{"id":23412,"date":"2014-09-26T15:33:05","date_gmt":"2014-09-26T13:33:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412"},"modified":"2014-09-26T15:33:05","modified_gmt":"2014-09-26T13:33:05","slug":"hinweise-des-tages-ii-168","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h01\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h02\">EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h03\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h04\">Streit zwischen dem Bund und Toll Collect &ndash; Verfluchtes Schiedsgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h05\">Inequality<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h06\">Bontrup-Erwiderung, die erste: zur Logik und zur Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h07\">&Ouml;konomische Bedeutung und Leistungspotenziale von Migrantenunternehmen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h08\">Franz&ouml;sische Arbeitgeber fordern Arbeitszeit &agrave; la carte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h09\">Bankenunion beg&uuml;nstigt Gro&szlig;banken &ndash; Interview mit der Zeitung &bdquo;Das Parlament&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h10\">Das Kapital der Kirche &ndash; Steuertricks im Namen Gottes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h11\">Steigende Verwaltungskosten &ndash; Jobcentern fehlt das Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h12\">Sierra Leone: Ebola zieht Hungerkatastrophe nach sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h13\">Ulrich Chaussy &uuml;ber das Oktoberfest-Attentat und die NSU-Mordserie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h14\">Debattenkultur im Bundestag &ndash; Noch Fragen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h15\">Das Schweigen der Wissenschaftler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412#h16\">Zu guter Letzt: Bayern bleibt in Deutschland<\/a><\/li>\n\n<p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23412&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ukraine-Berichterstattung deutscher Medien hat Vorl&auml;ufer &ndash; und wirft grunds&auml;tzliche Fragen auf<\/strong><br>\nNach der ARD hat jetzt auch das ZDF seinen &ldquo;Eklat&rdquo; zur Ukraine-Berichterstattung. Der Umgang f&uuml;hrender Medien &ndash; besonders eklatant durch den &ldquo;Spiegel&rdquo; und &ldquo;Die Welt&rdquo; &ndash; wie auch von Intendanten und Redakteuren der kritisierten Anstalten mit den Einw&auml;nden wirft grunds&auml;tzliche Fragen auf. Sie reichen weit &uuml;ber den unmittelbaren Gegenstand der Kritik hinaus.<br>\nDie Reaktionen auf die Kritik an der Ukraine-Berichterstattung lassen zun&auml;chst einmal erkennen: die Kritisierten f&uuml;hlen sich durch die Kritik angegriffen. Das mag menschlich verst&auml;ndlich sein. Wobei allein dieser Aspekt auf grunds&auml;tzliche Fehlentwicklungen unserer Sozialisierung hinweisen: Sollten wir doch so erzogen und gebildet sein, dass wir Kritik als etwas positives begreifen. Kritik kann uns auf Denkfehler und Fehlverhalten, von denen kein Mensch frei ist, aufmerksam machen. Ob wir diese Kritik annehmen oder nicht, sollten wir dann davon abh&auml;ngig machen, ob wir die Kritik mit Argumenten widerlegen k&ouml;nnen. Das setzt eine nachdenkliche und offene Auseinandersetzung mit den in der Kritik formulierten Argumenten voraus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/09\/ukraine-berichterstattung-deutscher-medien-hat-vorlaufer-und-wirft-grundsatzliche-fragen-auf\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Unerw&uuml;nschte Person&ldquo;: Gr&uuml;nen-Politikerin an Einreise nach Russland gehindert<\/strong><br>\nDie Fraktionsvorsitzende der Gr&uuml;nen im EU-Parlament, Rebecca Harms, wollte in Russland einen Strafprozess beobachten. Doch bei ihrer Ankunft in Moskau wurde die Politikerin harsch abgewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/rebecca-harms-gruenen-politikerin-an-einreise-nach-russland-gehindert-a-993841.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.F.:<\/strong> Gestern abend hatte dieser Artikel noch einen Kommentarbereich. Doch die Leser hatten offenbar wieder eine eigene Meinung zu Thema, und  &ndash; schwupps &ndash; war der Kommentarbereich verschwunden.