{"id":23441,"date":"2014-10-01T09:17:09","date_gmt":"2014-10-01T07:17:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441"},"modified":"2014-10-01T09:54:39","modified_gmt":"2014-10-01T07:54:39","slug":"hinweise-des-tages-2224","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h01\">Kriegsberichte vs. kriegerische Berichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h02\">Asylbewerberheime<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h03\">Hongkong<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h04\">Ebola: Das Versagen des Nordens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h05\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h06\">Die &Ouml;konomie der Gewalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h07\">Banken und Hedgefonds verdienen mit Dividendentricks Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h08\">Das M&auml;rchen von der unerwarteten Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h09\">Inflation niedriger, Euro im freien Fall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h10\">Lucas Zeise: Allianz rechnet deutsche Reiche arm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h11\">Tarifverhandlungen bei Mc Donald&rsquo;s &amp; Co Rache f&uuml;r den Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h12\">Arbeitsmarkt im September 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h13\">Browser-ADD zeigt Verbindungen von Journalisten: Blicke unter eine Decke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h14\">Berlins B&uuml;rgermeisterkandidat Saleh &ndash; Ein dubioses H&ouml;rproblem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h15\">Warum so viele IS-Terroristen aus Belgien kommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h16\">Die visuelle Politik des Terrors<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h17\">Landraub in Ungarn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h18\">Umstrittener Unrechtsstaats-Begriff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h19\">Die unbew&auml;ltigte Sprache von Joachim Gauck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441#h20\">Zu guter Letzt: Sonneborn f&uuml;hrt Oettinger im EU-Parlament vor: &ldquo;K&ouml;nnen Sie die Frage bitte auf Englisch beantworten!&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23441&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kriegsberichte vs. kriegerische Berichte<\/strong><br>\nARD-Leak provoziert harte medienpolitische Kontoverse. Redakteure greifen Mitglieder des ARD-Rundfunkbeirats scharf an. Albrecht M&uuml;ller fordert st&auml;rkere Rolle f&uuml;r das Publikum<br>\nDie Ver&ouml;ffentlichung einer vertraulichen Analyse des ARD-Programmbeirats durch Telepolis f&uuml;hrt zu einer breiten Diskussion in den Medien. W&auml;hrend die Leitung der Tagesschau immerhin m&ouml;gliche Fehler einr&auml;umt, weisen andere Programmverantwortliche den Vorwurf einer tendenzi&ouml;sen Berichterstattung &ldquo;scharf&rdquo; zur&uuml;ck. Der Programmbeirat erf&auml;hrt unterdessen breite Unterst&uuml;tzung durch das Publikum. An eine selbstbewusste F&uuml;nfte Macht &ndash; das Publikum &ndash; appelliert auch Albrecht M&uuml;ller, der Herausgeber der Nachdenkseiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42923\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Asylbewerberheime<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Hinter dem Missbrauch steckt &Uuml;berforderung<\/strong><br>\nWie konnte es zu den Misshandlungen an Fl&uuml;chtlingen kommen? Die Schuld wird vor allem der Sicherheitsfirma zugeschoben, doch dahinter steht auch ein &uuml;berlastetes System<br>\nDer Schock &uuml;ber die am Wochenende bekannt gewordenen Vorf&auml;lle sitzt tief und wird von allen Beteiligten geteilt. Die nordrhein-westf&auml;lische Ministerpr&auml;sidentin Hannelore Kraft &ldquo;sch&auml;mt sich&rdquo;, ihr Innenminister verspricht harte Strafen, andere Politiker und Polizeifunktion&auml;re kritisieren die Privatisierung von staatlichen Aufgaben und insbesondere die privaten Sicherheitsdienste. Deren Bundesverband wiederum sagt, dass alle sonst &uuml;blichen Vorgaben &ldquo;vernachl&auml;ssigt oder nicht erf&uuml;llt&rdquo; worden seien. Und auch die verantwortliche Sicherheitsfirma SKI spricht von &ldquo;niedertr&auml;chtigen Vorf&auml;llen&rdquo;. Die betroffenen Mitarbeiter seien entlassen worden. Also letztlich ein Fall individueller Vergehen der Sicherheitsmitarbeiter?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2014-09\/nrw-fluechtlinge-misshandlung-analyse\/komplettansicht\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vielleicht sollten wir uns auch der Einsicht n&auml;hern: Abu Ghraib ist nicht allein ein us-amerikanisches Ph&auml;nomen. Abu Ghraib ist in der einen oder anderen Form in uns. &Uuml;berforderung mag die Analyse hergeben, aber muss &Uuml;berforderung zu Missbrauch f&uuml;hren?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zust&auml;nde in Fl&uuml;chtlingsheim in Burbach: Misshandlungen an der Tagesordnung<\/strong><br>\nDie menschenunw&uuml;rdige Behandlung von Fl&uuml;chtlingen in der Unterkunft in Burbach soll keine Ausnahme gewesen sein, sondern die Regel. Das sagt ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma, gegen den nun ermittelt wird. Er bezeichnet das Lager als &ldquo;rechtsfreien Raum&rdquo;.<br>\nAuch h&auml;tten einige der Sicherheitsmitarbeiter einen &ldquo;deutlich erkennbaren rechten Hintergrund&rdquo; gehabt. Im Jargon der Sicherheitsleute seien diese als &ldquo;SS-Trupps&rdquo; bezeichnet worden. Weiter machte der Mann der &ouml;rtlichen Polizei schwere Vorw&uuml;rfe. Diese sei bei Zwischenf&auml;llen zu sp&auml;t erschienen und habe sich unkooperativ gezeigt. Ein Beamter habe gesagt, das n&auml;chste Mal w&uuml;rden sie einen Fl&uuml;chtling erst abholen, &ldquo;wenn ihr den f&uuml;nf Stunden lang bearbeitet habt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/studio\/siegen\/themadestages\/fluechtlinge452.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Billig, billig, billig lautet die Maxime&ldquo;<\/strong><br>\nRainer Wendt, Chef der Polizeigewerkschaft, zieht Lehren aus dem Gewaltskandal in Siegen. Im Interview fordert Wendt ein Verbot f&uuml;r die Besch&auml;ftigung von Subunternehmen und fordertet st&auml;rkere Kontrollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/flucht-und-zuwanderung\/fluechtlinge-in-deutschland--billig--billig--billig-lautet-die-maxime-,24931854,28576432.