{"id":23419,"date":"2014-09-29T09:09:54","date_gmt":"2014-09-29T07:09:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419"},"modified":"2014-09-29T09:09:54","modified_gmt":"2014-09-29T07:09:54","slug":"hinweise-des-tages-2222","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h01\">Medien im Kriegstaumel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h02\">IS\/Syrien\/USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h03\">Waffenindustrie wittert Neugesch&auml;ft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h04\">Von Dolchst&ouml;&szlig;en und westlichen Werten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h05\">Junckers schwarze Schafe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h06\">Ein europ&auml;isches Recovery Programm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h07\">Frankreich &agrave; la Schr&ouml;der?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h08\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h09\">Joseph E. Stiglitz &ndash; Europe&rsquo;s Austerity Zombies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h10\">USA leiten Geldw&auml;sche-Ermittlungen gegen Commerzbank ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h11\">Wie Dax-Konzerne Wachstum kaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h12\">Schmutzige Gesch&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h13\">Wirksame Mietpreisbremse? Fehlanzeige!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h14\">Intransparent, teuer, korrupt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h15\">Korruptionsvorw&uuml;rfe: Fifa h&auml;lt Untersuchungsbericht geheim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h16\">Einblick in NSA-Klageschrift: Gr&uuml;ne und Linke werfen Merkel Missachtung des Grundgesetzes vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h17\">1914: Die Reichstagsdebatten zu den Kriegskrediten (Diskussion nach der szenischen Lesung)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h18\">TV-Tipp: Ein Fall f&uuml;rs All<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Medien im Kriegstaumel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Josef Joffe, Jochen Bittner .\/. ZDF &ndash; Die Anstalt<\/strong><br>\nSatire vor dem Landgericht Hamburg<br>\nSeit Monaten sch&auml;men sich Journalisten f&uuml;r die ZEIT-Autoren Josef Joffe und Dr. jur. Jochen Bittner, die &uuml;ber das als pressefeindlich verschriene Landgericht Hamburg dem ZDF &Auml;u&szlig;erungen verbieten lie&szlig;en, welche in der Satiresendung &ldquo;Die Anstalt&rdquo; gefallen sind oder angedeutet worden sein sollen. In einem Beitrag, der die Einseitigkeit der als &ldquo;Nato-Versteher&rdquo; deklarierten Elite-Journalisten aufs Korn nahm, wurden die Interessenkonflikte dieser und anderer Zeitungsmacher aufs Korn genommen, die bei diversen Lobby-Organisationen zu flanieren pflegen.<br>\nZEIT-Herausgeber Josef Joffe und seinem Schreiber Jochen Bittner war es offenbar nicht peinlich, beim Landgericht Hamburg einstweilige Verf&uuml;gungen zu beantragen, in jener Zivilkammer 24, die ernsthaften Journalisten wegen ihrer bisweilen absurden bis verfassungswidrigen Rechtsprechung das Leben schwer macht. W&auml;hrend in Hamburg etliche Richter bei Antr&auml;gen auf einstweilige Verf&uuml;gungen gewissenhaft arbeiten und h&auml;ufig die Gegenseite sogar zu einem Termin laden, bevor sie in das Grundrecht der Meinungs- und Pressefreiheit eingreifen, ist die Zivilkammer 24 (&ldquo;Pressekammer&rdquo;) daf&uuml;r bekannt, eine einstweilige Verf&uuml;gung im Regelfall ohne Anh&ouml;rung des Gegners zu erlassen. Eigene Verf&uuml;gungen hebt die Pressekammer nur ungern auf. Bis man eine in Hamburg verbotene &Auml;u&szlig;erung von Bundesgerichtshof oder Bundesverfassungsgericht wieder erlaubt bekommt, vergehen etwa sieben Jahre Prozessdauer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Josef-Joffe-Jochen-Bittner-ZDF-Die-Anstalt-2404378.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Staatsversagen der 4. Gewalt<\/strong><br>\n[&hellip;] Das alles richtig einzuordnen ist &uuml;brigens Aufgabe der Presse. Und die stellt in weiten Teilen fest, dass die Mitverantwortung der Ukraine und des Westens am Konflikt mit Russland anscheinend so gering ist, dass man sie getrost herunterspielen, verschweigen oder gar leugnen darf.<br>\nWorauf selbst der neunk&ouml;pfige ARD-Programmbeirat in einer Stellungnahme den ARD-Redaktionen vorwirft, dass wichtige und wesentliche Aspekte des Ukraine-Konflikts (Zitat:) &bdquo;nicht oder nur unzureichend beleuchtet&ldquo; bzw. &bdquo;nicht ausreichend differenziert&ldquo; worden seien. Nach einer &bdquo;umfangreichen inhaltlichen Analyse in zehn Punkten&ldquo; habe der Beirat eine &bdquo;unzureichende Arbeit der ARD&ldquo; festgestellt.<br>\nUnd in der Tat, wer sich in den letzten Wochen und Monaten die diversen vor subjektiver Einseitigkeit nur so strotzenden &Auml;u&szlig;erungen diverser deutscher Journalisten zu Gem&uuml;te f&uuml;hren durfte, und dann jetzt als Reaktion auf Kritik an ihrer Arbeit von denselben Leuten zu h&ouml;ren bekommt, dass (Zitat:) &ldquo;die Berichterstattung mehr als verantwortungsvoll, ausgewogen und professionell&rdquo; war, dann ist der Punkt erreicht, an dem diese Journalisten sich eigentlich fragen sollten, warum ihre ach so &ldquo;mehr als verantwortungsvolle, ausgewogene und professionelle&rdquo; Berichterstattung beim B&uuml;rger dann nicht als eine solche ankommt?<br>\nStattdessen aber wird lamentiert: dass die (Zitat:)  &ldquo;ge&auml;u&szlig;erte Kritik von Leuten kommt, die mit den Berichterstattern kein Wort gewechselt haben.&rdquo;<br>\nMit anderen Worten: Wenn mir die Milch nicht schmeckt, soll nicht der Bauer sich selber, sondern ich den Bauern nach den Gr&uuml;nden fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.butzkonline.de\/blog\/artikel\/article\/staatsversagen-der-4-gewalt-okt-14.html\">HG.Butzko<\/a><\/li>\n<li><strong>Gr&uuml;ne attackieren ZDF-Chefredakteur<\/strong><br>\nDass der ZDF-Chefredakteur Peter Frey im Fernsehrat des Senders kritische Fragen der Linksfraktion-Abgeordneten Gesine L&ouml;tzsch zu einem Ukraine-Beitrag in einer &bdquo;Heute&ldquo;-Sendung nicht beantworten wollte, st&ouml;&szlig;t auf Kritik bei den Gr&uuml;nen. &bdquo;Dass kritische Fragen unbeantwortet bleiben, weil der Unterton nicht passt &ndash; zumal auch andere Medien, wie die &bdquo;J&uuml;dische Allgemeine&ldquo; das Thema behandelt haben &ndash; ist sicherlich nicht f&ouml;rderlich f&uuml;r die Arbeit dieses Gremiums&ldquo;, sagte die medienpolitische Sprecherin der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion, Tabea R&ouml;&szlig;ner, dem Handelsblatt (Online-Ausgabe).