{"id":23716,"date":"2014-10-24T16:25:14","date_gmt":"2014-10-24T14:25:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716"},"modified":"2015-11-09T11:48:28","modified_gmt":"2015-11-09T10:48:28","slug":"hinweise-des-tages-ii-171","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h01\">Stresstest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h02\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h03\">Lizenz zum T&ouml;ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h04\">Lokf&uuml;hrer wenden sich gegen GDL-Chef Weselsky<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h05\">Euroland braucht Eurobonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h06\">Europe&rsquo;s Fiscal Wormhole<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h07\">Paul Krugman: Amazon&rsquo;s Monopsony Is Not O.K.  &ndash;  Amazons Monopson ist nicht okay<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h08\">Debatten um Disinflation und Deflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h09\">Karstadt schlie&szlig;t sechs Filialen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h10\">Gnadenlos erfolgreich &ndash; Ist Amazon noch zu bremsen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h11\">Ebola&acute;s Next Frontier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h12\">Linke, die auf der Spielwiese von Falken grasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h13\">Familien 2013: Ehepaare noch dominierend, aber r&uuml;ckl&auml;ufig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h14\">Olaf Scholz: Europa und die Grenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h15\">Kritik am Islamismus in der arabischen Welt: Problem der Abtr&uuml;nnigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h16\">Katrin G&ouml;ring-Eckardt: &ldquo;Die Gr&uuml;nen waren nie eine pazifistische Partei&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h17\">Bildungsbericht 2014: Irref&uuml;hrende Milde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716#h18\">&bdquo;Publikumskonferenz&ldquo;: &Uuml;ber die H&auml;lfte der eingereichten Programmbeschwerden beziehen sich auf die aktuelle Ukraineberichterstattung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23716&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Stresstest<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Neuer Bankenwirbel in Europa<\/strong><br>\nDie Ger&uuml;chtek&uuml;che brodelte heftig, als es im Sommer zum Bank-Run auf die bulgarische Corporate Commercial Bank (Corpbank) kam. Fakt ist, dass die Bank pleite ist. Nach diversen Meldungen haben Kontrolleure der Europ&auml;ischen Bankenaufsicht (EBA) die Bilanzen gepr&uuml;ft und der Corpbank nach Angaben der bulgarischen Notenbank ein vernichtendes Urteil ausgestellt. Die hatte die EBA mit der Kontrolle beauftragt. Die internationale &Uuml;berpr&uuml;fung hat ungew&ouml;hnlich schlechte Gesch&auml;ftspraktiken aufgedeckt, was nicht verwundern muss, da die Bank im Sommer keine Unterlagen &uuml;ber Kredite in H&ouml;he von 1,8 Milliarden Euro vorweisen konnte.<br>\nDas Institut habe Aufsichtsbeh&ouml;rden unglaubw&uuml;rdige Informationen &uuml;bermittelt und Kredite nicht ordnungsgem&auml;&szlig; abgesichert. Zweifelhafte Gesch&auml;fte sollen zudem mit ausgefeilten Man&ouml;vern vertuscht worden sein, weshalb massive Abschreibungen notwendig w&uuml;rden. Die viertgr&ouml;&szlig;te Bank des Landes steht nun auf der Kippe. Eine Rettung des Kreditinstituts sei nur noch m&ouml;glich, wenn die Gesetze ge&auml;ndert w&uuml;rden. Denn nach derzeitigen bulgarischen Gesetzen m&uuml;sse der Bank die Lizenz entzogen werden. Die Zentralbank hat tiefen Einblick in die B&uuml;cher der Bank, denn sie hat nach dem Bank-Run in der Corpbank das Steuer &uuml;bernommen. (&hellip;)<br>\nVor der Ver&ouml;ffentlichung der Ergebnisse des sogenannten &ldquo;Stresstests&rdquo; durch die EZB und EBA am Sonntag sickern bereits vermeintliche Ergebnisse durch. Trotz der langj&auml;hrigen Subventionierung der EZB sollen den Banken weiterhin 51 Milliarden Euro fehlen und elf Institute durchgefallen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Neuer-Bankenwirbel-in-Europa-2431048.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Testing Europe&rsquo;s Stress Tests<\/strong><br>\nOn Sunday, the European Central Bank will publish the results of stress tests designed to restore much-needed confidence in the euro area&rsquo;s financial system. To succeed, the ECB must convince investors that it has truly forced banks to recognize their losses and raise enough capital to be healthy.<br>\nWhat would a really tough stress test look like?<br>\nResearch by economists at Switzerland&rsquo;s Center for Risk Management at Lausanne offers an indication. By simulating the way the market value of banks&rsquo; equity tends to behave in times of stress, they estimate how much capital banks would need to raise in a severe crisis.