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hongkong<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Demokratie und freier Handel &ndash; Hongkong bebt, die Wirtschaft kuscht<\/strong><br>\nUnruhe ist schlecht f&uuml;r die Gesch&auml;fte. Die Finanzwirtschaft Hongkongs wei&szlig; das schon l&auml;nger. Die Massenproteste der Studenten dort, die Rufe nach politischer Freiheit &ndash; der Wirtschaft sind sie unerw&uuml;nscht. Um das zu erkennen, musste man nicht den Montag abwarten, an dem 44 Banken ihre Belegschaften nach Hause schickten und ihre Niederlassungen schlossen. Vielmehr stornierten schon Ende 2013 zwei finanzkr&auml;ftige Anzeigenkunden der Tageszeitung &bdquo;Apple Daily&ldquo; auf einen Schlag s&auml;mtliche Werbeanzeigen. F&uuml;r die Zeitung, die mit der Regierung in Peking kritisch umgeht, war das ein Schlag, handelte es sich doch um ein Jahresvolumen von umgerechnet 3,6 Millionen Dollar. Den zuvor stets treuen Kunden HSBC und Standard Chartered hatten nach Aussage der Zeitung die Berichte &uuml;ber die aufkommende Demokratiebewegung Hongkongs nicht gefallen. Das Pikante daran: Die beiden wichtigsten Banken der fr&uuml;heren Kronkolonie haben ihren Hauptsitz in London.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/hongkong-bebt-die-wirtschaft-kuscht-13180797.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Eigentlich ist damit klar, auch wenn es zynisch klingen mag, dass die Menschen, die in der ehemaligen britischen Kronkolonie f&uuml;r freie Wahlen demonstrieren, nach Hause gehen k&ouml;nnen, da sie auch vom &ldquo;freien Westen&rdquo; keinerlei Unterst&uuml;tzung erwarten d&uuml;rfen. Das Gesch&auml;ft mit der Volksrepublik China ist einfach wichtiger als Demokratie und freie Meinungs&auml;u&szlig;erung. Und es ist ja nicht so, dass es hier um den B&uuml;rgerwillen generell besser bestellt ist. Das aktuellste Beispiel sind die heftig umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP und Ceta. Trotz massiver Proteste gegen die Bestrebungen durch die Freihandelsabkommen die nationalstaatliche Rechtsordnung auszuhebeln, verhandelt die EU-Kommission munter weiter bzw. hat im Falle des Ceta die Verhandlungen abgeschlossen ohne dass an den Bestandteilen, welche die geheimen Schiedsgerichte beinhalten, auch nur ein Jota ge&auml;ndert wurde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wird der Osten blutrot?<\/strong><br>\nEin Beitrag von Willy Wimmer zu Honkong, China, Indien &hellip;<br>\nUnruhen in China sind von einer besonderen Qualit&auml;t. Sie k&ouml;nnen mit einer solchen Wucht auf die oberste Staatsspitze durchschlagen, wie das f&uuml;r wenige andere Staaten gilt. Das muss niemand der chinesischen Staatsf&uuml;hrung sagen. Das wei&szlig; sie. Sp&auml;testens seit den Ereignissen 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking ist klar, um was es in China dabei geht. Manch einer aus der damaligen Staatsspitze ist f&uuml;r die schrecklichen Folgen anschlie&szlig;end verantwortlich gemacht worden. Auch bei uns wurden dazu Namen genannt. Tatsache ist aber, dass der damalige und unbestrittene F&uuml;hrer der Volksrepublik China, der Genosse Deng Xiao Ping, bis in die weit entfernten Regionen des Riesenreiches seine Emiss&auml;re auf der Suche nach noch loyalen Milit&auml;reinheiten aussenden musste, damit diese gegen Peking und die demonstrierenden Menschenmassen eingesetzt werden konnten. Zu eng waren die demonstrierenden Studenten mit der in China damals herrschenden Elite verbunden. Die h&ouml;chsten Funktionstr&auml;ger in Peking und den wichtigsten St&auml;dten Chinas wussten ihre Kinder auf den Pekinger Stra&szlig;en. Sie verweigerten sich der Staatsf&uuml;hrung in dem Bem&uuml;hen, die Entwicklung auf dem ber&uuml;hmten Platz in Peking in den Griff zu bekommen. Die Armee und weite Teile des Sicherheitsapparates waren schlichtweg nicht gegen die Kinder  der Amtsinhaber aus der Entscheidungsebene der Milit&auml;rspitze und des Sicherheitsapparates einsetzbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141001_hinweisteil_wimmer_hongkong.pdf\">Willy Wimmer [PDF &ndash; 61 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ebola: Das Versagen des Nordens<\/strong><br>\nIrgendwie verl&auml;sst man sich im Westen darauf, dass die wenigen Hilfsorganisationen, die Afrikanern regelm&auml;&szlig;ig bei Hunger, Krieg und Vertreibung beistehen, es hinkriegen werden. Dass genau diese Organisationen warnen, dass sie den Kampf gegen Ebola gerade verlieren, wird geflissentlich &uuml;berh&ouml;rt. Stattdessen werden Pl&auml;ne gemacht und Strategien vereinbart.<br>\nDiese besagen etwa, dass mehr als 13&thinsp;000 &Auml;rzte und Pfleger gebraucht werden, um der Seuche Herr zu werden. Doch woher sollen die kommen? Schon vor Ebola gab es in den betroffenen Staaten kaum Krankenh&auml;user, die diesen Namen auch verdienen. In einer Klinik, die ich vergangenes Jahr in Sierra Leone besucht habe, ging selbst das Verbandsmaterial regelm&auml;&szlig;ig aus. Der einzige Arzt dort erkl&auml;rte das so: Gates-Stiftung, UNO und Geberstaaten w&uuml;rden seit Jahren nur noch Kampagnen gegen bestimmte Krankheiten f&ouml;rdern. W&auml;hrend Millionen gegen AIDS, TB und Polio flie&szlig;en, wurden die Mittel zum Erhalt von Krankenh&auml;usern gestoppt. So verfielen grundlegende Gesundheitsstrukturen, w&auml;hrend Statistiken Fortschritte bei einzelnen Behandlungen vorspiegeln.<br>\nAll das r&auml;cht sich jetzt. Nicht umsonst fordert &Auml;rzte ohne Grenzen eine milit&auml;risch organisierte Eingreiftruppe im Kampf gegen das Virus. Doch die USA haben schon abgewinkt. So wird das Sterben weitergehen. Am Ende werden weit mehr als die 20&thinsp;000 Toten zu beklagen sein, die die WHO voraussagt. Au&szlig;er, die Westafrikaner haben Gl&uuml;ck und das Virus schafft es nach Europa oder Amerika und das Sterben beginnt auch bei uns. Vielleicht hat das Planen dann ein Ende, und es wird endlich gehandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/oktober\/ebola-das-versagen-des-nordens\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Kanadische Argumente<\/strong><br>\nMit den richtigen Indikatoren kann man ganz offiziell  die massive &Ouml;lproduktion aus Teersanden mit einer Klimaschutzpolitik  vereinbaren,  und die Anw&auml;lte zeigen, dass alles nicht so schlimm ist.  