{"id":23293,"date":"2014-09-16T08:54:07","date_gmt":"2014-09-16T06:54:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293"},"modified":"2014-09-16T08:54:07","modified_gmt":"2014-09-16T06:54:07","slug":"hinweise-des-tages-2214","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h01\">Landtagswahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h02\">AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h03\">Unf&auml;higkeit und Arroganz: Wie westliche Politiker Putin keine Chance lie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h04\">IS\/Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h05\">Uber vs. Taxi: Gabriel fordert mehr Wettbewerb auf dem Taximarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h06\">SPD blockiert Paralleljustiz f&uuml;r Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h07\">Paul Krugman &ndash; Replaying the 30s in Slow Motion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h08\">&raquo;Es gibt ein NATO-Netzwerk in den deutschen Medien&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h09\">EU-Kommission stoppt B&uuml;rgerinitiative gegen TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h10\">How &lsquo;Keynes&rsquo; Became a Dirty Word<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h11\">Verm&ouml;genskonzentration versch&auml;rft sich mit der Krise: Pikettys Thesen best&auml;tigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h12\">Sch&auml;uble plant Steuerverg&uuml;nstigung f&uuml;r Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h13\">Talfahrt der deutschen L&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h14\">G&auml;rtners kritisches Sonntagsfr&uuml;hst&uuml;ck: Wir da oben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h15\">Fall Mi&szlig;felder schadet der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h16\">Nur die Wirtschaft hat noch Vernunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h17\">Orban Says He Seeks to End Liberal Democracy in Hungary<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293#h18\">Volker Pispers: &ldquo;&hellip; bis neulich 2014&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23293&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Landtagswahlen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Bodo Ramelow zur Th&uuml;rigen-Wahl &ndash; &bdquo;Es gibt kein No-Go&ldquo;<\/strong><br>\nDer Spitzenkandidat der Linkspartei, Bodo Ramelow, will offen &uuml;ber Rot-Rot-Gr&uuml;n verhandeln. Schwarz-Rot h&auml;tte keine stabile Mehrheit, meint er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Bodo-Ramelow-zur-Thuerigen-Wahl-\/!146009\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Sinkende Wahlbeteiligung &ndash; &ldquo;W&auml;hlen ist kein Selbstzweck&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r die Wahlenthaltung im Osten sind die sozialen Probleme dort und die Parteien verantwortlich, sagt Wahlforscher Thorsten Faas. Von einer Wahlpflicht h&auml;lt er wenig. [&hellip;]<br>\nZEIT ONLINE: Wieso ist die Wahlenthaltung im Osten besonders hoch?<br>\nFaas: Die Zahl der Unzufriedenen ist dort noch h&ouml;her, die Arbeitslosigkeit ebenfalls. Menschen in strukturell schwieriger Position neigen h&auml;ufiger zur Nichtwahl. Das trifft in besonderem Ma&szlig;e f&uuml;r Ostdeutschland zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2014-09\/niedrige-wahlbeteiligung-brandenburg-thueringen-interview\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man kann nur froh sein &uuml;ber diesen Wahlforscher, der die schwierige soziale Lage, die hohe Arbeitslosigkeit und die besonders niedrigen L&ouml;hne in Ostdeutschland ernst nimmt und nicht hinter den &uuml;blichen &ndash; gelogenen &ndash; Leerformeln wie &ldquo;Deutschland geht es gut wie nie&rdquo; verkleistert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Alles h&auml;ngt von der SPD ab<\/strong><br>\nDie SPD in Th&uuml;ringen hatte es in diesem Wahlkampf besonders schwer, aber zur Wahrheit geh&ouml;rt, dass sie es sich im Grunde selbst erst so richtig schwer gemacht hat.<br>\nW&auml;hler verlangen Koalitionsaussagen. Heike Taubert vermied eine solche im Wahlkampf konsequent, so oft und so stark sie auch bedr&auml;ngt wurde. Sie habe keine Pr&auml;ferenz, sagte Taubert, wenn mal wieder jemand gefragt hatte, ob sie nun lieber mit der CDU weiterregieren oder ein B&uuml;ndnis mit Linken und Gr&uuml;nen eingehen w&uuml;rde. Der volatile W&auml;hler nun konnte aus dieser Nicht-Pr&auml;ferenz nur schwerlich eine Pr&auml;ferenz f&uuml;r die SPD ableiten, denn wer in Th&uuml;ringen diese zu w&auml;hlen sich vorgenommen hatte, der wusste bis zum Abend des Sonntags nicht, was genau er damit beg&uuml;nstigen oder verhindern k&ouml;nnte. Es war klar, dass die SPD nicht in f&uuml;hrender Position regieren w&uuml;rde. Es war aber auch klar, dass sie wohl mitregieren w&uuml;rde. Es war einzig nicht klar: an wessen Seite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/landtagswahl-in-thueringen-alles-haengt-von-der-spd-ab-1.2129623\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ich hatte noch vor der Landtagswahl in Th&uuml;ringen gewettet, dass es die SPD wieder vergeigen w&uuml;rde. Nun ist es nicht so, dass es einen freut bei solchen Prognosen recht zu bekommen aber leider war sie richtig. Die SPD wird es nicht erst bei der Bildung einer Regierungskoalition versemmeln  &ndash;  eine &bdquo;gro&szlig;e&ldquo; Koalition ist wohl das Wahrscheinlichste. Es war der Wischi-waschi Wahlkampf und das herumlavieren und sich dr&uuml;cken vor einer klaren Koalitionsaussage f&uuml;r die Linke. Worin sich die alten Reflexe gegen eine Zusammenarbeit mit der Linken und &Uuml;berreste einer der d&uuml;mmsten Strategien der SPD in der Vergangenheit, n&auml;mlich den Versuch die Linke als politischen Gegner zu verstehen, wiederspiegelten.  Es wird abzuwarten bleiben wie die Regierungsbildung in Th&uuml;ringen ausgehen wird, aber es ist nicht zu erwarten, dass die gerupfte SPD gerade jetzt den Mut f&uuml;r eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition aufbringen wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stephan Hebel &ndash; Die Macht der Populisten<\/strong><br>\nGanz unabh&auml;ngig von den Regierungsbildungen in Brandenburg und Th&uuml;ringen zeichnet sich eine weitere Verschiebung im Parteienspektrum ab. Sollten sich die Erfolge der AfD-Populisten verstetigen, dann k&ouml;nnten rot-gr&uuml;ne oder rot-rot-gr&uuml;ne B&uuml;ndnisse noch unrealistischer werden, als sie trotz Th&uuml;ringen derzeit schon sind.<br>\nStellt man sich die politische Landschaft ohne AfD vor, dann w&auml;re es &ndash; rein rechnerisch &ndash; allein um die Frage gegangen, ob der Linke Bodo Ramelow nur die SPD oder auch die Gr&uuml;nen braucht, um Ministerpr&auml;sident zu werden. Und ob die m&ouml;glichen Partner am Ende auch wollen. Auch die Frage, ob eine Partei mit ehemaligen Stasi-Spitzeln auf der Landesliste koalitionsf&auml;hig sei, war und ist noch nicht endg&uuml;ltig beantwortet. [&hellip;]<br>\nAber so landesv&auml;terlich gem&auml;&szlig;igt, wie sich Ramelow im Wahlkampf pr&auml;sentiert hat, waren und sind diese Fragen dann doch relativ einfach zu beantworten: Ein gerechteres Schulsystem, &ouml;ffentlich organisierte Besch&auml;ftigung f&uuml;r Langzeitarbeitslose, ein Verbot der Auftragsvergabe an Dumpinglohn-Firmen &ndash; Sozialdemokraten und Gr&uuml;ne, die sich solchen Fortschritten verweigern, m&uuml;ssen sich schon fragen lassen, ob sie nichts anderes mehr im Sinn haben, als gegeneinander um die Juniorpartner-Rolle an der Seite der CDU zu konkurrieren [&hellip;]<br>\nNun aber die AfD: Wenn es mit ihr so weitergeht, k&ouml;nnten all diese Gedankenspiele einer anderen Wirklichkeit weichen. In Brandenburg und auch in Th&uuml;ringen sammelte die neue Protestpartei kr&auml;ftig ein. Zumindest hatte sie kein Problem, in ostdeutsche Landtage einzuziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel-zur-afd-die-macht-der-populisten,1472602,28408374.