{"id":23519,"date":"2014-10-09T08:26:11","date_gmt":"2014-10-09T06:26:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519"},"modified":"2014-10-09T08:26:11","modified_gmt":"2014-10-09T06:26:11","slug":"hinweise-des-tages-2229","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h01\">Die Seuche in Spanien: Ebola greift Europa an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h02\">Reichtum in Deutschland w&auml;chst und verfestigt sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h03\">Mindestlohn und Rente mit 63 Forscher: Regierungspolitik kostet 300.000 Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h04\">Pensionen, Mieten, Arbeitsrecht,&hellip; &ndash; Wirtschaftspolitische Empfehlungen der EU-Kommission bald durchsetzbar?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h05\">Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit in der EU: Eineinhalb Jahre Gerede, null Ergebnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h06\">Rezensionen zu Pikettys &ldquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h07\">Gl&uuml;cksatlas: Deutsche sind so gl&uuml;cklich wie nie zuvor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h08\">Bontrup-Erwiderung, die dritte: Kann Arbeitszeitverk&uuml;rzung die Knappheit des Produktionsfaktors Arbeit erh&ouml;hen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h09\">Karenzzeit f&uuml;r Minister: Willkommen in der Pharis&auml;erdemokratie!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h10\">Gl&uuml;ckskind des Tages: Wladimir Putin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h11\">Debatte Gaucks Haltung zu Russland: Traditionsbruch mit Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h12\">Italien plant zweiw&ouml;chige Polizeioperation gegen Migranten in der gesamten EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h13\">Spitzenreiter der Herzlosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h14\">&Uuml;berwachung: Die Macht ist wichtiger als das Grundgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h15\">BKA-Etiketten f&uuml;r B&uuml;rge: Kennzeichen: geisteskrank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h16\">Gro&szlig;mufti Saudi-Arabiens verurteilt Terrorgruppe IS deutlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519#h17\">Zu guter Letzt: Wilfried Schmickler: Montagsfrage &ndash; Burbach ist &uuml;berall (06.10.2014)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23519&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Seuche in Spanien: Ebola greift Europa an<\/strong><br>\nHinter den Fensterscheiben sieht man Gestalten in gelben Schutzanz&uuml;gen vorbeihuschen. Dort oben im sechsten Stockwerk des Madrider Krankenhauses Carlos III. k&auml;mpft auf der Isolierstation eine spanische Krankenschwester um ihr Leben, die sich in diesem Hospital bei der Pflege von zwei Ebola-Kranken mit dem t&ouml;dlichen Virus angesteckt hat. Sie gilt als das erste Opfer, das sich au&szlig;erhalb Afrikas infizierte. Ihr Zustand wurde am Dienstag als stabil bezeichnet.  Teresa geh&ouml;rte zu jenen 30 &Auml;rzten und Pflegern, die hier im August und September zwei spanische Missionare pflegten, die sich um Ebola-Kranke gek&uuml;mmert und dadurch angesteckt hatten. Die beiden Ordensbr&uuml;der, welche von der spanischen Regierung mit Rettungsfl&uuml;gen aus Sierra Leone und Liberia evakuiert worden waren, &uuml;berlebten nicht.<br>\nDrau&szlig;en, neben dem Eingangstor, h&auml;ngt am Zaun ein Protestschild der Belegschaft mit der Aufschrift &bdquo;Rettet das Krankenhaus Carlos III.&ldquo; Das &ouml;ffentliche Hospital leidet wie Spaniens gesamtes staatliches Gesundheitssystem unter dem harten Sparkurs der konservativen Regierung. Belegschaft, medizinische Materialien und Betten wurden gnadenlos zusammengestrichen.  Regelm&auml;&szlig;ig berichten die spanischen Medien &uuml;ber &bdquo;haarstr&auml;ubende Zust&auml;nde&ldquo;. Ein Foto von der provisorischen Abschottung der Ebola-Kranken Teresa, die zun&auml;chst in einem anderen Krankenhaus in Madrid untersucht und mit einem zwischen zwei W&auml;nden aufgeh&auml;ngten Bettlaken von anderen Patienten &bdquo;isoliert&ldquo; worden war, spricht f&uuml;r sich. Die vorgeschriebene engmaschige Gesundheitskontrolle jenes Pflegepersonals, das mit Ebola-Patienten in Ber&uuml;hrung kommt, scheint in Spanien lax gehandhabt zu werden.