Ein Blick auf Alberta anl&auml;sslich der CETA Vereinbarungen&hellip;<br>\nDie  Emissionen pro Einheit  Produkt oder Serviceleistung werden  gesenkt, auf hohem Niveau.  Keineswegs wird eine interessante Produktion eingestellt, immer nur verbessert. Bei Teersanden, deren ziemlich primitiver dampfgest&uuml;tzter Trennungsprozess einen hohen Energieeinsatz erfordert, bedeutet das  immer noch einen hohen THG Emissionswert, abgesehen von der ungeheurer Landschaftsverbrauch  und  der Wasserverschmutzung.  Das bringt den Klimaschutz zwar nicht voran, aber es h&ouml;rt sich gut an. Kein Klimawandel- Leugnen n&ouml;tig, um weiter &Ouml;l aus  Versand zu  vertreten.<br>\nZur&uuml;ck in Washington, las ich die Argumentation der kanadischen Anw&auml;lte  pro Teersand  und Keystone Pipeline:  die Oelproduktion aus Teersand  tr&uuml;ge nur   0,x  Prozent  zum weltweiten  THG- Aussto&szlig; bei, also in nicht  signifikantem Umfang, womit  ein Kriterium f&uuml;r die von US-Umweltorganisation gef&ouml;rderte Untersagung der keystone Importe nicht erf&uuml;llt  sei.   (Wenn das so ist, braucht man sich auch um die deutsche Stromerzeugung aus Braunkohle keinen Kopf zu machen!)<br>\nWenn die EU sich auf CETA einl&auml;sst, kann man sich angesichts der kanadischen Energieexport-W&uuml;nsche schon einmal auf die Argumente der Anw&auml;lte einstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.elsud.net\/2014\/09\/30\/kanadische-argumente\/\">elsud.net<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Freihandel, der uns in die Freiheit entl&auml;sst<\/strong><br>\nDiese Jobkillerpartei! Die Linke w&uuml;rde n&auml;mlich mal wieder Arbeitspl&auml;tze aufs Spiel setzen. Weil sie gegen TTIP und CETA ist. Sagt jedenfalls Sigmar Gabriel. Ich finde das auch grob fahrl&auml;ssig. Denn f&uuml;r 3,77 Euro die Stunde Monsanto-Mais auf Paletten zu schlichten oder gechlorte H&uuml;hner f&uuml;r den Supermarkt herzurichten, w&auml;re wirklich eine gro&szlig;e Chance f&uuml;r Europas Arbeitssuchende gewesen.<br>\nSag jetzt noch einer, diese Regierung w&uuml;rde an Minderheiten kein Interesse zeigen. Tut sie. Sie k&uuml;mmert sich um die Perspektiven von 2.900 Menschen. Von 2.900 jetzt noch arbeitslosen Personen, die dank des Freihandelsabkommens TTIP zu Arbeit kommen sollen. Die Bertelsmann-Stiftung, nicht gerade daf&uuml;r bekannt, grunds&auml;tzlich gegen neoliberale Marktkonzepte aufzutreten, hat in einer Studie errechnet, dass dieses Abkommen die Arbeitslosigkeit in Deutschland gerade mal um 0,11 Prozent senken w&uuml;rde. Und das ist nicht j&auml;hrlich gemeint, sondern insgesamt. Die auf Handelsrecht spezialisierte amerikanische Rechtsanw&auml;ltin Lori Wallach schreibt hierzu, dass die Zollschranken zwischen den USA und der EU &raquo;bereits ziemlich niedrig&laquo; seien, sodass ein Wegfall der Z&ouml;lle den Handel wohl kaum beleben w&uuml;rde. Das Bruttoinlandsprodukt wachse &raquo;allenfalls um ein paar Promille&laquo;. Aber die Politik stellt einen Wohlstandsschub in Aussicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/10\/der-freihandel-der-uns-in-die-freiheit.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die &Ouml;konomie der Gewalt<\/strong><br>\nEiner Studie von James Fearon von der Universit&auml;t Stanford und Anke H&ouml;ffler vom Center for the Study of African Economies der Oxford University zufolge stellt Gewalt in der Gesellschaft &ndash; Morde und vor allem Gewalt gegen Frauen und Kinder &ndash; ein weitaus gr&ouml;&szlig;eres Problem dar als B&uuml;rgerkriege. Auf jedes Todesopfer auf dem Schlachtfeld eines B&uuml;rgerkrieges kommen neun Menschen, die durch zwischenmenschliche Gewalt ums Leben kommen, und auf je zwei K&auml;mpfer, die umkommen, kommt ein get&ouml;tetes Kind. Im Jahr 2008 wurden weltweit 418.000 Menschen get&ouml;tet, und viel zu viele L&auml;nder verzeichnen Mordraten von &uuml;ber 10 Opfern je 100.000 Einwohner, was die Weltgesundheitsorganisation als Epidemie bezeichnet. Ein einziger Mord in Amerika kostet einem Menschen das Leben und die Gesellschaft 9,1 Millionen US-Dollar. Gemessen am Nationalkommen weltweit kostet allein diese Form von Gewaltverbrechen 1,7% des globalen Bruttosozialprodukts (BIP).Nat&uuml;rlich handelt es sich dabei nicht um einen direkten finanziellen Verlust f&uuml;r die Weltwirtschaft, sondern um eine Art und Weise, die Folgen zum Ausdruck zu bringen. Wenn Morde abgeschafft werden k&ouml;nnten, w&auml;ren Gesellschaften auf aller Welt in einer Weise besser gestellt, die sich mit 1,7% des BIP beziffern l&auml;sst. Vergleichen wir dies mit den deutlich geringen Kosten von B&uuml;rgerkriegen, die rund 0,2% des weltweiten BIP entsprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/bj-rn-lomborg-shows-that--in-terms-of-global-welfare-costs--wars-are-the-least-of-our-problem\/german\">Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider hatte ich nicht die Zeit, die Methoden der Berechnung von Kosten der Gewalt n&auml;her anzuschauen und mich damit auseinanderzusetzen. Einiges l&auml;sst sich sicher durch Folgekosten wie Kosten f&uuml;r medizinische Behandlungen, Arbeitsausf&auml;lle usw. erkl&auml;ren. Wer allerdings wissen m&ouml;chte, wie sich die Kosten von Gewalt gegen Kinder im Elternhaus berechnen lassen, wird wohl auf die Studie <a href=\"http:\/\/www.copenhagenconsensus.com\/sites\/default\/files\/conflict_assessment_-_hoeffler_and_fearon_0.pdf\">&ldquo;Conflict and Violence&rdquo; [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a> zur&uuml;ckgreifen m&uuml;ssen, auf die sich Bj&oslash;rn Lomborg im wesentlichen st&uuml;tzt. Auch wenn sich in einem alles str&auml;ubt, Menschenleben, Gewaltopfer monet&auml;r zu bewerten, so ist doch der Hinweis der Autoren darauf, dass auf jeden toten Zivilisten in Kriegsgebieten ungef&auml;hr neun Menschen kommen, die in zwischenmenschlichen Streitigkeiten get&ouml;tet werden, sicherlich f&uuml;r manchen eine &Uuml;berraschung. (An diesem Zahlenverh&auml;ltnis d&uuml;rften neueste Entwicklungen wie der syrische B&uuml;rgerkrieg wenig &auml;ndern.) Noch wichtiger scheint mir allerdings der