{"id":2324,"date":"2007-05-08T08:58:24","date_gmt":"2007-05-08T06:58:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2324"},"modified":"2016-01-06T15:25:20","modified_gmt":"2016-01-06T14:25:20","slug":"medien-zwischen-anspruch-und-realitaet-ansichten-von-johannes-rau-zur-qualitaet-des-journalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2324","title":{"rendered":"Medien zwischen Anspruch und Realit\u00e4t \u2013 Ansichten von Johannes Rau zur Qualit\u00e4t des Journalismus"},"content":{"rendered":"<p>Referat anl&auml;sslich einer Bildungsreise f&uuml;r junge belarussische Journalisten nach Deutschland &bdquo;Auf den Spuren von Johannes Rau&ldquo; am 6. Mai 2007 am Institut f&uuml;r &ouml;ffentliche Verwaltung in Hilden.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Medien zwischen Anspruch und Realit&auml;t &ndash; Ansichten von Johannes Rau zur Qualit&auml;t des Journalismus<\/strong><\/p><p>Von Wolfgang Lieb<\/p><p>Johannes Rau hatte ein distanziertes Verh&auml;ltnis zu den Medien. Er legte Wert auf eine klare Rollenverteilung zwischen Politikern und Journalisten. Kumpanei zwischen Politikern und Journalisten war im zuwider. Erst die professionelle Distanz  zwischen Politik und Journalismus mache ein unabh&auml;ngiges Urteil m&ouml;glich. <\/p><p>Das distanzierte, ja manchmal sogar misstrauische Verh&auml;ltnis zum Journalismus l&auml;sst sich aber vor allem aus seinem Politikstil begr&uuml;nden.<\/p><p>Johannes Rau wurde &bdquo;Menschfischer&ldquo; genannt, d.h. er wollte die Menschen f&uuml;r seine Politik gewinnen. Er wollte sie mitnehmen.<br>\nEr lie&szlig; politische Entscheidungen reifen und wurde deshalb von manchen Journalisten als Z&ouml;gerer und Zauderer kritisiert.<br>\nSeine Devise war &bdquo;Mit mir zusammen&ldquo; und nicht &bdquo;Mir nach&ldquo;.<\/p><p>Anders als etwa Bundeskanzler Schr&ouml;der der die &Ouml;ffentlichkeit, seine Partei, die SPD oder die Medien etwa mit seinem Kurswechsel zur Agenda 2010 geradezu &uuml;ber Nacht vor vollendete Tatsachen stellte und politische Diskussionen gerne mal mit einem &bdquo;Basta&ldquo; beendete, suchte Johannes Rau lange nach B&uuml;ndnispartnern und Mehrheiten, lotete Kompromisse aus und setzte auf Konsens, statt auf Konfrontation.<\/p><p>Journalismus lebt von Neuigkeiten, von News und von Meinungsverschiedenheiten, ja vom Streit. Jemand der wie Johannes Rau nicht mit der Axt den gordischen Knoten zerschlug, sondern der Politik als das &bdquo;Bohren dicker Bretter&ldquo; (Max Weber) verstand, konnte und wollte nicht jeden Tag eine Neuigkeit bieten &ndash; oder wie man das journalistisch nennt &ndash; eine neue Sau durchs Dorf jagen.<br>\nJemand der auf Konsens setzte, wollte m&ouml;glichst den Streit vermeiden. Rau war das Gegenteil eines &bdquo;Schlagzeilengauners&ldquo;.<\/p><p>Deshalb war es nicht immer leicht Johannes Rau medial zu &bdquo;verkaufen&ldquo;, zumal in einer Medienwelt, die in einem immer h&auml;rter werdenden Wettbewerb um Einschaltquoten und Verkaufsauflagen st&auml;ndig nach Sensationen, nach Events, nach Skandalen oder nach Streit zwischen Personen sucht, ja vielleicht sogar suchen muss um zu &uuml;berleben.<\/p><p>Johannes Rau war ein K&uuml;nstler der Sprache und er wog seine Worte ab. Seine Waffe war &ndash; wie er das selbst formulierte &ndash; das Florett und nicht der schwere S&auml;bel.<\/p><p>Journalismus aber lebt von der Zuspitzung und vom Angriff auf andere Positionen. <\/p><p>In einer Medienwelt, die ausgehend von den elektronischen Medien, von der Personalisierung von politischen Sachverhalten &ndash; vom &bdquo;Wer gegen wen &ndash;  lebt, gab ein Politiker, wie Johannes Rau, der jeden pers&ouml;nlichen Angriff auf seine politischen Gegner tunlichst vermied, kein gefundenes Fressen ab.<\/p><p>Johannes Rau liebte in der politischen Debatte die Frageform. Etwa: &bdquo;Sollte man nicht auch bedenken?&ldquo; &bdquo;W&auml;re es nicht vern&uuml;nftig dieses oder jenes zu tun?&ldquo;<br>\nEr mochte den Konjunktiv: &bdquo;W&auml;re es nicht besser?