{"id":23170,"date":"2014-09-09T09:19:56","date_gmt":"2014-09-09T07:19:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170"},"modified":"2014-09-09T09:19:56","modified_gmt":"2014-09-09T07:19:56","slug":"hinweise-des-tages-2209","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h01\">Die Deutschen leisten die meisten &Uuml;berstunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h02\">Russland\/Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h03\">Der GAU f&uuml;r Washingtoner Thinktanks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h04\">Investitionen und Exporte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h05\">Minizinssenkung bringt nichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h06\">Finanz-Steuer soll dem Staat Milliarden einbringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h07\">Einkommensunterschiede &ndash; Die Ungleichheit in Amerika w&auml;chst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h08\">Deutsche Arbeitnehmer f&uuml;hlen sich besonders gestresst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h09\">&Uuml;ber vier Millionen Erwerbst&auml;tige in Deutschland sind Analphabeten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h10\">Ist es gerecht, dass Hartz IV st&auml;rker steigt als die Rente?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h11\">WSI-Studie: Vier von zehn ehemaligen Gastarbeitern droht Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h12\">Meinungsmache &ndash; Einfache Beamte, wohlhabende Pension&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h13\">Ein Leben im Hamsterrad und ohne Perspektive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h14\">Von der Leyen will Nachschlag f&uuml;r Verteidigungsetat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h15\">Die Miet-Hai AG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h16\">Der Schrecken Ebola: Epidemie mit Nebenwirkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h17\">Nochmals: Brennende Wasserh&auml;hne: Wie gef&auml;hrlich ist Fracking?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170#h18\">Das Allerletzte &ndash; Was Kiew von &Ouml;sterreich lernen kann<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23170&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Deutschen leisten die meisten &Uuml;berstunden<\/strong><br>\n&Uuml;ber 47 &Uuml;berstunden machten die deutschen Arbeitnehmer im Schnitt im vergangenen Jahr &ndash; so viele wie in keinem anderen Land der Euro-Zone. Die meisten davon wurden nicht verg&uuml;tet.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140910_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Laut EU-Studien liege die tats&auml;chlich vereinbarte Wochenarbeitszeit in Deutschland bei 37,7 Stunden, tats&auml;chlich arbeiteten die Besch&auml;ftigten aber 40,5 Stunden in der Woche&hellip;<br>\nNach den neuesten Erhebungen des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der N&uuml;rnberger Bundesagentur f&uuml;r Arbeit arbeitete jeder Erwerbst&auml;tige in Deutschland im vergangenen Jahr durchschnittlich 1645 Stunden. Die Zahl der &Uuml;berstunden pro Arbeitnehmer lag im Jahr 2013 bei insgesamt 47,3.<br>\nPikant: Davon wurden nur 20,0 &Uuml;berstunden bezahlt, die meisten &Uuml;berstunden (27,2) wurden weder mit Geld noch mit Freizeitausgleich verg&uuml;tet &ndash; sie wurden umsonst geleistet. Dabei machen hoch qualifizierte und gut bezahlte Mitarbeiter besonders viele unbezahlte &Uuml;berstunden. Seit 2002 liegt die Zahl der unbezahlten &Uuml;berstunden in jedem Jahr deutlich &uuml;ber den bezahlten &Uuml;berstunden. So wurden 2013 rund 1,03 Milliarden unbezahlte &Uuml;berstunden geleistet, 758 Millionen Stunden Mehrarbeit wurden dagegen bezahlt.<br>\nAuch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat sich intensiv mit dem Thema &Uuml;berstunden befasst. Laut einer DGB-Studie aus diesem Jahr leisten 17 Prozent der Arbeitnehmer regelm&auml;&szlig;ig &Uuml;berstunden zum Nulltarif. Jeder vierte Arbeitnehmer macht nach eigenen Angaben zumindest zeitweise unbezahlte Mehrarbeit. 44 Prozent der Befragten, die regelm&auml;&szlig;ig &Uuml;berstunden machen, gaben an, dass der Arbeitgeber von ihnen st&auml;ndige Erreichbarkeit erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article131993796\/Die-Deutschen-leisten-die-meisten-Ueberstunden.html\">WELT<\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140910_02.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.eurofound.europa.eu\/eiro\/studies\/tn1405020s\/index.htm#hd2\">Developments in collectively agreed working time 2013, eiroline<\/a><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu auch die Umfrage der Initiative Gesundheit &amp; Arbeit<\/strong><br>\nEs zeigt sich, dass &uuml;ber die H&auml;lfte der Befragten mit unvorhersehbaren Arbeitsanforderungen konfrontiert ist. Von einem Viertel der Befragten wird erwartet, dass sie auch im Privatleben f&uuml;r Arbeitsbelange erreichbar sind oder diese erledigen. Eine h&ouml;here Anzahl von &Uuml;berstunden geht mit einer h&ouml;heren Erwartung arbeitsbezogener erweiterter Erreichbarkeit einher.<br>\nNur f&uuml;r knapp die H&auml;lfte der Befragten (49 Prozent) ist es uneingeschr&auml;nkt vorstellbar, die derzeitige T&auml;tigkeit bis zum Renteneintritt fortzusetzen. Die Zustimmung steigt mit dem Ausbildungsgrad, Befragte mit Abitur stimmen der Aussage zu 52 Prozent zu, Befragte ohne Abschluss nur zu 27 Prozent. In Bezug auf die Unternehmensgr&ouml;&szlig;e gibt es in Kleinunternehmen die h&ouml;chste Bereitschaft (57 Prozent), die derzeitige T&auml;tigkeit bis zum Renteneintritt fortzusetzen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iga-info.de\/fileadmin\/Veroeffentlichungen\/iga_aktuell_Newsletter\/iga-aktuell_02_2014_web.pdf\">Initiative Gesundheit &amp; Arbeit IGA [PDF &ndash; 848 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Russland\/Ukraine<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Deutsche Besserwisser<\/strong><br>\nBei vielen in Russland genie&szlig;t Deutschland weiterhin Ansehen und Sympathie, trotz der Apokalypse, die Hitlers Heere 1941 &uuml;ber das Land brachten. Noch bei der Wiedervereinigung 1990 zeigte sich Gorbatschows Sowjetunion so entgegenkommend, weil sie die Deutschen als verl&auml;ssliche Partner f&uuml;r die Zukunft sah; doch war das rote Imperium da bereits nicht mehr zu retten.<br>\nEs ist schon deshalb, mild formuliert, kein gl&uuml;cklicher Einfall von Joachim Gauck gewesen, Putin auf dem Umweg &uuml;ber Polen zu einer Art von Hitlers Wiederg&auml;nger zu erkl&auml;ren. Indirekt zwar, aber erkennbar; und das noch ausgerechnet in einer Gedenkrede in Polen &uuml;ber den Beginn des Zweiten Weltkriegs und ohne auf den deutschen Vernichtungskrieg in der Sowjetunion seit 1941 einzugehen &ndash; zu dem doch der Polenfeldzug 1939 nur der erste Schritt war.<br>\nEin gro&szlig;es, wenn nicht das gro&szlig;e Thema des Pr&auml;sidenten ist die Freiheit &ndash; und der beklagenswerte Mangel an Empathie bei manchen Deutschen f&uuml;r Menschen, deren Freiheit bedroht ist. Das ist oft bedenkenswert und auch biografisch bedingt, der DDR-B&uuml;rger Gauck erlebte die Zeitenwende von 1989 als pers&ouml;nliche Befreiung. Es wird jedoch immer sehr schnell sehr peinlich, wenn ausgerechnet deutsche Politiker zur Begr&uuml;ndung ihres Handelns mit NS-Vergleichen hantieren, gleich ob sie Milo&scaron;evi&#263;, George Bush jr. oder nun Putin damit traktierten. Einem Bundespr&auml;sidenten steht die Rolle dessen, der Deutschlands Opfer von gestern &uuml;ber die Moral von heute belehrt, erst recht nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/gauck-ueber-den-ukraine-krieg-deutsche-besserwisser-1.2117290\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man will es fast nicht glauben aber es gibt in Mitten der Kriegs- und Hetzpropaganda der deutschen Leitmedien gegen Russland, doch noch die eine oder anderen Stimme der Vernunft. Der Kommentar bringt es auf den Punkt: Es ist ein unglaublicher Zynismus Gaucks in der Erinnerung an den deutschen Angriff auf Polen eine direkte Linie von Hitler zu Putin zu ziehen und mit keinem Wort das W&uuml;ten der Wehrmacht und SS in Russland zu erw&auml;hnen. Aber bei Gaucks reichlich beschr&auml;nkten Welt- und Geschichtsverst&auml;ndnis auch keine gro&szlig;e &Uuml;berraschung. Als Bundespr&auml;sident sollte Gauck eigentlich in der Lage sein von seinem Russenhass zu abstrahieren und das Amt nicht dazu missbrauchen offene Rechnungen zu begleichen. Hier hilft es wo m&ouml;glich zu wissen, dass der Vater von Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin bei Leningrad beim Kampf gegen die Wehrmacht schwer verwundet wurde, dass Putins Mutter w&auml;hrend der Belagerung fast verhungerte, sein Bruder an Diphtherie starb. Hasstiraden gegen Deutschland sind von Putin dennoch bisher nicht bekannt.