{"id":23634,"date":"2014-10-17T15:20:06","date_gmt":"2014-10-17T13:20:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634"},"modified":"2014-10-17T15:23:16","modified_gmt":"2014-10-17T13:23:16","slug":"hinweise-des-tages-ii-170","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h01\">Jetzt erst recht: Zivilgesellschaftliches Engagement l&auml;sst sich nicht aberkennen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h02\">US-Luftschlag t&ouml;tet Zivilisten in Kobane<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h03\">Panzerrhetorik im Reichstag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h04\">US-Vizepr&auml;sident Biden entschuldigt sich bei T&uuml;rkei und Emiraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h05\">Google spendet mehr an Politiker als Goldman<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h06\">Italy lifts out of recession thanks to hookers, drugs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h07\">The German ship is sinking under the weight of its own delusions<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h08\">Gysi-Rede im Bundestag: Die Agenda 2010 als weltweiter Heilsbringer? Ein schwerer Irrtum!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h09\">Die M&auml;rchentour von Uncle Jeremy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h10\">Stromtrassen: Seehofers wenig realistische Vorschl&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h11\">Atomkonzerne verklagen Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h12\">Zweitjob lebensnotwendig: Kambodschas Lehrer fordern h&ouml;here Entlohnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h13\">Wahlkampf in Brasilien geht in die zweite Runde &ndash; B&uuml;ndnis mit sozialen Bewegungen notwendig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h14\">Warum Freiheit nicht Ungleichheit rechtfertigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h15\">AfD &ndash; Retter des Abendlandes?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h16\">Geplanter OSZE-Einsatz fraglich &ndash; Ukraine zu kalt f&uuml;r deutsche Drohnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h17\">&bdquo;Vergabe &ouml;ffentlich finanzierter Bildungsma&szlig;nahmen vom Kopf auf die F&uuml;&szlig;e stellen!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h18\">Studiengeb&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634#h19\">Zu guter Letzt: Die Monsterbeh&ouml;rde und das Projekt &ldquo;Strickm&uuml;tze&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23634&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jetzt erst recht: Zivilgesellschaftliches Engagement l&auml;sst sich nicht aberkennen!<\/strong><br>\nWie zahlreiche Medien am heutigen Freitag berichten, hat das Frankfurter Finanzamt dem Tr&auml;gerverein des globalisierungskritischen Netzwerks Attac die Gemeinn&uuml;tzigkeit entzogen. Die Beh&ouml;rde h&auml;lt Attac f&uuml;r zu politisch. Nach Ansicht des Finanzamtes setzt Attac in seiner Arbeit mehr auf politische Einmischungen und engagiertes Mitgestalten der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, als es die Abgabenordnung als gesetzliche Grundlage erlaube. Insbesondere im Engagement der Globalisierungskritikerinnen und -kritiker f&uuml;r eine Finanztransaktionssteuer zur Regulierung der Finanzm&auml;rkte oder f&uuml;r eine gerechtere Verteilung des Reichtums durch eine Verm&ouml;gensabgabe sieht das Finanzamt keinen gemeinn&uuml;tzigen Zweck. Attac hat gegen die Entscheidung des Finanzamtes Einspruch eingelegt und wird &ndash; sollte das Finanzamt dem nicht stattgeben &ndash; klagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/frankfurter-finanzamt-entzieht-attac-die-gemeinnuetzigkeit\/?no_cache=1&amp;cHash=473e9265d59965653fac45ba22cf81af\">Attac<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US-Luftschlag t&ouml;tet Zivilisten in Kobane<\/strong><br>\nEin fehlgeleiteter US-Luftschlag hat versehentlich mehrere Kurden get&ouml;tet. Unterdessen werden Medikamente und Verbandszeug knapp. Der Vormarsch der radikalislamischen IS-Miliz in Kobane wurde offenbar vorerst gestoppt&hellip;<br>\n Bei einem von den USA angef&uuml;hrten Luftschlag gegen IS-Stellungen in der nordsyrischen Stadt Kobane sind nach Medienangaben versehentlich Kurden get&ouml;tet worden. Mindestens sechs K&auml;mpfer der Volksschutzeinheiten (YPG) seien ums Leben gekommen, meldete die irakisch-kurdische Nachrichtenseite Rudaw am Donnerstag. Idris Nassan, ein Sprecher f&uuml;r ausw&auml;rtige Angelegenheiten in Kobane, best&auml;tigte der dpa, mehrere YPG-K&auml;mpfer seien bei dem fehlgeleiteten Luftschlag get&ouml;tet worden. Auch eine Zivilistin sei umgekommen&hellip;<br>\nInsgesamt sind nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle f&uuml;r Menschenrechte im Kampf um Kobane im vergangenen Monat mindestens 662 Menschen ums Leben gekommen. Aufseiten der YPG seien 258 K&auml;mpfer und in den Reihen des IS 374 Dschihadisten get&ouml;tet worden. Weiterhin seien 20 Zivilisten und zehn mit der YPG-Miliz verb&uuml;ndete K&auml;mpfer umgekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/medikamente-werden-knapp-us-luftschlag-toetet-zivilisten-in-kobane\/10847460.