<br>\n&bdquo;Wenn die Arbeit wegen Befindlichkeiten zum Stocken kommt, ist es an dem Vorsitzenden des Fernsehrates, einzugreifen, so dass Themen vollst&auml;ndig diskutiert und Fragen beantwortet werden.&ldquo; Vorsitzender des Fernsehrats ist der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Ruprecht Polenz.<br>\nR&ouml;&szlig;ner wies darauf hin, dass das ZDF Zuschauern einen &bdquo;objektiven &Uuml;berblick&ldquo; &uuml;ber das Weltgeschehen geben und insbesondere ein &bdquo;umfassendes Bild&ldquo; der deutschen Wirklichkeit vermitteln und die individuelle und &ouml;ffentliche Meinungsbildung f&ouml;rdern solle. &bdquo;Der Fernsehrat ist dementsprechend dazu da die Sendungen des ZDF auf Anspruch und Wirklichkeit hin zu &uuml;berpr&uuml;fen&ldquo;, sagte die Gr&uuml;nen-Politikerin und f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Dazu geh&ouml;rt es, dass Fernsehratsmitglieder auch kritische Fragen stellen d&uuml;rfen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ukraine-berichterstattung-gruene-attackieren-zdf-chefredakteur\/10762694.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Inhaltlich sind die Gr&uuml;nen -und das sollte nicht vergessen werden- f&uuml;r den harten Kurs gegen Russland. Die Positionen der Gr&uuml;nen k&ouml;nnen u.a. hier nachgelesen werden: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22560#h03\">Gr&uuml;ne Antworten auf die Krise in der Ukraine<\/a>.<\/em><br>\n<em>Erinnert sei auch an diesen Disput im Bundestag: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wlZYy-C7NuM\">Heftige Auseinandersetzung zwischen Da&#287;delen und G&ouml;ring-Eckardt (zur Swoboda-Partei) + ZWISCHENRUFE<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Die Kriegsministerin&ldquo; und der Stern<\/strong><br>\nAm 1. September 2014 entschied die Bundesregierung, Waffen in das Kriegsgebiet Irak zu liefern. Damit machte sie einen weiteren gro&szlig;en Schritt in Richtung deutscher Gro&szlig;machtpolitik. Die Medien waren dar&uuml;ber regelrecht entz&uuml;ckt.<br>\nDer Stern, das neben dem Spiegel auflagenst&auml;rkste w&ouml;chentliche Nachrichtenmagazin in Deutschland, lie&szlig; auf seinem Cover Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) als &bdquo;Kriegsministerin&ldquo; posieren. Von der Leyen hatte zusammen mit Bundespr&auml;sident Joachim Gauck und Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) Anfang des Jahres die Wiederbelebung des deutschen Militarismus angek&uuml;ndigt.<br>\nIm Artikel &bdquo;Feuer frei&ldquo; freut sich der Stern, die Waffenlieferung in den Nordirak bedeute &bdquo;das Ende der Zur&uuml;ckhaltung, so wie sie in diesem Land &uuml;ber sechs Jahrzehnte sorgsam gepflegt worden ist&ldquo;. Ein Fenster sei ge&ouml;ffnet worden, &bdquo;und es wird schwer sein, dieses Fenster je wieder zu schlie&szlig;en&ldquo;.<br>\nDas Magazin wei&szlig; gut &uuml;ber die &bdquo;aufgezwungene&ldquo; Zur&uuml;ckhaltung nach dem Zweiten Weltkrieg zu erz&auml;hlen, haben sich doch an der Gr&uuml;ndung und Entwicklung des Sterns ehemalige Nazigr&ouml;&szlig;en aus dem Pressebereich beteiligt. Das Nachrichtenmagazin besinnt sich seiner braunen Wurzeln &ndash; und trifft sich dabei mit der &bdquo;Kriegsministerin&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2014\/09\/26\/ster-s26.html\">World Socialist Web Site<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>IS\/Syrien\/USA<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Hau drauf und dann?<\/strong><br>\nDie Luftschl&auml;ge der Amerikaner in Syrien bleiben in ihrer Strategie zweifelhaft. Der Westen k&auml;mpft mit allzu bekannten Mitteln<br>\nEs ist ein ungeschriebenes Gesetz: Bei jeder milit&auml;rischen Planung muss nach dem strategischen Ziel einer milit&auml;rischen Aktion gefragt werden. Bei den Luftschl&auml;gen in Syrien ist dieses Ziel nicht definiert.<br>\nWelches Ziel haben die Luftangriffe in Syrien? IS soll bek&auml;mpft werden. Doch schlimmstenfalls k&ouml;nnte sich der IS auf eine Guerillataktik verlegen, womit er noch schwerer zu bek&auml;mpfen w&auml;re. Rein milit&auml;risch ist dem IS nicht beizukommen. Soll also erreicht werden, dass weniger Fl&uuml;chtlinge &uuml;ber die Grenzen kommen? Ein zweifelhafter Versuch. Denn die Menschen fliehen nicht nur vor den Dschihadisten des IS, sondern auch vor den Luftangriffen. Will man daf&uuml;r sorgen, dass keinen weiteren westlichen Journalisten und Mitarbeitern von Hilfsorganisationen vor laufenden Kameras der Kopf abgeschnitten wird? Wahrscheinlicher ist das Gegenteil: Die Brutalit&auml;t wird zunehmen. Soll verhindert werden, dass die internationalen Dschihad-Touristen nach Syrien reisen und sp&auml;ter in ihren Heimatl&auml;ndern Unheil anrichten? Das l&auml;sst sich aus der Luft schwer verhindern. Stattdessen d&uuml;rften die Dschihad-Touristen durch die Angriffe weiter radikalisiert werden und die Gefahr von Anschl&auml;gen steigen. Will man den Menschen in der Region helfen? Da muss man sich die Frage gefallen lassen, warum man den Krieg in Syrien jahrelang einfach hat laufen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F09%2F27%2Fa0145&amp;cHash=aafda434232f4d6286c6c397ee68accf\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Zweifel an der derzeitigen Strategie der USA (und ihrer Verb&uuml;ndeter), den IS mit Luftschl&auml;gen zu bezwingen, sind berechtigt.<\/em><br>\n<em>Dem Assad-Regime mehr oder weniger direkt eine Mitschuld an der Entstehung des IS geben zu wollen, erscheint dagegen absurd. Die dazu geh&ouml;rende Forderung des Verfassers, das Assad-Regime auch milit&auml;risch zu bek&auml;mpfen, verst&ouml;&szlig;t gegen das V&ouml;lkerrecht.<\/em><br>\n<em>Viel besser w&auml;re es, wenn endlich der Versuch unternommen werden w&uuml;rde, das V&ouml;lkerrecht anzuwenden und eine Entscheidung des UN-Sicherheitsrates im Kampf gegen den IS herbei zu bewirken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>8 Reasons Why Congress Should Vote No on Training and Funding Syrian Rebels<\/strong><br>\nToday Congress will vote on the McKeon Amendment, a piece of legislation most Americans haven&rsquo;t heard of. But the consequences of the vote today are grave: funding Syrian &ldquo;rebels&rdquo; will precipitate a new and wider war in the Middle East. Here are eight reasons why Congress should vote NO on the McKeon Amendment:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/dennis-j-kucinich\/8-reasons-why-congress-sh_b_5834814.html\">Dennis Kucinich via Huffington Post<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Amerika f&uuml;hrt die Welt&rdquo;<\/strong><br>\nKurz vor den Kongresswahlen setzt sich US-Pr&auml;sident Obama als Weltf&uuml;hrer und oberster Kriegsherr in Szene<br>\nF&uuml;r die Strategen im Wei&szlig;en Haus ist der erneute lange Krieg gegen den Terror eine Gelegenheit, die F&uuml;hrungskraft des bislang angeschlagenen Pr&auml;sidenten sechs Wochen vor der Kongresswahl zu st&auml;rken. Barack Obama erkl&auml;rte denn auch in seiner w&ouml;chentlichen Ansprache, dass unter seiner F&uuml;hrung nun &ldquo;Amerika die Welt anf&uuml;hrt&rdquo;. Die F&uuml;hrung der USA sei, so Obama, &ldquo;die eine Konstante in einer unsicheren Welt&rdquo;. Die Amerikaner stehen mit 60 Prozent (Gallup-Umfrage vom 20.