{"id":23684,"date":"2014-10-23T09:58:09","date_gmt":"2014-10-23T07:58:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23684"},"modified":"2014-10-23T10:30:39","modified_gmt":"2014-10-23T08:30:39","slug":"leserbriefe-zum-lokfuehrerstreik-und-dem-nds-eintrag-vom-21-10-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23684","title":{"rendered":"Leserbriefe zum Lokf\u00fchrerstreik und dem NDS-Eintrag vom 21.10.14"},"content":{"rendered":"<p>Auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23663\">unseren Eintrag<\/a> kamen viele kritische Leserbriefe und einige zustimmende. Wenn mit dem Eintrag vom 21.10 der Eindruck entstanden ist, die NDS w&uuml;rden am Sinn von Streiks  im Allgemeinen und dem Lokf&uuml;hrerstreik im Besonderen zweifeln, dann tut mir das leid. Mit Recht weisen einige Leserbriefschreiber\/innen darauf hin, dass sich eine solche Einstellung auch nicht mit unserer Dauerwerbung f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne vertr&uuml;ge. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nIch habe mich ge&auml;u&szlig;ert, weil ich Zeitpunkt und Umst&auml;nde des Streiks am vergangenen Wochenende f&uuml;r ungl&uuml;cklich hielt und weil ich die verkehrspolitischen Folgen, d.h. die damit verbundene de facto-Werbung f&uuml;r den &bdquo;Schienenersatzverkehr&ldquo; der privaten Fernbuslinien sah. Aber ich bin offen f&uuml;r die Argumente der Leserbriefschreiber\/innen, diese meine Sorgen seien unangebracht. <\/p><p>Es folgt eine Sammlung der Leserbriefe:<\/p><p><strong>Anmerkung unseres Lesers S.W.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nSehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nich war &uuml;berrascht, weil Ihre Replik pl&ouml;tzlich zu Ende war. Ich hatte eigentlich folgendes (auch noch) erwartet:<\/p>\n<ul>\n<li>Sollen wir nur dann mit Streikenden solidarisch sein, wenn wir von deren Streik nichts bemerken (au&szlig;er der Berichterstattung in den Medien) oder wir die Folgen leicht ertragen k&ouml;nnen (Amazon liefert eben 2 Tage sp&auml;ter)?<\/li>\n<li>D&uuml;rfen alle die Berufsgruppen nicht mehr streiken, denen es nicht m&ouml;glich ist, mit ihren Streiks die &lsquo;wirklich Verantwortlichen&rsquo; zu treffen (bspw. wenn Lehrer und Sch&uuml;ler w&auml;hrend der Unterrichtszeit gegen die Mi&szlig;st&auml;nde in der Bildung demonstrieren)?<\/li>\n<li>Warum richtet sich der Unmut von Herrn Dodel gegen die Lokf&uuml;hrer und nicht gegen die Leute, die die Lokf&uuml;hrer derart schlecht bezahlen, da&szlig; sie sich f&uuml;r Streik entscheiden?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf jeden Fall ist es sehr erfreulich, da&szlig; ich als Leser der Nachdenkseiten nur &uuml;ber solche Kleinigkeiten stolpere. Als Quelle f&uuml;r wichtige Informationen aus der Gegen&ouml;ffentlichkeit sind die Nachdenkseiten f&uuml;r mich unersetzlich.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers B.C.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nIch habe die eMail des Lesers der NDS zum Lokf&uuml;hrerstreik gelesen und muss sagen, da verstehe eigentlich ich die Welt nicht mehr. Wer sich aufregt, weil Lokf&uuml;hrer streiken, aber daf&uuml;r ist, dass Mitarbeiter bei Amazon usw. streiken d&uuml;rfen, hat f&uuml;r mich &uuml;berhaupt kein Demokratie- und kein gesellschaftliches Verst&auml;ndnis. D. h. ja, dass man dem gesamten &ouml;ffentlichen Dienst das Streikrecht nehmen soll. Denn wenn der &ouml;ffentliche Dienst streikt, ist immer irgendwie der &ldquo;kleine Mann&rdquo; betroffen. Wenn die Einen streiken d&uuml;rfen, dann d&uuml;rfen das auch die Anderen. Nur so funktioniert Demokratie.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers T.F.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nLieber Herr M&uuml;ller,<br>\nIhre Replik auf den einen Leserbrief, der sich kritisch zu den j&uuml;ngsten Streiks und ihre Behandlung in den Nachdenkseiten ge&auml;u&szlig;ert hat, fand ich ziemlich merkw&uuml;rdig und ruft nun auch auf meiner Seite entschiedenen Protest hervor. So geht es nun wirklich nicht, Herr M&uuml;ller! Ich habe es nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten, dass ein so kluger Mann wie Sie gegen&uuml;ber dem Mainstream einknickt und der allgemeinen Emp&ouml;rung &uuml;ber die Streikenden weitere Nahrung gibt. Offenbar haben Sie zu wenig &uuml;ber die institutionellen Grundlagen des Streikrechts nachgedacht. Lassen Sie mich dazu ein paar Worte sagen, wie sich die Sache aus meiner Sicht darstellt.<br>\nWir leben in einer Gesellschaft, die uns von Geburt an mehr oder weniger zu Einzelk&auml;mpfern macht, sie ist gepr&auml;gt von Konkurrenz und fundamentalen Interessengegens&auml;tzen. Dazu passt, dass die einzelnen Lohnniveaus von Einzelinteressen entweder festgesetzt oder im Rahmen von Verhandlungen durchgesetzt werden, wobei die Verhandlungspartner recht unterschiedlich viel Macht haben. Die herrschende Politik scheint nun immer mehr Einzelinteressen zu bedienen und nach dem Prinzip &bdquo;divide et impera&ldquo; zu verfahren. Auch eine Errungenschaft wie das Streikrecht ist nach diesem Prinzip konstruiert, auch wenn man sich allgemein dieser N&auml;he wenig bewusst zu sein scheint. Wer heute streikt, tut dies immer auf Kosten von anderen, die durch den Streik behindert werden und nicht f&uuml;r das beanstandete Lohnniveau direkt verantwortlich sind. Wir erleben dann regelm&auml;&szlig;ig, wie durch die Medien die eine Gruppe der Streikenden gegen die anderen, die nichts f&uuml;r den Streikgrund getan haben, aber trotzdem betroffen sind, ausgespielt werden. Der Markt funktioniert im &uuml;brigen tendenziell als Streikbrecher, was man sehr sch&ouml;n am j&uuml;ngsten Lokf&uuml;hrerstreik sehen kann, wo verst&auml;rkt die billigen Fernbusse anderer Unternehmen zum Einsatz kamen. Das begrenzt nat&uuml;rlich die Wirksamkeit von Streiks. Es gibt Berufe, die eine relativ hohe Verhandlungsmacht haben, weil sie kurzfristig hohen Schaden anrichten k&ouml;nnen und kaum ersetzt werden k&ouml;nnen wie etwa Piloten und es gibt andere, die eine ungleich geringere Verhandlungsmacht haben. Das Problem scheint mir eher zu sein, dass viele Menschen gar nicht erst in die Lage kommen, &uuml;berhaupt streiken zu k&ouml;nnen.<br>\nDie L&ouml;sung f&uuml;r die hier anstehenden Probleme kann nicht darin bestehen, dass wir uns dem Mainstream irgendwie anschlie&szlig;en und uns &uuml;ber den angeblichen &bdquo;Zynismus&ldquo; von Streikenden aufregen. Wie, wann und wo Leute streiken hat uns solange nichts anzugehen, wie nicht unmittelbar Menschen massiv gef&auml;hrdet werden. Der Zynismus steckt vielmehr im Prinzip &bdquo;divide et impera&ldquo;. Wir sollten uns besser Gedanken dar&uuml;ber machen, wie wir eine Kampfform entwickeln k&ouml;nnen, die dieses Prinzip schon im Ansatz &uuml;berwindet. Wir k&ouml;nnen nicht alles irgendwelchen &bdquo;Verhandlungspartnern&ldquo; &uuml;berlassen, deren Macht, wie wir wissen, doch extrem ungleich verteilt ist. Eine gesetzliche Ma&szlig;gabe, nach der sich die L&ouml;hne gef&auml;lligst dem Produktivit&auml;tsfortschritt anzupassen haben, w&auml;re das Mindeste, das wir anstreben sollten. Eine Debatte &uuml;ber geeignete Kampfformen ist l&auml;ngst f&auml;llig, findet aber in den Nachdenkseiten noch nicht statt.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unserer Leserin J.D. (aus Frankreich):<\/strong><\/p><blockquote><p>\nAus dem Blickwinkel des streikerprobten Frankreichs hier einige Anmerkungen :<br>\nGibt es Streiks speziell im Transportwesen die den &laquo; kleinen Mann &raquo; nicht ber&uuml;hren? Die altbekannten Argumente zum Urlaubsbeginn wurden ja gerade wieder aufgew&auml;rmt, zu normalen Zeiten kommt dann das Register des Langzeitarbeitslosen der sein lang erhofftes Interview f&uuml;r einen Job verpasst: Konkurrent war vor ihm da, war nicht auf &ouml;ffentliche Verkehrsmittel angewiesen, also aus und vorbei f&uuml;r ihn. Des weiteren die alleinerziehende Mutter, die ihren 3,5-Euro-Job beim Supermarkt zu verlieren droht weil sie nicht p&uuml;nktlich zur Laden&ouml;ffnung erscheint, der Student mit Stipendium der seine nicht nachholbare Pr&uuml;fung verpasst und sein Baf&ouml;g verliert kurz, auch hier alles schon geh&ouml;rt und gelesen. Auch sehr beliebt: die &ldquo;Geiselnahme&rdquo; des Publikums, was wohl die wahren Geiseln von diesem Sprachgebrauch halten?