{"id":23620,"date":"2014-10-17T09:11:44","date_gmt":"2014-10-17T07:11:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620"},"modified":"2014-10-17T09:11:44","modified_gmt":"2014-10-17T07:11:44","slug":"hinweise-des-tages-2235","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h01\">Attac verliert Status der Gemeinn&uuml;tzigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h02\">Jakob Augstein: Wir Terroristen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h03\">Merkel und Putin beraten bis tief in die Nacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h04\">Oskar Lafontaine spricht Klartext &uuml;ber die Weltpest USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h05\">Von der Leyen unter Druck: Juristen halten geplante Bundeswehreins&auml;tze f&uuml;r verfassungswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h06\">Fabian Fritzsche: Schluss mit der Verbesserung der Wettbewerbsf&auml;higkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h07\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h08\">Lucas Zeise: Elend der Konjunkturforscher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h09\">Axel Troost: Haushaltspolitik &ndash; eine Schwarze Null ist kein Selbstzweck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h10\">Zerfall von Rubel und Erd&ouml;lpreis: Russland gegen den Rest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h11\">Economically, Germany is a threat to itself<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h12\">Brandgef&auml;hrliche Stimmungsmache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h13\">NSA-Ausschuss bricht Sitzung ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h14\">Rechtsextreme Frauen: Verharmlost und verkannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h15\">Schottland: Kampf um Unabh&auml;ngigkeit ist weiter Thema<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h16\">OECD-Studie zur Einkommensverteilung: Bildung ist kein Aufstiegsgarant mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h17\">Experten fordern h&ouml;here Baf&ouml;g-S&auml;tze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620#h18\">PoWi mit&rsquo;m Barth<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23620&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Attac verliert Status der Gemeinn&uuml;tzigkeit<\/strong><br>\nDas Finanzamt spricht der globalisierungskritischen NGO Attac die Gemeinn&uuml;tzigkeit ab. Die finanziellen Nachteile sind enorm, f&uuml;r Attac steht die Existenz auf dem Spiel. Die SPD vermutet politische Gr&uuml;nde hinter dem Vorgehen.<br>\nDie Spender haben es zuerst erfahren: Wer auf der Homepage von Attac nach den Kontodaten sucht, findet den Hinweis, dass die globalisierungskritische Organisation derzeit keine Spendenquittungen ausstellt. Das Finanzamt Frankfurts, wo der Bundesvorstand des Vereins sitzt, hat beschlossen, dass die Ziele von Attac nicht gemeinn&uuml;tzig genug seien. Vielmehr seien sie allgemeinpolitisch und damit keiner &ouml;ffentlichen F&ouml;rderung w&uuml;rdig. &bdquo;Wir waren sehr &uuml;berrascht, vor allem &uuml;ber die drastische Ablehnung&ldquo;, sagte die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Stephanie Handtmann der Frankfurter Rundschau.<br>\nDie finanziellen Nachteile sind enorm. Durch den Entzug der Gemeinn&uuml;tzigkeit fallen steuerliche Verg&uuml;nstigungen weg, etwa die f&uuml;r Spender, die ihren Obolus in der n&auml;chsten Steuererkl&auml;rung absetzen k&ouml;nnen. Die Spenderinnen und Spender finanzieren Attac zu 95 Prozent. &bdquo;Das Spendenvolumen bricht nach der Aberkennung erfahrungsgem&auml;&szlig; drastisch ein&ldquo;, sagt J&ouml;rg Sauer, Rechtsanwalt der Stuttgarter Kanzlei Ebner-Stolz und spezialisiert auf Vereinsrecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/attac-attac-verliert-status-der-gemeinnuetzigkeit,1472596,28753622.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Willkommen in der Freiheit! Hier darf zwar jeder alles sagen. Wer jedoch unbequeme Dinge sagt, der kommt schnell unter die R&auml;der. Der Entzug der Gemeinn&uuml;tzigkeit ist ein politischer Schachzug, um Attac mundtot zu machen. G&auml;be es eine russische BILD-Zeitung, w&uuml;rde die nun wohl titeln: &bdquo;Merkel bek&auml;mpft regierungskritische NGOs&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jakob Augstein: Wir Terroristen<\/strong><br>\nDer Westen bek&auml;mpft den islamistischen Terrorismus. Warum nicht den eigenen? Die Zahl der Menschen, die uns zum Opfer fallen, ist viel h&ouml;her. Alle zehn Sekunden verhungert ein Kind. Es ist unsere Schuld.<br>\n2100 Kalorien, 805 Millionen, zw&ouml;lf Milliarden, zehn Sekunden: Im Westen begegnen wir dem Hunger als Zahlen: So viel braucht ein Mensch zum Leben, so viele Menschen haben zu wenig zu essen, so viele Menschen k&ouml;nnte die Erde heute ern&auml;hren &ndash; und so lange dauert es, bis wieder ein Kind unter f&uuml;nf Jahren an Hunger stirbt. Drei Millionen jedes Jahr. Das ist die Statistik der Welthungerhilfe, ver&ouml;ffentlicht Anfang der Woche. Aber die Wahrheit liegt hinter den Zahlen. &ldquo;Hunger ist kein stiller Tod, kein langsames Verl&ouml;schen. Das Ende ist grausam, die Agonie ist schrecklich&rdquo;, sagt Jean Ziegler, der alte K&auml;mpfer, der ein halbes Leben dem Engagement gegen den Hunger und seine Schuldigen gewidmet hat. Die Schuldigen &ndash; das sind wir.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-kolumne-hunger-gehoert-bekaempft-a-997476.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Merkel und Putin beraten bis tief in die Nacht<\/strong><br>\nIn der Nacht vor dem Europa-Asien-Gipfel in Mailand lotet Kanzlerin Merkel mit Russlands Pr&auml;sident Putin eine friedliche L&ouml;sung des Ukraine-Konflikts aus.Obwohl der Kreml einen russischen Truppenabzug von der ukrainischen Grenze zugesagt hat, sehen Beobachter daf&uuml;r keine Anzeichen.