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Panzerrhetorik im Reichstag<\/strong><br>\nSelbst f&uuml;r die Leser deutscher NATO-Medien f&auml;llt auf, wie sehr sich neue Panzerbeschaffungen f&uuml;r die Bundeswehr und der Redeinhalt der Bundeskanzlerin im Plenum des Reichstages entsprechen. Vom gemeinsamen Haus Europa bleibt offenkundig noch nicht mal mehr eine Ruine &uuml;brig. Da wird auf den russischen Pr&auml;sidenten verbal mit dem Finger gezeigt und ihm eine Bringschuld f&uuml;r das Ende der Kampfhandlungen in der Ostukraine abverlangt. Wie w&auml;re es denn einmal damit, sich selbst die Pflicht aufzuerlegen, nicht an einem v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg nach dem anderen teilzunehmen. Dazu k&ouml;nnte auch durchaus geh&ouml;ren, die deutschen parteinahen Stiftungen in europ&auml;ischen Nachbarstaaten nicht an Aktionen beteiligt zu sehen, die durchaus als &bdquo;Putsch&ldquo; gegen legitime Regierungen fremder Staaten gewertet werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Panzerrhetorik-im-Reichstag.pdf\">Willy Wimmer [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Vizepr&auml;sident Biden entschuldigt sich bei T&uuml;rkei und Emiraten<\/strong><br>\nUS-Vizepr&auml;sident Joe Biden hat sich bei den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) f&uuml;r seine Aussage entschuldigt, dass die Emirate in der Vergangenheit die Terrormiliz &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; (IS) und andere Extremisten in Syrien und im Irak unterst&uuml;tzt h&auml;tten. Der Schritt Bidens kam einen Tag nachdem er sich beim t&uuml;rkischen Premier Recep Tayyip Erdogan wegen dieser &Auml;u&szlig;erungen entschuldigt hatte. Der Staatsminister im Au&szlig;enministerium der Emirate, Anwar Gargash, hatte am Samstagabend die &Auml;u&szlig;erungen Bidens kritisiert. Diese w&uuml;rden einen &ldquo;falschen Eindruck vermitteln&rdquo;. Biden hatte am Donnerstag an der Harvard-Universit&auml;t den Verb&uuml;ndeten in der T&uuml;rkei und in der arabischen Welt vorgeworfen, militante sunnitische Gruppen in Syrien &ndash; wie die IS-Miliz oder die Al-Nusra-Front &ndash; unterst&uuml;tzt zu haben. &ndash; Bidens B&uuml;ro verlautbarte, dass dieser mit seinen &Auml;u&szlig;erungen den VAE nicht unterstellen h&auml;tte wollen, dass diese &ldquo;IS, Al-Kaida oder andere extremistische Gruppen in Syrien&rdquo; unterst&uuml;tzt h&auml;tten. Die VAE unterst&uuml;tzen die von den USA angef&uuml;hrten Luftangriffen gegen die IS-Miliz in Syrien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000006449849\/US-Vizepraesident-Biden-entschuldigt-sich-bei-Tuerkei-und-Emiraten\">Der Standard&#8232;<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein wirklich erstaunlicher Eiertanz, den ich kaum f&uuml;r m&ouml;glich gehalten habe. Man sagt etwas und bei aufkommender Kritik sagt man, dass man das gar nicht gesagt h&auml;tte. Joe Biden antwortete im Anschluss auf seine Rede, auf die die NachDenkSeiten bereits <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23556#h01\">hingewiesen haben<\/a>, auf eine Frage:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&rdquo; &hellip; And what my constant cry was that our biggest problem is our allies &ndash; our allies in the region were our largest problem in Syria. The Turks were great friends &ndash; and I have the greatest relationship with Erdogan, which I just spent a lot of time with &ndash; the Saudis, the Emiratis, etc. What were they doing? They were so determined to take down Assad and essentially have a proxy Sunni-Shia war, what did they do? They poured hundreds of millions of dollars and tens, thousands of tons of weapons into anyone who would fight against Assad except that the people who were being supplied were Al Nusra and Al Qaeda and the extremist elements of jihadis coming from other parts of the world. Now you think I&rsquo;m exaggerating &ndash; take a look. Where did all of this go? So now what&rsquo;s happening? All of a sudden everybody&rsquo;s awakened because this outfit called ISIL which was Al Qaeda in Iraq, which when they were essentially thrown out of Iraq, found open space in territory in eastern Syria, work with Al Nusra who we declared a terrorist group early on and we could not convince our colleagues to stop supplying them. &hellip;&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Dieses &ldquo;Aber wir konnten unsere Kollegen nicht davon &uuml;berzeugen, ihre Unterst&uuml;tzung zu stoppen&rdquo; exkulpiert die US-Regierung und weist jedes Fehlverhalten im Nahen Osten der T&uuml;rkei, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Google spendet mehr an Politiker als Goldman<\/strong><br>\nDie Wall Street l&auml;sst viele Millionen f&uuml;r amerikanische Politiker springen, um sich Einfluss zu verschaffen. Nun zieht das Silicon Valley nach &ndash; Geld flie&szlig;t an beide gro&szlig;en Parteien.