{"id":2362,"date":"2007-05-25T08:23:12","date_gmt":"2007-05-25T06:23:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2362"},"modified":"2007-05-25T08:23:12","modified_gmt":"2007-05-25T06:23:12","slug":"hinweise-des-tages-401","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2362","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>attac: G8-Regierungserkl&auml;rung &ndash; Rede der Scheinheiligkeit<\/strong><br>\nDie heutige Regierungserkl&auml;rung von Kanzlerin Angela Merkel zum G8-Gipfel zeigt nach Ansicht des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac, worum es der Bundesregierung wirklich geht: &ldquo;L&auml;sst man die ganze rhetorische Schaumschl&auml;gerei beiseite, bleibt nur eine Forderung &uuml;brig: Vorfahrt f&uuml;r das Kapital&rdquo;, sagte Pedram Shahyar vom Attac-Koordinierungskreis. Merkel versuche, Markt&ouml;ffnung und Liberalisierung des Welthandels als Segen f&uuml;r alle Menschen darzustellen. &ldquo;Tats&auml;chlich profitieren in erster Linie die gro&szlig;en Konzerne und das gro&szlig;e Geld&rdquo;, betonte Shahyar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/presse_ausgabe.php?id=705\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Nachts um drei<\/strong><br>\nZum ersten Mal debattiert der Bundestag einen umfassenden Bericht &uuml;ber den Zustand von Kitas, Schulen und Universit&auml;ten. Doch &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit scheint unerw&uuml;nscht zu sein<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2007\/22\/Glosse-22\">ZEIT<\/a><\/li>\n<p><strong>Nur wenige Juniorprofessoren<\/strong><br>\nDer Ausbau der Juniorprofessur, einst erdacht als Abl&ouml;semodell der langwierigen Habilitation, ist ins Stocken geraten. Zu diesem Ergebnis kommt das Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) in seiner j&uuml;ngsten Studie.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1141430\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.che.de\/cms\/?getObject=5&amp;getName=News+vom+23.05.2007&amp;getNewsID=674&amp;getCB=398&amp;getLang=de#publikationenbox\">Bertelsmann-Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE))<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Die Juniorprofessur war leider von vorneherein zum weitgehenden Scheitern verurteilt, so lange als haupts&auml;chlicher Qualifizierungsweg zur Professur die Habilitation (&bdquo;das zweite Buch&ldquo;) erhalten blieb. Die Juniorprofessur sollte ja den schon in j&uuml;ngeren Jahren unabh&auml;ngigen Wissenschaftler garantieren. Damit w&auml;re das bisherige &bdquo;Zunftprinzip&ldquo; mit dem Ordinarius als &bdquo;Meister&ldquo; und dem sich habilitierenden Assistenten als &bdquo;Geselle&ldquo; in Frage gestellt, wobei dann noch der Meister dar&uuml;ber entscheidet, ob der Geselle den Meisterbrief (die Habilitation) schafft. Wer w&uuml;rde sich als Hochschullehrer dieses Abh&auml;ngigkeits- (und vielfach dieses Ausbeutungs-)Verh&auml;ltnis nehmen lassen wollen. Es gibt f&uuml;r die Hochschullehrer einer Fakult&auml;t nicht das geringste Eigeninteresse, Juniorprofessuren einzurichten, die ohne (formale) Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnisse forschen und lehren k&ouml;nnten. Da hat man doch lieber den Assistenten, der f&uuml;r den Professor die Laborarbeit leistet, die Auswertungen vornimmt und sogar noch die Vortr&auml;ge oder Ver&ouml;ffentlichungen schreibt, Kongresse organisiert und das Institut managt. So bleiben junge Wissenschaftler bis zum 40. Lebensjahr und l&auml;nger abh&auml;ngig.<br>\nDas ist einer der Hauptgr&uuml;nde daf&uuml;r, warum j&uuml;ngere deutsche Wissenschaftler in die USA oder ins &uuml;brige Ausland gehen. Gerade in den USA haben das Teamprinzip und die fr&uuml;he Selbst&auml;ndigkeit das neue Forschungsans&auml;tze schneller zum Durchbruch kamen. Bei uns hat man den alten Zopf der Habilitation nicht abgeschnitten, sondern hat mit der Juniorprofessur nur einen zweiten Pferdeschwanz angebunden. Kein Wunder dass der nicht w&auml;chst.