&ldquo; &bdquo;W&uuml;rde man diese oder jenes tun, so h&auml;tte das diese oder jene Folgen.&ldquo; Etc.<\/p><p>Wie sollte ich als sein Sprecher aus Fragen oder aus einem Konjunktiv eine direkte Aussage f&uuml;r eine Presserkl&auml;rung machen?<\/p><p>Aus seinen Reden eine Nachricht zu machen, war h&auml;ufig eine schwierige Gradwanderung. Aber das geh&ouml;rte auch zum Rollenspiel zwischen einem Spitzenpolitiker und seinem Sprecher. Der Sprecher diente oft auch als eine Art &bdquo;Minensp&uuml;rhund&ldquo; f&uuml;r politisch zugespitzte Aussagen. War ich mit einer &ouml;ffentlichen Erkl&auml;rung zu weit gegangen und schlugen in den Medien die Wellen hoch, so konnte der Politiker selbst durch eine Klarstellung die Wogen wieder gl&auml;tten. <\/p><p>Johannes Rau war im Umgang mit Journalisten &auml;u&szlig;erst vorsichtig, ja er misstraute jedenfalls manchen, dass sie etwa aus sog. Hintergrundgespr&auml;chen das vertraulich gesprochene Wort &ouml;ffentlich machen w&uuml;rden und wenn nicht die Ohrenzeugen selbst, dann diejenigen, die davon geh&ouml;rt haben.<\/p><p>Dabei f&uuml;rchtete er weniger die Kritik, denn er hatte nichts gegen die Medien als Kontrollinstanz der Politik, aber er hatte es oft genug erlebt oder erdulden m&uuml;ssen, dass von Journalisten, die sich selbst von politischen Interessen leiten lie&szlig;en, durch Zuspitzungen und Halbwahrheiten absichtlich Stimmungen verst&auml;rkt, ja sogar Stimmungen gemacht wurden.<br>\nEr &auml;rgerte sich &uuml;ber nichts so sehr, wie &uuml;ber Halbwahrheiten, die &ndash; wie er meinte &ndash; oft schlimmer seien, als ganze L&uuml;gen.<br>\nSeine Waffe, womit er sich l&auml;stige Kritiker und unangenehme Fragen vom Halse hielt, war sein Humor und sein treffender Witz.<\/p><p>Er hasste geradezu, die Eine-Minute-Drei&szlig;ig-Statements f&uuml;r die Nachrichtensendungen, weil sich in dieser Zeit kein komplexes Problem darstellen lasse. Er liebte die gro&szlig;e Rede und daf&uuml;r wurde er von seinen anwesenden Zuh&ouml;rern bewundert.<br>\nAber f&uuml;r den Abdruck einer Rede war in den Zeitungen kein Platz und in den elektronischen Medien keine Zeit.<\/p><p>Rau erwartete von Journalisten die M&uuml;he, das notwendige handwerkliche Geschick und vor allem die notwendige Bildung und das sprachliche Geschick seine Reden pr&auml;gnant und treffend zusammen zu fassen. Dabei wurde er vielfach entt&auml;uscht.<br>\nEr karikierte einmal die mangelnde Professionalit&auml;t mancher Journalisten mit folgender Anekdote:<\/p><p>&bdquo;Nach einer Rede kam eine junge Reporterin auf mich zu, hielt mir das Mikrofon hin und fragt unvermittelt: &ldquo;Herr Rau, was war das Wichtigste in Ihrer Rede?&rdquo; Ich habe ihr geantwortet: &ldquo;Die Einleitung, der Hauptteil und der Schluss.&rdquo;<\/p><p>Aber so ungern sich Johannes Rau, vor politischen Entscheidungen in die Karten schauen lie&szlig; und so behutsam er auch mit dem gesprochenen Wort umging, er verfolgte beharrlich und manchmal sogar stur seine Ziele. Er selbst hat  seinen Politikstil einmal treffend so formuliert: <\/p><p>&bdquo;Niemand sollte Behutsamkeit in der Sprache mit Z&ouml;gerlichkeit in der Sache verwechseln&ldquo;. <\/p><p>Johannes Rau baute vor allem auf den &bdquo;Mundfunk&ldquo; und weniger auf den Rundfunk. Deswegen zog er unerm&uuml;dlich durchs Land und suchte das unmittelbare Gespr&auml;ch mit den Menschen.<\/p><p>Die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sp&uuml;rten im Laufe der Zeit, woran sie bei ihm sind und sie vertrauten darauf, dass er wohlabgewogene Entscheidungen traf &ndash; und das war sein politisches Erfolgsgeheimnis, das ihm gro&szlig;e Mehrheiten bei den Wahlen einbrachte und ihm eine der l&auml;ngsten Amtszeiten in einem politischen Spitzenamt in Deutschland bescherten.<\/p><p>Johannes Rau wusste sehr genau, dass es sch&auml;dlich f&uuml;r einen selbst ist, einen einzelnen Journalisten zu kritisieren, geschweige denn Medienschelte zu betreiben. Einzelkritik f&uuml;hrt bekannterma&szlig;en zur Solidarisierung aller anderen Kollegen und eine allgemeine Medienkritik wird nach aller Erfahrung tausendfach heimgezahlt.