{"id":23497,"date":"2014-10-07T09:11:32","date_gmt":"2014-10-07T07:11:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497"},"modified":"2014-10-07T09:11:32","modified_gmt":"2014-10-07T07:11:32","slug":"hinweise-des-tages-2227","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h01\">Wirtschaftskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h02\">Von der Leyens Feldherrenall&uuml;ren sind unverantwortlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h03\">IS\/Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h04\">Auftragseingang im August 2014: saisonbereinigt &ndash; 5,7 % zum Vormonat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h05\">EU handelt sich Drecks&ouml;l ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h06\">Merkel steuert Wirtschaft zielsicher in die Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h07\">Cum-Ex-Gesch&auml;fte &ndash; Tricks und T&auml;uschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h08\">BA-Chef Frank-J&uuml;rgen Weise &bdquo;Der Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit braucht Zeit&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h09\">Zu den Meldungen &uuml;ber die Arbeitslosengeld II-Ausgaben des Bundes: Eine Milliarde Euro mehr?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h10\">Normenkontrollrat r&uuml;gt Regierung &ndash; Der Mindestlohn ist das teuerste Gesetz seit 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h11\">Wer dem Staat eine Grube gr&auml;bt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h12\">EU schl&auml;gt Versicherern Deal vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h13\">Fracking &ndash; Wie unabh&auml;ngig sind die Gutachter?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h14\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h15\">UNHCR: Nur wenige Fl&uuml;chtlinge leben in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h16\">Delikate Doppelrolle des Finanzministers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h17\">Henry Kissinger dr&auml;ngte 1976 auf einen US-Angriff auf Kuba<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h18\">Sigmar Gabriel zu Ceta &ndash; &ldquo;Wir wollen Nachverhandlungen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h19\">Bertelsmann &uuml;bernimmt Gruner + Jahr komplett<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h20\">Josef Joffe und Jochen Bittner scheitern gegen Die Anstalt (ZDF)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497#h21\">Das Letzte &ndash; Gr&uuml;ne wollen mehr sparen als Sch&auml;uble<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23497&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wirtschaftskrieg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Auftragseinbruch durch Sanktionen auf Krisenh&ouml;chstniveau<\/strong><br>\nDie Sanktionspolitik f&uuml;hrt im August dazu, dass die Auftragseing&auml;nge in Deutschland den st&auml;rksten Einbruch seit der Wirtschaftskrise 2009 verzeichnen<br>\nEs war zu erwarten, dass sich die Sanktionen gegen Russland und die Gegenma&szlig;nahmen zu deutlich st&auml;rkeren Konsequenzen f&uuml;hren, als uns die Politik und die Vertreter der Wirtschaft weismachen wollten.<br>\nHeute hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitgeteilt, dass die saison- und kalenderbereinigten Bestellungen im August 5,7% niedriger als im Vormonat ausgefallen sind. Das ist kein Zufall, da im Juli erstmals seit dem Kalten Krieg wieder direkte Sanktionen gegen Russland verh&auml;ngt wurden. Das wird auch dadurch deutlich, dass &ldquo;die Auftr&auml;ge aus dem Inland um 2,0 % und die Auslandsauftr&auml;ge um 8,4 % abgenommen&rdquo; haben.<br>\nGliedert man weiter zwischen Eurozone und dar&uuml;ber hinaus auf, kommen die Statistiker zu folgenden Ergebnissen. &ldquo;Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgesch&auml;fts lag der Auftragseingang aus der Eurozone um 5,7 % und der Auftragseingang aus dem restlichen Ausland um 9,9 % niedriger als im Vormonat.&rdquo; Vor allem Investitionsg&uuml;ter wurden von L&auml;ndern au&szlig;erhalb der Eurozone deutlich weniger bestellt, denn da fiel der R&uuml;ckgang sogar &ldquo;um 9,9 % niedriger als im Vormonat&rdquo; aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Auftragseinbruch-durch-Sanktionen-auf-Krisenhoechstniveau-2412020.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanznetzwerk SWIFT beugt sich nicht dem Druck<\/strong><br>\nMan werde aufgrund politischen Drucks nicht Russland oder Israel vom Netz abh&auml;ngen, teilte SWIFT mit<br>\nDas Europ&auml;ische Parlament hatte darauf gedrungen, im Zuge der h&ouml;her pokernden Sanktionspolitik Russland vom SWIFT-Netzwerk und damit von den internationalen Finanzstr&ouml;men auszuschlie&szlig;en . Darauf gedr&auml;ngt hatte auch die britische Regierung, die die EU-Regierungschefs zu diesem Schritt dr&auml;ngen wollte und die vermutlich auf Wunsch der US-Regierung gehandelt hat. Letztere hatte stets Druck auf die EU vor allem &uuml;ber die osteurop&auml;ischen Mitgliedsl&auml;nder ausge&uuml;bt, die Sanktionen zu versch&auml;rfen und ist immer kurz vor einem EU-Gipfel, auf dem dies beschlossen werden sollte, mit neuen Ma&szlig;nahmen vorangeschritten.<br>\nSWIFT, dessen Zentrale sich in Belgien befindet, teilte heute mit, dass sie sich dem Druck nicht beugen werde, &ldquo;Institutionen und ganze L&auml;nder von seinem Netzwerk abzuh&auml;ngen&rdquo;. Der Druck sei insbesondere im Hinblick auf Israel und Russland stark gewesen. SWIFT sei eine &ldquo;neutrale globale und kooperative Firma unter belgischem Recht&rdquo;. Sie sei ein ma&szlig;geblicher Provider f&uuml;r die Finanzindustrie und spiele eine entscheidende Rolle, den internationalen Handel aufrechtzuerhalten. Zwar k&ouml;nne man die Verpflichtungen von Kunden gegen&uuml;ber Sanktionen und anderen Regelungen erleichtern, aber man werde &ldquo;keine unilateralen Entscheidungen treffen, Institutionen von seinem Netzwerk als Folge politischen Drucks abzuh&auml;ngen&rdquo;. Man habe nicht das Recht, Sanktionen zu verh&auml;ngen.<br>\nSWIFT bedauert den Druck, sagt aber nicht, woher er kommt, macht aber klar, dass bei einer EU-Entscheidung oder einer solchen von zust&auml;ndigen Regierungen L&auml;nder und Institutionen vom Netzwerk durchaus ausgeschlossen werden k&ouml;nnen. Swift erf&uuml;lle als europ&auml;isches Unternehmen das Europ&auml;ische Recht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Finanznetzwerk-SWIFT-beugt-sich-nicht-dem-Druck-2412484.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Stillstand im Osten: Aussichten f&uuml;r ukrainische Wirtschaft verd&uuml;stern sich<\/strong><br>\nDie wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Konflikts sind offenbar gravierender als bislang gedacht. Die Weltbank korrigierte ihre Prognose nach unten und geht nun von einem Einbruch um acht Prozent aus. Die Zentralbank des Landes ist noch pessimistischer.<br>\nDie Wirtschaftsleistung der Ukraine wird in diesem Jahr laut einer Prognose der Weltbank um voraussichtlich acht Prozent einbrechen. Das sagte der Weltbank-Vertreter in der Ukraine, Qimiao Fan, in Kiew. Bisher hatte die Institution ein Minus von f&uuml;nf Prozent vorhergesagt.<br>\n&ldquo;Die Unterbrechung der wirtschaftlichen T&auml;tigkeit im Osten f&uuml;hrt zu einem st&auml;rkeren R&uuml;ckgang des Bruttoinlandsproduktes&rdquo;, begr&uuml;ndete Fan. Die umk&auml;mpften Regionen Donezk und Luhansk machten rund 16 Prozent der Wirtschaftsleistung und 27 Prozent der Exporte des Landes aus.<br>\nDie ukrainische Regierung hatte zuletzt einen Einbruch von sechs Prozent prognostiziert, der Internationale W&auml;hrungsfonds ging von 6,5 Prozent aus. Besonders pessimistisch ist die ukrainische Zentralbank, die einen R&uuml;ckgang von bis zu zehn Prozent f&uuml;r m&ouml;glich h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ukraine-wirtschaft-droht-noch-steilerer-absturz-a-995058.