l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Hinweis auf Formen der Gewalt, die nicht im Blickpunkt der &Ouml;ffentlichkeit stehen. Hinzu kommt, dass sie uns wesentlich teurer kommen als Mord und Totschlag: &ldquo;Interessanterweise sind die Formen der Gewalt, die f&uuml;r die Gesellschaft am teuersten sind, die, die am wenigsten Aufmerksamkeit bekommen, sowohl im Bereich der Entwicklungsausgaben als auch in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung&rdquo;. Es ist mehr als zwingend, diese Forschungsergebnisse in den neu zu definierenden Entwicklungszielen der Vereinten Nationen zu ber&uuml;cksichtigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Banken und Hedgefonds verdienen mit Dividendentricks Milliarden<\/strong><br>\nGro&szlig;banken erzielen im Jahr Einnahmen von mehr als einer Milliarde Dollar, indem sie Hedgefonds und anderen Kunden dabei helfen, ihre Steuern zu mindern. Vor allem von London aus bedienen sich gro&szlig;e Kreditinstitute dabei einer komplexen Strategie, die &ldquo;Dividendenarbitrage&rdquo; genannt wird. Doch dieses Man&ouml;ver ist den US-Branchenaufsehern der Fed ein Dorn im Auge. Bei diesem Arbitragegesch&auml;ft versch&ouml;ben die Banken vor&uuml;bergehend die Eigent&uuml;merschaft an Aktien eines Kunden in den Zust&auml;ndigkeitsbereich eines Gebietes mit niedrigeren Steuers&auml;tzen. Dieser Prozess werde um den Zeitpunkt herum vorgenommen, zu dem der Kunde damit rechnen kann, eine Dividende auf die betreffenden Aktien einzusammeln, erkl&auml;ren mit dem Vorgang Vertraute. Mit Hilfe des Kniffs k&ouml;nnten Bankkunden ihre Steuern in der Regel von bis zu 30 Prozent der Dividendenzahlung auf etwa 10 Prozent &ndash; und manchmal gar auf Null &ndash; dr&uuml;cken. Die Ersparnis werde dann zwischen dem Kunden, der Bank und den Firmen, die die Aktien als Besitzer &uuml;bern&auml;hmen, aufgeteilt, hei&szlig;t es. Betroffen seien vor allem Aktien, die in Europa und Asien notiert seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wsj.de\/nachrichten\/SB11976045344857054351604580183892857436352?mod=WSJ_article_EditorsPicks\">WSJ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Diese Gesch&auml;fte sollen der Bank of Amerika  zwischen 2006 bis 2012 mehr als 1,2 Milliarden Dollar eingebracht haben. Unter Ber&uuml;cksichtigung, dass die Bank nur ein Drittel der Steuerersparnis abzweigen konnte, hei&szlig;t das, dass dem Staat 3,6 Milliarden Steuern entgangen sind. Die Dividendenarbitrage sei ein attraktiver, rechtm&auml;&szlig;iger Weg, um Steuerbescheide zu reduzieren, indem man die Unterschiede bei den Quellensteuers&auml;tzen rund um die Welt nutze, behaupten Banken und Hedgefonds. Doch die Branchenw&auml;chter scheinen dies zu bezweifeln. Umso bemerkenswerter, dass trotz der Bedenken der US-Aufsicht die Bank of Amerika auf einem Sondertreffen beschlossen hat, auf das lukrative Gesch&auml;ft nicht zu verzichten. &ndash; Um diese 3,6 Milliarden Dollar ins Verh&auml;ltnis zu setzen, denke man z.B. daran, dass das Weltern&auml;hrungsprogramm (WFP) seine Nahrungsmittelrationen f&uuml;r Vertriebene aus Syrien um 40 Prozent k&uuml;rzen muss, aus Geldmangel. Damit stehen nur noch Nahrungsmittel mit einem Brennwert von 825 Kalorien pro Tag und Person zur Verf&uuml;gung st&uuml;nden, weniger als die H&auml;lfte der empfohlenen Menge. F&uuml;r die Syrien-Hilfe fehlen WFP in den Monaten Oktober bis Dezember <a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/kein-geld-wfp-kuerzt-nahrungsmittelrationen-fuer-vertriebene-in-syrien-2939919.html\">352 Millionen US-Dollar<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das M&auml;rchen von der unerwarteten Krise<\/strong><br>\nSeit Nassim Taleb seinen Bestseller geschrieben hat, ist der &ldquo;Schwarze Schwan&rdquo; in aller Munde. Es geht dabei um Folgendes: Bis ins 17. Jahrhundert glaubten die Europ&auml;er, alle Schw&auml;ne seien weiss. Dann wurde Australien entdeckt, wo es schwarze Schw&auml;ne gab. Man hatte sich fundamental geirrt. Beispiele f&uuml;r undenkbare Ereignisse (&laquo;Schwarze Schw&auml;ne&raquo;) sind gem&auml;ss Taleb der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der Terroranschlag vom 11. September oder der Erfolg von Google. Er ist zudem der Meinung, dass solche positiven und negativen &Uuml;berraschungen die wahren Treiber der Geschichte sind und viel h&auml;ufiger vorkommen, als wir es uns eingestehen wollen.<br>\nSo weit so &uuml;berzeugend. Viele Ereignisse sind tats&auml;chlich nicht vorhersehbar, und schon gar nicht in all ihren Folgewirkungen. Dennoch hat Talebs These etwas Unbefriedigendes. Sie vernachl&auml;ssigt diejenigen Krisen, die vorhersehbar waren, aber trotzdem eintraten, weil es keine M&ouml;glichkeit gab, sie abzuwenden &ndash; aus was f&uuml;r Gr&uuml;nden auch immer. Zum Beispiel die j&uuml;ngste Finanzkrise. Man konnte zwar nicht voraussehen, dass ein R&uuml;ckgang der H&auml;userpreise in den USA zu einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise f&uuml;hren w&uuml;rde. Aber dass der jahrelange Anstieg der Preise irgendeinmal an sein Ende kommen musste, war vielen bewusst. Es war auch bekannt, dass eine Immobilienkrise kostspielig sein w&uuml;rde. Das Problem war auf dem Tisch. Es waren andere Gr&uuml;nde, die dazu f&uuml;hrten, dass man nicht fr&uuml;her handelte, um die negativen Wirkungen zu verringern. Eine neue Untersuchung zum Verhalten der US-Notenbank best&auml;tigt diesen Eindruck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.fuw.