<\/p><p>Was Johannes Rau niemals getan h&auml;tte, will ich an seiner Stelle tun, n&auml;mlich einige kritische Anmerkungen zu den Medien zwischen Anspruch und Realit&auml;t machen.<\/p><p>Die Pressefreiheit, dazu z&auml;hlt nat&uuml;rlich auch die Rundfunkfreiheit, gelten nach unserer Verfassung als f&uuml;r eine freiheitlich demokratische Staatsordnung schlechthin konstituierend, denn die Pressefreiheit erm&ouml;glicht erst die st&auml;ndige geistige Auseinandersetzung, den Kampf der Meinungen und den politischen Wettbewerb um die besten Konzepte f&uuml;r die Zukunft.<\/p><p>Presse und Rundfunk tragen wesentlich zur Bildung der &Ouml;ffentlichen Meinung bei, sie sind Medium und zugleich Faktor der politischen Willensbildung und tragen damit auch f&uuml;r die &uuml;ber Wahlen stattfindende Bildung von Mehrheiten im Parlament und damit f&uuml;r die Bildung einer Regierung bei.<\/p><p>Soweit das Ideal und der Anspruch. Aber wie meistens im konkreten Leben wird die reine Idee in der Wirklichkeit h&ouml;chst selten erreicht.<br>\nSo ist das auch mit der Pressefreiheit.<\/p><p>Das f&auml;ngt bei ganz handfesten Tatsachen an.<br>\nWer eine Zeitung verlegen oder Rundfunk veranstalten will, braucht Kapital. Das hat nun leider nicht jeder. Vielleicht kann noch jeder einzelne ein Flugblatt verbreiten, aber eine Zeitung herauszugeben, die viele Menschen erreicht, verlangt Druckmaschinen, braucht Journalisten, die bezahlt werden wollen, ben&ouml;tigt einen aufw&auml;ndigen Vertrieb.<br>\nSelbst der Betrieb einer kleinen Radiostation verlangt die Finanzierung einer Redaktion und eines Studios.<br>\nNoch teurer sind der Betrieb und die Produktion von Fernsehsendungen.<\/p><p>In Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland, in dem Sie im Augenblick zu Gast sind, gibt es f&uuml;r die 18 Millionen Einwohner<br>\n45 Tageszeitungen mit 21 Hauptredaktionen mit einer Gesamtauflage von 3,3 Millionen Zeitungsexemplaren. Die Auflagenst&auml;rke der kleinsten Zeitung liegt bei 8.000, die gr&ouml;&szlig;te Zeitung, die Rheinische Post, verkauft t&auml;glich 325.000 Exemplare.<\/p><p>In 46 Regionen und St&auml;dten gibt es Lokalradios, die von einem Rahmenprogrammanbieter versorgt werden. Die Lokalradios werden h&auml;ufig wiederum von den ortsans&auml;ssigen Verlegern der Zeitungen betrieben.<\/p><p>Dazu kommen noch 6 private lokale oder regionale meist auch von Verlegern veranstalteten TV-Programme oder Regionalfenster in bundesweit ausgestrahlten &ouml;ffentlich-rechtlichen Programmen.<\/p><p>Eine Besonderheit NRW ist der sog. B&uuml;rgerfunk und das B&uuml;rgerfernsehen.<br>\nIn Nordrhein-Westfalen gibt es ein bisher einmaliges System des Offenen Kanals im Radio. Wer immer es m&ouml;chte, erh&auml;lt die Gelegenheit, sich in einem der 46 privaten Lokalradios in Nordrhein-Westfalen unmittelbar zu Wort zu melden, denn jeder dieser Sender muss t&auml;glich eine wenn auch knappe Sendezeit f&uuml;r B&uuml;rgerfunk-Beitr&auml;ge reservieren<br>\nDar&uuml;ber hinaus gibt es 9 offene Fernsehkan&auml;le bei den privaten Sendern.<br>\nLeider muss man sagen, dass dieses Angebot der B&uuml;rger f&uuml;r B&uuml;rger nur wenige H&ouml;rer oder Zuschauer findet.<\/p><p>Im Hinblicke auf die Vielzahl der Medien in unserem Land k&ouml;nnte man von einem zufrieden stellenden Bild sprechen, wenngleich seit Jahren ein stetiger Prozess der Pressekonzentration abl&auml;uft.<\/p><p>Gilt diese positive Einsch&auml;tzung auch im Hinblick auf die Vielfalt der Medien und damit die Vielfalt der Meinungen?<\/p><p>Wenn die Verlegerverb&auml;nde immer wieder die publizistische Vielfalt in Deutschland feiern, dann deshalb, weil es noch eine ganze Reihe kleiner, ja sogar kleinster Zeitungsverlage gibt. Was den Jubel aber tr&uuml;bt, ist, dass es in &uuml;ber 60 Prozent der Kreise und kreisfreien St&auml;dte nur noch eine einzige Zeitung gibt, d.h. in weit mehr als der H&auml;lfte des Deutschlands gibt es regionale Zeitungsmonopole.