<br>\nDie immense Bedeutung der amerikanischen Internet-Wirtschaft als Schl&uuml;sselindustrie des Landes zeigt sich nun abseits der regelm&auml;&szlig;igen Milliarden-Ums&auml;tze: Google hat in diesem Jahr nach einem Bericht der &bdquo;Financial Times&ldquo; mehr Geld an amerikanische Politiker gespendet als die Investmentbank Goldman Sachs. Googles f&uuml;r Lobbyarbeit zust&auml;ndiges Political Action Committee NetPAC gab demnach seit Jahresbeginn bislang 1,43 Millionen Dollar aus, um Kampagnen einzelner Abgeordneter oder von Parteien zu unterst&uuml;tzen &ndash; 300.000 Dollar mehr als das wegen seiner guten Verbindungen in Washington gelegentlich &bdquo;Government Sachs&ldquo; titulierte Wall-Street-Geldhaus. [&hellip;]<br>\nDer Vergleich zeigt, dass sich die Verh&auml;ltnisse seit den Kongress-Wahlen im Jahr 2010 deutlich ver&auml;ndert haben: damals habe der Suchmaschinenbetreiber nur ein Drittel der Summe gespendet, welche die Investmentbank bereitstellte. Einige Gr&uuml;nde f&uuml;r die zunehmende Lobbyarbeit des Silicon Valley liegen auf der Hand: Die bekannt gewordenen &Uuml;berwachungs-Aktivit&auml;ten amerikanischer Geheimdienste haben viele von ihnen in ein schlechtes Licht ger&uuml;ckt. Au&szlig;erdem sind sie zum Beispiel mehr als andere daran interessiert, schnelle Arbeitsgenehmigungen f&uuml;r hochqualifizierte Ausl&auml;nder zu bekommen. Und schlie&szlig;lich hat gerade eine Branche, die regelm&auml;&szlig;ig Neuerungen herausbringt, wenig Interesse daran, dass sich der Staat per Regulierung einmischt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/die-macht-der-internetriesen\/vereinigte-staaten-google-spendet-mehr-an-politiker-als-goldman-13214050.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unsres Lesers J.A.:<\/strong> Vielleicht noch wichtiger und interessanter als der Inhalt &ndash; das Silicon Valley gibt es ja nicht sein gestern, und die Firmen dort haben schon immer Einflu&szlig; auf die Politik genommen &ndash; ist die klare Ansage der FAZ, da&szlig; mit den Parteispenden Einflu&szlig; genommen werden soll, und &ndash; wahrscheinlich f&uuml;r die FAZ ganz nat&uuml;rlich &ndash; da&szlig; dieser Kauf von Einflu&szlig; absolut legitim und gerechtfertigt ist. Ein solches Herrschaftsmodell hat dann zwar nichts mehr mit der Demokratie &agrave; la &ldquo;one (wo)man, one vote&rdquo; zu tun, die die FAZ sonst immer &ndash; z. B. im Fall China\/Hong Kong &ndash; als Modell preist. Aber auch in Deutschland hat die FAZ ja nichts dagegen, da&szlig; &ldquo;die Wirtschaft&rdquo; mit enormen Parteispenden und dem bekannten Dreht&uuml;reffekt erheblichen Einflu&szlig; auf die Politik nimmt; denn was f&uuml;r die Wirtschaft gut ist, ist ja auch f&uuml;r die Menschen gut, nicht wahr?<br>\nInsofern ist die Intention des Artikels etwas unklar: ein eigentlich skandal&ouml;se Praxis beschreiben; festhalten, da&szlig; das Silicon Valley sogar noch mehr spendet als die gro&szlig;en Banken, deren Gesch&auml;ftsmodell ohne faktische Staatsgarantien (&ldquo;too big to fail&rdquo;) sofort am Ende w&auml;re; oder einen Tip an die deutsche &ldquo;Wirtschaft&rdquo; geben?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Italy lifts out of recession thanks to hookers, drugs<\/strong><br>\nItaly learnt it was no longer in a recession on Wednesday thanks to a change in data calculations across the European Union which includes illegal economic activities such as prostitution and drugs in the GDP measure.<br>\nAdding illegal revenue from hookers, narcotics and black market cigarettes and alcohol to the eurozone&rsquo;s third-biggest economy boosted gross domestic product figures.<br>\nGDP rose slightly from a 0.1 percent decline for the first quarter to a flat reading, the national institute of statistics said.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/uk.finance.yahoo.com\/news\/italy-lifts-recession-thanks-hookers-125450203.html\">AFP<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> F&uuml;r Leser, die des Englischen nicht m&auml;chtig sind &ndash; da Italien nun eine EU-Richtlinie umsetzt, die besagt, dass illegale Aktivit&auml;ten wie der Drogenhandel und die Prostitution nun auch zum Bruttoinlandsprodukt hinzugez&auml;hlt werden sollen, wird es ein (wenn auch kleines) Wachstum nach Br&uuml;ssel vermelden, wo vorher eine Rezession war. Und nein, heute ist nicht der 1. April.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>The German ship is sinking under the weight of its own delusions<\/strong><br>\nEurostat&rsquo;s recent publication (October 14, 2014) &ndash; Industrial production down by 1.8% in euro area &ndash; rightfully sends further alarm bells throughout policy makers in Europe, except I suppose Germany where denial seems to be rising as its industrial production levels fall to performance levels that the UK Guardian article (October 9, 2014) &ndash; Five charts that show Germany is heading into recession &ndash; described as being &ldquo;shockingly poor&rdquo;. The Eurostat data shows that industrial production fell by a 4.3 per cent &ndash; a very sharp dip in historical context for one month. Vladmimir Putin and ISIL are being blamed among other rather more oblique possible causes. But the reality is clear &ndash; the strongest economy in the Eurozone is now faltering under its own policy failures.