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>AfD<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Warum die AfD alte &Auml;ngste bei CDU und CSU weckt<\/strong><br>\nDie deutsche Innenpolitik, von Angela Merkel temperiert und von der gro&szlig;en Koalition sediert, wird wieder prickelnd. Das liegt nicht an der Bundesregierung, die ihre innenpolitischen H&ouml;chstleistungen im Streit um die Maut erbringt. Das liegt auch nicht an der Opposition, die keine Mittel und kaum M&ouml;glichkeiten findet, sich gegen den Achtzig-Prozent-Block im Parlament durchzusetzen. In der Linkspartei gibt es immerhin noch ein paar gute Redner, bei den Gr&uuml;nen gibt es da nur noch Langeweile. Noch nie in den 31 Jahren, in denen die Partei nun im Bundestag sitzt, wurde gr&uuml;ne Politik dort so &ouml;de dargeboten.<br>\nDie neue Spannung kommt aus den L&auml;ndern; sie entwickelt sich aus den Ergebnissen der Landtagswahlen. Diese Wahlen, j&uuml;ngst in Sachsen, jetzt in Th&uuml;ringen und Brandenburg, st&ouml;ren die politische Bundesbr&auml;sigkeit aus zwei Gr&uuml;nden.<br>\nErstens erzielt eine neue Partei, rechts von CDU und CSU, sensationelle Erfolge: die AfD. Das wird Eruptionen in der Union ausl&ouml;sen, die dortige Gelassenheit war gespielt.<br>\nZweitens ist Die Linke alias PDS demokratisch so stabilisiert, dass sie sich in Th&uuml;ringen immerhin Hoffnungen machen kann, in Bodo Ramelow den Ministerpr&auml;sidenten zu stellen. Die SPD ist, auch wegen ihrer mickrigen Wahlergebnisse, gezwungen, ihr Verh&auml;ltnis zu &ldquo;links&rdquo; zu kl&auml;ren. In Th&uuml;ringen hat die Linkenphobie des SPD-Landeschefs Matschie das SPD-Desaster mitverursacht. [&hellip;]<br>\nDer Kabarettist Peter Ensikat schrieb treffend: &ldquo;Unter denen, die die DDR nach dem Vorbild Gorbatschows reformieren wollten, waren nicht wenige SED-Mitglieder. Es waren nicht die Unf&auml;higsten. Dass die SPD sich geweigert hat, sie aufzunehmen, hat die Folgen, mit denen die Sozis noch heute zu k&auml;mpfen haben.&rdquo;<br>\nDer SPD fehlt ihr linker Fl&uuml;gel, sp&auml;testens seitdem sie unter Gerhard Schr&ouml;der das Gerechtigkeitspostulat aufgegeben und die Finanzm&auml;rkte liberalisiert hat. Ihr fehlt die Auseinandersetzung, die ihre Geschichte von Anfang an gepr&auml;gt hatte. Ohne linken Fl&uuml;gel fliegt die SPD kaum mehr h&ouml;her als bis 25 Prozent. Die Strategien erst der Totalabgrenzung, dann des Niederringens der PDS funktionierten nicht. Im Gegenteil: Die SPD rang sich selber nieder &ndash; in Th&uuml;ringen und Sachsen besonders brutal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/erfolge-der-alternative-fuer-deutschland-warum-die-afd-alte-aengste-bei-cdu-und-csu-weckt-1.2128368\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann sicher diskutieren ob es der gr&ouml;&szlig;te Fehler der SPD war den sozialdemokratischen Fl&uuml;gel der SED nicht in die Partei zu holen. Aber man muss gar nicht 25 Jahre zur&uuml;ckgehen um den gr&ouml;&szlig;ten historischen Fehler und Verrat der SPD zu identifizieren, die Agenda 2010. Davon hat sich die SPD bis heute nicht erholt. Sie hat damit, und hier hat Heribert Prantl vollkommen recht, ihren linken Fl&uuml;gel und die entsprechende W&auml;hlerschaft verloren. Eine Kurskorrektur ist bis heute nicht zu erkennen. Ansonsten w&uuml;rde man geschmeidige Figuren wie Sigmar Gabriel, der gerne schon einmal dar&uuml;ber nachdenkt wie man der Finanzindustrie, mit dubiosen &ouml;ffentlichen Fonds, auf Kosten der Allgemeinheit weiter die Taschen f&uuml;llen kann, nicht zum Parteivorsitzenden machen. Ein klare, und zwar linke Positionierung der SPD w&auml;re angesichts der spektakul&auml;ren Wahlerfolge der sozialdarwinistischen AfD mehr als notwendig, da diese nicht ohne Auswirkungen auf die Ausrichtung der CDU bleiben werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Robert Misik &ndash; Heimat f&uuml;r zornige wei&szlig;e M&auml;nner<\/strong><br>\nNun hat auch Deutschland eine starke rechtspopulistische Partei. Der Erfolg der &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; ist Ergebnis einer antipolitischen Revolte [&hellip;]<br>\nEs w&auml;re auch zu einfach, die AfD blo&szlig; als Stimme des &bdquo;Rechtskonservativismus&ldquo; anzusehen, den die Union nicht mehr zu repr&auml;sentieren versteht. Rechter Populismus, der erfolgreich ist, versteht es, ein B&uuml;ndnis zu zimmern, das prim&auml;r von starken negativen Emotionen zusammengehalten wird: &bdquo;Angry White Men&ldquo; mit ihrer Aversion gegen kulturelle und ethnische Diversit&auml;t unserer Moderne; gegen diesen &bdquo;Genderwahnsinn&ldquo;; Leute, die sich aus realen oder eingebildeten Gr&uuml;nden als Zukurzgekommene sehen und die sicher sind, dass an ihrem Zukurzkommen irgendjemand schuld ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-AfD-Erfolg\/!146030\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Entt&auml;uschung treibt der AfD die W&auml;hler zu<\/strong><br>\nDie Wahlauswertung des Instituts Infratest dimap f&uuml;r die ARD zeigt deutlich: Der Zulauf f&uuml;r die AfD speist sich zu einem Gro&szlig;teil aus Protest und Verdruss. Der Aussage &bdquo;Die Wahlentscheidung erfolgte aus Entt&auml;uschung&ldquo; stimmten in Th&uuml;ringen 57 Prozent und in Brandenburg sogar 63 Prozent der AfD-W&auml;hler zu &ndash; deutlich mehr als bei jeder anderen Partei, die es in den Landtag schaffte. Aus &Uuml;berzeugung machten dagegen lediglich 37 Prozent (Th&uuml;ringen) und 32 Prozent (Brandenburg) ihr Kreuz bei der AfD &ndash; wiederum weniger als bei jeder anderen Partei, die es in den Landtag schaffte.<br>\nDass die etablierten Parteien einen Denkzettel bekommen, das ist fast allen AfD-W&auml;hlern recht: 97 (Th&uuml;ringen) beziehungsweise 95 Prozent (Brandenburg) von ihnen bejahen die Aussage: &bdquo;Es geschieht anderen Parteien recht, dass die AfD die Politik aufmischt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/landtagswahlen-enttaeuschung-treibt-der-afd-die-waehler-zu-13154281.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich ist diese Situation gespenstisch. Die Wahlanalysen zeigen, dass viele Menschen die AfD aus Frustration und Entt&auml;uschung &uuml;ber die aktuelle Politik w&auml;hlen, die sich durch die weitere Exekution der neoliberalen Agenda auszeichnet. Sei es in der Durchsetzung der sogenannten &bdquo;Sparpolitik&ldquo;, sei es, dass der Finanzindustrie weiter freie Hand gelassen wird, sei es, dass die Interessen der transnationalen Konzerne dies und jenseits des Atlantiks mit der Durchsetzung der Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TISA bedient werden. Nur w&auml;hlt man gerade mit der AfD eine Partei, die eine der aggressivsten Vertreterin des Neoliberalismus bis hin zu libert&auml;ren Positionen ist, von deren Anh&auml;ngern oder Unterst&uuml;tzern schon einmal der Entzug des Wahlrechts f&uuml;r Arbeitslose und Hartz IV Bezieher gefordert wird.<\/em><br>\n<em>Was dabei noch auff&auml;llt, w&auml;hrend die Linke in den deutschen &bdquo;Qualit&auml;tspublikationen&ldquo; bis auf gelegentliche Hetzkampagnen totgeschwiegen wird, quellen die Seiten nun geradezu &uuml;ber vor Kommentaren und Leitartikeln zur AfD. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit den neoliberalen, libert&auml;ren bis reaktion&auml;ren Positionen der AfD findet dort aber nicht statt. L&auml;sst sich daraus wom&ouml;glich eine gewisse Sympathie der, wohl in ihrer Mehrheit der oberen Mittelschicht und der dort praktizierten &bdquo;rohen B&uuml;rgerlichkeit&ldquo; angeh&ouml;renden Redakteure,  ableiten?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu noch einmal: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23091\">Alternative f&uuml;r wen?<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>und: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16524\">K&ouml;nnen Marktradikale und Nationalchauvinisten eine &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; sein?