{"id":23255,"date":"2014-09-12T09:11:58","date_gmt":"2014-09-12T07:11:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255"},"modified":"2014-09-12T12:48:35","modified_gmt":"2014-09-12T10:48:35","slug":"hinweise-des-tages-2212","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h01\">IS\/Syrien\/USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h02\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h03\">Die OECD und die Einsicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h04\">Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative gegen TTIP abgelehnt &ndash; B&uuml;ndnis k&uuml;ndigt Widerstand an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h05\">Jens Berger &ndash; Spekulanten global an die Leine legen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h06\">Gustav Horn st&ouml;rt den &Ouml;konomen-Konsens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h07\">B&uuml;rger retten statt Banken: 10.000 Euro f&uuml;r jeden B&uuml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h08\">Hartz IV: Ein pers&ouml;nlicher Erfahrungsbericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h09\">Immer noch 5,15 Millionen Unterbesch&auml;ftigte in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h10\">Lobbyismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h11\">Ein Staat f&uuml;r Erdogan &ndash; Der neue Pr&auml;sident der T&uuml;rkei hebelt die Gewaltenteilung aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h12\">Documents Unsealed in Yahoo&rsquo;s Case Against U.S. Data Requests<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h13\">In und durch Europa f&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h14\">Antisemitismus: Unschuld ist lernbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h15\">Alternative f&uuml;r Deutschland &ndash; Wie eine Partei immer st&auml;rker nach rechts kippt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h16\">&ldquo;Wir haben keine freie Presse mehr&rdquo;: &Uuml;ber Medienl&uuml;gen, den Ukraine-Konflikt und den Abschuss von MH17<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255#h17\">Jako-o-Bildungsstudie: Eltern kritisieren Leistungsdenken in der Schule<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23255&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>IS\/Syrien\/USA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Obama schl&auml;gt los<\/strong><br>\nAl-Kaida war gestern &ndash; heute ist der IS f&uuml;r die USA die gr&ouml;&szlig;te Terror-Bedrohung. Am Vorabend des 9\/11-Jahrestages verk&uuml;ndete US-Pr&auml;sident Barack Obama, wie er die Miliz bek&auml;mpfen will. Es wird eine schwierige Mission.<br>\nAmerika in der Luft, die Verb&uuml;ndeten auf dem Boden. So wird der Krieg gegen die Terrororganisation IS nach dem Willen von Barack Obama aussehen. 475 zus&auml;tzliche Amerikaner sollen zur Unterst&uuml;tzung entsandt werden, jedoch nicht, um zu k&auml;mpfen, betonte der US-Pr&auml;sident bei einer Ansprache am Mittwochabend in Washington. Er habe mit dem Kongress gesprochen und mit den Oberh&auml;uptern befreundeter Staaten.<br>\nAuch sollen &bdquo;gem&auml;&szlig;igte&ldquo; Rebellen in Syrien mit Waffen und Ausbildung unterst&uuml;tzt werden. Eine Kooperation mit der syrischen Regierung schloss Obama kategorisch aus. Die Zustimmung des US-Kongresses braucht der Pr&auml;sident eigentlich nicht. Aber er will eine breite politische Unterst&uuml;tzung sichern&hellip;<br>\nAm Ende will der US-Pr&auml;sident aber nicht nur die  Niederschlagung des Terror-Netzwerks. Alle politischen Kr&auml;fte sind zur Zusammenarbeit aufgerufen. Der Aufstieg von IS k&ouml;nnte letztlich der bislang fehlende Katalysator f&uuml;r eine Neuordnung des Mittleren Ostens werden. Die Zerst&ouml;rung der alten Ordnung begann mit dem Einmarsch der Amerikaner im Irak und ging &uuml;ber den arabischen Fr&uuml;hling bis heute. Jetzt scheint sich alles auf einen Kulminationspunkt zuzubewegen.<br>\nUm aber den &bdquo;Krebs&ldquo;, wie Obama die Terrororganisation IS nannte, herauszuoperieren, werde man eine lange Zeit brauchen. Und es wird viel Geld kosten. Amerika werde eine breite Koalition anf&uuml;hren, um die Terrorbedrohung zur&uuml;ckzudr&auml;ngen, so Obama. &bdquo;Wir stehen f&uuml;r Friede, W&uuml;rde und Freiheit.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/obamas-kampf-gegen-extremisten-wir-werden-unsere-faustschlaege-nicht-telegrafieren\/10684262-2.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em>Siehe zur Kritik:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gregor Gysi: &raquo;Das V&ouml;lkerrecht gilt f&uuml;r alle&laquo;<\/strong><br>\nDer Chef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, hat den USA vorgeworfen, im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat das V&ouml;lkerrecht zu brechen. &Uuml;ber einen Einsatz m&uuml;sse der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen entscheiden, sagte Gysi im Deutschlandfunk. Dieser sei aber nicht angerufen worden&hellip;<br>\nes ist die alte US-Haltung, wonach sie der Weltpolizist sind, und das V&ouml;lkerrecht wird wieder negiert. Ich verstehe es nicht, muss ich Ihnen ehrlich sagen. Zust&auml;ndig ist der Sicherheitsrat der Organisation der Vereinten Nationen. Warum wird der nicht angerufen? Warum verabschiedet der keine Resolution? Warum l&auml;uft das Ganze nicht auf der Grundlage der Charta der Vereinten Nationen, sondern die USA entscheiden? Sie sagen ja auch, wer gem&auml;&szlig;igter Rebell ist, wer nicht gem&auml;&szlig;igter Rebell ist, was sie machen, was sie nicht tun, wen sie versuchen zu gewinnen daf&uuml;r, wen sie nicht versuchen zu gewinnen. Das ist so eine Anma&szlig;ung, die ich &uuml;berhaupt nicht akzeptieren kann, und ich frage mich die ganze Zeit, warum das V&ouml;lkerrecht negiert wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/im-wortlaut\/das-voelkerrecht-gilt-alle\/\">DIE LINKE<\/a><\/li>\n<li><strong>Anti-Terror <\/strong><br>\nDie von Pr&auml;sident Obama angek&uuml;ndigte Ausweitung von Luftschl&auml;gen &uuml;ber irakisches Territorium hinaus schert sich wenig um Respekt gegen&uuml;ber der Souver&auml;nit&auml;t von Staaten.<br>\nWarum gibt es dieses Vorgehen der US-Administration, das trotz angek&uuml;ndigter Anti-Terror-B&uuml;ndnisse erneut unilaterale Z&uuml;ge tr&auml;gt? Weshalb werden die Vereinten Nationen nicht wenigstens angerufen? Nat&uuml;rlich l&auml;sst sich im UN-Sicherheitsrat nicht ohne weiteres rechtfertigen, dass die Souver&auml;nit&auml;t Syriens grob missachtet wird, wenn die US-Luftwaffe ohne Kontakt und Konsens mit der Regierung in Damaskus &uuml;ber syrischem Territorium operiert und dort Stellungen der IS-Dschihadisten beschie&szlig;t. Gemessen am ohnehin zerr&uuml;tteten Zustand der internationalen Beziehungen, wirkt diese Ank&uuml;ndigung Barack Obamas nicht sonderlich konstruktiv und hilfreich.