{"id":23446,"date":"2014-10-01T09:42:11","date_gmt":"2014-10-01T07:42:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23446"},"modified":"2014-10-01T19:54:06","modified_gmt":"2014-10-01T17:54:06","slug":"bundeswehr-pleiten-pech-und-pannen-mit-ansage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23446","title":{"rendered":"Bundeswehr \u2013 Pleiten, Pech und Pannen mit Ansage"},"content":{"rendered":"<p>In den letzten Wochen verging kaum ein Tag, an dem die Bundeswehr keine neue Panne oder keinen neuen Ausr&uuml;stungsmangel vermeldete. Wie bestellt wurden diese Hiobsbotschaften von Leitartikeln in den &uuml;blichen verd&auml;chtigen Zeitungen begleitet, um direkt oder indirekt mehr Geld f&uuml;r den Verteidigungsetat zu fordern. Ein abgekartetes Spiel? Ja und nein. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8668\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-23446-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/141001_Pleiten_Pech_und_Pannen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/141001_Pleiten_Pech_und_Pannen_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/141001_Pleiten_Pech_und_Pannen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/141001_Pleiten_Pech_und_Pannen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=23446-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/141001_Pleiten_Pech_und_Pannen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"141001_Pleiten_Pech_und_Pannen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Was f&uuml;r ein Pech! Da zeigte Berlin sich schon mal gro&szlig;z&uuml;gig und wollte den von Ebola betroffenen westafrikanischen Staaten, wenn es denn schon keine echte Hilfe anbieten will, zumindest eine &bdquo;Luftbr&uuml;cke&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/Artikel\/2014\/09\/2014-09-22-ebola-regpk.html\">spendieren<\/a> und dann strandete eine der beiden entsandten Transportmaschinen vom Typ Transall auf halbem Weg auf den Kanaren. Erst vor wenigen Tagen streikte eine weitere Transall, die deutsche Waffen zu den Kurden im Nordirak transportieren sollte. Da die deutsche Armee angeblich keine flugt&uuml;chtige Transportmaschine mehr aufbieten konnte, bat man die Nachbarn aus Holland um Hilfe. Doch auch die extra herbeigebrachte KDC-10 der niederl&auml;ndischen Armee musste &ndash; kaum in Leipzig gelandet &ndash; eine Panne vermelden. Nun will Verteidigungsministerin von der Leyen &bdquo;zus&auml;tzliche Flugzeuge&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/die-naechste-bundeswehr-pleite-von-der-leyen-will-zusaetzliche-transportflugzeuge-anmieten\/10768776-2.html\">mieten<\/a>. Diese Charterflugzeuge stammen in der Regel aus Russland oder der Ukraine und sind meist um einiges betagter als die Transalls der Bundeswehr &ndash; aber sie fliegen zumindest. Vielleicht w&auml;re es ja kosteng&uuml;nstiger und vor allem nervenschonender, k&uuml;nftig seine Fracht mit DHL oder UPS zu verschicken, die funktionierende Express-Luftfracht-Lieferungen in den Irak und nach Westafrika anbieten?<\/p><p><strong>Das A400M-Desaster<\/strong><\/p><p>Die Bundeswehr soll es richten, doch sie kann es ganz offensichtlich nicht. Kein Wunder, schlie&szlig;lich habe die Politik die Truppen totgespart, so raunt der Bl&auml;tterwald. Doch diese Erkl&auml;rung greift viel zu kurz. Richtig ist, dass die Transall ein veraltetes Modell ist und die aktiven Maschinen im Dienst der deutschen Streitkr&auml;fte aufgrund ihres Alters sehr wartungsintensiv sind. Das hat jedoch nichts mit dem Wehretat zu tun. Liefe bei der Bundeswehr alles nach Plan, w&auml;re die Transall schon zur Jahrtausendwende ausgemustert und gegen ihren designierten Nachfolger, den Airbus A400M, ausgetauscht worden. Die Planungen f&uuml;r dieses Nachfolgemodell begannen bereits in den 80er Jahren, doch zwischendurch kam der Bundeswehr durch die Aufl&ouml;sung des Warschauer Pakts der Feind abhanden und man musste die &bdquo;Entwicklung dem neuen Aufgabenspektrum anpassen&ldquo;, wie es auf milit&auml;r-deutsch so sch&ouml;n hei&szlig;t. <\/p><p>Sicher, man h&auml;tte schon damals die Zeichen