{"id":23225,"date":"2014-09-10T16:08:05","date_gmt":"2014-09-10T14:08:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23225"},"modified":"2014-09-10T16:52:44","modified_gmt":"2014-09-10T14:52:44","slug":"eine-bitte-ein-appell-an-unsere-friedenspolitisch-engagierten-leserinnen-und-leser-inklusive-steinmeier-brief","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23225","title":{"rendered":"Eine Bitte, ein Appell an unsere friedenspolitisch engagierten Leserinnen und Leser inklusive Steinmeier-Brief"},"content":{"rendered":"<p>Die Reaktion auf den Artikel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23158\">&bdquo;Bemerkenswertes zum neuen Kalten Krieg und warum die NachDenkSeiten einseitig berichten und kommentieren&ldquo; vom 8. September<\/a> war ausgesprochen positiv und produktiv. (Leserbriefe folgen noch). Offensichtlich hilft der Text beim Gespr&auml;ch und Argumentieren mit anderen. Deshalb rege ich an, den Text weiter zu verbreiten, &uuml;ber ihren E-Mail-Verteiler und auch ausgedruckt. &ndash; Wir wissen aus eigener Erfahrung und durch Informationen unserer Leser\/innen, dass die penetrante Beeinflussung zum Beispiel von Seiten der S&uuml;ddeutschen Zeitung, der Zeit, der FAZ, des Ersten und des Zweiten Deutschen Fernsehens, von Welt und Bild-Zeitung Wirkungen zeigt. Selbst Menschen, die aus der Friedensbewegung stammen oder den Gr&uuml;nen und der SPD nahe stehen werden leicht Opfer der andauernden, der wiederholten und nicht von anderen Medien hinterfragten Agitation. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nEs ist nicht leicht, dagegen zuhalten. Aber aufgeben wollen Sie und wollen wir auch nicht. Nutzen Sie die Informationen im Artikel vom 8. September und anderen Beitr&auml;gen in den Nachdenkseiten gezielt. Zum Beispiel:<\/p><ol>\n<li>Sprechen Sie jene in ihrem Freundeskreis an, die in der Friedensbewegung aktiv waren. Heute werden die Erfolge ihrer Arbeit zunichte gemacht.<\/li>\n<li>Sprechen Sie Sozialdemokraten in Ihrem Freundeskreis an. In Ziffer 4 meines Beitrags beziehe ich mich auf die gro&szlig;e Leistung von Sozialdemokraten bei der Durchsetzung der Entspannungs- und Friedenspolitik. Drucken Sie f&uuml;r die Sozialdemokraten in ihrem Freundeskreis nicht nur den Artikel selbst, sondern auch die einschl&auml;gigen Seiten 15 und 16 des Grundsatzprogramms der SPD von 1989 aus. Im Beitrag finden Sie den Link auf dieses Programm, das uns die Abl&ouml;sung beider Milit&auml;rb&uuml;ndnisse durch eine europ&auml;ische Friedensordnung versprach.<\/li>\n<li>Auch am 8. September wurde den Mitgliedern der SPD ein Brief des Au&szlig;enministers Dr. Frank-Walter Steinmeier zugeleitet (siehe <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/scalableImageBlob\/123356\/data\/20140908_brief_fws-data.pdf\">hier [PDF &ndash; 234 KB]<\/a>)<br>\nDieser Brief ist clever formuliert, aber er enth&auml;lt so offensichtlich dreiste Behauptungen, dass Sie bei Ihrer &Uuml;berzeugungsarbeit in sozialdemokratischen Zirkeln sogar mit diesem Brief Steinmeiers arbeiten sollten:\n<ul>\n<li>Dort wird wie in meinem Artikel der Erfolg der Friedenspolitik gelobt. Steinmeier spricht davon, wir lebten infolge dieser Arbeit &bdquo;unter dem Schutz einer kooperativen Friedensordnung&ldquo;. Und dann hei&szlig;t es lapidar: &bdquo;Ausgerechnet 25 Jahre nach dem Mauerfall stellt Russland diese Ordnung in Frage&ldquo;. Nur Russland? Dass der Au&szlig;enminister meint, den SPD Mitgliedern zumuten zu k&ouml;nnen, die Ausdehnung der NATO bis an die Grenzen Russlands und die Destabilisierung der Ukraine durch die USA und andere westliche Staaten und seine Rolle beim Sturz des vorletzten Pr&auml;sidenten der Ukraine einfach zu verschweigen, spricht daf&uuml;r, dass er Sozialdemokraten f&uuml;r weit gehend manipulierbar h&auml;lt. Wollen sich Sozialdemokraten das gefallen lassen?<\/li>\n<li>Steinmeier bekennt sich zu den milit&auml;rischen Ma&szlig;nahmen der NATO in den osteurop&auml;ischen Staaten und schreibt: &bdquo;Unsere &ouml;stlichen Nachbarn sind zu Recht verunsichert und f&uuml;hlen sich vom russischen Verhalten bedroht. Wir nehmen ihre &Auml;ngste ernst. Denn unsere eigene Sicherheit ist untrennbar mit der unserer Nachbarn und Partner verbunden.