{"id":23345,"date":"2014-09-22T09:10:51","date_gmt":"2014-09-22T07:10:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345"},"modified":"2014-09-22T11:28:52","modified_gmt":"2014-09-22T09:28:52","slug":"hinweise-des-tages-2217","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h01\">Ich z&auml;hle Sch&auml;uble zu den Falken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h02\">Von Weizs&auml;cker bis Gauck, von Afghanistan zur Ukraine &ndash; warum Deutschland nichts gelernt hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h03\">&bdquo;This Changes Everything: Capitalism vs. the Climate&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h04\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h05\">Wie der Neoliberalismus seinen Siegeszug durch die Medien antrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h06\">Was eine Deflation gef&auml;hrlich macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h07\">Gabriel nennt Internet-Konzerne asozial<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h08\">Das verdienen Ingenieure<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h09\">Nahles will Lokf&uuml;hrer, Piloten und &Auml;rzte entmachten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h10\">Doch kein Jobwunder?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h11\">CSU will &ldquo;Hartz-IV-Aufweichungen&rdquo; stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h12\">Rede Heider Heydrich: Verrat an der Altersvorsorge &ndash; &bdquo;Was ist aus den politischen Versprechen geworden?&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h13\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h14\">Wie Unternehmen die Parteien unerkannt mit Millionen sponsern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h15\">Betreff: Judenhass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h16\">Realpolitik in ihrem schlechtesten Sinne: Baden-W&uuml;rttemberg stimmt Asylrechtsversch&auml;rfung im Bundesrat zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h17\">Norbert Bl&uuml;m: Der Verfall des Rechtsanwaltsberufes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345#h18\">TV-Tipp: Die Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23345&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ich z&auml;hle Sch&auml;uble zu den Falken<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Sozialist Arnaud Montebourg ist im Streit um den Euro als Wirtschaftsminister zur&uuml;ckgetreten. Wie kommt er nur darauf, dass die sparsamen Deutschen sein Land dem Front National zutreiben? [&hellip;]<br>\nZEIT: Konkreter Anlass des Streits war der Euro. Genauer ging es darum, dass Sie die deutsche Sparpolitik f&uuml;r Europa harsch kritisierten. Zuvor hatte Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande gesagt, dass seine Regierung sich nicht in einer Konfrontation mit Berlin s&auml;he.<br>\nMontebourg: Die franz&ouml;sische Linke ist nicht an die Macht gekommen, um anschlie&szlig;end die gleiche Politik wie die deutsche Rechte zu machen. Genau diesen Eindruck aber erweckt unsere Politik. Tats&auml;chlich nehmen die Meinungsverschiedenheiten zwischen unseren beiden L&auml;ndern heute gef&auml;hrlich zu. Gerade deshalb m&uuml;ssen sie unbedingt offen ausgesprochen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/37\/arnaud-montebourg-inflation-frankreich-front-national\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.G.:<\/strong> Dieses Interview mit dem zur&uuml;ckgetretenen franz&ouml;sischen Wirtschaftsminister Montebourg ist nicht nur wegen der dramatischen Einsch&auml;tzung der politischen Aussichten f&uuml;r Frankreich interessant. Die Fragestellungen zeigen,  dass in Deutschland die Krise im &ldquo;Mainstream&rdquo; nicht verstanden wird, und auch die existenzielle Bedrohung f&uuml;r das europ&auml;ische Projekt vollkommen untersch&auml;tzt wird.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Frankreichs Premier in Deutschland &ndash;  Unionspolitiker verlangen von Paris radikale Reformen<\/strong><br>\nEs kommt nicht so h&auml;ufig vor, das ein franz&ouml;sischer Spitzenpolitiker sich so viel Zeit im Nachbarland nimmt. Doch diesmal gibt es viel zu besprechen &ndash; um das deutsch-franz&ouml;sische Verh&auml;ltnis steht es gerade in Sachen Eurokrise nicht zum besten. Zwei Tage wird daher Manuel Valls, der gerade eine Vertrauensabstimmung in der Nationalversammlung gewonnen hat, ab Montag in Deutschland sein. [&hellip;]<br>\nDie Erwartungen in der Gro&szlig;en Koalition sind unterschiedlich. W&auml;hrend sich die SPD mit Kritik an dem sozialistischen Politiker zur&uuml;ckh&auml;lt, finden Unionspolitiker deutliche Worte. Ihre Erwartungen sind klar: Frankreich muss mehr tun, mehr Reformen wagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/krise-in-frankreich-valls-besuch-in-deutschland-kritik-von-cdu-a-992671.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Der Tonfall, vor allem der Abgeordneten aus den Reihen der CDU\/CSU\/, ist an Sch&auml;rfe kaum noch zu &uuml;berbieten. Man k&ouml;nnte fast glauben, Frankreich w&auml;re ein Bundesland in Deutschland. Dass die SPON-Redakteure bei derart selbstbewusst vorgetragenen F&uuml;hrungsanspr&uuml;chen Deutschlands in Europa jubilieren, ist klar. Einem nur ein bi&szlig;chen kritischen Leser k&ouml;nnen eine solche Politik und noch mehr solche Artikel allerdings nur Angst machen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Von Weizs&auml;cker bis Gauck, von Afghanistan zur Ukraine &ndash; warum Deutschland nichts gelernt hat<\/strong><br>\nVor beinahe 30 Jahren, am 8. Mai 1985, hielt der damalige Bundespr&auml;sident Richard von Weizs&auml;cker zur Gedenkstunde an das Ende des Zweiten Weltkriegs im Plenarsaal des deutschen Bundestages eine Rede, die zum Meilenstein wurde. In einzigartiger Weise arbeite er Ausl&ouml;ser, Verbrechen, Nachwirkungen, Bew&auml;ltigung und besonders die Lehren dieses bislang furchtbarsten Krieges auf. Dieses analytische, schonungslose und zugleich zukunftsorientierte Bekenntnis eines deutschen Politikers fand ein weltweites Echo. Als Sternstunde der deutschen Nachkriegsgeschichte gehandelt, waren die Reaktionen allenthalben derart positiv, dass Weizs&auml;cker schlie&szlig;lich als erster deutscher Staatspr&auml;sident Israel besuchen konnte.<br>\nIch war damals 17 Jahre alt und hatte das Gl&uuml;ck, im Deutsch-Leistungskurs einen Lehrer zu haben, der seine Sch&uuml;ler oft auch mit Texten aus der deutschen und europ&auml;ischen Geschichte und Politik konfrontierte, sei es das Ultimatum vor dem Ersten Weltkrieg, ein Verh&ouml;rsprotokoll oder, wie in diesem Fall, eine wegweisende aktuelle Rede. Themen und Hintergr&uuml;nde des Redetexts wurden besprochen, interpretiert und diskutiert. Die finale, eher zukunftsorientierte Debatte drehte sich um Weizs&auml;ckers These der 40-j&auml;hrigen Phasen, die geknechtete und traumatisierte V&ouml;lker auf Erl&ouml;sung warten mussten. Dabei hatte er den Bogen von der Leidenszeit Israels vor dem Einzug ins Gelobte Land bis hin zum vollst&auml;ndigen Austausch der verantwortlichen Generation im Nachkriegsdeutschland geschlagen. Weizs&auml;ckers Ansatz dabei war, dass es in der Welt- und Kulturgeschichte oft zu solchen Phasen der Regeneration und Besinnung kam, bevor ein Umbruch das Ende des Leids markierte. Der Satz am Ende dieses Redeabschnitts erregte jedoch unsere besondere Aufmerkamkeit:<br>\n&bdquo;Wenn die Erinnerung abri&szlig;, war die Ruhe zu Ende&ldquo;.<br>\nDie Frage, die wir uns daher stellten, war: Wie w&uuml;rde unsere Welt und vor allem Deutschland nach weiteren 40 Jahren aussehen? Nicht, dass wir das Gef&uuml;hl hatten, in einer Leidenszeit zu leben oder zu vergessen, aber es dr&auml;ngte sich die provokante These auf, ob die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs irgendwann tats&auml;chlich vergessen sein und welche politischen Wertvorstellungen dann ma&szlig;geblich sein w&uuml;rden. Eine interessante Frage und in vieler Hinsicht prophetisch. Was wir in unserem jugendlichen Idealismus selbst verga&szlig;en: Weder die Zeit, noch die politischen und milit&auml;rischen Kr&auml;fte hatten auch nur einen Tag innegehalten. Wir befanden uns bereits mitten in der n&auml;chsten Phase, im n&auml;chsten 40-Jahre-Zyklus.