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/35685\/das-maerchen-von-der-unerwarteten-katastrophe\/\">Never Mind The Markets<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So ganz &uuml;berzeugt das Bild, das Tobias Straumann im Titel entwirft, nicht. Wie die Protokolle der Fed bei Ausbruch der Krise zeigen, traf die Krise die Fed g&auml;nzlich unerwartet. D.h. nicht, dass die Fed nicht die Einsicht in bestimmte Teilbereiche der Krise hatte. Die Autoren, auf die sich Straumann bezieht, erkl&auml;ren eher, warum die Fed die Krise nicht kommen sah. Die Fed habe passiv reagiert, weil sie mehrheitlich die Auffassung vertrat, dass das Identifizieren von Blasen sehr schwierig sei, dass pr&auml;ventive Gegenma&szlig;nahmen sch&auml;dlich sein k&ouml;nnten und dass die Zentralbanken die Mittel h&auml;tten, eine systemische Krise einzud&auml;mmen, wenn sie einmal ausgebrochen sei. Hinzu k&auml;men relativ banale Gr&uuml;nde: Zentral sei die Suche nach einem Konsens bez&uuml;glich der Zinsen gewesen. Niemand verantwortete den Blick auf das Ganze. Die einzelnen Abteilungen innerhalb des Fed arbeiteten zu wenig zusammen.Jede Abteilung schaute nur ihr Problem an und k&uuml;mmerte sich nicht um den Rest. Ich w&uuml;rde hinzuf&uuml;gen wollen, dass es keinerlei Erfahrungen, erst recht keine theoretischen Ans&auml;tze gab, welche eine Verbindung zwischen dem Immobilienmarkt, dem Markt f&uuml;r Subprime-Hypotheken und den kreativen Finanzprodukten zur Umverteilung von Risiken und Ertr&auml;gen nahelegten. Eine Rolle spielte sicherlich auch, dass die Konsensverliebtheit solcher Organisationen kritischen Geistern, die Althergebrachtes hinterfragen, mit phantasievollen Thesen provozieren, keinen Raum lie&szlig;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Inflation niedriger, Euro im freien Fall<\/strong><br>\nDie Inflationsrate in der Euro-Zone erreicht den tiefsten Stand seit f&uuml;nf Jahren. Es droht eine Deflation. Die EZB wird wohl gr&ouml;&szlig;ere Gesch&uuml;tze auffahren. Die letzten Hemmungen k&ouml;nnten fallen &ndash; genauso wie der Euro.<br>\nDiese Zahl ist der deutlichste Beleg daf&uuml;r, dass wir ein ernstes Problem haben: Die Inflationsrate in der Euro-Zone ist auf 0,3 Prozent gefallen, wie die Statistikbeh&ouml;rde Eurostat am Dienstag mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit fast f&uuml;nf Jahren. Damit sind die Euro-L&auml;nder nicht mehr weit von einer gef&auml;hrlichen Deflation entfernt &ndash; einer Phase, in der die Preise fallen, Unternehmen ihre Investitionen einstellen und die Konjunktur einbricht. &bdquo;Deflation bleibt eine ernste Gefahr&ldquo;, sagt &Ouml;konomin Jennifer McKeown von Capital Economics.<br>\nDie Finanzm&auml;rkte reagierten schnell auf die Nachricht: Der Euro fiel am Dienstag erstmals seit zwei Jahren unter die Marke von 1,26 US-Dollar. Investoren f&uuml;rchten, dass der Euro-Zone eine Dauerkrise droht wie sie Japan seit Jahren durchlebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/rohstoffe-devisen\/devisen\/euro-krise-inflation-niedriger-euro-im-freien-fall\/10773058.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Freier Fall &hellip; so, so. Und in der WELT wird der Dollar als <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/geldanlage\/article132751939\/Supermacht-USA-demonstriert-was-der-Dollar-kann.html\">neuer Star am Devisenhimmel gepriesen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Es ist ja richtig, wenn man sich den 1-Jahres-Chart anschaut, wirkt die Schw&auml;che des Euro und die spiegelbildliche St&auml;rke des Dollar beeindruckend:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141001_02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141001_02_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Im Drei-Jahres-Chart sieht die Entwicklung bereits wesentlich entspannter aus:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141001_03.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141001_03_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Und wann man sich den langfristigen Chart anschaut, bleibt vom &bdquo;schwachen Euro&ldquo; und dem &bdquo;starken Dollar&ldquo; gar nichts mehr &uuml;ber:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141001_04.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141001_04_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Es ist halt alles eine Frage der Perspektive.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Allianz rechnet deutsche Reiche arm<\/strong><br>\nSchon wieder nationales Unheil: &raquo;Deutsche verlieren durch die EZB 23 Milliarden Euro&laquo;, so steht es als f&uuml;nfspaltige &Uuml;berschrift in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Wie konnte es dazu kommen? Und warum sch&auml;digt die Europ&auml;ische Zentralbank gerade uns Deutsche so b&ouml;swillig? Die FAZ beruft sich in ihrem Artikel auf eine Studie, die der M&uuml;nchner Versicherungskonzern Allianz am vergangenen Dienstag der Presse vorstellte. Obwohl auch der Deutsche Aktienindex (DAX) im vergangenen Jahr kr&auml;ftig gewonnen hatte, blieb in Deutschland der Verm&ouml;genszuwachs mit plus 3,8 Prozent unter dem auf dem gesamten kapitalistischen Globus, wo er 2013 beachtliche 9,9 Prozent betrug. Ein Jammer, der nur damit erkl&auml;rt werden kann, da&szlig; der verm&ouml;gende Deutsche vor Aktien zur&uuml;ckschreckt und sein Geld bei der Bank liegen l&auml;&szlig;t oder es gar einer Versicherung wie der Allianz anvertraut. V&ouml;llig falsch, findet Michael Heise, Chefvolkswirt bei der Allianz, diese Haltung: &raquo;Sechs Jahre nach Lehman ist es h&ouml;chste Zeit, wieder langfristig zu denken und zu investieren&laquo;, sagt der erzkluge Kopf. Aber er hat noch D&uuml;mmeres parat: &raquo;Tats&auml;chlich hat die Politik der EZB bereits deutliche Auswirkungen auf die Haushalte im Euro-Raum.&laquo; Hinter der trivialen Aussage, da&szlig; Geldpolitik nicht v&ouml;llig ohne Wirkung bleibt, verbirgt sich ein Kn&uuml;ller, der in der eingangs zitierten Verlustanzeige der FAZ f&uuml;r uns arme Deutsche explodiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/09-27\/028.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu auf den NachDenkSeiten:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23388\">Jens Berger &ndash; Sch&ouml;ner manipulieren mit dem Allianz Global Wealth Report<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Tarifverhandlungen bei Mc Donald&rsquo;s &amp; Co Rache f&uuml;r den Mindestlohn<\/strong><br>\nDie gro&szlig;en Fastfood-Ketten haben einen Weg gefunden, die Einf&uuml;hrung des Mindestlohns auszuhebeln: Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie s&auml;mtliche Zuschl&auml;ge werden einfach abgeschafft. Unterm Strich bliebe den Besch&auml;ftigten weniger als heute. Bei der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gastst&auml;tten (NGG) herrscht angesichts der Offerte Fassungslosigkeit. &bdquo;Es kann doch nicht sein, dass infolge der Mindestlohneinf&uuml;hrung die Besch&auml;ftigten weniger in der Tasche haben als vorher&ldquo;, sagt NGG-Vize Burkhard Siebert dieser Zeitung. Es kann nicht? Oh doch. BdS-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Valerie Holsboer kleidet ihr &bdquo; yes, we can&ldquo; in freundliche Worte. Angesichts der Mindestlohneinf&uuml;hrung sei &bdquo;klar, dass wir das Gesamtpaket bestehend aus Entgelt- und Manteltarifvertrag neu schn&uuml;ren m&uuml;ssen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/-tarifverhandlungen-bei-mc-donald-s---co--rache-f,10808230,28563144.