{"id":23333,"date":"2014-09-19T08:25:22","date_gmt":"2014-09-19T06:25:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333"},"modified":"2014-09-19T08:25:22","modified_gmt":"2014-09-19T06:25:22","slug":"hinweise-des-tages-2194","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/RS)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h02\">NSA-System Treasuremap: &ldquo;Jedes Ger&auml;t, &uuml;berall, jederzeit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h03\">Die zunehmende Ungleichheit und ihre Wurzeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h04\">Keine Mindestlohnpflicht f&uuml;r Subunternehmer im EU-Ausland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h05\">TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h06\">SPD Konvent am 20.9.2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h07\">Berlin unter Top-Wirtschaftsm&auml;chten gegen staatliche Wachstumshilfen auf Pump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h08\">&bdquo;Man sollte die EnBW filetieren&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h09\">Wahlf&auml;lschung in Bayern: Erntehelfer als Stimmvieh<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h10\">Rot-Rot-Gr&uuml;n in Th&uuml;ringen: Ein bisschen Mut, Genossen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h11\">Warum der Besuch des Emirs von Katar so heikel ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h12\">Eloquent vertuschte &Uuml;berforderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h13\">Umstrittener Klimakommissar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h14\">Von Neonazis bedroht &ndash; von der Polizei bel&auml;chelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333#h15\">Kein Land der Teilhabe<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23333&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Berichte des ukrainischen Pr&auml;sidenten: Putin soll Europa massiv gedroht haben <\/strong><br>\nDer russische Pr&auml;sident Wladimir Putin hat nach Darstellung des ukrainischen Staatschefs Petro Poroschenko Drohungen ge&auml;u&szlig;ert, die sich gegen Mitgliedsl&auml;nder der Nato und der Europ&auml;ischen Union&nbsp;richten.<br>\nLaut einer Gespr&auml;chszusammenfassung des Ausw&auml;rtigen Dienstes der Europ&auml;ischen Union, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt, berichtete Poroschenko dem EU-Kommissionspr&auml;sidenten Jos&eacute; Manuel Barroso am vergangenen Freitag w&auml;hrend dessen Besuchs in Kiew von den Drohungen. W&ouml;rtlich habe Putin zu ihm, Poroschenko, gesagt: &ldquo;Wenn ich wollte, k&ouml;nnten russische Truppen in zwei Tagen nicht nur in Kiew, sondern auch in Riga, Vilnius, Tallinn, Warschau oder Bukarest&nbsp;sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/berichte-des-ukrainischen-praesidenten-putin-soll-europa-massiv-gedroht-haben-1.2134168\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Putin droht angeblich erneut mit Einmarsch in Europa&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/specials\/id_71064016\/wladimir-putin-provoziert-mit-moeglicher-truppenbewegung.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Die Hetzpropaganda n&auml;hert sich in rasender Geschwindigkeit dem Niveau des ersten Kalten Krieges. Da hie&szlig; es auch immer, der Russe steht in zwei Tagen am Rhein.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nur &ldquo;eine gew&ouml;hnliche Ente&rdquo;: Kreml dementiert angebliche Putin-Drohung<\/strong><br>\nDer Kreml hat mutma&szlig;liche Drohungen von Pr&auml;sident Wladimir Putin zu einem m&ouml;glichen Einmarsch Russlands in EU- und Nato-Staaten als &ldquo;gew&ouml;hnliche Ente&rdquo; zur&uuml;ckgewiesen. &ldquo;Wir halten es schon nicht mehr f&uuml;r m&ouml;glich, auf solche Mitteilungen einzugehen&rdquo;, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow dem Radiosender Echo Moskwy.<br>\nEr reagierte damit auf einen Bericht der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; &uuml;ber angebliche &Auml;u&szlig;erungen Putins, russische Truppen k&ouml;nnten innerhalb von zwei Tagen in mehrere &ouml;stliche Nato- und EU-L&auml;nder einmarschieren, darunter auch Polen und Rum&auml;nien. Der kremlkritische Radiosender nutzte den Bericht als Vorlage f&uuml;r eine Satire, wonach Putin schon ein &ldquo;gro&szlig;er Zauberer&rdquo; sein m&uuml;sse, mit Panzern innerhalb so kurzer Zeit nicht nur Kiew einzunehmen, sondern auch noch f&uuml;nf weitere Hauptst&auml;dte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Kreml-dementiert-angebliche-Putin-Drohung-article13635356.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><strong>Ukraine: Mit Nazis gegen Putin<\/strong><br>\nMontag, den 8. September, berichtete das ZDF in der Nachrichtensendung &raquo;Heute&laquo; &uuml;ber die neuesten Entwicklungen im Ukraine-Konflikt. Dabei wurden Soldaten des Asow-Bataillons gezeigt, die f&uuml;r die ukrainische Regierung die Stadt Mariupol besch&uuml;tzen sollen. An ihrer Montur und ihren Helmen waren deutlich Hakenkreuze und SS-Runen zu sehen.&nbsp;<br>\nDies blieb v&ouml;llig unkommentiert im Beitrag des &ouml;ffentlich-rechtlichen Senders. Wo ist die journalistische Sorgfaltspflicht des ZDF geblieben? Wo bleibt der Aufschrei aller 77 gesellschaftlich relevanten Mitglieder, die im Fernsehrat vertreten sind? D&uuml;rfen die derzeitigen Leitlinien der deutschen Au&szlig;enpolitik durch eine eindeutige Kommentierung in einem Fernsehbeitrag ad absurdum gef&uuml;hrt werden? Die Antwort lautet anscheinend eindeutig: Nein.&nbsp;<br>\nDie Aversion gegen die russische Politik wird gepflegt und w&auml;chst. &raquo;Putinisieren&laquo; ist zu einem Modewort in politischen Kommentaren geworden. Wird unsere sogenannte westliche Freiheit in Mariupol nun auch schon von paramilit&auml;rischen, faschistischen, der NS-Ideologie anh&auml;ngenden Einheiten verteidigt? Amnesty International hat den ukrainischen Ministerpr&auml;sidenten Arseni Jazenjuk aufgefordert, dem entsetzlichen Treiben der marodierenden Milizen ein Ende zu setzen. Mehr als 40 selbst ernannte Freisch&auml;rler-Gruppen d&uuml;rfen derzeit mit Duldung der ukrainischen F&uuml;hrung mit Waffengewalt die viel beschworene nationale Einheit der Ukraine torpedieren.