{"id":23276,"date":"2014-09-15T09:15:19","date_gmt":"2014-09-15T07:15:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276"},"modified":"2014-09-15T12:13:24","modified_gmt":"2014-09-15T10:13:24","slug":"hinweise-des-tages-2213","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h01\">Landtagswahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h02\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h03\">USA sprechen jetzt von einem &laquo;Krieg&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h04\">Papst bei Gedenkfeier zum 1. Weltkrieg: &bdquo;Krieg ist Wahnsinn&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h05\">Stephan Hebel &ndash; Bewegt Euch!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h06\">Gekaufte Meinungsmacher &ndash; Das Gesch&auml;ft mit der Aussenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h07\">Sch&auml;uble plant Steuergeschenk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h08\">Viel Rauch, aber kein Feuer &ndash; Mehrheit der Generalversammlung der Vereinten Nationen stimmt f&uuml;r Arbeiten an einem Mechanismus zur Regelung staatlicher Insolvenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h09\">Milliardenfehler bei Bad Bank?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h10\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h11\">Im Norden ganz gerecht, im S&uuml;den sozial abgeh&auml;ngt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h12\">&bdquo;Die Augen werden zugedr&uuml;ckt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h13\">Diese Promis kriegen Gaucks Geheim-Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h14\">Willy Wimmer: V&ouml;lkerrecht und &ldquo;deutsche Staatsraison&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h15\">Elite-Soldaten verweigern Eins&auml;tze gegen Pal&auml;stinenser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h16\">Foreign Powers Buy Influence at Think Tanks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h17\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276#h18\">Wirtschaftsministerium stellt sich auf Seite von Uber<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23276&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Landtagswahlen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Ergebnisse der Landtagswahl in Thu&#776;ringen am 14. September 2014 &ndash; Wahlnachtbericht<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.benjamin-hoff.de\/article\/3832.die-ergebnisse-der-landtagswahl-2014-in-thueringen-8211-wahlnachtbericht-und-erste-analyse.html\">Benjamin-Immanuel Hoff<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Quittung f&uuml;r Beliebigkeit<\/strong><br>\nDas Th&uuml;ringer Ergebnis schockt die SPD. Unter diesen Umst&auml;nden ist Rot-Rot-Gr&uuml;n kaum denkbar. Die Partei muss entscheiden, zu welchem Lager sie geh&ouml;ren will<br>\nIm Willy-Brandt-Haus konnte man eine Stecknadel fallen h&ouml;ren, als der rote Balken auf den Monitoren pl&ouml;tzlich zu steigen aufh&ouml;rte. Nur 12 Prozent in Th&uuml;ringen &ndash; ein Debakel. Da konnte auch der souver&auml;ne Sieg der Sozialdemokraten in Brandenburg nicht helfen. Bejubelt wurde er zumindest nicht. Diese Niederlage tut weh.<br>\nMitleid ist jedoch nicht angebracht. Die SPD hat diesen Wahlkampf versemmelt. Aus Angst, potentielle W&auml;hler durch eine Festlegung auf Rot-Rot-Gr&uuml;n oder Schwarz-Rot zu verschrecken, versuchte die Partei sich alle Optionen offen zu halten. F&uuml;r kleine Parteien wie die Gr&uuml;nen mag das funktionieren, einer Volkspartei nimmt man das nicht ab. &ldquo;Wir m&uuml;ssen uns die Frage stellen, ob eine klare Festlegung vorher nicht besser gewesen w&auml;re&rdquo;, so Jusos-Chefin Johanna Uekermann zum Freitag, &ldquo;der ,Wir-gucken-mal-Wahlkampf&rsquo; hat zumindest nicht mobilisiert.&rdquo; Parteichef Sigmar Gabriel &auml;u&szlig;erte sich &auml;hnlich.<br>\nEin Regierungsauftrag f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n l&auml;sst sich aus diesem Wahlergebnis tats&auml;chlich nicht ableiten. Bodo Ramelow wird wohl nicht der erste Ministerpr&auml;sident, den die Linkspartei stellt &ndash; trotz eines guten Ergebnisses. Ob die Konstellation &uuml;berhaupt eine Stimme Mehrheit hat, wenn das amtliche Endergebnis feststeht, ist mehr als fraglich. Aber selbst wenn: Es ist kaum vorstellbar, dass eine so verunsicherte Partei wie die SPD zu einem verl&auml;sslichen Partner in einem solchen Dreierb&uuml;ndnis werden kann &ndash; selbst wenn alle inhaltlichen und personellen Fragen gekl&auml;rt w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/julian-heissler\/die-quittung-fuer-beliebigkeit\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Doppeltes Spiel in Berlin und Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nWie Kanzlerin Merkel die neuen EU-Strafen gegen Russland in Br&uuml;ssel durchpaukt &ndash; und gleichzeitig versucht, Moskau in Handelsfragen entgegenzukommen<br>\nIst es eine gezielte Provokation &ndash; oder geschicktes Timing? Am Freitag sind neue, sch&auml;rfere EU-Sanktionen gegen Russland in Kraft getreten. Dabei h&auml;lt die Waffenruhe in der Ukraine, die die EU lange gefordert hatte, bereits seit einer Woche. Die Strafen &ldquo;unterh&ouml;hlen den Friedensprozess&rdquo;, schimpfte der russische Au&szlig;enminister Sergej Lawrow. Doch gleichzeitig trafen der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew und der ukrainischen Au&szlig;enminister Pawel Klimkin in Br&uuml;ssel ein.<br>\nGemeinsam mit EU-Handelskommissar Karel De Gucht wollten sie &uuml;ber das geplante Freihandelsabkommen der EU mit der Ukraine sprechen. Russland hat Bedenken angemeldet und nach einem Bericht der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; mehr als 2300 &Auml;nderungsw&uuml;nsche eingebracht. Die EU-Kommission dementierte zwar, dass das Abkommen aufgeweicht werden soll. Klar ist jedoch, dass die EU mit den Verhandlungen Kompromissbereitschaft demonstrieren m&ouml;chte.<br>\nDahinter steht niemand Geringeres als Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie hatte dem russischen Staatschef Wladimir Putin Gespr&auml;che &uuml;ber das Freihandelsabkommen angeboten und Nachbesserungen versprochen. Dahinter darf man getrost nicht nur russische, sondern auch deutsche Gesch&auml;ftsinteressen vermuten. &ldquo;Eine Hand w&auml;scht die andere&rdquo; d&uuml;rfte das gemeinsame Kalk&uuml;l sein &ndash; Russland ist f&uuml;r Deutschland ein wichtiger Handelspartner.<br>\nMerkel war es aber auch, die die in der EU heftig umstrittenen neuen Sanktionen in Kraft setzte &ndash; und zwar just am Freitag, kurz vor den Verhandlungen um den Freihandel mit der Ukraine. Wie das geschah, verr&auml;t viel &uuml;ber die Macht der Kanzlerin und die Machtk&auml;mpfe in den Br&uuml;sseler Hinterzimmern. Die Sanktionen waren n&auml;mlich erst nach hinhaltendem Widerstand mehrerer EU-L&auml;nder &ndash; darunter Finnland, Tschechien und die Slowakei &ndash; zustande gekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42759\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Lesen Sie Putins Stellenbeschreibung<\/strong><br>\nVor der H&ouml;hle des russischen B&auml;ren ist ein Sicherheitsabstand einzuhalten, sonst greift er an. Dennoch braucht Europa Russland &ndash; und die Ukraine eine Finnlandisierung. (&hellip;)<br>\nDie neue EU-Au&szlig;enbeauftragte Federica Mogherini hat j&uuml;ngst gesagt, Russland sei f&uuml;r Europa kein strategischer Partner mehr. Wollte man das ernst nehmen, w&auml;re das f&uuml;r den Kontinent katastrophal. Schon weil er sich so von einem Raum mit schwerem Gel&auml;nde amputieren w&uuml;rde, der geostrategisches Denken schult und in dem die menschlichen Probleme von Macht und Werten, &Ouml;konomie und Gemeinheit nackt und erbarmungslos auftreten wie die Wahrheit selbst. Ohne die russische Erfahrung w&uuml;rde die europ&auml;ische Kultur vollends wattig und kastriert.