\/21.9.) mehrheitlich hinter dem Krieg gegen den IS, aber deutlich weniger als hinter dem Afghanistankrieg (90 Prozent) oder dem Irak-Krieg (76 Prozent).<br>\nObama betonte, dass Amerika nicht nur den Kampf gegen den Islamischen Staat mit einer &ldquo;breiten Koalition&rdquo; f&uuml;hrt, sondern auch den gegen die &ldquo;russische Aggression in der Ukraine&rdquo;. Er habe noch mehr Nationen in dieser Woche aufgerufen, sich der USA anzuschlie&szlig;en und damit auf der &ldquo;richtigen Seite der Geschichte&rdquo; zu stehen. Und nat&uuml;rlich f&uuml;hrt Amerika auch im Kampf gegen Ebola und sogar in dem gegen die Klimaerw&auml;rmung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42898\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Mit anderen Worten, der Krieg gegen den IS und der Konflikt mit Russland wird insbesondere aus Interessen der US-Innenpolitik betrieben.<\/em><br>\n<em>In US-amerikanischen Politik-Kreisen scheint es v&ouml;llig au&szlig;erhalb jeder Vorstellungskraft zu sein, dass die Welt auch ohne ein Voranschreiten durch die USA existieren k&ouml;nnte.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Waffenindustrie wittert Neugesch&auml;ft<\/strong><br>\nDie Berichte &uuml;ber den desolaten Zustand der Bundeswehr sorgen f&uuml;r Wirbel auf dem politischen Parkett und in den Chefetagen der Ausr&uuml;ster. W&auml;hrend Politiker in Berlin mitunter fassungslos auf die gravierenden M&auml;ngel bei der Ausstattung der Streitkr&auml;fte reagierten, herrscht in den Chefetagen der deutschen R&uuml;stungsindustrie Skepsis und Erleichterung &uuml;ber die j&uuml;ngsten Enth&uuml;llungen vor.<br>\n&bdquo;Wir begr&uuml;&szlig;en es durchaus, dass die akuten Probleme in der Ausr&uuml;stung endlich benannt werden und sich damit eine &ouml;ffentliche Debatte &uuml;ber die Einsatzf&auml;higkeit unserer Streitkr&auml;fte entz&uuml;ndet&ldquo;, sagt der Manager eines namhaften R&uuml;stungsherstellers dieser Zeitung. Dabei stellt die Liste der nicht funktionsf&auml;higen Gro&szlig;projekte, die sich aus dem k&uuml;rzlich vorgelegten M&auml;ngelbericht der Bundeswehr ergibt, f&uuml;r viele R&uuml;stungsmanager lediglich die &bdquo;Spitze eines Eisbergs&ldquo; dar.<br>\nNach Ansicht von Kennern haben es die Milit&auml;rs in Luftwaffe, Heer und Marine keineswegs nur beim Waffeneinsatz, sondern auch im normalen Tagesgesch&auml;ft mit ineffizienten Arbeitsabl&auml;ufen zu tun. Missst&auml;nde, die Manager aus der R&uuml;stungsindustrie auf eine Kombination aus Wildwuchs an B&uuml;rokratie und &uuml;berzogenen Sparvorgaben &ndash; angesichts generell knapper Staatsbudgets &ndash; zur&uuml;ckf&uuml;hren.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140929_hwt_infografik-waffen-bundeswehr-bedingt-abwehrbereit.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/bundeswehr-waffenindustrie-wittert-neugeschaeft-13176007.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Da fordern insbesondere der amtierende Bundespr&auml;sident, sowie die Bundesminister f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik und Verteidigung, Herr Steinmeier und Frau von der Leyen seit mehreren Monaten ganz offen mehr Einsatz Deutschlands in der Welt -einschlie&szlig;lich der Bundeswehr- und nun stellt sich heraus: Das Bundeswehrmaterial ist gar nicht einsatztauglich.<\/em><br>\n<em>Bedeutet das etwa, auch im Verteidigungsfall st&uuml;nde Deutschland nun mit &bdquo;leeren H&auml;nden&ldquo; da und k&ouml;nnte sich nicht verteidigen?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es sind berechtigte Zweifel angebracht, ob die j&uuml;ngst aufgetauchten Hiobsbotschaften &uuml;ber die Ausstattung der Bundeswehr, wirklich den Tatsachen entsprechen und unvermeidbar sind. Lassen Sie uns doch einmal um die Ecke denken: Kann es nicht sein, dass die Bundeswehr diese M&auml;ngel in Abstimmung mit den Ministerien mutwillig inszeniert, um den Aufr&uuml;stungspl&auml;nen des Verteidigungsministerium medialen R&uuml;ckenwind zu verschaffen? Leider verf&uuml;gen wir jedoch (noch) nicht &uuml;ber die geeigneten Hintergrundinformationen, um diese Unterstellung auch zu belegen. Wenn Sie n&auml;here Informationen zum Thema haben, schreiben Sie uns <a href=\"mailto:recherche@nachdenkseiten.de\">recherche(at)nachdenkseiten.de<\/a> bitte!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Von Dolchst&ouml;&szlig;en und westlichen Werten<\/strong><br>\nDer Kampf um die politische Formierung der &ouml;ffentlichen Meinung in der Ukraine-Krise durch die &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten spitzt sich zu. Nachdem vorletzte Woche bekannt wurde, dass der ARD-Programmbeirat dem Sender schon im Juni eine tendenziell antirussische Berichterstattung und eine v&ouml;llig unzul&auml;ngliche Recherche vorgeworfen hat, ist jetzt auch Kritik im ZDF-Fernsehrat laut geworden. Anlass war die Frage einer &uuml;berregionalen Zeitung, ob das Gremium es hinnehme, dass in ZDF-Nachrichtensendungen Milizion&auml;re mit NS-Affinit&auml;t ohne kritischen Kommentar gezeigt und in einen Zusammenhang mit &ldquo;Freiheitsk&auml;mpfern&rdquo; gestellt w&uuml;rden. Der ZDF-Cefredakteur h&auml;lt es mit Verweis auf einen angeblichen &ldquo;Unterton&rdquo; des Einwands nicht f&uuml;r n&ouml;tig, die Frage, die von einer demokratisch gew&auml;hlten Bundestagsabgeordneten gestellt wurde, zu beantworten. Gleichzeitig wird der Intendant des WDR mit der intern ge&auml;u&szlig;erten Mitteilung zitiert, man m&uuml;sse in den TV-Sendungen &ldquo;westliche Positionen verteidigen&rdquo;. Medien denunzieren Kritiker der einseitigen Berichterstattung als &ldquo;f&uuml;nfte Medienkolonne&rdquo; Moskaus und warnen vor einem &ldquo;Dolchsto&szlig; aus den eigenen Reihen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58960\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Junckers schwarze Schafe<\/strong><br>\nAb Montag m&uuml;ssen sich Junckers Kandidatinnen und Kandidaten den Fragen des Parlaments stellen. Ungew&ouml;hnlich viele von ihnen wackeln.