der finale Countdown<br>\nEZB-Pr&auml;sident Mario Draghi hat am Donnerstag den Leitzins, zu dem sich Banken Geld leihen, um 0,1 Prozent auf jetzt 0,05 Prozent gesenkt. Zus&auml;tzlich wurden auch &ldquo;Strafzinsen&rdquo;, die Banken f&uuml;r Geld zahlen, dass sie ungenutzt bei der EZB parken, um 0,1 Prozent auf 0,2 Prozent erh&ouml;ht. Dies soll die Banken bewegen mehr Kredite an die reale Wirtschaft zu vergeben. Draghi tanzt auf der Null-Linie: Er kann die realen Zinsen (Zinsen abz&uuml;glich Inflation) bei sinkendem Preisniveau nicht weiter dr&uuml;cken.<br>\nDie Zinssenkungen werden ohnehin verpuffen. Das Kern des Problems ist die K&uuml;rzung der Staatsausgaben beziehungsweise der Investitionsstau. Zudem herrscht &ldquo;Bilanzrezession&rdquo;: Die privaten Haushalte in den Krisenstaaten &auml;chzen unter Lohn- und Sozialk&uuml;rzungen, Arbeitslosigkeit und Schulden, die sie versuchen abzubauen. Den Unternehmen fehlen somit Kunden, um Investitionen zu rechtfertigen. An wen sollten die Banken in dieser Situation Kredite vergeben? Mit Zockerei wie Wetten auf Wechselkurse oder Rohstoffe l&auml;sst sich schneller Geld verdienen. Und die Strafzinsen werden vermutlich von den betroffenen Banken, wie einst in D&auml;nemark, einfach an die Kunden weiter gereicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/im-wortlaut\/ezb-latein-ende-2014-09-05\/\">Die Linke im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Attacke auf Grundrechte<\/strong><br>\nEhemaliger Verfassungsrichter sieht in Regierungspl&auml;nen zur gesetzlich verordneten Tarifeinheit Bruch des Grundgesetzes. Marburger Bund will sich juristisch wehren<br>\nDer Versuch ist nicht klug&laquo;, lautete Udo Di Fabios abschlie&szlig;ender Kommentar zum Vorhaben der Regierungskoalition von CDU, CSU und SPD die sogenannte Tarifeinheit per Gesetz zu erzwingen. Am Freitag pr&auml;sentierte der renommierte Verfassungsrechtler in Berlin gemeinsam mit der Klinik&auml;rzteorganisation Marburger Bund (MB) ein von ihm erarbeitetes Gutachten zu dem Vorhaben. Sein Urteil: Will der Staat kleineren Organisationen wie dem MB, der Gewerkschaft der Lokomotivf&uuml;hrer oder der Pilotenvereinigung Cockpit verbieten, die Interessen ihrer Mitglieder wirkungsvoll zu vertreten, begeht er Verfassungsbruch. Genau dies w&auml;re die Folge, sollte das von der Koalition geplante Gesetz kommen. Danach soll pro Betrieb nur noch ein Tarifvertrag gelten. Es w&uuml;rde der mitgliederst&auml;rksten Besch&auml;ftigtenorganisation Alleinvertretungsanspr&uuml;che einr&auml;umen und andere faktisch jeder Handlungsm&ouml;glichkeit berauben. Dies w&auml;re ein Eingriff &raquo;in den Kernbereich des Grundrechts&laquo;, stellte Di Fabio klar. Artikel 9 Absatz 3 des Grundgesetzes garantiere jeder Besch&auml;ftigtengruppe und auch Vertretern eines einzelnen Berufes sowohl das Recht, sich &raquo;als Koalition zusammenzuschlie&szlig;en&laquo;, als auch unbehindert von staatlichen Eingriffen aller Art Arbeitsk&auml;mpfe zu organisieren.<br>\nDi Fabio betonte, f&uuml;hre ein Ausstand zu &raquo;schwerwiegenden gesamtgesellschaftlichen Problemen&laquo;, beispielsweise, wenn der &ouml;ffentliche Verkehr fl&auml;chendeckend wochenlang lahmgelegt werde, sei der Gesetzgeber berechtigt, einzugreifen &ndash; aber eben nur in der betroffenen Branche. Daf&uuml;r gebe es vielf&auml;ltige M&ouml;glichkeiten jenseits der Einschr&auml;nkung der Tarifautonomie, etwa die Verpflichtung zur rechtzeitigen Ank&uuml;ndigung von Warnstreiks.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/09-06\/057.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: &ldquo;Streiks sind der Preis der Freiheit&rdquo;<\/strong><br>\nDie Regierung will die Macht der kleinen Gewerkschaften einschr&auml;nken. Ex-Verfassungsrichter Udo di Fabio h&auml;lt dagegen: Streiks seien zwar &auml;rgerlich &ndash; aber kein Grund f&uuml;r den Gesetzgeber einzugreifen.