<br>\nWer Putin verstehen will, der sollte daher nicht Psychologie studieren, sondern die Stellenbeschreibung des russischen Pr&auml;sidenten. Ein &uuml;berdehntes, unterv&ouml;lkertes, rauhes Land zusammenhalten, das an ungem&uuml;tliche Nachbarn wie China und die islamische Welt grenzt, steht da geschrieben. Der Weltmarkt hungert nach russischen Rohstoffen, das f&ouml;rdert die Korruption, Spitzenkader und &ouml;konomische Eliten emigrieren. Und im entwickelteren Westen, wo Gorbatschow durch den Abzug der sowjetischen Truppen Freundschaft stiften wollte, hat die Nato das gesamte, ebenfalls von Gorbatschow freigegebene Glacis besetzt, ihr Milit&auml;r r&uuml;ckt immer dichter an die Landesgrenzen. Wie sollte da ein russisches Staatsoberhaupt den Gorbatschow-Jelzin-Kurs nicht bitter bereuen und deshalb versuchen, den unfreundlich immer weiter vorr&uuml;ckenden &bdquo;Wald von Birnam&ldquo; endlich zu stoppen? (&hellip;)<br>\nRussland ist kein Rechtsstaat nach europ&auml;ischem Muster. Aber selbst f&uuml;r Europa gilt, dass erst physisch ein Territorium gesichert sein muss, beispielsweise durch Best&auml;tigung und Anerkennung der Grenzen, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gezogen wurden, bevor man dort einer Rechtsordnung zur G&uuml;ltigkeit verhelfen kann. Im Falle Russlands, f&uuml;r das der Flottenhafen auf der Krim eine tragende S&auml;ule des Staatsgeb&auml;udes ist, bedeutet schon die M&ouml;glichkeit einer ukrainischen Nato-Partnerschaft physische Bedrohung, also Alarmstufe Rot. Der Westen, der mit dem Gedanken einer Nato-Mitgliedschaft der Ukraine spielte und jetzt die Illegalit&auml;t der russischen Krim-Annexion verdammt, verh&auml;lt sich wie jemand, der einem ungehobelten Nachbarn erst ein Bein stellt, sich dann &uuml;ber seine ruppige Gegenwehr wundert und ihm danach Strafpredigten h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/ukraine-krise-lesen-sie-putins-stellenbeschreibung-13148481.html?printPagedArticle=true\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> Sehr geehrte Frau Holm, vielen Dank f&uuml;r Ihren Artikel, der leider eine Ausnahme im tonangebenden leitmedialen Einerlei der (ignoranten bzw. zynischen) Einseitigkeit und (buchst&auml;blichen) Progagandaf&ouml;rmigkeit (auch Ihres Hauses) darstellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Klitschko will Hilfe beim Mauerbau<\/strong><br>\nIn Berlin kennt man sich aus mit Mauern, denkt sich Kiews B&uuml;rgermeister &ndash; und richtet beim Besuch in der Hauptstadt eine merkw&uuml;rdige Bitte an die Regierung. Wenig sp&auml;ter versucht sein Sprecher, den aufkeimenden Mediensturm zu entkr&auml;ften.<br>\nDer B&uuml;rgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, hat Deutschland um Hilfe f&uuml;r den Bau einer Mauer an der Grenze der Ukraine zu Russland gebeten. &ldquo;Wir w&uuml;rden uns richtig freuen, Unterst&uuml;tzung von allen Freunden der Ukraine zu bekommen&rdquo;, sagte Klitschko in Berlin. Aus Deutschland sei dabei Hilfe &ldquo;jeder Art&rdquo; willkommen. Klitschko &ndash; ein Weggef&auml;hrte von Pr&auml;sident Petro Poroschenko &ndash; nannte als Beispiele finanzielle Unterst&uuml;tzung und Hilfe durch &ldquo;Know-How&rdquo;.<br>\nKlitschko rechtfertigte die Mauerpl&auml;ne damit, dass es darum gehe, die Separatisten im Osten des Landes von weiterem Nachschub an Waffen und K&auml;mpfern abzuschneiden. Ziel sei nicht ein &ldquo;Mauerbau zwischen V&ouml;lkern&rdquo;, sondern der Schutz vor Aggression.<br>\nKurz nach der Rede versuchte ein Sprecher Klitschkos, die entstehende Aufregung um die ungl&uuml;ckliche Bitte zu relativieren: &ldquo;Es liegt an seinem Deutsch. Aufgrund seines schlechten Deutschs hat er sich missverst&auml;ndlich ausgedr&uuml;ckt.&rdquo; Klitschko habe nur zum Ausdruck bringen wollen, dass Deutschland die Ukraine mit den Erfahrungen unterst&uuml;tzen solle, die es nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung gesammelt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Klitschko-will-Hilfe-beim-Mauerbau-article13599861.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><strong>Freihandel mit Ukraine verz&ouml;gert sich<\/strong><br>\nDas geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kiew ist Russland seit langem ein Dorn im Auge &ndash; letztlich war es Ausl&ouml;ser der Ukraine-Krise. Nun soll es erst in 15 Monaten in Kraft treten &ndash; auf Druck des Kremls.<br>\n&ldquo;Wir haben vereinbart, die provisorische Anwendung bis zum 31. Dezember n&auml;chsten Jahres zu verz&ouml;gern&rdquo;, sagte EU-Handelskommissar Karel De Gucht am Freitag in Br&uuml;ssel nach Gespr&auml;chen mit dem russischen Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew und dem ukrainischen Au&szlig;enminister Pawel Klimkin.<br>\nDe Gucht sagte weiter, die EU wolle wegen der Verschiebung ihre einseitig einger&auml;umten Handelsvorteile f&uuml;r die krisengesch&uuml;ttelte Ukraine bis Ende n&auml;chsten Jahres verl&auml;ngern. Die Union hatte alle Einfuhrz&ouml;lle f&uuml;r ukrainische Waren gestrichen. Der EU-Ministerrat m&uuml;sse den &Auml;nderungen jedoch noch zustimmen.<br>\nRussland hatte damit gedroht, Z&ouml;lle auf Importe aus der Ukraine zu erheben, wenn das Abkommen, wie urspr&uuml;nglich geplant, am 1. November 2014 in Kraft trete. Bisher k&ouml;nnen Waren aus der Ukraine weitgehend zollfrei nach Russland exportiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/freihandel-mit-ukraine-verz%C3%B6gert-sich\/a-17919206\">DW<\/a><\/li>\n<li><strong>Konflikt mit Russland: Wirtschaft wettert gegen Sanktionen<\/strong><br>\nDie neuen Sanktionen gegen Russland kommen bei der deutschen Wirtschaft gar nicht gut an. &ldquo;Wir schaden uns zunehmend selbst&rdquo;, schimpft der Chef des Ostausschusses, Eckhard Cordes &ndash; und warnt vor einer &ldquo;gef&auml;hrlichen Sanktionsspirale&rdquo;. (&hellip;)<br>\nWirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) verteidigte am Wochenende die Ma&szlig;nahmen gegen russische Energie- und R&uuml;stungsunternehmen. Er hoffe sehr, dass die Sanktionen Russland zum Einlenken br&auml;chten, sagte er der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. Die wirtschaftliche Lage Russlands sei schon heute alles andere als gut.<br>\nZugleich setzt der Vizekanzler darauf, dass sich die Beziehungen zu Russland und dessen Pr&auml;sidenten Putin bald wieder bessern. &ldquo;Es ist doch so, dass Europa Russland braucht, wir sind direkte Nachbarn, und eine gute Nachbarschaft ist von zentraler Bedeutung&rdquo;, sagte Gabriel. &ldquo;Wir merken ja gerade bei den gro&szlig;en internationalen Konflikten, zum Beispiel im Nordirak und in Syrien, dass es gut w&auml;re, mit Russland gemeinsam an einer Konfliktl&ouml;sung zu arbeiten.&rdquo; Auf die Frage, ob man Putin je wieder vertrauen k&ouml;nne, sagte Gabriel: &ldquo;Ich hoffe es.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/sanktionen-gegen-russland-deutsche-wirtschaft-warnt-vor-schaden-a-991528.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Soso, mittels beschlossener und in Kraft gesetzter Sanktionen soll also Vertrauen zu Putin und bessere Beziehungen zu Russland hergestellt werden. Wei&szlig; Herr Gabriel nicht, dass Vertrauen nur durch kooperative und eben nicht durch konfrontative Ma&szlig;nahmen entstehen kann?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> F&auml;llt es Ihnen auf? Immer wenn etwas beklagt wird, dass dem SPIEGEL eigentlich gef&auml;llt, dann wird in der &Uuml;berschrift &bdquo;gewettert&ldquo;. Im umgekehrten Fall benutzt der SPIEGEL den Ausdruck &bdquo;kritisieren&ldquo;. Es kommt jedoch selten vor, dass die &bdquo;Wirtschaft&ldquo; lt. SPIEGEL &bdquo;wettert&ldquo;. Meist &bdquo;wettern&ldquo; beim SPIEGEL &bdquo;die Opposition&ldquo;, &bdquo;die Gewerkschaften&ldquo; und mehr oder weniger links gerichtete Politiker.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>USA sprechen jetzt von einem &laquo;Krieg&raquo;<\/strong><br>\nBislang bezeichnete die US-Regierung den Kampf gegen die Jihadistengruppe Islamischer Staat als Terrorabwehr-Aktion. Nun hat die Rhetorik ge&auml;ndert. (&hellip;)<br>\nAuf eine Journalisten-Frage danach antwortete der Sprecher des Weissen Hauses, Josh Earnest, nun am Freitag: &laquo;Tatsache ist, dass der IS angedeutet hat, dass er bereit ist, Krieg gegen die Welt zu f&uuml;hren. Und dieser Pr&auml;sident (&hellip;) f&uuml;hrt eine internationale Koalition, um dieser Bedrohung entgegenzutreten und IS einen Zufluchtsort zu verwehren. Und diese Koalition wird letztendlich f&uuml;r die Schw&auml;chung und Zerst&ouml;rung von IS verantwortlich sein.&raquo;<br>\nDaraus k&ouml;nne man schliessen, sagte Earnest weiter, &laquo;dass sich die USA in einem Krieg mit IS befinden, in derselben Weise, wie wir uns in einem Krieg mit al-Qaida und deren Verb&uuml;ndeten rund um die Welt befinden.&raquo;<br>\nNoch am Donnerstag hatte US-Aussenminister John Kerry in einem Interview des TV-Senders CNN gesagt, Krieg sei ein falscher Begriff f&uuml;r den Kampf gegen den IS. Es handle sich um eine &laquo;sehr bedeutende Terrorabwehr-Operation&raquo;.