<br>\nPl&ouml;tzlich hatte es Miguel Areas Ca&ntilde;ete ganz eilig. Wochenlang fand er nichts dabei, sich auf sein neues Amt als Energie- und Klimakommissar vorzubereiten, und nebenbei &ndash; angeblich als &bdquo;Privatmann&ldquo; &ndash; Aktien von zwei spanischen &Ouml;lfirmen zu halten. Doch als das Europaparlament laut vernehmlich murrte, trennte sich der Spanier in Windeseile von seinen Anteilen. Das, so hoffte er wohl, w&uuml;rde die Europabgeordneten bes&auml;nftigen. [&hellip;]<br>\nNicht weniger als sechs Kommissare seien wegen finanzieller oder politischer Verwicklungen vorbelastet, moniert die lobbykritische Organisation &bdquo;Corporate Europe Observatory&ldquo; (CEO). Neben Ca&ntilde;etes finden sich auf ihrer schwarzen Liste auch der Brite Jonathan Hill, der Malteser Karmenu Vella, der Portugiese Carlos Moedas, der Lette Valdis Dombrovskis und die Tschechin Vera Jourova.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Anhoerung-der-EU-Kommission\/!146712\/\">taz<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Offener Brief an Jean-Claude Juncker wegen Miguel Arias Ca&ntilde;ete<\/strong><br>\nSehr geehrter Herr Juncker,<br>\nW&auml;hrend die von Ihnen designierten Kandidaten sich f&uuml;r die Befragungen durch das Europ&auml;ische Parlament vorbereiten, haben sie sicherlich wahrgenommen, dass ein Mitglied des von Ihnen vorgeschlagenen Kabinetts besonders in die Kritik geraten ist. Es gibt starke Zweifel, ob Miguel Arias Ca&ntilde;ete f&uuml;r einen Posten als Europ&auml;ischer Kommissar geeignet ist. Diese Zweifel gelten besonders f&uuml;r den f&uuml;r ihn vorgesehenen Aufgabenbereich der Energie- und Klimapolitik. Die Kandidatur Ca&ntilde;etes wirft zus&auml;tzlich zu den Belegen seines inakzeptablen, sexistischen Verhaltens auch Fragen bez&uuml;glich mehrerer m&ouml;glicher Interessenkonflikte auf.<br>\n1. Nachdem am 18. September 2014, dem Vorabend der Erkl&auml;rung seiner finanziellen Interessen, zunehmend deutlich wurde, wie eng Ca&ntilde;ete mit der &Ouml;lindustrie verbandelt ist, reicht der Verkauf seiner Anteile an Petrolifera Ducar und Petrologis Canaris nicht aus, um mit dem &ldquo;leisesten Verdacht auf Interessenkonflikte&rdquo; auszur&auml;umen. Schlie&szlig;lich sind seine Frau, Sohn und Schwager weiterhin Anteilseigner oder Vorstandsmitglieder dieser Unternehmen. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2014\/offener-brief-an-jean-claude-juncker-wegen-miguel-arias-canete\/\">Sven Giegold<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Gr&uuml;nen mal wieder. Werden sie je lernen? Noch im Juli waren Sven Giegold und sein Kollege Jan Philipp Albrecht voll des Lobes <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2014\/warum-wir-juncker-als-kommissionspraesidenten-unterstuetzen\/\">&uuml;ber Jean-Claude Juncker<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ein europ&auml;isches Recovery Programm<\/strong><br>\nZiel der G20-Minister war es, f&uuml;r den Gipfel der Staats- und Regierungschefs im November 2014 die Grundlage f&uuml;r einen Aktionsplan zu erarbeiten, der mehr Wachstum und Besch&auml;ftigung in der Welt bringen soll. Selbst Finanzminister Sch&auml;uble r&auml;umt ein: dieser Kurs sei noch dringlicher geworden, weil die geopolitischen Risiken sich verst&auml;rkt h&auml;tten. &ldquo;Auch in Deutschland h&auml;tten sich die wirtschaftlichen Prognosen leicht verschlechtert&rdquo;, argumentiert der Finanzminister, wenngleich die Entwicklung robust sei. Robust hei&szlig;t: F&uuml;r dieses Jahr ist mit einem Wachstum von 1,5 Prozent in Deutschland zu rechnen. F&uuml;r ein deutsches Wachstums- und Konjunkturprogramm sieht Sch&auml;uble deshalb keinerlei Notwendigkeit.<br>\nAusgeblendet wird bei dieser Bewertung die Stagnation im Euro-Raum. Denn die Wirtschaft in der Euro-Zone hat im September einen weiteren D&auml;mpfer erhalten. Der W&auml;hrungsraum steckt weiter in der Krise. Wachstum und Nachfrage haben sich weiter abgeschw&auml;cht, so dass auch der Jobaufbau nicht in die G&auml;nge gekommen ist. Dieser Stillstand war wiederum daf&uuml;r verantwortlich, dass die Preise angesichts des scharfen Wettbewerbs weiter reduziert wurden. Die Daten signalisieren einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 0,3 Prozent im zu Ende gehenden Quartal. Die Konse-quenz: die Industrie registriert wieder einen R&uuml;ckgang beim Auftragseingang. Die Ukraine-Krise und Sorgen &uuml;ber die generelle Konjunkturabk&uuml;hlung dr&uuml;cken die Stimmung und erh&ouml;hen die Gefahr, dass die Bem&uuml;hungen der Europ&auml;ischen Zentral-bank zum Ankurbeln der Konjunktur wirkungslos verpuffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/nc\/die-linke\/nachrichten\/detail\/zurueck\/nachrichten\/artikel\/ein-europaeisches-recovery-programm\/\">Die Linke<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Frankreich &agrave; la Schr&ouml;der?<\/strong><br>\nErst der Abgang des linken Ministers, dann das Regieren mit Hilfe der Vertrauensfrage: Wen w&uuml;rde das, was derzeit in Frankreich geschieht, nicht an die Lage der deutschen Sozialdemokratie nach dem R&uuml;ckzug Oskar Lafontaines erinnern? Tats&auml;chlich sind die Parallelen frappierend: Galt um die Jahrtausendwende Deutschland als der kranke Mann Europas, firmiert inzwischen Frankreich in der &ouml;ffentlichen Darstellung, zumindest in Deutschland, mehr und mehr als europ&auml;ischer Problemfall. Und w&auml;hrend damals Gerhard Schr&ouml;der die Agenda 2010 aus dem Hut zauberte und die SPD ins politische Abseits bef&ouml;rderte, scheint nun Fran&ccedil;ois Hollande wild entschlossen, es ihm gleichzutun. Nach der Kritik seines Wirtschaftsministers Arnaud Montebourg entlie&szlig; der Pr&auml;sident, auf Druck seines Premierministers Manuel Valls, den Linkssozialisten und machte den 36j&auml;hrigen fr&uuml;heren Investmentbanker Emmanuel Macron zu dessen Nachfolger. Dieser soll nun, nach deutschem Vorbild, Unternehmen entlasten und Staatsausgaben radikal reduzieren. Peter Hartz und Wolfgang Clement lassen gr&uuml;&szlig;en.<br>\nIn nicht mehr allzu ferner Zukunft d&uuml;rfte daher der Parti Socialiste (PS), trotz der soeben knapp bestandenen Vertrauensfrage, die wirkliche Zerrei&szlig;probe winken &ndash; wenn n&auml;mlich die angek&uuml;ndigte Sparpolitik in die Tat umgesetzt wird. Dann k&auml;me es wohl endg&uuml;ltig zur Trennung in Sozialdemokraten und Sozialisten, nachdem sich bereits 2008 der ehemalige PS-Minister Jean-Luc M&eacute;lenchon mit seiner Parti de Gauche abgespalten hatte und 2012 prompt 7 Prozent erzielte (mit Kommunisten und Gauche unitaire).