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Gleichzeitig hat Poroschenko angek&uuml;ndigt, den Milit&auml;retat auf mal eben 5% des BSP erh&ouml;hen zu wollen&hellip; Der Mann ist nicht nur ein harter Militarist, er redet auch wirr, wenn die wirtschaftlichen Voraussetzungen f&uuml;r seine angeblich geplante Aufr&uuml;stung so desastr&ouml;s sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Russland wird ost-ukrainische &ldquo;Volksrepubliken&rdquo; durchf&uuml;ttern m&uuml;ssen<\/strong><br>\nDas russische Ermittlungskomitee schreibt ukrainischen Verteidigungsminister wegen &ldquo;Kriegsverbrechen&rdquo; zur Fahndung aus. Kiew kontert mit gleichen Vorw&uuml;rfen<br>\nRussland h&auml;lt seinen Druck auf die Regierung in Kiew aufrecht. Am Donnerstag erkl&auml;rte Wladimir Putin auf der internationalen Investoren-Konferenz &ldquo;Russia calling!&rdquo;, die Ukraine k&ouml;nne ihre territoriale Integrit&auml;t nur erhalten, wenn sie die Rechte ihrer B&uuml;rger sichere. Nur wenn &ldquo;niemand wegen seiner Sprache oder seiner ethnischen Abstammung oder seinem Glauben&rdquo; diskriminiert werde, k&ouml;nne die Ukraine &ldquo;zu ihrer Einheit zur&uuml;ckkehren und die Entwicklung der &Ouml;konomie und des Sozialbereiches sicherstellen&rdquo;.<br>\nDass die B&uuml;rger in der Ost-Ukraine massiver Diskriminierung ausgesetzt sind, daran besteht in Moskau kein Zweifel. Immer h&auml;ufiger ist in russischen Medien die Rede von einem &ldquo;Genozid&rdquo; an der russischsprachigen Bev&ouml;lkerung in den selbsternannten &ldquo;Volksrepubliken&rdquo;.<br>\nAm Donnerstag gab das russische Ermittlungskomitee bekannt, man habe wegen &ldquo;Kriegsverbrechen&rdquo; den ukrainischen Verteidigungsminister Valeri Geletej, den Leiter des ukrainischen Generalstabes Viktor Muschenko und den Kommandeur der 25. ukrainischen Brigade Oleg Mikas zur internationalen Fahndung ausgeschrieben. Wenn Kiew die Fahndung nicht unterst&uuml;tze, werde man sich an &ldquo;internationale Justizorgane&rdquo; wenden. Das Ermittlungskomitee ist eine eigenst&auml;ndige staatliche Organisation, die parallel zur Generalstaatsanwaltschaft arbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42944\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Von der Leyens Feldherrenall&uuml;ren sind unverantwortlich<\/strong><br>\n&bdquo;Deutlicher kann man den Abgeordneten des deutschen Bundestages nicht demonstrieren, dass ihre Meinung von der Regierung als l&auml;stig empfunden wird. Diese Feldherrenall&uuml;ren sind fatal und wider das Grundgesetz&ldquo;, so Wolfgang Gehrcke, stellvertretender Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, zu Pl&auml;nen der Verteidigungsministerin, Bundeswehrsoldaten zur Drohnenaufkl&auml;rung in der Ostukraine sowie f&uuml;r ein Ausbildungszentrum im Nordirak in neue Auslandseins&auml;tze zu schicken. Dabei hatte Verteidigungsministerin von der Leyen offen gelassen, ob sie daf&uuml;r ein Bundestagsmandat f&uuml;r notwendig h&auml;lt. Gehrcke weiter:<br>\n&bdquo;Von der Leyen betreibt die Militarisierung der Au&szlig;enpolitik mit Penetranz. Sie verantwortet zusammen mit den Kabinettskollegen die Lieferung von Waffen in Spannungsgebiete und will jetzt deutsche Soldaten in die Ukraine und in den Nordirak entsenden. Frau von der Leyen wird mehr und mehr zur Kriegsministerin.<br>\nDie Verlegung einer Ausbildungsmission von Deutschland in den Irak hat mehr als nur eine symbolische Bedeutung. Mit dieser Entscheidung ist Deutschland mitten im Nahen Osten in einem Kampfeinsatz. Doch dieses Risiko interessiert von der Leyen nicht. Deutsche Soldaten in die Ukraine, genauer gesagt an die Westgrenze Russlands, zu entsenden, ist unverantwortlich. Geschichtsvergessener kann man nicht agieren.<br>\nDiese Bundesregierung handelt abenteuerlich und unsolide. Zudem agiert die Bundesregierung antiparlamentarisch. Kein Abgeordneter, der sein Mandat Ernst nimmt, kann dies akzeptieren. Ich fordere meine Abgeordnetenkollegen auf, gegen dieses Handeln der Bundesregierung zu protestieren und Widerstand zu leisten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/leyens-feldherrenallueren-sind-unverantwortlich\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider zielt die Kritik etwas an der Sache vorbei. Mag sein, dass von der Leyen hier vorprescht, aber letztendlich setzt von der Leyen nur das konkret um, was bereits auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, auch durch den Bundespr&auml;sidenten Gauck, ideologisch vorbereitet wurde und ganz im Sinne der transatlantisch orientierten Eliten und ihres ausf&uuml;hrenden Organs, Merkel, sein d&uuml;rfte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>IS\/Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Vormarsch der IS-Milizen  &ndash; &ldquo;Die T&uuml;rkei muss sich Sorgen machen&rdquo;<\/strong><br>\nDas Ziel der islamistischen Terrormiliz IS sei es, im Osten und Nordosten Syriens ein zusammenh&auml;ngendes Gebiet zu erobern, sagte der Terrorismusexperte Guido Steinberg im Deutschlandfunk. Wenn das geschehen sei, m&uuml;sse sich die T&uuml;rkei gr&ouml;&szlig;ere Sorgen machen, &ldquo;aber sie scheinen das nicht zu sehen&rdquo;.<br>\nDie T&uuml;rkei betreibe eine sehr ambivalente Politik gegen&uuml;ber der Terrormiliz IS, sagte der Terrorismusexperte Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Deutschlandfunk. In den Grenzgebieten, die die IS schon kontrolliere, k&ouml;nnten sich ihre K&auml;mpfer &uuml;ber die Grenze zur T&uuml;rkei zur&uuml;ckziehen und es k&ouml;nnten auch neue K&auml;mpfer f&uuml;r den IS &uuml;ber die Grenze einreisen.<br>\nDer Grund f&uuml;r diese Politik sei einerseits, dass es in der t&uuml;rkischen Politik immer noch den Glaubenssatz gebe, dass die kurdische PKK die wichtigste Terrororganisation sei, die es zu bek&auml;mpfen gelte. Zum anderen habe die  T&uuml;rkei die Vorg&auml;ngerorganisation des IS in Syrien, die Al-Nusra-Front unterst&uuml;tzt. Hilfen f&uuml;r die kurdischen K&auml;mpfer in Syrien, wie es sie f&uuml;r die irakischen Kurden gegeben habe, seien deshalb wohl ausgeschlossen. Die syrischen Kurden k&ouml;nnten nur hoffen, dass der Friedensprozess zwischen der T&uuml;rkei und der PKK vorankomme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/vormarsch-der-is-milizen-die-tuerkei-muss-sich-sorgen-machen.694.de.html?dram:article_id=298183\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein interessanter Beitrag, der die zweifelhafte Rolle der T&uuml;rkei beim Erstarken des IS beleuchtet. Erdogan m&ouml;chte unter allen Umst&auml;nden ein kurdisches Autonomiegebiet an der t&uuml;rkisch-syrischen Grenze verhindern. Da kommt der IS gerade recht. Wie den aktuellen Nachrichten zu entnehmen ist erfahren die kurdischen K&auml;mpfer in Kobane nur &auml;u&szlig;erst begrenzte Unterst&uuml;tzung durch Luftangriffe, so dass mit einem baldigen Fall der Stadt zu rechnen ist. Die USA wollen offenbar NATO-Mitglied T&uuml;rkei nicht allzu sehr ver&auml;rgern, befindet sich dort doch mit der Incirlik Air Base ihr wichtigstes Drehkreuz zur Versorgung der US-Streitkr&auml;fte in der Golf-Region.  So werden wom&ouml;glich in Kobane tausende Menschen wieder einmal geostrategischen Interessen geopfert. Die Glaubw&uuml;rdigkeit des &bdquo;Westens&ldquo; wird dadurch nicht gesteigert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Islamischer Staat&rdquo; in Syrien: Kobane offenbar kurz vor dem Fall<\/strong><br>\nSeit Tagen haben die Terroristen der IS-Miliz nur geringe Gel&auml;ndegewinne bei Kobane gemacht &ndash; nun steht die nordsyrische Stadt an der t&uuml;rkischen Grenze offenbar vor der Eroberung durch den &ldquo;Islamischen Staat&rdquo;. Die Dschihadisten h&auml;tten nun auch den seit Tagen heftig umk&auml;mpften Mistenur-H&uuml;gel erobert, meldet die BBC unter Berufung auf einen Sprecher der kurdischen Stadtverwaltung. Von dort aus soll ein permanenter Beschuss der gesamten Stadt m&ouml;glich sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/kobane-islamischer-staat-vor-eroberung-der-stadt-a-995693.