{"id":23428,"date":"2014-09-30T09:07:03","date_gmt":"2014-09-30T07:07:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428"},"modified":"2014-09-30T09:22:48","modified_gmt":"2014-09-30T07:22:48","slug":"hinweise-des-tages-2223","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h01\">Was der Presserat empfiehlt, ist dem &bdquo;Spiegel&ldquo; egal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h02\">Bundeswehr &ndash; SPD nimmt von der Leyen ins Visier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h03\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h04\">Professorin gaukelt &ldquo;Bild&rdquo;-LeserInnen etwas vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h05\">Auswanderung in Osteuropa: Lieber wie die Deutschen leben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h06\">Union Busting: &raquo;Betriebsrats-Fresser&laquo; in Aktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h07\">Atypische Besch&auml;ftigung bleibt in Deutschland weiter hoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h08\">Interview zu Misshandlung von Fl&uuml;chtlingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h09\">Exporthit Br&ouml;ckelstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h10\">Fracken biologisch abbaubar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h11\">Ex-Gesundheitsminister von der FDP: Bahr wird Vorstand bei Allianz-Krankenversicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h12\">KenFM im Gespr&auml;ch mit: Bernhard Trautvetter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h13\">Guttenberg soll CSU-Profil sch&auml;rfen: &Auml;u&szlig;eres wird wieder wichtig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h14\">Oktoberfest-Attentat &ndash; Neue brisante Spur aufgetaucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h15\">Gericht stoppt Abstimmung &uuml;ber Abspaltung Kataloniens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h16\">&laquo;Die Entt&auml;uschung &uuml;ber die marktradikale Politik der Sozialdemokratie hat viele nach rechts getrieben&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h17\">DGB-Beschl&uuml;sse 2011 bis 2014 &ndash; Gute Bildung f&uuml;r gute Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h18\">Radikalenerlass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h19\">Hinweis: Das Auge des Arbeiters &ndash; Arbeiterfotografie um 1930<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428#h20\">Das Letzte &ndash; AfD: Konrad Adams Behindertenfeindlichkeit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23428&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Was der Presserat empfiehlt, ist dem &bdquo;Spiegel&ldquo; egal<\/strong><br>\nMit seinem &bdquo;Stoppt Putin jetzt&ldquo;-Titelbild hat der &bdquo;Spiegel&ldquo; gegen den Pressekodex versto&szlig;en. Das hat der Beschwerdeausschuss 2 des Deutschen Presserates am 9. September einstimmig festgestellt. Das Nachrichtenmagazin habe die Pers&ouml;nlichkeitsrechte der abgebildeten Opfer des Fluges MH17 verletzt und sie &bdquo;zur Emotionalisierung f&uuml;r die im Titel enthaltene politische These instrumentalisiert&ldquo;.<br>\nDer &bdquo;Spiegel&ldquo; h&auml;lt das f&uuml;r keine erw&auml;hnenswerte Tatsache.<br>\nBis heute hat er nicht dar&uuml;ber berichtet, dass das Selbstkontroll-Gremium eine Missbilligung ausgesprochen hat. Er hat es offenkundig auch nicht vor.<br>\nDer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Redakteur R&uuml;diger Ditz schreibt mir auf Anfrage, die &bdquo;Abdruckpflicht&ldquo; gelte laut Beschwerdeordnung des Presserats &bdquo;ausschlie&szlig;lich f&uuml;r R&uuml;gen. Bei der Missbilligung ist das nicht vorgesehen. Und auch bei anderen Bl&auml;ttern ist es zumindest sehr un&uuml;blich, Missbilligungen abzudrucken. Mir ist jedenfalls kein Fall bekannt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/19266\/was-der-presserat-empfiehlt-ist-dem-spiegel-egal\/\">Stefan Niggemeier<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bundeswehr &ndash; SPD nimmt von der Leyen ins Visier<\/strong><br>\nVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ger&auml;t wegen der gravierenden Ausr&uuml;stungsm&auml;ngel bei der Bundeswehr unter wachsenden Druck und sieht sich nun auch dem Vorwurf der T&auml;uschung ausgesetzt. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins &bdquo;Der Spiegel&ldquo; lie&szlig; von der Leyen den Abgeordneten des Verteidigungsausschusses eine Liste vorlegen, in der die Einsatzbereitschaft durch nach Gutd&uuml;nken vergebene Ampelfarben gekennzeichnet wurde. Aus angeblichem &Auml;rger &uuml;ber die Ampelliste bestellte sie am Freitag dann die Inspekteure der Teilstreitkr&auml;fte ein. &hellip;.<br>\n&bdquo;Entgegen ihrer eigenen Materialliste wurde gegen&uuml;ber dem Parlament der Eindruck erweckt, alles, was f&auml;hrt, fliegt und schwimmt, sei voll einsatzf&auml;hig. Wir Parlamentarier lassen uns nicht f&uuml;r dumm verkaufen&ldquo;, sagte dazu der verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Rainer Arnold. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann mahnte einen umgehenden Kurswechsel an: &bdquo;Der desolate Ger&auml;tezustand der Bundeswehr hat sich schon seit einigen Jahren angedeutet. Es ist die dringende Aufgabe der Ministerin, ihren vorgegebenen Etatrahmen auszusch&ouml;pfen und die Bundeswehr fit zu machen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/bundeswehr-ursula-von-der-leyen-spd-nimmt-von-der-leyen-ins-visier,1472596,28551722.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ach, die SPD. Vielleicht sollte Herr Arnold dar&uuml;ber nachdenken von wem und in welcher Richtung er hier f&uuml;r dumm verkauft wird. Das ist alles schon sehr seltsam. Bis vor wenigen Wochen war &uuml;ber den angeblichen schlechten Zustand der technischen Ausr&uuml;stung der Bundeswehr in den &bdquo;Qualit&auml;tszeitungen&ldquo; nichts zu vernehmen. Nun h&auml;ufen sich die Berichte dar&uuml;ber pl&ouml;tzlich. Ob hier ein Zusammenhang mit der Kriegshetze gegen Russland, der kriegerischen Neuausrichtung deutscher Au&szlig;enpolitik und der Forderung der R&uuml;stungsindustrie nach einen h&ouml;heren Wehretat besteht? Erleben wir hier wieder Meinungsmache in ihrer sch&ouml;nsten Auspr&auml;gung?