<\/em><br>\n<em>Gauck ist einfach der beste Bundespr&auml;sident, den die herrschenden Eliten je hatten. Ein folgsameres Sprachrohr werden diese so schnell nicht mehr finden. Dass Gauck damit dem Amt mehr Schaden zuf&uuml;gt als es Wulff je konnte, spielt dabei keine Rolle.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Konstantin Wecker: &ldquo;Ich bin ein Putinversteher&rdquo;<\/strong><br>\nLiebe Freunde,<br>\n&bdquo;Wie wird die Welt regiert und in den Krieg gef&uuml;hrt? Diplomaten bel&uuml;gen Journalisten und glauben es, wenn sie&rsquo;s lesen.&ldquo;<br>\nKarl Kraus, der die Manipulation der Massen in den Kriegszeiten des ersten Weltkrieges durchschaute und wie kein anderer messerscharf analysierte, verachtete die meisten Journalisten.<br>\nEr verabscheute den &bdquo;Journalismus und die intellektuelle Korruption, die von ihm ausgeht, mit ganzer Seelenkraft.&ldquo;<br>\nIch hielt das lange f&uuml;r &uuml;bertrieben, zumal ich hervorragende und unbestechliche JournalistInnen kenne und sch&auml;tze.<br>\nMittlerweile befallen mich Zweifel an meiner Loyalit&auml;t.<br>\nKlar, es gibt sie noch, diese aufrechten Vertreter ihres Fachs. Aber wo d&uuml;rfen sie noch schreiben?<br>\nDie Propagandamaschine l&auml;uft bereits und es ist erschreckend, wie ein Gro&szlig;teil der Zunft einem Plan zu folgen scheint, der trotz des Widerspruchs der meisten Leser die Wirklichkeit im Sinne einflussreicher Geldgeber gestaltet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/permalink.php?story_fbid=934315933252439&amp;id=111564412194266\">Konstantin Wecker via Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der GAU f&uuml;r Washingtoner Thinktanks<\/strong><br>\nSie gelten als Kaderreserve der Regierung. Aber: Wie unabh&auml;ngig sind die Denkfabriken in der US-Hauptstadt? Die &ldquo;New York Times&rdquo; jedenfalls berichtet &uuml;ber dubiose Geldfl&uuml;sse. Etwa aus Katar.<br>\nDie gut entwickelte Landschaft an Thinktanks ist der Stolz Washingtons. Sie machen Politikvorschl&auml;ge, informieren Abgeordnete und Regierungsmitglieder. Ihre Experten mischen sich in die &ouml;ffentliche Debatte ein. Und vor allem dienen sie als Ersatzbank f&uuml;r die Regierung, wenn die politische Farbe des Pr&auml;sidenten im Wei&szlig;en Haus wechselt. Kurz: Sie sind eine wichtige Ressource f&uuml;r die amerikanische Politik.<br>\nDeshalb hat ein Artikel der &ldquo;New York Times&rdquo; nun wie eine Bombe eingeschlagen. Darin wird aufgezeigt, wie ausl&auml;ndische Regierungen versuchen, &uuml;ber Spenden Einfluss auf Thinktanks zu nehmen und dar&uuml;ber indirekt auch auf die Regierung. Es handelt sich um renommierte Institutionen, die vor allem in den Bereichen Au&szlig;en-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik t&auml;tig sind. Illustre Namen wie die Brookings Institution oder das Center for Strategic and International Studies (CSIS) sind darunter&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article132030112\/Der-GAU-fuer-Washingtoner-Thinktanks.html\">Die Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/09\/07\/us\/politics\/foreign-powers-buy-influence-at-think-tanks.html?src=me&amp;_r=0\">New York Times,  Foreign Powers Buy Influence at Think Tanks<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Antirussisch bis ins Mark<\/strong><br>\nDer amerikanische &bdquo;Council on Foreign Relations&ldquo;, eine m&auml;chtige Denkfabrik, macht den Westen f&uuml;r die Eskalation in der Ukraine verantwortlich und sorgt in den USA f&uuml;r Aufsehen.<br>\nNein, als linksradikale, USA-feindliche Bruderschaft kann man den &bdquo;Council on Foreign Relations&ldquo; nicht gerade bezeichnen. Zu den 3400 Mitgliedern der m&auml;chtigen amerikanischen Organisation z&auml;hlen zahlreiche ehemalige US-Pr&auml;sidenten, Spitzenbeamte der Regierung, Bundesrichter, Hochschulprofessoren, Milit&auml;rs, Geheimdienstler, Wirtschaftsf&uuml;hrer, Schauspieler und Journalisten &ndash; von Henry Kissinger bis Bill Clinton, von Alan Greenspan bis George Clooney. Der Council ist seit &uuml;ber 90 Jahren ma&szlig;geblich an der Formulierung der US-Au&szlig;enpolitik beteiligt.<br>\nJetzt sorgt das einflussreiche Gremium in den Vereinigten Staaten f&uuml;r Aufsehen und Debatten: In mehreren Beitr&auml;gen &uuml;ben Mitglieder der Denkfabrik heftige Kritik an der westlichen Politik in der Ukraine.<br>\nIm Zentralorgan der Organisation, dem renommierten Magazin &bdquo;Foreign Affairs&ldquo;, widmet sich eine 13-seitige Analyse dem Thema. Die &Uuml;berschrift k&ouml;nnte kaum plakativer formuliert sein: &bdquo;Why the Ukraine Crisis is the West&rsquo;s Fault&ldquo;. Warum die Ukraine-Krise der Fehler des Westens ist. Der Politikwissenschaftler Professor John J. Mearsheimer von der University of Chicago liefert die Abrechnung mit dem Westen. Die AZ fasst seine Analyse zusammen:<br>\nDer &bdquo;Affront&ldquo;, so Mearsheimer, sei ab Mitte der 90er von der Clinton-Regierung ausgegangen, die die Erweiterung der Nato vorantrieb. In der in den USA gef&uuml;hrten Debatte seien es vor allem die Liberalen gewesen, die die Expansion forderten. Realpolitisch orientierte Gegner, die auf legitime russische Sicherheitsinteressen verwiesen, konnten sich nicht durchsetzen.<br>\nMearsheimer zitiert unter anderem den ber&uuml;hmten US-Diplomaten George F. Kennan, der von einem &bdquo;tragischen Fehler&ldquo; gesprochen habe. &bdquo;Es gab keinen Grund f&uuml;r diese Erweiterung. Niemand hat irgendjemanden bedroht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/inhalt.debatte-ueber-die-ukraine-krise-antirussisch-bis-ins-mark.089e6e23-4f7b-4b28-a61f-669a77c319e3.html\">Abendzeitung M&uuml;nchen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Investitionen und Exporte<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Heimischer Investitionsmangel: Deutsche verplempern Milliarden im Ausland<\/strong><br>\nAngesichts der Mickerzinsen werden Sparb&uuml;cher oder Tagesgeldkonten zum Verlustmodell. Dennoch stecken Anleger in Deutschland bislang rund vier F&uuml;nftel ihres Geldverm&ouml;gens in solche zinsabh&auml;ngigen Anlagen. Zu h&auml;ufig flie&szlig;t das Kapital der Deutschen dann auch noch in Investitionsprojekte im Ausland. &hellip;.<br>\nWenn Banken das Ersparte in anderen L&auml;ndern anlegten, dann oft mit Verlust: Seit dem Jahr 2000 machten die Deutschen nach DIW-Berechnungen auf die Nettoersparnisse im Ausland einen Verlust von fast 400 Milliarden Euro. Zugleich fehle es in Deutschland an dringend ben&ouml;tigten Investitionen, warnt Fratzscher in einem gerade erschienenen Buch.<br>\nDas soll nun anders werden. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat eine Kommission ins Leben gerufen, zu der auch Deutsche-Bank-Chef J&uuml;rgen Fitschen geh&ouml;rt und die von Fratzscher geleitet wird. Ihr Ziel: Mehr privates Kapital f&uuml;r Investitionen in Deutschland zu mobilisieren. Statt weiter nur stur ihre Sparschweine zu f&uuml;ttern, sollen die B&uuml;rger einen Teil des Geldes lieber in den Bau von Stra&szlig;en und Br&uuml;cken stecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/investitionen-deutsche-legen-geld-zu-oft-im-ausland-an-a-990393.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein passender SPIEGEL-Online-Leser-Kommentar:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Die Bev&ouml;lkerung finanziert ihre eigene Infrastruktur: Die Idee ist grunds&auml;tzlich richtig und h&ouml;chst charmant&rdquo; und ich dachte, die Bev&ouml;lkerung w&uuml;rde schon seit hunderten von Jahren ihre eigene Infrastruktur finanzieren: mittels der Steuern, die sie zahlt.