{"id":23268,"date":"2014-09-12T15:54:09","date_gmt":"2014-09-12T13:54:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268"},"modified":"2014-09-12T16:51:12","modified_gmt":"2014-09-12T14:51:12","slug":"hinweise-des-tages-ii-167","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h01\">IS\/Syrien\/USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h02\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h03\">Die neue Kommission &ndash; schlimme deutsche Entgleisungen, aber auch keine klare Linie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h04\">Dani Rodrik &ndash; How the Rich Rule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h05\">Die Gastarbeiter &ndash; Geschichte und aktuelle soziale Lage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h06\">Fabian Fritzsche: Neuland f&uuml;r die EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h07\">Taxi vs. Uber &ndash; Alte Welt gegen neue Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h08\">Interaktiv &ndash; So viel verdienen unsere Abgeordneten nebenher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h09\">Ice Buckets and Ebola<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h10\">Netanyahu loses plot to new Gaza reality<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h11\">Die dreihundertj&auml;hrige Geschichte der Union: Grossbritanniens Zweckgemeinschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h12\">Armes Tier: Fleischproduktion global<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h13\">AfD &ndash; Der lange Marsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h14\">F&uuml;r gute Arbeit in der Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h15\">Die Zeit der Angst ist vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h16\">Investigativjournalismus in den USA: Operation Risen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h17\">1914 &ndash; Die Reichtagsdebatten zu den Kriegskrediten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268#h18\">Meet The Puppetmasters: Here Are The 25 Most Politically Influential Billionaires In The US<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23268&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>IS\/Syrien\/USA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Amerikas Kampf gegen die IS-Propaganda<\/strong><br>\nDas amerikanische Au&szlig;enministerium verbreitet Propaganda-Bilder der islamistischen Terrormiliz IS in kommentierter Version. &bdquo;Willkommen im IS-Land&ldquo; hei&szlig;t das eine Minute und neun Sekunden lange Video, dass auf Youtube zu sehen ist. Gespickt ist es mit zynischen   Kommentaren. &bdquo;Die Reise zur IS ist g&uuml;nstig, ihr braucht schlie&szlig;lich keine R&uuml;chfahrkarte&ldquo;, hei&szlig;t es dort beispielsweise. An anderer Stelle wird n&uuml;chtern gewarnt: Wer f&uuml;r den IS k&auml;mpfe, werde unschuldige Muslime t&ouml;ten. &bdquo;Wir wollen potentielle IS-Sympathisanten erreichen und ihnen die Brutalit&auml;t, die T&auml;uschungen und Widerspr&uuml;che zeigen&ldquo;, erkl&auml;rte Marie Harf, Sprecherin des Au&szlig;enministeriums, gegen&uuml;ber der &bdquo;Washington Post&ldquo;. Die Vereinigten Staaten wollen der Propaganda-Welle der Islamisten endlich Herr werden. Ein riskanter Zug. Denn dabei helfen sie zugleich, die brutalen Bilder des IS-Terrors weiter zu verbreiten. &bdquo;Willkommen im IS-Land&ldquo; wurde am 22. August vom Au&szlig;enministerium hochgeladen. Bis zu diesem Montag haben es bereits &uuml;ber 600.000 Menschen gesehen. &ndash; Experten &uuml;ben Kritik daran. &bdquo;Die Projekte der Regierung gehen oft schief, weil sie es nicht schaffen, Militante oder deren Sympathisanten anzusprechen&ldquo;, sagte Evan Kohlmann, IT-Leiter von Flashpoint Global Partners, der &bdquo;Washington Post&ldquo;. Sein Unternehmen beobachtet die Webseiten militanter Gruppen. Das Au&szlig;enministerium habe nicht erkannt, dass die meisten Unterst&uuml;tzer der IS aus dem Westen begeistert auf Videos von Hinrichtungen und Selbstmordanschl&auml;gen reagieren w&uuml;rden. Eine abschreckende Wirkung h&auml;tten diese Bilder nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/amerika\/online-kampagne-amerikas-kampf-gegen-die-is-propaganda-13142518.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Obama gegen IS : Obamas Wunschdenken<\/strong><br>\nSelbst wenn US-Pr&auml;sident Obama eine internationale Koalition der Willigen gegen die IS-Terroristen zustande bringen sollte : Der Einsatz des Milit&auml;rs wird die Islamisten nicht vernichten.