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Spiegel Online: 27.09.2014 &ndash; <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-kampfhubschrauber-tiger-verlor-waffentraeger-a-994150.html\">Marode Bundeswehr-Technik &ndash;  Kampfhubschrauber &ldquo;Tiger&rdquo; verlor Waffentr&auml;ger<\/a><\/li>\n<li>S&uuml;ddeutsche Zeitung: 27.09.2014 &ndash; <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/materialprobleme-bei-der-bundeswehr-nichts-mehr-im-gruenen-bereich-1.2148224\">Materialprobleme bei der Bundeswehr &ndash;  Nichts mehr im gr&uuml;nen Bereich<\/a><\/li>\n<li>FAZ: 27.09.2014: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/materialmaengel-bundeswehr-soll-derzeit-seine-nato-anforderungen-nicht-erfuellen-13177457.html\">Materialm&auml;ngel Bundeswehr  &ndash;  bleibt hinter Nato-Anforderungen zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li>ZEIT: 27.09.2014: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2014-09\/bundeswehr-beschaffungsamt-wechsel\">Bundeswehr erf&uuml;llt nicht die Nato-Verpflichtungen<\/a><\/li>\n<li>Suttmann-Karikaturen:<br>\n\t\t<a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikaturen\/kari_20140929_Zufall_kol.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/kari_20140929_Zufall_kol.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/a>\n\t<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Gauck preist Ceta<\/strong><br>\nEigentlich darf einem bei diesem Bundespr&auml;sidenten nichts mehr verwundern. Gerade bei dem, der sich wohlig in einem Kapitalismus eingerichtet hat, welchen er als Sakrosankt betrachtet. Nein, es verwundert aus dieser Perspektive ganz und gar nicht, dass dieser Joachim Gauck seiner bisherigen Interpretation des Amtes Kontinuit&auml;t verleiht, und vorgestern in Ottawa f&uuml;r das zweifelhafte Freihandelsabkommen Ceta mit Kanada warb, wo es auch einen Tag sp&auml;ter feierlich verabschiedet wurde. Es h&ouml;rt sicher nett und sinnvoll an, wenn der Pastor erkennt, dass Demokratien die Globalisierung gestalten und nicht nur auf sie reagieren sollten, wie er beim Staatsbankett in der kanadischen Hauptstadt verk&uuml;ndete. &ldquo;Gestalten hei&szlig;t beispielsweise auch, daf&uuml;r zu sorgen, dass rechtsstaatliche, soziale und Umweltstandards gef&ouml;rdert werden&rdquo;, wusste Gauck, ganz der B&uuml;rgerpr&auml;sident, beizusteuern. In diesem Kontext aber l&auml;sst das aufhorchen. Man k&ouml;nnte jetzt irritiert Fragen, in welchen internationalen und transnationalen Abkommen derzeit rechtsstaatliche und soziale Standards gef&ouml;rdert werden. Das Gegenteil ist der Fall. Ceta gilt als Blaupause f&uuml;r das noch umstrittenere Freihandelsabkommen TTIP mit den USA &ndash; und beide, sobald sie denn ratifiziert sind, werden soziale und rechtsstaatliche Standards schleifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2014\/09\/27\/gauck-preist-ceta\/\">le Boh&eacute;mien<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Obschon der kritische Zeitgenosse von Joachim Gauck nichts mehr erwartet, ist doch die anhaltende Konsequenz, mit der sich dieser Bundespr&auml;sident auf die Seite des politischen und wirtschaftlichen Establishments schl&auml;gt, schon wieder fast faszinierend. Es ist ein R&auml;tsel, wie einer im unabh&auml;ngigsten Amt der Republik sich so konform zum gegebenen Kapitalismus verh&auml;lt. Und der wissenschaftliche Dienst des Kapitals hat begriffen, wie sich der verschwurbelte Freiheitbegriff des Bundespr&auml;sidenten einsetzten l&auml;sst. &ldquo;Ein transatlantischer Schulterschluss wird nicht nur die Handels- und Investitionsbeziehungen st&auml;rken, sondern ist auch ein Bekenntnis zu den gemeinsamen freiheitlichen Werten&rdquo; so das Institut der deutschen Wirtschaft zu <a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/de\/infodienste\/iw-nachrichten\/beitrag\/freihandelsabkommen-ceta-mit-transparenz-zur-blaupause-fuer-ttip-186497\">CETA als Blaupause f&uuml;r TTIP<\/a>.<\/em><br>\n<em>Ist es Tr&auml;gheit, Dummheit, Uninformiertheit, Altersstarrheit, dass der Mann nicht merkt, wie sehr die Unsicherheit in der Bev&ouml;lkerung, durchaus auch in den Parteien, hinsichtlich dieser &ldquo;Freihandelsabkommen&rdquo; angewachsen ist? Auch jenseits seiner ideologischen Verankerung m&uuml;sste Gauck oder diejenigen, die ihm zuarbeiten, sich dar&uuml;ber im Klaren sein, dass das Ziel des Amtes nicht darin bestehen kann, sich Liebkind bei den Herrschenden zu machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gewerkschaften positionieren sich kritisch zu CETA, TTIP, TISA und Co.<\/strong><br>\nDie Diskussion um Freihandelsabkommen wie TTIP (EU-USA), CETA (EU-Kanada), TISA und andere nimmt an Sch&auml;rfe zu. Zu CETA gibt es eine Schlussfassung, zu TTIP und TISA verschiedene Verhandlungspapiere. Sie alle lassen aufhorchen: Entgegen der Beschwichtigungen von Politik und Wirtschaft droht der Abbau sozialer und &ouml;kologischer Standards. In den letzten Tagen haben sich verschiedene Gewerkschaften kritisch zu den genannten Freihandelsabkommen positioniert.<br>\nSchon am 18. September sprach sich die IG Metall in einer Pressemeldung strikt gegen so genannte Investor-Staat-Schiedsgerichtsverfahren aus, durch die Investoren eine privilegierte Position bei Klagen gegen staatliche Auflagen und soziale sowie &ouml;kologische Standards erhalten w&uuml;rden. Dort ist der Erste Vorsitzende Detlef Wetzel wie folgt zitiert:\n<blockquote><p>\n<em>&bdquo;Wir  lehnen jede Art von Investitionsschutzabkommen ab und erwarten, dass alle ILO-Kernarbeitsnormen von der US-Seite unterzeichnet werden. Ist auch nur einer dieser Punkte zweifelhaft, sagt die IG Metall &ldquo;Nein&rdquo; zu den TTIP-und CETA-Verhandlungen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Es gen&uuml;ge nicht zu beteuern, dass es bei Arbeits- und Sozialstandards keine Verschlechterung geben werde, so Wetzel. Und weiter:<\/p>\n<blockquote><p><em>&bdquo;Fakt ist: Handelsliberalisierung f&uuml;hrt zu mehr Wettbewerbsdruck auch und gerade auf Arbeits- und Sozialstandards.&ldquo;<\/em><br>\n<em>&hellip;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch die Gewerkschaften NGG und IG BAU forderten die Bundesregierung auf, jene Kriterien f&uuml;r TTIP, die gemeinsam mit dem DGB festgelegt wurden, auch auf CETA anzuwenden. Wenn die Bundesregierung dies tue, k&ouml;nne es nur eine Schlussfolgerung geben, so die IG BAU:<\/p>\n<blockquote><p><em>&bdquo;Bundesregierung muss CETA stoppen.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1430\">annotazioni<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wo liegt das Problem?