<br>\nMan kann dem Kampf gegen den dschihadistischen Aufmarsch schwerlich einen legitimen Anstrich geben, wenn dadurch die Existenz eines Staates und UN-Mitglieds grob missachtet ist. Es wird Recht gebrochen, um milit&auml;rische Gewalt aus&uuml;ben und deren Wirkung verst&auml;rken zu k&ouml;nnen. Hinter diesem Verhalten der Obama-Regierung steht offenkundig die Furcht, in den Verdacht zu geraten, mit Bashar al-Assad gegen einen gemeinsamen Feind zu kooperieren und dessen Regime auf diese Weise wieder Legitimation zu verschaffen. Wieder einmal wird Realpolitik der Stimmungsdemokratie geopfert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/syriens-rechte-werden-missachtet\">Lutz Herden in der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Endless 9\/11s: How the Bush-Cheney Response to the World Trade Center Attack Shaped Today&rsquo;s Terrors<\/strong><br>\nBut in the thirteen years since the first 9\/11, the Middle East has become even more unstable. And the face of radical Islam has become more hydra-headed. To say that this reality is, in large part, the legacy of Dick Cheney and George W. Bush does not make today&rsquo;s policy choices any easier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/prospect.org\/article\/endless-911s-how-bush-cheney-response-world-trade-center-attack-shaped-today%E2%80%99s-terrors\">The American Prospect<\/a><\/li>\n<li><strong>Die St&auml;rken des Islamischen Staats<\/strong><br>\nDie Terrorgruppe Islamischer Staat kontrolliert heute ein Drittel Syriens und ein Drittel des Irak. Der Erfolg der Dschihadisten hat den Westen wie die M&auml;chte in der Region zu sp&auml;t aufgeschreckt. Dass sie jetzt nur noch mit Waffengewalt reagieren k&ouml;nnen, ist eine Folge ihres eigenen Versagens&hellip;<br>\nZu seiner spektakul&auml;ren R&uuml;ckkehr auf die politische B&uuml;hne hat der Islamische Staat selbst nur wenig beigetragen. Das war vielmehr das Werk seiner erkl&auml;rten Feinde, deren Liste sich wie eine Art Who&rsquo;s who der Nahostregion liest. An der Spitze stehen das schiitische Regime von Nuri al-Maliki in Bagdad und das von Pr&auml;sident Baschar al-Assad in Damaskus, die mit allen erdenklichen Mitteln &ndash; bis hin zum ungeheuerlichen Einsatz von Chemiewaffen im Fall Syriens &ndash; unter dem Etikett des &bdquo;Kriegs gegen den Terrorismus&ldquo; eine sunnitische Opposition bek&auml;mpfen, zu deren Radikalisierung sie selbst nach Kr&auml;ften beigetragen haben.<br>\nAuf der Liste stehen aber auch die zeitweiligen Partner dieser Regime, die Maliki und Assad in ihrer Politik best&auml;rkt haben, also die USA und Russland. Auch der Iran hat sich nicht darauf beschr&auml;nkt, Bagdad und Damaskus seine unbedingte Unterst&uuml;tzung anzubieten&hellip;<br>\nEine ma&szlig;gebliche Rolle spielen auch die Golfmonarchien, die mit ihren Petrodollars um sich werfen und eine islamistische Wirtschaft finanzieren, die zum Teil im Verborgenen gedeiht. Auch die T&uuml;rkei sei nicht vergessen, hat sie doch eine Zeit lang ihre Grenze zu Syrien f&uuml;r Dschihadisten offen gehalten, die unter anderem aus Frankreich, Spanien, Deutschland, Gro&szlig;britannien und sogar Australien in den &bdquo;Heiligen Krieg&ldquo; aufbrachen. Die USA dagegen w&auml;ren f&uuml;r ihre Abwesenheit zu verurteilen: Nach zehn Jahren chaotischen und hektischen Agierens in der &Auml;ra George W. Bush hat sich Barack Obama f&uuml;r das Gegenteil entschieden: f&uuml;r eine phlegmatische und gleichg&uuml;ltige Politik des Laisser-faire, obwohl klar zu erkennen war, dass die gescheiterten Regime in Syrien und im Irak ein idealer N&auml;hrboden f&uuml;r Dschihadisten sind.<br>\nUnter diesen Bedingungen konnte der IS binnen zwei Jahren gedeihen, sich immer weiter ausbreiten&hellip;<br>\nInsgesamt begn&uuml;gt sich der IS im Wesentlichen damit, ein Vakuum auszuf&uuml;llen&hellip;<br>\n Der IS hat an sich wenig zu bieten, aber er n&auml;hrt sich von einem Systemeffekt. Und das in sehr unterschiedlichen Funktionen: als eine Art Standardroute zur Erl&ouml;sung, als gelegentlicher B&uuml;ndnispartner, als Vehikel des sozialen Aufstiegs oder als probates Identit&auml;tsangebot f&uuml;r sunnitische Kreise, die eine tiefe Krise durchleben. Von seinen zynischsten Gegnern wiederum wird der IS als Schreckgespenst oder auch zur Ablenkung benutzt. Und als ein Popanz, auf den s&auml;mtliche Akteure, die ihr eigenes Scheitern eingestehen m&uuml;ssten, ihre &Auml;ngste projizieren k&ouml;nnen. Diese Mehrdeutigkeit des Ph&auml;nomens Islamischer Staat ist das Geheimnis seines Erfolgs in einer Zeit, die durch chaotisch verlaufende Ver&auml;nderungsprozesse gekennzeichnet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.search?ik=1&amp;mode=erw&amp;tid=2014%2F09%2F12%2Fa0005&amp;ListView=0&amp;sort=3&amp;tx=Islamischer+Staat&amp;qu=MONDE\">Peter Harling in Le Monde diplomatique<\/a> \n<p><strong>Hinweis:<\/strong> In der <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/09\/12.archivhome\">aktuellen Ausgabe von Le Monde diplomatique<\/a> vom 12.9.2014 finden Sie eine Reihe anderer interessanter Beitr&auml;ge, u.a.:<\/p>\n<ul>\n<li>Aus Sand &ndash; Ein Rohstoff wird knapp von Kiran Pereira<\/li>\n<li>Komplizin meiner &Uuml;berwachung  von Katharina D&ouml;bler<\/li>\n<li>Wie frei ist die Freie Software? von S&eacute;bastien Broca<\/li>\n<li>Aufstand im Sinai &ndash; Der Terror des &auml;gyptischen Milit&auml;rs treibt viele Beduinen in die Arme der Dschihadisten von Isma&iuml;l Alexandrani<\/li>\n<li>Tel Aviv &ndash; Moskau, Szenen einer pragmatischen Beziehung von Igor Delano&euml;<\/li>\n<li>Ukrainische Patrioten &ndash; Vom Maidan an die Ostfront: Die revolution&auml;ren Milizen f&uuml;hlen sich betrogen von H&eacute;l&egrave;ne Richard<\/li>\n<li>Ein Staat f&uuml;r Erdogan, Der neue Pr&auml;sident der T&uuml;rkei hebelt die Gewaltenteilung aus von Yavuz Baydar<\/li>\n<li>Unfair Trade &ndash; Die neuen Wirtschaftsabkommen mit der EU &uuml;bervorteilen die westafrikanischen L&auml;nder von Jacques Berthelot<\/li>\n<li>Mission Mali &ndash; Ein Desaster hinter der Fassade des Erfolgs von Charlotte Wiedemann<\/li>\n<li>Ein mysteri&ouml;ser Flugzeugabsturz vor 34 Jahren von Andrea Purgatori<\/li>\n<li>China und das Netz &ndash; Die KP glaubt, sie k&ouml;nne ein bisschen Freiheit im Internet zulassen, ohne die Kontrolle &uuml;ber die Gesellschaft zu verlieren von Kai Strittmatter<\/li>\n<li>Vorsicht, Tisa! von Raoul Marc Jennar<\/li>\n<li>edito Der neue Kalte Krieg<\/li>\n<\/ul>\n<p>Le Monde diplomatique heute (Freitag) als Beilage zur taz und danach im Kiosk.<\/p><\/li>\n<li><strong>Luftschl&auml;ge gegen IS: Erster Unionspolitiker bringt Bundeswehr-Beteiligung ins Spiel<\/strong><br>\nDer au&szlig;enpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Philipp Mi&szlig;felder (CDU), h&auml;lt einen Kampfeinsatz deutscher Soldaten im Kampf gegen die Dschihadistengruppe &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; (IS) f&uuml;r m&ouml;glich. &ldquo;Das schlie&szlig;e ich bei diesen Luftschl&auml;gen nicht aus&rdquo;, sagte Mi&szlig;felder am Donnerstag im ARD-&ldquo;Morgenmagazin&rdquo;.<br>\nAuch in der Luft&uuml;berwachung oder mit Blick auf die Frage nach &Uuml;berflugrechten k&ouml;nne Deutschland die von den USA gef&uuml;hrte internationale Koalition gegen den IS st&uuml;tzen. Bodentruppen &ldquo;aus dem Westen insgesamt&rdquo; seien aber nicht denkbar.<br>\nZudem halte er eine Beteiligung der Bundeswehr an Ausbildungsmissionen f&uuml;r denkbar, sagte Mi&szlig;felder weiter. Er sei &ldquo;eindeutig der Meinung, dass wir die Amerikaner unterst&uuml;tzen m&uuml;ssen&rdquo;. Der Kampf gegen den IS sei &ldquo;etwas, was uns alle verbindet&rdquo; und werde &ldquo;uns lange Zeit besch&auml;ftigen&rdquo;, sagte Mi&szlig;felder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/islamischer-staat-missfelder-bringt-bundeswehr-beteiligung-ins-spiel-a-990976.