<br>\nThe answer, as of Oct. 17, for just 37 of the roughly 130 banks included in the ECB&rsquo;s exercise: 487 billion euros ($616 billion). Deutsche Bank, three big French banks and ING Groep NV of the Netherlands are among those with the largest estimated shortfalls.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141024_04.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bloombergview.com\/articles\/2014-10-24\/testing-europe-s-stress-tests\">Bloomberg<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Und die Deutsche Bank ist wieder einmal ganz vorne dabei! Es ist ja nun wirklich nicht neu, dass die Deutsche Bank eine wandelnde Zeitbombe ist und dabei einen potentiellen Schaden anrichten k&ouml;nnte, der (nicht nur) Deutschland in seinen Grundfesten ersch&uuml;ttern k&ouml;nnte. Bereits im November 2011 <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11371#h01\">warnte<\/a> der ehemalige IWF-Chef&ouml;konom Simon Johnson eindringlich vor den Risiken in den Bilanzen und dem Gesch&auml;ftsmodell der Deutschen Bank. Daran hat sich im Kern seit drei Jahren nichts ge&auml;ndert. Dass diese Gefahr von der deutschen Politik kontinuierlich ignoriert wird, ist ein handfester Skandal.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>ECB bank assessment to show 6-billion-euro capital gap, Citi says<\/strong><br>\nThe euro area&rsquo;s biggest banks will show a 6 billion-euro ($7.6 billion) capital gap in the European Central Bank&rsquo;s tests of the quality of their assets and ability to withstand economic shocks, said Citigroup Inc.<br>\nThe shortfall would be 15 billion euros when excluding capital banks raised this year, London-based Citigroup analysts led by Ronit Ghose wrote in an e-mailed report. They said their stress tests of 37 lenders used more conservative definitions of non-performing loans than the ECB, which is examining 130 firms.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ekathimerini.com\/4dcgi\/_w_articles_wsite2_1_24\/10\/2014_544024\">Bloomberg via ekathimerini<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ukraine-Krise Aufgewacht, Europa!<\/strong><br>\nRussland fordert Europa in seiner Existenz heraus. Doch weder Europas F&uuml;hrungen noch seine B&uuml;rger sind sich des Umfangs dieser Herausforderung vollumf&auml;nglich bewusst, und sie wissen auch nicht, wie sie am besten damit umgehen sollen. Ich f&uuml;hre dies prim&auml;r auf die Tatsache zur&uuml;ck, dass die Europ&auml;ische Union im Allgemeinen und die Eurozone im Besonderen nach der Finanzkrise von 2008 vom rechten Wege abgekommen sind.<br>\nDie derzeit in Europa geltenden finanzpolitischen Regeln haben viel &ouml;ffentlichen Unmut hervorgerufen. Europafeindliche Parteien gewannen bei den j&uuml;ngsten Wahlen zum Europaparlament fast drei&szlig;ig Prozent der Sitze.<br>\nDoch bis vor kurzem gab es f&uuml;r die Euroskeptiker keine realistische Alternative zur EU. Nun aber pr&auml;sentiert Russland eine Alternative, die eine grundlegende Herausforderung der Werte und Prinzipien darstellt, auf denen die Europ&auml;ische Union urspr&uuml;nglich gr&uuml;ndete.<br>\nSie beruht statt auf Rechtsstaatlichkeit auf dem Einsatz von Gewalt, der sich in Unterdr&uuml;ckung im Inland und Aggression im Ausland manifestiert. Das Schockierende dabei ist, dass sich Pr&auml;sident Wladimir Putins Russland der Europ&auml;ischen Union gegen&uuml;ber in gewisser Hinsicht als &uuml;berlegen erwiesen hat &ndash; als flexibler und voller &Uuml;berraschungen. Dies hat Russland einen zumindest kurzfristigen taktischen Vorteil verschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/ukraine-krise-aufgewacht-europa-13223706.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> M&auml;rchenstunde bei Uncle George. Die FAZ ist nun vollends auf den Hund gekommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ukraine vor den Wahlen<\/strong><br>\nZu erwarten sind eine geringe Wahlbeteiligung, eine instabile Regierung und mit der Volksfront und der Radikalen Partei starke rechtsnationalistische Kr&auml;fte<br>\nAm Sonntag finden in der Ukraine die vorgezogenen Parlamentswahlen statt, an denen sich aber die &ldquo;Volksrepubliken&rdquo; Donezk und Lugansk nicht beteiligen. Ihre F&uuml;hrer haben beschlossen, im November eigene Wahlen abzuhalten, sie akzeptieren auch den politischen Sonderstatus nicht, den Kiew den &ldquo;Volksrepubliken&rdquo; gew&auml;hren will. Da auch die von Russland &uuml;bernommene Krim nach der ukrainischen Verfassung weiterhin zur Ukraine geh&ouml;rt, werden im neuen Parlament einige St&uuml;hle leer bleiben. Zudem wird die Wahlbeteiligung nicht sehr hoch sein, was bereits die trotz Maidan weiter bestehende Unzufriedenheit mit den Politikern und Parteien belegt. Die Wahl soll auf jeden Fall z&auml;hlen, auch bei einer sehr geringen Wahlbeteiligung, wie sie beispielsweise im Osten erwartet werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43149\/1.