<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Unf&auml;higkeit und Arroganz: Wie westliche Politiker Putin keine Chance lie&szlig;en<\/strong><br>\nIn seinem letzten Buch rechnet die k&uuml;rzlich verstorbene Reporter-Legende Peter Scholl-Latour mit der Politik des Westens ab. Dazu geh&ouml;rt auch der Umgang westlicher Regierungschefs mit dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin. Statt den ehemaligen KGB-Offizier zu verstehen, habe man ihn vorschnell verurteilt.<br>\nAls Putin 1999 die Nachfolge von Boris Jelzin antrat, befand sich Russland in einer Krise, in die es nach der Aufl&ouml;sung der Sowjetunion gest&uuml;rzt war. Das bisherige System war zusammengebrochen, die nationale Identit&auml;t stark besch&auml;digt und die Oligarchen nutzen ihre neue Macht aus.<br>\nVielleicht habe es in dieser Situation &bdquo;eines Eingeweihten der sowjetischen Geheimdienste bedurft&ldquo;, um die Ordnung wiederherzustellen, schreibt Scholl-Latour. Der ehemalige KGB-Offizier Putin sei den Verwerfungen im Land nicht als &bdquo;lupenreiner Demokrat&ldquo;, wie Ex-Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der ihn einst nannte, sondern als Autokrat entgegengetreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/scholl-latours-abrechnung-serie-teil-1-unfaehigkeit-und-arroganz-wie-westliche-politiker-putin-keine-chance-liessen_id_4127084.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Unf&auml;higkeit und Ignoranz charakterisieren das agieren der &bdquo;westlichen&ldquo; Politiker hinsichtlich Russlands wohl am besten. Was allerdings der von Focus Online eingebettete v&ouml;llig idiotische Videobeitrag &bdquo;Neun Dinge, die Sie noch nicht &uuml;ber Putin wussten&ldquo; in Zusammenhang mit Scholl-Latours erhellenden Ausf&uuml;hrungen soll, verstehe wer will? Nur ein weiterer Beleg, dass eine objektive Berichterstattung in den deutschen Medien nicht mehr existent ist, da jede kritische Betrachtung des Konflikts mit Russland offensichtlich sofort mit einem, sei es auch noch so hirnlosen Putin-Bashing, konterkariert werden muss.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>IS\/Syrien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Wichtigtuer rufen zu den Waffen<\/strong><br>\nWo bitte geht&rsquo;s zur Front? Philipp Mi&szlig;felder scheint es kaum erwarten zu k&ouml;nnen, die Bundeswehr in den Irak zu schicken. Das sind die Geister, die Ursula von der Leyen wach rief.<br>\nWie hat das Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nochmal formuliert, als es um die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Kurden in Nordirak ging, drei Wochen ist das gerade mal her? &ldquo;Wichtiger als die Frage, ob und welche Waffen wir am Ende liefern, ist die Bereitschaft, Tabus beiseitezulegen und offen zu diskutieren.&rdquo;<br>\nVoil&agrave;! Das hat ja schon mal gut geklappt.<br>\nEs geht bereits ganz beachtlich durcheinander im Berliner Polit-Kosmos. Wer mag, der kann das unter &ldquo;offen diskutieren&rdquo; verbuchen &ndash; oder mit einer Prise Euphemismus gar unter: &ldquo;Debatte&rdquo;. In Berlin jedenfalls konnte man in dieser Woche problemlos jede Menge Politiker aufst&ouml;bern, die eifrig damit besch&auml;ftigt waren, Tabus beiseite zu r&auml;umen. Deutsche Soldaten demn&auml;chst im Irak? Man wird ja mal drauf rum denken d&uuml;rfen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/schlag-12-der-mittagskommentar-aus-berlin-die-wichtigtuer-rufen-zu-den-waffen-2137688.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es greift wohl zu kurz, diejenigen, die deutsche Soldaten am liebsten sofort auf jeden Kriegsschauplatz der Welt schicken wollen, als Wichtigtuer abzuqualifizieren. Es ist das klare Ziel des transatlantisch orientierten Teiles der deutschen Eliten, die Bundeswehr in ein globales Konzept der Herrschaftssicherung zusammen mit den USA einzubinden. Die ideologische Vorarbeit wurde bereits explizit von einem der aktuell wichtigsten Lautsprecher der herrschenden Eliten, Joachim Gauck, im Nebenjob noch Bundespr&auml;sident, mit seiner auf der diesj&auml;hrigen M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz  gehaltenen Rede geleistet. Die Rede &uuml;bernimmt dabei fast eins zu eins das, was unter Federf&uuml;hrung der konservativen und transatlantisch ausgerichteten Think Tanks &bdquo;Stiftung Wissenschaft und Politik&ldquo; und &bdquo;The German Marshall Fund of the United States&ldquo; in einem Strategiepapier (Neue Macht &ndash; Neue Verantwortung) ausgearbeitet wurde. Deutschland solle doch mehr internationaler Verantwortung &uuml;bernehmen, sprich eine aggressivere Weltpolitik auch mit einer klaren milit&auml;rischen Komponente, praktizieren. Um die Bundeswehr zu einem Baustein in diesem globalen Herrschaftskonzept zu machen, m&uuml;ssen aber zuerst die verfassungsrechtlichen H&uuml;rden und die moralisch-ethischen Bedenken bei der Mehrheit der B&uuml;rger beseitigt werden. Mit einem Einsatz gegen die Islamisten des IS glaubt man nun den entsprechenden Hebel gefunden zu haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ideologisch flexibel<\/strong><br>\nDer Plan klingt einfach. Die USA bombardieren den IslamischernStaat aus der Luft, lokale Rebellen bek&auml;mpfen sie am Boden. Was im Nordirak mit den kurdischen Peschmerga funktioniert, will Obama nun in Syrien versuchen. Doch wer sind die viel zitierten &ldquo;moderaten Rebellen&rdquo;? Die Suche nach Partnern in Syrien ist aus drei Gr&uuml;nden schwierig. Erstens ist die bewaffnete Opposition im Land extrem fragmentiert und wechselnde Allianzen erschweren die Zuordnung einzelner Brigaden. Zweitens ist der Widerstand gegen das Assad-Regime nach drei Jahren &Uuml;berlebenskampf, der vor allem von Saudi-Arabien, Katar und der T&uuml;rkei finanziert wurde, insgesamt islamisiert. Und drittens sind sich die USA und ihre Hauptverb&uuml;ndeten in der Region eben Saudi-Arabien, Katar und die T&uuml;rkei uneinig dar&uuml;ber, welche Gruppen sie unterst&uuml;tzen sollen. Sie haben unterschiedliche Vorstellungen vom zuk&uuml;nftigen Syrien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2014%2F09%2F13%2Fa0176&amp;cHash=40f068509e9fa1ee33e2a393f5ea491e\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn die USA halbwegs pragmatisch w&auml;ren, sollten sie sich eingestehen, dass ihr Krieg gegen Assad durch die Fragmentierung und Radikalisierung der &bdquo;Opposition&ldquo; de facto verloren ist und es f&uuml;r sie wohl am besten w&auml;re, in Assad einen neuen Verb&uuml;ndeten gegen IS und Co. zu suchen. Problematisch ist jedoch, dass dies ideologisch wohl nicht machbar ist. Obama m&uuml;sste der &Ouml;ffentlichkeit erkl&auml;ren, waren die Menschenrechte doch verhandelbar sind und die USA &ndash; wie in anderen L&auml;ndern (z.B. Saudi Arabien oder &Auml;gypten) auch &ndash; ein Regime gegen die Opposition unterst&uuml;tzen, das selbst mit viel Phantasie nicht als Demokratie zu bezeichnen ist. F&uuml;r die Republikaner, die ihre Freude an Menschenrechten und Demokratie immer dann entdecken, wenn sie in der Opposition sind, w&auml;re dies eine Steilvorlage. Die USA stecken also, wenn man es so will, in ihrer eigenen PR-Falle fest. Der Krieg geht weiter.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Uber vs. Taxi: Gabriel fordert mehr Wettbewerb auf dem Taximarkt<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ist nach einem Bericht der &bdquo;Wirtschaftswoche&ldquo; offen f&uuml;r mehr Wettbewerb auf dem Taximarkt. &bdquo;Aus wettbewerblicher Sicht halten wir generell eine &Uuml;berpr&uuml;fung und gegebenenfalls Anpassung bestehender Regelungen an die Anforderungen der digitalen Welt und den ver&auml;nderten Mobilit&auml;tsbed&uuml;rfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher f&uuml;r erforderlich&ldquo;, hei&szlig;t es nach Angaben des Magazins in einer Stellungnahme des Ministeriums. Damit reagiere Vizekanzler Gabriel auf eine einstweilige Verf&uuml;gung des Landgerichts Frankfurt, nach der Uber in Deutschland keine privaten Fahrer mehr via Smartphone-App vermitteln darf (&ldquo;Uber Pop&ldquo;). &Auml;hnliche Forderungen k&auml;men laut dem Bericht aus dem Justizministerium. &bdquo;Mehr Wettbewerb kann zu mehr Angeboten, h&ouml;herer Qualit&auml;t und besseren Preisen f&uuml;hren&ldquo;, habe Staatssekret&auml;r Gerd Billen erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/uber-vs-taxi-gabriel-fordert-mehr-wettbewerb-auf-dem-taximarkt-13151472.