<br>\nGibt es Streiks die den &laquo;grossen Mann&raquo; ber&uuml;hren ?<br>\nMir ist nur einer aus j&uuml;ngster Vergangenheit in Erinnerung und zwar waren dies die K&uuml;chenhelfer der Pariser Stark&ouml;che, Immigranten ohne Aufenthaltspapiere, ohne Versicherungsschutz, ohne Arbeitsschutz, aber ungeheuer wichtig damit die Gesch&auml;ftsessen stattfinden k&ouml;nnen. Was hatten sie bewirkt? Ersteinmal die Tatsache in die &ouml;ffentlichkeit bringen dass Stark&ouml;che Illegale in grossem Umfang besch&auml;ftigen. Interessant. Und dass sie sie unbedingt brauchen. Also hat man im Endeffekt eine Klausel gefunden, die eine Regularisierung &laquo;&agrave; la carte&raquo; erlaubt nach dem Motto: Erst mal zeigen was du kannst , dann sehen wir mal was wir f&uuml;r dich tun k&ouml;nnen. Da br&ouml;kelt die stolze Devise &ldquo;Libert&eacute; &ndash; Egalit&eacute; &ndash; Fraternit&eacute;&ldquo; noch ein gutes St&uuml;ck mehr von den Fassaden der Rath&auml;user und Stadtpal&auml;ste!<br>\nGibt es Streiks die niemanden interessieren ?<br>\nJa, leider! Hebammen, Altenpfleger, Sozialarbeiter, K&uuml;chenhilfen, Bauarbeiter, Kanalarbeiter, Geb&auml;udereiniger, Laborhilfen usw.<br>\nAuch Streikende erleiden Verluste, haupts&auml;chlich Lohn-und Einkommenseinbussen, aber auch m&ouml;gliche Jobnachteile. Das macht man nicht so leichtfertig und selten werden die durch den Streik erlittenen Nachteile kurzfristig wieder wettgemacht.<br>\nFazit : Niemand geht in den Streik um seinen Mitmenschen gr&ouml;sstm&ouml;glichen Schaden zuzuf&uuml;gen. Es gibt Streik wenn alle anderen M&ouml;glichkeiten nichts bringen. und dann braucht er gr&ouml;sstm&ouml;gliches Echo in der &Ouml;ffentlichkeit. Und da sind wir bei den NDS: Welche &ouml;ffentlichkeit ?\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unserer Leserin H.G.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nSehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nes ist nicht nur unerfreulich, wenn es am Wochenende passiert, sondern ebenso, wenn es in der Woche passiert, denn da muss ich dem Leserbriefschreiber vollkommen recht geben. Ich als ALG-II-Empf&auml;ngerin ohne F&uuml;hrerschein, bin auf &ouml;ffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Zur Zeit arbeite ich auf 450 Eurobasis in Hamburg und erreiche meine Arbeitsstelle nur &uuml;ber die Bahn und S-Bahn.<br>\nAber damit noch nicht genug. Jedes Mal, wenn es bei der Bahn zu einem Streik gekommen ist und in den Verhandlungen dann ein Kompromiss gefunden wurde, sind die Fahrpreise gestiegen. Die Bahn hat die Fahrpreiserh&ouml;hung schon jetzt angek&uuml;ndigt. Sie trifft diesmal nicht den Fernreiseverkehr, da sie dort die Konkurrenz der Fernbusse f&uuml;rchten m&uuml;ssen, nein, diesmal trifft es wieder mal den &ldquo;kleinen Mann&rdquo;, denn die Preise des Nahverkehrs werden erh&ouml;ht werden.<br>\nWir Menschen, die auf den &ouml;ffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, trifft der Streik also doppelt. Obwohl wir eigentlich die Menschen sind, die durch die Nutzung des Nahverkehrs die Stra&szlig;en und die Umwelt entlasten und keine Parkpl&auml;tze besetzen, werden wir daf&uuml;r noch bestraft. Je teurer die Tickets werden, desto weniger Service d&uuml;rfen wir Fahrg&auml;ste erwarten, denn dieser wird immer weiter zur&uuml;ckgefahren. K&ouml;nnen &auml;ltere Menschen die Ticketautomaten nicht mehr bedienen, m&uuml;ssen sie ihre Fahrkarte teuer am Serviceschalter kaufen. In den Nahverkehrsz&uuml;gen ist nicht viel Platz f&uuml;r Gep&auml;ck, der fr&uuml;here Service, Fahrkarten auch im Zug kaufen zu k&ouml;nnen, wurde abgeschafft f&uuml;r den Nahverkehr, immer mehr Kleinbahnh&ouml;fe werden still gelegt, etc. pp.<br>\nIch bin eine Vielfahrerin der DB und kann somit gut beurteilen, wie es darum steht.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers J.K.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nHallo liebes Nachdenkseiten-Team,<br>\nes ist nicht meine Art Kommentare abzugeben, aber der Beitrag von Albrecht M&uuml;ller am 22.10 hat mich richtig erbost:<br>\nBeim Lokf&uuml;hrerstreik wird der &ldquo;kleine Mann&rdquo; getroffen, weil Herr Dodel mit der Bahn f&auml;hrt, w&auml;hrend ein Streik bei Amazon oder beim Zivilpersonal des US-Milit&auml;rs gut ist, weil Herr Dodel nichts mit ihnen zu tun hat? Das ich mein Paket von Amazon nicht bekomme st&ouml;rt Herrn Dodel nicht, weil er dort nicht kauft und es ihm auf gut deutsch &ldquo;am Arsch vorbei geht&rdquo; ob ich leide? Dieser Egoismus in der Feigheit ist verachtungsw&uuml;rdig! Stattdessen macht Herr M&uuml;ller noch einen Kniefall davor.<br>\nHerr Dodel und alle Anderen &ldquo;Gestrandeten&rdquo; sollten stattdessen den Bahnvorstand verklagen und sich nicht wie an deutschen Flugh&auml;fen mit Feldbetten zufrieden geben, sondern ins 3-Sterne-Hotel ziehen und anschliessend die Rechnung dem Vorstand schicken. Damit w&uuml;rde dort Druck ausge&uuml;bt wo die Unterdr&uuml;ckung gerechtfertigter und lange &uuml;berf&auml;lliger Forderungen her kommt.<br>\nDas ist wie mit einem M&uuml;llabfuhrstreik im Sommer, wenn es sch&ouml;n stinkt. Ich &auml;rgere mich nicht &uuml;ber die m&uuml;llm&auml;nner, sondern &uuml;ber den unf&auml;higen Vorstand der mich in diese Lage bringt.<br>\nEin bischen mehr Solidarit&auml;t mit den K&auml;mpfern w&uuml;rde unserem Volk nicht schaden.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers O.B.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nAlso, DAS ist mir echt unverst&auml;ndlich!<br>\nMan jammert rum, wenn&rsquo;s um die eigene Position als &ldquo;kleiner Mann&rdquo; geht.<br>\nAber die Solidarit&auml;t mit anderen endet, sobald es um den eigenen Wochenendurlaub geht.<br>\nKein Wunder, da&szlig; der &ldquo;kleine Mann&rdquo; auch weiterhin und zunehmend Grund hat, die eigene Position zu bejammern, wenn diejenigen, die sich noch daf&uuml;r einsetzen, da&szlig; ihre Position nicht immer schlechter wird, erst dann in den Kreis der &ldquo;Opfer&rdquo; mit aufgenommen werden, wenn sie selbst zum Prekariat geh&ouml;ren.<br>\nStreik am Wochenende, wo man mit der Familie eine Reise machen will?<br>\nNein, unverfroren.<br>\nStreik im Laufe der Woche, wo man zur Arbeit fahren will?<br>\nNein, unverfroren.<br>\nEine Zeit f&uuml;r den Streik, wo keiner von betroffen ist?<br>\nJa, so soll es sein.<br>\nDann kann man das Streiken also auch gleich sein lassen.<br>\nDiese Art von &ldquo;Neiddebatte&rdquo;, wie sie in dem Leserbrief zum Vorschein kommt, die dient letztlich nur der Verschlechterung der eigene  Position des &ldquo;kleinen Mannes&rdquo;.<br>\nDas ist genau der Grund, wieso der &ldquo;kleine Mann&rdquo; immer mehr Grund hat, jammern zu k&ouml;nnen.<br>\nAber man will eben nur die eigenen Problemchen bejammern.<br>\nSorry f&uuml;r solche Art von Pseudeo-Engagiertheit habe ich null Verst&auml;ndnis.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unserer Leserin U.W.