<br>\nKrankenschwester Teresa hatte nach dem Tod des Ebola- Kranken Viejo einige Tage Urlaub genommen. Am 30. September meldete sie sich mit leichtem Fieber beim Hospital und wurde &ndash; ohne einen Ebola-Test &ndash; wieder nach Hause geschickt. Erst sechs Tage sp&auml;ter wurde eine entsprechende Blutuntersuchung gemacht. Inzwischen stehen 52 Angeh&ouml;rige, Freunde und Kollegen von Teresa unter Beobachtung.  Unterdessen ger&auml;t Spaniens konservative Gesundheitsministerin Ana Mato immer mehr unter Beschuss: In einer spontanen Demonstration vor dem Eingang der Klink Carlos III. forderten am Dienstagmittag Pfleger und &Auml;rzte den R&uuml;cktritt der Ministerin. Sie sei daf&uuml;r verantwortlich, dass das Krankenhaus mit der Spar-Axt &bdquo;zerschlagen&ldquo; worden sei. Ein Gewerkschaftssprecher bezeichnete die Klinik als &bdquo;provisorisches Feldlazarett&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/die-seuche-in-spanien-ebola-greift-europa-an\/10805444.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die allgemeine Medienberichterstattung konzentriert sich allzu effekthascherisch auf die erste europ&auml;ische Ebola-Kranke, die sich au&szlig;erhalb Afrikas infizierte. Dabei geht unter, dass  es sich jetzt r&auml;cht, dass Europa zuschaute, wie der extern verordnete und intern verantwortete Sparkurs in den Krisenl&auml;ndern medizinische Standards absenkt oder wie z.B. in Griechenland die Grundversorgung aushebelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Reichtum in Deutschland w&auml;chst und verfestigt sich<\/strong><br>\nEbenso wie die Armut hat auch der private Reichtum in Deutschland &uuml;ber die vergangenen zwei Jahrzehnte deutlich zugenommen. Der Anteil der Personen, die nach dem in der Wissenschaft verbreiteten relativen Reichtumsbegriff reich oder sehr reich sind, liegt heute um ein gutes Drittel h&ouml;her als Anfang der 1990er Jahre: Galten 1991 noch 5,6 Prozent aller Menschen in Deutschland wegen ihres verf&uuml;gbaren Haushaltseinkommens als reich oder sehr reich, waren es 2011, dem j&uuml;ngsten Jahr, f&uuml;r das Daten vorliegen, 8,1 Prozent. Zudem haben vor allem die Einkommen der sehr Reichen st&auml;rker zugelegt als im Durchschnitt der Gesellschaft. Das liegt wesentlich am h&ouml;heren Anteil, der reichen und insbesondere sehr reichen Personen aus Kapitaleinkommen zuflie&szlig;t. Und: Wer einmal reich oder sehr reich ist, muss zunehmend weniger f&uuml;rchten, beim Einkommen in die Mittelschicht &bdquo;abzusteigen&ldquo;. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. &bdquo;Die sehr Reichen setzen sich vom Rest der Bev&ouml;lkerung regelrecht ab&ldquo;, schreiben die WSI-Verteilungsexpertin Dr. Dorothee Spannagel und ihr Ko-Autor Sven Broschinski von der Universit&auml;t Oldenburg.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/45167_51265.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_17_2014.pdf\">Hans B&ouml;ckler Stiftung [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mindestlohn und Rente mit 63 Forscher: Regierungspolitik kostet 300.000 Jobs<\/strong><br>\nDie wichtigsten Wirtschaftsforschungs-Institute Deutschlands gehen mit der Regierung hart ins Gericht: Allein der Mindestlohn gef&auml;hrde 200.000 Arbeitspl&auml;tze, hei&szlig;t es.<br>\nDie f&uuml;hrenden deutschen Wirtschaftsforschungs-Institute werfen der gro&szlig;en Koalition in ihrem Herbstgutachten falsche Weichenstellungen in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik vor. Allein die Entscheidung f&uuml;r die Rente mit 63 kostet nach Ansicht der &Ouml;konomen 100.000 Jobs im kommenden Jahr, sagte ein mit dem Gemeinschaftsgutachten Vertrauter. Die Einf&uuml;hrung des Mindestlohns gef&auml;hrde sogar 200.000 Stellen. Die Regierungspolitik verhindere damit einen m&ouml;glichen Abbau der Arbeitslosigkeit &ndash; diese werde 2015 wohl konstant bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/forscher-regierungspolitik-wird-zum-jobkiller-13196845.