<br>\nHinzu kommen die folgenden verfehlten politischen Signale der vergangenen Tage: der Beginn des Baus einer 2300 Kilometer langen Befestigungsmauer als &raquo;antirussischer Schutzwall&laquo;; neue Sanktionen der EU, um Russland zu einem Friedenskurs in der Ukraine-Krise zu bewegen; die deutsche Bundeskanzlerin stellt der Ukraine eine Mitgliedschaft in der Nato in Aussicht, EU-Kommissionspr&auml;sident Barroso 760 Millionen Euro Steuergelder und den EU-Beitritt. Wo soll das hinf&uuml;hren?&nbsp;<br>\nDer politische Irrsinn der EU geht offensichtlich unvermindert weiter. Aber wir als B&uuml;rger der Bundesrepublik Deutschland haben die Pflicht, uns dagegen zu wehren, dass wir uns einer ukrainischen Regierung verpflichtet f&uuml;hlen sollen, die bereit ist, ihre politischen Ziele mit allen Mitteln zu erreichen &ndash; wenn es sein muss, auch mit nazistischen Gruppierungen.<br>\nDie Aufgabe der Medien ist es, als unabh&auml;ngige Instanz auf Missst&auml;nde hinzuweisen. Der Spruch &raquo;Mit dem Zweiten sieht man besser&laquo; ist offenbar nur eine leere Worth&uuml;lse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/article\/view\/id\/20268\">J&uuml;dische Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><strong>Genscher f&uuml;r Ende der Russland-Sanktionen<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Au&szlig;enminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) hat ein Ende der europ&auml;ischen und amerikanischen Strafma&szlig;nahmen gegen Russland gefordert. &ldquo;Ich habe meine Zweifel, ob wir am Ende sagen werden, das war eine besonders erfolgreiche Unternehmung&rdquo;, sagte Genscher dem Sender Phoenix. &ldquo;Sanktionen sind wie eine Leiter, immer eine Stufe h&ouml;her, und auf einmal ist sie zu Ende. Dann stehen sie vor der Frage, ob sie wieder runterklettern oder runterspringen&rdquo;, sagte er. &ldquo;Das m&ouml;chte ich uns lieber ersparen.&rdquo;<br>\nGenscher zeigte Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Position des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin. &ldquo;Putin ist ein Mann, der eine klare Zielsetzung hat, eine Position zu schaffen, die nichts mehr zu tun hat mit der Schw&auml;cheposition eines Jelzins&rdquo;, sagte er. Ohne Russland gebe es keine Stabilit&auml;t in Europa. &ldquo;Dann lohnt es sich nat&uuml;rlich, auch das ernst zu nehmen, was die Repr&auml;sentanten an Auffassung haben&rdquo;, sagte Genscher. Die Emp&ouml;rung Putins &uuml;ber die Stationierungen von Nato-Truppen und Waffensystemen an der russischen Westgrenze sei berechtigt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/2014-09\/hand-dietrich-genscher-putin-russland-ukraine\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknecht attackiert ARD wegen Ukraine Berichterstattung<\/strong><br>\nDie Vize-Vorsitzende der Linksfraktion, Sahra Wagenknecht, hat die ARD wegen ihrer Ukraine-Berichterstattung scharf attackiert. Sie bezieht sich dabei auf eine Stellungnahme des Programmbeirats der Sendergruppe vom Juni 2014. &bdquo;Der Bericht des Programmbeirats zur Ukraine-Berichterstattung der ARD ist vernichtend und best&auml;tigt, was seit Monaten &uuml;berdeutlich ist: Die ARD berichtet unausgewogen und tendenzi&ouml;s und positioniert sich in ihren Sendungen &uuml;ber den Ukraine-Konflikt einseitig gegen Russland&ldquo;, sagte Wagenknecht dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). &bdquo;Die gr&ouml;&szlig;te Sendeanstalt der Bundesrepublik missbraucht damit eklatant ihren Informationsauftrag und macht sich zum willf&auml;hrigen Handlanger politischer Interessen. Dies ist nicht hinnehmbar.&ldquo;<br>\nWagenknecht betonte, die ARD sei ebenso wie das ZDF &bdquo;zwingend&ldquo; der Unabh&auml;ngigkeit und Unparteilichkeit verpflichtet. &bdquo;Nur so sind die Zwangsgeb&uuml;hren, die von der gesamten Bev&ouml;lkerung erhoben werden, zu rechtfertigen.&ldquo; Die ARD sei eine Anstalt &ouml;ffentlichen Rechts und &bdquo;keine politische Redaktion der Bundesregierung oder gar der US-Administration&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ruege-des-programmbeirats-berichtet-die-ard-zu-russlandkritisch\/10722250.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>NSA-System Treasuremap: &ldquo;Jedes Ger&auml;t, &uuml;berall, jederzeit&rdquo;<\/strong><br>\nEs gibt vermutlich keine andere Organisation auf dem Planeten, die so viel &uuml;ber das Internet wei&szlig;, wie die NSA. Der US-Geheimdienst verf&uuml;gt &uuml;ber eine riesige Datenbank, die Informationen aus Hunderten NSA-Programmen miteinander verbindet, um daraus eine &ldquo;Schatzkarte&rdquo; zu machen. So hei&szlig;t das Programm: Treasuremap.<br>\nAls die &ldquo;New York Times&rdquo; im November 2013 erstmals &uuml;ber Treasuremap berichtete, kommentierte die NSA dies gewohnt schmallippig: Das Programm diene nicht der &Uuml;berwachung, sondern um &ldquo;Computernetzwerke zu verstehen&rdquo;.<br>\nDoch in Wahrheit geht es hier weder um Schatzsuche noch um blo&szlig;e Wissbegierde. Die Sch&ouml;pfer der Treasuremap haben vielmehr das getan, was Feldherren unternehmen, bevor sie in eine Schlacht ziehen. Die vermeintliche Schatzkarte ist, so ist es im aktuellen SPIEGEL formuliert, &ldquo;so etwas wie die Generalstabskarte f&uuml;r den Cyberwar&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/nsa-wie-der-geheimdienst-mit-dem-system-treasuremap-daten-sammelt-a-991496.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die zunehmende Ungleichheit und ihre Wurzeln<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e und zunehmende Ungleichheit in der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung ist zu einem brisanten politischen Thema geworden. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht von der einen oder anderen Partei Korrekturen gefordert werden, weil die Ungleichheit &ouml;konomisch kontraproduktiv und sogar gef&auml;hrlich f&uuml;r die Demokratie sei.<br>\nErstaunlich ist, dass wenig &uuml;ber die Ursachen der Ungleichheit gesprochen wird. F&uuml;r viele, und Thomas Piketty hat dieser Sicht ein volumin&ouml;ses wissenschaftliches M&auml;ntelchen umgeh&auml;ngt, ist die Ungleichheit quasi ein Naturgesetz. Im Kapitalismus ist das eben so, sagt man, da ist das Kapital so stark und so wichtig, dass es seine Einkommensverh&auml;ltnisse dauernd zu Lasten der anderen, der Arbeit und des Staates, verbessern kann.