<\/strong><br>\nZwei umfangreiche Handelsabkommen will die EU in n&auml;chster Zeit unterzeichnen: eines mit Kanada (CETA = Comprehensive Economic and Trade Agreement) und eines mit den USA (TTIP = Transatlantic Trade and Investment Partnership). Offiziell hei&szlig;t es, dies schaffe Arbeitspl&auml;tze und steigere das Wirtschaftswachstum. Doch in Wirklichkeit sind die Profiteure dieser Abkommen nicht die B&uuml;rger\/innen, sondern gro&szlig;e Konzerne:<br>\nDer Rechtsstaat wird durch die Einf&uuml;hrung einer Paralleljustiz ausgeh&ouml;hlt: Kanadische und US-amerikanische Unternehmen erhalten das Recht, Schadensersatz einzuklagen, wenn sie meinen, dass ihnen aufgrund von Gesetzen oder Ma&szlig;nahmen der EU oder einzelner EU-Mitgliedsstaaten Verluste entstanden sind. Das kann auch Gesetze betreffen, die im Interesse des Gemeinwohls erlassen wurden, etwa zum Umwelt- und Verbraucherschutz. Die Entscheidung &uuml;ber Schadensersatzzahlungen f&auml;llen private, gr&ouml;&szlig;tenteils geheim tagende Schiedsgremien statt &ouml;ffentliche Gerichte. Gezahlt wird aus der Staatskasse, also mit Steuermitteln. Mit &auml;hnlichen Klauseln aus anderen Abkommen haben Unternehmen schon vielfach Entsch&auml;digungen in Millionen-, manchmal in Milliardenh&ouml;he erstritten. [So verklagt beispielsweise die Energiefirma Vattenfall derzeit die Bundesrepublik Deutschland auf 3,7 Mrd. Euro Schadensersatz wegen der Abschaltung von zwei maroden Atommeilern im Rahmen des Atomausstiegs. ] Solche Klagen w&uuml;rden sich durch CETA und TTIP h&auml;ufen. Nur ausl&auml;ndische Unternehmen (&bdquo;Investoren&ldquo;) sollen von den Sonderklagerechten profitieren. Inl&auml;ndischen Unternehmen steht dieses Instrument nicht zur Verf&uuml;gung. Die Schiedsgerichte entscheiden endg&uuml;ltig, eine Berufung ist nicht m&ouml;glich, auch das widerspricht rechtsstaatlichen Prinzipien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/stop-ttip.org\/de\/wo-liegt-das-problem\/\">Stoppt TTIP<\/a><\/li>\n<li><strong>Kein Kurswechsel bei TTIP und CETA<\/strong><br>\nBei der m&uuml;ndlichen Anh&ouml;rung im EU-Parlament ist die designierte EU-Handelskommissarin Malmstr&ouml;m bei ihrer Haltung geblieben: Sie unterst&uuml;tzt weiter die umstrittenen Abkommen CETA und TTIP. Nur in einem Punkt bewegte sie sich inhaltlich.<br>\nSie sehe auch keinen Grund, die Freihandelspolitik der EU generell auf den Pr&uuml;fstand zu stellen. Das hatte ein gr&uuml;ner Abgeordneter angeregt. Auch bei der Frage des Investorenschutzes entt&auml;uschte die designierte Handelskommissarin aus Schweden die vielen Kritiker im Parlament, die in solchen Klauseln ein Einfallstor f&uuml;r internationale Gro&szlig;konzerne sehen, um unliebsame Gesetze auszuhebeln.<br>\nSie sprach sich dagegen aus, die Mechanismen zur au&szlig;ergerichtlichen Streitschlichtung aus dem schon ausgehandelten Freihandelsabkommen mit Kanada zu eliminieren. Etwas, was gerade auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel gefordert hatte. &ldquo;Das w&auml;re keine gute Idee, dann w&uuml;rde man das ganze Abkommen wieder aufmachen und damit das Risiko eingehen, dass alles auseinanderbricht. Und das Abkommen mit Kanada ist ein sehr gutes Abkommen&rdquo;, sagte Malmstr&ouml;m.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/malmstroem-anhoerung-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Designierte EU-Handelskommissarin Malmstr&ouml;m soll amerikanische Interessen vertreten haben<\/strong><br>\nGegen die Kandidatin f&uuml;r das Amt der Handelskommissarin, Cecilia Malmstr&ouml;m, werden Vorw&uuml;rfe laut, sie habe in ihrer Zeit als Innenkommissarin versucht, im Einklang mit der US-Regierung die Reform des EU-Datenschutzes zu verw&auml;ssern.<br>\nDies geht aus einer E-Mail des US-Handelsministeriums vom 12. Januar 2012 hervor, die dem SPIEGEL vorliegt. Darin hei&szlig;t es, Malmstr&ouml;m und die EU-Generaldirektion Inneres &ldquo;haben &auml;hnliche Bedenken wie wir&rdquo;. Insider aus der EU-Kommission best&auml;tigen Malmstr&ouml;ms N&auml;he zu den Amerikanern. Die Schwedin habe &ldquo;alles versucht, die Datenschutz-Reform zu verz&ouml;gern und abzuschw&auml;chen&rdquo;, sagt jemand, der an den Verhandlungen der EU-Kommission beteiligt war. Zudem habe die Schwedin andere Abkommen zwischen der EU und den USA wie Swift oder die Vereinbarung &uuml;ber den Austausch von Fluggastdaten zur Terrorabwehr &ldquo;ohne wirksame Sicherheiten f&uuml;r Europas B&uuml;rger auf die Schnelle begr&uuml;&szlig;t und einfach durchgewunken&rdquo;, so der Kommissions-Insider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/malmstroem-soll-amerikanische-interessen-vertreten-haben-a-994087.html\">Der Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie h&auml;tte man annehmen k&ouml;nnen, dass ein designiertes Mitglied der EU-Kommission etwas anderes vertritt als die Interessen der herrschenden Eliten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EU will Abkommen mit USA entsch&auml;rfen<\/strong><br>\nDer neue Kommissionschef Juncker reagiert auf die Kritik am geplanten Freihandelsvertrag TTIP: Er m&ouml;chte es Konzernen erschweren, Staaten vor Schiedsgerichten zu verklagen. Wegen einer manipulierten Mitteilung kommt es in Br&uuml;ssel zum Eklat.<br>\nWie am Montag in Br&uuml;ssel bekannt wurde, k&ouml;nnte der vergangene Woche ausgehandelte &ndash; und deutlich entsch&auml;rfte &ndash; Freihandelsvertrag der EU mit Kanada dem transatlantischen Abkommen als Blaupause dienen. Die darin enthaltenen Paragrafen st&auml;rken die nationalen Gerichte und erschweren es Unternehmen, gegen Regierungen auf Schadenersatz zu klagen, etwa wegen entgangener Gewinne oder indirekter Enteignung aufgrund ge&auml;nderter Gesetze. Konkret ist vorgesehen, dass internationale Schiedsgerichte erst nach einer 18 Monate dauernden &ldquo;Abk&uuml;hlphase&rdquo; angerufen werden d&uuml;rfen. In dieser Zeit sollen die Parteien versuchen, ihren Disput vor nationalen Gerichten oder au&szlig;ergerichtlich zu l&ouml;sen&hellip;<br>\nMit einem Eklat begannen am Montagnachmittag die Anh&ouml;rungen der designierten Kommissare vor dem Europaparlament. Ausgerechnet die als Handelskommissarin vorgesehene Cecilia Malmstr&ouml;m, k&uuml;nftige Chefunterh&auml;ndlerin des transatlantischen Abkommens, l&ouml;ste Verwirrung aus. Am Freitagabend hatte es in den dem Parlament vorab zugesandten Antworten der Schwedin f&uuml;r die Anh&ouml;rung gehei&szlig;en, sie werde &ldquo;&uuml;berhaupt keine Schutzklauseln f&uuml;r Investoren&rdquo; in den Handelsvertrag aufnehmen. &Uuml;ber den Internetdienst Twitter teilte Malmstr&ouml;m am sp&auml;ten Freitagabend zur allgemeinen &Uuml;berraschung mit, diese Ank&uuml;ndigung stamme nicht von ihr. Am Sonntag erhielt das Europaparlament eine korrigierte und deutlich abgeschw&auml;chte Version von Malmstr&ouml;ms Antworten. Aus dem Dokument geht hervor, dass die entsprechende Passage in der EU-Kommission von Dritten ge&auml;ndert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/streit-um-ttip-eu-will-abkommen-mit-usa-entschaerfen-1.2152106\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was ist mit dieser &bdquo;Abk&uuml;hlphase&ldquo; gewonnen? &bdquo;Disputieren&ldquo; nun also Konzerne mit Regierungen, ob durch ein Gesetz Gewinne entgehen oder ein enteignungsgleicher Eingriff vorliegt? Werden durch au&szlig;ergerichtliche L&ouml;sungen dann die Entscheidungen des Gesetzgebers korrigiert?