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im September 2014<\/strong>\n<ul>\n<li>5,076 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,339 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 49.000 (1,1%) weniger als im Sep. 2013<\/li>\n<li>2,808 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 41.000 (1,4%) weniger als im September 2013<\/li>\n<li>Ver&auml;nderungsraten (registrierte Arbeitslose) in den L&auml;ndern (Sep. 2013 &ndash; Sep. 2014):<br>\nM&auml;nner und Frauen: &ndash;6,6% in Sachsen bis +3,0% in Bremen<br>\nFrauen &ndash;6,9% in Sachsen bis +3,5% in Bremen (Bund: -1,4%)<br>\nM&auml;nner: -6,7% in Mecklenburg-Vorpommern bis +3,3% in Bayern (Bund: -1,5%)<br>\nunter 25 Jahre: -21,9% in Brandenburg bis +17,1% in Bayern (Bund: -3,6%)<\/li>\n<li>Von den 2,808 Millionen Arbeitslosen waren 885.000 (31,5%) im Rechtskreis SGB III (bei den 156 Arbeitsagenturen!) und 1,923  Millionen (68,5%) im Rechtskreis SGB II (bei den 408 Jobcentern!) registriert.<\/li>\n<li>Als Arbeitsuchende waren im September 2014 insgesamt 4,887 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 63.000 (1,3%) weniger als im  September 2013.<\/li>\n<li>Die von der Statistik der BA ermittelte  &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im September 2014 3,691 Millionen, 102.000 (2,7%) weniger als im September 2013.<\/li>\n<li>Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten imSeptember 2014 830.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,339 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 93.000 sog. Aufstocker\/Parallelbezieher (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im September 2014 etwa 5,076 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) und\/oder Arbeitslosengeld II, &bdquo;gut 56.000 &hellip; weniger&ldquo; als ein Jahr zuvor. (vgl. BA- Monatsbericht, S. 20 und Monatsbericht 02\/2014; September 2013: 5,132 Millionen; eigene  Berechnungen) <\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2014-09-30_alo0914t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 449 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Siehe auch den <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201409.pdf\">Monatsbericht September 2014 der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Browser-ADD zeigt Verbindungen von Journalisten: Blicke unter eine Decke<\/strong><br>\nGleich bei der Lekt&uuml;re sehen, mit wem der Autor des Artikels Beziehungen hat: Zwei Studenten haben eine Browser-Erweiterung entwickelt, die Verbindungen von Journalisten zu Organisationen und Interessengruppen aufzeigt. Zwei Studenten des Master-Studiengangs &laquo;Interaction Design&raquo; der Hochschule Magdeburg-Stendal befriedigen diesen Wunsch mit einer konkreten L&ouml;sung. Ihr Produkt ist ein Browser-Add-On namens Cahoots, das aktuell f&uuml;r Firefox und Chrome installierbar ist. Die installierte Browser-Erweiterung zeigt Namen von Journalisten, f&uuml;r die Informationen zu ihren Verbindungen hinterlegt sind, markiert an. Es reicht, mit dem Mauszeiger &uuml;ber die Namen zu fahren, und schon erf&auml;hrt man beispielsweise, dass zwischen &laquo;Zeit&raquo;-Herausgeber Josef Joffe und Organisationen Beziehungen bestehen oder bestanden haben. Von der Atlantik-Br&uuml;cke &uuml;ber Goldman Sachs bis zur M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz f&uuml;hrt Cahoots Verbindungen zu zehn verschiedenen Organisationen auf. Die Macher der Erweiterung sind beide 1990 geboren und arbeiten nebenbei bei Agenturen als Designer: Jonas Bergmeier studierte bis 2012 Mediendesign an der MHMK K&ouml;ln, Alexander Barnickel bis 2012 Wirtschaftspsychologie an der FH Erding. Entstanden ist das Projekt nach einer Ausgabe der Satiresendung &laquo;Die Anstalt&raquo;, die unter anderem aufgrund von Forderungen zu Unterlassungserkl&auml;rungen und einstweiligen Verf&uuml;gungen von &laquo;Zeit&raquo;-Journalisten gegen das ZDF ber&uuml;hmt geworden ist.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/medienwoche.ch\/2014\/09\/09\/blicke-unter-eine-decke\/\">Medienwoche<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/cahoots-extension.github.io\/\">Cahoots<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist es unerl&auml;sslich, dass die dargestellten Beziehungen der Journalisten zu Organisationen und Interessengruppen in Politik und Wirtschaft belegt werden. Am besten w&auml;re es, wenn die Journalisten selbst ihre Beziehungen offen legen w&uuml;rden, gerade auch um Missverst&auml;ndnissen und Ungerechtigkeiten vorzubeugen. &ndash; So w&uuml;sste ich z.B. nicht, wie ich zwischen der Akkreditierung von Hunderten Journalisten an der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz und der Teilnahme von Klaus-Dieter Frankenberger (FAZ) Josef Joffe (Zeit) und Stefan Kornelius (SZ) unterscheiden k&ouml;nnte bzw. warum ich ihre Teilnahme besonders bewerten sollte. Es ist ein Muss-Termin f&uuml;r alle au&szlig;en- und sicherheitspolitisch Interessierten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Berlins B&uuml;rgermeisterkandidat Saleh &ndash; Ein dubioses H&ouml;rproblem<\/strong><br>\nRaed Saleh k&ouml;nnte Berlins n&auml;chster B&uuml;rgermeister werden. Viele Journalisten glauben, dass er kein korrektes Deutsch spricht. Sie irren.