&ldquo; &ndash; Das ist eine unverantwortliche Verpflichtungserkl&auml;rung. Stattdessen h&auml;tte der Au&szlig;enminister etwa folgendes schreiben m&uuml;ssen: &bdquo;Wir wissen mit unseren Freunden im Osten, dass es Sicherheit f&uuml;r sie und uns nur geben kann, wenn wir alle uns mit den Russen verst&auml;ndigen. Wir m&uuml;ssen unseren Fehler, die NATO bis an die Grenzen Russlands ausgedehnt zu haben durch eine aktive Politik der Verst&auml;ndigung korrigieren. Es hat keinen Sinn, milit&auml;risch gegeneinander aufzur&uuml;sten. Es macht auch keinen Sinn, dass wir uns zur Geisel jener machen lassen, die noch Rechnungen mit den Russen offen haben.&ldquo; So &auml;hnlich h&auml;tte erscheinen m&uuml;ssen. Siehe dazu die Ziffer 13 im Beitrag vom 8. September.<\/li>\n<li>Steinmeier behauptet, wir w&uuml;rden weder milit&auml;risch noch rhetorisch aufr&uuml;sten. Das ist die Unwahrheit: Nicht nur meinungsf&uuml;hrende Medien, auch Vertreter der Bundesregierung, der NATO und der Europ&auml;ischen Union fordern die milit&auml;rische Aufr&uuml;stung und haben rhetorisch st&auml;ndig aufger&uuml;stet. Was anderes soll denn die D&auml;monisierung gegen den russischen Pr&auml;sidenten sein? Was anderes soll denn der st&auml;ndig wiederkehrende Ruf nach Sanktionen sein?<\/li>\n<li>&bdquo;Denn dem Frieden ist mit Kooperation besser gedient als mit Konfrontation&ldquo;, schreibt der Au&szlig;enminister an die Mitglieder der SPD. Er muss in einer anderen Welt leben als Sie und ich. Hat er die Rede des Bundespr&auml;sidenten zum 1. September nicht mitbekommen? Hat er nicht mitbekommen, dass der stellvertretende SPD-Vorsitzende Stegner vehement die Kritik des Vorsitzenden der Linkspartei Riexinger am Bundespr&auml;sidenten verteufelt hat? Wo war denn die Kritik Steinmeiers an der Rede von Joachim Gauck? Diese Rede zu kritisieren w&auml;re die Pflicht des deutschen Au&szlig;enministers gewesen, wenn er die &bdquo;Krisendynamik&ldquo; brechen will, von der er an anderer Stelle seines Briefes schreibt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Jede und jeder von uns wird Freunde haben, die die USA immer noch mit Bewunderung betrachten. Auch ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich das von den Alliierten bewirkte Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung Deutschlands von den Nationalsozialisten f&uuml;r eine bewundernswerte Tat halte und nicht f&uuml;r einen Zusammenbruch, wie konservative Kreise 1945 sagten. Aber ich kann leider nicht daran vorbei, dass die USA heute ein ziemlich anderes, ein kaputtes Land sind und dass die Strategie der USA, die Welt alleine f&uuml;hren und kontrollieren zu wollen, eine Zumutung ist. Besonders schlimm ist, dass sie diese F&uuml;hrung vor allem milit&auml;risch unterf&uuml;ttern.<br>\nDie USA sind heute nicht mehr das Gute per se &ndash; einmal dahingestellt, ob sie das je waren. \n<p>Dar&uuml;ber k&ouml;nnten Sie mit USA-Bewunderern aus Ihrem Freundeskreis sprechen. Wenn Sie dort auf Unverst&auml;ndnis sto&szlig;en, dann bitten Sie Ihre Freunde einfach mal, das folgende Video anzuschauen:<\/p>\n<p><strong>Schmutzige Kriege: Dirty Wars<\/strong><br>\nDirty Wars (deutsch: Schmutzige Kriege) ist ein 2013 gedrehter Dokumentarfilm vom Regisseur Richard Rowley. Produzent und Drehbuchautor ist der Journalist Jeremy Scahill. Thema des Films sind die vielen Facetten und Schaupl&auml;tze des verdeckten, weltweit gef&uuml;hrten US-amerikanischen Kriegs gegen den Terror.<br>\nScahill schrieb zudem ein Sachbuch, das auf den Recherchen zum Film basiert und auf Deutsch unter dem Titel Schmutzige Kriege. Amerikas geheime Kommandoaktionen erschien.<\/p>\n<p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"450\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/oWXT8ERH9Fc?rel=0\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_embedded&amp;v=oWXT8ERH9Fc\">Kanal von WillezumWissen via YouTube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol><p><strong>Zum Schluss: Nutzen Sie die Existenz der Nachdenkseiten f&uuml;r Ihre Gespr&auml;che. Machen Sie darauf aufmerksam, wie anders man sich hier unterrichten kann &ndash; und sei es nur als Gegengewicht zur herrschenden Lehre.<\/strong><\/p><p><strong>Danke f&uuml;r Ihre Unterst&uuml;tzung.<\/strong><\/p><p><strong>Danke f&uuml;r Ihre Mails und Kommentare.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Reaktion auf den Artikel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23158\">&bdquo;Bemerkenswertes zum neuen Kalten Krieg und warum die NachDenkSeiten einseitig berichten und kommentieren&ldquo; vom 8. September<\/a> war ausgesprochen positiv und produktiv. (Leserbriefe folgen noch). Offensichtlich hilft der Text beim Gespr&auml;ch und Argumentieren mit anderen. 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