<br>\nEinige Kommentare hatten darauf hingewiesen, dass Harms selbst eine der gr&ouml;&szlig;ten Bef&uuml;rworterinnen von Reisebeschr&auml;nkungen gewesen war. Aber nat&uuml;rlich nur f&uuml;r Russen ;)<br>\nIn der Sendung Beckmann vom 06.03.2014 antwortete sie auf die Frage, was man gegen Putin machen k&ouml;nne: &ldquo;Das Einfrieren der Konten, totale Reisebeschr&auml;nkungen, &hellip;&rdquo;<br>\nDesweiteren &auml;u&szlig;erte sie sich in der Sendung so: &ldquo;Weil wenn [die Ukrainer] &hellip; es schaffen. &hellip; diesen Schritt in ein demokratisches System &hellip; voranzubringen, dann destabilisiert das auch Russland, &hellip;.  deswegen ist es eben auch f&uuml;r uns. &hellip; ein vermitteltes Sicherheitsinteresse, &hellip; dass Freiheit und Demokratie in der Ukraine sich entwickeln k&ouml;nnen, weil sie von da aus sich in den Osten entwickeln k&ouml;nnen. &rdquo;<br>\nVon der Destabilisierung Russlands erhofft sich Harms also Frieden, Demokratie und Sicherheit. Na, wenn das mal gut geht&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das mag zwar nicht die feine englische Art sein. Ausl&auml;ndische Politiker, die offen zum Sturz von Angela Merkel aufrufen und die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik abschaffen wollen, w&uuml;rden im Zweifelsfalle in Deutschland auch ein Einreiseverbot bekommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sevim Dagdelen &ndash; Vollstrecker deutscher Politik<\/strong><br>\nBundesregierung behauptet weiter, in der Ukraine w&uuml;rden Neonazis keinen besonderen Einflu&szlig; haben. Antwort auf Linke-Anfrage offenbart Desinteresse an realistischer Einsch&auml;tzung.<br>\nDie Bundesregierung verfolgt die innenpolitischen Entwicklungen in der Ukraine genau&laquo;, erkl&auml;rt Michael Roth (SPD), Staatsminister im Ausw&auml;rtigen Amt, in einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag zum fortschreitenden Rechtsruck in der Ukraine (Drucksache 18\/2559). Erstaunlich nur, da&szlig; derselbe Regierungsvertreter auf die meisten Fragen der Linken antwortet: &raquo;Der Bundesregierung liegen hierzu keine eigenen Erkenntnisse vor.&laquo; Das trifft auch auf das &raquo;Freiwilligenbataillon Asow&laquo; zu. Die Regierung behauptet, ihr seien lediglich Medienberichte bekannt, nach denen diese Miliz im Kern aus Neofaschisten oder rechten Fu&szlig;ballhooligans besteht. Allerdings w&uuml;rde sie rechte Milizen dieser Art auch &ouml;ffentlich legitimieren, g&auml;be sie zu, eigene Erkenntnisse &uuml;ber sie zu haben.<br>\nDas Kabinett h&auml;lt weiterhin an einer sehr speziellen juristischen Einsch&auml;tzung fest und ist der Ansicht, da&szlig; die mehrmals vereinbarte Entwaffnung militanter Gruppen in der Ukraine f&uuml;r diese nicht gelte, da sie ja dem Innenministerium unterst&uuml;nden. Dies, obwohl von den rechten Formationen immer wieder Putschdrohungen kommen &ndash; wie zuletzt von Dmitro Jarosch vergangene Woche.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/09-26\/048.php\">Junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/025\/1802559.pdf\">Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sevim Da&#287;delen, Dr. Sahra Wagenknecht, Annette Groth, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. [PDF]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EZB<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kritik am Kreditpaket der EZB: Grenzen der Stimulierung durch Liquidit&auml;t<\/strong><br>\nDas Interesse der Banken der Euro-Zone am ersten Angebot der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) von bedingter langfristiger Liquidit&auml;t (TLTRO) ist deutlich geringer ausgefallen, als Marktakteure im Vorfeld erwartet hatten. Regional zeigen sich bemerkenswert hohe Unterschiede in der Aufnahme. Die h&ouml;chste Nachfrage stammte von Banken aus Peripheriel&auml;ndern, die nach Sch&auml;tzungen der BoA Merrill Lynch mit 61 Mrd. &euro; fast drei Viertel der Gesamtsumme ausmachte. Dies f&uuml;hrt zur Frage, wie diese Banken angesichts der eher schlechten Wirtschaftslage die Bedingung der EZB erf&uuml;llen k&ouml;nnen, die erworbene Liquidit&auml;t in neue Kredite an Kunden umzuformen. Dagegen haben sich Banken aus den kr&auml;ftigeren Kernl&auml;ndern mit 21 Mrd. &euro; begn&uuml;gt. &hellip; Andere Erkl&auml;rungen deuten aber die Problematik der Notenbankpolitik an. Die Zur&uuml;ckhaltung der Banken zeige, dass nicht mehr einschr&auml;nkende Engp&auml;sse bei den Banken die Kreditvergabe begrenzten. Es fehle vielmehr die Nachfrage aus der realen Wirtschaft. Nachteil dieser Massnahmen sei auch, dass ihr Ausmass von den nachfragenden Banken abh&auml;nge und so von der Notenbank nicht kontrollierbar sei. Es best&auml;tige sich die Schwierigkeit, die Konjunktur durch monet&auml;re Massnahmen zu stimulieren. Zudem stelle sich die Frage, ob Annahmen des Programms