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Welt, die Schwachen dieser Welt werden wohl diese Bilder nicht vergessen. Allabendlich dieser Blick hin&uuml;ber nach Syrien, wo in wenigen Kilometern Entfernung der sogenannte IS eine sich verzweifelt wehrende, kurdische Stadt einnimmt. Rabenschwarze Tage f&uuml;r die sogenannte zivilisierten Welt, die aus bequemen Fernsehsesseln zuschaut, wie moderne Barbaren eine weitere Region mit Tod, Vergewaltigung, Angst und Schrecken &uuml;berziehen. Rabenschwarze Tage auch f&uuml;r die T&uuml;rkei, deren hochger&uuml;stete Armee seelenruhig in aufgereihten Panzern abwartet, und die damit die begonnene innenpolitische Auss&ouml;hnung mit den Kurden wie auch die Kurden jenseits der Grenze in die H&ouml;lle schickt. Rabenschwarze Tage  f&uuml;r die  USA und ihre Verb&uuml;ndeten, denen r&auml;tselhafterweise hier nicht gelingt, was in Libyen ein Leichtes war: punktgenauer Abschuss von Panzern, Vernichtung von Gesch&uuml;tzstellungen usw..<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Auftragseingang im August 2014: saisonbereinigt &ndash; 5,7 % zum Vormonat<\/strong><br>\nDer preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorl&auml;ufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im August 2014 saison- und arbeitst&auml;glich bereinigt 5,7 % niedriger als im Juli 2014 (nach einem Anstieg von 4,9 % im Juli 2014 gegen&uuml;ber Juni 2014). Dabei haben die Auftr&auml;ge aus dem Inland um 2,0 % und die Auslandsauftr&auml;ge um 8,4 % abgenommen. Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgesch&auml;fts lag der Auftragseingang aus der Eurozone um 5,7 % und der Auftragseingang aus dem restlichen Ausland um 9,9 % niedriger als im Vormonat.<br>\nDer Auftragseingang verringerte sich bei den Herstellern von Vorleistungsg&uuml;tern um 3,0 % und bei den Herstellern von Investitionsg&uuml;tern um 8,5 % gegen&uuml;ber dem Vormonat. Bei den Herstellern von Konsumg&uuml;tern gab es einen Anstieg des Auftragsvolumens von 3,7 %.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/10\/PD14_347_421.html;jsessionid=3A8644E51FD1F92709E506C32EBA8760.cae2\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mal sehen, wie die Realit&auml;tsverweigerung in der  Politik und den Medien noch andauert, bevor man wirtschaftspolitische Ma&szlig;nahmen ergreift.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU handelt sich Drecks&ouml;l ein<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union will im Handelsstreit mit Kanada einknicken und eines ihrer wichtigsten Instrumente in der Klimapolitik entsch&auml;rfen. Die jahrelang umstrittene europ&auml;ische &bdquo;Direktive zur Treibstoffqualit&auml;t&ldquo; wird anders als bislang geplant den Import des besonders klimasch&auml;dlichen &Ouml;ls aus Teersanden nicht erschweren.<br>\nDas geht aus den Durchf&uuml;hrungsbestimmungen f&uuml;r die Direktive hervor, die am Montag in Br&uuml;ssel ver&ouml;ffentlicht werden sollen. Die taz hat vorab exklusiv Einblick in das interne 40-seitige Papier genommen. Anders als in einem Entwurf von 2011 gefordert, m&uuml;ssen nun Konzerne, die Schwer&ouml;l aus Kanada importieren, sich nicht mehr deren h&ouml;heres Treibhausgaspotenzial auf ihre Anstrengungen zum Klimaschutz anrechnen lassen.<br>\nKanada und die EU hatten jahrelang &uuml;ber die Direktive gestritten. Nun haben sich die Kanadier durchgesetzt. Sie hatten mit einer intensiven Lobbykampagne in Europa die Kommission und das Parlament ebenso unter Druck gesetzt wie die nationalen Regierungen. Die gerade abgeschlossenen Verhandlungen um das europ&auml;isch-kanadische Freihandelsabkommen Ceta waren von Kanada als Instrument benutzt worden, um die EU-Direktive anzugreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Import-von-Teersand\/!147124\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man versteht, warum die kanadische Regierung keine Kosten scheute, EU-Kommissionschef Jos&eacute; Manuel Barroso und EU-Ratspr&auml;sident Herman Van Rompuy nach Abschluss des Ceta-Handelsabkommens ihrer Dankbarkeit zu versichern. Nach der Feier ging es f&uuml;r die beiden mit einem Airbus der kanadischen Luftwaffe zur&uuml;ck nach Europa &ndash; Kosten f&uuml;r den kanadischen Steuerzahler: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/freifluege-eu-kanada-101.html\">300.000 Euro<\/a>. Kosten f&uuml;r uns? Wohl eher im Milliardenbereich.<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu: <strong>Freier Markt f&uuml;r dreckiges &Ouml;l<\/strong><br>\nKanada hat erreicht, was es lange forderte: Die EU schleift ihre Klimapolitik: &hellip; Der neue Vorschlag folgt auf eine umfangreiche Lobbykampagne der Kanadier: Minister und Abgeordnete besuchten die Br&uuml;sseler B&uuml;ros, heuerten PR-Firmen an und entwarfen eine geheime Lobbystrategie namens &ldquo;Pan European Oil Sands Advocacy Plan&rdquo;. Allein in den ersten zwei Jahren organisierten die Kanadier 110 Lobbyveranstaltungen in Europa, mehr als einen pro Woche. Sie stellten mit zweifelhaften Gutachten die wissenschaftlichen Studien der EU infrage, flogen EU-Politiker zu einseitigen Informationsbesuchen nach Kanada und fanden unter konservativen Energiepolitikern und europ&auml;ischen Industrievertretern willige Partner. Der Umweltverband Friends of the Earth Europe in einer Recherche &uuml;ber &ldquo;Kanadas dreckiges Lobby-Tagebuch&rdquo;: &ldquo;Diese konzertierte und gut geplante Lobbykampagne zielte darauf, die europ&auml;ischen Entscheider in die Irre zu f&uuml;hren und zu spalten, um eine Entscheidung &uuml;ber die Emissionswerte der Teersande zu verz&ouml;gern.&rdquo; Die internen Papiere, die die Umweltsch&uuml;tzer von der EU zitieren, belegen auch, dass die Kanadier immer wieder mit dem Abbruch der Ceta-Verhandlungen drohten, sollten die Europ&auml;er bei ihrer Haltung zu den Teersanden bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F10%2F06%2Fa0072&amp;cHash=d71ddd4002760f11b24f89deb0e5789d\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Merkel steuert Wirtschaft zielsicher in die Krise<\/strong><br>\n&bdquo;Mit K&uuml;rzungsdiktaten f&uuml;r Europa, deutschen Niedrigl&ouml;hnen und einem Wirtschaftskrieg gegen Russland steuert Kanzlerin Merkel die Wirtschaft zielsicher in die Krise&ldquo;, kommentiert Sahra Wagenknecht den st&auml;rksten Auftragseinbruch in der deutschen Industrie seit 2009. Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&bdquo;Die starke Nachfrage aus China und den USA hat die Schw&auml;chen der deutschen und europ&auml;ischen Wirtschaft in den letzten Jahren &uuml;berdeckt. Wer eine gef&auml;hrliche Deflationsspirale jetzt noch verhindern will, muss die K&uuml;rzungsdiktate in Europa beenden, die Wirtschaft mit einem gro&szlig;angelegten Investitionsprogramm st&auml;rken und in Deutschland f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne, Renten und Sozialleistungen sorgen. Au&szlig;erdem muss die aggressive Politik gegen&uuml;ber Russland beendet werden, statt mit der Entsendung von Drohnen und Bundeswehrsoldaten an die ukrainische Grenze weiter an der Eskalationsschraube zu drehen.<br>\nWir brauchen eine echte Investitionsoffensive, um die Infrastruktur zu modernisieren und um Arbeitspl&auml;tze im Erziehungs-, Bildungs- und Pflegebereich zu schaffen. Was wir allerdings nicht brauchen, sind mehr Investitionen in R&uuml;stungsg&uuml;ter, ein europ&auml;isches Ankaufprogramm f&uuml;r Schrottpapiere der Banken oder neue Subventionen f&uuml;r Konzerne in Form von &sbquo;&Ouml;ffentlich-Privaten Partnerschaften&lsquo;.