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Gleichzeitig stellen diese &ldquo;Wirtschaftsforscher&rdquo; fest, da&szlig; die Konjunktur nicht rund l&auml;uft &ndash; m&ouml;glicherweise wegen der zu schwachen Nachfrage???<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pensionen, Mieten, Arbeitsrecht,&hellip; &ndash; Wirtschaftspolitische Empfehlungen der EU-Kommission bald durchsetzbar?<\/strong><br>\nVor wenigen Tagen lie&szlig; die designierte Kommission die Katze aus dem Sack: Sie will daf&uuml;r sorgen, dass ihre wirtschaftspolitischen Forderungen durchsetzbar werden. Deregulierung des Mietrechts, Anpassung des Pensionsantrittsalters an die Lebenserwartung und Flexibilisierung der Lohnfindung waren 2014 noch Empfehlungen. Das soll sich nun &auml;ndern. Die Instrumente dazu sind Wettbewerbspakte 2.0 und ein eigener Haushalt f&uuml;r die Eurozone, auch wenn es daf&uuml;r keine Rechtsgrundlage gibt. Auf den kommenden Treffen des Europ&auml;ischen Rates wird die Grundsatzentscheidung fallen.<br>\nInstrument f&uuml;r Konvergenz und Wettbewerbsf&auml;higkeit, Wettbewerbspakte, Partnerschaften f&uuml;r Wachstum, Besch&auml;ftigung und Wettbewerbsf&auml;higkeit &ndash; so zahlreich wie die Namen, sind auch die Versuche des Europ&auml;ischen Rates einen Konsens &uuml;ber verbindliche Vertr&auml;ge f&uuml;r neoliberale Strukturreformen herzustellen.<br>\nEntsprechende Pl&auml;ne verfolgt Angela Merkel als organische Intellektuelle eines &bdquo;Reformb&uuml;ndnisses&ldquo; aus Unternehmerverb&auml;nden, Finanzindustrie, den nationalen Finanz- und Wirtschaftsministerien, der EU-Kommission, neoliberalen Staatschefs und der EZB bereits seit Anfang des Jahres 2013.<br>\nGeht es dabei um jene L&auml;nder mit Finanzierungsschwierigkeiten auf den Finanzm&auml;rkten oder um jene &Ouml;konomien, die &uuml;berm&auml;&szlig;ige Handelsbilanzdefizite aufweisen? Nein. Denn f&uuml;r diese sind im Windschatten der Krise l&auml;ngst Instrumente beschlossen worden, welche ihre Wirtschaftspolitik auf die Vorgaben des neoliberalen Reformb&uuml;ndnisses verpflichten.<br>\nNeoliberales Reformb&uuml;ndnis zielt auf die verbleibenden L&auml;nder<br>\nBei den Wettbewerbspakten geht es nun auch um die verbleibenden L&auml;nder &ndash; z.B. Frankreich, Deutschland, aber auch &Ouml;sterreich. F&uuml;r alle Euro-Staaten soll ein Hebel geschaffen werden, der &ndash; in den Worten der Kommission &bdquo;politische Hindernisse f&uuml;r die Reform&ldquo; &uuml;berwindet: In bindenden Vertr&auml;gen sollen sich die L&auml;nder auf &bdquo;Strukturreformen im Arbeitsmarkt, im Sozial- und Gesundheitssystem und bei Pensionsregeln&ldquo; verpflichten. Wer zeitgerecht umsetzt, soll daf&uuml;r einen &bdquo;finanziellen&ldquo; Anreiz erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/pensionen-mieten-arbeitsrecht-wirtschaftspolitische-empfehlungen-der-eu-kommission-bald-durchsetzbar\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit in der EU: Eineinhalb Jahre Gerede, null Ergebnis<\/strong><br>\nAnfang 2013 garantierten die EU-Arbeitsminister allen jungen Menschen in Europa ein Jobangebot, eine Ausbildung oder zumindest ein Praktikum. Die SPIEGEL-Dokumentation macht den Faktencheck: Haben die Politiker Wort gehalten?<br>\nAm 8. Oktober treffen sich die europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs in Mailand zu einem Besch&auml;ftigungsgipfel. P&uuml;nktlich melden sich die &uuml;blichen Kritiker zu Wort. Sie pl&auml;dieren f&uuml;r ein Abr&uuml;cken von der rigiden Sparpolitik und fordern einen europ&auml;ischen Investitionsplan f&uuml;r Wachstum und Besch&auml;ftigung.<br>\nFazit: Die EU hat nicht Wort gehalten. Eine positive Wirkung der Anfang 2013 abgegebenen EU-Jobgarantie k&ouml;nnen wir bisher nicht feststellen. Im Gegenteil: In der Eurozone hat sich seitdem der Arbeitsmarkt f&uuml;r Jugendliche vergleichsweise schlechter entwickelt als der f&uuml;r Erwachsene.<br>\nNote: Ungen&uuml;gend (6)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/eu-gipfel-politik-versagt-bei-jobgarantie-fuer-jugendliche-a-995978.