richtig seien. Analytiker von Barclays meinen jedenfalls, dass billige Liquidit&auml;t nicht die L&ouml;sung f&uuml;r die Probleme der Euro-Zone sei. Fraglich ist auch die Nutzung des Geldes. Unter einem Mangel an Liquidit&auml;t scheint der Bankensektor nicht zu leiden, denn die Exzessliquidit&auml;t bei der EZB ist kontinuierlich geschrumpft. Einige Banken scheinen die Gelder f&uuml;r die R&uuml;ckzahlung von fr&uuml;her bereitgestellter Liquidit&auml;t (LTRO), die f&auml;llig wird, oder f&uuml;r den Abbau anderer, teurerer Fremdmittel einsetzen zu wollen. Auch sind Carry-Trades mit Aktiva mit h&ouml;heren Renditen, auch mit Staatsanleihen, f&uuml;r die erste H&auml;lfte der Laufzeit m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/grenzen-der-stimulierung-durch-liquiditaet-1.18388106?extcid=Newsletter_22092014_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Bild irritiert. Diese TLTRO (Targeted Longer Term Refinancing Operations) Geldspritzen erhalten Banken nur proportional zu ihrer realen Kreditvergabe. Hat eine Bank in der Vergangenheit viele Kredite an Konsumenten und Unternehmen vergeben, darf sie sich nun relativ viel Geld bei der EZB borgen, hat sie hingegen haupts&auml;chlich Finanzprodukte in ihrem Portfolio, dann relativ wenig. So soll garantiert werden, dass das Geld auch in der Realwirtschaft ankommt. Die regional unterschiedliche Nachfrage suggeriert, dass die Peripheriel&auml;nder relativ mehr Kredite an Konsumenten und Unternehmen vergeben haben als die Kernl&auml;nder. Dabei d&uuml;rfte die wirtschaftlich bessere Situation der Kernl&auml;nder daf&uuml;r sprechen, dass hier die Nachfrage der realen Wirtschaft gr&ouml;&szlig;er ist. Andererseits kann es aber sein, dass die Banken des europ&auml;ischen Kerns &uuml;ber gen&uuml;gend Liquidit&auml;t verf&uuml;gen.<br>\nInteressant d&uuml;rfte es wahrscheinlich erst im kommenden Jahr werden. Nachdem der europ&auml;ische Bankenbilanztest und der darauffolgende Stresstest verarbeitet wurden, und die EZB ab 2015 bis 2016 ein TLTRO-Programm auflegt, das nur Banken nutzen k&ouml;nnen, die neue Kredite vergeben. Sollte es so sein, dass ein Gro&szlig;teil der Banken kein Refinanzierungsproblem mehr hat, dann d&uuml;rften auch die n&auml;chsten 7 TLTRO-Auktionen bis Juni  2016 zeigen, dass das klassische Vorgehen der EZB zus&auml;tzliche  Liquidit&auml;t  in  die Wirtschaft zu pumpen, ins Leere zu laufen. Es blieben dann nur noch weitergehende Ma&szlig;nahmen im Sinne eines wirklichen QE &ndash; z.B. ein breites Anleihenkaufprogramm. Generell gilt, dass g&uuml;nstige Kredite der EZB die Realwirtschaft nicht erreichen, solange sich die Aussichten f&uuml;r das Wirtschaftswachstum in Portugal, Italien und Spanien nicht deutlich verbessern. Und anscheinend kann die EZB darauf keinen Einfluss nehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EZB will Papiere kaufen, die sie f&uuml;r Schrott h&auml;lt<\/strong><br>\nNach Informationen der &ldquo;Welt&rdquo; wird unter den Entscheidungstr&auml;gern der Notenbank erwogen, auch ABS-Papiere zu kaufen, die man sich im Eurotower bislang nicht anzufassen traute. In der Diskussion sei auch der Aufkauf von Kreditverbriefungen, die die EZB bislang nicht einmal als Pfand f&uuml;r Darlehen an Banken akzeptiert hat, sagten mit den Debatten vertraute Personen. &ldquo;Asset-backed securities&rdquo; (ABS) sind Wertpapiere, in denen ein B&uuml;ndel verschiedener Kredite steckt, etwa Darlehen an Mittelst&auml;ndler oder Hausk&auml;ufer. In der Finanzkrise waren diese Konstrukte in Verruf geraten, weil es besonders bei amerikanischen Hypotheken-ABS zu hohen Zahlungsausf&auml;llen kam. Die EZB kauft solche Papiere bislang nicht, akzeptiert sie aber als Sicherheit f&uuml;r Kreditgesch&auml;fte mit Gesch&auml;ftsbanken. Bei ABS-Papieren liegt die Untergrenze der EZB bei einer Ratingnote von &ldquo;A-&ldquo;. Bei ihrem Kaufprogramm k&ouml;nnte sich die EZB jedoch weniger streng zeigen. Nach Informationen aus Notenbankkreisen wird diskutiert, auch solche Papiere zu erwerben, die kein A-Rating mehr erreichen.