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.M.:<\/strong> Was ist das blo&szlig; f&uuml;r ein Minister, wenn er zul&auml;sst, dass sein Ministerium Recht und Gesetz f&uuml;r nebens&auml;chlich h&auml;lt? Hat er nicht seinen Eid geschworen, dass er die Verfassung beachten und Gerechtigkeit gegen jedermann &uuml;ben werde? In diesem Fall verbietet ein Gericht, das sich an Recht und Gesetze h&auml;lt, einem Unternehmen, weiterhin illegal t&auml;tig zu sein. Eigentlich h&auml;tte eine &uuml;bergeordnete Stelle den Sachverhalt rechtlich pr&uuml;fen und gegen die Firma und ihre Betreiber ein ordentliches Verfahren einleiten, wegen Fluchtgefahr die sog. Manager vielleicht sogar in Verwahrung nehmen m&uuml;ssen. Denn schlie&szlig;lich gibt es hier ja ein rechtlich verbindliches Personenbef&ouml;rderungsgesetz, dessen Einhaltung der Staat zu garantieren hat.<\/em><br>\n<em>Aber dieser Minister steht ja dank wirtschaftspolitischer Inkompetenz &uuml;ber dem Gesetz und fordert mehr Wettbewerb im Taxigewerbe, statt dem illegalen Treiben Einhalt zu gebieten. &ndash; Aber eigentlich ist bei einem solch unbelehrbaren Menschen, der ja auch TTIP, Gentechnik, Fracking, Bundeswehreins&auml;tze im Ausland   etc. gegen den Willen der Mehrheit von Wahlb&uuml;rgern und Parteimitgliedern durchdr&uuml;cken will, Einsicht in irgendeiner Form nicht zu erwarten; insofern macht er auf der Linie Schr&ouml;der unbeirrt weiter, verschwendet nicht einen Gedanken daran, dass man als ehrlich und glaubw&uuml;rdig nur wahrgenommen werden kann, wenn man Fehler der Vergangenheit (z.B. Demontage des Sozialstaates, Zulassung von Heuschrecken etc.) benennt und glaubhaft zu korrigieren verspricht. Eine bittere Charakterisierung dieser Politik &uuml;brigens bei Volker Pispers &ldquo;Bis Neulich&hellip;&rdquo; in 3sat, auch im Internet zu bewundern.<\/em><br>\n<em>Eigentlich, wenn es schon TTIP g&auml;be, h&auml;tte man erwarten k&ouml;nnen, dass Uber die Bundesrepublik verklagt wegen Beeintr&auml;chtigung der Gewinnchancen und unzumutbarer Bedingungen. Dabei ist TTIP schon l&auml;ngst in gr&ouml;&szlig;erem Rahmen verwirklicht, n&auml;mlich bei der WTO, und funktioniert da auch fast reibungslos.  Leider hat attac nach erfolglosen Versuchen, daraus ein Kampagnenthema zu machen, dieses Streben aufgegeben. Dabei w&auml;re es doch wirklich eine lohnende Aufgabe f&uuml;r alle &uuml;berzeugten Demokraten, dass wieder demokratische Verh&auml;ltnisse auf diesem Gebiet geschaffen werden, wie sie vor mehr als 2 Jahrzehnten schon mal bestanden haben, als die Vorg&auml;ngerin der WTO noch in der UNO verankert war, verpflichtet war, alle UN-Resolutionen zu respektieren, ob es nun um Gesundheit, Umwelt, Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte usw. ging. Heute muss sich die WTO um solches Ged&ouml;ns nicht mehr k&uuml;mmern. W&auml;re &uuml;brigens auch ein lohnendes Feld zur Beackerung durch unser Staatsoberhaupt unter dem Motto &ldquo;Mehr Demokratie wagen, Freiheit und Demokratie f&uuml;r alle Menschen, nicht f&uuml;r die Multis&rdquo;; aber das ist sicher utopisch, genauso wie die Forderung von Margot K&auml;&szlig;mann, was aber darum nicht falsch sein muss.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Gewerkschaft lehnt 6,80 Euro f&uuml;r Taxifahrer ab<\/strong><br>\nDie Verhandlungen in der Taxibranche sind gescheitert. Die Arbeitgeber wollen einen niedrigen Mindestlohn und l&auml;ngere Schichten &ndash; ver.di brach die Gespr&auml;che schnell ab.<br>\nDie Verhandlungen &uuml;ber einen Mindestlohn f&uuml;r Taxifahrer sind gescheitert. Dies habe die zust&auml;ndige Tarifkommission beschlossen, teilte die Gewerkschaft ver.di mit. Der Taxi- und Mietwagenverband bedauerte den Abbruch der Gespr&auml;che nach nur einem Verhandlungstag.<br>\n&ldquo;Die Arbeitgeber wollten schlechte Arbeitsbedingungen festschreiben und gleichzeitig an L&ouml;hnen von deutlich unter 8,50 Euro pro Stunde festhalten. Das lehnen wir ab&rdquo;, sagte Christine Behle, Mitglied im Ver.di-Bundesvorstand. Die Arbeitgeber seien darauf fixiert gewesen, einen Einstieg in den Mindestlohn von 6,80 Euro festzuschreiben &ndash; au&szlig;erdem Schichtl&auml;ngen von zw&ouml;lf Stunden, mehr als 40 Wochenstunden und eine Sechs-Tage-Arbeitswoche. Behle kritisierte, die &ldquo;Verweigerungshaltung der Arbeitgeber&rdquo; sei angesichts der gesetzlichen Regelungen v&ouml;llig unverst&auml;ndlich. [&hellip;]<br>\nSein Bundesverband vertritt nach eigenen Angaben 25.000 der 33.000 Unternehmen, die in der Branche aktiv sind. Viele Unternehmen k&ouml;nnten den erh&ouml;hten Stundenlohn ab 2015 nicht zahlen, sagte M&uuml;ller. Deshalb sei ein Viertel der 200.000 Arbeitspl&auml;tze gef&auml;hrdet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/mobilitaet\/2014-09\/taxi-mindestlohn-tarifstreit\">ZEIT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenigstens einigerma&szlig;en konsequent. Aber mir ist unverst&auml;ndlich, da&szlig; ver.di &uuml;berhaupt Tarifverhandlung f&uuml;r L&ouml;hne in der Gr&ouml;&szlig;enordnung *begonnen* hat. Und wenn &ndash; nat&uuml;rlich &ndash; wieder einmal mit Arbeitsplatzabbau gedroht wird, dann reden wir vom Abbau von Sklavenarbeitspl&auml;tzen.Interessant w&auml;re nur die Frage, wie eine Taxifahrt mit Uber noch einmal 25% billiger sein kann als ein Armutslohn von 6,80 Euro pro Stunde. Doch wohl nur a) in dem der Staat betrogen wird und\/oder b) die Fahrer *noch* niedrigere L&ouml;hne akzeptieren und\/oder c) mit Rosinenpicken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>SPD blockiert Paralleljustiz f&uuml;r Konzerne<\/strong><br>\nDer Widerstand der Anti-TTIP-Aktivisten hatte Erfolg: Die geplanten Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada werden in wesentlichen Teilen scheitern. Denn die Sozialdemokraten im Europaparlament haben sich kompromisslos darauf festgelegt, dass sie kein Abkommen ratifizieren werden, das die umstrittenen Klauseln zum Investitionsschutz enth&auml;lt. &ldquo;Das ist die rote Linie&rdquo;, sagte der SPD-Abgeordnete Bernd Lange der taz. &ldquo;Und ohne die Sozialdemokraten gibt es keine Mehrheit f&uuml;r die Freihandelsabkommen.&rdquo; Lange hat Einfluss auch &uuml;ber die Sozialdemokraten hinaus: Er ist in dieser Woche zum laufenden Berichterstatter des Europ&auml;ischen Parlaments f&uuml;r TTIP ernannt worden. Der Widerstand der Europ&auml;er ist auch bei den Amerikanern angekommen. Inoffiziell haben sie l&auml;ngst Zweifel, ob sie den Investorenschutz verankern k&ouml;nnen. &ldquo;Das wird nichts&rdquo;, best&auml;tigen US-Verhandlungskreise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2014%2F09%2F13%2Fa0171&amp;cHash=537f2667a13c4d399988594a4064bce5\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Signale aus allen Richtungen. W&auml;hrend Sigmar Gabriel sich bisher in der &Ouml;ffentlichkeit gegen den Investorenschutz stellte, &auml;u&szlig;erte das Ministerium Gabriels <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/ceta-113.html\">in einem vertraulichen Papier zu CETA keine grunds&auml;tzliche Kritik am Investorenschutz<\/a>. In eine &auml;hnliche ziele laut Spiegel die Absicht Gabriels kommenden Samstag  einen Parteikonvent &uuml;ber eine strategische Weichenstellung entscheiden zu lassen. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/spd-parteikonvent-soll-ueber-handelsabkommen-mit-usa-entscheiden-a-991461.html\">Damit solle eine fr&uuml;hzeitige Ablehnung von TTIP durch die SPD verhindert werden<\/a>. Anscheinend hat Bernd Lange noch nicht die Kehrtwende des Vorsitzenden zu CETA und TTIP mitbekommen oder die SPD in EU-Parlament stellt sich tats&auml;chlich gegen Gabriel und die Parteispitze. Das Votum der SPD im EU-Parlament d&uuml;rfte in der Tat entscheidend sein, da anscheinend immer noch nicht gekl&auml;rt ist, ob die nationalen Parlamente &uuml;ber das Abkommen abstimmen d&uuml;rfen oder nicht.<\/em><br>\n<em>Dass Gabriel in seinen Vorst&ouml;&szlig;en so schnell in den Fu&szlig;stapfen Schr&ouml;ders landet, wird die Union freuen. In Sachen Parteienkonkurrenz durch die SPD braucht sie sich keine Sorgen zu machen. Die SPD bzw. ihre Spitze erledigt sich selbst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Replaying the 30s in Slow Motion<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/091514krugman1-tmagArticle.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>When the 2008 crisis struck, anyone who knew even a bit of history had nightmares about a replay of the 1930s &mdash; not just the depth of the depression, but the downward political spiral into dictatorship and war. But this time was different: the banking crisis was contained, the plunge in output and employment leveled out, and modern Europe&rsquo;s democratic political culture proved more resilient than that of the interwar years. All clear!<br>\nOr maybe not.<br>\nIn terms of the economics, an effective crisis response was followed by a wrong-headed turn to austerity and, in Europe, a combination of bad monetary policy with a currency system that in some ways is turning out to be worse than the gold standard. The result is that while the first few years of this crisis were far better than the 1930s, at this point Europe&rsquo;s economic performance is actually worse than it was in 1935.<br>\nAnd the political scene is eroding. One European nation has already reached the point where its leader openly declares his intention to end liberal democracy; thanks to austerity, extremist parties are gaining ground in elections, with Sweden (which squandered its early success) the latest shocker; and of course separatist movements are scaring everyone.<br>\nWe&rsquo;re still nowhere like the 30s politically. But you do start to wonder whether self-congratulation over the political handling of Depression 2.0 will eventually look as foolish as the economic optimism of a few years ago.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2014\/09\/15\/replaying-the-30s-in-slow-motion\/?module=BlogPost-Title&amp;version=Blog%20Main&amp;contentCollection=Opinion&amp;action=Click&amp;pgtype=Blogs&amp;region=Body\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;Es gibt ein NATO-Netzwerk in den deutschen Medien&laquo;<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit Willy Wimmer. &Uuml;ber die geopolitischen Interessen der USA in Europa, &uuml;ber Helmut Kohl und den Angriff auf die parlamentarische Demokratie (&hellip;)<br>\nZun&auml;chst gab es die Frage, wie man die Wiedervereinigung so hinkriegen kann, da&szlig; der europ&auml;ische Friede erhalten bleibt. Aber wir Parlamentarier, die auf internationalem Feld arbeiteten &ndash; zu uns geh&ouml;rte auch die damalige Bundestagspr&auml;sidentin Rita S&uuml;&szlig;muth &ndash;, wollten uns auch mit wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fragen befassen. Die Briten und Amerikaner, die f&uuml;r eine reine Form des Kapitalismus eintraten, verhinderten das. Sie lehnten das von uns vertretene Konzept der sozialen Marktwirtschaft ab und beschimpften uns als Kommunisten.<br>\nDas hat uns &uuml;berrascht und war ein Zeichen, da&szlig; sich die Welt auf ungeahnte Weise umbrechen w&uuml;rde. Wir sind damals davon ausgegangen, da&szlig; Verhandlungs- und Verst&auml;ndigungsforen wie die Konferenz f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), aus der sp&auml;ter die OSZE wurde, erhalten bleiben w&uuml;rden. Mit der KSZE war verbunden, da&szlig; man sich auf drei Feldern konzeptionell Gedanken machen konnte: Au&szlig;en- und -Sicherheitspolitik, Menschenrechte. Der dritte von diesen drei K&ouml;rben war in der Zeit des Kalten Kriegs nicht genutzt worden: die wirtschaftspolitische Zusammenarbeit. Die Kontinentaleurop&auml;er wollten ihn mit Leben f&uuml;llen, die USA, die Briten und zum Teil die Kanadier nicht. Schlie&szlig;lich haben die Amerikaner den dritten<br>\nKorb &uuml;bernommen und mit &raquo;Shareholder Value&laquo; gef&uuml;llt.<br>\nWir gerieten mit unserem Konzept der sozialen Marktwirtschaft ins Hintertreffen, auch in der eigenen Partei. 2002, auf dem sogenannten Leipziger Parteitag, pr&auml;sentierte sich die CDU als eine &uuml;berdimensionierte FDP. Hierhin geh&ouml;rt auch Frau Merkels Idee, eine &raquo;marktkonforme Demokratie&laquo; zu entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/09-13\/007.php\">junge welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Bei Willy Wimmer kommt alles &bdquo;B&ouml;se&ldquo; immer von jenseits des Atlantiks, von wo aus der Finanzkapitalismus &bdquo;unsere&ldquo; soziale Marktwirtschaft aush&ouml;hlte. Gerade so, als h&auml;tte es das <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2625\">Lambsdorff-Papier<\/a> und die weltweit wohl einmalige neoliberale Ausrichtung der Wirtschaftswissenschaften an den deutschen Universit&auml;ten nie gegeben. Gerade so, als seien die Lobbyverb&auml;nde und Think Tanks der deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde in der Hand der USA. Ist auch die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ein angloamerikanisches Think Tank? Gerade so, als sei Wimmers Parteifreund Biedenkopf, der im Vorfeld des zitierten Parteitags 2002 ein ma&szlig;geblicher Architekt der neoliberalen Ausrichtung der CDU war, ein US-amerikanischer Einflussagent sei. Und was war mit Friedrich Merz? Es ist schade, dass die durchaus berechtigte Kritik durch derartige Klitterung der eigenen Geschichte diskreditiert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EU-Kommission stoppt B&uuml;rgerinitiative gegen TTIP<\/strong><br>\nMit einer Europ&auml;ischen B&uuml;rgerinitiative wollten Gegner das Freihandelsabkommen mit den USA verhindern. Die Kommission hat die Kampagne nun abgelehnt. Mit einer fadenscheinigen Begr&uuml;ndung, wie die Initiatoren sagen.<br>\nDie EU-Kommission hat die B&uuml;rgerinitiative &ldquo;Stop TTIP&rdquo; abgelehnt. F&uuml;r die B&uuml;rgerinitiative haben sich knapp 230 Organisationen zusammengeschlossen. Sie fordern, dass die EU die Verhandlungen &uuml;ber das Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) stoppt und einen &auml;hnlichen Vertrag mit Kanada (Ceta) nicht beschlie&szlig;t.<br>\nDie EU-Kommission begr&uuml;ndet die Ablehnung mit einer f&uuml;r Au&szlig;enstehende spitzfindigen Argumentation: die Verhandlungsmandate zu TTIP und Ceta seien keine Rechtsakte, sondern interne Vorbereitungsakte. Diese k&ouml;nne die B&uuml;rgerinitiative nicht anfechten. Die Kommission bezieht sich dabei auf Artikel 11 des EU-Vertrages (PDF).<br>\nDie Initiatoren der B&uuml;rgerinitiative halten die Begr&uuml;ndung f&uuml;r falsch: &ldquo;Die Auffassung der Kommission, dass nur Rechtsakte mit Wirkung auf Dritte durch eine EBI begr&uuml;ndet werden d&uuml;rfen, ist offensichtlich rechtsfehlerhaft&rdquo;, sagte Michael Efler von der Initiative. Das Verhandlungsmandat sei ein f&ouml;rmlicher Beschluss des Rates und deshalb auch ein Rechtsakt. Wenn sich die Auffassung der Kommission durchsetze, sagt Efler, habe die Bev&ouml;lkerung keinen Einfluss auf die Entwicklung internationaler Vertr&auml;ge. Das sei &ldquo;ebenso erschreckend wie skandal&ouml;s&rdquo;. &ldquo;Jetzt geht die Auseinandersetzung erst richtig los&rdquo;, sagt Efler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/freihandelsabkommen-mit-den-usa-eu-kommission-stoppt-buergerinitiative-gegen-ttip-1.2126442\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>How &lsquo;Keynes&rsquo; Became a Dirty Word<\/strong><br>\n&ldquo;If you use the word &ldquo;Keynesian&rdquo; as a synonym for &ldquo;socialist,&rdquo; &ldquo;progressive,&rdquo; or &ldquo;liberal,&rdquo; well my friend, you&rsquo;re doing it wrong.