<\/strong><\/p><blockquote><p>\nLiebe Nachdenkseiten, sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nnach meiner Meinung dient die Mail von Peter Dodel der notwendigen Darstellung von differenten Meinungen, die diskutiert werden sollen und m&uuml;ssen. Sie dient meiner Meinung nach aber nicht (Zitat AM) &ldquo;so gesehen der in diesem Fall notwendigen Balance&rdquo;. Ich bin auch nicht der Meinung, dass eine &ldquo;differenzierte Betrachtung dieses Vorgangs&rdquo; (Lokf&uuml;hrerstreik) notwendig ist in dem Sinne von AM. Differenzierte Betrachtung dieses Vorgangs mit der notwendigen Balance w&uuml;rde f&uuml;r mich bedeuten, dass man ausf&uuml;hrlich die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde und Beweggr&uuml;nde dieses Streiks informiert, ohne sich &uuml;ber die damit einhergehenden Belastungen der Bev&ouml;lkerung &ldquo;differenziert&rdquo; Gedanken zu machen. Nat&uuml;rlich gehen damit Belastungen einher und zwar nicht zu knapp. Schade, dass es zu diesen Belastungen kommt, aber die Frage ist, warum es dazu kommt. Ich bin allgemein der &Uuml;berzeugung, dass sich Streikende im Vorfeld sehr wohl selbst die notwendigen Gedanken machen, was vertretbar ist und was nicht. Wem dient es wohl, wenn dieses Verantwortungsgef&uuml;hl den Streikenden abgesprochen und der Bewertung von aussen zugesprochen wird.<br>\nIch bin den Nachdenkseiten f&uuml;r die wohltuende Gegeninformation in diesem Dschungel der allgemeinen manipulativen Berichterstattung sehr dankbar.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nLiebe NDS-Macher,<br>\nwarum sollen die Lokf&uuml;hrer nicht streiken d&uuml;rfen? Sie sollen d&uuml;rfen? Wann? Nachts zwischen 0:00 und 2:00? Wenn es niemand weh tut und es niemand merkt?<br>\nDer Kinderglaube, den Amazon-Besitzern schmerze der Streik ihrer Mitarbeiter, ist naiv. Warum soll der Amazon-Streik in Ordnung sein, dagegen der der Lokf&uuml;hrer nicht? Sie finden immer jemanden, und unsere Mainstreammedien erst recht, warum man jetzt gerade nicht streiken darf.<br>\nZum Beispiel gibt es sicher Amazon-Junkies die gef&auml;hrliche Entzugserscheinungen bekommen, wenn sie nicht t&auml;glich ihr Amazon-P&auml;ckchen ausgeliefert bekommen.<br>\nAuf der Zielgeraden im Kampf um die Marktkonforme Demokratie werden die Bandagen mit denen gek&auml;mpft, wird immer h&auml;rter. Da gilt es, dagegen zu halten.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nSehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nIhr Kommentar zu dem Leserbrief des Herrn Dodel geht m.E. an der eigentlichen Problematik vorbei. Es ist nicht die Frage, wie viele alleinerziehende M&uuml;tter oder gebrechliche Alte von einem Streik betroffen sind, sondern ob der Streik der Lokf&uuml;hrer berechtigt ist oder nicht. Die GDL will explizit einen Tarifpluralismus durchsetzen und strebt die Realisierung ihrer Forderungen ausschlie&szlig;lich f&uuml;r ihre Mitglieder an, so Herr Weselsky. Ich lese leider von keinerlei &Uuml;berlegungen, was die Folgen einer solchen (im Sinne der GDL) erfolgreichen Strategie w&auml;ren, wenn sich in Zukunft mehrere kleine Spartengewerkschaften gegenseitig in ihren Forderungen &uuml;berb&ouml;ten, um an Attraktivit&auml;t zu gewinnen? K&ouml;nnen die Arbeitnehmer insgesamt von einer solchen Strategie profitieren oder nur die, die an den entscheidenden &ldquo;Schalthebeln&rdquo; sitzen? &ldquo;Einigkeit macht stark&rdquo; wird abgel&ouml;st durch: &ldquo;Soll jeder doch f&uuml;r sich k&auml;mpfen&rdquo;. Die &Uuml;bernahme des Konzepts eines brutalen und egoistischen Wettbewerbs bei der Vertretung von Arbeitnehmerinteressen f&ouml;rder die weitere Zerbr&ouml;selung eines gesellschaftlichen Zusammenhangs und schadet langfristig allen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers H.S.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nBeide Kommentatoren kritisieren die Terminierung des letzten Lokf&uuml;hrerstreiks. Stellt sich die Frage welcher Termin denn der richtige w&auml;hre. Ein Streik in der Nacht, wenn alle schlafen ist offensichtlich wirkungslos. Nat&uuml;rlich muss ein Streik die gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Wirkung entfalten. Jeder Streik hat &ldquo;Fernwirkungen&rdquo; auf die Bev&ouml;lkerung, hier nur sehr direkt sp&uuml;rbar. Neben dem aufgebauten wirtschaftlichen Druck ist eine &ouml;ffentlichkeitswirksame Streikf&uuml;hrung zwingend notwendig.<br>\nEs hilft nicht (frei nach Brecht) in einem Boot aufs Meer hinauszufahren und die Welt anzuklagen.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers H.S.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nSehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\ndie NDS, die schon lange f&uuml;r mich zur t&auml;glichen Pflichtlekt&uuml;re geh&ouml;ren, sind auch Diskussionsforum und damit gibt es gl&uuml;cklicherweise keine einheitliche Meinung zu den diversen Themen, wenn auch einen vereinheitlichenden Diskurs.<br>\nBeim Thema Streik im Dienstleistungs-Sektor ergeben sich die widerspr&uuml;chlichen Positionen z.T. aus der Sache selbst und diese Widerspr&uuml;che sind leider auch nicht einfach l&ouml;sbar.<br>\nBei der Dienstleistung fallen &ndash; im Unterschied zur Warenproduktion &ndash; Produktion und Konsum d.h. Nutzung unmittelbar zusammen. Ein Streik im Dienstleistungs-Sektor ist damit immer(!) sofort wirksam, trifft aber als erstes die Nutzer. Erst in zweiter Linie wird der eigentliche Adressat (das Unternehmen) durch finanzielle Verluste getroffen.<br>\nWichtig ist aber vor allem auch der Druck, der durch die Unzufriedenheit und Proteste der Kunden an das Unternehmen gerichtet wird. Es macht also keinen Sinn, in den Streik zu treten, wenn m&ouml;glichst wenige potentielle Nutzer betroffen sind.<br>\nAuf den NDS-Seiten wurde ja richtig dargestellt, da&szlig; im Falle des GDL-Streiks die Phalanx der regierenden Parteien in sch&ouml;nster Einigkeit mit BildSpiegelARDundZDF etc. in der heute &uuml;blichen Kampagnenmanier (ich nenne das Propaganda) die Schuld an den durch den Streik entstehenden Problemen der Gewerkschaft zuschreiben, nicht zuletzt mit dem Ziel, das Streikrecht &uuml;berhaupt zu demontieren. Den Lokf&uuml;hrern wird eine Arbeitspflicht unterstellt, egal unter und zu welchen Bedingungen. Der desastr&ouml;se Zustand des profitorientierten Unternehmens Bahn, Entlohnung und Arbeitsbedingungen der Angestellten etc. ist f&uuml;r diese Propaganda nat&uuml;rlich kein Thema.<br>\nZiel dieser Propaganda  ist es vor allem, die Sto&szlig;richtung der Unzufriedenheit und Probleme  der vom Streik Betroffenen statt gegen die Verantwortlichen in Politik und Unternehmen gegen die Streikenden zu lenken &ndash; das scheint zu gelingen. Schade, wenn diese Sto&szlig;richtung auch auf den NDS greift.<br>\nDie &bdquo;Streikopfer&ldquo;, deren Probleme ja wirklich zu beklagen sind, sind Opfer einer schon l&auml;nger praktizierten Politik der Privatisierung der Bahn und des damit einhergehenden Personalabbaus, der sich auf L&ouml;hne, Sicherheit und Service verheerend auswirkt und nicht der Streikenden, die selbst Opfer dieser Politik sind.<br>\nWerfen Sie bitte die von Ihnen beklagten &bdquo; M&uuml;tter mit kleinen Kindern und gebrechliche alte Menschen&ldquo;, die angeblich unter dem Streik &bdquo;besonders leiden&ldquo; (dieser spezielle Fokus bzgl. der Streikopfer ist ja Teil der Meinungsmache) den Verantwortlichen bei Politik und Bahn vor.<br>\nEin kleiner (zynischer) Ausblick zum Schluss: der n&auml;chste schwere Unfall mit Toten und Verletzten bei der Bahn wird dann von Politik und Medien als &bdquo;menschliches Versagen&ldquo; qualifiziert werden.<br>\nHat der Lokf&uuml;hrer doch einfach was falsch gemacht&hellip;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nHallo Herr M&uuml;ller,<br>\nich verstehe den &Auml;rger von Herrn Dodel sehr gut &ndash; auch ich h&auml;tte wahrscheinlich als Betroffener f&uuml;r einen Moment schwer geflucht.<br>\nAber: Die Streikenden haben in meinen Augen nicht zynisch gehandelt, sondern mit der Wahl ihres Streiktermins auf etwas aufmerksam machen wollen, was in diesem Land fehlt. N&auml;mlich die uneingeschr&auml;nkte Solidarit&auml;t aller arbeitenden Menschen &uuml;ber ihre egoistischen Interessen hinaus!