{"id":23472,"date":"2014-10-02T17:46:42","date_gmt":"2014-10-02T15:46:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472"},"modified":"2014-10-02T18:48:35","modified_gmt":"2014-10-02T16:48:35","slug":"hinweise-des-tages-ii-169","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB,WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472#h01\">Jakob von Weizs&auml;cker: Schlafwandelnd an den europ&auml;ischen Abgrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472#h02\">TTIP &ndash; Gefahr f&uuml;r die Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472#h03\">Heribert Prantl: Fl&uuml;chtlingsschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472#h04\">Klagen wegen Atomausstieg &ndash; Kettenreaktion vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472#h05\">Ehemalige sowjetische Kriegsgefangene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472#h06\">Gerhard Schr&ouml;der: &bdquo;Ich bin stolz, ein Russland-Versteher zu sein&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472#h07\">&ldquo;Tagesthemen&rdquo;-Moderator Thomas Roth entschuldigt sich on Air f&uuml;r Ukraine-Patzer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472#h08\">DIW: Die deutsche Wiedervereinigung ist auch ein wirtschaftlicher Erfolg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472#h09\">Hinweis: B&uuml;rgerschaftliche Konferenz &ndash; NSU im Staat!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472#h10\">M&uuml;nklers Lehrst&uuml;ck vom Gro&szlig;en Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472#h11\">Erg&auml;nzung zum Leserbrief: Ein neuer Nato-Generalsekret&auml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472#h12\">NachDenkSeiten erscheinen aufgrund des Tags der Deutschen Einheit erst am Montag, dem 6. Oktober wieder<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23472&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jakob von Weizs&auml;cker: Schlafwandelnd an den europ&auml;ischen Abgrund <\/strong><br>\nWer heute morgen die Informationen am Morgen des Deutschlandfunks geh&ouml;rt hat, wurde Zeuge, dass auch einer der bekanntesten sozialdemokratischen &Ouml;konomen trotz Massenarbeitslosigkeit in Frankreich, der daraus resultierenden St&auml;rkung Le Pens und &auml;hnlichen Entwicklungen in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern nichts weiter einf&auml;llt, als gegen die vermeintliche &ldquo;Schuldenmacherei&rdquo; Frankreichs zu Felde zu ziehen. Jakob von Weizs&auml;cker ist damit nicht nur ein weiterer Wegbereiter Le Pens. Ein Blick zur&uuml;ck zeigt auch, dass von Weizs&auml;cker seit 2011 &ndash; als die EU unter deutscher F&uuml;rsprache die Politik einleitete, die der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion die historisch hohen Arbeitslosenzahlen bescherte &ndash; nichts dazugelernt hat, ja, einer der intellektuellen Wegbereiter auch dieser Katastrophe war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/10\/jakob-von-weizacker-schlafwandelnd-an-den-europaischen-abgrund\/#sthash.I6usCAeE.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>TTIP &ndash; Gefahr f&uuml;r die Demokratie<\/strong><br>\nUnter dem Motto &bdquo;TTIP &ndash; Gefahr f&uuml;r die Demokratie!&ldquo; veranstaltete der ver.di Bezirk Essen am 25.9.2014 im Essener Gewerkschaftshaus eine &ouml;ffentliche Diskussions- und Informationsveranstaltung zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU.<br>\nAls Referenten wirkten mit\n<ul>\n<li>der K&ouml;lner Publizist Werner R&uuml;gemer<\/li>\n<li>der Essener EU-Abgeordnete Jens Geier, SPD<\/li>\n<\/ul>\n<p>Videomitschnitte dieser Veranstaltung auf YouTube:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/youtu.be\/tkG33PFMkk4\">Teil 1: Vortrag von Werner R&uuml;gemer &gt; 24 min.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/youtu.be\/TjCRTEhmS-I\">Teil 2: Vortrag von Jens Geier &gt; 15 min.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/youtu.be\/lPs7mek3xu4\">Teil 3: Ausschnitte aus der Diskussion &gt; 20 min.