<br>\nAngesichts des nahenden Winters sorgt Europa sich um die Gasversorgung aus Russland.<br>\nAn diesem Freitagmorgen findet ein Spitzentreffen zum Ukraine-Konflikt statt. Kanzlerin Angela Merkel hat dazu im Vorfeld eine au&szlig;ergew&ouml;hnlich lange Nachtsitzung mit Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin abgehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/krieg-in-der-ukraine-merkel-und-putin-beraten-bis-tief-in-die-nacht-1.2178176\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Eine perverse Logik: Der Westen dr&auml;ngt Russland mit Sanktionen in die Ecke, sorgt sich aber um die Gasversorgung. Man wundert sich sogar dar&uuml;ber, dass Russland sich m&ouml;glicherweise nicht alles gefallen l&auml;sst und der Ton sch&auml;rfer wird. Es ist nicht zu fassen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine spricht Klartext &uuml;ber die Weltpest USA<\/strong><br>\nEx-Bundestagsabgeordneter und Finanzminister Oskar Lafontaine spricht Klartext &uuml;ber das kriegerische US-Imperium, das in der ganzen Welt Kriege, Leid und Unruhen stiftet. Debatten im Bundestag anl&auml;sslich des 100. Jahrestages seit Beginn des Ersten Weltkrieges, die Diskussion veranstaltet von der Partei &ldquo;Die Linke&rdquo; mit anwesenden G&auml;sten: Willy Wimmer, Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und Peter Gauweiler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9Zf9tsuJRek\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Oskar Lafontaine nimmt den Begriff &bdquo;Weltpest&ldquo; nicht in den Mund. Die Rede als solche ist gut, die Betitelung durch den Nutzer, der das Video bei YouTube hochgeladen hat, indiskutabel und geschichtsvergessen. Der Begriff stammt aus der nationalsozialistischen Propaganda und wurde damals nicht nur vom St&uuml;rmer benutzt, sondern war auch Titel des Hetzwerks <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermann_Esser\">&bdquo;Die j&uuml;dische Weltpest&ldquo;<\/a>, in dem unter anderen die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Protokolle_der_Weisen_von_Zion\">&bdquo;Protokolle der Weisen von Zion&ldquo;<\/a> aufs Neue unter das nationalsozialistische Volk gebracht wurden. Zahlreiche vermeintlich linke Blogs fanden den Titel offenbar so gut und passend, dass sie ihn gleich <a href=\"https:\/\/www.google.de\/webhp?sourceid=chrome-instant&amp;ion=1&amp;espv=2&amp;es_th=1&amp;ie=UTF-8#q=weltpest%20usa\">&uuml;bernommen haben<\/a>. Wenn sich Antisemitismus und Antiamerikanismus die Hand geben, ist Obacht geboten. Selbst wenn es sehr viel berechtigte Kritik an der Au&szlig;enpolitik der USA gibt, sollte man tunlichst aufpassen, nicht in alte, eigentlich f&uuml;r &uuml;berwunden geglaubte, Denkschemata zu verfallen. Es ist wahrlich kein Ruhmesblatt f&uuml;r die &bdquo;Gegen&ouml;ffentlichkeit&ldquo;, wenn aus ihr nun wieder die b&ouml;sen alten Lieder erklingen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Merkt jemand &uuml;berhaupt, was mit solchen Begrifflichkeiten f&uuml;r ein Gedankengut verbreitet wird? Interessiert es &uuml;berhaupt jemanden noch?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Von der Leyen unter Druck: Juristen halten geplante Bundeswehreins&auml;tze f&uuml;r verfassungswidrig<\/strong><br>\nDrohnen-Einsatz in der Ukraine, Trainings-Camps im Irak: Ursula von der Leyen &uuml;berraschte mit neuen Pl&auml;nen f&uuml;r die Bundeswehr. Andere Ressorts melden juristische Zweifel an.<br>\nIn der Bundesregierung wachsen die Zweifel an den von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) voran getriebenen neuen Bundeswehr-Missionen in der Ostukraine und im Irak. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE warnen die Juristen anderer Ressorts der Bundesregierung im Fall der Ostukraine vor verfassungsrechtlichen Problemen. Die m&ouml;gliche neue Irak-Mission zur verst&auml;rkten Ausbildung der Sicherheitskr&auml;fte bewerten sie sogar gleich als verfassungswidrig.<br>\nHintergrund der Warnungen ist die geltende Rechtssprechung f&uuml;r Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr, die ein Risiko f&uuml;r bewaffnete Auseinandersetzungen bergen. Diese sind nach Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nur dann zul&auml;ssig, wenn sie im Rahmen eines sogenannten &ldquo;Systems der kollektiven Sicherheit&rdquo; stattfinden. Also einer Nato- oder Uno-Mission. Bei beiden Missionen haben die Juristen laut internen Papieren &ldquo;erhebliche Zweifel&rdquo; und warnen vor weiteren Planungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-von-der-leyens-missionen-juristisch-zweifelhaft-a-997546.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche: Schluss mit der Verbesserung der Wettbewerbsf&auml;higkeit<\/strong><br>\nSeit nunmehr sechs Jahren sind die Regierungen der Eurozone bestrebt, die Wettbewerbsf&auml;higkeit ihrer Volkswirtschaften zu erh&ouml;hen. Unter Druck der Bundesregierung sollen die (Arbeits-)Kosten gesenkt, die Sozialleistungen abgebaut und die Wirtschaft insgesamt flexibler gemacht werden. Diese Forderung insbesondere aus Deutschland mag auch durchaus seine Berechtigung gehabt haben, schlie&szlig;lich wiesen die L&auml;nder der Eurozonen-Peripherie noch vor wenigen Jahren sehr hohe Leistungsbilanzdefizite auf; ein klares Zeichen f&uuml;r zu geringe Wettbewerbsf&auml;higkeit.