<br>\nWenn wir nicht aufwachen und uns in Solidarit&auml;t zusammen schlie&szlig;en, dann werden wir eine Zeit erleben, in der niemand mehr in den Ferien verreisen wird, weil ihm das Geld dazu schlichtweg fehlt.<br>\nNiemand wird mehr pendeln, weil es keine Arbeit mehr gibt, zu der man pendeln m&uuml;sste.<br>\nNiemand wird mehr einen Arzt aufsuchen k&ouml;nnen, weil das Gesundheitssystem kaputt gespart wurde.<br>\nEs gibt da ein Sprichwort: Au&szlig;ergew&ouml;hnliche Umst&auml;nde ben&ouml;tigen au&szlig;ergew&ouml;hnliche Ma&szlig;nahmen.<br>\nUnd die au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Umst&auml;nde nehmen in diesem Land und weltweit mit jedem Tag zu.<br>\nAu&szlig;ergew&ouml;hnliche Ma&szlig;nahmen tun weh, sonst w&auml;ren sie ja nicht au&szlig;ergew&ouml;hnlich.<br>\nIch erinnere noch einmal in diesem Zusammenhang an eine Feststellung aus der Psychologie: Die meisten Menschen lernen erst durch Schmerz und\/oder Verlust.<br>\nDie Zeiten, die auf jeden von uns zukommen, werden schmerzhaft sein.<br>\nSchmerzhafter als das, was viele durch so einen Streik erfahren haben.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers R.R.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nHallo NachDenkSeiten,<br>\nwie w&auml;re es, insbesondere Bahnstreiks auch als ein &bdquo;Aufwecken&ldquo; der Bev&ouml;lkerung, einem &bdquo;Entmatrixen&ldquo; aus der allt&auml;glichen Lethargie zu verstehen. Der Sinn eines Streikes ist ja nicht nur, den eigenen Arbeitgeber zu zwingen, f&uuml;r bessere Arbeitsbedingungen oder Entlohnung zu sorgen, sondern die Allgemeinheit oder die Politiker auf Missst&auml;nde hinzuweisen. &bdquo;Houston, wir haben ein Problem&ldquo;. Nichts anderes ist ein politischer (General)Streik, welcher alle Bereiche des allt&auml;glichen Lebens zum Stillstand bringt.<br>\nLeider h&auml;lt sich die Solidarit&auml;t mit Streikenden jedweder Couleur in unseren Breitengraden in Grenzen. Sie werden als st&ouml;rend f&uuml;r den allt&auml;glichen Ablauf wahrgenommen und nicht als individuelles demokratisches Machtinstrument gegen die M&auml;chtigen.<br>\nMenschen leiden unter vielerlei &bdquo;Sanktionen&ldquo;, &uuml;berall auf der Welt, tagt&auml;glich. Wir aber f&uuml;hlen uns in unserer Freiheit zu shoppen, in Urlaub zu fahren oder ein allw&ouml;chentliches Event wie ein Fu&szlig;ballspiel zu verpassen, bereits gest&ouml;rt, wenn dieses Hamsterrad an einem Wochenende im Jahr mal nicht funktioniert.<br>\nWer  sind wir, anderen h&ouml;here L&ouml;hne abzusprechen oder deren Forderungen als absurd abzutun, w&auml;hrend wir selbst immer nach mehr Geld und Mammon gieren, und unsere Welt zu Tode konsumieren. Es sollte viel mehr solcher Ereignisse geben. Wenn die Masse nicht bereit ist, selbst f&uuml;r einen Downstream zu sorgen, m&uuml;ssen das eben andere oder ein Eyjafjallaj&ouml;kull tun. Letztlich wird doch nur noch eine Unterbrechung des Warenstroms oder der eigenen Mobilit&auml;t in der Bev&ouml;lkerung wahrgenommen. Und damit halten Bahner und Piloten eine wundersame &bdquo;Waffe&ldquo; in ihren H&auml;nden&hellip;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers B.P.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nSehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nich bin 23 Jahre alt und lese die Nachdenkseiten seit nunmehr 8 Jahren t&auml;glich. Durch Ihren heutigen Artikel mit dem Kommentar von Herrn Dodel f&uuml;hle ich mich aber zum ersten Mal gezwungen, deutlich den Aussagen eines Ihrer Artikel zu widersprechen.<br>\nDer Zweck eines Streiks ist doch immer, die &Ouml;ffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, wie es w&auml;re, wenn eine bestimmte T&auml;tigkeit eben nicht so verrichtet wird, wie es gew&ouml;hnlich der Fall ist. Bei einem Lokf&uuml;hrerstreik trifft dies nunmal zwingend die Bahnfahrer. Dies ist eine &ndash; durchaus beabsichtigte &ndash; Nebenwirkung. Dass es den Bahnvorstand oder die &ldquo;Wirtschaftsbosse&rdquo; nicht selbst trifft, ist wahrscheinlich sogar richtig. Dasselbe gilt aber auch f&uuml;r einen Streik bei amazon, den Herr Dodel im Gegensatz zu einem Bahnstreik als legitim erachtet. Denn getroffen wird davon nicht Jeff Bazos pers&ouml;nlich &ndash; die Kunden zahlen in der Regel direkt mit der Bestellung &ndash; sondern die amazon-Kunden. Mit der kruden Argumentation von Herrn Dodel k&ouml;nnen wir uns bei den  absehbaren &ndash; von ver.di doch absichtlich in die Vorweihnachtszeit gelegten &ndash; Streiks bei amazon schon bald auf Berichte &uuml;ber verzweifelte Kinder freuen, deren Weihnachtsgeschenk wegen des Streiks nicht rechtzeitig unter dem Tannenbaum gelegen hat. Damit w&auml;re das Verst&auml;ndnis f&uuml;r solcherlei Streiks bei amazon wohl auch schnell dahin.<br>\nIm &uuml;brigen freue ich mich schon auf die baldigen Berichte, in denen die Journalisten &uuml;ber ihre seit Jahren schrumpfenden oder stagnierenden Geh&auml;lter lamentieren. Ob sie dann eventuell mal einen Bezug zwischen Durchsetzungskraft der Arbeitnehmerseite im Jounalismus und ihrem Gehalt herstellen k&ouml;nnen und das am Ende sogar auf alle Berufsgruppen generalisieren k&ouml;nnen? Die Hoffnung stirbt zuletzt.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers J.W.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nLieber Herr M&uuml;ller,<br>\num es vorwegzuschicken: ich bin kein Lokomotivf&uuml;hrer, ich verstehe aber, dass Lockf&uuml;hrer, wenn sie &uuml;berhaupt streiken, immer auch alte Leute, M&uuml;tter mit kleinen Kindern oder auch mich treffen. Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie man das anders organisieren kann. Dann soll er die bitte nennen.<br>\nW&auml;re es f&uuml;r mich l&auml;stig, vom Lockf&uuml;hrerstreik direkt betroffen zu werden? Ganz sicher. W&uuml;rde ich mich &auml;rgern, wenn ich aufgrund eines Streiks auf einem Bahnhof stranden w&uuml;rde? Sehr wahrscheinlich ja. Verstehe ich trotzdem, dass Lockf&uuml;hrer streiken? Ja.<br>\nSollten Erzieherinnen am besten in den Ferien streiken, weil sonst vor allem Kinder und deren Eltern betroffen sind? Oder sollen sie warten, bis alle Kinder erwachsen sind?<br>\nDie Metaller habens da leichter, weil Konsequenzen ihres Streiks den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Bev&ouml;lkerung eher zeitversetzt treffen. Also nur noch streiken, wenn es nicht so direkt st&ouml;rt? Aber wann ist es denn wem genehm?<br>\nIch kann nicht folgen, wenn jemand zwar f&uuml;r das Streikrecht ist, aber nicht, wenn dann Lokomotiven stehen bleiben.<br>\nSie deuten an, dass ein Streik au&szlig;erhalb der Ferien g&uuml;nstiger sein k&ouml;nnte. Aber sicher nicht f&uuml;r Berufspendler.<br>\nDas Dilemma kann ich verstehen. Ihre Bewertung (zynisch) ist mir in diesem Fall aber etwas zu einfach.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers W.F.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nLiebe Nachdenkseiten Redaktion,<br>\nder Leserbrief von Herrn Dodel und der Kommentar von Albrecht M&uuml;ller rufen bei mir doch den Wunsch nach einer Erwiderung hervor.<br>\nRichtig bei der DB AG (wie im gesamten &ouml;ffentlichen Dienst) leiden bei einem Streik nicht deren &ldquo;Bosse&rdquo;. Es leidet immer der Kunde, der B&uuml;rger.<br>\nAber kann das bedeuten, dass der &ouml;ffentliche Dienst nicht streiken darf zur Durchsetzung der Forderungen der Besch&auml;ftigten?<br>\nOder wie sollen Besch&auml;ftigte im &ouml;ffentlichen Dienst Druck machen f&uuml;r ihre Forderungen ohne damit dem &ldquo;kleinen Mann&rdquo; zu schaden.<br>\nDa hier nicht der &ouml;konomische Druck (Produktions- und Einnahmenausfall) eine Rolle spielen, geht es wohl nur &uuml;ber den politischen Druck.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers T.W.