<br>\nDas ist eine gef&auml;hrliche und falsche Sichtweise. Sie basiert auf der neoklassischen Theorie, die vermutet, dass sich die Preise f&uuml;r die Produktionsfaktoren auf M&auml;rkten bilden, die letztlich zum Ausgleich neigen, wenn man nur die n&ouml;tige &bdquo;Flexibilit&auml;t&ldquo; der Preise &ndash; und der L&ouml;hne nat&uuml;rlich &ndash; zul&auml;sst. Zunehmende Ungleichheit ist aus dieser Sicht immer auch ein Ergebnis der f&uuml;r das Funktionieren der M&auml;rkte notwendigen Flexibilit&auml;t. Deswegen kann es passieren, dass die gleichen Autoren, die Ungleichheit der Einkommensverteilung beklagen, auch mehr Flexibilit&auml;t am Arbeitsmarkt fordern. Einige erwarten dann allerdings vom Staat, dass er die schlimmsten Folgen der &bdquo;nat&uuml;rlichen&ldquo; Ungleichheit auf der Stufe der Sekund&auml;rverteilung, also mit dem Steuer- und Sozialsystem, etwas korrigiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-zunehmende-ungleichheit-und-ihre-wurzeln\/\">flassbeck-economics.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Keine Mindestlohnpflicht f&uuml;r Subunternehmer im EU-Ausland<\/strong><br>\nBeh&ouml;rden k&ouml;nnen bei der Vergabe &ouml;ffentlicher Auftr&auml;ge von deutschen Bietern nicht verlangen, dass auch deren Subunternehmer im EU-Ausland Mindestl&ouml;hne nach deutschem Recht zahlen m&uuml;ssen. Solche eine Vorgabe schr&auml;nke die Dienstleistungsfreiheit ein, entschied der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) in einem am Donnerstag in Luxemburg verk&uuml;ndeten Urteil. (Az. C-549\/13)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/news2\/article132373021\/Keine-Mindestlohnpflicht-fuer-Subunternehmer-im-EU-Ausland.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Damit kann man ganz elegant den Mindestlohn aushebeln.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em> <strong>EuGH-Urteil zu Subunternehmen im EU-Ausland Der Mindestlohn gilt nicht grenzenlos<\/strong><br>\nBeh&ouml;rden k&ouml;nnen bei der Vergabe &ouml;ffentlicher Auftr&auml;ge von deutschen Bietern nicht verlangen, dass auch deren Subunternehmer im EU-Ausland Mindestl&ouml;hne nach deutschem Recht zahlen m&uuml;ssen. Eine solche Vorgabe schr&auml;nke die Dienstleistungsfreiheit ein, entschied der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg.<br>\nIm aktuellen Fall hatte die Stadt Dortmund einen Auftrag zur Aktendigitalisierung &ouml;ffentlich ausgeschrieben und von allen Bietern gefordert, dass der Mindestlohn auch an Besch&auml;ftigte von Subunternehmern im Ausland zu zahlen sei. In Nordrhein-Westfalen gilt f&uuml;r solche Auftr&auml;ge ein Mindestsatz von 8,62 Euro pro Stunde. Die Bundesdruckerei, die diesen Auftrag &uuml;bernehmen und komplett in Polen ausf&uuml;hren lassen wollte, wehrte sich vor Gericht gegen diese Vorgabe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/eugh-urteil-zu-mindestlohn-im-ausland-100.html\">Tagesschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>TTIP<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>TTIP: Gemeinsames Papier von Bundeswirtschaftsministerium und DGB<\/strong><br>\n&bdquo;Ich bin sehr froh, dass es in intensiven Gespr&auml;chen zwischen meinem Ministerium und dem DGB gelungen ist, eine gemeinsame Position zu TTIP zu finden. F&uuml;r mich ist es entscheidend, dass ein Freihandelsabkommen nicht nur der Wirtschaft, sondern allen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern nutzen muss &ndash; und da spielen die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nat&uuml;rlich eine zentrale Rolle. Das Freihandelsabkommen darf Arbeitnehmerrechte, Verbraucherschutz-, Sozial- und Umweltstandards nicht gef&auml;hrden. Das gemeinsame Papier ist f&uuml;r mich die Grundlage f&uuml;r die weiteren Gespr&auml;che auf europ&auml;ischer Ebene, die Verhandlungslinie ist damit klar umrissen. Ich hoffe, dass das Papier auch zur Versachlichung der Debatte in Deutschland beitragen wird.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sigmar.gabriel?fref=ts\">Facebook-Seite von Sigmar Gabriel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/S-T\/ttip-dgb-bmwi,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf\">Gemeinsames Papier [PDF]<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die IG Metall sagt Nein<\/strong><br>\n&ldquo;Freihandelsabkommen d&uuml;rfen weder Arbeitnehmer- noch Verbraucherschutz-, Sozial- und Umweltstandards&nbsp; gef&auml;hrden&rdquo;, sagte Wetzel.&nbsp;&ldquo;Wir&nbsp; lehnen jede Art von Investitionsschutzabkommen ab und erwarten, dass alle ILO-Kernarbeitsnormen von der US-Seite unterzeichnet werden. Ist auch nur einer dieser Punkte zweifelhaft, sagt die IG Metall &ldquo;Nein&rdquo; zu den TTIP-und CETA-Verhandlungen.&rdquo; Es gen&uuml;ge nicht, wenn&nbsp; &ldquo;versichert&rdquo; werde,&nbsp; Arbeits- und Sozialstandards seien nicht Gegenstand der Verhandlungen, sie st&uuml;nden nicht zur Disposition, und es w&uuml;rde keine Verschlechterung geben! Fakt ist: Handelsliberalisierung f&uuml;hrt zu mehr Wettbewerbsdruck auch und gerade auf Arbeits- und Sozialstandards.&rdquo;<br>\nMit&nbsp;einem Positionspapier will der Deutsche Gewerkschaftsbund&nbsp;mit der Bundesregierung eine gemeinsame Position zu den TTIP-Verhandlungen finden. Das steht laut Wetzel unter einem weiteren gro&szlig;en Vorbehalt: &ldquo;Die IG Metall erwartet, dass die Bundesregierung den aktuellen Entwurf zum Handelsabkommen CETA mit Kanada ablehnt und dies auch auf EU-Ebene durchsetzt. Das ist die Nagelprobe f&uuml;r die Glaubw&uuml;rdigkeit&nbsp;der Vereinbarung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/ttip-transatlantisches-freihandelsabkommen-zwischen-der-eu-und-13347.htm\">IG Metall<\/a><\/li>\n<li><strong>Henkel: &ldquo;Die AfD hat keinen Beschluss zu TTIP&ldquo;<\/strong><br>\nIst die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) f&uuml;r oder gegen das Freihandelsabkommen TTIP? Wenn man es nicht kennt, sollte man weder das eine noch das andere sein, sagt AfD-Parteivize Hans-Olaf Henkel im Interview: &ldquo;Das wird v&ouml;llig untersch&auml;tzt bei denjenigen von unserer Partei, die von Wirtschaft relativ wenig Ahnung haben.&rdquo; Vom designierten Digital-Kommissar G&uuml;nther Oettinger h&auml;lt Henkel sehr viel: &ldquo;Nur weil er in der CDU ist, hei&szlig;t es nicht, dass er eine Flasche ist.