<br>\nAuch Pr&auml;sident Barack Obama hatte in seiner Strategie-Rede an die Nation in der Nacht zum Donnerstag nicht von Krieg gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bazonline.ch\/ausland\/amerika\/USA-sprechen-jetzt-von-einem-Krieg\/story\/27000534\">Basler Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Merkel verst&auml;rkt Kampf gegen IS Deutsche Fallschirmj&auml;ger vor Irak-Einsatz<\/strong><br>\nBislang bombardiert die US-Luftwaffe als einzige ausl&auml;ndische Streitmacht Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat im Nordirak. Aber die Rufe nach Unterst&uuml;tzung scheinen Wirkung zu zeigen.<br>\nDie USA bekommen bei ihren Luftangriffen gegen die IS-Terrormiliz im Nordirak m&ouml;glicherweise bald Unterst&uuml;tzung aus Frankreich. Paris will sich laut dem irakischen Regierungschef Haidar al-Abadi an den Bombardements von Stellungen der Dschihadisten beteiligen. Dies habe ihm der franz&ouml;sische Staatschef Fran&ccedil;ois Hollande bei einem Treffen in Bagdad versprochen, sagte Al-Abadi. Die internationale Gemeinschaft m&uuml;sse dem Irak mit Luftangriffen helfen, den IS-Vorsto&szlig; zu stoppen. Hollande selbst wollte bei einer Pressekonferenz der beiden Politiker in Bagdad keine Details zu milit&auml;rischen Planungen nennen. Frankreich arbeite zusammen mit seinen Verb&uuml;ndeten, um eine passende Antwort auf die Krise zu geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n24.de\/n24\/Nachrichten\/Politik\/d\/5391722\/auch-frankreich-will-bombardieren.html\">N24<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Papst bei Gedenkfeier zum 1. Weltkrieg: &bdquo;Krieg ist Wahnsinn&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Was geht mich das an?&ldquo; Dieser biblischer Satz von Kain stand im Mittelpunkt der Predigt, die der Papst in Redipuglia hielt. Mit einem Besuch an der norditalienischen Gedenkst&auml;tte erinnerte Papst Franziskus am Samstagmorgen an die Toten des Ersten Weltkriegs. Zur Messe vor dem Mahnmal im Nordosten Italiens waren rund 10.000 Besucher gekommen. Zuvor betete der Papst auf dem nahegelegenen &ouml;sterreichisch-ungarischen Soldatenfriedhof und legte einen Kranz nieder. Bei seinem rund dreist&uuml;ndigen Besuch wolle er der Opfer aller Kriege gedenken und gemeinsam mit allen f&uuml;r den Frieden in der heutigen Welt beten, so Franziskus.<br>\nAu&szlig;erdem gedachte der italienischst&auml;mmige Papst auch eigener Angeh&ouml;riger, die bei den K&auml;mpfen in der Region fielen. Anwesend waren Vertreter aus Politik und Kirche der einst verfeindeten Staaten. Es fehlte jedoch der italienische Ministerpr&auml;sident Matteo Renzi. In seiner Predigt sagte Franziskus:<br>\n&bdquo;Nachdem ich die Sch&ouml;nheit der Landschaft dieser ganzen Gegend betrachtet habe, wo M&auml;nner und Frauen arbeiten und so ihre Familie voranbringen, wo die Kinder spielen und die Alten tr&auml;umen&hellip;, kann ich nun hier an diesem Ort nur sagen: Der Krieg ist ein Wahnsinn.&ldquo;<br>\nGott habe die Menschen berufen, an seinem Werk mitzuarbeiten, so der Papst. Doch Krieg schaffe nur Zerst&ouml;rung.<br>\n&bdquo;Er zerst&ouml;rt auch das Sch&ouml;nste, was Gott erschaffen hat: den Menschen. Der Krieg bringt alles in tiefste Verwirrung, auch die Bande unter Br&uuml;dern. Der Krieg ist wahnsinnig, sein Entwicklungsplan ist die Zerst&ouml;rung: der Wille, sich zu entwickeln durch die Zerst&ouml;rung!&ldquo;<br>\nKrieg entstehe dort, wo es Habgier, Intoleranz und Machstreben gibt. H&auml;ufig w&uuml;rden diese Motive durch eine Ideologie gerechtfertigt; zuerst aber sei da die Leidenschaft, der verkehrte Antrieb, so der Papst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.radiovaticana.va\/news\/2014\/09\/13\/papst_bei_gedenkfeier_zum_1._weltkrieg:_%C2%84krieg_ist_wahnsinn\/ted-825034\">Radio Vatikan<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Ach, h&auml;tte sich der deutsche Bundespr&auml;sident nur einen &auml;hnlichen Text einfallen lassen.<\/em><br>\n<em>Es scheint, als h&auml;tte die Bundesversammlung in Deutschland den falschen Prediger zum Pr&auml;sidenten gemacht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Stephan Hebel &ndash; Bewegt Euch!<\/strong><br>\nIn seinem Buch &bdquo;Deutschland im Tiefschlaf&ldquo; schreibt FR-Autor Stephan Hebel &uuml;ber die fatale Unt&auml;tigkeit von Politik und Gesellschaft, die sich &uuml;ber die Gefahren des &bdquo;Weiter so&ldquo; ganz gern bel&uuml;gen l&auml;sst. Ein Auszug.<br>\nWie geht es Ihnen? Statistisch betrachtet, ganz gut. Sie leben wahrscheinlich in Deutschland, einem der politisch stabilsten und wirtschaftlich st&auml;rksten Staaten der Welt, Europas sowieso. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie &uuml;ber ein ausk&ouml;mmliches Einkommen verf&uuml;gen, ist h&ouml;her als in den meisten anderen L&auml;ndern. Einen Krieg im eigenen Land m&uuml;ssen Sie so wenig f&uuml;rchten wie b&ouml;se Folgen einer heilbaren Krankheit, denn Krieg und Terror sind ziemlich weit weg und das Krankenhaus ist nah. Wie sagt doch unsere Bundeskanzlerin so gern? &bdquo;Deutschland geht es gut.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gerechtigkeit\/gerechtigkeit-bewegt-euch-,28235374,28402642.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em>Stephan Hebels neues Buch <a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/stephan-hebel-deutschland-im-tiefschlaf.html\">&bdquo;Deutschland im Tiefschlaf. Verspielen wir unsere Zukunft?&ldquo;<\/a> ist im Westend Verlag erschienen und kostet 16,99 Euro.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gekaufte Meinungsmacher &ndash; Das Gesch&auml;ft mit der Aussenpolitik<\/strong><br>\nAuf dem Feld der Aussenpolitik tummeln sich nicht nur Politiker und Diplomaten. Es ist auch ein Gesch&auml;ft f&uuml;r Ex-Politiker, PR-Berater und Anwaltskanzleien. Eine Problematik, die bis jetzt wenig Beachtung findet.<br>\nDie Ukrainekrise verdeutlicht st&auml;rker denn je zweierlei. Aussenpolitische Entscheidungen beeinflussen zum einen auch Wirtschaft und Innenpolitik, beispielsweise wenn es um Sanktionen gegen Russland geht. Zum Zweiten zeigt sich, wie entscheidend die Placierung von Informationen und Ansichten ist, um die &ouml;ffentliche Stimmung und damit politische Entscheidungen zu beeinflussen.<br>\nDabei ist Aussenpolitik nicht allein ein Feld, auf dem sich Politiker, Diplomaten, Experten und Journalisten bet&auml;tigen. Es ist auch ein Gesch&auml;ft f&uuml;r Berater, Agenturen, Anwaltsfirmen und private Organisationen. Sie betreiben Lobbying f&uuml;r Staaten, Parteien und Politiker, die sich in Washington, Br&uuml;ssel und anderen westeurop&auml;ischen St&auml;dten ein positives Image und Geh&ouml;r f&uuml;r ihre Anliegen verschaffen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/international\/das-geschaeft-mit-der-aussenpolitik-1.18382697\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sch&auml;uble plant Steuergeschenk<\/strong><br>\nViele Unternehmen d&uuml;rfte das freuen: Der Finanzminister hat Steuerbeg&uuml;nstigungen in Aussicht gestellt, um die Forschung zu f&ouml;rdern. Ein allgemeines Steuersparmodell will Sch&auml;uble damit aber nicht schaffen.<br>\nDie von Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) in Aussicht gestellten Steuerbeg&uuml;nstigungen zur Forschungsf&ouml;rderung in Unternehmen nehmen konkrete Formen an. Nach einem Bericht des Magazins &bdquo;Der Spiegel&ldquo; sollen internationale Firmen k&uuml;nftig wie in anderen L&auml;ndern Einnahmen aus Patenten und Lizenzen g&uuml;nstiger versteuern k&ouml;nnen als zum gegenw&auml;rtigen Tarif von rund 30 Prozent. Im Gespr&auml;ch sei ein erm&auml;&szlig;igter Steuersatz von 10 oder 15 Prozent. Nach Berechnungen des Finanzministeriums d&uuml;rfte die Verg&uuml;nstigung den Fiskus j&auml;hrlich drei Milliarden Euro an Steuerausf&auml;llen kosten.<br>\nDeutschland stellt sich damit dem internationalen Steuerwettbewerb durch sogenannte Patentboxen. Hier locken auch zahlreiche EU-L&auml;nder multinationale Konzerne mit niedrigen Steuern f&uuml;r Lizenzeinnahmen. Voraussetzung f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer &bdquo;Patentbox&ldquo; in Deutschland soll laut &bdquo;Spiegel&ldquo; sein, dass dieses Modell weltweit nach einheitlichen Regeln funktioniert. Die sind innerhalb der Industriel&auml;nder-Organisation OECD und auf Ebene der Top-Wirtschaftsm&auml;chte (G20) bisher allerdings umstritten.