<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/verdi.Essen\">ver.di facebook.com<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Heribert Prantl: Fl&uuml;chtlingsschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe<\/strong><br>\nTrotz hoher Fl&uuml;chtlingszahlen, trotz besch&auml;mender Not in den Aufnahmelagern: Der Bund will an seiner Politik nichts &auml;ndern. Das kann so nicht bleiben&hellip;<br>\nDer Bund trachtet bei seiner Fl&uuml;chtlingspolitik vor allem nach zwei Dingen. Erstens danach, m&ouml;glichst wenig Aufnahme- und m&ouml;glichst viel Abwehrpolitik zu betreiben. Und zweitens danach, die Kosten f&uuml;r die Aufnahme und Schutz der Fl&uuml;chtlinge m&ouml;glichst nach unten, auf die L&auml;nder und die Gemeinden abzuw&auml;lzen.<br>\nDas soll offenbar so bleiben &ndash; trotz der hohen Fl&uuml;chtlingszahlen, trotz der dr&auml;ngenden Probleme, trotz der besch&auml;menden Not in den Aufnahmelagern. Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re hat soeben verk&uuml;ndet, dass der Bund den L&auml;ndern bei der Finanzierung der Fl&uuml;chtlingsheime nicht unter die Arme greifen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/asylbewerberheime-fluechtlingsschutz-ist-eine-gemeinschaftsaufgabe-1.2153205\">SZ<\/a>\n<p>Siehe dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/uebergriffe-auf-asylbewerber-in-nrw-nachts-suchte-der-ss-trupp-streit-1.2155608\">Nachts suchte der &ldquo;SS-Trupp&rdquo; Streit<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Klagen wegen Atomausstieg &ndash; Kettenreaktion vor Gericht <\/strong><br>\nNach RWE fordert nun auch Eon Schadensersatz von der Regierung, weil mit dem Ausstieg Gewinne aus der Atomenergie weggebrochen sind. Setzen sich die gro&szlig;en Energiekonzerne durch, k&ouml;nnte das die deutschen Steuerzahler Hunderte Millionen Euro kosten&hellip;<br>\nEon fordert 380 Millionen Euro Schadenersatz von der Bundesregierung. Begr&uuml;ndung: Entgangene Gewinne durch die Stromproduktion der Reaktoren. Der Konkurrent RWE hatte in einer &auml;hnlichen Klage bereits 235 Millionen Euro eingefordert&hellip;<br>\nMit milliardenschweren Klagen gingen die AKW-Betreiber vor mehreren Gerichten bereits gegen die sp&auml;tere Entscheidung zum endg&uuml;ltigen Ausstieg vor. Sie fordern 15 Milliarden Euro Schadenersatz von der Regierung. Dabei geht es um die Frage, ob es sich um einen unzul&auml;ssigen Eingriff in die Eigentumsrechte der Unternehmen handelt. Der schwedische Vattenfall-Konzern hatte die Bundesregierung zudem vor ein internationales Schiedsgericht in Washington zitiert und dort etwa drei Milliarden Euro wegen der vorzeitigen Stilllegung der beiden Atommeiler Kr&uuml;mmel und Brunsb&uuml;ttel gefordert. Anfang 2015 rechnet die Branche mit ersten Entscheidungen. Der Ausgang ist laut Fachleuten&nbsp;offen.<br>\nDoch auch bei diesen Verfahren soll es offenbar nicht bleiben. Die Konzerne wollen weiter gehen und nehmen nun auch noch die Zusatzkosten ins Visier, die ihnen in den n&auml;chsten Jahren bei der Suche und Ert&uuml;chtigung von deutschen Atomm&uuml;lllagern drohen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/klagen-wegen-atomausstieg-kettenreaktion-vor-gericht-1.2155833\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So sehen die Konzerne die Lastenverteilung: Die Gewinne aus dem Normalbetrieb werden kassiert, passiert ein Ungl&uuml;ck zahlt der Staat und damit der Steuerzahler und f&uuml;r die Endlagerung ist auch die Allgemeinheit zust&auml;ndig.<br>\nSollten die AKW-Betreiber vor Gericht ihre Anspr&uuml;che durchsetzen, so darf man sicher sein, dass es einen Deal gibt, wonach die &Ouml;ffentliche Hand f&uuml;r den R&uuml;ckbau der AKW und f&uuml;r die Endlagerung der Abf&auml;lle zahlen soll.