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/merkel-steuert-wirtschaft-zielsicher-krise\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Cum-Ex-Gesch&auml;fte &ndash; Tricks und T&auml;uschung<\/strong><br>\n350 Millionen Euro. Um diese Summe soll ein Anlagefonds den Fiskus betrogen haben. Bei sogenannten Cum-Ex-Deals lassen sich Aktienh&auml;ndler einmal bezahlte Abgeltungsteuern mehrfach r&uuml;ckerstatten. Es handelt sich um den bisher gr&ouml;&szlig;ten Verdachtsfall in Deutschland.<br>\nAn diesem Fall ist alles gro&szlig;. Die Anzahl der Aktien, die hin und her geschoben wurden. Die dabei eingesetzten Geldsummen. Die bei einer Razzia wegen mutma&szlig;licher Steuerhinterziehung beschlagnahmten Datenmengen. Und der Betrag, um den der Fiskus gesch&auml;digt worden sein soll: knapp 350 Millionen Euro. Es ist der gr&ouml;&szlig;te bisher bekannte Fall in Deutschland, in dem wegen Cum-Ex-Aktiendeals zulasten des Fiskus ermittelt wird. Das Verfahren, das bei der M&uuml;nchner Staatsanwaltschaft l&auml;uft, richtet sich nach Informationen von S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und WDR gegen einen Kapitalanlagefonds. F&uuml;nf heutige und fr&uuml;here Verantwortliche mehrerer Fondsgesellschaften stehen unter dem Verdacht, gegen Recht und Gesetz versto&szlig;en zu haben. Sollten sich die Vorw&uuml;rfe best&auml;tigen, dann drohen ihnen mehrere Jahre Gef&auml;ngnis. Keine sch&ouml;ne Perspektive. Der Fonds bestreitet die Vorw&uuml;rfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/cum-ex-geschaefte-tricks-und-taeuschung-1.2159472\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>BA-Chef Frank-J&uuml;rgen Weise &bdquo;Der Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit braucht Zeit&ldquo;<\/strong><br>\nWeise sagte, der europ&auml;ische Arbeitsmarkt habe sich in der Krise bew&auml;hrt und zu deren Bew&auml;ltigung beigetragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/ba-chef-frank-juergen-weise-der-kampf-gegen-jugendarbeitslosigkeit-braucht-zeit-13190922.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Torsten Hild in <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/permalink.php?story_fbid=845472598830312&amp;id=436117373099172\">Wirtschaft und Gesellschaft (Facebook)<\/a>:<\/strong> Die Arbeitslosenquote insgesamt ist in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion von saisonbereinigt 7,3% im Januar 2008 auf 12% im Februar 2013 gestiegen und seitdem nur langsam auf 11,5% gesunken. Die Jugendarbeitslosenquote ist von saisonbereinigt 15,1% im Januar 2008 auf 24,2% im Januar 2013 gestiegen und seitdem nur langsam auf 23,3% gesunken. Wie kann man vor diesem Hintergrund meinen, &ldquo;der europ&auml;ische Arbeitsmarkt habe sich in der Krise bew&auml;hrt&rdquo;? Noch zweifelhafter ist es zu meinen, &ldquo;der europ&auml;ische Arbeitsmarkt habe zur Bew&auml;ltigung der Krise beigetragen&rdquo;. Denn es verh&auml;lt sich geradezu umgekehrt: Die Bew&auml;ltigung der Krise w&uuml;rde zur Bew&auml;ltigung der Probleme am Arbeitsmarkt beitragen. Denn eine sinkende Arbeitslosigkeit setzt zwingend h&ouml;heres Wachstum voraus. H&ouml;heres Wachstum aber st&uuml;nde f&uuml;r eine Bew&auml;ltigung der Krise. Der Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit negiert also nicht nur die gegebenen Verh&auml;ltnisse am Arbeitsmarkt, er verwechselt auch Ursache und Wirkung. Die hohen Arbeitslosenquoten deuten darauf hin, dass die Krise noch nicht bew&auml;ltigt ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zu den Meldungen &uuml;ber die Arbeitslosengeld II-Ausgaben des Bundes: Eine Milliarde Euro mehr?<\/strong><br>\nDie sonnt&auml;gliche Flut von Meldungen vom 5. Oktober 2014 &uuml;ber Mehrausgaben des Bundes in H&ouml;he von &bdquo;bis zu einer Milliarde Euro&ldquo; f&uuml;r das sogenannte Arbeitslosengeld II (Hartz IV) (Der Spiegel 41\/2014) &ndash; in den abschreibenden Medien oft verk&uuml;rzt auf &bdquo;eine Milliarde Euro mehr&ldquo; (Focus und viele andere) &ndash; wirftdie Frage auf: Was sind die Hintergr&uuml;nde f&uuml;r diese &bdquo;Milliarden-Euro-mehr-Hartz-IV-Meldungen&ldquo;?<br>\nEin Blick in die vom Bundesfinanzministerium bisher ver&ouml;ffentlichten Abrechnungsergebnisse zeigt: Zum  Zeitpunkt der K&uuml;rzung des Solls um 300 Millionen Euro konnte keineswegs davon ausgegangen werden, dass die Ausgaben f&uuml;r &bdquo;Arbeitslosengeld II&ldquo; im Haushaltsjahr 2014 gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 1,5 Prozent (284 Millionen Euro) sinken w&uuml;rden. Die Abrechnungsergebnisse lie&szlig;en schon da einen Anstieg gegen&uuml;ber den Ausgaben im Vorjahr erwarten.<br>\nDie heutigen &bdquo;eine Milliarde Euro mehr&ldquo;-Meldungen beruhen auf dieser unsoliden und t&auml;uschenden Veranschlagung der erwarteten Ausgaben f&uuml;r &bdquo;Arbeitslosengeld II&ldquo;.<br>\nSie d&uuml;rften zudem, gemessen an der bisherigen Ausgabenentwicklung, &uuml;bertrieben sein. Ein Anstieg auf 20,2 Milliarden Euro, eine Milliarde Euro mehr als veranschlagt bzw. 716 Millionen Euro mehr als im Vorjahr (2013) f&uuml;r &bdquo;Arbeitslosengeld II&ldquo; ausgegeben wurde, ist nach den bisher ver&ouml;ffentlichten Abrechnungsergebnissen nicht zu erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2014-10-05_alg2-2014-zahlen-zur-spiegel-milliarde-mehr.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Normenkontrollrat r&uuml;gt Regierung &ndash; Der Mindestlohn ist das teuerste Gesetz seit 2011<\/strong><br>\nDie vergangenen zw&ouml;lf Monate sind teuer gewesen durch neue Gesetze der Regierung. Vor allem der Mindestlohn kostet viel Geld, beinahe 10 Milliarden. Zuerst wollte die Regierung die Kosten anders ausrechnen.<br>\nEs sind teure zw&ouml;lf Monaten gewesen: Die Gesetze, die zwischen Juli 2013 und Juni 2014 in Deutschland erlassen wurden, haben Wirtschaft, B&uuml;rger und Verwaltung im Saldo mit 9,2 Milliarden Euro belastet. Diese Rechnung macht der Normenkontrollrat auf, der an diesem Montag sein Jahresgutachten an die Bundesregierung &uuml;bergeben hat. Am teuersten unter den 303 &uuml;berpr&uuml;ften Gesetzen, Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften der Bundesregierung war mit 9,7 Milliarden Euro das Mindestlohngesetz. Die gr&ouml;&szlig;te Entlastung kam mit 660 Millionen Euro durch die Abschaffung des Zusatzbeitrags in der Krankenversicherung zustande.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, B&uuml;rokratie habe zwar ein negatives Image, sei aber unerl&auml;sslich, damit ein Staat funktioniere &ndash; auch, um Willk&uuml;r und Diskriminierung zu verhindern. Dennoch sei viel erreicht worden dabei, ungewollte B&uuml;rokratie abzubauen. Urspr&uuml;nglich war der Normenkontrollrat im Jahr 2006 eingesetzt worden, um den B&uuml;rokratieabbau voranzutreiben und zu berechnen, welche B&uuml;rokratie-Kosten die Gesetzgebung verursacht. Seit dem Jahr 2011 aber rechnet das Gremium die gesamten Folgekosten eines neuen Gesetzes aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/normenkontrollrat-ruegt-regierung-das-teuerste-gesetz-seit-2011-13192350.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die genannten 9,6 Milliarden Euro fallen fast ausschlie&szlig;lich bei den Unternehmen an &ndash; und das war auch das Ziel des Gesetzes, da&szlig; die betroffenen Arbeitnehmer wenigstens den (l&auml;cherlich niedrigen) Mindestlohn bekommen und die Nachfrage wenigstens minimal zunimmt. Im &Uuml;brigen steht hier nicht einmal etwas von den Einsparungen f&uuml;r den Staat durch geringere Aufstockerleistungen (wahrscheinlich in fast gleicher H&ouml;he). Ein &ldquo;Normenkontrollrat&rdquo;, der solche l&auml;cherlichen Berechnungen anstellt, ist nur neoliberal und selbst v&ouml;llig &uuml;berfl&uuml;ssig, weil er bestenfalls die Propaganda von INSM und IW nachplappert. Ich w&uuml;&szlig;te einen Weg, wie der Staat ganz schnell ein paar Millionen sparen kann, die wirklich zum Fenster herausgeworfen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wer dem Staat eine Grube gr&auml;bt<\/strong><br>\nUnternehmen haben die niedrigen Steuers&auml;tze f&uuml;r Berlin gefordert &ndash; jetzt sp&uuml;ren sie die Folgen: Genehmigungen von Beh&ouml;rden brauchen zu lange.