<br>\nEin Problem dieser diversen Strukturreformen &ndash; selbst wenn Sie langfristig zu mehr Investitionen f&uuml;hren sollten &ndash; ist jedoch, dass sie mindestens kurzfristig zu Einkommensverlusten bei vielen Haushalten f&uuml;hren und zwar tendenziell bei Haushalten mit mittlerem und geringem Einkommen und damit hoher Konsumquote. Die Reformen zur Steigerung der Wettbewerbsf&auml;higkeit belasten also das Wachstum. Selbst klare Bef&uuml;rworter solch angebotspolitischer Ma&szlig;nahmen, die gerne das deutsche Vorbild hervorheben, r&auml;umen ein, dass sich die Erfolge erst nach Jahren zeigen. Dies erscheint auch intuitiv einsichtig: Anfangs ist die Wettbewerbsf&auml;higkeit noch niedrig und gleichzeitig sinkt die Nachfrage, so dass die Unternehmen erst recht keinen Anreiz f&uuml;r Investitionen haben. K&uuml;rzen dann auch noch die Staaten ihre Ausgaben wie geschehen in Spanien, Italien, Irland, Portugal und Griechenland, kann das Ergebnis fast nur eine Dauerrezession sein. Einzig &uuml;ber den Export w&auml;re dann Wachstum denkbar, also ganz so wie in Deutschland &uuml;ber mehrere Jahre. Tats&auml;chlich waren die Exporte etwa in Spanien und Irland in den letzten Jahren eine Wachstumsst&uuml;tze, aber &uuml;ber die Exporte zu wachsen ist nat&uuml;rlich schwierig, wenn sich viele so verhalten und auch keine Dauerl&ouml;sung. Doch selbst f&uuml;r eine solch pro-zyklische Politik, die die Inlandsnachfrage in allen drei Sektoren (Konsum, Investitionen und Staatsausgaben) belastet, konnte man noch Argumente finden, etwa dass die Wettbewerbsf&auml;higkeit dringen wieder hergestellt werden muss, je schneller desto besser und gleichzeitig der Haushalt konsolidiert werden muss, weil dies der Druck der M&auml;rkte sei. Solange zumindest die Weltwirtschaft halbwegs lief und so die Exporte kr&auml;ftig gesteigert werden konnten (in Spanien z.B. um rund 75% seit 2009), konnte so die inl&auml;ndische Schw&auml;che etwas abgefedert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2014\/10\/15\/fabian-fritzsche-schlus-mit-der-verbesserung-der-wettbewerbsfahigkeit\/\">neuewirtschaftswunder.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Investitionsschutzabkommen: mehr Rechtssicherheit oder Verzicht auf Souver&auml;nit&auml;t?<\/strong><br>\nEiner der wesentlichen Streitpunkte zwischen den USA und der EU bei der Aushandlung des Transatlantischen Freihandelsabkommens sind die Regelungen zum Investitionsschutz. Dies soll eigentlich Investoren davor sch&uuml;tzen, durch ver&auml;nderte rechtliche Rahmenbedingungen Verluste zu erleiden. Es zielt aber auf die Wirtschaftsverfassung von Nationalstaaten, denn die Profitabilit&auml;t der Investitionen ist vor allem durch &Auml;nderungen des Arbeits-, Verbraucher- und Umweltschutzes betroffen. Sollte es hier zu Klagen kommen, k&ouml;nnte dies die politische Souver&auml;nit&auml;t von Staaten gef&auml;hrden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftsdienst.eu\/archiv\/jahr\/2014\/7\/investitionsschutzabkommen-mehr-rechtssicherheit-oder-verzicht-auf-souveraenitaet\/search\/Investitionsschutz\/0\/\">Wirtschaftsdienst<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bemerkenswert ist an diesen Beitr&auml;gen ist, dass auch &Ouml;konomen des wissenschaftlichen Mainstreams die Regelungen zum Investitionsschutz durchaus kritisch sehen. So schreibt z.B. Henning Klodt, der aus dem nicht gerade linken Institut f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW) kommt:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Es erscheint aber durchaus plausibel, dass Investitionsschutzabkommen zunehmend als lukratives Gesch&auml;ftsfeld f&uuml;r international t&auml;tige Anwaltskanzleien entdeckt werden, die in der Lage sein k&ouml;nnten, die beklagten Gastl&auml;nder in langwierige und extrem kostentr&auml;chtige Gerichtsverfahren hineinzuziehen. In diese Richtung deuten die Ergebnisse der UNCTAD, die f&uuml;r 2012 mit 58 F&auml;llen die h&ouml;chste je erreichte Zahl neu er&ouml;ffneter Verfahren registriert hat. Die kumulierte Zahl aller Verfahren liegt mittlerweile bei 512.7. Zu den rein finanziellen Folgen &uuml;berzogener Schiedsgerichtsverfahren, die gerade f&uuml;r kleinere und &auml;rmere L&auml;nder gravierend sein k&ouml;nnen, kommt die Gefahr des &ldquo;regulatory chill&rdquo;, wonach die Regierungen m&ouml;glicherweise von vornherein darauf verzichten, Gesetzesvorhaben auf den Weg zu bringen, die zwar f&uuml;r sich genommen als sinnvoll und berechtigt erscheinen, die aber die Gefahr bergen, von internationalen Konzernen in langwierige und kostentr&auml;chtige Schadensersatzverfahren hineingezogen zu werden. &hellip; Insgesamt gibt es also einerseits durchaus berechtigte Interessen daran, den Investorenschutz im Rahmen der TTIP vertraglich zu verankern. Andererseits sind die Bedenken, dass derartige Regeln durch internationale Konzerne missbraucht werden, nicht von der Hand zu weisen. &hellip; Es bleibt allerdings eine entscheidende offene Flanke: Alle Vorkehrungen zu einer sachgerechten Ausgestaltung des Investorenschutzes im Rahmen von TTIP laufen ins Leere, wenn es nicht gelingt, im Rahmen des CETA-Abkommens zwischen Kanada und der EU zu vergleichbaren Regelungen zu kommen. Den allermeisten US-amerikanischen Unternehmen d&uuml;rfte es leicht fallen, Schadensersatzforderungen, die sie nicht bei TTIP geltend machen k&ouml;nnen, &uuml;ber kanadische Tochtergesellschaften bei CETA einzureichen.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Selbst ein Bef&uuml;rworter von TTIP, wie Gabriel Felbermayr &ndash; das ist der Ifo-&Ouml;konom, der durch TTIP innerhalb von 10 bis 15 Jahren (?!) der 180.000 Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r Deutschland prognostiziert &ndash; res&uuml;miert:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Investitionsschutzabkommen sind wichtige Voraussetzungen f&uuml;r Auslandsdirektinvestitionen. Diese sind f&uuml;r das Funktionieren des modernen Welthandels unabdingbar, wenn Ziell&auml;nder keine verl&auml;sslichen und unabh&auml;ngigen Rechtssysteme haben. Im Verh&auml;ltnis von OECD-Staaten untereinander erscheinen sie weniger dringend. Langfristig w&auml;re eine L&ouml;sung auf multilateraler Ebene und die Einrichtung einer ordentlichen und &ouml;ffentlichen Investitionsgerichtsbarkeit nach Vorbild der UNO-Gerichtsh&ouml;fe w&uuml;nschenswert.