<br>\nDass man dennoch auch schlechter bewertete Papiere akzeptieren k&ouml;nnte, begr&uuml;nden Notenbanker mit der unterschiedlichen Zielsetzung der Instrumente. Bei den Refinanzierungsgesch&auml;ften der Banken wolle die Zentralbank mit ihrer Sicherheitenpolitik praktisch jeglichen Zahlungsausfall ausschlie&szlig;en. Ein Aufkaufprogramm sei dagegen naturgem&auml;&szlig; mit Risiken verbunden. Au&szlig;erdem ziele die Ma&szlig;nahme darauf, die Bilanzen der Banken zu entlasten, damit diese neue Kredite vergeben k&ouml;nnten. Dies gelinge nur, wenn die EZB ihnen auch Kreditverbriefungen jenseits der absoluten Topqualit&auml;t abnehme. &Ouml;konomen sehen die Zentralbank in einem Dilemma. &ldquo;Es ist wie die Quadratur des Kreises. Kauft die EZB nur ABS-Papiere mit gutem Rating, dann minimiert sie ihre eigenen Risiken, wird aber vermutlich nicht ihr Ziel erreichen, die Bankbilanzen zu entlasten&rdquo;, sagt J&ouml;rg Rocholl, Pr&auml;sident der Wirtschaftshochschule ESMT. Denn die guten Papiere k&ouml;nnten die Banken im Zweifel auch an andere Investoren weiterreichen. &ldquo;Kauft die EZB aber Papiere mit schlechtem Rating, dann b&uuml;rdet sie sich und den Steuerzahlern hohe Risiken auf.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article132323922\/EZB-will-Papiere-kaufen-die-sie-fuer-Schrott-haelt.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die EZB hat sich dazu noch nicht ge&auml;u&szlig;ert bzw. ein Sprecher verwies darauf, dass die Details erst Anfang Oktober festgelegt werden. Das Kaufprogramm soll im Oktober starten. Die EZB will damit neben der TLTRO von letzter Woche vor allem erreichen, dass Banken kleinen und mittelst&auml;ndischen Firmen im S&uuml;den der Euro-Zone mehr Kredite gew&auml;hren und die lahme Konjunktur so wieder Tritt fasst und damit letztlich den Deflationsgefahren entgegentreten. DIW-Chef Marcel Fratzscher meint zum Gang ins Risiko: &ldquo;Die geplanten ABS-Ank&auml;ufe werden die EZB-Bilanz vergr&ouml;&szlig;ern, aber nicht unbedingt das Risiko f&uuml;r die Notenbank erh&ouml;hen. Wir sollten nicht vergessen, dass es auch die Aufgabe einer jeden Zentralbank ist, Liquidit&auml;tsrisiken auf sich zu nehmen, um das Gesamtrisiko in den M&auml;rkten und somit f&uuml;r sich selbst zu senken.&rdquo; Offen bleibt allerdings, ob die EZB die Risikobewertung selbst &uuml;bernimmt oder sich auf die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen verl&auml;sst, die Ratingagenturen. Rocholl bezweifelt Ersteres: &ldquo;Die EZB hat bislang kein geeignetes eigenes Risikocontrolling, um die Risiken von ABS-Papieren angemessen absch&auml;tzen zu k&ouml;nnen. Sie m&uuml;sste sich im Zweifel auf externe Bewertungen wie die von Ratingagenturen verlassen, die in der Vergangenheit hier nicht besonders verl&auml;sslich waren.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hilde Mattheis &ndash; Rote Linien f&uuml;r den Freihandel<\/strong><br>\nDas Ziel von TTIP und Ceta muss es sein, global Standards zu setzen. Daf&uuml;r hat der SPD-Konvent Bedingungen formuliert.<br>\nNach intensiver &ouml;ffentlicher und parteiinterner Debatte hat die SPD auf ihrem Parteikonvent ein Positionspapier zu den Freihandelsabkommen TTIP und Ceta beschlossen. Die Schlagzeilen in vielen Medien nach diesem Beschluss f&uuml;hren meiner Meinung nach in die Irre. Ja, die SPD hat eine Fortf&uuml;hrung der Verhandlungen beschlossen und ja, der Parteivorsitzende ist als Wirtschaftsminister ma&szlig;geblich daf&uuml;r verantwortlich, wie und ob diese Verhandlungen gef&uuml;hrt werden.<br>\nIn dieser Erz&auml;hlung werden aber zwei entscheidende Punkte vergessen: Der Dank f&uuml;r dieses Papier geb&uuml;hrt den kritischen und diskussionsfreudigen Mitgliedern der SPD, dem DGB f&uuml;r ihren inhaltlichen Aufschlag und der Zivilgesellschaft, die die Diskussion um dieses Abkommen so stark vorantreibt. Durch ihren Druck ist es gelungen, dass die Delegierten mit solchem Engagement eine Position gest&auml;rkt haben, die die Sorgen vieler Menschen in der Bev&ouml;lkerung aufgreift. Das ist genau das, wof&uuml;r die SPD da ist. Viele Mitglieder haben verstanden, warum die Menschen angesichts der vielen m&ouml;glichen negativen Folgen so umfassender Freihandelsabkommen diesen ablehnend gegen&uuml;berstehen. Die von der Kommission immer noch verfolgte Intransparenz, die nur mit gro&szlig;em &ouml;ffentlichem Druck st&uuml;ckweise aufgebrochen wird, tr&auml;gt ihr &Uuml;briges dazu bei. Insofern steht die Partei auch bei diesem Thema zu ihren Wurzeln: Die SPD, unzufrieden mit dem Bestehenden, will die Verh&auml;ltnisse zum Besseren ver&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-freihandel-rote-linien-fuer-den-freihandel,1472602,28527498.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Jede Stromleitung ist besser geplant als TTIP<\/strong><br>\nDie Art, wie gerade &uuml;ber das Freihandelsabkommen TTIP verhandelt wird, ist unserer Demokratie nicht w&uuml;rdig. Nur ein geordneteres Verfahren schafft auch Glaubw&uuml;rdigkeit.