<br>\nBauunternehmer wollen an diesem Montag vor dem Amtssitz von Stadtentwicklungssenator Michael M&uuml;ller (SPD) protestieren. Durch zu langsam arbeitende Beh&ouml;rden seien die Bauunternehmen &bdquo;in der Leistungserbringung behindert, m&uuml;ssen Personal reduzieren oder Kurzarbeit durchf&uuml;hren&ldquo;, hei&szlig;t es in einem gemeinsamen offenen Brief des Bauindustrieverbandes und der Fachgemeinschaft Bau. Ihr &Auml;rger richtet sich gegen die Verkehrslenkung, die als Beh&ouml;rde f&uuml;r alle gr&ouml;&szlig;eren Stra&szlig;en in Berlin zust&auml;ndig ist. Die rund 120 Mitarbeiter dort geben vor, wie eine Baustelle abgesperrt und gekennzeichnet wird, wie die Autospuren verlegt werden, ob eine Ersatzampel notwendig ist.<br>\nDoch in der Verkehrslenkung stauen sich die Antr&auml;ge. Die Beamten kommen nicht mehr hinterher, sie abzuarbeiten. F&uuml;r die Bauunternehmen eine absurde Situation: Sie haben den Auftrag, sie haben eine Genehmigung f&uuml;r den eigentlichen Bau, sie haben die Mitarbeiter und Maschinen &ndash; nur die Umleitung f&uuml;r den Verkehr l&auml;sst auf sich warten.<br>\nDie Verkehrslenkung hat zu wenige Mitarbeiter, da das Land Berlin sich angesichts der schlechten Einnahmesituation einen strikten Sparkurs bei den Ausgaben verordnet &ndash; und das jetzt schon seit 15 Jahren. Die Einnahmen sind in Berlin auch deshalb so niedrig, weil die Stadt den niedrigsten Gewerbesteuersatz der 20 gr&ouml;&szlig;ten deutschen St&auml;dte hat. Im Schnitt m&uuml;ssen Unternehmen in diesen 20 St&auml;dten 13,5 Prozent mehr Gewerbesteuer zahlen als in Berlin. In Hamburg sind es 14,6 Prozent mehr, in M&uuml;nchen sogar 19,5 Prozent.<br>\nF&uuml;r den niedrigen Berliner Steuersatz hat sich in der Vergangenheit stets die Industrie- und Handelskammer eingesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Dumping-Steuersatz\/!147146\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>EU schl&auml;gt Versicherern Deal vor<\/strong><br>\nKaputte Stra&szlig;en und br&ouml;ckelnde Br&uuml;cken auf der einen Seite. Mangelnde Anlagem&ouml;glichkeiten auf der anderen Seite. Die EU-Kommission macht den Versicherern einen Vorschlag, wie alle profitieren k&ouml;nnen. Sie d&uuml;rfte damit offene T&uuml;ren einrennen.<br>\nDie EU-Kommission will einem Magazinbericht zufolge die Versicherer zu mehr Investitionen in die Infrastruktur ermuntern. Im Gegenzug k&ouml;nnte die Beh&ouml;rde die Regulierung in der Branche lockern.<br>\nDie EU-Kommission wolle Versicherungen Investitionen in die Infrastruktur schmackhaft machen, zitierte die &ldquo;Wirtschaftswoche&rdquo; aus EU-Kreisen. Konkret solle im Regelwerk Solvency II das Risiko bei Infrastrukturma&szlig;nahmen niedriger als bisher eingestuft werden. So soll die Finanzierung des 300 Milliarden Euro schweren Konjunkturpakets gesichert werden. Der Plan der Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde entspricht den Forderungen der Branche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/EU-schlaegt-Versicherern-Deal-vor-article13723711.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> War etwas anders zu erwarten, als dass die EU-Kommission die Interessen der Finanzindustrie bedient?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fracking &ndash; Wie unabh&auml;ngig sind die Gutachter?<\/strong><br>\nDie Bundesregierung steht kurz vor der Entscheidung &uuml;ber das umstrittene Fracking. Nun geraten dessen Bef&uuml;rworter in die Kritik. WDR-Recherchen ergaben: Wissenschaftler, die Fracking f&uuml;r unbedenklich halten, haben oder hatten Verbindungen zur Gasindustrie. Darunter auch ein Gutachter der Bundesregierung.<br>\nMaria Krautzberger, die Pr&auml;sidentin des Umweltbundesamtes, kurz UBA, hatte sich bei der Vorstellung des zweiten Gutachtens zum umstrittenen Fracking klar festgelegt: &ldquo;Fracking ist und bleibt, so sagen wir, eine Risikotechnologie.&rdquo;<br>\nDas war starker Tobak f&uuml;r Exxon, Wintershall und all die anderen Firmen, die in Deutschland bereits ihre Claims abgesteckt haben. Sie haben ohnehin einen schweren Stand. Die &ouml;ffentliche Meinung ist mehrheitlich gegen Fracking. Doch seit einigen Tagen scheint sich der Wind zu drehen. Dazu hat nicht nur die Anzeigen-Kampagne von Exxon beigetragen, sondern auch Aussagen wie diese: &ldquo;Ich wei&szlig;, dass die Fracking-Technologie auf Grund der Erfahrungen, die wir haben, durchf&uuml;hrbar ist, kontrollierbar ist.&rdquo; So Prof. Hans-Joachim K&uuml;mpel, Geologe und Pr&auml;sident der Bundesanstalt f&uuml;r Geowissenschaften und Rohstoffe, BGR, j&uuml;ngst in einer Fernsehsendung. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich in derselben Sendung Prof. Horst R&uuml;ter, ebenfalls Geologe und Vizepr&auml;sident des Bundesverbandes Geothermie: &ldquo;Es gibt nahezu keine Wissenschaftler, die in Fracking ein erh&ouml;htes Risiko sehen.&rdquo;<br>\nIhren bedeutendsten und wichtigsten &ldquo;Kronzeugen&rdquo; fand die Fracking-Industrie allerdings ausgerechnet in Uwe Dannwolf, dem Leiter jener Studie, die das Umweltbundesamt selbst in Auftrag gegeben und als Beleg f&uuml;r die gro&szlig;en Risiken dieser Technologie angef&uuml;hrt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fracking-wie-unabhaengig-sind-die-gutachter.697.de.html?dram:article_id=299221\">Deutschlanfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wir hatten ja letzte Woche schon darauf hingewiesen, dass der Siemenskonzern mit der Akquise des US-amerikanischen Unternehmens Dresser Rand gro&szlig; in das Frackinggesch&auml;ft einsteigen will. Man darf  unterstellen, dass in Merkels &bdquo;marktkonformer&ldquo; Demokratie, die Interessen eines der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Unternehmen und die anderer Gro&szlig;konzerne nicht unter den Tisch fallen werden. Wie wichtig dabei die Freihandelsabkommen  bei der Durchsetzung der Interessen der transnationalen Gro&szlig;konzerne sind, l&auml;sst sich mit etwas Phantasie leicht selbst ableiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Google will bald auch unsere Telefon-Gespr&auml;che abh&ouml;ren<\/strong><br>\nGenau wissen, mit wem man wann &uuml;ber was gesprochen hat: Diesen Plan verfolgt Google &ndash; zumindest wenn es nach den Vorstelllungen von Manager Sundar Pichai geht. Er w&uuml;nscht sich, dass der Dienst Google Now laufend mith&ouml;ren und sich die Informationen merken kann.<br>\nAuf der Google-Veranstaltung &bdquo;Atmosphere&ldquo; sprach der Vizepr&auml;sident Pichai &uuml;ber geplante Features von Google-Diensten &ndash; und schilderte darin Vorstellungen, die sicher nicht jedem gefallen: &bdquo;Ich habe diese Situation die ganze Zeit: Wenn ich in Besprechungen mit Leuten bin, w&uuml;nsche ich, dass mir Google Now auf dem Weg dorthin sagt &lsquo;Das sind die j&uuml;ngsten Unterhaltungen, die Sie mit dieser Person gef&uuml;hrt haben: &hellip;&rsquo; (und diese auflistet). Dass es mir kontextbezogene Informationen gibt, die relevant sind&ldquo;, sagte Pichai laut dem Online-Nachrichtendienst &ldquo;heise online&rdquo; auf der Veranstaltung. Google Now ist eine Erweiterung der Search App, die dem Benutzer wie ein pers&ouml;nlicher Assistent zuarbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/digital\/internet\/totale-ueberwachung-google-now-soll-sich-gespraeche-merken_id_4177013.