<br>\nAusgerechnet er &ndash; Barack Obama, der die Kriege der USA beneden wollte, schickt sein Land in einen neuen Krieg. Vergleiche mit seinem Amtsvrog&auml;nger George W. Bush dr&auml;ngen sich auf &ndash; und sie hinken nicht einmal. So wie Obama von Bush einen nicht beendeten Krieg geerbt hat, wird er in etwa zwei Jahren einen nicht beendeten Krieg an seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin &uuml;bergeben.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Wunsch des ersten schwarzen Pr&auml;sidenten wird sich nicht erf&uuml;llen. Obama wird nicht als Vers&ouml;hner, der er sein wollte, in die Geschichte eingehen, sondern als ein Feldherr.<br>\nGeschichte kann ironisch sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/obama-gegen-is-obamas-wunschdenken,1472602,28386462.html\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Warum der Westen Russland braucht &ndash; Die erstaunliche Wandlung des Zbigniew Brzezinski<\/strong><br>\nDer 1928 geborene Zbigniew Brzezinski ist eine der schillerndsten Figuren der au&szlig;enpolitischen Elite der Vereinigten Staaten. Seine Schriften bestechen durch ihren Sinn f&uuml;r die machtpolitische Realit&auml;t und irritieren zugleich durch die Konsequenz, mit der diese Machtpolitik entfaltet wird. Da Brzezinski an der Gestaltung des Kalten Krieges aktiv beteiligt war und bis heute eng mit den politischen Eliten Amerikas verbunden ist, sind seine B&uuml;cher nicht nur historische, sondern immer zugleich auch politische Dokumente, die einen tiefen Einblick in das Selbstverst&auml;ndnis amerikanischer Au&szlig;enpolitik gew&auml;hren. Nun ist Brzezinski mit einem neuen Buch an die &Ouml;ffentlichkeit getreten. Dieses tr&auml;gt den Titel &bdquo;Strategic Vision&ldquo; und ist insofern h&ouml;chst bemerkenswert, als Brzezinski darin eine weitreichende politische Wende vornimmt. Er fordert eine umfassende Revision der bisherigen Ausrichtung der amerikanischen Au&szlig;enpolitik seit dem Ende des Kalten Krieges. Die zentrale These des Buches lautet, dass die USA sich heute in einer &auml;hnlichen Situation befinden wie die Sowjetunion in den 80er Jahren.<br>\nGing es in seinem letzten gro&szlig;en Buch &bdquo;The Grand Chessboard&ldquo; noch darum, die politische Kontrolle &uuml;ber Zentralasien zu gewinnen und sprach er 2008 immerhin noch von einer &bdquo;Second Chance&ldquo; zur Errichtung einer unipolaren Welt, so gesteht er jetzt ein, dass der Machtverlust der USA und die multipolare Welt Realit&auml;t geworden sind. Damit kommt es zu einer ganzen Reihe von Neubewertungen. Am erstaunlichsten ist, dass er seine radikale Gegnerschaft gegen&uuml;ber Russland, die in all seinen fr&uuml;heren B&uuml;chern direkt oder unterschwellig pr&auml;sent ist, aufgegeben hat. Mehr noch: F&uuml;r das &Uuml;berleben des Westens sei es zentral, Russland zu integrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/juli\/warum-der-westen-russland-braucht\">Hauke Ritz\/Bl&auml;tter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Auf diesen fr&uuml;heren Beitrag (2012) in den &bdquo;Bl&auml;ttern&ldquo; machte mich Jens Berger nach Lekt&uuml;re meines Artikels vom 8. September &uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23158\">&bdquo;Bemerkenswertes zum Kalten Krieg &hellip;&ldquo;<\/a> aufmerksam. Ich hatte dort in einer Anmerkung &uuml;ber den US-Pr&auml;sidentenberater und Geostrategen Zbignew Brzezinski nicht von einer Ver&auml;nderung der Position dieser Person berichtet. Das stimmt und ich danke Jens Berger f&uuml;r den Tipp. Aber ob sich die Haltung Zbignew Brzezinskis zur Zusammenarbeit mit Russland wirklich ge&auml;ndert hat, ist angesichts der Wendigkeit dieser Person nicht mit Sicherheit vorher zusagen. Auf jeden Fall ist der Artikel von Hauke Ritz sehr lesenswert und aktuell. Deshalb heute noch einmal dieser Hinweis.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ukraine must stop ongoing abuses and war crimes by pro-Ukrainian volunteer forces<\/strong><br>\nIn a meeting with Ukrainian Prime Minister Arseniy Yatsenyuk today, Amnesty International Secretary General Salil Shetty urged the Ukrainian government to stop abuses and war crimes by volunteer battalions operating alongside regular Ukrainian armed forces.<br>\n&ldquo;The Ukrainian authorities must not replicate the lawlessness and abuses that have prevailed in areas previously held by separatists,&rdquo; said Salil Shetty, Amnesty International Secretary General from Kyiv.