<br>\nSo geht das nicht mehr weiter. Die heutige Bundestagsdebatte &uuml;ber die geplanten EU-Freihandelsabkommen TTIP (mit den USA) und Ceta (mit Kanada) hat eines ganz deutlich gezeigt: Das Verfahren, durch das solche Abkommen derzeit zustande kommen, ist einer erwachsenen demokratischen Gesellschaft einfach nicht w&uuml;rdig. Oder salopp gesagt: Ver&auml;ppeln k&ouml;nnen wir uns allein. Dazu brauchen wir weder die EU-Kommission, noch die Bundesregierung.<br>\nBeide versuchen derzeit genau das, beide lavieren und taktieren &ndash; in der Hoffnung, mit der halben Wahrheit durchzukommen. Da verhandelt beispielsweise die EU-Kommission &uuml;ber viele Monate hinweg mit der kanadischen Regierung heimlich das Ceta Freihandelsabkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-09\/ttip-freihandelsabkommen-verfahren-kritik\">ZEIT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Streit zwischen dem Bund und Toll Collect &ndash; Verfluchtes Schiedsgericht<\/strong><br>\nSeit gut acht Jahren streitet der Bund mit dem Lkw-Mautbetreiber Toll Collect. Gef&uuml;hrt wird die Verhandlung vor einem privaten Schiedsgericht &ndash; unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit. Das Verfahren zeigt, warum die staatliche Justiz nicht ersetzbar ist.<br>\nBundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat den Vertrag mit dem Lkw-Mautbetreiber Toll Collect soeben um drei Jahre verl&auml;ngert. Der Vertrag w&auml;re am 31. August 2015 ausgelaufen; jetzt l&auml;uft er bis 2018. Das ist nicht unbedingt eine Sensation, aber bemerkenswert.<br>\nBemerkenswert ist das vor allem deswegen, weil der Bund seit gut acht Jahren mit Toll Collect im Streit liegt und dieser Streit einfach kein Ende findet. Wom&ouml;glich ist die Vertragsverl&auml;ngerung Teil eines sich anbahnenden Vergleichs. Deal nennt man heute so etwas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/streit-zwischen-dem-bund-und-toll-collect-verfluchtes-schiedsgericht-1.2144392\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Inequality<\/strong><br>\nThe WAY we grow in the US brings more #inequality. Distribution of income during expansions (trough-to-peak).\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/BuX2fpzIAAAZc77.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ptcherneva\/status\/497074358754750465\/photo\/1\">Pavlina R Tcherneva via Twitter<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bontrup-Erwiderung, die erste: zur Logik und zur Politik<\/strong><br>\nUnsere Kritik an Professor Heinz-Josef Bontrups Aussagen zur Arbeitszeitverk&uuml;rzung (AZV) hat einigen Wirbel hervorgerufen. Manche Leser kritisieren, hier f&auml;nden pers&ouml;nliche Hahnenk&auml;mpfe oder akademische Haarspaltereien statt, andere bedauern, dass es unter den progressiven &Ouml;konomen immer solch heftigen Streit gibt statt politisch dringend ben&ouml;tigter Einigkeit, noch andere aber best&auml;tigen uns darin, auch hier kritisch zu sein und in unseren Bem&uuml;hungen um Aufkl&auml;rung und Erkl&auml;rung nicht nachzulassen. Wir hatten schon angek&uuml;ndigt, noch einmal die relevanten F&auml;lle von Lohnreaktionen auf Produktivit&auml;tssteigerungen darzustellen und werden das auch tun.<br>\nVorher scheint es uns aber wichtig klarzustellen, warum diese Auseinandersetzung so zentral ist, warum es hier weder um pers&ouml;nliche Hahnenk&auml;mpfe noch um akademische Haarspaltereien geht, sondern um den Kern der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der neoklassischen Theorie und der aus ihr abgeleiteten neoliberalen Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/bontrup-erwiderung-die-erste-zur-logik-und-zur-politik\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Ouml;konomische Bedeutung und Leistungspotenziale von Migrantenunternehmen in Deutschland<\/strong><br>\nSeit Anfang der 1990er Jahre hat sich die Zahl selbstst&auml;ndiger Migrantinnen und Mi- granten ann&auml;hernd verdreifacht, jede sechste unternehmerisch aktive Person in Deutschland hat heutzutage ausl&auml;ndische Wurzeln.  Migran- ten unternehmen haben mittlerweile mindestens 2,2 Millionen Besch&auml;ftigte und stellen damit 18 Prozent aller Arbeitspl&auml;tze in inhabergef&uuml;hr- ten mittelst&auml;ndischen Unternehmen.  Sie leisten zudem einen wachsenden Ausbildungsbeitrag. Im Hinblick auf die Branchenstruktur der Unter- nehmen hat die Dominanz von Gastgewerbe und Handel nachgelassen und der Anteil wissensbezo- gener T&auml;tigkeiten zugenommen. Jedes vierte Mi- grantenunternehmen ist mittlerweile im Bereich der wissensintensiven Dienstleistungen t&auml;tig. Das Leistungsspektrum hat sich also erheblich mo- dernisiert.  