<br>\nDeutschland sowie andere f&uuml;hrende Industrie- und Schwellenl&auml;nder (G20) wollen Gewinnk&uuml;rzungen und -verlagerungen multinational t&auml;tiger Unternehmen eind&auml;mmen. Die OECD hatte dazu einen Aktionsplan vorgelegt. Untersucht werden dabei auch &bdquo;Patentboxen&ldquo;, bei denen Eink&uuml;nfte aus Lizenzen minimal besteuert werden, ohne dass in dem Land tats&auml;chlich Forschung und Entwicklung erfolgt.<br>\nEr sei bereit, Lizenzboxen mit einem niedrigeren Steuersatz zu akzeptieren, hatte Sch&auml;uble k&uuml;rzlich erkl&auml;rt. Dies d&uuml;rfe aber kein allgemeines Steuersparmodell f&uuml;r Konzerne sein, sondern es m&uuml;ssten gezielt Einnahmen aus eigener patentierter Forschung im eigenen Land gef&ouml;rdert werden. Sollte es international keine Einigung geben, m&uuml;ssten nationale Abwehrma&szlig;nahmen ergriffen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/patente-und-lizenzen-schaeuble-plant-steuergeschenk\/10698456.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Viel Rauch, aber kein Feuer &ndash; Mehrheit der Generalversammlung der Vereinten Nationen stimmt f&uuml;r Arbeiten an einem Mechanismus zur Regelung staatlicher Insolvenz<\/strong><br>\nIn diesen Tagen gibt es kein anderes Thema in den internationalen Netzwerken der Zivilgesellschaft, also bei allen Arten von Nicht-Regierungsorganisationen (NGO), als die Abstimmung in der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York &uuml;ber einen neuen Anlauf zur Regelung staatlicher Insolvenzen. Euphorisch klopft man sich angesichts dieses Erfolges gegenseitig die Schultern, weil er den Vereinten Nationen scheinbar (und endlich) die M&ouml;glichkeit gibt, in globalen Finanzfragen mitzureden, statt diese vollst&auml;ndig dem Internationalen W&auml;hrungsfonds zu &uuml;berlassen. Diese Resolution wurde nat&uuml;rlich von Argentinien angesto&szlig;en, das sich mit Hedgefonds (vulturefunds oder Geierfonds) und einem US-Gericht auseinandersetzen muss. Wir haben hier dar&uuml;ber berichtet.<br>\nNun sollte man aber auch bei den Gegnern von Wall Street und den Geierfonds die Tassen im Schrank lassen, weil diese Resolution wenig konkrete Bedeutung hat. Zun&auml;chst muss man konstatieren (was bei den UN immer schon ein schweres Manko ist), dass die Resolution nicht einstimmig angenommen wurde, sondern mit Mehrheit. Die USA, Deutschland, Gro&szlig;britannien und einige andere Schwergewichte haben dagegen gestimmt und viele wichtige L&auml;nder haben sich enthalten. Das bedeutet f&uuml;r die Arbeit an einer so komplexen Materie nichts Gutes, weil man f&uuml;r die konkrete Arbeit daran Geld und Menschen braucht, deren Einsatz von den wichtigsten Geberl&auml;ndern aber blockiert werden kann. Klar unterst&uuml;tzt wurde die Resolution von der wichtigsten Gruppe der Entwicklungsl&auml;nder, den G 77 plus China.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/viel-rauch-aber-kein-feuer-mehrheit-der-generalversammlung-der-vereinten-nationen-stimmt-fuer-arbeiten-an-einem-mechanismus-zur-regelung-staatlicher-insolvenz\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Milliardenfehler bei Bad Bank?<\/strong><br>\nZehn Milliarden Euro verlor die HRE-Bad-Bank im Zuge des griechischen Schuldenschnitts. Bitter &ndash; aber unvermeidlich, so schien es damals. FAZ-Recherchen legen nun jedoch nahe, dass ein betr&auml;chtlicher Teil der Verluste h&auml;tte vermieden werden k&ouml;nnen.<br>\nHat die HRE-Bad-Bank beim griechischen Schuldenschnitt 2012 rund 2,5 Milliarden Euro &ldquo;verschenkt&rdquo;? Diese These stellt die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&rdquo; in ihrer Freitagsausgabe auf &ndash; und liefert eine plausible Belegkette f&uuml;r diesen Vorwurf.<br>\nWorum geht es: Bei der FMS Wertmanagement genannten Bad Bank handelt es sich um jene Finanzm&uuml;llkippe, in die 2010 nach der Rettung der Pleitebank HRE deren &ldquo;giftige&rdquo; Wertpapiere ausgelagert wurden. Umfang: Rund 175 Milliarden Euro. Der Job der Bad-Banker ist es, diese Verm&ouml;genswerte &uuml;ber Jahrzehnte behutsam abzubauen und dabei die Verluste f&uuml;r die Steuerzahler einigerma&szlig;en in Grenzen zu halten.<br>\nWie schwierig das ist, zeigte sich bereits 2011 und damit nur ein Jahr nach der Gr&uuml;ndung der Bad Bank. Damals stellte sich heraus, dass sich unter den Giftpapieren auch ein riesiges Portfolio griechischer Anleihen befand. Entsprechend hart traf die FMS der griechische Schuldenschnitt. Die Bad Bank schloss das Jahr mit einem Verlust von rund zehn Milliarden Euro ab &ndash; Geld, f&uuml;r das der deutsche Steuerzahler aufkommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/hre-bad-bank-100.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Deutschland schenkt Griechenland Milliarden<\/strong><br>\nDie Bad Bank der Hypo Real Estate hatte mehr griechische Anleihen als alle deutschen Banken zusammen. Als es zum Schuldenschnitt kam, verlor sie 8 Milliarden Euro. Hedgefonds profitierten. Warum blo&szlig;?<br>\nGriechenland zahlt auch nach dem Schuldenschnitt Kredite voll ab &ndash; aber Deutschland als einer der gr&ouml;&szlig;ten Gl&auml;ubiger geht weitgehend leer aus. Denn zum Leidwesen des deutschen Steuerzahlers hat die staatliche Abwicklungsgesellschaft der deutschen Immobilienbank Hypo Real Estate einen wichtigen Unterschied zwischen zwei Anleihekategorien nicht erkannt oder nicht beachtet: Sie hat griechische Anleihen, f&uuml;r die ausl&auml;ndisches Recht gilt und die deshalb mehr wert waren als heimische, im Fr&uuml;hjahr 2012 entweder an der B&ouml;rse mit hohem Verlust verkauft oder zum verlustreichen Anleihetausch eingereicht.<br>\nW&auml;hrend Griechenland seine Schulden verringerte, erzielen Hedgefonds hohe Gewinne. Diese meist in Gro&szlig;britannien beheimateten Spezialfonds kauften vermutlich die von Deutschland zu Schleuderpreisen von rund 30 Prozent angebotenen griechischen Anleihen &ndash; und freuen sich heute &uuml;ber die volle R&uuml;ckzahlung zu 100 Prozent. Im Bundesfinanzministerium ist man allerdings davon &uuml;berzeugt, dass der Verwaltungsrat der Abwicklungsgesellschaft FMS Wertmanagement die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Eine am Donnerstagmittag versprochene Stellungnahme des Ministeriums blieb indes bislang aus.<br>\nInterne Daten, die der F.A.Z. aus der Abwicklungsbank FMS Wertmanagement zugespielt wurden, sprechen denn auch eine andere Sprache. Demnach h&auml;tten 2,56 Milliarden Euro an Verlusten f&uuml;r den deutschen Steuerzahler vermieden werden k&ouml;nnen, wenn die Abwicklungsbank der Hypo Real Estate ihre 3,3 Milliarden Euro griechischer Anleihen nach ausl&auml;ndischem Recht behalten h&auml;tte. Der dem Bundesfinanzministerium unterstellte Bankenrettungsfonds Soffin, zu dem die Abwicklungsgesellschaft geh&ouml;rt, weist diese Zahlen als nicht korrekt zur&uuml;ck. &bdquo;Die tats&auml;chlichen Werte liegen erheblich darunter, unterliegen aber der Vertraulichkeit&ldquo;, antwortet der Soffin auf eine Anfrage der F.A.Z.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/nach-dem-schuldenschnitt-deutschland-schenkt-griechenland-milliarden-13148551.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wie die FAZ selbst im Teaser schreibt, hat nicht Griechenland, sondern Hedgefonds die Milliarden erhalten. Ein passender Leser-Kommentar:<\/em><br>\n<em>&lsquo;Ist die &Uuml;berschrift nicht falsch?<\/em><br>\n<em>Aus dem Text geht doch hervor, dass Griechenland nichts geschenkt wurde, sondern dass die Hedgefonds, die die Anleihen der HRE abgekauft haben, zu 100% ausbezahlt wurden. Es m&uuml;sste doch daher lauten &ldquo;Deutschland schenkt Hedgefonds Milliarden&rdquo;, oder?&rsquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung H.R.:<\/strong> Ein Vorzeige-Beispiel f&uuml;r Meinungsmache durch die &bdquo;FAZ&ldquo;. Obwohl der Artikel einen anderen Inhalt, wird durch die &Uuml;berschrift das Vorurteil &bdquo;Deutschland zahlt f&uuml;r Griechenland&ldquo; gesch&uuml;rt. Eine &Uuml;berschrift &bdquo;Deutschland schenkt Hedgefonds Milliarden&ldquo; w&auml;re wohl auch der &bdquo;FAZ&ldquo;-Leserschaft nicht zuzumuten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>CETA ist nicht zustimmungsf&auml;hig<\/strong><br>\nDas Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der EU hebelt demokratische Kontrolle aus. Die TTIP-Blaupause bevorzugt Wirtschaftsinteressen. Dagegen sollte geklagt werden.<br>\nDer Streit um das Freihandelsabkommen TTIP dauert an &ndash; und das ist n&ouml;tig. Der Vorsitzende des Handelsausschusses des Europ&auml;ischen Parlaments, der SPD-Parlamentarier Bernd Lange, hat wiederholt klar gemacht, dass es f&uuml;r die Sozialdemokraten im Europ&auml;ischen Parlament rote Linien gibt, um dem Abkommen zwischen der EU und den USA zustimmen zu k&ouml;nnen.