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.amnesty.org\/en\/news\/ukraine-must-stop-ongoing-abuses-and-war-crimes-pro-ukrainian-volunteer-forces-2014-09-08\">Amnesty International<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die neue Kommission &ndash; schlimme deutsche Entgleisungen, aber auch keine klare Linie<\/strong><br>\nDie neue Europ&auml;ische Kommission wurde gestern vom designierten Kommissionspr&auml;sidenten Jean-Claude Juncker der &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;sentiert und sofort brach auf Deutschlands rechter Seite ein Sturm der Entr&uuml;stung los. Das ist nicht nur peinlich, das ist eine schlimme Entgleisung. Insbesondere die Ernennung von Pierre Moscovici zum Kommissar mit der Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r Wirtschaft und W&auml;hrung st&ouml;&szlig;t auf deutschen Protest, nachdem diese Personalie schon im Vorfeld bei deutschen Spitzenpolitikern f&uuml;r Naser&uuml;mpfen gesorgt hatte.<br>\nNun bin ich der Letzte, der die sachliche Position von Moscovici verteidigen w&uuml;rde. Er ist, soweit man das in seiner Amtszeit in Frankreich gesehen hat, ein &bdquo;moderner Sozialdemokrat&ldquo; der Blair-Schr&ouml;derschen Art und damit f&uuml;r jeden konservativen wirtschaftspolitischen Unfug gut, aber eine Person in einem neuen Amt massiv anzugreifen, weil sie aus einem Land kommt, das nach Meinung deutscher Provinzpolitiker gegen die &bdquo;Disziplin&ldquo; der W&auml;hrungsunion verst&ouml;&szlig;t, ist ungeheuerlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-neue-kommission-schlimme-deutsche-entgleisungen-aber-auch-keine-klare-linie\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Dani Rodrik &ndash; How the Rich Rule<\/strong><br>\nIt is hardly news that the rich have more political power than the poor, even in democratic countries where everyone gets a single vote in elections. But two political scientists, Martin Gilens of Princeton University and Benjamin Page of Northwestern University, have recently produced some stark findings for the United States that have dramatic implications for the functioning of democracy &ndash; in the US and elsewhere. [&hellip;]<br>\nTo carry out that test, Gilens and Page ran a horse race between the preferences of average voters and those of economic elites &ndash; defined as individuals at the top tenth percentile of the income distribution &ndash; to see which voters exert greater influence. They found that the effect of the average voter drops to insignificant levels, while that of economic elites remains substantial.<br>\nThe implication is clear: when the elites&rsquo; interests differ from those of the rest of society, it is their views that count &ndash; almost exclusively. (As Gilens and Page explain, we should think of the preferences of the top 10% as a proxy for the views of the truly wealthy, say, the top 1% &ndash; the genuine elite.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/dani-rodrik-says-that-widening-inequality-drives-economic-elites-toward-sectarian-politics\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Gastarbeiter &ndash; Geschichte und aktuelle soziale Lage<\/strong><br>\nDer Aufsatz besch&auml;ftigt sich aus Anlass des 50. Jahrestages der Ankunft des einmillionsten Gastarbeiters am Bahnhof Deutz mit der Geschichte und der aktuellen sozialen Lage &auml;lterer Ausl&auml;nder aus den Anwerbestaaten.<br>\nBis Anfang der 1970er Jahre war die Wohnsituation der angeworbenen Ausl&auml;nder au&szlig;erordentlich schlecht. Auf dem Arbeitsmarkt besetzten sie die untersten Lohngruppen, so dass ihre Stundenl&ouml;hne  unter denen der deutschen Arbeitnehmer lagen. Bis Anfang der 1970er  Jahre gelang es ihnen, diesen Nachteil durch &Uuml;berstunden und Zulagen  f&uuml;r Schwerstarbeit soweit zu kompensieren, dass ihr durchschnittlicher Monatslohn nur wenig unter dem der Deutschen lag. Die industrielle Krise seit Mitte der 1970er erschwerte ihre Situation jedoch zunehmend. Heute haben die in Deutschland gebliebenen ehemaligen Gastarbeiter das Rentenalter erreicht. Ihre Renten liegen weit unter denen gleichaltriger Deutscher und ihr Armutsrisiko ist enorm hoch.<br>\nDie Wohnsituation hat sich im Vergleich zu den 1960er Jahren zwar deutlich gebessert, es besteht aber weiterhin eine erhebliche L&uuml;cke zu den Deutschen. Gesellschaftlich sind viele der ehemaligen Gastarbeiter immer noch ganz unten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_16_2014.pdf\">Jutta H&ouml;hne, Benedikt Linden, Eric Seils, Anne Wiebel in WSI Report [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche: Neuland f&uuml;r die EZB<\/strong><br>\nAls Mario Draghi Anfang September eine erneute Zinssenkung und dar&uuml;ber hinaus ein ABS-Kaufprogramm bekanntgab, war die Aufregung in Deutschland mal wieder gro&szlig;. Die Reaktionen reichten in etwa von &bdquo;riskantes Spiel&ldquo; bis hin zu &bdquo;v&ouml;llig unverantwortlich&ldquo;. Schon vor der Entscheidung war die Angst in Deutschland offenbar weit verbreitet, dass die EZB Staatsanleihen kaufen k&ouml;nnte, aber nun sogar ABS, also die Papiere, die im Ruf stehen, die ganze Finanzkrise &uuml;berhaupt erst ausgel&ouml;st zu haben.