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Selbstverst&auml;ndlich teile ich nicht die Annahmen, die Felbermayr f&uuml;r das Abkommen trifft. Es sind die gleichen Argumente, wie sie schon f&uuml;r den Europ&auml;ischen Binnenmarkt nicht funktionierten. M&ouml;gliche Kostendegressionen wurden eben nicht an den Verbraucher weitergegeben. Wettbewerb? Im Binnenmarkt hatte stattdessen ein beachtlicher Konzentrationsprozess stattgefunden. Wozu Wettbewerb, wenn man auch &uuml;bernehmen kann. Dennoch muss man Felbermayr zugutehalten, dass er an anderer Stelle <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Freier-Handel-fuehrt-zu-Ungleichheit-article12283116.html\">formuliert<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Ganz &ouml;ffentliche Verhandlungen kann es sicher nicht geben. Das ist auch klar. Aber ich w&uuml;rde mir w&uuml;nschen, dass die Kommission besser informiert, als sie es jetzt macht. &hellip; Welches Abkommen eigentlich? Wir wissen ja noch gar nicht, was da drinstehen wird. Das ist mein Kritikpunkt an dieser Debatte: Bevor man das Ding beerdigt, ohne es zu kennen, sollte man doch vielleicht abwarten und sehen, was verhandelt wurde. Und wenn dann tats&auml;chlich etwas Schlechtes dabei herausgekommen ist, muss man es eben im Europaparlament kippen.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Regierung bewertet CETA positiv<\/strong><br>\nDie Bundesregierung bewertet das Ergebnis der Verhandlungen &uuml;ber das europ&auml;isch-kanadische Freihandelsabkommen (Comprehensive Economic and Trade Agreement &ndash; CETA) im Grundsatz positiv. CETA werde f&uuml;r europ&auml;ische Unternehmen viele Erleichterungen bringen, zeigt sich die Bundesregierung in ihrer Antwort (18\/2759) auf eine kleine Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (18\/2476) &uuml;berzeugt und stellt fest: &bdquo;Sie werden von einem weitgehenden Zollabbau genauso profitieren wie von der sehr weitgehenden &Ouml;ffnung der kanadischen Beschaffungsm&auml;rkte auch auf Ebene der Provinzen und Kommunen sowie von der vorgesehenen Arbeitskr&auml;ftemobilit&auml;t.&ldquo; Ob die Bundesregierung dem Abkommen im Europ&auml;ischen Rat zustimmen wird, kann sie noch nicht sagen. Dazu m&uuml;sse der Vertragstext erst endg&uuml;ltig gepr&uuml;ft werden. Weiter hei&szlig;t es: &bdquo;Zum Kapitel Investitionsschutz sieht die Bundesregierung noch Kl&auml;rungsbedarf.&ldquo; Zugleich hei&szlig;t es jedoch, nach erster Einsch&auml;tzung w&uuml;rden ausl&auml;ndische Investoren durch CETA materiell-rechtlich keinen weitergehenden v&ouml;lkerrechtlichen Schutz erhalten als er f&uuml;r inl&auml;ndische Investoren durch deutsches und europ&auml;isches Recht vorgesehen sei. Im Rahmen der Ratifizierung des Abkommens ist nach Angaben der Bundesregierung auf jeden Fall auch eine Zustimmung des Bundestages erforderlich.<br>\nBesondere Risiken f&uuml;r die deutsche Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft sieht die Bundesregierung nicht. Und da das Abkommen keine spezifischen Regelungen zum Bergrecht enthalte, habe es &bdquo;keine Auswirkungen auf das Schutzniveau der in Deutschland geltenden Regelungen zum Fracking&ldquo;. Auch die wirtschaftliche Bet&auml;tigung der deutschen Kommunen werde nicht eingeschr&auml;nkt, hei&szlig;t es auf Fragen zur Daseinsvorsorge.<br>\nProbleme bereitet offenbar der Schutz geografischer Herkunftsangaben wie zum Beispiel &bdquo;Bayerisches Bier&ldquo; oder &bdquo;Schwarzw&auml;lder Schinken&ldquo;. In CETA werde der Schutz dieser Begriffe in englischer und franz&ouml;sischer Schreibweise nicht vollst&auml;ndig gew&auml;hrt. Die Regierung lehnt aber die Freigabe des Schutzes insbesondere f&uuml;r &bdquo;Bayerisches Bier&ldquo; und &bdquo;M&uuml;nchener Bier&ldquo; ab. Es handele sich hier um die wirtschaftlich bedeutendsten deutschen Herkunftsangaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_10\/-\/335552\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Schutz des Begriffes &bdquo;Bayerisches Bier&ldquo; oder &bdquo;M&uuml;nchner Bier&ldquo; ist nat&uuml;rlich auch wichtiger als der Investorenschutz &uuml;ber Schiedsgerichte, womit ja nur das deutsche Recht und die Gerichtsbarkeit ausgehebelt werden kann.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Elend der Konjunkturforscher<\/strong><br>\n&raquo;Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Herbst 2013 am Beginn eines Aufschwungs.&laquo; Das sagten die klugen Volkswirte vor einem Jahr. Heute seien wir &raquo;mitten im Abschwung&laquo;, kl&auml;rten sie Regierung und Regierte &uuml;ber den wahren Stand der Dinge am vergangenen Donnerstag auf. Der Aufschwung vor einem Jahr muss sehr kurz gewesen sein, wenn wir jetzt schon mitten im Abschwung sind. Das ist das einzig Sch&ouml;ne an diesen regelm&auml;&szlig;igen gemeinsamen Gutachten mehrerer, von der Bundesregierung beauftragter Wirtschaftsforschungsinstitute. Man kann gut, was sie heute sagen, mit dem vergleichen, was sie vor einem Jahr behauptet haben. In Zahlen ausgedr&uuml;ckt ist der Unterschied gar nicht so gro&szlig;, muss man fairerweise sagen. Vor einem Jahr rechneten die Herren f&uuml;r 2014 mit einem Wachstum des BIP (Bruttoinlandsprodukts) von 1,8 Prozent. Jetzt meinen sie, es w&uuml;rden wohl nicht mehr als 1,3 Prozent werden. So ein halber Prozentpunkt Unterschied in der Wachstumsrate kann sich nach der dritten Revision der Daten auch als reiner Rechenfehler herausstellen. Befremdlicher als ihre Rechenk&uuml;nste ist die Sprache dieser Wirtschaftsforscher, ist die Sicherheit, mit der sie Unsinn behaupten. Das f&auml;ngt schon mit den komischen W&ouml;rtern Ab- und Aufschwung