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JW:<\/strong> Ein wunderbarer Spin, diese &bdquo;Bombardierung der Zivilisten&ldquo; nun auch in Syrien. Da &bdquo;der Deutsche&ldquo; sich hier &ndash; oft jedenfalls &ndash; moralisch auf das Kriegsspielen bereits eingelassen hat, ist es nur folgelogisch, dass die Falken allerorts nun eben diese &bdquo;moralische &Uuml;berzeugung&ldquo; auszubauen versuchen. Und <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/obama-strategie-is-107.html\">Syrien wird gleich mitbombardiert<\/a> frei nach der Devise: &bdquo;Wer a) sagt, muss auch b) sagen&ldquo;. Stimmt aber nicht. Wer a) gesagt hat, kann auch erkennen, dass a) falsch war.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>USA und EU erh&ouml;hen Druck auf Russland<\/strong><br>\nNach der Europ&auml;ischen Union haben auch die USA eine weitere Versch&auml;rfung ihrer Sanktionen gegen Russland in der Ukraine-Krise angek&uuml;ndigt. US-Pr&auml;sident Barack Obama teilte mit, die Strafma&szlig;nahmen seien mit Br&uuml;ssel koordiniert und richteten sich gegen den russischen Finanz-, Energie- und R&uuml;stungssektor. Einzelheiten werde seine Regierung am Freitag bekannt gegeben.<br>\n&ldquo;Diese Ma&szlig;nahmen werden Russlands politische Isolation sowie die wirtschaftlichen Kosten f&uuml;r Russland erh&ouml;hen&rdquo;, sagte Obama laut einer vom Wei&szlig;en Haus ver&ouml;ffentlichten Erkl&auml;rung. Der US-Pr&auml;sident warf Moskau vor, das Nachbarland Ukraine im vergangenen Monat weiter &ldquo;destabilisiert&rdquo; zu haben. Dabei verwies er auf &ldquo;die Pr&auml;senz schwer bewaffneter russischer Truppen in der Ostukraine&rdquo;. Zwar sei die Waffenruhe bisher weitgehend stabil, es fehlten aber noch &ldquo;schl&uuml;ssige Beweise&rdquo;, dass Moskau seine Politik &auml;ndere und zu einer wirklichen Entspannung des Konflikts beitrage.<br>\nZuvor hatten die EU-Botschafter beschlossen, ein Anfang der Woche geschn&uuml;rtes Sanktionspaket am Freitag in Kraft treten zu lassen. Im Mittelpunkt stehen diesmal offenbar die &Ouml;lkonzerne Rosneft und Transneft sowie die &Ouml;lsparte von Gazprom. Den Unternehmen soll die Kreditaufnahme in Europa erschwert werden. Reine Gaskonzerne bleiben von den Ma&szlig;nahmen verschont. Auch die Verbotsliste der EU wurde um 24 Namen auf 119 erweitert. Genannte Personen d&uuml;rfen nicht mehr in die EU reisen, ihr in der EU angelegtes Verm&ouml;gen wird eingefroren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/sanktionen-140.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sanktionen sollen ja angeblich den Sanktionierten zu einem bestimmten Verhalten veranlassen. Hat man irgendwo lesen k&ouml;nnen, zu welchem konkreten Verhalten die jetzt beschlossenen und in Kraft getretenen Sanktionen Russland n&ouml;tigen soll? Es besteht eine (br&uuml;chige) Feuerpause, es sollen nach russischem Willen m&ouml;glichst rasch Verhandlungen zwischen der ukrainischen Regierung und den prorussischen Separatisten im Beisein von Vertretern Russlands und der Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) stattfinden. Selbst Poroschenko <a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/putin-lob-und-grenzmauer-poroschenkos-riskante-doppelstrategie-2926648.html\">soll mitgeteilt haben<\/a>, dass  70 Prozent der russischen K&auml;mpfer (welcher Art auch immer) die Ukraine verlassen h&auml;tten. Welche Reaktionen erwarten die USA und die EU?<br>\nSanktionen sind ohnehin ein Instrument der Konfrontation und Eskalation, Sanktionen die aber nicht einmal an konkrete Verhaltensbedingungen gekn&uuml;pft sind, k&ouml;nnen aber nur der weiteren Eskalation eines Konfliktes dienen. D.h. die Schraube hin zu einem milit&auml;rischen Konflikt wird weiter gedreht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ukraine-Konflikt: &bdquo;Der Putsch in Kiew stand am Anfang&ldquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend im Osten der Ukraine ein hei&szlig;er Krieg mit schon weit &uuml;ber 2.000 Todesopfern l&auml;uft, findet in den westlichen Staaten ein Kampf um die &ouml;ffentliche Meinung statt. Regierungen, Geheimdienste und Medienkonzerne machen massiv Stimmung gegen Russland. Zwar verfolgt auch Moskau in der Ukraine ohne Zweifel seine eigene Interessenpolitik. Aber ist die Regierung von Pr&auml;sident Wladimir Putin f&uuml;r die Krise verantwortlich? Welche Rolle spielt die NATO? Und ist angeblichen Beweisfotos &uuml;ber russische Truppen zu trauen?<br>\nWeltnetz.tv sprach mit dem ehemaligen CIA-Offizier Raymond McGovern. Der geb&uuml;rtige New Yorker war fast drei Jahrzehnte lang f&uuml;r die morgendliche Berichterstattung im Wei&szlig;en Haus zust&auml;ndig. Er diente insgesamt sieben US-Pr&auml;sidenten. Aus Kritik gegen den Angriffskrieg der USA gegen Irak gr&uuml;ndete er 2003 mit anderen ehemaligen CIA-Mitarbeitern die Organisation  Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), die eine alternative Analyse geopolitischer Konflikte liefert. McGovern geh&ouml;rt auch zu den Unterzeichnern eines offenen Briefes an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, in dem ehemalige US-Geheimdienstler die CDU-Politikerin vor gef&auml;lschten Beweisen gegen Russland warnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/585\">Weltnetz.tv (dort auch Transkript  in deutsch)<\/a><\/li>\n<li><strong>Ukraine-Konflikt im ZDF: Hakenkreuz und SS-Rune &ndash; Protest von Zuschauern<\/strong><br>\nF&uuml;r den neuen Moderator Christian Sievers war es am Montag die erste &ldquo;heute&rdquo;-Sendung &ndash; und wegen dieser Sendung hat das ZDF nun gleich heftigen &Auml;rger. Denn in der Sendung, in der auch ausf&uuml;hrlich um den Ukraine-Konflikt ging. wurden auch Mitglieder des nationalistischen Asow-Bataillons gezeigt, das im Osten des Landes an der Seite der Regierungstruppen gegen die Separatisten k&auml;mpft. An ihren Stahlhelmen: Hakenkreuze und SS-Runen.<br>\nDazu der nicht wirklich einordnende Kommentar des Korrespondenten Bernhard Lichte: &ldquo;Freiwilligenbataillone aus nahezu jedem politischen Spektrum verst&auml;rken etwa die Regierungsseite &ndash; und in der Ukraine ist Wahlkampf: Eine Friedensl&ouml;sung ist dadurch nicht einfacher geworden.&rdquo;<br>\nJetzt gibt es wegen dieses Vorfalls eine Programmbeschwerde &ndash; eingelegt von Maren M&uuml;ller, die im Januar f&uuml;r ihre Petition &ldquo;Raus mit Lanz aus meiner Rundfunkgeb&uuml;hr&rdquo; deutlich mehr als 100.000 Unterst&uuml;tzer finden konnte. Sie sah damals die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht von Lanz in dessen Talkshow schlecht behandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/ukraine-konflikt-im-zdf-hakenkreuz-und-ss-rune-protest-von-zuschauern\/10685462.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Nun droht der n&auml;chste Gasstreit<\/strong><br>\nNoch sind die neuen EU-Sanktionen nicht in Kraft, schon hat Russland eine Antwort parat: Br&uuml;ssel unterst&uuml;tze die &ldquo;aggressive Politik&rdquo; der Ukraine. Es droht ein neuer Streit um russische Gaslieferungen. Diese als politische Waffe einzusetzen, hat lange Tradition.<br>\nEs war Ministerpr&auml;sident Dimitri Medwedjew, der zu Beginn der Woche in einem Interview mit asymmetrischen Ma&szlig;nahmen drohte, ohne die genau zu definieren: &ldquo;Angesichts dieser ungerechten Handlungen der EU kann ich nur versichern, dass wir reagieren werden. Und dass wir den russischen Unternehmen, die ohne ihre Schuld auf die Sanktionsliste kommen, zur Seite stehen&rdquo;, sagte Medwedjew. Es sei die Pflicht des Staates, sie in Schutz zu nehmen.