<br>\nRaed Saleh verursacht einen Grammatik-Tinnitus: Wenn der Kandidat um die Nachfolge von Klaus Wowereit spricht, dann sind seine Zuh&ouml;rer &uuml;berzeugt, Fehler wahrzunehmen, wo gar keine sind. Vor allem Journalisten sind betroffen. [&hellip;]<br>\nDie Journalisten irren allesamt: Raed Saleh hat eine sehr saubere Grammatik. Um seine Fehlerquote zu evaluieren, habe ich einen Auftritt von ihm transkribiert, Wort f&uuml;r Wort. [&hellip;]<br>\nWer aber so klingt, als komme er aus dem arabischen Raum, der wird ja wohl kein richtiges Deutsch k&ouml;nnen &ndash; selbst wenn es in Wirklichkeit genau umgekehrt ist. Der Grammatik-Tinnitus hat offenbar ein Rassismusproblem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/!145007\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So sch&ouml;n und verdienstvoll es ist, BZ, Stern, taz, SZ als Opfer ihrer eigenen Vorurteile zu &uuml;berf&uuml;hren, ein wenig geht Sebastian Heiser selbst in diese Falle. Warum muss er hervorheben, dass Raed Saleh ein korrektes Deutsch spricht? Er versucht einerseits diese Journalisten mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, andererseits bewegt er sich damit auf derselben Ebenen der Argumentation. Es ist doch das Vorhaben selbst, einen Politiker an seiner &ldquo;richtigen&rdquo; Sprache, seinem Akzent zu bewerten, das auf niedrige Ausgrenzungsinstinkte setzt, das erb&auml;rmlich tumb ist. Wenn schon, dann bitte die Auseinandersetzung mit seinen inhaltlichen Aussagen, mit seiner Argumentationsweise usw. Nur sollten es nicht dieselben Journalisten sein, denn diese haben sich mit ihren tendenzi&ouml;sen Bewertungen disqualifiziert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Warum so viele IS-Terroristen aus Belgien kommen<\/strong><br>\nNabil Kasmi ist im Mai 2012 nach Syrien ausgereist. Nach Einsch&auml;tzung der belgischen Beh&ouml;rden war er der erste B&uuml;rger der belgischen Gro&szlig;stadt Antwerpen, den eine islamistische Extremistengruppe namens Sharia4Belgium in den syrischen B&uuml;rgerkrieg geschickt hat. An diesem Montag beginnt ein Prozess gegen diesen 23-j&auml;hrigen Kasmi sowie 45 andere Mitglieder von Sharia4Belgium. Es ist das bisher juristisch aufwendigste Verfahren in Europa. Damit stellen sich die Strafbeh&ouml;rden dem Krieg in Syrien und im Irak sowie den islamistischen Stellvertreterorganisationen. Denn Europa wird zunehmend zu einer Rekrutierungsbasis f&uuml;r Dschihadisten, die sich im Nahen Osten dem Terror des Islamischen Staates anschlie&szlig;en.<br>\nNachdem Kasmi losgezogen war, folgten ihm nach den Recherchen der Strafverfolger Dutzende weitere Mitglieder von Sharia4Belgium. Ihr Ziel: Der Aufbau eines puritanischen islamischen Staates. Belgien ist so zu einer Drehscheibe f&uuml;r Islamisten auf dem Weg nach Syrien geworden. Die Staatsanwaltschaft macht einigen von ihnen jetzt vor dem Strafgericht in Antwerpen den Prozess, darunter auch jenen 38 Mitgliedern, die sich noch in Syrien aufhalten sollen. Ihnen wird Terrorismus, Kidnapping und Mord vorgeworfen. Mit dem h&auml;rteren Vorgehen versuchen die Beh&ouml;rden den Zufluss neuer Dschihadisten aus Belgien in den Nahen Osten zu stoppen. Es sei klar, dass &bdquo;potenzielle Dschihadisten nicht in den Knast wollen&rdquo;, sagte ein Vertreter der Polizei von Antwerpen. Insofern helfe das Verfahren sehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wsj.de\/nachrichten\/SB11976045344857054351604580183531436501648?mod=WSJ_article_EditorsPicks\">WSJ<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141001_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Bericht zeigt, wie verschlungen die Wege sind, auf denen sich die jungen Dschihadisten bewegen. Vor allem aber zeigt sich, wie hilflos die Staaten reagieren. Gro&szlig;britannien hat den obersten Strafverfolgern mittlerweile das Recht einger&auml;umt, bei Terrorverdacht ohne richterliche Kontrolle P&auml;sse einzuziehen oder auch die Staatsb&uuml;rgerschaft zu entziehen. Nur werden damit die Ursachen f&uuml;r das hohe Aufkommen an europ&auml;ischen Rekruten f&uuml;r den Dschihad in Syrien in keiner Weise tangiert. Interessant ist, dass in der belgischen Gruppe der Anteil an Kriminellen mit einem langen Strafregister relativ hoch ist. Die europ&auml;ischen Rekruten als Fremdenlegion des Dschihad?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die visuelle Politik des Terrors<\/strong><br>\nDie visuelle Politik des Terrors mag primitiv erscheinen, in Wahrheit ist sie wohl durchdacht und hat eine tiefgreifende Wirkung. Wie klassische Eroberer, die auf den Heiligt&uuml;mern der Besiegten neue Tempel errichteten, treffen die Zerst&ouml;rer der New Yorker Zwillingst&uuml;rme das Wertesystem ihres Feindes mitten ins Herz, um seine normative Realit&auml;t zu destabilisieren. Wenn die Sicherheit der vertrauten Welt erst einmal unter Beschuss ger&auml;t, und die innersten Heiligt&uuml;mer &uuml;berrannt und ersch&uuml;ttert werden, wird Raum frei f&uuml;r Okkupation. Nehmen wir zum Beispiel das indonesische Suharto-Regime, das zwischen 1966 und 1998 angebliche Gr&auml;ueltaten kommunistischer Aufst&auml;ndischer genau darstellte und die B&uuml;rger zwang, sie im Fernsehen und in Theatern anzuschauen. Die schrecklichen Bilder sollten Angst und Schrecken verbreiten. Angesichts eines grotesk gewaltt&auml;tigen Feindes entstand ein noch viel schrecklicherer Staatsapparat organisierter Gewalt. Suhartos visuelle Politik der Gr&auml;ueltaten und des Terrors erzeugten eine neue Realit&auml;t, ausgehend von der Gewalt und dem Terror, der mit dem Untergang der Welt assoziiert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/richard-k--sherwin-examines-how-the-islamic-state-s-violent-imagery-has-been-designed-to-haunt-the-western-psyche\/german\">Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer meint, dass das K&ouml;pfen von Menschen ein besonders barbarischer Akt sei und dass die IS jetzt endlich in die Steinzeit gebombt geh&ouml;re, sollte sich klar machen, dass in Saudi-Arabien jede Woche eine Enthauptung durch das Schwert erfolgt. Fr&uuml;her waren Frauen ausgenommen. Sie wurden erschossen, da das Ansehen des entbl&ouml;&szlig;ten Nackens durch den Henker sittenwidrig sei. (Ach ja, da sind noch die Steinigungen)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Landraub in Ungarn<\/strong><br>\nEin H&auml;uschen im Gr&uuml;nen f&uuml;r das Wochenende oder die Pension. Diesen Wunsch haben sich viele Deutsche und &Ouml;sterreicher in Ungarn erf&uuml;llt. Kaufen durfte man zwar ab 1994 nicht mehr. Doch mit einem legalen Nutzungsvertrag auf 50 Jahre oder Lebenszeit konnte man bis 2002 Quasi-Eigentum erwerben. Die meisten von ihnen steckten ihr Erspartes in Haus und Garten, renovierten einen heruntergekommenen Bauernhof oder ersetzten eine Bruchbude durch eine neue Datscha.