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nLiebes Nachdenkseiten Team:<br>\nSo sehr ich es sch&auml;tze, wenn verst&auml;ndnisvoll mit Leserzuschriften umgegangen wird, f&uuml;r die Zuschriften gegen den GDL Streik, da&szlig; doch nur die kleinen Leute betroffen sind, fehlt mir jedes Verst&auml;ndnis.<br>\nDa werden von Propaganda-Opfern, die sich zu Recht als Opfer f&uuml;hlen, aber den Grund Ihrer Misere aus den Augen verloren haben, krude Halbwahrheiten runtergebetet, die t&auml;glich, wie gerade im Moment auf WDR3 &ldquo;Aktuelle Stunde&rdquo;, propagiert werden.<br>\nZur Problemkl&auml;rung:<\/p>\n<ol>\n<li>Die GDL hat ein Recht zu streiken. (Punkt)<\/li>\n<li>Ein Streik, den keiner merkt, ist kein Streik. (Punkt)<\/li>\n<li>Der &ldquo;kleine Mann&rdquo; war immer schon Leidtragender jedes Streiks, ob im Bergbau der 50er, der Metall- und KFZ-Industrie oder in den 70er und 80er Jahren bei der &Ouml;TV. In einer solidarischen Gesellschaft kein Problem.<\/li>\n<li>Der &ldquo;Neid&rdquo; auf die Streikenden kommt vermutlich aus der Ohnmacht und Hilflosigkeit breiter Arbeitnehmerschichten die weder ein abgesichertes Streikrecht noch eine angemessene Vertretung beim DGB findet, und so weder streiken noch angemessen f&uuml;r einen gerechten Lohn k&auml;mpfen kann. <\/li>\n<li>Von den Nachdenkseiten h&auml;tte ich nicht erwartet, den Zeitpunkt des Streikes als &ldquo;zynisch&rdquo; zu bezeichnen, sondern zynisch sind die Krokodilstr&auml;nen der DB-Sprachrohre die pl&ouml;tzlich den &ldquo;Kunden&rdquo; f&uuml;r sich entdecken, der Ihnen sonst in vieler Hinsicht &ldquo;am Ar&hellip; vorbei&rdquo; geht. Da werden weit unzureichende &ldquo;Angebote&rdquo; gemacht und dann erwartet, da&szlig; die GDL brav einknickt. Das Spiel nennt sich &ldquo;Schwarzer Peter&rdquo;.<\/li>\n<li>Zu meiner Person: ich bin weder Bahnangestellter noch Gewerkschaftsmitglied. Ich war freier Grafiker, auf niedrigstem Einkommens-Niveau, seit 2010 insolvent, 3 Jahre Call-Center im technischen Service und nun ausortiert auf Hartz4 Niveau, mit 58 bekomme ich auf Bewerbungen nicht einmal eine Antwort.<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers A.K.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nSehr geehrte Herren,<\/p>\n<ol>\n<li>zum Streik der GDL, speziell zum Verh&auml;ltnis GDL und EVG<br>\nGibt es Informationen zum Verh&auml;ltnis der beiden Gewerkschaften?<br>\nWas spricht gegen eine Vereinigung (au&szlig;er dem Wegfall von Funktion&auml;rsposten) ?<\/li>\n<li>Zur Rolle der Gewerkschaften mit &ldquo;Druckmitteln&rdquo;<br>\nDer Solidarit&auml;tsgedanke innerhalb der Gewerkschaften f&uuml;r das Schicksal anderer Berufsgruppen oder gar der Arbeitslosen scheint irgendwann abhanden gekommen zu sein. Jeder holt nur noch das Maximale f&uuml;r &ldquo;seine&rdquo; Mitglieder heraus.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Gewerkschaften und Berufsgenossenschaften mit den besten Druckm&ouml;glichkeiten (Piloten, Metaller, Lokf&uuml;hrer, &Auml;rzte &ndash; auch wenn diese nicht in dieselbe Reihe geh&ouml;ren) holen das meiste heraus.<br>\nIst der DGB als Dachverband heute mehr als ein Papiertiger? M&uuml;sste von hier nicht der Solidargedanke auch z.B. durch Solidarit&auml;tsma&szlig;nahmen f&uuml;r Schw&auml;chere bef&ouml;rdert werden?<br>\nW&auml;re ein &ldquo;Gemeinschaftsgef&uuml;hl&rdquo; der sogenannten Arbeitnehmer und ihrer Vertreter noch vorhanden, h&auml;tte es f&uuml;r die Einf&uuml;hrung des Mindestlohnes erheblich mehr gewerkschaftlichen Druck gegeben&hellip;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers D.B.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nLieber Herr M&uuml;ller,<br>\ndas kann doch nicht war sein. Nicht Sie auch noch.<br>\nDa haben wir unseren Mitleser Herrn Dodel, der sich um den kleinen Mann (offensichtlich meint er sich) beim Bahnstreik Sorgen macht und jammert, dass durch den Streik Fahrg&auml;ste bel&auml;stigt werden.<br>\nJa, na klar. Das ist u.a. Sinn, Zweck und Erfolg eines Streiks.<br>\nWenn jetzt der Fahrgast, der kleine Mann oder Herr Dodel, ihren Verstand  einschalten w&uuml;rden und ihren &Auml;rger wegen dieser Unzul&auml;nglichkeiten gegen die Bahnverantwortlichen richteten und diese zu ernsthaften Verhandlungen auffordern w&uuml;rden, w&auml;re alles in Ordnung.<br>\nNicht Jammern ist hier die Parole, sondern Solidarit&auml;t.<br>\nDiese Stuttgart 21 Erbauer lassen doch absolut nicht mit sich reden. Sie vertrauen auf die fehlende Solidarit&auml;t des kleinen Mann und der Dodels, und hetzen zudem zusammen mit den Springerbl&auml;ttchen, einem gro&szlig;en Teil der Medien einschlie&szlig;lich &ouml;ffentlichem Rundfunk und Fernsehen ohne Unterlass gegen die Gewerkschaft.<br>\nDer kleine Mann Dodel aber steht (wie immer, au&szlig;er bei Amazon) nat&uuml;rlich nicht auf Seiten der streikenden Arbeiter, sondern  jammert in jedes Mikrofon &uuml;ber sein schweres Los, dass die Bahn nicht f&auml;hrt und sorgt sich &bdquo;ernsthaft&ldquo; um Fahrsch&uuml;ler.<br>\nTats&auml;chlich besorgt er damit bereitwillig das Gesch&auml;ft f&uuml;r die Bahnchefs, die Kanzlerin Merkel und Prinzessin Nahles, die die kleinen, effektiven Gewerkschaften, eh am liebsten ausschalten m&ouml;chten.<br>\nDas alte, ewige Lied. Der &bdquo;kleine Mann&ldquo;  will immer seine Ruhe und ist selten solidarisch mit dem superreichen  &bdquo;kleinen Arbeiter&ldquo;, der als Lokf&uuml;hrer &uuml;ber ein tolles Nettogehalt von 1750,&ndash; Euro monatlich verf&uuml;gt.<br>\nIch wei&szlig; nicht, was Herr Dodel so treibt und verdient. Aber es ist ihm, seinem &bdquo;kleinen Mann&ldquo; und dem lernbegierigen Fahrsch&uuml;ler zuzumuten, w&auml;hrend des Arbeitskampfes f&uuml;r ein paar Tage im Monat Einschr&auml;nkungen des Fahrplans hinzunehmen,<br>\nDer Hinweis Dodels auf die &bdquo;Machtspielchen des Herrn Weselsky&ldquo; erscheinen mir im &Uuml;brigen wie aus dem Springer Bl&auml;tterwald entsprungen.<br>\nLieber Herr M&uuml;ller, bitte keine weiteren Hilfsaktionen f&uuml;r Herrn Dodel. Dem wird schon durch die &bdquo;Leidmedien&ldquo; genug geholfen.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers K.B.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nSehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nauf den heutigen NachDenkSeiten kritisieren Sie die Terminierung des Streiks der GDL. Ob das wirklich der &ldquo;notwendigen Balance&rdquo; dient, wage ich zu bezweifeln. Auch wenn Sie differenzierter argumentieren, st&uuml;tzen Sie letztlich die Behauptung, es g&auml;be eine &ldquo;Unzeit&rdquo; f&uuml;r Arbeitsk&auml;mpfe. Gerne wird der &ldquo;Kn&uuml;ppel aus dem Sack&rdquo; geholt, wenn &ouml;ffentliche &ldquo;Belange&rdquo; betroffen sind: Lokf&uuml;hrer nicht in den Ferien; Lehrer nur in den Ferien; ErzieherInnen nur Nachts, wenn alle Kinder schlafen; KrankenpflegerInnen nie; M&uuml;llabfuhr nur am Wochenende, wenn eh kein M&uuml;llsack abzuholen ist &hellip;<br>\nWarum wird immer nur den Streikenden vorgeworfen, gegen die &ldquo;Interessen des kleinen Mannes&rdquo; zu handeln, wie es ein NachDenkSeiten-Freund mailt. Warum nicht den Arbeitgebern, die sich stur den Belegschaften verweigern?<br>\nNun wird dieser Arbeitskampf propagandistisch auch genutzt, um Stimmung f&uuml;r die Einschr&auml;nkung des Streikrechtes zu sch&uuml;ren. Dass dabei Teile der &ldquo;alten&rdquo; Gewerkschaften kr&auml;ftig mitsch&uuml;ren, ist keine Entschuldigung. Das ist gegenw&auml;rtig die eigentliche Gefahr.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers H.S.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nSehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\ndass Sie Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Kritik dieses Herrn Dodel an dem Streik der Lokf&uuml;hrer &auml;u&szlig;ern, das befremdet mich gerade bei Ihnen schon sehr! Ich selbst komme aus der IG- Metall! Das war zu meiner Zeit die Gewerkschaft, die sich als Speerspitze der Arbeiterbewegung verstand, die inzwischen wie alle gro&szlig;en Gewerkschaften innerhalb des DBG zu zahnlosen Tigern degeneriert sind, mit der Ausnahme eventuell noch von Verdi!