<br>\nDiesen genauer zu betrachten und ihn mit den Thesen Weizs&auml;ckers zu konfrontiteren, ist die Aufgabe dieses Essays.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/iljaalbrecht.de\/?p=6363\">Ilja Albrecht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;This Changes Everything: Capitalism vs. the Climate&ldquo;<\/strong><br>\nIn This Changes Everything, her first new book in seven years, Naomi Klein, author of the global #1 bestsellers The Shock Doctrine and No Logo, tackles the most profound threat humanity has ever faced: the war our economic model is waging against life on earth. Climate change, Klein argues, is a civilizational wake-up call, a powerful message delivered in the language of fires, floods, storms, and droughts. Confronting it is no longer about changing the light bulbs. It&rsquo;s about changing the&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/new.livestream.com\/TheNewSchool\/This-Changes-Everything\/statuses\/61086359\">The New School<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Naomi Klein hat ihr neues Buch vorgestellt, hier, leider nur in Englisch (wir werden auch noch in Deutsch berichten)<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Naomi Klein: &ldquo;This Changes Everything: Capitalism vs. the Climate&rdquo;( Book Excerpt)<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.democracynow.org\/blog\/2014\/9\/17\/thursday_naomi_klein_on_her_new_book\">Democracy Now!<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Let&rsquo;s Reject the &lsquo;Inevitable&rsquo;<\/strong><br>\nThis Sunday&rsquo;s &ldquo;People&rsquo;s Climate March&rdquo; in New York City could be the biggest demonstration yet for action on climate change. The march is scheduled to coincide with the United Nations Climate Summit, which begins two days later. Despite the advance billing and the official nature of the summit, the march is what matters. The U.N. Summit will be a clubby gathering of world leaders and their representatives who will try to figure out ways to reward polluters for pretending to fix a problem for which they&rsquo;re responsible in the first place; a fiasco.<br>\nThat&rsquo;s not hyperbole, either. The summit is a little like a professional wrestling match: There appears to be action but it&rsquo;s fake, and the winner is predetermined. The loser will be anyone who expects serious government movement dictating industry reductions in emissions.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/09\/17\/opinion\/mark-bittman-lets-reject-the-inevitable.html\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>TTIP-Zoff in der SPD: Gabriel haut auf die Pauke<\/strong><br>\nDer SPD-Chef r&uuml;ffelt seine Kritiker: Schwer genervt reagiert Sigmar Gabriel auf die innerparteiliche Kritik am Freihandelsabkommen. Im Parteivorstand kn&ouml;pft er sich drei Genossen vor. (&hellip;)<br>\nDoch Gabriels Wutausbruch d&uuml;rfte kaum spontan gekommen sein, er hatte sich offenbar gut vorbereitet. Auch der Berliner Landeschef Jan St&ouml;&szlig; und der Sprecher der Parlamentarischen Linken, Carsten Sieling, der auf SPIEGEL ONLINE einen h&auml;rteren TTIP-Kurs gefordert hatte, bekamen den Zorn des Vorsitzenden zu sp&uuml;ren. Gabriel konfrontierte St&ouml;&szlig; und Sieling mit einigen ihrer Zitate aus den vergangenen Tagen. Mit ihren Wortmeldungen, so der SPD-Chef, h&auml;tten sie eine v&ouml;llig unn&ouml;tige Debatte provoziert. Inhaltlich liege man bez&uuml;glich des Freihandelsabkommens eigentlich nicht sehr weit auseinander. Viele Forderungen, die die Kritiker zuletzt gestellt h&auml;tten, st&uuml;nden sogar im schwarz-roten Koalitionsvertrag. Als &ldquo;komplett irre&rdquo; habe auch SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann die Diskussion kritisiert, schreibt die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo;. Sie hatte zuerst &uuml;ber den Streit berichtet. Rund 20 Minuten habe man sich laut Teilnehmern gestritten.<br>\nGabriels Abrechnung ist auch ein Zeichen f&uuml;r die wachsende Unruhe in der SPD. Nach dem bitteren Wahlergebnis in Th&uuml;ringen hatte es erste Kritik am Parteivorsitzenden und dessen &ouml;ffentlicher Einmischung in die Belange des Landesverbands gegeben. Zwar ist die Arbeit Gabriels in der Gro&szlig;en Koalition innerparteilich weitgehend unumstritten, immer mehr Sozialdemokraten sind jedoch angesichts der unver&auml;ndert schlechten Lage in den Umfragen beunruhigt.<br>\nGabriel d&uuml;rfte von der TTIP-Debatte auch deshalb schwer genervt gewesen sein, weil der Parteikonvent eigentlich einen anderen Akzent setzen sollte. Die SPD-F&uuml;hrung hatte ein Papier zum digitalen Wandel erarbeitet &ndash; ein Thema, das die Sozialdemokraten gerne st&auml;rker besetzen w&uuml;rden. Bis zum Parteitag Ende 2015 soll nun ein SPD-Programm zur Digitalisierung geschrieben werden. Die Partei d&uuml;rfe dabei &ldquo;keine Angstdebatte f&uuml;hren, die die gro&szlig;en Chancen der Digitalisierung aus dem Auge verliert&rdquo;, mahnte Gabriel. Diese Mahnung gelte umso mehr, als die SPD eine Partei sei &ldquo;mit &ndash; ich sage das mal vorsichtig &ndash; einem etwas h&ouml;heren Mitgliedsalter&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/sigmar-gabriel-spd-chef-knoepft-sich-ttip-kritiker-vor-a-992856.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Offenbar hat Herr Gabriel auch von Gerhard Schr&ouml;der gelernt, wie mit internen Kritikern umzugehen ist. Der wies Mitte der 1990er Jahre in mancher Fraktionssitzung im Nieders&auml;chsischen Landtag darauf hin, dass es manchmal besser sei, &bdquo;die Klappe zu halten&ldquo;. Anwesend war auch Sigmar Gabriel als Mitglied der Fraktion des Landtages.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Gabriel bringt die SPD auf Freihandels-Linie<\/strong><br>\nDas Freihandelsabkommen TTIP hat in der SPD gro&szlig;e Gegner. Parteichef Sigmar Gabriel hat am Samstag verhindert, dass die Partei einen Ausstieg aus allen Verhandlungen beschlie&szlig;t.<br>\nDie SPD hat eine Reihe roter Linie f&uuml;r die Verhandlungen &uuml;ber das transatlantische Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) beschlossen. Wie die Deutsche-Presse-Agentur am Samstag von Teilnehmern des nicht-&ouml;ffentlich tagenden Parteikonvents erfuhr, stellten sich die 200 Delegierten bei zwei Nein-Stimmen und f&uuml;nf Enthaltungen hinter ein von SPD-Chef und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit dem DGB ausgehandeltes Positionspapier.<br>\nDemnach werden Schiedsgerichte, wo Konzerne Staaten verklagen k&ouml;nnen, ebenso abgelehnt wie Schutzklauseln. Auch Einschr&auml;nkungen bei Arbeitnehmerrechten, Verbraucherschutz-, Sozial- und Umweltstandards wird eine Absage erteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/ttip-spd-stellt-sich-hinter-sigmar-gabriels-13164161.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Gabriel f&uuml;hrt seine Partei zum Durchschnittsergebnis der letzten drei Landtagswahlen &ndash; 18% und verk&uuml;ndet die Richtung:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Wir sind auf den richtigen Weg zum Abgrund &ndash; bitte jetzt noch schneller laufen&rdquo;. Hat er aus den Hartz-Gesetzen, den Beg&uuml;nstigungen der Finanzindustrie und dem Schicksal der FDP wirklich nichts gelernt?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Beschluss des SPD-Konvents kann <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/linkableblob\/123760\/data\/20140920_parteikonvent_beschluss_ttip.pdf\">hier nachgelesen werden [PDF &ndash; 78,9 KB]<\/a>.