<br>\nDiese klare Haltung ist hilfreich, um der EU-Kommission und dem Europ&auml;ischen Rat zu zeigen, dass die Verhandlungen nicht einfach weitergehen k&ouml;nnen wie bisher. Vielmehr muss Grundlegendes neu verhandelt werden.<br>\nKonsequenzen m&uuml;ssen diese roten Linien jedoch auch f&uuml;r das Comprehensive Economic and Trade Agreement(CETA) zwischen der EU und der kanadischen Regierung haben. Es soll bereits am 25. September unterzeichnet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-09\/freihandelsabkommen-ceta-ttip\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP-Gegner wollen jetzt vor Gericht ziehen<\/strong><br>\nNachdem die Gr&uuml;ndung einer europ&auml;ischen B&uuml;rgerinitiative gegen das Freihandelsabkommen TTIP abgeschmettert wurde, pr&uuml;fen die Gegner nun eine Klage vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof. Der Ton wird rauer. (&hellip;)<br>\nL&auml;ngst ist die Ablehnung des geplanten Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA (TTIP) auch in der &ouml;sterreichischen Politik angekommen. Auf europ&auml;ischer Ebene m&uuml;ssen die Kritiker nun aber einen R&uuml;ckschlag hinnehmen. Die EU-Kommission wies einen Vorsto&szlig; des Aktionsb&uuml;ndnisses &ldquo;Stop TTIP&rdquo; (Mitglieder sind u. a. Attac oder Brot f&uuml;r die Welt) zur&uuml;ck, das eine Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative (EBI) bilden wollte, um so mehr Druck auf die Politiker auszu&uuml;ben.<br>\nDie Begr&uuml;ndung der Kommission: Die geplante B&uuml;rgerinitiative liege &ldquo;offenkundig au&szlig;erhalb des Rahmens, in dem die Kommission befugt ist, einen Vorschlag f&uuml;r einen Rechtsakt der Union vorzulegen, um die Vertr&auml;ge umzusetzen.&rdquo; Kurzum: Eine B&uuml;rgerinitiative k&ouml;nne zwar gegen EU-Gesetze vorgehen, nicht aber &ldquo;das Tun der Kommission stoppen&rdquo;, wie es ein Sprecher formuliert.<br>\nDen plumpen Versuch, eine &ldquo;juristische Begr&uuml;ndung zu suchen, weil man sich inhaltlich nicht mit den Anliegen der Initiative auseinandersetzen will&rdquo;, ortet hingegen der &ouml;sterreichische EU-Abgeordnete J&ouml;rg Leichtfried. Der Sozialdemokrat gilt selbst als Kritiker des Abkommens, wiewohl Leichtfried nicht m&uuml;de wird zu betonen, dass er &ldquo;grunds&auml;tzlich nicht gegen bilaterale Abkommen sei&rdquo;. Ein hohes Ma&szlig; an intransparenten Verhandlungen und die Furcht um den Verlust europ&auml;ischer Standards in Sachen Lebensmittelsicherheit seien ausschlaggebend f&uuml;r seine Skepsis. &ldquo;Der US-Kongress etwa kennt die europ&auml;ische Verhandlungsposition genau, w&auml;hrend wir im EU-Parlament die amerikanische gar nicht kennen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kleinezeitung.at\/nachrichten\/politik\/eu\/3738423\/ttip-gegner-wollen-jetzt-vor-gericht-ziehen.story\">Kleine Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Sch&ouml;n w&auml;re es, wenn der SP&Ouml;-Abgeordnete im EU-Parlament die SPD-Spitze und insbesondere den deutschen Bundeswirtschaftsminister mit seinen Argumenten &uuml;berzeugen k&ouml;nnte. Danach sieht es jedoch &uuml;berhaupt nicht aus &ndash; im Gegenteil:<\/em><br>\n<em>Herr Gabriel beweist in der Causa Freihandelsabkommen a) seine Flexibilit&auml;t -gepaart stellenweise mit Unkenntnis; siehe dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22762#h06\">Der gro&szlig;e Deal &ndash; Geheimakte Freihandelsabkommen<\/a>), dass der Wandel vom &bdquo;Saulus zum Paulus&ldquo; auch umgekehrt erfolgen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gabriel l&auml;sst SPD-Konvent &uuml;ber TTIP abstimmen<\/strong><br>\nBericht: Wirtschaftsministern will vorzeitiges Nein der Sozialdemokraten zu umstrittenem Freihandelsabkommen verhindern<br>\nIn der SPD ist offenbar geplant, einen Parteikonvent &uuml;ber das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP mit den USA abstimmen zu lassen. Am kommenden Samstag soll damit der Startschuss eines &raquo;Diskussionsprozesses&laquo; gegeben werden, wie der &raquo;Spiegel&laquo; berichtet. Das Magazin schreibt in einer Vorabmeldung weiter: Damit wolle Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel &raquo;verhindern, dass die Partei sich vorzeitig dagegen ausspricht&laquo;. Auch werde derzeit in Kooperation mit dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann ein Papier zum umstrittenen TTIP formuliert. Auch in der SPD ist die Skepsis &uuml;ber das Freihandelsabkommen gro&szlig;, es wird bef&uuml;rchtet, dass Sozial- und Qualit&auml;tsstandards von Produkten auf dem bundesdeutschen Markt aufgeweicht werden.Quelle: neues deutschland<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/945834.gabriel-laesst-spd-konvent-ueber-ttip-abstimmen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Wollen SPD und DGB ihre Glaubw&uuml;rdigkeit und Vertrauen vollends ruinieren?<\/em><br>\n<em>Mit fast schon pseudo-demokratischen Verfahren m&ouml;chte die SPD-Spitze offenbar ihre Demokratief&auml;higkeit demonstrieren.<\/em><br>\n<em>Jedoch: &Auml;hnlich wie bei der Abstimmung &uuml;ber die Gro&szlig;e Koalition d&uuml;rften die Vertreter der SPD-Spitze f&uuml;r ein entsprechendes Abstimmungsergebnis werben und es kann gefragt werden, ob die SPD angesichts derart durchsichtiger Methoden wirklich noch eine Mitgliederpartei ist oder nicht doch schon l&auml;ngst fremd-gesteuert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Im Norden ganz gerecht, im S&uuml;den sozial abgeh&auml;ngt<\/strong><br>\nOb Bildung oder Chancengleichheit: In einer Studie warnen Experten vor einer sozialen Spaltung in Europa. Das sei Z&uuml;ndstoff f&uuml;r den gesellschaftlichen Zusammenhalt.<br>\nEs ist nicht das erste Mal, dass Experten vor einer sozialen Kluft in Europa warnen: Die EU zerfalle in einen armen S&uuml;den und einen reichen Norden, warnte etwa die europ&auml;ische Kommission im vergangenen Jahr. Denn w&auml;hrend n&ouml;rdliche Staaten trotz der Finanzkrise verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig gut dast&uuml;nden, herrsche im s&uuml;dlichen Europa Arbeits- und Perspektivlosigkeit.<br>\nDoch nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene ist der Kontinent geteilt. Einer Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge, die am Montag ver&ouml;ffentlicht werden soll, gibt es zwischen Nord und S&uuml;d auch in Fragen der Gerechtigkeit deutliche Unterschiede. Dem Magazin Focus lag die Untersuchung vorab vor. Zwar h&auml;tten L&auml;nder wie Schweden und D&auml;nemark schon immer gut abgeschnitten, wenn es etwa um Chancengleichheit gehe. Doch durch die Wirtschaftskrise sei das Gef&auml;lle zwischen der sozialen Gerechtigkeit in den wohlhabenderen Staaten Nordeuropas und den Krisenl&auml;ndern im S&uuml;den gewachsen, schreiben die Autoren der Studie. In ihrem EU-Gerechtigkeitsindex warnen sie vor einer sozialen Spaltung in Europa.<br>\nSo sei etwa der Zugang zu Bildung und Gesundheit in den meisten der 28 EU-Staaten gesunken. Und das obwohl sich die wirtschaftlichen Bedingungen stabilisiert h&auml;tten. Es sei eine grundlegende Erkenntnis der Studie, dass Wirtschaftskraft &ldquo;zwar eine wichtige Voraussetzung, aber auch kein automatischer Garant f&uuml;r soziale Gerechtigkeit&rdquo; sei, schreiben die Wissenschaftler.Quelle: Zeit Online<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2014-09\/soziale-gerechtigkeit-europa-studie\">Zeit<\/a>\n<p><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><em>Deutschland ist also nicht &bdquo;spitze&ldquo; wie es manche Vertreter insbesondere aus Medien und Politik suggerieren m&ouml;chten.<\/em><\/li>\n<li><em>Was &uuml;ber Europa festgestellt wurde, kann auch auf die Situation innerhalb Deutschland &uuml;bertragen werden. &Uuml;bertragen auf die innerdeutschen Verh&auml;ltnisse k&ouml;nnte ein markanter Satz der Studie -leicht abgewandelt- so formuliert werden: &ldquo;Dies birgt Z&uuml;ndstoff f&uuml;r den gesellschaftlichen Zusammenhalt innerhalb Deutschlands. Sollte die soziale Spaltung lange andauern oder sich sogar noch weiter versch&auml;rfen, gef&auml;hrdet dies die Zukunftsf&auml;higkeit des deutschen Integrationsprojekts&rdquo;.<\/em><\/li>\n<li><em>Ein faktischer F&ouml;rderer der sozialen Spaltung -zumindest in Deutschland- war stets die Bertelsmann Stiftung.