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bilbo.economicoutlook.net\/blog\/?p=29245\">Bill Mitchell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gysi-Rede im Bundestag: Die Agenda 2010 als weltweiter Heilsbringer? Ein schwerer Irrtum!<\/strong><br>\nDas hat das Spardiktat gegen den S&uuml;den Europas angerichtet: 26 Millionen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in der EU sind arbeitslos, Millionen junge Menschen ohne Perspektive. In Griechenland und Spanien liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei &uuml;ber 50 Prozent, in Italien bei 44 Prozent. In Griechenland bekommen nur 27 Prozent der Arbeitslosen Arbeitslosengeld. In Griechenland stieg in der Zeit der Krise die S&auml;uglingssterblichkeit um 21 Prozent, die Kindersterblichkeit um 43 Prozent, die HIV-Ansteckungsquote um 52 Prozent, die Selbstmordrate um 37 Prozent. &ldquo;Es tut mir leid, Frau Bundeskanzlerin, aber das ist das Ergebnis ihrer Politik&rdquo;, h&auml;lt Gregor Gysi der Kanzlerin in seiner Antwort auf ihre Regierungserkl&auml;rung vor.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SfEhvt_YZAM\">Die Fraktion die LINKE via YouTube<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141017_Gysi.pdf\">Gysi-Rede als Text [PDF]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die M&auml;rchentour von Uncle Jeremy<\/strong><br>\nWie ein US-Autor uns die &bdquo;Sharing Economy&ldquo; als Kapitalismuskritik verkaufen will.<br>\nKapitalismuskritik kommt gut an im Jahr 7 nach dem Zusammenbruch der Lehman-Brothers-Bank. Internetkritik ebenfalls im Jahr 1 nach dem NSA-Abh&ouml;rskandal. Das wissen die beiden amerikanischen Autoren Jeremy Rifkin und Jaron Lanier. Als intellektueller Popstar tourte Rifkin im September f&uuml;r eine ganze Woche lang durch Berlin. Bei Vortr&auml;gen, in Fernsehdiskussionen und in Interviews hat er immer die gleiche Botschaft im Gep&auml;ck: unser Wirtschaftsmodell funktioniere nicht mehr, weil die Menschen lieber teilen statt besitzen wollen. Klingt progressiv und ist die Zusammenfassung aus immerhin 525 Seiten Analyse mit dem Titel &bdquo; Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft&ldquo;. Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut (Commons) und der R&uuml;ckzug des Kapitalismus&ldquo;&hellip;<br>\nLanier: &bdquo;Jetzt haben wir sie in die entwickelte Welt importiert, und junge Menschen lieben sie, weil das Gef&uuml;hl des Teilens so sympathisch ist. Doch die Menschen bleiben nicht f&uuml;r immer jung&ldquo;.<br>\nEs sei ein Irrtum zu glauben, dass die Sharing-Economy, wie Jeremy Rifkin in seinem Buch &ldquo;Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft&rdquo; behauptet, ein Ende des Kapitalismus, eine globale, gemeinschaftlich orientierte Gesellschaft einl&auml;ute, in der Teilen mehr Wert h&auml;tte als Besitzen, schreibt der Berliner Kulturwissenschaftler Byung-Chul Han. Im Gegenteil: Die Sharing-Economy f&uuml;hre letzten Endes zu einer Totalkommerzialisierung des Lebens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++1021b1b0-5527-11e4-8f19-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Stromtrassen: Seehofers wenig realistische Vorschl&auml;ge<\/strong><br>\nDie Energiewende teilt das Land: Der Norden schwimmt in Strom, im S&uuml;den dagegen wird er mit dem Abschalten der letzten Meiler 2021 deutlich knapper. Hochleistungs-Stromleitungen &ndash; die HG&Uuml; &ndash; sollen daher Br&uuml;cken zwischen dem Norden und S&uuml;den schlagen. Horst Seehofer hat nun diese Leitungen ins Visier genommen. &Uuml;berzogen sei der Netzausbau und unn&ouml;tig, Bayern brauche sie gar nicht. Erst als &ouml;ffentlich wurde, dass das f&uuml;r Bayern ziemlich teuer werden k&ouml;nnte, lenkte er ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/10\/13\/dlf_20141013_1645_a51b70b6.mp3\">Deutschlandradio [MP3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Atomkonzerne verklagen Staat<\/strong><br>\nMit immer neuen Klagen gehen die gro&szlig;en Energiekonzerne gegen den Atomausstieg vor. Sie wollen Schadenersatz f&uuml;r entgangene Gewinne. In seiner j&uuml;ngsten Klage gegen die Bundesl&auml;nder Niedersachsen und Bayern verlangt E.on f&uuml;r die von diesen verordnete Abschaltung von zwei AKW &ndash; Isar 1 und Unterweser &ndash; f&uuml;r jeweils drei Monate 380 Millionen Euro. Die Zahl zeigt: Mit einem einzigen Atomkraftwerk verdient der Betreiber jeden Monat 60 Millionen Euro.