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Schon die absch&auml;tzige Bezeichnung der Kritiker der Austerit&auml;tspolitik als &bdquo;die &uuml;blichen Kritiker&ldquo; l&auml;sst ahnen, dass diese verfehlte Politik nicht wirklich als Ursache der Misere gesehen werden darf, sondern nur Politiker, die &bdquo;Wort nicht gehalten&ldquo; h&auml;tten. Die Frage ist nur, wie sollte die Politik f&uuml;r Jobangebote sorgen, wenn sie den betroffenen L&auml;ndern ein Austerit&auml;tsregime aufzwingen, die die jeweiligen Wirtschaften in einer Abw&auml;rtsspirale zwingen und damit die Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften verringert?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rezensionen zu Pikettys &ldquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&rdquo;<\/strong><br>\nDie Real-World Economics Review hat eine Sammlung von Rezensionen zu Piketty&rsquo;s &ldquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&rdquo; harusgegeben. Unter den Autoren befinden sich Yanis Varoufakis, Richard Koo, Michael Hudson, James K. Galbraith und Dean Baker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.paecon.net\/PAEReview\/issue69\/whole69.pdf\">real-world economics review [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gl&uuml;cksatlas: Deutsche sind so gl&uuml;cklich wie nie zuvor<\/strong><br>\nDie Deutschen sind so gl&uuml;cklich und zufrieden wie nie zuvor, vor allem im Norden. Doch Menschen in Ostdeutschland hadern noch immer mehr mit ihrem Leben als ihre Nachbarn im Westen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/gluecksatlas-2014-deutsche-sind-so-zufrieden-wie-nie-zuvor-13196262.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dabei geht es den Deutschen objektiv deutlich schlechter als noch vor dem Jahr 2000, taumelt die Wirtschaft von einer Krise in die n&auml;chste, gab es noch nie eine solche Distanz zwischen Politik und Wahlvolk. Verstehe das, wer will.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> Der FAZ-Leser Matthias Jehn schreibt dazu:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;In der DDR waren auch alle B&uuml;rger mit ihrem Leben und dem Staat gl&uuml;cklich &ndash; fragen Sie mal Margot Honecker!&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bontrup-Erwiderung, die dritte: Kann Arbeitszeitverk&uuml;rzung die Knappheit des Produktionsfaktors Arbeit erh&ouml;hen?<\/strong><br>\nIn unserer Kontroverse mit Heinz-Josef Bontrup zum Thema Arbeitszeitverk&uuml;rzung (AZV) als Mittel zur Verringerung von Arbeitslosigkeit haben wir den Vorwurf erhoben, die Argumentation der Bef&uuml;rworter von Arbeitszeitverk&uuml;rzung spiele den neoklassisch bzw. neoliberal argumentierenden &Ouml;konomen in die H&auml;nde. Dies wollen wir heute sorgf&auml;ltig begr&uuml;nden. Vorweg wollen wir betonen, dass es uns keinesfalls um einen pers&ouml;nlichen Angriff gegen Professor Bontrup geht oder darum, seine Verdienste in Sachen Konjunkturforschung oder gar sein Engagement (wie das vieler seiner Mitstreiter und anderer AZV-Bef&uuml;rworter) f&uuml;r eine Verbesserung der Situation der Arbeitslosen und Unterbesch&auml;ftigten klein zu reden. Unsere Lageanalysen decken sich ja in vielerlei Hinsicht. Es geht hier ausschlie&szlig;lich darum, eine tragf&auml;hige Position in Sachen Tarifpolitik zu entwickeln, die erfolgversprechend in Hinblick auf den Abbau von Arbeitslosigkeit ist, und alternative Vorschl&auml;ge auf ihre Tragf&auml;higkeit hin zu untersuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/bontrup-erwiderung-die-dritte-kann-arbeitszeitverkuerzung-die-knappheit-des-produktionsfaktors-arbeit-erhoehen\/\">Flassbeck-Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Karenzzeit f&uuml;r Minister: Willkommen in der Pharis&auml;erdemokratie!<\/strong><br>\nDie Koalition schr&auml;nkt die Berufsfreiheit der Minister ein und verordnet ihnen eine Karenzzeit f&uuml;r den Wechsel in die Wirtschaft. Das wird als Ausdruck demokratischer Tugend gefeiert, ist aber das Gegenteil.<br>\nDie Koalition gibt dem Druck dieser Proteste nach, die davon leben, das sie nicht nur &bdquo;die&ldquo; Politiker, sondern auch Interessen unter einen Generalverdacht stellen (au&szlig;er ihre eigenen). Willkommen in der Pharis&auml;erdemokratie!