<br>\nRelativ viele Kleinverlage auf der bundesrepublikanischen Zeitungslandkarte bedeuten aber noch lange nicht Meinungsvielfalt: Denn typisch f&uuml;r diese Kleinzeitungen ist eine &bdquo;Versippung&ldquo; von Verlegern oder Chefredakteuren mit den &ouml;rtlichen Eliten und das ist gleichbedeutend mit der Ausrichtung an mittelst&auml;ndischen Interessen vor Ort.<br>\nWas aber noch viel entscheidender ist: Die Regional- und Lokalzeitungen pr&auml;gen nicht das Meinungsklima in diesem Lande.<br>\nDie meinungspr&auml;genden Medien sind die &uuml;berregionalen Tageszeitungen, die Boulevardzeitungen, die gro&szlig;en Magazine und die hinter ihnen stehenden Gro&szlig;verlage und nat&uuml;rlich die elektronischen Medien Rundfunk und vor allem das bundesweit ausgestrahlte Fernsehen.<\/p><p>Wir haben in Deutschland f&uuml;nf einflussreiche &uuml;berregionale Tageszeitungen:<\/p><p>Die gr&ouml;&szlig;te ist die S&uuml;ddeutsche Zeitung mit einer Auflage von 445.000 Exemplaren. Sie ist wirtschaftspolitisch marktliberal und rechtspolitisch b&uuml;rgerlich bis linksliberal.<\/p><p>Die zweitgr&ouml;&szlig;te ist die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Sie hat eine Auflage von  370.000 gilt in Anlehnung an unsere Nationalflagge als schwarz-rot-gold. Schwarz steht f&uuml;r die konservative Politikredaktion, rot f&uuml;r das oftmals durchaus kritische Feuilleton und gold f&uuml;r den wirtschaftsliberalen Wirtschaftsteil.<\/p><p>Die Welt aus dem Verlagshaus Axel Springer mit einer Auflage von  251.000 ist im konservativen politischen Lager anzusiedeln.  <\/p><p>Als linksliberal wird die Frankfurter Rundschau mit einer Auflage von 161.000 eingestuft. Diese Zeitung hatte gro&szlig;e &ouml;konomische Schwierigkeiten und ist vor kurzem in der Hand, des liberalen K&ouml;lner Verlegers Neven DuMont &uuml;bergegangen. Man wird beobachten m&uuml;ssen, wie sich der Eigent&uuml;merwechsel auf die politische Linie des Blattes auswirken wird.<\/p><p>Dann gibt es noch die st&auml;ndig am Existenzminimum krebsende &bdquo;tageszeitung&ldquo; &bdquo;taz&ldquo; mit einer verkauften Auflage von 60.000 Exemplaren. Die taz war urspr&uuml;nglich eher eine Zeitung der &Ouml;kologie- und Friedensbewegung und somit der fr&uuml;heren Gr&uuml;nen Partei. Mit dem Wandel der &bdquo;Gr&uuml;nen&ldquo; zu einer &ouml;ko-liberalen Partei, wandelte sich auch die taz. Dennoch bedient die &bdquo;taz&ldquo; noch ein in das linkere politische Lager reichende Spektrum des intellektuellen B&uuml;rgertums.<\/p><p>Dazu haben wir noch die werkt&auml;glich, also 5-mal in der Woche erscheinenden Wirtschaftszeitungen &bdquo;Handelsblatt&ldquo; (144.000) und die &bdquo;Financial Times Deutschland&ldquo; (101.000), die einen &uuml;berwiegend einen konsequent wirtschaftsliberalen Kurs vertreten.<\/p><p>Diese &uuml;berregionalen Abonnementszeitungen haben zwar nur einen Marktanteil von  5,2 Prozent, doch sie sind zusammen mit den gro&szlig;en Zeitschriften, SPIEGEL, Focus oder Stern die sog. &bdquo;Gate-Keeper&ldquo; f&uuml;r die kleineren Zeitungen. D.h. die Themen, die von ihnen aufgegriffen werden finden ihr Echo auch in den Regional- oder Lokalzeitungen.<\/p><p>Politisch auf die Masse der Bev&ouml;lkerung die wirkungsm&auml;chtigste Zeitung ist die Boulevardzeitung &bdquo;BILD&ldquo; mit 3,5 Mio Auflage und nach eigenen Angaben 12 Mio Lesern t&auml;glich. Sie kommt aus dem konservativen Verlagshaus Axel Springer.<\/p><p>Der fr&uuml;here Bundeskanzler Schr&ouml;der soll einmal gesagt haben, man k&ouml;nne Deutschland mit &bdquo;BILD&ldquo; und der &bdquo;Glotze&ldquo; (also dem Fernsehen) regieren. Da ist viel dran. &bdquo;BILD&ldquo; betreibt einen Kampagne-Journalismus und wenn dieses Massenblatt ein Thema aufgreift und tagelang trommelt, kommt die Politik kaum darum herum, darauf zu reagieren.<\/p><p>Die gr&ouml;&szlig;te publizistische Macht in Deutschland konzentriert sich auf vier Gro&szlig;konzerne: Bertelsmann, Springer, Bauer und Burda. Es ist keine &Uuml;bertreibung, wenn man behauptet, dass diese weitverzweigten Medienimperien die ver&ouml;ffentlichte Meinung in Deutschland wesentlich beeinflussen.