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel sagt Kiew neue Milliarden zu<\/strong><br>\nDie Ukraine hat noch nicht gew&auml;hlt &ndash; doch der EU-Gipfel sagt schon neue Hilfe zu. Vor allem Kanzlerin Merkel hat die Spendierhosen an &ndash; es geht um Milliardenbetr&auml;ge. [&hellip;]<br>\nDie Gro&szlig;z&uuml;gigkeit steht in merkw&uuml;rdigem Kontrast zur innenpolitischen Lage in der Ukraine. Gerade wurde ein &ldquo;Lustrationsgesetz&rdquo; verabschiedet, das zu umfassenden S&auml;uberungen im Staatsapparat f&uuml;hren d&uuml;rfte.<br>\nVom Rechtsstaat ist die Ukraine damit weiter entfernt denn je. Fr&uuml;her galt in der EU mal die Regel, dass es Geld nur gibt, wenn die EU-Grundwerte eingehalten werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/merkel-sagt-kiew-neue-milliarden-zu\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope%29\">Lost in EUrope<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lizenz zum T&ouml;ten<\/strong><br>\nWas ist blo&szlig; los in diesem Land? Pl&ouml;tzlich sorgen sich alle um die Feuerkraft der Armee &ndash; Politiker, Leitartikler, Lobbyisten. Dass die vielen Antiterrorkriege keine Probleme l&ouml;sten, sondern neue schufen &ndash; egal. Es herrscht jetzt eine unb&auml;ndige Lust auf einen neuen Militarismus. Die V&auml;ter und M&uuml;tter des Grundgesetzes w&auml;ren ersch&uuml;ttert.<br>\nKurz nach dem Zweiten Weltkrieg, als es so aussah, als h&auml;tten die Deutschen nicht nur wegen Auschwitz ihr staatliches Mordsoll f&uuml;r alle Zeiten erf&uuml;llt, sagte der noch heute vor allem im S&uuml;den der Republik hochverehrte Politiker Franz Josef Strau&szlig;: Die Hand solle dem Deutschen abfallen, der noch einmal ein Gewehr in die Hand nehme. Es mag gestrig klingen, aber es ist gerade in diesen Tagen notwendig, sich an jene Zeit zu erinnern, damit man versteht, welch weiten Weg die Deutschen, vor allem ihre Regierenden in Berlin, seither zur&uuml;ckgelegt haben.<br>\nHeute spricht der Bundespr&auml;sident so: Deutschland m&uuml;sse seine milit&auml;rische Zur&uuml;ckhaltung aufgeben. Es d&uuml;rfe &bdquo;kein Dr&uuml;ckeberger in der Weltengemeinschaft&ldquo; mehr sein, es solle sich, &bdquo;entschiedener, substanzieller&ldquo; einbringen. Im Klartext hei&szlig;t das: Kriege f&uuml;hren. Deutschland sei zu gro&szlig; und zu wichtig, sekundiert der Au&szlig;enminister, um &bdquo;die Weltpolitik nur von der Au&szlig;enlinie zu kommentieren&ldquo;. Die Verteidigungsministerin, die sich immer wieder fast obsz&ouml;n vor Kriegsger&auml;t in Pose wirft, sieht das genauso, und auch der gr&uuml;ne Parteichef Cem &Ouml;zdemir unterst&uuml;tzt das neue Berliner Glaubensbekenntnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141024_Essay-Bundeswehr.pdf\">Arno Luik im Stern [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lokf&uuml;hrer wenden sich gegen GDL-Chef Weselsky<\/strong><br>\n&ldquo;Sehr geehrter Herr Weselsky&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Schreiben, mit dem ein Lokf&uuml;hrer aus Bayern seinem &Auml;rger Luft verschafft, &ldquo;r&auml;umen Sie Ihren Platz f&uuml;r einen neuen Vorsitzenden, der die GDL wieder zu einer ehrlichen, glaubw&uuml;rdigen Gewerkschaft formt, hinter der die Mitglieder wieder stehen k&ouml;nnen.&rdquo; [&hellip;]<br>\nDie Ver&auml;rgerung sei zu gro&szlig;, sagt der 31-J&auml;hrige, der nicht m&ouml;chte, dass sein Name in der Zeitung steht. Wenn er ihn abgeschickt h&auml;tte, w&auml;re der Brief an Claus Weselsky gegangen [&hellip;]<br>\n&Auml;hnliches berichtet ein Lokf&uuml;hrer, der in Oberbayern Regionalz&uuml;ge f&auml;hrt und seit Jahren GDL-Mitglied ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/gewerkschaftschef-lokfuehrer-wenden-sich-gegen-weselsky-1.2187554\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn Sie nur die &Uuml;berschrift lesen, werden Sie sicherlich denken, dass es innerhalb der Lokf&uuml;hrerschaft erheblichen Widerstand gegen den Kurs der GDL gibt. Im Artikel zitiert die SZ dann zwei(!) Lokf&uuml;hrer, die nat&uuml;rlich ungenannt bleiben wollen, von denen der erste angeblich einen Brief geschrieben aber nie abgeschickt hat. Oder mit anderen Worten &ndash; &Uuml;berschrift und Text passen nicht zusammen. Was die SZ hier macht, ist Manipulation vom Feinsten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Euroland braucht Eurobonds<\/strong><br>\n&Ouml;ffentliche Defizite abzubauen ist Gift f&uuml;r die Konjunktur, solange es in der Wirtschaft gewaltige ungenutzte Reserven gibt. In der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion ist das der Fall: Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,5 Prozent, und die Kapazit&auml;tsauslastung ist nach meiner Rechnung rund 13 Prozent niedriger als sie sein k&ouml;nnte. Niemand darf sich wundern, dass eine solche prozyklische Politik die Lage verschlimmert und das Risiko einer neuen Rezession zunimmt. Stagnation, abgel&ouml;st von Rezessionen ist inzwischen der Normalzustand geworden. Da hilft auch die expansive Geldpolitik nur begrenzt. Wer braucht noch den Euro, wenn die wirtschaftlichen Erfolge ausbleiben?