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/oktober\/frankreich-a-la-schroeder\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.:<\/strong> &bdquo;Ich habe etwas dagegen, wenn man Wachstum auf Pump finanziert&ldquo;, dieser Merkel-Satz (wie etliche andere aus Ihrem Mund) ist eine zynische Frechheit und dreiste L&uuml;ge, oder er w&auml;re eine schlichte Dummheit. Denn offenbar hat Merkel (bzw. das Interesse, das sie vertritt und durchsetzt) nichts dagegen, wenn man &lsquo;deutsches Wachstum&rsquo; auf &lsquo;ausl&auml;ndischem Pump&rsquo; finanziert, denn nichts anderes geschieht zwangsl&auml;ufig &uuml;ber die fortw&auml;hrenden und wachsenden Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands gegen&uuml;ber dem Ausland. Schlichte Dummheit f&auml;llt aus, bei Ber&uuml;cksichtigung der hinl&auml;nglich erkl&auml;rten Absicht die EU sozialstaatlich ab- und gen marktkonformer Demokratie umzubauen und daf&uuml;r die &lsquo;Krise zu nutzen&rsquo;, die man (mit Deutschland als gr&ouml;&szlig;tem Hebel und Akteur im EU- und Euro-Raum, neben anderen im neoliberalen Feld) selbst nicht nur fahrl&auml;ssig, sondern durchaus vors&auml;tzlich, herbeigef&uuml;hrt bzw. (ein)kalkuliert, verl&auml;ngert und verst&auml;rkt hat. Im Rahmen der EU (und dar&uuml;ber hinaus) bliebe zu hoffen und zu w&uuml;nschen, dass trotz jahrzehntelangem &lsquo;Reshaping Europe&rsquo; (European Round Table of Industrialists), gewisse Traditionen in Frankreich (wie auch in Italien) noch stark bzw. unkalkulierbar genug sind, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten bzw. Grenzen zu setzen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Ceta trotz Kritik<\/strong><br>\nEU-Ratspr&auml;sident Van Rompuy verk&uuml;ndet das Ende der Verhandlungen &uuml;ber das umstrittene Ceta-Abkommen. Deutschland h&auml;tte Bedenken fr&uuml;her &auml;u&szlig;ern k&ouml;nnen.<br>\nUngeachtet der Kritik aus der Bundesregierung haben die EU und Kanada am Freitag in Ottawa ein Freihandelsabkommen verk&uuml;ndet. Nach f&uuml;nfj&auml;hrigen Gespr&auml;chen seien die Verhandlungen abgeschlossen, sagte EU-Ratspr&auml;sident Herman Van Rompuy bei einer feierlichen Zeremonie. &bdquo;Wir feiern das Ende der Verhandlungen.&ldquo;<br>\nMan habe die Zustimmung aller EU-Mitgliedsstaaten, f&uuml;gte er hinzu. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich EU-Kommissionschef Manuel Barroso. &bdquo;Alle offiziellen Mitteilungen, die wir aus Deutschland erhalten haben, waren absolut daf&uuml;r.&ldquo; Zugleich ver&ouml;ffentlichte die EU den 1600 Seiten langen Vertragstext.<br>\nMit Blick auf deutsche Einw&auml;nde bei den oft kritisierten Schutzklauseln f&uuml;r Konzerne hie&szlig; es aus der EU-Kommission, Berlin h&auml;tte diese Bedenken in den vergangenen Jahren w&auml;hrend der Verhandlungen vorbringen k&ouml;nnen. Die EU-Staaten m&uuml;ssten dem Abkommen zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt ohnehin noch zustimmen. Berlin k&ouml;nne bei dieser Gelegenheit seine Einw&auml;nde geltend machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/EU-und-Kanada-verkuenden-Handelspakt\/!146729\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Rote Linien? Die gro&szlig;e Show des Sigmar Gabriel<\/strong><br>\nNein, ein Freihandelabkommen werde es mit ihm nicht geben, solange die umstrittenen Schiedsgerichte zum Investorenschutz darin enthalten seien. So hatte der Wirtschaftsminister noch gestern im Bundestag get&ouml;nt. Die Parteilinke der SPD hatte er bereits am letzten Wochenende eingenordet. Von roten Linien war die Rede und einem SPD-Vorsitzenden, der sich in den Kampf werfe gegen eine Paralleljustiz, die in Hinterzimmern Entscheidungen f&auml;llt. Dem Gebr&uuml;ll wird wahrscheinlich bald schon die Ern&uuml;chterung folgen. Die EU-Kommission scheint der Rechtsauffassung des Ministers jedenfalls nicht zu folgen. Verhandlungen beendet. Sack zu! hie&szlig; es heute in Ottawa zum Freihandelsabkommen CETA mit Kanada. Dies l&auml;sst B&ouml;ses ahnen im Hinblick auf TTIP, dem n&auml;chsten Freihandelsabkommen mit den USA. Denn soviel steht fest. Wenn CETA durch ist, wird TTIP kaum dahinter zur&uuml;ck bleiben. Und ob eine Mehrheit der EU-Staaten der einsamen Rechtsauffassung des Ministers folgt, darf bezweifelt werden. So ist Gabriels lautes Get&ouml;se vor allem eins: Eine Showveranstaltung zur Beruhigung der Gem&uuml;ter. Oder eben Hinterzimmerpolitik. Und das passt dann ja auch ganz gut zum klandestinen Prozedere rund um die Freihandelsabkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/772877629417846?fref=nf\">Monitor via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Kritische Analyse des CETA-Abkommens von kanadischen u. EU-NGOs<\/strong><br>\nKanadische und europ&auml;ische NGOs haben heute eine ausf&uuml;hrliche, kritische Analyse zum Text des EU-Kanada-Freihandelsabkommens (CETA) (CCPA: Making Sense of the CETA, Ottawa, 2014) vorgelegt. Die Analyse &ndash; ver&ouml;ffentlicht als Publikation des Canadian Centre for Policy Alternatives &ndash; beruht auf dem vor Kurzem von der Tagesschau an die &Ouml;ffentlichkeit &lsquo;geleakten&rsquo; CETA-Vertragstext, wie ihn die EU-Kommission und die kanadische Regierung am 26. September 2014 gerne als &lsquo;abgeschlossen&rsquo; &ouml;ffentlich vorstellen wollen.<br>\nZwar laufen hinter den Kulissen noch heftige Streitigkeiten &ndash; etwa auch zwischen der deutschen Bundesregierung und der EU-Kommission &ndash; um zentrale Passagen sowie den Rechtscharakter des Vertragstextes, dennoch aber lassen sich aus Sicht der NGOs bereits viele gef&auml;hrliche Abkommensregeln identifizieren. PowerShift war &uuml;ber den Handels- und Investitionsexperten Peter Fuchs an der Erstellung des Textes beteiligt. Zum hoch umstrittenen Investitionsschutz-Kapitel von CETA erkl&auml;rt Peter Fuchs: &ldquo;CETA stellt Konzernen und Anwaltsfirmen neue gef&auml;hrliche Waffen zum Bek&auml;mpfen von Demokratie und &ouml;ffentlicher Regulierung bereit. Das ist ein Skandal! Es ist daher gut, dass in Kanada und Europa der Widerstand gegen das Abkommen immer lauter wird &ndash; und der Text voraussichtlich nie in einem v&ouml;lkerrechtlich bindenden Vertrag enden wird. CETA muss vorher von der demokratischen &Ouml;ffentlichkeit Europas, vom Bundestag, von der Bundesregierung oder last but not least vom Europ&auml;ischen Parlament gestoppt werden!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/power-shift.de\/?p=4701\">PowerShift<\/a><\/li>\n<li><strong>The Canada-EU trade deal &ndash; Signed, not sealed<\/strong><br>\nLAST October, Stephen Harper, Canada&rsquo;s prime minister, flew to Brussels to sign a trade-and-investment deal in principle between Canada and the EU. On September 26th, the two sides announced the close of negotiations. But despite the back-slapping there may still be work to be done. Sigmar Gabriel, Germany&rsquo;s economy minister, objected strenuously this week to a clause in the deal that would allow companies to sue governments if they felt their rights had been infringed.<br>\nThe clause is common in bilateral investment deals and initially attracted little attention in the Canada-EU negotiations. But it has become a flashpoint in another set of trade negotiations, between the EU and the United States. The European Parliament, a range of environmental and civil-society groups, and certain German politicians oppose it because they feel it gives multinational firms too much power in their dealings with government.