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Der SPIEGEL hat nicht nur keine Ahnung, sondern ist auch noch dummdreist. In sch&ouml;ner Regelm&auml;&szlig;igkeit werden die neuesten Rekordmeldungen zu den Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;ssen durch die bunten SPIEGEL-Seiten geblasen, als Propaganda f&uuml;r die angebliche deutsche Wirtschaftsst&auml;rke. Dass aber der deutsche Export&uuml;berschuss zwingend mit einem Kapitalexport einhergeht, dass also &ldquo;der B&uuml;rger&rdquo; naturnotwendig sein Geld im Ausland anlegen &ldquo;muss&rdquo; und die deutsche Investitionsschw&auml;che auch und gerade &uuml;ber 20 Jahre lang von der SPIEGEL-Propaganda (&ldquo;deutsche Arbeitnehmer sind zu teuer\/zu unflexibel&rdquo;, &ldquo;der Sozialstaat ist unbezahlbar&rdquo; usw.) herbeigeschrieben worden ist, verschweigt das ehrenwerte &ldquo;Magazin&rdquo;. Jetzt mit dem herbeigeschriebenen miesen Ergebnis, mit der br&ouml;ckelnden Infrastruktur, noch einmal Kasse machen zu wollen durch den Verkauf von noch mehr bunten Seiten&hellip; Als Zeuge f&uuml;r das Problem und als Stichwortgeber wird ausgerechnet Marcel Fratzscher angef&uuml;hrt, der den Exportwahn noch mehr anheizen, die deutsche Infrastruktur an PPP-Fonds verh&ouml;kern und nebenbei seine neuesten Erg&uuml;sse in Buchform verkaufen will&hellip; Die kommerzielle Widerw&auml;rtigkeit des SPIEGEL kennt wirklich keine Grenzen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da bleibt einem erst einmal die Spucke weg, die von Gabriel ins Leben gerufene Kommission wird von Fratzscher, einem lupenreinen Apologeten des Neoliberalismus, geleitet und hat mit Deutsche Bank Chef Fitschen einen f&uuml;hrenden Vertreter der Finanzindustrie als Mitglied. Was dabei herauskommt wei&szlig; man jetzt schon. Der Finanzindustrie sollen neue Anlage- und Renditem&ouml;glichkeiten er&ouml;ffnet werden.<\/em><br>\n<em>Es ist geradezu absurd, erst wird den Kapital- und Verm&ouml;gensbesitzern durch best&auml;ndige Steuersenkungen die M&ouml;glichkeit gegeben ihre Konten noch praller zuf&uuml;llen und dann wird sich dar&uuml;ber beschwert, dass die Mittel zum Ausbau und zur Instandhaltung der &ouml;ffentlichen Infrastruktur fehlen. Nun soll &uuml;ber den Umweg von Finanzkonstrukten, an denen die Finanzindustrie ordentlich mitverdienen darf &ndash; zweifellos das prim&auml;re Ziel, das Geld wieder eingesammelt werden. Dabei gibt es, wie oben bereits erw&auml;hnt, eine einfache und bew&auml;hrte Methode zur Finanzierung der &ouml;ffentlichen Infrastruktur, eine angemessene Besteuerung. Aber da k&ouml;nnten sich Fitschen &amp; Co ja nicht die Taschen f&uuml;llen sondern m&uuml;ssten von ihren exorbitanten Gewinnen etwas abgeben.<\/em><br>\n<em>Dazu bitten wir unsere Leser doch einmal den SPD-Vertreter oder die SPD-Vertreterin in ihrem Wahlkreis anzusprechen oder anzuschreiben und zu fragen was mit diesen absurden Vorschlag Gabriels bezweckt werden soll.<\/em><\/p>\n<p><strong>Zum Thema auch (noch einmal):<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/absurdes-theater-sigmar-gabriel-laesst-die-deutsche-investitionsschwaeche-er-forschen-und-frank-schaeffler-gruendet-eine-denkfabrik\/\">Heiner Flassbeck &ndash; Absurdes Theater: Sigmar Gabriel l&auml;sst die deutsche Investitionsschw&auml;che &bdquo;erforschen&ldquo; und Frank Sch&auml;ffler gr&uuml;ndet eine &bdquo;Denkfabrik&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Amerikanische Zust&auml;nde<\/strong><br>\nDer Infrastrukturzerfall der USA und in Europa ist ja hier schon l&auml;nger Thema, aber dieser Artikel hier ist echt eine Kategorie f&uuml;r sich. Wir haben ja schon geh&ouml;rt, dass Detroit einzelne Stadtbezirke aufgegeben hat, weil sie das Geld nicht hatten, um da typische Dienste wie &ldquo;Strom, Wasser, Polizei, Stadtreinigung&rdquo; anzubieten, und weil dort so viele H&auml;user verlassen waren. Auch in den anderen Bezirken sieht das nicht viel besser aus. Hier hat mal jemand der Feuerwehr &uuml;ber die Schulter geguckt, die kein Geld f&uuml;r ordentliche Alarmsysteme haben, daher stellen die dann eine leere Coladose mit Geldst&uuml;cken drin vor die Papierausgabe ihres Faxger&auml;tes. Wenn dann da ein &ldquo;wir brauchen mal die Feuerwehr&rdquo;-Fax reinkommt, dann f&auml;llt die Dose runter und das alarmiert dann das Feuerwehr-Personal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?ts=aaf37e04\">Fefes Blog<\/a><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.businessinsider.com\/detroit-garbage-pickup-bankruptcy-2010-12\">Detroit Is Halting Garbage Pickup, Police Patrols In 20% Of City<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.freep.com\/article\/20140905\/NEWS01\/309050185\">Detroit fire department has alert system made of pop cans, doorbells<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Vielleicht sollte die Stadtverwaltung von Detroit einmal bei Gabriel nachfragen, der hat bestimmt noch die eine oder andere pfiffige Idee zur Finanzierung maroder &ouml;ffentlicher Infrastruktur.<\/em><\/p>\n<p><strong>Und: Folgen des Sparzwangs: Steuerschulden in Griechenland steigen auf 68 Milliarden Euro<\/strong><br>\nMit Griechenlands Wirtschaft geht es langsam wieder bergauf, doch nun kommt schon wieder ein R&uuml;ckschlag: Immer mehr Griechen k&ouml;nnen ihre Steuerschulden nicht zahlen.<br>\nAllein in den ersten sieben Monaten des Jahres seien die Steuerschulden des Landes um 7,2 Milliarden Euro gestiegen, berichtete die griechische Presse am Mittwoch unter Berufung auf das Finanzministerium. Insgesamt sollen sich die Steuerschulden auf 67,9 Milliarden Euro summieren. Dazu kommen noch 77 Milliarden Euro faule Kredite sowie 15 Milliarden Euro nicht gezahlte Beitr&auml;ge an Renten- und Krankenkassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/finanzkrise-in-griechenland-steuerschulden-steigen-wieder-a-988380.html#ref=plista\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Einen besseren Beleg f&uuml;r die v&ouml;llige Irrsinnigkeit der Austerit&auml;tspolitik, von den deutschen Medien semantisch bewusst falsch als Sparpolitik bezeichnet, kann es nicht geben. Man f&auml;hrt die Wirtschaft durch radikale Ausgabenk&uuml;rzungen in die Rezession und wundert sich dann, dass die Steuereinnahmen einbrechen  und damit die eigentliche Absicht konterkariert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Investitionen sinken &ndash; kein Wunder!<\/strong><br>\nInvestoren sind die heiligen K&uuml;he der Politik. F&uuml;r sie werden K&uuml;rzungsprogramme aufgelegt, Lohnst&uuml;ckkosten gebremst und die Steuern gesenkt. Alles nur, damit mehr investiert wird. &bdquo;Angebotspolitik&ldquo; nennt man das. Dumm nur: Die Unternehmen investieren immer weniger. Kein Wunder bei den &bdquo;Angeboten&ldquo;.<br>\nEs stimmt ja: Investitionen sind enorm wichtig. Nur wenn investiert wird, k&ouml;nnen neue Jobs, Einkommen und Wohlstand entstehen und auch die Schulden bedient werden. Daher rollt die Politik seit Jahren den Investoren den roten Teppich aus. Zum Beispiel wird an den Staatsausgaben gespart. Denn das soll laut herrschender &ouml;konomischer Irrlehre die Investitionst&auml;tigkeit anregen, weil die Investoren dann keine h&ouml;heren Abgaben in der Zukunft f&uuml;rchten.<br>\nZudem wurden die Gewerkschaften geschw&auml;cht und damit die Lohnentwicklung ausgebremst, der Arbeitsmarkt flexibilisiert, die Arbeitslosen werden gepiesackt. Mit Erfolg: In Deutschland ist ein riesiger Niedriglohnsektor entstanden. Ex-Kanzler Schr&ouml;der war da besonders stolz drauf.<br>\nDie Logik dieser Strategie: Wenn man nur die Kosten f&uuml;r Unternehmen senkt, dann verdienen sie viel und investieren viel. Der Sch&ouml;nheitsfehler an dieser Strategie: Sie funktioniert nicht.<br>\n1970 betrug der Anteil der Investitionen an der Wirtschaftsleistung &ndash; die Investitionsquote &ndash; noch mehr als 28 Prozent, Anfang der neunziger immer noch 23 Prozent. Inzwischen liegt die Investitionsquote nur noch bei knapp 17 Prozent. Die Investitionen der Unternehmen in Maschinen und andere Ausr&uuml;stungen gingen 2013 um 2,2 Prozent zur&uuml;ck.<br>\nBesonders schlimm sieht es aus, wenn man den j&auml;hrlichen Verschlei&szlig; herausrechnet, also Bruttoinvestitionen abz&uuml;glich Abschreibungen betrachtet. Die Quote der Netto-Anlageinvestitionen liegt nur noch bei zwei bis drei Prozent!