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Und es ist insbesondere f&uuml;r die Bertelsmann Stiftung charakteristisch: Erst Projekte zur Privatiserung fordern und f&ouml;rdern, dann evaluieren und schlie&szlig;lich die Ergebnisse beklagen und dabei der Politik den &bdquo;schwarzen Peter&ldquo; &uuml;berreichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Die Augen werden zugedr&uuml;ckt&ldquo;<\/strong><br>\nDGB-Chefin Gabriele Kailing f&uuml;rchtet, dass das von Schwarz-Gr&uuml;n geplante Vergabegesetz die Missst&auml;nde am Bau nicht beenden wird. Arbeitnehmer aus dem osteurop&auml;ischen Raum werden nach ihrer Ansicht weiter weit unter dem Branchenmindestlohn entlohnt werden.<br>\nFrau Kailing, die schwarz-gr&uuml;ne Koalition in Hessen will daf&uuml;r sorgen, dass &ouml;ffentliche Auftr&auml;ge nur noch an Unternehmen vergeben werden, die nach Tarif zahlen. Ein Schritt nach vorn?<br>\nBedingt. Es trifft nur auf den &ouml;ffentlichen Nahverkehr zu. Ansonsten soll Tariftreue nur dort Anwendung finden, wo Branchenmindestl&ouml;hne nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz vereinbart sind.<br>\nHaben Sie Hoffnung, dass Missst&auml;nde auf dem Bau dadurch bek&auml;mpft werden?<br>\nNein, &uuml;berhaupt nicht. Das Problem ist die Ausbeutung, insbesondere von Arbeitnehmern aus dem osteurop&auml;ischen Raum. Sie werden weit unter dem Branchenmindestlohn entlohnt.<br>\nK&uuml;nftig ist das aber vom Vergabegesetz untersagt.<br>\nDas ist schon jetzt ein Straftatbestand, der aber nicht greift. Trotzdem findet es statt. Es fehlen die Kontrollen und die Sanktionen. Das ist auch das Auff&auml;llige an diesem Gesetz. Wenn ein Betrieb dagegen verst&ouml;&szlig;t, m&uuml;sste es Sanktionsm&ouml;glichkeiten geben wie eine Konventionalstrafe und den Ausschluss von zuk&uuml;nftigen Vergaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/rhein-main\/vergabegesetz--die-augen-werden-zugedrueckt-,1472796,28368932.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Diese Promis kriegen Gaucks Geheim-Rente<\/strong><br>\nDer Ehrensold des Bundespr&auml;sidenten f&uuml;r Promis: Am Freitag enth&uuml;llten wir, dass das Staatsoberhaupt lebenslang bis zu 800 Euro pro Monat an 16 Personen zahlt, die &bdquo;mit ihrem Wirken ma&szlig;geblich zum Ansehen der Bundesrepublik Deutschland beigetragen haben und im Alter ohne eigenes Verschulden in wirtschaftliche Not geraten sind&ldquo;.<br>\nSteuerfrei, ohne Anrechnung von anderen Sozialleistungen, ohne Pr&uuml;fung der wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse: Das Bundespr&auml;sidialamt will nicht verraten, wer vom Ehrensold profitiert &ndash; doch uns liegt die Liste vor. Eine Auswahl: (&hellip;)<br>\nIst &bdquo;Promi-Hartz-IV&ldquo; &uuml;berhaupt erlaubt?<br>\nWie sieht es rechtlich mit der Ehrensold-Regelung aus? Ein Grenzfall. Prof. Henning Tappe vom Institut f&uuml;r Finanz- und Steuerrecht der Universit&auml;t Osnabr&uuml;ck: &bdquo;Grunds&auml;tzlich sind Dotationen durch Staatsoberh&auml;upter historisch nichts Besonderes &ndash; sie sollten sich in der modernen Demokratie allerdings im Rahmen halten.&ldquo;<br>\nDer Gesetzgeber gehe im Einkommensteuerrecht davon aus, dass der Bundespr&auml;sident Zuwendungen an besonders verdiente Personen gew&auml;hren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.express.de\/politik-wirtschaft\/die-ehrensold-liste-diese-promis-kriegen-gaucks-geheim-rente,2184,28396180,item,1.html\">Express.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Willy Wimmer: V&ouml;lkerrecht und &ldquo;deutsche Staatsraison&rdquo;<\/strong><br>\nKommentar zur Reaktion der Bundesregierung auf Staaten, die Gebiete annektieren<br>\nNat&uuml;rlich hat die Bundesregierung und die gesamte NATO der v&ouml;lkerrechtswidrige Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien &uuml;ber die Ereignisse in der Ukraine eingeholt. Es war schon grausam, mit anh&ouml;ren zu m&uuml;ssen, die Bundeskanzlerin von einer &ldquo;Verletzung des V&ouml;lkerrechtes&rdquo; durch Russland und in Zusammenhang mit der Krim reden zu h&ouml;ren.<br>\nDa musste noch gleich die &ldquo;Zerst&ouml;rung der seit Jahrzehnten in Europa bestehenden Ordnung&rdquo; beklagt werden, damit man den Herrn Bundespr&auml;sidenten noch glaubte, &uuml;bert&ouml;nen zu k&ouml;nnen. Wo war denn die Frau Bundeskanzlerin als damalige Generalsekret&auml;rin der CDU, als die NATO in Europa den ersten v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg nach Hitler vom Zaune gebrochen hat?<br>\nDer damals im Amt befindliche Bundeskanzler, Herr Gerhard Schr&ouml;der, war Manns genug, seine Verantwortung f&uuml;r die Mitwirkung Deutschlands an diesem v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg einzur&auml;umen. So kennt man Herrn Schr&ouml;der eben, als er von seiner Verantwortung beim Bruch des V&ouml;lkerrechts durch den Einsatzbefehl f&uuml;r deutsche Kampfflugzeuge gegen Belgrad sprach. Und die heutige Bundeskanzlerin?<br>\nIhr Kotau vor dem US-Pr&auml;sidenten Bush mit seinem Angriffskrieg gegen den Irak ist unvergessen, auch weil die heutige Bundeskanzlerin sich &uuml;ber eine in Amerika erscheinende Zeitung gegen den im Amt befindlichen Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der gestellt hatte. V&ouml;lkerrecht? Wann ist dieser Begriff jemals &uuml;ber bestimmt Lippen gekommen?<br>\nUnd die Ukraine? Es war ehrenwert, als sich der deutsche Au&szlig;enminister Steinmeier mit seinem franz&ouml;sischen und polnischen Amtskollegen in Kiew darum bem&uuml;hte, einen demokratisch gew&auml;hlten ukrainischen Pr&auml;sidenten wegen der Lage im Land zum Amtsverzicht zu bewegen. Das war genauso ehrenwert wie sp&auml;tere Versuche auch der Bundeskanzlerin, die Dinge in der Ukraine nicht auf die Spitze getrieben zu sehen. Und dann?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42761\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Elite-Soldaten verweigern Eins&auml;tze gegen Pal&auml;stinenser<\/strong><br>\nEin Brief einer Spezialeinheit an Ministerpr&auml;sident Netanjahu sorgt in Israel f&uuml;r Aufsehen: 43 Soldaten lehnen den Dienst in den besetzten Gebieten ab. Die Begr&uuml;ndung: Die Arbeit verletze die Rechte von Millionen Menschen. \n<ul>\n<li>Elite-Aufkl&auml;rer der israelischen Armee wollen k&uuml;nftig nicht mehr an Eins&auml;tzen in den von Israel besetzten Gebieten beteiligt sein. <\/li>\n<li>Die Soldaten geh&ouml;ren einer Einheit an, die f&uuml;r elektronische &Uuml;berwachung zust&auml;ndig ist. <\/li>\n<li>Im Falle der Verweigerung drohen den Soldaten wohl Haftstrafen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Soldaten kritisieren Ausbau j&uuml;discher Siedlungen<br>\n43 Elite-Aufkl&auml;rer der israelischen Armee lehnen es ab, sich weiter an Eins&auml;tzen zu beteiligen, die sich gegen die Pal&auml;stinenser richten. Die Informationen der Einheit w&uuml;rden benutzt, um unschuldigen Zivilisten zu schaden, schreiben die Soldaten in einem offenen Brief an Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Mosche Jaalon, den israelische Medien verbreiteten. Ihre Arbeit erm&ouml;gliche politische Verfolgung und spalte die pal&auml;stinensische Gesellschaft. Beispielsweise durch das Anwerben von Informanten.<br>\nUnter anderen ein Major, zwei Hauptleute und ein Leutnant unterzeichneten den Brief. Die vollen Namen wurden aber nicht genannt. &ldquo;Wir k&ouml;nnen nicht mit gutem Gewissen weiterhin in diesem System dienen und die Rechte von Millionen Menschen verletzen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Schreiben. Die Soldaten kritisierten auch den Ausbau der j&uuml;dischen Siedlungen im Westjordanland. Unklar ist, ob sie sich in Zukunft speziellen Befehlen verweigern oder gar nicht mehr zum Dienst antreten wollen. In beiden F&auml;llen droht nach Einsch&auml;tzung der israelischen Zeitung Ynet Gef&auml;ngnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/israelische-armee-elite-soldaten-verweigern-einsaetze-gegen-palaestinenser-1.2126907\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Foreign Powers Buy Influence at Think Tanks<\/strong><br>\nThe agreement signed last year by the Norway Ministry of Foreign Affairs was explicit: For $5 million, Norway&rsquo;s partner in Washington would push top officials at the White House, at the Treasury Department and in Congress to double spending on a United States foreign aid program.<br>\nBut the recipient of the cash was not one of the many Beltway lobbying firms that work every year on behalf of foreign governments.