<\/em><br>\n<em>Und nach 18 Monaten wird die Dritte Gewalt, die Justiz, ausgehebelt?<\/em><br>\n<em>Die Posse um die Handelskommissarin Malmstr&ouml;m ist ein deutliches Indiz, dass es hier wohl nur um ein Ablenkungsman&ouml;ver geht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Professorin gaukelt &ldquo;Bild&rdquo;-LeserInnen etwas vor<\/strong><br>\nEin Mitglied des Sachverst&auml;ndigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die Professorin f&uuml;r Volkswirtschaftslehre Isabel Schnabel, hat der &ldquo;Bild&rdquo; ein Interview gegeben. Ihre Aussagen lassen ein weiteres Mal am wissenschaftlichen Niveau, der politischen Verantwortung und der Glaubw&uuml;rdigkeit der tonangebenden deutschen Wirtschaftswissenschaft zweifeln. Wie es um die deutsche Wirtschaft steht, fragt der &ldquo;Bild&rdquo;-Journalist das Sachverst&auml;ndigenratsmitglied Schnabel als erstes. Ihre Antwort: &ldquo;Unserer Wirtschaft geht es relativ gut. Die Nachfrage nach deutschen Produkten ist hoch. Der Arbeitsmarkt ist bislang robust. Aber die Schw&auml;che der Eurozone und die Ukrainekrise machen sich bemerkbar. Unsere Konjunktur wird ausgebremst. Wir m&uuml;ssen uns auf ein schw&auml;cheres Wachstum einstellen als noch zu Jahresbeginn erwartet.&rdquo; Diese Antwort wirft gleich mehrere Fragen auf, die der &ldquo;Bild&rdquo;-Journalist jedoch vers&auml;umt zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/09\/isabel-schnabelwirtschaftsweise-professorin-gaukelt-bild-leserinnen-etwas-vor\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Auswanderung in Osteuropa: Lieber wie die Deutschen leben<\/strong><br>\nTrotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung ist Polen mit der zweitgr&ouml;&szlig;ten Auswanderungswelle seiner Geschichte konfrontiert. Wie das zentrale statistische Amt des Landes mitteilte, lebten im Jahr 2013 rund 2,2 Millionen Polen l&auml;nger als drei Monate im Ausland, die meisten in Gro&szlig;britannien und in Deutschland. Nach Sch&auml;tzungen von Fachleuten k&ouml;nnte sich die Zahl in Wahrheit sogar auf 2,6 bis 2,7 Millionen belaufen, wenn man die Dunkelziffer einrechnet. Laut einer Meldung des Polnischen Rundfunks w&auml;re dies vergleichbar mit der historischen Migrationsbewegung vor mehr als 100 Jahren, als etwa 3,5 Millionen Polen ihre Heimat verlie&szlig;en, auch in Richtung USA. &ldquo;Die meisten Emigranten schlagen im Ausland Wurzeln&rdquo;, erkl&auml;rte der Migrationsforscher Marcin Galent vom Europ&auml;ischen Institut der Jagiellonen-Universit&auml;t in Krakau. Er verwies zur Begr&uuml;ndung auf den steilen Anstieg der Geburtenrate bei polnischen Familien in Gro&szlig;britannien.<br>\nEin solches demografisches Problem besch&auml;ftigt auch die Politiker in anderen L&auml;ndern Mittel- und S&uuml;dosteuropas, die ebenfalls in starkem Ma&szlig;e von Auswanderung betroffen sind. Der Nachbar Litauen zum Beispiel bilanzierte f&uuml;r 2013 einen Verlust durch Auswanderung allein von 8800 jungen Leuten im Alter von 14 bis 29 Jahren. Insgesamt ging die Bev&ouml;lkerung nach Angaben des Statistischen Amtes in Vilnius 2013 um 28 100 oder ein Prozent auf 2,94 Millionen Einwohner zur&uuml;ck; gegen&uuml;ber 2005 betr&auml;gt der Verlust sogar 12,3 Prozent. &Auml;hnlich hohe Raten haben aufgrund einer starken Abwanderung vor allem j&uuml;ngerer, gut ausgebildeter Menschen auch die beiden anderen Baltenstaaten Estland und Lettland sowie Bulgarien und Rum&auml;nien zu beklagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/auswanderung-in-osteuropa-lieber-wie-die-deutschen-leben-1.2146478\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &ldquo;Trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung &hellip;&rdquo; beginnt die SZ. Vielleicht sehen die Polen dies ein wenig anders als Presse, Wissenschaft und Politik &ndash; vor allem bei uns -, die die &ldquo;tollen&rdquo; Wachstumsraten Polens hochjubeln. Dieses Wachstum begann auch &auml;u&szlig;erst niedrigem Niveau. 2013 betrug das reale BIP-pro-Kopf Polens 8.700 &euro;, w&auml;hrend der Durchschnitt in der EU 23.200 &euro; betrug. Selbst kaufkraftbereinigt, also die Kostenstruktur des Landes ber&uuml;cksichtigend, erreicht Polen nur 67 Prozent der EU. Und damit ist &uuml;ber die regionale bzw. soziale Verteilung dieses Einkommens nichts gesagt. Das in dem Artikel erw&auml;hnte &ldquo;mangelnde Vertrauen in die staatlichen Institutionen, etwa das Gesundheitswesen oder die Justiz&rdquo; ist eine besch&ouml;nigende Umschreibung von Korruption.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Union Busting: &raquo;Betriebsrats-Fresser&laquo; in Aktion<\/strong><br>\nUnternehmer lassen sich auch in Deutschland von spezialisierten Kanzleien beraten, um eine Interessenvertretung der Besch&auml;ftigten zu sabotieren<br>\nUnion Busting, die systematische Bek&auml;mpfung von Betriebsr&auml;ten und gewerkschaftlicher Organisierung, geh&ouml;rt in Deutschland l&auml;ngst zur Angebotspalette von Arbeitsrechtssoziet&auml;ten und internationalen Wirtschaftskanzleien. Unternehmer mit gesteigertem Agressionspotential, die Betriebsratsgr&uuml;ndungen verhindern, bestehende Mitbestimmungsorgane zerm&uuml;rben, gestandene Gewerkschafter im Betrieb zur Aufgabe zwingen wollen, finden im Internet zahlreiche Dienstleister unterschiedlicher G&uuml;te und Preisklasse.<br>\nZum Standardprogramm geh&ouml;ren u.a. Wellen von substanzlosen Abmahnungen und K&uuml;ndigungen, Bespitzelung durch Detektive, dem&uuml;tigende Personalgespr&auml;che und gezieltes Mobbing. Die Anbieter solcher Dienstleistungen unterscheiden sich lediglich darin, ob sie diesen Klassenkampf von oben unverhohlen bewerben oder ob sie eher diskret ihre Hilfe zur Bew&auml;ltigung &raquo;betriebswirtschaftlicher Sachzw&auml;nge&laquo; und bei der Einhaltung von &raquo;Effizienzkriterien&laquo; anbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitsunrecht.de\/union-busting_betriebsratsfresser-aktion\/\">Arbeitsunrecht in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Atypische Besch&auml;ftigung bleibt in Deutschland weiter hoch<\/strong><br>\nAtypische Besch&auml;ftigung bleibt weit verbreitet: Bundesweit sind mehr als 40 Prozent aller Jobs keine Normalarbeitsverh&auml;ltnisse. In manchen westdeutschen St&auml;dten und Landkreisen haben Teilzeitstellen, Minijobs und Leiharbeit sogar einen Anteil von knapp 60 Prozent an allen abh&auml;ngigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen (ohne Beamte und Selbst&auml;ndige). Das zeigen aktuelle Auswertungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Basis f&uuml;r die Untersuchung ist die WSI-Datenbank Atypische Besch&auml;ftigung, &uuml;ber die die aktuellsten verf&uuml;gbaren Zahlen f&uuml;r alle deutschen Landkreise und kreisfreien St&auml;dte online abrufbar sind.