an, wenn ein Schwung oder irgendwelche Dynamik bei Wachstums- oder Schrumpfungsraten von um die ein Prozent beim besten Willen nicht zu erkennen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/kapital-arbeit\/elend-der-konjunkturforscher\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie sch&ouml;n doch die &ldquo;Wissenschaft&rdquo; der Politik die Vorlagen gibt. So Peter Ramsauer in einem <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wachstumsprognose-rente-mit-63-und-frauenquote-aussetzen.694.de.html?dram:article_id=300309\">Interview im Deutschlandfunk<\/a>:<\/em> <\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Es gibt eine Reihe von Dingen, noch einmal. Die kosten kein Geld, man m&uuml;sste sie nur machen. Etwa vielleicht das Aufschieben oder Aussetzen des Mindestlohns, der Rente mit 63, und stattdessen die Absenkung von Beitragsbelastungen. (&hellip;)&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Ganz wunderbar entlarvend, wie Ramsauer dann herumeiert, um die Beibehaltung der M&uuml;tterrente zu rechtfertigen. Die W&auml;hlerklientel ist eben alles:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Kaess: Und was ist mit der M&uuml;tterrente?<br>\nRamsauer: Ja die M&uuml;tterrente war im Koalitionsvertrag verabredet.<br>\nKaess: Der Mindestlohn genauso.<br>\nRamsauer: Der Mindestlohn ganz genauso. Ich spreche insgesamt von einem Rentenpaket. Das ist nat&uuml;rlich auch eine Forderung gewesen, die belastet. Aber das ist ja eine Forderung, die seit vielen, vielen Jahren im Raum steht und die auch eine Frage der Gerechtigkeit &uuml;ber die Generationen ist.<br>\nKaess: Noch mal, um es konkret zu machen: Rente mit 63, da sollte man was dran &auml;ndern. Mindestlohn und M&uuml;tterrente sollte so bleiben wie beschlossen?<br>\nRamsauer: Der Mindestlohn geh&ouml;rt zweifellos zu den Dingen, die m&uuml;ssen nicht unbedingt sofort sein, und sie belasten die Wirtschaft.<br>\nKaess: Aber die M&uuml;tterrente schon?<br>\nRamsauer: Die M&uuml;tterrente ist eine Frage der Gerechtigkeit.<br>\nKaess: Das kann man beim Mindestlohn genauso sagen.<br>\nRamsauer: Das kann man genauso sagen, aber es verschreckt regelrecht die Wirtschaft. Ich sage ja nicht, dass der Mindestlohn &uuml;berhaupt nicht kommen sollte, sondern dass man wie gesagt sich etwas mehr Zeit nimmt, um die Wirtschaft darauf einzustimmen, in einer konjunkturell schwierigen Zeit der Wirtschaft etwas mehr Zeit zum Atmen gibt.<br>\n(&hellip;)<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Axel Troost: Haushaltspolitik &ndash; eine Schwarze Null ist kein Selbstzweck<\/strong><br>\nDie Bundesregierung (und die vorherige Regierung) haben sich in der Haushaltspolitik eingemauert. Mit verschiedenen Regelungen &ndash; angefangen mit den versch&auml;rften Maastricht-Kriterien &uuml;ber die in der Verfassung verankerte Schuldenbremse bis zum Fiskalpakt &ndash; wurden die M&ouml;glichkeiten der Verschuldung stark eingeschr&auml;nkt bis unm&ouml;glich gemacht. Gleichzeitig hat sich die derzeitige Regierungskoalition darauf verst&auml;ndigt, keine Steuern zu erh&ouml;hen. Damit ist die Finanzierung &ouml;ffentlicher Aufgaben stark eingeschr&auml;nkt und eine Nutzung der Finanzpolitik f&uuml;r die wirtschaftspolitische Steuerung kaum mehr m&ouml;glich.<br>\nSt&auml;ndig steigende Steuereinnahmen suggerieren, die Einnahmen sprudeln und es bestehe derzeit &uuml;berhaupt nicht der Bedarf, sich weiter zu verschulden. Dabei beschreiben nominal steigende Steuereinnahmen in einem Staatswesen mit (wenn auch derzeit nur gering) steigenden Preisen und einer (wenn auch schwach) wachsenden &Ouml;konomie schlicht eine Selbstverst&auml;ndlichkeit. In der Geschichte der Bundesrepublik gab es in 58 von 64 Jahren Rekordsteuereinnahmen. &Uuml;ber die Finanzlage des Staates sagt das wenig aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/im-wortlaut\/haushaltspolitik-schwarze-null-kein-selbstzweck\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zerfall von Rubel und Erd&ouml;lpreis: Russland gegen den Rest<\/strong><br>\nErst steckte Russland in nur einem Sog, jetzt sind es zwei. An die Schw&auml;che des Rubels hatten sich Marktakteure gew&ouml;hnt, doch seit auch der Erd&ouml;lpreis deutlich nachgibt, k&ouml;nnte man der W&auml;hrung Schwindsucht assistieren &ndash; w&uuml;rde sie nicht von der Zentralbank gest&uuml;tzt. Auf Rekordtiefs notiert der Rubel trotzdem: F&uuml;r 1 $ mussten am Mittwoch zeitweise mehr als 41 Rbl. bezahlt werden; vor einem Jahr waren es 32 Rbl. gewesen. 1 &euro; war knapp 52 Rbl. wert (i. V. 43 Rbl.). Gleichzeitig notiert der Preis f&uuml;r ein Fass Erd&ouml;l der russischen Benchmark-Sorte Urals unter 85 $, so tief wie seit Ende 2010 nicht mehr. Zusammen ist das eine unangenehme Mischung f&uuml;r das drittgr&ouml;sste Schwellenland.<br>\nSeit dem 3. Oktober musste die Zentralbank an jedem Werktag das &laquo;Rubelband&raquo; verschieben. Der Rubel ist keine freie W&auml;hrung, er wird in einem Korridor zu einem Korb aus Dollar und Euro gehalten. &Uuml;bertrifft er die Grenze, schreitet die Notenbank ein. Wenn die Intervention ein gewisses Mass &uuml;bersteigt, wird den Marktkr&auml;ften nachgegeben, und der Korridor wird automatisch ein bisschen verschoben. Aus diesen Bewegungen ergibt sich, dass die Notenbank seit Anfang Monat f&uuml;r mindestens 9,1 Mrd. $ Rubel kaufte, um den Fall zu bremsen. Das h&auml;lt sie noch eine Weile durch: Ihre internationalen Reserven betrugen Ende September 454 Mrd. $.