&rdquo; Dass Pierre Moscovici zum Wirtschafts- und W&auml;hrungskommissar gemacht werden soll, sei hingegen eine &ldquo;Riesenentt&auml;uschung, ja fast ein Skandal&rdquo;.<br>\nHans-Olaf Henkel ist seit M&auml;rz 2014 stellvertretender Sprecher der Alternative f&uuml;r Deutschland. Er ist Mitglied des EU-Parlaments und dort stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses f&uuml;r Industrie, Forschung und Energie.<br>\nEurActiv.de: Im M&auml;rz hatte eine Mehrheit auf einem AfD-Basisparteitag gegen den Willen von Parteichef Bernd Lucke einen Antrag gegen TTIP beschlossen. Wie ist Ihre Meinung zum Freihandelsabkommen mit den USA? In ihrer Partei scheint es unterschiedliche Auffassungen zu geben.<br>\nHenkel: Ja, die gibt es. Es gibt Leute, die sich Sorgen machen &uuml;ber vor allen Dingen drei Punkte. Erstens die Tatsache, dass das alles im Verborgenen und hinter verschlossenen T&uuml;ren verhandelt wird. Zweitens, dass irgendwelche deutschen Umwelt-, medizinische oder auch Verbraucherschutz-Standards ausgeh&ouml;hlt werden k&ouml;nnten. Der dritte Punkt h&auml;ngt damit zusammen, dass man Schiedsgerichte bem&uuml;hen m&ouml;chte, wenn es Auseinandersetzungen zwischen Unternehmen und nationalen Regierungen gibt.<br>\nDas sind sicherlich alles berechtigte Anliegen, die da vorgebracht wurden. Wir haben aber gesagt, dass weil wir das Abkommen nicht kennen, auf der anderen Seite aber f&uuml;r den Freihandel sind, eine Beschlussfassung zu diesem Zeitpunkt ablehnen. Das hei&szlig;t, offiziell ist die Position der Alternative f&uuml;r Deutschland: Wir haben keinen Beschluss zum TTIP. Das ist die Lage.<br>\nEurActiv.de: Beatrix von Storch bezeichnet TTIP als &ldquo;unfair&rdquo; f&uuml;r deutsche Unternehmen. Ist das auch Ihre Auffassung?<br>\nHenkel: Nein. Sie kennt das Abkommen genauso wenig wie ich. Ich bin nicht f&uuml;r ein Abkommen was ich nicht kenne. Sie sollte nicht gegen ein Abkommen sein was sie nicht kennt.<br>\nEurActiv.de: Die scheidende EU-Kommission hat vor Kurzem entschieden, die Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative gegen TTIP und CETA nicht zuzulassen. Versucht die Kommission, Bev&ouml;lkerung und Parlamente aus den Verhandlungen rauszuhalten?<br>\nHenkel: Das kann sein. Dann w&auml;re das auch falsch. Ich glaube, dass wir in der deutschen Bev&ouml;lkerung eine Akzeptanz f&uuml;r ein Freihandelsabkommen nur dann bekommen, wenn wir f&uuml;r Transparenz sorgen. Deshalb bin ich eher f&uuml;r mehr als f&uuml;r weniger Diskussion um den Inhalt. Aber wie gesagt: Wir kennen den Inhalt ja gar nicht. Ich sehe einen un&uuml;berbr&uuml;ckbaren Widerspruch zwischen der Behauptung, es sei alles geheim und der Behauptung, das Ergebnis sei nicht akzeptabel. Wenn das Ergebnis vorliegt und man es als nicht akzeptabel bezeichnet, kann es ja schlecht geheim sein.<br>\nDeshalb wiederhole ich: Man sollte nicht f&uuml;r das Freihandelsabkommen sein, wenn man es nicht kennt. Aber man sollte nicht dagegen sein, wenn man es nicht kennt. Das wird v&ouml;llig untersch&auml;tzt bei denjenigen von unserer Partei, die von Wirtschaft relativ wenig Ahnung haben. Je weniger Ahnung man von Wirtschaft hat, desto lauter ist man wohl bei der Kritik.<br>\nWir sollten mal auf den Kern unserer Partei zur&uuml;ckkommen. Der Kern ist die Euro-Politik. Die Euro-Politik sorgt nun daf&uuml;r, dass die Euro-Zone ein langes Siechtum hinter sich hat und leider auch vor sich hat. Deutschland ist nun mal ein exportorientiertes Land wo jeder vierte Arbeitsplatz vom Export abh&auml;ngt und von einem gut funktionierenden Binnenmarkt abh&auml;ngig. Wenn der aber schrumpft wegen der falschen Euro-Politik, dann sollten wir alles Interesse daran haben, dass auszugleichen. Das kann man nur durch einen ausgeweiteten Binnenmarkt. Wir brauchen mehr, einen gr&ouml;&szlig;eren Binnenmarkt f&uuml;r die deutsche mittelst&auml;ndische Industrie und die Arbeitspl&auml;tze. Und wo soll denn der zu finden sein? In Russland nicht. Russland ist ein wirtschaftlicher Zwerg. Der kann nur in anderen Regionen zu finden sein, wie zum Beispiel in den Vereinigten Staaten oder Kanada.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/sections\/europawahlen-2014\/henkel-die-afd-hat-keinen-beschluss-zu-ttip-308479?utm_source=EurActiv.de+Newsletter&amp;utm_campaign=ea830a364a-newsletter_t%C3%A4gliche_news_aus_europa&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_d18370266e-ea830a364a-56952325\">EurActiv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Die &#8234;AfD&#8236; tut oft so als sei sie gegen die Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada &#8234;#&lrm;TTIP&#8236; und &#8234;#&lrm;CETA&#8236;. Der ehemalige Industrielobbyist und AfD Spitzenpolitiker Hans Olaf Henkel gibt nun nach den Wahlen zu. Die AfD dr&uuml;ckt sich vor einer Position.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>SPD Konvent am 20.9.2014<\/strong><br>\nHier finden Sie das Antragsbuch PDF plus Empfehlungen der Antragskommission f&uuml;r den morgen tagenden SPD-Konvent. Um TTIP geht es auf den Seiten 21 bis 33. Dort wird auf einen Antrag Nr. 17 verwiesen, der wohl die Grundlage sein soll. (A.M.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140920_SPD_antragsbuch_konvent-data.pdf\">SPD [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Berlin unter Top-Wirtschaftsm&auml;chten gegen staatliche Wachstumshilfen auf Pump<\/strong><br>\nDeutschland stemmt sich im Kreis der f&uuml;hrenden Industrie- und Schwellenl&auml;nder (G20) weiter gegen Konjunkturspritzen auf Pump und wirbt f&uuml;r mehr Privat-Investitionen. Zus&auml;tzliche staatliche Ausgabenprogramme seien nicht der Weg, um nachhaltiges Wachstum und Besch&auml;ftigung zu schaffen, sagte der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Martin J&auml;ger, am Mittwoch in Berlin. (&hellip;) J&auml;ger sagte: &bdquo;Vorw&uuml;rfe an Deutschland, wir w&uuml;rden zu wenig investieren, gehen ins Leere.&ldquo; Deutschland investiere in erheblichem Umfang. Dies werde Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) gegen&uuml;ber internationalen Partnern deutlich machen. Es m&uuml;ssten intelligente Wege gefunden werden, um vor allem Privatinvestitionen zu mobilisieren: &bdquo;F&uuml;r diesen Ansatz werden wir auch in Cairns werben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/agenturmeldungen\/adhoc\/berlin-unter-top-wirtschaftsmaechten-gegen-staatliche-wachstumshilfen-auf-pump-13158640.