der Zeit erkennen und einen Teil der Friedensdividende nutzen k&ouml;nnen, um zusammen mit der Ukraine ein wesentlich kosteng&uuml;nstigeres Nachfolgemodell auf Basis der Anotonov An-70 zu verwirklichen &ndash; dies hatte 1997 der damalige Verteidigungsminister Volker R&uuml;he <a href=\"http:\/\/www.flightglobal.com\/news\/articles\/german-move-destablises-fla-26403\/\">erwogen<\/a>. Doch sein Nachfolger Rudolf Scharping wollte im Einklang mit den deutschen R&uuml;stungslobbyisten davon nichts mehr wissen und schusterte dem Airbus-Konsortium den gesamten Auftrag zu. Scharpings Nachfolger Peter Struck beging den zweiten Kardinalfehler, als er 2003 dem Wunsch der R&uuml;stungslobby nachgab und zustimmte, dass auch das Triebwerk f&uuml;r die A400M von einem europ&auml;ischen Konsortium entwickelt und gebaut werden sollte, obgleich das Unternehmen Pratt&amp;Whitney Canada bereits &uuml;ber eine fast marktreife <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Pratt_%26_Whitney_Canada_PW800\">Alternative<\/a> verf&uuml;gte. Nun musste erst einmal dieses Konsortium mit dem Namen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europrop_International\">Europrop International<\/a> mit verteilten Verwaltungs-, Entwicklungs- und Produktionsst&auml;tten den vier L&auml;ndern, die am Airbus A400M beteiligt sind, gegr&uuml;ndet werden und sich dann in europ&auml;ischer Gr&uuml;ndlichkeit an die Arbeit machen. Es kam, wie es kommen musste. Beim A400M passte nichts zusammen, vor allem die Triebwerke und die Triebwerkssoftware machten Probleme. Bis 2010 sind zum Festpreis von 20 Milliarden Euro bereits Mehrkosten in H&ouml;he von 11,3 Milliarden Euro <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/posse-um-a400m-airbus-stellt-europaeischen-regierungen-ultimatum-a-670176.html\">aufgelaufen<\/a>  &ndash; rund die H&auml;lfte davon soll auf die Triebwerke zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein. Der Termin Serienfertigung des A400M verschob sich von Jahr zu Jahr und h&auml;tte man seitens der Bundeswehr nicht die Anforderungen an das Projekt zur&uuml;ckgestutzt, w&auml;re man wahrscheinlich heute noch in der Entwicklungsphase. Nun soll die Bundeswehr im November diesen Jahres mit sechs Jahren Versp&auml;tung ihren ersten A400M bekommen und bis 2020 soll der Austausch der alten Transalls abgeschlossen sein. Bis dahin m&uuml;ssen wohl oder &uuml;bel die betagten Transportflugzeuge noch im Dienst bleiben Pannen in Serie produzieren.<\/p><p>Das A400M-Desaster zeigt vor allem eines &ndash; die Pannenserie hat nichts, aber auch gar nichts, mit einem angeblich zu geringen Verteidigungsetat zu tun. Im Gegenteil! H&auml;tte man schon zu Scharpings Zeiten eine genauere Kosten-Nutzen-Rechnung aufgestellt, w&auml;re der Bundeswehr das ganze Problem wom&ouml;glich erspart geblieben und man h&auml;tte bereits heute die Transalls gegen ein preiswertes Nachfolgemodell eines westeurop&auml;isch-ukrainischen oder westeurop&auml;isch-russischen Konsortiums ausgetauscht. Es kam anders. Man warf das Geld mit beiden H&auml;nden zum Fenster heraus und bekam ein fliegendes Luftschloss mit unbestimmtem Fertigstellungstermin. <\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140929_hwt_infografik-waffen-bundeswehr-bedingt-abwehrbereit.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: FAZ<\/p><p><strong>Hubschrauber am Boden<\/strong><\/p><p>Ganz &auml;hnliche Probleme, sind auch f&uuml;r die mangelnde &bdquo;Einsatzbereitschaft&ldquo; der verschiedenen Hubschraubermodelle zu analysieren. Der &bdquo;Tiger&ldquo; wurde zu Zeiten des Kalten Kriegs geplant, vom Airbus-Konsortium gebaut, mehrfach neu konzeptioniert und zu sp&auml;t, zu teuer und technisch unausgereift an die Bundeswehr &uuml;bergeben. Die hohen Ausfallzahlen sind jedoch nur zum Teil auf Wartung und Reparatur zur&uuml;ckzuf&uuml;hren &ndash; auch die Modelle, die zu Schulungszwecken eingesetzt werden und die Exemplare, die in Afghanistan eingesetzt wurden und nun zur&uuml;ck transportiert werden, z&auml;hlen &bdquo;offiziell&ldquo; zu den einsatzbereiten Maschinen. &Auml;hnlich verh&auml;lt