<br>\nUngarns Premier Viktor Orb&aacute;n wird seinen Landsleuten in den kommenden Jahren viel abverlangen: in der medizinischen Versorgung, mit dem Abbau von f&ouml;deralen Strukturen und weiteren Einschr&auml;nkungen der Meinungsfreiheit. Da kommen nationalistische Ma&szlig;nahmen gut an. Seit Monaten l&auml;uft die Propagandamaschinerie, wonach Ausl&auml;nder sich des besten Landes bem&auml;chtigt h&auml;tten. Mehr als eine Million Hektar seien in ausl&auml;ndischer Hand &ndash; erworben zu Schn&auml;ppchenpreisen und mit dubiosen Methoden. Dass Nie&szlig;brauchvertr&auml;ge bis vor zw&ouml;lf Jahren legal waren und im Ausland als Alternative zu Kauf oder Pacht beworben wurden, spielt da keine Rolle. Orb&aacute;n wei&szlig;, dass ihn die Annullierung solcher Vertr&auml;ge zu Hause noch popul&auml;rer macht. Wer k&ouml;nnte widerstehen, wenn er ein Haus, das er als Ruine gegen Marktpreis abgetreten hat, renoviert und wertgesteigert zur&uuml;ckbekommt oder eine fremde Ernte einfahren kann? &ndash; Man darf davon ausgehen, dass die Enteignung vor den Gerichten h&auml;lt. In den h&ouml;chsten Instanzen sitzen mehrheitlich von Orb&aacute;n ernannte Richter. Und wenn die EU die R&uuml;cknahme der klar gegen die Rechtssicherheit versto&szlig;enden Gesetze verlangt, kann sich der Premier wieder einmal als heldenhafter Patriot im Kampf gegen Br&uuml;ssel inszenieren. In jedem Fall bleibt er der politische Gewinner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F10%2F01%2Fa0096&amp;cHash=f0740e0c3a68c636d575aab96fbb7b3a\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Umstrittener Unrechtsstaats-Begriff<\/strong><br>\nWer die aktuelle Unrechtsstaats-Debatte mit der vergangener Jahre vergleicht, erkennt sowohl die Argumentationsmuster als auch lohnende Ergebnisse der Meinungsforschung.<br>\nDie Sondierungspartner DIE LINKE, SPD und Gr&uuml;ne in Th&uuml;ringen haben sich auf ein gemeinsames Papier &raquo;Die W&uuml;rde des Menschen ist unantastbar. Zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte&laquo; verst&auml;ndigt, in dem einerseits die DDR als Unrechtsstaat bezeichnet und andererseits Wert darauf gelegt wird, die Biographien der Menschen, die in der DDR gelebt haben, nicht herabzuw&uuml;rdigen.<br>\nSeit Ver&ouml;ffentlichung des Papiers schlagen die Wellen hoch und dies nicht allein in der Partei DIE LINKE.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/benjamin-immanuel-hoff\/umstrittener-unrechtsstaats-begriff\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die unbew&auml;ltigte Sprache von Joachim Gauck<\/strong><br>\nReflektiertes Erinnern geht nicht ohne Sprache. Dabei ist es nicht ohne Belang, ob der Sprechende sich zu den Besiegten oder zu den Siegern rechnet.<br>\nIm Sport gibt es da, anders als in der Politik, klare Kriterien: 7:1, Deutschland gegen Brasilien. Was f&uuml;r ein dem&uuml;tigendes Ergebnis vor der ganzen Welt&ouml;ffentlichkeit f&uuml;r die Gastgeber, die oft ein sorgenvolles Dasein fristen. Und sich mit dieser Fu&szlig;ballweltmeisterschaft 2014 so viel Hoffnung auf etwas Freude und Stolz gemacht haben. Brasilien war bereit, aus der Staatskasse viel Geld f&uuml;r die Fu&szlig;ballfans aller Welt zu zahlen. Geld, das im Lande, in dem der Hunger nicht besiegt ist, anderweitig gebraucht worden w&auml;re, wie zahlreiche Proteste bewu&szlig;t machten.<br>\nWer hierzulande auch nur ein wenig Mitgef&uuml;hl und Empathie f&uuml;r die Situation in Lateinamerika aufbringt, wird sich gesagt haben, da&szlig; ein knapperer Sieg im Halbfinale den an Selbstbewu&szlig;tsein nicht mangelnden Deutschen auch gereicht h&auml;tte. In einem Wettstreit, bei dem es durchaus darauf ankommt, wer sich in der ganzen Welt teuerste Spieler, Trainer, Trainingslager, Ausr&uuml;stungen, Lobbyisten, Sportmediziner, Ern&auml;hrungswissenschaftler und wer wei&szlig; was alles, leisten kann. Und bei dem die Brasilianer durch ein gefoultes K.o. ihres besten Spielers schon Pech genug hatten.<br>\nWelche Worte fand der deutsche Bundespr&auml;sident angesichts dieser Situation? Als es im Endspiel gegen Argentinien knapp wird, gibt er zu: &raquo;Ich war so emotional bewegt.&laquo; Da&szlig; dies auch die andere Seite gewesen sein k&ouml;nnte, scheint ihm nicht in den Sinn gekommen zu sein: &raquo;Das war ein Nervenspiel, ich habe so gezittert und gebebt und mich gefragt: Wo ist die Mannschaft, die Brasilien mit 7:1 niedergemacht hat?&laquo; Niedergemacht? Aus welchem Vokabelheft hat er denn das? Dagegen wurde kein Wort des Respekts oder der Achtung vor der Leistung der Brasilianer oder Argentinier bekannt. Nur ein Dank an Gott, da&szlig; es doch noch &raquo;geklappt&laquo; hat. Wie sehr die lateinamerikanischen Katholiken mit ihrem Gott hadern mu&szlig;ten, war ihm offenbar egal. Ein Christ ohne Erbarmen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.danieladahn.de\/index.php?section=texte&amp;func=detail&amp;pid=168&amp;seite=0&amp;lang=\">Daniela Dahn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Sonneborn f&uuml;hrt Oettinger im EU-Parlament vor: &ldquo;K&ouml;nnen Sie die Frage bitte auf Englisch beantworten!&rdquo;<\/strong><br>\nDer Satiriker und EU-Abgeordnete Martin Sonneborn (Die Partei) hat den designierten EU-Kommissar f&uuml;r digitale Wirtschaft, den ehemaligen baden-w&uuml;rttembergischen Ministerpr&auml;sidenten G&uuml;nther Oettinger, zum so genannten &ldquo;Recht auf Vergessen&rdquo; befragt. Jenem umstrittenen EU-Vorsto&szlig;, nach dem Verweise auf Suchmaschinen auf Antrag entfernt werden m&uuml;ssen. Mittlerweile gibt es auch ein Video von Sonneborns Oettinger-Befragung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/09\/30\/koennen-sie-die-frage-bitte-auf-englisch-beantworten-sonneborn-fuehrt-oettinger-im-eu-parlament-vor\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23441","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23441","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23441"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23441\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23451,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23441\/revisions\/23451"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23441"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23441"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23441"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}