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ehemalige sowjetische Kriegsgefangene<\/strong><br>\nDie Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen dringt auf eine &bdquo;Anerkennung der an den ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen begangenen Verbrechen als nationalsozialistisches Unrecht&ldquo; sowie auf eine &bdquo;Gew&auml;hrung eines symbolischen finanziellen Anerkennungsbetrages f&uuml;r diese Opfergruppe&ldquo;. In einem Antrag (18\/2694) fordert die Fraktion die Bundesregierung auf, den &uuml;berlebenden sowjetischen Kriegsgefangenen einmalig einen &bdquo;individuellen Anerkennungsbetrag f&uuml;r das erlittene NS-Unrecht in H&ouml;he von 2.500 Euro im Rahmen einer eigenst&auml;ndigen au&szlig;ergesetzlichen Regelung zu verschaffen&ldquo;&hellip;<br>\nDer Bundestag soll dem Antrag zufolge &bdquo;das schwere Unrecht, das an den sowjetischen Kriegsgefangenen begangen wurde, ausdr&uuml;cklich als nationalsozialistisches Unrecht&ldquo; anerkennen. Wie die Fraktion schreibt, z&auml;hlen die sowjetischen Kriegsgefangenen &bdquo;zu einer der gr&ouml;&szlig;ten Opfergruppen nationalsozialistischer Verbrechen im Zweiten Weltkrieg&ldquo;. Bis 1945 seien in deutschen Gewahrsam von insgesamt 4,5 bis sechs Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen mehr als 60 Prozent gestorben. Die Ursache f&uuml;r den Tod so vieler Menschen seien nicht die &bdquo;allgemeinen Kriegsumst&auml;nde&ldquo; oder die mangelnde Versorgung gewesen. Vielmehr seien Tod und Vernichtung in den Lagern vom NS-Regime billigend in Kauf genommen worden und damit Folge der nationalsozialistischen Ideologie gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_10\/-\/333092\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Kaum 70 Jahre danach, wird schon wieder ein Feindbild gegen Russland aufgebaut.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gerhard Schr&ouml;der: &bdquo;Ich bin stolz, ein Russland-Versteher zu sein&ldquo;<\/strong><br>\nDer Ex-Kanzler zur Begr&uuml;ndung: &bdquo;Dialog bedeutet nicht Kritiklosigkeit.&ldquo; Und: &bdquo;Nur wer miteinander spricht und wer zuh&ouml;rt, der kann die Position des anderen verstehen, auch wenn er sie vielleicht nicht teilt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/russland\/alt-kanzler-gerhard-schroeder-ich-bin-stolz-ein-russland-versteher-zu-sein-37962280.bild.html\">Bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dort k&ouml;nnen Sie die ganze Rede von Schr&ouml;der nachlesen. Sie sind dann nicht auf die Schnitzeljagden von Kritikern etwa auf diese Rede angewiesen, siehe etwa in <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.de\/2014\/10\/01\/schroeder-putin-versteher_n_5917860.html\">The Huffington Post<\/a>; siehe auch Springers Welt, die Schr&ouml;der gleich zu einem <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article132832807\/Putin-verstehen-wie-es-nur-Gerhard-Schroeder-kann.html\">&bdquo;Putin-Unterst&uuml;tzer&ldquo;<\/a> erkl&auml;rt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Tagesthemen&rdquo;-Moderator Thomas Roth entschuldigt sich on Air f&uuml;r Ukraine-Patzer<\/strong><br>\nSo langsam entwickelt sich Ukraine-Berichterstattung der ARD tats&auml;chlich zu einem PR-Desaster. Nach der Kritik des ARD-Programmbeirats und den leicht missratenen Blog-Erkl&auml;rungen von ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke, sahen sich nun die &ldquo;Tagesthemen&ldquo; gezwungen, einen Bericht vom 20. Mai zur&uuml;ckzuziehen. Sprecher Thomas Roth hat sich sogar in der gestrigen Sendung entschuldigt. Eine Seltenheit bei den &ouml;ffentlich-rechtlichen Nachrichten.<br>\nKonkret geht es um einen Beitrag aus der Sendung vom 20. Mai 2014. Darin hatte Moskau-Korrespondent Udo Lielischkies &uuml;ber den Tod von zwei Anwohnern in Krasnoarmeysk berichtet, die durch die &ldquo;Kugeln der neuen Machthaber&rdquo; gestorben sein sollen. Diese Darstellung musste der Korrespondent nun &ldquo;nach erneuter Recherche&ldquo; korrigieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/10\/02\/tagesthemen-moderator-thomas-roth-entschuldigt-sich-on-air-fuer-ukraine-patzer\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auf seine andauernde einseitige Moderation zu Lasten Russlands und vor allem Putins ging Roth allerdings nicht ein. Er meint wohl, dass mit der Einr&auml;umung einer einzigen Falschmeldung die Ausgewogenheit der Berichterstattung und vor allem der Kommentierung in den Tagesthemen wieder hergestellt w&auml;re.