\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141024_03.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2014\/10\/23\/euroland-braucht-eurobonds_7812\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europe&rsquo;s Fiscal Wormhole<\/strong><br>\nThe International Monetary Fund now estimates a 30% risk of deflation in the eurozone, and growth figures within the monetary union continue to disappoint. But policymakers seem trapped in a cat&rsquo;s cradle of economic, political, and legal constraints that is preventing effective action. The fulfillment of policy rules appears to be impossible without growth, but growth appears to be impossible without breaking the rules. [&hellip;]<br>\nA two-year &euro;400 billion ($510 billion) public-investment program, financed with European Investment Bank bonds, would be the best way to overcome Europe&rsquo;s current impasse. Borrowing by the EIB has no implications in terms of European fiscal rules. It is recorded neither as new debt nor as a deficit for any of the member states, which means that new government spending could be funded without affecting national fiscal performance.<br>\nThus, some of the investment spending currently planned at the national level could be financed via European borrowing to relieve national budgets. Such an indirect way of dealing with strict rules would also be easier than starting long and wearying negotiations on changes to the fiscal framework.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/fiscally-responsible-eurozone-stimulus-by-guntram-b--wolff-2014-10\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Paul Krugman: Amazon&rsquo;s Monopsony Is Not O.K.  &ndash;  Amazons Monopson ist nicht okay<\/strong><br>\nDer riesige Online-H&auml;ndler Amazon.com hat zu viel Macht, und er nutzt diese Macht auf eine Art, die Amerika schadet.<br>\nNa gut, das war vielleicht ein bisschen abrupt. Aber ich wollte den wichtigsten Punkt gleich herausstreichen, denn Diskussionen &uuml;ber Amazon verlieren sich nur allzu oft in Randproblemen.<br>\nSo beschreiben Kritiker des Unternehmens es manchmal als ein Monster, das drauf und dran sei, die gesamte Wirtschaft zu &uuml;bernehmen. Solche Behauptungen sind gewaltig &uuml;bertrieben  &ndash;  Amazon beherrscht nicht den ganzen Internethandel, und den gesamten Einzelhandel schon gar nicht, derzeit nicht, und in Zukunft wohl auch nicht. Aber was hei&szlig;t das schon? Amazon spielt trotzdem eine beunruhigende Rolle.<br>\nDie Verteidiger Amazons dagegen schweifen oft zu Lobges&auml;ngen des Online-B&uuml;cherverkaufs ab, der nun wirklich eine gute Sache f&uuml;r viele von uns ist  &ndash;  und falls Sie sich das fragen, ja, ich habe Amazon Prime und nutze es oft. Aber noch einmal, was hei&szlig;t das schon? Die Attraktivit&auml;t der neuen Technologie oder auch Amazons erfolgreicher Einsatz dieser Technologie stehen ja nicht zur Debatte. John D. Rockefeller und seine Partner waren schlie&szlig;lich auch erfolgreich im &Ouml;lgesch&auml;ft  &ndash;  und trotzdem hatte Standard Oil zu viel Macht, und man brauchte staatliche Intervention zur Eingrenzung dieser Macht.<br>\nQuelle: <a href=\"www.nytimes.com\/2014\/10\/20\/opinion\/paul-krugman-amazons-monopsony-is-not-ok.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Debatten um Disinflation und Deflation<\/strong><br>\nDer Trend zur Disinflation oder sogar Deflation hat die Frage wieder aufgeworfen, wieso die zu Beginn der quantitativen Lockerung (QE) von vielen &Ouml;konomen ge&auml;usserte Bef&uuml;rchtung, dass diese unorthodoxe Politik zu einer kr&auml;ftigen wenn nicht sogar zu einer galoppierenden Inflation f&uuml;hren werde, nicht eingetreten ist. Andere &Ouml;konomen, unter ihnen Zeitungskommentator und Nobelpreistr&auml;ger Paul Krugman, sehen sich in ihrer damals ge&auml;usserten Ansicht best&auml;tigt, dass von QE keine Gefahr von Inflation ausgehen werde. Nun hat sich Clifford Asness von der Kapitalverwaltungsfirma AQR Capital Management in die teilweise hitzig gef&uuml;hrte Debatte eingeschaltet. Er weist darauf hin, dass bei der Einf&uuml;hrung von QE praktisch niemand geahnt hatte, wie wenig das zus&auml;tzlich geschaffene Geld zirkulieren, ausgeliehen und ausgegeben werde. QE und andere unkonventionelle Formen der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank (wie auch der EZB oder