<br>\nEine Woche nach Beginn der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima am 11. M&auml;rz 2011 hatten die Beh&ouml;rden alle deutschen Atomkraftwerke einem Stresstest unterzogen. Die sieben &auml;ltesten Meiler sowie das nach schweren Pannen seit 2009 abgeschaltete AKW Kr&uuml;mmel wurden per schriftlicher Verf&uuml;gung von den Atomaufsichtsbeh&ouml;rden der L&auml;nder sofort stillgelegt. Die Unternehmen halten diese Anordnungen f&uuml;r einen rechtswidrigen Eingriff in ihre Eigentumsrechte. Der Stromanbieter RWE hatte in seiner Klage f&uuml;r entgangene Gewinne aus dem Betrieb des AKW Biblis 235 Millionen Euro Schadenersatz geltend gemacht. Die insgesamt acht zun&auml;chst vor&uuml;bergehend abgeschalteten AKW wurden nach einem Bundestagsbeschluss im Herbst 2011 dauerhaft vom Netz genommen. Dagegen waren die Konzerne schon fr&uuml;her juristisch vorgegangen. Bei diversen Gerichten sind Schadenersatzklagen anh&auml;ngig, es geht dabei um insgesamt rund 15 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/inland\/atomkonzerne-verklagen-staat\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zweitjob lebensnotwendig: Kambodschas Lehrer fordern h&ouml;here Entlohnung<\/strong><br>\nKambodschanische Lehrer haben zu Wochenbeginn f&uuml;r eine Erh&ouml;hung ihrer Geh&auml;lter demonstriert. Die Forderung der P&auml;dagogen: Eine Mindestentlohnung von umgerechnet 250 Euro. Was die Regierung an Steigerungen f&uuml;r das kommende Schuljahr in Aussicht gestellt habe, reiche nicht aus, so die Kritik der Protestierenden. Den staatlichen Pl&auml;nen zufolge sollen Lehrkr&auml;fte dann zwischen umgerechnet rund 110 bis 158 Euro monatlich verdienen, je nachdem, in welcher Klassenstufe und wie lange sie schon unterrichten. Ohne Zweitjob kommen die P&auml;dagogen dann nicht &uuml;ber die Runden. Die einen schwingen sich, nachdem sie ihre eigentliche Arbeit erledigt haben, aufs Motorrad, um als Zweiradtaxifahrer etwas dazuzuverdienen. Andere geben Nachhilfestunden oder schlagen sich noch mehrere Stunden als Verk&auml;ufer um die Ohren. Dass ihr Hauptberuf nicht selten unter solcher Mehrfachbelastung leidet, steht au&szlig;er Frage. Und nicht immer stehen sie dann, wenn es gefordert ist, vor ihren Sch&uuml;lern.<br>\nDer Protest war nicht willkommen: Ein Gro&szlig;aufgebot der Polizei schottete den Amtssitz von Premierminister Hun Sen und das Bildungsministerium vor den demonstrierenden Lehrern ab. Immerhin wurde einer Abordnung gestattet, die Forderungen zu &uuml;berbringen. Eine unmittelbare Reaktion der Politik gab es nicht. Kambodscha ist in seinem Staatshaushalt stark auf ausl&auml;ndische Hilfen angewiesen. Steuereinnahmen werden bisher kaum erzielt, investiert wird vor allem in die Infrastruktur. Das Lohnniveau ist generell extrem niedrig, das illustriert auch der fortgesetzte Kampf der Besch&auml;ftigten der Textilbranche f&uuml;r einen Mindestlohn von wenigstens 160 Dollar (126 Euro) monatlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/kapital-arbeit\/zweitjob-lebensnotwendig\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das sind schlechte Aussichten f&uuml;r eine Bev&ouml;lkerung, die zur H&auml;fte unter 21 Jahren alt ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wahlkampf in Brasilien geht in die zweite Runde &ndash; B&uuml;ndnis mit sozialen Bewegungen notwendig<\/strong><br>\nIn der ersten Runde der Pr&auml;sidentschaftswahl setzte sich die Amtsinhaberin Dilma Rousseff von der linken Arbeiterpartei (PT) mit 41,4% der Stimmen gegen den ehemaligen Gouverneur des Bundesstaates Minas, A&eacute;cio Neves, durch.<br>\nDer Kandidat der konservativen Sozialdemokratischen Partei Brasiliens (PSDB) landete mit 33,8% auf dem zweiten Platz. Sein unerwartet starkes Abschneiden &raquo;z&uuml;ndete ein kleines Freudenfeuer bei den Brasilien-Fonds an den europ&auml;ischen B&ouml;rsen, wo auf einen kapitalfreundlicheren Kurs der sechstgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der Welt unter einem Pr&auml;sidenten Neves spekuliert wird.&laquo; (Junge Welt, 6.10.2014)<br>\nMit 21,3% erreichte Marina Silva, die f&uuml;r die linksliberale Sozialistische Partei (PSB) angetreten war&hellip;<br>\nAm 26. Oktober kommt es zur Stichwahl zwischen Dilma Rousseff, der ehemaligen Widerstandsk&auml;mpferin gegen die Milit&auml;r-Diktatur, und A&eacute;cio Neves, dem neoliberalen Kandidaten der traditionellen Oligarchie. Die Ausgangsbasis f&uuml;r Rouseff ist dieses Mal nicht so komfortabel wie bei ihrer ersten Kandidatur vor vier Jahren&hellip;<br>\nDilma Rousseff setzt bei der Mobilisierung f&uuml;r den zweiten Wahlgang auf die Mehrheit der von den Sozialprogrammen profitierenden Brasilianer, die gebildete linke Mittelklasse und Gewerkschafter. Doch wenn sie den zweiten Wahlgang f&uuml;r sich entscheiden will, muss sie angesichts des absehbaren B&uuml;ndnisses zwischen PSB, PSDB, Evangelikalen und Wirtschaftsverb&uuml;nden ihre Allianz mit den sozialen Bewegungen des Landes erneuern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/buendnis-mit-sozialen-bewegungen-notwendig\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Warum Freiheit nicht Ungleichheit rechtfertigt<\/strong><br>\nUngleichheit wird regelm&auml;&szlig;ig als hinzunehmendes Resultat einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung gerechtfertigt. Die tiefere Begr&uuml;ndung wird dabei gerne mit einem Verweis auf Freiheit als Wert gegeben. Der politische Philosoph G. A. Cohen aus Oxford, vor mittlerweile f&uuml;nf Jahren verstorben, hat dieses Argument auf so brillante Weise zerlegt &ndash; dass eine kurze Erinnerung immer wieder lohnt.