<\/em><br>\n<em>Weiteres &uuml;ber den SPD-Konvent ist <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/123754\/20140920_parteikonvent_zf.html\">hier zu finden<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Positionspapier von DGB und BMWi zu TTIP: Gabriel will Gewerkschaftsarm sedieren<\/strong><br>\nDie mehreren hundert zivilgesellschaftlichen Organisationen diesseits und jenseits des Atlantiks, die mittlerweile kr&auml;ftig gegen die geplanten Freihandelsabkommen (TTIP, CETA, TiSA) mobilisieren, signalisieren den Vertreterinnen und Vertretern des neoliberalen Glaubenssystems momentan, dass ihre j&uuml;ngsten Vorhaben zur Beschneidung der Politik im Dienste der &ldquo;marktkonformen Demokratie&rdquo; genauso scheitern k&ouml;nnten, wie dies schon beim damals angedachten Investitionsknebelvertrag MAI, beim &Uuml;berwachungsabkommen ACTA und bei der EU-Konzessionsrichtlinie zur Wasserprivatisierung der Fall war.<br>\nBei letzteren Vorhaben war es gelungen, die &Ouml;ffentlichkeit ausreichend darauf hinzuweisen, worum es geht, so dass sie die Gefahren erkannte und die Legitimit&auml;t baden ging. Entsprechend emp&ouml;rt waren die Konzerne etwa beim MAI Abkommen, dass die demokratische &Ouml;ffentlichkeit ihnen ihre Schiedsgerichte zur Zurechtweisung des Gemeinwesens nicht erm&ouml;glichen wollte. Zitate aus der Zeit machen deutlich, wie verdreht das Demokratiekonzept aus der Perspektive der transnationalen Profitmaximierer sich darstellt: :<br>\n&ldquo;Die Entstehung von Aktivistengruppen droht die &ouml;ffentliche Ordnung, die rechtm&auml;&szlig;igen Institutionen und den demokratischen Proze&szlig; zu untergraben. (&hellip;) Es m&uuml;&szlig;ten Regeln aufgestellt werden, um die Legitimit&auml;t dieser aktivistischen regierungsunabh&auml;ngigen Organisationen zu kl&auml;ren, die vorgeben, die Interessen gro&szlig;er Teile der Zivilgesellschaft zu vertreten.&rdquo;<br>\n(Erkl&auml;rung des Geneva Business Dialogue, September 1998, zitiert nach: Le Monde diplomatique, Wie das MAI zu Fall gebracht wurde, 11.12.1998)<br>\nAus derartigen Fehlern, was das Vers&auml;umnis anbelangt, die demokratische &Ouml;ffentlichkeit daran zu hindern, beim weltweiten Spielfeldausbau f&uuml;r die Investoren als &ldquo;St&ouml;rer&rdquo; aufzutreten, will nat&uuml;rlich gelernt sein. Es geht schlie&szlig;lich um etwas, n&auml;mlich u.a. um die M&ouml;glichkeit MAI und ACTA endlich durchzuboxen, im Mantel von TTIP und CETA, die noch eine ganze Reihe weiterer Wunschtr&auml;ume f&uuml;r das Big Business realisieren sollen.<br>\nDiesmal also, muss die &ouml;ffentliche Meinungsbildung konsequenter bet&auml;ubt werden. Und wenn dies schon nicht dar&uuml;ber gelingt, dass man die vermeintlichen Segnungen von TTIP und CETA kommuniziert (deren &ldquo;wissenschaftliche&rdquo; Flankierung einem in Anbetracht der Unversch&auml;mtheit ihrer Abenteuerlichkeit sprachlos werden l&auml;sst), dann doch zumindest dadurch, dass man die potentiellen Widersacher in die Warteschleife h&auml;ngt und somit dem zivilgesellschaftlichen B&uuml;ndnis die gr&ouml;&szlig;ten Verb&uuml;ndeten abhanden kommen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=6649\">Maskenfall<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Wenige profitieren auf Kosten vieler&laquo;<\/strong><br>\nStreit &uuml;ber TTIP-Abkommen k&ouml;nnte Konflikt zwischen DGB-F&uuml;hrung, IG Metall und ver.di versch&auml;rfen. Ein Gespr&auml;ch mit Jakob Sch&auml;fer<br>\nJakob Sch&auml;fer ist Mitglied der IG Metall und engagiert sich im Arbeitsausschu&szlig; der Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken<br>\nVom Grundatz her bekennt sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in einem Papier, das gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium verfa&szlig;t wurde, zum transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP, das zwischen der EU und den USA geplant ist. Welches Signal geht davon aus?<br>\nIn der innerparteilichen Diskussion brauchte SPD-Chef Gabriel offenbar einen wichtigen B&uuml;ndnispartner, um die Position der SPD-F&uuml;hrung auf dem Parteikonvent am Wochenende durchzudr&uuml;cken. Skandal&ouml;s an dem besagten Papier ist zweierlei: Erstens, da&szlig; die DGB-Spitze eine solche Position ver&ouml;ffentlicht, w&auml;hrend die Diskussion in den Gewerkschaften immer mehr Fahrt aufnimmt. Und zweitens, da&szlig; das Papier sogar gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium unterzeichnet wurde. Damit signalisiert die DGB-F&uuml;hrung &ndash; trotz der im Papier genannten Bedingungen &ndash; eine grunds&auml;tzliche Zustimmung.<br>\nErst in der Vorwoche hatte die EU-Kommission eine europaweite B&uuml;rgerinitiative gegen das TTIP- bzw. das CETA-Abkommen mit Kanada f&uuml;r unzul&auml;ssig erkl&auml;rt. Rechnen Sie jetzt noch mit ernsthaften Protesten hierzulande?<br>\nDieses DGB-Papier erleichtert nat&uuml;rlich nicht gerade die innergewerkschaftliche Diskussion. Aber f&uuml;r die Entwicklung des Widerstands hat es nur eine untergeordnete Bedeutung. Die Position der IG Metall ist bisher immer noch klar ablehnend. Der Vorsitzende Detlef Wetzel hat im M&auml;rz in einem Interview w&ouml;rtlich gesagt: &raquo;Freihandelsabkommen sofort stoppen.&laquo; Auch ganz aktuell hei&szlig;t es bei der IG Metall, da&szlig; die grunds&auml;tzlichen M&auml;ngel nicht beseitigt wurden und da&szlig; von dem geplanten Abkommen wenige auf Kosten vieler profitieren. Ich sehe gerade bei den beiden gro&szlig;en Gewerkschaften IG Metall und ver.di keine Hinweise, da&szlig; sie inhaltlich die Positionen der DGB-F&uuml;hrung &uuml;bernehmen. In dem Zusammenhang will ich nur auf die geplanten Proteste von &raquo;TTIP un-fair-handelbar&laquo; am 11. Oktober verweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/09-20\/045.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Vorsicht, Tisa!<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Kritik an dem monstr&ouml;sen Projekt TTIP immer mehr Geh&ouml;r findet, basteln die Vertreter von 50 Staaten an einem Abkommen, das alle &ouml;ffentlichen Dienstleistungen, von Bildung &uuml;ber Gesundheit bis zur Energieversorgung, dem Privatsektor ausliefern w&uuml;rde.<br>\nStellen wir uns eine Welt vor, in der Schulkantinen von Unternehmen wie Coca-Cola oder McDonald&rsquo;s betrieben werden. Eine Welt, in der sich pakistanische und paraguayische Unternehmer absprechen, welchen Stundenlohn und wie viele Urlaubstage sie ihren Arbeitern gew&auml;hren.<br>\nEine solche Welt ertr&auml;umen sich die Vertreter von 50 L&auml;ndern, die sich von Zeit zu Zeit in der australischen Vertretung in Genf treffen. Sie kommen zum Beispiel aus der EU, den USA, Norwegen, Kanada, Japan, Mexiko, Kolumbien und Pakistan, demn&auml;chst auch aus Brasilien und China. Diese L&auml;nder repr&auml;sentieren mehr als 70 Prozent des Welthandels mit Dienstleistungen. Seit Februar 2012 befassen sie sich mit einem Abkommen &uuml;ber den Handel mit Dienstleistungen (Trade in Services Agreement, Tisa), das sie bis zum Jahr 2015 zu beschlie&szlig;en hoffen.