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/kommentar-zur-karenzzeit-fuer-minister-willkommen-in-der-pharisaeerdemokratie-13194498.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wie viele Kommentatoren richtig anmerken, gibt es bei vielen (gehobenen) Stellen Konkurrenzverbote, die auch nach Beendigung eines Arbeitsverh&auml;ltnisses zwei oder mehr Jahre nachwirken. Im Umkehrschlu&szlig; werden die Betroffenen daf&uuml;r besser bezahlt &ndash; wie eben auch Minister.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gl&uuml;ckskind des Tages: Wladimir Putin<\/strong><br>\nKein Staatsoberhaupt der Welt d&uuml;rfte am Wochenende gl&uuml;cklicher gewesen sein als Wladimir Putin, denn &uuml;ber Nacht wurde der Kreml mit einem riesigen Schatz schwarzen Goldes beschenkt. Der staatliche Konzern Rosneft bohrte eine gigantische &Ouml;lblase in der Kara-See im Arktischen Ozean an, was Hunderte Milliarden Euro in die russischen Staatskassen sp&uuml;len wird. &raquo;Unsere k&uuml;hnsten Erwartungen wurden &uuml;bertroffen&laquo;, erkl&auml;rte Rosneft-Chef Igor Setschin am Samstag in einem Interview auf einer Bohrinsel in der Kara-See und betonte, da&szlig; &raquo;die au&szlig;ergew&ouml;hnliche Bedeutung dieser Entdeckung darin liegt, da&szlig; das Vorhandensein von Kohlenwasserstoffen in der Arktis bewiesen ist.&laquo; Zum Leidwesen Washingtons wird das Ru&szlig;lands globale Bedeutung als Energiesupermacht weiter steigern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/ansichten\/gl%C3%BCckskind-des-tages\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist die &ldquo;junge Welt&rdquo; kein &Ouml;ko-Blatt, aber die Zeitung definiert sich sicherlich &uuml;ber eine permanente Kritik der US-Regierungen hinaus als Zeitung mit kritischem Pontential. Es d&uuml;rfte der &ldquo;jungen Welt&rdquo; nicht entgangen sein, dass &Ouml;lf&ouml;rderung unter den fragilen Bedingungen der Arktis mit einer weitaus h&ouml;heren Wahrscheinlichkeit zu Umweltkatastrophen f&uuml;hren kann. Und sie sollte betreffs der technologischen F&auml;higkeiten russischer Unternehmen auch nicht ihre Leser &ldquo;verkackeiern&rdquo;. Es wird noch sehr lange dauern, bis &ldquo;die Russen die US-Technik  beherrschen&rdquo; bzw. Erd&ouml;ltechnologie auf diesem Niveau selbst entwickeln. So traurig es ist, derzeit scheint die chinesische Volkswirtschaft n&auml;her daran zu sein, sich die technologischen Fertigkeiten des Westens anzueignen, als die russische.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wir sollten Russland helfen, seine &ldquo;technologischen Fertigkeiten&rdquo; zu verbessern. Das w&auml;re in beider Interesse und obendrein eine wichtige vertrauensbildende Ma&szlig;nahme.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Debatte Gaucks Haltung zu Russland: Traditionsbruch mit Folgen<\/strong><br>\nDas Ressentiment von Joachim Gauck gegen&uuml;ber Putin belastet eine diplomatische L&ouml;sung. Der Pr&auml;sident f&uuml;ttert die Schatten alter Gespenster.<br>\nJoachim Gauck war in seiner ganzen Amtszeit als Bundespr&auml;sident noch kein einziges Mal in Russland. Das ist als Faktum schon ungew&ouml;hnlich genug, denn Moskau-Diplomatie geh&ouml;rte in der alten Bundesrepublik zum Anfangssoll einer jeden Kanzlerschaft oder Pr&auml;sidentschaft. Das ergab sich zwingend aus der politischen Bedeutung, die das Verh&auml;ltnis der Deutschen zu den Russen f&uuml;r die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des ganzen Kontinents hatte.<br>\nGenau genommen begann das Ungl&uuml;ck mit der Debatte &uuml;ber den Boykott der Olympischen Spiele von Sotschi. Wie schon vier Jahre zuvor in den Boykottforderungen gegen die Spiele von Peking waren auch diesmal wieder die Wochen vor der Er&ouml;ffnung die hohe Zeit heftiger medialer Kampagnen &ndash; wobei der offene oder unausgesprochene Vergleich mit Hitlers Olympiade von 1936 immer noch als Folie herhalten muss.<br>\nDas heutige Russland ist aber ebenso wenig die unver&auml;nderte Sowjetunion Stalins, wie das heutige China noch der Diktatur Mao-Tse-tungs gleicht.