<br>\nKurz gesagt &uuml;berf&uuml;hrt Cohen diejenigen, die eine marktwirtschaftliche Ordnung und deren Verteilungsergebnisse mit dem Argument der Freiheit zu rechtfertigen suchen, sich typischerweise in einer Zirkularit&auml;t verstricken, in der sie entweder eine logisch nicht m&ouml;gliche Definition der Freiheit verwenden, oder in der das, was sie als Freiheit bezeichnen, nicht mehr mit dem Wert &uuml;bereinstimmt, den der Begriff gemeinhin suggeriert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verteilungsfrage.org\/2014\/10\/warum-freiheit-nicht-ungleichheit-rechtfertigt\/\">verteilungsfrage.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>AfD &ndash; Retter des Abendlandes?<\/strong><br>\nBj&ouml;rn H&ouml;cke ist Fraktionsf&uuml;hrer der AfD im Th&uuml;ringer Landtag, im Interview mit Sezession im Netz skizziert er einen am Volkswohl orientierten Politiker als den idealen Typus eines solchen. Auf die Frage, worauf sich seine Politik zu richten h&auml;tte antwortet er: &ldquo;[&hellip;] Das ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil durch die technischen M&ouml;glichkeiten und die wirtschaftlichen Interdependenzen ein entfalteter Globalisierungstotalitarismus erstmals als reale Option angesehen werden kann. Daher mu&szlig; der Verteidigung der ethnokulturellen Diversit&auml;t h&ouml;chste Priorit&auml;t einger&auml;umt werden.&rdquo; [&hellip;] Was das alles nun bedeutet: Herr H&ouml;ck argumentiert stringend rechts, das Interview gibt er G&ouml;tz Kubitschek im &ndash; man k&ouml;nnte salopp sagen f&uuml;hrenden &ndash; Organ der Neuen Rechten und H&ouml;ck bedient dabei offenbar ganz bewusst ein sich selbst als rechtsintellektuell verstehendes Publikum mit ihrem beliebten Kernthema, der Rettung des Abendlandes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/florianroepke.wordpress.com\/2014\/10\/16\/afd-retter-des-abendlandes\/\">florianroepke.wordpress.com<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>AfD-Jugendorganisation Junge Alternative: &ldquo;Fast unverhohlen rechtsradikal&rdquo;<\/strong><br>\nDie AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative ist noch populistischer als ihre Mutterpartei. Einige ihrer Sympathisanten kommen aus dem rechten Milieu. Experten sind entsetzt.<br>\nEine Schande f&uuml;r Deutschland ist Sch&auml;uble und das andere Pack!&rdquo; Auf der Facebook-Seite der Jungen Alternative f&uuml;r Deutschland (JA) herrscht blanker Hass. Die j&uuml;ngste Zielscheibe der AfD-Nachwuchsorganisation ist Wolfgang Sch&auml;uble. Der Bundesfinanzminister hatte die AfD vor kurzem als Schande f&uuml;r Deutschland bezeichnet, weil sie Fremdenfeindlichkeit propagiere &ndash; f&uuml;r viele JA-Sympathisanten ein ungeheuerlicher Affront.<br>\nVorf&auml;lle wie diese sind wohl auch der Grund, weshalb der AfD-Bundesvorstand der Jungen Alternative bislang mit Skepsis begegnet ist &ndash; und die Partei noch immer nicht als offizielle Nachwuchsorganisation anf&uuml;hrt. AfD-Chef Bernd Lucke soll sogar kurzzeitig versucht haben, an der JA vorbei eine eigene Jugendorganisation aufzubauen. Doch offenbar ohne Erfolg. Mittlerweile erkennen schon vier AfD-Landesverb&auml;nde (Saarland, Hamburg, NRW, Hessen) die JA als offizielle Nachwuchsorganisation an. 90 Prozent der JA-Mitglieder seien ohnehin auch AfD-Mitglieder, sagt JA-Bundesvorsitzender Philipp Ritz. Man habe keine Eile bei der Vereinigung mit der Mutterpartei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/junge-alternative-umstrittene-afd-nachwuchsorganisation-a-997102.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Geplanter OSZE-Einsatz fraglich &ndash; Ukraine zu kalt f&uuml;r deutsche Drohnen<\/strong><br>\nDeutschland und Frankreich haben der OSZE unbemannte Flugk&ouml;rper zur &Uuml;berwachung des br&uuml;chigen Waffenstillstands in der Ukraine angeboten, doch der Einsatz ist aus einer Vielzahl von Gr&uuml;nden fraglich. Das neueste Problem geht offenbar auf die &ldquo;Luna&rdquo;-Drohnen der Bundeswehr zur&uuml;ck, die bei sehr tiefen Temperaturen nicht eingesetzt werden k&ouml;nnen.<br>\nEine Aufkl&auml;rungsdrohne &ldquo;Luna&rdquo; wird f&uuml;r einen Einsatz bei der Truppen&uuml;bung &ldquo;Th&uuml;ringer L&ouml;we&rdquo; vorbereitet. (Archiv 2005) | Bildquelle: dpagalerieIm Winter bedingt einsatzbereit: Eine Aufkl&auml;rungsdrohne &ldquo;Luna&rdquo; (Archiv 2005)<br>\n&ldquo;Das ist ein technisches Problem dieses &lsquo;Luna&rsquo;-Systems, dass das bei Temperaturen von unter 19 Grad nicht mehr sicher gesteuert werden kann&rdquo;, sagte der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler, im Deutschlandfunk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bundeswehr-drohne-ukraine-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Mit General Winter hatte das deutsche Milit&auml;r ja schon immer seine Probleme.