<br>\nW&auml;hrend Europa hofft, mit den Sanktionen Druck auf den Kreml auszu&uuml;ben, sieht Moskau die Schuld f&uuml;r eine neuerliche Eskalation in der Ukraine nun in Br&uuml;ssel. Mit der Verh&auml;ngung von Sanktionen w&uuml;rde die aggressive Politik Kiews unterst&uuml;tzt, so die Version, die auch der Vorsitzende der Duma, Sergej Naryschkin, vertritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/russland-134.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die OECD und die Einsicht<\/strong><br>\nWie nicht anders zu erwarten, berichtet der Gro&szlig;teil der deutschen Medien nicht &uuml;ber den erstaunlichen Satz, den die OECD in ihrem diesj&auml;hrigen Employment Outlook an zentraler Stelle, n&auml;mlich mitten ins Editorial, hineingeschrieben hat: &hellip;&ldquo;Weitere Lohnanpassungen nach unten in den am h&auml;rtesten [von der Krise, Anm. d. Verf.] betroffenen Staaten bergen das Risiko, kontraproduktiv zu wirken: besonders im Zusammenhang mit einer Inflation nahe Null k&ouml;nnte es schwierig sein, &uuml;berhaupt erfolgreich zu sein; oder es k&ouml;nnte wenig bringen bei der Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen, w&auml;hrend das Armutsrisiko und das Risiko, die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu dr&uuml;cken, steigt.&ldquo;<br>\nIst nun dieser Satz, auch wenn &uuml;ber ihn hierzulande so gut wie nicht berichtet wurde (erfreuliche Ausnahme hier), als geistige Kehrtwende in der OECD oder zumindest als Beginn einer solchen einzuordnen?&hellip;<br>\nDa bei sinkenden Realeinkommen die Nachfrage der betroffenen Haushalte unmittelbar sinkt, gibt es zwar einen ebenfalls unmittelbar eintretenden Kostensenkungseffekt bei den Unternehmen, aber der trifft zusammen mit dem R&uuml;ckgang der Nachfrage. In einer solchen Situation, also bei sinkender Auslastung der vorhandenen Kapazit&auml;ten, werden die Unternehmen nicht mehr investieren als zuvor und keine neuen Mitarbeiter einstellen. Folglich gibt es keinen positiven Besch&auml;ftigungseffekt und es bleibt bei der sinkenden Gesamtnachfrage. Und die f&uuml;hrt in der Regel sogar zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit.<br>\nInsofern haben die Lohnk&uuml;rzungen, die in der EWU unter dem Druck der Troika in den s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern durchgesetzt wurden, die Arbeitslosigkeit von vornherein direkt erh&ouml;ht. Folglich ist der Satz der OECD, dass die Lohnanpassungen (also die Lohnsenkungen) eine wichtige Rolle bei der Abpufferung der zyklischen Abschw&auml;chung spielten und die Widerstandsf&auml;higkeit des Arbeitsmarktes erh&ouml;hten (&ldquo;promoted resilience of labour markets&rdquo;), falsch. Sie haben die Krise versch&auml;rft und die Arbeitslosigkeit erh&ouml;ht. Nur wer so weit geht, diesen Punkt unumwunden zu benennen, kann einen Ausweg aus der verfahrenen Situation finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-oecd-und-die-einsicht\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative gegen TTIP abgelehnt &ndash; B&uuml;ndnis k&uuml;ndigt Widerstand an<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission hat heute die Registrierung der Europ&auml;ischen B&uuml;rgeriniative (EBI) gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA mit einer <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/citizens-initiative\/public\/initiatives\/non-registered\/details\/2041\">fadenscheinigen Begr&uuml;ndung<\/a> abgelehnt. Vorgeschoben wurden rein formelle Bedenken, die juristisch mehr als fragw&uuml;rdig sind.<br>\nMit einem solchen Vorgehen f&ouml;rdert die EU-Kommission die Poltikverdrossenheit in Europa und das Misstrauen vieler B&uuml;rgerInnen gegen Br&uuml;ssel. Doch wir werden uns weiter einmischen. Unseren Widerstand gegen TTIP und CETA k&ouml;nnen sie damit nicht aufhalten!<br>\nGemeinsam mit unseren Partnern in ganz Europa werden wir in den n&auml;chsten Tagen pr&uuml;fen, ob wir vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof gegen den Beschluss der Kommission klagen k&ouml;nnen. Bereits im Vorfeld hatten wir ein Rechtsgutachten eingeholt http:\/\/stop-ttip.org\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/EBI-Gutachten20140430.pdf,um die Zul&auml;ssigkeit der B&uuml;rgerinitiative abzusichern. Wir sehen deshalb gute Chancen, eine solche Auseinandersetzung zu gewinnen. In jedem Fall wird unser Protest gegen ungehemmten Freihandel und das Vorgehen der Kommission auf allen Ebenen fortgesetzt.<br>\nDie Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative ist ein wichtiger Teil unseres Kampfes gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Wir werden sie nicht einfach aufgeben. &Uuml;ber die n&auml;chsten Schritte und M&ouml;glichkeiten zum Mitmachen halten wir Sie nat&uuml;rlich auf dem Laufenden.<br>\nWir werden TTIP und CETA verhindern &ndash; jetzt erst recht!<br>\n<a href=\"http:\/\/www.umweltinstitut.org\/presse\/presse-details\/aspresse\/129\/europaeische-buergerinitiative-gegen-ttip-abgelehnt-buendnis-kuendigt-widerstand-an.html\">Lesen Sie hier unsere gemeinsame Pressemitteilung.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sven Giegold: &bdquo;Ich fordere vom gew&auml;hlten EU-Kommissionspr&auml;sidenten Juncker, diese Entscheidung zu korrigieren. Er hatte im Wahlkampf mehr B&uuml;rgerbeteiligung in Europa versprochen. Nun muss er verhindern, dass die Hoffnung auf einen neuen Aufbruch mit ihm durch dieses vergiftete Abschiedsgeschenk seiner Vorg&auml;nger zerst&ouml;rt wird. Juncker muss daf&uuml;r sorgen, dass Europ&auml;ische B&uuml;rgerInnen bei weitreichenden Entscheidungen &uuml;ber Arbeitnehmerrechte, Verbraucherschutz und Umweltschutz, so wie sie bei TTIP verhandelt werden, mitreden d&uuml;rfen.&ldquo;<br>\nDer <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23234\">&bdquo;Meister der Hintertreppe&ldquo;<\/a> Jean-Claude Juncker h&auml;tte doch schon jetzt diese Entscheidung zur&uuml;cknehmen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jens Berger &ndash; Spekulanten global an die Leine legen<\/strong><br>\nDer Fall Argentinien ist ein weiterer dramatischer Beleg daf&uuml;r, welchen Schaden ein au&szlig;er Kontrolle geratener Finanzkapitalismus anrichtet. Einige wenige milliardenschwere Spekulanten zwingen ein ganzes Land in die Knie. Zu den Leidtragenden z&auml;hlen jedoch auch die &uuml;brigen Gl&auml;ubiger, die in jahrelangen Verhandlungen mit der argentinischen Regierung einen f&uuml;r beide Seiten tragbaren Vergleich ausgehandelt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2014\/ausgabe-06\/gesellschaft\/meinung\/seite-15\/A3\">ver.di publik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gustav Horn st&ouml;rt den &Ouml;konomen-Konsens<\/strong><br>\nDie Jahrestagung des Vereins f&uuml;r Socialpolitik h&auml;tte dieses Jahr so ruhig ablaufen k&ouml;nnen. Es gibt dieses Mal keine Gegentagung von Leuten, die sich vom Mainstream ausgeschlossen f&uuml;hlen, keine Rede von Gerhard Schr&ouml;der und wahrscheinlich auch keine Gegenrede von Oskar Lafontaine &ndash; ja, nicht mal eine gr&ouml;&szlig;ere Diskussion im Plenum ist mit den Kritikern geplant, sie bekommen die eine oder andere Nebenveranstaltung. Demonstrationen wiederum werden schon durch den Ort abgeschreckt: die gut eingez&auml;unte Bundeswehr-Universit&auml;t Hamburg, die Besucher schon am Eingang darauf hinweist, dass es sich um Milit&auml;rgel&auml;nde handelt.