<br>\nAm 28. April kamen die Unterh&auml;ndler erneut zusammen. Das war mitten im Europawahlkampf 2014, als der Widerstand gegen das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP)(1) gerade Fahrt aufzunehmen begann. Es ist das gr&ouml;&szlig;te Vorhaben dieser Art, seit die Verhandlungen in der Welthandelsorganisation (WTO) de facto festgefahren sind. Damit will man einem der zentralen WTO-Abkommen, dem Allgemeinen Abkommen &uuml;ber den Handel mit Dienstleistungen (Gats), neues Leben einhauchen &ndash; diesmal jedoch abseits der Genfer Organisation, wenn auch nicht in allzu weiter Entfernung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/09\/12.mondeText1.artikel,a0055.idx,17\">le monde diplomatique<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie der Neoliberalismus seinen Siegeszug durch die Medien antrat<\/strong><br>\nMedien und Neoliberalismus &ndash; Teil 2<br>\nIn den Jahren nach der Jahrhundertwende (oder Jahrtausendwende, wenn man es pathetischer haben will) 2000 vollzog sich in der Bundesrepublik Deutschland ein &ouml;konomischer, politischer und sozialer Epochenwechsel weg von der (Idee) der sozialen Marktwirtschaft hin zu einem deregulierten Kapitalismus. An der publizistischen Front kam es dabei zu einer in dieser Form bis dahin in der Bundesrepublik unbekannte Normierung &ndash; eine Normierung, die von einer Art &ldquo;Gleichschaltung&rdquo; der Medien sprechen lie&szlig;. Eine Gleichschaltung, die freilich von innen heraus ihren Weg nahm und nicht wie im Nationalsozialismus durch eine politische Zentrale verordnet wurde. Es war Albrecht M&uuml;ller mit seinem 2004 erschienenen Buch von der &ldquo;Reforml&uuml;ge&rdquo;, der damals diese Gleichrichtung als einer der ersten anprangerte, so kam es schlie&szlig;lich auch zur Einrichtung der Nachdenkseiten. (&hellip;)<br>\nWie &auml;u&szlig;erte sich diese Gleichrichtung? Nun, sie &auml;u&szlig;erte sich in der &Uuml;bernahme einer neoliberalen Weltsicht durch den gr&ouml;&szlig;ten Teil der &uuml;berregionalen aber auch regionalen Presse sowie dem Fernsehen und dem Rundfunk. Von der &ldquo;Zeit&rdquo; bis zur &ldquo;S&uuml;ddeutschen&rdquo;, von der &ldquo;Welt&rdquo; bis zum &ldquo;Focus&rdquo;, von der &ldquo;FAZ&rdquo; bis zum &ldquo;Spiegel&rdquo; war man sich einig: Wenn sich nicht alles &auml;ndert und der Sozialstaat umgebaut\/abgeschafft wird, wird alles schlechter und Deutschland geht unter. Eine geistige Ein- und Verengung des intellektuellen Horizonts, die G&uuml;nter Gaus, vormals Chef der St&auml;ndigen Vertretung in der DDR, als Rechtsruck der Bundesrepublik bezeichnete, die Politik im Lande und ihre Darstellung in den Medien habe &ldquo;Schlagseite&rdquo;.<br>\nEhemals linksliberale Zeitungen wie die &ldquo;Zeit&rdquo; und die &ldquo;S&uuml;ddeutsche&rdquo; huldigten nicht nur im Wirtschaftsteil der neoliberalen Ideologie. Der bereits erw&auml;hnte Albrecht M&uuml;ller, Publizist und 1972 Wahlkampfberater von Bundeskanzler Willy Brandt, bezeichnete die damalige &ldquo;Reform&rdquo;-Debatte gar als einen &ldquo;sich selbst verst&auml;rkenden Chor aus blo&szlig;en Behauptungen&rdquo;, als &ldquo;kollektiven Wahn&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42800\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Was eine Deflation gef&auml;hrlich macht<\/strong><br>\nNichts bereitet Geldpolitikern mehr Angst als sinkende Preise. F&uuml;r alle anderen ist das schwer nachzuvollziehen. H&ouml;chste Zeit also, dem Begriff einmal auf den Grund zu gehen.<br>\nDie Inflation war hier schon ein paar Mal Thema, zum Beispiel hier oder hier. In diesem Zusammenhang war auch schon von der Deflation die Rede. Weil die Angst vor ihr aber augenblicklich die makro&ouml;konomischen Debatten dominiert, soll dieser Beitrag die Deflation und die damit verbundenen Probleme so simpel wie m&ouml;glich erkl&auml;ren.<br>\nEine Deflation entspricht einer negativen Inflation: Eine Inflation herrscht vor, wenn das Preisniveau mit einem bestimmten Prozentsatz jedes Jahr (oder jeden Monat oder Quartal) weiter steigt. Eine Deflation bedeutet daher, dass das Preisniveau laufend um einen Prozentsatz weiter sinkt. Mit der Entwicklung des Preisniveaus ist jene aller Preise in einer Volkswirtschaft gemeint. In der Praxis werden verschiedene Methoden verwendet, um &uuml;ber Indizes Ann&auml;herungswerte f&uuml;r diese Entwicklung zu errechnen.<br>\nVon der Geldseite her bedeutet eine Inflation, dass der Wert des Geldes abnimmt (h&ouml;here Preise bedeuten, man kann sich mit dem gleichen Geld weniger leisten). Eine Deflation bedeutet umgekehrt, dass der Wert des Geldes zunimmt (bei laufend sinkenden Preisen kann man sich mit dem gleichen Geld mehr leisten).<br>\nAus Sicht des Einzelnen ist daher sofort einleuchtend, warum eine Inflation verhindert werden sollte, aber &uuml;berhaupt nicht, weshalb eine Deflation ein Problem sein soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/35554\/was-eine-deflation-gefaehrlich-macht\/\">Tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gabriel nennt Internet-Konzerne asozial<\/strong><br>\nSigmar Gabriel beschimpft den &bdquo;Silicon-Valley-Kapitalismus&ldquo;. Wie Apple, Amazon und Google ihre Steuern dr&uuml;ckten, das m&uuml;sse seine Partei verhindern.<br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel sieht eine der zentralen Aufgabe f&uuml;r seine Partei in der B&auml;ndigung globaler Datenkonzerne. &bdquo;Wir m&uuml;ssen den Silicon-Valley-Kapitalismus z&auml;hmen&ldquo;, sagte der Bundeswirtschaftsminister am Samstag beim Parteikonvent in Berlin. Mir Blick auf die Steuervermeidungsstrategien von Konzernen wie Apple, Amazon und Google in Europa sagte er: &bdquo;Das ist asozial.&ldquo;<br>\nDas Steuer-Dumping m&uuml;sse unterbunden werden. Wer in Deutschland Gewinne erwirtschafte, m&uuml;sse sie auch hier versteuern. Sonst fehle Geld f&uuml;r Infrastruktur und Bildung. Gabriel rief seine Partei auf, den digitalen Wandel nicht als Gefahr zu sehen, sondern auch als Chance.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/netzwirtschaft\/sigmar-gabriel-nennt-apple-google-amazon-asozial-13164102.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Gabriel will &ldquo;verhindern&rdquo;. Aha. Die SPD hat in 12 der letzten 16 Jahren regiert und viel, viel Zeit gehabt zu &ldquo;verhindern&rdquo;. Sie kann auch jetzt noch die Steuergesetzgebung korrigieren oder den Arbeitsmarkt reregulieren und z. B. wenigstens die asozialen Gesch&auml;ftspraktiken von Amazon auf deutschem Boden &ndash; sklaven&auml;hnliche, befristete Arbeitsverh&auml;ltnisse zu Ausbeuterl&ouml;hnen &ndash; verbieten. Gabriel k&ouml;nnte, tut aber exakt nichts. K&ouml;nnte ja der geforderten &ldquo;Wirtschaftsfreundlichkeit&rdquo; entgegenstehen. Die Rhetorik ist aber erstklassig und einer sozialistischen Partei w&uuml;rdig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das verdienen Ingenieure<\/strong><br>\nWelche Fachrichtungen bringen am meisten? Und wo werden in Deutschland die h&ouml;chsten Geh&auml;lter gezahlt? Der Gehaltsatlas der Frankfurter Allgemeinen Zeitung &uuml;berrascht &ndash; mit Erlangen.<br>\nGibt es in Deutschland einen Mangel an Ingenieuren? Fest steht: Die Besch&auml;ftigungschancen f&uuml;r Ingenieure sind so gut wie nie, in einigen Regionen und Fachrichtungen herrscht Vollbesch&auml;ftigung. Auch bez&uuml;glich der Geh&auml;lter zeichnet sich diese Entwicklung ab. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre legte die durchschnittliche Ingenieurverg&uuml;tung um rund 9000 Euro oder 14 Prozent auf fast 64.000 Euro Jahresverdienst brutto zu. In den vergangenen Monaten fiel der Anstieg jedoch geringer aus, wie aus dem &bdquo;Gehaltsatlas&ldquo; dieser Zeitung in Zusammenarbeit mit der Seite Gehaltsvergleich.com hervorgeht. &bdquo;Damit spiegeln die Geh&auml;lter die sinkenden Konjunkturerwartungen der Arbeitgeber wider&ldquo;, sagt Tim B&ouml;ger, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Gehaltsvergleich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/das-verdienen-ingenieure-13161128.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ach so, hier geht es nicht ums Geld, sondern um &ldquo;Besch&auml;ftigungschancen&rdquo;. Frage: brauche ich &ldquo;Besch&auml;ftigungschancen&rdquo; in einem Bereich mit &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo;?<\/em><br>\n<em>Schon die &Uuml;berschrift ist falsch: Statt &ldquo;Das verdienen Ingenieure&rdquo; m&uuml;&szlig;te es hei&szlig;en, &ldquo;Das *bekommen* Ingenieure&rdquo;. Im Artikel folgt das &uuml;bliche Gefasel zum angeblichen Fachkr&auml;ftemangel, der gleich im dritten Satz widerlegt wird: &rdquo; Innerhalb der vergangenen zehn Jahre legte die durchschnittliche Ingenieurverg&uuml;tung um rund [&hellip;] 14 Prozent auf fast 64.000 Euro Jahresverdienst brutto zu.