<br>\nIf you&rsquo;ve been involved in Internet arguments about economics, then you must have heard the term &ldquo;Keynesian&rdquo; being applied this way. And it seems to make sense. After all, many of the bloggers and writers who describe themselves as &ldquo;Keynesian&rdquo; are also of a liberal bent. And more importantly, John Maynard Keynes himself was in favor of some amount of wealth redistribution and government intervention in the economy. So why am I saying it doesn&rsquo;t make sense to use the word &ldquo;Keynesian&rdquo; in this way?<br>\nOne reason is because this isn&rsquo;t how academic economists use it. In academia, there is a class of models called &ldquo;New Keynesian&rdquo; models that try to describe how monetary policy might affect the economy. But the thing is, despite the name, these models aren&rsquo;t actually very close to anything Keynes ever conceived. In fact, they&rsquo;re very close to the ideas of Milton Friedman, who was a rhetorical and political opponent of Keynes. My doctoral adviser, Miles Kimball, actually tried to change the name of the models to &ldquo;Neomonetarist,&rdquo; to be more faithful to Friedman&rsquo;s legacy, but no one went along with it, and the &ldquo;New Keynesian&rdquo; label stuck.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bloombergview.com\/articles\/2014-09-11\/how-keynes-became-a-dirty-word\">Bloomberg View<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Verm&ouml;genskonzentration versch&auml;rft sich mit der Krise: Pikettys Thesen best&auml;tigt<\/strong><br>\nDie gesellschaftliche Schieflage bez&uuml;glich der ungleichen Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen ist auch in &Ouml;sterreich kein Geheimnis mehr. Durch die 2007 ausgebrochene Wirtschaftskrise stellt sich die Frage, inwiefern unterschiedliche sozio-&ouml;konomische Gruppen von der Krise betroffen waren und wie sich die Verm&ouml;gens- und Verschuldungssituation &ouml;sterreichischer Haushalte seither entwickelt hat. Es dr&auml;ngt sich auch die Frage auf, ob angesichts fehlender Besteuerung von Verm&ouml;gen und der zu Beginn der Krise abgeschafften Erbschaftssteuer die Verteilung der Verm&ouml;gen noch ungleicher geworden ist, kann doch davon ausgegangen werden, dass Haushalte unterschiedlich hohe Gewinne und Verluste zu verbuchen hatten. Wie sich die Verm&ouml;gensverteilung in &Ouml;sterreich seit Ausbruch der Krise ver&auml;ndert hat, kann derzeit nur spekuliert werden. Neue Daten aus den USA zeigen jedoch: die ungleiche Verteilung der Einkommen und Verm&ouml;gen spitzt sich zu und besonders die reichsten Haushalte konzentrieren einen immer gr&ouml;&szlig;eren Teil des Gesamtverm&ouml;gens auf sich. &hellip;.<br>\nThomas Piketty beschreibt in seiner Verteilungsbibel &bdquo;Capital in the 21st Century&ldquo; eindrucksvoll, dass steigende Ungleichheit eine dem Kapitalismus inh&auml;rente Tendenz ist und die Verteilung der Einkommen und Verm&ouml;gen nicht nur, wie so oft behauptet, ein Ergebnis der individuellen Leistungen und Anstrengungen ist. Der Bericht der FED scheint im Gro&szlig;en und Ganzen Pikettys These zu best&auml;tigen. Die ungleiche Verteilung der Einkommen und Verm&ouml;gen hat sich in den USA w&auml;hrend der Krisenjahre (2007-2010) etwas abgeschw&auml;cht, die FED-Daten zeigen aber nun wieder einen Trend der Umverteilung von unten nach oben. Seit 2010 hat sich besonders die Einkommens- und Verm&ouml;genssituation der unteren H&auml;lfte und der Mitte der US-amerikanischen Gesellschaft negativ entwickelt. Die Verm&ouml;gen und Einkommen der wohlhabendsten AmerikanerInnen sind hingegen &uuml;berproportional gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/vermoegenskonzentration-nach-der-krise-verschaerft-pikettys-thesen-bestaetigt\/\">Arbeit&amp;Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sch&auml;uble plant Steuerverg&uuml;nstigung f&uuml;r Konzerne<\/strong><br>\nFinanzminister Sch&auml;uble plant ein Steuersparmodell f&uuml;r internationale Konzerne. Firmen sollen k&uuml;nftig Einnahmen aus Patenten und Lizenzen g&uuml;nstiger versteuern k&ouml;nnen.<br>\nDie von Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) in Aussicht gestellten Steuerbeg&uuml;nstigungen zur Forschungsf&ouml;rderung in Unternehmen werden konkreter. Nach einem Bericht des &ldquo;Spiegels&rdquo; sollen internationale Firmen k&uuml;nftig wie in anderen L&auml;ndern Einnahmen aus Patenten und<br>\nLizenzen g&uuml;nstiger versteuern k&ouml;nnen als zum gegenw&auml;rtigen Tarif von rund 30 Prozent.<br>\nIm Gespr&auml;ch sei ein erm&auml;&szlig;igter Steuersatz von zehn oder 15 Prozent. Nach Berechnungen des Finanzministeriums d&uuml;rfte die Verg&uuml;nstigung den Fiskus j&auml;hrlich drei Milliarden Euro an Steuerausf&auml;llen kosten.<br>\nDeutschland stellt sich damit dem internationalen Steuerwettbewerb durch sogenannte Patentboxen. Hier locken auch zahlreiche EU-L&auml;nder multinationale Konzerne mit niedrigen Steuern f&uuml;r Lizenzeinnahmen. Der Begriff der Patentboxen kommt aus dem Angels&auml;chsischen. Gemeint sind rechtliche Konstrukte, die Steuererleichterungen f&uuml;r Ertr&auml;ge aus<br>\nPatenten oder anderem geistigem Eigentum mit dem Ziel der Innovationsf&ouml;rderung erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article132242310\/Schaeuble-plant-Steuerverguenstigung-fuer-Konzerne.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das aberwitzige Rattenrennen der Steuersenkungen geht also weiter und dann wundert man sich, dass zur Instandhaltung der &ouml;ffentlichen Infrastruktur das Geld fehlt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passt: Milchm&auml;dchen an der Macht<\/strong><br>\nWolfgang Sch&auml;uble will die &ldquo;schwarze Null&rdquo; halten und keine neuen Schulden machen. Dabei ist der Finanzminister selbst eine &ldquo;schwarze Null&rdquo;.<br>\nEines hat sich Wolfgang Sch&auml;uble redlich verdient: den Ehrentitel &bdquo;schwarze Null&ldquo;. Nicht, dass er dumm w&auml;re, der Finanzminister von der CDU. Nein, er handelt mit Absicht, wenn er sich als wirtschafts- und finanzpolitische Null bet&auml;tigt.<br>\nSch&auml;ubles Markenzeichen, der Abbau der Neuverschuldung bis auf null, ist in der von ihm vertretenen Form eine Milchm&auml;dchenrechnung in Tateinheit mit W&auml;hlerverdummung. Die Einnahmen zu verbessern, ist tabu. Das hei&szlig;t zun&auml;chst: Investitionen, die die Daseinsvorsorge st&auml;rken und den Wert des deutschen Staatsverm&ouml;gens (Stra&szlig;en, Schienen, Schulen) wenigstens erhalten w&uuml;rden, bleiben aus. Sch&auml;uble spart Deutschland immer &auml;rmer.<br>\nDas wird noch absurder in einer Zeit, da selbst Schulden sich lohnen w&uuml;rden: Die Zinsen f&uuml;r deutsche Staatsanleihen sind so niedrig, dass jede damit finanzierte Investition fast automatisch Gewinn bringen w&uuml;rde, und zwar f&uuml;r alle. Stattdessen l&auml;dt die Regierung private Investoren ein, an die der Staat, wenn er etwa eine Autobahn dann anmietet, am Ende mehr bezahlen wird, als wenn er sich verschuldet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/kommentar-milchmaedchen-an-der-macht,1472602,28382368.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Talfahrt der deutschen L&ouml;hne<\/strong><br>\nDeutschland 1993: Audi l&auml;sst in Ungarn ein neues Motorenwerk errichten. Gy&ouml;r habe den Zuschlag wegen &bdquo;erheblicher Kostenvorteile&ldquo; gegen&uuml;ber ostdeutschen Standorten erhalten, teilt das Unternehmen damals mit. Auch andere Firmen ziehen gen Osten, nach Tschechien, Ungarn oder Polen, wo &bdquo;billige Arbeitskr&auml;fte in F&uuml;lle vorhanden&ldquo; sind, wie Rolf Demuth, Eigent&uuml;mer der M&ouml;belfirma Schieder seinen neuen polnischen Standort preist.