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Dass Firmen-Manager ein vermeintliches Kundeninteresse in den Vordergrund r&uuml;cken, wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, ist verst&auml;ndlich. In Zeiten von NSA- und anderen Geheimdienst-Skandalen wirken diese &Auml;u&szlig;erungen jedoch vollkommen naiv.<br>\nWenn Herr Pichai offenbar Probleme mit seinem Ged&auml;chtnis hat und sich nicht mehr an Gespr&auml;chsinhalte erinnern kann, gibt es sicher auch individuelle L&ouml;sungsans&auml;tze, die keine Bedrohung f&uuml;r die gesamte Gesellschaft darstellen: Die Nutzung eines Notizblocks oder das Aufsuchen eines Fachmediziners k&ouml;nnten eventuell hilfreich sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Totalverlust eines Grundrechts<\/strong><br>\nJahrelang zapfte der deutsche Geheimdienst am Knotenpunkt in Frankfurt das Internet an &ndash; und gab dann gesch&uuml;tzte Informationen an die USA weiter. Die Operation namens &ldquo;Eikonal&rdquo; zeigt, wie der Staat das Grundgesetz ver&auml;ppelt.<br>\nDas G-10-Gesetz ist das Gesetz, mit dem das eigentlich unverletzliche Grundrecht nach Artikel 10 Grundgesetz beschr&auml;nkt werden kann. Dieses Gesetz erlaubt den deutschen Geheimdiensten zum &ldquo;Schutze der freiheitlichen demokratischen Grundordnung&rdquo; weitreichende Eingriffe ins Fernmeldegeheimnis, also auch in die Datenleitungen des Internets.<br>\nVon solchen &ldquo;Beschr&auml;nkungen&rdquo; ist im Grundgesetz tats&auml;chlich die Rede; nicht die Rede ist aber dort von Tricksereien, Irref&uuml;hrungen und Manipulationen. Schon gar nicht steht da das derbe Wort, das auf einen hinteren K&ouml;rperteil Bezug nimmt. Genau zu diesem Zweck aber wird offenbar das G-10-Gesetz eingesetzt.<br>\nDer Wesensgehalt des Artikels 10, Fernmeldegeheimnis, ist zerst&ouml;rt<br>\nDie Erkenntnisse &uuml;ber die Aktion &ldquo;Eikonal&rdquo; zeigen, dass das G-10-Gesetz von den Geheimdiensten genutzt wird wie ein Generalschl&uuml;ssel, wie ein Einbruchswerkzeug: Man sperrt damit auf, was man aufsperren will. Der BND schleift sich das G-10-Gesetz mit Billigung des aufsichtsf&uuml;hrenden Kanzleramts so zurecht, wie es gerade passt. In den Jahren 2004 bis 2008 zapfte er damit den Internet-Knoten Frankfurt an, versuchte dann die Daten der Deutschen zu l&ouml;schen, was aber nicht gelang, leitete die Daten an die NSA weiter, scherte sich wenig darum, ob und wie dort deutsches Recht eingehalten und was mit der Lieferung geschieht.<br>\nWer kontrolliert, wer pr&uuml;ft einen solchen Fehlgebrauch des G-10-Gesetzes? De facto niemand. Irgendwann kommt der Massenzugriff ans Licht der &Ouml;ffentlichkeit. Was passiert dann? Nichts. Die zust&auml;ndigen Politiker &uuml;ben sich in Schwindeleien und tun so, als sei nicht ihr Tun und das der Geheimdienste, sondern dessen Aufdeckung verfassungswidrig. Offenbar wurde bislang nicht einmal das Parlamentarische Kontrollgremium vom Projekt &ldquo;Eikonal&rdquo; informiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/operation-eikonal-totalverlust-eines-grundrechts-1.2157335\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Die Grundgesetzes&auml;nderung von 1968 kam offenbar auf Druck der USA zustande. Mehr dazu kann u.a. hier nachgelesen werden: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21040#h02\">Snowden zu EU-Parlament: Deutschland ver&auml;nderte auf Druck der USA G10-Gesetz<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Staat als Pate des Terrors?<\/strong><br>\nWar das Oktoberfest-Attentat das Werk eines Einzelt&auml;ters? Was hatte die Geheimdienstorganisation &ldquo;Stay Behind&rdquo; damit zu tun? Ulrich Chaussy startet den Versuch eines der gr&ouml;&szlig;ten R&auml;tsel der deutschen Nachkriegsgeschichte zu l&ouml;sen.<br>\n&bdquo;Stay Behind&ldquo;: Agenten, die zur&uuml;ckbleiben. Um im Kalten Krieg, wenn Europa von den Russen &uuml;berrollt wird, hervorzukommen, den Feind auszuspionieren, durch Sabotage zu l&auml;hmen und Widerstand zu leisten.<br>\n&bdquo;Stay Behind&ldquo;: Eine mysteri&ouml;se Organisation. In Deutschland und in anderen westeurop&auml;ischen L&auml;ndern wie Italien. Ein Netzwerk innerhalb der NATO. (&hellip;)<br>\nUlrich Chaussy beleuchtet &bdquo;Stay Behind&ldquo; und seine m&ouml;glichen Verbindungen zum Bologna- und Oktoberfest-Attentat 1980. Er hatte Zugang zu den 2014 freigegebenen BND-Akten &uuml;ber &bdquo;Stay Behind&ldquo; und spricht mit dem ehemaligen Ersten Direktor des BND, Wolbert Smidt, dem Geheimdienstexperten Erich Schmidt-Eenboom, mit Hans-Christian Str&ouml;bele, der als Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Deutschen Bundestages jahrelang nach &bdquo;Stay Behind&ldquo; fragte. Und Chaussy hat Andreas Kramer getroffen, der im April 2013 f&uuml;r die Schlagzeile sorgte, sein Vater habe den Sprengstoff f&uuml;r das Oktoberfest-Attentat geliefert &ndash; im Auftrag von &ldquo;Stay Behind&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/radiofeature\/geheimarmee-stay-behind-100.html\">BR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>UNHCR: Nur wenige Fl&uuml;chtlinge leben in Deutschland<\/strong><br>\nDurch anhaltende Konflikte rund um die Welt &ndash; vor allem die Krisen in Afghanistan und Syrien &ndash; gab es laut UNHCR Ende 2013 weltweit rund 16,7 Millionen Fl&uuml;chtlinge. F&uuml;nf Millionen Fl&uuml;chtlinge fielen unter das Mandat des UN-Hilfswerks f&uuml;r Pal&auml;stina-Fl&uuml;chtlinge und 11,7 Millionen unter das Mandat des UNHCR. Im Vergleich zum Jahr 2012 stieg die Zahl der Fl&uuml;chtlinge unter UNHCR-Mandat um 11 %.<br>\nViele Fl&uuml;chtlinge bringen sich in angrenzenden Staaten in Sicherheit: 2013 suchten die meisten der 11,7 Millionen Fl&uuml;chtlinge in Pakistan Zuflucht (1,6 Millionen) sowie im Iran und im Libanon (je 857 000). Gemessen an der Einwohnerzahl war der Anteil der Fl&uuml;chtlinge im Libanon mit Abstand am h&ouml;chsten: Hier machten sie rund 18 % der Bev&ouml;lkerung aus.<br>\nIn Industriestaaten fanden verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig wenige Fl&uuml;chtlinge Schutz: 2013 lebten in den USA 264 000 Fl&uuml;chtlinge, in Frankreich waren es 233 000 und in Deutschland 188 000. Mit rund 110 000 neuen Asylantr&auml;gen von weltweit 1,1 Millionen verzeichnete Deutschland 2013 allerdings insgesamt die h&ouml;chste Anzahl an Asyl-anfragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Startseite.html\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Delikate Doppelrolle des Finanzministers<\/strong><br>\nDer deutsche Stahlhersteller Salzgitter soll gegen Steuergesetze versto&szlig;en haben. Niedersachsens Finanzminister Schneider sitzt im Aufsichtsrat des Unternehmens, ist aber auch oberster Dienstherr der Steuerfahnder. Nun k&auml;mpft er mit Interessenskonflikten.<br>\nEiner wie Schneider wei&szlig;, wie wichtig N&auml;he ist, um in brenzligen Situationen Kompromisse mit der Gegenseite schlie&szlig;en zu k&ouml;nnen. Davon gab es in seiner Karriere mehr als genug. Vor gut einem Jahr zum Beispiel drohte bei Salzgitter die Schlie&szlig;ung des Standorts Peine. Schneider setzte sich daf&uuml;r ein, dass der Vorstand das Werk nicht komplett zumachte &ndash; eine aus betriebswirtschaftlicher Sicht umstrittene Entscheidung. &ldquo;Er erinnert an einen Slalomfahrer, der nie die Stangen ber&uuml;hrt und deshalb auch nie Bestzeit f&auml;hrt&rdquo;, sagt einer &uuml;ber Schneider, der ihn gut kennt. Als &ldquo;Meister des Ausgleichs&rdquo; beschreiben ihn andere Weggef&auml;hrten.<br>\nDiese Eigenschaft kann der 67-J&auml;hrige zurzeit gut gebrauchen &ndash; in eigener Sache. Seit der zweitgr&ouml;&szlig;te deutsche Stahlkonzern im Verdacht steht, Provisionszahlungen an Berater f&uuml;r Gesch&auml;fte in Nigeria und Iran bei der Steuererkl&auml;rung nicht korrekt angegeben und damit gegen Gesetze versto&szlig;en zu haben, steckt der nieders&auml;chsische Finanzminister in einem Interessenkonflikt. Und zwar in doppelter Hinsicht.