&rdquo; 14% in 10 Jahren sind im Durchschnitt 1,3% pro Jahr und damit noch deutlich *unter* der Inflationsrate von durchschnittlich 1,7% pro Jahr bzw. 18% in 10 Jahren. Au&szlig;erdem fehlen die Gehaltserh&ouml;hungen f&uuml;r das Produktivit&auml;tswachstum, vielleicht noch einmal 10% &uuml;ber 10 Jahre (?). D. h. Ingenieure bekommen &ndash; gemessen am Gehalt von 2004 und einer normalen, verteilungsneutralen Gehaltsentwicklung etwa 14% weniger, als sie verdienen. Laut Astheimer schrumpft also bei einem Fachkr&auml;ftemangel (!) das Gehalt in 10 Jahren um 14%, d. h. bei steigenden Bedarf und einem angeblich sinkenden Angebot fallen die Preise &ndash; so kontraintuitiv funktioniert Marktwirtschaft bei Astheimer. Davon, da&szlig; der Gro&szlig;teil der Neueinstellungen heute im miserabelst bezahlten Leiharbeitsgewerbe stattfindet und die Einstiegsgeh&auml;lter im Zeitarbeitsbereich nominal (!) auf dem Niveau von 1996 liegen, m&ouml;chte uns Astheimer auch nicht berichten.<\/em><br>\n<em>Der angek&uuml;ndigte <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/frankfurter-allgemeine-zeitung-faz-streicht-bis-zu-200-stellen-a-991803.html\">Stellenabbau bei der FAZ<\/a> w&auml;re eine gute Gelegenheit zum Gro&szlig;reinemachen. Leider ist zu bef&uuml;rchten, da&szlig; echte Fachkr&auml;fte (z. B. im ausgezeichneten Feuilleton der FAZ) gehen m&uuml;ssen und haltlose neoliberale Propagandisten wie Astheimer, die nicht einmal ein paar offenkundige Zahlen richtig interpretieren k&ouml;nnen, an ihrem Platz belassen werden, weil sie die in jeder Hinsicht unhaltbare politische Position der FAZ noch im Schlaf herunterbeten k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nahles will Lokf&uuml;hrer, Piloten und &Auml;rzte entmachten<\/strong><br>\nKleine aber schlagkr&auml;ftige Gewerkschaften haben in Deutschland gro&szlig;en Einfluss. Mit ihren Streiks k&ouml;nnen wenige Lokf&uuml;hrer und &Auml;rzte sehr viele Menschen treffen. Diese Macht will Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) jetzt brechen. (&hellip;)<br>\nDer Chef der Lokf&uuml;hrergewerkschaft (GDL) Claus Weselsky sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.): &bdquo;Das ist Lobbyismus in Reinkultur. Die SPD bet&auml;tigt sich als ausf&uuml;hrendes Organ des DGB und will das Streikrecht zu unseren Ungunsten &auml;ndern.&ldquo; Die Arbeitgeber wiederum profitierten von schwachen Arbeitnehmervertretungen. &bdquo;Deshalb werden wir auch gezielt von der Deutschen Bahn im Sommer 2014 in einen Tarifkonflikt gef&uuml;hrt, damit die sich selbst erf&uuml;llende Prophezeiung von den &uuml;berm&auml;&szlig;ig streikenden Berufsgewerkschaften auch von den Interessierten herbeigeredet werden kann. Das Ergebnis stand doch schon fest, bevor wir &uuml;berhaupt die Verhandlungen begonnen hatten.&ldquo; Wer nun &bdquo;scheinheilig den Untergang des Abendlandes herbeiredet, um Arbeitnehmern das Streikrecht zu entziehen, der sollte sich sch&auml;men&ldquo;, sagte Weselsky.<br>\nAuch der Deutsche Beamtenbund (dbb) lehnt Nahles Vorhaben rundweg ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/kleine-gewerkschaften-nahles-will-lokfuehrer-piloten-und-aerzte-entmachten-13164631.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Es entsteht der Eindruck, dass Frau Nahles -und mit ihr wohl auch die derzeitige SPD-Spitze- vergessen hat, weshalb die SPD vor &uuml;ber 150 Jahren gegr&uuml;ndet worden ist: Als politischer Arm zur Vertretung von Interessen der Arbeitnehmerschaft &ndash; und nicht zur Einschr&auml;nkung von gewerkschaftlichen Aktivit&auml;ten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Doch kein Jobwunder?<\/strong><br>\nSeit Jahren wird von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) und vom Statistischen Bundesamt ein &raquo;Besch&auml;ftigungsrekord&laquo; nach dem anderen vermeldet. Als Bewohnerin der ostdeutschen Provinz reibt man sich jedes Mal verwundert die Augen: Wo sind sie nur, die Jobs? Am Donnerstag r&auml;umte die BA selbst bzw. das ihr angeschlossene Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ein, da&szlig; die Arbeitslosigkeit kaum sinkt und auch 2015 auf hohem Niveau verharren wird.<br>\nGleichzeitig bescheinigen die IAB-Forscher dem deutschen Arbeitsmarkt eine &raquo;gute Grundverfassung&laquo; &ndash; und prognostizieren den n&auml;chsten Rekord: Die Zahl der Besch&auml;ftigten werde &raquo;um knapp 270000 auf 42,89 Millionen steigen&laquo;. Darunter sollen 30,61 Millionen in den Genu&szlig; einer sozialversicherungspflichtigen Stelle kommen, das w&auml;ren 430000 mehr als im laufenden Jahr. [&hellip;]<br>\nFolgerichtig gibt es zwar offiziell &raquo;nur noch&laquo; 2,9 Millionen Erwerbslose, aber nach ibus-Informationen mehr als 5,4 Millionen erwerbsf&auml;hige Erwachsene, die auf Hartz-IV-Leistungen bzw. Arbeitslosengeld angewiesen sind. Die Zahl der als erwerbslos Registrierten wird 2015 laut IAB weiter sinken, wenn auch nur noch &raquo;um gut 20000 auf 2,88 Millionen&laquo;. Allerdings stagniere die Arbeitslosigkeit &raquo;seit Jahren&laquo;, konstatieren die Wissenschaftler. Seit einiger Zeit sei es f&uuml;r Jobsuchende und vor allem Langzeitarbeitslose immer schwieriger, eine Stelle zu finden. Die Gr&uuml;nde: Einerseits reichten ihre &raquo;Profile&laquo; oft &raquo;nicht mehr f&uuml;r die Anforderungen der Firmen&laquo;, andererseits gehe die Steigerung bei der Besch&auml;ftigung zunehmend darauf zur&uuml;ck, da&szlig; mehr Zuwanderer, Frauen und &Auml;ltere arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/09-19\/042.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>CSU will &ldquo;Hartz-IV-Aufweichungen&rdquo; stoppen<\/strong><br>\nDie CSU will nach den Worten des bayerischen Ministerpr&auml;sidenten Horst Seehofer die von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) geplanten Aufweichungen der Hartz-IV-Sanktionen stoppen.<br>\nSeehofer sagte der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;: &ldquo;Das Verw&auml;ssern der Sanktionen bei Dr&uuml;ckebergern wird die CSU verhindern. Die Agenda 2010 war ja wohl nicht die verkehrteste Reform in Deutschland und steht f&uuml;r das Prinzip des F&ouml;rdern und Forderns. Wir k&ouml;nnen jetzt nicht das tragende Element des Forderns von Arbeitslosen aufweichen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDer Staat wolle Hartz-IV-Empf&auml;nger st&auml;rker &uuml;berwachen, um F&auml;lle von Leistungsmissbrauch fr&uuml;her als bisher aufzudecken, schreibt derweil das Magazin &ldquo;Focus&rdquo; unter Berufung auf eine Liste mit 36 Vorschl&auml;gen f&uuml;r Gesetzes&auml;nderungen, die eine Bund-L&auml;nder-Arbeitsgruppe Anfang Juli beschlossen habe. Demnach soll die Frequenz der automatischen Datenabgleiche von bislang viermal im Jahr auf bis zu einmal pro Monat erh&ouml;ht werden. Bei dem Abgleich pr&uuml;fen die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und die Kommunen, ob Hartz-IV-Empf&auml;nger unberechtigt Zusatz-Einnahmen erzielen, etwa durch Renten, Kapitalertr&auml;ge oder Minijobs.<br>\nNeben strengeren Kontrollen schlagen die Experten laut &ldquo;Focus&rdquo; auch Erleichterungen f&uuml;r Langzeitarbeitslose vor. So sollten Hartz-IV-Bez&uuml;ge k&uuml;nftig nicht mehr pf&auml;ndbar sein. Geplant sei auch, die Leistungen k&uuml;nftig in der Regel f&uuml;r zw&ouml;lf Monate zu bewilligen statt wie bisher f&uuml;r sechs. Zudem sollten Hartz-IV-Bezieher, die kurzfristig in Geldnot geraten sind, k&uuml;nftig eine Abschlagszahlung auf die Leistung des n&auml;chsten Monats erhalten k&ouml;nnen. Der Vorschuss sei auf 30 Prozent des Regelbedarfs begrenzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/csu-will-hartz-iv-aufweichungen-stoppen-id9847554.html\">WAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.G.:<\/strong> Das ist das Gleiche, als wenn den jetzt 50% arbeitslosen Jugendlichen in Griechenland gesagt w&uuml;rde:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Wir k&ouml;nnen euch zwar in Zukunft keine Perspektive und Arbeit anbieten, aber wir suchen st&auml;ndig nach Gr&uuml;nden euch zu sanktionieren, wenn ihr selbst keine Arbeit findet.