es sich beim NH90, der derart versp&auml;tet fertiggestellt wurde, dass sich die bereits &uuml;bergebenen Exemplare immer noch in der Erprobungsphase befinden. Die Vorg&auml;ngermodelle &bdquo;Sea Lynx&ldquo; und &bdquo;Sea King&ldquo; m&uuml;ssten also weiter ihren Dienst tun. Tun sie aber nicht &ndash; erst vor wenigen Wochen mussten s&auml;mtliche Hubschrauber vom Typ &bdquo;Sea Lynx&ldquo; zur&uuml;ck in die Werkstatt, da man Risse in der Au&szlig;enhaut festgesellt hat. Und auch die alten &bdquo;Sea Kings&ldquo; m&uuml;ssen meist am Boden bleiben, da man einen Teil der Ersatzteillogistik bereits aufgegeben hat &ndash; schlie&szlig;lich sollte, so der Plan, die alten Hubschrauber ja eigentlich l&auml;ngst durch die neuen NH90 ersetzt worden sein. Auch die Probleme der Hubschrauberflotte haben also nichts, aber auch gar nichts, mit einem zu niedrigen Verteidigungsetat zu tun. Planungsfehler und die Inkompetenz der Hersteller sind vielmehr der V&auml;ter und M&uuml;tter der j&uuml;ngsten Serie von Pleiten, Pech und Pannen. Ganz &auml;hnlich verh&auml;lt es sich &uuml;brigens bei den Kampfjets vom Typ &bdquo;Eurofighter&ldquo;.<\/p><p><strong>Engp&auml;sse bei der Marine<\/strong><\/p><p>Ein zumindest in Teilen anderes Bild ergibt sich bei der Bundesmarine. Auch hier wurden und werden die neuen Modelle zu sp&auml;t, zu teuer und technisch unausgereift an die Truppe &uuml;bergeben. Bei den &Uuml;ber- und Unterwassereinheiten der Marine geh&ouml;rt eine l&auml;ngere Instandhaltungs- und Wartungsphase jedoch zur Normalit&auml;t. So sollen laut FAZ drei der f&uuml;nf Korvetten und drei der vier U-Boote angeblich nicht einsatzbereit sein. Stimmt das &uuml;berhaupt? Richtig ist, dass momentan drei Korvetten nach langen Einsatzfahrten f&uuml;r Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten im Dock bzw. in der Werft liegen. Auch hier hat der Ausfall jedoch nichts mit einer Unterfinanzierung, sondern vielmehr mit einer au&szlig;ergew&ouml;hnlich hohen Belastung in den letzten Jahren und technischen Fehlern bei den neuen Modellen zu tun, die dem Hersteller anzulasten sind. Und bei den U-Booten kommt ein weiteres Problem ins Spiel &ndash; die Bundesmarine hat momentan aufgrund von Nachwuchsproblemen gar nicht die n&ouml;tige <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/info\/sendungen\/streitkraefte_und_strategien\/streitkraeftesendemanuskript476.pdf\">Mannschaftsst&auml;rke [PDF &ndash; 155 KB]<\/a>, um die gesamte Flotte einsatzbereit zu halten. In der Admiralit&auml;t denkt man sogar schon dar&uuml;ber nach, ein U-Boot, das man ohnehin nicht mit Personal best&uuml;cken kann, an Polen zu verleasen. Wie viele andere &bdquo;Ausf&auml;lle&ldquo; nicht technischer Natur, sondern einzig und allein Folgen eines Personalmangels &ndash; vor allem bei den Mannschaftsdienstgraden und den Unteroffizieren &ndash; sind, ist schwer zu sagen. Dies ist der Preis f&uuml;r die Abschaffung der Wehrpflicht und hat ebenfalls nicht, aber auch gar nichts, mit dem Verteidigungsetat zu tun.<\/p><p><strong>Leitartikel aus einem Paralleluniversum<\/strong><\/p><p>Diametral anders sehen dies &ndash; wie leider zu erwarten- die Leitartikler der gro&szlig;en Zeitungen. So schreibt beispielsweise Johannes Leith&auml;user in der FAZ: <\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Diese Materialkrise h&auml;tte die Bundeswehr kaum zu einem g&uuml;nstigeren Zeitpunkt treffen k&ouml;nnen: Das sicherheitspolitische Empfinden in Deutschland ist durch die Gewalt im Nahen Osten und in der Ukraine gereizt wie nie seit dem 11. September 2001, der Willen zur Zusammenarbeit in R&uuml;stungsvorhaben und milit&auml;rischen Eins&auml;tzen in der Nato st&auml;rker denn je seit dem Ende des Kalten Krieges&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/maengel-bei-der-bundeswehr-zur-sanierung-verdammt-13180682.html\">FAZ<\/a><\/p><p>&Auml;hnlich sieht dies Thomas Straubhaar in der WELT:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Das Spardiktat der letzten Jahre hat zu einer strukturellen Unterfinanzierung gef&uuml;hrt. F&uuml;r eine zeitgem&auml;&szlig;e, nachhaltige Modernisierung fehlt das Geld an allen Ecken und Enden.