der Bank von England) riefen einfach nicht das gew&uuml;nschte Verhalten von Banken, Unternehmen und Konsumenten hervor und seien in diesem Sinn nutzlos. Asness l&auml;dt aber auch dazu ein, den Blick nicht nur auf die Entwicklung der Konsumg&uuml;terpreise zu richten. Es sei seit Beginn der QE-Experimente eine enorme Inflation in den Anlagem&auml;rkten entstanden. Dies sei zwar Teil der Strategie der Notenbanken gewesen, aber nicht ein Ziel an sich. Die h&ouml;heren Preise von Anlageg&uuml;tern sollten die reale Wirtschaftst&auml;tigkeiten beschleunigen. Tats&auml;chlich blieb das neu geschaffene Geld im Bankensektor und den Anlagem&auml;rkten h&auml;ngen. Die aufgebl&auml;hten Werte von Anlageg&uuml;tern &laquo;gingen direkt in die Taschen jener, die es am wenigsten ben&ouml;tigten&raquo; und versch&auml;rften damit die ohnehin ungleiche Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/debatten-um-disinflation-und-deflation-1.18406953?extcid=Newsletter_20102014_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NZZ verweist auch auf eine <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/Redaktion\/EN\/Reden\/2014\/2014_10_17_weidmann.html\">Rede von Bundesbankpr&auml;sident Jens Weidmann<\/a>, der das nat&uuml;rlich ganz anders sieht. &ldquo;Der niedrige Inflationsdruck geht gr&ouml;&szlig;tenteils auf den R&uuml;ckgang der Energiepreise und auf die Anpassungsprozesse in einigen Eurol&auml;ndern zur&uuml;ck &ndash; Faktoren, auf die die EZB keinen direkten Einfluss hat&rdquo;, sagte Weidmann. Es sei zwar m&ouml;glich, dass die Inflation auf einem zu niedrigen Niveau f&uuml;r eine zu lange Zeit verharren k&ouml;nne, aber er sehe f&uuml;r die Euro-Zone kein Risiko eines dauerhaften Sinkens der Konsumg&uuml;terpreise. Hier wird dann Weidmann etwas widerspr&uuml;chlich, denn er r&auml;umt ein, dass die EZB reagieren sollte, wenn sich die Schw&auml;che der Inflation auf einer breiteren Basis bemerkbar mache. Das ist aber ein durchaus realistisches Szenario. Und auch eine immer noch positive, aber niedrige Inflationsrate belastet die Wirtschaft (siehe Japan). Gegenw&auml;rtig tendiert der Disinflationsprozess gegen Null. Im September fiel die Inflationsrate auf 0,3%. Im August l&ouml;ste EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi den Alarm aus: Die Inflationserwartungen waren unter das Ziel von knapp 2% gefallen. Davor galten sie als der Anker, der die Eurozone dem Deflationssog entzog. Inzwischen sind sie weiter auf 1,8% gesunken. Die Inflationserwartungen sind insofern wichtig, dass im Versuch, der erwarteten Inflation durch geeignete Vorweganpassung der Wirtschaftspl&auml;ne zuvorzukommen, sich der Inflationsprozess weiter ausbreitet und verfestigt. Ob Weidmann bei einer l&auml;nger anhaltenden niedrigen Inflationsrate Weidmann immer noch meint: &ldquo;Der gr&ouml;&szlig;te Engpass f&uuml;r mehr Wachstum in Europa ist weder die Geldpolitik noch ein Mangel an fiskalischen Anreizen, sondern strukturelle H&uuml;rden, die Wettbewerb, Innovation und Produktivit&auml;t bremsen&rdquo;. &ndash; Ach, immer diese &ldquo;strukturelle Probleme&rdquo; (siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23608#foot_0\">G&uuml;nther Grunert auf den NachDenkSeiten<\/a>). Darf man hoffen, dass sich auch bei uns herumspricht, dass, wenn alle sparen, die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sinkt, weil der private Konsum aufgrund des schrumpfenden Wirtschaftswachstums zur&uuml;ckgeht (Keynes nennt dies das &bdquo;Sparparadoxon&rdquo;) In Sachen Deflation sollte weiterhin unterschieden werden zwischen den Ursachen einer Disinflation bzw. Deflation und ihren Auswirkungen. Vielleicht kann man aufgrund der Zunahme kritischer Artikel in den Medien den Schluss ziehen, dass sich allm&auml;hlich die Erkenntnis durchsetzt; dass die bisherige von Br&uuml;ssel und Berlin verordnete Austerit&auml;tspolitik als wesentlich Ursache zu betrachten ist, also wirtschaftspolitisch falsch, des Teufels ist. (D.h. nicht dass Sparen an sich schlecht ist, aber die Sparprogramme waren viel zu radikal und wenig intelligent.)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Karstadt schlie&szlig;t sechs Filialen<\/strong><br>\nDie Sanierung von Karstadt wird schmerzhaft. Das Management will sechs Filialen schlie&szlig;en. Und eine Verschmelzung mit dem Konkurrenten Kaufhof k&ouml;nnte eines Tages doch noch Wirklichkeit werden.<br>\nRen&eacute; Benko wei&szlig; unn&ouml;tigen Aufruhr zu vermeiden. Als Anfang der Woche durchsickerte, dass m&ouml;glicherweise bald mehr als 20 der 83 Karstadt-H&auml;user schlie&szlig;en m&uuml;ssen, hatte der neue Eigent&uuml;mer einen kleinen Trost parat: Die ber&uuml;hmte Filiale in Wismar, das erste Karstadt-Haus &uuml;berhaupt, sei nicht darunter.