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rede Heider Heydrich: Verrat an der Altersvorsorge &ndash; &bdquo;Was ist aus den politischen Versprechen geworden?&ldquo;<\/strong><br>\nEin Bericht aus 10 j&auml;hriger Erfahrung<br>\nSehr geehrte Damen und Herren,<br>\nDie meisten von Ihnen kennen mich aus der Gr&uuml;nderzeit unseres Fachverbandes im Jahre 2002-2003 oder teils auch aus meinem damaligen beruflichen Umfeld. Ich glaube behaupten zu k&ouml;nnen, dass ich mich bisher zu jenen B&uuml;rgern z&auml;hlen durfte, die ihr Anliegen bei aller Gewichtigkeit von Problemen, besonnen angegangen sind.<br>\nHeute ist der Tag, an dem ich meinen Vorsitz des Betriebsrentner e. V. an meinen Nachfolger abgeben werde und gleichzeitig ist dies der Moment, wo ich meine bisherige Zur&uuml;ckhaltung aufgeben werde und heute Klartext reden m&ouml;chte.<br>\nDer Umgang der Politik und der Medien mit dem Problem der Altersvorsorge in unserer Republik ist derart verkommen, dass &uuml;blich vorgebrachte Argumente nicht mehr helfen.<br>\nHier ist Klartext angesagt.<br>\nLeise ge&uuml;bte Kritik, die auf die Missst&auml;nde aufmerksam macht, hat die Wirkung einer Entschuldigung, sie bleibt somit wirkungslos und letztendlich am Kritisierenden selbst h&auml;ngen. Das ist meine bittere Erfahrung.<br>\nUnsere Erkenntnis ist:<br>\nKritik an den herrschenden Missst&auml;nden muss hart sein, sie muss in ihrer Wirkung aufr&uuml;tteln, ja sie muss sogar jenen Angst machen, die f&uuml;r diese Missst&auml;nde verantwortlich sind, um geh&ouml;rt zu werden, sie muss Wirkung erzielen um der Gerechtigkeit willen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140922_verrat_an_der_altersvorsorge-vortrag.pdf\">Heider Heydrich [PDF &ndash; 131 KB]<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: &bdquo;Wer nachrechnet, wundert sich, wie lange es dauert, bis er das eingezahlte Geld zur&uuml;ck erh&auml;lt.&ldquo; Nat&uuml;rlich &ndash; es geht um die &ldquo;Riester-Rente&rdquo;<\/strong><br>\nDas wird f&uuml;r diejenigen, die sich mit den Untiefen der privaten Altersvorsorge und dabei vor allem der &ldquo;Riester-Rente&rdquo; besch&auml;ftigt haben, keine &uuml;berraschende Erkenntnis sein: Erste Riester-Renten fallen niedriger aus, so ist ein Artikel in der Frankfurter Rundschau &uuml;berschrieben.&#8232;&Uuml;ber die Riester-Rente wurde in den vergangenen Jahren immer wieder und zunehmend auch kritischer berichtet. Diese Auseinandersetzung ist wichtig, wenn man bedenkt, wie viele Millionen Menschen sich vom Staat haben leiten lassen, einen Teil ihrer zuk&uuml;nftigen Altersversorgung auf diese S&auml;ule zu legen. Und auf den ersten Blick scheint das ja auch ein gutes Angebot zu sein, wenn man bedenkt, wie tief der Staat in die Taschen (seiner Steuerzahler) greift, um den Abschluss von Riester-Vertr&auml;gen anzureizen: Riester-Sparer bekommen eine staatliche Grundzulage von bis zu 154 Euro pro Jahr. F&uuml;r jedes vor 2008 geborene Kind gibt es zus&auml;tzlich 185 Euro, f&uuml;r jedes danach geborene Kind 300 Euro. Gutverdiener profitieren eher von den m&ouml;glichen Steuerersparnissen als den Zulagen.<br>\nUm diese Zulagen in voller H&ouml;he zu erhalten, m&uuml;ssen Riester-Sparer pro Jahr, die Zulagen bereits eingerechnet, vier Prozent ihres Vorjahresbruttoeinkommens, maximal 2100 Euro, in ihren Riester-Vertrag einzahlen. Neben der Zulage k&ouml;nnen je nach Einzelfall noch Steuererstattungen anfallen, so der Artikel aus der Frankfurter Rundschau.<br>\nNiels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-W&uuml;rttemberg in Stuttgart hat nun aber beobachtet: &bdquo;Erste Vertr&auml;ge, die nun f&auml;llig werden, weisen mitunter eine viel niedrigere Rente aus, als urspr&uuml;nglich in Aussicht gestellt wurde&ldquo;. Und weiter wird er zitiert mit den Worten: &bdquo;Wer nachrechnet, wundert sich, wie lange es dauert, bis er das eingezahlte Geld zur&uuml;ck erh&auml;lt.&ldquo;&#8232;Dieser problematische Aspekt wurde bereits an anderer Stelle diskutiert und nachgewiesen. F&uuml;r eine vertiefende Auseinandersetzung vgl. beispielsweise die Studie<br>\nJoebges, Heike et al.: Auf dem Weg in die Altersarmut. Bilanz der Einf&uuml;hrung der kapitalgedeckten Riester-Rente (= IMK Report, Nr. 73), D&uuml;sseldorf: Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung, September 2012.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2014\/09\/19-riester-rente.html#more\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Gegen Putin hilft nur die gute alte Abschreckung<\/strong><br>\nDer russische Pr&auml;sident Wladimir Putin droht halb Osteuropa mit einem schnellen Einmarsch. Doch seinen Worten m&uuml;ssen keine Taten folgen. Wichtig ist, dass der Westen sich nicht einsch&uuml;chtern l&auml;sst.<br>\nJede zwischenstaatliche Auseinandersetzung ist auch ein Krieg um die Gunst der &ouml;ffentlichen Meinung. Von daher kommt dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Petro Poroschenko das Zitat gelegen, das er seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin zuschreibt. In einem Telefongespr&auml;ch habe ihm Putin indirekt mit einem Einmarsch gedroht. Mehr als das: Wenn er wolle, so der russische Pr&auml;sident nach Poroschenkos Aussage, k&ouml;nnten &ldquo;russische Truppen in zwei Tagen nicht nur in Kiew, sondern auch in Riga, Vilnius, Tallinn, Warschau oder Bukarest sein&rdquo;.<br>\nPutin hat &auml;hnlich drastische Worte schon fr&uuml;her gefunden. Bereits im August erkl&auml;rte er EU-Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso mehr oder weniger verhohlen, wie schnell seine Panzer in Kiew f&uuml;r Friedhofsruhe sorgen k&ouml;nnten. Anatoli Nogowizyn hielt sich 2008 nicht einmal mit einem Hinweis auf die konventionelle Macht seines Landes auf. In wahren Sprechkaskaden &ndash; stromschnell, prasselnd und alles &uuml;berrennend &ndash; drohte der russische General Warschau mit einem Atomschlag, sollte Polen sich an der Raketenabwehr der Amerikaner beteiligen.<br>\nKurzum, man darf Poroschenko getrost glauben: Wladimir Putin spricht so. Und dass Russen auch so handeln k&ouml;nnen, das haben die russischen Soldaten in Budapest 1956, Prag 1968, Kabul 1979 und Georgien 2008 bewiesen. Russland ist die letzte imperialistische Macht auf dem europ&auml;ischen Kontinent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article132388121\/Gegen-Putin-hilft-nur-die-gute-alte-Abschreckung.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Wir hatten bereits am letzten Freitag Hinweise mit &auml;hnlichem Inhalt aufgenommen. Dass die &bdquo;Springer&ldquo;-Presse bei so einer Meldung nicht fehlt, kann nicht verwundern. Erneut ein Beleg f&uuml;r die Einseitigkeit unserer sogenannten Qualit&auml;tsjournalisten nach dem Motto: &bdquo;Nur gemeinsam sind wir stark gegen Putin und Russland&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&raquo;Freedom and Democracy&laquo;<\/strong><br>\nSeit Weltkriegsende ist die CIA in der Ukraine aktiv: von der Unterwanderung der Kulturszene &uuml;ber die Inszenierung einer &raquo;orangen Revolution&laquo; bis zur heutigen Milit&auml;rberatung<br>\nIn der Ukraine-Krise liegt der mediale Fokus weiterhin auf dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin. Was will er, was plant er, was denkt er? So fragen viele Kommentatoren und vermeiden dabei in der Regel einen &auml;hnlich gr&uuml;ndlichen Blick in die andere Richtung, gen Westen. Nicht wenige Beobachter waren daher &uuml;berrascht, diesen selbstkritischen Blick nun in der aktuellen Septemberausgabe der altehrw&uuml;rdigen Zeitschrift Foreign Affairs zu entdecken, bekanntlich herausgegeben vom konservativen New Yorker Eliteklub &raquo;Council on Foreign Relations&laquo;.