<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu auch <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/berliner-republik\/ukraine-fehler-der-ard-nur-eine-halbe-entschuldigung\/58302\">Cicero: Nur eine halbe Entschuldigung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>DIW: Die deutsche Wiedervereinigung ist auch ein wirtschaftlicher Erfolg<\/strong><br>\nIn vielen Bereichen kommt der Aufholprozess Ostdeutschlands nur noch langsam voran. Zwar wuchs die Wirtschaftsleistung pro Kopf lange Zeit im Osten schneller als im Westen. Immer noch liegt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Westen jedoch deutlich h&ouml;her. Der Osten erreicht 71 Prozent des westdeutschen Niveaus. Die Produktivit&auml;t pro Erwerbst&auml;tigen betr&auml;gt im Osten etwa 79 Prozent des Westniveaus. &Uuml;berraschend gut gelungen ist hingegen die Re-Industrialisierung des Ostens: Beim Anteil der Industrie an der gesamten Bruttowertsch&ouml;pfung liegt Ostdeutschland heute zwar hinter dem Westen, aber mittlerweile im Durchschnitt der Europ&auml;ischen Union, vor Frankreich, Spanien und Gro&szlig;britannien.<br>\nDie Arbeitslosigkeit bleibt in Ostdeutschland weiter h&ouml;her als im Westen. Zwar sinkt sie, zum Teil jedoch aufgrund der Bev&ouml;lkerungsentwicklung. Im Schnitt erzielen Ostdeutsche etwa 83 Prozent des durchschnittlichen verf&uuml;gbaren Einkommens der Westdeutschen. Bei den Verm&ouml;gen ist der Abstand deutlich gr&ouml;&szlig;er: Das durchschnittliche Nettoverm&ouml;gen in Ostdeutschland stieg zwar seit 1993 um drei Viertel und damit deutlich st&auml;rker als im Westen, wo der Zuwachs rund ein F&uuml;nftel betrug. Nach neuesten Zahlen von 2013 erreichen die ostdeutschen Haushalte aber nur etwa 44 Prozent des Verm&ouml;gens der Westdeutschen. W&auml;hrend ein westdeutscher Haushalt im Durchschnitt etwa 153 200 Euro Verm&ouml;gen besitzt, k&ouml;nnen ostdeutsche Haushalte nur auf 67 400 Euro zur&uuml;ckgreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.483719.de\">DIW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> An dieser Pressemitteilung zeigt sich der wirtschaftspolitische Riss, der durch das DIW geht. Der neue, neoliberale Chef Marcel Ratzscher bestimmt die &Uuml;berschrift, da k&ouml;nnen die Wissenschaftler des DIW noch so viele Ergebnisse ermitteln, die der Meinung des Chefs widersprechen. Man wird k&uuml;nftig beim DIW sehr genau darauf achten m&uuml;ssen, wer f&uuml;r eine Studie verantwortlich zeichnet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hinweis: B&uuml;rgerschaftliche Konferenz &ndash; NSU im Staat!<\/strong><br>\nDrei Jahre nach dem Auffliegen der Terrororganisation &bdquo;Nationalsozialistischer Untergrund&ldquo; (NSU) laden die AnStifter e.V. in Kooperation mit der internationalen Liga f&uuml;r Menschenrechte  und der Neuen Richtervereinigung am 8. November 2014 zu einer Konferenz ein, um die Konsequenzen zu diskutieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-anstifter.de\/veranstaltungen\/buergerschaftlicher-staats-tuev-drei-jahre-nach-dem-auffliegen-des-nsu-was-hat-sich-am-staat-geaendert-was-muessen-wir-verlangen\/\">Die AnStifter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>M&uuml;nklers Lehrst&uuml;ck vom Gro&szlig;en Krieg<\/strong><br>\nHerfried M&uuml;nkler gilt als Geschichtsrevisionist, der die unter anderem von Fritz Fischer gut begr&uuml;ndete Erkenntnis von der Hauptverantwortung deutscher Machteliten an der Entfesselung des Ersten Weltkriegs aus den K&ouml;pfen der Menschen verbannen will. Im Duett mit seinem Bruder im Geiste, Christopher Clark, &uuml;bernimmt er gern die Rolle des Spa&szlig;machers und schl&uuml;pft in die Maske eines &raquo;marxistischen Imperialismustheoretikers&laquo;. Dieser w&uuml;rde doch mit seiner Marotte, &raquo;den Imperialismus der europ&auml;ischen M&auml;chte als Kriegsursache&laquo; herauszustellen, die Verantwortung am Krieg immer schon &raquo;allen damaligen Akteuren zu gleichen Teilen&laquo; zuweisen. Im