<br>\nDoch dann kam Gustav Horn, der Leiter des IMK-Instituts in der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die sponsert die Tagung dieses Mal mit einigem Geld, und das brachte Horn eine Rede beim Er&ouml;ffnungsempfang ein, die er gleich nutzte &ndash; um sich dar&uuml;ber zu beklagen, dass die Volkswirtschaftslehre in Deutschland nach wie vor nicht gen&uuml;gend unterschiedliche Sichtweisen zulasse. Noch kurz vor der gro&szlig;en Krise h&auml;tten sich die &Ouml;konomen in Deutschland statt um die Stabilit&auml;t des Finanzsystems um die Inflation gesorgt h&auml;tten, denn die Inflationserwartungen h&auml;tten sich um 0,1 Prozentpunkte nach oben bewegt. &ldquo;Wenn so viele Leute in die falsche Richtung gucken, dann stimmt etwas nicht&rdquo;, sagte Horn &ndash; &ldquo;Leute, die an guten Universit&auml;ten ausgebildet wurden, intelligent sind und die besten Absichten haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/fazit\/2014\/09\/08\/gustav-horn-stoert-den-oekonomen-konsens-4551\/\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Immerhin scheint Patrick Bernau, verantwortlicher Redakteur f&uuml;r Wirtschaft Online, zu ahnen, dass an einer Jahrestagung der gr&ouml;&szlig;ten Vereinigung deutschen &Ouml;konomen etwas nicht stimmen kann, wenn Kritik am Mainstream in Nebenr&auml;umen stattfindet. Nat&uuml;rlich darf dann solche Kritik nicht als Alternative zum herrschenden Mainstream, sondern nur eine Erg&auml;nzung formuliert werden. Selbstverst&auml;ndlich ist der Mainstream heute nicht einfach Neoklassik, obschon er noch etliche neoklassische Elemente enth&auml;lt &ndash; z.B. im vulg&auml;ren Glauben an eine nat&uuml;rliche Tendenz zum Gleichgewicht durch Say&rsquo;s Theorem der Marktr&auml;umung, d.h. an die Selbststeuerung des &ouml;konomischen Systems. Ein gutes Beispiel f&uuml;r Kritik und Erg&auml;nzung der Neoklassik bildet die Neue Institutions&ouml;konomik mit der Rede von Informationsasymmetrien, beschr&auml;nkter Rationalit&auml;t und Transaktionskosten. Mit dem methodischen Leitbild, ganz verankert im methodischen Individualismus, dem seinen Nutzen maximierenden Individuum, aber auch in der analytisch-formalen Analyse folgt aber sie vielfach der Neoklassik.<br>\nZurecht Gustav Horn fordert nicht einfach mehr Raum f&uuml;r bestimmte heterodoxe Positionen, sondern einfach mehr Pluralit&auml;t. Das eigentliche Kennzeichen und damit erst sinnstiftend an der Heterodoxie ist die Akzeptanz mehrerer gleichberechtigter und anerkannter Erkl&auml;rungen von &bdquo;Realit&auml;t&ldquo;. Denn die Existenz alternativer Positionen, Methoden, Techniken und Ans&auml;tzen zum Mainstream impliziert nicht automatisch einen offenen Umgang untereinander. Heterodoxe Positionen k&ouml;nnen ebenso monistisch und orthodox ausgerichtet sein wie der von ihr kritisierte Mainstream. &ndash; <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/imk_rede_horn_2014_09_07.pdf\">Hier [PDF]<\/a> kann der Vortrag von Gustav Horn gelesen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>B&uuml;rger retten statt Banken: 10.000 Euro f&uuml;r jeden B&uuml;rger<\/strong><br>\nDie Fakten sind eindeutig: Die Wirtschaft in Europa stagniert, das Bankensystem ist immer noch nicht saniert. Die Schulden wachsen in den Krisenl&auml;ndern weiter schneller als die Wirtschaft.  Wenn nun aber alle sparen, also versuchen, bestehende Schulden abzutragen, flie&szlig;t das &ldquo;frische Geld&rdquo; der Notenbanken eben nicht in die Realwirtschaft sondern in die Finanzm&auml;rkte, wo es die Verm&ouml;genspreise treibt. Die amerikanische Notenbank Fed hat es sogar zum eigentlichen Ziel erkl&auml;rt, &uuml;ber diesen &ldquo;Verm&ouml;genseffekt&rdquo; den Konsum anzukurbeln. Da naturgem&auml;&szlig; nur jene, die &uuml;ber Verm&ouml;gen verf&uuml;gen, davon profitieren, kommt es zu einer zunehmend ungleichen Verm&ouml;gensverteilung, was dann bei &Ouml;konomen wie Thomas Piketty und Politikern aller Couleur den Ruf nach mehr Umverteilung verst&auml;rkt. Die Realwirtschaft jedenfalls hat nichts davon.<br>\nDennoch zeichnet sich eine Fortsetzung der Politik ab. Nachdem die EZB verglichen mit den Notenbanken der USA, Englands, Japans und auch der Schweiz sehr zur&uuml;ckhaltend mit dem direkten Aufkauf von Wertpapieren &ndash; das sogenannte &ldquo;Quantitative Easing&rdquo; &ndash; war, sprechen immer mehr Anzeichen daf&uuml;r, dass genau dieses nun vor der T&uuml;r steht. Bereits ohne offizielles Quantitative Easing wird die EZB den Banken im Herbst im Rahmen der &ldquo;targeted long-term financing operations&rdquo; frisches Geld zur Verf&uuml;gung stellen. Bis zu 250 Milliarden Euro werden die Banken, vor allem aus den Krisenl&auml;ndern, im September und Dezember bei der EZB abrufen. Mario Draghi h&auml;lt sogar ein Volumen von bis zu 850 Milliarden f&uuml;r denkbar. Die Kapitalm&auml;rkte spekulieren bereits auf die Hilfe durch die EZB. Bankaktien sind seit ihrem Tief vor einigen Wochen bereits deutlich gestiegen. Klares Signal, dass die Rettung der Banken durch die EZB eingepreist wird. Was soll die EZB denn auch machen? Alle Banken schlie&szlig;en, nur weil diese eigentlich insolvent sind?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/artikel\/ezb-sollte-lieber-buerger-als-banken-retten-a-989183.html\">manager magazin online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Daniel Stelter bezieht sich im Wesentlichen auf einen Aufsatz von Mark Blyth und Eric Lonergan in <a href=\"http:\/\/www.foreignaffairs.com\/articles\/141847\/mark-blyth-and-eric-lonergan\/print-less-but-transfer-more\">Foreign Affaires<\/a>. Diese zentrale US-Fachzeitschrift f&uuml;r au&szlig;enpolitische und weltwirtschaftliche Fragen wurde 1922 vom Council on Foreign Relations gegr&uuml;ndet. Der Council on Foreign Relations wiederum ist einer der weltweit wichtigsten und einflussreichsten privaten Think Tanks. In den Foreign Affaires wurde manches dargelegt, was sp&auml;ter in die praktische Politik eingeflossen ist. Insofern ist die Empfehlung, Geld der Zentralbank direkt dem B&uuml;rger zukommen zu lassen, nicht irgendeine exzentrische Laune, sondern eine Anfrage auf repr&auml;sentativer Ebene nach Alternativen von Quantitative Easing, d.h. ein tendenzielles Eingest&auml;ndnis, dass QE gescheitert ist.<br>\nIn ihren Aufsatz &ldquo;Print Less But Transfer More: Why Central Banks Should Give Money Directly To The People&rdquo; (Druck weniger, aber transferiere mehr: Warum Zentralbanken Geld direkt an das Volk geben sollten), den ich hier verk&uuml;rzt wiedergebe, wird diagnostiziert, dass Menschen und Unternehmen im derzeitigen Umfeld z&ouml;gerten, ihr Geld auszugeben, sodass die Arbeitslosigkeit hoch und der Lohnzuwachs niedrig blieben. Dies f&uuml;hre zu niedriger Inflation, in der Eurozone mit einer Tendenz gegen Null. Die bisherige Politik w&uuml;rde bestenfalls nicht &auml;ndern, schlimmstenfalls drohe weitere Instabilit&auml;t und l&auml;ngere Stagnation. Statt den Privatsektor durch Kauf von Verm&ouml;genswerten oder durch Zinssatz&auml;nderungen zu Ausgaben zu verleiten versuchen, sollten die Zentralbanken den Verbrauchern das Geld direkt zukommen lassen und sich dabei auf die 80 Prozent der unteren Einkommensgruppen konzentrieren. Die Konzentration auf diejenigen, die am wenigsten verdienen, br&auml;chte doppelten Nutzen. Einerseits seien einkommensschw&auml;chere Haushalte eher geneigt zu konsumieren, also w&uuml;rden sie die Ausgaben st&auml;rker ankurbeln. Andererseits w&uuml;rde diese Politik der zunehmenden Einkommensungleichheit entgegenwirken.