<br>\nDer renommierte Politologe John Mearsheimer argumentiert dort freim&uuml;tig, da&szlig; die USA und ihre europ&auml;ischen Alliierten &raquo;den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Verantwortung f&uuml;r die Krise tragen&laquo;. &raquo;Die Wurzel der Probleme&laquo;, so Mearsheimer, &raquo;ist die NATO-Erweiterung, als zentrales Element einer gr&ouml;&szlig;eren Strategie, um die Ukraine aus dem russischen Einflu&szlig;bereich herauszutrennen und in den Westen zu integrieren&laquo;. Die L&ouml;sung des Konflikts bestehe nun darin, sich von diesem Ziel zu verabschieden und die Ukraine gerade nicht weiter zum Frontstaat, sondern zu einer neutralen Br&uuml;cke zwischen Ost und West zu machen &ndash; vergleichbar etwa der Rolle &Ouml;sterreichs im Kalten Krieg. Auch solle der Westen seine Bem&uuml;hungen um ein &raquo;Social Engineering&laquo; in der Ukraine &raquo;erheblich einschr&auml;nken&laquo;. Was Mearsheimer damit meint, ist die aktive westliche Unterst&uuml;tzung der sogenannten Farbrevolutionen, wie etwa der &raquo;orangen Revolution&laquo; von 2004 oder eben der j&uuml;ngsten Maidan-Bewegung in Kiew.<br>\nDa&szlig; diese spezielle Form der &raquo;Demokratief&ouml;rderung&laquo; in der Ukraine ihre Wurzeln in CIA-Programmen hat, ist zwar immer wieder vermutet worden, wurde in seiner historischen Komplexit&auml;t erst in j&uuml;ngerer Zeit bekannt. Denn wie Dokumente zeigen, operiert die CIA tats&auml;chlich seit den 1950er Jahren kontinuierlich in der Ukraine &ndash; dabei meist an der Seite rechtsextremer Nationalisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/09-22\/001.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wie Unternehmen die Parteien unerkannt mit Millionen sponsern<\/strong><br>\nGerade einmal vier Gro&szlig;spenden seit Januar: F&uuml;r die Parteien k&ouml;nnte es das schlechteste Jahr seit langem werden. Doch Unternehmen und Lobbyverb&auml;nde haben ihre Zuwendungen an die Parteien nicht etwa eingestellt, sondern tarnen sie nur besser. Durch v&ouml;llig &uuml;berteuerte Werbeanzeigen in den Mitgliederzeitschriften der Parteien und horrende Standmieten auf Parteitagen wechseln Millionenbetr&auml;ge die Seite &ndash; als Betriebsausgaben lassen die sich sogar von der Steuer absetzen.<br>\nF&uuml;r ein Unternehmen ist das Bekanntwerden seiner Gro&szlig;spende an eine politische Partei geradezu gesch&auml;ftssch&auml;digend &ndash; schlie&szlig;lich bringt sie dies schnell in den Ruch der Korruption. Viele haben daraus offenbar Konsequenzen gezogen.<br>\nSeit einigen Jahren ist zu beobachten, dass bei den Parteien immer weniger Gro&szlig;spenden von mehr als 50.000 Euro eingehen. F&uuml;r diese gelten besondere Transparenzregeln: Parteien m&uuml;ssen sowohl den Betrag als auch den Namen des Geldgebers publik machen &ndash; und zwar unverz&uuml;glich.<br>\n2010 gab es noch 25 solcher Zuwendungen, 2011 waren es 20, ein Jahr sp&auml;ter nur noch 13. In dieser Zeit hatten Organisationen wie abgeordnetenwatch.de und Lobbycontrol damit begonnen, immer wieder &ouml;ffentlich auf die Zahlungen aus der Wirtschaft an CDU, CSU, FDP, SPD und Gr&uuml;ne hinzuweisen (die Linke hat bislang noch keine Gro&szlig;spende von Unternehmen erhalten). Dass die Zahl der besonders hohen Spenden 2013 dann pl&ouml;tzlich auf 31 anstieg, war ein in Wahljahren &uuml;blicher Sondereffekt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2014-09-18\/wie-unternehmen-die-parteien-unerkannt-mit-millionensummen-sponsern\">abgeordnetenwatch.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Betreff: Judenhass<\/strong><br>\nBirgit* arbeitet in der israelischen Botschaft in Berlin. &ldquo;Ich bin eigentlich sehr abgeh&auml;rtet&rdquo;, sagt sie. Aber seit Kurzem hat sie in den sozialen Netzwerken alle Hinweise auf ihren Arbeitsplatz gel&ouml;scht. &ldquo;Man darf denen nicht die Macht geben, mich mit ihren &Auml;u&szlig;erungen zu verletzen.&rdquo; &ldquo;Denen&rdquo; &ndash; damit sind diejenigen gemeint, die seit Beginn des Gazakriegs im Juli auf der Facebook-Seite der Botschaft, auf Twitter oder bei YouTube Hasseintr&auml;ge hinterlassen. Andere schreiben ausf&uuml;hrliche Briefe oder senden Ansichtspostkarten mit h&uuml;bschen Bildmotiven, die, wie es sich geh&ouml;rt, korrekt frankiert sind. Weniger korrekt sind die Inhalte: Djibriel S.: &ldquo;Hamas sollte mal Zyklon B einsetzen.&rdquo; G&uuml;nter K.: &ldquo;Wie sch&ouml;n w&auml;re die Welt ohne Juden.&rdquo; Taner K.: &ldquo;Hitler wo bist duuuuuuuuuu.&rdquo; Maurice A.: &ldquo;Ihr dreckigen Juden geh&ouml;rt vergast!!!&rdquo; Tausende solcher und &auml;hnlicher Nachrichten sind in den letzten Wochen bei der israelischen Botschaft angekommen. Ein Gro&szlig;teil davon flimmerte auch auf Birgits Bildschirm, sie arbeitet f&uuml;r die Social-Media-Abteilung. &ldquo;Ich erspare mir das Lesen bis zum Ende&rdquo;, sagt sie. Einmal, Birgit hatte bei Facebook &ldquo;Danke f&uuml;r Eure Solidarit&auml;t&rdquo; an die Israelunterst&uuml;tzer gepostet, ergoss sich ein solcher Strudel Hassnachrichten &uuml;ber sie, dass sie mit dem L&ouml;schen nicht mehr nachkam. &ldquo;Die ganze Abteilung hat das Wochenende damit verbracht, nur die Delete-Taste zu dr&uuml;cken&rdquo;, sagt sie. &ndash; Die Schreiben sind Anzeichen des Antisemitismus, der in der realen Welt zweifellos existiert. Aber, sagt Botschafter Yakov Hadas-Handelsman: &ldquo;Das eigentliche Problem ist die schweigende Mehrheit. Die Deutschen sollten sich fragen, warum sich manche Juden in Deutschland nicht mehr sicher f&uuml;hlen.&rdquo; Und er zitiert Dieter Graumann, den Pr&auml;sidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, der j&uuml;ngst &auml;u&szlig;erte: &ldquo;Das sind die schlimmsten Zeiten seit der Nazi&auml;ra.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2014%2F09%2F13%2Fa0182&amp;cHash=a1380aba752b2de117688df45ada1629\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider eine Analyse, die nicht in die Frage nach den Ursachen m&uuml;ndet. Es ist kaum tr&ouml;stlich, dass sich die Zahl der Antisemiten konstant h&auml;lt, wenn die verbale Gewalt dieser Leute derart ausufert. Es ist schwer verst&auml;ndlich, wie Wolfgang Benz davon sprechen kann, dass sich der Judenhass in Deutschland nicht wesentlich verst&auml;rkt habe, wenn sich der Antisemitismus immer hemmungsloser artikulieren kann, ohne dass die Mehrheit emp&ouml;rt aufschreit. Was f&uuml;hrt diese Menschen zu solch grenz&uuml;berschreitenden Hasstiraden? Warum reagieren die deutschen Medien nicht ad&auml;quat? M&ouml;chte Botschafter Yakov Hadas-Handelsman dieses Ph&auml;nomen damit erkl&auml;ren, dass die Bereitschaft der schweigenden Mehrheit gewachsen  ist, mehr verbalen Antisemitismus zu dulden? Dies w&uuml;rde doch bedeuten, dass der latente Antisemitismus in der schweigende Mehrheit gewachsen ist. Schweigt diese Mehrheit, weil sie verst&auml;rkt mit dem Vorgehen in Gaza oder der israelischen Siedlungspolitik nicht einverstanden ist? Sind wir in unserer Gesamtheit verbal hemmungsloser geworden? Ist die generelle Bereitschaft zur Ausgrenzung in der Bev&ouml;lkerung angewachsen? Und was k&ouml;nnte eine angemessene Reaktion der Medien und der Politik auf die Zunahme an verbalem Hass sein? &ndash; Ich denke, jeder, der in der Familie, in Schulen, auf der Arbeit oder sonst wo in der Gesellschaft im Laufe von Auseinandersetzungen erlebt hat, wie verbale Attacken entgleisen, wird zustimmen m&uuml;ssen, dass damit eine neue, oft nicht mehr korrigierbare &ldquo;Qualit&auml;t&rdquo; erreicht wurde &ndash; an deren Grenze eine Gewalt lauert, die nicht mehr verbal ist.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Muslime gegen Judenhass und IS-Terror<\/strong><br>\n&ldquo;Der IS zieht den Islam in den Dreck&rdquo;, meint der deutsche Zentralrat der Muslime. Aus diesem Grund hatte er zu einem bundesweiten Aktionstag gegen Hass und Gewalt aufgerufen &ndash; auf der Stra&szlig;e und in Moscheen.