<br>\nTrotz der Streiks bei Bahn und Lufthansa ist ein Eingreifen des Gesetzgebers in das Tarifrecht nach Einsch&auml;tzung des fr&uuml;heren Verfassungsrichters Udo di Fabio nicht gerechtfertigt. Die Streiks seien f&uuml;r die Reisenden zwar &auml;rgerlich, sagte di Fabio in Berlin. Einen Missbrauch k&ouml;nne er aber nicht erkennen.<br>\nDie Berufsgewerkschaften gingen verantwortungsvoll mit dem Streikrecht um, erkl&auml;rte er und verwies auf Absprachen zwischen der Pilotenvereinigung Cockpit und der Gewerkschaft Deutscher Lokf&uuml;hrer (GDL), nach der beide Gewerkschaften nicht gleichzeitig streiken wollen.<br>\nDie von der Bundesregierung geplante gesetzliche Festschreibung der Tarifeinheit verst&ouml;&szlig;t nach einem Gutachten di Fabios gegen das Grundgesetz.<br>\nGutachten rechtfertigt Streiks<br>\nF&uuml;r einen solchen Eingriff in das Recht der Koalitionsfreiheit der Gewerkschaften gebe es &ldquo;keine erkennbare Rechtfertigung&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Gutachten, dass der Ex-Verfassungsrichter f&uuml;r die Klinik&auml;rztegewerkschaft Marburger Bund erstellt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article131950321\/Streiks-sind-der-Preis-der-Freiheit.html\">Die Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und das von einem eher konservativen ehemaligen Bundesverfassungsrichter. Heutzutage m&uuml;ssen Gewerkschaften schon vorsichtig sein, wenn sie nur ihre grundgesetzlich verbrieften Rechte nutzen, insbesondere den Streik als einzige ernstzunehmende Waffe.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung H.R.:<\/strong> Ein &ndash; wie von der Koalition geplanter &ndash; Eingriff in das Recht der Koalitionsfreiheit der Gewerkschaften w&auml;re nicht gut.<\/em><br>\n<em>Aber was k&ouml;nnte Konservative zu so einer Auffassung verleiten? K&ouml;nnte es in etwa folgende &Uuml;berlegung sein: Je mehr Einzelgewerkschaften mit entsprechenden Mitgliedern, desto gespaltener und vermeintlich schw&auml;cher die Arbeitnehmerschaft insgesamt?<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Eine fr&uuml;here, im Verbindung mit dem Streikrecht stehende Forderung der SPD war das gesetzliche Verbot der Aussperrung. Im Berliner Grundsatzprogramm von 1989 war zu lesen: &bdquo;Das Gleichgewicht zwischen den Tarifparteien verlangt das gesetzliche Verbot der Aussperrung.&ldquo; Aber kaum war die SPD 1998 gemeinsam mit den Gr&uuml;nen an die Regierung gelangt, war das Thema vom Tisch. Im Hamburger Grundsatzprogramm ist die Forderung nach einem gesetzlichen Aussperrungsverbot nicht mehr zu finden. Aber erinnert sich jemand in der heutigen SPD-Spitze daran &ndash; und an die Gr&uuml;nde\/Ursachen f&uuml;r die Gr&uuml;ndung des ADAV vor &uuml;ber 150 Jahren?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>DGB-Chef ruft zur Ordnung<\/strong><br>\nDer neue Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Hoffmann, ist ein Mann, der seine Worte vorsichtig abw&auml;gt. Schnell loszupoltern ist seine Sache nicht. Normalerweise mischen sich DGB-Vorsitzende auch nicht ins Tarifgesch&auml;ft von Einzelgewerkschaften ein, erst recht nicht in der &Ouml;ffentlichkeit. Was die Schlammschlacht der beiden Eisenbahner-Gewerkschaften angeht, hat Hoffmann jetzt aber sichtlich genug. Der DGB-Chef hat einen Brief geschrieben, und der hat es in sich.<br>\nIn dem Schreiben, das der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt, ruft er den Vorsitzenden des Deutschen Beamtenbundes (DBB), Klaus Dauderst&auml;dt, in ungew&ouml;hnlich deutlicher Form dazu auf, die Lokomotivf&uuml;hrergewerkschaft GDL an die Leine zu nehmen. Dar&uuml;ber kann auch das &ldquo;Lieber Klaus&rdquo;, das Hoffmann in der Anrede handschriftlich hinzugef&uuml;gt hat, nicht hinwegt&auml;uschen. Dazu muss man wissen, dass Hoffmann Partei ist: Die Eisenbahner-Gewerkschaft EVG geh&ouml;rt zu seinem Reich, dem DGB. Ihr Kontrahent, die GDL, ist Mitglied im Beamtenbund.<br>\nHoffmann spricht in seinem Schreiben von einem &ldquo;Imageschaden&rdquo; f&uuml;r die Gewerkschaften und kritisiert: &ldquo;Der aggressive Abgrenzungs- und Konfliktkurs der GDL ist (&hellip;) nicht vereinbar mit einer solidarischen Interessenvertretung aller Arbeitnehmer.