<br>\nDas sei nichts Neues, bereits Ben Bernanke habe  2002 in seiner &ldquo;Helikopter-Rede&rdquo; den Japanern einen Geldabwurf (das Bild stammt von Milton Friedman) direkt an die Verbraucher empfohlen, die damals in einer Deflationsfalle sa&szlig;en. Die Verbraucher k&ouml;nnten dieses neue Geld verwenden, die Rezession durch Geldausgeben zu &uuml;berwinden, indem die Nachfrage und die Preise stiegen. Japan hat den Vorschlag verworfen. Heute ersticke der gr&ouml;&szlig;te Teil der Weltwirtschaft in Schulden, und die Zentralbanken h&auml;tten alles ausprobiert. Es sei h&ouml;chste Zeit &uuml;ber Friedmans Idee nachzudenken. Kurzfristig k&ouml;nnten solche Transfers die Wirtschaft auf Touren bringen. Langfristig k&ouml;nnten sie die Abh&auml;ngigkeit des Wachstums von den Banken reduzieren und den Trend zu wachsender Ungleichheit umkehren. Die Transfers w&uuml;rden keine schlimme Inflation ausl&ouml;sen. Die meisten &Ouml;konomen seien sich einig, dass Geldtransfers einer Zentralbank die Nachfrage stimulieren w&uuml;rden. Die einzig reale Frage sei: Warum hat es niemand  versucht? In einer Rede 2012 argumentierte Mervyn King, damals Gouverneur der Bank von England, dass solche Transfers au&szlig;erhalb des Geltungsbereichs der Zentralbanken l&auml;gen. Sie betr&auml;fen die Fiskalpolitik, &auml;hnlich sein japanischer Amtskollege, Haruhiko Kuroda. Mark Blyth und Eric Lonergan halten diese Unterscheidung f&uuml;r semantisch. Andere meinten, solche Transfers w&uuml;rden eine Inflation ausl&ouml;sen. Die beiden Autoren halten die heutigen niedrigen Inflationsraten f&uuml;r &auml;u&szlig;erst widerstandsf&auml;hig, sozusagen ein neuer s&auml;kularer Trend (Im Text steht mehr dazu). Gef&auml;hrlich sei heute eher Deflation. Im &uuml;brigen seien die Zentralbanken  jederzeit in der Lage Inflation z.B. durch h&ouml;here Zinsen wirkungsvoll zu bek&auml;mpfen. Die Notwendigkeit einer solchen Ma&szlig;nahme w&auml;re allerdings sehr unwahrscheinlich. Aufgrund von US-Erfahrungen gehen die Autoren davon aus, dass Transfers in H&ouml;he von zwei Prozent des BIP mit einem Multiplikator von etwa 1,3 ein Wirtschaftswachstum  von ca. 2,6 Prozent generieren w&uuml;rden.<br>\nDer entscheidende Widerstand gegen die Geldtransfers seien politische und ideologische. Die Fed bef&uuml;rchte Gesetzes&auml;nderungen durch den Kongress, der ihre Handlungsfreiheit in einer zuk&uuml;nftigen Krise begrenzen w&uuml;rde. Dar&uuml;ber hinaus betrachten viele amerikanische Konservative Geldtransfers als sozialistischen Handlangerdienst. In Europa sei es die deutsche Angst vor Inflation. Es sei nur ideologisch zu erkl&auml;ren, dass die  Europ&auml;ischen Zentralbank inmitten der gr&ouml;&szlig;ten Rezession seit den 1930er Jahren  im Jahr 2011 die Zinsen erh&ouml;hte. Jenseits der ideologischen Hindernisse sei die Zeit reif, Instrumente, die vor 100 Jahren erfunden wurden, beiseitezulegen und innovativ zu werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz IV: Ein pers&ouml;nlicher Erfahrungsbericht<\/strong><br>\nF&uuml;nf Jahre Bulimie-Lernen, n&auml;chtliche Lernmarathons und das Schreiben von Hausarbeiten im Wochentakt waren vorbei. Endlich hatte ich ihn in der Tasche: den Universit&auml;tsabschluss. Und nun: Bewerben nat&uuml;rlich! Karriere machen, Geld verdienen, Familie gr&uuml;nden. Ich war bereit die Welt zu erobern, aber merkte schnell, dass die Welt von mir nicht erobert werden wollte.<br>\nNat&uuml;rlich wusste ich, dass es als Politikwissenschaftler schwierig wird, auf dem Arbeitsmarkt Fu&szlig; zu fassen. Ich wurde gewarnt: Vor dem Studium von Freunden, Bekannten und Studienratgebern, im Studium von Professoren, Dozenten und Kommilitonen. Auch eine Reihe von Arbeitslosenstatistiken und Umfragen unter Hochschulabsolventen zeigten, dass man Zeit einplanen sollte, um einen ordentlichen, gut bezahlten Arbeitsplatz zu finden.<br>\nTrotzdem ist man am Anfang noch guter Dinge. Es werden einige Bewerbungen f&uuml;r dies und jenes geschrieben. Man denkt sich, irgendetwas wird sich schon ergeben. Warum auch nicht? Warum sollte ich Zweifel haben? Nichts spricht gegen mich: jung, gut ausgebildet und &ouml;rtlich flexibel. Und dann kommt das gro&szlig;e Warten. Eine Woche. Zwei Wochen. In der dritten Woche fliegen die ersten Absagen ins Haus, in den n&auml;chsten Wochen die Restlichen. Ich muss mir eingestehen, dass es doch nicht so einfach wird.<br>\nPl&ouml;tzlich geht es nicht mehr vorw&auml;rts. Ich stehe im Jobcenter und gebe meinen ALG 2-Antrag ab. Ich bin jetzt Hartzer. F&uuml;r meinen zugewiesenen Fallmanager bin ich zum Produkt degradiert, welches optimiert werden muss, um es gewinnbringend auf dem Arbeitsmarkt zu verkaufen. Das Leben dreht sich fortan um Bewilligungsbescheide und Eingliederungsvereinbarungen. Ich sch&auml;me mich versagt zu haben, bevor es eigenlich richtig losgegangen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/rekorth\/einige-fallen-durch-das-netz\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Immer noch 5,15 Millionen Unterbesch&auml;ftigte in Deutschland<\/strong><br>\nK&uuml;rzlich war im Figaro unter der &Uuml;berschrift &ldquo;La France, ce beau pays aux 6 millions de chomeurs officiels&rdquo; ein Kommentar zur Lage am franz&ouml;sischen Arbeitsmarkt zu lesen. Nicht 3,424 Millionen Menschen, wie gerade offiziell verlautbart, sondern sechs Millionen seien in Wirklichkeit im &ldquo;sch&ouml;nen Frankreich&rdquo; ohne Arbeit. Bei den Arbeits&auml;mtern, den p&ocirc;les d&rsquo;emploi, waren Ende Juli n&auml;mlich tats&auml;chlich 6,0802 Millionen Menschen gemeldet, von denen aber 2,6 Millionen aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden nicht bei der Berechnung der offiziellen Arbeitslosenquote ber&uuml;cksichtigt werden, obwohl sie de facto arbeitssuchend seien. Die wahre Arbeitslosenquote in Frankreich l&auml;ge daher nicht bei 10,2 Prozent, sondern bei 18,1.<br>\nWie sieht es in Deutschland aus? Hier wurden im August offiziell 2,9 Millionen Arbeitslose gez&auml;hlt, was einer Arbeitslosenquote von 6,7 Prozent entspricht &ndash; so niedrig wie nie zuvor seit der Wiedervereinigung. Zusammen mit dem stetigen Anstieg der Besch&auml;ftigung k&ouml;nnte man zum Schluss kommen, es sei alles bestens am deutschen Arbeitsmarkt. Aber auch in der gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der W&auml;hrungsunion tr&uuml;gt der Schein der offiziellen Zahlen. Tats&auml;chlich ist davon auszugehen, dass mindestens 5,15 Millionen Menschen in Deutschland unterbesch&auml;ftigt sind, was einer Quote von 11,9 Prozent entspricht.