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/russland-gegen-den-rest-1.18404779\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der gesunkene Erd&ouml;lpreis stellt f&uuml;r Russland in der Tat ein Problem dar. Aber auch f&uuml;r andere erd&ouml;lexportierende Staaten ergeben sich teils ernste Probleme. An aller erster Stelle ist hier Iran zu nennen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Economically, Germany is a threat to itself<\/strong><br>\nI am a fan, as a number of my columns attest, of Germany&rsquo;s worker empowerment. By requiring corporations to divide their boards evenly between worker and management representatives and mandating that employers meet regularly with their employees to discuss and resolve company concerns, Germany has retained a high-end manufacturing sector that has enabled the nation to prosper while every other advanced economy has suffered hard times. Through a government program that provided firms with the funds to keep workers employed part time but at near full-time pay during the 2008-2009 economic shocks, workers stayed on the job and continued to upgrade their skills. Germany&rsquo;s unemployment rate fell throughout the Great Recession and today stands at a mere 4.9 percent. At a time when economic inequality is soaring throughout both advanced and developing economies, the superiority of Germany&rsquo;s stakeholder version of capitalism &mdash; in which companies prioritize workers as well as owners &mdash; over our own model, which almost exclusively benefits shareholders, is obvious.<br>\nBut I&rsquo;m no fan of Germany&rsquo;s macroeconomics, which are more destructive and dangerous than those of any other nation. By using its power as the dominant nation in the European Union to impose austerity on the struggling economies of Southern Europe, Germany has condemned young people in Spain and Greece to unemployment rates in excess of 50 percent, shaken the social fabric of every nation on the Mediterranean and contributed to the rise of such far-right parties as France&rsquo;s National Front and Greece&rsquo;s neo-Nazi Golden Dawn. Unlike other nations, Germany hasn&rsquo;t offshored its best industrial jobs, but it has relentlessly offshored to its Southern neighbors conditions conducive to the rise of a xenophobic extremism that one would think Germany, of all nations, wouldn&rsquo;t wish to nourish.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/opinions\/harold-meyerson-germany-poses-a-threat-to-its-own-economy\/2014\/10\/15\/38eeac6e-5497-11e4-892e-602188e70e9c_story.html\">The Washington Post<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Brandgef&auml;hrliche Stimmungsmache<\/strong><br>\nAngesichts vermehrter Proteste gegen Fl&uuml;chtlingsheime f&uuml;hlen sich manche an die fr&uuml;hen 90er Jahre erinnert. Es war die Zeit rassistischer Pogrome und Morde. Es war die Zeit, als das im Grundgesetz verankerte Recht auf Asyl im hohen Ma&szlig;e eingeschr&auml;nkt wurde. Und es war die Zeit, in der auch die Medien eine unr&uuml;hmliche Rolle spielten. &ndash; Ein Vergleich der Berichterstattung zum Thema Asyl Anfang der 1990er Jahre und heute.<br>\nMargret J&auml;ger, Leiterin des Duisburger Instituts f&uuml;r Sprach- und Sozialforschung, betonte damals in einem Gastkommentar f&uuml;r &raquo;Neues Deutschland&laquo; die Mitverantwortung der Medien f&uuml;r den sich Bahn brechenden Rassismus. Den Ausschreitungen und Gesetzes&auml;nderungen ging eine bereits Jahre andauernde negative Berichterstattung &uuml;ber Fl&uuml;chtlinge voraus. Von &raquo;Bild&laquo; bis &raquo;Spiegel&laquo; wurden Schreckensbilder krimineller Fl&uuml;chtlinge gezeichnet, die mit ihrer un&uuml;berbr&uuml;ckbar &raquo;fremden Kultur&laquo; die innere Sicherheit gef&auml;hrdeten, schreckliche Krankheiten nach Deutschland br&auml;chten und den deutschen Sozialstaat in die Pleite trieben. Kollektive Symbole von &raquo;vollen Booten &laquo;, &raquo;Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;men&laquo; und &raquo;Fluten&laquo; bauschten die reale Situation auf und legten nahe, h&ouml;here &raquo;D&auml;mme&laquo; zu errichten. Es waren auch diese sprachlichen Bilder und Dramatisierungen, die eine Stimmung pr&auml;gten, aus der heraus sich manche bem&uuml;&szlig;igt sahen, Worten Taten folgen zu lassen. Aus Schlagzeilen wurden Brands&auml;tze &minus; und Gesetzestexte.<br>\nUnd heute? Rechtskonservative Stimmenj&auml;ger aus neuen und alten Parteien zeichnen wieder ein Schreckensbild, wenn es um Fl&uuml;chtlinge geht, und aktivieren so den gesamtgesellschaftlich verankerten Rassismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1443\">annotazioni.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>NSA-Ausschuss bricht Sitzung ab<\/strong><br>\nEklat beim Untersuchungsausschuss, der den NSA-Sp&auml;hskandal durchleuchten soll: Das Gremium brach am sp&auml;ten Donnerstagnachmittag aus Protest seine Sitzung ab, weil sich ein Zeuge auf seine Vernehmung mit Hilfe von Dokumenten vorbereitet konnte, die den Abgeordneten nicht vorlagen. Nach einer entsprechenden Kritik von Linken-Obfrau Martina Renner fasste der Ausschuss den Beschluss zum demonstrativen Abbruch seiner Zusammenkunft in interner Runde hinter verschlossenen T&uuml;ren einstimmig. Das Bundestagsgremium monierte, dass eine ordnungsgem&auml;&szlig;e Beweisaufnahme mit Zeugenanh&ouml;rungen wegen fehlender Akten nicht m&ouml;glich sei. Die Fortsetzung der Befragung von zwei als Zeugen geladenen Vertretern des Bundesnachrichtendienstes (BND) soll nun Ende November stattfinden.<br>\nVor dem Eklat hatte der BND-Mitarbeiter T. B. zu Beginn der Sitzung betont, dass von der vom BND in Bad Aibling betriebenen  Satelliten-Abh&ouml;rstation w&auml;hrend seiner Zeit als Verantwortlicher der zust&auml;ndigen Fachabteilung zwischen 2003 und 2007 in keinem einzigen Fall Daten &uuml;ber deutsche B&uuml;rger an den US-Geheimdienst NSA geflossen seien:  &bdquo;Wir haben immer das deutsche Recht beachtet.