<br>\nAls Landesfinanzminister sitzt Schneider im Aufsichtsrat des Stahlkonzerns und vertritt dort die Interessen des Landes Niedersachsen, das mit 26,5 Prozent an Salzgitter beteiligt ist. Die FDP-Opposition im Landtag fordert daher, Schneider m&uuml;sse sein Mandat aufgeben, da er als Aufsichtsrat &uuml;ber die Ermittlungen gegen den Vorstand voll im Bilde sei. Ermittlungen also, die ihn selbst betreffen k&ouml;nnten, denn er war seinerzeit Personalvorstand bei Salzgitter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/verdacht-gegen-stahlkonzern-salzgitter-delikate-doppelrolle-des-finanzministers-1.2161170\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Henry Kissinger dr&auml;ngte 1976 auf einen US-Angriff auf Kuba<\/strong><br>\nDer ehemalige US-Au&szlig;enminister Henry Kissinger (1973-1977) hat 1976 einen breit angelegten Angriff auf das sozialistisch regierte Kuba durchsetzen wollen. Das haben zwei US-Historiker nun in einem neuen Buch enth&uuml;llt. Den Recherchen von William M. LeoGrande und Peter Kornbluh zufolge reagierte Kissinger damit auf das milit&auml;rische Engagement der kubanischen Regierung in Afrika.<br>\nIm Herbst 1975 hatte Havanna die Unterst&uuml;tzung der angolanischen Befreiungsfront Movimento Popular de Liberta&ccedil;&atilde;o de Angola (MPLA) beschlossen und zeitweise bis zu 40.000 Mann in das afrikanische Land entsandt. Dieser Einsatz Kubas hat in letzter Konsequenz auch zur Unabh&auml;ngigkeit Namibias und zum Ende des rassistischen Apartheid-Regimes in S&uuml;dafrika gef&uuml;hrt.<br>\nNach den Recherchen der US-Autoren, die Zugang zu bislang geheim eingestuften Regierungsunterlagen bekommen haben, sah Kissinger das Eingreifen Kubas in Afrika als pers&ouml;nliche Schm&auml;hung an. Denn in den Jahren zuvor hatte sich der damalige US-Au&szlig;enminister aus pragmatischen Erw&auml;gungen heraus f&uuml;r eine Ann&auml;herung an Kuba eingesetzt. Das milit&auml;rische Engagement Kubas empfand er offenbar als pers&ouml;nliche Br&uuml;skierung, zumal es seine Pl&auml;ne f&uuml;r den afrikanischen Kontinent durchkreuzte.<br>\nLeoGrande und Kornbluh haben parallel zur Pr&auml;sentation ihres Buches &ldquo;Back Channel to Cuba: The Hidden History of Negotiations between Washington and Havana&rdquo; eine Reihe von Dokumenten ver&ouml;ffentlicht, die &uuml;ber Kissingers Pl&auml;ne Auskunft geben. So belegt die Dokumentation eines Treffens mit hochrangigen Milit&auml;rs am 24. M&auml;rz 1976 Erw&auml;gungen, Luftangriffe auf Kuba zu fliegen und H&auml;fen zu verminen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Henry-Kissinger-draengte-1976-auf-einen-US-Angriff-auf-Kuba-2411726.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Sigmar Gabriel zu Ceta &ndash; &ldquo;Wir wollen Nachverhandlungen&rdquo;<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wirft der EU eine schlechte Verhandlungsf&uuml;hrung beim Freihandelsabkommen Ceta vor. Sie habe &ldquo;Geheimverhandlungen&rdquo; gef&uuml;hrt und damit &Auml;ngste in der Bev&ouml;lkerung geweckt, sagte er im DLF. Er fordert Nachverhandlungen, vor allem beim Investitionsschutz. Zur deutschen Innenpolitik sagte der SPD-Parteivorsitzende: Es gebe weiterhin keine Chance auf eine linke Regierungsmehrheit im Bundestag. [&hellip;]<br>\nGeers: Ein weiterer Aspekt, Herr Gabriel, auch f&uuml;r Sie als Wirtschaftsminister, in den n&auml;chsten Wochen\/Monaten wird sein, einem Thema zu begegnen, wo viele B&uuml;rger ein Unbehagen versp&uuml;ren. Ich rede jetzt von den Freihandelsabkommen mit den USA und mit Kanada. Viele Menschen haben halt einfach ein Unbehagen &ndash; was sagen Sie denen?<br>\nGabriel: Freihandel ist im Interesse von L&auml;ndern wie Deutschland, weil wir Exportnationen sind. Und es ist ja besser, Unternehmen k&ouml;nnen sozusagen exportieren\/importieren\/investieren, ohne dass sie viel Geld f&uuml;r Z&ouml;lle und anderes ausgeben m&uuml;ssen. Also wenn man in Deutschland ein Auto herstellt, einen gelben Blinker anbaut und der f&uuml;r den Export in die USA rot sein muss &ndash; um mal ein kleines Beispiel zu nennen &ndash;, das ist ja Quatsch. Worum es beim Freihandel allerdings nicht gehen darf ist, dass er dazu genutzt wird, Standards abzusenken. Und im &Uuml;brigen sind viele Bereiche, die eine solche Gefahr beinhalten w&uuml;rden, aus den Freihandelsabkommen ja bereits ausgeschlossen. Das Problem ist, dass die Europ&auml;ische Kommission &ndash; die alte muss man jetzt sagen &ndash; aus diesen Abkommen Geheimverhandlungen gemacht hat. Und so kann man nat&uuml;rlich mit einer informierten &Ouml;ffentlichkeit nicht umgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/sigmar-gabriel-zu-ceta-wir-wollen-nachverhandlungen.868.de.html?dram:article_id=298800\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dieses Interview ist einfach nur zum Lachen. Gabriel h&auml;lt das Publikum offenbar f&uuml;r d&auml;mlich. Die Geschmeidigkeit Gabriels, man kann es auch Beliebigkeit nennen, d&uuml;rfte inzwischen auch dem letzten aufgefallen sein. Was soll das Geschw&auml;tz &uuml;ber &bdquo;Nachverhandlungen&ldquo; zum Freihandelsabkommen mit Kanada? Was will Gabriel damit erreichen? Die Kritiker der Freihandelsabkommen irgendwie bei der SPD halten, aber auch die Wirtschaft nicht mit einer strikten Ablehnung verprellen &ndash; die SPD soll ja wirtschaftsn&auml;her werden. Ganz abgesehen von den unertr&auml;glichen Plattit&uuml;den von der Wichtigkeit des Freihandels f&uuml;r Deutschland als Exportnation. Gabriel scheint &uuml;berhaupt nicht zu begreifen um was es wirklich bei den Freihandelsabkommen geht. Wie w&auml;re es zur Abwechslung einmal mit einer klaren Position? Ceta und TTIP sind abzulehnen, Punkt.  Aber hat der SPD-Parteikonvent vor zwei Wochen nicht dem TTIP sowieso prinzipiell zugestimmt?<br>\nDie Anmerkung, dass es weiterhin keine Chance auf eine linke Regierungsmehrheit im Bundestag gibt ist eine glatte Unversch&auml;mtheit. Das hat die SPD mit ihrer bisherigen Ausgrenzungspolitik gegen&uuml;ber der Linken und ihrer Anbiederung an Merkel ganz alleine verbockt! Gabriel gibt im Interview ein beredtes Beispiel mit seinen nebul&ouml;sen Andeutungen &uuml;ber die au&szlig;enpolitische Position der Linken, die wenn umgesetzt, angeblich Deutschland in Isolationen f&uuml;hren w&uuml;rde. Konkrete Fakten bleibt Gabriel selbstverst&auml;ndlich schuldig. Gabriel sollte einmal sein eigenes Parteiprogramm lesen, dann w&uuml;rde er feststellen, dass die au&szlig;enpolitischen Positionen von SPD und der Linken nicht sehr weit voneinander entfernt sind.  Auch die Aufforderung die Linkspartei m&uuml;sse sich reformieren wenn sie jemals regieren will zeigt welch Geistes Kind Gabriel ist. Er und die SPD f&uuml;hlen sich offenbar wohl in der Rolle als Mehrheitsbeschafferin f&uuml;r die Union. Es fallen ja auch immer ein paar sch&ouml;ne P&ouml;stchen wie der des Vizekanzlers und Wirtschaftsministers ab. K&ouml;nnte nur sein, dass 2017 pl&ouml;tzliche eine schwarz-gr&uuml;ne Koalition ansteht. Was dann Herr Gabriel?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> Ich w&uuml;rde noch weiter gehen, und die Frage stellen, ob die SPD &uuml;berhaupt noch links ist. Die Gr&uuml;nen sind es sowieso nicht, wie im <a href=\"#h21\">letzten Hinweis<\/a> zu sehen ist (&ldquo;Das Letzte &ndash; Gr&uuml;ne wollen mehr sparen als Sch&auml;uble&rdquo;). Mir scheint, die SPD will die &ldquo;bessere&rdquo; CDU sein, die Gr&uuml;nen die &ldquo;bessere&rdquo; FDP. Danach gibt es in der Tat keine linke Mehrheit, sondern nur eine rechte Mehrheit und die Linkspartei.