<br>\nEin Jahr sp&auml;ter stellt Arbeitgeberpr&auml;sident Klaus Murmann sein Rezept gegen Jobverlagerung vor: Deutschland brauche einen &bdquo;echten Niedriglohnbereich&ldquo;, generell geh&ouml;rten Urlaubs- und Weihnachtsgeld gek&uuml;rzt, fordert er und prophezeit: &bdquo;Wenn wir nicht umsteuern, werden wachsende Lohnzusatzkosten immer weitere Arbeitspl&auml;tze vernichten.&ldquo;<br>\nAlso steuert Deutschland um. Ab Mitte der 1990er-Jahre werden die Gehaltszuw&auml;chse immer geringer. Real, also nach Abzug der Inflation, sinken die Stundenl&ouml;hne von Millionen Besch&auml;ftigten sogar, und zwar &uuml;ber viele Jahre. Das belegt eine Analyse, die das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Uni Duisburg-Essen erstellt hat und die dieser Zeitung vorliegt.<br>\nIn Westdeutschland sind demnach von 1995 bis 2012 die Reall&ouml;hne in allen Einkommensgruppen gesunken. Einen dramatischen R&uuml;ckgang erlebten Geringverdiener: Ihre realen Stundenl&ouml;hne st&uuml;rzten um 20 Prozent ab, Normalverdiener hatten 8,5 Prozent, Besserverdiener 2,3 Prozent weniger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gerechtigkeit\/arbeit-talfahrt-der-deutschen-loehne,28235374,28413214.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>G&auml;rtners kritisches Sonntagsfr&uuml;hst&uuml;ck: Wir da oben<\/strong><br>\nImmer mehr junge Menschen studieren, immer weniger wollen eine Lehre machen, und der Standort Deutschland ist besorgt: &bdquo;Dem Wirtschaftsstandort droht nachhaltiger Schaden, wenn der Trend zur Akademisierung um jeden Preis nicht gestoppt wird&ldquo;, hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag verlauten lassen, der sich bekanntlich traditionell aus Industriekaufleuten und Feinmechanikern zusammensetzt, und der ehemalige Kulturstaatsminister Nida-R&uuml;melin, gelernter Friseur, schilt den &bdquo;Akademisierungswahn&ldquo;, denn der Laden falle nur dann nicht auseinander, &bdquo;wenn die Mehrzahl eines Jahrgangs weiter in die berufliche Lehre geht, nicht eine kleine Minderheit&ldquo;. Der unvermeidliche Klaus von Dohnanyi (SPD), Fliesenleger, lie&szlig; sich ebenfalls herab: &bdquo;Ein handwerklicher Beruf ist kein Abstieg. Das m&uuml;ssen wir den Leuten wieder beibringen.&ldquo;<br>\nDie Leute, denen die Herrschaft diese goldene Wahrheit wieder beib&uuml;geln will, sind freilich nicht unsere Anw&auml;lte, &Auml;rzte, Journalisten oder Lehrer; es ist der P&ouml;bel, der seit den sozialliberalen Bildungsreformen seine Brut immer nachdr&uuml;cklicher aufs Gymnasium und die Universit&auml;ten jagt und damit alles durcheinanderbringt. &bdquo;Akademisierungswahn&ldquo; hei&szlig;t n&auml;mlich nicht, da&szlig; zu viele Trottel die Universit&auml;ten verstopfen, sondern da&szlig; zu viele Trottel aus den falschen Stadtvierteln die Universit&auml;ten verstopfen, weil die Proleten n&auml;mlich gemerkt haben, da&szlig; von sinkenden Reall&ouml;hnen und Minijob eher die Leute ohne Diplom betroffen sind als jene mit, da&szlig; niemand ohne Studium in diesem Land auch nur irgendwas zu sagen hat und da&szlig;, kurz, die bedeutsamste Frage in der Zweiklassengesellschaft die nach der Hochschulreife ist. Und nat&uuml;rlich l&auml;&szlig;t sich als Handwerksmeister gutes Geld verdienen, sicher sogar mehr denn als Dauerpraktikant mit Medienmaster! Spricht die B&uuml;rgermutti und f&auml;hrt den Sohn zur Lateinnachhilfe, weil Handwerk zwar goldenen Boden haben mag, der eigene Nachwuchs sich aber, bitte sehr, nicht die H&auml;nde schmutzig machen soll; und schlie&szlig;lich ja auch nur Freunde aus Akademikerhaushalten hat, nicht wahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.titanic-magazin.de\/news\/gaertners-kritisches-sonntagsfruehstueck-wir-da-oben-6744\/\">Titanic<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.B.:<\/strong> Bezeichnend f&uuml;r unsere Medienlandschaft, dass es eines &ldquo;Satire&rdquo;magazins bedarf, um das Offensichtliche klar zu benennen!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist in der Tat korrekt. Unsere &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; hatten bez&uuml;glich dieser Thematik wieder einmal nichts Besseres zu tun als das Gejammer der oberen Mittelschicht aufzugreifen und breit zu treten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Fall Mi&szlig;felder schadet der Demokratie<\/strong><br>\nSpenden gegen Kontakte und privilegierte Zug&auml;nge &ndash; die Vorw&uuml;rfe gegen den CDU-Politiker und scheidenden Vorsitzenden der Jungen Union Philipp Mi&szlig;felder wiegen schwer. Zugleich werfen sie ein Schlaglicht darauf, dass die Transparenzregeln in Deutschland zu schwach sind und Zusammenh&auml;nge zwischen Geldfl&uuml;ssen und politischer Einflussnahme daher h&auml;ufig nicht sichtbar gemacht werden k&ouml;nnen. Wir fordern eine rasche und umfassende Aufkl&auml;rung der Vorw&uuml;rfe gegen Mi&szlig;felder. Zugleich muss die Bundesregierung dringend klare Regeln f&uuml;r mehr Transparenz bei der Parteienfinanzierung und bei Nebent&auml;tigkeiten schaffen.<br>\nNach Informationen des heute erschienenen SPIEGEL spendete das Unternehmen Luthardt mehrere Betr&auml;ge im f&uuml;nfstelligen Bereich an die Junge Union und Mi&szlig;felders CDU-Kreisverband. Zugleich vermittelte Mi&szlig;felder den Unternehmern Kontakte und privilegierte Zug&auml;nge zu Regierungskreisen. Wenn ein Spitzenpolitiker seine Position und seine politischen Kontakte zu Geld macht, ist das ein immenser Schaden f&uuml;r die Demokratie. Das Parteiengesetz verbietet Spenden, die erkennbar in Erwartung oder als Gegenleistung eines bestimmten wirtschaftlichen oder politischen Vorteils gew&auml;hrt werden. Die Vorw&uuml;rfe m&uuml;ssen deshalb rasch aufgekl&auml;rt werden. Ob tats&auml;chlich ein direkter Zusammenhang zwischen den Spenden und der Kontaktvermittlung besteht, l&auml;sst sich ohne weitere Informationen allerdings nicht feststellen.<br>\nDer Fall Mi&szlig;felder zeigt, dass insbesondere bei der Parteienfinanzierung deutlich mehr Transparenz n&ouml;tig ist. So m&uuml;ssten Parteispenden erst ab 50.000 Euro sofort ver&ouml;ffentlicht werden, Spenden unter der H&ouml;he von 10.000 Euro bleiben v&ouml;llig im Dunkeln. Auch die H&ouml;he und Herkunft von Sponsoringeinnahmen von Parteien m&uuml;ssen nicht ver&ouml;ffentlicht werden. Hier verweigert die Bundesregierung schon seit Jahren, mehr Licht in die Parteienfinanzierung der Parteien zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2014\/09\/fall-missfelder-schadet-der-demokratie\/\">Lobby Control<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nur die Wirtschaft hat noch Vernunft<\/strong><br>\nWie der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft seit 8 Jahren realistisch &uuml;ber die Ukraine und Russland informiert<br>\nDie Abonnenten der Ukraine- und Russland-Analysen des Ausschusses erfahren bereits seit Jahren, wie es um die Ukraine wirklich steht: L&ouml;hne niedriger als in China, ausufernde Korruption, fehlende Bildung und als einziges Regierungssystem den &ldquo;Autoritarismus&rdquo;. Prognose: vor 2040 keine EU-Reife. Warum liest das niemand in Berlin?<br>\nW&auml;hrend die Bertelsmann-Stiftung noch 2012 verbreitete, der ukrainische Staat werde von allen &ldquo;relevanten Gruppen und Akteuren und akzeptiert,&rdquo; und &ldquo;Die territoriale Einheit ist nicht in Gefahr&rdquo;, wussten die 7.000 Abonnenten der Ukraine-Analysen des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft bereits 2011 erheblich mehr.