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Man sollte die EnBW filetieren&ldquo;<\/strong><br>\nDie Stromrebellen aus Sch&ouml;nau ziehen sich zur&uuml;ck. Ursula und Michael Sladek sitzen im kommenden Jahr nicht mehr im Vorstand der Netzkauf Sch&ouml;nau EWS. Doch Rosenz&uuml;chten und Klappe halten steht nicht in ihrem Lebensplan. Ein Gipfelgespr&auml;ch auf dem Belchen, dem Hausberg der Sladeks, &uuml;ber die Stuttgarter Stadtwerke, konkrete Utopien und Sehnsuchtsorte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/181\/man-sollte-die-enbw-filetieren-2443.html\">Kontext-Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em> <strong>Weitere Artikel in der <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/\">Gesamtausgabe<\/a>:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>&bdquo;Man m&uuml;sste die EnBW filettieren&ldquo;:<\/strong> Die Stromrebellen aus Sch&ouml;nau ziehen sich zur&uuml;ck. Ursula und Michael Sladek sitzen im kommenden Jahr nicht mehr im Vorstand der Netzkauf Sch&ouml;nau EWS. Ein Gipfelgespr&auml;ch auf dem Belchen, dem Hausberg der Sladeks, &uuml;ber die Stuttgarter Stadtwerke, konkrete Utopien und Sehnsuchtsorte.<\/li>\n<li><strong>In der Konsumzone:<\/strong> Demn&auml;chst er&ouml;ffnen in Stuttgart mit Gerber und Milaneo zwei neue Mega-Konsumtempel. Entwickeln sich Innenst&auml;dte zu reinen Einkaufsbereichen, wo schon das Aufenthaltsrecht an Konsumzwang gebunden ist? Wo bleibt noch Platz f&uuml;r &ouml;ffentliche R&auml;ume als Orte der Begegnung und Austragung von Meinungsverschiedenheiten?<\/li>\n<li><strong>Gerber gegen Kiosk:<\/strong> Immobilienhaie, Propaganda-Politiker, Stadtzerst&ouml;rer &ndash; wenn Joe Bauer durch Stuttgart geht, findet er Zuflucht beim Kiosk Gegenheimer oder beim Seifen-Lenz im Bohnenviertel. Den Rest betrachtet der Kontext-Gastautor mit Grausen.<\/li>\n<li><strong>Orgien in Stein:<\/strong> Wie gehen Abscheu und Feierlaune eigentlich zusammen? Stuttgarts OB Fritz Kuhn hat sein Kommen bei der Er&ouml;ffnung des &ldquo;Gerber&rdquo; angek&uuml;ndigt. Dabei hatte er sich bei seinem Wahlkampf eindeutig von dem Projekt distanziert.<\/li>\n<li><strong>Wie Lemmer lernte, die Welt zu beherrschen:<\/strong> Till war viele Jahre lang drogenabh&auml;ngig. Bis er ein Hobby fand, das ihm das Leben rettete. Mittlerweile bereist er die Welt auf der Suche nach Kostbarkeiten, von denen kaum einer wei&szlig;.<\/li>\n<li><strong>Tausend Mann und kein Befehl:<\/strong> K&ouml;nnte gut sein, dass der Wasserwerfer-Prozess l&auml;nger dauern wird als angenommen. Und dass noch manches mehr &uuml;ber die Geschehnisse am Schwarzen Donnerstag ans Licht kommt, was unter der sch&uuml;tzenden Hand der Stuttgarter Staatsanwaltschaft ungeahndet geblieben w&auml;re.<\/li>\n<li><strong>FDP mit Fahrrad:<\/strong> Die Gr&uuml;nen wollen nicht zu sp&auml;t kommen beim Ausweiden der abgeschossenen FDP. Von der breiten &Ouml;ffentlichkeit bisher weitgehend unbeachtet, leistet sich die Partei seit Monaten eine ausufernde Freiheitsdebatte. Und Baden-W&uuml;rttemberger mischen m&auml;chtig mit.<\/li>\n<li><strong>Schluss mit Schwarzwald-Idylle:<\/strong> Talheim ist ein lauschiges, kleines D&ouml;rfchen im Schwarzwald. Doch es k&ouml;nnte bald vorbei sein mit der Ruhe. In einen stillgelegten Steinbruch im Ort soll Aushub von Stuttgart 21. In Talheim formiert sich nun der Protest.<\/li>\n<li><strong>Trommelfeuer der Erinnerung:<\/strong> Das neue Kontext-Buch &ldquo;Der K&ouml;nig weint&rdquo; ist eines von vielen, das hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges erschienen ist. Warum es ein besonderes ist, erkl&auml;rt Herausgeber Wilhelm Reschl in seiner Einleitung, die wir heute als Leseprobe abdrucken.<\/li>\n<li><strong>Monster:<\/strong> Solidarit&auml;t mit Fl&uuml;chtlingen, wettert Peter Grohmann, ist selbst f&uuml;r die progressive Intelligenz eine Zumutung.<\/li>\n<li><strong>Stuttgart und das Willkommens-Gesicht:<\/strong> Ende Oktober er&ouml;ffnet das &ldquo;Welcome Center&rdquo; in Stuttgart, das Fachkr&auml;ften aus dem Ausland den Start in ein neues Arbeitsleben erleichtern m&ouml;chte. Der Medienk&uuml;nstler Wolf Nkole Helzle soll dem Willkommen ein Gesicht zu verleihen. Eine Schaub&uuml;hne unseres Fotografen Joachim E. R&ouml;ttgers.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wahlf&auml;lschung in Bayern: Erntehelfer als Stimmvieh<\/strong><br>\nIm niederbayerischen Geiselh&ouml;ring hat die CSU die Kommunalwahl gewonnen. Dann fiel auf: Etliche Stimmzettel wurden mit derselben Handschrift ausgef&uuml;llt. Eine christsoziale Gro&szlig;b&auml;uerin wollte wohl nachhelfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/wahlskandal-in-bayern-abstimmung-in-geiselhoering-ungueltig-a-992484.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Wer betr&uuml;gt, fliegt&rdquo; &ndash; war da nicht was?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rot-Rot-Gr&uuml;n in Th&uuml;ringen: Ein bisschen Mut, Genossen!<\/strong><br>\nDiesmal Th&uuml;ringen! Wieder ist eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition mathematisch m&ouml;glich. Ist sie politisch gewollt? In Hessen haben sich die drei Parteien nicht zusammengefunden. Im Bund auch nicht. Und in Th&uuml;ringen? Wie wird die SPD sich entscheiden? &ldquo;Der gr&ouml;&szlig;te Feind der Sozialdemokratie sind nicht andere Parteien, sondern der Fatalismus&rdquo;, hat Sigmar Gabriel gesagt. Richtig. Nur ein Fatalist kann sich mit dem achselzuckenden Fazit der Wochenzeitung &ldquo;Zeit&rdquo; zufriedengeben, die der SPD eine traurige Zukunft als Dauer-Juniorpartner der CDU prophezeit: &ldquo;Denn mit der Linken geht es nicht, ohne sie reicht es nicht.&rdquo; Andererseits ist es kein Wunder, dass der schwarz-gr&uuml;ne Thinktank aus Hamburg zu diesem Ergebnis kommt. Denn jeder wei&szlig;: Ohne Einheit von Sozialdemokraten und Sozialisten bleibt Angela Merkel im Amt, solange sie das Wort &ldquo;Kanzler&rdquo; sagen kann.