<br>\nDiese Papiere gelten geradezu als Synonym f&uuml;r undurchsichtige Finanzgesch&auml;fte und unverantwortliches Handeln der Banken. Entsprechend einhellig ist die Ablehnung, geht man doch schlie&szlig;lich davon aus, dass die Banken die Chance nun nutzen werden, um faule Kredite aus ihren Bilanzen an die EZB loszuwerden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2014\/09\/11\/fabian-fritzsche-neuland-fur-die-ezb\/\">WirtschaftsWunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Taxi vs. Uber &ndash; Alte Welt gegen neue Welt<\/strong><br>\nDas aggressive Vorgehen des Taxi-Schrecks Uber zeigt: Das Internet &auml;ndert den Kapitalismus, wie wir ihn kennen. Gut so! Ein Kommentar. [&hellip;]<br>\nEs ist eine Frage, die nicht nur Uber betrifft. Unter dem Begriff der Share Economy sind neue Gesch&auml;ftsmodelle entstanden, die bestehende Branchen herausfordern. So auch Airbnb, ein vor allem bei Touristen beliebter Vermittler privater Unterk&uuml;nfte. Airbnb dr&auml;ngt &ndash; wie Uber &ndash; in eine Branche mit festen Regeln. Beide Unternehmen passen in diese Regeln jedoch nicht richtig hinein und bringen deshalb die alteingesessenen Unternehmen gegen sich auf.<br>\nWie soll man der neuen Konkurrenz aus dem Internet begegnen?<br>\nDie Taxifahrer klagen, dass die Konkurrenten von Uber Pop keinen Personenbef&ouml;rderungsschein haben, die Hoteliers jammern, dass Airbnb und andere private Vermittler ihnen Kunden abjagen, ohne &auml;hnlich hohe Auflagen f&uuml;r Hygiene und Brandschutz befolgen zu m&uuml;ssen. Und Uber und Airbnb werden sicher nicht die letzten Unternehmen sein, die im Zuge der digitalen Revolution ganze Branchen umw&auml;lzen. Wie soll man ihnen also begegnen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/kommentar-zu-uber-airbnb-co-alte-welt-gegen-neue-welt-13148553.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der Artikel steht in einer Reihe &auml;hnlicher Kommentare der FAZ. Unterschlagen wird in der schiefen Argumentation nicht nur, da&szlig; das regelm&auml;&szlig;ige gewerbsm&auml;&szlig;ige Anbieten von Uber-Fahrten Schwarzarbeit ist und ggf. Versicherungsbetrug &ndash; der Steuerstaat kann ja nach &uuml;blicher wirtschaftsradikaler Ansicht der FAZ nie klein genug sein, auch wenn unklar ist, wer anstelle der Fahrer die Steuern und die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge f&uuml;r Renten und Krankenversicherungen und f&uuml;r den Bau von Stra&szlig;en aufbringen soll. (Letztendlich w&uuml;rden alle anderen B&uuml;rger draufzahlen, w&auml;hrend Uber reich wird.)<br>\nWeiter tut die FAZ so, als w&uuml;rden sich die Taxi-Unternehmer oder sogar die Taxifahrer eine goldene Nase verdienen. Letzteres ist nat&uuml;rlich v&ouml;lliger Quatsch, was man nicht zuletzt daran sieht, da&szlig; das Taxi-Gewerbe sogar den l&auml;cherlich niedrigen, nicht-existenzsichernden Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde ablehnt. Vor allem aber wird die Bef&ouml;rderungspflicht der Taxis nur gestreift, um im n&auml;chsten Moment so zu tun, als g&auml;lte doch Waffengleichheit im Wettbewerb. Darum geht es aber mitnichten, sondern es geht um Rosinenpickerei, w&auml;hrend die Taxis als Bestandteil des &Ouml;PNV auch unattraktive Fahrten abarbeiten m&uuml;ssen.<br>\nEs wird sehr spannend zu erfahren, wie die Autorin argumentieren wird, wenn ihr eigener Arbeitsplatz durch Artikel-generierende Programme niederkonkurriert wird. Die Algorithmen mit den entsprechenden neoliberalen Phrasen zu f&uuml;ttern, d&uuml;rfte kein ernsthaftes Problem sein&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Interaktiv &ndash; So viel verdienen unsere Abgeordneten nebenher<\/strong><br>\nPeter Gauweiler, Gregor Gysi, Peer Steinbr&uuml;ck: Jeder vierte Bundestagsabgeordnete verdient sich mit Nebent&auml;tigkeiten teils erkleckliche Summen dazu. Mancher wird dabei zum Million&auml;r. Mit dem st&auml;ndig aktualisierten FAZ.NET-Monitor k&ouml;nnen Sie ab sofort sehen, welcher Abgeordneter wie viel Geld nebenher verdient.