Auch wenn migrantische Unterneh- men in einigen Bereichen im Vergleich zu &bdquo;deut- schen&ldquo; Unternehmen noch Aufholpotenzial ha- ben: Insgesamt ist festzuhalten, dass migran tische Selbstst&auml;ndigkeit in vieler Hinsicht einen bemer- kenswerten Aufschwung erlebt hat. Vor dem Hin- tergrund einer immer noch mangelnden Aner- kennung von Qualifikationen und eines einge &ndash; schr&auml;nkten Zugangs zu Kapital ist das eine be- eindruckende Entwicklung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/10948.pdf\">FES [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Franz&ouml;sische Arbeitgeber fordern Arbeitszeit &agrave; la carte<\/strong><br>\nDer Chef der franz&ouml;sischen Arbeitgebervereinigung Medef, Pierre Gattaz, stellt die Schaffung von einer Million neuer Arbeitspl&auml;tze in Aussicht, wenn l&auml;stige Regulierungen wie die 35-Stunden-Woche oder der Mindestlohn, Feiertage und Sonntagsarbeitsverbote wegfallen.<br>\nDie Schaffung einer Million neuer Arbeitspl&auml;tze w&auml;re m&ouml;glich, verspricht der Chef der franz&ouml;sischen Arbeitgebervereinigung Medef, Pierre Gattaz, in einem Interview. Die Grundbedingungen daf&uuml;r hatte er wie auch sein Verband bereits in einer ganzen Reihe von &ouml;ffentlichen Erkl&auml;rungen zuvor herausgestellt und wegen des Proteststurms, der sich dagegen erhob, wieder zur&uuml;cknehmen oder relativieren m&uuml;ssen. Hinter seiner Forderung, dass der Arbeitsmarkt fl&uuml;ssiger werden m&uuml;sse, stecken Vorschl&auml;ge zur Ver&auml;nderungen am Mindestlohn und an der Wochenarbeitszeit von 35 Stunden. Das st&ouml;&szlig;t auf Widerstand bei den Gewerkschaften und bei der sozialdemokratischen Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42873\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bankenunion beg&uuml;nstigt Gro&szlig;banken &ndash; Interview mit der Zeitung &bdquo;Das Parlament&ldquo;<\/strong><br>\nAxel Troost, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag, sieht durch die geplante Bankenunion deutsche Sparkassen und Genossenschaftsbanken im Nachteil gegen&uuml;ber europ&auml;ischen Gro&szlig;banken. Im Interview mit der Wochenzeitung &bdquo;Das Parlament&ldquo; (Ausgabe 29.September 2014) erl&auml;uterte Troost, dass im derzeitigen deutschen Bankenrettungsfonds viel weniger Geld sei als vorgesehen, weil die Einzahlungspflicht der Banken gewinnabh&auml;ngig ist. So habe die Commerzbank bisher &uuml;berhaupt nichts gezahlt, &bdquo;obwohl sie eine Riesen-Krisenverursacherbank gewesen ist&ldquo;.<br>\nDer k&uuml;nftige europ&auml;ische Bankenabwicklungsfonds solle dieses Problem dadurch auffangen, dass er den Sparkassen- und Genossenschaftssektor viel st&auml;rker in die Pflicht nimmt. &bdquo;Das ist aus unserer Sicht v&ouml;llig systemwidrig, weil Sparkassen und Genossenschaftsbanken nicht Krisenverursacher waren und auch nicht sein werden&ldquo;, erkl&auml;rte Troost. Dazu sei keine von ihnen gro&szlig; genug, und zudem h&auml;tten sie ihre eigenen solidarischen Sicherungssysteme. Sie m&uuml;ssten also &bdquo;in diesen Fonds einzahlen, ohne je davon zu profitieren&ldquo;. Troost forderte die Bundesregierung auf, in den Verhandlungen mit der EU-Kommission viel st&auml;rker als bisher daf&uuml;r zu sorgen, &bdquo;dass das spezifische deutsche Bankenwesen mit sehr vielen kleinen Sparkassen und Genossenschaftsbanken nicht geopfert wird zugunsten von Gro&szlig;banken, franz&ouml;sischen, italienischen, spanischen, die entlastet werden, weil der Fonds von den kleinen deutschen aufgef&uuml;llt wird&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/pressemitteilungen\/2014\/pm_1409251\/330906\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das Kapital der Kirche &ndash; Steuertricks im Namen Gottes<\/strong><br>\nDie katholische Kirche ist ein m&auml;chtiger Konzern. Ihr Besitz in Deutschland ist &uuml;ber sechs Milliarden Euro wert. Und sie nutzt moralisch bedenkliche Steuertricks, zeigt eine ZDF-Reportage. Doch die Kritik kommt nicht an.<br>\nErst vor zwei Wochen forschte die ARD mit ihrer Doku &bdquo;Vergelt&rsquo;s Gott&ldquo; in den gut geh&uuml;teten Finanzb&uuml;chern der katholische Kirche, nun legt das ZDF nach und prangert die Finanztechniken der Kirche an. Diese seien moralisch bedenklich, so der Tenor der aktuellen Zoom-Ausgabe &bdquo;Glaube, Liebe, Kapital &ndash; Die katholische Kirche und ihre Finanzen. Doch mit der moralischen Keule bl&auml;ttern die Autoren bei der Kirche ab.