<br>\nEs ist verbl&uuml;ffend, wie viele gute Ratgeber zur Stelle sind, die der SPD genau erkl&auml;ren k&ouml;nnen, warum eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition nicht im Interesse der Sozialdemokratie sein kann. Volker Bouffier zum Beispiel, Ministerpr&auml;sident von Hessen, macht sich richtig Sorgen: &ldquo;Juniorpartner der Linken &ndash; das w&uuml;rde die SPD endg&uuml;ltig umbringen.&rdquo; R&uuml;hrend. Und auch die Kollegen von der &ldquo;Zeit&rdquo; warnen wohlwollend: &ldquo;Es w&auml;re das Projekt einer Selbstverzwergung mit bundesweiter Ausstrahlung.&rdquo; Wiederum r&uuml;hrend. Denn ein Riese ist die SPD schon lange nicht mehr. Im Bund liegt sie in der N&auml;he von 25 Prozent &ndash; in Sachsen und Th&uuml;ringen nicht mal halb so hoch. Wie klein soll denn die SPD noch werden, dass man sie nicht mehr vor der Verzwergung sch&uuml;tzen will?<br>\nF&uuml;r die SPD geht es um alles. Die Zeiten der gro&szlig;en Volkspartei sind endg&uuml;ltig vorbei. Die SPD ist die gr&ouml;&szlig;te unter drei Parteien, die das Spektrum bezeichnen, das man fr&uuml;her mal links nannte. Die Genossen haben jetzt nur noch eine Wahl: rot oder tot. Es war der Advent der AfD, der die Lage so zugespitzt hat. Angela Merkel hat gesagt, die AfD sei das Problem aller Parteien. Sie ist aber vor allem das Problem der SPD: Sobald die AfD in einem Parlament vertreten ist, kann die SPD froh sein, wenn es &uuml;berhaupt noch f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n reicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-ueber-die-spd-und-die-angst-vor-rot-rot-a-992279.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Manchmal trifft es Augstein wirklich gut. Entweder die SPD besinnt sich auf ihren politischen Kern oder das Projekt 18 Prozent wird Realit&auml;t. Ob allerdings ein Kanzler namens Gabriel wirklich so viel besser ist als eine Kanzlerin Merkel sei einmal da hingestellt.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em> <strong>Ein Appell an die Basis der Linken<\/strong><br>\nMeine Startseite bei Facebook strotzte nur so von Jubelarien und Gl&uuml;ckw&uuml;nschen an die Adresse von Ramelow und Die Linke. Viele Genossen sind dort &raquo;meine Freunde&laquo;. Das gute Wahlergebnis in Th&uuml;ringen gab ja auch Anlass zur Freude. Immerhin theoretisch k&ouml;nnte Die Linke eine Regierung f&uuml;hren. Mal schauen, ob praktisch was daraus wird. Man kann sich ja meinetwegen mal freuen, aber was ist mit einer Ministerpr&auml;sidentschaft schon erreicht? Das ist eine Personalie. Jetzt kommt es darauf an, dass das Personal auch Politik macht, die links ist.<br>\nGerade im Falle einer rot-rot-gr&uuml;nen Koalition in Th&uuml;ringen w&auml;re es besonders wichtig, sich als Parteimitglied kritischen Verstand zu bewahren und die eigene Parteilichkeit an der Basis gut einzuteilen. Wie die Parteibasis der Sozis darf man es jedenfalls nicht machen. Die macht ja ihr Personal zu Popstars, tastet es kaum an, wirft jede Kritik an den Verrat von Positionen auf den M&uuml;ll und glaubt ein Ministerposten sei Belohnung genug f&uuml;r das, was sich Sozialdemokratie nennt. Nein, ihr Linken, macht es besser. Packt eine von Die Linke angef&uuml;hrte Regierung nicht zu zart an, bleibt urteilsf&auml;hig und lasst euch von der Macht nicht einlullen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/946361.ein-appell-an-die-basis-der-linken.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Warum der Besuch des Emirs von Katar so heikel ist<\/strong><br>\nDer neue Herrscher von Katar sprach mit Kanzlerin Angela Merkel &uuml;ber den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen &ndash; und Terrorismus. Das Land ist ein wichtiger Verb&uuml;ndeter des Westens und unterst&uuml;tzt gleichzeitig die Hamas und die Muslimbr&uuml;der.<br>\nJahrelang war Katar ein Meister der Widerspr&uuml;che, ein Gernegro&szlig; und schillernder Politjongleur, der allerdings zuletzt stark ins Stolpern geraten ist. Der m&auml;rchenhaft reiche Ministaat ist gepr&auml;gt von einem wahabitischen Islam und unterh&auml;lt gleichzeitig enge Kontakte zum arabischen Erzfeind Iran. Er ist Ausrichter der Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft 2022 und beutet gleichzeitig Hunderttausende miserabel bezahlter Wanderarbeiter aus. Er ist Standort der wichtigsten US-Luftwaffenbasis am Golf und gleichzeitig arabischer Hauptverb&uuml;ndeter der Muslimbr&uuml;der.<br>\nSeine autorit&auml;re Monarchie ist ohne Parlament, h&auml;lt sich aber mit Al Dschasira einen Haussender, der allen anderen nah&ouml;stlichen Regimen Demokratie predigt.<br>\nKein Wunder, dass Ruf und Einfluss in letzter Zeit deutlich gelitten haben. Der Druck der Nachbarn am Golf w&auml;chst. Die sozialen Verh&auml;ltnisse im Land ernten international scharfe Kritik. Und so erhofft sich Katar Entlastung und R&uuml;ckendeckung vor allem von Europa und den Vereinigten Staaten. Am Mittwoch reiste der 34-j&auml;hrige Emir Tamim bin Hamad al Thani zum ersten Besuch nach Berlin, der im Juni 2013 als Viertgeborener von seinem Vater die Macht &uuml;bernahm. Gleichzeitig bestellte die superreiche Scheichfamilie in den USA f&uuml;r neun Milliarden Euro Apache-Hubschrauber und Patriot-Batterien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/treffen-mit-kanzlerin-angela-merkel-warum-der-besuch-des-emirs-von-katar-so-heikel-ist\/10716650.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Katar ist ein terroristisches System<\/strong><br>\nAus dem Golfemirat Katar heraus werde die Terrorgruppe &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; mitfinanziert, sagte der Vizefraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Wolfgang Gehrcke, im DLF. Bei seinem Besuch m&uuml;sse Kanzlerin Merkel den Emir von Katar auffordern, damit Schluss zu machen.<br>\nM&uuml;ller: Aber was machen wir denn mit den Milliarden, die bei der Deutschen Bank liegen, bei HOCHTIEF, bei VW?<br>\nGehrcke: Muss man sich kaufen lassen? Ich finde, ein Land wie Deutschland, auch andere L&auml;nder m&uuml;ssen das erst mal lassen.<br>\nM&uuml;ller: Aber das sind ja jetzt Unternehmen. Die Unternehmen haben gesagt, wir brauchen Investitionen, wer hilft uns weiter, und dann haben die sich gemeldet und haben investiert.