<br>\nNoch deutlicher wird die Absurdit&auml;t der herrschenden Lehre und Wirtschaftspolitik, wenn man die Netto-Investitionen in Bezug zu den Gewinneinkommen der Unternehmer setzt. Hier zeigt sich: 1991 investierte das Kapital noch rund 40 Prozent seines Einkommens in die Realwirtschaft. 2012 waren es nur noch zehn und letztes Jahr nur noch neun Prozent! Gewinn bzw. Profitf&ouml;rderung bringt f&uuml;r die Investitionen und letztlich f&uuml;r die Arbeitspl&auml;tze kaum noch etwas. Gerade einmal ein Zehntel ihrer Profite stecken die Unternehmer in die Erweiterungen der Betriebe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/investitionen-sinken-kein-wunder.html\">Michael Schlecht<\/a><\/li>\n<li><strong>H&ouml;chster Zuwachs seit zwei Jahren Exporte knacken 100-Milliarden Marke<\/strong><br>\nDie deutschen Exporteure haben trotz der Russland-Sanktionen erstmals in einem Monat die Umsatzmarke von 100 Milliarden Euro geknackt. Ihre Einnahmen stiegen im Juli um 8,5 Prozent zum Vorjahresmonat auf 101 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat kletterten die Exporte um 4,7 Prozent und damit so stark wie seit Mai 2012 nicht mehr. Auch f&uuml;r die Einfuhren ergab sich ein Plus, und zwar von 1,0 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/export-100.html\">Tagesschau<\/a> \n<p><em>Anstelle einer Anmerkung:<\/em><\/p>\n<p><em>Kurt Tucholsky: Die L&ouml;sung<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn was nicht klappt, wenn was nicht klappt,<\/em><br>\n<em>dann wird vor allem mal nicht berappt.<\/em><br>\n<em>Wir setzen frisch und munter<\/em><br>\n<em>die L&ouml;hne, die L&ouml;hne herunter &ndash;<\/em><br>\n<em>immer runter!<\/em><br>\n<em>Wir haben bis &uuml;ber die Ohren<\/em><br>\n<em>bei unsern Gesch&auml;ften verloren &hellip;<\/em><br>\n<em>Unser Geld ist in allen Welten:<\/em><br>\n<em>Kapital und Zinsen und Zubeh&ouml;r.<\/em><br>\n<em>So lassen wir denn unser gro&szlig;es Malheur<\/em><br>\n<em>nur einen, nur einen entgelten:<\/em><br>\n<em>Den, der sich nicht mehr wehren kann,<\/em><br>\n<em>Den Angestellten, den Arbeitsmann;<\/em><br>\n<em>den Hund, den Moskau verhetzte,<\/em><br>\n<em>dem nehmen wir nun das Letzte.<\/em><br>\n<em>Arbeiterblut mu&szlig; man keltern.<\/em><br>\n<em>Wir sparen an den Geh&auml;ltern &ndash;<\/em><br>\n<em>immer runter!<\/em><br>\n<em>Unsre Inserate sind nur noch ein Hohn.<\/em><br>\n<em>Was braucht denn auch die deutsche Nation<\/em><br>\n<em>sich Hemden und Stiefel zu kaufen?<\/em><br>\n<em>Soll sie doch barfu&szlig; laufen!<\/em><br>\n<em>Wir haben im Sch&auml;del nur ein Wort:<\/em><br>\n<em>Export! Export!<\/em><br>\n<em>Was braucht ihr eignen Hausstand?<\/em><br>\n<em>Unsre Kunden wohnen im Ausland!<\/em><br>\n<em>F&uuml;r euch gibts keine Waren.<\/em><br>\n<em>F&uuml;r euch hei&szlig;ts: sparen! sparen!<\/em><br>\n<em>Theobald Tiger<\/em><br>\n<em>Die Weltb&uuml;hne, 25.08.1931, Nr. 34, S. 293.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitskosten im 2. Quartal 2014 um 1,7 % h&ouml;her als im 2. Quartal 2013<\/strong><br>\nIn Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im Zeitraum vom zweiten Quartal 2013 bis zum zweiten Quartal 2014 kalenderbereinigt um 1,7 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 0,7 %.<br>\nDie Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Die Kosten f&uuml;r Bruttoverdienste erh&ouml;hten sich im Zeitraum vom zweiten Quartal 2013 bis zum zweiten Quartal 2014 kalenderbereinigt um 1,6 %, die Lohnnebenkosten stiegen um 2,3 %.<br>\nF&uuml;r das erste Quartal 2014 liegen f&uuml;r 26 der 28 Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union (EU) Ver&auml;nderungsraten der Arbeitskosten im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit im Vergleich zum Vorjahr kalenderbereinigt um 0,5 %. In der gesamten EU lag der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum bei 1,2 %. Die h&ouml;chsten Wachstumsraten innerhalb der EU wiesen Lettland (+ 7,0 %), Estland (+ 6,8 %) und Rum&auml;nien (+ 5,3 %) auf. In Zypern (&ndash; 6,9 %), Kroatien (&ndash; 1,7 %), Irland (&ndash; 0,2 %) und Italien (&ndash; 0,1 %) waren die Arbeitskosten r&uuml;ckl&auml;ufig. In Frankreich fiel der Anstieg der Arbeitskosten mit + 1,2 % h&ouml;her aus als in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/09\/PD14_318_624.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Merkw&uuml;rdig ist, dass das Statistisches Bundesamt die Arbeitskosten und dar&uuml;ber hinaus die sog. &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; so wichtig nimmt und regelm&auml;&szlig;ig statistisch erfasst. Die Arbeitskosten dienen den Arbeitgeberverb&auml;nden regelm&auml;&szlig;ig dazu Klage &uuml;ber die angeblich zu hohen Lohnkosten zu f&uuml;hren. Viel entscheidender f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit sind jedoch die Lohnst&uuml;ckkosten (also die Lohnkosten im Verh&auml;ltnis zur Arbeitsproduktivit&auml;t. Die Lohnst&uuml;ckkosten stehen auch in einem viel engeren Verh&auml;ltnis zur Preisbildung als die Arbeitskosten.<\/em><br>\n<em>Immerhin ist interessant, dass der Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland deutlich unter dem EU-Durchschnitt lag. Auch bei den sog. &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; (eigentlich ein k&uuml;nstlicher Wert, da f&uuml;r jeden Betrieb eben die Kosten f&uuml;r den Faktor Arbeit anfallen) liegt Deutschland mit minus 2,2 deutlich unter dem EU-Durchschnitt mit minus 0,3.)<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe den Vergleich der Entwicklung Lohn- und Lohnst&uuml;ckkosten:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140910_04.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Publikationen\/STATmagazin\/VolkswirtschaftlicheGesamtrechnungen\/2012_04\/2012_04ProduktivitaetLohnkosten.html\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em>Und wie &bdquo;wettbewerbsf&auml;hig&ldquo; die deutsche Wirtschaft ist zeigt sich wieder einmal:<\/em><\/p>\n<p><strong>Deutsche Ausfuhren im Juli 2014: + 8,5 % zum Juli 2013<\/strong><br>\nIm Juli 2014 wurden von Deutschland Waren im Wert von 101,0 Milliarden Euro ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 77,6 Milliarden Euro eingef&uuml;hrt. Ausfuhrseitig war das der h&ouml;chste jemals gemeldete Monatswert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorl&auml;ufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im Juli 2014 um 8,5 % und die Einfuhren um 1,0 % h&ouml;her als im Juli 2013.<br>\nIm Vormonatsvergleich entwickelten sich Aus- und Einfuhren kalender- und saisonbereinigt gegenl&auml;ufig: W&auml;hrend die Ausfuhren gegen&uuml;ber Juni 2014 um 4,7 % stiegen, nahmen die Einfuhren um 1,8 % ab.<br>\nDie Au&szlig;enhandelsbilanz schloss im Juli 2014 mit einem Rekord&uuml;berschuss von 23,4 Milliarden Euro ab. Im Juli 2013 hatte der Saldo in der Au&szlig;enhandelsbilanz + 16,3 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Au&szlig;enhandelsbilanz&uuml;berschuss im Juli 2014 bei 22,2 Milliarden Euro.<br>\nUnter Ber&uuml;cksichtigung der Salden f&uuml;r Warenhandel einschlie&szlig;lich Erg&auml;nzungen zum Au&szlig;enhandel (+ 24,7 Milliarden Euro), Dienstleistungen (&ndash; 5,9 Milliarden Euro), Prim&auml;reinkommen (+ 5,9 Milliarden Euro) und Sekund&auml;reinkommen (&ndash; 3,0 Milliarden Euro) schloss &ndash; nach vorl&auml;ufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank &ndash; die Leistungsbilanz im Juli 2014 mit einem &Uuml;berschuss von 21,7 Milliarden Euro ab. Im Juli 2013 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 12,3 Milliarden Euro ausgewiesen.<br>\nIn die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union (EU) wurden im Juli 2014 Waren im Wert von 56,9 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 50,4 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegen&uuml;ber Juli 2013 stiegen die Versendungen in die EU-L&auml;nder um 9,6 % und die Eing&auml;nge aus diesen L&auml;ndern um 2,6 %. In die L&auml;nder der Eurozone wurden im Juli 2014 Waren im Wert von 35,5 Milliarden Euro (+ 6,2 %) geliefert und Waren im Wert von 34,7 Milliarden Euro (&ndash; 0,5 %) aus diesen L&auml;ndern bezogen. In die EU-L&auml;nder, die nicht der Eurozone angeh&ouml;ren, wurden im Juli 2014 Waren im Wert von 21,4 Milliarden Euro (+ 15,9 %) ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 15,7 Milliarden Euro (+ 10,3 %) von dort eingef&uuml;hrt.