&ldquo; Mit diesen Worten wies der Zeuge Medienberichte &uuml;ber eine massenhafte Datenweitergabe zur&uuml;ck, wonach von dem bayerischen Horchposten hunderte Millionen Verbindungsdaten an die NSA &uuml;bermittelt worden seien. Er habe auch nie etwas davon geh&ouml;rt, f&uuml;gte T. B. an, dass die NSA in den USA Daten aus Bad Aibling in gro&szlig;em Stil speichere. Der BND-Vertreter war an dem Standort zwischen 2003 und 2007 f&uuml;r jene Abteilung zust&auml;ndig, die bei der Auswertung riesiger ausl&auml;ndischer Datenstr&ouml;me etwa aus Afghanistan oder dem Nahen Osten auch Software-Programme der NSA wie etwa X-Keystore nutzt. In Bad Aibling kooperiert der BND mit Mitarbeitern des US-Geheimdiensts.<br>\nKeine n&auml;heren Angaben wollte der Zeuge in &ouml;ffentlicher Sitzung zu Techniken wie etwa Filtersystemen machen, mit deren Hilfe an der Satelliten-Abh&ouml;rstation Informationen &uuml;ber &bdquo;Grundrechtstr&auml;ger&ldquo;, also &uuml;ber Deutsche, aus den riesigen Datenstr&ouml;men automatisiert herausgefischt werden sollen, bevor die NSA Erkenntnisse des BND aus der Auslandsaufkl&auml;rung nutzt. Solche technischen Details geh&ouml;rten zum &bdquo;Methodenschutz&ldquo; des BND, sagte T. B. Auf eine entsprechende Frage des Ausschussvorsitzenden Patrick Sensburg erl&auml;uterte der BND-Vertreter, prinzipiell sei in Bad Aibling eine &bdquo;Funktionskontrolle&ldquo; m&ouml;glich, also eine Pr&uuml;fung, ob das automatisierte Aussortieren der Daten von Bundesb&uuml;rgern aus den Datenmengen im Einzelfall auch funktioniert. Solche Tests, so der Zeuge, stellten aber ebenfalls Eingriffe in die Daten von Grundrechtstr&auml;gern dar und m&uuml;ssten juristisch genau abgekl&auml;rt werden.<br>\nLaut T. B. fallen bei der Auswertung der enormen ausl&auml;ndischen Datenstr&ouml;me letztlich nur sehr wenige Meldungen von nachrichtlichem Wert an. Dies habe beispielsweise damit zu tun, dass in Afghanistan zahlreiche Sprachen gesprochen w&uuml;rden und die &Uuml;bersetzung der Inhalte von Telefonaten deshalb schwierig sein k&ouml;nne.<br>\nDer Untersuchungsausschuss soll auch erhellen, ob und wie hiesige Geheimdienste in den Skandal um die massenhafte Aussp&auml;hung der Telekommunikationsdaten von Millionen Deutschen durch die NSA und andere ausl&auml;ndische Nachrichtendienste verwickelt sind. Dem BND ist es untersagt, Daten &uuml;ber hiesige Unternehmen und B&uuml;rger, an die er im Rahmen seiner Aufkl&auml;rungsarbeit als &bdquo;Beifang&ldquo; gelangt, ausl&auml;ndischen Partnern zu &uuml;berlassen. Die Abgeordneten wollen herausfinden, ob in Bad Aibling tats&auml;chlich keine Informationen &uuml;ber &bdquo;Grundrechtstr&auml;ger&ldquo; an die NSA &uuml;bermittelt werden und ob dies durch den Einsatz entsprechender Datenfilter gew&auml;hrleistet werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_10\/-\/335548\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Schriftliche Warnung: Kanzleramt droht NSA-Aufkl&auml;rern mit Strafanzeige<\/strong><br>\nDer NSA-Untersuchungsausschuss im Bundestag ist vom Bundeskanzleramt energisch zum Schweigen ermahnt worden. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE wurde der Vorsitzende des Gremiums, Patrick Sensburg (CDU), schriftlich dazu aufgefordert, die Vertraulichkeit von als geheim eingestuften Dokumenten sicherzustellen.<br>\nSensburg verlas das Schreiben am Mittwochabend bei einem Treffen der Ausschuss-Obleute von CDU, SPD, Gr&uuml;nen und Linken. In dem Papier geht das Kanzleramt explizit auf eine zur&uuml;ckliegende Enth&uuml;llung im SPIEGEL, einen Bericht in der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; und zwei Berichte des Portals &ldquo;Netzpolitik.org&rdquo; ein. In mindestens vier F&auml;llen h&auml;tten Medien aus geheimen Akten zitiert, die eigentlich dem Ausschuss vorbehalten seien &ndash; so der Vorwurf aus dem Haus von Angela Merkel.<br>\nDas Bundeskanzleramt beh&auml;lt sich juristische Schritte vor, sollte es zu weiteren mutma&szlig;lichen Leaks aus dem Ausschuss kommen. Demnach werde man im Wiederholungsfall Strafanzeige erstatten, hei&szlig;t es in dem Papier. Urspr&uuml;nglich wurde offenbar erwogen, wegen eines m&ouml;glichen Geheimnisverrats bereits jetzt Anzeige gegen Unbekannt einzureichen. Dann entschied man sich, es zun&auml;chst bei einer schriftlichen Verwarnung zu belassen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/nsa-affaere-kanzleramt-droht-ausschuss-mit-strafanzeige-a-997468.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/drohung-des-bundeskanzleramtes-wir-veroeffentlichen-den-brief-in-dem-uns-altmaier-mit-strafanzeige-droht\/\">netzpolitik.org<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rechtsextreme Frauen: Verharmlost und verkannt<\/strong><br>\nBeate Zsch&auml;pes Ideologie und Gewaltbereitschaft wurden und werden noch immer untersch&auml;tzt: Bereits als 17j&auml;hrige soll sie, gefragt nach ihren Zukunftsw&uuml;nschen, zu einem Sozialarbeiter gesagt haben, erst einmal m&uuml;ssten &bdquo;die Ausl&auml;nder weg&ldquo;.[2] Vor 1998 &ndash; dem Jahr, als Zsch&auml;pe, B&ouml;hnhardt und Mundlos untertauchten &ndash; bildete sie mit anderen die Kameradschaft Jena und nahm an rechtsextremen Demonstrationen des &bdquo;Th&uuml;ringer Heimatschutzes&ldquo; teil. Sie beteiligte sich an gewaltsamen Aktionen, brach unter anderem einer Frau den Arm und wurde mehrmals bewaffnet von der Polizei aufgegriffen. Trotz alledem blieb Zsch&auml;pe strafrechtlich unbehelligt&hellip;<br>\nBereits in den 90er Jahren wurde die rechtsextreme Szene vorwiegend als m&auml;nnliches Jugendph&auml;nomen wahrgenommen. So mancher hegte die Hoffnung, die sich rasant entwickelnde rechtsextreme Szene in Ostdeutschland w&uuml;rde sich eines Tages von selbst erledigen, n&auml;mlich dann, wenn die jungen M&auml;nner eine Familie gr&uuml;nden. Doch die einf&auml;ltige Annahme, Frauen h&auml;tten per se einen positiven Einfluss auf