<br>\nGehrcke: Ja klar. Aber ist das nicht furchtbar? Und wenn Unternehmen eine Staatspolitik alleine entscheiden? Ich finde, das ist kein Argument. Ich lass mich nicht kaufen als Politiker und ich finde, ein Land l&auml;sst sich schon gar nicht kaufen. Dass Katar sehr reich ist und die Kataris sehr reich sind, das gibt diesem Land nicht das Recht, andere Arbeitnehmer auf ihren Baustellen wie Sklaven zu halten. Das gibt ihnen nicht das Recht, Terrorismus zu finanzieren, Kriege zu finanzieren. Und das kann eine deutsche Bundesregierung mit W&uuml;rde und vielleicht sogar mit Beifall, wie ich hoffe, von der deutschen Industrie den Kataris sagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/emir-besuch-gehrcke-katar-ist-ein-terroristisches-system.694.de.html?dram:article_id=297767\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Vom deutschen Maler Max Liebermann ist angesichts der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933, folgendes Bonmot &uuml;berliefert:&bdquo;Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen m&ouml;chte.&ldquo; Treffender k&ouml;nnte man sich auch nicht &uuml;ber das unglaubliche Ma&szlig; an politischer Heuchelei und Verlogenheit hinsichtlich des Staatsbesuches des Emirs von Katar &auml;u&szlig;ern. Dieser darf als absolutistischer Herrscher betrachtet werden, der mit Recht und Gesetz und mit den B&uuml;rgern Katars nach Belieben verfahren kann. Gegen die Situation in Katar erscheint etwa Putins &ldquo;Reich des B&ouml;sen&rdquo; geradezu als freiheitlich. Die sklaven&auml;hnliche Arbeitsbedingungen auf den Baustellen f&uuml;r die Fu&szlig;ball-WM 2022 in Katar werfen ein bezeichnendes Licht auf die Zust&auml;nde dort. Von der vermuteten finanziellen Unterst&uuml;tzung der Terrormiliz des Islamischen Staates aus Katar ganz zu schweigen.<br>\nHat man zu diesen genannten Themen auch nur ein kritisches Wort in den deutschen &ldquo;Qualit&auml;tszeitungen&rdquo; gelesen, die sonst etwa dem russischen Pr&auml;sidenten Vladimir Putin jede Teufelei zu trauen und unterstellen? Nat&uuml;rlich nicht, stattdessen wird f&uuml;r eine n&uuml;chterne und interessengeleitete Au&szlig;enpolitik pl&auml;diert. Denn, schlie&szlig;lich h&auml;lt Katar ja Aktienanteile gro&szlig;er Dax-Konzerne und ist nach eigenen Angaben der gr&ouml;&szlig;te arabische Investor in Deutschland. So sind Investoren aus Katar unter anderem an Volkswagen, der Deutschen Bank, Siemens und dem Baukonzern Hochtief beteiligt. Da sieht die Welt nat&uuml;rlich ganz anders aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Eloquent vertuschte &Uuml;berforderung<\/strong><br>\nSein Amtsantritt war verbunden mit dem Lob fast aller Medien. Hier komme ein B&uuml;rgerpr&auml;sident, erkl&auml;rten sie den Menschen. Einer, der Finger in&nbsp; Wunden lege, die Sorgen der Leute kenne und frisch sei, weil er dem Politikbetrieb nicht sehr nahe stehe. Nichts davon hat sich dann verwirklicht. Die Erwartungen verpufften. Das war nicht &uuml;berraschend. Kritiker haben vorher schon darauf hingewiesen, wie der Mann funktioniert. Und so redete er an vielem vorbei und schw&auml;tzte meist nur die politische Agenda der Regierungsparteien nach. Mag sein, dass er das Amt sprachlich auf einen H&ouml;hepunkt gef&uuml;hrt hat. Inhaltlich ist dieser Pr&auml;sident aber ein Tiefpunkt.<br>\nDas Thema seiner Pr&auml;sidentschaft, so ahnte man es schon bei Amtsantritt vor zweieinhalb Jahren, sei wohl die Freiheit. Er selber spricht gerne von der &raquo;Freiheit in Verantwortung&laquo;. Und zugegeben, davon sprach er oft. Aber seine Leitlinie ist sie nicht. Das gro&szlig;e Thema seiner &Auml;ra ist eher eine Mixtur aus &ouml;konomischer Ahnungslosigkeit, allt&auml;glichem Unwissen und multilateraler Einf&auml;ltigkeit. Wenn man ihm schon Freiheit als Thema unterstellen will, dann h&ouml;chstens die Freiheit, die er sich nimmt, um seine Unkenntnis mit feschen Worten unter die Leute zu bringen.<br>\nSeine Pr&auml;sidentschaft ist eine Pr&auml;sidentschaft des Muckertums. Er lobt stets die Proteste der Ostdeutschen gegen das System des real existierenden Sozialismus, hielt aber die Proteste von Occupy gegen den realen Kapitalismus f&uuml;r l&auml;cherlich. Er spricht in Sonntagsreden pathetisch von der verantwortungsvollen Freiheit, nannte aber die gewhistleblowerte Verantwortung f&uuml;r Freiheit kleinkariert einen &raquo;puren Verrat&laquo;. Er spricht von der Bewahrung der Sch&ouml;pfung, war aber gegen einen voreiligen Atomausstieg und nannte die Energiewende ver&auml;chtlich eine &raquo;planwirtschaftliche Verordnung&laquo;. Diese Liste der Doppelmoral ist beliebig erweiterbar. Dieses Unbest&auml;ndige ist ein wesentliches Merkmal seiner Pr&auml;sidentschaft. Eine Leitlinie geradezu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/09\/eloquent-vertuschte-uberforderung.html\">Ad Sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Umstrittener Klimakommissar<\/strong><br>\nLobbyist oder Politiker? Wenn es um den k&uuml;nftigen EU-Energie- und Klimakommissar Miguel Arias Ca&ntilde;ete geht, ist f&uuml;r viele die Antwort klar: Der 64-J&auml;hrige, der bis zu seiner Kandidatur zum Europaparlament im Mai als Landwirtschaftsminister in der konservativen Regierung von Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy in Madrid war, ist Aktion&auml;r zweier Erd&ouml;lfirmen. Das halten Umweltschutzorganisationen und europ&auml;ische Sozialdemokraten f&uuml;r unvereinbar mit seinem k&uuml;nftigen Amt. Arias Ca&ntilde;ete ist Teilhaber der Unternehmen Petrologis und Ducar. Letzterem stand er bis 2012 sogar vor. Jetzt f&uuml;hrt sein Schwager das Unternehmen, sein Sohn sitzt im Ducar-Vorstand. Beide Firmen k&uuml;mmern sich um die Lagerung und den Verkauf von Treibstoff f&uuml;r Handelsschiffe. Dazu haben sie eine staatliche Lizenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F09%2F16%2Fa0058&amp;cHash=9145d477d9605c5237363d8ead45865d\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Inzwischen hat Arias Ca&ntilde;ete seine Aktien verkauft. Ein Schritt, den der Verhaltenskodex f&uuml;r EU-Kommissare sowieso erzwingt. Aber was soll das, wenn die halbe Familie weiterhin in diesen Unternehmen sitzt. Zudem musste Ca&ntilde;ete inzwischen vor dem spanischen Parlament einr&auml;umen, dass beide Firmen <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/eu-kommission-moeglicher-energiekommissar-canete-verkauft-oelaktien-a-991896.html\">seltsame Gesch&auml;ftsbeziehungen zum Staat unterhielten<\/a>. Sp&auml;testens das EU-Parlament muss sich seiner Nominierung verweigern!