<br>\nIt was the Center for Global Development, a nonprofit research organization, or think tank, one of many such groups in Washington that lawmakers, government officials and the news media have long relied on to provide independent policy analysis and scholarship.<br>\nMore than a dozen prominent Washington research groups have received tens of millions of dollars from foreign governments in recent years while pushing United States government officials to adopt policies that often reflect the donors&rsquo; priorities, an investigation by The New York Times has found.<br>\nThe money is increasingly transforming the once-staid think-tank world into a muscular arm of foreign governments&rsquo; lobbying in Washington. And it has set off troubling questions about intellectual freedom: Some scholars say they have been pressured to reach conclusions friendly to the government financing the research.<br>\nThe think tanks do not disclose the terms of the agreements they have reached with foreign governments. And they have not registered with the United States government as representatives of the donor countries, an omission that appears, in some cases, to be a violation of federal law, according to several legal specialists who examined the agreements at the request of The Times.<br>\nAs a result, policy makers who rely on think tanks are often unaware of the role of foreign governments in funding the research.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/09\/07\/us\/politics\/foreign-powers-buy-influence-at-think-tanks.html?_r=0\">The New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wie ein Riesenkrake ins Weltall kam<\/strong><br>\nVersteckte Botschaft, d&uuml;sterer Scherz? Die Geschichte hinter dem skurrilen Logo einer Satellitenmission des Geheimdienstes NRO offenbart die Gedankenwelt der US-Spione. (&hellip;)<br>\nDoch wie um Himmels Willen kommt der Geheimdienst auf die Idee, seine Arbeit mit einem gigantischen, Tentakel schwingenden Oktopus zu illustrieren, w&auml;hrend die US-Regierung sich von aller Welt vorwerfen lassen muss, alles und jeden zu &uuml;berwachen?<br>\nRuna Sandvik hat es herausgefunden. (&hellip;)<br>\nDie Idee f&uuml;r das Krakemotiv stammt demnach von einem NRO-Ingenieur. Der arbeitete in einem Team, das eines Tages auf ein Problem in einer Vakuumkammer stie&szlig;, in der etwa technisches Ger&auml;t f&uuml;r den All-Einsatz gepr&uuml;ft wird. Die L&ouml;sung fand sich in einem Kabelst&uuml;ck, das f&uuml;r den Test von Weltraumfahrzeugen verwendet und Octopus Harness genannt wird. &ldquo;Wir witzelten damals herum, der Octopus Harness habe die Weltherrschaft &uuml;bernommen&rdquo;, hei&szlig;t es im Transkript einer vermutlich internen Pr&auml;sentation. Aus dem Witz wurde eine Skizze, aus der Skizze ein ernst gemeinter Entwurf.<br>\nOffiziell soll der Oktopus symbolisch f&uuml;r die F&auml;higkeit stehen, Probleme &uuml;berwinden und aus jeder Situation einen Ausweg finden zu k&ouml;nnen. Daf&uuml;r sei das Tier bekannt, befanden die NRO-Mitarbeiter, zudem gelte das Tier unter Seefahrern als besonders intelligent.<br>\n&ldquo;Wir haben unsere Finger &uuml;berall, zu jeder Zeit&rdquo;<br>\nAuch die nach dem Globus greifenden Tentakel w&uuml;rden gut passen. Sie sollen zeigen, dass sich die Feinde der USA in Zukunft nirgendwo mehr verstecken k&ouml;nnen. Oder wie der Manager der Mission in einem f&uuml;r den internen Gebrauch vorgesehenen Artikel zitiert wird: &ldquo;Der Oktopus steht f&uuml;r die Idee. [&hellip;] Wir haben unsere Finger &uuml;berall, zu jeder Zeit.&rdquo; (&hellip;)<br>\nOb sie nun einen geheimen politischen Seitenhieb enthalten, ist Spekulation. Sind die Fangarme des Kraken zuf&auml;llig auf dem Globus verteilt, wie das NRO versichert? Denn ganz zuf&auml;llig liegt der gr&ouml;&szlig;te Tentakel ausgerechnet auf Russland und China.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2014-09\/nrol-39-logo-krake\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Snowden-Dokumente: NSA und britischer Geheimdienst haben offenbar Zugang zu Telekom-Netzen<\/strong><br>\nDie NSA und das britische GCHQ verf&uuml;gen ausweislich eigener, als streng geheim eingestufter Unterlagen &uuml;ber verdeckte Zug&auml;nge in die Netze der Deutschen Telekom und des K&ouml;lner Anbieters Netcologne. Dies geht aus grafischen Ansichten hervor, die mit einem NSA-Programm namens Treasure Map erstellt wurden und die der SPIEGEL einsehen konnte. In dem undatierten Dokument sind die Telekom und Netcologne namentlich aufgef&uuml;hrt und mit einem roten Punkt markiert. In einer Bildlegende hei&szlig;t es dazu erkl&auml;rend, die rote Markierung bedeute, dass es &ldquo;innerhalb&rdquo; dieser Netze &ldquo;Zugangspunkte&rdquo; f&uuml;r die technische &Uuml;berwachung gebe. (&hellip;)<br>\nDas Treasure-Map-Programm folgt demnach dem Ziel, &ldquo;das komplette Internet zu kartografieren&rdquo;. Jenseits der gro&szlig;en Glasfaserkabelverbindungen k&ouml;nnen die Geheimdienstanalysten in &ldquo;nahezu Echtzeit&rdquo; auch wichtige Netzverbindungsstellen wie einzelne Router visualisieren &ndash; und sogar Endger&auml;te wie Rechner, Smartphones und Tablets, sofern sie mit dem Internet verbunden sind. Das Ziel sei, &ldquo;jedes Ger&auml;t, &uuml;berall, jederzeit&rdquo; sichtbar zu machen, hei&szlig;t es in einer Pr&auml;sentation, die der SPIEGEL ver&ouml;ffentlicht. Das Programm, eine Art Google Earth f&uuml;r das Internet, diene unter anderem der &ldquo;Planung von Computerattacken&rdquo; und der &ldquo;Netzwerkspionage&rdquo;. NSA und GCHQ wollen sich dazu nicht &auml;u&szlig;ern.<br>\nNeben der Telekom und Netcologne sind auch die drei deutschen Teleport-Anbieter Stellar, Cetel und IABG mit roten Kernen markiert. Vom SPIEGEL mit den Unterlagen zum Angriff auf das Unternehmen konfrontiert, erkl&auml;rte Stellar IT-Chef Ali Fares, sie enthielten &ldquo;Gesch&auml;ftsgeheimnisse und sensible Informationen&rdquo;. Tats&auml;chlich listet ein GCHQ-Dokument nicht nur eine Reihe von Mitarbeitern namentlich als Zielpersonen auf, es enth&auml;lt auch Kennworte f&uuml;r die Server von Stellar-Kunden. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Christian Steffen sagt: &ldquo;Ein solcher Cyberangriff ist nach deutschem Recht eindeutig strafbar.&rdquo;<br>\nDer SPIEGEL hat auch die Telekom und Netcologne mit den Schaubildern aus den Snowden-Unterlagen konfrontiert. Beide Unternehmen haben nach eigenen Angaben Nachforschungen betrieben, aber bislang keine verd&auml;chtigen Vorrichtungen oder Datenverkehre festgestellt. &ldquo;Der Zugriff ausl&auml;ndischer Geheimdienste auf unser Netz w&auml;re v&ouml;llig inakzeptabel&rdquo;, sagt Telekom-Sicherheitschef Thomas Tschersich . &ldquo;Wir gehen jedem Hinweis auf eine m&ouml;gliche Manipulation nach. Zudem haben wir die deutschen Sicherheitsbeh&ouml;rden eingeschaltet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/deutschen-telekom-nsa-und-gchq-haben-offenbar-zugang-a-991419.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Berliner Polizei pr&uuml;ft Software gegen Einbrecher<\/strong><br>\nVerbrechen in der Zukunft per Software vorhersagen &ndash; das klingt nach Science Fiction: Die Berliner Polizei pr&uuml;ft derzeit die Anschaffung von &ldquo;Precobs&rdquo;. Das Computerprogramm soll ermitteln, wo in Berlin zuk&uuml;nftig eingebrochen wird. In Bayern wird es derzeit erprobt, in Z&uuml;rich hat die Polizei schon Erfahrungen gemacht &ndash; und die sind f&uuml;r die Beh&ouml;rden mehr als positiv.<br>\nDie Berliner Polizei wei&szlig; k&uuml;nftig vielleicht schon vorher, wo ein Einbruch stattfinden wird. Was nach Science Fiction klingt, k&ouml;nnte durchaus Realit&auml;t werden. Die Berliner Beh&ouml;rden pr&uuml;fen derzeit die Anschaffung eines Computerprogramms, mit dem sich Verbrechen vorhersagen lassen. Die Prognose-Software &ldquo;Precobs&rdquo; soll vor allem im Bereich von Wohnungseinbr&uuml;chen gute Ergebnisse erzielen.<br>\nIn Bayern beginnt die Kriminalpolizei n&auml;chsten Monat mit der Erprobung von &ldquo;Precobs&rdquo;, in Z&uuml;rich ist die Software bereits getestet worden &ndash; mit &uuml;berragenden Ergebnissen: Die Trefferquote der Vorhersagen lag bei 86 Prozent. (&hellip;)<br>\nDas Programm wird mit den Daten von Einbr&uuml;chen der letzten f&uuml;nf Jahre gef&uuml;ttert. Mit Hilfe dieser Datens&auml;tze kann die Software dann sehr genau vorhersagen, mit welcher Wahrscheinlichkeit wo in n&auml;chster Zeit wieder eingebrochen wird. Die Genauigkeit der Prognosen umfasst nach Angaben der Hersteller drei bis sieben Tage und kann den Ort auf eine Entfernung von 300 bis 500 Metern eingrenzen.