<\/em><\/p>\n<li><strong>Ein verbindlicher Mindestlohn ist mittlerweile vom Tisch &ndash; ein Kombilohn soll dar&uuml;ber hinweg tr&ouml;sten<\/strong><br>\nM&uuml;ntefering schwante wohl, dass branchenbezogene Mindestlohnvarianten aus dem Wolkenkuckucksheim nicht ausreichen, um in der &Ouml;ffentlichkeit punkten zu k&ouml;nnen. Deshalb vollf&uuml;hrt er in einem zweiten Schritt einen Salto mortale. Mit einem so genannten Erwerbst&auml;tigenzuschlag, der nichts anderes ist als der bei der SPD bislang unbeliebte Kombilohn, sollen Geringverdiener k&uuml;nftig ein existenzsicherndes Einkommen erhalten. Bei Bruttol&ouml;hnen zwischen 800 und 1.300 Euro will man den Arbeitnehmern ihren Anteil an den Sozialbeitr&auml;gen in H&ouml;he von 20 Prozent degressiv auszahlen &ndash; gleichzeitig entf&auml;llt ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld II.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/21\/07210502.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Kleinfeld hoch zwei<\/strong><br>\nDie neue Siemens-F&uuml;hrung will die Unternehmensstrategie deutlich st&auml;rker als bisher auf einen h&ouml;heren Aktienpreis ausrichten und erw&auml;gt dabei auch den Verkauf weiterer Konzernteile. Mehrere Aufsichtsr&auml;te sagten dem Tagesspiegel, der neue Aufsichtsratschef Gerhard Cromme und der designierte Vorstandschef Peter L&ouml;scher wollten den sogenannten Shareholder Value klar in den Mittelpunkt stellen, um die Gefahr einer &Uuml;bernahme des Konzerns zu verringern. Ein Gespr&auml;chspartner aus dem Unternehmen sagte unter Berufung auf zwei Aufsichtsr&auml;te, dass Cromme sogar ein konkretes Kursziel festgelegt habe: Der Siemens-Aktienkurs &ndash; derzeit knapp 95 Euro &ndash; m&uuml;sse langfristig auf 130 bis 140 Euro steigen, also um 40 bis 50 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/archiv.tagesspiegel.de\/drucken.php?link=archiv\/25.05.2007\/3288744.asp\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Mit Selbstkritik w&auml;re EU glaubw&uuml;rdiger&laquo;<\/strong><br>\nAmnesty-Jahresbericht: &raquo;Politik der Angst&laquo; gef&auml;hrdet Menschenrechte \/ ND-Gespr&auml;ch mit der Generalsekret&auml;rin der deutschen AI-Sektion, Barbara Lochbihler<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nd-online.de\/artikel.asp?AID=110150&amp;IDC=2\">ND<\/a><\/li>\n<li><strong>Charakterloser Lafontaine?<\/strong><br>\nWer die Soldaten in sinnlose H&auml;ndel in Afghanistan verwickelt, ihr Leben riskiert und die Zinksargr&uuml;ckf&uuml;hrung in Kauf nimmt, der denkt an die Truppe, beleidigt sie nicht und f&uuml;hlt mit den Angeh&ouml;rigen der Opfer. Wer weitere Opfer zu meiden sucht, handelt verantwortungslos, verh&ouml;hnt die Lebenden und die Toten. Das ist die Vereinnahmung der &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r Kriegspropaganda, wie wir sie aus Kriegsgesellschaften kennen, aus der Bundesrepublik aber bislang nicht. Ein Kommentar von Jony Eisenberg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/dx\/2007\/05\/24\/a0187.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Polizei filzt Post in Hamburger Briefzentrum<\/strong><br>\nBeamte der Staatsschutzabteilung filzen seit Tagen systematisch Post, die an Hamburger Zeitungen gerichtet ist. So sollen Bekennerschreiben nach Anschl&auml;gen militanter G-8-Gegner gefunden und deren Absender ermittelt werden. Die Polizisten durchsuchen auch die Post der Briefkastenentleerer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article895363\/Polizei_filzt_Post_in_Hamburger_Briefzentrum.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Sicherheitshysterie anl&auml;sslich des G 8 nimmt Formen der Hexenjagd an.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sozialabbau als Rekrutierungshilfe &ndash; vom Staatsb&uuml;rger in Uniform zur Armee der Unterprivilegierten<\/strong><br>\nEin Schreiben des Psychologischen Dienstes des Verteidigungsministeriums an das Personalamt der Bundeswehr gibt an, eine Herabsenkung der Eingangsqualifikationen sei &ldquo;zur Erleichterung der schwierigen Bedarfdeckung&rdquo; besonders f&uuml;r Auslandseins&auml;tze erforderlich. Wer eine berufliche und soziale Perspektive hat, geht angesichts der hohen Wahrscheinlichkeit, sich in einem Kriegseinsatz wieder zu finden, in der Regel nicht zur Bundeswehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2007.php3?id=1565\">Informationsstelle Militarisierung (IMI) e. V.