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;Vergabe &ouml;ffentlich finanzierter Bildungsma&szlig;nahmen vom Kopf auf die F&uuml;&szlig;e stellen!&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung muss das Vergabeverfahren arbeitsmarktpolitischer Bildungsma&szlig;nahmen grundlegend ver&auml;ndern. Das haben die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) w&auml;hrend ihrer Tagung &bdquo;Vergabe &ouml;ffentlich finanzierter Aus- und Weiterbildung &ndash; Rechtslage und Alternativen &ndash; und Preis statt Qualit&auml;t?&ldquo; heute in Berlin gefordert. Kaum ein Bereich im Bildungswesen unterliege dem Preisdruck des Marktes so stark wie die &ouml;ffentlich finanzierte Aus- und Weiterbildung. Das bisherige Vergabeverfahren habe zu erheblichen Verlusten der Qualit&auml;t der Bildungsangebote und der Arbeitsbedingungen der Besch&auml;ftigten gef&uuml;hrt, begr&uuml;ndeten die beiden Organisationen ihren Vorsto&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Vergabe_oeffentlich_finanzierter_Bildungsmassnahmen_vom_Kopf_auf_die_Fuesse_stellen.html\">Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Studiengeb&uuml;hren<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Zeit kommt, etwas zur&uuml;ckzugeben<\/strong><br>\nWer studiert, hat ohnehin wenig Geld &ndash; Studiengeb&uuml;hren sind da eine zus&auml;tzliche finanzielle Belastung. Doch sp&auml;ter beziehen Akademiker hohe Eink&uuml;nfte. Dann ist es an der Zeit, sich bei der Gesellschaft f&uuml;r die Ausbildung zu revanchieren. [&hellip;]<br>\nDie ganze Gesellschaft profitiert von den akademisch Gebildeten, das haben die Gegner von Geb&uuml;hren immer vorgebracht. Schon wahr. Am meisten jedoch profitieren die Absolventen selbst: &Uuml;bers Arbeitsleben gerechnet bezieht ein Akademiker im Schnitt eine Million Euro mehr als sein Altersgenosse mit Berufsausbildung. Ist es da wirklich zu viel verlangt, ein paar Tausend Euro f&uuml;r die Hochschulen beizutragen? Soll das ungerecht sein?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/studiengebuehren-die-zeit-kommt-etwas-zurueckzugeben-1.2176500\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Was f&uuml;r eine verquere Argumentation. Wenn Akademiker denn wirklich so viel mehr verdienen, dann sorgt doch der progressive Einkommensteuertarif schon daf&uuml;r, dass sie &bdquo;der Gesellschaft etwas zur&uuml;ckgeben&ldquo;. Das ist gerecht &ndash; anders als Studiengeb&uuml;hren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Reiche Rektoren verstehen es nicht: Studiengeb&uuml;hren sind asozial!<\/strong><br>\nDer freie Zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) widerspricht der Forderung nach mehr Bildungsgeb&uuml;hren, die heute von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und Bertelsmann-Stiftung erhoben wurde. Bildungsgeb&uuml;hren sind kein zeitgem&auml;&szlig;es Werkzeug f&uuml;r eine verantwortungsvolle Bildungspolitik! Daniel Gaittet, Vorstand im fzs erteilt den Forderungen eine klare Absage: &ldquo;Die Zivilgesellschaft hat sich eindeutig gegen Bildungsgeb&uuml;hren positioniert. Horst Hippler, Heino von Meyer und J&ouml;rg Dr&auml;ger klammern sich krampfhaft an einen Anachronismus, der l&auml;ngst beerdigt wurde. HRK, OECD und die Bertelsmann-Stiftung sind offensichtlich von gestern. Studiengeb&uuml;hren sind nicht nur ein gescheitertes politisches Projekt, das Thema hat auch &uuml;ber den Ausgang von Wahlen entschieden. Das muss den Parteien und Regierungen klar sein&rdquo;.<br>\nHippler fragt in der aktuellen Ausgabe der S&uuml;ddeutschen Zeitung weiter nach einem verl&auml;sslichen bundesweiten Konzept zur Finanzierung von<br>\nBildung, das nicht von Regierungswechseln in den L&auml;ndern abh&auml;ngig ist. Dazu f&uuml;hrt Gaittet aus: &ldquo;Dieses Konzept gibt es bereits. Es nennt sich Steuersystem. Wer die unzureichende Ausstattung von Hochschulen und Universit&auml;ten kritisiert und damit mehr Ausgaben im Bildungsbereich vom<br>\nStaat fordert, muss auch bereit sein, die unbequeme Forderung nach mehr Einnahmen f&uuml;r den Staat zu erheben. Bildungsgerechtigkeit ist nur<br>\nzusammen mit Steuergerechtigkeit zu denken. Dass Herr Hippler diese Tatsache verschweigt ist feige und macht deutlich, dass es ihm nicht um Gerechtigkeit geht. Die Linie verl&auml;uft nicht zwischen dem Krankenpfleger, der der Studentin das Studium zahlt, sondern zwischen Vielverdienenden, die in ihren Gewinnen baden und Geringverdienenden, die gegeneinander ausgespielt werden&rdquo;.<br>\nQuelle: Pressmitteilung fzs (noch nicht im Netz)\n<p>dazu auch: <strong>Streit von L&auml;ndern und Bund gef&auml;hrdet Hochschulforschung: HRK-Senat fordert Finanzierung der tats&auml;chlichen Kosten<\/strong><br>\nDer Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat Bund und L&auml;nder nachdr&uuml;cklich aufgefordert, den Streit um die Finanzierung der so genannten Programmpauschale beizulegen.