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Von Neonazis bedroht &ndash; von der Polizei bel&auml;chelt<\/strong><br>\nMenschen, die sich f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge einsetzen, stehen oft im Fokus von Rechtsextremisten &ndash; und werden von der Polizei h&auml;ufig nicht ernst genommen. Besonders in Berlin-Hellersdorf.<br>\nDie Drohungen waren eindeutig: &ldquo;An die Wand und Loch in den Kopf schie&szlig;en&rdquo;, hatte jemand auf der Facebook-Seite des Vereins geschrieben, in dem Luisa Seydel sich engagiert. &ldquo;Nicht anzeigen &ndash; vernichten!&rdquo;, lautete ein anderer Eintrag. Ein weiterer: &ldquo;Tolle Frau &ndash; 180 Zentimeter unter der Erde.&rdquo;<br>\nAls sp&auml;ter ein Beamter des Landeskriminalamtes bei Luisa Seydel anrief, war sie dankbar. Der Mann bot Hilfe an und lud zu einem Treffen ein. Doch das Gespr&auml;ch wurde zum Desaster. Denn Luisa Seydel und ihre Begleiter f&uuml;hlten sich nicht ernst genommen und bel&auml;chelt &ndash; und hatten das Gef&uuml;hl, nicht Opfer sondern T&auml;ter zu sein.<br>\nDen Grund f&uuml;r die Morddrohungen kannte die junge Frau mit den r&ouml;tlichen Haaren, dem wachen Blick und der besonnenen Stimme genau. Sie engagiert sich f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge. Genauer: f&uuml;r die Menschen in dem Hellersdorfer Heim, vor dem Hunderte vor etwa einem Jahr rassistischen Hetzreden applaudierten. Die &ldquo;B&uuml;rgerinitiativen&rdquo; wurden von der NPD und militanten Neonazis gesteuert. &ldquo;Autonome Nationalisten&rdquo; waren es wohl auch, die nun jene bedrohten, die Fl&uuml;chtlinge nicht verjagen, sondern ihnen helfen wollten &ndash; etwa mit einem Ladenlokal, in dem sie sich treffen und informieren k&ouml;nnen.<br>\nEinen &ldquo;Freund und Helfer&rdquo; konnten Seydel und ihre Mitstreiter also gebrauchen. Doch die Atmosph&auml;re des &ldquo;Sensibilisierungsgespr&auml;chs&rdquo; war vergiftet. Wovor sie eigentlich Angst h&auml;tten, habe einer der Beamten sie angeblafft, erz&auml;hlt Luisa Seydel. Der scharfe Ton sch&uuml;chterte sie ein. Eine Antwort fiel den drei Mitgliedern der Initiative &ldquo;Hellersdorf hilft&rdquo; aber nicht schwer. Immer wieder waren sie verfolgt worden. Im Internet hatten Unbekannte die Adresse des Arbeitsplatzes von Luisa Seydel ver&ouml;ffentlicht. Neonazis hatten vor den R&auml;umen von &ldquo;Hellersdorf hilft&rdquo; das Auto-Kennzeichen einer Unterst&uuml;tzerin fotografiert. Wenig sp&auml;ter stand der Wagen in Flammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/marzahn-hellersdorf\/article132373437\/Von-Neonazis-bedroht-von-der-Polizei-belaechelt.html\">Morgenpost<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kein Land der Teilhabe<\/strong><br>\n&bdquo;Willkommenskultur gegen&uuml;ber Neuzuwanderern predigen heute in salbungsvollem Vokabular auch Politiker, deren Parteien sich jahrzehntelang &uuml;berboten haben mit schrillen Warnungen vor Zuwanderung. Abwehrbereitschaft wurde beschworen gegen&uuml;ber den vermeintlich andr&auml;ngenden &sbquo;Sozialschmarotzern&lsquo; aller L&auml;nder. Die h&auml;tten es abgesehen auf das vermeintliche Sozialparadies in der Mitte Europas, besonders geeignet f&uuml;r ausl&auml;ndische Faultiere im &uuml;ppigen Baum des deutschen Wohlfahrtsstaates. Das waren oft giftig populistische, mitunter auch sozial- und kulturrassistische Saatbeete f&uuml;r schnellw&uuml;chsige und nachhaltige Fremdenfeindlichkeit. In ihrer Folge erleben wir heute bereichsweise den Durchbruch von offenem Rassismus gegen&uuml;ber Muslimen, Juden, Roma, aber auch Fl&uuml;chtlingen und Asylsuchenden&ldquo;, analysiert Bade, Mitgr&uuml;nder des Osnabr&uuml;ckers &bdquo;Instituts f&uuml;r Migrationsforschung und Interkulturelle Studien&ldquo;.<br>\nBade f&auml;hrt fort: &bdquo;G&auml;be es schon die viel ger&uuml;hmte Willkommenskultur auch im Inneren und nicht nur Willkommenstechnik in der plakativen Au&szlig;enwerbung und am Hauseingang, dann w&uuml;rden nicht so viele hier ausgebildete Qualifizierte und Hochqualifizierte mit t&uuml;rkischem Migrationshintergrund an Auswanderung in die fremde Heimat ihrer Eltern denken. Sie werden wegen ihrer schon am Namen ablesbaren Herkunft bei der Jobsuche nach wie vor benachteiligt. Damit nicht genug: In einer schon mehrere Generationen von Einwanderern umfassenden Gesellschaft kann es nicht mehr nur um die Inklusion von &sbquo;Migranten&lsquo; gehen. Es geht um eine teilhabeorientierte Gesellschaftspolitik f&uuml;r Alle, ob nun mit oder ohne den sogenannten Migrationshintergrund, der Einwanderern in diesem Land anhaftet wie ein erbliches Vorstrafenregister.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gerechtigkeit\/migrationsforscher-klaus-j--bade-kein-land-der-teilhabe,28235374,28379472.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie soll sich auch in der Bev&ouml;lkerung eine Willkommenskultur entwickeln, wenn die Politiker Europas sich wenig beispielhaft nicht einmal darauf verst&auml;ndigen k&ouml;nnen, sich an den Mehrkosten der italienischen Marine zu beteiligen, die ihr durch ihre Such- und Rettungsaktionen im Mittelmeer entstehen &ndash; geschweige denn die Zusammenarbeit mit den afrikanischen Mittelmeerl&auml;ndern zu diesem Zweck zu suchen. So sollen in den letzten Tagen bis zu 700 Personen im Mittelmeer <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2014%2F09%2F16%2Fa0045&amp;cHash=12b89fd3929e59bf17ebeb140ae319e4\">ertrunken sein<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/RS)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23333","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23333","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23333"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23333\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23339,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23333\/revisions\/23339"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23333"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23333"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23333"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}