<br>\nEs ist bekannt: Unser Bundespr&auml;sident hat aus biografischen Gr&uuml;nden, wegen der vierj&auml;hrigen Haftzeit seines Vaters in Sibirien, gro&szlig;e Probleme im Umgang mit dem Land, in dem er immer noch die alte Sowjetunion am Werk sieht. Aber darf ein Pr&auml;sident das Verh&auml;ltnis zwischen zwei europ&auml;ischen Staaten und die gesamte Diplomatie dieser L&auml;nder zur Geisel nehmen, um seine Familiengeschichte zu bew&auml;ltigen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Gaucks-Haltung-zu-Russland\/!147229\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Italien plant zweiw&ouml;chige Polizeioperation gegen Migranten in der gesamten EU<\/strong><br>\nVom 13. bis 26. Oktober werden an Bahnh&ouml;fen, Autobahnen oder Flugh&auml;fen &ldquo;Schwerpunktfahndungsma&szlig;nahmen&rdquo; durchgef&uuml;hrt. Mehrere Tausend Polizisten sind im Einsatz<br>\nDie italienische Regierung bereitet eine gro&szlig;angelegte Polizeioperation f&uuml;r das gesamte Gebiet der Europ&auml;ischen Union vor. Damit kn&uuml;pft Italien an fr&uuml;here, &auml;hnliche Ma&szlig;nahmen anderer L&auml;nder an. Auf diese Weise fahnden die Polizeibeh&ouml;rden an Verkehrsknotenpunkten nach Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis. Solche &ldquo;Gemeinsamen Polizeioperationen&rdquo; (&ldquo;Joint Police Operations&rdquo;) werden gew&ouml;hnlich von jeder der halbj&auml;hrlich wechselnden EU-Pr&auml;sidentschaften organisiert. Lediglich Griechenland hatte in seinem k&uuml;rzlichen endenden EU-Vorsitz keine Operation durchgef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42375\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Spitzenreiter der Herzlosen<\/strong><br>\nMehr als die H&auml;lfte der Roma auf dem Westbalkan lebt nach Expertensch&auml;tzungen vom W&uuml;hlen im M&uuml;ll. W&auml;re diese Erkenntnis Ma&szlig;stab allen Handels, k&ouml;nnten viele Fl&uuml;chtlingsfamilien noch lange im S&uuml;dwesten bleiben. Denn selbst das Innenministerium h&auml;lt Abschiebungen f&uuml;r verboten, wenn erniedrigende Behandlung droht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/ueberm-kesselrand\/184\/spitzenreiter-der-herzlosen-2481.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder einige interessante Beitr&auml;ge in der Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>&ldquo;Kommunalpolitisch dumm&rdquo;:<\/strong> Nur zwei Wochen nach dem Start des &ldquo;Gerber&rdquo; am westlichen Rand der Innenstadt er&ouml;ffnet mit dem &ldquo;Milaneo&rdquo; schon der n&auml;chste gro&szlig;e Einkaufstempel in der Landeshauptstadt. Der Soziologe Jan Wehrheim warnt vor der Vermischung von privatem und &ouml;ffentlichem Raum in Shopping Malls &ndash; und deren Menschen-Gleichmacherei.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Beifall verboten:<\/strong> Dass Gerichtsverhandlungen &ouml;ffentlich zug&auml;nglich sind, hat gute Gr&uuml;nde. Dar&uuml;ber, wie leicht oder aber schwer der &Ouml;ffentlichkeit der Zugang gemacht wird, d&uuml;rfen Richter bestimmen. Der Vorsitzenden Richterin im Stuttgarter Wasserwerfer-Prozess w&auml;re es offenbar am Liebsten, wenn die &Ouml;ffentlichkeit gleich ganz drau&szlig;en bliebe.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Aus der Wohnung gedr&auml;ngt:<\/strong> Die Mieten explodieren, die Einkommen kommen nicht nach. Vor allem in Stuttgart. Der gr&uuml;ne Oberb&uuml;rgermeister Fritz Kuhn hat das Problem zur Chefsache erkl&auml;rt. Doch von einer Trendwende ist wenig zu bemerken. Eine landesweite Aktionswoche soll nun aufr&uuml;tteln.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Wiedergeburt des Wutb&uuml;rgers:<\/strong> Gegen Ende der elft&auml;gigen Er&ouml;rterung zur Anbindung des Flughafens an Stuttgart 21 schlagen die Wellen hoch. Die Deutsche Bahn muss das Gesamtprojekt rechtfertigen &ndash; was ihr nur bedingt gelingt. In die Defensive dr&auml;ngt sie ein Physiker, der Widerspr&uuml;che in Studien und Statements der Vorhabentr&auml;gerin aufdeckt.