<br>\nIn die L&auml;nder au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union (Drittl&auml;nder) wurden im Juli 2014 Waren im Wert von 44,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 27,2 Milliarden Euro aus diesen L&auml;ndern importiert. Gegen&uuml;ber Juli 2013 nahmen die Exporte in die Drittl&auml;nder um 7,2 % zu und die Importe von dort um 1,8 % ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/09\/PD14_317_51.html\">Statistisches Bundesamt<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bevor nun wieder die Jubelmeldungen &uuml;ber den Rekord von &uuml;ber 100 Milliarden Euro Warenausfuhr und &uuml;ber 23 Milliarden Euro &bdquo;Rekord&uuml;berschuss&ldquo; losgehen, sollte man kurz nachdenken: Deutsche Formen haben weitere Forderungen gegen&uuml;ber dem Ausland und insbesondere auch gegen die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union aufgebaut und diese L&auml;nder haben sich weiter gegen&uuml;ber Deutschland verschuldet. Deutschland hat mit seinen Export&uuml;bersch&uuml;ssen weiter zum Arbeitsplatzabbau und zur wirtschaftlichen Stagnation in Europa beigetragen. Wir leben weiter auf Kosten der anderen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Minizinssenkung bringt nichts<\/strong><br>\nDer konservative &Ouml;konom Manfred Neumann h&auml;lt die Ma&szlig;nahmen der Europ&auml;ischen Zentralbank f&uuml;r Aktionismus &ndash; hat aber auch &ldquo;keinen Patentvorschlag&rdquo;: &rdquo; &hellip; Die Zinss&auml;tze der EZB lagen schon l&auml;nger fast bei null. Trotzdem lahmt S&uuml;deuropa, egal, was die EZB anstellt. Die Keynesianer haben recht: Im Grunde braucht es einen Nachfrageschub. &hellip; Moment mal. Ich habe nicht gesagt, dass sie generell richtigliegen. Aber es stimmt, dass die Eurozone sich in einer Art &ldquo;Liquidit&auml;tsfalle&rdquo; befindet. Die Banken schwimmen im Geld, aber sie vergeben kaum noch Kredite, weil sie Angst vor dem Risiko haben. Gleichzeitig wollen viele Firmen und Privatleute keine neuen Darlehen, weil die Wirtschaft stagniert. &hellip; Der S&uuml;den muss Reformen konsequent verfolgen und Investitionen f&ouml;rdern. Aber auch Deutschland muss seine Infrastruktur ausbauen. &hellip; Eins zu eins durch K&uuml;rzen der konsumptiven Ausgaben. Also zum Beispiel die Zahl der Staatsdiener reduzieren. &hellip; Ich f&uuml;rchte, dass ich keinen Patentvorschlag habe. Als Angebotstheoretiker setze ich auf Reformen von Arbeitsm&auml;rkten und Berufsausbildung. Ansonsten muss man warten, bis die Arbeitskosten so weit runtergegangen sind, dass sich die Lage wieder stabilisiert. Sehen Sie sich Spanien an. Die Wirtschaft schrumpft nicht mehr. &hellip; Studien zeigen, dass jede Finanzkrise etwa zehn Jahre dauert. Wenn man ins Wasser rutscht, wird man erst einmal nass, bevor man wieder ans trockene Ufer krabbeln kann. &hellip; Es geht um dauerhafte Gesundung, nicht um Verarmung. Man muss die Marktkr&auml;fte wirken lassen, aber die Politik erkl&auml;ren. Leider: Blut, Schwei&szlig; und Tr&auml;nen sind unumg&auml;nglich. &hellip; &rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F09%2F05%2Fa0086&amp;cHash=9ea5405b346c7128e7b033a521b7b90f\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man k&ouml;nnte spotten, ob der Ratlosigkeit von Manfred Neumann. Aber vor allem ist es traurig, dass ein in der Wahrnehmung der Allgemeinheit bedeutender deutscher &Ouml;konomen sich so in Widerspr&uuml;chen verheddert. Wie kann man praktisch in einem Atemzug einen Nachfrageschub fordern und auf der anderen Seite die konsumptiven Ausgaben des Staates einschr&auml;nken wollen, Leute entlassen und Arbeitskosten senken. Und dann diese Studien, die zeigen, dass man nass wird, wenn man in das Wasser rutscht. Mein Gott Neumann, nat&uuml;rlich dauern Finanzkrisen, aber ob daraus eine Depression entsteht, tiefer als in der 1. Weltwirtschaftskrise, liegt in den H&auml;nden von Dir und den Deinen als Berater und den Beschl&uuml;ssen der Politiker. Wirtschaftspolitik ist eine Kunst und richtet sich nicht an Dogmen aus, vor allem nicht nach dieser Krise, die zum Inbegriff dessen wurde, was Marktkr&auml;fte nicht verm&ouml;gen. Und jetzt eine unf&auml;hige Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik f&uuml;r 10 Jahre Blut, Schwei&szlig; und Tr&auml;nen zu exkulpieren, ist einfach unverantwortlich. Und Spanien schrumpft nicht mehr! Was stabilisiert sich hier? Die Arbeitslosigkeit?  Die Armut? Und das f&uuml;r 10 Jahre!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Finanz-Steuer soll dem Staat Milliarden einbringen<\/strong><br>\nDie in Europa geplante Einf&uuml;hrung einer Umsatzsteuer auf Finanzmarktgesch&auml;fte soll allein dem deutschen Fiskus j&auml;hrliche Erl&ouml;se von mindestens 17,6 Milliarden Euro einbringen. Das geht aus einem Gutachten im Auftrag des Bundesfinanzministeriums hervor. Demnach sind theoretisch sogar Einnahmen von bis zu 88 Milliarden Euro m&ouml;glich. Da aber gewiss Gesch&auml;fte wegfallen oder verlagert w&uuml;rden, wird am Ende wohl deutlich weniger zusammenkommen. Dennoch w&uuml;rde genug &uuml;brig bleiben, um zum Beispiel alle Geldsorgen bei der Sanierung von Stra&szlig;en und Br&uuml;cken in Deutschland zu beseitigen&hellip;<br>\nNach dem Gutachten der d&auml;nischen Beratungsgesellschaft &ldquo;Copenhagen Economics&rdquo; (CE) bel&auml;uft sich der Nominalwert aller in Deutschland oder von deutschen Finanzinstituten gehandelten Wertpapiere auf j&auml;hrlich 275 Billionen Euro. Laut EU-Kommission soll der Verkauf eines Wertpapiers, also etwa einer Aktie, mit 0,1 Prozent besteuert werden. Bedeutender ist jedoch der Handel mit sogenannten Derivaten. Dahinter verbergen sich Finanzwetten, aber auch Gesch&auml;fte etwa zur Absicherung gegen &Ouml;lpreisschwankungen. Hier soll eine Steuer von 0,01 Prozent f&auml;llig werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/finanztransaktionssteuer-steuer-soll-milliarden-bringen-1.2119145\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Einkommensunterschiede &ndash; Die Ungleichheit in Amerika w&auml;chst<\/strong><br>\nNur die obersten 10 Prozent profitieren von steigenden Einkommen, zeigt eine Untersuchung der amerikanischen Notenbank. Seit der Finanzkrise gibt es insgesamt eine langsame Erholung.<br>\nDie Einkommensunterschiede in den Vereinigten Staaten haben sich in den vergangenen drei Jahren deutlich verst&auml;rkt. Das durchschnittliche Familieneinkommen stieg real, also um Preissteigerungen bereinigt, von 2010 bis 2013 zwar um 4 Prozent. Dieser Zuwachs kam aber nur bei den obersten 10 Prozent an, deren Einkommen im Durchschnitt um 10 Prozent auf 397.500 Dollar stiegen. In mittleren Einkommensklassen stagnierten die Einkommen, w&auml;hrend sie bei den unteren Einkommensklassen sanken. Das zeigt eine statistische Erhebung der Notenbank Federal Reserve zur Finanzlage von Familien, die die Fed alle drei Jahre durchf&uuml;hrt.<br>\nDie Untersuchung verdeutlicht, wie sehr die Finanzkrise die finanzielle Lage der privaten Haushalte in Mitleidenschaft gezogen hat und wie lange es dauert, bis diese Verluste aufgeholt sind. Selbst das Durchschnittseinkommen in der h&ouml;chsten Einkommensklasse liegt noch niedriger als 2007 direkt vor der Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/einkommensunterschiede-die-ungleichheit-in-amerika-waechst-13140370.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutsche Arbeitnehmer f&uuml;hlen sich besonders gestresst<\/strong><br>\nDie OECD bescheinigt Deutschland gro&szlig;e Erfolge am Arbeitsmarkt. Doch wenn es um die Qualit&auml;t der Arbeit geht, sieht sie Defizite. Sie lobt den deutschen Mindestlohn &ndash; und warnt zugleich vor Gefahren. \n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140910_03.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Bei der Qualit&auml;t des Arbeitsumfeldes liegt Deutschland unter dem EU-Durchschnitt. 