<br>\n&bdquo;Wenn die Programmpauschale &uuml;ber den Bund-L&auml;nder-Streit tats&auml;chlich wegfiele, w&auml;re das die Bankrotterkl&auml;rung der Hochschulpolitik und der Todessto&szlig; f&uuml;r viele wichtige Forschungsvorhaben&ldquo;, sagte HRK-Pr&auml;sident Professor Dr. Horst Hippler. Der HRK-Senat dr&auml;ngte deshalb heute in Bonn darauf, dass die staatliche Finanzierung der Pauschale gesichert wird.<br>\nDen Hochschulen fehlen schon jetzt Mittel, um f&uuml;r eingeworbene Forschungsprojekte die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen &ndash; von geeigneten R&auml;umen bis zum Verwaltungspersonal. Derzeit werden etwa f&uuml;r &uuml;ber die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanzierte Projekte 20 Prozent als Programmpauschale f&uuml;r solche Zwecke gew&auml;hrt. Die tats&auml;chlichen indirekten Kosten liegen aber je nach Fachdisziplin bei 40 bis 70 Prozent.<br>\n&bdquo;Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Hochschulen f&uuml;r ihren stetig gewachsenen Erfolg bei der Einwerbung von Forschungsprojekten indirekt bestraft werden&ldquo;, so HRK-Pr&auml;sident Hippler. &bdquo;Jedes neue Projekt belastet den regul&auml;ren Hochschulhaushalt zus&auml;tzlich, weil die Folgekosten daraus finanziert werden m&uuml;ssen.<br>\nNiemand begreift, warum die Forschung an au&szlig;eruniversit&auml;ren Einrichtungen vollkostenfinanziert wird, die Forschung an Hochschulen aber seit langem benachteiligt und nun sogar grundlegend gef&auml;hrdet wird.&ldquo;<br>\nUm diese Benachteiligung zu beseitigen und die Hochschulforschung nachhaltig zu sichern, forderte der HRK-Senat erneut eine schrittweise Anhebung der Programmpauschale. F&uuml;r alle neuen Projekte m&uuml;sse zun&auml;chst mindestens das Niveau der EU-Forschungsf&ouml;rderung in H&ouml;he von 25 Prozent erreicht werden. Ziel m&uuml;sse es sein, bis zum Jahr 2020 zu einer Vollkostenfinanzierung zu kommen.<br>\nDurch den stetigen Aufwuchs der Drittmittel bei &ndash; gemessen an der stark wachsenden Nachfrage nach einem Hochschulstudium &ndash; gleichzeitiger Stagnation bzw. Schrumpfung der Grundmittel hat sich die Finanzierungsstruktur der Hochschulen in den letzten Jahren grundlegend ver&auml;ndert. Der Anteil der Drittmittel ist von elf auf &uuml;ber 20 Prozent der Hochschulmittel gestiegen. An einigen Hochschulen machen Drittmittel sogar mehr als ein Drittel des Finanzvolumens insgesamt aus.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/92409\/streit-von-laendern-und-bund-gefaehrdet-hochschulforschung-hrk-senat-fordert-finanzierung-der-tatsaechlichen-kosten\/\">bildungsklick.de<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.hrk.de\/positionen\/gesamtliste-beschluesse\/position\/convention\/entwicklung-der-grund-und-projektfinanzierung-der-hochschulen\/\">Resolution des Hochschulrektorenkonferenz-Senats<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Die Monsterbeh&ouml;rde und das Projekt &ldquo;Strickm&uuml;tze&rdquo;<\/strong><br>\nWer die Bundeswehr verstehen will, muss die Strickm&uuml;tze kennen. Am 31. August 2011 erteilt das Bundesamt f&uuml;r Wehrverwaltung unter Az 79-40-60 &ldquo;Die &Auml;nderungsgenehmigung (&Auml;G) mit Genehmigung zur Nutzung (GeNu) f&uuml;r die Strickm&uuml;tze&rdquo;. Das Projekt &ldquo;Strickm&uuml;tze&rdquo; ist der Systemf&auml;higkeitsforderung (SFF) &ldquo;Bekleidung und pers&ouml;nliche Ausr&uuml;stung&rdquo; zugeordnet, Kategorie &ldquo;Unterst&uuml;tzung und Durchhaltef&auml;higkeit&rdquo;.<br>\nDie Truppe hatte sich &uuml;ber die alte M&uuml;tze beschwert, zu nass, zu kalt, eine bl&ouml;de M&uuml;tze. Und so war am 18. Dezember 2008 die &ldquo;Anforderung zur &Auml;nderung&rdquo; gestellt, in Umlauf gebracht, bewertet und am 14. Juli 2009 der &ldquo;Auswertung Einsatzpr&uuml;fung&rdquo; unterzogen worden. Die Beamten definierten den Verwendungszweck wie folgt: &ldquo;Die Strickm&uuml;tze dient als Wechselm&uuml;tze zur Feldm&uuml;tze, Tarndruck, Winter. Sie soll als K&auml;lteschutz f&uuml;r den Kopf dienen, wobei auch die Ohren abgedeckt werden sollen.&rdquo; Nach Pr&uuml;fung verschiedener L&ouml;sungswege kamen die Beamten zu dem Schluss, dass eine Produktverbesserung &ldquo;zeitaufw&auml;ndig und unwirtschaftlich&rdquo; sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-grotesk-der-absurde-vorgang-strickmuetze-2146016.html#utm_source=standard&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_campaign=politik\">Stern<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23634","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23634","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23634"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23634\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23641,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23634\/revisions\/23641"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23634"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23634"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23634"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}