&rdquo; Die GDL verweigere sich allen Kooperationsangeboten der EVG und wolle &ldquo;ohne R&uuml;cksicht auf &ouml;ffentliche Ansehensverluste der deutschen Gewerkschaften in ihrer Gesamtheit die eigene Einflusssph&auml;re ausbauen&rdquo;. N&ouml;tig sei in den gegenw&auml;rtigen Tarifverhandlungen stattdessen &ldquo;ein konstruktives Miteinander&rdquo;. Dies sei der einzige Weg, &ldquo;um auch den Interessen von Millionen von Bahnkunden gerecht zu werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bahn-tarifstreit-dgb-chef-ruft-zur-ordnung-1.2117612\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Geht es nicht auch leiser, Herr Hoffmann? Bitte ber&uuml;cksichtigen Sie, dass die Presse nicht stets gewerkschaftsfreundlich ist.<\/em><br>\n<em>Es gibt auch noch das Telefon oder den nicht-&ouml;ffentlichen Brief &ndash; und nat&uuml;rlich auch pers&ouml;nliche Gespr&auml;che.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: DGB-Chef irrt schon wieder &ndash; &ldquo;Reputationssch&auml;den f&uuml;r die Gewerkschaften&rdquo; haben ganz andere Ursachen<\/strong><br>\nErst k&uuml;rzlich hat sich der neue Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, durch mehrere Denkfehler disqualifiziert, als er der nun auch von der Bundesbank angesto&szlig;enen Lohndebatte in die Parade fuhr (siehe dazu ausf&uuml;hrlich hier). Jetzt hat der DGB-Chef laut Medienberichten einen Brief an den Chef des Beamtenbundes, Klaus Dauderst&auml;dt, geschrieben, damit dieser der Gewerkschaft der Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) im derzeitigen Tarifstreit Einhalt gebietet. Die GDL ist Mitglied im Beamtenbund. Hoffmanns Absicht: &ldquo;weitere Reputationssch&auml;den f&uuml;r die Gewerkschaften (sollen) abgewendet werden.&rdquo; Die Rufsch&auml;digung der Gewerkschaften aber hat ganz andere Ursachen. Eine, aber nur eine davon ist sicherlich das Verhalten, wie es jetzt Hoffmann mit seinem Brief an den Tag gelegt hat.<br>\nErstens, Hoffmann verr&auml;t mit seinem Brief an den Chef des Beamtenbundes ein typisches Apparatschik-Verhalten (von seinem Vorg&auml;nger, Michael Sommer, ist ein durchaus vergleichbares Gebahren bekannt): &Uuml;ber die h&ouml;chste Ebene und pers&ouml;nliche Verbundenheit (die S&uuml;ddeutsche Zeitung zitiert ein handschriftliches &ldquo;Lieber Klaus&hellip;&rdquo; aus dem Brief Hoffmanns an Dauderst&auml;dt) soll eine in dieser Hierarchie weiter unten angesiedelte Gewerkschaft (GDL) gema&szlig;regelt und auf die Linie des DGB und wohl auch des Chef des Beamtenbundes gezwungen werden. Als ob das nicht verwerflich genug w&auml;re, muss man dazu wissen, dass Hofmann in diesem Konflikt selbst Partei ist. Seit l&auml;ngerem n&auml;mlich streiten sich die GDL und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) &uuml;ber ihren Vertretungsanspruch f&uuml;r die Besch&auml;ftigten der Bahn. Die EVG befindet sich unter dem Dach des DGB. Um nicht missverstanden zu werden: Funktionsf&auml;hige Organisationen brauchen Hierarchien. Diese dienen denen, f&uuml;r die sie einzutreten vorgeben, aber nur, wenn die jeweils Verantwortlichen sorgf&auml;ltig analysieren, mit daraus gewonnen Argumenten unterschiedliche Positionen diskutieren und dar&uuml;ber zu einer gemeinsamen Haltung finden. Davon aber ist Hoffmann weit, sehr weit entfernt.<br>\nDas zeigt, zweitens, Hoffmanns geradezu anbiederische Haltung, die aus seinen weiteren Ausf&uuml;hrungen spricht. Hoffmann fordert nebul&ouml;s ein &ldquo;konstruktives Miteinander&rdquo; und beruft sich in bester Arbeitgeber- und Medienmanier auf die &ldquo;Interessen von Millionen von Bahnkunden&rdquo;. Ist aber nicht allein sein Brief das genaue Gegenteil eines &ldquo;konstruktiven Miteinanders&rdquo;?