<br>\nF&uuml;r die Spurensuche begibt sich das ZDF-Team nach K&ouml;ln. Hier hat das gr&ouml;&szlig;te und reichste Bistum Deutschlands direkt gegen&uuml;ber vom Dom in den 90er Jahren eine Immobilie erworben &ndash; das Dom-Forum. F&uuml;r die Immobilie zahlte das Bistum rund vierzig Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/panorama\/aus-aller-welt\/das-kapital-der-kirche-steuertricks-im-namen-gottes\/10752572.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Einfach nur dreist. Die Grunderwerbssteuer ist also &ldquo;unmoralisch&rdquo;? Das Steuerzahlen &uuml;berhaupt, m&ouml;glicherweise? Aber beim Einzug der Kirchensteuer und bei Staatsleistungen gem&auml;&szlig; dem S&auml;kularisationsbeschluss von 1803 greift die Kirche gerne wieder zu. Und wenn es um die (viel zu geringen) Rechte der &ldquo;kirchlich&rdquo; Besch&auml;ftigten und deren (viel zu niedrigen) Geh&auml;lter geht, dann ist die Kirche wiederum ein Tendenzbetrieb, dessen eigene Regeln &uuml;ber denen des Staates stehen. Wobei die &ldquo;kirchlichen&rdquo; Kinderg&auml;rten, Krankenh&auml;user, Schulen&hellip; zu mehr als 95% ebenfalls vom Staat bezahlt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Steigende Verwaltungskosten &ndash; Jobcentern fehlt das Geld<\/strong><br>\n&ldquo;Die Verwaltungskosten fressen an der Arbeitsmarktpolitik&rdquo;: Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit leidet unter steigenden Ausgaben. Dadurch fehlen die Mittel f&uuml;r die F&ouml;rderung von Hartz-IV-Beziehern.<br>\nDie Jobcenter geben zunehmend mehr Geld, das eigentlich f&uuml;r die F&ouml;rderung und Qualifizierung von Hartz-IV-Empf&auml;ngern gedacht ist, f&uuml;r Verwaltung und Personal aus. 2010 flossen aus dem Topf f&uuml;r &ldquo;Eingliederung in Arbeit&rdquo; 13 Millionen Euro in das Verwaltungsbudget. 2013 waren es bereits 445 Millionen Euro.<br>\nDas Bundesarbeitsministerium rechnet damit, dass auch 2014 Mittel aus dem F&ouml;rderetat entnommen werden m&uuml;ssen, um die Verwaltungsausgaben zu decken. Dies geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor. &ldquo;Die Verwaltungskosten fressen immer weiter an der aktiven Arbeitsmarktpolitik&rdquo;, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Gr&uuml;nen, Brigitte Pothmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steigende-verwaltungskosten-jobcentern-fehlt-das-geld-1.2146892\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sierra Leone: Ebola zieht Hungerkatastrophe nach sich<\/strong><br>\nDie Welthungerhilfe stellt in einer aktuellen Studie fest, dass ab M&auml;rz 2015 mit gravierendem Hunger als Folge der Ebola-Epidemie in Sierra Leone zu rechnen ist.<br>\nDa Transporte nur noch zu bestimmten Zeiten erlaubt sind und ganze D&ouml;rfer isoliert wurden, gehen die Nahrungsmittelvorr&auml;te zur Neige. Dazu kommt, dass aufgrund der Epidemie nur 40 % der Felder bestellt werden konnten.<br>\n&ldquo;Die Wirtschaft ist schon jetzt zusammengebrochen: Ausl&auml;ndische Firmen haben das Land verlassen, lokale M&auml;rkte existieren nur noch eingeschr&auml;nkt. Um die weitere Ausbreitung der Epidemie zu stoppen, d&uuml;rfen Handels- und Verkehrswege nicht mehr benutzt werden&rdquo;, beschreibt Jochen Moninger, seit vier Jahren Landeskoordinator in Sierra Leone, die Situation vor Ort.<br>\nLaut Weltgesundheitsorganisation (WHO) k&ouml;nnte der Ebola-Ausbruch Auswirkungen erreichen wie der Tsunami in S&uuml;dostasien 2004, bei dem mehr als 200.000 Menschen starben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.aussengedanken.de\/sierra-leone-ebola-zieht-hungerkatastrophe-nach-sich\/\">AussenGedanken<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.welthungerhilfe.de\/fileadmin\/user_upload\/Projekte\/Sierra_Leone\/PDFs\/Ebola-sierra-leone-case-study-welthungerhife-09-2014.pdf\">Ebola in Sierra Leone &ndash; The impacts of the &lsquo;Ebola Virus Disease&rsquo; on the livelihoods of rural communities, agricultural production and food security; Deutsche Welthungerhilfe [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ulrich Chaussy &uuml;ber das Oktoberfest-Attentat und die NSU-Mordserie<\/strong><br>\n&ldquo;W&auml;ren all die Probleme, die beim NSU eine Rolle spielten, seit dem Oktoberfestattentat bereits durchdacht gewesen, h&auml;tten diese Morde vielleicht nicht in dieser Art und Weise geschehen k&ouml;nnen&rdquo;.