<br>\nDie Hauptprobleme bestehen darin, dass der Staat eine massiv pro-zyklische Finanzpolitik betreibt &ndash; Budget&uuml;bersch&uuml;sse von ein Prozent des BIP in einer Zeit, in der die Kapazit&auml;ten dramatisch unterausgelastet sind &ndash;, und dass sich die weniger gut qualifizierten Arbeitnehmer in Firmen, die internationalem Wettbewerb ausgesetzt sind, in einer prek&auml;ren Situation befinden: Die Arbeitgeber k&ouml;nnen immer damit drohen, dass sie die Produktion ins billigere Ausland verlagern werden, vor allem die arbeitsintensive. Das eine ist ein konjunkturelles Problem, das andere ein strukturelles. Beide m&uuml;ssen dringend gel&ouml;st werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2014\/09\/10\/immer-noch-515-millionen-unterbeschaeftigte-deutschland_7737\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lobbyismus<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Fragw&uuml;rdige Ehren&auml;mter: Die R&uuml;stungslobby im Bundestag<\/strong><br>\nDer Austausch zwischen R&uuml;stungslobbyisten und Politik ist eng. Das zeigte erst k&uuml;rzlich eine &Uuml;bersicht der Treffen zwischen Spitzenpersonal der Bundesregierung und der R&uuml;stungswirtschaft. Auch einige Bundestagsabgeordnete pflegen regen Kontakt zur R&uuml;stungslobby. Im derzeitigen Bundestag haben mindestens zehn Abgeordnete ehrenamtliche Funktionen in r&uuml;stungspolitischen Organisationen. Damit stehen mindestens sieben von 32 ordentlichen Mitgliedern und drei von 32 stellvertretenden Mitgliedern des Verteidigungsausschusses im regelm&auml;&szlig;igen Austausch mit R&uuml;stungskonzernen (siehe unsere &Uuml;bersicht unten).<br>\nDer Kampfpanzer Leopard 2 wird vom deutschen R&uuml;stungskonzern Krauss-Maffei Wegmann hergestellt.<br>\nZu den Vereinen mit guten Kontakten in den Bundestag z&auml;hlen unter anderem die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Wehrtechnik und der F&ouml;rderkreis Deutsches Heer. In beiden sind neben Bundestagabgeordneten auch R&uuml;stungsfirmen aktive Mitglieder. Sie dienen der R&uuml;stungslobby als Netzwerk f&uuml;r Kontaktpflege und Interessenvermittlung. In den Vereinen finden sich auch Firmen wieder, die sich Auftr&auml;ge von der Bundeswehr erhoffen und auf Exportgenehmigungen f&uuml;r R&uuml;stungsexporte angewiesen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2014\/08\/fragwuerdige-ehrenaemter-die-ruestungslobby-im-bundestag\/\">Lobbycontrol<\/a><\/li>\n<li><strong>Inakzeptabler Seitenwechsel: EU-Bankenreguliererin wechselt zur Finanzindustrie<\/strong><br>\nDie Europaparlamentarierin und ehemalige Vorsitzende des Ausschusses f&uuml;r Wirtschaft und W&auml;hrung Sharon Bowles war mit der Regulierung der Finanzm&auml;rkte betraut. Jetzt wechselt sie ohne Abk&uuml;hlungsphase in den Vorstand der Londoner B&ouml;rse. Das ist nicht nur dreist. Es sch&auml;digt auch das Vertrauen in die europ&auml;ische Demokratie.<br>\nSharon Bowles hat die letzten f&uuml;nf Jahre den Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft und W&auml;hrung geleitet. Damit war sie mit verantwortlich f&uuml;r die Gesetze zur Regulierung der Finanzm&auml;rkte infolge der Krise. Viele der Verhandlungen mit dem Rat und der Kommission hat sie dabei selbst gef&uuml;hrt. Besonders brisant ist, dass sie die Europ&auml;ische Marktrichtlinie (Mifid II) federf&uuml;hrend verhandelt hat.<br>\nMit ihrem Wechsel in den Vorstand der Londoner B&ouml;rse ist sie nun unmittelbar von dieser Richtlinie betroffen. Denn sie regelt den Rechtsrahmen f&uuml;r die B&ouml;rsen in Europa. Bowles setzt also fortan ihre Insiderkenntnisse und guten Kontakte zu politisch Verantwortlichen daf&uuml;r ein, das Gesch&auml;ft der Londoner B&ouml;rse zu optimieren und ihre eigene berufliche Karriere voranzutreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2014\/09\/inakzeptabler-seitenwechsel-eu-bankenreguliererin-wechselt-zur-finanzindustrie\/\">Lobbycontrol<\/a><\/li>\n<li><strong>Jetzt auch noch die Tabaklobby &ndash; Ex-Staatssekret&auml;r M&uuml;cke wechselt zum Zigarettenverband<\/strong><br>\nDie Seitenwechsel-Serie der Mitglieder der schwarz-gelben Bundesregierung setzt sich fort: Der ehemalige FDP-Staatssekret&auml;r im Verkehrsministerium, Jan M&uuml;cke, ist der neue Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen Zigarettenverbands (DZV). Erst wechselt der FDP-Entwicklungshilfe-Minister Niebel zur R&uuml;stungslobby, nun sein FDP-Kollege M&uuml;cke zur Tabaklobby. Es ist h&ouml;chste Zeit, dass die Bundesregierung einen vern&uuml;nftigen Vorschlag f&uuml;r eine Karenzzeit f&uuml;r ehemalige Regierungsmitglieder vorlegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2014\/09\/jetzt-auch-noch-die-tabaklobby\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein Staat f&uuml;r Erdogan &ndash; Der neue Pr&auml;sident der T&uuml;rkei hebelt die Gewaltenteilung aus<\/strong><br>\nNachdem Erdogan mit Unterst&uuml;tzung allzu naiver &bdquo;Reformer&ldquo; die meisten H&uuml;rden auf dem Weg zu einer Ein-Mann-Herrschaft beiseiteger&auml;umt hat, kann er die einschl&auml;gigen Paragrafen nach Belieben auslegen und bei ihrer Umsetzung die pr&auml;sidentiellen Befugnisse bis zum &Auml;u&szlig;ersten strapazieren. Das hat Erdogan einen Tag vor den Pr&auml;sidentenwahlen vom 10. August in einem Fernsehinterview ganz offen angek&uuml;ndigt: &bdquo;Ich wei&szlig;, dass fr&uuml;here Pr&auml;sidenten nicht alle Machtmittel, &uuml;ber die sie verf&uuml;gten, eingesetzt haben. Ich werde es nicht so halten. Ich will kein Pr&auml;sident sein, der nur im Cankaya-Palast(1) herumsitzt.&ldquo;&hellip;<br>\nWas Erdogan seit seiner Wahl gesagt und getan hat, best&auml;rkt die meisten Beobachter in dem Eindruck, dass er &uuml;berhaupt nicht vorhat, auf den Normalisierungskurs zur&uuml;ckzusteuern, den die T&uuml;rkei so bitter n&ouml;tig hat. Und mit der Berufung von Ahmet Davutoglu zum neuen Regierungschef hat er ein neues Regierungsmodell kreiert, in dem das gesamte Kabinett praktisch dem &bdquo;Palast&ldquo; untersteht, wo Erdogan alle wichtigen Entscheidungen trifft. Und wo er sich mit einem kleinen Beraterkreis umgibt, den die t&uuml;rkischen Medien als &bdquo;Schattenregierung&ldquo; bezeichnen&hellip;<br>\nWenn die regierungstreue Fraktion der Richter und Staatsanw&auml;lte die im Oktober anstehenden Wahlen zur Besetzung des HSYK gewinnt, wird er seinem Ziel sehr nahegekommen sein. Und wenn der liberale Pr&auml;sident des Verfassungsgerichts, Hasim Kilic, im M&auml;rz 2015 in Pension geht, wird Erdogan mit Sicherheit einen Nachfolger ernennen, auf dessen Loyalit&auml;t er sich verlassen kann. Sobald sich der Pr&auml;sident die Kontrolle &uuml;ber die Judikative gesichert hat, wird der Eintritt der T&uuml;rkei in eine neue &Auml;ra endg&uuml;ltig vollzogen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.search?ik=1&amp;mode=erw&amp;tid=2014%2F09%2F12%2Fa0039&amp;ListView=0&amp;sort=3&amp;tx=Erdogan&amp;qu=MONDE\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Documents Unsealed in Yahoo&rsquo;s Case Against U.S. Data Requests<\/strong><br>\nThe federal government was so determined to collect the Internet communications of Yahoo customers in 2008 that it threatened the company with fines of $250,000 per day if it did not immediately comply with a secret court order to turn over the data.<br>\nThe threat &mdash; which was made public Thursday as part of about 1,500 pages of previously classified documents that were unsealed by a federal court &mdash; sheds new light on the fight between Internet companies and the government over the ground rules and procedures for the secret surveillance of Americans and foreigners following the 9\/11 terrorist attacks&hellip;.<br>\nYahoo disclosed on Thursday that it was forced to comply with the order to turn over data even though the government and the appeals court had yet to set out clear rules to minimize the amount of data collected from Americans, who were supposed to have special protection under the law, which was principally aimed at foreigners.