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Die Heidelberg-Harmonie:<\/strong> Heidelberg galt einst als linke Stadt. Und noch bei den Gemeinderatswahlen im Mai 2014 war der konservative B&uuml;rgerblock in der Minderheit. Doch Gr&uuml;ne und SPD finden keinen Kandidaten f&uuml;r die OB-Wahl am 19. Oktober. Amtsinhaber Eckart W&uuml;rzner, parteilos und konservativ, wird einen leichten Sieg davon tragen. Heidelberg hat seinen Frieden mit der Politik gemacht.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&Uuml;berwachung: Die Macht ist wichtiger als das Grundgesetz<\/strong><br>\nDer Umgang der Bundesregierung mit der Eikonal-Aff&auml;re ist nicht nur irgendein Skandal. Das rot-gr&uuml;ne Kanzleramt hat den BND jahrelang bewusst die Verfassung brechen lassen. Wenn Angela Merkel von Rechtsstaatlichkeit spricht, ist das nur Gerede.<br>\nIns Herz der seltsam pl&ouml;tzlichen Diskussion hinein, ob die DDR ein &ldquo;Unrechtsstaat&rdquo; war, hat der Autor Heiko Werning in der taz einen Beitrag hineingeschossen, mit dem er sich gezielt zwischen alle verf&uuml;gbaren St&uuml;hle setzt. Wenn man der Interpretation von Werning folgt, der von der DDR als &ldquo;unappetitlichem Drecksstaat&rdquo; spricht, liegen die Begr&uuml;ndungen nahe: Grenztote, Unfreiheit in Bewegung und Meinung &ndash; und &Uuml;berwachung. Es ist kein Zufall, dass ein diktatorischer Staat wie die DDR auf &Uuml;berwachung gesetzt hat, denn &Uuml;berwachung bedeutet Kontrolle. Es beginnt mit der Ver&auml;nderung in den K&ouml;pfen, einer indirekten Form von Kontrolle. Wenn man ahnt, dass man &uuml;berwacht wird, ver&auml;ndert man sein Verhalten, trifft Entscheidungen nicht mehr frei und &auml;u&szlig;ert nicht mehr frei die Meinung. &Uuml;berwachung bedeutet aber auch direkte Kontrolle zur Durchsetzung der Regeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/sascha-lobo-ueber-den-bnd-und-den-bruch-der-verfassung-a-995979.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>BKA-Etiketten f&uuml;r B&uuml;rge: Kennzeichen: geisteskrank<\/strong><br>\nEin Kontakt mit der Polizei kann unangenehme Folgen haben, auch solche, von denen man selbst nichts bemerkt. Und zwar selbst dann, wenn sich aus der Angelegenheit nie ein Verfahren ergibt, oder ein Verfahren ohne Urteil. Das Bundeskriminalamt hat mehr als 1,5 Millionen Menschen in einer Datenbank mit Stichworten versehen. Wer mit dem BKA in Kontakt kam, kann deshalb bislang auch als &ldquo;Fixer&rdquo; gekennzeichnet werden, als &ldquo;Sexualt&auml;ter&rdquo; oder als &ldquo;geisteskrank&rdquo;. Die Kategorisierung kann nicht nur von BKA-Beamten eingesehen werden, sondern auch von Polizisten in den Bundesl&auml;ndern und vom Zoll. Dort wird sie nach Angaben des BKA auch in das Informationssystem der Polizei (&ldquo;Inpol&rdquo;) eingetragen. Das alles ist erlaubt, einerseits, um Beamte zu sch&uuml;tzen und andererseits, um die Menschen zu sch&uuml;tzen, mit denen die Polizisten Umgang haben. &ldquo;Freitodgefahr&rdquo; und &ldquo;Hilflosigkeit vermutet&rdquo; sind deshalb ebenfalls unter den Etiketten, die zumindest den Vorschriften nach nicht diskriminierend sein d&uuml;rfen. Das BKA weist darauf hin, dass bei der Vergabe eines Etiketts stets der Einzelfall gepr&uuml;ft werden m&uuml;sse, als &ldquo;Bet&auml;ubungsmittelkonsument&rdquo; werde demnach nur bezeichnet, wer das Risiko einer &ldquo;erheblichen Gesundheitsgefahr f&uuml;r sich selbst oder etwa Polizeibedienstete&rdquo; trage. Die Debatten um Datenschutz und Pers&ouml;nlichkeitsrechten in den vergangenen Jahren zeigen, wie schnell die Grenze zwischen dem urspr&uuml;nglichen Zweck einer Datenspeicherung und neuen Ideen verschwimmt. Was bedeutet es f&uuml;r einen Menschen, wenn der Staat ihn in internen Datenbanken f&uuml;r &ldquo;geisteskrank&rdquo; erkl&auml;rt hat?