M&auml;nner, erwies sich als falsch. Stattdessen gr&uuml;ndeten die Frauen mit den M&auml;nnern Familien; heute gibt es Kinder und Jugendliche, die in rechtsextremen Elternh&auml;usern aufwachsen, und ganze Siedlungen, in denen rechtsextreme Familien v&ouml;lkische Gemeinschaften bilden&hellip;<br>\nUm dieser tiefen Verankerung rechter Strukturen etwas entgegenzusetzen, ist ein engagierter Einsatz vonn&ouml;ten &ndash; und das Wissen um die Strategien rechtsextremer Frauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/oktober\/rechtsextreme-frauen-verharmlost-und-verkannt\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schottland: Kampf um Unabh&auml;ngigkeit ist weiter Thema<\/strong><br>\nVersprechungen an die Schotten werden nicht eingehalten, die SNP ist weiter im Aufwind und widersetzt sich der geplanten &ldquo;Kopfsteuer&rdquo;<br>\nDie Furore &uuml;ber das schottische Unabh&auml;ngigkeitsreferendum ist vorbei. Die Weltpresse ist aus Schottland verschwunden. Die britische Politik hat einen Sto&szlig;seufzer der Erleichterung abgegeben. Das Vereinigte K&ouml;nigreich scheint gerettet, man geht zur Tagesordnung &uuml;ber. Doch am 12. Oktober nahmen tausende Menschen an einer Kundgebung des Unabh&auml;ngigkeitslagers in Glasgow teil. Die Botschaft ist klar: Das Thema wird nicht verschwinden. Der Kampf f&uuml;r eine Unabh&auml;ngigkeit Schottlands wird weiter gef&uuml;hrt.<br>\nLange Zeit hatte die britische Politik dem Referendum mit Langeweile entgegengesehen. Doch als eine Meinungsumfrage das Unabh&auml;ngigkeitslager knapp in F&uuml;hrung liegen sah, brach Panik aus. Der Parlamentsbetrieb wurde unterbrochen. Alle Spitzenpolitiker wurden nach Schottland beordert, um das Ruder herumzurei&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43060\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>OECD-Studie zur Einkommensverteilung: Bildung ist kein Aufstiegsgarant mehr<\/strong><br>\nIst die Gesellschaft heute gerechter als im 19. Jahrhundert &ndash; und geht es den Menschen besser? Diese Fragen wollten Wirtschaftshistoriker in einer umfangreichen Studie beantworten. Mit ern&uuml;chterndem Ergebnis.<br>\nDie Einkommen in Deutschland waren im Jahr 2000 genauso ungleich verteilt wie 1820. Zu diesem Schluss kommt die Anfang Oktober ver&ouml;ffentlichte OECD-Studie &bdquo;How Was Life? Global Well-Being Since 1820&ldquo; &ndash; zumindest auf den ersten Blick&hellip;<br>\nHeutzutage haben in Deutschland so viele Menschen Zugang zu Bildung wie nie zuvor. Die Zahl der Abiturienten erreicht jedes Jahr neue H&ouml;chstst&auml;nde &ndash; die der Studenten ebenso. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es im vergangenen Jahr 370.000 Abiturienten. 2,6 Millionen studierten im vergangenen Wintersemester. Zu einer Trendwende in puncto Einkommensungleichheit hat die sogenannte Bildungsexpansion aber nicht gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/oecd-studie-zur-einkommensverteilung-bildung-ist-kein-aufstiegsgarant-mehr\/10840568.html\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Experten fordern h&ouml;here Baf&ouml;g-S&auml;tze<\/strong><br>\nDie meisten Experten zeigten sich erfreut &uuml;ber die anstehende &Auml;nderung des Ausbildungsf&ouml;rderungs-gesetzes, bem&auml;ngelten aber, dass die Baf&ouml;g-Reform zu sp&auml;t in Kraft trete und die Erh&ouml;hung von sieben Prozent zu niedrig ausfalle. Das wurde bei der &Ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung &ldquo;Entwurf eines F&uuml;nfundzwanzigsten Gesetzes zur &Auml;nderung des Ausbildungsf&ouml;rderungsgesetzes (15. BAf&ouml;G&Auml;ndG)&rdquo; vor dem Ausschuss f&uuml;r Bildung, Forschung und Technikfolgen-absch&auml;tzung im Berliner Paul-L&ouml;be-Haus deutlich.<br>\nDer Anh&ouml;rung lagen die Drucksachen (18\/2663), (18\/460) und (18\/2745) zugrunde. Die Novelle sieht vor, dass der Bund ab dem 1.Januar 2015 allein f&uuml;r das Baf&ouml;g zust&auml;ndig ist und zum Wintersemester 2016\/2017 inhaltliche &Auml;nderungen sowie die Anhebung der Bedarfss&auml;tze und Einkommensfreibetr&auml;ge vorgenommen werden. Bislang tr&auml;gt der Bund 65 Prozent der BAf&ouml;G-Kosten, f&uuml;r die restlichen 35 Prozent sind die L&auml;nder zust&auml;ndig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/92395\/experten-fordern-hoehere-bafoeg-saetze\/\">bildungsklick.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>PoWi mit&rsquo;m Barth<\/strong><br>\nMario Barth deckte mal wieder auf. &raquo;Denn es geht um Ihr Geld&laquo;, sagte er im Trailer zu seiner Show und tat dabei so, als wolle er sich zum R&auml;cher der gerechten Steuerzahler aufschwingen. Aber seine Sendung mildert nicht die Politikverdrossenheit &ndash; sie ist sie.<br>\nJ&uuml;ngst war mal wieder so ein langweiliger Samstagabend. Wir dr&uuml;ckten von Sender zu Sender und landeten bei einem Best of von &raquo;Verstehen Sie Spa&szlig;?&laquo;. Sie zeigten gerade einen Film mit Mario Barth, wie sie ihn aufs Glatteis f&uuml;hren. Es ging um die Planung seiner Show im Berliner Olympiastadion und man setzte ihn einen Typen vom Ordnungsamt vor die Nase, der ihm das Feuerwerk am Ende der Show verbat. Er wedelte mit Statuten und Verordnungen und Barth wurde langsam sauer. Irgendwann platzte er. Er schimpfte auf &raquo;die da oben&laquo; und rief laut, dass es ein freies Land sei und es hier eine Verfassung g&auml;be. Wowereit mache nur Party und &uuml;berhaupt: &raquo;Det ist doch n&uuml;sch die DDR, wa!&laquo; Er redete sich in Rage. Und bei allem menschlichen Verst&auml;ndnis f&uuml;r seine Aufregung, man sah doch deutlich: viel politische Ahnung hat der Mann nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/949373.powi-mit-039-m-barth.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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