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article132766177\/Europa-braucht-endlich-eine-gemeinsame-Armee.html\">WELT<\/a> <\/p><p>Dies sind nur zwei Beispiele von vielen. Interessant ist, dass vor allem die Zeitungen, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Staatsausgaben reduzieren wollen, ausgerechnet beim Verteidigungsetat eine Ausnahme machen. Das passt nat&uuml;rlich ganz hervorragend in das transatlantisch gepr&auml;gte Bild, das genau diese Bl&auml;tter auf sicherheits- und au&szlig;enpolitischer Ebene pr&auml;gt. Die hier geschilderten Beispiele sollten jedoch klipp und klar zeigen, dass die j&uuml;ngst gemeldeten M&auml;ngel gerade eben nichts mit einem vermeintlichen &bdquo;Spardiktat&ldquo; zu tun haben, sondern hausgemacht sind.<\/p><p>Es ist jedoch auch an der Zeit, hier einmal grunds&auml;tzliche Fragen zu stellen. Warum braucht die Bundeswehr eigentlich immer ausgefeiltere High-Tech-L&ouml;sungen? Wof&uuml;r braucht die Bundesmarine beispielsweise gleich sechs hypermoderne Brennstoffzellen-U-Boote der Klasse 212 A zum St&uuml;ckpreis von mehr als 400 Millionen Euro? Warum bestellt die Bundesmarine vier waffensystemstrotzende Fregatten der Baden-W&uuml;rttemberg-Klasse zum St&uuml;ckpreis von 650 Millionen Euro und verschrottet gleichzeitig die Fregatten der Bremen-Klasse, die Mitte der 80er in Dienst gestellt wurden und immer noch voll seetauglich sind? Um Piraten in Schlauchbooten zu vertreiben oder ein Seeembargo zu &uuml;berwachen reichen die alten Schiffe vollkommen aus &ndash; auch wenn sie eigentlich f&uuml;r den Kalten Krieg konzipiert wurden. Sicher, die neuen Schiffe sind &bdquo;schicker&ldquo;, &bdquo;moderner&ldquo; und bieten allerlei High-Tech-Spielereien. Es kann aber nicht Aufgabe des Steuerzahlers sein, die Bubentr&auml;ume einiger Admir&auml;le und Gener&auml;le zu erf&uuml;llen. Die Bundeswehr ist nicht mehr eine Verteidigungsarmee, die sich gegen einen &uuml;berlegen ausger&uuml;steten Feind wappnen muss. Die neuen Feinde &ndash; zumindest nach Auffassung der Bundesregierung &ndash; haben keinen modernen Panzer oder Invasionsflotten, sondern Toyota-Pickups und Kalaschnikows. Selbst wenn man der irrigen &Uuml;berzeugung ist, man k&ouml;nne diese asymmetrischen Kriege milit&auml;risch gewinnen, braucht man daf&uuml;r sicher keine milliardenteuren High-Tech-Systeme. Dies sehen die Lobbyisten der R&uuml;stungsindustrie freilich anders. Aber das kann und darf in einer Demokratie eigentlich keine Entscheidungsgrundlage sein.<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/0db95add648546f48f2a80accb7370dd\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Wochen verging kaum ein Tag, an dem die Bundeswehr keine neue Panne oder keinen neuen Ausr&uuml;stungsmangel vermeldete. Wie bestellt wurden diese Hiobsbotschaften von Leitartikeln in den &uuml;blichen verd&auml;chtigen Zeitungen begleitet, um direkt oder indirekt mehr Geld f&uuml;r den Verteidigungsetat zu fordern. Ein abgekartetes Spiel? Ja und nein. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist<\/em><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23446\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,107,172,127,11],"tags":[1211,358,906,1210],"class_list":["post-23446","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-audio-podcast","category-aufruestung","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-strategien-der-meinungsmache","tag-airbus","tag-bundeswehr","tag-ruestungsindustrie","tag-scharping-rudolf"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23446","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23446"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23446\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23456,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23446\/revisions\/23456"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23446"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23446"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23446"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}