<br>\nNiemand streikt gern, was soll die Arbeitnehmerschaft aber machen, wenn  seit der &ldquo;&Auml;ra Kohl&rdquo; die Arbeitnehmerrechte latent &ldquo;geschleift&rdquo; werden und &ldquo;das Ende der Fahnenstange&rdquo; noch nicht einmal in Sicht ist?! Die Fragen an die GDL sollten all&rsquo; diejenigen, die an ihr Kritik &uuml;ben, auch dem Vorstand der DB AG., sowohl auch der Bundesregierung stellen! Wer so leichtfertig mit  der Existenz sehr vieler Arbeitnehmerfamilien spielt, sie unisono in eine Ecke stellen will mit Vaterlandsverr&auml;tern, der muss sich &uuml;ber die Streiks der GDL und auch  von Cockpit nun wirklich nicht mehr wundern.<br>\nStreiks sind immer schmerzlich, f&uuml;r die Arbeitnehmerschaft umso mehr, als f&uuml;r diejenigen, die meinen sich an ihr und ihren Familien jahrzehntelang hemmungslos bereichern zu k&ouml;nnen.<br>\nBesonders aber diese widerliche Meute der Medien, die landauf, landab eine Medienkampagne gegen die GDL und Cockpit glauben losstreten zu m&uuml;ssen, die alle kann ich nur noch abgrundtief verachten.<br>\nMit Ausnahme der NachDenkSeiten kann man die versammelten &ldquo;Mainstream- Medien&rdquo; doch getrost &ldquo;in die Tonne kloppen&rdquo;!\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers M.M.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nSehr geehrte Redaktion der Nachdenkseiten,<br>\nwas mich in der Betrachtung der Bahnstreiks verwundert ist die Tatsache, dass hier nirgends das Thema &ldquo;Daseinsf&uuml;rsorge&rdquo; auftaucht. OK, dass dies weder bei privaten noch &ouml;ffentlichen Leitmedien thematisiert wird ist klar, aber auch bei etwas individuelleren Medien (meist Blogs) taucht diese Betrachtungsweise eigentlich gar nicht auf.<br>\nEigentlich gibt es f&uuml;r mich nur 2 M&ouml;glichkeiten:<\/p>\n<ol>\n<li>Der &Ouml;ffentliche Personen Nah- und Fernverkehr geh&ouml;rt zur Daseinsf&uuml;rsorge und muss daher mit allen m&ouml;glichen und n&ouml;tigen Mitteln vom Staat geleistet werden (siehe Beh&ouml;rden \/ Schulsystem \/ Infrastruktur \/ Energie-\/Wasserversorgung \/ etc.). Streiks sollte es dann eigentlich nicht mehr geben<\/li>\n<li>Der &Ouml;ffentliche Personen Nah- und Fernverkehr geh&ouml;rt nicht zur Daseinsvorsorge (allenfalls vielleicht die zugrundeliegende Infrastruktur \/ Schienennetz). Da darf dann aber auch kein Geschrei sein, wenn sich die Mitarbeiter &uuml;ber einen Streik bessere oder wie hier wohl eher zumindest gleichbleibende Bedingungen erk&auml;mpft. Daher sollte man dann die Schreih&auml;lse der oben genannten Medien eher mit folgender Formel konfrontieren: Wenn euch der Bahnverkehr so wichtig ist, dann pl&auml;diert doch f&uuml;r eine Verstaatlichung desselben.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, als die &ldquo;Bahner&rdquo; noch Bahnbeamte waren, da gabs so ein Geschrei nicht &ndash; und nach meiner Erinnerung gings auch den Bahnbeamten nicht so schlecht, dass sie f&uuml;r eine Scheibe Brot mehr streiken m&uuml;ssten. Mein Vater war &uuml;brigens noch Postbeamter, ein guter Bekannter von ihm Bahnbeamter.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers W.B.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nich bin sehr daf&uuml;r jedes Thema differenziert aufzubereiten, aber in einer Phase, in der alle Mainstreammedien und Thinktanks der Wirtschaft und Politiker dieser Republik das Streiken als Niedertracht, pers&ouml;nlich motiviert und wirtschaftssch&auml;digend diskriminieren, mu&szlig; ich mich hinstellen und sagen: Lokf&uuml;hrer und Piloten, endlich gibt&nbsp; es in Deutschland wieder Gewerkschaften, die f&uuml;r ihre Interessen k&auml;mpfen und nicht von vornherein die Waffen strecken. Ein Hoffnungsschimmer. La&szlig;t uns von ihnen lernen. Nicht umsonst gibt es ja von allen Seiten die Pl&auml;ne, gerade diesen Organisationen die Grundlagen zu entziehen. Wehren wir uns dagegen und unterst&uuml;tzen wir bedingungslos aber klug die Streiks der beiden Gewerkschaften.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers W.Z.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nbei dem Lokf&uuml;hrerstreik, welcher derzeit gef&uuml;hrt wird, erstaunt es mich doch sehr,<br>\ndass niemand auch nur ansatzweise das Chaos am Stellwerk Mainz vor knapp einem Jahr zu Sprache bringt. Ist es wirklich schon so lange her, als dass man diese Blamage der Deutschen Bahn bereits vergessen haben k&ouml;nnte? Da Internet ist voll von Artikeln zum Mainzer Stellwerk-Chaos, welcher nicht einmal ein Jahr her ist.<br>\nS&auml;mtliche Mainstreammedien st&uuml;rzten sich auf das Thema, buhten wie im Chor die F&uuml;hrung der Deutschen Bahn aus und suggerierten Verst&auml;ndnis und Mitleid f&uuml;r das &uuml;berforderte Bahn-Personal&hellip; Und nun, wo gestreikt wird, haben wir da wirklich bereits diese Blamage der Deutschen Bahn von vor einem knappen Jahr vergessen? Ich w&uuml;rde mich freuen, wenn zumindest die Nachdenkseiten ihre Leser an diesen Vorfall, der kaum ein Jahr zur&uuml;ckliegt, und doch bereits vergessen zu sein scheint, erinnern w&uuml;rden.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unserer Leserin K.S.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nIch las gerade folgenden Kommentar auf Ihren Seiten:<br>\n&bdquo;Ich verstehe die NachDenkSeiten nicht mehr, wenn ich die Hinweise und Kommentare zum Lokf&uuml;hrerstreik lese.&ldquo;<br>\n&hellip;&#8232;&rdquo;Ich teile die Kritik von Peter Dodel an der Terminierung dieses Streiks. So sehr ich f&uuml;r Streiks bin, die Auswahl dieses Termins an einem Wochenende und am Ende und Anfang von Ferien hat einen zynischen Charakter. M&uuml;tter mit kleinen Kindern und gebrechliche alte Menschen besonders leiden zu lassen, ist einfach albern.&rdquo;<br>\nIch hatte als Bahnkunde am vergangenen Wochenende viel ungeplante Zeit, mir dar&uuml;ber Gedanken zu machen und finde die Terminierung des Streikes nur folgerichtig: Unter der Woche sind besonders viele Reisende mit Zeitkarten unterwegs. Die Zeitkarten sind sowieso schon bezahlt. Die am Wochenende Reisenden aber kaufen meist Tickets speziell f&uuml;r diese eine Reise am Wochenende. Das gilt insbesondere zu Beginn und am Ende von Schulferien. Das bedeutet, dass ein Streik am Wochenende bei der Bahn tats&auml;chlich zu Mindereinnahmen f&uuml;hrt. Zudem zeigt ein Streik am Wochenende auch, dass es nicht erstes Ziel der GdL ist, die Berufspendler zu &ldquo;bestrafen&rdquo;.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nich finde die Bemerkungen von Albrecht M&uuml;ller im Beitrag &bdquo;Ich verstehe die NachDenkSeiten nicht mehr, wenn ich die Hinweise und Kommentare zum Lochf&uuml;hrerstreik lese.&ldquo; v&ouml;llig falsch. Auf der einen Seite pl&auml;dieren die NDS, incl. A.M. f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne auf der anderen Seite richtet sich A.M. im Effekt gegen den Streik. Zum Einen sind Streiks nur wirksam, wenn sie nicht symbolisch sondern eben wirksam sind. Es ist ja gerade der Kern ein Streiks das er zu St&ouml;rungen f&uuml;hrt und Schaden anrichtet. Das unterstreicht gerade die Bedeutung der Arbeit, die die Streikenden sonst leisten. W&auml;hrend Topmanagern immer hohere Bez&uuml;ge zu Teil werden, mit der Begr&uuml;ndung, dass man ja die besten br&auml;uchte, werden Arbeiter (insbesondere Transportarbeiter) oft gen&ouml;tigt oder gar gezwungen, Streiks abzubrechen. Ich freue mich auf den Tag an dem Manager in einen unbefristeten Streik treten, was wohl nie passieren wird. Die meisten Politiker scheinen Streiks nur zu akzeptieren, wenn sie ja keinen Schaden anrichten, d.h. wirkungslos und symbolisch bleiben. Das erinnert mich an Sonntagsgro&szlig;demonstrationen: Solange alles friedlich bleibt und Montag brav zur&uuml;ck zur Arbeit gehen, ist Demonstrationsfreiheit eine feine Sache &hellip; die man nicht weiter beachten muss.