<\/p><p>Die Aufz&auml;hlung, wie viele Medien in Deutschland wirtschaftlich von den vier Gro&szlig;en beherrscht und damit in ihrer redaktionellen Ausrichtung auch gepr&auml;gt werden muss ich mir an dieser Stelle leider ersparen, das w&uuml;rde meine Redezeit bei weitem sprengen.<\/p><p>Ein konservativer Journalist, der Ressortchef von Axel Springers &bdquo;Die Welt&ldquo; hat diese Realit&auml;t schon vor &uuml;ber vierzig Jahren einmal zugespitzt wie folgt kritisiert: <\/p><p>&bdquo;Im Grundgesetz stehen wundersch&ouml;ne Bestimmungen &uuml;ber die Freiheit der Presse. Wie so h&auml;ufig, ist die Verfassungswirklichkeit ganz anders als die geschriebene Verfassung. Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Journalisten, die diese Meinung teilen, finden sie immer. Ich kenne in der Bundesrepublik keinen Kollegen, der sich oder seine Meinung verkauft h&auml;tte. Aber wer nun anders denkt, hat der nicht auch das Recht, seine Meinung auszudr&uuml;cken? Die Verfassung gibt ihm das Recht, die &ouml;konomische Wirklichkeit zerst&ouml;rt es. Frei ist, wer reich ist.&ldquo; <\/p><p>Paul Sethe hat damals noch von zweihundert reichen Leuten gesprochen, inzwischen ist allenfalls noch ein gutes Dutzend reicher Leute &uuml;brig geblieben, die die Pressefreiheit aus&uuml;ben k&ouml;nnen. Und diese reichen Leute m&uuml;ssten schon Heilige sein, wenn sie mit ihrer Meinungsmacht nicht auch ihre &ouml;konomischen Interesse verteidigten.<\/p><p>Die V&auml;ter und M&uuml;tter unserer Verfassung m&uuml;ssen das vorausgeahnt haben. Deshalb haben sie als Ausgleich oder Gegenpart zu den privaten Printmedien den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk erfunden. Eine weltweit ziemliche einmalige Konstruktion.<\/p><p>Nach den b&ouml;sen Erfahrungen im Nationalsozialismus mit dem Staatsrundfunk als wichtigstes Propagandainstrument, wollte man keinesfalls H&ouml;rfunk und Fernsehen noch einmal in die Hand des Staates und der Politik geben.<br>\nMan wollte dieses wirkm&auml;chtige Medium aber auch nicht wenigen Privaten &uuml;berlassen, die sich ein so teures Massenkommunikationsmittel leisten k&ouml;nnen.<br>\nAlso hat man eine Konstruktion gefunden, bei der jeder B&uuml;rger, der ein Rundfunkger&auml;t besitzt, zwangsweise wie eine Steuer eine Rundfunkgeb&uuml;hr bezahlen muss.<br>\nDie Aufsicht und Kontrolle &uuml;ber den Rundfunk sollten, sog. gesellschaftlich relevanten Gruppen, also Wirtschaftsverb&auml;nde, Gewerkschaften, Kirchen, Sportverb&auml;nde usw. f&uuml;hren, die ihre Repr&auml;sentanten in einen Rundfunkrat delegieren.<\/p><p>Eine in meinen Augen geniale Konstruktion f&uuml;r ein so wirkm&auml;chtiges Massenmedium wie den Rundfunk. Leider hat man vor etwa zwanzig Jahren aus meiner Sicht den schweren Fehler gemacht, neben dem &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk auch das private Kommerzfernsehen, also ein Fernsehen, das sich ausschlie&szlig;lich &uuml;ber Werbung finanziert, zuzulassen.<\/p><p>Nach dem Motto &bdquo;der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler&ldquo;, haben sich die privaten Fernsehveranstalter vor allem auf massenwirksame Angebote, also auf Unterhaltung, Sport (vor allem Fu&szlig;ball), auf Fernsehen auf Boulevard-Niveau konzentriert. Der Name des Senders RTL wurde mit &bdquo;Rammeln, T&ouml;ten, Lallen&ldquo; karikiert.<br>\nUnd die Fische bissen an.<br>\nDie Privaten Sender &uuml;berholten die &ouml;ffentlich-rechtlichen beim Kampf um die Einschaltquoten.<br>\nUnd prompt gab es Kampagnen in den Printmedien, denen ja teilweise die Kommerzsender geh&ouml;rten, warum denn die B&uuml;rger &uuml;berhaupt noch Rundfunkgeb&uuml;hren bezahlen m&uuml;ssten, wenn deren Programme niemand mehr sehen m&ouml;chte.