<br>\nDoch allzu viel R&uuml;cksicht kann der 37-j&auml;hrige &Ouml;sterreicher darauf nicht nehmen: Karstadts Gesch&auml;fte laufen nach wie vor schlecht. Die beiden zur&uuml;ckliegenden Gesch&auml;ftsjahre brachten erneut hohe Verluste, und auch das Weihnachtsquartal hat schleppend begonnen.<br>\nAuf seiner mit Spannung erwarteten Sitzung am Donnerstag beschloss der Aufsichtsrat harte Einschnitte, um die Kaufhauskette zu retten. 2000 Arbeitspl&auml;tze sollen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi wegfallen, sechs Filialen geschlossen werden. &hellip;.<br>\n&ldquo;Die Sanierung wird uns viel abverlangen. Ohne zum Teil sehr schmerzliche Entscheidungen, wie auch Filialschlie&szlig;ungen wird es nicht gehen, um das &Uuml;berleben des Gesamtunternehmens zu sichern&rdquo;, erkl&auml;rte Stephan Fanderl, der wie erwartet zum neuen Karstadt-Chef ernannt wurde. Verdi &uuml;bte an den Beschl&uuml;ssen harsche Kritik: &ldquo;F&uuml;r die Besch&auml;ftigten ist das heute ein bitterer Tag. Erneut werden sie f&uuml;r die Managementfehler der letzten Jahre bestraft.&rdquo; Entlassungen und Filialschlie&szlig;ungen seien der falsche Weg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/aufsichtsratssitzung-bei-karstadt-jetzt-beginnen-die-grausamkeiten-1.2189091\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Am schleichenden Untergang Karstadts manifestiert sich das ganze Elend des aktuellen Kapitalismus. Seit Middelhoff haben sich an der Weiterf&uuml;hrung des Unternehmens nur windige Figuren versucht, welchen es prim&auml;r darum ging oder geht sich ordentlich zu bereichern. Das Schicksal des Unternehmens und der Mitarbeiter spielt dabei keine Rolle. Ein zentrales Instrument der Renditemaximierug ist dabei die Lohndr&uuml;ckerei, die immer mit den gleichen Floskeln begr&uuml;ndet wird: schmerzliche Einschnitten seien notwendig, um das &Uuml;berleben des Gesamtunternehmens zu sichern. Auch in der erneuten &ldquo;Sparrunde&rdquo; sollen die im Unternehmen arbeitenden Menschen wieder Verzicht &uuml;ben. So traurig es ist, auch das wird Karstadt vermutlich nicht retten, da es dem neuen Eigent&uuml;mer, den &ouml;sterreichischen Immobilienspekulanten Benko, prim&auml;r wohl nur um die Karstadt-Immobilien in bester Lage geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gnadenlos erfolgreich &ndash; Ist Amazon noch zu bremsen?<\/strong><br>\nDie zweite gro&szlig;e deutsche Verlagsgruppe hat sich im Streit um Rabatte mit Amazon geeinigt &ndash; nach Bastei-L&uuml;bbe hat jetzt auch die Bonnier-Gruppe, zu der die Verlage Piper, Ullstein und Carlsen geh&ouml;ren, den Streit beigelegt. Es ging darum, dass Amazon von den Verlagen h&ouml;here Rabatte verlangte als jede Buchhandlung. Die Verlage wollten nicht und Amazon griff zum unfeinen Mittel der Erpressung. Der Konzern verz&ouml;gerte die Auslieferung der B&uuml;cher der widerborstigen Verlage oder stellte sie ganz ein. Braucht es noch mehr, um die Marktmacht von Amazon zu demonstrieren? Der Versandh&auml;ndler nimmt die Buchautoren als Geiseln, um deren Verleger zu erpressen. Wer sagt da Halt? Die Autoren haben es versucht. 1000 von ihnen haben in den USA eine Anzeige in der New York Times geschaltet. Die deutschen Autoren haben einen offenen Brief an die Amazon-Chefs geschrieben. Die Initiative Fairer Buchhandel ruft nach dem Kartellamt. Und das r&uuml;hrt sich nicht. Auch die Regierung r&uuml;hrt sich nicht. Kein Wunder &ndash; ist doch der Aufbau von Amazons Versandlagern in Deutschland mit Millionen aus Steuergeldern subventioniert worden. Wof&uuml;r Amazon sich mit Steuerflucht und Billiglohnarbeitspl&auml;tzen bedankt. Und damit, sein Gesch&auml;ftsmodell nicht nur gegen den Buchhandel, sondern gegen alle Branchen zu richten, die etwas verkaufen &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20141023_56700044.mp3\">hr2 Der Tag [MP3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ebola&acute;s Next Frontier<\/strong><br>\nWhich countries, beyond those in West Africa, are most susceptible to the Ebola epidemic? Most epidemiologists do not fear much for the developed world, with its effective quarantine measures and tracking procedures, or even for sparsely populated developing countries. An outbreak could easily be contained in both groups of countries. But large, densely populated areas, lacking the proper containment mechanisms are highly vulnerable.<br>\nIndia, with its large emigrant population (the second largest in the world), high urban density, and inadequate public health-care infrastructure, potentially has the most to lose if the Ebola virus spreads. Links to West Africa are close and go back over the last century, with almost 50,000 Indians or people of Indian origin living in the region.