<br>\nIn Z&uuml;rich konnte die Einbruchsquote so deutlich gesenkt werden. Die Anschaffung der Vorhersagesoftware f&uuml;r Berlin w&uuml;rde nach Angaben der Berliner Polizei etwa 100.000 Euro kosten. Im letzten Jahr wurde in Berlin rund 12.000 mal in Wohnungen eingebrochen &ndash; nicht mal jeder zehnte Fall konnte aufgekl&auml;rt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/politik\/beitrag\/2014\/09\/Berliner-polizei-prueft-einsatz-analysesoftware.html\">rbb<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Vor &uuml;ber einem Jahr hat sich der Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, positiv zum &uuml;ber das NSA-&Uuml;berwachungsprogramm Prism ge&auml;u&szlig;ert; siehe dazu hier: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h02\">Prism c. Polizeigewerkschaft sieht US-&Uuml;berwachung als Vorbild<\/a>.<\/em><br>\n<em>Die nun erprobte Software ist da lediglich konsequent. Aber hier gilt: Eine Handlung, die gar nicht begangen wurde, kann keine Straftat sein &ndash; also auch keine vereitelte Straftat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nach der &Uuml;bung &ndash; ist vor dem Einsatz<\/strong><br>\nIm &Uuml;bungszentrum Infanterie in Hammelburg haben die Soldaten des J&auml;gerbataillons 292 bereits ihre Leistungsf&auml;higkeit im &bdquo;Crowd and Riot Control&ldquo; (CRC) Einsatz unter Beweis gestellt. &bdquo;Es gibt immer etwas, in dem man besser werden kann&ldquo;, so die einhellige Meinung. Im Gefechts&uuml;bungszentrum des Heeres in der Colbitz-Letzlinger Heide, 700 km von Donaueschingen entfernt, steigern sie ihr K&ouml;nnen weiter.<br>\nEs galt, das gesamte Aufgabenspektrum &ndash; Kontrollen von Personen und Fahrzeugen, Streifen zur Sicherung der Umgebung, das Aufl&ouml;sen gewaltbereiter Menschenmengen, Absichern von zivilen und politischen Veranstaltungen sowie das R&auml;umen von illegalen Stra&szlig;ensperren &ndash; des bevorstehenden KFOR-Einsatzes abzudecken und die gestellten komplexen Aufgaben als Einheit zu l&ouml;sen.<br>\nIn den zwei Monaten vor dem Aufenthalt im Gefechts&uuml;bungszentrum des Heeres (G&Uuml;Z), hat das J&auml;gerbataillon 292 in Zusammenarbeit mit der Feldj&auml;gertruppe und dem Sanit&auml;tsdienst und weiteren Einheiten einen Ausbildungsplan erstellt. Ihre soldatischen F&auml;higkeiten in verschiedensten Bereichen sollten erweitert werden. Die Ausbildungen beinhalteten unter anderem theoretischen und praktischen Unterricht der Feldj&auml;ger. Das R&auml;umen von Sperren, Pl&auml;tzen und der Umgang mit Menschenansammlungen standen hier im Mittelpunkt. Von den Feldj&auml;gern wurde auch ein neuer Ausbildungsabschnitt mitgestaltet und realisiert. Die Soldaten wurden im fachgerechten Umgang sowie den zweckm&auml;&szlig;igen Aufbau von &bdquo;Hamburger Gittern&ldquo; unterrichtet. Mit diesen zaun&auml;hnlichen Sperrmitteln k&ouml;nnen ganze Stra&szlig;enz&uuml;ge gesperrt und kontrolliert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschesheer.de\/portal\/a\/heer\/!ut\/p\/c4\/NYxLC8IwEIT_0W5aH6A3S0G8CApS6y1NlyaaR1m3evHHmwrOwMDwDYM3zI765QYtLkXt8YqtcdvuDZaIQT9kIu8hamPZGSsU4a4tl6pYwpNGodDRr2EzX_UEJkWSOfNWXM6BtSSGMbH4mUzMmYDrsVVFXamV-qv4bI6XfXMqF-v6UJ1xDGH3BSsJJ40!\/\">Bundeswehr Heer<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Die &bdquo;Drohne gegen Aufruhr&ldquo; ist wohl nicht sicher genug. Auch deutsche Soldaten sollen also u.a. das &bdquo;R&auml;umen von Sperren&ldquo; lernen. Aber ist diese &bdquo;&Uuml;bung&ldquo; lediglich f&uuml;r Eins&auml;tze im (weit entfernten) Ausland bestimmt?<\/em><br>\n<em>Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Erl&auml;uterungen zur Charta der Grundrechte:<\/em><br>\n<em>&bdquo;So m&uuml;ssen die in der EMRK enthaltenen &bdquo;Negativdefinitionen&ldquo; auch als Teil der Charta betrachtet werden:<\/em><br>\n<em>Artikel 2 Absatz 2 EMRK:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Eine T&ouml;tung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em>jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen; <\/em><\/li>\n<li><em>jemanden rechtm&auml;&szlig;ig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtm&auml;&szlig;ig entzogen ist, an der Flucht zu hindern; <\/em><\/li>\n<li><em>einen Aufruhr oder Aufstand rechtm&auml;&szlig;ig niederzuschlagen&ldquo;. <\/em><\/li>\n<li><em>Und weiter:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe f&uuml;r Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden; diese Strafe darf nur in den F&auml;llen, die im Recht vorgesehen sind, und in &Uuml;bereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden &hellip;&ldquo;.<\/em>\n<\/li><\/ol>\n<\/li>\n<p><em>Die Erl&auml;uterungen sind offenbar nicht lediglich Regelungen f&uuml;r die Ausf&uuml;hrungen des Gesetzes, sondern -und das ist un&uuml;blich- dem Gesetzestext gleichgestellt. So nachlesbar im <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2007:303:0017:0035:DE:PDF\">Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union vom 14.12.2007 [PDF &ndash; 136 KB]<\/a><\/em><\/p><\/ol><\/li>\n<\/ol><li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wirtschaftsministerium stellt sich auf Seite von Uber<\/strong><br>\nDas Wirtschaftsministerium von Vizekanzler Sigmar Gabriel stellt sich gegen die Taxiunternehmer und will Wettbewerb auf dem Markt zulassen. Auch das Bundesjustizministerium positioniert sich aufseiten von Uber.<br>\nDas Bundeswirtschaftsministerium will Konkurrenz auf dem Taximarkt und h&auml;lt eine &Auml;nderungen des Personenbef&ouml;rderungsgesetzes f&uuml;r notwendig. In einer Stellungnahme des Ministeriums f&uuml;r die Wirtschaftswoche hei&szlig;t es: &ldquo;Aus wettbewerblicher Sicht halten wir generell eine &Uuml;berpr&uuml;fung und gegebenenfalls Anpassung bestehender Regelungen an die Anforderungen der digitalen Welt und die ver&auml;nderten Mobilit&auml;tsbed&uuml;rfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher f&uuml;r erforderlich.&rdquo;<br>\nDamit reagiert Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) auf eine Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main. Das Gericht hatte Uber in einer einstweiligen Verf&uuml;gung deutschlandweit die Vermittlung von Fahrern untersagt. Bei Verst&ouml;&szlig;en drohen dem US-amerikanischen Startup bis zu 250.000 Euro Strafe je Fahrt. Auch gegen einen einzelnen Fahrer gab es bereits eine einstweilige Verf&uuml;gung. Die m&uuml;ndliche Verhandlung &uuml;ber den Widerspruch von Uber gegen die einstweilige Verf&uuml;gung findet am 16. September um 9:30 Uhr im Landgericht Frankfurt statt.<br>\nAuch das Bundesjustizministerium bezieht Position f&uuml;r Uber. &ldquo;Mehr Wettbewerb kann zu mehr Angeboten, h&ouml;herer Qualit&auml;t und besseren Preisen f&uuml;hren&rdquo;, sagte Gerd Billen, Staatssekret&auml;r f&uuml;r Verbraucherschutz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.golem.de\/news\/sigmar-gabriel-wirtschaftsministerium-stellt-sich-auf-seite-von-uber-1409-109234.html\">golem.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.F.:<\/strong> Das Kernziel der digitalen Vermittlung von Arbeits- \/ Dienstleistungen einzelner in Prek&auml;rselbst&auml;ndigkeit beschreibt das Bundesjustizministerium in seiner Stellungnahme:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Mehr Wettbewerb kann zu mehr Angeboten, h&ouml;herer Qualit&auml;t und besseren Preisen f&uuml;hren&rdquo;<\/em><br>\n<em>Auf Deutsch: Mehr Wettbewerb (gegenseitiges Ausspielen) von ehemals als Arbeitnehmer besch&auml;ftigen Dienstleistungs-Ich-AGs f&uuml;hrt zu besseren Preisen, sprich geringeren L&ouml;hnen.<\/em><br>\n<em>Und wie sch&ouml;n: Bei fl&auml;chendeckender Einf&uuml;hrung kann der Staat die Agenturen f&uuml;r Arbeit gleich ganz einsparen.<\/em><br>\n<em>Man kann offensichtlich gar nicht so schwarz malen, um zu verhindern, in k&uuml;rzester Zeit von der Realit&auml;t rechts &uuml;berholt zu werden.<\/em><\/p><\/li>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(HR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23276","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23276","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23276"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23276\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23285,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23276\/revisions\/23285"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23276"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23276"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23276"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}