<\/p><p>Das zwang auch die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender zu einem Wettlauf um Einschaltquoten und zu immer mehr massenattraktiven Programmen. Der Bildungsauftrag und der Auftrag zur politischen Information &ndash; also die demokratische &bdquo;Grundversorgung&ldquo; &ndash;  wurden an den Rand, sprich in die Abend- oder Nachtstunden oder in spezielle Spartensender f&uuml;r Kultur oder Nachrichten gedr&auml;ngt &ndash; wie etwa Phoenix, Arte oder 3Sat. Die politischen Magazine wurden auf eine halbe Stunde pro Woche gek&uuml;rzt.<br>\nSo schwenkten die gro&szlig;en &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme auch zunehmend auf den Meinungsmainstream ein und verlieren dabei ihre Bedeutung als kritische journalistische Widerlager.<\/p><p>Eine neuere technische Entwicklung, k&ouml;nnte die Pressefreiheit aber wieder an die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zur&uuml;ckgeben: Es ist das Internet. Im World-Wide-Web kann wieder jeder einzelne, ohne hohen Kostenaufwand seine Meinung in die &Ouml;ffentlichkeit tragen.<br>\nUnd in der Tat gibt es auch in Deutschland inzwischen eine aktive und &ouml;ffentlichkeitswirksame Bloggerbewegung.<\/p><p>Ich selbst betreibe eine Netzzeitung und obwohl wir nur zwei Leute sind, die ehrenamtlich dieses Projekt betreiben, haben wir inzwischen im Monat eine Million Zugriffe. Das ist zwar ein Tropfen auf einen hei&szlig;en Stein gegen&uuml;ber den t&auml;glich 12 Millionen Lesern etwa der BILD-Zeitung, aber immerhin ein Anfang.<br>\nDas Medium, die Meinungsmacht des gro&szlig;en Geldes wieder von unten und demokratisch aufzubrechen, w&auml;re jedenfalls &uuml;ber das Internet da.<\/p><p>Lassen Sie mich zum Schluss noch einige wenige, keineswegs den Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit erhebende kritische Anmerkungen zum Wandel des Journalismus im letzten Jahrzehnt machen:<\/p><p>&ndash; Johannes Rau hat das in der ihm eigenen zur&uuml;ckhaltenden  Form so gesagt: &bdquo;Die Politik hat sich ver&auml;ndert, und das hat auch mit den Medien zu tun. Und schlie&szlig;lich hat sich unsere Gesellschaft ver&auml;ndert und das politische Klima in unserem Land. Das wiederum hat mit beidem zu tun.&ldquo;<\/p><p>&ndash; Das Vordringen des Fernsehens hatte R&uuml;ckwirkungen auf die Printmedien. Die knapp bemessene Sendezeit im Fernsehen l&auml;sst es eben nicht zu, wie in der Zeitung t&auml;glich eine ganze &bdquo;Seite Drei&ldquo; einem bestimmten politischen Thema zu widmen. Fernsehen ist kurz und knapp, daran gew&ouml;hnen sich die Rezipienten und die Zeitungen scheinen diesem Trend zu folgen: &bdquo;Kurz und Klein&ldquo; und m&ouml;glichst bunt hei&szlig;t hier inzwischen die Devise. <\/p><p>Bei einer Gesundheits- oder einer Rentenreform handelt es sich jedoch um h&ouml;chst komplexe Sachverhalte, die sich beim besten Willen nicht in einer Minute drei&szlig;ig Sekunden in Diskussionsh&auml;ppchen in Talk-Shows oder auf maximal 200 Zeilen darstellen lassen. <\/p><p>Journalisten brauchten mehr Zeit, um sich solches Wissen anzueignen, und sie brauchten mehr Platz, um ihre Erkenntnisse darstellen zu k&ouml;nnen. Wenn beides fehlt, sind Journalisten in einer schwachen Position &ndash; gegen&uuml;ber ihren Gespr&auml;chspartnern, gegen&uuml;ber den Einfl&uuml;sterungen einer immer m&auml;chtiger werdenden PR-Industrie und damit letztlich auch gegen&uuml;ber ihren Zuschauern und Lesern.<\/p><p>&ndash; Im Fernsehen sind &bdquo;jung und forsch&ldquo; zu sein, ganz wichtige Attribute f&uuml;r erfolgreiche Reporter. H&auml;ufig eilt jedoch die Forschheit, der journalistischen Kompetenz voraus. Diese Attit&uuml;de der Forschheit oder manchmal sogar der Frechheit hat sich im Journalismus ziemlich breit gemacht. Das hat aber wenig mit Kritikf&auml;higkeit zu tun, die dringend erforderlich w&auml;re.<\/p><p>&ndash; Elektronische Medien sind aus technischen Gr&uuml;nden zeitnaher und damit aktueller als Printmedien, sie bestimmen damit immer mehr die Agenda der Berichterstattung. Das hat dazu gef&uuml;hrt, dass das Aktuelle immer wichtiger wird als das Wichtige.