<\/a><\/li>\n<li><strong>So wehrt sich die INSM vor Gericht &uuml;ber unliebsame Meinungen in Wikimedia<\/strong><br>\nDie INSM hat zun&auml;chst eine einstweilige Verf&uuml;gung gegen eine harte Kritik beantragt, diese aber dann zur&uuml;ckgezogen und nun eine Klage eingereicht. Er&ouml;ffnung des Hauptverfahrens ist offen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/90187\">Heise<\/a><\/li>\n<li><strong>Studie: So entsteht ein Meinungsmainstream. Wiederholungen erh&ouml;hen die Glaubw&uuml;rdigkeit<\/strong><br>\nAmerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Wiederholen einer Meinung die eigene Glaubw&uuml;rdigkeit erh&ouml;ht und die Zuh&ouml;rer den Standpunkt schnell als allgemein bekannt bewerten. Dabei ist unwichtig, ob mehrere Personen diese Auffassung teilen oder immer wieder die gleiche Person diese Meinung &auml;u&szlig;ert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.unikosmos.de\/2479,Wiederholungen_.htm\">Unikosmos<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dazu bedurfte es eigentlich keiner wissenschaftlichen Studie. Das erlebt man doch jeden Tag. Schr&ouml;der wiederholte nur st&auml;ndig die Begriffe Globalisierung und Demografie. Miegel, Raffelh&uuml;schen, Sinn und all die anderen wiederholen immer nur wieder die gleichen Behauptungen und allm&auml;hlich plapperten sie alle nach.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zeit der Rache<\/strong><br>\nWeltbank-Pr&auml;sident Paul Wolfowitz ist mit einer Intrige gest&uuml;rzt worden. Nicht die Freundin war das wahre Problem. Man &uuml;bte Vergeltung f&uuml;r seine Reformen und den Irak-Krieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltwoche.ch\/artikel\/print.asp?AssetID=16564&amp;CategoryID=91\">Weltwoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Je nachdem, wer Nachfolger wird, mag es f&uuml;r die Weltbank ein Segen sein, dass Wolfowitz gehen muss. Offenbar wird aber innerhalb der Bank wie in der &Ouml;ffentlichkeit mit zweierlei Ma&szlig; gemessen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>G&uuml;nter Wallraff ist zur&uuml;ck<\/strong><br>\n&hellip; und wieder in verschiedenen Rollen unterwegs. Diesmal: Undercover im Callcenter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/2007\/22\/Guenter-Wallraff\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>S&uuml;damerika will unabh&auml;ngig werden<\/strong><br>\nVenezuelas Pr&auml;sident Hugo Ch&aacute;vez hat es geschafft. Mit f&uuml;nf weiteren Regierungen gr&uuml;ndet er eine &ldquo;Bank des S&uuml;dens&rdquo; &ndash; als Alternative zu IWF und Weltbank. Die Konturen des &ldquo;eigenen Entwicklungsmodells&rdquo;, das sie verfolgen, bleiben jedoch unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/dx\/2007\/05\/24\/a0169.1\/textdruck\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Br&uuml;ckenbauerin hinter Gittern<\/strong><br>\nEin Familienbesuch hat sich f&uuml;r Haleh Esfandiari als b&ouml;se Falle entpuppt. Seit fast f&uuml;nf Monaten wird die US-Forscherin im Iran festgehalten, seit dem 8. Mai im Teheraner Evin-Gef&auml;ngnis.<br>\nQuelle : <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/dx\/2007\/05\/24\/a0127.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Heiligendamm soll Atomgipfel werden<\/strong><br>\nDie USA wollen beim G-8-Gipfel die F&ouml;rderung der Atomkraft beschlie&szlig;en. Deutschland f&uuml;hlt sich isoliert. Italien auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/dx\/2007\/05\/24\/a0168.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Afghanistan: &ldquo;Das Aufbaukonzept funktioniert nicht&rdquo;<\/strong><br>\nDie Bundeswehr &uuml;bernimmt in Afghanistan Aufgaben, die die Zivilgesellschaft vor Ort besser kann. Zudem erreicht das Geld der internationalen Geber die Menschen auf den D&ouml;rfern nicht, sagt der Politologe Sultan Karimi.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/dx\/2007\/05\/24\/a0204.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2362","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2362","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2362"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2362\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2362"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2362"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2362"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}