<br>\n&ldquo;Die Zahl der gewaltbereiten Islamisten hat im vergangenen Jahr dramatisch zugenommen&rdquo;, sagt Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) in einem gemeinsamen Interview mit der deutschen Tageszeitung &ldquo;Die Welt&rdquo; und der t&uuml;rkischen Zeitung &rdquo; H&uuml;rriyet&rdquo;. Er warnt vor einer zunehmenden Radikalisierung unter deutschen Muslimen.<br>\nEr beobachte mit Sorge, dass die Zahl der radikalisierten Menschen gerade aus dem Bereich des Salafismus steige. Derzeit seien es etwa 6000 Radikalisierte; im Verh&auml;ltnis zu den vier Millionen Muslimen in Deutschland sei es aber eine kleine Zahl. &ldquo;Wir sch&auml;tzen, dass sich ungef&auml;hr 400 junge Menschen aus Deutschland so radikalisiert haben, dass sie unter einer f&auml;lschlichen Berufung auf den Islam aus Deutschland Krieg und Terror nach Syrien und in den Irak tragen&rdquo;, so der Minister weiter. (&hellip;)<br>\nIn Deutschland sind Muslime immer wieder Opfer von Gewalt und Islamfeindlichkeit. Seit Anfang 2012 wurden in Deutschland knapp 80 Straftaten rund um Moscheen ver&uuml;bt. Allein im vergangenen Monat gab es f&uuml;nf Brandanschl&auml;ge<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/muslime-gegen-judenhass-und-is-terror\/a-17934484\">DW<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Realpolitik in ihrem schlechtesten Sinne: Baden-W&uuml;rttemberg stimmt Asylrechtsversch&auml;rfung im Bundesrat zu<\/strong><br>\nPRO ASYL: Fataler Deal auf Kosten von Roma-Fl&uuml;chtlingen<br>\nIm zweiten &bdquo;Asylkompromiss&ldquo; nach 1992 wurde das Menschenrecht auf Asyl erneut Gegenstand eines politischen Gesch&auml;fts<br>\nHeute stimmte Baden-W&uuml;rttembergs Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann (Gr&uuml;ne) im Bundesrat der Einstufung Serbiens, Mazedoniens und Bosnien-Herzegowinas als so genannte &bdquo;sichere Herkunftsstaaten&ldquo; zu. Damit stehen Fl&uuml;chtlinge aus diesen L&auml;ndern in Zukunft weitestgehend schutzlos da. Vorangegangen war ein politischer Deal. Im Gegenzug zu der Asylrechtsversch&auml;rfung wurden Erleichterungen beim Arbeitsmarktzugang, der Residenzpflicht und im Sozialrecht zugesagt. PRO ASYL liegt der Wortlaut vor. Eine erste Analyse zeigt: Der Deal ist Realpolitik in ihrem schlechtesten Sinne, Ausnahmeregelungen hebeln viele Verbesserungen wieder aus<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.proasyl.de\/de\/presse\/detail\/news\/realpolitik_in_ihrem_schlechtesten_sinne_baden_wuerttemberg_stimmt_asylrechtsverschaerfung_im_bunde\/\">PRO ASYL<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Gr&uuml;nes Entsetzen &uuml;ber Kretschmann<\/strong><br>\nBlankes Entsetzen herrscht bei vielen Gr&uuml;nen &uuml;ber das &ldquo;Ja&rdquo; im Bundesrat von Baden-W&uuml;rttembergs Regierungschef Kretschmann zum Asylkompromiss. Er habe das Recht auf Asyl f&uuml;r &ldquo;&lsquo;nen Appel und &lsquo;n Ei&rdquo; verkauft, so etwa Innenexperte Beck.<br>\nEs geht ein Riss durch die gr&uuml;ne Partei. Das war schon bei der Debatte im Bundesrat nicht zu &uuml;berh&ouml;ren. Der baden-w&uuml;rttembergische Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann, der dem neuen Asylrecht zur Mehrheit verhalf, verteidigte seine Entscheidung vehement. Ihm sei wichtig gewesen, &ldquo;f&uuml;r die Kommunen, die Fl&uuml;chtlinge aufnehmen, eine reale Entlastung zu erwirken. Nach harten und langen Verhandlungen ist es aus meiner Sicht gelungen, substanzielle Verbesserungen zu erreichen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/asylkompromiss-gruene-100.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Es sollte nicht vergessen werden, wer ma&szlig;geblich f&uuml;r diese &Auml;nderung des Asylrechts verantwortlich ist: Ganz wesentlich CDU\/CSU und SPD. Dass Kretschmann eigenwillig ist, d&uuml;rfte sp&auml;testens seit dem Umgang mit dem neuen Bahnhof in Stuttgart bekannt sein; siehe dazu z.B. hier: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16023\">Kretschmann kann oder will die Chancen zum Ausstieg aus Stuttgart 21 nicht nutzen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Norbert Bl&uuml;m: Der Verfall des Rechtsanwaltsberufes<\/strong><br>\nMit der Verk&uuml;mmerung einer verbindlichen Berufsethik hat sich der Rechtsanwaltsberuf selbst degradiert<br>\nBerufsst&auml;nde, welche sich herk&ouml;mmlicherweise &uuml;ber Kritik erhaben d&uuml;nken, schweben leicht &uuml;ber den Wolken ihrer tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse und werden so leicht Opfer ihrer Selbst&uuml;bersch&auml;tzung. Kritik ist in solchen F&auml;llen eine Hilfe zur Wiedergewinnung von Bodenhaftung, welche die Funktion&auml;re solcher Berufsst&auml;nde oft verloren haben, ohne es selbst zu bemerken. Eine kritische Untersuchung des Rechtsanwaltstandes sollte bei seiner Selbstdarstellung einsetzen. Diese kann man dem &ldquo;Diskussionspapier der Bundesrechtsanwaltskammer zur Berufsethik der deutschen Rechtsanw&auml;ltinnen und Rechtsanw&auml;lte&rdquo; entnehmen (Stand 30. August 2010).<br>\nUm das Ergebnis vorwegzunehmen: Eine verbindliche Berufsethik der Rechtsanw&auml;ltinnen und Rechtsanw&auml;lte gibt es nicht mehr. Sie ist pass&eacute;. Mit dieser selbst gew&auml;hlten Degradierung wird der Rechtsanwaltsberuf ein Job wie jeder andere, beispielsweise der eines Kellners oder eines Tankwarts. Aber das war nicht immer so &hellip;<br>\nDas Selbstverst&auml;ndnis<br>\nDer Beruf des Rechtsanwalts ist von seiner Herkunft und der ihm zugedachten Funktion kein gew&ouml;hnlicher Dienstleistungsberuf. Ein Anwalt bietet seine Dienste im Namen des Rechts an. &ldquo;Rechtsanw&auml;ltinnen und Rechtsanw&auml;lte &uuml;ben einen Vertrauensberuf aus. Ihnen ist ein f&uuml;r jeden einzelnen, aber auch f&uuml;r die staatliche Gemeinschaft besonders wichtiges Gut anvertraut: das Recht.&rdquo; So steht es im Diskussionspapier des Pr&auml;sidiums der Bundesrechtsanwaltskammer zur Berufsethik der deutschen Rechtsanw&auml;ltinnen und Rechtsanw&auml;lte. (I.2)<br>\nDer Rechtsanwalt ist ein &ldquo;Organ der Rechtspflege&rdquo;<br>\nDie Sonderstellung des Anwalts ist mit besonderen Rechten und Pflichten ausgestattet. Auf der einen Seite stehen Privilegien wie beispielsweise das Zeugnisverweigerungsrecht, Akteneinsichtsrecht und die Beschlagnahmefreiheit ihrer Akten; auf der anderen Seite ergeben sich die Pflichten der Verschwiegenheit, das Verbot der Vertretung widerstreitender Interessen und anderes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42809\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>TV-Tipp: Die Anstalt<\/strong><br>\nPolitsatire mit Max Uthoff und Claus von Wagner<br>\nP&uuml;nktlich zum astronomischen Herbstanfang nehmen Max Uthoff und Claus von Wagner ihre kabarettistische Arbeit in der Anstalt wieder auf. Zusammen mit Simone Solga, John Doyle und Tobias Mann analysieren sie satirisch genau, welche folgenschweren politischen Man&ouml;ver, unter dem Deckmantel der WM-Euphorie, nahezu unbemerkt im Sommerloch versteckt wurden.<br>\nDienstag 23.09.2014, 22:15 &ndash; 23:00 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/4a8ba13b-a17d-454e-8175-b6981ca50026\/20350198?doDispatch=2\">ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23345","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23345","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23345"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23345\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23357,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23345\/revisions\/23357"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23345"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23345"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23345"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}