Abendprogramm f&uuml;r die Erwachsenen werden M&uuml;nklers Scherze auch schon einmal deftiger. So geh&ouml;re zwar der Eindruck der deutschen Invasionstruppen in Belgien, sie w&uuml;rden dauernd von zivilen Heckensch&uuml;tzen aus dem Hinterhalt beschossen, zu den &raquo;Phantasien verunsicherter Soldaten&laquo;, die das h&auml;ufige n&auml;chtliche friendly fire nicht richtig einordnen konnten. An den daraufhin erfolgten massenhaften Geiselerschie&szlig;ungen und Angriffen auf Zivilisten tr&uuml;gen aber die Belgier deshalb eine Mitschuld, weil sie es vers&auml;umt hatten, ihre Garde civique in ordentliche, das hei&szlig;t gen&uuml;gend milit&auml;risch ausschauende Uniformen zu stecken&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/542d2b0651880\/1.phtml\">Hans Otto R&ouml;&szlig;er in Ossietzky<\/a>\n<p>Siehe dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20768\">Hans Otto R&ouml;&szlig;er: Die &bdquo;von uns proklamierte Sicht&ldquo; &ndash; oder: Vom Wei&szlig;waschen deutscher &bdquo;Machteliten&ldquo; und vom Anschw&auml;rzen ihrer Kritiker<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a>Erg&auml;nzung zum <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23452\">Leserbrief: Ein neuer Nato-Generalsekret&auml;r<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die operative NATO-F&uuml;hrungsstruktur, die im Leserbrief aufgegriffen wird, ist seit 2002 mehrgleisig. Neben dem im Brief angesprocheneren SACEUR gibt es noch den SACT (Supreme Allied Commander Transformation). W&auml;hrend der SACEUR &ndash; wie im Brief thematisiert &ndash; stets ein amerikanischer General oder Admiral ist, ist der SACT immer ein Franzose. Dies war der Preis daf&uuml;r, dass Frankreich wieder in die integrierte NATO-Kommandostruktur zur&uuml;ckgekehrt ist. Die Vergabe dieser Posten ist &uuml;brigens ein Kuhhandel, der stark an die Chefposten beim IWF (immer ein Europ&auml;er) und der Weltbank (immer ein US-Amerikaner) erinnert. Briten und Deutsche sind &uuml;brigens auch in den NATO-Posten-Kuhandel integriert &ndash; sie stellen u.a. stets den Stellvertreter des SACEUR, den DSACEUR. Die Europ&auml;er stellen &uuml;brigens auch &ndash; auch das Teil des Kuhhandels &ndash; stets den NATO-Generalsekret&auml;r. Der Eindruck, dass die US-Amerikaner stets die &bdquo;wichtigen&ldquo; Posten innehaben und die Europ&auml;er nur die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit machen d&uuml;rfen, entspricht somit nicht der Realit&auml;t. Missverst&auml;ndlich ist auch die Formulierung, der SACEUR w&uuml;rde seine &bdquo;Weisungen&ldquo; vom US-Verteidigungsministerium bekommen. Das ist bezogen auf seine NATO-Aufgaben falsch. Dort &bdquo;untersteht&ldquo; er dem NATO-Milit&auml;rausschuss, an dessen Spitze ebenfalls ein &bdquo;Nicht-US-Amerikaner&ldquo; steht. Momentan ist dies Knud Barrels, ein d&auml;nischer General. Das &auml;ndert jedoch nichts an der Grundaussage des Leserbriefs. Egal ob es sich um den SACEUR, den SACT, die Mitglieder des NATO-Milit&auml;rausschusses oder andere hochrangige Positionen handelt &ndash; all diese Personen sind wichtiger als der NATO-Generalsekret&auml;r und in der &Ouml;ffentlichkeit komplett unbekannt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hinweis an unsere Leserinnen und Leser: Die NachDenkSeiten erscheinen aufgrund des Tags der Deutschen Einheit erst am Montag, dem 6. Oktober wieder.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB,WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23472","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23472","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23472"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23472\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23480,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23472\/revisions\/23480"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23472"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23472"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23472"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}