<br>\nAndererseits ist es auf lange Sicht (insbesondere aus Sicht der NDS) wichtig, dass die Lockf&uuml;hrer eine gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Lohnerh&ouml;hung bekommen. Das ist auch f&uuml;r die viel beschworenen &ldquo;Frauen und Kinder&rdquo; wichtig. Denn je mehr Teile der Arbeiterklasse h&ouml;here L&ouml;hne erk&auml;mpfen, desto leichter ist es f&uuml;r andere Arbeiter ebenfalls Lohnerh&ouml;hungen zu erreichen und Erh&ouml;hungen von Sozialleistungen zu erwirken. Hinzu kommt Ihr keynesianistisches Nachtfrageargument.<br>\nSchlie&szlig;lich stellt sich mir die Frage wie denn die h&ouml;heren L&ouml;hne, die immer wieder gefordert werden, denn praktisch erreicht werden sollen. Als Gnadenakt des Kapitals wenn die Arbeiter nur dem&uuml;tig genug darum bitten? Oder als Akt &ldquo;gro&szlig;er M&auml;nner von Ehre und Gewissen&rdquo; in Politik und Wirtschaft? Wie das aussieht zeigt die Debatte um den Mindestlohn, die &uuml;berhaupt nur n&ouml;tig ist, weil die Arbeiter ideologisch auf dem R&uuml;ckzug sind und kaum Bewusstsein &uuml;ber ihre Rolle in der Gesellschaft haben. Die jetzige Situation ist gerade ein Resultat der Schw&auml;che der Arbeiterbewegung. Seit Jahrzehnten sind die Arbeiter nun auf dem R&uuml;ckzug und bei dem kleinsten Anzeichen von Widerstand, setzt ein gro&szlig;es Klagen und Jammern ein, wie fies und gemein die Arbeiter seien. Ich erinnere mich noch an eine Schlagzeile aus den fr&uuml;hen 90ern: &ldquo;Der fiese Streik der Reichsbahner&rdquo; titelte Bild damals. Ein Satire titelte j&uuml;ngst: &ldquo;L&ouml;hne richten in der Wirtschaft Milliardensch&auml;den an&rdquo;. Ich frage mich wie lange das nur Satire bleibt.<br>\nWarum richtet sich denn der Aufruhr nicht gegen das Bahnmanagement, dass den Lochf&uuml;hrern die Lohnerh&ouml;hung verwehrt, die allenthalben von den NDS als gerecht und gar notwendig angesehen werden? Was hat es denn mit notwendiger Balance zu tun (wie A.M. schreibt), wenn die Masse der Politiker und Medien gegen den Streik agitieren und sich A.M. dieser Agitation teilweise anschlie&szlig;t. Beteiligt sich A.M. nicht an dem was die NDS Meinungsmache nennen? Vielleicht ist sich ja A.M. den Folgen seines Tuns nicht bewusst. Denn praktisch gesehen macht A.M. damit das Erreichen von Lohnerh&ouml;hungen schwerer, wenn auch nur geringf&uuml;gig. Dies wiegt aber umso schwerer je geringer die &ouml;ffentliche Unterst&uuml;tzung des Streiks ohnehin ist. Streik war auch f&uuml;r Arbeiter schon immer eine schwere Sache, die nur durch Solidarit&auml;t erfolgreich gemeistert werden kann.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers H.J.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nIch wei&szlig; bez&uuml;glich der Diskussion zum Bahn Streik eine viel bessere L&ouml;sung:<br>\nDas Bahnpersonal sollte die Z&uuml;ge ruhig fahren lassen &ndash; nur eben als Streikma&szlig;nahme auf Fahrkartenkontrollen verzichten!&#8232;Dann kann jeder umsonst fahren!<br>\nDiese hochwirksame Arbeitskampfma&szlig;nahme w&uuml;rde f&uuml;r Sympathien in der Bev&ouml;lkerung sorgen.&#8232;Keiner m&uuml;&szlig;te mehr Nachteile durch nicht fahrende Z&uuml;ge in Kauf nehmen.<br>\nWir Deutschen sollten bez&uuml;glich solcher idealer Ideen und der Solidarit&auml;t von der franz&ouml;sischen Mentalit&auml;t lernen.&#8232;Die Bahn w&uuml;rde so aber zus&auml;tzlich unter Druck gesetzt&hellip;sie h&auml;tte die Kosten f&uuml;r den Treibstoff und Strom, bek&auml;me aber keine Gewinne durch verkaufte Fahrscheine mehr.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers J.B.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nich kann es nachvollziehen, wenn sich die von den Streikma&szlig;nahmen betroffenen B&uuml;rger &auml;rgern. Allerdings sind die Beispiele von Herrn Dodel nicht nur zu diesem Zeitpunkt zutreffend. &ldquo;Der Arbeiter, der zu seinem Arbeitsplatz mit dem Zug fahren muss, der Fahrsch&uuml;ler, der seinen Schulort nur mit der Bahn erreicht,&rdquo; ja sogar eine &ldquo;Familie, die sich auf die Fahrt in den Urlaub gefreut hat&rdquo;, die wird es immer geben, egal wann der Streik durchgef&uuml;hrt wird, es sei denn der Streik findet nur ganz kurz zwischen 24 Uhr und 0 Uhr statt.&#8232;Einen Streik, der niemand weh tut, kann man auch lassen. Da w&auml;re ein Bettelbrief an den Vorstand genauso gut (oder besser schlecht). Warum nehmen die B&uuml;rger (offenbar sogar NDS-Leser) die Position des Vorstandes der Bahn (oder der Lufthansa) ein und reden von &ldquo;Machtspielchen des Herrn Weselsky&rdquo; (wie Herr Dodel) oder von Machtspielchen der Piloten?&#8232;Die Lokf&uuml;hrer (und Piloten) sind wichtig, das zeigen die Streiks. Viel wichtiger als die Vorst&auml;nde, denen au&szlig;er Personal- und\/oder Lohnk&uuml;rzungen offenbar nichts einf&auml;llt, deren Sal&auml;re aber im Gegensatz zu denen ihrer Mitarbeiter exorbitant hoch sind und steigen. Haben die Vorst&auml;nde &ldquo;dank&rdquo; ihrer menschenverachtenden Mitarbeiterpolitik der Lohn- und Gehaltsk&uuml;rzungen und des Stellenabbaus, der zu einer Mehrbelastung der Mitarbeiter f&uuml;hrt, ein paar Prozente mehr Rendite herausgequetscht, werden sie mit &ldquo;Erfolgsboni&rdquo; gepampert. Das kommt in den Medien, die in der Hand der &ldquo;Geldkaste&rdquo; resp. der von der Wirtschaft (ich will es mal vorsichtig formulieren) &ldquo;beeinflussten&rdquo; politischen &ldquo;Kaste&rdquo; sind, nicht so deutlich, wenn &uuml;berhaupt, vor.&#8232;Statt die sture Verweigerungshaltung von z. B. dem Bahnvorstand zu kritisieren, werden diejenigen, die f&uuml;r sich und ihre Kollegen endlich mal wieder eine Teilhabe an den erwirtschafteten Gewinnen haben wollen, verunglimpft. Wenn die GdL, die auch Nichtlokf&uuml;hrer als Mitglieder hat, weil diese entt&auml;uscht der &ldquo;gro&szlig;en&rdquo; Kuschelgewerkschaft den R&uuml;cken gekehrt haben, vertreten will, dann (auch), weil sie das tun muss! Es sind auch ihre Mitglieder, ob das dem Bahnvorstand, der Regierung oder den Medien passt oder nicht!&#8232;Wenn also der Bahnvorstand die GdL dazu zwingen will, einen Teil ihrer Mitglieder nicht zu vertreten, ist das ein Angriff auf die Koalitionsfreiheit. Wenn Nahles ihren Verfassungsbruchversuch durchsetzt (bis das BVerfGer den wieder (leider pers&ouml;nlich konsequenzfrei) kassiert), werden die Medien jubeln, die B&uuml;rger sich freuen, dass die Bahn st&ouml;rungsfrei f&auml;hrt &ndash; bis sie feststellen werden, dass auch Ihnen das einzige Mittel zur Durchsetzung ihrer berechtigten Interessen ein weiteres Mal noch zahnloser gemacht wurde! &#8232;Ja, ich kann den Unmut &uuml;ber die Streiks verstehen. Nur das Ziel des Unmuts nicht!&#8232;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers H.-R.v.M.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nder Kommentar (21. Oktober 2014 um 12:54 Uhr &ldquo;Ich verstehe die NachDenkSeiten nicht mehr,&hellip;&hellip;&rdquo;) und die Reaktion von Albrecht M&uuml;ller zum Lokf&uuml;hrerstreik veranlasssen auch mich zu reagieren:<br>\nTrotzdem:<br>\nWas die GDL zusammen mit der &ldquo;Vereinigung Cockpit&rdquo; sich in letzter Zeit leisten,wirft uns weit in der Geschichte der Gewerkschaften zur&uuml;ck.<br>\nAbgesehen davon, dass es zutiefst unsolidarisch ist.<br>\nDie ersten Gewerkschaften in England entstanden dort als Vereinigungen von &ldquo;trades&rdquo;, d.h. bestimmten Berufsgruppen.<br>\nDas f&uuml;hrte dazu, dass in vielen Betrieben sich z.B. die Schweisser einen anderen Tarifvertrag erk&auml;mpften als die Blechbieger oder die wiederum einen anderen Vertrag anstrebten als die Lackierer oder Schreibkr&auml;fte.