{"id":2320,"date":"2007-05-07T09:32:37","date_gmt":"2007-05-07T07:32:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2320"},"modified":"2007-05-07T09:32:37","modified_gmt":"2007-05-07T07:32:37","slug":"hinweise-des-tages-386","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2320","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Nur f&uuml;r jeden achten Besch&auml;ftigten gilt noch die &ldquo;Normalarbeitszeit&rdquo;<\/strong><br>\nRund 40 Prozent der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten arbeiteten 2003 in Jobs mit extremen Formen der Arbeitsflexibilisierung. 29 Prozent hatten &uuml;berlange Wochenarbeitszeiten, 15 Prozent extrem schwankende Arbeitszeiten und knapp 6 Prozent mussten sich mit Schicht- und Nachtarbeit arrangieren.<br>\nNotwendig sei eine &bdquo;Reformulierung der Normalarbeitszeit&ldquo;, so eine Analyse der Arbeitszeitforscher Hermann Gro&szlig;, Hartmut Seifert und Georg Sieglen auf Basis einer repr&auml;sentativen Besch&auml;ftigtenbefragung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-9AB5F918\/hbs\/hs.xsl\/32014_85593.html\">B&ouml;ckler impuls<\/a><\/li>\n<li><strong>Spitzenverdiener legen kr&auml;ftig zu<\/strong><br>\nBereits in den 90er-Jahren waren in Deutschland die Einkommensunterschiede gr&ouml;&szlig;er als bisher angenommen. Die Durchschnittseinkommen stagnierten. Enorme Zuw&auml;chse gab es dagegen an der Spitze der Einkommenspyramide. Das reichste Zehntel konnte sein Markteinkommen von 1992 bis 2001 von einem Anteil von 38,8 auf 41,6 Porzent steigern. Der Anteil der unteren H&auml;lfte sank von 5,4 auf 3,0 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2007_08_1.pdf\">B&ouml;ckler impuls [PDF &ndash; 132 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Selbst die OECD pl&auml;diert f&uuml;r Mindestl&ouml;hne<\/strong><br>\nNach Einsch&auml;tzung der OECD wird die Globalisierung vor allem f&uuml;r die gro&szlig;e Zahl der ungelernten Besch&auml;ftigten den Druck auf die L&ouml;hne erh&ouml;hen. Um zu verhindern, dass diese Gruppe zu den Verlierern der Globalisierung geh&ouml;rt, pl&auml;diert die OECD in einer Stellungnahme, die der FTD vorliegt, daf&uuml;r, dass Mindestl&ouml;hne zusammen mit Kombil&ouml;hnen eingef&uuml;hrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:OECD%20Mindestl%F6hne\/196185.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein Beispiel daf&uuml;r, wie selbst ein internationaler Hort des Wirtschaftsliberalismus, wie die OECD weniger dogmatisch ist, als unsere vorherrschenden Wirtschaftsideologen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EU: Keine Kontrolle von Hedgefonds in Europa<\/strong><br>\nDie Manager der spekulativsten Finanzvehikel der Welt k&ouml;nnen aufatmen: Die Euop&auml;ische Union hat sich nicht geeinigt, wie Hedgefonds k&uuml;nftig verbindlich und besser kontrolliert werden. Stattdessen sollen die vorhandenen staatlichen Aufsichtsbeh&ouml;rden einfach gut aufpassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/geld\/artikel\/0,2828,481250,00.html\">manager-magazin<\/a> <\/li>\n<li><strong>Ehemalige Unternehmensvorst&auml;nde und Politiker auf der Gehaltsliste der Finanzinvestoren<\/strong><br>\nMehr als 100 Manager und Politiker stehen inzwischen auf der Gehaltsliste von Investmentbanken und Finanzinvestoren. So arbeitet Ex-Telekom-Vorstandschef Ron Sommer f&uuml;r den US-Finanzinvestor Blackstone. Der fr&uuml;here Bundesbanker Karl Otto P&ouml;hl engagiert sich sowohl beim Bankhaus Sal. Oppenheim als auch beim US-Finanzinvestor Carlyle. Der einstige DaimlerChrysler-Chef J&uuml;rgen Schrempp steht in Diensten der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers, und der fr&uuml;here Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der l&auml;sst seine Kontakte f&uuml;r das britisch-franz&ouml;sische Bankhaus Rothschild spielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/pswiwo\/fn\/ww2\/sfn\/slink\/did\/266289\/index.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein weiteres Indiz f&uuml;r den &Uuml;bergang vom Realkapitalismus, also den Interessen der Unternehmen an realem wirtschaftlichem Erfolg, hin zu reinem Finanzkapitalismus, in dem es vor allem um Finanzspekulationen geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Austritt Venezuelas aus IWF und Weltbank ist eine Folge des Interventionismus der letzten Jahrzehnte<\/strong><br>\nDer Widerstand gegen IWF und Weltbank kommt demnach nicht nur aus Venezuela. Tats&auml;chlich werden sp&auml;testens seit der Finanzkrise in Argentinien) (1998-2002) die so genannten Strukturanpassungsma&szlig;nahmen von IWF und Weltbank in Lateinamerika als Ursache f&uuml;r die heute bestehenden sozialen Probleme gesehen (Freikauf vom IWF). Der wirtschaftspolitische Interventionismus der Organisationen steht dabei in einem zunehmenden Widerspruch zu der Politik des starken Staates, wie sie von der neuen Linken in Lateinamerika wieder forciert wird. Diese Linie widerspricht trotz der Rhetorik (noch) nicht kapitalistischen Markgesetzen. Sie st&auml;rkt vielmehr den Handlungsspielraum der nationalen Bourgeoisien gegen&uuml;ber transnationalen Akteuren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/25\/25220\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Hessischen Hochschulgeb&uuml;hren sind &ndash; zumindest in ihrer derzeitigen Form &ndash; verfassungswidrig<\/strong><br>\nDie List der Geschichte schl&auml;gt der F&ouml;deralismusreform ein Schnippchen. Die L&auml;nderverfassungen werden aufgewertet. Nach der Hessischen Verfassung sind aber sowohl allgemeine Studiengeb&uuml;hren unzul&auml;ssig als auch die Entlassung der Hochschulen aus der Staatsaufsicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2554\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Jedes dritte Kleinkind hat einen Migrationshintergrund<\/strong><br>\nIn Deutschland leben 15,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Acht Millionen davon sind bereits eingeb&uuml;rgert worden. Die Zahlen &uuml;ber Einwanderer und ihre Nachkommen hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden erstmals erhoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1128920&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell&amp;em_ivw=fr_polstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2320","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2320"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2320\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}