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/09\/dgbhoffmanngdlbahnstreik-dgb-chef-irrt-schon-wieder-reputationsschaden-fur-die-gewerkschaften-haben-ganz-andere-ursachen\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Viel fordern, schnell strafen<\/strong><br>\nRund drei Millionen Menschen in Deutschland sind ohne Arbeit. Geld bekommen sie vom Jobcenter &ndash; sofern sie sich an deren Forderungen halten. Bei Nichtbefolgen drohen sofort finanzielle Sanktionen. Dabei ist die Gefahr des Missbrauchs kaum existent. (&hellip;)<br>\nViele Jobcenter sind &uuml;berlastet. Der Druck auf die Mitarbeiter ist hoch. Sie sollen die Arbeitslosen &ndash; ungeachtet der Chance auf eine erfolgreiche Vermittlung &ndash; gewisserma&szlig;en aus p&auml;dagogischen Gr&uuml;nden m&ouml;glichst h&auml;ufig vorladen. Die Intervalle werden in der sogenannten Eingliederungsvereinbarung festgelegt, die zwischen dem Jobcenter und dem Arbeitssuchenden geschlossen wird. Wer sich nicht an die Vereinbarungen h&auml;lt, dem drohen Geldstrafen, Sanktionen genannt: Zehn Prozent des Regelsatzes werden einbehalten, 30, sogar bis zu 100 Prozent. Wobei Jugendliche besonders hart sanktioniert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/arbeitslosenverwaltung-viel-fordern-schnell-strafen.724.de.html?dram:article_id=296766\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hartz IV soll um acht Euro steigen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will den Hartz-IV-Regelsatz einem Zeitungsbericht zufolge zum Jahreswechsel um acht Euro anheben. Der Satz solle von 391 Euro auf 399 Euro pro Monat steigen, berichtet die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Der Betrag f&uuml;r Kinder bis sechs Jahre solle um 5 auf 234 Euro angepasst werden.<br>\nDas Bundeskabinett wolle die Erh&ouml;hung am 17. September beschlie&szlig;en, am 10. Oktober solle der Bundesrat gr&uuml;nes Licht geben.<br>\nDer Deutsche Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband &uuml;bte Kritik. &ldquo;Der derzeitige Regelsatz ist ein trickreich klein gerechneter Armutssatz&rdquo;, sagte Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Ulrich Schneider der Zeitung. Nach Berechnungen seines Verbands m&uuml;sse der Satz mindestens 447 Euro betragen.<br>\nMahnende Stimmen gegen &ldquo;zu starke Anhebung&rdquo;<br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) warnte hingegen vor einer zu starken Anhebung. &ldquo;Ein h&ouml;herer Hartz-IV-Bezug wird schnell zum Vermittlungshemmnis, n&auml;mlich dann, wenn die Grenzen zwischen Erwerbseinkommen und Arbeitslosengeld II verschwimmen&rdquo;, sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt.<br>\n&Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich der Pr&auml;sident des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, &ldquo;Arbeit muss sich mehr lohnen als Arbeitslosigkeit&rdquo;, sagte er dem Blatt. Allerdings halte er eine moderate Anpassung der Regels&auml;tze f&uuml;r gerechtfertigt.<br>\nDie Regels&auml;tze f&uuml;r Langzeitarbeitslose und ihre Familien werden seit 2012 jeweils zu Jahresbeginn angepasst. Die Geldleistungen werden entsprechend der Entwicklung von L&ouml;hnen und Preisen im Verh&auml;ltnis 70 zu 30 fortgeschrieben. Zuletzt war Hartz IV zum 1. Januar 2014 erh&ouml;ht worden. Damals stieg der Regelsatz f&uuml;r Alleinstehende von 382 auf 391 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_70906360\/hartz-iv-soll-um-acht-euro-steigen-arbeitsagentur-warnt.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Bei einer &ldquo;zu starken Anhebung&rdquo; &ldquo;[verschwimmen] die Grenzen zwischen Erwerbseinkommen und Arbeitslosengeld II&rdquo; &ndash; m&ouml;glicherweise, weil die L&ouml;hne in Deutschland viel, viel zu niedrig sind?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung H.R.:<\/strong> Fakt ist auch, dass viele Arbeitsagenturen zumindest in der Vergangenheit Tricksereien an der Statistik angestellt haben, &bdquo;die beim Erreichen der Zielvorgaben Sinn gemacht haben, bei der Vermittlung aber &uuml;berhaupt nicht.