<br>\nAm 26. September j&auml;hrte sich zum vierunddrei&szlig;igsten Mal der Bombenanschlag auf das Oktoberfest, bei dem 13 Menschen starben und &uuml;ber zweihundert Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. Bis zum heutigen Tag gilt offiziell der damals 21j&auml;hrige Geologie-Student Gundolf K&ouml;hler als Einzelt&auml;ter, obwohl diese Einsch&auml;tzung mittlerweile massiv in Zweifel gezogen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42857\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Debattenkultur im Bundestag &ndash; Noch Fragen?<\/strong><br>\nDie Tagesordnungspunkte &ldquo;Befragung der Regierung&rdquo; und &ldquo;Fragestunde&rdquo; geh&ouml;ren nicht zu den Highlights einer Sitzungswoche des Bundestags. Minister schw&auml;nzen Fragestunden regelm&auml;&szlig;ig, die Kanzlerin sowieso. Eine Anwesenheitspflicht gibt es nicht. Vor leeren Regierungsb&auml;nken lesen dann Staatssekret&auml;re schriftlich vorbereitete Antworten auf Fragen, die die Abgeordneten mindestens f&uuml;nf Tage vorher einreichten mussten. [&hellip;]<br>\nDas geht so gar nicht, findet Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert. Nach Informationen von tagesschau.de kritisierte er im &Auml;ltestenrat das Verhalten der Regierung scharf. Demnach will Lammert diese Ignoranz gegen&uuml;ber der Opposition und der Bundestagsgesch&auml;ftsordnung nicht mehr hinnehmen. Er drohte: Wenn in der n&auml;chsten Befragung wieder kein Minister erscheine, werde er diese sofort abbrechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bundestag-fragestunde-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Schweigen der Wissenschaftler<\/strong><br>\n16 Tage ist es her, dass bei &bdquo;Stern-TV&ldquo; gezeigte Bilder von Tierversuchen am T&uuml;binger Max-Planck-Institut eine Welle der Entr&uuml;stung ausgel&ouml;st haben, wie sie T&uuml;bingen selten erlebt hat. Betrachtet man die Diskussionen, oder vielleicht sollte man besser sagen: die Reaktionen, die es seither gab, kommt man zu einem frustrierenden Ergebnis. [&hellip;]<br>\nZudem hatte die Uni-Leitung diese Woche eine Mail verschickt: &Auml;u&szlig;erungen gegen&uuml;ber Medien sollen mit der Pressestelle abgestimmt werden. Es sei sinnvoll, so der Wortlaut, dass die Universit&auml;t &bdquo;mit einer Stimme&ldquo; spreche. Welch absurder Anspruch, dass es in dieser Sache eine Meinungshoheit geben k&ouml;nnte, &uuml;ber die der Uni-Rektor wacht! Allerdings ist das eine Tendenz, die schon lange zu beobachten ist: Innerhalb der Corporate Identity dieser Universit&auml;t mit Exzellenzstatus und all ihren Hochglanzbrosch&uuml;ren haben fundamentale Debatten, auch &uuml;ber das Selbstverst&auml;ndnis von Wissenschaft, und eine in die Universit&auml;t hineinwirkende Streitkultur keinen Platz mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagblatt.de\/Home\/nachrichten\/tuebingen_artikel,-Das-Schweigen-der-Wissenschaftler-_arid,274505.html\">Schw&auml;bisches Tagblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Bayern bleibt in Deutschland<\/strong><br>\nNach ersten Hochrechnungen hat in Bayern gestern kein Unabh&auml;ngigkeitsreferendum stattgefunden. Laut ersten Prognosen wollen die Nord&ouml;sterreicher erst einmal weiter zu Deutschland geh&ouml;ren. Eine Wahlbeteiligung zeichnete sich nicht ab. Die bayerischen Separatisten wirken verzagt. &ldquo;Wir w&uuml;rden ein solches Unabh&auml;ngigkeitsreferendum in Bayern ausdr&uuml;cklich begr&uuml;&szlig;en&rdquo;, sagte Florian Weber, der Chef der Bayernpartei, der Nachrichtenagentur dpa. Er r&auml;umte jedoch ein, dass &ldquo;eine Mehrheit daf&uuml;r momentan nicht vorstellbar&rdquo; sei. &ldquo;Da muss man realistisch sein.&rdquo;<br>\nRealistische Separatisten &ndash; das gibt es nicht nur in Bayern, sondern erst recht in Franken. Noch defensiver als die Bayernpartei &auml;u&szlig;erte sich der Fr&auml;nkische Bund. &ldquo;Ein eigener Staat war noch nie unser Thema&rdquo;, sagt Vorstandsmitglied Jochen Pfeuffer. H&ouml;chstens ein eigenes Bundesland w&auml;re sch&ouml;n, aber auch daf&uuml;r gibt es noch keinen Plan. Soweit bis Redaktionsschluss bekannt, bleibt Bayern also in Deutschland und Franken in Bayern. Wie erschlafft die Kr&auml;fte im Freistaat sind, zeigt auch eine Verlautbarung der CSU vom Donnerstag: Die von Kritikern auch als &ldquo;schwarze Prawda&rdquo; verspottete Parteizeitung Bayernkurier reagiert auf ihre chronischen Verluste und erscheint k&uuml;nftig nicht mehr w&ouml;chentlich, sondern nur noch einmal im Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2014%2F09%2F19%2Fa0033&amp;cHash=c387f746c9e4bf6a82f5d3f41d30b90e\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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