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/blogs\/americasview\/2014\/09\/canada-eu-trade-deal\">Economist<\/a>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/gustav.horn.1\/posts\/655281907920841\">Dazu schreibt Gustav Horn auf Facebook<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Rechtsprofessor: Zustimmung zu CETA w&auml;re verfassungswidrig<\/strong><br>\nDemokratie, Rechtsstaatlichkeit, Souver&auml;nit&auml;t &ndash; an diesen drei Grundpfeilern s&auml;gt das geplante EU-Kanada-Abkommen CETA. Dennoch wollen Sigmar Gabriel und Co. das Abkommen auf jeden Fall &ndash; und nehmen m&ouml;gliche Milliardenklagen in Kauf. Der Rechtsprofessor Prof. Dr. Axel Flessner ist dar&uuml;ber verwundert und verr&auml;t im Interview, was hinter diesen Absichten stecken k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.campact.de\/2014\/09\/rechtsprofessor-zustimmung-zu-ceta-waere-verfassungswidrig\/\">blog campact.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Joseph E. Stiglitz &ndash; Europe&rsquo;s Austerity Zombies<\/strong><br>\n&ldquo;If the facts don&rsquo;t fit the theory, change the theory,&rdquo; goes the old adage. But too often it is easier to keep the theory and change the facts &ndash; or so German Chancellor Angela Merkel and other pro-austerity European leaders appear to believe. Though facts keep staring them in the face, they continue to deny reality.<br>\nAusterity has failed. But its defenders are willing to claim victory on the basis of the weakest possible evidence: the economy is no longer collapsing, so austerity must be working! But if that is the benchmark, we could say that jumping off a cliff is the best way to get down from a mountain; after all, the descent has been stopped.<br>\nBut every downturn comes to an end. Success should not be measured by the fact that recovery eventually occurs, but by how quickly it takes hold and how extensive the damage caused by the slump.<br>\nViewed in these terms, austerity has been an utter and unmitigated disaster, which has become increasingly apparent as European Union economies once again face stagnation, if not a triple-dip recession, with unemployment persisting at record highs and per capita real (inflation-adjusted) GDP in many countries remaining below pre-recession levels. In even the best-performing economies, such as Germany, growth since the 2008 crisis has been so slow that, in any other circumstance, it would be rated as dismal.<br>\nThe most afflicted countries are in a depression. There is no other word to describe an economy like that of Spain or Greece, where nearly one in four people &ndash; and more than 50% of young people &ndash; cannot find work. To say that the medicine is working because the unemployment rate has decreased by a couple of percentage points, or because one can see a glimmer of meager growth, is akin to a medieval barber saying that a bloodletting is working, because the patient has not died yet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/joseph-e--stiglitz-wonders-why-eu-leaders-are-nursing-a-dead-theory?utm_source=MadMimi&amp;utm_medium=email&amp;utm_content=Project+Syndicate%27s+Economics+Update&amp;utm_campaign=20140920_m122236789_Project+Syndicate%27s+Economics+Update&amp;utm_term=Europe_E2_80_99s+Austerity+Zombies\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>USA leiten Geldw&auml;sche-Ermittlungen gegen Commerzbank ein<\/strong><br>\nDie Commerzbank kommt in den USA zunehmend unter Druck. Zus&auml;tzlich zu Untersuchungen &uuml;ber mutma&szlig;liche Verletzungen von US-Sanktionen habe die Staatsanwaltschaft Manhattan Ermittlungen gegen Deutschlands zweitgr&ouml;&szlig;te Bank eingeleitet, sagten informierte Personen. Die Ermittler werfen der Bank vor, zu laxe Kontrollen zur Erkennung und Vermeidung von Geldw&auml;sche angewandt zu haben. Der Commerzbank drohen zus&auml;tzlich hunderte Millionen US-Dollar an Strafe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aktiencheck.de\/news\/Artikel-DJ_USA_leiten_Geldwaesche_Ermittlungen_gegen_Commerzbank_Kreise-6027320\">Dow Jones Newswires<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie Dax-Konzerne Wachstum kaufen<\/strong><br>\nDie Konjunkturaussichten tr&uuml;ben sich ein. Von Panik an der B&ouml;rse ist dennoch nichts zu sp&uuml;ren: Dax-Konzerne haben volle Kriegskassen, die sie in einer Schw&auml;chephase f&uuml;r &Uuml;bernahmen nutzen wollen. Wachstum l&auml;sst sich auch kaufen. (&hellip;)<br>\nDer Konjunkturmotor laufe nicht mehr rund, sagt auch Hans-Werner Sinn, Chef des Forschungsinstituts Ifo. Der vom Ifo gemessene Gesch&auml;ftsklimaindex ist stark gefallen &ndash; ebenso wie die vom GfK gemessene Konsumneigung der Deutschen. Es ist ein frostiges Klima bei Unternehmern wie bei Konsumenten: Vom Auslandsgesch&auml;ft werden derzeit kaum noch Zuw&auml;chse erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/boerse\/aktienmarkt-dax-firmen-setzen-cash-reserven-gegen-krise-ein-a-993744.html\">manager magazin online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.F.:<\/strong> Was ist das eigentlich f&uuml;r eine Vorstellung von Wachstum, bei dem durch Aufkauf von Unternehmen nur Werte vom einer Tasche in eine andere verschoben werden? Die EZB bzw. ihre Politik des nahezu kostenlosen Geldes ist als Quelle f&uuml;r den  &ldquo;virtuellen Aufschwung&rdquo; klar benannt worden. Die Nutznie&szlig;er (Anleger) auch.<\/em><br>\n<em>Alle anderen, denen weisgemacht wird, etwas davon zu haben, wenn es &ldquo;der Wirtschaft gut geht&rdquo;, gucken genau so in die R&ouml;hre wie die Gemeinschaft als Ganzes, dank steuerfreier Gewinne aus Unternehmensver&auml;u&szlig;erungen.<\/em><br>\n<em>Letztere Gruppen werden erst wieder gefragt sein, wenn demn&auml;chst die Rechnung der Party pr&auml;sentiert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schmutzige Gesch&auml;fte<\/strong><br>\nEin Bier trinken gehen, w&auml;hrend jemand zuhause den Abwasch macht? Kein Problem. Start-ups wie Helpling und Clean Agents versprechen faire Putz-Dienste f&uuml;r wenig Geld. Den Preis daf&uuml;r bezahlen die Reinigungskr&auml;fte. (&hellip;)<br>\nMoment Mal. Shared Economy &ndash; darunter verstand man bisher Gesch&auml;fte, in denen von gleich zu gleich gewirtschaftet wurde. Mitfahrgelegenheiten. Bohrmaschinen, Autos oder K&uuml;chenger&auml;te gemeinsam nutzen. &Uuml;bernachtungsm&ouml;glichkeiten, bei denen man sich kennenlernt, einander die Stadt zeigt. Ein bisschen Romantik: Ich streiche deinen Zaun, wenn ich von deinem Apfelbaum ernten darf. Doch die Start-ups, die in den vergangenen Monaten aus dem Silicon Valley nach Europa kamen, funktionieren anders.