19 Prozent der deutschen Arbeitnehmer leiden unter schwierigen und stressigen Arbeitsbedingungen. Der Anteil liegt &uuml;ber dem Durchschnitt von 17 Prozent, der f&uuml;r 23 L&auml;nder Europas ermittelt wurde und ist mehr als doppelt so hoch wie in D&auml;nemark und den Niederlanden, wo nur neun Prozent der Arbeitnehmer unter Arbeits- und Zeitdruck leiden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article131867925\/Deutsche-Arbeitnehmer-fuehlen-sich-besonders-gestresst.html\">WELT<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Uuml;ber vier Millionen Erwerbst&auml;tige in Deutschland sind Analphabeten<\/strong><br>\n7,5 Millionen funktionale Analphabeten gibt es in Deutschland. &Uuml;ber vier Millionen von ihnen sind erwerbst&auml;tig. &ldquo;Wir wollen die Interessen dieser Kolleginnen und Kollegen vertreten&rdquo;, sagt die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack anl&auml;sslich des Weltalphabetisierungstags am 8. September &ndash; und erkl&auml;rt im Interview, was die Gewerkschaften daf&uuml;r tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++4e46f246-374c-11e4-b6c3-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ist es gerecht, dass Hartz IV st&auml;rker steigt als die Rente?<\/strong><br>\nDie geplante Anhebung von Hartz IV um gut zwei Prozent bzw. acht Euro zum 1. Januar 2015 sorgt f&uuml;r gro&szlig;e Aufregung!<br>\nDer Grund: Die St&uuml;tze f&uuml;r die rund sechs Millionen Hartz-Empf&auml;nger steigt st&auml;rker als die Bez&uuml;ge der rund 16 Millionen Rentner im Westen &ndash; wieder einmal!<br>\nSeit 2010 legte der Hartz-Regelsatz um 40 Euro auf 399 Euro (2015) zu. Das entspricht einem Plus von 11,14 Prozent. Die West-Rentner, deren Erh&ouml;hung f&uuml;r das n&auml;chste Jahr noch nicht feststeht, erhielten zwischen 2010 und 2014 gerade mal 5,15 Prozent Plus (s. Grafik).<br>\nEin Grund f&uuml;r den dramatischen Unterschied: Die St&uuml;tze ist an die Entwicklung von L&ouml;hnen und Preisen (Inflation) gekoppelt. Die Rente orientiert sich dagegen nur an den L&ouml;hnen&hellip;<br>\nSt&uuml;tze st&auml;rker rauf als die Rente &ndash; ist das wirklich gerecht?<br>\nNein, sagen Politiker! CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs (65) zu BILD: &bdquo;Diejenigen, die gearbeitet haben, d&uuml;rfen nicht schlechter behandelt werden als Arbeitslose, die wenig oder gar nichts in die Sozialkassen eingezahlt haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/hartz-4\/steigt-staerker-als-rente-37573932.bild.html\">Bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bild sch&uuml;rt mal wieder den &bdquo;Klassenkampf im Armenhaus&ldquo;, auf die Idee dass die Rente an L&ouml;hne und Inflation gekoppelt sein m&uuml;sste oder dass die L&ouml;hne (auch der Mindestlohn) um die Inflationsrate und gekoppelt mit der Produktivit&auml;t steigen m&uuml;ssten um den Abstand zur Sozialhilfe (= Hartz IV) zu halten, kommt die Bild-Zeitung nat&uuml;rlich nicht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu vielmehr: Ulrich Schneider: &ldquo;Von Hartz IV kann man definitiv nicht leben&rdquo;<\/strong><br>\nSeit Rot-Gr&uuml;n und der Agenda 2010 gibt es in Deutschland massive soziale Verwerfungen zu bestaunen. Mittlerweile gelten 15,2 Prozent der Bev&ouml;lkerung offiziell als arm. Wie es anders gehen k&ouml;nnte und warum dies zur Zeit nicht gemacht wird beschreibt Ulrich Schneider, der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes, in seinem neuen Buch Mehr Mensch &ndash; Gegen die &Ouml;konomisierung des Sozialen.<br>\nVon Hartz IV kann man definitiv nicht leben, das Geld reicht einfach nicht aus, um &uuml;ber den Monat zu kommen. Wir brauchen deshalb vern&uuml;nftige Regelleistungen. Das w&uuml;rde rund 7 Milliarden Euro im Jahr kosten. Ansonsten brauchen die Menschen einfach Arbeit, denn sie wollen ja arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42671\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>WSI-Studie: Vier von zehn ehemaligen Gastarbeitern droht Armut<\/strong><br>\n41,8 Prozent der ehemaligen Gastarbeiter im Rentenalter sind in Deutschland von Armut bedroht. Damit ist die Altersarmut unter Ausl&auml;ndern, die aus den damaligen Anwerbel&auml;ndern kamen, mehr als dreimal so hoch wie unter Deutschen &uuml;ber 65 Jahren. Unter den T&uuml;rken im Rentenalter liegt die Quote sogar gut viermal so hoch. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung&hellip;<br>\nDie gro&szlig;e Mehrheit der zugewanderten Arbeitskr&auml;fte fand nur Jobs in den untersten Lohngruppen, zeigt die Untersuchung von Dr. Eric Seils, Jutta H&ouml;hne, Benedikt Linden und Anne Wiebel. Weil sie aber meist in &uuml;berdurchschnittlich zahlenden Gro&szlig;unternehmen besch&auml;ftigt waren, Schwerstarbeit akzeptierten und viele &Uuml;berstunden machten, erreichten sie Anfang der 1970er-Jahre im Schnitt immerhin Bruttogeh&auml;lter, die nur wenig unter denen der Deutschen lagen.<br>\nRichtig schwer wurde es nach dem Anwerbestopp: Der Niedergang der Montanindustrie betraf zuerst die Jobs der Gastarbeiter. Die Arbeitslosenquote der Ausl&auml;nder stieg &uuml;ber die der Deutschen. Gastarbeiter besetzten immer noch die am schlechtesten bezahlten Stellen, arbeiteten aber seltener in Gro&szlig;betrieben. Die M&ouml;glichkeit, niedrige Stundenl&ouml;hne durch Mehrarbeit auszugleichen, entfiel h&auml;ufig.<br>\nAll dies schlug sich nicht nur im laufenden Einkommen nieder, sondern auch in geringen Rentenanspr&uuml;chen. Auf der Basis von neuen Daten der Deutschen Rentenversicherung und des Mikrozensus haben die WSI-Forscher die soziale Situation von ehemaligen Gastarbeitern ermittelt: So kommen aus der T&uuml;rkei zugewanderte M&auml;nner ab 65 im Schnitt nur auf eine gesetzliche Rente von 742 Euro, w&auml;hrend Deutsche immerhin 1.109 Euro im Monat beziehen. Dazwischen liegen fr&uuml;here m&auml;nnliche Gastarbeiter aus Italien (963 Euro) oder dem ehemaligen Jugoslawien (873 Euro; weitere Angaben vgl. Seiten 13 und 28 der Studie). Auch unter den Seniorinnen haben Frauen aus der T&uuml;rkei die mit Abstand niedrigsten Rentenanspr&uuml;che erworben: Sie erhalten im Mittel nur 363 Euro. Frauen mit deutscher Staatsangeh&ouml;rigkeit beziehen dagegen durchschnittlich 572 Euro gesetzliche Rente im Monat, Griechinnen 570 Euro und Italienerinnen 467 Euro).\n<p>Noch drastischer zeigen sich die sozialen Unterschiede nach der Analyse der Forscher beim Blick auf die Armutsquoten. Von den Deutschen ab 65 Jahren gelten 12,5 Prozent als armutsgef&auml;hrdet. Das hei&szlig;t nach g&auml;ngiger wissenschaftlicher Definition, ihr Einkommen liegt bei weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Einkommens. Unter Gastarbeitern im Rentenalter sind dagegen 41,8 Prozent von Armut bedroht, bei t&uuml;rkischst&auml;mmigen Migranten sogar 54,7 Prozent (siehe auch die Tabelle auf Seite 17).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_16_2014.pdf\">Jutta H&ouml;hne, Benedikt Linden, Eric Seils, Anne Wiebel: Die Gastarbeiter &ndash; Geschichte und aktuelle soziale Lage, WSI Report Nr. 16, September 2014 [PDF &ndash; 143 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Meinungsmache &ndash; Einfache Beamte, wohlhabende Pension&auml;re<\/strong><br>\nMit seinen Aussagen zum Verm&ouml;gen pensionierter Beamter hat das Statistische Bundesamt j&uuml;ngst f&uuml;r Aufregung gesorgt. IW-Forscher haben das nun genauer untersucht. Ein Ergebnis: Auch Beamte aus dem einfachen oder mittleren Dienst k&ouml;nnen nicht klagen.<br>\nAusgerechnet das f&uuml;r trockene Zahlenreihen bekannte Statistische Bundesamt hat j&uuml;ngst mit einer Statistik &uuml;ber den Reichtum der Deutschen viel Erstaunen und Emp&ouml;rung ausgel&ouml;st: Pensionierte Beamte, so die Erkenntnis, seien mit Nettoverm&ouml;gen von durchschnittlich 300.000 Euro die reichste Gruppe im Land, weit vor den Angestellten und sogar noch vor den Unternehmern. Emp&ouml;rt reagierten einfache B&uuml;rger &ndash; aber auch Beamtenvertreter. Sie argumentieren, der Vergleich sei zu pauschal und &uuml;bergehe, dass &uuml;berdurchschnittlich viele Beamte hochqualifizierte und deshalb gutbezahlte T&auml;tigkeiten aus&uuml;bten.<br>\nDas Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat das Thema nun n&auml;her untersucht und dazu detailliertere Daten ausgewertet. Ein Ergebnis, knapp gefasst: Tats&auml;chlich haben Pension&auml;re, die zuvor im einfachen oder mittleren Dienst waren, deutlich geringere Verm&ouml;gen als Pension&auml;re aus dem gehobenen und h&ouml;heren Dienst. Doch &uuml;ber karge Verh&auml;ltnisse k&ouml;nnen, jedenfalls im Durchschnitt, auch sie durchaus nicht klagen. Ein weiteres Ergebnis, diesmal mit Blick auf Unternehmer: Anders als Pension&auml;re und auch Rentner zehren Sie im Alter gr&ouml;&szlig;ere Teile ihrer Verm&ouml;gen auf; das schlie&szlig;t allerdings auch die &Uuml;bergabe von Betriebsverm&ouml;gen auf S&ouml;hne und T&ouml;chter ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/armut-und-reichtum\/iw-studie-zur-vermoegensverteilung-in-deutschland-13140474.