*<br>\nDeutschlandweit waren im Jahr 2013 demnach 43,3 Prozent aller abh&auml;ngigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse Minijobs, Teilzeitstellen oder Leiharbeit. Eigentlich, so WSI-Experte Dr. Toralf Pusch, w&auml;re angesichts der vergleichsweise guten Arbeitsmarktentwicklung in den letzten Jahren ein verringerter Druck zur Aufnahme solcher Besch&auml;ftigungsformen zu erwarten gewesen, soweit diese nicht den W&uuml;nschen der Besch&auml;ftigten entsprechen.<br>\nStattdessen zeigen die Berechnungen des WSI, dass die Leiharbeit mit einem Anteil von 2 Prozent der sozialversicherungspflichtigen und geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigung ann&auml;hernd auf dem Stand des Vorkrisenjahrs 2007 verharrt. Der Anteil der Minijobs hat im Vergleich zu 2007 sogar leicht zugelegt: um 0,6 auf 21,1 Prozent der abh&auml;ngigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse. Dazu d&uuml;rften vor allem Neben-Minijobs beigetragen haben, deren Zahl seit 2007 um &uuml;ber 650.000 zugenommen hat, erl&auml;utert Pusch. Sozial schlecht abgesicherte Minijobs dienten h&auml;ufig der Aufbesserung geringer Verdienste in der Hauptbesch&auml;ftigung. &ldquo;Der weiterhin hohe Anteil atypischer Besch&auml;ftigung ist nicht unproblematisch. H&auml;ufig ist diese Arbeit geringer bezahlt und sozial schlechter abgesichert als im Normalarbeitsverh&auml;ltnis, das gilt insbesondere f&uuml;r Leiharbeit und Minijobs&rdquo;, sagt WSI-Experte Pusch&hellip;.<br>\nBundesweit am st&auml;rksten verbreitet ist atypische Besch&auml;ftigung mit 58,8 und 57,2 Prozent in den kreisfreien St&auml;dten Delmenhorst und Landshut. Die Landkreise Trier-Saarburg und Kusel verzeichnen mit 56,4 und 55,9 Prozent die n&auml;chsth&ouml;chsten Werte. Diese Regionen liegen im Westen der Republik, wo atypische Besch&auml;ftigung bei Frauen vor allem im l&auml;ndlichen Raum sehr weit verbreitet sei, so der Arbeitsmarktexperte. Ein wichtiger Grund daf&uuml;r sei das oft noch unzureichende Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/45167_51173.htm\">Pressemitteilung Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/apps\/atypischebeschaeftigung\/index.php\">*Datenbank Atypische Besch&auml;ftigung im Netz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Interview zu Misshandlung von Fl&uuml;chtlingen<\/strong><br>\ntagesschau.de: Sind die F&auml;lle in Nordrhein-Westfalen Einzelf&auml;lle oder k&ouml;nnten solche Misshandlungen in allen Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nften in Deutschland passieren?<br>\nWendel: Das sind keine Einzelf&auml;lle und es ist auch nicht neu: Wir hatten in Brandenburg vor l&auml;ngerer Zeit mal Fl&uuml;chtlingsheime, bei denen im Wachschutz Nazis angestellt waren, die auch bei Gewalttaten gegen Ausl&auml;nder aufgefallen waren.<br>\nSolche Misshandlungen k&ouml;nnen &uuml;berall passieren und das liegt am System der Gemeinschaftsunterk&uuml;nfte. Dort sind die Fl&uuml;chtlinge nicht nur dem Personal ausgeliefert, sondern es kommt auch untereinander zwangsl&auml;ufig zu Konflikten, auch zwischen verschiedenen Fl&uuml;chtlingsgruppen. Das Leben in solchen Unterk&uuml;nften ist permanenter Stress, es gibt Vandalismus, es gibt &uuml;berhaupt keine Privatsph&auml;re, manchmal werden Fl&uuml;chtlinge zu viert oder zu sechst in einem Zimmer untergebracht. Deshalb treten viele Fl&uuml;chtlingsorganisationen schon seit Jahren f&uuml;r eine m&ouml;glichst schnelle Unterbringung in Wohnungen ein. Die muss nat&uuml;rlich durch neue Konzepte begleitet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fluechtlingsunterkunft-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Exporthit Br&ouml;ckelstaat<\/strong><br>\nDie aktuelle Kollektivaufregung &uuml;ber Deutschlands Infrastrukturnot (Stichwort Br&ouml;ckelstaat) hat ein bisschen etwas von pathologischem Lernen &ndash; nur ohne Lernen. Es ist ja nicht so fernliegend, die Not als Folge irrer Stabilit&auml;tspaktwut und heilloser K&uuml;rzungen der Schr&ouml;der- und Agenda-Jahre einzustufen. Statt jetzt aber die Glaubenss&auml;tze zu &uuml;berpr&uuml;fen und die Strategie zu &auml;ndern, wird letztere wie ein heiliger Gral geh&uuml;tet &ndash; und, schlimmer noch, anderen Regierungen von unserer bitter-smarten Kanzlerin wie unbek&uuml;mmert aufgedr&auml;ngt. Mit ebenso absehbar dramatischen Folgen. Irre.Jahrelang haben hiesige Stabilit&auml;tsapostel gepredigt, der Staat m&uuml;sse k&uuml;rzen &ndash; egal wie und wo. Hauptsache, die Defizite sinken m&ouml;glichst aufs Komma. Da wurden all jene als Schuldenmacher und Halunken gescholten, die dezent davor warnten, dass so ein allzu steifer Defizitziel-Fetisch den gef&auml;hrlichen Begleiteffekt zu haben droht, dass vor allem dort gek&uuml;rzt wird, wo es am einfachsten ist: bei den &ouml;ffentlichen Investitionen in Infrastruktur oder Forschung, die schneller zu k&uuml;rzen zu sind als andere Ausgaben. Und dass das am Ende mehr schadet als nutzt. Und dass es vielleicht besser w&auml;re, schlauere Defizitregeln aufzustellen, bei denen zum Beispiel just diese Investitionen herausgerechnet werden. Teufelszeug, klar. Deutsche Gr&uuml;ndlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2014\/09\/26\/exporthit-brockelstaat\/\">Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fracken biologisch abbaubar<\/strong><br>\nDie Bundesregierung plant eine Aufweichung des Fracking-Verbots. Gleichzeitig pr&auml;sentiert ExxonMobil in Anzeigen ein angeblich ungiftiges Fluid.<br>\nMit einer bundesweiten Kampagne platzte der Mineral&ouml;lkonzern ExxonMobil in der vergangenen Woche in die politische Debatte: Man habe &bdquo;zwei ungiftige und zudem biologisch leicht abbaubare Zus&auml;tze&ldquo; entwickelt und damit &bdquo;eine Kernforderung aus &Ouml;ffentlichkeit und Politik erf&uuml;llt&ldquo;, hie&szlig; es in Anzeigen, auch in der taz.<br>\nGleichzeitig wurde bekannt, dass die Bundesregierung Fracking in bestimmten geologischen Formationen k&uuml;nftig erlauben will. Selbst in Natura-2000-Gebieten, also Naturschutzgebieten von EU-Rang, soll die Gasf&ouml;rderung durch das Aufbrechen von Tiefengestein nicht mehr ausgeschlossen sein. Das geht aus einer aktuellen Drucksache des Bundestagsausschusses f&uuml;r Wirtschaft und Energie hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kampagne-von-Exxonmobil\/!146773\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu passt: Milliarden&uuml;bernahme Siemens setzt auf Fracking-Boom<\/strong><br>\nDer Technologiekonzern Siemens  setzt mit einer Milliarden&uuml;bernahme auf den Boom beim Fracking von &Ouml;l und Gas in Nordamerika. Der Deal k&ouml;nnte sich aber als ein riskantes Unterfangen erweisen.