<br>\nDiese versch&auml;rften Transparenzregeln mit zehn Verdienststufen (zuvor gab es nur drei) wurden 2013 nach Steinbr&uuml;cks Vortrags-Aff&auml;re eingef&uuml;hrt. Doch Verbesserungspotential gebe es weiter, sagen Kritiker. Sie monieren unter anderem, dass es  weiterhin m&ouml;glich ist, gleichzeitig Mandatstr&auml;ger und bezahlter politischer Lobbyist zu sein.<br>\nEng mit Wirtschaft und Verb&auml;nden verwoben<br>\nSo zeichnet der Blick auf die Nebent&auml;tigkeiten der Abgeordneten &ndash; trotz allem Willen zur Transparenz &ndash; auch weiterhin das Bild einer elit&auml;ren Kaste, die mit Wirtschaft und Verb&auml;nden eng verwoben ist und ihr Einkommen neben Gewinnen aus dem eigenen Unternehmen unter anderem mit Vortr&auml;gen, juristischen Mandaten sowie Aufsichtsrats- und Stiftungsposten aufbessert. Mehr als acht Millionen Euro haben die 147 von 631 Abgeordneten, die Nebeneink&uuml;nfte angeben, seit der Wahl mindestens dazuverdient. Im Schnitt sind das gut 14.000 Euro pro Abgeordneter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/interaktiv-so-viel-verdienen-unsere-abgeordneten-nebenher-13148777.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine lobenswerte &Uuml;bersicht. Die gro&szlig;en schwarzen Kreise im Diagramm zeigen sehr deutlich, wo richtig Geld verdient wird und wo es nur ein kleines Zubrot darstellt. Leider verwischt der Hinweis auf den *Durchschnitt* von 14.000 Euro pro Abgeordetem den Erkenntnisgewinn, da&szlig; einzelne Hunderttausende im Jahr bekommen und welche Interessen mit diesen Geldzahlungen verbunden sein k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ice Buckets and Ebola<\/strong><br>\nThe &ldquo;Ice Bucket Challenge&rdquo; was the feel-good health story of the summer. YouTube videos of friends, family, and co-workers emptying buckets of ice-cold water over their heads has raised awareness, and millions of dollars in funding, for research on amyotrophic lateral sclerosis. ALS is a degenerative neuromuscular disease that robs thousands of people worldwide of active control of their muscles, making them prisoners in their own bodies. Research on ALS should be well funded, and the campaign appears to show the public&rsquo;s readiness to fight for anything that might save lives.<br>\nOr does it? The contrast between the Ice Bucket Challenge and this summer&rsquo;s other major health story, the worst Ebola outbreak in recorded history, could not be more striking. While thousands of Americans soak themselves to benefit ALS research, Ebola has become a public-health catastrophe in West Africa, one of the world&rsquo;s poorest regions. [&hellip;]<br>\nThis raises a simple question: Why have so many people &ndash; first in the United States, and then around the world &ndash; seemed so eager to support ALS research while ignoring a far more urgent public-health (if not humanitarian) crisis. Part of the answer is that the Ice Bucket Challenge has given an esoteric disease a human face. People increasingly identify with the fight against ALS through the entertaining video recordings of friends and relatives. By contrast, the Western media has portrayed Ebola as yet another in a long list of tragic, African diseases that has little impact elsewhere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/abdulrahman-m--el-sayed-compares-western-responses-to-the-summer-s-two-top-health-stories\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Netanyahu loses plot to new Gaza reality<\/strong><br>\nAside from being a major military setback, Israel&rsquo;s war on Gaza has also disoriented the policies of Prime Minister Benjamin Netanyahu like never before. Since the announcement of a ceasefire on 26 August, his statements appear erratic and particularly uncertain, an expected outcome of the Gaza war. [&hellip;]<br>\nNetanyahu&rsquo;s war was the Israeli leadership&rsquo;s attempt at capitalizing on Hamas&rsquo;s purported decline. But the war was a disaster and it failed miserably. It killed more than 2,150 Palestinians and wounded over 11,000 more. The Israeli army was held back by a unified Palestinian resistance front. It lost 64 soldiers and hundreds more were injured. It cost the Israeli economy millions. The war to end Hamas gave birth to the strongest Palestinian resistance front ever.