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/ebola-and-india-by-hrishabh-sandilya-and-dany-shoham-2014-10\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Linke, die auf der Spielwiese von Falken grasen<\/strong><br>\nKriegsfragen sind f&uuml;r die Linke eigentlich ein dankbares Themengebiet. Dort k&ouml;nnen sie ihre Standhaftigkeit beweisen und ihren humanistisch gepr&auml;gten Ansatz vorzeigen. Eigentlich. Der Konflikt mit dem IS taugt n&auml;mlich dazu nicht. Er stellt das linke Spektrum vor eine Zerrei&szlig;probe.<br>\nWas waren das noch f&uuml;r Zeiten, als man als Linker gegen den Krieg in Afghanistan oder im Irak war. Die Lager waren klar. Man wusste in etwa, um was es hinter den Kulissen wirklich geht. Die USA und der Westen als Demokratie-&Uuml;berbringer? Menschenrechtskriege? Das alles war zu lachhaft um wahr zu sein. Die vermeintlich gute Konfliktpartei war schnell enttarnt. Man konnte damals noch offen pazifistisch sein, ohne Gefahr zu laufen, als herzloser Trampel angesehen zu werden. Das ist aktuell nicht mehr ganz so einfach. Die allgemeine Wahrnehmung des IS diskreditiert jeglichen pazifistischen Anklang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/950128.linke-die-auf-der-spielwiese-von-falken-grasen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Familien 2013: Ehepaare noch dominierend, aber r&uuml;ckl&auml;ufig<\/strong><br>\nIm Jahr 2013 waren in Deutschland 70% der insgesamt knapp 8,1 Millionen Familien mit mindestens einem minderj&auml;hrigen Kind Ehepaare. Der Anteil der alleinerziehenden M&uuml;tter und V&auml;ter an allen Familien betrug 20%. Die restlichen 10% entfielen auf nichteheliche oder gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, zeigt sich ein Wandel der Familienformen: Im Jahr 1996 lag der Anteil der Ehepaare mit 81 % noch deutlich h&ouml;her. Dagegen gab es damals wesentlich weniger Familien mit Alleinerziehenden (14 %) oder Lebensgemeinschaften (5 %).<br>\nIm L&auml;ndervergleich gibt es bei der Verteilung der Familienformen im Jahr 2013 erhebliche Unterschiede: In Baden-W&uuml;rttemberg war der Anteil der Ehepaare an allen Familien mit minderj&auml;hrigen Kindern mit 78 % am h&ouml;chsten; in Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen lag der Anteil der Ehepaare am niedrigsten (jeweils 51 %). Lebensgemeinschaften traten am h&auml;ufigsten in Sachsen-Anhalt und Sachsen auf (jeweils 23 % aller Familien), in Rheinland-Pfalz dagegen am seltensten (6 % aller Familien). Die meisten Ein-Eltern-Familien lebten in Berlin: Dort waren knapp ein Drittel (32 %) der Familien Alleinerziehende mit minderj&auml;hrigen Kindern. In Baden-W&uuml;rttemberg traf dies nur auf rund jede sechste Familie (16 %) zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/10\/PD14_367_122.html\">Statisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Frage ist, ob unsere Gesellschaft (Arbeitswelt, Sozialsysteme usw.) auf diesen tief greifenden Wandel vorbereitet ist. Leider werden die Daten nicht weiter untergliedert. So w&auml;re es z.B. wichtig zu erfahren, wie das Verh&auml;ltnis von alleinerziehenden Frauen zu alleinerziehenden M&auml;nnern ist. Anzunehmen ist, dass aufgrund der vorliegenden Zahlen (Berlin, Bremen, Hamburg) Familien mit nur einem Elternteil in den Gro&szlig;st&auml;dten eine besondere Rolle spielen. Zu beachten ist auch, dass sich diese Mitteilung des Bundesamtes auf Familien beschr&auml;nkt. Aus anderen Erhebungen ist bekannt, dass nicht nur der Anteil der Ehepaare an Familien abnimmt, sondern auch der Anteil der Deutschen, die in Familien leben, immer geringer wird: 49 Prozent aller Bundesb&uuml;rger leben in einer Familie (2012).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Olaf Scholz: Europa und die Grenzen<\/strong><br>\nImmer mehr Fl&uuml;chtlinge riskieren ihr Leben, um in Europa neu beginnen zu k&ouml;nnen. Ihre Schicksale gehen uns zu Herzen. Deshalb m&uuml;ssen wir legale Zuwanderungsm&ouml;glichkeiten schaffen, die unsere Arbeitsm&auml;rkte nicht &uuml;berfordern und zugleich helfen, das Ausma&szlig; lebensgef&auml;hrlicher Migrationsbewegungen zu begrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.b-republik.de\/archiv\/europa-und-die-grenzen\">Berliner Republik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein ganz beachtlicher Text des Hamburger B&uuml;rgermeisters und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD &ndash; wenn es denn keine Sonntagsrede ist. Besonders hat mir die tendenzielle Aufhebung der Trennung von politischen und Wirtschaftsfl&uuml;chtlingen imponiert. Und Olaf Scholz geht sogar noch weiter: &ldquo;&Uuml;ber Grenzen hinweg einen sicheren Ort zu erreichen, ist f&uuml;r diejenigen, die vor Krieg oder Hunger fliehen, von existenzieller Bedeutung. Ob diese Gr&uuml;nde vorliegen, wird in rechtsstaatlichen Verfahren gepr&uuml;ft. Aber es muss f&uuml;r die Betroffenen gerade dann, wenn w&auml;hrend dieses Zeitraums Integration gelingt, M&ouml;glichkeiten geben, diesseits der Grenze zu bleiben, auch wenn am Ende des Verfahrens von der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde keine Fluchtgr&uuml;nde anerkannt werden.