<br>\nDie Business-Studenten und Unternehmer von morgen haben erkannt, dass es neben ihren Kommilitonen und Freunden noch andere Menschen gibt, mit denen man wirtschaften kann. Menschen, die f&uuml;r 15 Dollar Stundenlohn bereit sind, ihr eigenes Auto zum Taxi zu machen, jederzeit verf&uuml;gbar zu sein und s&auml;mtliche Risiken allein zu tragen, wie es bei Uber der Fall ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/putzdienste-im-internet-schmutzige-geschaefte-1.2148169\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wirksame Mietpreisbremse? Fehlanzeige!<\/strong><br>\nDas von Union und Immobilienlobby orchestrierte Geschrei war gro&szlig;, als Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) im Fr&uuml;hjahr seinen Gesetzentwurf zur Mietpreisbremse vorlegte. Angeblich stand der Zusammenbruch des Wohnungsneubaus ins Haus. Das zeigte Wirkung, die SPD knickte ein.<br>\nIn dem jetzt eingebrachten Gesetzentwurf &ndash; das Gesetz soll nur in angespannten Wohnungslagen gelten, ist auf f&uuml;nf Jahre ausgelegt und muss noch durch den Bundesrat (man darf gespannt sein, wie sich Landesregierungen mit gr&uuml;ner Beteiligung im Bundesrat verhalten) &ndash; wurde die vorgesehene Bremse f&uuml;r Vermietungen neuer Wohnungen gestrichen. Dies hat in Ballungsr&auml;umen in doppelter Hinsicht fatale Folgen: In den Gro&szlig;- und Uni-St&auml;dten herrscht ein gro&szlig;er Mangel an bezahlbaren Wohnungen.<br>\nMieten in Neubauwohnungen in einem boomenden, Mietpreis treibenden Wohnungsmarkt, der immer mehr zum Anlagefeld von Finanzinvestoren wird, sind nur von Betuchten bezahlbar. Insofern standen in Berlin nur 5% der im Jahr 2012 fertig gestellten Neubauwohnungen der breiten Bev&ouml;lkerung zur Verf&uuml;gung. Hinzu kommt die Konstruktion des Mietspiegels, der sich nach den Mieterh&ouml;hungen der letzten vier Jahre richtet. Teure Neubaumieten schlagen daher auf den Mietspiegel besonders heftig durch. Die Gro&szlig;e Koalition tut nichts, um die Explosion der Neubaumieten zu stoppen.<br>\nDer sich der SPD-Linken zurechnende Justizminister ist aber noch an einem weiteren nicht minder zentralen Punkt abgetaucht. Die Mietpreisbremse gilt auch nicht f&uuml;r &raquo;umfassend&laquo; modernisierten Wohnungen. Dieses zweite Geschenk an die Vermieter-Branche ist fast noch sch&auml;biger als das erste. Modernisierung wird immer mehr zum Instrument Nummer eins der Verdr&auml;ngung einkommensschwacher Haushalte &ndash; die inzwischen fast t&auml;glichen Medienberichte &uuml;ber brutale Modernisierungspraktiken zeugen davon.<br>\nDie Begrenzung der Mieterh&ouml;hungen bei Wiedervermietung von Wohnungen im Bestand auf 10% &uuml;ber dem Mietspiegel[1] und die &Uuml;berw&auml;lzung der Vermittlungsgeb&uuml;hr auf die Makler ist zweifellos ein &ndash; lange &uuml;berf&auml;lliger &ndash; Fortschritt. Dennoch dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, dass es bei diesem Gesetzentwurf vorrangig darum geht, Druck aus dem anschwellenden Mieterprotest zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/wirksame-mietpreisbremse-fehlanzeige\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Intransparent, teuer, korrupt<\/strong><br>\nFachtagung zum deutschen Pflegesystem: Kritik an milliardenschweren &raquo;kreativen&laquo; Gesch&auml;ftsmodellen von Heimbetreibern und Dienstleistern<br>\nWasch mir den Pelz, aber mach mich nicht na&szlig;&laquo;: Die Pflegebranche kann das. Da werden Menschen gnadenlos auch dann in ihrer Wohnung gebadet, wenn die gar keine Wanne hat. Zumindest wird derartiges gern als &raquo;erbrachte Leistung&laquo; in Abrechnungsformulare eingetragen. Dem deutschen Pflegesystem widmeten Ende vergangener Woche die Antikorruptionsorganisation Transparency International (TI) sowie die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung eine Fachtagung. TI hatte schon vor einem Jahr eine &raquo;Schwachstellenanalyse&laquo; zum Thema ver&ouml;ffentlicht.<br>\n&raquo;Es herrscht das Gegenteil von Transparenz&laquo;, urteilte Anke Martiny, Vorstandsmitglied von Transparency. &raquo;Entsetzlich viele Akteure&laquo; seien in der Pflege t&auml;tig, Transparenz hinsichtlich des Zustandekommens der Kosten folgerichtig nicht vorhanden. Neben den Anbietern von Pflegeleistungen sind etwa die Krankenkassen involviert, weiter die Pflegekassen sowie der &raquo;Medizinische Dienst der Krankenversicherung&laquo; (MDK) und die Heimaufsicht. Massive Abstimmungsprobleme zwischen Bund, L&auml;ndern, Kommunen und Pflegediensten seien an der Tagesordnung, so Martiny.<br>\nTransparency kritisiert einen generellen Mangel an Kontrolle in der Pflege. Aufgrund des strukturellen Vorteils der Pflegeanbieter gegen&uuml;ber den staatlichen Pr&uuml;fstellen ist das wenig verwunderlich: &raquo;W&auml;hrend die Betreiber oft bundesweit agieren, sind die Pr&uuml;fstellen regional oder bestenfalls auf Landesebene aktiv&laquo;, erl&auml;uterte Martiny. Ein zentrales Register auff&auml;llig gewordener Betreiber gebe es ebensowenig wie unangek&uuml;ndigte &Uuml;berpr&uuml;fungen von Heimen. Komme es dennoch zu Anzeigen, w&uuml;rden diese von den Unternehmern in vielen F&auml;llen mit Gegenanzeigen beantwortet. Meist stelle die Staatsanwaltschaft die Untersuchungen dann ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/09-29\/038.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Korruptionsvorw&uuml;rfe: Fifa h&auml;lt Untersuchungsbericht geheim<\/strong><br>\nDie Fifa bleibt hart: Der interne Bericht &uuml;ber die Vergabe der Weltmeisterschaften in Russland und Katar soll nicht ver&ouml;ffentlicht werden. Das hat das Exekutivkomitee des Fu&szlig;ball-Weltverbandes entschieden &ndash; trotz massivem &ouml;ffentlichem Druck.<br>\nDer Untersuchungsbericht zu den Korruptionsvorw&uuml;rfen bei den WM-Vergaben 2018 und 2022 soll trotz gro&szlig;en Drucks von au&szlig;en nicht ver&ouml;ffentlicht werden. Das teilte Fifa-Pr&auml;sident Jopseph Blatter nach einer Sitzung des Exekutivkomitees mit. Kein Exko-Mitglied habe um eine Ver&ouml;ffentlichung gebeten, sagte Blatter. Der 78-J&auml;hrige hatte kurz zuvor angek&uuml;ndigt, im kommenden Jahr erneut f&uuml;r das Amt des Pr&auml;sidenten des Fu&szlig;ball-Weltverbandes zu kandidieren.<br>\nUnter anderem DFB-Pr&auml;sident Wolfgang Niersbach hatte sich zuvor f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung ausgesprochen. &ldquo;Aus Sicht des DFB w&uuml;nschen wir uns nichts mehr als eine z&uuml;gige Aufkl&auml;rung und Abwicklung, damit endlich die ganzen Spekulationen und Mutma&szlig;ungen beendet werden&rdquo;, hatte Niersbach der &ldquo;FAZ&rdquo; gesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/fifa-blatter-will-untersuchungsbericht-nicht-veroeffentlichen-a-994015.