<br>\nDie schnelle Nachricht hat Vorrang vor der richtigen und der solide recherchierten Nachricht und deshalb sind Nachrichten zunehmend mit Vorsicht zu genie&szlig;en. Dabei werden der Eile halber, Dinge h&auml;ufig aus dem Zusammenhang gerissen und nur die halbe Wahrheit verbreitet, die sich oft als eine ganze L&uuml;ge herausstellt. Das hat zu einem sp&uuml;rbaren Glaubw&uuml;rdigkeitsverlust der Medien und des Journalismus beigetragen.<\/p><p>&ndash; Elektronische Medien leben von Bildern und nicht von der abstrakten Analyse. Am leichtesten lassen sich abstrakte Inhalte mit Personen visualisieren. Das f&uuml;hrt aber zunehmend dazu, dass nicht mehr danach gefragt wird, &bdquo;wer steht f&uuml;r was&ldquo;, sondern &bdquo;wer steht gegen wen&ldquo;. An die Stelle der Auseinandersetzung in der Sache tritt der Streit zwischen Personen.<\/p><p>&ndash; Die politische Lobbyt&auml;tigkeit in Deutschland hat sich krebsgeschw&uuml;rartig ausgeweitet. 2006 versorgten in Deutschland nach Sch&auml;tzungen der Verb&auml;nde 30.000 bis 50.000 PR-Mitarbeiter rund 48.000 hauptberufliche Journalisten mit Informationen. Die Lobbyorganisationen und ihre Think-Tanks versuchen nicht mehr nur die Politiker zu beeinflussen, sondern auch die ver&ouml;ffentlichte Meinung. Das f&auml;ngt bei kleinen Einladungen von Journalisten zu Abendessen oder zu Reisen an und h&ouml;rt bei Zusatzverdiensten als Referent oder Moderator bei PR-Veranstaltungen nicht auf. Das gef&auml;hrdet die Unabh&auml;ngigkeit des Journalismus. <\/p><p>Es ist schon schlimm, wenn ganze Drehb&uuml;cher von Fernsehfilmen danach geschrieben werden, um ein bestimmtes Produkt ins Bild zu setzen, noch schlimmer ist, wenn Journalisten als Umfragen oder wissenschaftliche Studien aufgemachte politische Propaganda kritiklos als Berichte &uuml;bernehmen und nicht einmal mehr die Quelle preisgeben. Es breitet sich ein sog. &bdquo;Plattform-Journalismus&ldquo; aus, bei dem unverfroren Anzeigenschaltungen und journalistische Berichterstattung verkoppelt werden. <\/p><p>Und immer &ouml;fters werden Einzelf&auml;lle bekannt, in denen Unternehmen kritische Berichte durch Anzeigenboykott &bdquo;bestraft&rdquo; haben.<\/p><p>Vor wenigen Tagen, am 2. Mai, begingen wir den Tag der Pressefreiheit. Aus diesem Anlass hat eine Vereinigung kritischer Journalisten &bdquo;Netzwerk Recherche&ldquo; eine Dokumentation &uuml;ber die Misere des Wirtschaftsjournalismus herausgegeben.<br>\nDas Fazit ist: &bdquo;Wir haben inzwischen zu viele Sch&ouml;nschreiber und zu wenig harte Rechercheure.&ldquo;<\/p><p>Ich breche meine kritischen Anmerkungen hier einfach einmal ab, weil ich denke, dass wir uns in der Diskussion noch &uuml;ber viele andere Probleme des Journalismus unterhalten k&ouml;nnen.<\/p><p>Damit ich nicht nur in der Kritik verharre,  zum Schluss noch ein paar aus meiner Sicht konstruktive Vorschl&auml;ge:<\/p><p>Als Gegenmittel gegen diese kritisch zu betrachtenden Tendenzen sehe ich die Vermittlung von mehr Wissen und die Verbesserung des Handwerkzeugs, also im Ergebnis eine noch bessere Ausbildung von Journalisten, eine breitere Bildung und die Schulung der journalistischen F&auml;higkeiten.<\/p><p>In einer Zeit, in der die wirtschaftliche Situation der Zeitungsverlage wegen des R&uuml;ckgangs an Abonnementen und wegen eines geringeren Anzeigenaufkommens schwieriger geworden ist, werden die Redaktionen verkleinert. Das erh&ouml;ht den Zeitdruck und den Arbeitsdruck auf die weniger gewordenen Journalisten in geschrumpften Redaktionen. Damit sinken die Qualit&auml;t des Journalismus und im Gefolge die Qualit&auml;t der politischen Meinungsbildung.<\/p><p>Die entscheidenden Defizite des deutschen Journalismus haben somit wirtschaftliche Ursachen. Leider reflektiert das der deutsche Journalismus kaum oder er darf es wohl kaum reflektieren.<\/p><p>Besserung gibt es nur, wenn die Redaktionen nicht noch weiter<br>\nausged&uuml;nnt sondern, im Gegenteil, aufgef&uuml;llt werden; mit Journalisten, die Kontakte kn&uuml;pfen und pflegen, mit Journalisten, die Zeit haben, sich in ein Thema einzuarbeiten, mit Journalisten, denen wieder die Gelegenheit gegeben wird, zu recherchieren.