&ldquo;, was u.a. hier nachgelesen werden kann: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitsamt-chef-weise-nimmt-stellung-zu-manipulations-vorwurf-a-907599.html\">Manipulation von Arbeitslosenstatistiken: BA-Chef Weise r&auml;umt &ldquo;Fehlsteuerungen&rdquo; ein<\/a>.<\/em><br>\n<em>Anstatt also implizit erwerbslosen Personen bei einem angeblich zu hohen Regelsatz Unwillen bei der Annahme von Arbeitsstellen zu unterstellen, sollte BA-Vorstandsmitglied Alt sicherstellen, dass intern alles &bdquo;sauber&ldquo; l&auml;uft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>One in Three U.S. Workers Is a Freelancer<\/strong><br>\nMore evidence that this isn&rsquo;t your parents&rsquo; labor market: Roughly one in three U.S. workers is now a freelancer.<br>\nFifty-three million Americans, or 34% of the nation&rsquo;s workforce, qualify as freelancers, according to a new report from the Freelancers Union, a nonprofit organization, and Elance-oDesk Inc., a company that provides platforms for freelancers to find work. These individuals include independent contractors, temps, and moonlighters, among others.<br>\nThe figures provide an update of sorts to a 2006 report from the U.S. General Accountability Office, which found that approximately 31% of American workers were employed on some kind of contingent basis, such as freelancers, part-timers or temps. That was the last time the government attempted a comprehensive survey of this growing segment of the labor force.<br>\nThe experience of work has fractured in recent years, said Fabio Rosati, chief executive of Elance-oDesk. Layoffs that accompanied the recession forced many individuals to forge a living from short-term gigs, while online marketplaces such as Elance, TaskRabbit and Uber emerged to match independent workers with companies or individuals in need of labor. Plus, the rise of mobile technologies allow more people to work when and where they choose.<br>\nCompanies, eager to lower payroll costs and take advantage of a more flexible workforce, are relying more on contingent labor. According to the National Employment Law Project, temp jobs now constitute an all-time high of 2% of all positions in the U.S., or 2.8 million.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.wsj.com\/atwork\/2014\/09\/04\/one-in-three-u-s-workers-is-a-freelancer\/?mod=e2tw\">The Wall Street Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Auf &bdquo;Fefes Blog&ldquo; ist zurecht dieser Eintrag zu lesen: Obamas Aufschwung ist nur eine Luftnummer und findet auf dem R&uuml;cken der Armen statt. Das kann man ganz gut daran sehen, <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?ts=aaf4d165\">dass da jetzt jeder Dritte &ldquo;Freelancer&rdquo; ist<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Energiewende retour<\/strong><br>\nWie Sigmar Gabriel die Konzerne bedient<br>\nW&auml;hrend die Nation vor den WM-Bildschirmen sa&szlig; und Jogi L&ouml;ws Mannschaft auf dem Weg zum Titel begleitete, spielte sich Ende Juni im Bundestag eine Posse ab, die einer parlamentarischen Demokratie unw&uuml;rdig ist. Ein Gesetz, das in seiner Bedeutung kaum zu &uuml;bersch&auml;tzen ist, wurde im Eiltempo durch den Bundestag gepeitscht: das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Nachdem die EU-Kommission auf den letzten Metern noch auf eine Vielzahl von &Auml;nderungen gedrungen hatte, blieben den Abgeordneten nur wenige Stunden, um sich durch den fast 230 Seiten starken Gesetzentwurf zu k&auml;mpfen. Eine ordentliche Beratung im federf&uuml;hrenden Wirtschaftsausschuss war nicht mehr m&ouml;glich.<br>\nBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte schon im Vorfeld klargemacht, dass die schwarz-rote Mehrheit im Bundestag das Konvolut widerstandslos durchwinken w&uuml;rde: &bdquo;Aus meiner Sicht gibt es keine Spielr&auml;ume&ldquo;, kommentierte Gabriel &Auml;nderungsforderungen aus dem Bundestag. Und er empfahl den Abgeordneten, doch statt der 230 Seiten nur die f&uuml;nfseitige Zusammenfassung zu lesen. Das Parlament konnte den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Reform am Ende nur noch abnicken &ndash; und beschloss damit &Auml;nderungen, die das EEG in seinen Grundfesten ersch&uuml;ttern und die Dynamik zum Ausbau erneuerbarer Energien ausbremsen, die das Gesetz einst ausgel&ouml;st hatte.