<br>\n&ldquo;Die politische Unzufriedenheit ist so gro&szlig; wie nie&rdquo;, meldete etwa Heike D&ouml;rrenbacher, die Osteuropa-Expertin der Friedrich-Naumann Stiftung in Ausgabe 94 der L&auml;nder-Analysen. Die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung der Freiheit in der Ukraine sah sie weder im Separatismus, noch in der benachbarten Gro&szlig;macht Russland. &ldquo;Der Autoritarismus&rdquo;, so D&ouml;rrenbacher, der in der Herrschaft einer kleinen Clique bestehe, sei die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung nach 20 Jahren Unabh&auml;ngigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42774\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Orban Says He Seeks to End Liberal Democracy in Hungary<\/strong><br>\nHungarian Prime Minister Viktor Orban said he wants to abandon liberal democracy in favor of an &ldquo;illiberal state,&rdquo; citing Russia and Turkey as examples.<br>\nThe global financial crisis in 2008 showed that &ldquo;liberal democratic states can&rsquo;t remain globally competitive,&rdquo; Orban said on July 26 at a retreat of ethnic Hungarian leaders in Baile Tusnad, Romania.<br>\n&ldquo;I don&rsquo;t think that our European Union membership precludes us from building an illiberal new state based on national foundations,&rdquo; Orban said, according to the video of his speech on the government&rsquo;s website. He listed Russia, Turkey and China as examples of &ldquo;successful&rdquo; nations, &ldquo;none of which is liberal and some of which aren&rsquo;t even democracies.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/news\/2014-07-28\/orban-says-he-seeks-to-end-liberal-democracy-in-hungary.html\">Bloomberg<\/a>\n<p><strong>Dazu: Viktor Orb&aacute;n&rsquo;s speech at the XXV B&aacute;lv&aacute;nyos Free Summer University and Youth Camp, July 26, 2014, B&#259;ile Tu&#351;nad (Tusn&aacute;df&uuml;rd&#337;)<\/strong><br>\nYet there is an even more important race. I would articulate this as a race to invent a state that is most capable of making a nation successful. As the state is nothing else but a method of organizing a community, a community that in our case sometimes coincides with our country&rsquo;s borders, sometimes not, but I will get back to that, the defining aspect of today&rsquo;s world can be articulated as a race to figure out a way of organizing communities, a state that is most capable of making a nation competitive. This is why, Honorable Ladies and Gentlemen a trending topic in thinking is understanding systems that are not Western, not liberal, not liberal democracies, maybe not even democracies, and yet making nations successful. Today, the stars of international analyses are Singapore, China, India, Turkey, Russia. And I believe that our political community rightly anticipated this challenge, and if we think back on what we did in the last four years, and what we are going to do in the following four years, than it really can be interpreted from this angle. We are searching for and we are doing our best to find &ndash; parting ways with Western European dogmas, making ourselves independent from them &ndash; the form of organizing a community, that is capable of making us competitive in this great world-race.<br>\nIn order to be able to do this in 2010, and especially these days, we needed to courageously state a sentence, a sentence that similarly to the ones enumerated here was considered to be a sacrilege in the liberal world order. We needed to state that a democracy is not necessarily liberal. Just because something is not liberal, it still can be a democracy. Moreover, it could be and needed to be expressed, that probably societies founded upon the principle of the liberal way to organize a state will not be able to sustain their world-competitiveness in the following years, and more likely they will suffer a setback, unless they will be able to substantially reform themselves.<br>\nAnmerkung unseres Lesers E.J.: Programmatische Rede des ungarischen Premierministers zum &ldquo;Wettbewerb der Nationen&rdquo; und wie er zu gewinnen ist. Seine Antwort: Durch Abschaffung der liberalen Demokratie nach westlichem Muster zu Gunsten der &ldquo;gelenkten Demokratie&rdquo;. Impliziter Ausgangspunkt seiner Argumentation ist die Frage, ob der unkontrollierte &ldquo;freie Markt&rdquo; eine Fehlentwicklung innerhalb der westlichen Demokratien darstellt oder ihr Wesensmerkmal bildet. Indem er letzteres bejaht, bleibt als Konsequenz nur die Abschaffung der Freiheit. Dass er damit nicht nur die Wirtschaftspolitik meint, erschlie&szlig;t sich aus seiner ausdr&uuml;cklichen Abkehr vom &ldquo;Liberalismus&rdquo; nicht nur als wirtschaftpolitischem, sondern auch als gesellschaftspolitischem Organisationsprinzip.<br>\nMachen wir uns nichts vor: Orban ist das treue Echo der deutschen Bundesregierung und der von deutscher Ideologie beherrschten europ&auml;ischen Institutionen. Wirtschaftspolitik ist Kampf der Nationen unter dem Zeichen der St&auml;rke (statt fairer Handel unter Gleichen) und die Demokratie ist marktkonform zu gestalten. Das liberale Leitbild (auch eines Herrn Gauck) lautet: Der freie Markt ist schon die ganze Demokratie. Wer das w&ouml;rtlich nimmt, hat Orbans Positionen verinnerlicht. Angemessenen Schutz des B&uuml;rgers vor dem sog. freien Markt (dem Recht des wirtschaftlich St&auml;rkeren) verspricht dann nur die auch formelle Abschaffung der liberalen Demokratie.<br>\nDie sich offenbarende Geistesverwandschaft zwischen dem offiziellen Europa und Viktor Orban erkl&auml;rt dann m&ouml;glicherweise auch das beredte Schweigen Europas zu Orbans keinesfalls nur rhetorischem gesellschaftspolitischen Antiliberalismus: Viktor Orban mag ein &ldquo;enfant terrible&rdquo; sein, aber er geh&ouml;rt zur Familie. <\/p>\n<p><strong>Siehe zur au&szlig;enpolitischen Deutung auch: <a href=\"http:\/\/vineyardsaker.blogspot.de\/2014\/09\/return-of-magyars-hungarys-president.html\">Return of the Magyars: Hungary&rsquo;s President Calls Out the US as Morally and Financially Bankrupt<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Volker Pispers: &ldquo;&hellip; bis neulich 2014&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=OpFNlNK8j20\">3sat via YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin H.K.:<\/strong> Wertes NDS-Team, hier ein allgemeinverst&auml;ndlicher (!)  &bdquo;Grundkurs in politischer Bildung&ldquo;  und Aufkl&auml;rung &uuml;ber das derzeit herrschende System &bdquo;dividende et impera&ldquo; (Volker Pispers), messerscharfes Kabarett vom Feinsten &ndash; doch das Lachen bleibt einem fast im Halse stecken.<\/em><br>\n<em>Nichtsdestotrotz sind fast 60 % (letzter ARD-Deutschlandtrend) mit der Politik der Bundesregierung zufrieden, Merkel und Sch&auml;uble erzielen regelm&auml;&szlig;ig Zustimmungswerte von rd. 70%: daran hat jahrelange systematische Propaganda  einen wesentlichen Anteil. Meinungsmache in der &bdquo;marktkonformen&ldquo; Postdemokratie &ndash; ohne funktionierende, weil entregulierte &bdquo;M&auml;rkte&ldquo;, w&auml;hrend die soziale Marktwirtschaft begraben wird &ndash;  funktioniert mit Beteiligung der &ouml;ffentlich-rechtlichen Staatssender\/Parteienproporz und Merkel &amp; Co in der GroKo k&ouml;nnen sich in&rsquo;s F&auml;ustchen lachen &uuml;ber den  Konsens der Dummheit.  Zwar bietet das Internet noch gute Informationsm&ouml;glichkeiten, wobei die meisten den damit verbundenen erheblichen Zeit- und Rechercheaufwand scheuen bzw. sich schlicht aus Zeitmangel nicht leisten k&ouml;nnen. Die breite Masse ist gr&ouml;&szlig;tenteils kaum direkt &uuml;ber die NDS &ndash; und andere linksdemokratisch orientierte Webseiten -,  aber &uuml;ber deren Multiplikatoren erreichbar und etwa von Pispers ansprechbar.<\/em><br>\n<em>Wenn die SPD an ehrlichen Wahlanalysen und dem Ausstieg aus ihrer Dauer-Misere interessiert sein sollte,  w&auml;re Pispers kein schlechter Einstieg.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23293","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23293","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23293"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23293\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23296,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23293\/revisions\/23296"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}