<br>\nWhen the war ended on August 26, Netanyahu, the keen politician who insisted on defining the political discourse of any war or major political event, simply disappeared. Two days later, he held a press conference in which he declared that Israel had &ldquo;won&rdquo;. But both Israelis and Palestinians disagreed. According to a poll conducted shortly after the ceasefire announcement and reported in the Israeli Jerusalem Post, 54% of Israelis believe they lost the war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/atimes\/Middle_East\/MID-01-100914.html\">Asia Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die dreihundertj&auml;hrige Geschichte der Union: Grossbritanniens Zweckgemeinschaft<\/strong><br>\nDie Union von Schottland und England war von Anfang an pragmatischer Natur. Wirtschaftsinteressen standen damals wie heute im Vordergrund. Der Ausgang des Unabh&auml;ngigkeitsreferendums n&auml;chste Woche folgt nicht aus der Geschichte. &ndash; Warum hat sich der nationalistische Impetus nach den Zugest&auml;ndnissen von Autonomie und Parlament im Jahr 1999 nicht beruhigt? Das h&auml;tten damals viele erwartet, erkl&auml;rt die Historikerin Catriona MacDonald im Gespr&auml;ch. Doch der wirtschaftsliberale Kurs und der Kriegseintritt Tony Blairs im Irak h&auml;tten viele Schotten entt&auml;uscht. Dann habe die Finanzkrise Ern&uuml;chterung &uuml;ber die wirtschaftlichen Perspektiven in der Union ausgel&ouml;st. F&uuml;r schottisches Befremden sorgten heute auch der Aufschwung der rechtsnationalen United Kingdom Independence Party sowie, in deren Schlepptau, der Rechtsrutsch der Tories in England.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/international\/grossbritanniens-zweckgemeinschaft-1.18381117?extcid=Newsletter_11092014_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Artikel geht herzlich wenig auf die heutigen Wirtschaftsinteressen ein, bietet aber eine sch&ouml;ne historische &Uuml;bersicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Armes Tier: Fleischproduktion global<\/strong><br>\nBei diesen Zahlen kann man Kopfschmerzen bekommen: 65 Milliarden Landwirbeltiere wurden weltweit im Jahr 2012 geschlachtet und in der einen oder anderen Form von Menschen aufgegessen, die Milliarden von Meerestieren und die erjagten Tiere nicht eingerechnet. Doch die Obergrenze des Appetits aufs Tier ist noch lange nicht erreicht. 43 Kilogramm Fleisch verspeist der menschliche Erdenbewohner im Schnitt j&auml;hrlich, wobei der Pro-Kopf-Verbrauch in den Industriel&auml;ndern bei 79 Kilo und in den Entwicklungsl&auml;ndern bei nur 33 Kilo liegt. Bei Milch ist die Spanne noch gr&ouml;&szlig;er: Laut Weltern&auml;hrungsorganisation (FAO Food Outlook 2013) verbrauchen die Menschen in den Industrienationen jedes Jahr durchschnittlich 237 Kilo Milch gegen&uuml;ber 74 Kilo in den Entwicklungsl&auml;ndern. Und genau diese Differenz macht der Tierhaltungsindustrie Hoffnung, k&uuml;nftig noch viel mehr zu verdienen. Dabei sind weder die immensen Schlachtmengen noch die Massentierhaltung ein Privileg des industrialisierten Westens. Brasilien hat die USA schon 2003 als gr&ouml;&szlig;ter H&uuml;hnerfleischexporteur &uuml;berholt, und der brasilianische Rinderbestand soll sich bis 2018 gegen&uuml;ber 2009 verdoppeln.(1) Hauptabnehmer des brasilianischen Sojas (vor allem als Futtermittel) wiederum ist nicht etwa die EU, sondern China, das als einziges Land der Welt eine strategische Schweinefleischreserve besitzt (in gefrorener und lebendiger Form) und heute schon fast die H&auml;lfte allen Schweinefleischs weltweit produziert. Au&szlig;erdem ist China der drittgr&ouml;&szlig;te Milcherzeuger der Welt (hinter den USA und Indien). Hier werden f&uuml;r weiteres Wachstum immer mehr Produktionseinheiten f&uuml;r etliche tausend Milchk&uuml;he errichtet. Jeden Monat l&auml;sst sich allein das Unternehmen Huishan Dairy etwa 3 000 zumeist tr&auml;chtige K&uuml;he auf dem Seeweg aus Australien liefern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/08\/08.mondeText.artikel,a0002.idx,0\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es versteht sich, dass der Hinweis auf diese Zahlen nicht als Exkulpierung unseres Umgangs mit Tieren verstanden werden darf. Im Artikel wird nicht nur das Exportf&ouml;rderprogramm des Bundesministeriums f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft hervorgehoben, sondern auch die Entsendung von Bauern nach China, damit diese z.B. zeigen, wie man wenige Tage alte Ferkel ohne Bet&auml;ubung kastriert. &ldquo;Man lehrt also genau jene Massentierhaltungsverfahren, deren gravierende Tierschutzprobleme hierzulande immer deutlicher werden.&rdquo; Und nat&uuml;rlich leben wir auch vom Export von Landmaschinen, Melkanlagen oder Stalleinrichtungen. Nicht alle Exporte allerdings erf&uuml;llen die hiesigen Tierschutzstandards. &ldquo;Einen kleinen Skandal gab es, als bekannt wurde, dass die Bundesrepublik im Jahr 2012 Hermes-B&uuml;rgschaften in H&ouml;he von 31,6 Millionen Euro f&uuml;r Gefl&uuml;gelhaltungssysteme vergeben hat, die in der EU nicht mehr zugelassen sind.