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein treffender FAZ-Leser-Kommentar:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Die reichen Beamten&hellip; Es ist unglaublich, wie hier die &ldquo;Mainstream- Macher&rdquo; wieder mal eine &ldquo;Sau durch den Ort treiben&rdquo;: endlich weg von den obsz&ouml;nen Eink&uuml;nften der Investmentbanker, Vorst&auml;nden usw., weg von den -zig Milliarden der Bankenkrise ( wo sind sie geblieben ?), weg auch von den Hungerl&ouml;hnen der Praktikanten und prek&auml;r Besch&auml;ftigten, hin zu den Beamten, die sich ja immer f&uuml;r eine Schelte eignen (mit welchem Ziel eigentlich ?) , und dann auch noch mit einer &ldquo;wissenschaftlichen Studie&rdquo; der &Ouml;konomen, die doch sp&auml;testens seit 2008 jede Glaubw&uuml;rdigkeit verloren haben. Nur zur Klarstellung: ich bin kein Beamter, h&auml;tte durchaus Kritik am Beamtentum zu &auml;u&szlig;ern (z.B. Ungleichbehandlung Beamte \/ Angestellte im &ouml;ffentlichen Dienst, Zwei-\/Dreiklassenmedizin (Herr Lauterbach und seine &ldquo;B&uuml;rgerversicherung&rdquo; sind in der Versenkung verschwunden; aber da sagen die Mainstreamer wieder: bitte vergessen, Beamtenschelte ist angesagt ! )&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Gerade Beamte im einfachen Dienst haben im Alter oft weniger als die Grundsicherung zum Leben. Aber das IW m&ouml;chte nat&uuml;rlich gerne Neid zwischen den Habenichtsen sch&uuml;ren, w&auml;hrend die unfassbaren Millionen- und Milliarden(!)-Geh&auml;lter von Unternehmensmanagern, Hedgefonds-Vorst&auml;nden und Multimilliard&auml;ren angeblich zu hoch versteuert werden und f&uuml;r die Masse sakrosankt zu sein haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein Leben im Hamsterrad und ohne Perspektive<\/strong><br>\nF&uuml;r die NDR Reportage &ldquo;Schicksal Armutsfalle&rdquo; hat die Tagesschau-Sprecherin und Moderatorin Judith Rakers die 34-j&auml;hrige Tanja R. begleitet. NDR.de sprach mit ihr &uuml;ber ihre Eindr&uuml;cke.<br>\nSie haben ausgerechnet, dass Frau R. abz&uuml;glich fester Kosten wie Miete und Fahrkarte f&uuml;r den &Ouml;ffentlichen Nahverkehr monatlich rund 320 Euro zur Verf&uuml;gung stehen &ndash; trotz des Nebenjobs, den sie in einer Kneipe aus&uuml;bt. Wie kann man mit dem Geld &uuml;berhaupt &uuml;ber die Runden kommen?<br>\nRakers: Tanja muss extrem darauf achten, wie viel Geld sie ausgibt. Sie hat ja nicht einmal 100 Euro f&uuml;r eine ganze Woche. Als ich sie begleitet habe, sollte sie zum Beispiel f&uuml;r eine &Uuml;bernachtungsparty ihres Sohnes Lukas in der Kita ein paar Grill-So&szlig;en mitbringen. Da sind dann f&uuml;nf, sechs Euro weg &ndash; f&uuml;r Tanja schon eine Sonderausgabe, die eigentlich nicht drin ist. Der Kleine l&auml;dt im Supermarkt nat&uuml;rlich alles in den Einkaufswagen, was f&uuml;r ein Kind normal ist, und das muss dann alles wieder raus. Die Familie verhungert nicht &ndash; aber es ist meiner Meinung nach einfach eine unhaltbare Situation vor dem Hintergrund, wie viel Tanja arbeitet. Und ich finde schlimm, dass sie keine Perspektive hat. Sie wird sich auch in ein paar Jahren nicht mehr als heute leisten k&ouml;nnen &ndash; und wer wei&szlig;, ob sie im Rentenalter nicht zur Armentafel muss. Sie selbst jedenfalls schlie&szlig;t das nicht aus. Ihr ist ihr Schicksal hier sehr bewusst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/die_reportage\/Judith-Rakers-ueber-Schicksal-Armutsfalle,altersarmut170.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So sieht es aus in Deutschland, in dem es allen so gut geht. Dazu noch einmal die Aussage des ehemaligen s&auml;chsischen Ministerpr&auml;sidenten Kurt Biedenkopf in einem Interview mit der Zeit von letzter Woche:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Kurt Biedenkopf: &hellip;.. Mein Eindruck ist eher: Es geht den Deutschen so gut, dass sie bereits bei einer geringf&uuml;gigen Ver&auml;nderung des Status quo Krisengef&uuml;hle entwickeln und daf&uuml;r Ventile suchen. Die gro&szlig;e Mehrheit erlebt die Gegenwart als eine Zeit gro&szlig;en Wohlstandes und gro&szlig;er Stabilit&auml;t.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Von der Leyen will Nachschlag f&uuml;r Verteidigungsetat<\/strong><br>\nBundesverteidigungsministerin von der Leyen braucht zus&auml;tzliches Geld f&uuml;r den Wehretat. Sie begr&uuml;ndet dies mit Zusatzaufgaben der Nato. Die SPD sieht daf&uuml;r weder den Spielraum noch die Notwendigkeit.<br>\nBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat angedeutet, dass sie wegen etlicher Zusatzaufgaben einen Nachschlag f&uuml;r den Verteidigungsetat fordern wird. Zwar wies die CDU-Politikerin am Sonntagabend in der ARD-Sendung &ldquo;Bericht aus Berlin&rdquo; die Nato-Forderung nach einer Aufstockung des Wehretats auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zur&uuml;ck. &ldquo;Nat&uuml;rlich ist es aber auch richtig, dass wenn wir jetzt neue Aufgaben bekommen, zum Beispiel durch Beschl&uuml;sse des Nato-Gipfels oder durch zus&auml;tzliche Belastung im Irak, dass ich mit dem Parlament dar&uuml;ber sprechen muss&rdquo;, sagte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/zusatzaufgaben-der-nato-von-der-leyen-will-nachschlag-fuer-verteidigungsetat\/10667238.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es liegt auf der Hand, dass eine weitere Eskalation im Konflikt mit Russland ganz im Sinne der R&uuml;stungsindustrie ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Miet-Hai AG<\/strong><br>\nMit bald an die 250.000 verwalteten Wohnungen ist das Unternehmen der gr&ouml;&szlig;te Vermieter der Republik. Die Rede ist von der Deutschen Annington, einer Aktiengesellschaft mit Firmenzentrale in Bochum und mit Aktion&auml;ren aus der Welt der Finanzinvestoren. Bei Mietern und Kommunalpolitikern ist das Unternehmen seit langem in der Kritik; der Annington werden z&ouml;gerliche Instandhaltungen und teure Modernisierungen vorgeworfen. Jetzt zeigen eine F&uuml;lle interner Dokumente, die dem stern vorliegen, dass die Probleme bei dem Unternehmen deutlich gr&ouml;&szlig;er sind, als man in Bochum bisher &ouml;ffentlich einr&auml;umte.<br>\nSo ging man im Vorstand des Unternehmens im November 2013 davon aus, dass es einen &ldquo;reputationsrelevanten Instandhaltungsstau&rdquo; in H&ouml;he von 161 Millionen Euro gebe. Dieser Betrag sei n&ouml;tig, um die rufsch&auml;digenden F&auml;lle von Schimmel zu bek&auml;mpfen, D&auml;cher zu flicken und Heizungsanlagen zu reparieren. &hellip;.<br>\nDer &ldquo;&Uuml;bergang von der lokalen zur &uuml;berregionalen Berichterstattung&rdquo; sei ein Problem f&uuml;r den &ldquo;Ruf&rdquo; des Unternehmens, warnte das Vorstandsmitglied Klaus Freiberg damals in einer urspr&uuml;nglich offenbar f&uuml;r den Aufsichtsrat gedachten Vorlage vom 5. November 2013. Er verlangte darum 53,6 Millionen f&uuml;r ein Sofortprogramm, um wenigstens einen Teil des &ldquo;reputationsrelevanten Instandhaltungsstaus&rdquo; aufzul&ouml;sen. Das Thema wurde nach Angaben des Unternehmens dann jedoch nicht im Aufsichtsrat behandelt. Der Vorstand habe &ldquo;das Instandhaltungsbudget selbst und ohne die Zustimmung des Aufsichtsrates erh&ouml;ht&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Stellungnahme gegen&uuml;ber dem stern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/immobilien\/deutsche-annington-die-miet-hai-ag-2133590.