<br>\nDamit markiert die jetzige Reform den Anfang vom Ende des EEG, wie wir es kennen. Nachdem die EEG-Reform von 2012 bereits den Ausbau der Solarenergie begrenzte, folgt mit der jetzigen Gesetzesnovelle ein &bdquo;atmender Deckel&rdquo; f&uuml;r die Windkraft an Land. Demnach sollen j&auml;hrlich nur noch 2,5 Gigawatt an Windkraftanlagen zugebaut werden. Dies entspricht etwa 1000 gro&szlig;en Windr&auml;dern. &Uuml;berschreitet der Zubau diese Grenze, sinkt die F&ouml;rderung im n&auml;chsten Jahr schneller, unterschreitet er diese Grenze, sinkt die F&ouml;rderung etwas langsamer. Zwar wird bei der Berechnung des Zubaus immerhin die Leistung abgebauter Anlagen abgezogen. Doch insgesamt macht die Reform die Planung f&uuml;r Investoren unsicher und wirkt damit wie Gift f&uuml;r den weiteren Ausbau der Windkraft.<br>\nAusgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Produktionskosten f&uuml;r Windkraft sinken und der Markt w&auml;chst, wird dieser nun durch einen Ausbaukorridor begrenzt &ndash; und dies v&ouml;llig unabh&auml;ngig davon, wie stark die Preise f&uuml;r die Technologie weiter sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/september\/energiewende-retour\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Welches Gremium darf Waffenexporte genehmigen?<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-J&uuml;rgen Papier, unterst&uuml;tzt die Haltung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), weniger R&uuml;stungsexporte zu genehmigen. &ldquo;Die Verfassung enth&auml;lt ein Friedensgebot, an das die Bundesregierung auch bei der Genehmigung von R&uuml;stungsexporten gebunden ist&rdquo;, sagte Papier im Interview der &ldquo;Welt&rdquo;. &ldquo;Deshalb ist es durchaus erw&auml;genswert, die Genehmigungspraxis zu versch&auml;rfen und strenger darauf zu achten, ob man das Friedensgebot wahrt.&rdquo;<br>\nWaffen weder an Diktatoren noch in Krisengebiete zu liefern sei &ldquo;eine durchaus vertretbare Interpretation&rdquo; des Grundgesetzes. Die R&uuml;stungsunternehmen, so Papier, k&ouml;nnten aus der Verfassung &ldquo;keinen Rechtsanspruch auf Ausfuhrgenehmigung ableiten&rdquo;&hellip;.<br>\nNoch schwieriger wird es, wenn die Bundesregierung sich entschlie&szlig;t, Waffen in Krisengebiete wie den Nordirak zu liefern. Dort soll die kurdische Armee in die Lage versetzt werden, die Terrormiliz Islamischer Staat aufzuhalten. Nach &Uuml;berzeugung Papiers bedarf eine solche Unterst&uuml;tzung nicht nur der Zustimmung des Bundeskabinetts, sondern auch des Parlaments. &ldquo;Im Fall des Irak handelt der deutsche Staat durch Lieferung von Waffen der Bundeswehr gewisserma&szlig;en unmittelbar und hoheitlich &ndash; und greift in die Kampfhandlungen ein&rdquo;, sagte der einstige Richter.<br>\nDaher halte er es nicht f&uuml;r ausgeschlossen, dass Karlsruhe den Parlamentsvorbehalt erweitere&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article131960233\/Welches-Gremium-darf-Waffenexporte-genehmigen.html\">Welt.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>SPD-Linke warnt Sigmar Gabriel<\/strong><br>\nParteichef Sigmar Gabriel treibt sein Projekt voran, f&uuml;r die SPD Wirtschaftskompetenz zu erobern. Der linke Parteifl&uuml;gel f&uuml;rchtet, dass dabei der zentrale Wert Gerechtigkeit verloren geht &ndash; und holt jetzt zum programmatischen Gegenschlag aus.<br>\nIn der Debatte &uuml;ber die k&uuml;nftige Wirtschaftspolitik der SPD hat der linke Parteifl&uuml;gel vor einer Verengung der sozialdemokratischen Politik auf Versprechen zur Wirtschaftsf&ouml;rderung gewarnt. Eine &bdquo;vern&uuml;nftige Verteilungspolitik&ldquo; sei &bdquo;Voraussetzung f&uuml;r eine vern&uuml;nftige Wirtschaftspolitik&ldquo;, schreibt der Vorsitzende der Parlamentarischen Linken (PL), Carsten Sieling, in einem zehnseitigen Thesenpapier (&bdquo;Zusammenhalten, was zusammen geh&ouml;rt&ldquo;), das dem Tagesspiegel vorliegt. Die &bdquo;PL&ldquo; ist die Vereinigung der linken SPD-Bundestagsabgeordneten.