&rdquo; &Auml;hnliches kennen wir beim weltweiten Einsatz z.B. von Pestiziden unserer chemischen Industrie. &ldquo;Geschlossene K&auml;figsysteme, aber ohne K&uuml;hlung; Medikamente, aber ohne Beschr&auml;nkungen; und Zuchtfolgen ohne das Know-how, sie wenigstens zu lindern: In solchen F&auml;llen bekommen die Tiere das Schlechteste aus zwei Welten. Sie sind die Verlierer des steigenden Wohlstands, der bislang mit einem erh&ouml;hten Verbrauch von tierischen Produkten einhergeht.&rdquo; Die Qualen der Tiere erreichen ein kaum vorstellbares Ausma&szlig;. &ldquo;Wer nicht blo&szlig; zusehen will, wie der (erhoffte) Fortschritt der Menschheit mit einem vervielfachten Tierleid einhergeht, wird sich mit der Frage besch&auml;ftigen m&uuml;ssen, ob es nicht besser w&auml;re, wenn die Menschheit weniger oder gar keine Tiere mehr zum Verzehr nutzt.&rdquo;<br>\nIch wei&szlig;, dass etliche Leser der NachDenkSeiten, sich dar&uuml;ber beklagen, dass die NachDenkSeiten zu wenig &uuml;ber unseren Umgang mit Tieren bishin zur Verwendung von gentechnisch ver&auml;ndertem Futter berichten. Aber es gibt eben Themenbereiche, in denen uns schlicht die Kompetenz fehlt, um Hinweise zu beurteilen. Desweiteren m&uuml;ssen wir uns auch beschr&auml;nken. So w&uuml;rde ich gerne des &ouml;fteren den Wahlen und Politikwechsel (auch nur scheinbare) in etlichen Schwellenl&auml;ndern nachgehen. Zum Beispiel &uuml;ber die neue Regierung Narendra Modi in Indien oder die Frage nachdenken, wie sich der bis jetzt h&ouml;chste gemessene chinesische Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss von 49,8 Mrd. $ mit der verk&uuml;ndeten neuen Politik vereinbaren l&auml;sst. Aber die Welt ist gro&szlig; und so m&uuml;ssen wir uns beschr&auml;nken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>AfD &ndash; Der lange Marsch<\/strong><br>\nWer glaubt, die AfD w&auml;re das Ergebnis der Euro-Krise, der irrt gewaltig. Die Wurzeln gehen Jahrzehnte zur&uuml;ck, die Reaktion&auml;re warteten nur auf den richtigen Moment, um zuzuschlagen. Dass dieser nun anscheinend gekommen ist, muss alarmieren.<br>\nWas hat die AfD mit dem Gr&uuml;nder der kommunistischen Partei Italiens zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel, auf den zweiten aber eine ganze Menge. Antonio Gramsci formulierte in den 1920ern w&auml;hrend seiner Festungshaft das Konzept der &bdquo;kulturellen Hegemonie&ldquo;, was nichts anderes besagt, als dass man &uuml;ber einen vorpolitischen Diskurs die Meinungshoheit erringen muss, um damit die Basis f&uuml;r eine sp&auml;tere Machtergreifung zu schaffen. Dieses Konzept wurde ab den 70er-Jahren von der &bdquo;Neuen Rechten&ldquo; in Gestalt ihres Vordenkers Alain de Benoist unter dem Begriff &bdquo;Metapolitik&ldquo; aufgegriffen und in Form von Magazinen, Veranstaltungen und Buchpublikationen mit Leben gef&uuml;llt. Dass mit der AfD nun eine politische Partei mit beachtlichen Anfangserfolgen versucht, f&uuml;r neurechte Gedanken zum parlamentarischen Arm zu werden, ist alarmierend. Denn wenn man der Theorie folgt, hei&szlig;t das nichts anderes, als dass die Hegemonie zumindest in Teilen der Gesellschaft bereits erfolgreich hergestellt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/christoph-giesa\/8972-die-wahren-wurzeln-der-afd#8972\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>F&uuml;r gute Arbeit in der Wissenschaft<\/strong><br>\nOffener Brief an die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Soziologie<br>\nWir, eine status- und generationen&uuml;bergreifende Gruppe wissenschaftlicher Mitarbeiter\/innen, fordern mit diesem offenen Brief die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Soziologie und ihre Mitglieder auf, sich aktiv und kritisch mit diesen Entwicklungen auseinanderzusetzen und sich zuk&uuml;nftig f&uuml;r gute Arbeits- und Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse ebenso einzusetzen wie f&uuml;r die bereits bestehenden wissenschaftlichen und forschungsethischen Standards. Wir fordern dazu auf, einerseits bestehende Handlungsspielr&auml;ume zu nutzen, und sich andererseits langfristig f&uuml;r die Verbesserung von Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen hochschulpolitisch konsequent einzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/blog\/fuer-gute-arbeit-in-der-wissenschaft\">openPetition<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Zeit der Angst ist vorbei<\/strong><br>\nChiles StudentInnen sind die ProtagonistInnen einer neuen sozialen Bewegung, die viel mehr will als eine kostenlose Ausbildung. Pr&auml;sidentin