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/09\/12\/technology\/documents-unsealed-in-yahoos-case-against-us-data-requests.html?emc=edit_na_20140911&amp;nlid=55401798\">The New York Times<\/a>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>U.S. threatened massive fine to force Yahoo to release data<\/strong><br>\n&hellip; according to court documents unsealed Thursday that illuminate how federal officials forced American tech companies to participate in the NSA&rsquo;s controversial PRISM program&hellip;<br>\nThe documents, roughly 1,500 pages worth, outline a secret and ultimately unsuccessful legal battle by Yahoo to resist the government&rsquo;s demands. The company&rsquo;s loss required Yahoo to become one of the first to begin providing information to PRISM, a program that gave the National Security Agency extensive access to records of online communications by users of Yahoo and other U.S.-based technology firms.<br>\nThe ruling by the Foreign Intelligence Surveillance Court of Review became a key moment in the development of PRISM, helping government officials to convince other Silicon Valley companies that unprecedented data demands had been tested in the courts and found constitutionally sound. Eventually most major American tech companies complied, including Google, Facebook, Apple and AOL. Microsoft had joined earlier, before the ruling, NSA documents have shown&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/business\/technology\/us-threatened-massive-fine-to-force-yahoo-to-release-data\/2014\/09\/11\/38a7f69e-39e8-11e4-9c9f-ebb47272e40e_story.html?wpisrc=al_comboNE_b\">The Washington Post<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>In und durch Europa f&uuml;hren<\/strong><br>\nDeutschland soll k&uuml;nftig &ldquo;eine st&auml;rkere globale Rolle spielen&rdquo; und &ldquo;in und durch Europa&rdquo; st&auml;rker &ldquo;f&uuml;hren&rdquo;. Dies ist einer deutschen Regierungsberaterin zufolge die bisherige Bilanz einer Au&szlig;enpolitik-Debatte, die das Ausw&auml;rtige Amt zu PR-Zwecken angesto&szlig;en hat. Das Projekt &ldquo;Review 2014&rdquo;, in dessen Rahmen die Debatte stattfindet, soll laut dem Bundesau&szlig;enminister die &ldquo;eklatante L&uuml;cke&rdquo; schlie&szlig;en helfen, die zwischen den weltpolitischen Absichten des Berliner Establishments und der &ldquo;Bereitschaft&rdquo; der Bev&ouml;lkerung zum Beispiel zu Kriegseins&auml;tzen besteht. Das Projekt reiht sich in eine Kampagne f&uuml;r eine aggressivere Weltpolitik Berlins ein, die &ndash; vom Planungsstab des Ausw&auml;rtigen Amts vorbereitet und begleitet &ndash; mit der Rede des deutschen Bundespr&auml;sidenten zum Nationalfeiertag 2013 lanciert worden ist und seitdem andauert. In der Bilanz zu dem Projekt &ldquo;Review 2014&rdquo; hei&szlig;t es, es zeichne sich ein Konsens dar&uuml;ber ab, dass Deutschland alleine &ldquo;zu klein&rdquo; sei, &ldquo;um globalpolitische Ver&auml;nderungen bewirken zu k&ouml;nnen&rdquo;; deshalb ben&ouml;tige man die EU: &ldquo;Europa&rdquo; bringe &ldquo;das politische Gewicht auf die Waage, das Deutschland zur Realisierung seiner Interessen braucht.&rdquo; Auch m&uuml;sse man k&uuml;nftig in einer &ldquo;Partnerschaft mit den USA&rdquo; operieren, die &ldquo;gleichberechtigt&rdquo; sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58946\">german-foreign-policy.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Antisemitismus: Unschuld ist lernbar<\/strong><br>\nWie steht es bei deutschen Jugendlichen um den Antisemitismus? Eine schwierige Frage, die zu beantworten umfangreiche Beobachtungen notwendig macht. Die Geschichtsstunde an einer Berufsschule mit nur einem Lehrer ist sicher nicht repr&auml;sentativ. Aber sie zeigt, dass das Vergessen eine Gefahr ist. Eine Gefahr, die zu Wiederholungen neigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/130747\/antisemitismus-unschuld-ist-lernbar\">Der Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Alternative f&uuml;r Deutschland &ndash; Wie eine Partei immer st&auml;rker nach rechts kippt<\/strong><br>\nWie zuvor in Sachsen setzt die AfD beim Wahlkampf in Th&uuml;ringen und Brandenburg massiv auf rechtspopulistische Themen. Nicht allein weil am rechten Rand Stimmen zu holen sind. Vielmehr zeigt sich: Der Fl&uuml;gelkampf innerhalb der AfD scheint entschieden. Immer mehr liberale Mitbegr&uuml;nder der AfD verlassen die Partei resigniert oder finden sich parteiintern im Abseits. F&uuml;r die extrem rechten Kr&auml;fte, die Parteichef Lucke in die Partei geholt hatte, fehlt inzwischen jedes Gegengewicht. Die AfD kippt immer st&auml;rker nach rechts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/afd212.html?captchaKey=y7X2y49l86G901ax8iFe57476x1T3112\">WDR Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;Wir haben keine freie Presse mehr&rdquo;: &Uuml;ber Medienl&uuml;gen, den Ukraine-Konflikt und den Abschuss von MH17<\/strong><br>\nRay McGovern arbeitete 27 Jahre lang als Analyst f&uuml;r den US-Auslandsgeheimdienst CIA, bevor er 1990 in den Ruhestand trat.  Von 1981 bis 1985 geh&ouml;rte er zu den verantwortlichen Offizieren, die dem Pr&auml;sidenten t&auml;glich Bericht erstatteten. Anschlie&szlig;end war er mitverantwortlich f&uuml;r die Vorbereitung des Tagesberichtes der CIA an den US-Pr&auml;sidenten. Im Jahr 2003 gr&uuml;ndete er zusammen mit anderen ehemaligen Geheimdienstmitarbeitern die Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS). Diese Organisation widmet sich der Analyse und Kritik nachrichtendienstlicher T&auml;tigkeiten. Hintergrund traf ihn am vergangenen Samstag zu einem Gespr&auml;ch in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201409093233\/globales\/kriege\/qwir-haben-keine-freie-presse-mehrq.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Jako-o-Bildungsstudie: Eltern kritisieren Leistungsdenken in der Schule<\/strong><br>\nOb langweiliger Unterricht, fiese Fragen in Klassenarbeiten oder Lehrer, die vermeintlich unfair benoten: Mit ihren Kindern erleben Eltern eine zweite Schulzeit, manchmal trifft es wohl auch der Begriff &ldquo;durchleiden&rdquo;. M&uuml;tter und V&auml;ter sind dabei, bilden sich ihre Meinung &ndash; und mischen sich ein. Kein Wunder also, dass Eltern zunehmend auch f&uuml;r Bildungsforscher interessant werden. Zum dritten Mal hat nun das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag des Versandh&auml;ndlers Jako-o M&uuml;tter und V&auml;ter von schulpflichtigen Kindern zum Thema Schule befragt. Die wichtigsten Ergebnisse im &Uuml;berblick:\n<ul>\n<li>Die meisten M&uuml;tter und V&auml;ter sind der dritten Jako-o-Bildungsstudie zufolge &uuml;berzeugt, dass ihre Kinder gerne in die Schule gehen und sch&auml;tzen die Fachkompetenz und das Engagement der Lehrer.<\/li>\n<li>Der Ausbau der Ganztagsschulen liegt Eltern nach wie vor am Herzen. Kritisch sehen sie, dass sie viele Aufgaben &uuml;bernehmen m&uuml;ssen, die eigentlich die Schule leisten sollte.<\/li>\n<li>Viele Eltern &ndash; und vor allem M&uuml;tter &ndash; unterst&uuml;tzen zu Hause die Schulbildung: Hausaufgabenbetreuung ist in fast allen Familien &uuml;blich, mitunter fungieren M&uuml;tter und V&auml;ter auch als Nachhilfelehrer.<\/li>\n<li>Der Leistungsgedanke spielt ihrer Ansicht nach eine zu gro&szlig;e Rolle, auch die Chancengleichheit sehen sie h&auml;ufig nicht gegeben.<\/li>\n<li>Sie fordern eine verl&auml;ngerte Grundschule und ein einheitliches Abitur.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/jako-o-bildungsstudie-eltern-kritisieren-leistungsdenken-in-der-schule-1.2123229\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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