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder ein Beleg, dass das Gerede der Neoliberalen vom Markt als perfekten Ressourcenallokator ein M&auml;rchen ist. Gerade f&uuml;r jeden Menschen essentielle Bereiche wie ein festes Dach &uuml;ber den Kopf zu haben d&uuml;rfen nicht Spekulanten und Finanzhaien &uuml;berlassen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Schrecken Ebola: Epidemie mit Nebenwirkungen<\/strong><br>\nEbola grassiert im Westen Afrikas &ndash; doch die Folgen sp&uuml;rt der gesamte Kontinent. Die menschliche Trag&ouml;die ist schlimm genug. Zus&auml;tzlich verursacht der bislang schlimmste Ausbruch des Ebola-Virus in den drei am schwersten betroffenen L&auml;ndern aber auch gro&szlig;e wirtschaftliche Sch&auml;den &ndash; und droht nun weitere Staaten der Region zu erfassen, darunter Afrikas gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft Nigeria und den Verkehrsknotenpunkt Senegal. Neben dem zwischenstaatlichen Handel leiden vor allem Landwirtschaft und Bergbau in Liberia, Guinea und Sierra Leone unter den Folgen des oft t&ouml;dlichen Virus. Zusammen erwirtschaften die drei L&auml;nder ein Sozialprodukt von nur 13 Milliarden Dollar &ndash; weniger als der B&uuml;rgerkriegsstaat Afghanistan. Umso mehr sind ihre winzigen &ouml;ffentlichen Haushalte nun belastet. Das droht ihre gegenw&auml;rtige Misere jedoch nur zu versch&auml;rfen. Doch nicht nur Westafrika ist von der zunehmenden Hysterie betroffen: Inzwischen hat die Ebola-Epidemie auch direkte Auswirkungen auf den Tourismus im &uuml;brigen Kontinent, weil dessen insgesamt 54 Staaten vielerorts &uuml;ber einen Kamm geschoren werden &ndash; und Besucher aus &Uuml;bersee Afrika aus Sorge vor einer Ansteckung generell meiden. Dies gilt auch f&uuml;r traditionelle Touristenziele wie Kenia, Tansania und S&uuml;dafrika, die eigentlich weit vom eigentlichen Infektionsherd entfernt sind.<br>\nBesorgniserregend ist vor allem, dass die Epidemie inzwischen das Zentrum der nigerianischen &Ouml;lindustrie in der Hafenstadt Port Harcourt erreicht hat. Erst zu Wochenbeginn hatten die Beh&ouml;rden dort einen dritten Ebolafall gemeldet, wodurch die Zahl der best&auml;tigten Infektionen landesweit auf 17 stieg. Inzwischen stehen mehr als 400 Menschen unter Beobachtung, mit denen der verstorbene Arzt in Ber&uuml;hrung kam. Zuvor war das Virus auf die Wirtschaftsmetropole Lagos beschr&auml;nkt und somit weitgehend unter Kontrolle gewesen. Port Harcourt ist mit seinen 3,5 Millionen Menschen Sitz einer Reihe von &Ouml;lkonzernen. Eine Ebola-Epidemie in der Stadt k&ouml;nnte nach Ansicht von Beobachtern die &Ouml;lindustrie des mit 170 Millionen Menschen bev&ouml;lkerungsreichsten Landes in Afrika zum Stillstand bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/der-schrecken-ebola-epidemie-mit-nebenwirkungen\/10661530.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nach neuesten Berichten der WHO weitet sich die Ebola-Epidemie in Liberia stark aus. Bislang starben allein in Liberia mehr als 1000 Menschen an Ebola. Weitere Tausend sind infiziert. Tausende neue F&auml;lle werden in den n&auml;chsten drei Wochen <a href=\"http:\/\/www.who.int\/mediacentre\/news\/ebola\/8-september-2014\/en\/\">erwartet<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nochmals: Brennende Wasserh&auml;hne: Wie gef&auml;hrlich ist Fracking?<\/strong><br>\nAm 5. September haben wir in den Hinweisen des Tages auf die Kritik des ARD-Politikmagazins &bdquo;Panorama&ldquo; an Studien im Auftrag des Umweltbundesamtes <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h11\">zum Fracking hingewiesen<\/a>. Am 8. September haben wir dazu einen Leserbrief  &bdquo;Fracking &ndash; Ihr Hinweis. NachDenkSeiten selbst auf Meinungsmache hereingefallen?&ldquo; eingestellt. Der Vollst&auml;ndigkeit halber verweisen wir auf eine Stellungnahme des Umweltbundesamtes zu der NDR-Sendung. Dort hei&szlig;t es u.a.:<br>\n&bdquo;Die Bewertung der Fracking-Technologie als &bdquo;Risikotechnologie&ldquo; basiert auf der Gesamtschau dieser beiden Teilstudien, die Einsch&auml;tzung der Risiken im Wesentlichen auf der ersten Teilstudie. Das Umweltbundesamt hat in der Pressemitteilung vom 30. Juli 2014 und in einer Pressekonferenz seine Risikobewertung und die aus seiner Sicht wichtigen Schlussfolgerungen aus beiden Gutachten ausf&uuml;hrlich dargelegt. Diese Zusammenh&auml;nge haben wir der Panaroma-Redaktion am 4. September vor Ausstrahlung der Sendung schriftlich per Email erl&auml;utert.<br>\nDie Redaktion des NDR hat dem UBA zu keinem Zeitpunkt mitgeteilt, dass sie m&ouml;gliche Widerspr&uuml;che zwischen dem Gutachten der RiskCOM GmbH und der Risiko-Einsch&auml;tzung des Umweltbundesamtes ansprechen m&ouml;chte und eine entsprechende Kommentierung der &Auml;u&szlig;erung der Firma bzw. deren Leiter Herrn Dannwolf w&uuml;nscht. Bei so einer Vorgehensweise h&auml;tten sich die vermeintlichen Widerspr&uuml;che schnell aufkl&auml;ren lassen&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/hat-panorama-recht\">Umwelt Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Allerletzte &ndash; Was Kiew von &Ouml;sterreich lernen kann<\/strong><br>\nNeutralit&auml;t gegen Freiheit: Das war der Deal, den die &Ouml;sterreicher einst mit den Sowjets machten. Die Ukraine sollte sich daran jetzt ein Beispiel nehmen. Gleichzeitig muss der Westen hart bleiben gegen&uuml;ber Wladimir Putin.<br>\nIn den Hauptst&auml;dten des Westens macht sich keiner mehr Illusionen &uuml;ber Wladimir Putin. Nicht in Amerika, nicht in Europa. Dennoch sollte man mit ihm verhandeln. Und zwar ernsthaft und direkt, weil Putin und kein anderer die Verantwortung tr&auml;gt f&uuml;r die Eskalation dieses Konflikts. &hellip;.<br>\nPutin hat in den vergangenen Monaten gezeigt, wie viel er bereit ist zu riskieren, um die Ukraine auf ihrem Weg nach Westen zu stoppen: Erst versuchte er sie zu kaufen, dann sie milit&auml;risch zu erpressen, und jetzt will er sie zerst&ouml;ren. Der Westen wird ihn davon nicht abhalten k&ouml;nnen, Sanktionen hin oder her. &hellip;<br>\nZugleich und zeitgleich muss gegen&uuml;ber Putin &ndash; der ja seit Monaten vergeblich auf einen geschw&auml;chten, uneinigen Westen spekuliert &ndash; Entschlossenheit im Nato-B&uuml;ndnisgebiet demonstriert werden. Die harten Worte des US-Pr&auml;sidenten bei seinem Auftritt in Estland waren zur R&uuml;ckversicherung der Osteurop&auml;er und als Signal an Putin geboten. Ja, selbstverst&auml;ndlich m&uuml;ssen Amerikaner, Franzosen oder eben auch Deutsche bereit sein, im Zweifelsfall f&uuml;r Estland zu sterben. &hellip;<br>\nPutin h&auml;lt sich nicht an die Nato-Russland-Gr&uuml;ndungsakte? Geschenkt, wir halten uns daran! Putin verspottet die europ&auml;ische Nachkriegsordnung? Bitte sch&ouml;n, wir achten sie! Putin provoziert? Na und, wir lassen uns nicht provozieren! Nur wenn der Westen &ndash; und eben auch eine k&uuml;nftig neutrale Ukraine &ndash; derart asymmetrisch auf Putins Attacken, L&uuml;gen und T&auml;uschungsman&ouml;ver antwortet, wird die Chance auf ein gutes Miteinander in der Zukunft gewahrt. Denn es wird auch ein Russland nach Wladimir Putin geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ukraine-konflikt-mit-russland-oesterreichs-neutralitaet-als-loesung-a-990123.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Albrecht M&uuml;ller hatte ja gestern ausf&uuml;hrlich zum Vorwurf, die NachDenkSeiten w&uuml;rden einseitig zum Ukraine-Russland-Konflikt berichten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23158\">Stellung bezogen<\/a>. Zur Illustration,  dass fast nichts anderes &uuml;brigbleibt, das obige Beispiel eines Hetzartikels der sich gewaschen hat. Schon &Uuml;berschrift und Einleitung sind infam. Was hat die Ukraine mit der Situation &Ouml;sterreichs nach dem Zweiten Weltkrieg gemein? Aktuell ist nichts dar&uuml;ber bekannt, dass die Ukraine oder Teile der Ukraine von Russland besetzt sind, wie damit suggeriert wird. Von der &uuml;blichen b&ouml;sartigen Metapher Sowjetunion = Russland, einmal abgesehen. Zwar kommt der Artikel vordergr&uuml;ndig mit einem L&ouml;sungsvorschlag daher, dieser dient aber nur als Vehikel f&uuml;r die &uuml;blichen Hasstiraden gegen Putin.<\/em><br>\n<em>Wer hat Fischer diesen Artikel in den Laptop diktiert? Die Spindoktoren des Pentagon?<\/em><br>\n<em>&bdquo;Ja, selbstverst&auml;ndlich m&uuml;ssen &hellip;. Deutsche bereit sein, im Zweifelsfall f&uuml;r Estland zu sterben.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Hier muss man fragen ob Fischer noch alle Tassen im Schrank hat? Fordert er ernsthaft angesichts des W&uuml;tens von Wehrmacht und SS w&auml;hrend des Zweiten Weltkrieges in der Sowjetunion und angesichts von fast 30 Millionen toter Sowjetb&uuml;rger, dass deutsche Soldaten gegen Russland eingesetzt werden, also Krieg gegen Russland f&uuml;hren sollen?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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