<br>\nSieling legt damit den ersten programmatischen Beitrag der Parteilinken zu der Debatte vor, die bislang vor allem Parteichef Sigmar Gabriel und der nieders&auml;chsische Ministerpr&auml;sident Stephan Weil vorangetrieben hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/broeckelrepublik-deutschland-spd-linke-warnt-sigmar-gabriel\/10656584.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Juso-Chefin ruft SPD-Linke zur Einheit auf<\/strong><br>\nUekermann bilanziert nun, &raquo;der derzeitigen Struktur und Organisation der Linken in der SPD gelingt es nicht&laquo;, den &raquo;grunds&auml;tzlichen Konflikt&laquo; innerhalb der SPD-Linken aufzul&ouml;sen: &raquo;Einerseits streitet sie f&uuml;r eine weitgehende Ver&auml;nderung der Gesellschaft, andererseits muss sie konkrete Politik gestalten und die (Regierungs-)Politik kritisch, aber auch konstruktiv begleiten.&laquo; Weder funktioniere die Arbeitsteilung sowie die Abstimmung zwischen den einzelnen Akteuren, noch gebe es &raquo;eine gute Verankerung in den sozialen Bewegungen&laquo;. Dies, so die Juso-Vorsitzende, sei &raquo;aber grundlegende Voraussetzung f&uuml;r die Durchsetzung linker Politik&laquo;.<br>\nDie Juso-Chefin pl&auml;diert zudem f&uuml;r den Erhalt des Pluralismus auf dem linken Fl&uuml;gel der SPD: Es habe nie nur eine Linke bei den Sozialdemokraten gegeben, &raquo;sondern unterschiedliche Gruppen mit unterschiedlichen Ausrichtungen&laquo;. Dies sei &raquo;immer auch die St&auml;rke&laquo; der SPD-Linken gewesen, weil so unterschiedliche Gruppen angesprochen werden konnten. Uekermann pl&auml;dierte daf&uuml;r, die SPD-Linke einerseits als Forum f&uuml;r &raquo;die langfristigen und grundlegenden Debatten um die Zukunft der Gesellschaft&laquo; als auch als ein &raquo;Netzwerk sein f&uuml;r die konkrete Gestaltung der Tagespolitik, f&uuml;r das Organisieren von Mehrheiten in Fraktionen, im Parteivorstand und auf Parteitagen&laquo; auszurichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/944998.juso-chefin-ruft-spd-linke-zur-einheit-auf.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bundesregierung: So stark beeinflussen Meinungsforscher Merkels Politik<\/strong><br>\nDie Arbeit der Bundeskanzlerin Angela Merkel wird viel st&auml;rker von Meinungsumfragen bestimmt als bisher bekannt. In der vergangenen Wahlperiode gab das Bundespresseamt rund 600 bislang unver&ouml;ffentlichte Umfragen in Auftrag, die das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL nun erstmals auswerten konnte.<br>\nDemnach lie&szlig; das Bundespresseamt zentrale Regierungsvorhaben und die Beliebtheitswerte der Kabinettsmitglieder umfassend bei den W&auml;hlern abfragen. Der Regierungssprecher Steffen Seibert leitete die Ergebnisse in einer Zusammenfassung an die Bundeskanzlerin weiter.<br>\nDie Resultate der Demoskopen finden sich regelm&auml;&szlig;ig im Handeln der Regierungschefin wieder. Vor der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 sollte das Institut Emnid herausfinden, welche Klimapolitik sich die Deutschen w&uuml;nschen. Mehrere Aussagen der Studie tauchten sp&auml;ter fast wortgleich in einer Regierungserkl&auml;rung auf, die Merkel im Bundestag hielt. Auch bei der Aussetzung der Wehrpflicht sind deutliche &Uuml;bereinstimmungen zwischen internen Umfragen wie der Allensbach-Studie &ldquo;Verteidigungspolitik im Spiegel der &ouml;ffentlichen Meinung&rdquo; und Merkels Politik erkennbar. Weitere Erhebungen besch&auml;ftigten sich unter anderem mit den &ldquo;Wertvorstellungen der Deutschen&rdquo; oder &ldquo;Singles im Alter von 30 bis 59 Jahren&rdquo;.