<br>\nJetzt ist also Fracking das n&auml;chste gro&szlig;e Ding f&uuml;r Siemens. Der M&uuml;nchner Konzern kauft das US-Unternehmen Dresser-Rand f&uuml;r 7,6 Milliarden Dollar (5,8 Milliarden Euro) in bar.<br>\nDresser-Rand ist nicht irgendwer. Das Unternehmen kann die gr&ouml;&szlig;te Zahl an aktuell eingesetzten Kompressoren in der &Ouml;l- und Gasf&ouml;rderindustrie vorweisen. Die Aggregate werden daf&uuml;r ben&ouml;tigt, um fossile Energierohstoffe unter Einsatz von hohem Druck und giftigen Chemikalien aus tiefliegenden Gesteinsschichten zu f&ouml;rdern. In den USA erlebt das Fracking gerade einen Boom, was &uuml;brigens der Grund f&uuml;r die stabilen Spritpreise trotz globaler Krisen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/milliardenuebernahme-siemens-setzt-auf-fracking-boom,10808230,28482216.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da darf man gespannt sein, wie sich die offizielle Haltung der Bundesregierung zum Fracking in Deutschland weiter entwickeln wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ex-Gesundheitsminister von der FDP: Bahr wird Vorstand bei Allianz-Krankenversicherung<\/strong><br>\nEr wechselt die Seiten: Bis Dezember war Daniel Bahr als Gesundheitsminister f&uuml;r Krankenversicherungen zust&auml;ndig, nun wird der FDP-Politiker Vorstand bei einer Allianz-Tochter.<br>\nDaniel Bahr hat einen neuen Job: Der ehemalige Bundesgesundheitsminister wird ab dem 1. November Generalbevollm&auml;chtigter bei der Krankenversicherungstochter der Allianz. Der FDP-Politiker soll sp&auml;ter in den Vorstand aufr&uuml;cken, teilte das Unternehmen mit. Voraussetzung daf&uuml;r sei die Zustimmung der Finanzaufsichtsbeh&ouml;rde BaFin.<br>\n&ldquo;Daniel Bahr wird die AKPV als ausgewiesener Gesundheitsexperte unternehmerisch voranbringen&rdquo;, teilte Allianz-Deutschland-Chef Markus Rie&szlig; mit. Bei dem Konzern wird Bahr im &Uuml;brigen auf ein vertrautes Gesicht aus der Bundesregierung treffen: Seine Parteifreundin Birgit Grundmann, vormals beamtete Staatssekret&auml;rin im Justizministerium, fungiert seit September als Cheflobbyistin bei der Allianz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/daniel-bahr-zu-allianz-ex-gesundheitsminister-wird-pkv-top-manager-a-994461.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>KenFM im Gespr&auml;ch mit: Bernhard Trautvetter<\/strong><br>\nBernhard Trautvetter geh&ouml;rt zu den erfahrensten Aktivisten der &bdquo;klassischen&ldquo; Friedensbewegung. Er ist der Kopf des Essener Friedensforums und besch&auml;ftigt sich seit Jahrzehnten mit der Expansions-Politik der NATO und damit den Kriegen der Zukunft. Diese werden, so sieht es die NATO vor, vor allem aus der Luft gef&uuml;hrt. Mit bemannten wie unbemannten Flugk&ouml;rpern. Deutschland spielt bei dieser Bevorzugten Art der Kriegsf&uuml;hrung eine Schl&uuml;sselrolle. Stichwort Kalkar. Den Ort verbinden viele von uns mit einem Sieg der Anti-AKW-Bewegung. In Kalkar sollte der Schnelle Br&uuml;ter entstehen, der auch 300 kg waffenf&auml;higes Plutoniom pro Jahr erzeugt h&auml;tte. Bernhard Trautvetter war Teil der Bewegung, die dieses Vorhaben vereitelte<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CednoRhNOZc\">KenFM via YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Guttenberg soll CSU-Profil sch&auml;rfen: &Auml;u&szlig;eres wird wieder wichtig<\/strong><br>\nDass Horst Seehofer ein politisches Comeback des fr&uuml;heren Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) f&uuml;r m&ouml;glich h&auml;lt, ist nichts Neues. Erst vor wenigen Tagen hatte Seehofer in einem Interview gesagt, dass seine T&uuml;r f&uuml;r zu Guttenberg offen stehen w&uuml;rde. Nun macht der Bayerische Ministerpr&auml;sident ernst: Er l&auml;dt zu Guttenberg f&uuml;r den CSU-Parteitag im Dezember ein, um das au&szlig;enpolitische Profil der CSU zu sch&auml;rfen. Mit zu Guttenberg h&auml;tte Seehofer einen CSU-Mann mit Strahlkraft, der die eigenen Themen auf die Agenda heben k&ouml;nnte &ndash; auch in Berlin. Dort war die CSU zuletzt bei einigen wichtigen Entscheidungen au&szlig;en vor. Den Entschluss f&uuml;r Waffenlieferungen in den Nordirak machten CDU und SPD unter sich aus &ndash; die CSU wurde nicht mit einbezogen. Die Bedenken von Entwicklungsminister Gerd M&uuml;ller (CSU) wurden kaum wahrgenommen. Bei zu Guttenberg w&auml;re das nur schwer denkbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/csu-guttenberg-seehofer-100.html\">B5 aktuell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Haben die j&uuml;ngsten, starken Worte Guttenbergs im WSJ Seehofer so stark beeindruckt, dass er meint in Berlin und in Bayern mit ihm punkten zu k&ouml;nnen? Die Weicheier in der EU h&auml;tten die Entwicklung in der Ukraine und im Nahen Osten verschlafen. &ldquo;<a href=\"http:\/\/online.wsj.com\/articles\/karl-theodor-zu-guttenberg-the-return-of-europes-sleepwalkers-1409786698\">The Return of Europe&rsquo;s Sleepwalkers<\/a>&rdquo; lautet der Titel seines Beitrags, der &uuml;brigens von <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/dominique-moisi-asks-whether-today-s-leaders--unlike-their-counterparts-in-2014--can-avert-a-global-catastrophe\">Dominique Moisi<\/a> geklaut ist und wohl auf Christopher Clarks Buch anspielen soll. Die Falken in Washington werden ihm seine Abrechnung danken (inklusiv seiner Kritik an der US Regierung), aber Politik machen ist dann doch etwas Anderes. Herumst&auml;nkern kann jeder, L&ouml;sungsvorschl&auml;ge finden sich in seinem Text nicht. Doch nein, fast h&auml;tte ich es vergessen: Er r&auml;t, wie die Amerikaner kein L&ouml;segeld an Terrorgruppen zu zahlen. &ndash; Ein Mann mit Strahlkraft? Der Titel des Bayrischen Rundfunks bringt es ungewollt auf den Punkt: &ldquo;Guttenberg soll CSU-Profil sch&auml;rfen: &Auml;u&szlig;eres wird wieder wichtig&rdquo;. Auf die Fassade kommt es an! Der Weltmann und Adelsspross ist wieder da. Die &ldquo;Bunte&rdquo; wird es freuen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Oktoberfest-Attentat &ndash; Neue brisante Spur aufgetaucht<\/strong><br>\nDas Oktoberfest-Attentat gilt als der schlimmste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. Nun wurde bekannt: Nur einen Tag nach dem Anschlag fand eine Zeugin Hinweise, die auf Hinterm&auml;nner hindeuten. Doch die Polizei interessierte sich nicht daf&uuml;r.<br>\n34 Jahre nach dem Oktoberfestattentat von 1980 hat sich beim Anwalt Werner Dietrich, der sechs der Opfer von damals vertritt, eine neue Zeugin gemeldet. Ihre Aussage ersch&uuml;ttert die These vom Einzelt&auml;ter schwer, an der die Ermittlungsbeh&ouml;rden seit drei Jahrzehnten hartn&auml;ckig festhalten. Dietrich pr&auml;sentiert die Angaben der Frau in seinem Antrag auf Wiederaufnahme der Ermittlungen, den er beim Generalbundesanwalt eingereicht hat.