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Bertelsmann &uuml;bernimmt Gruner + Jahr komplett<\/strong><br>\nWieder einmal ist es ganz anders gekommen als erwartet: Nachdem noch vor einem halben Jahr in der Medienbranche dar&uuml;ber spekuliert worden war, dass des Hamburger Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr durch eine rigiden Sparkurs f&uuml;r den Verkauf h&uuml;bscht gemacht werden sollte, hat die Entwicklung nun eine andere Wendung genommen: Bertelsmann als Mehrheitseigent&uuml;mer von Gruner + Jahr &uuml;bernimmt nun von der Familie Jahr die restlichen Anteile am Zeitschriftenverlag, zu dem unter anderem &bdquo;Stern&ldquo;, &bdquo;Brigitte&ldquo; und &bdquo;Geo&ldquo; geh&ouml;ren. Am Spiegel-Verlag h&auml;lt Gruner + Jahr zudem eine Sperrminorit&auml;t, so dass an der Ericusspitze keine Grundsatzentscheidung ohne den Segen aus G&uuml;tersloh getroffen werden kann.<br>\nWelche Auswirkungen die &Uuml;bernahme der restlichen Anteile durch Bertelsmann haben werde, sei fr&uuml;hestens in einigen Wochen absehbar, urteilte der Leipziger Medienforscher Michael Haller. &bdquo;Einen direkten Zusammenhang mit dem Machtkampf im ,Spiegel&lsquo; sehe ich allerdings nicht&ldquo;, sagte er dem Tagesspiegel. Ganz sicher aber sei, dass der Deal &bdquo;f&uuml;r das Portfolio von Gruner + Jahr folgenreich sein wird&ldquo;.<br>\nOb diese Zukunft tats&auml;chlich Bertelsmann hei&szlig;t, wird jedoch von einigen Beobachtern bezweifelt. Dass es jetzt nicht zum Verkauf von Gruner + Jahr gekommen sei, hei&szlig;e nicht, dass der Plan grunds&auml;tzlich aufgegeben worden sei. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, nach Umsetzung der Sparma&szlig;nahmen sei die Braut erheblich attraktiver, wenn nicht Anfang 2015, dann sp&auml;ter. Noch gr&ouml;&szlig;er ist allerdings die Sorge von G+J-Journalisten um den verlegerischen Anspruch nach dem Ausstieg der Jahr-Familie. Die Aussetzung des Henri-Nannen-Preises im n&auml;chsten Jahr galt vielen bereits als Menetekel f&uuml;r die neue Macht der Kaufm&auml;nner im Verlag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/bertelsmann-uebernimmt-gruner-jahr-komplett-der-deal-wird-folgenreich-sein\/10797702.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das sind keine guten Nachrichten f&uuml;r die Meinungsvielfalt in Deutschland. Nur am Rande sei erw&auml;hnt, dass der einflussreichste neoliberale Think Tank in Deutschland, die Bertelsmann Stiftung, 77,6 Prozent des Aktienkapitals von Bertelsmann h&auml;lt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Josef Joffe und Jochen Bittner scheitern gegen Die Anstalt (ZDF)<\/strong><br>\nLandgericht Hamburg hebt einstweilige Verf&uuml;gungen gegen satirische Kritik an journalistischen Interessenkonflikten &uuml;berwiegend auf<br>\nDie den ZDF-Satirikern einstweilen verbotene &Auml;u&szlig;erung &uuml;ber den ZEIT-Herausgeber: Dr. Joffe sei Mitglied, Beirat oder Vorstand von acht Organisationen, die auf einer Schautafel in der Sendung &ldquo;Die Anstalt&rdquo; vom 2014 im ZDF genannt wurden, wurde nunmehr vom Landgericht Hamburg wieder erlaubt. In dem Beitrag waren durch ein Schaubild und Texte Josef Joffes Verbindungen zu atlantischen Organisationen thematisiert worden. Hernach unkten die Satiriker, Joffes zahlreiche Verpflichtungen seien der Grund, warum die ZEIT nur einmal w&ouml;chentlich erscheine.<br>\nZEIT-Herausgeber Joffe hatte durch den ZDF-Beitrag sein allgemeines Pers&ouml;nlichkeitsrecht verletzt gesehen, weil dort behauptet oder der Eindruck erweckt worden sei, Joffe sei Mitglied in acht Lobby-Organisationen. Dabei hatte der Journalist akribisch die Verbindungslinien auf dem Schaubild gez&auml;hlt. Bereits in der m&uuml;ndlichen Verhandlung hatte das Gericht jedoch durchscheinen lassen, dass es bei einer satirischen Darbietung keine Haare zu spalten gedenke. Die eigentlich kritisierte Aussage, n&auml;mlich die betr&auml;chtlichen journalistischen Interessenkonflikte Joffes durch seine unstreitigen Mitgliedschaften in vor allem atlantischen Lobby-Organisationen, stand ohnehin au&szlig;er Frage.<br>\nUngenauigkeiten und &Uuml;bertreibung aber wird man Satire durchaus zugestehen m&uuml;ssen, w&auml;hrend Leser von Journalisten wie Joffe allerdings durchaus sorgf&auml;ltige und ausgewogene Recherche erwarten d&uuml;rfen. Ob man vielleicht einmal Putin verraten sollte, dass man missliebige Meinungen am Landgericht Hamburg genauso effizient verbieten lassen kann wie in seinem eigenen straff gef&uuml;hrten Reich, das so schrecklich sein soll? W&auml;re es nicht die politische Aufgabe freier westlicher Journalisten gewesen, dem Osten ein Vorbild in Sachen Pressefreiheit zu geben und wenigstens die Freiheit der Satire zu achten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Josef-Joffe-und-Jochen-Bittner-scheitern-gegen-Die-Anstalt-ZDF-2412331.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Gr&uuml;ne wollen mehr sparen als Sch&auml;uble<\/strong><br>\nAm kommenden Dienstag will eine Kommission der parteinahen Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung nun ein Konzept vorstellen, das die finanzpolitische Debatte in der Partei auf eine neue Ebene bringen soll. &bdquo;Nachhaltig aus der Schuldenkrise&ldquo;lautet der Titel des Dokuments, das eine Expertenkommission um die gr&uuml;ne Haushaltspolitikerin Anja Hajduk erarbeitet hat. Die zentrale Forderung &bdquo;f&uuml;r eine finanzpolitische Zeitenwende&ldquo;, wie es selbstbewusst hei&szlig;t, lautet: Der Staat soll k&uuml;nftig nicht nur keine neuen Schulden mehr aufnehmen, sondern sogar Kredite zur&uuml;ckzahlen &ndash; im Umfang von einem Prozent des Sozialprodukts pro Jahr. Nach derzeitigem Stand entspricht das Mehreinnahmen oder Minderausgaben von rund 27 Milliarden Euro.<br>\n&bdquo;Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels reicht das Einhalten der Schuldenbremse f&uuml;r eine ehrliche und tragf&auml;hige Finanzpolitik nicht aus&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Papier der siebenk&ouml;pfigen Arbeitsgruppe aus &Ouml;konomen und Politikberatern. &bdquo;F&uuml;r die noch vor uns liegenden Aufgaben sind R&uuml;cklagen in Form von Haushalts&uuml;bersch&uuml;ssen in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von mindestens einem Prozent des BIP j&auml;hrlich anzustreben.&ldquo; Das sei n&ouml;tig, &bdquo;um den Peak der demografisch bedingten Kostenentwicklung ab ca. 2030 zu bew&auml;ltigen&ldquo;.<br>\nAuch innerhalb des Haushalts will die Kommission andere Schwerpunkte setzen: mehr Zukunftsinvestitionen, weniger Substanzverzehr. Die Autoren beklagen eine &bdquo;fehlende Tragf&auml;higkeit der meisten Haushalte auf l&auml;ngere Frist&ldquo; und kritisieren die wachsenden Sozialausgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/schuldendebatte-gruene-wollen-mehr-sparen-als-schaeuble-13189768.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da ist man doch etwas verbl&uuml;fft, dass sich die Gr&uuml;nen so explizit als neue FDP outen. Ein so plattes nachbeten der schlimmsten neoliberalen Parolen l&auml;sst einem erst einmal nach Luft schnappen, der absolute &ouml;konomische Unverstand der dahinter steckt ebenso. In allen Gazetten wird inzwischen &uuml;ber den Verfall der &ouml;ffentlichen Infrastruktur berichtet und die Gr&uuml;nen schlagen allen Ernstes vor die irrsinnige Austerit&auml;tspolitik nicht nur fortzusetzen sondern noch einmal, nach aktuellem Stand 27 Milliarden Euro j&auml;hrlich der &Ouml;ffentlichkeit zu entziehen. Dazu wird auch wirklich alles an neoliberalen Plattit&uuml;den aufgeboten, von angeblich zu hohen Sozialausgaben &uuml;ber den demografischen Wandel bis zu angeblich ineffizient arbeitender &ouml;ffentlicher Verwaltung und der viel effizienteren Privatwirtschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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