<br>\nEinige Umfragen werfen die Frage auf, ob dabei Parteiinteressen und nicht das Regierungshandeln im Vordergrund stehen. Die Forschungsgruppe Wahlen sollte im Auftrag des Bundespresseamts in den Jahren 2011 und 2012 mehrfach herausfinden, ob sich eine rot-gr&uuml;ne Regierung nach Ansicht der Deutschen besser um das Gemeinwohl oder langfristige Probleme k&uuml;mmern w&uuml;rde als es die schwarz-gelbe Koalition tut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/angela-merkel-meinungsforscher-beeinflussen-arbeit-der-kanzlerin-a-990231.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Ist das eigentlich noch Politik? Anstatt sich an die Bed&uuml;rfnisse der im Land lebenden Menschen zu orientieren, verfolgt diese Bundeskanzlerin offenbar lieber die Meinungsumfragen.<\/em><br>\n<em>Bereits seit l&auml;ngerer Zeit konnte beobachtet werden, dass Merkel sich an vermeintlichen Mehrheitsmeinungen zu orientieren sucht: Sie verk&uuml;ndet kaum &ouml;ffentlich ihre Meinung, sondern schlie&szlig;t sich nicht selten sehr z&ouml;gernd einer Meinung an. Nun also die Best&auml;tigung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bitte weniger eint&ouml;nig<\/strong><br>\nFolgt der Wirtschaftskrise eine Krise der Wirtschaftswissenschaften? Studenten fordern eine Reform des Curriculum. Ein Appell, der nicht ohne Echo bleibt.<br>\nEs sei ihm egal, wer die Gesetze eines Landes verfasse, hat der amerikanische &Ouml;konom und Nobelpreistr&auml;ger Paul Samuelson einmal gesagt, solange nur er selbst die &Ouml;konomielehrb&uuml;cher schreiben k&ouml;nne. Die Hoheit &uuml;bers Curriculum aber wollen Studierende der Volkswirtschaftslehre ihren Professoren nicht l&auml;nger kampflos zugestehen. Studenteninitiativen aus neunzehn L&auml;ndern ver&ouml;ffentlichten im Mai einen gemeinsamen Aufruf, in dem sie eine &bdquo;besorgniserregende Einseitigkeit der Lehre&ldquo; anprangern.<br>\nEs mangele dem Fach an konkurrierenden Theorien, methodischem Pluralismus und einer kritischen Debatte. &bdquo;Diese fehlende intellektuelle Vielfalt beschr&auml;nkt nicht nur Lehre und Forschung, sie behindert uns im Umgang mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts &ndash; von Finanzmarktstabilit&auml;t &uuml;ber Ern&auml;hrungssicherheit bis hin zum Klimawandel&ldquo;, schreiben die Studenten. Ihr Aufruf hat, vor allem in Gro&szlig;britannien, eine Debatte ausgel&ouml;st, die an den Fundamenten der Volkswirtschaftslehre r&uuml;ttelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/campus\/kritik-an-der-volkswirtschaftslehre-13130404.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Perspektivwechsel<\/strong><br>\nAn die Politiker und Journalisten, die Krieg und Neoliberalismus propagieren\n<p>Meine Damen und Herren:<br>\nStellen Sie sich vor:&#8232;<br>\nAuf einmal sind Sie bettelarm,&#8232;<br>\nSie haben Hunger und frieren,&#8232;<br>\nSie haben kein Bett und kein Dach.&#8232;<br>\nWohin sich wenden?<\/p>\n<p>Krieg ist im Land;&#8232;<br>\ndie H&auml;user zerbombt,&#8232;<br>\ndie Felder verw&uuml;stet,&#8232;<br>\nM&ouml;rdersoldaten patrouillieren.<\/p>\n<p>Stellen Sie sich vor:&#8232;<br>\nSie sind auf der Flucht,&#8232;<br>\nSie haben Schmerzen,&#8232;<br>\nSie hungern und frieren,&#8232;<br>\nSie sind todm&uuml;de,&#8232;<br>\nund es gibt kein Erbarmen.<\/p>\n<p>Wolfgang Bittner<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Kaufen, wenn die Kanonen donnern &ndash; So geht Bank heute<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140908_targo_bank.jpeg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: Targo Bank<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(HR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23142","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23142","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23142"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23142\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23146,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23142\/revisions\/23146"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23142"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23142"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23142"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}