<br>\nDie Zeugin, eine Theologin aus M&uuml;nchen, meldete sich bei Dietrich nach der j&uuml;ngsten Berichterstattung der SZ &uuml;ber seine Bem&uuml;hungen um Wiederaufnahme des Verfahrens und gab Unglaubliches zu Protokoll. Danach hat sie nur einen Tag nach dem Attentat im Schrank eines Neonazis Waffen und gedruckte Nachrufe auf den Bombenleger Gundolf K&ouml;hler entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Polizei K&ouml;hlers Namen noch gar nicht bekannt gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/oktoberfest-attentat-neue-brisante-spur-aufgetaucht-1.2150345\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gericht stoppt Abstimmung &uuml;ber Abspaltung Kataloniens<\/strong><br>\nMit der Annahme des Einspruchs durch das Verfassungsgericht wird das Dekret der Regionalregierung nun bis zur Entscheidung des Gerichts au&szlig;er Kraft gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spanien-gericht-stoppt-abstimmung-ueber-abspaltung-kataloniens-1.2153099\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines in Spanien lebenden Lesers:<\/strong> Leider ist die hiesige Berichterstattung nicht pr&auml;zise, ebenso wie die spanische au&szlig;erhalb Kataloniens (aus naheliegenden politischen Interessen).<\/em><br>\n<em>Das folgende Zitat aus dem Artikel spricht den Sachverhalt zumindest an:<\/em><br>\n<em>&lsquo;Die Meinung der Katalanen &uuml;ber eine m&ouml;gliche Unabh&auml;ngigkeit will er aber unter allen Umst&auml;nden einholen. Er hatte deshalb schon im Vorfeld angek&uuml;ndigt, an den Vorbereitungen des Referendums festzuhalten.&rsquo;<\/em><br>\n<em>Denn darum geht es, um das Recht einer Volksbefragung innerhalb Kataloniens danach, welche Meinung die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Katalonien zur Eigenstaatlichkeit Kataloniens haben, und, sofern sie eine Eigenstaatlichkeit bef&uuml;rworten, in welchem konstitutionellen Rahmen: im Rahmen der aktuellen spanischen Verfassung, im Rahmen einer ver&auml;nderten spanischen Verfassung (Stichwort: F&ouml;deralismus), oder im Rahmen einer von Spanien unabh&auml;ngigen Verfasstheit. Es ist eine Volksbefragung, und keine verbindliche Volksabstimmung (wie k&uuml;rzlich in Schottland). Mit der aktuellen Entscheidung des spanischen Verfassungsgerichts wird nun das rein innerkatalanische legale Prozedere vorerst annulliert, wobei die Entscheidung in der Sache lange dauern kann (wie im Artikel erw&auml;hnt) und durchaus nicht verfassungsm&auml;&szlig;ig eindeutig ist. Die Strategie von Mas ist von ihm selbst klar erkl&auml;rt und insoweit legitim, als das Verstummen der legalen Frage (Referendum) keinesfalls das Verstummen der politischen Frage (Neuwahlen) bedeutet. Mit dem Verstummen der legalen Frage bestreitet die Regierung Rajoy (sowie weite Teile der Opposition) Katalonien das Recht auf eine Befragung seiner eigenen Bev&ouml;lkerung zu einer politischen Meinung bzw. Frage innerhalb Kataloniens, mit der Begr&uuml;ndung, dass allein die Fragestellung nicht verfassungsgem&auml;&szlig; sei, da diese Meinungen erfragt, die ganz Spanien betreffen (die &lsquo;Einheit Spaniens&rsquo;). Womit letztlich eine solche politische Meinung selbst schon verfassungswidrig w&auml;re. Und damit auch die Parteien, die f&uuml;r eine solche politische Meinung eintreten. Das hie&szlig;e, dass, im Falle der Alternative zur Meinungsbildung via Referendum in Form vorgezogener Neuwahlen (deren Legalit&auml;t verfassungsgem&auml;&szlig; ist und vollst&auml;ndig in katalanischer Kompetenz liegt), Madrid nicht gegen die Neuwahlen als solche vorgehen k&ouml;nnte, sondern gegen die zur Wahl stehenden &lsquo;verfassungswidrigen&rsquo; Meinungen bzw. Parteien. Das hingegen schiene insgesamt recht absurd, denn Madrid selbst erkennt grunds&auml;tzlich die politische Meinung f&uuml;r eine Unabh&auml;ngigkeit als solche an, beharrt aber auf der alleinigen Zust&auml;ndigkeit ganz Spaniens in solchen Fragen. (Ich lebe selbst seit Jahren in Spanien, erst in Katalonien und nun in Andalusien, und erlebe an mir selbst genau das, was viele Katalanen f&uuml;r sich beschreiben: dass allein der absurde Umgang Madrids mit dieser Frage diese erst recht und umso berechtigter zu einer politischen gemacht hat &ndash; und in Katalonien selbst aus vielen Gegnern einer katalanischen Unabh&auml;ngigkeit zumindest Bef&uuml;rworter eines solchen Referendums.)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&laquo;Die Entt&auml;uschung &uuml;ber die marktradikale Politik der Sozialdemokratie hat viele nach rechts getrieben&raquo;<\/strong><br>\nWir stehen vor einem Jahrzehnt des Rechtspopulismus, sagt der St. Galler Soziologe Franz Schultheis. Dennoch bleibt er optimistisch: Die Zivilgesellschaft sei lebendiger denn je. Man m&uuml;sse nur genau hinschauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1429\/weiter-denken-anders-handeln-8\/die-enttaeuschung-ueber-die-marktradikale-politik-der\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>DGB-Beschl&uuml;sse 2011 bis 2014 &ndash; Gute Bildung f&uuml;r gute Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe<\/strong><br>\nUnsere Gesellschaft steht vor gro&szlig;en Herausforderungen: Der demographische Wandel f&uuml;hrt zu einem starken R&uuml;ckgang der Bev&ouml;lkerung im erwerbsf&auml;higen Alter. Arbeiten, die nur geringf&uuml;gige Qualifikationen erfordern, verschwinden zunehmend aus den Betrieben oder finden in prek&auml;rer Besch&auml;ftigung statt. Der wirtschaftliche Strukturwandel hin zu wissensintensiven Industrien und Dienstleistungen f&uuml;hrt zu steigenden Anforderungen an die Kompetenzen aller Besch&auml;ftigten. Der rasante Wandel der Arbeitswelt f&uuml;hrt auch zu Handlungsbedarf im Bildungssystem. Dabei ist Bildung ein Menschenrecht und ein Grundpfeiler der Demokratie. In der Brosch&uuml;re &bdquo;Gute Bildung f&uuml;r gute Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe&ldquo; sind die gewerkschaftlichen Antworten auf die bildungspolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre zusammengestellt. Die Brosch&uuml;re b&uuml;ndelt die bildungspolitischen Beschl&uuml;sse des DGB aus den Jahren 2011 bis 2014.