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Zurecht merkt unser Leser H.B. in diesem Kontext an: Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu bef&uuml;rchten.<\/em><br>\n<em>Insbesondere Innenpolitiker -und der Sport geh&ouml;rt ja zum Bereich Innenpolitik- sollte dieser Ausspruch nicht fremd sein und f&uuml;r Aufkl&auml;rung sorgen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Einblick in NSA-Klageschrift: Gr&uuml;ne und Linke werfen Merkel Missachtung des Grundgesetzes vor<\/strong><br>\nJetzt muss der Zweite Senat in Karlsruhe eine neue, umfangreiche Verfassungsklage pr&uuml;fen. Gr&uuml;ne und Linke im Bundestag erheben darin schwere Vorw&uuml;rfe gegen die Bundesregierung. Ihrer Ansicht nach behindere Kanzlerin Angela Merkel die Aufkl&auml;rung des globalen Datenspionage-Skandals. Die Bundesregierung habe die Pflicht, den NSA-Ausschuss im Parlament zu unterst&uuml;tzen &ndash; und weigere sich, dieser Pflicht nachzukommen.<br>\nDie Frankfurter Juraprofessorin Astrid Wallrabenstein hatte die Organstreitklage am Donnerstagabend an das Bundesverfassungsgericht gefaxt. Die 71-seitige Klageschrift wurde zun&auml;chst unter Verschluss gehalten, nun liegt sie SPIEGEL ONLINE vor. Darin sind drei Kl&auml;ger aufgef&uuml;hrt: \n<ul>\n<li>die beiden Fraktionen von Gr&uuml;nen und Linken,<\/li>\n<li>die insgesamt 127 Gr&uuml;nen- und Linken-Abgeordneten<\/li>\n<li>und die Obleute der Opposition im NSA-Untersuchungsausschuss, Konstantin von Notz (Gr&uuml;ne) und Martina Renner (Linke).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Geklagt wird gegen: <\/p>\n<ul>\n<li>die Bundesregierung, &ldquo;vertreten durch die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel&rdquo;,<\/li>\n<li>und den NSA-Untersuchungsausschuss im Bundestag, &ldquo;vertreten durch seinen Vorsitzenden Dr. Patrick Sensburg&rdquo;. (&hellip;)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Dokument beginnt mit einer Beschreibung der Gesamtlage, angefangen im Sommer 2013, als der Whistleblower Edward Snowden mit seinen ersten Enth&uuml;llungen f&uuml;r Furore sorgte. Die Antragsteller listen Reaktionen in Deutschland und weitere Recherchen zum NSA-Komplex auf. Als Quellen dienen zahlreiche Artikel von SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/nsa-spaehaffaere-opposition-verklagt-merkel-wegen-snowden-a-994029.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Wie die Opposition Snowden nach Deutschland holen will<\/strong><br>\nLinke und Gr&uuml;ne reichen Klage gegen die Bundesregierung vor dem Bundesverfassungsgericht ein. Sie wollen Klarheit in Sachen Snowden und sind zuversichtlich, dem Wistleblower den Weg nach Deutschland ebnen zu k&ouml;nnen &ndash; vor allem aus zwei Gr&uuml;nden.<br>\nEs ist eine Klage wegen unterlassener Hilfeleistung, die Linke und Gr&uuml;ne jetzt nach langen Vorbereitungen vor dem Bundesverfassungsgericht eingereicht haben. Das macht schon deutlich, dass die Aussichten dieser Klage nicht so leicht einzusch&auml;tzen sind.<br>\nEs geht um den NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Alle Parteien haben beschlossen, dass US-Whistleblower Edward Snowden als Zeuge vor dem Ausschuss geh&ouml;rt werden soll. Nur wo, dar&uuml;ber gibt es Streit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nsa-affaere-wie-die-opposition-snowden-nach-deutschland-holen-will-1.2148995\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Die Bundesregierung beruft sich auf das Staatswohl, das durch eine Einreise Snowdens nach Deutschland und anschlie&szlig;enden diplomatischen Verwicklungen mit den USA gef&auml;hrdet sei. Das ist jedoch eine vage Angabe und kaum nachvollziehbar.<\/em><br>\n<em>Oder ist ein Offenlegen zu bef&uuml;rchten, dass Deutschland in einem noch viel gr&ouml;&szlig;eren Ausma&szlig; in die Abh&ouml;rmethoden der NSA verwickelt ist als bisher angenommen? Und w&uuml;rde eine Ver&ouml;ffentlichung derart unterstellter Kooperationen zwischen amerikanischen und deutschen Geheimdiensten (oder\/und weiteren Einrichtungen) das Staatswohl gef&auml;hrden?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>1914: Die Reichstagsdebatten zu den Kriegskrediten (Diskussion nach der szenischen Lesung)<\/strong><br>\nDie Rosa-Luxemburg-Stiftung lud am 28. August 2014 gemeinsam mit der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag zu einer szenischen Lesung und anschlie&szlig;enden Diskussion ein. Im Fokus standen die damaligen Reichstagsdebatten zum Beginn des Ersten Weltkriegs. Welche Rolle spielte das damalige Parlament bei der Vorbereitung des Krieges und welche Reden wurden gehalten? Und die Bedeutung der einhundert Jahre alten Argumente, Voten und parteipolitischen Positionen f&uuml;r heute? Um diese Frage geht es in der anschlie&szlig;enden Diskussion, die wir hier dokumentieren. Es diskutierten: Peter Gauweiler, Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und Willy Wimmer. Es moderierten: Jakob Augstein und Luc Jochimsen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=youtu.be&amp;v=DJlVuGKENU8&amp;app=desktop\">Die Linke via YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>TV-Tipp: Ein Fall f&uuml;rs All<\/strong><br>\nDie neue Politsatire mit Urban Priol und Alfons<br>\nUrban Priol feiert sein Comeback im ZDF: zusammen mit Alfons ist er ab 30. September im neuen monatlichen Kabarett-Format &ldquo;Ein Fall f&uuml;rs All&rdquo; im Zweiten zu sehen.<br>\nDa sie genug vom politischen Chaos auf der Erde haben, fl&uuml;chten die beiden Kabarettisten Urban Priol und Alfons auf der Suche nach einer besseren Welt mit ihrem selbstgebauten Raumschiff in die unendlichen Weiten des Alls. Ausgestattet mit fantastischen und futuristischen Ger&auml;ten wie Gehirnscannern, Beam-Traktorstrahlen sowie Zukunfts- und Vergangenheitsmonitoren versuchen sie mit ganz neuen Einsichten das kabarettistische Licht der Erkenntnis ins Dunkel aktueller Politik zu tragen.<br>\nDabei sind sie nicht allein unterwegs: Eine wechselnde Crew von Kabarettisten und satirischen G&auml;sten von der Erde erg&auml;nzen die Besatzung und helfen Urban Priol und Alfons dabei, das Raumschiff einmal im Monat sicher in der Mitte des politischen Geschehens zu landen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/presseportal.zdf.de\/pm\/ein-fall-fuers-all\/\">ZDF Presseportal<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23419","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23419"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23419\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23422,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23419\/revisions\/23422"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}