&#8232;Z.T. wurde dann &ldquo;fr&ouml;hlich&rdquo; neben einander her gek&auml;mpft, mal gegen den Firmenbesitzer oder mal gegen die &ldquo;Nachbargewerkschaft, die eine andere Berufsgruppe als Mitglieder &ldquo;keilen&rdquo; wollte.&#8232;Ergebnis war, dass die Arbeiterschaft als Ganzes geschw&auml;cht wurde.<br>\nErst als die verschiedenen trades zusammen gingen, konnte sich die Situation der Arbeiter etwas verbessern.&#8232;Die GdL und Cockpit wie auch der Marburger Bund sind ihren Vorstellungen nach eher mit der typischen FDP-Klientel (&ldquo;die Rosinen herauspicken&rdquo;) zu vergleichen als mit Gewerkschaftern, die solidarisch f&uuml;r alle Arbeitnehmer im Betrieb denken und handeln.&#8232;Vor Jahren hatte z.B. die Gewerkschaft &Ouml;TV bei Arbeitsk&auml;mpfen auf kommunaler Ebene zwar die &ldquo;M&uuml;llm&auml;nner&rdquo; vorgeschickt, weil diese leichter f&uuml;hlbare Wirkungen erzielen konnten, aber diese Leute k&auml;mpften f&uuml;r alle Arbeitnehmer im Betrieb und nicht nur f&uuml;r sich selbst.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers J.H.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nDie Antwort von Albrecht M&uuml;ller auf die Kritik von Peter Dodel f&auml;llt m.E. etwas d&uuml;rftig aus und kann sich nicht nur auf das Machtspiel des Herrn Weselsky reduzieren lassen. Ab wann ist den ein Streik legitim? Die Ursache liegen ja wohl kaum bei den Gewerkschaften, sondern in dem weiteren Versuch der Unternehmen(und der herrschenden Politiker), die L&ouml;hne zu dr&uuml;cken, die Rentenanspr&uuml;che zu reduzieren und die Gewerkschaften mittels der (ver)&ouml;ffentlich(t)en Meinung zu zerschlagen.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers B.U.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nich sehe keinen Grund daf&uuml;r, in der Kritik an der unertr&auml;glichen Medienhetze gegen die Streiks der GDL zur&uuml;ckzurudern, nur weil erwartungsgem&auml;&szlig; nicht wenige Menschen durch diese Manipulation beeinflusst sind. So jedenfalls wirkte auf mich die gestrige Reaktion von Albrecht M&uuml;ller auf eine Leserzuschrift. Im Gegenteil, diese Medienkampagne gegen den GDL-Streik im Besonderen und gegen Streiks im Allgemeinen (Cockpit, ver.di-Streiks bei der AWO etc.) ist (auch von den Nachdenkseiten) noch viel zu wenig enth&uuml;llt und angegriffen worden. Was da an L&uuml;gen, Hetze, Verdrehungen, Verleumdungen in s&auml;mtlichen Medien abgesondert wird, ist m.E. von der journalistischen Qualit&auml;t her durchaus mit der Berichterstattung zum Ukraine-Konflikt zu vergleichen, die vollkommen zu Recht massiv in der Kritik steht. Sehen Sie sich nur mal diesen Artikel aus NRZ\/Der Westen an und Sie werden sich fragen, <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/gdl-chef-claus-weselsky-ist-der-buhmann-der-nation-id9943918.html\">wie tief dieser Gossenjournalismus noch sinken kann und will<\/a>. &#8232;In sofern ist jetzt nicht die Zeit f&uuml;r Diskussionen, ob der der Zeitpunkt des letzten Streiks richtig war. Die ganze Anti-Streik-Propaganda l&auml;uft doch ohnehin darauf hinaus, dass es nie einen &ldquo;richtigen Zeitpunkt&rdquo; gibt und dass Streiks nur dann geduldet werden, wenn sie m&ouml;glichst keine Wirkung zeigen. Jetzt ist die Zeit der Solidarit&auml;t mit den Streikenden, die angesichts der &uuml;blen Stimmungsmache dringend notwendig ist. Es ist schon schlimm und bezeichnend genug, wie still sich die DGB-Gewerkschaften in dieser Auseinandersetzung verhalten. Und genau dieses Stillhalten, die ewige Kollaboration mit den Unternehmern, statt konsequenter Interessenvertretung, ist doch der Hauptgrund, warum solche Berufsgewerkschaften stark werden konnten. Wenn das jetzt genutzt wird, um das ohnehin marginale und total reglementierte Streikrecht noch weiter einzuschr&auml;nken, w&auml;re das fatal und w&uuml;rde auch die DGB-Gewerkschaften treffen. &#8232;Daher meine Bitte: bleiben Sie standhaft und schwimmen auch hier gegen den Strom.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers A.B.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nDer Sarkasmus ist der gelegentlich aggressiv erscheinende b&ouml;se Bruder der lieben kleinen Ironie. &#8232;Meines Wissens gab es am 02. Oktober eine Urabstimmung &uuml;ber Streikma&szlig;nahmen der GDL. Und wenn dann immer wieder in den genialen Leitmedien das Ego des Herrn Weselsky herhalten muss, um die GDL insgesamt und deren Streik zu diffamieren, ich das jetzt auch hier bei den NDS lesen muss, dann er&uuml;brigen sich einfach nur noch sachdienliche Argumentationen. &#8232;Auch k&ouml;nnte man ja mal von Passagieren sprechen, die warten mussten &ndash; ist allerdings nicht so tr&auml;nenerzeugend wie M&uuml;tter, Kleinkinder und gebrechliche Omis. &#8232;Und &uuml;berhaupt: &#8232;wie kann der Schreiber der an sie gerichteten E-Mail ernsthaft argumentieren, dass nur die Kleinen Leute leiden, und nicht die Manager und Bosse der Bahn? &#8232;Frage: welche Kampfmittel hat eine Gewerkschaft gegen den Bahnvorstand? W&auml;re der &uuml;berhaupt der richtige Adressat in einer Tarifauseinandersetzung?\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung unseres Lesers R.H.:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nich war gestern ein wenig irritiert &uuml;ber den NDS -Leserbeitrag .<br>\nIch kann mich erinnern, dass vor wenigen Jahren von Politikern, Medien , Arbeitgebern usw behauptet wurde, dass die Arbeitnehmer in den Betrieben selbst Tarifverhandlungen f&uuml;hren sollen, da sie besser &uuml;ber die Situation in ihrem Betrieb Bescheid w&uuml;ssten, als die Gewerkschaftsbosse. Als dann die Mindestlohndebatte anfing, wurde pl&ouml;tzlich, von eben diesen Vertretern,gefordert, dass die (geschw&auml;chten) Gewerkschaften die Tarifpartner der AG sein sollen.<br>\nNun zum Lokf&uuml;hrerstreik;<br>\nDie Bahn hatte fr&uuml;her einen Bef&ouml;rderungsauftrag und deshalbwurden die Angestellten verbeamtet (Streikverbot).<br>\nNun wird die staatliche Bahn wie ein Privatunternehmen geleitet. Das aber bedeutet,dass die Angestellten um Lohnerh&ouml;hungen k&auml;mpfen m&uuml;ssen. Ja,es betrifft die Reisenden aber man kann und sollte daran sehen, wie wichtig dieser Beruf ist und dass er ordentlich bezahlt werden sollte. Warum macht die Bahn kein ordentliches Agebot an die Lokf&uuml;hrer? Dar&uuml;ber h&ouml;rt man in den Medien nichts. Die Bahn hat meines Erachtens den Streik provoziert. Interessant ist auch, was H.Flassbeck heute dar&uuml;ber schreibt.\n<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23663\">unseren Eintrag<\/a> kamen viele kritische Leserbriefe und einige zustimmende. Wenn mit dem Eintrag vom 21.10 der Eindruck entstanden ist, die NDS w&uuml;rden am Sinn von Streiks im Allgemeinen und dem Lokf&uuml;hrerstreik im Besonderen zweifeln, dann tut mir das leid. Mit Recht weisen einige Leserbriefschreiber\/innen darauf hin, dass sich eine solche Einstellung auch nicht<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23684\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[141,35,103,73,154],"tags":[268,1176],"class_list":["post-23684","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-leserbriefe","category-verkehrspolitik","category-wichtige-debatten","tag-deutsche-bahn","tag-streik"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23684","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23684"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23684\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23687,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23684\/revisions\/23687"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23684"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23684"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23684"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}