&#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/schule.dgb.de\/++co++6ebcd5d8-44bf-11e4-b0b1-52540023ef1a\">DGB [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Radikalenerlass &ndash; ein unr&uuml;hmliches Kapitel in der Geschichte Niedersachsens &ndash; endlich Kommission zur Aufarbeitung der Schicksale der von Berufsverboten betroffenen Personen einrichten<\/strong><br>\nEin Entschlie&szlig;ungsantrag der Fraktionen der SPD und von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen im nieders&auml;chsischen Landtag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fraktion.gruene-niedersachsen.de\/meldung-popup.html?tx_ttnews[tt_news]=13540\">Nieders&auml;chsischer Landtag, Die Gr&uuml;nen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bezeichnend f&uuml;r das Denken, das an deutschen Universit&auml;ten nach wie vor herrscht, ist das Schreiben, des Bonner Jura-Professors Josef Isensee, mit dem dieser seine Einladung zu einer Anh&ouml;rung im nieders&auml;chsischen Landtag ablehnt. Er schreibt u.a. an den Pr&auml;sidenten: &bdquo;&Uuml;ber die nieders&auml;chsische Praxis zum Radikalenerla&szlig; kann ich nicht urteilen, weil mit die Fakten nicht bekannt sind. Es ist nicht auszuschlie&szlig;en, da&szlig; es einzelne Fehler gegeben hat; die kommen &uuml;berall vor. Doch darauf kommt es angesichts der Gesamttendenz des Entschlie&szlig;ungsantrags auch nicht an. Diesem geht es erkennbar darum, dem Linksextremismus der Siebziger und Achtziger Jahre einen Persilschein auszustellen und eine rechtsstaatliche M&auml;rtyrerkrone aufzusetzen, den Rentnern der APO eine sp&auml;te Genugtuung zu bereiten, als Nebeneffekt fr&uuml;here Landesregierungen zu denunzieren, da&szlig; sie gegen die Verfassung versto&szlig;en h&auml;tten. Die Antragsteller bedienen sich des rechtsfremden und rechtsverbiegenden Agitprop-Schlagwortes vom &bdquo;Berufsverbot&ldquo; &ndash; ein Zeichen, da&szlig; sie gar nicht darauf ausgehen, die Praxis juristisch zu analysieren und in eine sachliche Diskussion der damaligen wie der heutigen Rechtslage einzutreten&hellip;Vollends erinnert der Text nicht an das grundgesetzliche Leitbild einer abwehrbereiten Demokratie&hellip;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Hinweis: Das Auge des Arbeiters &ndash; Arbeiterfotografie um 1930<\/strong><br>\nIm K&auml;the Kollwitz Museum K&ouml;ln finden sich zurzeit bewegende Bilder zu einer Sammlung im &bdquo;Blick von unten&ldquo;. Im unspektakul&auml;ren Schwarzwei&szlig;, ohne Retusche k&uuml;nden sie von den Verh&auml;ltnissen in der Weimarer Republik bis zu den Kriegsjahren. Die Parallelen zur heutigen Zeit bieten sich an: die gedr&uuml;ckte K&ouml;rperhaltung von Menschen, die in Abf&auml;llen nach noch Brauchbarem suchen, wir kennen sie inzwischen auch innerhalb unserer Fu&szlig;g&auml;ngerzonen.<br>\nAuch ist die Aussichtslosigkeit und das traurige Erkennen vom Elend der Welt in den Gesichtern von Jungen und Alten anscheinend zeitlos und universell.<br>\nSchon ab den zwanziger Jahren bedr&uuml;ckte solche Wahrnehmung der &bdquo;Erniedrigten und Beleidigten&ldquo; jene proletarischen Amateure, die zum Teil selber arbeitslos sich mit ihren Fotoapparaten ins allt&auml;gliche Elend begaben. Fotografien von Walter Ballhause, Albert Hennig oder politische Fotomontagen von John Heartfield sind zu sehen, die zum Teil in der Arbeiter Illustrierte Zeitung (AIZ) ver&ouml;ffentlicht wurden und so neben textlicher Hintergrundinformation zu den gesellschaftlichen Abgr&uuml;nden des Kapitalismus umso deutlicher eine empathische Solidarit&auml;t bef&ouml;rdern konnten. Staunen lassen au&szlig;erdem die &Auml;hnlichkeiten zwischen diesen Fotos und manchen Zeichnungen und Druckgrafiken der wunderbaren K&uuml;nstlerin K&auml;the Kollwitz: die Motivationen solcher k&uuml;nstlerischen Gestalter bilden sich dialektisch ab im jeweiligen Motiv, denn ihr Augenmerk gilt der Peripherie in einer ungerechten Welt.<br>\nMarianne B&auml;umler<br>\n&Ouml;ffnungszeiten des Museum am K&ouml;lner Neumarkt:<br>\nDi-Fr 10:00 &ndash; 18:00 Uhr,<br>\nSa\/So 11:00 &ndash; 18:00 Uhr,<br>\nMo geschlossen<br>\nAchtung: Nur noch bis 12. Oktober 1914<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; AfD: Konrad Adams Behindertenfeindlichkeit<\/strong><br>\nDer Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble kritisierte am Wochenende die AfD. In einer aktuellen Pressemitteilung der AfD unter dem Titel &ldquo;AfD: Konrad Adam wirbt um Mitleid mit Wolfgang Sch&auml;uble&rdquo; hei&szlig;t es nun:<br>\n&ldquo;Wolfgang Sch&auml;ubles Anw&uuml;rfe gegen die AfD beantwortet Konrad Adam, Sprecher der Partei, mit einem Appell um Nachsicht. Adam erinnert an den hohen, sehr pers&ouml;nlichen Preis, den Sch&auml;uble vor langer Zeit f&uuml;r seinen politischen Einsatz zahlen musste. [&hellip;] Sch&auml;ubles Schicksal macht den ver&auml;chtlichen Tonfall verst&auml;ndlich, mit dem er sich zu politischen Tagesfragen &auml;u&szlig;ert und selbst engste Mitarbeiter &ouml;ffentlich herunterputzt. Sie berechtigt ihn aber nicht zu abf&auml;lligen Bemerkungen &uuml;ber das Innenleben einer Partei, die er nicht kennt, aus guten Gr&uuml;nden aber f&uuml;rchtet. [&hellip;] Statt einer Antwort verdient er Mitleid, und das, so Adam, wollen wir ihm g&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nKonrad Adam spielt zweifelos darauf an, dass Wolfgang Sch&auml;uble im Rollstuhl sitzt. Seine &Auml;u&szlig;erung ist behindertenfeindlich.<br>\nBereits 2006 machte Konrad Adam eine Rechnung auf, die behindertenfeindliche Ressentiments wecken konnte. Im Artikel &ldquo;Warum soll ich f&uuml;r sie bezahlen?&rdquo; schrieb er:<br>\n&ldquo;38 Millionen Erwerbst&auml;tigen stehen rund 20 Millionen Rentner und Pension&auml;re, 8 Millionen Behinderte, 6 oder 7 Millionen Arbeitslose und 2 Millionen Studenten gegen&uuml;ber: Leute, die es als ihr gottgewolltes Recht betrachten, von dem zu leben, was andere f&uuml;r sie aufbringen m&uuml;ssen. [&hellip;] Dann wird die Rentner- und Empf&auml;ngermentalit&auml;t die Politik bestimmen und Forderungen erheben, an denen die Machthaber nur bei Strafe des Machtverlusts vorbeikommen. Am Ende wird es allen schlechter gehen: allen, also nicht nur denen, die den ma&szlig;los gewordenen Hunger nach sozial genannter Gerechtigkeit stillen sollen, sondern auch den vielen anderen, die diesen Hunger entwickelt haben.&rdquo;<br>\nIm selben Jahr verteidigte er den Artikel &ldquo;Entzieht den Nettostaatsempf&auml;ngern das Wahlrecht&rdquo; von Andr&eacute; Lichtschlag. Lichtschlag hatte die Idee von Friedrich August von Hayeck aufgegriffen, allen Menschen das Wahlrecht zu entziehen, die mehr Geld vom Staat erhalten, als sie einzahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/andreaskemper.wordpress.com\/2014\/09\/28\/konrad-adams-behindertenfeindlichkeit\/\">Andreas Kemper<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23428","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23428","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23428"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23428\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23434,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23428\/revisions\/23434"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23428"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23428"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23428"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}