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kritik am Islamismus in der arabischen Welt: Problem der Abtr&uuml;nnigkeit<\/strong><br>\nWarum stehen Muslime nicht auf und verurteilen lautstark den islamistischen Extremismus? Das Schweigen macht einen taub! Doch die Frage ist: Warum haben nicht zuletzt auch muslimische Intellektuelle solche Schwierigkeiten, die muslimische Welt zu kritisieren? &hellip;. Ich bin voller Hoffnung, dass wir schon in zehn Jahren eine ansehnliche Gruppe von respektierten Islamwissenschaftler haben, die die politische und und soziale Freiheit besitzen, die Probleme der Region systematisch anzusprechen &ndash; ohne als Verr&auml;ter zu gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F10%2F24%2Fa0077&amp;cHash=895125763c4521dc7c359d94371ae28c\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dass Kritik als Verrat verurteilt, gilt nicht nur f&uuml;r die schwache und verletzliche arabische Welt, sondern generell f&uuml;r viele schwache und verletzliche Gruppen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Katrin G&ouml;ring-Eckardt:  &ldquo;Die Gr&uuml;nen waren nie eine pazifistische Partei&rdquo;<\/strong><br>\nWill sie wirklich deutsche Soldaten nach Syrien schicken? Die gr&uuml;ne Fraktionschefin &uuml;ber den Kampf gegen IS, Belehrungen von J&uuml;rgen Trittin und die Krise der Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2014-10\/die-gruenen-katrin-goering-eckardt-syrien\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Und Petra Kelly rotiert dazu im Grabe.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bildungsbericht 2014: Irref&uuml;hrende Milde<\/strong><br>\nGlaubt man der Bundesregierung, so leben wir inzwischen in einem Bildungswunderland. So zumindest liest sich die Stellungnahme zum Bildungsbericht 2014, den das Kabinett am Mittwoch verabschiedet hat.<br>\nDemnach darf man sich freuen &uuml;ber eine &ldquo;Vielzahl positiver Entwicklungen &uuml;ber alle Bildungsbereiche hinweg&rdquo;: Es gehen viel mehr Kleinkinder in die Kitas, mehr Jugendliche in Ganztagsschulen und gut jeder zweite eines Jahrgangs schafft es an eine Hochschule. Also alles easy?<br>\nNat&uuml;rlich nicht. Die Bundesregierung blickt auf die Bildungszust&auml;nde und die Verantwortung der Bundesl&auml;nder mit irref&uuml;hrender Milde: So ist es zwar erfreulich, dass der Hochschulbesuch keine Eliteveranstaltung mehr ist, sondern gut 51 Prozent eines Jahrgangs dort einr&uuml;ckt. Doch sind vielerorts eben auch die Studienbedingungen so.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/bildungsbericht-irrefuehrende-milde-1.2186753\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&bdquo;Publikumskonferenz&ldquo;: &Uuml;ber die H&auml;lfte der eingereichten Programmbeschwerden beziehen sich auf die aktuelle Ukraineberichterstattung<\/strong><br>\nSo berichtete zum Beispiel Moskau-Korrespondent Udo Lielischkies im <a href=\"http:\/\/publikumskonferenz.de\/forum\/viewtopic.php?f=30&amp;t=125\">Mai dieses Jahres<\/a> von der Ermordung zweier Zivilisten durch Vertreter der Separatisten in Krasnoarmeysk am Tag des Referendums.<br>\nOriginalaufnahmen des Zwischenfalls zeigen allerdings deutlich, dass die ukrainische Nationalgarde f&uuml;r den Tod der Zivilisten verantwortlich ist. Inzwischen hat die ARD sich f&uuml;r diese Falschmeldung (angeblich nach Hinweis eines (!) Zuschauers) &ouml;ffentlich <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/berliner-republik\/ukraine-fehler-der-ard-nur-eine-halbe-entschuldigung\/58302\">entschuldigt<\/a>.<br>\nDas ZDF <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/2152500\/mittagsmagazin-vom-12.-Mai-2014#\/beitrag\/video\/2152500\/mittagsmagazin-vom-12.-Mai-2014\">verbreitete<\/a> diese Falschmeldung noch Wochen danach ungeniert weiter, obwohl es seit dem Tag des Geschehens tausende von Hinweisen aufmerksamer Zuschauer, (auch) angesichts der Absurdit&auml;t dieser Meldung, gegeben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/blog\/raus-mit-markus-lanz-aus-meiner-rundfunkgebuehr\">Publikumskonferenz Open Petition<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23716","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23716","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23716"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23716\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28422,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23716\/revisions\/28422"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23716"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23716"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23716"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}