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/bka-etiketten-fuer-buerger-kennzeichen-geisteskrank-1.2146857\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist sicherlich sinnvoll Straft&auml;ter polizeilich zu erfassen, aber anscheinend werden hier auch Menschen erfasst, die strafrechtlich nie verurteilt wurden. Man w&uuml;rde schon gerne wissen, nach welchen Kriterien diese Stigmatisierung erfolgt. &ldquo;Fixer&rdquo; ja, &ldquo;Alkoholiker&rdquo; nein? Man k&ouml;nnte auch Herrn zu Guttenberg oder Frau Schavan in einer Gruppe Hochstapler erfassen. Und wo bleiben all die &ldquo;Geisteskranken&rdquo;, die ihre Frauen und Kinder schlagen. Ach so, sie gef&auml;hrden ja nicht die Polizei. Das Argument &ldquo;zum Schutz der betroffenen Personen&rdquo; kann ich mir so gar nicht recht vorstellen. W&auml;re eine Situation wie die am Neptunbrunnen in Berlin im Juni vergangenen Jahres (Erschie&szlig;en eines nackten Mannes mit Messer) durch einen Registereintrag &ldquo;geisteskrank&rdquo; anders verlaufen. Es war doch offenkundig, dass der Mann nicht mehr Herr seiner Sinne war.<br>\nLiest man die <a href=\"http:\/\/andrej-hunko.de\/start\/download\/doc_download\/499-schriftliche-frage-zu-kategorien-von-personengebundenen-hinweisen-phw\">Antwort<\/a> auf die schriftliche Frage des Abgeordneten Andrej Hunko zu &ldquo;personengebundenen Hinweisen&rdquo; von Polizeien und Geheimdiensten des Bundes in entsprechenden (auch in gemeinsam mit Beh&ouml;rden der Bundesl&auml;nder gef&uuml;hrten) Informationssystemen, so f&auml;llt man bei den politischen Kategorien fast vom Stuhl: Das Bundeskriminalamt stuft 3.500 Personen als potentielle &lsquo;Straft&auml;ter links&lsquo; ein. In der Kategorie &lsquo;Straft&auml;ter rechts&lsquo; finden sich lediglich 10 Personen. Kein Wunder denkt man und findet das NSU-Debakel best&auml;tigt. Inzwischen hat sich das Innenministerium korrigiert: Nicht zehn, sondern 20.054 rechte Straft&auml;ter seien in der PHW-Datenbank, und auf der linken Seite seien es 9.763. Auch bei &ldquo;Prostitution&rdquo;, &ldquo;Rockern&rdquo;, &ldquo;Sexualt&auml;tern&rdquo; und &ldquo;politisch motivierter Ausl&auml;nderkriminalit&auml;t&rdquo; hatte sich das BMI &ldquo;durch ein B&uuml;roversagen&rdquo; <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/ansichten\/geisteskranke-beim-bka\">vertan<\/a>. &ndash; Was aber am meisten beunruhigt ist die Frage, was der deutsche Staat wohl noch an Informationen und unter welch fragw&uuml;rdigen Kriterien zu ihren B&uuml;rgern sammelt &ndash; z.B. unter Nutzer der NachDenkSeiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gro&szlig;mufti Saudi-Arabiens verurteilt Terrorgruppe IS deutlich<\/strong><br>\nGestern ging der Haddsch, die islamische Pilgerfahrt nach Mekka zu Ende. Vor rund 2 Millionen Menschen aus 166 L&auml;ndern hat dort der Gro&szlig;mufti Saudi-Arabiens Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich deutliche Worte zur Terrorgruppe IS gefunden. Auf dem heiligen Berg Arafat hat er den IS &bdquo;in tiefster Weise verdammt&ldquo;, &bdquo;als Kriminelle und Tyrannen mit einer abartigen Ideologie&ldquo; bezeichnet und die Muslime gewarnt &bdquo;eure Religion ist bedroht, das sind abscheuliche Verbrecher&ldquo;.<br>\nLeider hat das in deutschen Medien kaum Beachtung gefunden. Es passt nicht ins Konzept von Islamophobie und antimuslimischem Rassismus, wie er uns hierzulande gepredigt wird. Die &bdquo;Welt&ldquo; berichtet zwar, aber bereits die &Uuml;berschrift verr&auml;t deren Rassismus.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/podcasts\/wdr2\/weltzeit168.html\">WDR (ab Minute 12:10 berichtet WDR-Reporterin Cornelia Wegerhoff)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/news1\/article132886817\/Saudiarabischer-Grossmufti-hetzt-gegen-IS-Dschihadisten.html\">Welt.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wilfried Schmickler: Montagsfrage &ndash; Burbach ist &uuml;berall (06.10.2014)<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/wilfried_schmickler100.html\">WDR2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23519","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23519","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23519"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23519\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23524,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23519\/revisions\/23524"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23519"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23519"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23519"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}