<\/p><p>Informiert sein, alle Seiten zu h&ouml;ren, kritisch zu sein und selbst zu recherchieren und dann noch Schreiben zu k&ouml;nnen, das sind die Kennzeichen f&uuml;r Qualit&auml;tsjournalismus und das ist der Grund, warum der Pressefreiheit in der Demokratie ein so hoher Wert einger&auml;umt wird. Papageien-Journalismus ist eine Gefahr f&uuml;r die Demokratie.<\/p><p>Es ist unumg&auml;nglich, dass Journalisten auch politische oder sogar parteipolitische Pr&auml;ferenzen haben. Das w&auml;re nicht vorwerfbar, solange Journalisten die Dinge n&uuml;chtern betrachten und unvoreingenommen beschreiben. Vorwerfbar ist, wenn Journalisten &bdquo;die Seite wechseln&ldquo; und sich in die Politik einmischen. Dieser Tage erscheint in Deutschland das Buch des Journalisten Gerhard Hofmann, das belegt, wie im letzten Bundestagswahlkampf im Jahre 2005 Journalisten gezielt eine Regierung oder zumindest einen Kanzler weggeschrieben haben. <\/p><p>Soweit w&uuml;rde ich nicht gehen wollen, aber unbestreitbar ist, dass eine beachtliche Anzahl teils angesehener Journalisten von der Bank der Beobachter auf die Seite der Handelnden gewechselt sind und so Verrat &uuml;bten an dem, was eigentlich ihr Auftrag &ndash; und ihr Privileg &ndash; ist: n&auml;mlich die Kontrolle der Macht.<\/p><p>In der im eigenen typischen Frageform, hat Johannes Rau dieses Ph&auml;nomen schon vor Jahren vorausschauend problematisiert: <\/p><p>&bdquo;In einem demokratischen System unterwerfen sich die gew&auml;hlten Repr&auml;sentanten der Kontrolle durch den B&uuml;rger &ndash; sie &uuml;bernehmen f&uuml;r eine begrenzte Zeit Verantwortung und sie k&ouml;nnen bei Wahlen abgew&auml;hlt werden.<br>\nMedien und Journalisten unterliegen einer solchen demokratischen Kontrolle nicht. Warum auch?<br>\nSie machen ja keine Gesetze, sie w&auml;hlen keine Regierungen, sie berufen keine Minister.<br>\nWas aber geschieht, wenn sie doch Einfluss nehmen? Wer kontrolliert, ob und auf welchem Wege sie das tun? Wer pr&uuml;ft, welche &ouml;konomischen Interessen die beteiligten Medienunternehmen dabei m&ouml;glicherweise haben? Wo verl&auml;uft die Grenze zwischen Aufkl&auml;rung, Meinung und Manipulation?&ldquo;<\/p><p>Das w&auml;ren wichtige Fragen, &uuml;ber die ich gerne mit Ihnen in einen Meinungsaustausch treten w&uuml;rde.<\/p><p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/Reden-und-Interviews\/Reden-Johannes-Rau-,11070.95035\/Rede-von-Bundespraesident-Joha.htm?global.back=\/Reden-und-Interviews\/-%2c11070%2c0\/Reden-Johannes-Rau.htm%3flink%3dbpr_liste%26link.sTitel%3dMedien%2bzwischen%2bAnspruch%2bund%2bRealit%25e4t%26link.sDateV%3dJuni+2004\">bundespr&auml;sident.de<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"?p=840#more-840\">nachdenkseiten<\/a><\/p><p><a href=\"http:\/\/eumann.de\/Buergerservice_2006\/06.12.11_Antwort_Landesregierung_GA_Zeitungsmarkt.pdf\">Antwort der Landesregierung auf eine Gro&szlig;e Anfrage [PDF &ndash; 6,7 MB]<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Referat anl&auml;sslich einer Bildungsreise f&uuml;r junge belarussische Journalisten nach Deutschland &bdquo;Auf den Spuren von Johannes Rau&ldquo; am 6. Mai 2007 am Institut f&uuml;r &ouml;ffentliche Verwaltung in Hilden.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[198,41,182],"tags":[414,244],"class_list":["post-2324","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-einzelne-politiker-personen-der-zeitgeschichte","category-medienanalyse","category-medienkonzentration-vermachtung-der-medien","tag-rau-johannes","tag-vierte-gewalt"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2324","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2324"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2324\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29969,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2324\/revisions\/29969"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2324"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2324"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2324"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}