Bachelet wird nur dann in Ruhe regieren k&ouml;nnen, wenn sie endlich den &Uuml;bergang von der Diktatur zur Demokratie abschliesst&hellip;<br>\nDie StudentInnen fordern mit ihren Demonstrationen freie Ausbildung f&uuml;r alle. In Chile, das w&auml;hrend der Diktatur und auch noch danach ein Labor f&uuml;r neoliberale Experimente war, gibt es viel mehr private als staatliche Schulen und Universit&auml;ten, und alle sind sehr teuer. Umgerechnet bis &uuml;ber 80&thinsp;000 Franken kostet ein akademischer Abschluss. Selbst Familien aus der gehobenen Mittelschicht m&uuml;ssen sich hoch verschulden, wenn sie zwei oder drei Kinder zuerst an eine gute Schule schicken und dann auch noch studieren lassen wollen&hellip;<br>\nDie Bev&ouml;lkerung steht zu den StudentInnen. Laut Umfragen werden ihre Forderungen von rund siebzig Prozent der ChilenInnen unterst&uuml;tzt &ndash; trotz der Proteste und Strassenschlachten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1436\/chile\/die-zeit-der-angst-ist-vorbei\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Investigativjournalismus in den USA: Operation Risen<\/strong><br>\nWaterboarding, Massenvernichtungswaffen, geheime Kommandoaktionen. Ohne Menschen wie James Risen w&auml;re weniger von dem bekannt, was die US-Regierungen im Verborgenen treiben. Risen geh&ouml;rt zu dem kleinen Kreis von investigativen Reportern in den USA, die auf Sicherheitsthemen spezialisiert sind.<br>\nBei seiner Recherche ist er auf Quellen in Milit&auml;r, Geheimdiensten und US-Beh&ouml;rden angewiesen, die nur dann mit ihm sprechen, wenn er ihnen Vertraulichkeit zusichert. Dieses Grundprinzip seiner Arbeit ist jetzt gef&auml;hrdet. Die US-Justiz hat Risen letztinstanzlich dazu verurteilt, den Namen einer bestimmten Quelle zu nennen. Da er ablehnt, droht dem 59-j&auml;hrigen Journalisten der New York Times eine Gef&auml;ngnisstrafe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Investigativjournalismus-in-den-USA\/!145057\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>1914 &ndash; Die Reichtagsdebatten zu den Kriegskrediten<\/strong><br>\nMit einer szenischen Lesung hat die Fraktion DIE LINKE an die Reichstagsdebatten zu den Kriegskrediten vor 100 Jahren erinnert. Geschichten aus der Geschichte. Passiert vor einhundert Jahren &ndash; am 4. August und am 2. Dezember 1914 &ndash; im Deutschen Reichstag. Eine Veranstaltung der Fraktion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1Dyqwcitx90&amp;list=UUF2SPLBq18sL88yZw9m-GZQ\">Fraktion die Linke<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Meet The Puppetmasters: Here Are The 25 Most Politically Influential Billionaires In The US<\/strong><br>\nIt has been said, correctly, if only by those who see beyond the false &ldquo;left-right&rdquo; paradigm, that those who call the shots in US politics, und thus American socio-economics, are not so much America&acute;s lobbying corporations, but the people behind the corporations &ndash; i.e., those who have the money&hellip; all of it.  &hellip;<br>\nSo who are the true puppetmasters who determine America&acute;s fate?<br>\nFor one answer we turn to Brookings Institution Governance Studies Director Darrel West in whose upcoming book &ldquo;Billionaires: Reflections on the Upper Crust&rdquo; examines the political use of great wealth, including campaign expenditures, activism through nonprofit organizations and foundations, holding public office, media ownership, policy thought leadership, and behind the scenes influence. Most importantly, it ranks the 25 most influential American billionaires.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zerohedge.com\/news\/2014-09-11\/meet-puppetmasters-here-are-25-most-politically-influential-billionaires-us\">Zero Hedge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser W.K.:<\/strong> Dieses Buch wird m&ouml;glicherweise gr&ouml;&szlig;ere Transparenz bringen, wer die wichtigsten &ldquo;puppetmasters&rdquo; in der US-Politik sind, wie weit ihr Einfluss reicht, und gibt ihnen Namen und Gesichter.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23268","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23268","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23268"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23268\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23273,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23268\/revisions\/23273"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23268"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23268"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}